Zukunftsfähige Wirtschaftsförderung
durch Innovationen und Netzwerke
2. Juni 2016
Dr. Gerd Meier zu Köcker
Leiter
ClusterAgentur Baden-Württemberg
© ClusterAgentur Ba-WÜ| 1
Clusterlandschaft Baden-Württemberg
26.04.2015|© ClusterAgentur Ba-WÜ| 2
Betrachtung aus
wissenschaftlicher Sicht
26.04.2015|© ClusterAgentur Ba-WÜ| 3
Die Stärke der Cluster in einer Region ist positiv
mit wichtigen Indikatoren der Wirtschaftsleistung korreliert:
Wohlstandsniveau Gründungsdynamik Strukturwandel
Löhne
Produktivität
Beschäftigung
Patentrate
Unternehmens-gründungen
Überlebensrate neuer
Unternehmen
Potential und Wachstum
neuer Unternmen
Richtung des
Strukturwandels:
„Related Diversification“
e.g. Porter (2003), Greenstone (2008).
Delgado/Porter/Stern (2012), Ketels/Protsiv
(2013), Aharonson et al (2013)
e.g., Guzman/Stern (2014), Delgado/
Porter/Stern (2011), Lindqvist/ Wennerberg
(2008)
e.g., Neffke et al (2009);
Boschma et al. (2013)
Wie wichtig sind Cluster heute?
Cluster und “zukunftsfähige regionale
Wirtschaftsförderung”
Die Herausforderung:
 Wie ermöglicht man Strukturwandel hin zu Aktivitäten
mit höherer Wertschöpfungs-/Innovationsdichte?
Der neue Ansatz
• Identifzierung bestehender Stärken, inkl.
Clusterpositionen
• Fokussierung öfentlicher Mittel auf höhere
Wertschöpfungs-/ Innovations-dichte
innerhalb bestehender und angrenzender
Cluster
• Höhere Erfolgsrate
• Aufbau langfristiger Wettbewerbsvorteile
Der alte Ansatz
• Identifizierung von Wachstumsmärkten
(Bio, nano, eco, etc.)
• Fokussierung öffentlicher Mittel auf diese
Sektoren
• Hohe Fehlerrate in wettbewerbs-
intensiven Märkten
Quelle: C. Ketels
Cluster als Instrument der
Wirtschaftspolitik
Cluster in der
Wirtschaftspolitik
Bessere Handlungen Mehr Wirkung
Clusterinitiativen schaffen
eine Plattform, um im Dialog
von Unternehmen,
Hochschulen, und Behörden
Handlungsschwerpunkte
adequat zu definieren und
umzusetzen
Die Ausrichting
wirtschaftspolitischer
Instrumente auf Cluster
erhöht ihre Wirksamkeit und
erhöht die Kooperations-
dynamik in Clustern
Quelle: C. Ketels
Das Umfeld von Clusterinitiativen
CLUSTER
PRÄSENZ
CLUSTER
INITIATIVE
WIRTSCHAFTLICHE
EFFEKTE
+ =
+ =
+ =
Quelle: C. Ketels
Wichtigkeit von Netzwerken
und Cluster-Initiativen
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Wirtschaftliche Lage von
Clusterakteuren
27.08.2016© ClusterAgentur Baden-Württemberg 10
Beurteilung der wirtschaftlichen Lage von Clusterakteuren im Vergleich zum
Branchendurchschnitt (Juli 2014)
Kooperationen zahlen sich aus
27.08.2016© ClusterAgentur Baden-Württemberg 11
Monetärer Vorteilder Clusterakteure nach Schlüsselakteurs-AnteilClustermonitor Deutschland, BMWi, 2015
Betrachtung aus Sicht der
Unternehmen
26.04.2015|© ClusterAgentur Ba-WÜ| 12
Innovationstypen
28%
59%
Underperformer Outperformer
Underperformer Outperformer
(vgl.: IBM Institute for Business Value 2012: Führen durch Vernetzung, S. 45)
• 59% der Outperformer, also der
sehr erfolgreichen
Unternehmen, tendieren zu
mehr Innovationen mit externen
Partnern
• Nur 28% der Underperformer
tendieren zu eine Öffnung
gegenüber externen Partnern
Veränderte Rahmenbedingungen
Verpackungshersteller Edelmann
FRÜHER
Formen der Kooperation
Veränderte Rahmenbedingungen
Verpackungshersteller Edelmann
HEUTE
Formen der Kooperation
Formen der Kooperation
Formen der Kooperation
Formen der Kooperation
Zusammenarbeit
Vertrauen
Komplexität
Vernetzung/ Infor-
mationsaustausch
Realisierung gemein-
samer Maßnahmen
Durchführung
komplexer Projekte
Gemeinsame
Ziele und Visionen
Erste Zusammenarbeit und
Aufteilung von Aufgaben
Vertrauensbildende Maßnahmen
Rechtliche Regelungen und
Ressourcenplanung sind nötig
Kooperation erfolgt
auf mehreren
Managementlevels
Vernetzung
Service Portfolio von
Clusterorganisationen
27.08.2016© ClusterAgentur BW| 20
Neue Produkte/
Technologien/
Dienstleistungen
Fachkräfte
Sichtbarkeit
Standortentwicklung
Geschäftsaktivitäten
Identifizierung von
neuen Themen
Wissensgenerierung Kooperationsprojekte Wissensverwertung
Weiterbildung/
Qualifizierung
Akquise neuer
Fachkräfte
Curriculum entwickeln
(Uni/Hochschule)
Leistungsfähigkeit des
Netzwerks
Regions-/
Standortmarketing
Mitgliederkompetenz
Strat. Identität/
Branding
Gründung Infrastruktur Ansiedlung
Matching: Intra-
Cluster
Matching: Intra-Sektor
Kooperationsprojekte
Internationalisierung
Vernetzung
Firmenbesuche Informationsveranstaltungen
Mapping Stammtische
Ziele Handlungsfelder
Cross-Clustering
Bestandsentwicklung
Ausbildung
(Facharbeiter)
Konsequenzen für die regionale
Wirtschaftsförderung
 Rolle der Regionen wächst, damit auch die Bedeutung des regionalen
Wirtschaftsumfeldes
 Wirtschaftsförderung sollte auf regionalen Stärken aufbauen
 Regionale Wirtschaftsförderung wird komplexer, fordert eine aktive Rolle
 Regionen haben in der Regel zu viele Akteure im Innovationskontext, die
oftmals nicht ausreichend kooperieren
 Cluster-Initiativen stellen ein gutes Instrument für Wirtschaftsförderer dar,
ihre Ziele durch deren aktive Nutzung zu erreichen
 Regionales Clusterportfolio ist ein wichtiges Asset für eine Region im
Kontext cross-sektoraler Innovationen
27.08.2016© ClusterAgentur Baden-Württemberg 21
• Competition & Selfishness of actors
• No or weak coordination between
cluster initiatives, companies
intermediaries etc
• Individual strategies, not alligned
with peers or region
• Missing regional perspective; lack
of understanding of industrial
needs
• Polypoly-like system
• No incentives to cooperate among
regional peers
• RIS-driven (market driven) cooperation
• Clear tasks, well aligned with peers
(cluster initiatives, SME intermediaries
etc.)
• Contribution to regional prosperity is
key objective; high business intelligence
• Indicvidual strategies are well aligned
and embedded with / in RIS
• Oligopoly-like system
• Clear benefits to cooperate with
regional peer
Traditional model New regional cooperation model
Zukunftsorientierte regionale Wirtschafts-
entwicklung durch neue
(regionale Kooperationsmodelle)

Zukunftsfähige Wirtschaftsförderung durch Innovation und Netzwerke

  • 1.
    Zukunftsfähige Wirtschaftsförderung durch Innovationenund Netzwerke 2. Juni 2016 Dr. Gerd Meier zu Köcker Leiter ClusterAgentur Baden-Württemberg © ClusterAgentur Ba-WÜ| 1
  • 2.
  • 3.
  • 4.
    Die Stärke derCluster in einer Region ist positiv mit wichtigen Indikatoren der Wirtschaftsleistung korreliert: Wohlstandsniveau Gründungsdynamik Strukturwandel Löhne Produktivität Beschäftigung Patentrate Unternehmens-gründungen Überlebensrate neuer Unternehmen Potential und Wachstum neuer Unternmen Richtung des Strukturwandels: „Related Diversification“ e.g. Porter (2003), Greenstone (2008). Delgado/Porter/Stern (2012), Ketels/Protsiv (2013), Aharonson et al (2013) e.g., Guzman/Stern (2014), Delgado/ Porter/Stern (2011), Lindqvist/ Wennerberg (2008) e.g., Neffke et al (2009); Boschma et al. (2013) Wie wichtig sind Cluster heute?
  • 5.
    Cluster und “zukunftsfähigeregionale Wirtschaftsförderung” Die Herausforderung:  Wie ermöglicht man Strukturwandel hin zu Aktivitäten mit höherer Wertschöpfungs-/Innovationsdichte? Der neue Ansatz • Identifzierung bestehender Stärken, inkl. Clusterpositionen • Fokussierung öfentlicher Mittel auf höhere Wertschöpfungs-/ Innovations-dichte innerhalb bestehender und angrenzender Cluster • Höhere Erfolgsrate • Aufbau langfristiger Wettbewerbsvorteile Der alte Ansatz • Identifizierung von Wachstumsmärkten (Bio, nano, eco, etc.) • Fokussierung öffentlicher Mittel auf diese Sektoren • Hohe Fehlerrate in wettbewerbs- intensiven Märkten Quelle: C. Ketels
  • 6.
    Cluster als Instrumentder Wirtschaftspolitik Cluster in der Wirtschaftspolitik Bessere Handlungen Mehr Wirkung Clusterinitiativen schaffen eine Plattform, um im Dialog von Unternehmen, Hochschulen, und Behörden Handlungsschwerpunkte adequat zu definieren und umzusetzen Die Ausrichting wirtschaftspolitischer Instrumente auf Cluster erhöht ihre Wirksamkeit und erhöht die Kooperations- dynamik in Clustern Quelle: C. Ketels
  • 7.
    Das Umfeld vonClusterinitiativen CLUSTER PRÄSENZ CLUSTER INITIATIVE WIRTSCHAFTLICHE EFFEKTE + = + = + = Quelle: C. Ketels
  • 8.
    Wichtigkeit von Netzwerken undCluster-Initiativen 26.04.2015|© ClusterAgentur Ba-WÜ| 9
  • 9.
    Wirtschaftliche Lage von Clusterakteuren 27.08.2016©ClusterAgentur Baden-Württemberg 10 Beurteilung der wirtschaftlichen Lage von Clusterakteuren im Vergleich zum Branchendurchschnitt (Juli 2014)
  • 10.
    Kooperationen zahlen sichaus 27.08.2016© ClusterAgentur Baden-Württemberg 11 Monetärer Vorteilder Clusterakteure nach Schlüsselakteurs-AnteilClustermonitor Deutschland, BMWi, 2015
  • 11.
    Betrachtung aus Sichtder Unternehmen 26.04.2015|© ClusterAgentur Ba-WÜ| 12
  • 12.
    Innovationstypen 28% 59% Underperformer Outperformer Underperformer Outperformer (vgl.:IBM Institute for Business Value 2012: Führen durch Vernetzung, S. 45) • 59% der Outperformer, also der sehr erfolgreichen Unternehmen, tendieren zu mehr Innovationen mit externen Partnern • Nur 28% der Underperformer tendieren zu eine Öffnung gegenüber externen Partnern
  • 13.
  • 14.
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    Zusammenarbeit Vertrauen Komplexität Vernetzung/ Infor- mationsaustausch Realisierung gemein- samerMaßnahmen Durchführung komplexer Projekte Gemeinsame Ziele und Visionen Erste Zusammenarbeit und Aufteilung von Aufgaben Vertrauensbildende Maßnahmen Rechtliche Regelungen und Ressourcenplanung sind nötig Kooperation erfolgt auf mehreren Managementlevels
  • 19.
    Vernetzung Service Portfolio von Clusterorganisationen 27.08.2016©ClusterAgentur BW| 20 Neue Produkte/ Technologien/ Dienstleistungen Fachkräfte Sichtbarkeit Standortentwicklung Geschäftsaktivitäten Identifizierung von neuen Themen Wissensgenerierung Kooperationsprojekte Wissensverwertung Weiterbildung/ Qualifizierung Akquise neuer Fachkräfte Curriculum entwickeln (Uni/Hochschule) Leistungsfähigkeit des Netzwerks Regions-/ Standortmarketing Mitgliederkompetenz Strat. Identität/ Branding Gründung Infrastruktur Ansiedlung Matching: Intra- Cluster Matching: Intra-Sektor Kooperationsprojekte Internationalisierung Vernetzung Firmenbesuche Informationsveranstaltungen Mapping Stammtische Ziele Handlungsfelder Cross-Clustering Bestandsentwicklung Ausbildung (Facharbeiter)
  • 20.
    Konsequenzen für dieregionale Wirtschaftsförderung  Rolle der Regionen wächst, damit auch die Bedeutung des regionalen Wirtschaftsumfeldes  Wirtschaftsförderung sollte auf regionalen Stärken aufbauen  Regionale Wirtschaftsförderung wird komplexer, fordert eine aktive Rolle  Regionen haben in der Regel zu viele Akteure im Innovationskontext, die oftmals nicht ausreichend kooperieren  Cluster-Initiativen stellen ein gutes Instrument für Wirtschaftsförderer dar, ihre Ziele durch deren aktive Nutzung zu erreichen  Regionales Clusterportfolio ist ein wichtiges Asset für eine Region im Kontext cross-sektoraler Innovationen 27.08.2016© ClusterAgentur Baden-Württemberg 21
  • 21.
    • Competition &Selfishness of actors • No or weak coordination between cluster initiatives, companies intermediaries etc • Individual strategies, not alligned with peers or region • Missing regional perspective; lack of understanding of industrial needs • Polypoly-like system • No incentives to cooperate among regional peers • RIS-driven (market driven) cooperation • Clear tasks, well aligned with peers (cluster initiatives, SME intermediaries etc.) • Contribution to regional prosperity is key objective; high business intelligence • Indicvidual strategies are well aligned and embedded with / in RIS • Oligopoly-like system • Clear benefits to cooperate with regional peer Traditional model New regional cooperation model Zukunftsorientierte regionale Wirtschafts- entwicklung durch neue (regionale Kooperationsmodelle)