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Ausgabe 196
September 2016
www.sz-immo.de
EIGENTUMSWOHNUNGEN 30–39 BAUPROJEKTE 40–48 ARCHITEKTUR 49–53
sz-immo.de Magazin
www.sz-immo.de | September 2016 3
EDITORIAL / INHALT
Ich vermisse ihn schon jetzt, dabei streift er die Stadt gerade noch mal
mit seiner ganzen Breitseite: der Sommer. Es macht auch rein gar nichts,
dass sich der Spät- als Hochsommer tarnt. Lieber ein bisschen zu heiß
undzuhell…SchließlichmüssendieGute-Laune-Speichergefülltwerden,
damitmanauchgutüberdiegrauenTagekommt.Andererseits:Während
das Leben in der warmen Jahreszeit oft draußen stattfindet – mal abge-
sehenvomBüro,beidemgerademaldieoffenenFenstereinwenigSom-
mer hereinlassen –, zieht es sich jetzt größtenteils wieder nach drinnen
zurück. Das Zuhause wird wieder wichtiger. Und schließlich kann man
mitderrichtigenBeleuchtungauchannovemberdüsterenTagenfürhelle
Freude sorgen.Wie? Das erfahren die Besucher der Messe„Bauen Kaufen
Wohnen“ am 17. und 18. September. Dort gibt es nicht nur Fachvorträge
zum Lichtdesign, etwa „Behaglichkeit ist planbar“ und „Wie beeinflusst
künstliches Licht unser Befinden?“, sondern auch einen Workshop, bei
demmanlernt,wieman„Lichtverstehen,einbeziehenundnutzen“kann.
Bereits zum zweiten Mal be-
kommt das Licht diesen Stellen-
wert auf dieser Messe im Herbst
– und zwar zur zweiten Ausgabe
der „Bauen Kaufen Wohnen“. In
diesem Jahr präsentieren sich
über120Aussteller,undihreThe-
men reichen vom Immobiliener-
werb und der Finanzierung über
den Neu- und Umbau bis zum Einrichten der eigenen vier Wände (siehe
auch Seiten 24 bis 27).
Wer die Herbsttage doch noch draußen genießen möchte, kann das bei-
spielsweise auf dem Gut Hoflößnitz in Radebeul (Seiten 49 bis 53). Zum
AnwesengehörteinegroßeTerrasse,aufderessichgemütlichimSchatten
mächtiger Kastanienbäume sitzen lässt. Und wem es doch zu kalt sein
sollte, der findet auch drinnen Platz. Sie jedoch müssen meistens drinnen
bleiben – die Dresdner Schüler. Erfreulicherweise bekommen etliche von
ihnen ganz moderne Häuser (Seiten 46 bis 48). Das macht das Lernen
zwar nicht entbehrlich, aber sicher um vieles angenehmer.
In dieser Ausgabe:
Foto:SteffenFüssel
Thessa Wolf,
Redakteurin
Draußen und drinnen
Schließlich kann man mit der
richtigen Beleuchtung auch an
novemberdüsteren Tagen für
helle Freude sorgen.„
„
Termine 4
News 5–7, 9, 13, 16, 19
„Damit die Immobilie belebt
wird und bleibt“ 20
Treffpunkt: Grand Plaza 22
Sachsen – eine feste Größe 22
Bauherren willkommen! 24
Am Modell erklärt 25
Forum Moderne Architektur 26
Lichtforum Dresden 26
Messe-Programm 26
„Alle kennen sich von Anfang an“ 28
Karte + Tabelle Eigentumswohnungen 30
Dresden – ein stabiler und
nachhaltiger Standort 31
Anhaltend gute Nachfrage 32
Analyse der Wünsche 36
Aufholbedarf in Deutschland 38
Fusion der Feuerwehren 40
Umbau zur Sozialstation 40
Außen klassisch, innen modern 42
Die Proben beginnen 44
„Wir laufen den Kapazitäten hinterher“ 46
Hochrenaissance, barock ausgemalt 49
Ganz natürlich aus Holz 55
Zu lange saniert 59
Jetzt ist Zwiebel-Zeit. 63
Jetzt ist Spazier-Zeit. 63
Kleinanzeigen und Objektanzeigen 64
Vorschau + Impressum 66
4 www.sz-immo.de | September 2016
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bis 18. September
Anfang September hat auf dem Altmarkt in
Dresden der Herbst Einzug gehalten. Bis zum
18. September bieten über 100 Händler täglich
von 10 bis 19 Uhr ihre Waren an. Passend zur
Erntezeit gibt es unter anderem Obst und
Gemüse aus der Region, Imkereierzeugnisse so-
wie Handwerkskunst. „Das bunte Händlertrei-
ben, ein abwechslungsreiches Bühnenpro-
gramm und kleine Bier- und Weingärten laden
Foto:ThessaWolf
zum Bummeln undVerweilen ein“, sagte Robert
Franke, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförde-
rung, zur Eröffnung. Und auch für die Kleinen
gebeesmitRiesenrad,Kinderkarussellundeiner
Kindereisenbahn einiges zu erleben. (sz-immo)
10. September
Zum Bauherrentag im Eder ZiegelZentrum in
Freital werden zwischen 10 und 13 Uhr Werks-
führungen angeboten. Künftige Bauherren
können sich zudem beraten lassen und die
verschiedenen Poroton-Ziegel genauer unter
die Lupe nehmen. (sz-immo)
Eder ZiegelZentrum, Wilsdruffer Str. 25 in
Freital
17. bis 18. September
„Bauen KaufenWohnen“, die Dresdner Bau- und
Immobilienmesse, wird nach ihrer erfolgreichen
Premiere im vergangenen Jahr erneut veran-
staltet. Dresden als Wachstumsregion in
Deutschlands Osten ist der passende Ort dafür.
Die Messe bündelt frühereVeranstaltungen als
konzentriertes Angebot im Herbst und reagiert
damit auf die gezielte Nachfrage von Eigennut-
zern und Kapitalanlegern wie auch Bau- und
Mietinteressierten. Themen wie Finanzierung
und Versicherung sowie Wohn- und Einrich-
tungstrends stehen im Programm. (sz-immo)
www.messe-bkw.de
20. bis 23. September
In Düsseldorf trifft sich zur glasstec die inter-
nationale Glasbranche. Auch in diesem Jahr ist
das Angebot von Glasmaschinenbau, Glasin-
dustrie und dem Glaserhandwerk groß und
die Zahl der erwarteten Innovationen hoch.
So stellt das ift Rosenheim im Kompetenzcen-
ter Glas+Fassade Neues aus der Forschung vor,
beispielsweise das druckentspannte Mehr-
scheiben-Isolierglas. (sz-immo)
29. September
In Karlsruhe trifft man sich Ende September
zur Fachtagung„Nahwärme kompakt“. Die Ex-
perten des Kompetenzzentrums Wärmenetze
der KEA präsentieren die Vorteile für Nutzer
und zeigen Projektbeispiele.„Wärmenetze er-
leichtern die Nutzung von erneuerbaren Ener-
gien, energieeffizienter Kraft-Wärme-Kopplung
und Abwärme in erheblichem Maße“, heißt es
aus dem Kompetenzzentrum.„Sie können da-
her Stadtteile, Quartiere und ganze Ortschaf-
ten klimafreundlich mitWärme versorgen.“ Bei
guter Planung und Ausführung sowie ausrei-
chend hohen Anschlussgraden seien sie für
Gebäudeeigentümer und Kommunen auch
ökonomisch vorteilhaft. (sz-immo)
17. bis 21. Oktober
In Nürnberg findet eine Intensiv-Schulung zum
Sachverständigen der Immobilienbewertung
mit DEKRA-Zertifikat statt. Eine fachgerechte
Marktwertermittlung erfordert neben einem
Grundwissen bautechnischer Belange vor
allem fundierte wertermittlungstechnische, fi-
nanzmathematische und juristische Fach-
kenntnisse, sagt der renommierte Immobilien-
gutachter Dieter E. Brösamle. Er vermittelt
Interessenten das notwendige Know-how in
kompakter Form. (sz-immo)
Anmeldung unter: www.akademie-
herkert.de/wmhtml/2016/anmeldeformu-
lar_7007-5.pdf
22. Oktober
Im Eder ZiegelZentrum wird zum Bauherrentag
eingeladen – mit Beratung und Werksführung
von 10 bis 13 Uhr. (sz-immo)
Eder ZiegelZentrum, Wilsdruffer Str. 25 in
Freital
27. Oktober
Die Verlagsgesellschaft Rudolf Müller veran-
staltet die 1. Fachtagung „Barrierefrei planen
& bauen“ in Köln. Im Mittelpunkt des neuen
Branchenformats stehen die Anforderungen,
Schutzziele und deren konkrete bauliche Um-
setzung sowie die Chancen des barrierefreien
und „demografiefesten“ Bauens. Eine beglei-
tende Fachschau stellt innovative Produkt- und
Designlösungen vor. (sz-immo)
Foto:Ortec
www.sz-immo.de | September 2016 5
IMMOBILIEN-NEWS
Beratungs- & Planungstermine:
Verkaufsbüro Dresden
Elke Jäger-Horn | Telefon 0351 8584576
Mobil 0157 78822746
jaeger-horn@hanse-haus.de
www.hanse-haus.de
Hanse Haus wurde
von Focus Money
(Ausgabe 44/2015)
zum 3. Mal in
Folge als „Fairster
Fertighaus-
anbieter“ mit dem
Kundenurteil
„Sehr gut“
ausgezeichnet.
Niedriger Elbpegel
So wenig Elbe war selten: Bei 60 Zentime-
tern lag der Pegel Ende August. Normal sind
eigentlich zwei Meter. Die Schiffe der Säch-
sischen Dampfschiffahrt konnten deshalb
nur eingeschränkt verkehren. Die histori-
schen Raddampfer etwa haben zwar nicht
so viel Tiefgang – allerdings auch weniger
Platz für Passagiere. Auch im vergangenen
Jahr hatte es im Sommer wegen Niedrig-
wassers erhebliche Einschränkungen im
Schiffsverkehr gegeben. (sz-immo)
Satzungen für Blasewitz
und Striesen
Große Bereiche in Blasewitz und Striesen-
Nordost weisen mit ihrer stadtgestalteri-
schen, städtebaukünstlerischen und archi-
tektonischen Prägung Qualitäten auf, die
geschützt werden sollen. Nach einer aus-
führlichen Gebietsanalyse plant man nun
fünf eigenständige Erhaltungssatzungen.
Die Erhaltungssatzung gemäß Paragraf 172
Absatz 1 Nummer 1 Baugesetzbuch (BauGB)
zielt auf die Erhaltung der städtebaulichen
Eigenart eines Gebietes aufgrund seiner
städtebaulichen Gestalt ab. Hauptanliegen
der Erhaltungssatzung ist es, Gebäude und
bauliche Anlagen zu bewahren, die einzeln
für sich oder im Zusammenwirken mit an-
deren Gebäuden die städtebauliche Eigenart
des Gebietes – das Ortsbild und die Stadt-
gestalt – prägen. Es spielt dabei keine Rolle,
ob es sich bei dem zu schützenden Bestand
um Baudenkmäler im Sinne des Denkmal-
schutzes handelt. Im Gebiet einer Erhal-
tungssatzung unterliegen der Rückbau,
städtebaulich relevante Änderungen, Nut-
zungsänderungen sowie die Errichtung bau-
licher Anlagen einer eigenständigen Geneh-
migungspflicht. Es ist nicht Ziel der
Erhaltungssatzung, im Gebiet keine Verän-
derungen mehr zuzulassen, vielmehr wird
einzelfallbezogen die Erhaltungswürdigkeit
der baulichen Anlage, die Vereinbarkeit des
konkreten Vorhabens mit den Erhaltungs-
zielen bzw. die Einfügung einer neu zu er-
richtenden baulichen Anlage überprüft. Der
Aufstellungsbeschluss für die Erhaltungssat-
zungen H–46, Dresden Blasewitz/Striesen-
Nordost ist nun Ende August interessierten
Dresdnern vorgestellt worden. (sz-immo)
Foto:ThessaWolf
6 www.sz-immo.de | September 2016
IMMOBILIEN-NEWS
Klimatest für Radler
Seit Anfang September und noch bis Ende
November können die Dresdner Radfahrer ihr
Votum abgeben. Der Allgemeine Deutsche
Fahrradclub (ADFC) stellt unter anderem Fra-
gen zur Infrastruktur, aber auch zumVerkehrs-
klima und zur Förderung des Radverkehrs. Die
Landeshauptstadt lädt alle ein, sich an dem
ADFC-Klimatest zu beteiligen, egal, ob sie oft
oder eher selten radeln. Auf der Website
www.fahrradklima-test.de können Interes-
sierte alle aktuellen Fragebögen ausfüllen so-
wie Informationen einsehen. Der ADFC-Klima-
test überprüft, wie gut und sicher Nutzer mit
dem Fahrrad in örtlichen Verkehrsnetzen un-
terwegs sein können. So erhalten die Städte
wichtige Informationen über die subjektiven
Wahrnehmungen ihrer Einwohner zu diesem
Thema und können entsprechend mit radver-
kehrsfördernden Maßnahmen reagieren. Dres-
den beteiligt sich zum fünften Mal an dem al-
ler zwei Jahre stattfindenden Test. 2014
belegte Dresden den 20. Platz von 39 betei-
ligten Gemeinden, 2012 den 21. Rang von 38
Städten ab 200 000 Einwohnern. Die ersten
drei Plätze beim letztenTest belegten Münster,
Karlsruhe und Freiburg im Breisgau. Die bes-
ten ostdeutschen Städte in diesem Ranking
waren Leipzig an der neunten und Rostock an
der zehnten Stelle. (sz-immo)
38 Anträge gestellt
Die Landeshauptstadt Dresden fördert auch
in diesem Jahr wieder Maßnahmen und Pro-
jekte, die die Raumsituation von Akteuren der
Kultur- und Kreativwirtschaft verbessern hel-
fen. Dafür stehen 90 000 Euro zur Verfügung.
Bis Mitte August konnten die entsprechenden
Anträge auf finanzielle Unterstützung beim
Amt fürWirtschaftsförderung gestellt werden.
„38 Förderanträge mit einem Antragsvolumen
von insgesamt rund 330 000 Euro sind bei uns
eingegangen. Das zeigt, dass das von uns ini-
tiierte Förderprogramm gut angenommen und
die Unterstützung gebraucht wird “, sagt Ro-
bert Franke, Leiter des Amtes für Wirtschafts-
förderung. Im Vorjahr wurden 40 Anträge mit
einem Antragsvolumen von rund 415 000 Euro
gestellt. Über die Vergabe der Zuwendungen
entscheidet der Ausschuss für Wirtschaftsför-
derung.Vorher bewertet eine Expertenjury die
Anträge und gibt dem Ausschuss Empfehlun-
gen. Dieser entscheidet dann voraussichtlich
im November über die Vorschläge. (sz-immo)
Weitere Informationen zur Kreativraumför-
derung stehen im Internet unter www.dres-
den.de/kreativ2016
Sanierungsstart an der Friedrich-
straße
Die Altlasten einer chemischen Reinigung in
Dresden-Friedrichstadt verschwinden noch in
diesem Jahr. Anfang September haben die Ar-
beiten auf dem Gelände Friedrichstraße 17 be-
gonnen, teilte das Umweltamt mit. Sobald die
Baustelle eingerichtet ist, beginnt am 20. Sep-
tember die eigentliche Sanierung. Dabei ist das
belastete Erdreich abzutragen, zu entsorgen
und durch neuen Boden zu ersetzen. Der kon-
taminierte Untergrund wird dafür mit einem
Großgerät bis zu 14 Meter tief ausgebohrt. Bei
planmäßigem Verlauf wird die Altlastensanie-
rung Anfang Dezember 2016 abgeschlossen
sein.„Bis 1975 war an dieser Stelle eine chemi-
sche Reinigung in Betrieb, die im Jahr etwa 400
Liter Reinigungsmittel verbrauchte“, informiert
Christian Korndörfer, Leiter des Dresdner Um-
weltamtes.„Leider wurde damals sehr sorglos
mit den enthaltenen Lösungsmitteln umge-
gangen.“ So sei beispielsweise über viele Jahre
bei der Entnahme der Flusen aus den Wasch-
maschinen ein erheblicherTeil im Boden versi-
ckert.„Die enthaltenen chlorierten leichtflüch-
tigen Kohlenwasserstoffe sind so tief in den
Untergrund eingedrungen, dass sie nur durch
Herausbohren entfernt werden können. Wir
schätzen, dass wir über zwei Tonnen Schad-
stoffe aus dem Boden herausholen werden.“
Die Gesamtkosten dafür liegen bei 1,5 Millionen
Euro. Der Freistaat Sachsen übernimmt davon
1,1 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds
für regionale Entwicklung (EFRE). (sz-immo)
Herbert-Wehner-Haus an der
Devrientstraße geplant
Für das Areal zwischen dem Haus der Presse
und dem Maritim-Hotel nehmen die Pläne kon-
kretere Formen an. Den Startschuss gibt die der
SPDgehörendeFirmaKonzentrationGmbH.Ge-
schäftsführer Christoph Lehmann stellte Ende
Juli die Pläne für das künftige Herbert-Wehner-
Haus,benanntnachdeminDresdengeborenen
Politiker, öffentlich vor. Einen mittleren einstel-
ligen Millionenbetrag nimmt die Partei dafür in
die Hand. Sobald die Genehmigung erteilt ist,
rollen an der Ecke Devrient-/Kleine Packhof-
straße die Bagger an. Zurzeit dient das Gelände
hintermHausderPressealsParkplatzundWiese
mit Bäumen und Sträuchern. 2 000 Quadratme-
ter davon will die SPD bebauen. In den Neubau
sollen nicht nur der Landesverband und die Re-
gionalgeschäftsstelle von der Könneritzstraße
einziehen. „Der Landesverband der Arbeiter-
wohlfahrt, die Herbert-Wehner-Bildungswerke
sowie die Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung
wollen das Haus gemeinsam mit der SPD nut-
zen“, sagt Fraktionschef Dirk Panter. Läuft alles
nach Plan, könnte alles im Herbst 2018 bezugs-
fertig sein. Der Münchner Investor Christoph
Dross, dem die angrenzenden 9 400 Quadrat-
meter gehören, begrüßt, dass es nach jahrelang
verschobenen Plänen nun endlich losgeht.„Das
Foto:ThessaWolf
www.sz-immo.de | September 2016 7
IMMOBILIEN-NEWS
Packhofareal ist das spannendste Grundstück
in Dresden.“ Seine CCD Projektentwicklungs
GmbH plant dort seit drei Jahren kulturelle Nut-
zung.„Es wird kein Wohnraum und kein Super-
markt.“ (ug)
Eder Ziegelwerk lädt
zum Bauherrentag ein
Im September und Oktober werden künftige
BauherrenwiederzumBauherrentaginsZiegel-
werk EDER nach Freital eingeladen. Dann kön-
nen sich Baufamilien die verschiedenen Ziegel-
bauweisendirektvorOrtansehen.Anhandeines
MusterrohbauslassensichdieeinzelnenArbeits-
schritte und Möglichkeiten beim Hausbau an-
schaulich erklären. Verschiedene multimediale
AngeboteundeineausführlicheBeratungdurch
dieFachberaterrundendasAngebotab.Außer-
dem gibt es laufend Werksführungen und Vor-
führungen zur Verarbeitung von Planziegeln.
Das Ziegelzentrum hat sich im vergangenen
JahralsAnlaufpunktfürBauinteressiertederRe-
gionetabliert.ZeitfürindividuelleBeratungbie-
tet jeden Mittwoch der offene Nachmittag von
14 bis 18 Uhr. Aber auchTerminvereinbarungen
füreinekostenloseBauberatungwerdenzuneh-
mend genutzt. (sz-immo)
www.ziegel-eder.de
Sechsgeschosser am Hauptbahnhof
geplant
Die erste Hürde für die städtebauliche Entwick-
lung westlich des Wiener Platzes ist genom-
men. Nach einem konkurrierenden Verfahren
stimmte der Bauausschuss dem favorisierten
Projektentwurf zu, und der Finanzausschuss
gab grünes Licht für den Verkauf des Grund-
stücks MK1 an der Ammonstraße für 3,9 Mil-
lionen Euro an den Investor Peter Simmel. Die-
ser plant einen Neubau über insgesamt sechs
Geschossebenen inklusive Tiefgarage und
Dachterrasse, der wie eine kleine Stadt in der
Stadt aufgebaut sein soll. Das Erdgeschoss ist
für das Simmel-Einkaufszentrum, Lager, für die
Anlieferung und für zusätzliche Parkmöglich-
keiten vorgesehen. Das erste Obergeschoss
dient ebenfalls der öffentlichen Nutzung inklu-
sive weiterer Parkflächen. Das zweite bis vierte
Obergeschoss kann für Büros, Hotel bzw. für
gewerblichesWohnen genutzt werden. Mit Ab-
schluss der Planungsphase könnte der Bauan-
trag im nächsten Jahr eingereicht werden, so-
dass nach vorsichtigen Schätzungen mit einer
Baugenehmigung und dem Baubeginn im Jahr
2018 gerechnet werden kann. (sz-immo)
Richtfest an der
Heinrich-Greif-Straße
Ende August hat die Wohnungsgenossen-
schaft „Glückauf" Süd Dresden e. G. Richtfest
gefeiert. Die Rohbauten der drei viergeschos-
sigen Energieeffizienzhäuser 70 in der Hein-
rich-Greif-Straße amVolkspark Räcknitz waren
fertig. Spätestens im Frühsommer nächsten
Jahres sollen die Mehrgenerationenhäuser be-
zogen werden. Bereits jetzt sei die Nachfrage
groß, informiert dieWohnungsgenossenschaft.
„Geräumige Familienwohnungen sind sehr ge-
fragt“, begründet Vorstand Olaf Brandenburg.
Insgesamt werden etwa 8,6 Millionen Euro in
den Neubau investiert. „Wünschenswert ist,
wenn sich Familien mit älteren und jungen
Leuten und Paare im besten Alter gegenseitig
Hilfeleistungen anbieten und das tägliche Mit-
einander dadurch entspannter wird“, sagt Olaf
Brandenburg. Pünktlich zum Richtfest sei die
geplante Musterwohnung fertiggestellt wor-
den.„Die Interessenten werden nun persönlich
zur Besichtigung eingeladen und können ne-
ben der Grundausstattung eine moderne Ein-
bauküche anschauen.“ (sz-immo)
Foto:EderZiegelVisualisierung:Simmel/KnererundLangArchitekten
8 www.sz-immo.de | September 2016
IMMOBILIEN
IMMOBILIEN-NEWS
Qualitätsstandards für
Dresdner Schulen
EndeAugustistdieneueDresdnerSchulbauleit-
linie vorgestellt worden. Sie ist für die Landes-
hauptstadtDresdenderpädagogischundarchi-
tektonisch fundierte Handlungsrahmen, um
Neubau-, Erweiterungs- und Sanierungsvorha-
ben strukturiert zu planen und umzusetzen. Die
LeitlinielegtverlässlicheQualitätsstandardsfest,
ohne ein starres Schema zu erzeugen. Wesentli-
cheInhaltederSchulbauleitliniesinddieZusam-
menfassung von Lern- und Funktionsräumen zu
größeren Einheiten, in denen mehrere Klassen
einesJahrgangesoderübergreifenderJahrgänge
gemeinsamlernenkönnen,wieauchdieVerzah-
nungpädagogischerAnforderungenmitschlüs-
sigen architektonischen Konzepten. (sz-immo)
Die Schulbauleitlinie ist abrufbar unter:
www.dresden.de/schulbauleitlinie
Umzug der Internationalen Gärten
Die Internationalen Gärten Dresden haben im
Stadtteil Johannstadt einen Ersatzstandort ge-
funden: zwischen Dürerstraße und Holbein-
straße. Als Verein organisiert, treffen sich seit
reichlich zehn Jahren 120 Leute aus verschie-
denen Ländern zum Gärtnern. Der alte Standort
an der Gleisschleife Pfotenhauer Straße musste
einem Parkhausplan weichen, welcher für An-
wohner wie auch für die Beschäftigten, Patien-
ten und Besucher des Universitätsklinikums, des
Herzzentrums und des Max-Planck-Instituts
dringend benötigt wird. Zur Einweihung des
neuen Gartens im August sagte Oberbürger-
meister Dirk Hilbert: „Ich freue mich, dass wir
damit den Interessenkonflikt zwischen der Park-
platznot am Uniklinikum und dem erfolgrei-
chen Integrationsprojekt beilegen konnten.“ Er
dankte vor allem Mattes Hoffman an der Spitze
desVereins für seine emphatische, kompetente
und verantwortungsvolle Arbeit im Ringen um
Lösungen. Die Planung und Herrichtung des
neuen Domizils sei in enger Zusammenarbeit
zwischen dem Amt für Stadtgrün und Abfall-
wirtschaft und dem Verein Internationale Gär-
ten Dresden erfolgt. Das von der Landeshaupt-
stadt mit finanziellen Mitteln und technischen
Leistungen zurVerfügung gestellte Starterpaket
in Höhe von 40 000 Euro machte die Beräu-
mung und Urbarmachung des Geländes mög-
lich, beinhaltete die Errichtung eines Erschlie-
ßungsweges, eines Brauchwasserbrunnens und
die Verlegung eines Stromanschlusses. Ferner
wurden Anbau- und Gemeinschaftsflächen ge-
schaffen und die Umsetzung des Container-
Gartenhauses realisiert. (ug)
Foto:UnaGiesecke
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IMMOBILIEN
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IMMOBILIEN-NEWS
www.sz-immo.de | September 2016 13
IMMOBILIEN-NEWS
Albertbrücke wieder offen
Es ist etwa 20 Jahre her – da ließ sich Detlef
Sittel von seinemVater über die Albertbrücke
zur Jura-Prüfung fahren. Doch auf der Brücke
war – wie meistens – Stau. Der Prüfungster-
min rückte näher, die Autos jedoch nicht wei-
ter. Kurzerhand stieg der Prüfling aus, nahm
die beiden schweren Koffer voller Gesetzes-
texte und Verordnungen in die Hand und
marschierte los. Heute ist er Erster Bürger-
meister und besonders glücklich darüber, die
um- und ausgebaute Albertbrücke einweihen
zu können. Zusammen mit dem stellvertre-
tenden Leiter des Straßen- undTiefbauamtes
Gunther Hentschelmann und dem Abtei-
lungsleiter Verkehr im Sächsischen Staatsmi-
nisterium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
Bernd Slabotny hat er am 5. September die
historische Elbquerung wieder für den Ver-
kehr freigegeben. Seit April 2014 war die bau-
fällige Albertbrücke saniert und um 3,60 Me-
ter auf insgesamt 22,20 Meter verbreitert
worden. Damit bietet sie jetzt neben dem
größeren Gleisabstand von drei Metern auf
jeder Seite einen 4,10 Meter breiten Rad- und
Fußweg. Neben der Albertbrücke wurden die
angrenzenden Plätze Rosa-Luxemburg-Platz
und Sachsenplatz an den neuen Querschnitt
angepasst und grundhaft ausgebaut. Die Kos-
ten des Bauvorhabens beliefen sich für die
Landeshauptstadt Dresden auf 20 Millionen
Euro. Davon waren 13,4 Millionen Euro För-
dermittel des Freistaates Sachsen. Darüber
hinaus investierten die DresdnerVerkehrsbe-
triebe für die Erneuerung ihrer Anlagen 6,6
Millionen Euro. Die Modernisierung der Ver-
sorgungsleitungen von Drewag, Stadtentwäs-
serung Dresden,Telekom, Kabel Deutschland
und Vodafone kostete die Unternehmen ins-
gesamt 1,5 Millionen Euro. (sz-immo)
Frischekur für Kasematten
Noch bis Februar 2017 lässt die Landeshaupt-
stadt Dresden Hochwasserschäden in den
Kasematten am Blauen Wunder beseitigen.
Eine Coswiger Firma errichtet zusätzliche
Stahlbetonbögen, um die geschädigten Ge-
wölbebögen zu unterstützen und die Trag-
fähigkeit für Verkehrslasten zu erhalten. Je
Gewölbebogen werden die neuen Stahlbe-
tonelemente in drei Abschnitten errichtet.
Wenn das Ersatztragwerk fertig ist, folgt der
Wiederaufbau der Stirnmauern. Nach Ende
der Arbeiten stehen die Flächen unter den
Bögen wieder als zeitweilige Lagerflächen
zur Verfügung. Das Bauvorhaben wird etwa
370 500 Euro kosten. Für den Straßenverkehr
gibt es keine Einschränkungen. (sz-immo)
Neustädter Tunnel wird verfüllt
Der Neustädter Tunnel ist Ende dieses Jahres
Geschichte. Dann gibt es die Unterführung,
die wiederholt vom Elbehochwasser geflutet
worden und seit zwei Jahren gesperrt war,
nicht mehr. Seit Juli wird die einstige Unter-
führung der Großen Meißner Straße schritt-
weise verfüllt.„Zunächst wurden die Aufbrüs-
tungen abgebrochen, dann im Inneren
Mauern gebaut und abschnittsweise mit der
Verfüllung begonnen“, erklärte Gunther Hent-
schelmann, der stellvertretende Leiter des
Straßen- und Tiefbauamtes. Der Bodenbelag
verbleibe imTunnel.„Darauf kommt 40 bis 70
Zentimeter hoch ein Mineralgemisch. Dann
wird von oben über fünf Bohrlöcher Mager-
beton eingefüllt.“ Auch im Bereich der Trep-
pen würden die Rampen mit einem Mineral-
gemisch aufgefüllt. Über dieses komme dann
ein Beton- beziehungsweise Granitpflaster.
Gleichzeitig erhält die Große Meißner Straße
eine oberirdische, barrierefreie Querung, bei
der nicht nur an die Fußgänger, sondern auch
an die Radfahrer gedacht wird.„Während die-
ser Arbeiten wird es Einschränkungen für die
Autofahrer geben“, informiert Gunther Hent-
schelmann. Die Straße werde halbseitig von
9 bis 15 Uhr gesperrt,„außerhalb des Berufs-
verkehrs“. Allerdings: Bis alles fertig ist, wird
esWeihnachten sein. Die Kosten belaufen sich
auf etwa 472 000 Euro inklusive der neuen
Verkehrsanlage. Unterstützt wird die Stadt
vom Bund und vom Freistaat, welche Gelder
aus dem Aufbauhilfefonds 2013 locker ge-
macht haben. (sz-immo)
Abteilungsleiter Verkehr im Sächsischen Staatsmi-
nisterium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Bernd
Slabotny Foto: Thessa Wolf
Gunther Hentschelmann und Baubürgermeister
Raoul Schmidt-Lamontain mit den Plänen zur Ver-
füllung des Tunnels Foto: Thessa Wolf
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www.sz-immo.de | September 2016 15
IMMOBILIEN
16 www.sz-immo.de | September 2016
IMMOBILIEN-NEWS
122 Immobilien versteigert
Bei den Herbstauktionen der Sächsischen Grundstücksauktionen AG
(SGA) am 26. August in Leipzig und am 30. August in Dresden wurden
insgesamt 122 Immobilien versteigert. Der Auktionserlös inklusive
Nachverkäufen lag bei rund 5,8 Millionen Euro. Den höchsten Einzel-
auktionserlös erzielte mit 598 000 Euro das Schloss Königsbrück bei
Dresden. Das Anwesen wurde um 1298 erstmals urkundlich erwähnt.
Auf dem rund 40 000 Quadratmeter großen Grundstück befinden sich
neben einem imposanten Schlossgebäude mit Turm mehrere Tor- und
Gartenhäuser sowie ein weitläufiger Park. Zur Schlossanlage gehören
auch die Orangerie und ihre weit über die Region hinaus bekannte Ka-
melienzüchtung. Schloss, Torhäuser und Park stehen unter Denkmal-
schutz. Einen lebhaften Bieterwettstreit gab es um das ehemalige
„Reichspost- und Telegrafenamt“ in Glauchau. Aufgerufen zu einem
Mindestgebot von 350 000 Euro, wechselte es schließlich für 460 000
Euro den Besitzer. Das denkmalgeschützte Gebäude mit Turm wurde
um 1894 errichtet und Mitte der 1990er Jahre teilsaniert. Von außen
zeichnet es sich durch eine aufwändig gestaltete Fassade mit Stilele-
menten der Spätgotik und Renaissance aus. Im Innern befinden sich
unter anderem historische Wandmalereien und prunkvolle hölzerne
Deckenvertäfelungen.
ZumVerkauf stand auch eine besonders geschichtsträchtige Immobilie
– eine denkmalgeschützte Gutshofanlage in Lausnitz bei Neustadt/Orla
(Thüringen). Sie fand für 30 000 Euro einen neuen Besitzer. Für das an
einemTeich gelegene Objekt mussten mindestens 9 000 Euro geboten
werden. Erbaut wurde die Anlage um 1762 von der Familie von Stein.
Charlotte von Stein war mit JohannWolfgang von Goethe eng befreun-
det. Veräußert wurde außerdem eine 18-Bahnen-Turnieranlage in Ka-
menz. Nicht versteigerte Immobilien können jetzt noch im Rahmen ei-
ner zweimonatigen Nachverkaufsfrist erworben werden. (sz-immo)
Mitteldeutscher Immobilientag in Leipzig
Zum Jahrestreffen des BFW Landesverbandes Mitteldeutschland waren
Anfang September über 150 Immobilienprofis in Leipzig. Hauptthema
in diesem Jahr:Wie könnenWohnungsunternehmen, Projektentwickler
und Verwalter wirtschaftlich arbeiten? 27 Fachvorträge beschäftigten
sich dabei mit aktuellen rechtlichen, baulichen und technischen Fragen
der Branche.„Der Wandel am Wohnungsmarkt ist da. Allein in Leipzig
und Dresden gehen wir in den kommenden zehn Jahren jeweils von
mindestens 25 000 neuen Wohnungen aus“, sagte Frank Müller, Vor-
stand des BFW Mitteldeutschland und fragte: „Wie kann es sein, dass
sich vor diesem Hintergrund die politischen Rahmenbedingungen wei-
ter verschlechtern?“ Eines der Kernprobleme sei fehlendes Bauland.
Die Fachleute waren sich einig: Statt dieses nicht nur gegenüber der
organisierten, sondern auch der freienWohnungswirtschaft auszuwei-
sen, legen Politik undVerwaltung Investoren Stolpersteine in denWeg.
Nur wenn die Kommunen zu fairen Preisen verkaufen, könne sich der
Wohnungsbau frei entfalten. Letztendlich sei eine Erhöhung des Woh-
nungsangebotes das beste Instrument, um nachhaltig bezahlbare Mie-
ten zu gewährleisten. Doch mangelndes Bauland ist nicht das einzige
Problem sächsischer Großstädte wie Dresden oder Leipzig. Baukosten
behindern Unternehmen aktuell so immens, dass Neubau vielerorts
unlukrativ wird. „Bei einem Anstieg der Baupreise um 45 Prozent in
zehn Jahren fragt sich jeder, warum hier die Politik keine Bremse einlegt“,
so Frank Müller. (sz-immo)
Deutscher Immobilientag in Frankfurt
„Eigentum ist Königsweg zur kapitalgedeckten Altersvorsorge“, sagte
Jürgen Michael Schick zur Eröffnung des Deutschen Immobilientags
in Frankfurt. Der Präsident des Immobilienverbands IVD forderte die
Politik auf, von einer rein mieterorientierten Immobilienpolitik zu einer
verstärkt eigentumsfördernden Immobilienpolitik umzuschwenken.„Es
sollte der Politik zu denken geben, dass die deutscheWohneigentums-
quote die zweitniedrigste im europäischen Vergleich ist.“ Die Bundes-
regierung solle schnell handeln, um der drohenden Rentenlücke etwas
entgegenzusetzen, so Jürgen Michael Schick. „Was wir brauchen, ist
eine Eigentumspolitik, die gerade jungen Menschen den Schritt hin
zum Eigentum ermöglicht.“ Der IVD fordere in diesem Zusammenhang
schon seit langem, dass Ersterwerber beim Kauf eines Eigenheims von
der Grunderwerbsteuer befreit werden. Auch die Schwellenhaushalte
solle die Politik in den Fokus nehmen. Gerade in der jetzigen Niedrig-
zinsphase müsse der Staat Schwellenhaushalte mit gezielten Förder-
programmen bei der Eigentumsbildung unterstützen. Mögliche För-
derprogramme sollten etwa auch die Anzahl der Kinder im Haushalt
berücksichtigen. Wohneigentum habe gesellschaftspolitische Bedeu-
tung – das dürfe der Staat nicht vernachlässigen.„Wer eine Immobilie
besitzt, hat ein deutlich niedrigeres Risiko, später von Altersarmut be-
troffen zu sein. (sz-immo)
Foto:BFW
www.sz-immo.de | September 2016 17
IMMOBILIEN
sz-immo.de Magazin
www.sz-immo.de | September 2016 19
IMMOBILIEN-NEWS
Weltkulturerbe in Stuttgart
SeitvergangenemAugustistesamtlich:Die
Bauten des Architekten Le Corbusier in der
Stuttgarter Weissenhofsiedlung sind Welt-
kulturerbe. Genaugenommen handelt es
sich um zwei Häuser in Deutschland und 15
weitere in anderen sechs Ländern – alle von
dem Architekten, der mit bürgerlichem Na-
men Charles-Édouard Jeanneret-Gris hieß
und bis Mitte des vergangenen Jahrhun-
derts lebte.„Le Corbusiers Impuls, günstige
Wohnungen mit innovativen Grundrissen
und neuen Materialien zu bauen, ist noch
immer wegweisend“, erklärte Stuttgarts
Oberbürgermeister Fritz Kuhn angesichts
des Titels und mahnte:„Es muss daher An-
sporn für unsere Architekten und Stadtpla-
nersein.“LeCorbusierhatteschonvorknapp
100 Jahren Ideen entwickelt, wie dieseViel-
falt beim Bauen umgesetzt werden könne.
„Wir freuen uns über die Aufnahme und da-
rauf,dassnochmehrInteressierteunserMu-
seum besuchen werden“, so Anja Krämer,
dieMuseumsleiterin.JetztwerdeendlichBe-
wegung in die Frage kommen, wie mit den
Ersatzbauten der Siedlung umgegangen
wird. Die gesamte Weissenhofsiedlung mit
ihren noch 11 von ursprünglich 33 im Origi-
nalerhaltenenkubischenFlachdachhäusern
solle weiterhin im Zentrum der Arbeit zum
kulturellenErbestehen,teiltedieStadtStutt-
gart mit. Kriterien für die Anerkennung als
Welterbewaren„deraußergewöhnlicheuni-
verselle Wert der Stätte und ein Manage-
mentplan, der die Erhaltung des Erbes für
zukünftige Generationen sicherstellt“, hieß
es von der Unesco (sz-immo)
Das Weissenhofmuseum im Haus
Le Corbusier befindet sich an der
Rathenaustraße 1-3 in 70191 Stuttgart
und kann Dienstag bis Freitag von
11 bis 18 Uhr und am Wochenende von
10 bis 18 Uhr besichtigt werden.
Der Eintritt kostet 5, ermäßigt 2 Euro.
Telefon: 0711/2579187
Foto:StadtStuttgart,Brigida
20 www.sz-immo.de | September 2016
IMMOBILIEN-NEWS
„Damit die Immobilie belebt
wird und bleibt“
Der Dresdner Einzelhandels-
markt ist dicht. „Es kommt
auf ein standortbezogenes
Konzept an“, sagt Martin
Müller von R&M.
Martin Müller war viele Jahre Centerma-
nager. Vor Kurzem wechselte er auf die
andere Seite – alsVertriebsleiter der R&M
Handelsimmobilien und Makler. Das Un-
ternehmen bereitet dem Centermana-
gement sozusagen den Boden.Vor allem
sorgt es dafür, dass die jeweilige Han-
delsimmobilie zu ihrem Ort und den
Kunden passt oder besser: dass die Im-
mobilie belebt wird und belebt bleibt.
Das Dresdner Zentrum ist voller
Shoppingcenter und Läden. Was
heißt das für die Stadt?
Tatsächlich ist der Dresdner Einzelhan-
delsmarkt einer der dichtesten in ganz
Deutschland. Das bedeutet zunächst:
Die Stadt ist belebt. Es heißt aber auch,
dass die Konkurrenz der einzelnen Shop-
pingcenter untereinander immer größer
wird – und das bei gleichbleibendem
Umsatz. Das kann für die Kunden nur
gut sein.
Warum?
Weil die Center sich mehr einfallen las-
sen müssen, um Kunden zu binden. Es
reicht nicht mehr, einen guten Branchen-
mix anzubieten. Das Center muss auch
zum Treffpunkt werden, zu einem Ort,
an dem man sich gern aufhält. Die Han-
delsimmobilie muss ihren eigenen Cha-
rakter erhalten.
Wie bekommt eine Handelsimmobilie
einen Charakter?
Der erste Weg führt sicher über die Ar-
chitektur, der zweite über einen ausge-
wogenen Mietermix. Der reicht von filia-
listischen bis zu regionalen Angeboten.
Letzteres ist sicher nicht einfach, schließ-
lich gibt der Markt die Mieten vor, und
kleinere Unternehmen können sich ei-
nen Laden im Dresdner Zentrum mögli-
cherweise nicht leisten. Es gelingt eher,
wenn sich lokale Firmen gemeinsam ver-
markten wie etwa beim Bio-Konzept von
„Onkel Franz“, wo ausschließlich Produkte
aus der Region vertrieben werden.
Der eigene Charakter ist sicher nötig.
Aber was kommt vorher? Was macht
ein Gebäude zur guten Handelsim-
mobilie?
Wie bei jeder Immobilie zählt vor allem
die Lage. Auch die Verkehrsanbindung
und die Parkplatzsituation sind essen-
ziell. Das Center braucht aber auch den
richtigen Mix von Mietern zum Beispiel
aus den Bereichen Lebensmittel, Dienst-
leistung undTextilien. Und natürlich be-
nötigt jedes Center ein standortbezoge-
nes Konzept. So findet man im World
Trade Center einen umfangreichen Mie-
terbesatz von Ausbildungsstätten,
Dienstleistern und Einzelhandel, hinge-
gen ist die Schillergalerie eher auf den
Einzelhandel und die Unterhaltung in
Form eines Kinos spezialisiert. Das QF
am Neumarkt wiederum bietet exklusive
Marken und ein Premium-Shopping-Er-
lebnis.
Und wie ist es mit der Parkplatzsi-
tuation am QF?
Die Einfahrt in die Tiefgarage befindet
sich gegenüber dem Kurländer Palais.
Fast der gesamte Neumarkt ist von dort
aus zu unterfahren. Anfang September
hat die QF Passage übrigens ihren Cen-
tergeburtstag mit einem„White Day“ ge-
feiert. In den vergangenen zehn Jahren
ist das Konzept stetig optimiert worden,
ohne den Kern des Centers zu verändern.
Als bisher reines Touristenziel soll sich
die Passage nun erneut wandeln und das
QF zu einemTreffpunkt für die Dresdner
werden, an dem man nicht nur einkauft,
sondern auch seinen Espresso trinkt und
sich mit Freunden verabreden kann.
Deutsche Innenstädte gleichen sich
immer mehr an – allein schon da-
durch, dass man überall dieselben
Firmen findet, gerade in der Textil-
branche. Gut oder schlecht?
Diese uniformierte Einzelhandelsland-
schaft gibt es ja nicht, weil die Einzel-
händler es so wollen, sondern die Kun-
den danach fragen.Vielen ist es wichtig,
in ein Geschäft zu gehen und zu wissen,
was sie dort erwartet – egal, in welcher
Stadt sie einkaufen. Deshalb ist es be-
sonders wichtig, dass Shoppingcenter
standortbezogene Konzepte haben und
neben den Einkaufsmöglichkeiten auch
ein Wohlfühlareal bieten. Schön finde
ich, wenn nicht nur große Center, son-
dern auch kleine Cafés und Läden ne-
benan zu finden sind. Das macht dann
den besonderen Charme eines Viertels
aus. Das Gespräch führte Thessa Wolf
Foto:ThessaWolf
sz-immo.de Magazin
22 www.sz-immo.de | September 2016
IMMOBILIEN-NEWS
Treffpunkt: Grand Plaza
Zur EXPO REAL versammelt sich jährlich
die Immobilien- und Investmentindustrie.
Sachsen – eine feste Größe
Zum sechsten Mal ist der Freistaat mit einem Gemeinschaftsstand
auf der Münchner Immobilienmesse dabei. Das Staatsministerium
der Finanzen beantwortete Fragen zum Event.
Die EXPO REAL gilt als die größte aller
B2B-Messen. Ist Sachsen eher ein kleines
Schnipsel oder eine wichtige Größe auf
der Fachmesse für Immobilien und Inves-
titionen?
Der Gemeinschaftsstand des Freistaates Sach-
sen hat sich seit dem Jahr 2010 stetig weiter-
entwickelt – von anfänglich rund 10 Ausstel-
lern auf 20 bis 25. Darunter sind langjährige,
aber auch teilweise wechselnde Aussteller.
Zusammen mit diesen beteiligten Messepart-
nern, welche die unterschiedlichsten Bereiche
in der Immobilienwirtschaft repräsentieren,
ist der Freistaat Sachsen mittlerweile eine
feste Größe auf der Expo Real in München.
B2B heißt business-to-business. Gehen die
Gespräche auch außerhalb der Messehal-
len weiter? Werden Verträge am Messe-
stand oder abends an der Bar gemacht?
Die Expo Real dient vorrangig der Ge-
schäftsanbahnung. Insoweit werden die
Verträge zwar meist erst nach der Messe
abgeschlossen. Die Gespräche aber werden
am Stand wie auch gerne beim jährlichen
Abendevent des Freistaates am ersten Mes-
setag geführt.
Wer fährt zusammen mit dem Freistaat
Sachsen zur EXPO REAL?
Premiumpartner sind die Landeshauptstadt
Dresden und CG Gruppe AG sowie 18 weitere
Städte, Verbände und Unternehmen. Dane-
ben werden Firmen im Rahmen von interes-
santen Fachvorträgen und Foren auf dem
Messestand vertreten sein.
Gibt es eine Warteliste und ein Auswahl-
verfahren für Interessenten, die an den
Gemeinschaftsstand wollen?
Wie auch im Vorjahr konnten wir allen An-
fragen und Teilnahmewünschen entspre-
Auf der EXPO REAL trifft sich jährlich Anfang
Oktober die internationale Immobilien- und
Investmentindustrie. Es geht um konkrete Ge-
schäftsabschlüsseundumdiePflegevonKon-
takten. Aber auch die großen wirtschaftlichen
und gesellschaftlichen Themen spielen eine
Rolle.„Nach wie vor boomen die Immobilien-
märkte, doch immer öfter stellt sich die Frage,
wie lange der Kapitaldruck und der Druck auf
die Renditen noch anhalten und was diese
Entwicklung für langfristige Investments be-
deutet“,sagtClaudiaBoymanns,Projektleiterin
der EXPO REAL. Die Ausstellernachfrage sei
auch in diesem Jahr hoch, sodass die sechs
Messehallen mit 64 000 Quadratmetern fast
ausgebucht sind. „Neu ist die Grand Plaza.“
Damit erhalte der Handel eine eigene Platt-
form für Information, Austausch und Gesprä-
che.„Wir haben hier eine rund 500 Quadrat-
meter große Networking-Area mitten in der
Halle C2 geschaffen.“ Zudem würden sich ne-
ben vielen internationalen Unternehmen aus
derImmobilienwirtschaftauchStädteundRe-
gionen aus ganz Europa, und zwar von Stock-
holm bis Rom, von Lissabon bis Moskau, prä-
sentieren.„Dazu kommen mehrere Länderpa-
villons wie Club France, Swiss Circle, Holland
Metropol und Holland Property Plaza“, infor-
miert die Projektleiterin. Auch Austria und ein
weiterer Gemeinschaftsstand aus Österreich,
der sich Europas Mitte nennt, seien vertreten,
zudem der North America Meeting Point und
Luxembourg. „Neu dabei ist dieses Jahr ein
groß angelegter Gemeinschaftsstand Italien“,
so Claudia Boymanns.„Hier präsentieren sich
Aussteller des jeweiligen Landes gemeinsam
und lenken die Aufmerksamkeit auf den
Standort generell.“Wichtig sei es, miteinander
ins Gespräch zu kommen.„So diskutieren un-
ter anderem die Big Player über ihre Invest-
mentstrategien,werdendieKapitalströmege-
nauer betrachtet und wird dabei auch die
Frage beantwortet, wie lange die positive Si-
tuation noch anhält.“ Trotz aller Erfolge wür-
dendieIrritationenzunehmen.„Geradeindie-
ser Hinsicht bieten wir als international
führende Fachmesse die beste Plattform, um
Entwicklungen und Märkte auszuloten und
die künftigen Herausforderungen der Immo-
bilienwirtschaft zu diskutieren.“
Blick in Halle B2 zum Stand von Bremerhaven
Foto: Alex Schelbert / Messe München GmbH
www.sz-immo.de | September 2016 23
IMMOBILIEN-NEWS
Mit dabei am Gemeinschaftsstand Freistaat
Sachsen
Aussteller:
Premium Partner
Freistaat Sachsen, Landeshauptstadt Dres-
den, CG Gruppe AG
Standpartner
SAB mit saena, SIB, WFS, Stadt Zwickau,
LandkreisVogtlandkreis, Baywobau, Richert
& Oertel, Revitalis Real Estate AG, LBS Ost-
deutsche Landesbausparkasse AG, Der
Immo Tip, Bauconzept Planungsgesell-
schaft mbH, Köster GmbH, Aremis, Phase
10, MWWM Ausbau
Logopartner
Architektenkammer Sachsen
chen, indem wir je nach Anmel-
dungsstand – bis zum März dieses
Jahres – die Standgröße ermittelt
und angemeldet haben.
Was haben diese Aussteller im Ge-
päck? Wofür sollen Investoren ge-
funden, Käufer gesucht werden?
Die Gewerbe- und Immobilienmesse
hat nicht nur den Erwerb und dieVer-
äußerung zum Inhalt. Es präsentieren
sich auch Finanzdienstleister, Archi-
tekten, Bauträger und das Facility-
management. Konkrete Projekte ste-
hen meist erst unmittelbar vor der
Expo Real fest bzw. viel eher lassen
sich die Unternehmen nicht in die
Firmenstrategie schauen. Aber uns
ist bereits bekannt, dass die Stadt Zwickau als
Projekt zu den dortigen leer stehenden Kauf-
häusern berichten und die CG-Gruppe das
Quartier Hoym in Dresden dabeihaben wird.
Im vergangenen Jahr sollten das Jagd-
schloss Grillenburg und das Hochschulge-
bäude in Reichenbach im Vogtland an den
Mann gebracht werden. Ist das gelungen?
Beim Jagdschloss Grillenburg oder besser: bei
der Schlossinsel Grillenburg mit Jagdschloss
und Neuem Jägerhaus läuft weiterhin das In-
teressenbekundungsverfahren. Im Herbst wer-
den Sondierungsgespräche bzw. Vertragsver-
handlungen mit den Kaufinteressenten statt-
finden. Für das Hochschulgebäude in
Reichenbach sind Interessenten bekannt, mit
denen Anbahnungsgespräche geführt werden.
Welche weiteren Verträge konnten auf der
Messe oder im Nachhinein abgeschlossen
werden?
Auf der Expo Real wurde unter anderem der
Verkauf vom Quartier III/2 auf dem Dresdner
Neumarkt initiiert. Aber auch so in-
teressante wie ungewöhnliche Im-
mobilien wie der Albertturm des
Collmberg oder der Förderschacht
Dölitz sind durch die Expo Real in den
Fokus von Käufern und Interessenten
gerückt und konnten letztlich veräu-
ßert werden.
Im vergangenen Jahr waren Aus-
steller aus 74 Ländern dabei. Wie
groß ist das Interesse der Welt an
Sachsen?
Der Gemeinschaftsstand des Freistaa-
tes Sachsen kann jedes Jahr ein an-
haltend hohes Besucheraufkommen
verzeichnen.
Vor zwei Jahren hieß es „So geht säch-
sisch.“. 2015 war das Motto „Stadt. Land.
Möglichkeiten“. Was sagt man in diesem
Jahr?
Der Claim 2014 lautete„Planen. Machen. Fertig.“
Die Messeauftritte der Jahre 2014 und 2015 er-
folgten jedoch unter dem Dach der Standort-
kampagne „So geht sächsisch.“. Der Claim in
diesem Jahr lautet „Saxony – The Spirit of In-
novations“ bzw.„Sachsen – Standort für Inno-
vationen“ und zeigt einmal mehr, wofür Sach-
sen steht. Die Fragen stellte Thessa Wolf
Visualisierung: VAVONA GmbH © 2016
Information
So präsentierte sich Sachsen im vergangenen Jahr in Halle A2.
Foto: Christian Hartlmaier / Messe München GmbH
24 www.sz-immo.de | September 2016
MESSE
Bauherren willkommen!
Am 17. und 18. September findet die „Bauen
KaufenWohnen“ zum zweiten Mal in der Messe
Dresden statt, über 120 Aussteller präsentieren
sich auf 4 000 Quadratmetern in Halle 4 und
im Freigelände. Das Ausstellungsspektrum um-
fasst die Bereiche Immobilienerwerb und Fi-
nanzierung, Neu- und Umbau sowie Renovie-
rung und Einrichten der eigenen vier Wände.
Tendenzen und Angebote am
Dresdner Immobilienmarkt
Im Immobilienbereich dominieren die Ange-
bote an Eigentumswohnungen, Eigenheimen
und Grundstücken, ergänzt durch Architektur-
und Bauplanung sowie Finanzierung. Unter-
stützt wird die Messe vom Immobilienverband
Deutschland IVD Verband der Immobilienbe-
rater, Makler, Verwalter und Sachverständigen
Region Mitte-Ost e.V., der auf der Messe auch
präsent ist. Den Messeauftakt gestaltet am 17.
September um 11 Uhr die Podiumsdiskussion
„Wie vermarktet sich Dresden als Wirtschafts-
und Immobilienstandort?“. Baubürgermeister
Raoul Schmidt-Lamontain, Beigeordneter für
Stadtentwicklung, Bau und Verkehr der Lan-
deshauptstadt Dresden, wird zusammen mit
Dr. Robert Franke, Amtsleiter Wirtschaftsför-
derung der Landeshauptstadt Dresden, Karl-
Heinz Weiss, Vorsitzender IVD Region Mitte-
Ost e.V. Region Sachsen / Sachsen-Anhalt, und
Matthias Hundt, Prokurist Dresden Informa-
tion, zu diesem Thema sprechen. Mit dem Fo-
rum moderne Architektur undWorkshops zum
Thema Lichtdesign werden weitere Messeak-
zente gesetzt. Auch das Thema Energieeffi-
zienz spielt eine wichtige Rolle: So wird die
Sächsische Energieagentur–SAENA GmbH im
Rahmenprogramm unter anderem über den
aktuellen Stand derTechnik und Förderung für
KfW-Effizienzhäuser, Passivhäuser und Solar-
thermiehäuser informieren. Über 40 Vorträge
begleiten die Messe, das Programm bietet den
Besuchern informative Vorträge und Bera-
tungsmöglichkeiten, die Palette reicht von
Rechtsfragen beim Kauf von Eigentumswoh-
nungen bis zum Einbruchschutz.
Rund um die Themen Energie,
Bauen und Wohnen
Viele Aussteller in Halle 4 zeigen Wege und
Möglichkeiten, die vom Haustraum zumTraum-
haus führen, und wenden sich damit vorrangig
an eine junge Zielgruppe, dennWohneigentum
wird in der Regel zwischen dem 30. und 45.
Lebensjahr erworben. Unter dem Motto„Wohn-
eigentum für junge Familien“ präsentieren sich
die Fertig- und Massivhausanbieter und rea-
gieren damit auf die aktuelle Entwicklung am
Standort Dresden als einer wachsenden Stadt
mit großer Anziehungskraft für junge Familien.
Vorgestellt wird die ganze Palette rund ums Ei-
genheim, ob nun Fertig- oder Massivhaus, Bau-
satzhaus oder Stadtvilla. Die Sächsische Auf-
baubank informiert auf der „Bauen Kaufen
Wohnen“ zu Förderprogrammen für Wohnim-
mobilien. Im Bauberatungszentrum bieten
Fachverbände undVerbraucherzentrale umfas-
sende Verbraucherinformationen rund um die
Themen Energie, Bauen undWohnen. Experten
von Branchenverbänden und Verbraucher-
schutzorganisationen raten vor dem Bau oder
Kauf zur Prüfung der entscheidenden Faktoren
rund um die Immobilie. Und hier setzt die
„Bauen Kaufen Wohnen“ an und bietet allen
Interessenten Marktvergleich, Fachinformation
und Expertenrat. Ein Besuch der Dresdner Bau-
und Immobilienmesse lohnt, um sichTipps und
Anregungen für die eigenen vier Wände zu
holen. (sz-immo)
„Bauen Kaufen Wohnen“ – die Dresdner Bau- und Immobilienmesse im Herbst
Foto:Ortec
www.sz-immo.de | September 2016 25
MESSE
Grußwort
Am Modell erklärt
Experten informieren über aktuelle Anforderungen im Gebäudebereich
Die Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH
nimmt in diesem Jahr erstmalig an der Messe
„Bauen Kaufen Wohnen“ teil. In Fachvorträgen
an beiden Messetagen werden aktuelle The-
men wie„Energieeffizientes Bauen und Sanie-
ren“,„Effiziente Nutzung desWärmeerzeugers“
sowie zum„Einsatz von erneuerbaren Energien“
von den Fachexperten präsentiert. Der Infor-
mationsbedarf scheint groß: Seit dem 1. Januar
2016 gilt die nächste Stufe der aktuellen Ener-
gieeinsparverordnung (EnEV 2014) für Neubau-
ten, um den europäischen Anforderungen an
die Energieeffizienz von Gebäuden gerecht zu
werden. Ab diesem Zeitpunkt muss der Jah-
res-Primärenergiebedarf (Gesamtenergieeffi-
zienz) des geplanten Gebäudes um 25 Prozent
besser sein als bisher. Innerhalb des EnEV-Nach-
weisverfahrens wird der Energieaufwand der
vorgelagerten Herstellungsprozesse für den
Energieträger berücksichtigt. Somit ist eine aus-
schließliche Beheizung eines Neubaus mit fos-
silen Brennstoffen aufgrund des höheren Pri-
märenergieanteils nur noch schwer möglich.
Zudem müssen seit 2009 alle Neubauten zu-
sätzlich die Anforderungen des Gesetzes zur
Förderung erneuerbarer Energien im Wärme-
bereich – das EEWärmeG – einhalten. Das Ge-
setz regelt, dass ein bestimmter Anteil desWär-
mebedarfs von Gebäuden mit erneuerbarer
Energie gedeckt werden muss. Um die Nut-
zungspflicht zu erfüllen, können einzelne oder
verschiedene Energieformen in Kombination
eingesetzt werden, wie solare Strahlungsener-
gie, Geothermie, Umweltwärme (Wärmepum-
pen) und Biomasse. Die Anforderungen aus
dem EEWärmeG können ersatzweise auch
durch eine Steigerung der Gebäudeenergie-
effizienz und dieVerbesserung der wärmedäm-
menden Eigenschaften der Gebäudehülle um
mindestens 15 Prozent gegenüber den EnEV-
Anforderungen erfüllt werden. Dies bedeutet
seit 2016 einen höheren Aufwand für die Ver-
besserung der Wärmedämmung. Architekten
und Planer haben einen großen Spielraum,
beide gesetzliche Anforderungen zu erfüllen.
Hybridsysteme, wie zum Beispiel die Kombi-
nation einer Wärmepumpe mit einem Gas-
Brennwertkessel, können zum Einsatz kom-
men. Des Weiteren kann der Deckungsanteil
zur Heizungsunterstützung durch eine Foto-
voltaik- oder Solarthermieanlage erhöht wer-
den und die Gebäudehülle durch den Einbau
von Fenstern mit einer Dreischeibenverglasung
verbessert werden.
WelcheVarianten für die Gebäudehülle und die
Heizungsanlage für einen Neubau gemäß EnEV
oder KfW-Effizienzhauskriterien denkbar wären,
kann am neuen interaktiven Gebäudemodell
„Energie im Haus – Vergleichen und Begreifen“
der Sächsischen Energieagentur am Stand B
11/Halle 4 verdeutlicht werden. Besucher kön-
nen über einenTouchscreenmonitor ihr eigenes
Energiekonzept erstellen und dieses mit ande-
renVarianten untereinander vergleichen. Im Ge-
bäudemodell werden zudem die Energieflüsse
für Wärme und Strom simuliert und somit das
Zusammenspiel der einzelnen Gebäudetechni-
ken erlebbar. Die Fachexperten der Sächsischen
Energieagentur stehen den Messebesuchern
mit Rat und Tat zur Seite.„Eine qualifizierte und
unabhängige Baubegleitung ist zudem förder-
fähig“ erklärt Christian Micksch, Geschäftsführer
der SAENA. Viele geschulte Experten seien im
Online-Portal www. saena.de/energie-experten
zu finden. (sz-immo)
Uwe Kluge von der SAENA zeigt am Modell die Ener-
gieflüsse für Wärme und Strom. Foto: Thessa Wolf
Die Messe für eine wachsende Stadt
Dresden wächst und wächst und wächst. Für
2016 erwarten wir einen neuen Geburtenre-
kord, schon zur Halbzeit des Jahres hatten
mehr als 4 000 Babys in Sachsens Landes-
hauptstadt das Licht der Welt erblickt. Zu-
gleich ziehen immer mehr Menschen hierher.
Allein im vergangenen Jahr stieg Dresdens
Einwohnerzahl um mehr als 7000. Natürlich
brauchen alle Einwohner auch Wohnraum.
Entsprechend wird in Dresden so viel gebaut
wie lange nicht mehr. 2015 hat die Stadtver-
waltung fast 7000 Baugenehmigungen erteilt
– nachdem sich die Zahl der Baugenehmigun-
gen bis 2013 auf jährlich rund 4000 eingepen-
delt hatte. DemTrend folgend gibt es jetzt ne-
ben der Messe„Haus“ im Frühjahr schon zum
zweiten Mal die „Bauen Kaufen Wohnen“ im
Herbst. Bauwillige finden informativeVorträge
und verschiedene Beratungsmöglichkeiten,
zudem geht es ums Renovieren und Einrich-
ten. Das Forum Moderne Architektur und das
Sonderthema Licht ergänzen das Angebot
und sind sicher nicht nur für private Bauherren
interessant. Ich wünsche allen Besuchern und
Ausstellern gleichermaßen eine angenehme,
informative und erfolgreiche Messe!
Dirk Hilbert, Oberbürgermeister
der Landeshauptstadt Dresden
Foto:LandeshauptstadtDresden
26 www.sz-immo.de | September 2016
MESSE-PROGRAMM
Programm „Bauen
Kaufen Wohnen“ 2016
Podium 4.3
Auftaktveranstaltung
➠11:00 Wie vermarktet sich Dresden als Wirt-
schafts- und Immobilienstandort?
Bürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain, Beigeord-
neter für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Lie-
genschaft der Landeshauptstadt Dresden; Dr. Robert
Franke, Amtsleiter, Landeshauptstadt Dresden Amt
fürWirtschaftsförderung, Dresden; Karl-HeinzWeiss,
Vorsitzender, IVD Region Mitte-Ost e.V. Region Sach-
sen / Sachsen-Anhalt, Leipzig; Matthias Hundt, Pro-
kurist, Dresden Information GmbH, Dresden
Energie – Vortragsreihe Sächsische Energie-
agentur – SAENA GmbH
➠12:30 Energetische Sanierung – wie gehen Sie
vor!
Dipl.-Ing. Freia Frankenstein-Krug, Sächsische Ener-
gieagentur – SAENA GmbH, Dresden
➠13:15 Effizienzbewertung von Heizkesselanla-
gen – Lösungen für den Baubestand
Dipl.-Ing. Uwe Kluge, Sächsische Energieagentur –
SAENA GmbH, Dresden
Recht
➠14:00 Erwerb einer Eigentumswohnung – Wo-
rauf ist zu achten?
RA Andreas Atzenbeck, Fachanwalt für Miet- und
WEG-Recht, Merz & Stöhr Rechtsanwaltspartner-
schaft mbB, Dresden
Finanzierung
➠14:45 Wohnraumförderung des Freistaates
Sachsen
Sächsische Aufbaubank – Förderbank – Dresden
MSLD-Lichtforum Halle 4, Stand P8
Workshop Lichtdesign
Leitung Workshop: Ruairí O’Brien (Lichtdesigner/
Freier Architekt)
Inhaber von: Ruairí O’Brien. Architektur. Licht.
Raumkunst.
Archevolucio Lighting Design
Direktor der MSLD – Mobile School of Lighting
Design
➠11:00 Licht - verstehen, einbeziehen, nutzen
Dipl. Arch. (Edin) BA (Hons) Ruairí O´Brien, Geschäfts-
führer, Ruairí O´Brien. Architektur. Licht. Raumkunst.,
Dresden
➠15:00 Licht – verstehen, einbeziehen, nutzen
Dipl. Arch. (Edin) BA (Hons) Ruairí O´Brien, Geschäfts-
führer, Ruairí O´Brien. Architektur. Licht. Raumkunst.,
Dresden
Saal 4.1 Ostrava
Bauen
➠11:00 Haus BAUEN - Wärme Hamster KAUFEN
- unabhängig WOHNEN
Dipl.-Ing. Rolf Förster, Geschäftsführer, ed energie.
depot GmbH, Radeberg
TÜV
➠12:30 Abnahme von Gemeinschaftseigentum
im Wohnungsbau
Herbert Gottschalk, Geschäftsfeldleiter Bautechnik,
TÜV SÜD Industrie Service GmbH, München
17. September 2016
Forum Moderne Architektur
Im Forum moderne Architektur stellen Archi-
tekten sich, ihre Projekte und ihre Dienstleis-
tung den Besuchern vor und führen indivi-
duelle Gespräche zu den Vorteilen eines
Architektenhauses, dem Leistungsumfang
der Architekten und den Möglichkeiten, die
durch Architektur geboten werden.
Die Besucher können sich direkt über
die einzelnen am Forum Moderne Ar-
chitektur beteiligten Architektenbü-
ros an deren Stand informieren und
so die Vielfalt in der Architektur bei-
spielhaft erleben. Mit einem interes-
santen Vortragsprogramm vonseiten
der beteiligten Büros werden Impulse
und Anregungen gegeben, die in
persönlichen Gesprächen vertieft
werden können. Dabei geht es unter
anderem um Fragen, wie: Warum
lohnt es sich, ein Architektenhaus zu bauen?
Was sind die Vorteile individueller Planung?,
und darüber hinaus auch um die Vielfalt in
der Architektur sowie die Rolle von Baukultur
und Architektur für den Einzelnen und die
Gesellschaft. (sz-immo)
Lichtforum Dresden
Nach der erfolgreichen Premiere 2015 und ho-
hem Zuspruch für die Fachbeiträge im Licht-
forum beim Messepublikum wird es auch in
diesem Jahr zur BKW 2016 wieder ein Lichtfo-
rum der Mobile School of Lighting Design
(MSLD) geben. Mit dem beginnenden Herbst
wird dasThema Licht zunehmend in den Fokus
gerückt. Die Sensibilität für diesesThema ist in
den letzten Jahren ständig gewachsen. In den
kommenden Monaten wird wieder verstärkt
in allen Bereichen des täglichen Lebens, ob Ar-
beit, Leben oder Schule, zusätzlich zumTages-
licht die künstliche Beleuchtung benötigt wer-
den. Das MSLD-Lichtforum möchte jedoch all-
gemein die Sensibilität und das Bewusstsein
für gutes Licht fördern, das nicht nur fester Be-
standteil der Architektur, sondern eines der
wirkungsvollsten Gestaltungsmittel und sehr
eng mit dem persönlichen Wohlbefinden ver-
knüpft ist. Das MSLD Lichtforum ist direkter
Ansprechpartner für alle Fragen rund um die
Themen Licht und Beleuchtung. (sz-immo)
Foto:ORTEC
„Bauen Kaufen Wohnen“ 2016
Dresdner Bau‑ und Immobilienmesse
Mehr unter www.messe‑bkw.de
Termin: 17. bis 18. September 2016,
täglich 10 bis 18 Uhr
Veranstaltungsort: Dresden,
MESSE DRESDEN, Halle 4 und
Freigelände
Aussteller: über 120 auf 4 000 m2
Fläche
Ausstellungsspektrum: Immobiliener-
werb und -finanzierung; Neu- und Umbau
sowie Renovierung; Ausstattung und Ein-
richtung vom Profi
Schwerpunkte: Wohneigentum für junge
Familien; Moderne Haustechnik und Ener-
gieeffizienz; Bauberatungszentrum; Forum
Moderne Architektur; Workshop Lichtde-
sign
Eintritt„Bauen Kaufen Wohnen“ 2016
Tageskarte: 7,00 Euro
Tageskarte, ermäßigt (Schüler, Studenten,
Auszubildende): 5,00 Euro
Gruppenkarte (ab 10 Personen, p. P.):
5,00 Euro
Mit SZ-Card / MoPo-Card: 5,00 Euro
Kinder unter 14 Jahren: frei
Dauerkarte: 12,00 Euro
Preis pro Ticket beinhaltet kostenfreien
Messekatalog. Erhältlich vor Ort.
Nur solange der Vorrat reicht!
Veranstalter: ORTEC Messe und Kongress
GmbH; Bertolt-Brecht-Allee 24, 01309
Dresden, Tel. 0351 315330, www.ortec.de
www.sz-immo.de | September 2016 27
MESSE-PROGRAMM
18. September 2016
Recht
➠13:15 Stolperfalle Nachbarschaftsrecht – Vor
dem Streit klug sein?
Kommunikation und Mediation – Wege zur guten
Nachbarschaft
Karl-Heinz Weiss, Inhaber, Karl-Heinz Weiss Immobi-
lien & Wirtschaftsberatung & Handel, Dresden
Energie - Vortragsreihe des GIH Sachsen e.V.
➠11:45 Energetische Sanierung mit Fördermit-
teln
Dipl.-Ing. (FH) Ronald Kramer Unabh. Energiebera-
ter/Bauing., Heidenau
➠14:00 Nutzen und Anwendung von Energie-
ausweisen
Dipl.-Ing. (FH) Ronald Kramer Unabh. Energiebera-
ter/Bauing., Heidenau
➠14:45 Wärmebrücken – Schimmelpilz – Ursa-
che – Wirkung – Abhilfe
Dr.-Ing. Andreas Pirr, Architekturbüro u. Bauschaden-
gutachten Dr.-Ing. Andreas Pirr, Dresden
➠15:30 Energieeffizient wohnen (Handlungs-
und Optimierungsfelder: Hülle, Anlage, Nutzer-
verhalten)
Dipl.-Ing. [Arch.] Sandra Pommerening, Ingenieur-
büro S. Pommerening, Vetschau
➠16:15 KfW 70 und 55 – weniger Wärmedäm-
mung durch Detailplanung Wärmebrücken
Dr.-Ing. Andreas Pirr, Architekturbüro u. Bauschaden-
gutachten Dr.-Ing. Andreas Pirr, Dresden
➠17:00 Energieausweis (Verbrauchsausweis –
Bedarfsausweis) – Wann ist welcher Ausweis
notwendig
Dipl.-Ing. [Arch.] Sandra Pommerening, Ingenieur-
büro S. Pommerening, Vetschau
Saal 4.2 Straßburg
Sicherheit
➠12:30 Einbruchschutz – Was kann ich tun?
Sebastian Bayer, Niederlassungsleiter, Schirrmacher
Einbruchschutz GmbH & Co. KG, Heidenau
Recht
➠13:15 Der Kauf vom Bauträger – Vertragsge-
staltung, Schutz und Risiken
Henrik Karch, Fachanwalt für Verwaltungsrecht,
Rechtsanwaltskanzlei Henrik Karch, Dresden
Energie –Vortragsreihe des GIH Sachsen e.V.
➠11:00 Energiesparmaßnahmen an Denkma-
len – was ist noch möglich
Dipl.-Ing. Konrad Nickel, Inhaber, Ingenieurbüro für
energetische & Denkmalsanierung, Freiberg
➠11:45 2016 Verschärfung des EnEV 2014 –
Energiestandards moderner Gebäude
Dr.-Ing. Ronald Franke, RONALD FRANKE ARCHITEK-
TEN, Dresden
➠14:00 Schimmel – Baumangel oder Schuld des
Mieters?
Dr.-Ing. Ronald Franke, RONALD FRANKE ARCHITEK-
TEN, Dresden
➠14:45 Erkennung und Auswirkung von Wär-
mebrücken
Dipl.-Ing. Konrad Nickel, Inhaber, Ingenieurbüro für
energetische & Denkmalsanierung, Freiberg
Energie – Vortragsreihe der Verbraucherzentrale
Sachsen
➠15:30 Energieausweis, Energieberater, Sach-
verständiger ... – Was brauche ich? Was hilft mir?
Dipl.-Ing. Ulrike Körber, Beraterin, Verbraucherzen-
trale Sachsen e.V. Beratungszentrum Dresden, Dres-
den
➠17:00 Energieberatung der Verbraucherzen-
trale – Leistungsangebot und Praxisbeispiele
Dipl.-Ing. Ulrike Körber, Beraterin, Verbraucherzen-
trale Sachsen e.V. Beratungszentrum Dresden, Dres-
den
Energie – Smart Home
➠16:15 Das smarte Zuhause – mit digitalStrom
einfach im Alt-/Neubau zu realisieren
Bernd Schneider, Vorstand, NETZING Solutions AG,
Dresden
Podium 4.3
Finanzierung
➠10:30 Wohnraumförderung des Freistaates
Sachsen
Sächsische Aufbaubank – Förderbank – Dresden
Energie –Vortragsreihe Sächsische Energieagen-
tur – SAENA GmbH
➠11:15 Neue Wohnbauten – Aktueller Stand der
Technik und Förderung für KfW-Effizienzhäuser,
Passivhäuser und Solarthermiehäuser
Dipl.-Ing. (FH) StefanVetter, Sächsische Energieagen-
tur – SAENA GmbH, Dresden
➠13:30 Fotovoltaikstrom besser selber nutzen –
Speicher einbeziehen
Dipl.-Ing. (FH) Eva-Maria Stahr, Sächsische Energie-
agentur – SAENA GmbH, Dresden
Recht
➠14:00 Erwerb einer Eigentumswohnung – Wo-
rauf ist zu achten?
RA Andreas Atzenbeck, Fachanwalt für Miet- und
WEG-Recht, Merz & Stöhr Rechtsanwaltspartnerschaft
mbB, Dresden
Saal 4.1 Ostrava
Recht
➠11:15 Sind Wertgutachten noch zeitgemäß –
Wann ist die Beauftragung eines Sachverständi-
gen sinnvoll?
Karl-Heinz Weiss, Inhaber, Karl-Heinz Weiss Immobi-
lien & Wirtschaftsberatung & Handel, Dresden
Architektur
➠13:30 Detailausbildungen an Bauwerk aus
Sachverständigensicht
Dipl.-Ing. Hans-Hinrich Pein, Referent, Architekten-
kammer Sachsen Haus der Architekten, Dresden
Energie – Vortragsreihe des GIH Sachsen e.V.
➠10:30 2016 Verschärfung des EnEV 2014 –
Energiestandards moderner Gebäude
Dr.-Ing. Ronald Franke, RONALD FRANKE ARCHITEK-
TEN, Dresden
➠12:00 Energetische Sanierung mit Fördermit-
teln
Dipl.-Ing. (FH) Ronald Kramer Unabh. Energiebera-
ter/Bauing., Heidenau
➠12:45 Schimmel – Baumangel oder Schuld des
Mieters?
Dr.-Ing. Ronald Franke, RONALD FRANKE ARCHITEK-
TEN, Dresden
➠14:15 Nutzen und Anwendung von Energie-
ausweisen
Dipl.-Ing. (FH) Ronald Kramer Unabh. Energiebera-
ter/Bauing., Heidenau
➠15:00 KfW 70 und 55 – weniger Wärmedäm-
mung durch Detailplanung Wärmebrücken
Dr.-Ing. Andreas Pirr, Architekturbüro u. Bauschaden-
gutachten Dr.-Ing. Andreas Pirr, Dresden
➠15:45 Wärmebrücken – Schimmelpilz – Ursa-
che Wirkung – Abhilfe
Dr.-Ing. Andreas Pirr, Architekturbüro u. Bauschaden-
gutachten Dr.-Ing. Andreas Pirr, Dresden
Saal 4.2 Straßburg
Architektur
➠10:30 Schlüsselfertig bauen mit Architekten –
wie ist der Ablauf – was kostet es?
Dipl.-Ing. Hans-Hinrich Pein, Referent, Architekten-
kammer Sachsen Haus der Architekten, Dresden
Bauen
➠11:15 Mach's wie die Hamster: (Wärme)Vorrat
für kalte Zeiten!
Dipl.-Ing. Rolf Förster, Geschäftsführer, ed energie.de-
pot GmbH, Radeberg
Energie – Vortragsreihe der Verbraucherzentrale
Sachsen
➠12:00 Energieausweis, Energieberater, Sach-
verständiger ... – Was brauche ich? Was hilft mir?
Dipl.-Ing. Ulrike Körber, Beraterin, Verbraucherzen-
trale Sachsen e.V. Beratungszentrum Dresden, Dres-
den
➠14:15 Energieberatung der Verbraucherzen-
trale – Leistungsangebot und Praxisbeispiele
Dipl.-Ing. Ulrike Körber, Beraterin, Verbraucherzen-
trale Sachsen e.V. Beratungszentrum Dresden, Dres-
den
Sicherheit
➠12:45 Einbruchschutz – Was kann ich tun?
Sebastian Bayer, Niederlassungsleiter, Schirrmacher
Einbruchschutz GmbH & Co. KG, Heidenau
Recht
➠13:30 Rechtsfragen beim Kauf von Eigentums-
wohnungen
RA Mathias Müller, Rechtsanwalt Mathias Müller,
Dresden
Energie – Vortragsreihe des GIH Sachsen e.V.
➠15:00 Energiesparmaßnahmen an Denkma-
len – was ist noch möglich
Dipl.-Ing. Konrad Nickel, Inhaber, Ingenieurbüro für
energetische & Denkmalsanierung, Freiberg
➠15:45 Erkennung und Auswirkung von Wär-
mebrücken
Dipl.-Ing. Konrad Nickel, Inhaber, Ingenieurbüro für
energetische & Denkmalsanierung, Freiberg
MSLD-Lichtforum Halle 4, Stand P8
Workshop Lichtdesign
Leitung Workshop: Ruairí O’Brien (Lichtdesigner/
Freier Architekt)
Inhaber von: Ruairí O’Brien. Architektur. Licht. Raum-
kunst.
Archevolucio Lighting Design
Direktor der MSLD – Mobile School of Lighting
Design
➠11:00 Licht – verstehen, einbeziehen, nutzen
Dipl. Arch. (Edin) BA (Hons) Ruairí O´Brien, Geschäfts-
führer, Ruairí O´Brien. Architektur. Licht. Raumkunst.,
Dresden
➠15:00 Licht – verstehen, einbeziehen, nutzen
Dipl. Arch. (Edin) BA (Hons) Ruairí O´Brien, Geschäfts-
führer, Ruairí O´Brien. Architektur. Licht. Raumkunst.,
Dresden
Änderungen vorbehalten!
28 www.sz-immo.de | September 2016
FIRMENPORTRÄT
„Alle
kennen
sich von
Anfang an“
Das Familienunter-
nehmen K+R Massiv-
haus baut seit
20 Jahren in der
Region.
Vom Bungalow über das klassische anderthalb-
etagige Einfamilienhaus bis hin zurVilla mitTürm-
chen – die Art des Bauens. Immer massiv, mit
den eigenen Mitarbeitern und mit den gleichen,
bekannten Handwerksbetrieben. „Der Riesen-
vorteil ist das gute Miteinander“, sagt Karl Kresse,
der im Unternehmen den Vertrieb organisiert.
„Alle kennen sich und haben den gleichen An-
spruch an Qualität: unsere Mitarbeiter bei der
Planung und beim Rohbau wie auch Fenster-
bauer, Dachdecker, Elektriker und alle Handwer-
ker, die am Bau beteiligt sind.“ Das erleichtert die
Abstimmung untereinander enorm. Karl Kresse
macht das am Beispiel des Bades deutlich: „Da
müssen sich mitunter fünf Gewerke abstimmen,
der Trockenbauer mit dem Elektriker, der Flie-
senleger mit dem Sanitärfachmann und so wei-
ter.“ In der Firma selbst sei die Mitarbeiterzahl
über die vergangenen zwei Jahrzehnte – trotz
Höhen und Tiefen in der Baubranche- konstant
geblieben. „Eigentlich haben wir von der Bran-
chenkrise in den 2000er-Jahren nicht viel ge-
spürt“, erinnert sich Katharina Fischer. Die Auf-
tragsbücher seien immer voll gewesen.
Neue Vielfalt nach der Wende
Von dem derzeitigen Bauboom allerdings be-
kommt die Firma einiges mit. „Wir könnten ex-
pandieren“, sagt die Frau, die auch mal Kresse
hieß und Wirtschaftsingenieurwesen studiert
hat – mit dem Ziel, in das elterliche Bauunter-
nehmen einzusteigen. Man habe darüber nach-
gedacht, räumt sie ein, „aber sich dagegen
entschieden – aus Sorge, dass dann unsere Indi-
vidualität verloren gehen würde“. „Mittlerweile
kommen die inzwischen erwachsenen Kinder
unserer einstigen Bauherren mit ihrem Haus-
Wunsch zu uns“, so Karl Kresse. Er hat Bauinge-
nieurwesen an der Technischen Universität in
Dresden studiert – mit dem gleichen Ziel wie
seine Schwester Katharina. Die Bauleitung im Un-
ternehmen ist in festen Händen vonVater Roland
Kresse, der als geprüfter Sachverständiger oft um
seinen Rat auch außerhalb des Unternehmens
gebeten wird. Mutter Gudrun Kresse ist Archi-
tektin und führt die Firma – K & R Massivhaus ist
das, was man ein echtes Familienunternehmen
nennt. Bereits seit 1981 hatten die Kresses ihren
Baubetrieb in Dresden. Mit der Wende sortierte
sich alles neu.„Plötzlich waren Grundstücke vor-
handen, Kredite da und auch genügend Mate-
rial“, so Karl Kresse. Und während man früher im-
mer nur einen bestimmten Haus-Typ bauen
durfte, eröffnete sich nun eine großeVielfalt. Die
Kresses schlossen sich dem Ring Deutscher Bau-
betriebe an und errichteten die verschiedensten
Typen-Häuser in Dresden und Umgebung. So
sollte es aber nicht bleiben. Der Wunsch:„Keine
Typenhäuser, sondern ganz individuelle, nach
Kundenwunsch geplante Gebäude“, erzählt Ka-
tharina Fischer. So gründeten sie 1996 die Firma
K & R Massivhaus, vor 20 Jahren.
Weiterbildungen gewünscht
Gebaut wird übrigens rot und weiß. Also einer-
seits rot mit Poroton-Ziegeln aus der Region.„Mit
dem Ziegelwerk Eder in Freital gibt es eine sehr
gute Zusammenarbeit“. Oder weiß mit Porenbe-
ton aus Laussnitz.Wie ist eigentlich das Prozedere
mit den angehenden Bauherren? „Allem voran
Katharina Fischer und Karl Kresse in ihrem Büro
an der Nürnberger Straße in Dresden.
Foto: Thessa Wolf
www.sz-immo.de | September 2016 29
ist natürlich das Grundstück wichtig, auf dem gebaut werden
soll, und dessen Bestandsaufnahme“, so Karl Kresse. „Bei der
Grundlagenermittlung erfolgt eine Bedarfsanalyse. AlleWünsche
kommen auf den Tisch.“ Es gehe darum, wie viele Personen im
Haus leben werden, und um die Aufstellung eines Raum- und
Funktionsprogramms. Natürlich spielen die Kosten eine große
Rolle.„Um das Budget gibt es keinen Gummizug. Das ist ein recht
starrer Rahmen“, weiß der Vertriebschef. Wichtig sei, immer die
Nebenkosten mit im Blick zu halten.„Viele Familien setzen Prio-
ritäten. Manche wünschen sich ein besonders großes Bad, andere
bestehen auf großen Fensterflächen.“ Für das erste Gespräch
brauche man schon zwei bis drei Stunden, um alle Informationen
zusammenzutragen, auf deren Grundlage ein präzises Angebot
mit Entwurfsplanung erstellt werden könne. Sind alle Wünsche
für das Haus im Entwurf umgesetzt, wird das Haus auf dem
Grundstück eigeordnet und die Erschließung und Bebaubarkeit
abgeklärt, um schließlich den Bauantrag zu stellen. „Für die Be-
arbeitungszeit des Bauantrages im Bauamt ist mit bis zu drei Mo-
naten zu rechnen“, sagt Katharina Fischer. Und dann? „Bis das
Haus bezugsfertig ist, dauert es ein knappes Jahr.“ Es sei immer
ein bisschen wie bei einer Hochzeit, beschreibt sie ihre Arbeit.
„Man begleitet eine Familie auf einem wichtigen Weg – dem
Hausbau. Wir helfen ihnen, ihren Traum zu verwirklichen.“ Schön
sei das. Erfüllend. Auf die Frage, ob es denn nicht anstrengend
sei, täglich die Familie um sich zu haben, die Eltern und den Bru-
der, lächelt sie. „Sicher gibt es auch mal Meinungsverschieden-
heiten, allerdings selten.“ Meistens funktioniere es sehr gut,„auch,
weil jeder seinen eigenen Aufgabenbereich hat, Verantwortung
und Kompetenzen“. Das gelte übrigens für alle Mitarbeiter, er-
gänzt ihr Bruder. In der Firma würde großer Wert darauf gelegt,
dass alle an Weiterbildungen und Seminaren teilnehmen, bei-
spielsweise Aus- und Weiterbildung zum Energieberater, Teil-
nahme an Gutachtertagungen oder Unterweisungen für Arbeits-
sicherheit. Auch das habe mit dem Qualitätsanspruch des
Unternehmens zu tun.„Seit 20 Jahren – und noch viele Jahre in
die Zukunft.“ Thessa Wolf
30 www.sz-immo.de | September 2016
EIGENTUMSWOHNUNGEN
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Standort/Stadtteil Straße Zi. m² Baustand Fertigstellung Anbieter Seite
Dresden-Oberloschwitz Wohnpark Königspark 1-6,5 21–279 in Planung Ende 4. Quartal 2017 Baywobau Baubetreuung Titel, 33
DD-Kleinzschachwitz Kleinzschachwitzer Ufer 3–5 69–143 Rohb. Haus Lockwitz 3. Quartal 2017 ElbeBau Dresden GmbH 32
DD-Kleinzschachwitz Kleinzschachwitzer Ufer 3–5 69–143 Haus Pillnitz fertig noch 2 Whg. im Angebot ElbeBau Dresden GmbH 32
Dresden-Laubegast Havemannstraße 5-6 121-134 in Planung Dezember 2017 ElbeBau Dresden GmbH 32
Dresden-Striesen Hepke-/Eibenstocker-Str. 2–5 65–161 fertig/Innenausbau lfd. Fertigstellung der BA Pegasus Wohnen 38
Dresden Blasewitz Reinhold-Becker-Str. 7 2–5 68–145 in Planung Frühjahr 2018 TreuWoBau 39
Dresden-Striesen Hans-Böheim-Str. 7 3–4 83–119 Baubeginn erfolgt 4. Quartal 2017 TreuWoBau 39
Dresden-Johannstadt Pfotenhauer Str. 50 1–3 27–74 in Planung Sommer 2018 VillaNova GmbH & Co. KG U2
Dresden-Altstadt II Lennestr. 2–5 56–240 in Planung 4. Quartal 2018 pohl.projekts 35
Dresden-Altstadt Residenz am Zwinger 1–3 33–122 Innenausbau 3. Quartal 2016 CTR Immo Dresden GmbH 37
Dresden Gompitz Altgompitz 20 2–3 80–89 Rohbau Frühjahr 2017 Lehnert Bau Bauträger GmbH 34
DD-Äußere Neustadt Seifhennersdorfer Str. 16 3–5 115–220 Baubeginn erfolgt 4. Quartal 2017 Grundwert Dresden Immo. 21
Dresden-Neustadt Louisenstr. 31 1–5 32–150 Rohbau Frühjahr 2017 VillaNova GmbH & Co. KG U2
Dresden-Neustadt Scheunenhof 3 2–4 52–109 in Planung 2. Quartal 2018 Immokonzept / Glashauser 36
Radebeul Altnaundorf 1a 2–4 57–117 Vertriebsstart Anfang 2018 ElbeBau Dresden GmbH 32
Eigentumswohnungen in Dresden
und Umgebung
www.sz-immo.de | September 2016 31
EIGENTUMSWOHNUNGEN
Dresden – ein stabiler
und nachhaltiger
Standort
Die sächsische Landeshauptstadt erhält
positive Bewertung vom Immobilienverband
Deutschland Mitte-Ost
Der Immobilienmarkt in der sächsischen Lan-
deshauptstadt gilt bereits seit vielen Jahren
als zuverlässig und beständig. So schätzt es
der Immobilienverband Deutschland Mitte-
Ost ein. Dieser stellte im September seinen
Immobilienpreisspiegel der Öffentlichkeit vor.
Fazit für Dresden: Es geht aufwärts. Auch 2016
fallen die Einschätzungen der IVD-Experten
für die sächsische Landeshauptstadt positiv
aus.„Nicht zuletzt, weil sich Dresden weiterhin
stark als interessanter Wirtschafts-, Wissen-
schafts- sowie Kunst- und Kulturstandort ent-
wickelt“, so die Experten. Besonders die aus-
geprägte Wirtschaftsstruktur, bestehend aus
einer Vielzahl an kreativen und innovativen
mittelständischenUnternehmen,verleiheden
immobilienwirtschaftlichen Rahmendaten
der Stadt ihre Dynamik. „Zu dieser trägt der
anhaltend positive Bevölkerungszuwachs
ebenfalls einen erheblichen Anteil bei“, heißt
esvomVerband.„FügensichdieBedingungen
auch auf gesamtwirtschaftlicher Ebene zu-
sammen, führt das zu einem verstärkten En-
gagement in der Baubranche.“ Demnach stie-
gen in den vergangenen zwei Jahren die
BaugenehmigungenfürWohnimmobilienum
rund zehn Prozent von 6 308 auf 6 960 an –
dieserTrend setzt sich auch 2016 fort. Beson-
ders das Zentrum und zentrumsnahe Lagen,
wie das„Prager Carree“ als Gebäudekomplex
mit über 240Wohnungen und mehreren Ge-
schäften oder der gesamte Bereich des Post-
platzes,derMarien-undWallstraße,woaktuell
mehr als 1 000 neue Wohnungen entstehen,
wecken nach Einschätzung der Fachleute das
Interesse potenzieller Investoren. Blickt man
auf den gesamten Immobilienmarkt, resultie-
ren in etwa zwei Drittel aller Umsätze aus dem
Wohnungs- undTeileigentum. Dabei bleiben
die Erwerbsvorgänge in einem stabilen Mus-
ter: Der Flächenumsatz sinkt leicht, während
der Geldumsatz steigt. Die Preise im Neubau
und in begehrten Lagen steigen ebenfalls
weiter an, finden allerdings ihre Grenzen in
der Kaufkraft für Bestandsobjekte. Demnach
ist und bleibt Dresden ein stabiler und nach-
haltigerImmobilienstandort,währenddasPo-
tenzial hinsichtlich der Arbeitsmarktsituation,
aber auch der Beschäftigung langfristig gesi-
chert ist. (sz-immo)
Fotos:ThessaWolf(2)
32 www.sz-immo.de | September 2016
EIGENTUMSWOHNUNGEN
Anhaltend gute Nachfrage
Der Immobilienverband
Deutschland Mitte-Ost
hat im September den
neuen Preisspiegel vor-
gestellt.
Die anhaltend gute Nachfrage nachWohnraum,
BauflächenundEinfamilienhäusernsorgtinden
Metropolen sowie den wachsenden mittelgro-
ßen Städten für eine Dynamik am Immobilien-
markt. Steigende Einkommen, niedrige Zinsen
und ein stabiles wirtschaftliches Umfeld ma-
chendieImmobilietrotzgestiegenerBaukosten
weiterhin erschwinglich. Vor allem in den be-
gehrtenLagensteigendiePreise.Teilweisekann
von einer Bautätigkeit wie in der Boomzeit der
1990er-Jahre berichtet werden. Dies geht aus
dem jetzt veröffentlichten Immobilienpreisspie-
gel des Immobilienverbandes Deutschland
Mitte-Ost (IVD Mitte-Ost) hervor. Der Verband
untersucht detailliert in seinem aktuellen Zah-
lenwerk die Entwicklung der wichtigsten Im-
mobilienteilmärkte in insgesamt 28 Städten
Sachsens und Sachsen-Anhalts. „Ein wichtiger
Impulsgeber für diese Entwicklung ist der Aus-
bau der Infrastruktur“, sagt Karl-HeinzWeiss, Re-
gionalvorsitzender des IVD Mitte-Ost. „Da wo
die Landesregierungen beziehungsweise Stadt-
verwaltungen die richtigen Weichen für Mobi-
lität, ÖPNV, Bildungseinrichtungen und Inter-
netanschluss gestellt haben, drehen sich die
Kräne“, so der Regionalvorsitzende. Allerdings
sorgen die gute Auslastung der Handwerksfir-
men sowie die durch den Staat beziehungs-
weisedieKommunenstetssteigendenErwerbs-
und Betriebskosten für einen Anstieg der Mie-
ten und Kaufpreise. In begehrten Lagen steigen
die Kaufpreise stärker als die Mieten.Von einem
flächendeckenden Preisanstieg in denTeilmärk-
ten kann allerdings nicht gesprochen werden.
Vielmehr existieren zwischen den Städten und
➙ weiter auf Seite 34
Foto:Fotolia
www.sz-immo.de | September 2016 33
EIGENTUMSWOHNUNGEN
34 www.sz-immo.de | September 2016
EIGENTUMSWOHNUNGEN
auch zwischen den unterschiedlichen Lagen
deutliche Unterschiede. Karl-Heinz Weiss: „Aus
diesem Grund ist eine pauschale Betrachtung
der beiden Bundesländer wenig zielführend.“
Viel wichtiger sei es, detailliert in die einzelnen
Segmente zu schauen und auftretende Trends
genauestens zu erfassen,„um für jeden einzel-
nenbetrachtetenOrteinegenaueMarktaussage
geben zu können“. Unabhängig davon gebe es
aberTendenzen, die auch in der Breite feststell-
bar sind. So zum Beispiel ist die hohe Nachfrage
in den beliebten Lagen der Metropolen unge-
brochen. Generell ist in den Großstädten der
Trend zur Verdichtung von Baulücken feststell-
bar. Aus diesem Grund sind Einfamilienhäuser
in bevorzugten Lagen nur noch schwer zu be-
kommen. Familien weichen bei der Suche nach
den eigenen vierWänden immer häufiger in die
amRandeliegendenStadtteilebeziehungsweise
nahen, aber gut angeschlossenen Kommunen
aus.
Zwischen 26 und 220 Euro
pro Quadratmeter
Neben den Großstädten melden auch einige
mittelgroße Städte gestiegene Preise bei Bau-
grundstücken. Dazu gehören unter anderem
Görlitz,Wittenberg und Stollberg. Der Kaufpreis
pro Quadratmeter für freistehende Ein- und
Zweifamilienhäuser in guter Lage bewegt sich
in den beiden Bundesländern Sachsen und
Sachsen-Anhalt zwischen 26 (Zittau) und 220
Euro pro Quadratmeter (Leipzig). Übrigens: Bei
denToplagen gehören Dresden und Leipzig tra-
ditionell zu den teuersten Metropolen. Für Bau-
grundstücke in sehr guter Wohnlage werden
dort 420 beziehungsweise 375 Euro pro Qua-
dratmeter gezahlt. In den mittlerenWohnlagen
der Großstädte schwankt der Preis zwischen 60
(Chemnitz) und 140 Euro pro Quadratmeter
(Dresden). „Immer wichtiger bei einer Kaufent-
scheidung für eine Immobilie werden Aspekte
der anliegenden Infrastruktur“, erklärt Karl-Heinz
Weiss. „Die Geschwindigkeit des Breitbandan-
schlusses ist ein wichtiger Faktor geworden.
Aber auch die Sensibilität für Mobilitätsfragen,
die naheliegende Versorgung, Vorhandensein
von Kitas und Schulen und vieles andere mehr,
wächst.“ Auch die Entwicklungen auf dem Markt
der Eigentumswohnungen zeigen sich – wie
schon in den Jahren zuvor – mit einem Preis-
trend nach oben. Das Interesse sowohl von An-
legern als auch Eigennutzern für dieses Immo-
biliensegment ist ungebrochen. Die hohe
Wahrscheinlichkeit auf Wertzuwachs aufgrund
der mehrheitlich positiven Bevölkerungsent-
wicklung und die damit steigende Nachfrage
nachWohnraum lässt Eigentumswohnungen in
denMetropolenzurSelbstnutzungoderalsRen-
diteobjekte stärker in den Fokus rücken.„Die Be-
liebtheit von Eigentumswohnungen ist seit vie-
len Jahren ungebrochen.“ Die hohe Nachfrage
und das vorhandene Bewusstsein der Käufer,
etwas Wertstabiles zu bekommen, ließen die
Erwerber auch weiterhin für gute Angebote hö-
here Preise akzeptieren, so der Regionalvorsit-
zende.„Dabei sind nicht nur Bestandsimmobi-
lien begehrt.Viele Käufer investieren langfristig,
lassen sich von der gestiegenen Nachfrage nicht
unter Druck setzen und legen ihr Geld vermehrt
auch in Neubauobjekte an.“
Optimistische Prognose
bei guter Infrastruktur
Unter den Mitgliedern des IVD herrscht Einig-
keit darin, die aktuellen Entwicklungen des
Immobilienmarktes in beiden Bundesländern
basierend auf belastbaren immobilienwirt-
schaftlichen Rahmendaten positiv zu bewer-
ten. Wachsendes Interesse an Immobilien als
Kapitalanlage sowie Auswirkungen einer sta-
bilen wirtschaftlichen Entwicklung in den letz-
ten Jahren sorgen für einen stabilen Markt.
Auch in Aussicht auf die kommenden fünf Jahre
sehen die Experten gutes Potenzial an den Be-
richtsorten und gehen von einer Festigung des
Marktes auf höherem Niveau aus. Positive Ent-
wicklungen zeichnen sich perspektivisch vor
allem in jenen Städten ab, die in eine Verbes-
serung infrastruktureller Rahmenbedingungen
investieren. (sz-immo)
sz-immo.de Magazin
36 www.sz-immo.de | September 2016
EIGENTUMSWOHNUNGEN
Analyse der Wünsche
Vor dem Kauf der Eigentumswohnung eigene Bedürfnisse klären
Eigentumswohnungen sind in den Städten eine weit verbreitete Form
des Immobilienbesitzes. Junge Leute nutzen sie zum Einstieg in den
Wohnungsmarkt. Zunehmend interessieren sich auch Ältere wieder fürs
Wohnen auf der Etage: Senioren, denen Haus- und Gartenpflege zu be-
schwerlich werden, suchen gezielt nach barrierearmen Wohnungen, in
denen sie möglichst lange selbstbestimmt wohnen und wirtschaften
können. Eine dritte Gruppe kauft heute Eigentumswohnungen als In-
vestment und zur Altersvorsorge. In kleinen, überschaubaren Einheiten
unter guterVerwaltung versuchen Privatleute, ihr Geld vor Entwertung
zu retten oder möglichst zu mehren. Gesucht wird nach Beobachtungen
desVerbands Privater Bauherren (VPB) aktuell alles: Neubauwohnungen,
Altbauwohnungen, auch denkmalgeschützte Immobilien, Lofts in ehe-
maligen Gewerbeimmobilien, Penthäuser und „Seniorenwohnungen“.
Ob eine Eigentumswohnung eine gute Investition ist oder nicht, das
hängt von vielen Faktoren ab, von den individuellen Bedürfnissen, aber
auch von der Bauqualität und der Zuverlässigkeit seriöser und solventer
Baufirmen.
Kühl und objektiv prüfen
Wer eine Eigentumswohnung sucht, um sie selbst zu beziehen, der
muss wissen, was er braucht: Lage, Größe, Raumaufteilung, Kaufpreis
und Nebenkosten. Die neue Wohnung muss den individuellen Bedürf-
nissen der Käufer entsprechen. Eine wirklich guteWohnung findet aber
nur, wer kühl und objektiv prüft. Werbeflyer in Hochglanz sind keine
verlässliche Entscheidungshilfe, warnt der VPB. Der erste Schritt zur Ei-
gentumswohnung beginnt mit der Analyse der eigenenWünsche. Zum
Beispiel in Bezug auf die Lage des Objekts. Welche Infrastruktur benö-
tigen die künftigen Nutzer und ihre Angehörigen? Sind sie auf medizi-
Foto:ThessaWolf
www.sz-immo.de | September 2016 37
EIGENTUMSWOHNUNGEN
nische Betreuung angewiesen? Fahren sie mit dem öffentlichen
Nahverkehr? Oder suchen sie eher die schnellen Anbindungen
im Individualverkehr? Brauchen sie Schulen, Kitas, Bildungsange-
bote in der Nachbarschaft? Legen sie Wert auf Kultur in der Nähe
und wenn ja, welche Angebote möchten sie nicht missen? Be-
denken sollten Kaufinteressenten bei der Klärung dieser Fragen
nicht nur das Heute, sondern auch die Entwicklung ihrer Familie
in Zukunft, rät der Verband. Wer selbst kleine Kinder hat, der
schätzt den Kinderspielplatz nebenan, in einigen Jahren wird er
ihm vielleicht doch zu laut. Weil Wohnungen im Idealfall nicht
nur ihren Wert behalten, sondern sogar steigern, sollten Käufer
bei der Auswahl der Immobilie auch an die demografische Ent-
wicklung der Gegend denken. Wie wird sich die Nachfrage am
zukünftigenWohnort entwickeln?Verliert die Stadt an Attraktivität,
dann sinken die Preise, mitunter wird Eigentum sogar unverkäuf-
lich. Zieht die Region Menschen an, steigen in der Regel Nachfrage
und Immobilienpreise. Wer heute schon weiß, er wird in einigen
Jahren die Eigentumswohnung wieder veräußern, der sollte be-
sonders auf eine attraktive Nachbarschaft achten, damit der Wert
der Immobilie erhalten bleibt, empfiehlt der VPB.
Struktur der zukünftigen Eigentümergemeinschaft
bedenken
Bedenken sollten Käufer auch die Struktur der zukünftigen Eigen-
tümergemeinschaft. Wie wird sich die Gemeinschaft entwickeln?
Jüngere ziehen oft nach einigen Jahren wieder weg. Auf sie ist als
Nachbarn auf Dauer kein Verlass. Jüngere sind auch oft finanziell
noch nicht so etabliert und neigen ausVorsicht dazu, Schönheits-
reparaturen und Instandhaltungsarbeiten auf die lange Bank zu
schieben. Ältere wissen, was von ihrer Rente übrig bleibt und wie
viel sie davon in die Immobilie investieren können. Je nachdem,
wie lange jemand beabsichtigt, in der Gemeinschaft zu wohnen,
verändert sich sein Bedürfnis, langfristig in die Anlage zu inves-
tieren und sie vielleicht sogar durch Aufstockung oder Ausbau zu
vergrößern, um damit den Wert der eigenen Wohnung zu stei-
gern.
Die meisten Wohnungskäufer beginnen nach VPB-Erfahrung al-
lerdings nicht mit der Analyse der eigenen Bedürfnisse, sondern
besichtigen, was gerade auf dem Markt ist. Dabei lassen sich dann
manche auf einen regelrechten Bieterwettbewerb ein und akzep-
tieren Kompromisse, die sie bei nüchterner Betrachtung nicht hin-
nehmen würden. Die Probleme kommen dann später. Deshalb
rät derVPB unbedingt zur Klärung der eigenen Bedürfnisse vorab.
Wer sich im Vorfeld Gedanken macht, was er sucht – und auch,
was er absolut nicht haben will, – der vermeidet Fehlentschei-
dungen. Wer schon im Vorfeld weiß, er braucht viel Grün zum Le-
ben, der sollte für die Wohnung im elften Stock erst gar keinen
Besichtigungstermin ausmachen. Und wer urban leben will, der
besichtigt konsequenterweise gar keineVorstadtwohnungen. Klar
formulierte Wünsche verhindern Umwege, Frust und Fehlkäufe.
Informationen
Mehr zum Thema finden Interessierte im VPB-Leitfaden„Die Ei-
gentumswohnung – Suche-Kauf-Verkauf“. Er kann über den
VPB-Shop bestellt werden und kostet dort fünf Euro plus Porto.
Wer ihn lieber digital lesen möchte, bekommt ihn für fünf Euro
digital im VPB-E-Book-Shop – www.vpb.de/service.html.
Weitere Informationen beim Verband Privater Bauherren (VPB)
e.V., Bundesbüro, Chausseestraße 8, 10115 Berlin, Telefon 030
2789010
38 www.sz-immo.de | September 2016
PEGASUS RESIDENZ – TAG DER OFFENEN TÜR
FAMILIENFREUNDLICHE WOHNUNGEN IN DRESDEN STRIESEN
2- bis 5-Raum-Wohnungen
über Aufzüge stufenfrei erreichbar
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neben der Tiefgaragenzufahrt
WWW.PEGASUS-WOHNEN.DE
TELEFON: 0351 - 211 10 23 95
Vermietung
hat
begonnen
EIGENTUMSWOHNUNGEN
Aufholbedarf
in Deutschland
Wohneigentumsquote
steigt nur im Osten
Deutschlands
Die Deutschen haben sich in Europa einen guten Platz
gesichert: wirtschaftlich und gesellschaftlich. In diesem
Punkt jedoch hinken sie hinterher – beimWohneigentum.
Deutschland habe es nicht geschafft, sich in Richtung„Ei-
gentümer-Republik“ zu entwickeln, so das Fazit einer Stu-
die. In der Sonderauswertung der aktuellen Einkommens-
undVerbrauchsstichprobe des Statistischen Bundesamtes
durch das Immobilienforschungsinstitut empirica in Zu-
IngrößerenStädtenspiegeltsichdiegeringeQuoteamdeut-
lichsten – wegen der Landflucht in den vergangenen Jahren
haben sich Angebot und Nachfrage an Wohneigentum ver-
schoben. Foto: Thessa Wolf
www.sz-immo.de | September 2016 39
EIGENTUMSWOHNUNGEN
sammenarbeit mit LBS Research war dieWohn-
eigentumsquote von 43 Prozent errechnet wor-
den. ZumVergleich: Mit einem Anteil von über
zwei Dritteln lebt die Mehrheit der Europäer
in einem Eigenheim beziehungsweise in einer
Eigentumswohnung. Zur Miete wohnen knapp
30 Prozent. Angeführt werden die europäi-
schenTop-20 übrigens von Rumänien, der Slo-
wakei und Ungarn mit je über 90 Prozent
Wohneigentum. Der Hintergrund: In allen drei
Ländern war mit der gesell- und wirtschaftli-
chenWende der Großteil allerWohnungen pri-
vatisiert worden. Anders in Deutschland. Hier
herrscht Aufholbedarf, vor allem im Osten. Im-
merhin stieg dieWohneigentumsquote in Ost-
deutschland seit 2003 von 34,8 auf 36,4 Pro-
zent. Im früheren Bundesgebiet blieb der Anteil
der Selbstnutzer im gleichen Zeitraum nahezu
gleich und lag bei reichlich 46 Prozent. Dabei
zeigt sich, so die Forscher, dass hinter dem Still-
stand bisher kaum beachtete Alters-Effekte ste-
hen: So wird die – ohnehin relativ niedrige –
Wohneigentumsquote mehr und mehr getra-
gen von inzwischen älteren Haushalten; bei
den jüngeren hingegen ist die Wohneigen-
tumsbildung im Vergleich zu früheren Jahren
rückläufig.
Ein Beispiel: Anfang der 90er-Jahre betrug die
Wohneigentumsquote der„Alten“, der über 70-
Jährigen, in Westdeutschland gut 40 Prozent,
die Wohneigentumsquote der für die Eigen-
tumsbildung entscheidenden Altersklasse der
40- bis 49-Jährigen lag mit annähernd 60 Pro-
zent deutlich darüber. Inzwischen kommen die
jüngeren im Westen nur noch auf eine Quote
von gut 50 Prozent. Das sei insbesondere in
Zeiten günstiger Rahmenbedingungen für den
Erwerb von selbst genutztem Wohneigentum,
insbesondere den niedrigen Zinsen und der
guten Beschäftigungslage, verwunderlich. Die
Forscher begründen die rückläufige Eigen-
tumsquote bei jüngeren Haushalten mit der
zurückgehenden Familienbildung und einer
zunehmenden Zahl an Ein-Personen-Haushal-
ten, der sogenannten Versingelung. Zwar bil-
den Familien heute mehr noch als früherWohn-
eigentum, doch reicht dies nicht aus, um den
wachsenden Anteil der Singlehaushalte, die
mehrheitlich Mieter sind, auszugleichen. Da-
rüber hinaus wirke sich auch die seit einigen
Jahren zu beobachtende„Landflucht“ tenden-
ziell negativ auf die Eigentumsquote aus. Denn
in den Großstädten ist die Wohneigentumsbil-
dung aufgrund mangelnder Angebote und hö-
herer Preise ungleich schwerer.
Für künftige Erfolge bei der Wohneigentums-
bildung komme es darauf an, so LBS Research,
dasWohnungsangebot in den Schwerpunkten
der Wohnungsnachfrage spürbar zu erhöhen,
für Familien ebenso wie für Singles und kin-
derlose Paare. Der inzwischen angesprungene
Neubau sei zwar auf dem „richtigen Weg“, je-
doch sei dies noch keine Garantie für Verbes-
serungen bei derWohneigentumsquote. Denn
der Wohnungsmarkt werde derzeit, bedingt
durch das niedrige Zinsniveau und fehlende
Anlagealternativen, dominiert von Kapitalan-
legern aus dem In- und Ausland.
Knapp die Hälfte des
Neubaubedarfs
Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben
des Statistischen Bundesamts insgesamt
247 700 Wohnungen fertiggestellt. Das sind
2 400 Wohnungen beziehungsweise ein Pro-
zent mehr Wohnungen als 2014. Um den
Wohnraumbedarf zeitnah zu decken, müssen
bis 2020 allerdings jährlich gut 494 000 Woh-
nungen gebaut werden, wie eine Studie von
Prof. Bernd Raffelhüschen von der Universität
Freiburg im Auftrag des IVD ergeben hat.„Ein
positiver Trend zeichnet sich ab, aber das Neu-
bauvolumen reicht vorne und hinten noch
nicht, um den tatsächlichen Bedarf zu decken“,
sagt Sun Jensch, Bundesgeschäftsführerin des
IVD. Das gelte insbesondere für die deutschen
Ballungszentren. Allerdings: 2015 wurden bun-
desweit auch rund 309 000 Wohnungen neu
genehmigt. Das sind 8,4 Prozent mehr als im
Vorjahr. (sz-immo)
40 www.sz-immo.de | September 2016
BAUPROJEKTE
Fusion der Feuerwehren
Umbau zur
Sozialstation
Mitte August ist die neue Feuerwehr- und Ret-
tungswache Dresden-Klotzsche an der Bolten-
hagener Straße eingeweiht worden. Der Erste
Bürgermeister Detlef Sittel und der Amtsleiter
des Brand- und Katastrophenschutzamtes An-
dreas Rümpel freuten sich über den zügigen
Bau. „2013 begannen die Planungen für den
Neubau. Von der Grundsteinlegung im Mai
2015 bis zur Einweihung
vergingen gerade einmal
15 Monate“, fasst es Det-
lef Sittel zusammen.„Mit
dem Neubau fusionieren
die Stadtteilfeuerwehren
Klotzsche und Hellerau,
die ihre bisherigen
Standorte aufgeben und
nunmehr gemeinsam in
der neuen Feuerwache
aktiv sind“, informiert Andreas Rümpel.„Damit
kann die Einsatzbereitschaft derWehr langfris-
tig abgesichert werden.“ Die neue Feuer- und
Rettungswache bietet Stadtteilfeuerwehr und
Malteser Hilfsdienst insgesamt 940 Quadrat-
meter Platz. Erstmals wird hier eine Stadtteil-
feuerwehr mit einem Rettungsdienst kombi-
niert. Die Stadtteilfeuerwehr Klotzsche hat
aktuell 43 aktive Kameradinnen und Kamera-
den, 21 Jungen und Mädchen in der Jugend-
feuerwehr sowie 18 Mitglieder der Alters- und
Ehrenabteilung. Sie erhalten optimale und mo-
derne Einsatzbedingungen, drei Stellplätze für
Feuerwehrfahrzeuge und einen Sozialtrakt. Der
Malteser Hilfsdienst belegt 249 Quadratmeter
des Hauses. Die moderne Rettungswache wird
rund um die Uhr mit zehn Beschäftigten und
einem Rettungswagen im Dienst sein. Damit
verkürzen sich die Hilfsfristen im Dresdner Nor-
den, vor allem für Klotzsche,Weixdorf und Lan-
gebrück, aber auch anteilig für Loschwitz.
Zur Ausstattung gehören neben der Fahrzeug-
halle auch Lager, Ruhe- und Aufenthaltsraum
sowie Umkleideräume und Teeküche. Die Ret-
tungswache beginnt ihren Dienst im Septem-
ber. Mit einer Gesamtinvestition von etwa 3,4
Millionen Euro wurde der Bau durch die Lan-
deshauptstadt Dresden als Träger der Feuer-
wehr und des Rettungsdienstes finanziert. Das
Sächsische Innenministerium förderte den
Neubau der Feuerwache mit insgesamt
355 000 Euro. (sz-immo)
Neubau an der Boltenhagener Straße in Klotzsche eingeweiht
Bis zum Sommer im nächsten Jahr wird ein
Wohnhaus in Boxdorf zum Pflegezentrum um-
gebaut. Etwa 2,5 Millionen Euro kosten die Sa-
nierung und der Anbau. Sozialstation, Tages-
pflege, Seniorengerechtes Wohnen und
häusliche Versorgung – diese Dienstleistungen
werden den Moritzburgern dann zurVerfügung
stehen. Bauherr ist die ASB Dresden & Kamenz
gGmbH. Das Projekt wird betreut durch das
Dresdner Architekturbüro Hildebrandt Architek-
ten, als Generalauftragnehmer fungiert die Reu-
schel-Bau GmbH aus Krögis, Landkreis Meißen.
Mit den ersten Arbeiten war bereits im Februar
dieses Jahres begonnen worden. Seitdem hat
man das Bestandshaus auf den Umbau vorbe-
reitet und entrümpelt, das Mauerwerk im Keller
stabilisiert und das Treppenhaus abgebrochen.
Parallel dazu wurden bereits die Bodenplatte
für den Neubau gegossen und gedämmt und
ein Keller als Verbinder zwischen Alt- und Neu-
bau angelegt. Zuvor erfolgten umfangreiche
Erdarbeiten und ein Austausch des schweren
Lehmbodens. Insgesamt werden elf senioren-
gerechteWohnungen gebaut, eineTagespflege
mit 15 Plätzen sowie eine Sozialstation mit Pfle-
gedienst, der sich um die häuslicheVersorgung
von pflegebedürftigen Menschen in der Region
kümmert. Auch eine Hausarztpraxis ist geplant.
„Durch die Ansiedlung vonTagespflege und So-
zialstation unter einem Dach ergeben sich für
die pflegebedürftigen Menschen wunderbare
Synergieeffekte“, sagt der Geschäftsführer der
ASB Dresden & Kamenz gGmbH, Ulrich Grund-
mann. Das Bauvorhaben in Boxdorf war über-
haupt erst durch eine Erbschaft möglich gewor-
den. Die Eigentümerin des Hauses fühlte sich
dem ASB sehr verbunden, da sich ihre Eltern als
ASB-Rettungsschwimmer an den Moritzburger
Teichen kennengelernt hatten. (sz-immo)
Feierliche Grundstein-
legung für das ASB-
Pflegezentrum in
Boxdorf
Polier Falk Hirse-
mann und Peter
Großpietsch, Vor-
standsvorsitzen-
der des ASB Re-
gionalverbandes
Dresden, beim
Mauern des
Grundsteins
Foto: PR
Bürgermeister Detlef Sittel
freut sich über den Neubau
für die Feuerwehr.
Foto: Una Giesecke
www.sz-immo.de | September 2016 41
BAUPROJEKTE
42 www.sz-immo.de | September 2016
BAUPROJEKTE
Das Grundstück ist ein großer Glücksfall für Sascha Hippe.
„2,5 Hektar mitten im Zentrum von Coswig“, freut er sich.
„Man läuft über die Kreuzung und hat alles, was man
braucht: Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte und anderes. Und
bis zur S-Bahn sind es zu Fuß nur zwei Minuten“, sagt der
Geschäftsführer der Ökowert-Firmengruppe. Mit der Re-
gionalbahn sei man dann in zehn Minuten am Bahnhof
Neustadt in Dresden, mit der S-Bahn in 20 Minuten. Er
selbst wohnt seit Jahren in Coswig und hatte seit Langem
ein Auge auf diese Fläche, auf der früher die Ausbildungs-
stätte für Lehrlinge des VEB Druckmaschinenwerks Pla-
neta stand. Vor mehr als einem Dutzend Jahren war der
Betriebsteil in Coswig abgerissen worden, verwilderte
zur Brache – und regte die Fantasie mehrerer Immobi-
lienfirmen an. Dass Sacha Hippe sich mit seinem Unter-
nehmen unter vielen Interessenten schließlich durchset-
zen konnte, freut ihn besonders. Es sei schließlich auch
eine Auszeichnung für die Bonität der Firma, sagt er.„Wir
haben über 40 000 Quadratmeter noch unbebautes Bau-
land in der Umgebung. Und es gibt bei uns alles aus
einer Hand – Grundstück und Haus“, macht er dieVorzüge
des Unternehmens klar.
Ähnlich, aber nicht
gleich
So wird es auch auf dem
neuen Grundstück in
Coswig sein, wo auf
dem 2, 5 Hektar großen
Areal insgesamt 18 Ein-
familien- und acht
Mehrfamilienhäuser
entstehen.„Wir können
beispielsweise an der
Grenzstraße nicht grö-
ßer als 12 mal 12 Meter
bauen und immer mit Walm-
dach“, nennt Sascha Hippe die Rahmenbedingungen.
„Es ist natürlich möglich, das Haus kleiner zu konzipieren.“
Wer sich für ein Grundstück interessiere, könne vorerst
unter drei verschiedenen Haus-Varianten wählen und
bekomme dafür dann ein Preisangebot. „Nachdem der
Reservierungs- und Planungsvertrag aufgesetzt ist,
kommt die Architektin und plant noch einmal passgenau
für den künftigen Besitzer im Rahmen seines vorhande-
In Coswig wird eine Brache zum Wohnstandort:
„Stadtgärten Kötitzer Straße“ – für mehr als 74 Familien.
Mit Walmdach zeigen sich die Stadthäuser an der Grenzstraße, im Inneren erinnern die Häuser stark an den Bauhausstil. Visualisierungen: Oekowert
Außen klassisch, innen modern
BAUPROJEKTE
www.sz-immo.de | September 2016 43
nen Budgets.“ Deshalb wären sich alle Häuser
im Innern des neuen Wohngebietes zwar mit
ihrer Kubusform und dem Flachdach
ähnlich – aber niemals gleich.
Allerdings: Die innere Bebauung ist der zweite
Bauabschnitt. Begonnen wird, ganz klar, mit
dem ersten. Und dieser umfasst die vier Stadt-
häuser an der Grenzstraße. Auch diese Stadt-
häuser sind im klassischen Sinne Einfamilien-
häuser, also gebaut für eine Familie, eventuell
mit Einliegerwohnung. Sie unterscheiden sich
von den Häusern im Innern lediglich dadurch,
dass die zweiVollgeschosse
obenauf einWalmdach be-
kommen. Mit ihrem Bau
soll im nächsten Frühjahr
begonnen werden. Gleich-
zeitig fangen die Arbeiten
für die Erschließungs-
straße an und danach,
auch noch 2017, wird Bau-
start für die 14 Kubushäuser
sein.
Grünes auf den
Dächern und rundum
Im dritten Bauabschnitt entste-
hen dann die acht Mehrfamili-
enhäuser mit je sechs Eigen-
tumswohnungen plus einem
Penthouse. Die Wohnungen sol-
len um die 80 Quadratmeter groß
sein. „Wir haben lange überlegt:
Was passt in die Umgebung? Und:
Was wünschen sich die Kunden?“, erzählt der
Ökowert-Geschäftsführer. Seiner Erfahrung
nach sind Häuser im bauhausähnlichen Stil
sehr gefragt, werden jedoch städtebaulich sel-
ten genehmigt. „Mit der Stadt Coswig haben
wir uns deshalb darauf geeinigt, dass im äu-
ßeren Bereich des neuen Wohngebietes Häu-
ser klassisch und im Inneren der Bauhaustil
dominieren darf.“ Die Bezeichnung des Areals
als„Stadtgärten Kötitzer Straße“ geht übrigens
darauf zurück, dass künftig der Grünbereich
dominieren wird.„Schließlich sind die meisten
Grundstücke im Inneren um die 600 Quadrat-
meter, manche 700 und eines sogar 1 000 Qua-
dratmeter groß. Zu den Stadthäusern an der
Grenzstraße sind 500 Quadratmeter große
Grundstücke geplant. Und grün wird es so-
wieso – sogar auf die Flachdächer der Kubus-
häuser kommt eine Bepflanzung. Zudem wird
es einen Ruhebereich mit kleinem Spielplatz
geben. Die beste Werbung für den Standort
jedoch ist eine kleine Unterschrift. Diese steht
unter der Reservierung, welche der Geschäfts-
führer selbst unterschrieben hat. „Natürlich
habe ich mir das schönste Grundstück heraus-
gesucht“, scherzt er. Seit die Bautafel am Areal
gesetzt worden sei, würden vermehrt Anfra-
gen kommen, weiß Sascha Hippe.„Aber auch
als es noch keine Werbung für das Baugebiet
gab, meldeten sich schon Interessenten.“
Thessa WolfGrafik: Planungsbüro Schubert Architektur & Freiraum
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  • 1. Ausgabe 196 September 2016 www.sz-immo.de EIGENTUMSWOHNUNGEN 30–39 BAUPROJEKTE 40–48 ARCHITEKTUR 49–53
  • 3. www.sz-immo.de | September 2016 3 EDITORIAL / INHALT Ich vermisse ihn schon jetzt, dabei streift er die Stadt gerade noch mal mit seiner ganzen Breitseite: der Sommer. Es macht auch rein gar nichts, dass sich der Spät- als Hochsommer tarnt. Lieber ein bisschen zu heiß undzuhell…SchließlichmüssendieGute-Laune-Speichergefülltwerden, damitmanauchgutüberdiegrauenTagekommt.Andererseits:Während das Leben in der warmen Jahreszeit oft draußen stattfindet – mal abge- sehenvomBüro,beidemgerademaldieoffenenFenstereinwenigSom- mer hereinlassen –, zieht es sich jetzt größtenteils wieder nach drinnen zurück. Das Zuhause wird wieder wichtiger. Und schließlich kann man mitderrichtigenBeleuchtungauchannovemberdüsterenTagenfürhelle Freude sorgen.Wie? Das erfahren die Besucher der Messe„Bauen Kaufen Wohnen“ am 17. und 18. September. Dort gibt es nicht nur Fachvorträge zum Lichtdesign, etwa „Behaglichkeit ist planbar“ und „Wie beeinflusst künstliches Licht unser Befinden?“, sondern auch einen Workshop, bei demmanlernt,wieman„Lichtverstehen,einbeziehenundnutzen“kann. Bereits zum zweiten Mal be- kommt das Licht diesen Stellen- wert auf dieser Messe im Herbst – und zwar zur zweiten Ausgabe der „Bauen Kaufen Wohnen“. In diesem Jahr präsentieren sich über120Aussteller,undihreThe- men reichen vom Immobiliener- werb und der Finanzierung über den Neu- und Umbau bis zum Einrichten der eigenen vier Wände (siehe auch Seiten 24 bis 27). Wer die Herbsttage doch noch draußen genießen möchte, kann das bei- spielsweise auf dem Gut Hoflößnitz in Radebeul (Seiten 49 bis 53). Zum AnwesengehörteinegroßeTerrasse,aufderessichgemütlichimSchatten mächtiger Kastanienbäume sitzen lässt. Und wem es doch zu kalt sein sollte, der findet auch drinnen Platz. Sie jedoch müssen meistens drinnen bleiben – die Dresdner Schüler. Erfreulicherweise bekommen etliche von ihnen ganz moderne Häuser (Seiten 46 bis 48). Das macht das Lernen zwar nicht entbehrlich, aber sicher um vieles angenehmer. In dieser Ausgabe: Foto:SteffenFüssel Thessa Wolf, Redakteurin Draußen und drinnen Schließlich kann man mit der richtigen Beleuchtung auch an novemberdüsteren Tagen für helle Freude sorgen.„ „ Termine 4 News 5–7, 9, 13, 16, 19 „Damit die Immobilie belebt wird und bleibt“ 20 Treffpunkt: Grand Plaza 22 Sachsen – eine feste Größe 22 Bauherren willkommen! 24 Am Modell erklärt 25 Forum Moderne Architektur 26 Lichtforum Dresden 26 Messe-Programm 26 „Alle kennen sich von Anfang an“ 28 Karte + Tabelle Eigentumswohnungen 30 Dresden – ein stabiler und nachhaltiger Standort 31 Anhaltend gute Nachfrage 32 Analyse der Wünsche 36 Aufholbedarf in Deutschland 38 Fusion der Feuerwehren 40 Umbau zur Sozialstation 40 Außen klassisch, innen modern 42 Die Proben beginnen 44 „Wir laufen den Kapazitäten hinterher“ 46 Hochrenaissance, barock ausgemalt 49 Ganz natürlich aus Holz 55 Zu lange saniert 59 Jetzt ist Zwiebel-Zeit. 63 Jetzt ist Spazier-Zeit. 63 Kleinanzeigen und Objektanzeigen 64 Vorschau + Impressum 66
  • 4. 4 www.sz-immo.de | September 2016 IMMOBILIEN-TERMINE GRATIS AKTUELL & INFORMATIV GRATIS-APP Herstellung u. Montage RAL-GZ 402/1 u. 402/2 LéonWood® Holz-Blockhaus GmbH Zentrale Deutschland Mauster Dorfstraße 78 03185 Teichland OT Maust TELEFON: +49 35601-888 88 PROSPEKTE gratis anfordern bis 18. September Anfang September hat auf dem Altmarkt in Dresden der Herbst Einzug gehalten. Bis zum 18. September bieten über 100 Händler täglich von 10 bis 19 Uhr ihre Waren an. Passend zur Erntezeit gibt es unter anderem Obst und Gemüse aus der Region, Imkereierzeugnisse so- wie Handwerkskunst. „Das bunte Händlertrei- ben, ein abwechslungsreiches Bühnenpro- gramm und kleine Bier- und Weingärten laden Foto:ThessaWolf zum Bummeln undVerweilen ein“, sagte Robert Franke, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförde- rung, zur Eröffnung. Und auch für die Kleinen gebeesmitRiesenrad,Kinderkarussellundeiner Kindereisenbahn einiges zu erleben. (sz-immo) 10. September Zum Bauherrentag im Eder ZiegelZentrum in Freital werden zwischen 10 und 13 Uhr Werks- führungen angeboten. Künftige Bauherren können sich zudem beraten lassen und die verschiedenen Poroton-Ziegel genauer unter die Lupe nehmen. (sz-immo) Eder ZiegelZentrum, Wilsdruffer Str. 25 in Freital 17. bis 18. September „Bauen KaufenWohnen“, die Dresdner Bau- und Immobilienmesse, wird nach ihrer erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr erneut veran- staltet. Dresden als Wachstumsregion in Deutschlands Osten ist der passende Ort dafür. Die Messe bündelt frühereVeranstaltungen als konzentriertes Angebot im Herbst und reagiert damit auf die gezielte Nachfrage von Eigennut- zern und Kapitalanlegern wie auch Bau- und Mietinteressierten. Themen wie Finanzierung und Versicherung sowie Wohn- und Einrich- tungstrends stehen im Programm. (sz-immo) www.messe-bkw.de 20. bis 23. September In Düsseldorf trifft sich zur glasstec die inter- nationale Glasbranche. Auch in diesem Jahr ist das Angebot von Glasmaschinenbau, Glasin- dustrie und dem Glaserhandwerk groß und die Zahl der erwarteten Innovationen hoch. So stellt das ift Rosenheim im Kompetenzcen- ter Glas+Fassade Neues aus der Forschung vor, beispielsweise das druckentspannte Mehr- scheiben-Isolierglas. (sz-immo) 29. September In Karlsruhe trifft man sich Ende September zur Fachtagung„Nahwärme kompakt“. Die Ex- perten des Kompetenzzentrums Wärmenetze der KEA präsentieren die Vorteile für Nutzer und zeigen Projektbeispiele.„Wärmenetze er- leichtern die Nutzung von erneuerbaren Ener- gien, energieeffizienter Kraft-Wärme-Kopplung und Abwärme in erheblichem Maße“, heißt es aus dem Kompetenzzentrum.„Sie können da- her Stadtteile, Quartiere und ganze Ortschaf- ten klimafreundlich mitWärme versorgen.“ Bei guter Planung und Ausführung sowie ausrei- chend hohen Anschlussgraden seien sie für Gebäudeeigentümer und Kommunen auch ökonomisch vorteilhaft. (sz-immo) 17. bis 21. Oktober In Nürnberg findet eine Intensiv-Schulung zum Sachverständigen der Immobilienbewertung mit DEKRA-Zertifikat statt. Eine fachgerechte Marktwertermittlung erfordert neben einem Grundwissen bautechnischer Belange vor allem fundierte wertermittlungstechnische, fi- nanzmathematische und juristische Fach- kenntnisse, sagt der renommierte Immobilien- gutachter Dieter E. Brösamle. Er vermittelt Interessenten das notwendige Know-how in kompakter Form. (sz-immo) Anmeldung unter: www.akademie- herkert.de/wmhtml/2016/anmeldeformu- lar_7007-5.pdf 22. Oktober Im Eder ZiegelZentrum wird zum Bauherrentag eingeladen – mit Beratung und Werksführung von 10 bis 13 Uhr. (sz-immo) Eder ZiegelZentrum, Wilsdruffer Str. 25 in Freital 27. Oktober Die Verlagsgesellschaft Rudolf Müller veran- staltet die 1. Fachtagung „Barrierefrei planen & bauen“ in Köln. Im Mittelpunkt des neuen Branchenformats stehen die Anforderungen, Schutzziele und deren konkrete bauliche Um- setzung sowie die Chancen des barrierefreien und „demografiefesten“ Bauens. Eine beglei- tende Fachschau stellt innovative Produkt- und Designlösungen vor. (sz-immo) Foto:Ortec
  • 5. www.sz-immo.de | September 2016 5 IMMOBILIEN-NEWS Beratungs- & Planungstermine: Verkaufsbüro Dresden Elke Jäger-Horn | Telefon 0351 8584576 Mobil 0157 78822746 jaeger-horn@hanse-haus.de www.hanse-haus.de Hanse Haus wurde von Focus Money (Ausgabe 44/2015) zum 3. Mal in Folge als „Fairster Fertighaus- anbieter“ mit dem Kundenurteil „Sehr gut“ ausgezeichnet. Niedriger Elbpegel So wenig Elbe war selten: Bei 60 Zentime- tern lag der Pegel Ende August. Normal sind eigentlich zwei Meter. Die Schiffe der Säch- sischen Dampfschiffahrt konnten deshalb nur eingeschränkt verkehren. Die histori- schen Raddampfer etwa haben zwar nicht so viel Tiefgang – allerdings auch weniger Platz für Passagiere. Auch im vergangenen Jahr hatte es im Sommer wegen Niedrig- wassers erhebliche Einschränkungen im Schiffsverkehr gegeben. (sz-immo) Satzungen für Blasewitz und Striesen Große Bereiche in Blasewitz und Striesen- Nordost weisen mit ihrer stadtgestalteri- schen, städtebaukünstlerischen und archi- tektonischen Prägung Qualitäten auf, die geschützt werden sollen. Nach einer aus- führlichen Gebietsanalyse plant man nun fünf eigenständige Erhaltungssatzungen. Die Erhaltungssatzung gemäß Paragraf 172 Absatz 1 Nummer 1 Baugesetzbuch (BauGB) zielt auf die Erhaltung der städtebaulichen Eigenart eines Gebietes aufgrund seiner städtebaulichen Gestalt ab. Hauptanliegen der Erhaltungssatzung ist es, Gebäude und bauliche Anlagen zu bewahren, die einzeln für sich oder im Zusammenwirken mit an- deren Gebäuden die städtebauliche Eigenart des Gebietes – das Ortsbild und die Stadt- gestalt – prägen. Es spielt dabei keine Rolle, ob es sich bei dem zu schützenden Bestand um Baudenkmäler im Sinne des Denkmal- schutzes handelt. Im Gebiet einer Erhal- tungssatzung unterliegen der Rückbau, städtebaulich relevante Änderungen, Nut- zungsänderungen sowie die Errichtung bau- licher Anlagen einer eigenständigen Geneh- migungspflicht. Es ist nicht Ziel der Erhaltungssatzung, im Gebiet keine Verän- derungen mehr zuzulassen, vielmehr wird einzelfallbezogen die Erhaltungswürdigkeit der baulichen Anlage, die Vereinbarkeit des konkreten Vorhabens mit den Erhaltungs- zielen bzw. die Einfügung einer neu zu er- richtenden baulichen Anlage überprüft. Der Aufstellungsbeschluss für die Erhaltungssat- zungen H–46, Dresden Blasewitz/Striesen- Nordost ist nun Ende August interessierten Dresdnern vorgestellt worden. (sz-immo) Foto:ThessaWolf
  • 6. 6 www.sz-immo.de | September 2016 IMMOBILIEN-NEWS Klimatest für Radler Seit Anfang September und noch bis Ende November können die Dresdner Radfahrer ihr Votum abgeben. Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) stellt unter anderem Fra- gen zur Infrastruktur, aber auch zumVerkehrs- klima und zur Förderung des Radverkehrs. Die Landeshauptstadt lädt alle ein, sich an dem ADFC-Klimatest zu beteiligen, egal, ob sie oft oder eher selten radeln. Auf der Website www.fahrradklima-test.de können Interes- sierte alle aktuellen Fragebögen ausfüllen so- wie Informationen einsehen. Der ADFC-Klima- test überprüft, wie gut und sicher Nutzer mit dem Fahrrad in örtlichen Verkehrsnetzen un- terwegs sein können. So erhalten die Städte wichtige Informationen über die subjektiven Wahrnehmungen ihrer Einwohner zu diesem Thema und können entsprechend mit radver- kehrsfördernden Maßnahmen reagieren. Dres- den beteiligt sich zum fünften Mal an dem al- ler zwei Jahre stattfindenden Test. 2014 belegte Dresden den 20. Platz von 39 betei- ligten Gemeinden, 2012 den 21. Rang von 38 Städten ab 200 000 Einwohnern. Die ersten drei Plätze beim letztenTest belegten Münster, Karlsruhe und Freiburg im Breisgau. Die bes- ten ostdeutschen Städte in diesem Ranking waren Leipzig an der neunten und Rostock an der zehnten Stelle. (sz-immo) 38 Anträge gestellt Die Landeshauptstadt Dresden fördert auch in diesem Jahr wieder Maßnahmen und Pro- jekte, die die Raumsituation von Akteuren der Kultur- und Kreativwirtschaft verbessern hel- fen. Dafür stehen 90 000 Euro zur Verfügung. Bis Mitte August konnten die entsprechenden Anträge auf finanzielle Unterstützung beim Amt fürWirtschaftsförderung gestellt werden. „38 Förderanträge mit einem Antragsvolumen von insgesamt rund 330 000 Euro sind bei uns eingegangen. Das zeigt, dass das von uns ini- tiierte Förderprogramm gut angenommen und die Unterstützung gebraucht wird “, sagt Ro- bert Franke, Leiter des Amtes für Wirtschafts- förderung. Im Vorjahr wurden 40 Anträge mit einem Antragsvolumen von rund 415 000 Euro gestellt. Über die Vergabe der Zuwendungen entscheidet der Ausschuss für Wirtschaftsför- derung.Vorher bewertet eine Expertenjury die Anträge und gibt dem Ausschuss Empfehlun- gen. Dieser entscheidet dann voraussichtlich im November über die Vorschläge. (sz-immo) Weitere Informationen zur Kreativraumför- derung stehen im Internet unter www.dres- den.de/kreativ2016 Sanierungsstart an der Friedrich- straße Die Altlasten einer chemischen Reinigung in Dresden-Friedrichstadt verschwinden noch in diesem Jahr. Anfang September haben die Ar- beiten auf dem Gelände Friedrichstraße 17 be- gonnen, teilte das Umweltamt mit. Sobald die Baustelle eingerichtet ist, beginnt am 20. Sep- tember die eigentliche Sanierung. Dabei ist das belastete Erdreich abzutragen, zu entsorgen und durch neuen Boden zu ersetzen. Der kon- taminierte Untergrund wird dafür mit einem Großgerät bis zu 14 Meter tief ausgebohrt. Bei planmäßigem Verlauf wird die Altlastensanie- rung Anfang Dezember 2016 abgeschlossen sein.„Bis 1975 war an dieser Stelle eine chemi- sche Reinigung in Betrieb, die im Jahr etwa 400 Liter Reinigungsmittel verbrauchte“, informiert Christian Korndörfer, Leiter des Dresdner Um- weltamtes.„Leider wurde damals sehr sorglos mit den enthaltenen Lösungsmitteln umge- gangen.“ So sei beispielsweise über viele Jahre bei der Entnahme der Flusen aus den Wasch- maschinen ein erheblicherTeil im Boden versi- ckert.„Die enthaltenen chlorierten leichtflüch- tigen Kohlenwasserstoffe sind so tief in den Untergrund eingedrungen, dass sie nur durch Herausbohren entfernt werden können. Wir schätzen, dass wir über zwei Tonnen Schad- stoffe aus dem Boden herausholen werden.“ Die Gesamtkosten dafür liegen bei 1,5 Millionen Euro. Der Freistaat Sachsen übernimmt davon 1,1 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). (sz-immo) Herbert-Wehner-Haus an der Devrientstraße geplant Für das Areal zwischen dem Haus der Presse und dem Maritim-Hotel nehmen die Pläne kon- kretere Formen an. Den Startschuss gibt die der SPDgehörendeFirmaKonzentrationGmbH.Ge- schäftsführer Christoph Lehmann stellte Ende Juli die Pläne für das künftige Herbert-Wehner- Haus,benanntnachdeminDresdengeborenen Politiker, öffentlich vor. Einen mittleren einstel- ligen Millionenbetrag nimmt die Partei dafür in die Hand. Sobald die Genehmigung erteilt ist, rollen an der Ecke Devrient-/Kleine Packhof- straße die Bagger an. Zurzeit dient das Gelände hintermHausderPressealsParkplatzundWiese mit Bäumen und Sträuchern. 2 000 Quadratme- ter davon will die SPD bebauen. In den Neubau sollen nicht nur der Landesverband und die Re- gionalgeschäftsstelle von der Könneritzstraße einziehen. „Der Landesverband der Arbeiter- wohlfahrt, die Herbert-Wehner-Bildungswerke sowie die Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung wollen das Haus gemeinsam mit der SPD nut- zen“, sagt Fraktionschef Dirk Panter. Läuft alles nach Plan, könnte alles im Herbst 2018 bezugs- fertig sein. Der Münchner Investor Christoph Dross, dem die angrenzenden 9 400 Quadrat- meter gehören, begrüßt, dass es nach jahrelang verschobenen Plänen nun endlich losgeht.„Das Foto:ThessaWolf
  • 7. www.sz-immo.de | September 2016 7 IMMOBILIEN-NEWS Packhofareal ist das spannendste Grundstück in Dresden.“ Seine CCD Projektentwicklungs GmbH plant dort seit drei Jahren kulturelle Nut- zung.„Es wird kein Wohnraum und kein Super- markt.“ (ug) Eder Ziegelwerk lädt zum Bauherrentag ein Im September und Oktober werden künftige BauherrenwiederzumBauherrentaginsZiegel- werk EDER nach Freital eingeladen. Dann kön- nen sich Baufamilien die verschiedenen Ziegel- bauweisendirektvorOrtansehen.Anhandeines MusterrohbauslassensichdieeinzelnenArbeits- schritte und Möglichkeiten beim Hausbau an- schaulich erklären. Verschiedene multimediale AngeboteundeineausführlicheBeratungdurch dieFachberaterrundendasAngebotab.Außer- dem gibt es laufend Werksführungen und Vor- führungen zur Verarbeitung von Planziegeln. Das Ziegelzentrum hat sich im vergangenen JahralsAnlaufpunktfürBauinteressiertederRe- gionetabliert.ZeitfürindividuelleBeratungbie- tet jeden Mittwoch der offene Nachmittag von 14 bis 18 Uhr. Aber auchTerminvereinbarungen füreinekostenloseBauberatungwerdenzuneh- mend genutzt. (sz-immo) www.ziegel-eder.de Sechsgeschosser am Hauptbahnhof geplant Die erste Hürde für die städtebauliche Entwick- lung westlich des Wiener Platzes ist genom- men. Nach einem konkurrierenden Verfahren stimmte der Bauausschuss dem favorisierten Projektentwurf zu, und der Finanzausschuss gab grünes Licht für den Verkauf des Grund- stücks MK1 an der Ammonstraße für 3,9 Mil- lionen Euro an den Investor Peter Simmel. Die- ser plant einen Neubau über insgesamt sechs Geschossebenen inklusive Tiefgarage und Dachterrasse, der wie eine kleine Stadt in der Stadt aufgebaut sein soll. Das Erdgeschoss ist für das Simmel-Einkaufszentrum, Lager, für die Anlieferung und für zusätzliche Parkmöglich- keiten vorgesehen. Das erste Obergeschoss dient ebenfalls der öffentlichen Nutzung inklu- sive weiterer Parkflächen. Das zweite bis vierte Obergeschoss kann für Büros, Hotel bzw. für gewerblichesWohnen genutzt werden. Mit Ab- schluss der Planungsphase könnte der Bauan- trag im nächsten Jahr eingereicht werden, so- dass nach vorsichtigen Schätzungen mit einer Baugenehmigung und dem Baubeginn im Jahr 2018 gerechnet werden kann. (sz-immo) Richtfest an der Heinrich-Greif-Straße Ende August hat die Wohnungsgenossen- schaft „Glückauf" Süd Dresden e. G. Richtfest gefeiert. Die Rohbauten der drei viergeschos- sigen Energieeffizienzhäuser 70 in der Hein- rich-Greif-Straße amVolkspark Räcknitz waren fertig. Spätestens im Frühsommer nächsten Jahres sollen die Mehrgenerationenhäuser be- zogen werden. Bereits jetzt sei die Nachfrage groß, informiert dieWohnungsgenossenschaft. „Geräumige Familienwohnungen sind sehr ge- fragt“, begründet Vorstand Olaf Brandenburg. Insgesamt werden etwa 8,6 Millionen Euro in den Neubau investiert. „Wünschenswert ist, wenn sich Familien mit älteren und jungen Leuten und Paare im besten Alter gegenseitig Hilfeleistungen anbieten und das tägliche Mit- einander dadurch entspannter wird“, sagt Olaf Brandenburg. Pünktlich zum Richtfest sei die geplante Musterwohnung fertiggestellt wor- den.„Die Interessenten werden nun persönlich zur Besichtigung eingeladen und können ne- ben der Grundausstattung eine moderne Ein- bauküche anschauen.“ (sz-immo) Foto:EderZiegelVisualisierung:Simmel/KnererundLangArchitekten
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  • 9. IMMOBILIEN-NEWS Qualitätsstandards für Dresdner Schulen EndeAugustistdieneueDresdnerSchulbauleit- linie vorgestellt worden. Sie ist für die Landes- hauptstadtDresdenderpädagogischundarchi- tektonisch fundierte Handlungsrahmen, um Neubau-, Erweiterungs- und Sanierungsvorha- ben strukturiert zu planen und umzusetzen. Die LeitlinielegtverlässlicheQualitätsstandardsfest, ohne ein starres Schema zu erzeugen. Wesentli- cheInhaltederSchulbauleitliniesinddieZusam- menfassung von Lern- und Funktionsräumen zu größeren Einheiten, in denen mehrere Klassen einesJahrgangesoderübergreifenderJahrgänge gemeinsamlernenkönnen,wieauchdieVerzah- nungpädagogischerAnforderungenmitschlüs- sigen architektonischen Konzepten. (sz-immo) Die Schulbauleitlinie ist abrufbar unter: www.dresden.de/schulbauleitlinie Umzug der Internationalen Gärten Die Internationalen Gärten Dresden haben im Stadtteil Johannstadt einen Ersatzstandort ge- funden: zwischen Dürerstraße und Holbein- straße. Als Verein organisiert, treffen sich seit reichlich zehn Jahren 120 Leute aus verschie- denen Ländern zum Gärtnern. Der alte Standort an der Gleisschleife Pfotenhauer Straße musste einem Parkhausplan weichen, welcher für An- wohner wie auch für die Beschäftigten, Patien- ten und Besucher des Universitätsklinikums, des Herzzentrums und des Max-Planck-Instituts dringend benötigt wird. Zur Einweihung des neuen Gartens im August sagte Oberbürger- meister Dirk Hilbert: „Ich freue mich, dass wir damit den Interessenkonflikt zwischen der Park- platznot am Uniklinikum und dem erfolgrei- chen Integrationsprojekt beilegen konnten.“ Er dankte vor allem Mattes Hoffman an der Spitze desVereins für seine emphatische, kompetente und verantwortungsvolle Arbeit im Ringen um Lösungen. Die Planung und Herrichtung des neuen Domizils sei in enger Zusammenarbeit zwischen dem Amt für Stadtgrün und Abfall- wirtschaft und dem Verein Internationale Gär- ten Dresden erfolgt. Das von der Landeshaupt- stadt mit finanziellen Mitteln und technischen Leistungen zurVerfügung gestellte Starterpaket in Höhe von 40 000 Euro machte die Beräu- mung und Urbarmachung des Geländes mög- lich, beinhaltete die Errichtung eines Erschlie- ßungsweges, eines Brauchwasserbrunnens und die Verlegung eines Stromanschlusses. Ferner wurden Anbau- und Gemeinschaftsflächen ge- schaffen und die Umsetzung des Container- Gartenhauses realisiert. (ug) Foto:UnaGiesecke
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  • 12. 12 www.sz-immo.de | September 2016 IMMOBILIEN-NEWS
  • 13. www.sz-immo.de | September 2016 13 IMMOBILIEN-NEWS Albertbrücke wieder offen Es ist etwa 20 Jahre her – da ließ sich Detlef Sittel von seinemVater über die Albertbrücke zur Jura-Prüfung fahren. Doch auf der Brücke war – wie meistens – Stau. Der Prüfungster- min rückte näher, die Autos jedoch nicht wei- ter. Kurzerhand stieg der Prüfling aus, nahm die beiden schweren Koffer voller Gesetzes- texte und Verordnungen in die Hand und marschierte los. Heute ist er Erster Bürger- meister und besonders glücklich darüber, die um- und ausgebaute Albertbrücke einweihen zu können. Zusammen mit dem stellvertre- tenden Leiter des Straßen- undTiefbauamtes Gunther Hentschelmann und dem Abtei- lungsleiter Verkehr im Sächsischen Staatsmi- nisterium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Bernd Slabotny hat er am 5. September die historische Elbquerung wieder für den Ver- kehr freigegeben. Seit April 2014 war die bau- fällige Albertbrücke saniert und um 3,60 Me- ter auf insgesamt 22,20 Meter verbreitert worden. Damit bietet sie jetzt neben dem größeren Gleisabstand von drei Metern auf jeder Seite einen 4,10 Meter breiten Rad- und Fußweg. Neben der Albertbrücke wurden die angrenzenden Plätze Rosa-Luxemburg-Platz und Sachsenplatz an den neuen Querschnitt angepasst und grundhaft ausgebaut. Die Kos- ten des Bauvorhabens beliefen sich für die Landeshauptstadt Dresden auf 20 Millionen Euro. Davon waren 13,4 Millionen Euro För- dermittel des Freistaates Sachsen. Darüber hinaus investierten die DresdnerVerkehrsbe- triebe für die Erneuerung ihrer Anlagen 6,6 Millionen Euro. Die Modernisierung der Ver- sorgungsleitungen von Drewag, Stadtentwäs- serung Dresden,Telekom, Kabel Deutschland und Vodafone kostete die Unternehmen ins- gesamt 1,5 Millionen Euro. (sz-immo) Frischekur für Kasematten Noch bis Februar 2017 lässt die Landeshaupt- stadt Dresden Hochwasserschäden in den Kasematten am Blauen Wunder beseitigen. Eine Coswiger Firma errichtet zusätzliche Stahlbetonbögen, um die geschädigten Ge- wölbebögen zu unterstützen und die Trag- fähigkeit für Verkehrslasten zu erhalten. Je Gewölbebogen werden die neuen Stahlbe- tonelemente in drei Abschnitten errichtet. Wenn das Ersatztragwerk fertig ist, folgt der Wiederaufbau der Stirnmauern. Nach Ende der Arbeiten stehen die Flächen unter den Bögen wieder als zeitweilige Lagerflächen zur Verfügung. Das Bauvorhaben wird etwa 370 500 Euro kosten. Für den Straßenverkehr gibt es keine Einschränkungen. (sz-immo) Neustädter Tunnel wird verfüllt Der Neustädter Tunnel ist Ende dieses Jahres Geschichte. Dann gibt es die Unterführung, die wiederholt vom Elbehochwasser geflutet worden und seit zwei Jahren gesperrt war, nicht mehr. Seit Juli wird die einstige Unter- führung der Großen Meißner Straße schritt- weise verfüllt.„Zunächst wurden die Aufbrüs- tungen abgebrochen, dann im Inneren Mauern gebaut und abschnittsweise mit der Verfüllung begonnen“, erklärte Gunther Hent- schelmann, der stellvertretende Leiter des Straßen- und Tiefbauamtes. Der Bodenbelag verbleibe imTunnel.„Darauf kommt 40 bis 70 Zentimeter hoch ein Mineralgemisch. Dann wird von oben über fünf Bohrlöcher Mager- beton eingefüllt.“ Auch im Bereich der Trep- pen würden die Rampen mit einem Mineral- gemisch aufgefüllt. Über dieses komme dann ein Beton- beziehungsweise Granitpflaster. Gleichzeitig erhält die Große Meißner Straße eine oberirdische, barrierefreie Querung, bei der nicht nur an die Fußgänger, sondern auch an die Radfahrer gedacht wird.„Während die- ser Arbeiten wird es Einschränkungen für die Autofahrer geben“, informiert Gunther Hent- schelmann. Die Straße werde halbseitig von 9 bis 15 Uhr gesperrt,„außerhalb des Berufs- verkehrs“. Allerdings: Bis alles fertig ist, wird esWeihnachten sein. Die Kosten belaufen sich auf etwa 472 000 Euro inklusive der neuen Verkehrsanlage. Unterstützt wird die Stadt vom Bund und vom Freistaat, welche Gelder aus dem Aufbauhilfefonds 2013 locker ge- macht haben. (sz-immo) Abteilungsleiter Verkehr im Sächsischen Staatsmi- nisterium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Bernd Slabotny Foto: Thessa Wolf Gunther Hentschelmann und Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain mit den Plänen zur Ver- füllung des Tunnels Foto: Thessa Wolf
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  • 15. www.sz-immo.de | September 2016 15 IMMOBILIEN
  • 16. 16 www.sz-immo.de | September 2016 IMMOBILIEN-NEWS 122 Immobilien versteigert Bei den Herbstauktionen der Sächsischen Grundstücksauktionen AG (SGA) am 26. August in Leipzig und am 30. August in Dresden wurden insgesamt 122 Immobilien versteigert. Der Auktionserlös inklusive Nachverkäufen lag bei rund 5,8 Millionen Euro. Den höchsten Einzel- auktionserlös erzielte mit 598 000 Euro das Schloss Königsbrück bei Dresden. Das Anwesen wurde um 1298 erstmals urkundlich erwähnt. Auf dem rund 40 000 Quadratmeter großen Grundstück befinden sich neben einem imposanten Schlossgebäude mit Turm mehrere Tor- und Gartenhäuser sowie ein weitläufiger Park. Zur Schlossanlage gehören auch die Orangerie und ihre weit über die Region hinaus bekannte Ka- melienzüchtung. Schloss, Torhäuser und Park stehen unter Denkmal- schutz. Einen lebhaften Bieterwettstreit gab es um das ehemalige „Reichspost- und Telegrafenamt“ in Glauchau. Aufgerufen zu einem Mindestgebot von 350 000 Euro, wechselte es schließlich für 460 000 Euro den Besitzer. Das denkmalgeschützte Gebäude mit Turm wurde um 1894 errichtet und Mitte der 1990er Jahre teilsaniert. Von außen zeichnet es sich durch eine aufwändig gestaltete Fassade mit Stilele- menten der Spätgotik und Renaissance aus. Im Innern befinden sich unter anderem historische Wandmalereien und prunkvolle hölzerne Deckenvertäfelungen. ZumVerkauf stand auch eine besonders geschichtsträchtige Immobilie – eine denkmalgeschützte Gutshofanlage in Lausnitz bei Neustadt/Orla (Thüringen). Sie fand für 30 000 Euro einen neuen Besitzer. Für das an einemTeich gelegene Objekt mussten mindestens 9 000 Euro geboten werden. Erbaut wurde die Anlage um 1762 von der Familie von Stein. Charlotte von Stein war mit JohannWolfgang von Goethe eng befreun- det. Veräußert wurde außerdem eine 18-Bahnen-Turnieranlage in Ka- menz. Nicht versteigerte Immobilien können jetzt noch im Rahmen ei- ner zweimonatigen Nachverkaufsfrist erworben werden. (sz-immo) Mitteldeutscher Immobilientag in Leipzig Zum Jahrestreffen des BFW Landesverbandes Mitteldeutschland waren Anfang September über 150 Immobilienprofis in Leipzig. Hauptthema in diesem Jahr:Wie könnenWohnungsunternehmen, Projektentwickler und Verwalter wirtschaftlich arbeiten? 27 Fachvorträge beschäftigten sich dabei mit aktuellen rechtlichen, baulichen und technischen Fragen der Branche.„Der Wandel am Wohnungsmarkt ist da. Allein in Leipzig und Dresden gehen wir in den kommenden zehn Jahren jeweils von mindestens 25 000 neuen Wohnungen aus“, sagte Frank Müller, Vor- stand des BFW Mitteldeutschland und fragte: „Wie kann es sein, dass sich vor diesem Hintergrund die politischen Rahmenbedingungen wei- ter verschlechtern?“ Eines der Kernprobleme sei fehlendes Bauland. Die Fachleute waren sich einig: Statt dieses nicht nur gegenüber der organisierten, sondern auch der freienWohnungswirtschaft auszuwei- sen, legen Politik undVerwaltung Investoren Stolpersteine in denWeg. Nur wenn die Kommunen zu fairen Preisen verkaufen, könne sich der Wohnungsbau frei entfalten. Letztendlich sei eine Erhöhung des Woh- nungsangebotes das beste Instrument, um nachhaltig bezahlbare Mie- ten zu gewährleisten. Doch mangelndes Bauland ist nicht das einzige Problem sächsischer Großstädte wie Dresden oder Leipzig. Baukosten behindern Unternehmen aktuell so immens, dass Neubau vielerorts unlukrativ wird. „Bei einem Anstieg der Baupreise um 45 Prozent in zehn Jahren fragt sich jeder, warum hier die Politik keine Bremse einlegt“, so Frank Müller. (sz-immo) Deutscher Immobilientag in Frankfurt „Eigentum ist Königsweg zur kapitalgedeckten Altersvorsorge“, sagte Jürgen Michael Schick zur Eröffnung des Deutschen Immobilientags in Frankfurt. Der Präsident des Immobilienverbands IVD forderte die Politik auf, von einer rein mieterorientierten Immobilienpolitik zu einer verstärkt eigentumsfördernden Immobilienpolitik umzuschwenken.„Es sollte der Politik zu denken geben, dass die deutscheWohneigentums- quote die zweitniedrigste im europäischen Vergleich ist.“ Die Bundes- regierung solle schnell handeln, um der drohenden Rentenlücke etwas entgegenzusetzen, so Jürgen Michael Schick. „Was wir brauchen, ist eine Eigentumspolitik, die gerade jungen Menschen den Schritt hin zum Eigentum ermöglicht.“ Der IVD fordere in diesem Zusammenhang schon seit langem, dass Ersterwerber beim Kauf eines Eigenheims von der Grunderwerbsteuer befreit werden. Auch die Schwellenhaushalte solle die Politik in den Fokus nehmen. Gerade in der jetzigen Niedrig- zinsphase müsse der Staat Schwellenhaushalte mit gezielten Förder- programmen bei der Eigentumsbildung unterstützen. Mögliche För- derprogramme sollten etwa auch die Anzahl der Kinder im Haushalt berücksichtigen. Wohneigentum habe gesellschaftspolitische Bedeu- tung – das dürfe der Staat nicht vernachlässigen.„Wer eine Immobilie besitzt, hat ein deutlich niedrigeres Risiko, später von Altersarmut be- troffen zu sein. (sz-immo) Foto:BFW
  • 17. www.sz-immo.de | September 2016 17 IMMOBILIEN
  • 19. www.sz-immo.de | September 2016 19 IMMOBILIEN-NEWS Weltkulturerbe in Stuttgart SeitvergangenemAugustistesamtlich:Die Bauten des Architekten Le Corbusier in der Stuttgarter Weissenhofsiedlung sind Welt- kulturerbe. Genaugenommen handelt es sich um zwei Häuser in Deutschland und 15 weitere in anderen sechs Ländern – alle von dem Architekten, der mit bürgerlichem Na- men Charles-Édouard Jeanneret-Gris hieß und bis Mitte des vergangenen Jahrhun- derts lebte.„Le Corbusiers Impuls, günstige Wohnungen mit innovativen Grundrissen und neuen Materialien zu bauen, ist noch immer wegweisend“, erklärte Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn angesichts des Titels und mahnte:„Es muss daher An- sporn für unsere Architekten und Stadtpla- nersein.“LeCorbusierhatteschonvorknapp 100 Jahren Ideen entwickelt, wie dieseViel- falt beim Bauen umgesetzt werden könne. „Wir freuen uns über die Aufnahme und da- rauf,dassnochmehrInteressierteunserMu- seum besuchen werden“, so Anja Krämer, dieMuseumsleiterin.JetztwerdeendlichBe- wegung in die Frage kommen, wie mit den Ersatzbauten der Siedlung umgegangen wird. Die gesamte Weissenhofsiedlung mit ihren noch 11 von ursprünglich 33 im Origi- nalerhaltenenkubischenFlachdachhäusern solle weiterhin im Zentrum der Arbeit zum kulturellenErbestehen,teiltedieStadtStutt- gart mit. Kriterien für die Anerkennung als Welterbewaren„deraußergewöhnlicheuni- verselle Wert der Stätte und ein Manage- mentplan, der die Erhaltung des Erbes für zukünftige Generationen sicherstellt“, hieß es von der Unesco (sz-immo) Das Weissenhofmuseum im Haus Le Corbusier befindet sich an der Rathenaustraße 1-3 in 70191 Stuttgart und kann Dienstag bis Freitag von 11 bis 18 Uhr und am Wochenende von 10 bis 18 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt kostet 5, ermäßigt 2 Euro. Telefon: 0711/2579187 Foto:StadtStuttgart,Brigida
  • 20. 20 www.sz-immo.de | September 2016 IMMOBILIEN-NEWS „Damit die Immobilie belebt wird und bleibt“ Der Dresdner Einzelhandels- markt ist dicht. „Es kommt auf ein standortbezogenes Konzept an“, sagt Martin Müller von R&M. Martin Müller war viele Jahre Centerma- nager. Vor Kurzem wechselte er auf die andere Seite – alsVertriebsleiter der R&M Handelsimmobilien und Makler. Das Un- ternehmen bereitet dem Centermana- gement sozusagen den Boden.Vor allem sorgt es dafür, dass die jeweilige Han- delsimmobilie zu ihrem Ort und den Kunden passt oder besser: dass die Im- mobilie belebt wird und belebt bleibt. Das Dresdner Zentrum ist voller Shoppingcenter und Läden. Was heißt das für die Stadt? Tatsächlich ist der Dresdner Einzelhan- delsmarkt einer der dichtesten in ganz Deutschland. Das bedeutet zunächst: Die Stadt ist belebt. Es heißt aber auch, dass die Konkurrenz der einzelnen Shop- pingcenter untereinander immer größer wird – und das bei gleichbleibendem Umsatz. Das kann für die Kunden nur gut sein. Warum? Weil die Center sich mehr einfallen las- sen müssen, um Kunden zu binden. Es reicht nicht mehr, einen guten Branchen- mix anzubieten. Das Center muss auch zum Treffpunkt werden, zu einem Ort, an dem man sich gern aufhält. Die Han- delsimmobilie muss ihren eigenen Cha- rakter erhalten. Wie bekommt eine Handelsimmobilie einen Charakter? Der erste Weg führt sicher über die Ar- chitektur, der zweite über einen ausge- wogenen Mietermix. Der reicht von filia- listischen bis zu regionalen Angeboten. Letzteres ist sicher nicht einfach, schließ- lich gibt der Markt die Mieten vor, und kleinere Unternehmen können sich ei- nen Laden im Dresdner Zentrum mögli- cherweise nicht leisten. Es gelingt eher, wenn sich lokale Firmen gemeinsam ver- markten wie etwa beim Bio-Konzept von „Onkel Franz“, wo ausschließlich Produkte aus der Region vertrieben werden. Der eigene Charakter ist sicher nötig. Aber was kommt vorher? Was macht ein Gebäude zur guten Handelsim- mobilie? Wie bei jeder Immobilie zählt vor allem die Lage. Auch die Verkehrsanbindung und die Parkplatzsituation sind essen- ziell. Das Center braucht aber auch den richtigen Mix von Mietern zum Beispiel aus den Bereichen Lebensmittel, Dienst- leistung undTextilien. Und natürlich be- nötigt jedes Center ein standortbezoge- nes Konzept. So findet man im World Trade Center einen umfangreichen Mie- terbesatz von Ausbildungsstätten, Dienstleistern und Einzelhandel, hinge- gen ist die Schillergalerie eher auf den Einzelhandel und die Unterhaltung in Form eines Kinos spezialisiert. Das QF am Neumarkt wiederum bietet exklusive Marken und ein Premium-Shopping-Er- lebnis. Und wie ist es mit der Parkplatzsi- tuation am QF? Die Einfahrt in die Tiefgarage befindet sich gegenüber dem Kurländer Palais. Fast der gesamte Neumarkt ist von dort aus zu unterfahren. Anfang September hat die QF Passage übrigens ihren Cen- tergeburtstag mit einem„White Day“ ge- feiert. In den vergangenen zehn Jahren ist das Konzept stetig optimiert worden, ohne den Kern des Centers zu verändern. Als bisher reines Touristenziel soll sich die Passage nun erneut wandeln und das QF zu einemTreffpunkt für die Dresdner werden, an dem man nicht nur einkauft, sondern auch seinen Espresso trinkt und sich mit Freunden verabreden kann. Deutsche Innenstädte gleichen sich immer mehr an – allein schon da- durch, dass man überall dieselben Firmen findet, gerade in der Textil- branche. Gut oder schlecht? Diese uniformierte Einzelhandelsland- schaft gibt es ja nicht, weil die Einzel- händler es so wollen, sondern die Kun- den danach fragen.Vielen ist es wichtig, in ein Geschäft zu gehen und zu wissen, was sie dort erwartet – egal, in welcher Stadt sie einkaufen. Deshalb ist es be- sonders wichtig, dass Shoppingcenter standortbezogene Konzepte haben und neben den Einkaufsmöglichkeiten auch ein Wohlfühlareal bieten. Schön finde ich, wenn nicht nur große Center, son- dern auch kleine Cafés und Läden ne- benan zu finden sind. Das macht dann den besonderen Charme eines Viertels aus. Das Gespräch führte Thessa Wolf Foto:ThessaWolf
  • 22. 22 www.sz-immo.de | September 2016 IMMOBILIEN-NEWS Treffpunkt: Grand Plaza Zur EXPO REAL versammelt sich jährlich die Immobilien- und Investmentindustrie. Sachsen – eine feste Größe Zum sechsten Mal ist der Freistaat mit einem Gemeinschaftsstand auf der Münchner Immobilienmesse dabei. Das Staatsministerium der Finanzen beantwortete Fragen zum Event. Die EXPO REAL gilt als die größte aller B2B-Messen. Ist Sachsen eher ein kleines Schnipsel oder eine wichtige Größe auf der Fachmesse für Immobilien und Inves- titionen? Der Gemeinschaftsstand des Freistaates Sach- sen hat sich seit dem Jahr 2010 stetig weiter- entwickelt – von anfänglich rund 10 Ausstel- lern auf 20 bis 25. Darunter sind langjährige, aber auch teilweise wechselnde Aussteller. Zusammen mit diesen beteiligten Messepart- nern, welche die unterschiedlichsten Bereiche in der Immobilienwirtschaft repräsentieren, ist der Freistaat Sachsen mittlerweile eine feste Größe auf der Expo Real in München. B2B heißt business-to-business. Gehen die Gespräche auch außerhalb der Messehal- len weiter? Werden Verträge am Messe- stand oder abends an der Bar gemacht? Die Expo Real dient vorrangig der Ge- schäftsanbahnung. Insoweit werden die Verträge zwar meist erst nach der Messe abgeschlossen. Die Gespräche aber werden am Stand wie auch gerne beim jährlichen Abendevent des Freistaates am ersten Mes- setag geführt. Wer fährt zusammen mit dem Freistaat Sachsen zur EXPO REAL? Premiumpartner sind die Landeshauptstadt Dresden und CG Gruppe AG sowie 18 weitere Städte, Verbände und Unternehmen. Dane- ben werden Firmen im Rahmen von interes- santen Fachvorträgen und Foren auf dem Messestand vertreten sein. Gibt es eine Warteliste und ein Auswahl- verfahren für Interessenten, die an den Gemeinschaftsstand wollen? Wie auch im Vorjahr konnten wir allen An- fragen und Teilnahmewünschen entspre- Auf der EXPO REAL trifft sich jährlich Anfang Oktober die internationale Immobilien- und Investmentindustrie. Es geht um konkrete Ge- schäftsabschlüsseundumdiePflegevonKon- takten. Aber auch die großen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Themen spielen eine Rolle.„Nach wie vor boomen die Immobilien- märkte, doch immer öfter stellt sich die Frage, wie lange der Kapitaldruck und der Druck auf die Renditen noch anhalten und was diese Entwicklung für langfristige Investments be- deutet“,sagtClaudiaBoymanns,Projektleiterin der EXPO REAL. Die Ausstellernachfrage sei auch in diesem Jahr hoch, sodass die sechs Messehallen mit 64 000 Quadratmetern fast ausgebucht sind. „Neu ist die Grand Plaza.“ Damit erhalte der Handel eine eigene Platt- form für Information, Austausch und Gesprä- che.„Wir haben hier eine rund 500 Quadrat- meter große Networking-Area mitten in der Halle C2 geschaffen.“ Zudem würden sich ne- ben vielen internationalen Unternehmen aus derImmobilienwirtschaftauchStädteundRe- gionen aus ganz Europa, und zwar von Stock- holm bis Rom, von Lissabon bis Moskau, prä- sentieren.„Dazu kommen mehrere Länderpa- villons wie Club France, Swiss Circle, Holland Metropol und Holland Property Plaza“, infor- miert die Projektleiterin. Auch Austria und ein weiterer Gemeinschaftsstand aus Österreich, der sich Europas Mitte nennt, seien vertreten, zudem der North America Meeting Point und Luxembourg. „Neu dabei ist dieses Jahr ein groß angelegter Gemeinschaftsstand Italien“, so Claudia Boymanns.„Hier präsentieren sich Aussteller des jeweiligen Landes gemeinsam und lenken die Aufmerksamkeit auf den Standort generell.“Wichtig sei es, miteinander ins Gespräch zu kommen.„So diskutieren un- ter anderem die Big Player über ihre Invest- mentstrategien,werdendieKapitalströmege- nauer betrachtet und wird dabei auch die Frage beantwortet, wie lange die positive Si- tuation noch anhält.“ Trotz aller Erfolge wür- dendieIrritationenzunehmen.„Geradeindie- ser Hinsicht bieten wir als international führende Fachmesse die beste Plattform, um Entwicklungen und Märkte auszuloten und die künftigen Herausforderungen der Immo- bilienwirtschaft zu diskutieren.“ Blick in Halle B2 zum Stand von Bremerhaven Foto: Alex Schelbert / Messe München GmbH
  • 23. www.sz-immo.de | September 2016 23 IMMOBILIEN-NEWS Mit dabei am Gemeinschaftsstand Freistaat Sachsen Aussteller: Premium Partner Freistaat Sachsen, Landeshauptstadt Dres- den, CG Gruppe AG Standpartner SAB mit saena, SIB, WFS, Stadt Zwickau, LandkreisVogtlandkreis, Baywobau, Richert & Oertel, Revitalis Real Estate AG, LBS Ost- deutsche Landesbausparkasse AG, Der Immo Tip, Bauconzept Planungsgesell- schaft mbH, Köster GmbH, Aremis, Phase 10, MWWM Ausbau Logopartner Architektenkammer Sachsen chen, indem wir je nach Anmel- dungsstand – bis zum März dieses Jahres – die Standgröße ermittelt und angemeldet haben. Was haben diese Aussteller im Ge- päck? Wofür sollen Investoren ge- funden, Käufer gesucht werden? Die Gewerbe- und Immobilienmesse hat nicht nur den Erwerb und dieVer- äußerung zum Inhalt. Es präsentieren sich auch Finanzdienstleister, Archi- tekten, Bauträger und das Facility- management. Konkrete Projekte ste- hen meist erst unmittelbar vor der Expo Real fest bzw. viel eher lassen sich die Unternehmen nicht in die Firmenstrategie schauen. Aber uns ist bereits bekannt, dass die Stadt Zwickau als Projekt zu den dortigen leer stehenden Kauf- häusern berichten und die CG-Gruppe das Quartier Hoym in Dresden dabeihaben wird. Im vergangenen Jahr sollten das Jagd- schloss Grillenburg und das Hochschulge- bäude in Reichenbach im Vogtland an den Mann gebracht werden. Ist das gelungen? Beim Jagdschloss Grillenburg oder besser: bei der Schlossinsel Grillenburg mit Jagdschloss und Neuem Jägerhaus läuft weiterhin das In- teressenbekundungsverfahren. Im Herbst wer- den Sondierungsgespräche bzw. Vertragsver- handlungen mit den Kaufinteressenten statt- finden. Für das Hochschulgebäude in Reichenbach sind Interessenten bekannt, mit denen Anbahnungsgespräche geführt werden. Welche weiteren Verträge konnten auf der Messe oder im Nachhinein abgeschlossen werden? Auf der Expo Real wurde unter anderem der Verkauf vom Quartier III/2 auf dem Dresdner Neumarkt initiiert. Aber auch so in- teressante wie ungewöhnliche Im- mobilien wie der Albertturm des Collmberg oder der Förderschacht Dölitz sind durch die Expo Real in den Fokus von Käufern und Interessenten gerückt und konnten letztlich veräu- ßert werden. Im vergangenen Jahr waren Aus- steller aus 74 Ländern dabei. Wie groß ist das Interesse der Welt an Sachsen? Der Gemeinschaftsstand des Freistaa- tes Sachsen kann jedes Jahr ein an- haltend hohes Besucheraufkommen verzeichnen. Vor zwei Jahren hieß es „So geht säch- sisch.“. 2015 war das Motto „Stadt. Land. Möglichkeiten“. Was sagt man in diesem Jahr? Der Claim 2014 lautete„Planen. Machen. Fertig.“ Die Messeauftritte der Jahre 2014 und 2015 er- folgten jedoch unter dem Dach der Standort- kampagne „So geht sächsisch.“. Der Claim in diesem Jahr lautet „Saxony – The Spirit of In- novations“ bzw.„Sachsen – Standort für Inno- vationen“ und zeigt einmal mehr, wofür Sach- sen steht. Die Fragen stellte Thessa Wolf Visualisierung: VAVONA GmbH © 2016 Information So präsentierte sich Sachsen im vergangenen Jahr in Halle A2. Foto: Christian Hartlmaier / Messe München GmbH
  • 24. 24 www.sz-immo.de | September 2016 MESSE Bauherren willkommen! Am 17. und 18. September findet die „Bauen KaufenWohnen“ zum zweiten Mal in der Messe Dresden statt, über 120 Aussteller präsentieren sich auf 4 000 Quadratmetern in Halle 4 und im Freigelände. Das Ausstellungsspektrum um- fasst die Bereiche Immobilienerwerb und Fi- nanzierung, Neu- und Umbau sowie Renovie- rung und Einrichten der eigenen vier Wände. Tendenzen und Angebote am Dresdner Immobilienmarkt Im Immobilienbereich dominieren die Ange- bote an Eigentumswohnungen, Eigenheimen und Grundstücken, ergänzt durch Architektur- und Bauplanung sowie Finanzierung. Unter- stützt wird die Messe vom Immobilienverband Deutschland IVD Verband der Immobilienbe- rater, Makler, Verwalter und Sachverständigen Region Mitte-Ost e.V., der auf der Messe auch präsent ist. Den Messeauftakt gestaltet am 17. September um 11 Uhr die Podiumsdiskussion „Wie vermarktet sich Dresden als Wirtschafts- und Immobilienstandort?“. Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr der Lan- deshauptstadt Dresden, wird zusammen mit Dr. Robert Franke, Amtsleiter Wirtschaftsför- derung der Landeshauptstadt Dresden, Karl- Heinz Weiss, Vorsitzender IVD Region Mitte- Ost e.V. Region Sachsen / Sachsen-Anhalt, und Matthias Hundt, Prokurist Dresden Informa- tion, zu diesem Thema sprechen. Mit dem Fo- rum moderne Architektur undWorkshops zum Thema Lichtdesign werden weitere Messeak- zente gesetzt. Auch das Thema Energieeffi- zienz spielt eine wichtige Rolle: So wird die Sächsische Energieagentur–SAENA GmbH im Rahmenprogramm unter anderem über den aktuellen Stand derTechnik und Förderung für KfW-Effizienzhäuser, Passivhäuser und Solar- thermiehäuser informieren. Über 40 Vorträge begleiten die Messe, das Programm bietet den Besuchern informative Vorträge und Bera- tungsmöglichkeiten, die Palette reicht von Rechtsfragen beim Kauf von Eigentumswoh- nungen bis zum Einbruchschutz. Rund um die Themen Energie, Bauen und Wohnen Viele Aussteller in Halle 4 zeigen Wege und Möglichkeiten, die vom Haustraum zumTraum- haus führen, und wenden sich damit vorrangig an eine junge Zielgruppe, dennWohneigentum wird in der Regel zwischen dem 30. und 45. Lebensjahr erworben. Unter dem Motto„Wohn- eigentum für junge Familien“ präsentieren sich die Fertig- und Massivhausanbieter und rea- gieren damit auf die aktuelle Entwicklung am Standort Dresden als einer wachsenden Stadt mit großer Anziehungskraft für junge Familien. Vorgestellt wird die ganze Palette rund ums Ei- genheim, ob nun Fertig- oder Massivhaus, Bau- satzhaus oder Stadtvilla. Die Sächsische Auf- baubank informiert auf der „Bauen Kaufen Wohnen“ zu Förderprogrammen für Wohnim- mobilien. Im Bauberatungszentrum bieten Fachverbände undVerbraucherzentrale umfas- sende Verbraucherinformationen rund um die Themen Energie, Bauen undWohnen. Experten von Branchenverbänden und Verbraucher- schutzorganisationen raten vor dem Bau oder Kauf zur Prüfung der entscheidenden Faktoren rund um die Immobilie. Und hier setzt die „Bauen Kaufen Wohnen“ an und bietet allen Interessenten Marktvergleich, Fachinformation und Expertenrat. Ein Besuch der Dresdner Bau- und Immobilienmesse lohnt, um sichTipps und Anregungen für die eigenen vier Wände zu holen. (sz-immo) „Bauen Kaufen Wohnen“ – die Dresdner Bau- und Immobilienmesse im Herbst Foto:Ortec
  • 25. www.sz-immo.de | September 2016 25 MESSE Grußwort Am Modell erklärt Experten informieren über aktuelle Anforderungen im Gebäudebereich Die Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH nimmt in diesem Jahr erstmalig an der Messe „Bauen Kaufen Wohnen“ teil. In Fachvorträgen an beiden Messetagen werden aktuelle The- men wie„Energieeffizientes Bauen und Sanie- ren“,„Effiziente Nutzung desWärmeerzeugers“ sowie zum„Einsatz von erneuerbaren Energien“ von den Fachexperten präsentiert. Der Infor- mationsbedarf scheint groß: Seit dem 1. Januar 2016 gilt die nächste Stufe der aktuellen Ener- gieeinsparverordnung (EnEV 2014) für Neubau- ten, um den europäischen Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden gerecht zu werden. Ab diesem Zeitpunkt muss der Jah- res-Primärenergiebedarf (Gesamtenergieeffi- zienz) des geplanten Gebäudes um 25 Prozent besser sein als bisher. Innerhalb des EnEV-Nach- weisverfahrens wird der Energieaufwand der vorgelagerten Herstellungsprozesse für den Energieträger berücksichtigt. Somit ist eine aus- schließliche Beheizung eines Neubaus mit fos- silen Brennstoffen aufgrund des höheren Pri- märenergieanteils nur noch schwer möglich. Zudem müssen seit 2009 alle Neubauten zu- sätzlich die Anforderungen des Gesetzes zur Förderung erneuerbarer Energien im Wärme- bereich – das EEWärmeG – einhalten. Das Ge- setz regelt, dass ein bestimmter Anteil desWär- mebedarfs von Gebäuden mit erneuerbarer Energie gedeckt werden muss. Um die Nut- zungspflicht zu erfüllen, können einzelne oder verschiedene Energieformen in Kombination eingesetzt werden, wie solare Strahlungsener- gie, Geothermie, Umweltwärme (Wärmepum- pen) und Biomasse. Die Anforderungen aus dem EEWärmeG können ersatzweise auch durch eine Steigerung der Gebäudeenergie- effizienz und dieVerbesserung der wärmedäm- menden Eigenschaften der Gebäudehülle um mindestens 15 Prozent gegenüber den EnEV- Anforderungen erfüllt werden. Dies bedeutet seit 2016 einen höheren Aufwand für die Ver- besserung der Wärmedämmung. Architekten und Planer haben einen großen Spielraum, beide gesetzliche Anforderungen zu erfüllen. Hybridsysteme, wie zum Beispiel die Kombi- nation einer Wärmepumpe mit einem Gas- Brennwertkessel, können zum Einsatz kom- men. Des Weiteren kann der Deckungsanteil zur Heizungsunterstützung durch eine Foto- voltaik- oder Solarthermieanlage erhöht wer- den und die Gebäudehülle durch den Einbau von Fenstern mit einer Dreischeibenverglasung verbessert werden. WelcheVarianten für die Gebäudehülle und die Heizungsanlage für einen Neubau gemäß EnEV oder KfW-Effizienzhauskriterien denkbar wären, kann am neuen interaktiven Gebäudemodell „Energie im Haus – Vergleichen und Begreifen“ der Sächsischen Energieagentur am Stand B 11/Halle 4 verdeutlicht werden. Besucher kön- nen über einenTouchscreenmonitor ihr eigenes Energiekonzept erstellen und dieses mit ande- renVarianten untereinander vergleichen. Im Ge- bäudemodell werden zudem die Energieflüsse für Wärme und Strom simuliert und somit das Zusammenspiel der einzelnen Gebäudetechni- ken erlebbar. Die Fachexperten der Sächsischen Energieagentur stehen den Messebesuchern mit Rat und Tat zur Seite.„Eine qualifizierte und unabhängige Baubegleitung ist zudem förder- fähig“ erklärt Christian Micksch, Geschäftsführer der SAENA. Viele geschulte Experten seien im Online-Portal www. saena.de/energie-experten zu finden. (sz-immo) Uwe Kluge von der SAENA zeigt am Modell die Ener- gieflüsse für Wärme und Strom. Foto: Thessa Wolf Die Messe für eine wachsende Stadt Dresden wächst und wächst und wächst. Für 2016 erwarten wir einen neuen Geburtenre- kord, schon zur Halbzeit des Jahres hatten mehr als 4 000 Babys in Sachsens Landes- hauptstadt das Licht der Welt erblickt. Zu- gleich ziehen immer mehr Menschen hierher. Allein im vergangenen Jahr stieg Dresdens Einwohnerzahl um mehr als 7000. Natürlich brauchen alle Einwohner auch Wohnraum. Entsprechend wird in Dresden so viel gebaut wie lange nicht mehr. 2015 hat die Stadtver- waltung fast 7000 Baugenehmigungen erteilt – nachdem sich die Zahl der Baugenehmigun- gen bis 2013 auf jährlich rund 4000 eingepen- delt hatte. DemTrend folgend gibt es jetzt ne- ben der Messe„Haus“ im Frühjahr schon zum zweiten Mal die „Bauen Kaufen Wohnen“ im Herbst. Bauwillige finden informativeVorträge und verschiedene Beratungsmöglichkeiten, zudem geht es ums Renovieren und Einrich- ten. Das Forum Moderne Architektur und das Sonderthema Licht ergänzen das Angebot und sind sicher nicht nur für private Bauherren interessant. Ich wünsche allen Besuchern und Ausstellern gleichermaßen eine angenehme, informative und erfolgreiche Messe! Dirk Hilbert, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden Foto:LandeshauptstadtDresden
  • 26. 26 www.sz-immo.de | September 2016 MESSE-PROGRAMM Programm „Bauen Kaufen Wohnen“ 2016 Podium 4.3 Auftaktveranstaltung ➠11:00 Wie vermarktet sich Dresden als Wirt- schafts- und Immobilienstandort? Bürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain, Beigeord- neter für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Lie- genschaft der Landeshauptstadt Dresden; Dr. Robert Franke, Amtsleiter, Landeshauptstadt Dresden Amt fürWirtschaftsförderung, Dresden; Karl-HeinzWeiss, Vorsitzender, IVD Region Mitte-Ost e.V. Region Sach- sen / Sachsen-Anhalt, Leipzig; Matthias Hundt, Pro- kurist, Dresden Information GmbH, Dresden Energie – Vortragsreihe Sächsische Energie- agentur – SAENA GmbH ➠12:30 Energetische Sanierung – wie gehen Sie vor! Dipl.-Ing. Freia Frankenstein-Krug, Sächsische Ener- gieagentur – SAENA GmbH, Dresden ➠13:15 Effizienzbewertung von Heizkesselanla- gen – Lösungen für den Baubestand Dipl.-Ing. Uwe Kluge, Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH, Dresden Recht ➠14:00 Erwerb einer Eigentumswohnung – Wo- rauf ist zu achten? RA Andreas Atzenbeck, Fachanwalt für Miet- und WEG-Recht, Merz & Stöhr Rechtsanwaltspartner- schaft mbB, Dresden Finanzierung ➠14:45 Wohnraumförderung des Freistaates Sachsen Sächsische Aufbaubank – Förderbank – Dresden MSLD-Lichtforum Halle 4, Stand P8 Workshop Lichtdesign Leitung Workshop: Ruairí O’Brien (Lichtdesigner/ Freier Architekt) Inhaber von: Ruairí O’Brien. Architektur. Licht. Raumkunst. Archevolucio Lighting Design Direktor der MSLD – Mobile School of Lighting Design ➠11:00 Licht - verstehen, einbeziehen, nutzen Dipl. Arch. (Edin) BA (Hons) Ruairí O´Brien, Geschäfts- führer, Ruairí O´Brien. Architektur. Licht. Raumkunst., Dresden ➠15:00 Licht – verstehen, einbeziehen, nutzen Dipl. Arch. (Edin) BA (Hons) Ruairí O´Brien, Geschäfts- führer, Ruairí O´Brien. Architektur. Licht. Raumkunst., Dresden Saal 4.1 Ostrava Bauen ➠11:00 Haus BAUEN - Wärme Hamster KAUFEN - unabhängig WOHNEN Dipl.-Ing. Rolf Förster, Geschäftsführer, ed energie. depot GmbH, Radeberg TÜV ➠12:30 Abnahme von Gemeinschaftseigentum im Wohnungsbau Herbert Gottschalk, Geschäftsfeldleiter Bautechnik, TÜV SÜD Industrie Service GmbH, München 17. September 2016 Forum Moderne Architektur Im Forum moderne Architektur stellen Archi- tekten sich, ihre Projekte und ihre Dienstleis- tung den Besuchern vor und führen indivi- duelle Gespräche zu den Vorteilen eines Architektenhauses, dem Leistungsumfang der Architekten und den Möglichkeiten, die durch Architektur geboten werden. Die Besucher können sich direkt über die einzelnen am Forum Moderne Ar- chitektur beteiligten Architektenbü- ros an deren Stand informieren und so die Vielfalt in der Architektur bei- spielhaft erleben. Mit einem interes- santen Vortragsprogramm vonseiten der beteiligten Büros werden Impulse und Anregungen gegeben, die in persönlichen Gesprächen vertieft werden können. Dabei geht es unter anderem um Fragen, wie: Warum lohnt es sich, ein Architektenhaus zu bauen? Was sind die Vorteile individueller Planung?, und darüber hinaus auch um die Vielfalt in der Architektur sowie die Rolle von Baukultur und Architektur für den Einzelnen und die Gesellschaft. (sz-immo) Lichtforum Dresden Nach der erfolgreichen Premiere 2015 und ho- hem Zuspruch für die Fachbeiträge im Licht- forum beim Messepublikum wird es auch in diesem Jahr zur BKW 2016 wieder ein Lichtfo- rum der Mobile School of Lighting Design (MSLD) geben. Mit dem beginnenden Herbst wird dasThema Licht zunehmend in den Fokus gerückt. Die Sensibilität für diesesThema ist in den letzten Jahren ständig gewachsen. In den kommenden Monaten wird wieder verstärkt in allen Bereichen des täglichen Lebens, ob Ar- beit, Leben oder Schule, zusätzlich zumTages- licht die künstliche Beleuchtung benötigt wer- den. Das MSLD-Lichtforum möchte jedoch all- gemein die Sensibilität und das Bewusstsein für gutes Licht fördern, das nicht nur fester Be- standteil der Architektur, sondern eines der wirkungsvollsten Gestaltungsmittel und sehr eng mit dem persönlichen Wohlbefinden ver- knüpft ist. Das MSLD Lichtforum ist direkter Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Themen Licht und Beleuchtung. (sz-immo) Foto:ORTEC „Bauen Kaufen Wohnen“ 2016 Dresdner Bau‑ und Immobilienmesse Mehr unter www.messe‑bkw.de Termin: 17. bis 18. September 2016, täglich 10 bis 18 Uhr Veranstaltungsort: Dresden, MESSE DRESDEN, Halle 4 und Freigelände Aussteller: über 120 auf 4 000 m2 Fläche Ausstellungsspektrum: Immobiliener- werb und -finanzierung; Neu- und Umbau sowie Renovierung; Ausstattung und Ein- richtung vom Profi Schwerpunkte: Wohneigentum für junge Familien; Moderne Haustechnik und Ener- gieeffizienz; Bauberatungszentrum; Forum Moderne Architektur; Workshop Lichtde- sign Eintritt„Bauen Kaufen Wohnen“ 2016 Tageskarte: 7,00 Euro Tageskarte, ermäßigt (Schüler, Studenten, Auszubildende): 5,00 Euro Gruppenkarte (ab 10 Personen, p. P.): 5,00 Euro Mit SZ-Card / MoPo-Card: 5,00 Euro Kinder unter 14 Jahren: frei Dauerkarte: 12,00 Euro Preis pro Ticket beinhaltet kostenfreien Messekatalog. Erhältlich vor Ort. Nur solange der Vorrat reicht! Veranstalter: ORTEC Messe und Kongress GmbH; Bertolt-Brecht-Allee 24, 01309 Dresden, Tel. 0351 315330, www.ortec.de
  • 27. www.sz-immo.de | September 2016 27 MESSE-PROGRAMM 18. September 2016 Recht ➠13:15 Stolperfalle Nachbarschaftsrecht – Vor dem Streit klug sein? Kommunikation und Mediation – Wege zur guten Nachbarschaft Karl-Heinz Weiss, Inhaber, Karl-Heinz Weiss Immobi- lien & Wirtschaftsberatung & Handel, Dresden Energie - Vortragsreihe des GIH Sachsen e.V. ➠11:45 Energetische Sanierung mit Fördermit- teln Dipl.-Ing. (FH) Ronald Kramer Unabh. Energiebera- ter/Bauing., Heidenau ➠14:00 Nutzen und Anwendung von Energie- ausweisen Dipl.-Ing. (FH) Ronald Kramer Unabh. Energiebera- ter/Bauing., Heidenau ➠14:45 Wärmebrücken – Schimmelpilz – Ursa- che – Wirkung – Abhilfe Dr.-Ing. Andreas Pirr, Architekturbüro u. Bauschaden- gutachten Dr.-Ing. Andreas Pirr, Dresden ➠15:30 Energieeffizient wohnen (Handlungs- und Optimierungsfelder: Hülle, Anlage, Nutzer- verhalten) Dipl.-Ing. [Arch.] Sandra Pommerening, Ingenieur- büro S. Pommerening, Vetschau ➠16:15 KfW 70 und 55 – weniger Wärmedäm- mung durch Detailplanung Wärmebrücken Dr.-Ing. Andreas Pirr, Architekturbüro u. Bauschaden- gutachten Dr.-Ing. Andreas Pirr, Dresden ➠17:00 Energieausweis (Verbrauchsausweis – Bedarfsausweis) – Wann ist welcher Ausweis notwendig Dipl.-Ing. [Arch.] Sandra Pommerening, Ingenieur- büro S. Pommerening, Vetschau Saal 4.2 Straßburg Sicherheit ➠12:30 Einbruchschutz – Was kann ich tun? Sebastian Bayer, Niederlassungsleiter, Schirrmacher Einbruchschutz GmbH & Co. KG, Heidenau Recht ➠13:15 Der Kauf vom Bauträger – Vertragsge- staltung, Schutz und Risiken Henrik Karch, Fachanwalt für Verwaltungsrecht, Rechtsanwaltskanzlei Henrik Karch, Dresden Energie –Vortragsreihe des GIH Sachsen e.V. ➠11:00 Energiesparmaßnahmen an Denkma- len – was ist noch möglich Dipl.-Ing. Konrad Nickel, Inhaber, Ingenieurbüro für energetische & Denkmalsanierung, Freiberg ➠11:45 2016 Verschärfung des EnEV 2014 – Energiestandards moderner Gebäude Dr.-Ing. Ronald Franke, RONALD FRANKE ARCHITEK- TEN, Dresden ➠14:00 Schimmel – Baumangel oder Schuld des Mieters? Dr.-Ing. Ronald Franke, RONALD FRANKE ARCHITEK- TEN, Dresden ➠14:45 Erkennung und Auswirkung von Wär- mebrücken Dipl.-Ing. Konrad Nickel, Inhaber, Ingenieurbüro für energetische & Denkmalsanierung, Freiberg Energie – Vortragsreihe der Verbraucherzentrale Sachsen ➠15:30 Energieausweis, Energieberater, Sach- verständiger ... – Was brauche ich? Was hilft mir? Dipl.-Ing. Ulrike Körber, Beraterin, Verbraucherzen- trale Sachsen e.V. Beratungszentrum Dresden, Dres- den ➠17:00 Energieberatung der Verbraucherzen- trale – Leistungsangebot und Praxisbeispiele Dipl.-Ing. Ulrike Körber, Beraterin, Verbraucherzen- trale Sachsen e.V. Beratungszentrum Dresden, Dres- den Energie – Smart Home ➠16:15 Das smarte Zuhause – mit digitalStrom einfach im Alt-/Neubau zu realisieren Bernd Schneider, Vorstand, NETZING Solutions AG, Dresden Podium 4.3 Finanzierung ➠10:30 Wohnraumförderung des Freistaates Sachsen Sächsische Aufbaubank – Förderbank – Dresden Energie –Vortragsreihe Sächsische Energieagen- tur – SAENA GmbH ➠11:15 Neue Wohnbauten – Aktueller Stand der Technik und Förderung für KfW-Effizienzhäuser, Passivhäuser und Solarthermiehäuser Dipl.-Ing. (FH) StefanVetter, Sächsische Energieagen- tur – SAENA GmbH, Dresden ➠13:30 Fotovoltaikstrom besser selber nutzen – Speicher einbeziehen Dipl.-Ing. (FH) Eva-Maria Stahr, Sächsische Energie- agentur – SAENA GmbH, Dresden Recht ➠14:00 Erwerb einer Eigentumswohnung – Wo- rauf ist zu achten? RA Andreas Atzenbeck, Fachanwalt für Miet- und WEG-Recht, Merz & Stöhr Rechtsanwaltspartnerschaft mbB, Dresden Saal 4.1 Ostrava Recht ➠11:15 Sind Wertgutachten noch zeitgemäß – Wann ist die Beauftragung eines Sachverständi- gen sinnvoll? Karl-Heinz Weiss, Inhaber, Karl-Heinz Weiss Immobi- lien & Wirtschaftsberatung & Handel, Dresden Architektur ➠13:30 Detailausbildungen an Bauwerk aus Sachverständigensicht Dipl.-Ing. Hans-Hinrich Pein, Referent, Architekten- kammer Sachsen Haus der Architekten, Dresden Energie – Vortragsreihe des GIH Sachsen e.V. ➠10:30 2016 Verschärfung des EnEV 2014 – Energiestandards moderner Gebäude Dr.-Ing. Ronald Franke, RONALD FRANKE ARCHITEK- TEN, Dresden ➠12:00 Energetische Sanierung mit Fördermit- teln Dipl.-Ing. (FH) Ronald Kramer Unabh. Energiebera- ter/Bauing., Heidenau ➠12:45 Schimmel – Baumangel oder Schuld des Mieters? Dr.-Ing. Ronald Franke, RONALD FRANKE ARCHITEK- TEN, Dresden ➠14:15 Nutzen und Anwendung von Energie- ausweisen Dipl.-Ing. (FH) Ronald Kramer Unabh. Energiebera- ter/Bauing., Heidenau ➠15:00 KfW 70 und 55 – weniger Wärmedäm- mung durch Detailplanung Wärmebrücken Dr.-Ing. Andreas Pirr, Architekturbüro u. Bauschaden- gutachten Dr.-Ing. Andreas Pirr, Dresden ➠15:45 Wärmebrücken – Schimmelpilz – Ursa- che Wirkung – Abhilfe Dr.-Ing. Andreas Pirr, Architekturbüro u. Bauschaden- gutachten Dr.-Ing. Andreas Pirr, Dresden Saal 4.2 Straßburg Architektur ➠10:30 Schlüsselfertig bauen mit Architekten – wie ist der Ablauf – was kostet es? Dipl.-Ing. Hans-Hinrich Pein, Referent, Architekten- kammer Sachsen Haus der Architekten, Dresden Bauen ➠11:15 Mach's wie die Hamster: (Wärme)Vorrat für kalte Zeiten! Dipl.-Ing. Rolf Förster, Geschäftsführer, ed energie.de- pot GmbH, Radeberg Energie – Vortragsreihe der Verbraucherzentrale Sachsen ➠12:00 Energieausweis, Energieberater, Sach- verständiger ... – Was brauche ich? Was hilft mir? Dipl.-Ing. Ulrike Körber, Beraterin, Verbraucherzen- trale Sachsen e.V. Beratungszentrum Dresden, Dres- den ➠14:15 Energieberatung der Verbraucherzen- trale – Leistungsangebot und Praxisbeispiele Dipl.-Ing. Ulrike Körber, Beraterin, Verbraucherzen- trale Sachsen e.V. Beratungszentrum Dresden, Dres- den Sicherheit ➠12:45 Einbruchschutz – Was kann ich tun? Sebastian Bayer, Niederlassungsleiter, Schirrmacher Einbruchschutz GmbH & Co. KG, Heidenau Recht ➠13:30 Rechtsfragen beim Kauf von Eigentums- wohnungen RA Mathias Müller, Rechtsanwalt Mathias Müller, Dresden Energie – Vortragsreihe des GIH Sachsen e.V. ➠15:00 Energiesparmaßnahmen an Denkma- len – was ist noch möglich Dipl.-Ing. Konrad Nickel, Inhaber, Ingenieurbüro für energetische & Denkmalsanierung, Freiberg ➠15:45 Erkennung und Auswirkung von Wär- mebrücken Dipl.-Ing. Konrad Nickel, Inhaber, Ingenieurbüro für energetische & Denkmalsanierung, Freiberg MSLD-Lichtforum Halle 4, Stand P8 Workshop Lichtdesign Leitung Workshop: Ruairí O’Brien (Lichtdesigner/ Freier Architekt) Inhaber von: Ruairí O’Brien. Architektur. Licht. Raum- kunst. Archevolucio Lighting Design Direktor der MSLD – Mobile School of Lighting Design ➠11:00 Licht – verstehen, einbeziehen, nutzen Dipl. Arch. (Edin) BA (Hons) Ruairí O´Brien, Geschäfts- führer, Ruairí O´Brien. Architektur. Licht. Raumkunst., Dresden ➠15:00 Licht – verstehen, einbeziehen, nutzen Dipl. Arch. (Edin) BA (Hons) Ruairí O´Brien, Geschäfts- führer, Ruairí O´Brien. Architektur. Licht. Raumkunst., Dresden Änderungen vorbehalten!
  • 28. 28 www.sz-immo.de | September 2016 FIRMENPORTRÄT „Alle kennen sich von Anfang an“ Das Familienunter- nehmen K+R Massiv- haus baut seit 20 Jahren in der Region. Vom Bungalow über das klassische anderthalb- etagige Einfamilienhaus bis hin zurVilla mitTürm- chen – die Art des Bauens. Immer massiv, mit den eigenen Mitarbeitern und mit den gleichen, bekannten Handwerksbetrieben. „Der Riesen- vorteil ist das gute Miteinander“, sagt Karl Kresse, der im Unternehmen den Vertrieb organisiert. „Alle kennen sich und haben den gleichen An- spruch an Qualität: unsere Mitarbeiter bei der Planung und beim Rohbau wie auch Fenster- bauer, Dachdecker, Elektriker und alle Handwer- ker, die am Bau beteiligt sind.“ Das erleichtert die Abstimmung untereinander enorm. Karl Kresse macht das am Beispiel des Bades deutlich: „Da müssen sich mitunter fünf Gewerke abstimmen, der Trockenbauer mit dem Elektriker, der Flie- senleger mit dem Sanitärfachmann und so wei- ter.“ In der Firma selbst sei die Mitarbeiterzahl über die vergangenen zwei Jahrzehnte – trotz Höhen und Tiefen in der Baubranche- konstant geblieben. „Eigentlich haben wir von der Bran- chenkrise in den 2000er-Jahren nicht viel ge- spürt“, erinnert sich Katharina Fischer. Die Auf- tragsbücher seien immer voll gewesen. Neue Vielfalt nach der Wende Von dem derzeitigen Bauboom allerdings be- kommt die Firma einiges mit. „Wir könnten ex- pandieren“, sagt die Frau, die auch mal Kresse hieß und Wirtschaftsingenieurwesen studiert hat – mit dem Ziel, in das elterliche Bauunter- nehmen einzusteigen. Man habe darüber nach- gedacht, räumt sie ein, „aber sich dagegen entschieden – aus Sorge, dass dann unsere Indi- vidualität verloren gehen würde“. „Mittlerweile kommen die inzwischen erwachsenen Kinder unserer einstigen Bauherren mit ihrem Haus- Wunsch zu uns“, so Karl Kresse. Er hat Bauinge- nieurwesen an der Technischen Universität in Dresden studiert – mit dem gleichen Ziel wie seine Schwester Katharina. Die Bauleitung im Un- ternehmen ist in festen Händen vonVater Roland Kresse, der als geprüfter Sachverständiger oft um seinen Rat auch außerhalb des Unternehmens gebeten wird. Mutter Gudrun Kresse ist Archi- tektin und führt die Firma – K & R Massivhaus ist das, was man ein echtes Familienunternehmen nennt. Bereits seit 1981 hatten die Kresses ihren Baubetrieb in Dresden. Mit der Wende sortierte sich alles neu.„Plötzlich waren Grundstücke vor- handen, Kredite da und auch genügend Mate- rial“, so Karl Kresse. Und während man früher im- mer nur einen bestimmten Haus-Typ bauen durfte, eröffnete sich nun eine großeVielfalt. Die Kresses schlossen sich dem Ring Deutscher Bau- betriebe an und errichteten die verschiedensten Typen-Häuser in Dresden und Umgebung. So sollte es aber nicht bleiben. Der Wunsch:„Keine Typenhäuser, sondern ganz individuelle, nach Kundenwunsch geplante Gebäude“, erzählt Ka- tharina Fischer. So gründeten sie 1996 die Firma K & R Massivhaus, vor 20 Jahren. Weiterbildungen gewünscht Gebaut wird übrigens rot und weiß. Also einer- seits rot mit Poroton-Ziegeln aus der Region.„Mit dem Ziegelwerk Eder in Freital gibt es eine sehr gute Zusammenarbeit“. Oder weiß mit Porenbe- ton aus Laussnitz.Wie ist eigentlich das Prozedere mit den angehenden Bauherren? „Allem voran Katharina Fischer und Karl Kresse in ihrem Büro an der Nürnberger Straße in Dresden. Foto: Thessa Wolf
  • 29. www.sz-immo.de | September 2016 29 ist natürlich das Grundstück wichtig, auf dem gebaut werden soll, und dessen Bestandsaufnahme“, so Karl Kresse. „Bei der Grundlagenermittlung erfolgt eine Bedarfsanalyse. AlleWünsche kommen auf den Tisch.“ Es gehe darum, wie viele Personen im Haus leben werden, und um die Aufstellung eines Raum- und Funktionsprogramms. Natürlich spielen die Kosten eine große Rolle.„Um das Budget gibt es keinen Gummizug. Das ist ein recht starrer Rahmen“, weiß der Vertriebschef. Wichtig sei, immer die Nebenkosten mit im Blick zu halten.„Viele Familien setzen Prio- ritäten. Manche wünschen sich ein besonders großes Bad, andere bestehen auf großen Fensterflächen.“ Für das erste Gespräch brauche man schon zwei bis drei Stunden, um alle Informationen zusammenzutragen, auf deren Grundlage ein präzises Angebot mit Entwurfsplanung erstellt werden könne. Sind alle Wünsche für das Haus im Entwurf umgesetzt, wird das Haus auf dem Grundstück eigeordnet und die Erschließung und Bebaubarkeit abgeklärt, um schließlich den Bauantrag zu stellen. „Für die Be- arbeitungszeit des Bauantrages im Bauamt ist mit bis zu drei Mo- naten zu rechnen“, sagt Katharina Fischer. Und dann? „Bis das Haus bezugsfertig ist, dauert es ein knappes Jahr.“ Es sei immer ein bisschen wie bei einer Hochzeit, beschreibt sie ihre Arbeit. „Man begleitet eine Familie auf einem wichtigen Weg – dem Hausbau. Wir helfen ihnen, ihren Traum zu verwirklichen.“ Schön sei das. Erfüllend. Auf die Frage, ob es denn nicht anstrengend sei, täglich die Familie um sich zu haben, die Eltern und den Bru- der, lächelt sie. „Sicher gibt es auch mal Meinungsverschieden- heiten, allerdings selten.“ Meistens funktioniere es sehr gut,„auch, weil jeder seinen eigenen Aufgabenbereich hat, Verantwortung und Kompetenzen“. Das gelte übrigens für alle Mitarbeiter, er- gänzt ihr Bruder. In der Firma würde großer Wert darauf gelegt, dass alle an Weiterbildungen und Seminaren teilnehmen, bei- spielsweise Aus- und Weiterbildung zum Energieberater, Teil- nahme an Gutachtertagungen oder Unterweisungen für Arbeits- sicherheit. Auch das habe mit dem Qualitätsanspruch des Unternehmens zu tun.„Seit 20 Jahren – und noch viele Jahre in die Zukunft.“ Thessa Wolf
  • 30. 30 www.sz-immo.de | September 2016 EIGENTUMSWOHNUNGEN 5 6 3 8 10 11 12 13 14 9 2 1 4 7 1 2 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 Standort/Stadtteil Straße Zi. m² Baustand Fertigstellung Anbieter Seite Dresden-Oberloschwitz Wohnpark Königspark 1-6,5 21–279 in Planung Ende 4. Quartal 2017 Baywobau Baubetreuung Titel, 33 DD-Kleinzschachwitz Kleinzschachwitzer Ufer 3–5 69–143 Rohb. Haus Lockwitz 3. Quartal 2017 ElbeBau Dresden GmbH 32 DD-Kleinzschachwitz Kleinzschachwitzer Ufer 3–5 69–143 Haus Pillnitz fertig noch 2 Whg. im Angebot ElbeBau Dresden GmbH 32 Dresden-Laubegast Havemannstraße 5-6 121-134 in Planung Dezember 2017 ElbeBau Dresden GmbH 32 Dresden-Striesen Hepke-/Eibenstocker-Str. 2–5 65–161 fertig/Innenausbau lfd. Fertigstellung der BA Pegasus Wohnen 38 Dresden Blasewitz Reinhold-Becker-Str. 7 2–5 68–145 in Planung Frühjahr 2018 TreuWoBau 39 Dresden-Striesen Hans-Böheim-Str. 7 3–4 83–119 Baubeginn erfolgt 4. Quartal 2017 TreuWoBau 39 Dresden-Johannstadt Pfotenhauer Str. 50 1–3 27–74 in Planung Sommer 2018 VillaNova GmbH & Co. KG U2 Dresden-Altstadt II Lennestr. 2–5 56–240 in Planung 4. Quartal 2018 pohl.projekts 35 Dresden-Altstadt Residenz am Zwinger 1–3 33–122 Innenausbau 3. Quartal 2016 CTR Immo Dresden GmbH 37 Dresden Gompitz Altgompitz 20 2–3 80–89 Rohbau Frühjahr 2017 Lehnert Bau Bauträger GmbH 34 DD-Äußere Neustadt Seifhennersdorfer Str. 16 3–5 115–220 Baubeginn erfolgt 4. Quartal 2017 Grundwert Dresden Immo. 21 Dresden-Neustadt Louisenstr. 31 1–5 32–150 Rohbau Frühjahr 2017 VillaNova GmbH & Co. KG U2 Dresden-Neustadt Scheunenhof 3 2–4 52–109 in Planung 2. Quartal 2018 Immokonzept / Glashauser 36 Radebeul Altnaundorf 1a 2–4 57–117 Vertriebsstart Anfang 2018 ElbeBau Dresden GmbH 32 Eigentumswohnungen in Dresden und Umgebung
  • 31. www.sz-immo.de | September 2016 31 EIGENTUMSWOHNUNGEN Dresden – ein stabiler und nachhaltiger Standort Die sächsische Landeshauptstadt erhält positive Bewertung vom Immobilienverband Deutschland Mitte-Ost Der Immobilienmarkt in der sächsischen Lan- deshauptstadt gilt bereits seit vielen Jahren als zuverlässig und beständig. So schätzt es der Immobilienverband Deutschland Mitte- Ost ein. Dieser stellte im September seinen Immobilienpreisspiegel der Öffentlichkeit vor. Fazit für Dresden: Es geht aufwärts. Auch 2016 fallen die Einschätzungen der IVD-Experten für die sächsische Landeshauptstadt positiv aus.„Nicht zuletzt, weil sich Dresden weiterhin stark als interessanter Wirtschafts-, Wissen- schafts- sowie Kunst- und Kulturstandort ent- wickelt“, so die Experten. Besonders die aus- geprägte Wirtschaftsstruktur, bestehend aus einer Vielzahl an kreativen und innovativen mittelständischenUnternehmen,verleiheden immobilienwirtschaftlichen Rahmendaten der Stadt ihre Dynamik. „Zu dieser trägt der anhaltend positive Bevölkerungszuwachs ebenfalls einen erheblichen Anteil bei“, heißt esvomVerband.„FügensichdieBedingungen auch auf gesamtwirtschaftlicher Ebene zu- sammen, führt das zu einem verstärkten En- gagement in der Baubranche.“ Demnach stie- gen in den vergangenen zwei Jahren die BaugenehmigungenfürWohnimmobilienum rund zehn Prozent von 6 308 auf 6 960 an – dieserTrend setzt sich auch 2016 fort. Beson- ders das Zentrum und zentrumsnahe Lagen, wie das„Prager Carree“ als Gebäudekomplex mit über 240Wohnungen und mehreren Ge- schäften oder der gesamte Bereich des Post- platzes,derMarien-undWallstraße,woaktuell mehr als 1 000 neue Wohnungen entstehen, wecken nach Einschätzung der Fachleute das Interesse potenzieller Investoren. Blickt man auf den gesamten Immobilienmarkt, resultie- ren in etwa zwei Drittel aller Umsätze aus dem Wohnungs- undTeileigentum. Dabei bleiben die Erwerbsvorgänge in einem stabilen Mus- ter: Der Flächenumsatz sinkt leicht, während der Geldumsatz steigt. Die Preise im Neubau und in begehrten Lagen steigen ebenfalls weiter an, finden allerdings ihre Grenzen in der Kaufkraft für Bestandsobjekte. Demnach ist und bleibt Dresden ein stabiler und nach- haltigerImmobilienstandort,währenddasPo- tenzial hinsichtlich der Arbeitsmarktsituation, aber auch der Beschäftigung langfristig gesi- chert ist. (sz-immo) Fotos:ThessaWolf(2)
  • 32. 32 www.sz-immo.de | September 2016 EIGENTUMSWOHNUNGEN Anhaltend gute Nachfrage Der Immobilienverband Deutschland Mitte-Ost hat im September den neuen Preisspiegel vor- gestellt. Die anhaltend gute Nachfrage nachWohnraum, BauflächenundEinfamilienhäusernsorgtinden Metropolen sowie den wachsenden mittelgro- ßen Städten für eine Dynamik am Immobilien- markt. Steigende Einkommen, niedrige Zinsen und ein stabiles wirtschaftliches Umfeld ma- chendieImmobilietrotzgestiegenerBaukosten weiterhin erschwinglich. Vor allem in den be- gehrtenLagensteigendiePreise.Teilweisekann von einer Bautätigkeit wie in der Boomzeit der 1990er-Jahre berichtet werden. Dies geht aus dem jetzt veröffentlichten Immobilienpreisspie- gel des Immobilienverbandes Deutschland Mitte-Ost (IVD Mitte-Ost) hervor. Der Verband untersucht detailliert in seinem aktuellen Zah- lenwerk die Entwicklung der wichtigsten Im- mobilienteilmärkte in insgesamt 28 Städten Sachsens und Sachsen-Anhalts. „Ein wichtiger Impulsgeber für diese Entwicklung ist der Aus- bau der Infrastruktur“, sagt Karl-HeinzWeiss, Re- gionalvorsitzender des IVD Mitte-Ost. „Da wo die Landesregierungen beziehungsweise Stadt- verwaltungen die richtigen Weichen für Mobi- lität, ÖPNV, Bildungseinrichtungen und Inter- netanschluss gestellt haben, drehen sich die Kräne“, so der Regionalvorsitzende. Allerdings sorgen die gute Auslastung der Handwerksfir- men sowie die durch den Staat beziehungs- weisedieKommunenstetssteigendenErwerbs- und Betriebskosten für einen Anstieg der Mie- ten und Kaufpreise. In begehrten Lagen steigen die Kaufpreise stärker als die Mieten.Von einem flächendeckenden Preisanstieg in denTeilmärk- ten kann allerdings nicht gesprochen werden. Vielmehr existieren zwischen den Städten und ➙ weiter auf Seite 34 Foto:Fotolia
  • 33. www.sz-immo.de | September 2016 33 EIGENTUMSWOHNUNGEN
  • 34. 34 www.sz-immo.de | September 2016 EIGENTUMSWOHNUNGEN auch zwischen den unterschiedlichen Lagen deutliche Unterschiede. Karl-Heinz Weiss: „Aus diesem Grund ist eine pauschale Betrachtung der beiden Bundesländer wenig zielführend.“ Viel wichtiger sei es, detailliert in die einzelnen Segmente zu schauen und auftretende Trends genauestens zu erfassen,„um für jeden einzel- nenbetrachtetenOrteinegenaueMarktaussage geben zu können“. Unabhängig davon gebe es aberTendenzen, die auch in der Breite feststell- bar sind. So zum Beispiel ist die hohe Nachfrage in den beliebten Lagen der Metropolen unge- brochen. Generell ist in den Großstädten der Trend zur Verdichtung von Baulücken feststell- bar. Aus diesem Grund sind Einfamilienhäuser in bevorzugten Lagen nur noch schwer zu be- kommen. Familien weichen bei der Suche nach den eigenen vierWänden immer häufiger in die amRandeliegendenStadtteilebeziehungsweise nahen, aber gut angeschlossenen Kommunen aus. Zwischen 26 und 220 Euro pro Quadratmeter Neben den Großstädten melden auch einige mittelgroße Städte gestiegene Preise bei Bau- grundstücken. Dazu gehören unter anderem Görlitz,Wittenberg und Stollberg. Der Kaufpreis pro Quadratmeter für freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser in guter Lage bewegt sich in den beiden Bundesländern Sachsen und Sachsen-Anhalt zwischen 26 (Zittau) und 220 Euro pro Quadratmeter (Leipzig). Übrigens: Bei denToplagen gehören Dresden und Leipzig tra- ditionell zu den teuersten Metropolen. Für Bau- grundstücke in sehr guter Wohnlage werden dort 420 beziehungsweise 375 Euro pro Qua- dratmeter gezahlt. In den mittlerenWohnlagen der Großstädte schwankt der Preis zwischen 60 (Chemnitz) und 140 Euro pro Quadratmeter (Dresden). „Immer wichtiger bei einer Kaufent- scheidung für eine Immobilie werden Aspekte der anliegenden Infrastruktur“, erklärt Karl-Heinz Weiss. „Die Geschwindigkeit des Breitbandan- schlusses ist ein wichtiger Faktor geworden. Aber auch die Sensibilität für Mobilitätsfragen, die naheliegende Versorgung, Vorhandensein von Kitas und Schulen und vieles andere mehr, wächst.“ Auch die Entwicklungen auf dem Markt der Eigentumswohnungen zeigen sich – wie schon in den Jahren zuvor – mit einem Preis- trend nach oben. Das Interesse sowohl von An- legern als auch Eigennutzern für dieses Immo- biliensegment ist ungebrochen. Die hohe Wahrscheinlichkeit auf Wertzuwachs aufgrund der mehrheitlich positiven Bevölkerungsent- wicklung und die damit steigende Nachfrage nachWohnraum lässt Eigentumswohnungen in denMetropolenzurSelbstnutzungoderalsRen- diteobjekte stärker in den Fokus rücken.„Die Be- liebtheit von Eigentumswohnungen ist seit vie- len Jahren ungebrochen.“ Die hohe Nachfrage und das vorhandene Bewusstsein der Käufer, etwas Wertstabiles zu bekommen, ließen die Erwerber auch weiterhin für gute Angebote hö- here Preise akzeptieren, so der Regionalvorsit- zende.„Dabei sind nicht nur Bestandsimmobi- lien begehrt.Viele Käufer investieren langfristig, lassen sich von der gestiegenen Nachfrage nicht unter Druck setzen und legen ihr Geld vermehrt auch in Neubauobjekte an.“ Optimistische Prognose bei guter Infrastruktur Unter den Mitgliedern des IVD herrscht Einig- keit darin, die aktuellen Entwicklungen des Immobilienmarktes in beiden Bundesländern basierend auf belastbaren immobilienwirt- schaftlichen Rahmendaten positiv zu bewer- ten. Wachsendes Interesse an Immobilien als Kapitalanlage sowie Auswirkungen einer sta- bilen wirtschaftlichen Entwicklung in den letz- ten Jahren sorgen für einen stabilen Markt. Auch in Aussicht auf die kommenden fünf Jahre sehen die Experten gutes Potenzial an den Be- richtsorten und gehen von einer Festigung des Marktes auf höherem Niveau aus. Positive Ent- wicklungen zeichnen sich perspektivisch vor allem in jenen Städten ab, die in eine Verbes- serung infrastruktureller Rahmenbedingungen investieren. (sz-immo)
  • 36. 36 www.sz-immo.de | September 2016 EIGENTUMSWOHNUNGEN Analyse der Wünsche Vor dem Kauf der Eigentumswohnung eigene Bedürfnisse klären Eigentumswohnungen sind in den Städten eine weit verbreitete Form des Immobilienbesitzes. Junge Leute nutzen sie zum Einstieg in den Wohnungsmarkt. Zunehmend interessieren sich auch Ältere wieder fürs Wohnen auf der Etage: Senioren, denen Haus- und Gartenpflege zu be- schwerlich werden, suchen gezielt nach barrierearmen Wohnungen, in denen sie möglichst lange selbstbestimmt wohnen und wirtschaften können. Eine dritte Gruppe kauft heute Eigentumswohnungen als In- vestment und zur Altersvorsorge. In kleinen, überschaubaren Einheiten unter guterVerwaltung versuchen Privatleute, ihr Geld vor Entwertung zu retten oder möglichst zu mehren. Gesucht wird nach Beobachtungen desVerbands Privater Bauherren (VPB) aktuell alles: Neubauwohnungen, Altbauwohnungen, auch denkmalgeschützte Immobilien, Lofts in ehe- maligen Gewerbeimmobilien, Penthäuser und „Seniorenwohnungen“. Ob eine Eigentumswohnung eine gute Investition ist oder nicht, das hängt von vielen Faktoren ab, von den individuellen Bedürfnissen, aber auch von der Bauqualität und der Zuverlässigkeit seriöser und solventer Baufirmen. Kühl und objektiv prüfen Wer eine Eigentumswohnung sucht, um sie selbst zu beziehen, der muss wissen, was er braucht: Lage, Größe, Raumaufteilung, Kaufpreis und Nebenkosten. Die neue Wohnung muss den individuellen Bedürf- nissen der Käufer entsprechen. Eine wirklich guteWohnung findet aber nur, wer kühl und objektiv prüft. Werbeflyer in Hochglanz sind keine verlässliche Entscheidungshilfe, warnt der VPB. Der erste Schritt zur Ei- gentumswohnung beginnt mit der Analyse der eigenenWünsche. Zum Beispiel in Bezug auf die Lage des Objekts. Welche Infrastruktur benö- tigen die künftigen Nutzer und ihre Angehörigen? Sind sie auf medizi- Foto:ThessaWolf
  • 37. www.sz-immo.de | September 2016 37 EIGENTUMSWOHNUNGEN nische Betreuung angewiesen? Fahren sie mit dem öffentlichen Nahverkehr? Oder suchen sie eher die schnellen Anbindungen im Individualverkehr? Brauchen sie Schulen, Kitas, Bildungsange- bote in der Nachbarschaft? Legen sie Wert auf Kultur in der Nähe und wenn ja, welche Angebote möchten sie nicht missen? Be- denken sollten Kaufinteressenten bei der Klärung dieser Fragen nicht nur das Heute, sondern auch die Entwicklung ihrer Familie in Zukunft, rät der Verband. Wer selbst kleine Kinder hat, der schätzt den Kinderspielplatz nebenan, in einigen Jahren wird er ihm vielleicht doch zu laut. Weil Wohnungen im Idealfall nicht nur ihren Wert behalten, sondern sogar steigern, sollten Käufer bei der Auswahl der Immobilie auch an die demografische Ent- wicklung der Gegend denken. Wie wird sich die Nachfrage am zukünftigenWohnort entwickeln?Verliert die Stadt an Attraktivität, dann sinken die Preise, mitunter wird Eigentum sogar unverkäuf- lich. Zieht die Region Menschen an, steigen in der Regel Nachfrage und Immobilienpreise. Wer heute schon weiß, er wird in einigen Jahren die Eigentumswohnung wieder veräußern, der sollte be- sonders auf eine attraktive Nachbarschaft achten, damit der Wert der Immobilie erhalten bleibt, empfiehlt der VPB. Struktur der zukünftigen Eigentümergemeinschaft bedenken Bedenken sollten Käufer auch die Struktur der zukünftigen Eigen- tümergemeinschaft. Wie wird sich die Gemeinschaft entwickeln? Jüngere ziehen oft nach einigen Jahren wieder weg. Auf sie ist als Nachbarn auf Dauer kein Verlass. Jüngere sind auch oft finanziell noch nicht so etabliert und neigen ausVorsicht dazu, Schönheits- reparaturen und Instandhaltungsarbeiten auf die lange Bank zu schieben. Ältere wissen, was von ihrer Rente übrig bleibt und wie viel sie davon in die Immobilie investieren können. Je nachdem, wie lange jemand beabsichtigt, in der Gemeinschaft zu wohnen, verändert sich sein Bedürfnis, langfristig in die Anlage zu inves- tieren und sie vielleicht sogar durch Aufstockung oder Ausbau zu vergrößern, um damit den Wert der eigenen Wohnung zu stei- gern. Die meisten Wohnungskäufer beginnen nach VPB-Erfahrung al- lerdings nicht mit der Analyse der eigenen Bedürfnisse, sondern besichtigen, was gerade auf dem Markt ist. Dabei lassen sich dann manche auf einen regelrechten Bieterwettbewerb ein und akzep- tieren Kompromisse, die sie bei nüchterner Betrachtung nicht hin- nehmen würden. Die Probleme kommen dann später. Deshalb rät derVPB unbedingt zur Klärung der eigenen Bedürfnisse vorab. Wer sich im Vorfeld Gedanken macht, was er sucht – und auch, was er absolut nicht haben will, – der vermeidet Fehlentschei- dungen. Wer schon im Vorfeld weiß, er braucht viel Grün zum Le- ben, der sollte für die Wohnung im elften Stock erst gar keinen Besichtigungstermin ausmachen. Und wer urban leben will, der besichtigt konsequenterweise gar keineVorstadtwohnungen. Klar formulierte Wünsche verhindern Umwege, Frust und Fehlkäufe. Informationen Mehr zum Thema finden Interessierte im VPB-Leitfaden„Die Ei- gentumswohnung – Suche-Kauf-Verkauf“. Er kann über den VPB-Shop bestellt werden und kostet dort fünf Euro plus Porto. Wer ihn lieber digital lesen möchte, bekommt ihn für fünf Euro digital im VPB-E-Book-Shop – www.vpb.de/service.html. Weitere Informationen beim Verband Privater Bauherren (VPB) e.V., Bundesbüro, Chausseestraße 8, 10115 Berlin, Telefon 030 2789010
  • 38. 38 www.sz-immo.de | September 2016 PEGASUS RESIDENZ – TAG DER OFFENEN TÜR FAMILIENFREUNDLICHE WOHNUNGEN IN DRESDEN STRIESEN 2- bis 5-Raum-Wohnungen über Aufzüge stufenfrei erreichbar von 65 m² bis 161 m² Wohnfläche große Balkone (ca. 9-26 m² Nutzfläche) und Terrassen (bis zu 75 m² Nutzfläche) Außenanlage mit Ruhezone Tiefgaragenstellplätze (kein Doppelparker) moderne Bäder, bodentief- geflieste Duschen hochwertige Ausstattung: Stabparkett, elektrische Rollläden, Fußbodenheizung INFOTAGE FÜR KAUF ODER MIETE: Sonntag 14-16 Uhr Zugang Hepkestr. 115, Dresden neben der Tiefgaragenzufahrt WWW.PEGASUS-WOHNEN.DE TELEFON: 0351 - 211 10 23 95 Vermietung hat begonnen EIGENTUMSWOHNUNGEN Aufholbedarf in Deutschland Wohneigentumsquote steigt nur im Osten Deutschlands Die Deutschen haben sich in Europa einen guten Platz gesichert: wirtschaftlich und gesellschaftlich. In diesem Punkt jedoch hinken sie hinterher – beimWohneigentum. Deutschland habe es nicht geschafft, sich in Richtung„Ei- gentümer-Republik“ zu entwickeln, so das Fazit einer Stu- die. In der Sonderauswertung der aktuellen Einkommens- undVerbrauchsstichprobe des Statistischen Bundesamtes durch das Immobilienforschungsinstitut empirica in Zu- IngrößerenStädtenspiegeltsichdiegeringeQuoteamdeut- lichsten – wegen der Landflucht in den vergangenen Jahren haben sich Angebot und Nachfrage an Wohneigentum ver- schoben. Foto: Thessa Wolf
  • 39. www.sz-immo.de | September 2016 39 EIGENTUMSWOHNUNGEN sammenarbeit mit LBS Research war dieWohn- eigentumsquote von 43 Prozent errechnet wor- den. ZumVergleich: Mit einem Anteil von über zwei Dritteln lebt die Mehrheit der Europäer in einem Eigenheim beziehungsweise in einer Eigentumswohnung. Zur Miete wohnen knapp 30 Prozent. Angeführt werden die europäi- schenTop-20 übrigens von Rumänien, der Slo- wakei und Ungarn mit je über 90 Prozent Wohneigentum. Der Hintergrund: In allen drei Ländern war mit der gesell- und wirtschaftli- chenWende der Großteil allerWohnungen pri- vatisiert worden. Anders in Deutschland. Hier herrscht Aufholbedarf, vor allem im Osten. Im- merhin stieg dieWohneigentumsquote in Ost- deutschland seit 2003 von 34,8 auf 36,4 Pro- zent. Im früheren Bundesgebiet blieb der Anteil der Selbstnutzer im gleichen Zeitraum nahezu gleich und lag bei reichlich 46 Prozent. Dabei zeigt sich, so die Forscher, dass hinter dem Still- stand bisher kaum beachtete Alters-Effekte ste- hen: So wird die – ohnehin relativ niedrige – Wohneigentumsquote mehr und mehr getra- gen von inzwischen älteren Haushalten; bei den jüngeren hingegen ist die Wohneigen- tumsbildung im Vergleich zu früheren Jahren rückläufig. Ein Beispiel: Anfang der 90er-Jahre betrug die Wohneigentumsquote der„Alten“, der über 70- Jährigen, in Westdeutschland gut 40 Prozent, die Wohneigentumsquote der für die Eigen- tumsbildung entscheidenden Altersklasse der 40- bis 49-Jährigen lag mit annähernd 60 Pro- zent deutlich darüber. Inzwischen kommen die jüngeren im Westen nur noch auf eine Quote von gut 50 Prozent. Das sei insbesondere in Zeiten günstiger Rahmenbedingungen für den Erwerb von selbst genutztem Wohneigentum, insbesondere den niedrigen Zinsen und der guten Beschäftigungslage, verwunderlich. Die Forscher begründen die rückläufige Eigen- tumsquote bei jüngeren Haushalten mit der zurückgehenden Familienbildung und einer zunehmenden Zahl an Ein-Personen-Haushal- ten, der sogenannten Versingelung. Zwar bil- den Familien heute mehr noch als früherWohn- eigentum, doch reicht dies nicht aus, um den wachsenden Anteil der Singlehaushalte, die mehrheitlich Mieter sind, auszugleichen. Da- rüber hinaus wirke sich auch die seit einigen Jahren zu beobachtende„Landflucht“ tenden- ziell negativ auf die Eigentumsquote aus. Denn in den Großstädten ist die Wohneigentumsbil- dung aufgrund mangelnder Angebote und hö- herer Preise ungleich schwerer. Für künftige Erfolge bei der Wohneigentums- bildung komme es darauf an, so LBS Research, dasWohnungsangebot in den Schwerpunkten der Wohnungsnachfrage spürbar zu erhöhen, für Familien ebenso wie für Singles und kin- derlose Paare. Der inzwischen angesprungene Neubau sei zwar auf dem „richtigen Weg“, je- doch sei dies noch keine Garantie für Verbes- serungen bei derWohneigentumsquote. Denn der Wohnungsmarkt werde derzeit, bedingt durch das niedrige Zinsniveau und fehlende Anlagealternativen, dominiert von Kapitalan- legern aus dem In- und Ausland. Knapp die Hälfte des Neubaubedarfs Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamts insgesamt 247 700 Wohnungen fertiggestellt. Das sind 2 400 Wohnungen beziehungsweise ein Pro- zent mehr Wohnungen als 2014. Um den Wohnraumbedarf zeitnah zu decken, müssen bis 2020 allerdings jährlich gut 494 000 Woh- nungen gebaut werden, wie eine Studie von Prof. Bernd Raffelhüschen von der Universität Freiburg im Auftrag des IVD ergeben hat.„Ein positiver Trend zeichnet sich ab, aber das Neu- bauvolumen reicht vorne und hinten noch nicht, um den tatsächlichen Bedarf zu decken“, sagt Sun Jensch, Bundesgeschäftsführerin des IVD. Das gelte insbesondere für die deutschen Ballungszentren. Allerdings: 2015 wurden bun- desweit auch rund 309 000 Wohnungen neu genehmigt. Das sind 8,4 Prozent mehr als im Vorjahr. (sz-immo)
  • 40. 40 www.sz-immo.de | September 2016 BAUPROJEKTE Fusion der Feuerwehren Umbau zur Sozialstation Mitte August ist die neue Feuerwehr- und Ret- tungswache Dresden-Klotzsche an der Bolten- hagener Straße eingeweiht worden. Der Erste Bürgermeister Detlef Sittel und der Amtsleiter des Brand- und Katastrophenschutzamtes An- dreas Rümpel freuten sich über den zügigen Bau. „2013 begannen die Planungen für den Neubau. Von der Grundsteinlegung im Mai 2015 bis zur Einweihung vergingen gerade einmal 15 Monate“, fasst es Det- lef Sittel zusammen.„Mit dem Neubau fusionieren die Stadtteilfeuerwehren Klotzsche und Hellerau, die ihre bisherigen Standorte aufgeben und nunmehr gemeinsam in der neuen Feuerwache aktiv sind“, informiert Andreas Rümpel.„Damit kann die Einsatzbereitschaft derWehr langfris- tig abgesichert werden.“ Die neue Feuer- und Rettungswache bietet Stadtteilfeuerwehr und Malteser Hilfsdienst insgesamt 940 Quadrat- meter Platz. Erstmals wird hier eine Stadtteil- feuerwehr mit einem Rettungsdienst kombi- niert. Die Stadtteilfeuerwehr Klotzsche hat aktuell 43 aktive Kameradinnen und Kamera- den, 21 Jungen und Mädchen in der Jugend- feuerwehr sowie 18 Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung. Sie erhalten optimale und mo- derne Einsatzbedingungen, drei Stellplätze für Feuerwehrfahrzeuge und einen Sozialtrakt. Der Malteser Hilfsdienst belegt 249 Quadratmeter des Hauses. Die moderne Rettungswache wird rund um die Uhr mit zehn Beschäftigten und einem Rettungswagen im Dienst sein. Damit verkürzen sich die Hilfsfristen im Dresdner Nor- den, vor allem für Klotzsche,Weixdorf und Lan- gebrück, aber auch anteilig für Loschwitz. Zur Ausstattung gehören neben der Fahrzeug- halle auch Lager, Ruhe- und Aufenthaltsraum sowie Umkleideräume und Teeküche. Die Ret- tungswache beginnt ihren Dienst im Septem- ber. Mit einer Gesamtinvestition von etwa 3,4 Millionen Euro wurde der Bau durch die Lan- deshauptstadt Dresden als Träger der Feuer- wehr und des Rettungsdienstes finanziert. Das Sächsische Innenministerium förderte den Neubau der Feuerwache mit insgesamt 355 000 Euro. (sz-immo) Neubau an der Boltenhagener Straße in Klotzsche eingeweiht Bis zum Sommer im nächsten Jahr wird ein Wohnhaus in Boxdorf zum Pflegezentrum um- gebaut. Etwa 2,5 Millionen Euro kosten die Sa- nierung und der Anbau. Sozialstation, Tages- pflege, Seniorengerechtes Wohnen und häusliche Versorgung – diese Dienstleistungen werden den Moritzburgern dann zurVerfügung stehen. Bauherr ist die ASB Dresden & Kamenz gGmbH. Das Projekt wird betreut durch das Dresdner Architekturbüro Hildebrandt Architek- ten, als Generalauftragnehmer fungiert die Reu- schel-Bau GmbH aus Krögis, Landkreis Meißen. Mit den ersten Arbeiten war bereits im Februar dieses Jahres begonnen worden. Seitdem hat man das Bestandshaus auf den Umbau vorbe- reitet und entrümpelt, das Mauerwerk im Keller stabilisiert und das Treppenhaus abgebrochen. Parallel dazu wurden bereits die Bodenplatte für den Neubau gegossen und gedämmt und ein Keller als Verbinder zwischen Alt- und Neu- bau angelegt. Zuvor erfolgten umfangreiche Erdarbeiten und ein Austausch des schweren Lehmbodens. Insgesamt werden elf senioren- gerechteWohnungen gebaut, eineTagespflege mit 15 Plätzen sowie eine Sozialstation mit Pfle- gedienst, der sich um die häuslicheVersorgung von pflegebedürftigen Menschen in der Region kümmert. Auch eine Hausarztpraxis ist geplant. „Durch die Ansiedlung vonTagespflege und So- zialstation unter einem Dach ergeben sich für die pflegebedürftigen Menschen wunderbare Synergieeffekte“, sagt der Geschäftsführer der ASB Dresden & Kamenz gGmbH, Ulrich Grund- mann. Das Bauvorhaben in Boxdorf war über- haupt erst durch eine Erbschaft möglich gewor- den. Die Eigentümerin des Hauses fühlte sich dem ASB sehr verbunden, da sich ihre Eltern als ASB-Rettungsschwimmer an den Moritzburger Teichen kennengelernt hatten. (sz-immo) Feierliche Grundstein- legung für das ASB- Pflegezentrum in Boxdorf Polier Falk Hirse- mann und Peter Großpietsch, Vor- standsvorsitzen- der des ASB Re- gionalverbandes Dresden, beim Mauern des Grundsteins Foto: PR Bürgermeister Detlef Sittel freut sich über den Neubau für die Feuerwehr. Foto: Una Giesecke
  • 41. www.sz-immo.de | September 2016 41 BAUPROJEKTE
  • 42. 42 www.sz-immo.de | September 2016 BAUPROJEKTE Das Grundstück ist ein großer Glücksfall für Sascha Hippe. „2,5 Hektar mitten im Zentrum von Coswig“, freut er sich. „Man läuft über die Kreuzung und hat alles, was man braucht: Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte und anderes. Und bis zur S-Bahn sind es zu Fuß nur zwei Minuten“, sagt der Geschäftsführer der Ökowert-Firmengruppe. Mit der Re- gionalbahn sei man dann in zehn Minuten am Bahnhof Neustadt in Dresden, mit der S-Bahn in 20 Minuten. Er selbst wohnt seit Jahren in Coswig und hatte seit Langem ein Auge auf diese Fläche, auf der früher die Ausbildungs- stätte für Lehrlinge des VEB Druckmaschinenwerks Pla- neta stand. Vor mehr als einem Dutzend Jahren war der Betriebsteil in Coswig abgerissen worden, verwilderte zur Brache – und regte die Fantasie mehrerer Immobi- lienfirmen an. Dass Sacha Hippe sich mit seinem Unter- nehmen unter vielen Interessenten schließlich durchset- zen konnte, freut ihn besonders. Es sei schließlich auch eine Auszeichnung für die Bonität der Firma, sagt er.„Wir haben über 40 000 Quadratmeter noch unbebautes Bau- land in der Umgebung. Und es gibt bei uns alles aus einer Hand – Grundstück und Haus“, macht er dieVorzüge des Unternehmens klar. Ähnlich, aber nicht gleich So wird es auch auf dem neuen Grundstück in Coswig sein, wo auf dem 2, 5 Hektar großen Areal insgesamt 18 Ein- familien- und acht Mehrfamilienhäuser entstehen.„Wir können beispielsweise an der Grenzstraße nicht grö- ßer als 12 mal 12 Meter bauen und immer mit Walm- dach“, nennt Sascha Hippe die Rahmenbedingungen. „Es ist natürlich möglich, das Haus kleiner zu konzipieren.“ Wer sich für ein Grundstück interessiere, könne vorerst unter drei verschiedenen Haus-Varianten wählen und bekomme dafür dann ein Preisangebot. „Nachdem der Reservierungs- und Planungsvertrag aufgesetzt ist, kommt die Architektin und plant noch einmal passgenau für den künftigen Besitzer im Rahmen seines vorhande- In Coswig wird eine Brache zum Wohnstandort: „Stadtgärten Kötitzer Straße“ – für mehr als 74 Familien. Mit Walmdach zeigen sich die Stadthäuser an der Grenzstraße, im Inneren erinnern die Häuser stark an den Bauhausstil. Visualisierungen: Oekowert Außen klassisch, innen modern
  • 43. BAUPROJEKTE www.sz-immo.de | September 2016 43 nen Budgets.“ Deshalb wären sich alle Häuser im Innern des neuen Wohngebietes zwar mit ihrer Kubusform und dem Flachdach ähnlich – aber niemals gleich. Allerdings: Die innere Bebauung ist der zweite Bauabschnitt. Begonnen wird, ganz klar, mit dem ersten. Und dieser umfasst die vier Stadt- häuser an der Grenzstraße. Auch diese Stadt- häuser sind im klassischen Sinne Einfamilien- häuser, also gebaut für eine Familie, eventuell mit Einliegerwohnung. Sie unterscheiden sich von den Häusern im Innern lediglich dadurch, dass die zweiVollgeschosse obenauf einWalmdach be- kommen. Mit ihrem Bau soll im nächsten Frühjahr begonnen werden. Gleich- zeitig fangen die Arbeiten für die Erschließungs- straße an und danach, auch noch 2017, wird Bau- start für die 14 Kubushäuser sein. Grünes auf den Dächern und rundum Im dritten Bauabschnitt entste- hen dann die acht Mehrfamili- enhäuser mit je sechs Eigen- tumswohnungen plus einem Penthouse. Die Wohnungen sol- len um die 80 Quadratmeter groß sein. „Wir haben lange überlegt: Was passt in die Umgebung? Und: Was wünschen sich die Kunden?“, erzählt der Ökowert-Geschäftsführer. Seiner Erfahrung nach sind Häuser im bauhausähnlichen Stil sehr gefragt, werden jedoch städtebaulich sel- ten genehmigt. „Mit der Stadt Coswig haben wir uns deshalb darauf geeinigt, dass im äu- ßeren Bereich des neuen Wohngebietes Häu- ser klassisch und im Inneren der Bauhaustil dominieren darf.“ Die Bezeichnung des Areals als„Stadtgärten Kötitzer Straße“ geht übrigens darauf zurück, dass künftig der Grünbereich dominieren wird.„Schließlich sind die meisten Grundstücke im Inneren um die 600 Quadrat- meter, manche 700 und eines sogar 1 000 Qua- dratmeter groß. Zu den Stadthäusern an der Grenzstraße sind 500 Quadratmeter große Grundstücke geplant. Und grün wird es so- wieso – sogar auf die Flachdächer der Kubus- häuser kommt eine Bepflanzung. Zudem wird es einen Ruhebereich mit kleinem Spielplatz geben. Die beste Werbung für den Standort jedoch ist eine kleine Unterschrift. Diese steht unter der Reservierung, welche der Geschäfts- führer selbst unterschrieben hat. „Natürlich habe ich mir das schönste Grundstück heraus- gesucht“, scherzt er. Seit die Bautafel am Areal gesetzt worden sei, würden vermehrt Anfra- gen kommen, weiß Sascha Hippe.„Aber auch als es noch keine Werbung für das Baugebiet gab, meldeten sich schon Interessenten.“ Thessa WolfGrafik: Planungsbüro Schubert Architektur & Freiraum