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-Informationsschrift Nr. 138 für Lisdorfer Bürger
-Herausgeber Weihnachten 2011 CDU und JU Lisdorf
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- 1100 Jahre Lisdorf
- Historischer Festumzug am 23. Oktober
- Der „Dillenschass“ fuhr durch Lisdorfs Straßen
-Seiten 2 bis 13
- 100 Jahre katholische Frauengemeinschaft Lisdorf
-Seiten 20 und 21
- Fahrt nach Brügge und Gent Zehntes Grünkohlessen
- Seiten 14 und 15 Seite 18
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- CDU-Landratskandidat Thomas Hartz
- Seite 16 und Beilage
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- Landrätin verabschiedet
-Seite 22-
- Lisdorfer Notizen
-Seiten 17 bis 19-
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Lisdorf feierte mit einem Festakt in der Hans-Welsch-Halle
sein 1100-jähriges Bestehen
Einer der Höhepunkte der Festveranstaltungen, mit denen Lisdorf sein stolzes Ortsjubiläum
feierte, war der Festakt am 21. Oktober in der festlich geschmückten Hans-Welsch-Halle.
Hierzu hatte das Organisationsteam unter Leitung von Herbert Germann, das aus Anlass
des Ortsjubiläums vor mehr als einem Jahr aus Vertretern der Ortsvereine gebildet worden
war, neben den Einwohnern von Lisdorf viele Gäste aus Stadt, Kreis und Land eingeladen
und viele, viele kamen.
Die Hans-Welsch-Halle war an diesem Abend in ein historisches Schmuckstück verwandelt
worden. Bernd Hawner, Mitglied des Orgateams, hatte die Bühne mit seinen Helfern mit groß-
formatigen Bildern von unserer Pfarrkirche und weiteren unter Denkmalschutz stehenden
historischen Lisdorfer Gebäuden ausgestaltet. Die Wände waren geschmückt mit vielen
historischen Bildern, die tags zuvor bei der historischen Bilderausstellung auf Stellwänden gezeigt
worden waren. Bühne und Halle waren zudem mit Blumen- und Grün-Arrangements der „Floralen
Werkstatt“ von Jutta Faust geschmückt. In diesem geschmackvollen Ambiente begrüßte Staats-
sekretär Georg Jungmann die Gäste des Festaktes. Als Mitglied des Orgateams hatte er die
Moderation dieses Festaktes übernommen. Wegen der Vielzahl der hochrangigen Gäste
beschränkte er sich nur auf wenige, die er namentlich begrüßte, so unter anderem die Ministerin
Monika Bachmann, die in Vertretung der Schirmherrin Ministerpräsidentin Annegret Kramp-
Karrenbauer kam, den Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Landtag Hubert Ulrich, den
Saarlouiser OB Roland Henz, die Bürgermeister Thomas Hartz, Patrik Lauer und Klaus Pecina
sowie die Geistlichkeit mit den Pastoren Ralf Hiebert, Anton Heidger und Simon Huyhn.
Moderator Georg Jungmann führte aus,
dass man das 1100-jährige Ortsjubiläum von
Lisdorf etwas vorfeiere. Lisdorf sei am 20.
Dezember 911 erstmals urkundlich erwähnt
worden. Demzufolge seien es bis zum
offiziellen „Geburtstag“ noch zwei Monate.
Heiner Groß, Vorsitzender des Heimatkunde-
vereins Lisdorf und ebenfalls im Orgateam,
berichtete, dass man es dem Saarlouiser
Heimatforscher Dr. Andreas Mailänder (1888-
1981) zu verdanken habe, dass wir seit etwa
50 Jahren wissen, dass Lisdorf im Jahre 911
erstmals urkundlich erwähnt wurde. Er hatte
die bedeutende, hier unbekannte Urkunde im
Stadtarchiv Lille in Nordfrankreich ausfindig
gemacht und sie aus dem Lateinischen ins
Deutsche übersetzt.
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Der Heimatkundeverein habe es danach als eine seiner Hauptaufgaben angesehen, die
urkundliche Ersterwähnung von Lisdorf durch wiederholte Berichterstattung in verschiedenen
örtlichen Publikationen ins Bewusstsein der interessierten Lisdorfer und Saarlouiser Bürger zu
bringen. Seit etwa zehn Jahren hatte er wiederholt aufgerufen, das 1100-jährige Ortsjubiläum
angemessen zu feiern, was ihm, wie dieser Festakt eindrucksvoll beweise, bestens gelungen sei,
so Heiner Groß.
Ministerin Monika Bachmann lobte in
ihrem Grußwort Lisdorf und die Lisdorfer.
Sowohl im wirtschaftlichen als auch im
gewerblichen und kulturellen Bereich
werde seit vielen Jahren in Lisdorf
Außerordentliches geleistet, das weit über
die Grenzen unserer Heimat hinaus
ausstrahle.
Oberbürgermeister Roland Henz
überbrachte die Grüße der „übrigen
35.000 Saarlouiser“. Allen Geschichts-
forschern, Historikern und Heimat-
forschern dankte er dafür, dass sie die
Geschichte für andere festhielten. Dies sei hier in Lisdorf besonders festzustellen, wofür er herzlich
danke, so OB Henz.
Bürgermeister Thomas Hartz überbrachte die
Grüße der Gemeinde Ensdorf und der
Ensdorfer Bevölkerung. Er erinnerte an die
lange Zeit, in der Lisdorf und Ensdorf sowohl
kirchlich als auch verwaltungsmäßig eine
Einheit bildeten. Von 1815 bis 1936 hatte es in
der Amtsbürgermeisterei Lisdorf–Ensdorf elf
Bürgermeister gegeben, die ihren Amtssitz in
Lisdorf hatten. Diese gemeinsame Zeit sei,
nach der Geschichtsschreibung zu urteilen,
eine gute Zeit gewesen, so Bürgermeister
Hartz.
Pastor Ralf Hiebert wies in seinem Grußwort
darauf hin, dass in Lisdorf die Menschen die
Kirche stets als den Mittelpunkt des Ortes und
ihres Lebens betrachteten. Diese Verbundenheit zur Kirche gelte es zu erhalten.
Auf Vorschlag des VHL hielt der Historiker Dr. Johannes Schmitt, Präsident der historisch-
kulturellen Vereine des Saarlandes, die Festrede zum Thema „Lisdorf vor 1100 Jahren im
karolingischen Spätreich“. Dr. Schmitt stellte dem VHL den kompletten Vortrag zur Verfügung, der
demnächst an anderer Stelle veröffentlicht wird. Deshalb wird hier nur ganz kurz auf den
Festvortrag eingegangen. Er behandelte die Zeit, aus der die Ersterwähnung von Lisdorf stammt.
Nach der Urkunde von 911 sei dem damaligen Besitzer der „villa Letstorph“ (Lisdorf), Bischof
Stefan von Cambrai, das Recht verliehen worden, auf dem Lisdorfer Bann eine Stadt zu errichten,
was dann aber nicht geschehen sei. Es handele sich bei der Urkunde um eine der ersten
Stadtrechtsurkunden überhaupt, so Dr. Schmitt. Der hochinteressante und kurzweilige Festvortrag
von Dr. Johannes Schmitt wurde mit viel Beifall aufgenommen.
Moderator Georg Jungmann dankte zum Schluss allen Festrednern, den Mitgliedern des Orga-
Teams und der Jazz-Formation „Jazzlag“, die den Festakt musikalisch umrahmte. Die zahllosen
Gäste lud er zu einem Umtrunk ein, während dazu die Jazzformation aufspielte.
Danach war die einhellige Meinung zu hören, dass dieser Festakt - trotz der acht Reden -
interessant, kurzweilig, locker und leicht, aber dennoch dem Jubiläum angepasst würdevoll
abgelaufen sei. (hg)
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Historische Bilderausstellung zur 1100-Jahr-Feier von Lisdorf
Als der Verein für Heimatkunde Lisdorf e.V. (VHL) vor einigen Jahren anregte, das 1100-jährige
Ortsjubiläum von Lisdorf im Jahre 2011 zu feiern, wurde gefragt, wie dies gebührend und
angemessen geschehen soll. Nach ersten Überlegungen war schnell klar: Festgottesdienst,
Dorfgemeinschaftsabend, Festakt, historische Bilderausstellung, Festschrift oder Festbuch und ein
historischer Festumzug. Gerade beim Festumzug bestanden Zweifel an der Realisierung. Mitte
2010 stand fest, dass der VHL alleine diese Veranstaltungen nicht würde ausführen können.
Deshalb war es gut, dass aus allen Ortsvereinen ein Organisationsteam gebildet wurde (Bild
unten), das alle vorgenannten Punkte in monatelanger Arbeit umsetzen konnte.
Bei der historischen Bilderausstellung war es anders, die konnte ohne größere Probleme
weitgehend vom VHL bewältigt werden. Bereits bei der Gründung des VHL wurde als wesentliche
Aufgabe die Sammlung und Archivierung von alten Bildern, Zeitungen, Karten und Schriften in
Angriff genommen. Das Bildarchiv, von Anfang an von Agnes Groß geführt, umfasst inzwischen
mehr als 4000 alte Bilder, Zeichnungen und Karten. Das Schriftenarchiv, sowohl von Heiner Groß
als auch von Günter Mang geführt, umfasst etwa 120 Ordner. Das Bildmaterial für eine historische
Bilderausstellung war also vorhanden. Die digitale Erfassung und optische Nachbearbeitung der
vorhandenen Bilder erledigte über viele Stunden und Tage mit Bravour das VHL-Vorstandsmitglied
Georg Groß, dem dafür herzlich zu danken ist.
Fast alle Lisdorfer Vereine und Institutionen steuerten Bilder vor allem ihrer eigenen Geschichte
bei:
Berg- und Hüttenarbeiterverein, CDU-Ortsverband, Chorgemeinschaft MGV 1859, Feuerwehr,
Klingende Kirche, HGS/Saargold Lisdorf, Katholische Frauengemeinschaft (kfd), Kirchenchor,
LiGeKa, Orchesterverein, Schützengilde, SPD-Ortsverein, Spielgemeinschaft Lyra Lisdorf-Picard,
Sportverein SV 1929, Lisdorf - Alles im grünen Bereich, Verein für Geschichte und Kultur
Wadgassen, Grundschule Professor Ecker und der Kindergarten Herz-Jesu. Insgesamt wurden
über 1100 Bilder ausgestellt.
Gezeigt wurden:
Geschichte der Lisdorfer Vereine und Institutionen, Gebäude und Ansichten von Lisdorf,
Lisdorfer Pfarrkirche im Wandel der Zeit, Lisdorfer Persönlichkeiten, Baudenkmäler in Lisdorf,
Bilder aus dem bäuerlichen Leben, Lisdorfer Heimatblätter als Quelle für Heimat und Geschichte,
Gemüsebau in Vergangenheit und Gegenwart, Lisdorf in Karten und Luftbildern,
Lisdorfer Ortsnamen im Laufe der Geschichte, Lisdorf und die Herrschaft Wadgassen,
Kohlezeichnungen Lisdorfer Motive von Robert Eisenbarth, Erntedankfeste 1934-1988.
Die Themen-Beschriftung besorgte VHL-Vorstandsmitglied Gerhard Grasmück, dem dafür herzlich
zu danken ist.
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Die über 1100 Bilder der Ausstellung wurden auf insgesamt 31 Stellwänden gezeigt, die der Neue
Betriebshof Saarlouis (NBS) zur Verfügung gestellt hatte. Zunächst wurde die historische
Bilderausstellung vom 20.-24. Oktober 2011 in der Hans-Welsch-Halle gezeigt und dann in den
städtischen Ausstellungsraum in der ehemaligen Kaserne VI verlagert, wo sie am 28. Oktober
durch Staatssekretär Georg Jungmann und Oberbürgermeister Roland Henz wieder eröffnet
wurde.
Zur Eröffnung der Ausstellung am Donnerstag, dem 20. Oktober, in der Hans-Welsch-Halle kamen
mehr als 500 Interessierte, die von Heiner Groß begrüßt wurden. Das hat die Erwartungen bei
weitem übertroffen. OB Roland Henz, der die Ausstellung mit eröffnete, stellte fest: „Das gibt es
nur in Lisdorf“. Zur Überraschung brachte er Bronzebüsten und Ölgemälde der DSD-Gründer Hans
Welsch aus Lisdorf und Hubert Linster aus Roden mit, die der Stadt Saarlouis von der jetzigen
DSD-Geschäftsführung geschenkt worden waren. Beide waren Ehrenbürger der Stadt Saarlouis.
Hans Welsch ist auf dem Lisdorfer Friedhof bestattet, und bekanntlich trägt unsere Halle seinen
Namen. Nach dem Wunsche von OB Roland Henz sollte die Büste einen würdigen Platz in der
Hans-Welsch-Halle bekommen und das Ölgemälde von Hans Welsch künftig die Heimatstube
zieren. Während der vier Festtage in Lisdorf haben sie dort mehr als 1500 Personen gesehen, und
das ist für eine Ausstellung einmalig gut.
In die restaurierten Gewölbe in der Kaserne VI, wo die Ausstellung bis 20. November gezeigt
wurde, kamen nochmals viele Interessierte. Neben den 31 Stellwänden konnten auch die von
Bernd Hawner gestalteten Objekte von Pfarrkirche, Landwehrkreuz, Kapuzinerkloster, Abteikirche
in Wadgassen und die erste Landwirtschaftsschule von 1835 sowie die Schilder vom Festumzug
und die Vereinsschilder vom Lisdorfer Maibaum aufgestellt werden, was das Erscheinungsbild der
Ausstellung erheblich aufwertete. Allen, die am Aufbau dieser ortsumfassenden Ausstellung
beteiligt waren und während der Ausstellung dort Aufsicht geführt haben, sei herzlich gedankt. (hg)
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Festmesse und Dorfgemeinschaftsabend
Bereits um den Jahreswechsel 2010/11 stand fest, dass zwischen dem Festakt am 21.
Oktober 2011 und dem großen Festumzug am darauf folgenden Sonntag in unserer schön
renovierten barocken Pfarrkirche eine Festmesse gefeiert und anschließend in der Hans-
Welsch-Halle ein Dorfgemeinschaftsabend unter Beteiligung aller Ortsvereine durchgeführt
werden sollten. Im Orgateam wurde beschlossen, dass Klemens Port, 1. Vorsitzender der
Chorgemeinschaft MGV 1859 Lisdorf, die Organisation übernehmen sollte.
In Gesprächen mit Pastor Ralf Hiebert
und den pfarrlichen Gremien wurde
beschlossen, die samstägliche
Festmesse in der Pfarrkirche be-
sonders würdevoll zu gestalten. Vom
Blumenhaus Wein wurde die
Pfarrkirche dem Anlass angemessen
mit Lisdorfer Gemüse geschmückt.
Die Festmesse wurde von Pastor Ralf
Hiebert und Diakon Manfred Speicher
zelebriert. Die komplette Schar der
Messdiener ließ es sich nicht nehmen,
am Altar zu dienen. Der Kirchenraum
war fast bis auf den letzten Platz
gefüllt. Der Kirchenchor unter der
Leitung von Armin Lamar trug durch
seinen Gesang wesentlich zu dem
würdevollen Gottesdient bei, ebenso
die Fahnenabordnungen von Berg-
und Hüttenarbeiterverein, Katholischer
Frauengemeinschaft, Kirchenchor und Lourdesverein. Frauen des SC Saargold und der kfd Lisdorf
brachten Opfergaben an den Altar und trugen die Fürbitten vor. Pastor Ralf Hiebert hielt eine
besonders anspruchsvolle Predigt, die sich mit dem Ortsjubiläum und der Verbundenheit von
Lisdorf zur Kirche und zu unserem katholischen Glauben beschäftigte.
Der überaus gute Besuch der Festmesse setzte sich anschließend in der Hans-Welsch-Halle fort.
Auch diese war beim Dorfgemeinschaftsabend bis auf den letzten Platz gefüllt. Die über 30 großen
Stellwände mit den Bildern der historischen Ausstellung waren vorher in einem Kraftakt auf die
Hallenempore befördert und dort gut einsehbar aufgestellt worden. Die Stimmung an diesem
Abend, für dessen Programm Klemens Port verantwortlich zeichnete, war hervorragend. Dafür
sorgte auch Herbert Germann, der diesen Abend moderierte. Die musikalische Umrahmung
besorgte im ersten Teil die Spielgemeinschaft Lyra Lisdorf-Picard unter Leitung von Yvonne Harig
und im zweiten Teil der Orchesterverein Lisdorf unter der Leitung von Sandra Wilhelm.
Zwischenzeitlich steuerte der Männerchor der Chorgemeinschaft Lisdorf, dirigiert von
Vizechorleiter Heinz Gindorf, mehrere Gesangsbeiträge bei und die Mundartexpertin des VHL
Marianne Faust unterhielt das Publikum mit einigen heiteren Vorträgen in Lisdorfer Mundart. Mit
lustigen Sketchen traten Christine Hawner und Ralf Rectenwald sowie Herbert und Gabi Becker-
Germann vom LiGeKa auf.
Nach dem Programm verbrachten viele Gäste noch einige weitere Stunden in gemütlicher Runde,
andere waren gedanklich schon beim Festumzug am nächsten Tag. Das Resümee dieses Abends
lautete: Ein schöner und abwechslungsreicher Abend, an dem viel gelacht wurde, war in großer
Harmonie zu Ende gegangen. (hg)
- 7 -
Historischer Festumzug
Höhepunkt der Festlichkeiten
Bei schönstem Wetter kamen Tausende von Schaulustigen nach Lisdorf
Der Termin für den historischen Festumzug – Sonntag, der 23.
Oktober – war von Anfang an sehr umstritten. Die Kritiker
befürchteten bei einem solch späten Termin kühles und
regnerisches Wetter, was dem Festumzug mehr als abträglich
gewesen wäre. Schließlich hofften alle auf einen richtigen
„Goldenen Oktobertag“ und diese Hoffnung wurde glücklicher-
weise mehr als erfüllt: Strahlender Sonnenschein und fast
sommerliche Temperaturen, ein Wetter wie bestellt für einen
historischen Festzug, beste Voraussetzungen also für einen
Besucheransturm.
Dieser setzte tatsächlich bereits am späten Vormittag ein. Als der
Festzug um 14 Uhr losging, säumten Tausende von Schaulustigen
die Straßen. Experten schätzten ihre Zahl auf etwa 15.000. Einen
solchen Besucheransturm hatte Lisdorf zuletzt bei den von Sepp
Breininger organisierten Erntedankumzügen in den 1950er-Jahren
gesehen.
Was die vielen tausend Besucher beim historischen Festumzug
in Lisdorf erlebten, war einzigartig. Das bestätigten Besucher,
die in den letzten Jahren Festumzüge oder ähnliche Aktivitäten
in verschiedenen Orten des Saarlandes und darüber hinaus
gesehen hatten. Sowohl die Darstellung aller wichtigen
Ereignisse aus unserer mehr als tausendjährigen
Ortsgeschichte in ihrer zeitlichen Abfolge als auch deren
Präsentation seien großartig gewesen, so die Meinung der
Betreffenden.
Mit etwa 20 Motivwagen und der gleichen Anzahl an
historischen Fahrzeugen sowie einer Vielzahl an
Kraftfahrzeugen und Traktoren, vom Oldtimer bis zum neuesten
Großtraktor, Geräteträger und Schlepper mit allerlei
Anbaugeräten und vielen Kleinfahrzeugen sowie vielen
historischen Fußgruppen wurde die Lisdorfer Geschichte zu
etwa 50 ausgewählten Motiv-Themen dargestellt.
Die Wagen wurden in wochenlanger
Fleißarbeit unter der Regie von Dipl.-
Designer Bernd Hawner von einem
guten Dutzend Helferinnen und
Helfern überwiegend in den Hallen
des Neuen Betriebshofes (NBS) in
Saarlouis hergerichtet. Ein besonders
aufwendiges und originelles Objekt
war der Nachbau des „Dillenschass“,
des bekanntesten der Treidelschiffe
auf der Saar, das von 1894 bis 1931
täglich Gemüse von Lisdorf nach
Saarbrücken beförderte. Harald Weiler
vom Vorstand des VHL sammelte
monatelang alte landwirtschaftliche
Klein- und Handarbeitsgeräte,
Drückerkarren und Handziehwagen,
„möbelte“ sie für den Umzug auf und motivierte deren Besitzer sowie Personen aus dem
Bekanntenkreis zum Mitmachen. Prunkstück der Gerätesammlung war eine funktionstüchtige
Miele-Handkurbel-Waschmaschine auf Holzbottich aus wilhelminischer Zeit.
- 8 -
Insgesamt waren am Festzug annähernd 800 Personen aktiv
beteiligt, eine Anzahl, die man auch in den kühnsten Träumen
nicht für möglich gehalten hätte. Es war schon eine
Mammutaufgabe, die vor allem in den letzten Wochen und
Tagen vor dem Festzug dessen Cheforganisator Ralf
Rectenwald zu bewältigen hatte.
Vom Dorf-Ausscheller (August Balthasar) am Anfang des Zuges
bis zum letzten Wagen mit der prunkvollen grünen Erntekrone
und schönem Gemüse aus Lisdorf war jeder Punkt des
Festzuges eine wahre Augenweide. Der Lisdorfer Gemüsebau
wurde auf mehreren Wagen mit der gesamten Produktpalette
und den eingesetzten Traktoren – früher und heute –
präsentiert. Als sehr positiv wirkte sich auch aus, dass alle
mitmachten. Zum Beispiel unser OB Roland Henz als
Drehorgelspieler auf dem Wagen der Klingenden Kirche und
Pastor Ralf Hiebert in der Kleidung eines Kirchenschweizers in der Fußgruppe des Kirchenchores
sowie Bürgermeister Klaus Pecina als „Saarabstimmungs-Aktivist“ aus dem Jahre 1955 in der
Fußgruppe der CDU Lisdorf.
- 9 -
Hinter dem Dorf-Ausscheller
marschierten Staatssekretär Georg
Jungmann, Orgateam-Chef Herbert
Germann, der VHL-Vorsitzende
Heiner Groß sowie der Ensdorfer
Bürgermeister Thomas Hartz im Zug
bis zur Tribüne gegenüber der
Feuerwehr mit, von wo aus sie dann
den vorbeiziehenden Festzug
kommentierten. Bürgermeister Hartz
wurde bei der 1100-Jahr-Feier eine
besondere Rolle zugewiesen, weil
Ensdorf über hunderte von Jahren
sowohl kirchlich als auch ver-
waltungsmäßig bis 1936 zu Lisdorf
gehörte. Über den Festzug wurde
landesweit in Presse, Funk und
Fernsehen berichtet.
Die Saarbrücker Zeitung schrieb dazu
am Montag, dem 24. Oktober,
ganzseitig wie folgt (auszugsweise):
Lisdorf. „Gleich zwei Könige waren vor
Ort, dazu fromme Mönche und
verurteilte Hexen, energische
Bäuerinnen und bewaffnete Garden,
Musik, Sonne und tausende Besucher:
Beim Historischen Festumzug „1100
Jahre Lisdorf" hatte der Saarlouiser
- 10 -
Stadtteil zu seinem besonderen
Jubiläum auch Besonderes zu bieten.
Weil Letzteres wohl auch
Westfrankens König Karl III. im Jahre
911 befand, verschenkte er die „Villa
Letstorph" urkundlich - und bescherte
Lisdorf damit ein Geburtsdatum, das
es gestern königlich zu feiern galt. Die
Prozession, die auf rund 1,5
Kilometern genau 1100 Jahre
Dorfgeschichte zum Leben erweckte,
sollte der Höhepunkt der Jubiläums-
feierlichkeiten in Lisdorf sein, die am
vergangenen Donnerstag begonnen
hatten. Dass er das Zeug zum
„Highlight" habe, befand natürlich das
Organisationsteam nebst Ehrengästen
auf der Haupttribüne in der
Großstraße, das die Parade
kommentierte. „Gefällt mir sehr gut",
erklärte aber auch Ingrid Roth, eine
Saarlouiserin, die im Publikum mit den
Lisdorfern Jubiläum feierte. „Der Zug
ist sehr schön gemacht". Die 800
Teilnehmer der Prozession, dazu 20
Mottowagen und rund 20 historische
Fahrzeuge, stellten dabei eine
wahrhaft lebendige Reise durch die
Lisdorfer Chronik dar. Auf einem der
ersten Wagen, die die
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Aktionsgemeinschaft der Lisdorfer
Vereine in „wochenlanger Fleißarbeit"
(Organisator Herbert Germann) auf
dem Gelände des Neuen Betriebshofs
in Saarlouis (NBS) hergestellt hatte,
verfolgten die Zuschauer, wie Karl III.
911 den Namen Lisdorf aufs Papier
setzte. Einige Etappen weiter brach
die Pest in Lisdorf aus. Einer der
„Pestdoktoren", der die Pest-Opfer
von 1635 per Handkarren
aufsammelte, dargestellt von Michael
Gonder vom Billardclub PBC Lisdorf,
sagte der SZ später: „Es war sehr
schön und spannend, im Umzug
mitzugehen. Und die Leute an der
Strecke waren begeistert".
Dafür sprach der Applaus, mit dem die
kreativen Gruppen bedacht wurden.
Unter ihnen auch Gäste aus anderen
Stadtteilen, wie Ludwig XIV., das zweite
königliche Highlight der Parade, der mit
seinem Gefolge (vom SKC „De Boules"
Saarlouis) die Etappe „1680 - Gründung
und Bau der Stadt Saarlouis" verdeutlichte.
Dass Lisdorf (genau wie Saarlouis) ab
1815 preußisch wurde, kündigte der
Fanfarenzug der Freiwilligen Feuerwehr
Saarlouis-Ost musikalisch mit „Preußens
Glanz und Gloria" an. Nach historischen
Feuerwehrfahrzeugen und -geräten (wie
Pumpen von 1855) wurde unter Etappe 18
auch die Gründung der
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ersten Landwirtschaftsschule
Preußens in Lisdorf gefeiert und
später der „berühmte" Lisdorfer
Frauenaufstand von 1838
losgelassen. Beeindruckte Blicke
bekamen nicht nur die energischen
Bäuerinnen, sondern auch der
Nachbau des „Dillenschass", eines
der Treidelschiffe, die Lisdorfer
Gemüse (und Bauern) ab 1894 zu
Märkten bis nach Saarbrücken trugen.
Am Ende der 36 Etappen langen
Parade (von den Römern über den
Hexenwahn und die Französische
Revolution bis hin zur
Saarabstimmung 1955) präsentierten
sich Lisdorfer Vereine und Betriebe.
Das Motto: Lisdorf hat noch heute viel
zu bieten.“ Soweit die Saarbrücker
Zeitung.
Am 1. Dezember zeigte das Orgateam
in der Hans-Welsch-Halle den von
Bernd Hawner gedrehten Film über
den Festzug mit ergänzenden Videos
vor einer großen Kulisse. Die dort für
fünf Euro zum Verkauf angebotenen
Video-DVDs waren schnell vergriffen.
Seit dem 10. Dezember kann diese
DVD bei der Firma S&R Germann
(Provinzialstraße) wieder gekauft
werden. Das zum Festumzug
gefertigte Faltblatt kann dort kostenlos
abgeholt werden. Eine CD mit Bildern
kann über den Verein für
Heimatkunde bezogen (H. Groß Tel.
41694), schöne Bildbände zu allen
Festveranstaltungen (1-3 Bände) bei
Ralf Rectenwald bestellt werden (Tel.
4996372). (hg)
- 13 -
CDU Saarlouis beteiligte sich am Umzug
Sie stellte die Saarabstimmung von 1955 dar
Die CDU Saarlouis stellte beim Umzug zur 1100-Jahr-Feier in Lisdorf die
Saarabstimmung von 1955 dar. Bereits bei den Vorbereitungen und beim Anlegen
der ausgeliehenen Kostüme herrschte ausgelassene Stimmung.
JU-Stadtverbandsvorsitzender Marc
Speicher hatte es übernommen, die
Gruppe mit zeitgenössischen Plakaten
auszustatten, die aus dem Fundus von
Walter Gill aus Neuforweiler stammten.
<- Viele ältere Zeitgenossen staunten
nicht schlecht, als sie Johannes
Hoffmann (JoHo) in seinem originalen
Dienstwagen erblickten.
Allen Teilnehmern machte es sichtlich
Spaß, sich am Umzug zu beteiligen.
- 14 -
CDU-Fahrt nach Gent, Brügge, Brüssel
Die diesjährige CDU-Fahrt führte
die 46 Teilnehmer nach Belgien.
Vom 13. bis 15. August 2011
standen drei wunderschöne
Städte auf dem Programm, die
nicht nur durch ihre historischen
Gebäude überzeugten, sondern
ganz besonders durch das Flair,
das jeder Stadt zueigen ist.
Um sieben Uhr starteten wir am
Feuerwehrhaus in Lisdorf. Nach
dem traditionellen Sektfrühstück
unterwegs und einer Mittagsrast in
Gent, der Hauptstadt der belgischen
Provinz Ostflandern, führte uns eine kundige Reiseleiterin quer durch die Stadt Gent mit
ihren Attraktionen.
Gent zählt mehr als 9800
kulturhistorisch wertvolle Gebäu-
de. Neben den Sakralbauten, der
St.-Bavo-Kathedrale mit dem
berühmten Genter Altar von Jan
van Eyck oder der St.-Niklas-
Kirche, waren wir vor allem auch
von den Giebel- und
Gildenhäusern begeistert, die
entlang der Gracht des alten
Hafens stehen. Der Grafensteen
aus dem 12. Jahrhundert ist eine
mittealterliche Burg in roma-
nischem Baustil und gräfliche
Residenz, die inmitten der
Altstadt steht und noch relativ intakt ist. Vor allem abends erstrahlt sie von
Scheinwerfern beleuchtet in romantischem Licht und lässt die Touristen
verzaubern.
Am nächsten Tag ging unsere
Fahrt nach Brügge mit seiner
mittelalterlichen Altstadt, die von
Wallanlagen, auf denen sich
Windmühlen befinden, und
Kanälen umgeben ist. Sie hat
117.000 Einwohner und ist die
größte Stadt der Provinz
Westflandern, außerdem
Bischofssitz. Da sie nie durch
Kriege oder großflächige Brände
zerstört wurde, ist sie sehr gut
erhalten.
-15 -
Die meisten von uns
erkundeten die schöne Stadt
per Bootstour. Die Kanäle, die
die Stadt durchziehen, nennen
die Einheimischen Reien, nach
dem im Mittelalter vollständig
kanalisierten Flüsschen Reie.
Natürlich wurden wir alle
magisch angezogen von der
Schokolade, die es in jedem
der kleinen Lädchen zu kosten
gab; auf Kalorien wurde da
nicht geachtet. Die Männer
staunten nur so, als sie
erfuhren, dass es in Belgien
mehr als 600 Biersorten zu trinken gibt. Wir waren uns alle einig, dass man beim
nächsten Besuch unbedingt eine Bierprobe buchen sollte, denn überall stehen
Brauhäuser, die ihr Gebräu zur Verkostung anbieten.
Sonntags traten wir dann wieder die Heimreise an, wo wir unterwegs Brüssel
bestaunten, eine Stadt mit gut 150.000 Einwohnern. Eine Busrundfahrt führte uns
zuerst ans weltberühmte Atomium, das aus der Weltausstellung 1958 stammt und
die milliardenfache Vergrößerung eines Eisenmoleküls darstellt. Heute kann es u.a.
von Schulklassen als Schullandheim gebucht werden. Brüssel ist Verwaltungssitz
der Europäischen Union und der NATO.
Bei strahlendem Sonnenschein erkundeten wir die Stadt zu Fuß und bestaunten die
1847 eröffneten „Galeries Royales“ mit Luxusgeschäften aller Art und imposanter
Jugendstilarchitektur. Durch die Altstadt kamen wir zum Grand Place mit seiner
geschlossenen barocken Fassadenfront, dem Hotel de Ville und seiner Kathedrale.
Das andere Wahrzeichen
Brüssels, Manneken Pis, steht
in einer Nebenstraße auf
einem Brunnen in einer
kleinen Ecke und ist eigentlich
nur einen kurzen Fotostopp
wert. Die Bronzefigur, die 1619
geschaffen wurde, ist nur 60
cm hoch und wurde mehrfach
entführt, wodurch sie berühmt
wurde. Von Zeit zu Zeit wird
der nackte Knabe eingekleidet,
was man in der gegenüber-
liegenden Kapelle besichtigen
kann.
Bevor es heimwärts ging, lud uns der Leiter der saarländischen Landesvertretung
zu einer Information und einem kleinen Umtrunk ein, bei dem er von seiner Arbeit in
Brüssel berichtete. Beladen mit vielen Souvenirs und tollen Eindrücken kamen wir
gegen 19 Uhr alle wohlbehalten zu Hause an.
- 16 -
Thomas Hartz
CDU-Kandidat für das Landratsamt
53 Jahre, verheiratet, drei Kinder
Diplom-Verwaltungswirt
Jurist (Universität des Saarlandes und
Hochschule für Verwaltungswissenschaften in
Speyer)
Rechtsanwalt in Saarlouis bis 1996
seit 15 Jahren erfolgreicher Bürgermeister der
Gemeinde Ensdorf
Deutlicher konnte das Votum nicht sein: 100 Prozent
der wahlberechtigten Mitglieder stimmten bei der
Vertreterversammlung des CDU-Kreisverbandes
Saarlouis für Thomas Hartz als Kandidaten für die
Landratswahl am 22. Januar 2012. Er soll der
bisherigen Landrätin Monika Bachmann nachfolgen,
die als Arbeits- und Sozialministerin in die Landesregierung gewechselt ist.
„Erfolgreich weiter“ – das ist das Motto des Wahlkampfes von Thomas Hartz, der
sich dabei auf die volle Unterstützung von Monika Bachmann verlassen kann, wie
diese betonte.
„Mehr Arbeitsplätze in Wirtschaft und Industrie, mehr
Angebote bei Bildung und Betreuung und mehr Menschen für
unseren Kreis begeistern – mit diesen Schwerpunkten will ich
um das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger werben“,
erklärte Thomas Hartz bei seiner Vorstellung. „Es gibt so
vieles im Kreis Saarlouis, auf das wir stolz sein können. Ich
will mich gerne mit ganzer Kraft dafür einsetzen, dass dies so
bleibt. Gemeinsam mit den Menschen in unserem Kreis will
ich dafür arbeiten, dass wir diese positive Entwicklung
fortsetzen können.“
Auch die CDU-Landesvorsitzende, Ministerpräsidentin
Annegret Kramp-Karrenbauer, nahm an der Kandidaten-
präsentation im Anschluss an die Vertreterversammlung teil.
Sie sagte in ihrer Rede, Thomas Hartz sei genau der Richtige,
um den Kreis Saarlouis weiter voran zu bringen und die
erfolgreiche Arbeit von Monika Bachmann fortzusetzen. Der
bisherige Bürgermeister von Ensdorf habe in den
vergangenen Jahren hinreichend bewiesen, dass er auch in
schwierigen Situationen beherzt anpacken kann.
Thomas Hartz hat eine Internetseite geschaltet: www.thomas-hartz.de.
„Hier können Sie vieles über mich und meine Ideen für den Landkreis Saarlouis erfahren.
Sie werden hier auch über aktuelle Themen und Termine informiert. Ich freue mich auf
persönliche Begegnungen und Gespräche in den nächsten Wochen bei Veranstaltungen
in unserem liebens- und lebenswerten Landkreis. Gerne können Sie aber auch Kontakt zu
mir über das Internet aufnehmen“, so Thomas Hartz abschließend.
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Stadtrat einstimmig für Industriegebiet Lisdorfer Berg
Historische Chance für Saarlouis
Die Stadt Saarlouis kann mit der Saarland Bau und Boden (SBB) einen Vertrag über die
Erschließung des Lisdorfer Berges als Industriegebiet abschließen. Der Stadtrat beschloss
nach langen Verhandlungen einstimmig einen Bebauungsplan.
Mit der Hoffnung auf Hunderte neuer Arbeitsplätze haben alle Ratsmitglieder ihr Ja zu einem
Vertrag mit der Landestochter Saarland Bau und Boden (SBB) zur Erschließung des Lisdorfer
Berges für Industrie und Gewerbe begründet. „Es ist die aktuell größte Industrieflächen-
Entwicklung in Deutschland“, sagte SBB-Geschäftsführer Thomas Schuck. CDU-Fraktionschef Tim
Flasche sprach von einem historischen Tag für die CDU. Sie hat seit den 70er-Jahren für dieses
Industriegebiet gekämpft. Der Durchbruch wurde geschafft, weil nun alle maßgeblichen politischen
Kräfte und die Stadtverwaltung an einem Strang ziehen.
Mit 50 Millionen Euro will die SBB auf einer Gesamtfläche von 127 Hektar drei Industriegebiete zu
22, 11 und 66 Hektar schaffen, insgesamt also 100 Hektar für Industrie und Gewerbe. Die
restlichen Flächen sind für den ökologischen Ausgleich bestimmt. Das erschlossene Gelände wird
industriellen und gewerblichen Interessenten angeboten, die bestimmten umweltverträglichen
Anforderungen gerecht werden. So werden stark emittierende Industrieanlagen von vorne herein
ausgeschlossen sein. Die SBB muss mit der Erschließung bis 2013 fertig sein, sonst bekommt sie
keine EU-Fördermittel.
Laut Entwurf zum städtebaulichen Vertrag können die Grundstücke nur mit dem Einverständnis
der Stadt und des Stadtrats an Firmen verkauft werden. Ein Lenkungsausschuss soll bei Bedarf
diese Entscheidung vorbereiten. Die Stadt will so Einfluss auf die Auswahl der Unternehmen
behalten, die sich auf dem Lisdorfer Berg ansiedeln. Die SBB zahlt vier Millionen Euro an die Stadt
für den ökologischen Ausgleich, soweit der nicht auf dem Gelände selbst geschieht.
Die CDU hat über Jahrzehnte beharrlich an der Entwicklung des Lisdorfer Berges zu einem
Industrie- und Gewerbegebiet gearbeitet. Dabei war immer von herausragender Bedeutung, dass
die Belange der Landwirtschaft berücksichtigt werden. Dies ist gelungen, weil die Zahl der aktiven
landwirtschaftlichen Betriebe auch in Lisdorf rückläufig ist und die CDU immer größten Wert darauf
legte und legt, dass die Lisdorfer Aue ausschließlich für die Belange der Landwirtschaft reserviert
bleibt. Es sind noch einzelne letzte landwirtschaftliche Belange zu klären, aber das wird mit
Sicherheit auch gelingen.
Für Saarlouis ist die Erschließung des Lisdorfer Berges eine historische Chance. Der Beschluss ist
vor allem deshalb historisch zu nennen, weil er der Stadt Saarlouis die Perspektive eröffnet,
endlich ihre finanziellen Probleme aus eigener Kraft zu stemmen. Wir alle wissen, dass gespart
werden muss; wir wissen aber auch, dass wir den Haushalt nicht alleine über die Ausgabenseite
sanieren können. Mit den Neuansiedlungen auf dem Lisdorfer Berg haben wir die Chance, unsere
Wirtschaftskraft so zu steigern, dass wir mit zusätzlichen Einnahmen dem Ziel eines
ausgeglichenen Haushalts erheblich näher kommen. Gleichzeitig ermöglichen wir Hunderte neuer
Arbeitsplätze und leisten so einen entscheidenden Beitrag zum Strukturwandel im Kreis und im
Land. Pünktlich zum Ende des Bergbaus schaffen wir hier die Voraussetzungen für viele neue
Jobs.
- 18 -
10. Grünkohlessen in der LFG-Betriebshalle wieder voller Erfolg
Auch das diesjährige traditionelle Grünkohlessen am 28. November war mit mehr als 450 Teilnehmern
wieder ein voller Erfolg. Die Veranstalter, die Lisdorfer Frischgemüse (LFG), der Verein für Heimatkunde
Lisdorf (VHL) und die Landwirtschaftskammer des Saarlandes (LWK), freuten sich über die bis auf den
letzten Platz gefüllte LFG-Betriebshalle. Gemeinsam mit ihren etwa 50 Helferinnen und Helfern aus den
Reihen der LFG und des VHL bereiteten sie mehrere Tage diese Großveranstaltung vor. Unterstützt wurden
sie von Anfang an durch das bewährte Feldküchenteam der DRK-Ortsgruppe Felsberg/Berus, das bereits
viele Stunden vor Beginn des Essens den Grünkohl aus Lisdorfer Anbau mit Kartoffeln, Rauchfleisch,
Rindermettwürsten und Gewürzen in ihren großen Kesseln zu leckerem „Mous“ zubereitet hatte.
In diesem Jahr zum ersten Male dabei war die Musik- und Gesangsgruppe (Shanty-Chor) der
Marinekameradschaft Ensdorf, die mit ihrem Gesang und der begleitenden Musik die Teilnehmer des
„Mousessens“ begeisterte und zum Mitsingen und Schunkeln bewegte. LFG-Chef Klemens Morguet
begrüßte als Hausherr zahlreiche Ehrengäste, unter anderem die Minister Monika Bachmann und Dr.
Christoph Hartmann, Staatssekretär Georg Jungmann, OB Roland Henz, zahlreiche Abgeordnete, die
Bürgermeister Pecina (Saarlouis), Hartz (Ensdorf), Neumeyer (Schwalbach), Gillo (Überherrn), den
Bauernverbandspräsidenten Fontaine, mehrere Beigeordnete und Ortsvorsteher, Kreistags- und
Stadtratsmitglieder, Banken-Vorstände, Behördenleiter, Geschäftsführer, Verbandsvertreter, Amtsleiter und
die Geistlichkeit mit den Pastoren Ralf Hiebert, Simon Huyhn sowie Kaplan Matthias Scheer.
VHL-Vorsitzender Heiner Groß führte durch das Programm. Als älteste Teilnehmerin mit 92 Jahren begrüßte
er Maria Wagner-Comtesse aus Lisdorf, die dem VHL seit seiner Gründung angehört und seit Jahren dabei
ist. Als dann Ilka Morguet das Zeichen gab, dass das „Mous“ ausgegeben werden könne, strömten fast
gleichzeitig mehr als 400 Hungrige zur Essenstheke, um eine schöne Portion in Empfang zu nehmen. Den
Ehrengästen wurde dabei keine „Extrawurst“ gebraten, sie mussten sich wie alle anderen anstellen, um in
den Genuss des leckeren Grünkohls zu kommen.
Mit stimmungsvollem Gesang und Musik, die die Teilnehmer zum Mitsingen und Mitschunkeln animierte,
ging dieses 10. Grünkohlessen zur allgemeinen Zufriedenheit zu Ende.(hg)
- 19 -
Lisdorfer Rommelboozenfest auf dem Raiffeisen-Gelände
Zum 8. Male führte der Verein für Heimatkunde Lisdorf unter Leitung von Mechthild Grasmück am 30.
September das beliebte Fest zusammen mit dem Raiffeisenmarkt Lisdorf auf dessen Betriebsgelände durch.
Diese Veranstaltung wurde 2003 erstmals durchgeführt und stieß auch bei der diesjährigen Neuauflage auf
großes Interesse weit über Lisdorf hinaus. Es kamen wieder viele Kinder mit ihren Eltern oder Großeltern.
Das Fest hat sich zu einem in der ganzen Region beliebten Herbstvergnügen für jung und alt entwickelt. Der
Saarländische Rundfunk berichtete in den letzten Jahren mehrfach in Hörfunk und Regionalfernsehen über
diese traditionelle Veranstaltung in Lisdorf.
Bereits im zeitigen Frühjahr werden vom VHL die Vorbereitungen für dieses Herbstvergnügen getroffen,
indem VHL-Vorstandsmitglied Georg Groß aus Beaumarais sich den inzwischen raren Samen für die
„Eckendorfer Futterrüben“ beschafft. Diese
wurden früher von jedem Bauern in unserer
Region als beliebtes Viehfutter angebaut und
eignen sich zum „Rommelboozenschnitzen“
besonders gut, sind heute aber nur noch recht
selten zu finden. Der Rückgang der
Viehhaltung und die nährstoffreicheren
Zuckerrüben haben die Eckendorfer
Futterrüben weitgehend verdrängt. Für das
Lisdorfer „Rommelboozenfest“ sorgt Georg
Groß stets für ausreichend „Rommeln“.
Die mehr als 60 Teilnehmerinnen und
Teilnehmer konnten sich ihre Rübe selbst
auswählen. Mit diversen Schnitzwerkzeugen
ausgestattet und oftmals unterstützt durch
ältere Geschwister oder Eltern gestalteten sie
ihre Rommeln zu wahren Kunstwerken, in die abends eine Kerze hineingestellt werden konnte, um dann
einen echt furchterregenden Rommelbooz daraus zu machen. Nach etwa einer Stunde hatten alle
Teilnehmer ihre Rommelboozen fertig und auf einer langen Tischreihe zur Prüfung durch eine Jury
aufgestellt.
Die Jury, bestehend aus Lehrerin Gabriele Kurdziej-Winter von der Lisdorfer Grundschule sowie Maria
Scholly und Heiner Groß vom Vorstand des VHL, entschied sich nach mehreren Auswahl- und Prüfgängen
für drei besonders schön gestaltete Boozen, und zwar von Gimbia Marinetti aus Lisdorf, Adrian Winter aus
Wallerfangen und Magnus Luxenburger aus Lisdorf. Ihnen überreichte Heiner Groß jeweils Sonderpreise
und allen übrigen Teilnehmern Ehrenpreise, die die Volksbank Saarlouis gestiftet hatte. Die drei
Erstplatzierten wurden übrigens am 4. Oktober dieses Jahres auf der Titelseite der Saarbrücker Zeitung
abgebildet.
Während der Veranstaltung erhielten alle Teilnehmer eine schöne Brezel und einen Kakao-Trunk. Zum
Schluss dankte Heiner Groß allen Künstlern und ihren Eltern für die Teilnahme sowie den Helfern vom
Raiffeisenmarkt und dem VHL, besonders Mechthild Grasmück, für ihr Engagement. (hg)
- 20 -
Kath. Frauengemeinschaft Lisdorf (kfd) feierte 100-jähriges Bestehen
Am Samstag, dem 5. November 2011, nur zwei Wochen nach den großen Festveranstaltungen
zum 1100-jährigen Bestehen von Lisdorf, konnte die kath. Frauengemeinschaft St. Elisabeth der
Pfarrei Lisdorf (kfd), die mit derzeit 200 Mitgliedern zu den großen Lisdorfer Vereinen zählt, ihr
100-jähriges Jubiläum feiern.
Pastor Ralf Hiebert, der geistliche Begleiter der
kfd Lisdorf, zelebrierte in der Lisdorfer
Pfarrkirche eine vom Kirchenchor und den kfd-
Frauen mitgestaltete würdige Festmesse, die
außerordentlich gut besucht war. In seiner
Predigt würdigte er das verdienstvolle Wirken
der Frauengemeinschaft in den 100 Jahren und
lud alle Messteilnehmer zur anschließenden
Feier in die Hans-Welsch-Halle ein. Diese war
bis auf den letzten Platz gefüllt, als Marie-Luise
Groß, die Team-Sprecherin der kfd Lisdorf, die
Anwesenden herzlich begrüßte.
Pastor Ralf Hiebert bei seinem Grußwort
Besonders begrüßte sie die Schirmherrin des Jubiläumsfestes, Ministerin Monika Bachmann, die
noch in ihrer vorherigen Funktion als Landrätin die Schirmherrschaft übernommen hatte, und den
Innen-Staatssekretär Georg Jungmann sowie die Pastöre Ralf Hiebert und Anton Heidger;
außerdem die Vertreter aus Kreis und Stadt Saarlouis sowie aus den kfd-Gremien in Diözese,
Region, Dekanat und den benachbarten Pfarreien.
Schirmherrin Monika Bachmann - selbst
seit vielen Jahren in ihrem Heimatort
Hülzweiler kfd-Mitglied – lobte in ihrer
Festrede das Engagement der kfd-
Frauen, durch deren Wirken sowohl die
Kirche als auch die Gesellschaft und die
Ortsgemeinschaft bereichert würden.
Pastor Ralf Hiebert und Staatssekretär
Georg Jungmann gratulierten zum
Jubiläum und dankten für das nun 100-
jährige Wirken, ebenso die Vertreter der
übergeordneten kfd-Gremien.
<- Bild: Schirmherrin Monika Bachmann bei
ihrer Rede.
- 21 -
Für die fast vollzählig versammelten Ortsvereine gratulierte VHL-Vorsitzender Heiner Groß und
überreichte deren Geldpräsente.
Das Jugendorchester der
Spielgemeinschaft Lyra Lisdorf-
Picard unter Leitung von Yvonne
Harig umrahmte den ersten Teil
der Festveranstaltung, während
die Chorgemeinschaft MGV 1859
Lisdorf (Bild links) unter Leitung
von Heinz Gindorf den zweiten Teil
gesanglich gestaltete. Die Lisdorfer
kfd-Frauen trugen mit mehreren
Auftritten, Vorträgen und Sketchen,
wie auch der kfd-Chor, begleitet
vom Gitarristen Bernd Hawner,
wesentlich zu dem gelungenen
Programm bei. Auch der Kindergarten, der LiGeKa und der Heimatverein beteiligten sich an der
Programmgestaltung. Marianne Faust mit ihren Mundartbeiträgen sowie Martina Hild, Doris
Freichel, Anne Adam, Maria Hirtz, Uschi Destruellle-Grün, Christine Hawner und Ralf Rectenwald
ernteten mit ihren Sketchen viel Beifall, ebenso Monika Leitel mit Müttern und Kindern aus dem
Kindergarten beim „Dankeschön der Generationen“.
Am Schluss dankte Marie-Luise Groß, die
durch das Programm führte, den zahlreichen
Besuchern für ihr Kommen und den
mitwirkenden Personen und Vereinen für ihr
Engagement sowie den Frauen für ihre
Treue und Verbundenheit zur Katholischen
Frauengemeinschaft St. Elisabeth Lisdorf.
Die Redaktion dieses Blattes gratuliert der
kfd Lisdorf ebenfalls recht herzlich zu ihrem
100-jährigen Jubiläum und dankt für ihr
segensreiches Wirken in unserer kirchlichen
und dörflichen Gemeinschaft. Besonders
hervorzuheben ist, dass sie innerhalb von
14 Tagen sowohl ihre Beiträge zur historischen Marie-Luise Groß bei ihrer Dankesrede
Bilderausstellung als auch zum Festumzug und
danach auch die eigene Jubiläumsveranstaltung mit Bravour bewältigt hat.
Bild: Das Leitungsteam
der kfd Lisdorf, von
links:
Martina Hild, Renate
Arnold, Agnes Groß,
Teamsprecherin Marie-
Luise Groß, Doris
Schleich, Ulrike Knoll,
Marianne Jungen, Ros-
witha Weiler, Edeltraud
Nagel.
Es fehlen: Marianne
Damde, Ursula
Destruelle-Grün und
der geistliche Begleiter
Pastor Ralf Hiebert.
- 22 -
Kreistag dankte Monika Bachmann
Am 24.08.2011 berief die saarländische Minister-
präsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer die
Saarlouiser Landrätin Monika Bachmann als Ministerin
für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport in ihr
Kabinett. In der Kreistagssitzung vom 30.08.2011 wurde
sie offiziell verabschiedet. Alle Fraktionen lobten sie für
ihre unermüdliche Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger
des Landkreises Saarlouis.
In angemessener Weise wurden die von Monika Bachmann
initiierten Projekte während ihrer Amtszeit von allen
Kreistagsfraktionen gewürdigt. Um nur einige zu nennen:
- Bau von Bistros an den Gymnasien im Zuge der Einführung von G 8
- Gründung der ARGE, zusammen mit der Agentur für Arbeit
- Gründung der Beschäftigungs- und Qualitätsgesellschaft (BeQu)
- Übergang der Wohngeldsachbearbeitung von den kreisangehörigen Gemeinden auf den
Landkreis
- Ausbau der freiwilligen Ganztagsschule an allen Kreisschulen, teilweise begleitet durch die
Schaffung neuer Räumlichkeiten für die Essensausgabe und die Nachmittagsbetreuung
- Einführung der doppischen Haushaltsführung im Landkreis Saarlouis
- Einrichtung von Pflegestützpunkten
- Neugestaltung der Sportplatzanlage Choisy in Zusammenarbeit mit der Kreisstadt
Saarlouis
- Bau eines Tierheims in Dillingen in Zusammenarbeit mit den kreisangehörigen Gemeinden
und dem Landkreis Merzig-Wadern
- Aufstellung eines Seniorenplanes für den Landkreis in Zusammenarbeit mit der HTW des
Saarlandes
- Bau der KiTa „Kinderland“ in Trägerschaft der Kinderland im Landkreis Saarlouis gGmbH.
Andreas Kiepsch, der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, bedankte sich für die hervorragende
Zusammenarbeit und schenkte ihr ein Luftbild der Kreisstadt Saarlouis mit ihrer alten
Wirkungsstätte, dem Landratsamt. „Die CDU-Fraktion hat mit der Landrätin Monika Bachmann
sehr gerne zusammengearbeitet und hofft, dass sie beim Betrachten des Bildes viele gute
Erinnerungen an ihre Saarlouiser Amtszeit hat“, so Kiepsch. Auch die anderen Fraktionen des
Kreistages bedankten sich für die stets gute und faire Zusammenarbeit.
Monika Bachmann bedankte sich in ihrer bekannten Bescheidenheit bei den Fraktionen für die
ehrenvolle Verabschiedung. Sie sehe ihre Tätigkeit als Landrätin als richtig gute Zeit an. „Ich bin,“
so Monika Bachmann, „sehr gerne hier gewesen! Ich habe einige Herzensangelegenheiten, bei
denen ich hoffe, dass der Kreistag Saarlouis sie künftig weiterhin fördert. Beispielsweise: den
Flugplatz Düren als touristisches Highlight, das Kinderland Saarwellingen, das im Rund aller
gemeindlichen und kirchlichen Kindergärten hervorragend funktioniert, das neue Tierheim Dillingen
sowie die Wirtschafts- und Tourismusförderung im Landkreis wie auch die Förderung der
erneuerbaren Energien.“ (bl)
-23 -
Bundesweiter Vorlesetag
Georg Jungmann las Kindern in der Lisdorfer Grundschule vor
Staatssekretär Georg Jungmann las am 22. Nov. 2011 anlässlich des 8. bundesweiten Vorlese-
tages den Kindern der Klasse 1a in der Grundschule Professor Ecker aus dem Buch „Eine Woche
voller Samstage“ von Paul Maar vor. Die Kinder hörten interessiert und gespannt der Geschichte
vom ängstlichen Herrn Taschenbier und dem Sams zu.
Nach der Lesestunde schenkte Georg Jungmann das Buch der Schulbücherei und die
Klassenlehrerin Frau Braun versprach, die Geschichte bald weiter vorzulesen. Diese durch die
„Stiftung Lesen“ und die Zeitung „Die Zeit“ ins Leben gerufene Initiative soll zur Stärkung der
Lesekompetenz und der Lesemotivation dienen.
Impressum: Herausgeber: CDU-Ortsverband Lisdorf III. Gartenreihe 50 Tel. 40155 Fax 122464
JUNGE UNION Lisdorf Thirionstraße 22 Tel. 461119
Redaktion: Georg Jungmann, Klaus Hild, Frederic Becker, Heiner Groß, Bernd Lay, Andreas und Harald Weiler,
Gabriele Schmitt, Gudrun Jungmann, Gabi Germann, Robert Schütz, Tim Flasche, Karl Schneider,
Fotos von Georg Groß und Harald Weiler.
Redaktionsschluss war am 13. Dezember. Die Zeitschrift wird durch ehrenamtliche Helfer verteilt,
eine zeitgleiche Verteilung in Lisdorf ist deshalb nicht gewährleistet. Namentlich gekennzeichnete
Artikel geben die Meinung des Verfassers wieder und nicht unbedingt die Meinung der CDU
Lisdorf. Weitere Exemplare dieser Ausgabe liegen aus in der CDU-Kreisgeschäftsstelle,
Saarstraße 4, und können dort kostenlos abgeholt werden.
Was machen Sie „zwischen den Jahren“,
vielleicht eine Nachtwanderung?
Die CDU Lisdorf bietet in der Zeit zwischen den Jahren eine solche Wanderung an.
Treffpunkt ist am Donnerstag, dem 29. Dezember 2011, 18 Uhr,
auf dem Parkplatz am Friedhof in Lisdorf, Kleinstraße.
Die Wegstrecke führt von dort über die Saar nach Ensdorf zur Bergehalde. Nach dem Aufstieg auf
die Bergehalde (bitte Taschenlampen mitbringen) genießen wir den herrlichen Blick über das im
weihnachtlichen Glanz erstrahlende Saarlouiser Becken. Auf dem Rückweg wollen wir ins Cafe
STORMWIND (ehemals Bergmannsheim) zum Essen einkehren, hierfür ist eine Voranmeldung
unumgänglich, Anmeldeschluss ist am 23. Dezember 2011!
Alle Wanderfreunde und solche, die es werden wollen, sind dazu recht herzlich eingeladen!
Anmeldung bei Alfred Philippi (Tel.: 0171 5559132) oder
E-Mail: alfred.philippi@lisdorf.de
Neujahrsempfang
des CDU-Stadtverbandes Saarlouis
Samstag, 14. Jan. 2012, 18.30 Uhr
Karl-Thiel-Haus, Roden
Ehrengast ist CDU-Landratskandidat
Bürgermeister Thomas Hartz
Sie sind herzlich eingeladen!
Ein frohes, friedvolles und gesegnetes
Weihnachtsfest und
Gesundheit, Glück und Erfolg
im neuen Jahr 2012
wünschen Ihnen
Ihre CDU und JU Lisdorf

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Lia Nr. 138

  • 1. - -Informationsschrift Nr. 138 für Lisdorfer Bürger -Herausgeber Weihnachten 2011 CDU und JU Lisdorf - - - 1100 Jahre Lisdorf - Historischer Festumzug am 23. Oktober - Der „Dillenschass“ fuhr durch Lisdorfs Straßen -Seiten 2 bis 13 - 100 Jahre katholische Frauengemeinschaft Lisdorf -Seiten 20 und 21 - Fahrt nach Brügge und Gent Zehntes Grünkohlessen - Seiten 14 und 15 Seite 18 - - CDU-Landratskandidat Thomas Hartz - Seite 16 und Beilage - - Landrätin verabschiedet -Seite 22- - Lisdorfer Notizen -Seiten 17 bis 19-
  • 2. -2 - Lisdorf feierte mit einem Festakt in der Hans-Welsch-Halle sein 1100-jähriges Bestehen Einer der Höhepunkte der Festveranstaltungen, mit denen Lisdorf sein stolzes Ortsjubiläum feierte, war der Festakt am 21. Oktober in der festlich geschmückten Hans-Welsch-Halle. Hierzu hatte das Organisationsteam unter Leitung von Herbert Germann, das aus Anlass des Ortsjubiläums vor mehr als einem Jahr aus Vertretern der Ortsvereine gebildet worden war, neben den Einwohnern von Lisdorf viele Gäste aus Stadt, Kreis und Land eingeladen und viele, viele kamen. Die Hans-Welsch-Halle war an diesem Abend in ein historisches Schmuckstück verwandelt worden. Bernd Hawner, Mitglied des Orgateams, hatte die Bühne mit seinen Helfern mit groß- formatigen Bildern von unserer Pfarrkirche und weiteren unter Denkmalschutz stehenden historischen Lisdorfer Gebäuden ausgestaltet. Die Wände waren geschmückt mit vielen historischen Bildern, die tags zuvor bei der historischen Bilderausstellung auf Stellwänden gezeigt worden waren. Bühne und Halle waren zudem mit Blumen- und Grün-Arrangements der „Floralen Werkstatt“ von Jutta Faust geschmückt. In diesem geschmackvollen Ambiente begrüßte Staats- sekretär Georg Jungmann die Gäste des Festaktes. Als Mitglied des Orgateams hatte er die Moderation dieses Festaktes übernommen. Wegen der Vielzahl der hochrangigen Gäste beschränkte er sich nur auf wenige, die er namentlich begrüßte, so unter anderem die Ministerin Monika Bachmann, die in Vertretung der Schirmherrin Ministerpräsidentin Annegret Kramp- Karrenbauer kam, den Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Landtag Hubert Ulrich, den Saarlouiser OB Roland Henz, die Bürgermeister Thomas Hartz, Patrik Lauer und Klaus Pecina sowie die Geistlichkeit mit den Pastoren Ralf Hiebert, Anton Heidger und Simon Huyhn. Moderator Georg Jungmann führte aus, dass man das 1100-jährige Ortsjubiläum von Lisdorf etwas vorfeiere. Lisdorf sei am 20. Dezember 911 erstmals urkundlich erwähnt worden. Demzufolge seien es bis zum offiziellen „Geburtstag“ noch zwei Monate. Heiner Groß, Vorsitzender des Heimatkunde- vereins Lisdorf und ebenfalls im Orgateam, berichtete, dass man es dem Saarlouiser Heimatforscher Dr. Andreas Mailänder (1888- 1981) zu verdanken habe, dass wir seit etwa 50 Jahren wissen, dass Lisdorf im Jahre 911 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Er hatte die bedeutende, hier unbekannte Urkunde im Stadtarchiv Lille in Nordfrankreich ausfindig gemacht und sie aus dem Lateinischen ins Deutsche übersetzt.
  • 3. - 3 - Der Heimatkundeverein habe es danach als eine seiner Hauptaufgaben angesehen, die urkundliche Ersterwähnung von Lisdorf durch wiederholte Berichterstattung in verschiedenen örtlichen Publikationen ins Bewusstsein der interessierten Lisdorfer und Saarlouiser Bürger zu bringen. Seit etwa zehn Jahren hatte er wiederholt aufgerufen, das 1100-jährige Ortsjubiläum angemessen zu feiern, was ihm, wie dieser Festakt eindrucksvoll beweise, bestens gelungen sei, so Heiner Groß. Ministerin Monika Bachmann lobte in ihrem Grußwort Lisdorf und die Lisdorfer. Sowohl im wirtschaftlichen als auch im gewerblichen und kulturellen Bereich werde seit vielen Jahren in Lisdorf Außerordentliches geleistet, das weit über die Grenzen unserer Heimat hinaus ausstrahle. Oberbürgermeister Roland Henz überbrachte die Grüße der „übrigen 35.000 Saarlouiser“. Allen Geschichts- forschern, Historikern und Heimat- forschern dankte er dafür, dass sie die Geschichte für andere festhielten. Dies sei hier in Lisdorf besonders festzustellen, wofür er herzlich danke, so OB Henz. Bürgermeister Thomas Hartz überbrachte die Grüße der Gemeinde Ensdorf und der Ensdorfer Bevölkerung. Er erinnerte an die lange Zeit, in der Lisdorf und Ensdorf sowohl kirchlich als auch verwaltungsmäßig eine Einheit bildeten. Von 1815 bis 1936 hatte es in der Amtsbürgermeisterei Lisdorf–Ensdorf elf Bürgermeister gegeben, die ihren Amtssitz in Lisdorf hatten. Diese gemeinsame Zeit sei, nach der Geschichtsschreibung zu urteilen, eine gute Zeit gewesen, so Bürgermeister Hartz. Pastor Ralf Hiebert wies in seinem Grußwort darauf hin, dass in Lisdorf die Menschen die Kirche stets als den Mittelpunkt des Ortes und ihres Lebens betrachteten. Diese Verbundenheit zur Kirche gelte es zu erhalten. Auf Vorschlag des VHL hielt der Historiker Dr. Johannes Schmitt, Präsident der historisch- kulturellen Vereine des Saarlandes, die Festrede zum Thema „Lisdorf vor 1100 Jahren im karolingischen Spätreich“. Dr. Schmitt stellte dem VHL den kompletten Vortrag zur Verfügung, der demnächst an anderer Stelle veröffentlicht wird. Deshalb wird hier nur ganz kurz auf den Festvortrag eingegangen. Er behandelte die Zeit, aus der die Ersterwähnung von Lisdorf stammt. Nach der Urkunde von 911 sei dem damaligen Besitzer der „villa Letstorph“ (Lisdorf), Bischof Stefan von Cambrai, das Recht verliehen worden, auf dem Lisdorfer Bann eine Stadt zu errichten, was dann aber nicht geschehen sei. Es handele sich bei der Urkunde um eine der ersten Stadtrechtsurkunden überhaupt, so Dr. Schmitt. Der hochinteressante und kurzweilige Festvortrag von Dr. Johannes Schmitt wurde mit viel Beifall aufgenommen. Moderator Georg Jungmann dankte zum Schluss allen Festrednern, den Mitgliedern des Orga- Teams und der Jazz-Formation „Jazzlag“, die den Festakt musikalisch umrahmte. Die zahllosen Gäste lud er zu einem Umtrunk ein, während dazu die Jazzformation aufspielte. Danach war die einhellige Meinung zu hören, dass dieser Festakt - trotz der acht Reden - interessant, kurzweilig, locker und leicht, aber dennoch dem Jubiläum angepasst würdevoll abgelaufen sei. (hg)
  • 4. - 4 - Historische Bilderausstellung zur 1100-Jahr-Feier von Lisdorf Als der Verein für Heimatkunde Lisdorf e.V. (VHL) vor einigen Jahren anregte, das 1100-jährige Ortsjubiläum von Lisdorf im Jahre 2011 zu feiern, wurde gefragt, wie dies gebührend und angemessen geschehen soll. Nach ersten Überlegungen war schnell klar: Festgottesdienst, Dorfgemeinschaftsabend, Festakt, historische Bilderausstellung, Festschrift oder Festbuch und ein historischer Festumzug. Gerade beim Festumzug bestanden Zweifel an der Realisierung. Mitte 2010 stand fest, dass der VHL alleine diese Veranstaltungen nicht würde ausführen können. Deshalb war es gut, dass aus allen Ortsvereinen ein Organisationsteam gebildet wurde (Bild unten), das alle vorgenannten Punkte in monatelanger Arbeit umsetzen konnte. Bei der historischen Bilderausstellung war es anders, die konnte ohne größere Probleme weitgehend vom VHL bewältigt werden. Bereits bei der Gründung des VHL wurde als wesentliche Aufgabe die Sammlung und Archivierung von alten Bildern, Zeitungen, Karten und Schriften in Angriff genommen. Das Bildarchiv, von Anfang an von Agnes Groß geführt, umfasst inzwischen mehr als 4000 alte Bilder, Zeichnungen und Karten. Das Schriftenarchiv, sowohl von Heiner Groß als auch von Günter Mang geführt, umfasst etwa 120 Ordner. Das Bildmaterial für eine historische Bilderausstellung war also vorhanden. Die digitale Erfassung und optische Nachbearbeitung der vorhandenen Bilder erledigte über viele Stunden und Tage mit Bravour das VHL-Vorstandsmitglied Georg Groß, dem dafür herzlich zu danken ist. Fast alle Lisdorfer Vereine und Institutionen steuerten Bilder vor allem ihrer eigenen Geschichte bei: Berg- und Hüttenarbeiterverein, CDU-Ortsverband, Chorgemeinschaft MGV 1859, Feuerwehr, Klingende Kirche, HGS/Saargold Lisdorf, Katholische Frauengemeinschaft (kfd), Kirchenchor, LiGeKa, Orchesterverein, Schützengilde, SPD-Ortsverein, Spielgemeinschaft Lyra Lisdorf-Picard, Sportverein SV 1929, Lisdorf - Alles im grünen Bereich, Verein für Geschichte und Kultur Wadgassen, Grundschule Professor Ecker und der Kindergarten Herz-Jesu. Insgesamt wurden über 1100 Bilder ausgestellt. Gezeigt wurden: Geschichte der Lisdorfer Vereine und Institutionen, Gebäude und Ansichten von Lisdorf, Lisdorfer Pfarrkirche im Wandel der Zeit, Lisdorfer Persönlichkeiten, Baudenkmäler in Lisdorf, Bilder aus dem bäuerlichen Leben, Lisdorfer Heimatblätter als Quelle für Heimat und Geschichte, Gemüsebau in Vergangenheit und Gegenwart, Lisdorf in Karten und Luftbildern, Lisdorfer Ortsnamen im Laufe der Geschichte, Lisdorf und die Herrschaft Wadgassen, Kohlezeichnungen Lisdorfer Motive von Robert Eisenbarth, Erntedankfeste 1934-1988. Die Themen-Beschriftung besorgte VHL-Vorstandsmitglied Gerhard Grasmück, dem dafür herzlich zu danken ist.
  • 5. - 5 - Die über 1100 Bilder der Ausstellung wurden auf insgesamt 31 Stellwänden gezeigt, die der Neue Betriebshof Saarlouis (NBS) zur Verfügung gestellt hatte. Zunächst wurde die historische Bilderausstellung vom 20.-24. Oktober 2011 in der Hans-Welsch-Halle gezeigt und dann in den städtischen Ausstellungsraum in der ehemaligen Kaserne VI verlagert, wo sie am 28. Oktober durch Staatssekretär Georg Jungmann und Oberbürgermeister Roland Henz wieder eröffnet wurde. Zur Eröffnung der Ausstellung am Donnerstag, dem 20. Oktober, in der Hans-Welsch-Halle kamen mehr als 500 Interessierte, die von Heiner Groß begrüßt wurden. Das hat die Erwartungen bei weitem übertroffen. OB Roland Henz, der die Ausstellung mit eröffnete, stellte fest: „Das gibt es nur in Lisdorf“. Zur Überraschung brachte er Bronzebüsten und Ölgemälde der DSD-Gründer Hans Welsch aus Lisdorf und Hubert Linster aus Roden mit, die der Stadt Saarlouis von der jetzigen DSD-Geschäftsführung geschenkt worden waren. Beide waren Ehrenbürger der Stadt Saarlouis. Hans Welsch ist auf dem Lisdorfer Friedhof bestattet, und bekanntlich trägt unsere Halle seinen Namen. Nach dem Wunsche von OB Roland Henz sollte die Büste einen würdigen Platz in der Hans-Welsch-Halle bekommen und das Ölgemälde von Hans Welsch künftig die Heimatstube zieren. Während der vier Festtage in Lisdorf haben sie dort mehr als 1500 Personen gesehen, und das ist für eine Ausstellung einmalig gut. In die restaurierten Gewölbe in der Kaserne VI, wo die Ausstellung bis 20. November gezeigt wurde, kamen nochmals viele Interessierte. Neben den 31 Stellwänden konnten auch die von Bernd Hawner gestalteten Objekte von Pfarrkirche, Landwehrkreuz, Kapuzinerkloster, Abteikirche in Wadgassen und die erste Landwirtschaftsschule von 1835 sowie die Schilder vom Festumzug und die Vereinsschilder vom Lisdorfer Maibaum aufgestellt werden, was das Erscheinungsbild der Ausstellung erheblich aufwertete. Allen, die am Aufbau dieser ortsumfassenden Ausstellung beteiligt waren und während der Ausstellung dort Aufsicht geführt haben, sei herzlich gedankt. (hg)
  • 6. - 6 - Festmesse und Dorfgemeinschaftsabend Bereits um den Jahreswechsel 2010/11 stand fest, dass zwischen dem Festakt am 21. Oktober 2011 und dem großen Festumzug am darauf folgenden Sonntag in unserer schön renovierten barocken Pfarrkirche eine Festmesse gefeiert und anschließend in der Hans- Welsch-Halle ein Dorfgemeinschaftsabend unter Beteiligung aller Ortsvereine durchgeführt werden sollten. Im Orgateam wurde beschlossen, dass Klemens Port, 1. Vorsitzender der Chorgemeinschaft MGV 1859 Lisdorf, die Organisation übernehmen sollte. In Gesprächen mit Pastor Ralf Hiebert und den pfarrlichen Gremien wurde beschlossen, die samstägliche Festmesse in der Pfarrkirche be- sonders würdevoll zu gestalten. Vom Blumenhaus Wein wurde die Pfarrkirche dem Anlass angemessen mit Lisdorfer Gemüse geschmückt. Die Festmesse wurde von Pastor Ralf Hiebert und Diakon Manfred Speicher zelebriert. Die komplette Schar der Messdiener ließ es sich nicht nehmen, am Altar zu dienen. Der Kirchenraum war fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Kirchenchor unter der Leitung von Armin Lamar trug durch seinen Gesang wesentlich zu dem würdevollen Gottesdient bei, ebenso die Fahnenabordnungen von Berg- und Hüttenarbeiterverein, Katholischer Frauengemeinschaft, Kirchenchor und Lourdesverein. Frauen des SC Saargold und der kfd Lisdorf brachten Opfergaben an den Altar und trugen die Fürbitten vor. Pastor Ralf Hiebert hielt eine besonders anspruchsvolle Predigt, die sich mit dem Ortsjubiläum und der Verbundenheit von Lisdorf zur Kirche und zu unserem katholischen Glauben beschäftigte. Der überaus gute Besuch der Festmesse setzte sich anschließend in der Hans-Welsch-Halle fort. Auch diese war beim Dorfgemeinschaftsabend bis auf den letzten Platz gefüllt. Die über 30 großen Stellwände mit den Bildern der historischen Ausstellung waren vorher in einem Kraftakt auf die Hallenempore befördert und dort gut einsehbar aufgestellt worden. Die Stimmung an diesem Abend, für dessen Programm Klemens Port verantwortlich zeichnete, war hervorragend. Dafür sorgte auch Herbert Germann, der diesen Abend moderierte. Die musikalische Umrahmung besorgte im ersten Teil die Spielgemeinschaft Lyra Lisdorf-Picard unter Leitung von Yvonne Harig und im zweiten Teil der Orchesterverein Lisdorf unter der Leitung von Sandra Wilhelm. Zwischenzeitlich steuerte der Männerchor der Chorgemeinschaft Lisdorf, dirigiert von Vizechorleiter Heinz Gindorf, mehrere Gesangsbeiträge bei und die Mundartexpertin des VHL Marianne Faust unterhielt das Publikum mit einigen heiteren Vorträgen in Lisdorfer Mundart. Mit lustigen Sketchen traten Christine Hawner und Ralf Rectenwald sowie Herbert und Gabi Becker- Germann vom LiGeKa auf. Nach dem Programm verbrachten viele Gäste noch einige weitere Stunden in gemütlicher Runde, andere waren gedanklich schon beim Festumzug am nächsten Tag. Das Resümee dieses Abends lautete: Ein schöner und abwechslungsreicher Abend, an dem viel gelacht wurde, war in großer Harmonie zu Ende gegangen. (hg)
  • 7. - 7 - Historischer Festumzug Höhepunkt der Festlichkeiten Bei schönstem Wetter kamen Tausende von Schaulustigen nach Lisdorf Der Termin für den historischen Festumzug – Sonntag, der 23. Oktober – war von Anfang an sehr umstritten. Die Kritiker befürchteten bei einem solch späten Termin kühles und regnerisches Wetter, was dem Festumzug mehr als abträglich gewesen wäre. Schließlich hofften alle auf einen richtigen „Goldenen Oktobertag“ und diese Hoffnung wurde glücklicher- weise mehr als erfüllt: Strahlender Sonnenschein und fast sommerliche Temperaturen, ein Wetter wie bestellt für einen historischen Festzug, beste Voraussetzungen also für einen Besucheransturm. Dieser setzte tatsächlich bereits am späten Vormittag ein. Als der Festzug um 14 Uhr losging, säumten Tausende von Schaulustigen die Straßen. Experten schätzten ihre Zahl auf etwa 15.000. Einen solchen Besucheransturm hatte Lisdorf zuletzt bei den von Sepp Breininger organisierten Erntedankumzügen in den 1950er-Jahren gesehen. Was die vielen tausend Besucher beim historischen Festumzug in Lisdorf erlebten, war einzigartig. Das bestätigten Besucher, die in den letzten Jahren Festumzüge oder ähnliche Aktivitäten in verschiedenen Orten des Saarlandes und darüber hinaus gesehen hatten. Sowohl die Darstellung aller wichtigen Ereignisse aus unserer mehr als tausendjährigen Ortsgeschichte in ihrer zeitlichen Abfolge als auch deren Präsentation seien großartig gewesen, so die Meinung der Betreffenden. Mit etwa 20 Motivwagen und der gleichen Anzahl an historischen Fahrzeugen sowie einer Vielzahl an Kraftfahrzeugen und Traktoren, vom Oldtimer bis zum neuesten Großtraktor, Geräteträger und Schlepper mit allerlei Anbaugeräten und vielen Kleinfahrzeugen sowie vielen historischen Fußgruppen wurde die Lisdorfer Geschichte zu etwa 50 ausgewählten Motiv-Themen dargestellt. Die Wagen wurden in wochenlanger Fleißarbeit unter der Regie von Dipl.- Designer Bernd Hawner von einem guten Dutzend Helferinnen und Helfern überwiegend in den Hallen des Neuen Betriebshofes (NBS) in Saarlouis hergerichtet. Ein besonders aufwendiges und originelles Objekt war der Nachbau des „Dillenschass“, des bekanntesten der Treidelschiffe auf der Saar, das von 1894 bis 1931 täglich Gemüse von Lisdorf nach Saarbrücken beförderte. Harald Weiler vom Vorstand des VHL sammelte monatelang alte landwirtschaftliche Klein- und Handarbeitsgeräte, Drückerkarren und Handziehwagen, „möbelte“ sie für den Umzug auf und motivierte deren Besitzer sowie Personen aus dem Bekanntenkreis zum Mitmachen. Prunkstück der Gerätesammlung war eine funktionstüchtige Miele-Handkurbel-Waschmaschine auf Holzbottich aus wilhelminischer Zeit.
  • 8. - 8 - Insgesamt waren am Festzug annähernd 800 Personen aktiv beteiligt, eine Anzahl, die man auch in den kühnsten Träumen nicht für möglich gehalten hätte. Es war schon eine Mammutaufgabe, die vor allem in den letzten Wochen und Tagen vor dem Festzug dessen Cheforganisator Ralf Rectenwald zu bewältigen hatte. Vom Dorf-Ausscheller (August Balthasar) am Anfang des Zuges bis zum letzten Wagen mit der prunkvollen grünen Erntekrone und schönem Gemüse aus Lisdorf war jeder Punkt des Festzuges eine wahre Augenweide. Der Lisdorfer Gemüsebau wurde auf mehreren Wagen mit der gesamten Produktpalette und den eingesetzten Traktoren – früher und heute – präsentiert. Als sehr positiv wirkte sich auch aus, dass alle mitmachten. Zum Beispiel unser OB Roland Henz als Drehorgelspieler auf dem Wagen der Klingenden Kirche und Pastor Ralf Hiebert in der Kleidung eines Kirchenschweizers in der Fußgruppe des Kirchenchores sowie Bürgermeister Klaus Pecina als „Saarabstimmungs-Aktivist“ aus dem Jahre 1955 in der Fußgruppe der CDU Lisdorf.
  • 9. - 9 - Hinter dem Dorf-Ausscheller marschierten Staatssekretär Georg Jungmann, Orgateam-Chef Herbert Germann, der VHL-Vorsitzende Heiner Groß sowie der Ensdorfer Bürgermeister Thomas Hartz im Zug bis zur Tribüne gegenüber der Feuerwehr mit, von wo aus sie dann den vorbeiziehenden Festzug kommentierten. Bürgermeister Hartz wurde bei der 1100-Jahr-Feier eine besondere Rolle zugewiesen, weil Ensdorf über hunderte von Jahren sowohl kirchlich als auch ver- waltungsmäßig bis 1936 zu Lisdorf gehörte. Über den Festzug wurde landesweit in Presse, Funk und Fernsehen berichtet. Die Saarbrücker Zeitung schrieb dazu am Montag, dem 24. Oktober, ganzseitig wie folgt (auszugsweise): Lisdorf. „Gleich zwei Könige waren vor Ort, dazu fromme Mönche und verurteilte Hexen, energische Bäuerinnen und bewaffnete Garden, Musik, Sonne und tausende Besucher: Beim Historischen Festumzug „1100 Jahre Lisdorf" hatte der Saarlouiser
  • 10. - 10 - Stadtteil zu seinem besonderen Jubiläum auch Besonderes zu bieten. Weil Letzteres wohl auch Westfrankens König Karl III. im Jahre 911 befand, verschenkte er die „Villa Letstorph" urkundlich - und bescherte Lisdorf damit ein Geburtsdatum, das es gestern königlich zu feiern galt. Die Prozession, die auf rund 1,5 Kilometern genau 1100 Jahre Dorfgeschichte zum Leben erweckte, sollte der Höhepunkt der Jubiläums- feierlichkeiten in Lisdorf sein, die am vergangenen Donnerstag begonnen hatten. Dass er das Zeug zum „Highlight" habe, befand natürlich das Organisationsteam nebst Ehrengästen auf der Haupttribüne in der Großstraße, das die Parade kommentierte. „Gefällt mir sehr gut", erklärte aber auch Ingrid Roth, eine Saarlouiserin, die im Publikum mit den Lisdorfern Jubiläum feierte. „Der Zug ist sehr schön gemacht". Die 800 Teilnehmer der Prozession, dazu 20 Mottowagen und rund 20 historische Fahrzeuge, stellten dabei eine wahrhaft lebendige Reise durch die Lisdorfer Chronik dar. Auf einem der ersten Wagen, die die
  • 11. - 11 - Aktionsgemeinschaft der Lisdorfer Vereine in „wochenlanger Fleißarbeit" (Organisator Herbert Germann) auf dem Gelände des Neuen Betriebshofs in Saarlouis (NBS) hergestellt hatte, verfolgten die Zuschauer, wie Karl III. 911 den Namen Lisdorf aufs Papier setzte. Einige Etappen weiter brach die Pest in Lisdorf aus. Einer der „Pestdoktoren", der die Pest-Opfer von 1635 per Handkarren aufsammelte, dargestellt von Michael Gonder vom Billardclub PBC Lisdorf, sagte der SZ später: „Es war sehr schön und spannend, im Umzug mitzugehen. Und die Leute an der Strecke waren begeistert". Dafür sprach der Applaus, mit dem die kreativen Gruppen bedacht wurden. Unter ihnen auch Gäste aus anderen Stadtteilen, wie Ludwig XIV., das zweite königliche Highlight der Parade, der mit seinem Gefolge (vom SKC „De Boules" Saarlouis) die Etappe „1680 - Gründung und Bau der Stadt Saarlouis" verdeutlichte. Dass Lisdorf (genau wie Saarlouis) ab 1815 preußisch wurde, kündigte der Fanfarenzug der Freiwilligen Feuerwehr Saarlouis-Ost musikalisch mit „Preußens Glanz und Gloria" an. Nach historischen Feuerwehrfahrzeugen und -geräten (wie Pumpen von 1855) wurde unter Etappe 18 auch die Gründung der
  • 12. - 12 - ersten Landwirtschaftsschule Preußens in Lisdorf gefeiert und später der „berühmte" Lisdorfer Frauenaufstand von 1838 losgelassen. Beeindruckte Blicke bekamen nicht nur die energischen Bäuerinnen, sondern auch der Nachbau des „Dillenschass", eines der Treidelschiffe, die Lisdorfer Gemüse (und Bauern) ab 1894 zu Märkten bis nach Saarbrücken trugen. Am Ende der 36 Etappen langen Parade (von den Römern über den Hexenwahn und die Französische Revolution bis hin zur Saarabstimmung 1955) präsentierten sich Lisdorfer Vereine und Betriebe. Das Motto: Lisdorf hat noch heute viel zu bieten.“ Soweit die Saarbrücker Zeitung. Am 1. Dezember zeigte das Orgateam in der Hans-Welsch-Halle den von Bernd Hawner gedrehten Film über den Festzug mit ergänzenden Videos vor einer großen Kulisse. Die dort für fünf Euro zum Verkauf angebotenen Video-DVDs waren schnell vergriffen. Seit dem 10. Dezember kann diese DVD bei der Firma S&R Germann (Provinzialstraße) wieder gekauft werden. Das zum Festumzug gefertigte Faltblatt kann dort kostenlos abgeholt werden. Eine CD mit Bildern kann über den Verein für Heimatkunde bezogen (H. Groß Tel. 41694), schöne Bildbände zu allen Festveranstaltungen (1-3 Bände) bei Ralf Rectenwald bestellt werden (Tel. 4996372). (hg)
  • 13. - 13 - CDU Saarlouis beteiligte sich am Umzug Sie stellte die Saarabstimmung von 1955 dar Die CDU Saarlouis stellte beim Umzug zur 1100-Jahr-Feier in Lisdorf die Saarabstimmung von 1955 dar. Bereits bei den Vorbereitungen und beim Anlegen der ausgeliehenen Kostüme herrschte ausgelassene Stimmung. JU-Stadtverbandsvorsitzender Marc Speicher hatte es übernommen, die Gruppe mit zeitgenössischen Plakaten auszustatten, die aus dem Fundus von Walter Gill aus Neuforweiler stammten. <- Viele ältere Zeitgenossen staunten nicht schlecht, als sie Johannes Hoffmann (JoHo) in seinem originalen Dienstwagen erblickten. Allen Teilnehmern machte es sichtlich Spaß, sich am Umzug zu beteiligen.
  • 14. - 14 - CDU-Fahrt nach Gent, Brügge, Brüssel Die diesjährige CDU-Fahrt führte die 46 Teilnehmer nach Belgien. Vom 13. bis 15. August 2011 standen drei wunderschöne Städte auf dem Programm, die nicht nur durch ihre historischen Gebäude überzeugten, sondern ganz besonders durch das Flair, das jeder Stadt zueigen ist. Um sieben Uhr starteten wir am Feuerwehrhaus in Lisdorf. Nach dem traditionellen Sektfrühstück unterwegs und einer Mittagsrast in Gent, der Hauptstadt der belgischen Provinz Ostflandern, führte uns eine kundige Reiseleiterin quer durch die Stadt Gent mit ihren Attraktionen. Gent zählt mehr als 9800 kulturhistorisch wertvolle Gebäu- de. Neben den Sakralbauten, der St.-Bavo-Kathedrale mit dem berühmten Genter Altar von Jan van Eyck oder der St.-Niklas- Kirche, waren wir vor allem auch von den Giebel- und Gildenhäusern begeistert, die entlang der Gracht des alten Hafens stehen. Der Grafensteen aus dem 12. Jahrhundert ist eine mittealterliche Burg in roma- nischem Baustil und gräfliche Residenz, die inmitten der Altstadt steht und noch relativ intakt ist. Vor allem abends erstrahlt sie von Scheinwerfern beleuchtet in romantischem Licht und lässt die Touristen verzaubern. Am nächsten Tag ging unsere Fahrt nach Brügge mit seiner mittelalterlichen Altstadt, die von Wallanlagen, auf denen sich Windmühlen befinden, und Kanälen umgeben ist. Sie hat 117.000 Einwohner und ist die größte Stadt der Provinz Westflandern, außerdem Bischofssitz. Da sie nie durch Kriege oder großflächige Brände zerstört wurde, ist sie sehr gut erhalten.
  • 15. -15 - Die meisten von uns erkundeten die schöne Stadt per Bootstour. Die Kanäle, die die Stadt durchziehen, nennen die Einheimischen Reien, nach dem im Mittelalter vollständig kanalisierten Flüsschen Reie. Natürlich wurden wir alle magisch angezogen von der Schokolade, die es in jedem der kleinen Lädchen zu kosten gab; auf Kalorien wurde da nicht geachtet. Die Männer staunten nur so, als sie erfuhren, dass es in Belgien mehr als 600 Biersorten zu trinken gibt. Wir waren uns alle einig, dass man beim nächsten Besuch unbedingt eine Bierprobe buchen sollte, denn überall stehen Brauhäuser, die ihr Gebräu zur Verkostung anbieten. Sonntags traten wir dann wieder die Heimreise an, wo wir unterwegs Brüssel bestaunten, eine Stadt mit gut 150.000 Einwohnern. Eine Busrundfahrt führte uns zuerst ans weltberühmte Atomium, das aus der Weltausstellung 1958 stammt und die milliardenfache Vergrößerung eines Eisenmoleküls darstellt. Heute kann es u.a. von Schulklassen als Schullandheim gebucht werden. Brüssel ist Verwaltungssitz der Europäischen Union und der NATO. Bei strahlendem Sonnenschein erkundeten wir die Stadt zu Fuß und bestaunten die 1847 eröffneten „Galeries Royales“ mit Luxusgeschäften aller Art und imposanter Jugendstilarchitektur. Durch die Altstadt kamen wir zum Grand Place mit seiner geschlossenen barocken Fassadenfront, dem Hotel de Ville und seiner Kathedrale. Das andere Wahrzeichen Brüssels, Manneken Pis, steht in einer Nebenstraße auf einem Brunnen in einer kleinen Ecke und ist eigentlich nur einen kurzen Fotostopp wert. Die Bronzefigur, die 1619 geschaffen wurde, ist nur 60 cm hoch und wurde mehrfach entführt, wodurch sie berühmt wurde. Von Zeit zu Zeit wird der nackte Knabe eingekleidet, was man in der gegenüber- liegenden Kapelle besichtigen kann. Bevor es heimwärts ging, lud uns der Leiter der saarländischen Landesvertretung zu einer Information und einem kleinen Umtrunk ein, bei dem er von seiner Arbeit in Brüssel berichtete. Beladen mit vielen Souvenirs und tollen Eindrücken kamen wir gegen 19 Uhr alle wohlbehalten zu Hause an.
  • 16. - 16 - Thomas Hartz CDU-Kandidat für das Landratsamt 53 Jahre, verheiratet, drei Kinder Diplom-Verwaltungswirt Jurist (Universität des Saarlandes und Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer) Rechtsanwalt in Saarlouis bis 1996 seit 15 Jahren erfolgreicher Bürgermeister der Gemeinde Ensdorf Deutlicher konnte das Votum nicht sein: 100 Prozent der wahlberechtigten Mitglieder stimmten bei der Vertreterversammlung des CDU-Kreisverbandes Saarlouis für Thomas Hartz als Kandidaten für die Landratswahl am 22. Januar 2012. Er soll der bisherigen Landrätin Monika Bachmann nachfolgen, die als Arbeits- und Sozialministerin in die Landesregierung gewechselt ist. „Erfolgreich weiter“ – das ist das Motto des Wahlkampfes von Thomas Hartz, der sich dabei auf die volle Unterstützung von Monika Bachmann verlassen kann, wie diese betonte. „Mehr Arbeitsplätze in Wirtschaft und Industrie, mehr Angebote bei Bildung und Betreuung und mehr Menschen für unseren Kreis begeistern – mit diesen Schwerpunkten will ich um das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger werben“, erklärte Thomas Hartz bei seiner Vorstellung. „Es gibt so vieles im Kreis Saarlouis, auf das wir stolz sein können. Ich will mich gerne mit ganzer Kraft dafür einsetzen, dass dies so bleibt. Gemeinsam mit den Menschen in unserem Kreis will ich dafür arbeiten, dass wir diese positive Entwicklung fortsetzen können.“ Auch die CDU-Landesvorsitzende, Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, nahm an der Kandidaten- präsentation im Anschluss an die Vertreterversammlung teil. Sie sagte in ihrer Rede, Thomas Hartz sei genau der Richtige, um den Kreis Saarlouis weiter voran zu bringen und die erfolgreiche Arbeit von Monika Bachmann fortzusetzen. Der bisherige Bürgermeister von Ensdorf habe in den vergangenen Jahren hinreichend bewiesen, dass er auch in schwierigen Situationen beherzt anpacken kann. Thomas Hartz hat eine Internetseite geschaltet: www.thomas-hartz.de. „Hier können Sie vieles über mich und meine Ideen für den Landkreis Saarlouis erfahren. Sie werden hier auch über aktuelle Themen und Termine informiert. Ich freue mich auf persönliche Begegnungen und Gespräche in den nächsten Wochen bei Veranstaltungen in unserem liebens- und lebenswerten Landkreis. Gerne können Sie aber auch Kontakt zu mir über das Internet aufnehmen“, so Thomas Hartz abschließend.
  • 17. - 17 - Stadtrat einstimmig für Industriegebiet Lisdorfer Berg Historische Chance für Saarlouis Die Stadt Saarlouis kann mit der Saarland Bau und Boden (SBB) einen Vertrag über die Erschließung des Lisdorfer Berges als Industriegebiet abschließen. Der Stadtrat beschloss nach langen Verhandlungen einstimmig einen Bebauungsplan. Mit der Hoffnung auf Hunderte neuer Arbeitsplätze haben alle Ratsmitglieder ihr Ja zu einem Vertrag mit der Landestochter Saarland Bau und Boden (SBB) zur Erschließung des Lisdorfer Berges für Industrie und Gewerbe begründet. „Es ist die aktuell größte Industrieflächen- Entwicklung in Deutschland“, sagte SBB-Geschäftsführer Thomas Schuck. CDU-Fraktionschef Tim Flasche sprach von einem historischen Tag für die CDU. Sie hat seit den 70er-Jahren für dieses Industriegebiet gekämpft. Der Durchbruch wurde geschafft, weil nun alle maßgeblichen politischen Kräfte und die Stadtverwaltung an einem Strang ziehen. Mit 50 Millionen Euro will die SBB auf einer Gesamtfläche von 127 Hektar drei Industriegebiete zu 22, 11 und 66 Hektar schaffen, insgesamt also 100 Hektar für Industrie und Gewerbe. Die restlichen Flächen sind für den ökologischen Ausgleich bestimmt. Das erschlossene Gelände wird industriellen und gewerblichen Interessenten angeboten, die bestimmten umweltverträglichen Anforderungen gerecht werden. So werden stark emittierende Industrieanlagen von vorne herein ausgeschlossen sein. Die SBB muss mit der Erschließung bis 2013 fertig sein, sonst bekommt sie keine EU-Fördermittel. Laut Entwurf zum städtebaulichen Vertrag können die Grundstücke nur mit dem Einverständnis der Stadt und des Stadtrats an Firmen verkauft werden. Ein Lenkungsausschuss soll bei Bedarf diese Entscheidung vorbereiten. Die Stadt will so Einfluss auf die Auswahl der Unternehmen behalten, die sich auf dem Lisdorfer Berg ansiedeln. Die SBB zahlt vier Millionen Euro an die Stadt für den ökologischen Ausgleich, soweit der nicht auf dem Gelände selbst geschieht. Die CDU hat über Jahrzehnte beharrlich an der Entwicklung des Lisdorfer Berges zu einem Industrie- und Gewerbegebiet gearbeitet. Dabei war immer von herausragender Bedeutung, dass die Belange der Landwirtschaft berücksichtigt werden. Dies ist gelungen, weil die Zahl der aktiven landwirtschaftlichen Betriebe auch in Lisdorf rückläufig ist und die CDU immer größten Wert darauf legte und legt, dass die Lisdorfer Aue ausschließlich für die Belange der Landwirtschaft reserviert bleibt. Es sind noch einzelne letzte landwirtschaftliche Belange zu klären, aber das wird mit Sicherheit auch gelingen. Für Saarlouis ist die Erschließung des Lisdorfer Berges eine historische Chance. Der Beschluss ist vor allem deshalb historisch zu nennen, weil er der Stadt Saarlouis die Perspektive eröffnet, endlich ihre finanziellen Probleme aus eigener Kraft zu stemmen. Wir alle wissen, dass gespart werden muss; wir wissen aber auch, dass wir den Haushalt nicht alleine über die Ausgabenseite sanieren können. Mit den Neuansiedlungen auf dem Lisdorfer Berg haben wir die Chance, unsere Wirtschaftskraft so zu steigern, dass wir mit zusätzlichen Einnahmen dem Ziel eines ausgeglichenen Haushalts erheblich näher kommen. Gleichzeitig ermöglichen wir Hunderte neuer Arbeitsplätze und leisten so einen entscheidenden Beitrag zum Strukturwandel im Kreis und im Land. Pünktlich zum Ende des Bergbaus schaffen wir hier die Voraussetzungen für viele neue Jobs.
  • 18. - 18 - 10. Grünkohlessen in der LFG-Betriebshalle wieder voller Erfolg Auch das diesjährige traditionelle Grünkohlessen am 28. November war mit mehr als 450 Teilnehmern wieder ein voller Erfolg. Die Veranstalter, die Lisdorfer Frischgemüse (LFG), der Verein für Heimatkunde Lisdorf (VHL) und die Landwirtschaftskammer des Saarlandes (LWK), freuten sich über die bis auf den letzten Platz gefüllte LFG-Betriebshalle. Gemeinsam mit ihren etwa 50 Helferinnen und Helfern aus den Reihen der LFG und des VHL bereiteten sie mehrere Tage diese Großveranstaltung vor. Unterstützt wurden sie von Anfang an durch das bewährte Feldküchenteam der DRK-Ortsgruppe Felsberg/Berus, das bereits viele Stunden vor Beginn des Essens den Grünkohl aus Lisdorfer Anbau mit Kartoffeln, Rauchfleisch, Rindermettwürsten und Gewürzen in ihren großen Kesseln zu leckerem „Mous“ zubereitet hatte. In diesem Jahr zum ersten Male dabei war die Musik- und Gesangsgruppe (Shanty-Chor) der Marinekameradschaft Ensdorf, die mit ihrem Gesang und der begleitenden Musik die Teilnehmer des „Mousessens“ begeisterte und zum Mitsingen und Schunkeln bewegte. LFG-Chef Klemens Morguet begrüßte als Hausherr zahlreiche Ehrengäste, unter anderem die Minister Monika Bachmann und Dr. Christoph Hartmann, Staatssekretär Georg Jungmann, OB Roland Henz, zahlreiche Abgeordnete, die Bürgermeister Pecina (Saarlouis), Hartz (Ensdorf), Neumeyer (Schwalbach), Gillo (Überherrn), den Bauernverbandspräsidenten Fontaine, mehrere Beigeordnete und Ortsvorsteher, Kreistags- und Stadtratsmitglieder, Banken-Vorstände, Behördenleiter, Geschäftsführer, Verbandsvertreter, Amtsleiter und die Geistlichkeit mit den Pastoren Ralf Hiebert, Simon Huyhn sowie Kaplan Matthias Scheer. VHL-Vorsitzender Heiner Groß führte durch das Programm. Als älteste Teilnehmerin mit 92 Jahren begrüßte er Maria Wagner-Comtesse aus Lisdorf, die dem VHL seit seiner Gründung angehört und seit Jahren dabei ist. Als dann Ilka Morguet das Zeichen gab, dass das „Mous“ ausgegeben werden könne, strömten fast gleichzeitig mehr als 400 Hungrige zur Essenstheke, um eine schöne Portion in Empfang zu nehmen. Den Ehrengästen wurde dabei keine „Extrawurst“ gebraten, sie mussten sich wie alle anderen anstellen, um in den Genuss des leckeren Grünkohls zu kommen. Mit stimmungsvollem Gesang und Musik, die die Teilnehmer zum Mitsingen und Mitschunkeln animierte, ging dieses 10. Grünkohlessen zur allgemeinen Zufriedenheit zu Ende.(hg)
  • 19. - 19 - Lisdorfer Rommelboozenfest auf dem Raiffeisen-Gelände Zum 8. Male führte der Verein für Heimatkunde Lisdorf unter Leitung von Mechthild Grasmück am 30. September das beliebte Fest zusammen mit dem Raiffeisenmarkt Lisdorf auf dessen Betriebsgelände durch. Diese Veranstaltung wurde 2003 erstmals durchgeführt und stieß auch bei der diesjährigen Neuauflage auf großes Interesse weit über Lisdorf hinaus. Es kamen wieder viele Kinder mit ihren Eltern oder Großeltern. Das Fest hat sich zu einem in der ganzen Region beliebten Herbstvergnügen für jung und alt entwickelt. Der Saarländische Rundfunk berichtete in den letzten Jahren mehrfach in Hörfunk und Regionalfernsehen über diese traditionelle Veranstaltung in Lisdorf. Bereits im zeitigen Frühjahr werden vom VHL die Vorbereitungen für dieses Herbstvergnügen getroffen, indem VHL-Vorstandsmitglied Georg Groß aus Beaumarais sich den inzwischen raren Samen für die „Eckendorfer Futterrüben“ beschafft. Diese wurden früher von jedem Bauern in unserer Region als beliebtes Viehfutter angebaut und eignen sich zum „Rommelboozenschnitzen“ besonders gut, sind heute aber nur noch recht selten zu finden. Der Rückgang der Viehhaltung und die nährstoffreicheren Zuckerrüben haben die Eckendorfer Futterrüben weitgehend verdrängt. Für das Lisdorfer „Rommelboozenfest“ sorgt Georg Groß stets für ausreichend „Rommeln“. Die mehr als 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten sich ihre Rübe selbst auswählen. Mit diversen Schnitzwerkzeugen ausgestattet und oftmals unterstützt durch ältere Geschwister oder Eltern gestalteten sie ihre Rommeln zu wahren Kunstwerken, in die abends eine Kerze hineingestellt werden konnte, um dann einen echt furchterregenden Rommelbooz daraus zu machen. Nach etwa einer Stunde hatten alle Teilnehmer ihre Rommelboozen fertig und auf einer langen Tischreihe zur Prüfung durch eine Jury aufgestellt. Die Jury, bestehend aus Lehrerin Gabriele Kurdziej-Winter von der Lisdorfer Grundschule sowie Maria Scholly und Heiner Groß vom Vorstand des VHL, entschied sich nach mehreren Auswahl- und Prüfgängen für drei besonders schön gestaltete Boozen, und zwar von Gimbia Marinetti aus Lisdorf, Adrian Winter aus Wallerfangen und Magnus Luxenburger aus Lisdorf. Ihnen überreichte Heiner Groß jeweils Sonderpreise und allen übrigen Teilnehmern Ehrenpreise, die die Volksbank Saarlouis gestiftet hatte. Die drei Erstplatzierten wurden übrigens am 4. Oktober dieses Jahres auf der Titelseite der Saarbrücker Zeitung abgebildet. Während der Veranstaltung erhielten alle Teilnehmer eine schöne Brezel und einen Kakao-Trunk. Zum Schluss dankte Heiner Groß allen Künstlern und ihren Eltern für die Teilnahme sowie den Helfern vom Raiffeisenmarkt und dem VHL, besonders Mechthild Grasmück, für ihr Engagement. (hg)
  • 20. - 20 - Kath. Frauengemeinschaft Lisdorf (kfd) feierte 100-jähriges Bestehen Am Samstag, dem 5. November 2011, nur zwei Wochen nach den großen Festveranstaltungen zum 1100-jährigen Bestehen von Lisdorf, konnte die kath. Frauengemeinschaft St. Elisabeth der Pfarrei Lisdorf (kfd), die mit derzeit 200 Mitgliedern zu den großen Lisdorfer Vereinen zählt, ihr 100-jähriges Jubiläum feiern. Pastor Ralf Hiebert, der geistliche Begleiter der kfd Lisdorf, zelebrierte in der Lisdorfer Pfarrkirche eine vom Kirchenchor und den kfd- Frauen mitgestaltete würdige Festmesse, die außerordentlich gut besucht war. In seiner Predigt würdigte er das verdienstvolle Wirken der Frauengemeinschaft in den 100 Jahren und lud alle Messteilnehmer zur anschließenden Feier in die Hans-Welsch-Halle ein. Diese war bis auf den letzten Platz gefüllt, als Marie-Luise Groß, die Team-Sprecherin der kfd Lisdorf, die Anwesenden herzlich begrüßte. Pastor Ralf Hiebert bei seinem Grußwort Besonders begrüßte sie die Schirmherrin des Jubiläumsfestes, Ministerin Monika Bachmann, die noch in ihrer vorherigen Funktion als Landrätin die Schirmherrschaft übernommen hatte, und den Innen-Staatssekretär Georg Jungmann sowie die Pastöre Ralf Hiebert und Anton Heidger; außerdem die Vertreter aus Kreis und Stadt Saarlouis sowie aus den kfd-Gremien in Diözese, Region, Dekanat und den benachbarten Pfarreien. Schirmherrin Monika Bachmann - selbst seit vielen Jahren in ihrem Heimatort Hülzweiler kfd-Mitglied – lobte in ihrer Festrede das Engagement der kfd- Frauen, durch deren Wirken sowohl die Kirche als auch die Gesellschaft und die Ortsgemeinschaft bereichert würden. Pastor Ralf Hiebert und Staatssekretär Georg Jungmann gratulierten zum Jubiläum und dankten für das nun 100- jährige Wirken, ebenso die Vertreter der übergeordneten kfd-Gremien. <- Bild: Schirmherrin Monika Bachmann bei ihrer Rede.
  • 21. - 21 - Für die fast vollzählig versammelten Ortsvereine gratulierte VHL-Vorsitzender Heiner Groß und überreichte deren Geldpräsente. Das Jugendorchester der Spielgemeinschaft Lyra Lisdorf- Picard unter Leitung von Yvonne Harig umrahmte den ersten Teil der Festveranstaltung, während die Chorgemeinschaft MGV 1859 Lisdorf (Bild links) unter Leitung von Heinz Gindorf den zweiten Teil gesanglich gestaltete. Die Lisdorfer kfd-Frauen trugen mit mehreren Auftritten, Vorträgen und Sketchen, wie auch der kfd-Chor, begleitet vom Gitarristen Bernd Hawner, wesentlich zu dem gelungenen Programm bei. Auch der Kindergarten, der LiGeKa und der Heimatverein beteiligten sich an der Programmgestaltung. Marianne Faust mit ihren Mundartbeiträgen sowie Martina Hild, Doris Freichel, Anne Adam, Maria Hirtz, Uschi Destruellle-Grün, Christine Hawner und Ralf Rectenwald ernteten mit ihren Sketchen viel Beifall, ebenso Monika Leitel mit Müttern und Kindern aus dem Kindergarten beim „Dankeschön der Generationen“. Am Schluss dankte Marie-Luise Groß, die durch das Programm führte, den zahlreichen Besuchern für ihr Kommen und den mitwirkenden Personen und Vereinen für ihr Engagement sowie den Frauen für ihre Treue und Verbundenheit zur Katholischen Frauengemeinschaft St. Elisabeth Lisdorf. Die Redaktion dieses Blattes gratuliert der kfd Lisdorf ebenfalls recht herzlich zu ihrem 100-jährigen Jubiläum und dankt für ihr segensreiches Wirken in unserer kirchlichen und dörflichen Gemeinschaft. Besonders hervorzuheben ist, dass sie innerhalb von 14 Tagen sowohl ihre Beiträge zur historischen Marie-Luise Groß bei ihrer Dankesrede Bilderausstellung als auch zum Festumzug und danach auch die eigene Jubiläumsveranstaltung mit Bravour bewältigt hat. Bild: Das Leitungsteam der kfd Lisdorf, von links: Martina Hild, Renate Arnold, Agnes Groß, Teamsprecherin Marie- Luise Groß, Doris Schleich, Ulrike Knoll, Marianne Jungen, Ros- witha Weiler, Edeltraud Nagel. Es fehlen: Marianne Damde, Ursula Destruelle-Grün und der geistliche Begleiter Pastor Ralf Hiebert.
  • 22. - 22 - Kreistag dankte Monika Bachmann Am 24.08.2011 berief die saarländische Minister- präsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer die Saarlouiser Landrätin Monika Bachmann als Ministerin für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport in ihr Kabinett. In der Kreistagssitzung vom 30.08.2011 wurde sie offiziell verabschiedet. Alle Fraktionen lobten sie für ihre unermüdliche Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Saarlouis. In angemessener Weise wurden die von Monika Bachmann initiierten Projekte während ihrer Amtszeit von allen Kreistagsfraktionen gewürdigt. Um nur einige zu nennen: - Bau von Bistros an den Gymnasien im Zuge der Einführung von G 8 - Gründung der ARGE, zusammen mit der Agentur für Arbeit - Gründung der Beschäftigungs- und Qualitätsgesellschaft (BeQu) - Übergang der Wohngeldsachbearbeitung von den kreisangehörigen Gemeinden auf den Landkreis - Ausbau der freiwilligen Ganztagsschule an allen Kreisschulen, teilweise begleitet durch die Schaffung neuer Räumlichkeiten für die Essensausgabe und die Nachmittagsbetreuung - Einführung der doppischen Haushaltsführung im Landkreis Saarlouis - Einrichtung von Pflegestützpunkten - Neugestaltung der Sportplatzanlage Choisy in Zusammenarbeit mit der Kreisstadt Saarlouis - Bau eines Tierheims in Dillingen in Zusammenarbeit mit den kreisangehörigen Gemeinden und dem Landkreis Merzig-Wadern - Aufstellung eines Seniorenplanes für den Landkreis in Zusammenarbeit mit der HTW des Saarlandes - Bau der KiTa „Kinderland“ in Trägerschaft der Kinderland im Landkreis Saarlouis gGmbH. Andreas Kiepsch, der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, bedankte sich für die hervorragende Zusammenarbeit und schenkte ihr ein Luftbild der Kreisstadt Saarlouis mit ihrer alten Wirkungsstätte, dem Landratsamt. „Die CDU-Fraktion hat mit der Landrätin Monika Bachmann sehr gerne zusammengearbeitet und hofft, dass sie beim Betrachten des Bildes viele gute Erinnerungen an ihre Saarlouiser Amtszeit hat“, so Kiepsch. Auch die anderen Fraktionen des Kreistages bedankten sich für die stets gute und faire Zusammenarbeit. Monika Bachmann bedankte sich in ihrer bekannten Bescheidenheit bei den Fraktionen für die ehrenvolle Verabschiedung. Sie sehe ihre Tätigkeit als Landrätin als richtig gute Zeit an. „Ich bin,“ so Monika Bachmann, „sehr gerne hier gewesen! Ich habe einige Herzensangelegenheiten, bei denen ich hoffe, dass der Kreistag Saarlouis sie künftig weiterhin fördert. Beispielsweise: den Flugplatz Düren als touristisches Highlight, das Kinderland Saarwellingen, das im Rund aller gemeindlichen und kirchlichen Kindergärten hervorragend funktioniert, das neue Tierheim Dillingen sowie die Wirtschafts- und Tourismusförderung im Landkreis wie auch die Förderung der erneuerbaren Energien.“ (bl)
  • 23. -23 - Bundesweiter Vorlesetag Georg Jungmann las Kindern in der Lisdorfer Grundschule vor Staatssekretär Georg Jungmann las am 22. Nov. 2011 anlässlich des 8. bundesweiten Vorlese- tages den Kindern der Klasse 1a in der Grundschule Professor Ecker aus dem Buch „Eine Woche voller Samstage“ von Paul Maar vor. Die Kinder hörten interessiert und gespannt der Geschichte vom ängstlichen Herrn Taschenbier und dem Sams zu. Nach der Lesestunde schenkte Georg Jungmann das Buch der Schulbücherei und die Klassenlehrerin Frau Braun versprach, die Geschichte bald weiter vorzulesen. Diese durch die „Stiftung Lesen“ und die Zeitung „Die Zeit“ ins Leben gerufene Initiative soll zur Stärkung der Lesekompetenz und der Lesemotivation dienen. Impressum: Herausgeber: CDU-Ortsverband Lisdorf III. Gartenreihe 50 Tel. 40155 Fax 122464 JUNGE UNION Lisdorf Thirionstraße 22 Tel. 461119 Redaktion: Georg Jungmann, Klaus Hild, Frederic Becker, Heiner Groß, Bernd Lay, Andreas und Harald Weiler, Gabriele Schmitt, Gudrun Jungmann, Gabi Germann, Robert Schütz, Tim Flasche, Karl Schneider, Fotos von Georg Groß und Harald Weiler. Redaktionsschluss war am 13. Dezember. Die Zeitschrift wird durch ehrenamtliche Helfer verteilt, eine zeitgleiche Verteilung in Lisdorf ist deshalb nicht gewährleistet. Namentlich gekennzeichnete Artikel geben die Meinung des Verfassers wieder und nicht unbedingt die Meinung der CDU Lisdorf. Weitere Exemplare dieser Ausgabe liegen aus in der CDU-Kreisgeschäftsstelle, Saarstraße 4, und können dort kostenlos abgeholt werden.
  • 24. Was machen Sie „zwischen den Jahren“, vielleicht eine Nachtwanderung? Die CDU Lisdorf bietet in der Zeit zwischen den Jahren eine solche Wanderung an. Treffpunkt ist am Donnerstag, dem 29. Dezember 2011, 18 Uhr, auf dem Parkplatz am Friedhof in Lisdorf, Kleinstraße. Die Wegstrecke führt von dort über die Saar nach Ensdorf zur Bergehalde. Nach dem Aufstieg auf die Bergehalde (bitte Taschenlampen mitbringen) genießen wir den herrlichen Blick über das im weihnachtlichen Glanz erstrahlende Saarlouiser Becken. Auf dem Rückweg wollen wir ins Cafe STORMWIND (ehemals Bergmannsheim) zum Essen einkehren, hierfür ist eine Voranmeldung unumgänglich, Anmeldeschluss ist am 23. Dezember 2011! Alle Wanderfreunde und solche, die es werden wollen, sind dazu recht herzlich eingeladen! Anmeldung bei Alfred Philippi (Tel.: 0171 5559132) oder E-Mail: alfred.philippi@lisdorf.de Neujahrsempfang des CDU-Stadtverbandes Saarlouis Samstag, 14. Jan. 2012, 18.30 Uhr Karl-Thiel-Haus, Roden Ehrengast ist CDU-Landratskandidat Bürgermeister Thomas Hartz Sie sind herzlich eingeladen! Ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest und Gesundheit, Glück und Erfolg im neuen Jahr 2012 wünschen Ihnen Ihre CDU und JU Lisdorf