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Internationale Wirtschaft
          IPFM, Prag
     15. – 17. Februar 2008



     Dr. Stephan O. Hornig
        FH KufsteinTirol
Gliederung

1.    Einführung
2.    Die Weltwirtschaft im Überblick
3.    Gründe für internationalen Handel
4.    Instrumente der strategischen Handelspolitik
5.    Wechselkurse
6.    Optimale Währungsräume und der Euro
7.    Entwicklungsländer im Zeitalter der Globalisierung




14/02/2008                      Dr. Stephan O. Hornig      2
Übersicht Kapitel 2:
                    Die Weltwirtschaft im Überblick

2.1          Wer handelt mit wem?
2.2          Welthandelsstrukturen im Wandel




14/02/2008                         Dr. Stephan O. Hornig   3
2.1 Wer handelt mit wem?

Wachstumsrate der Weltproduktion und des Welthandels: Tabelle

Gruppen der an Welthandel beteiligten Staaten:
• Industrieländer (65 – 70 %)
• Entwicklungsländer und Schwellenländer (25 – 30 %)
• Frühere Staatshandelsländer und heutige Reformstaaten (5 – 10 %)

Handelsarten:
• Nord-Nord-Handel (ca. 50 %)
• Nord-Süd-Handel (ca. 33 %)
• Süd-Süd-Handel (ca. 12 %)


14/02/2008                  Dr. Stephan O. Hornig                4
2.1 Wer handelt mit wem?

Ursachen der dominierenden Position der Industrieländer:
• Diversifizierte Produktionsstrukturen
• Handel überwiegend mit Fertigwaren
• Importvolumen abhängig vom Wohlstand eines Landes
• Regionale Integrationsräume

Die größten Exportnationen: Tabelle

Die größten Importnationen: Tabelle




14/02/2008                   Dr. Stephan O. Hornig         5
2.1 Wer handelt mit wem?

Anteil der Triade am Welthandel: 68 % (1980). 80 % (2000)




Quelle: Le Monde Diplomatique 2007
14/02/2008                  Dr. Stephan O. Hornig           6
2.1 Wer handelt mit wem?

Anteile einzelner Länder 2004 (Quelle: Le Monde Diplomatique 2007)




14/02/2008                  Dr. Stephan O. Hornig                    7
2.2 Welthandelsstrukturen im Wandel

Ist die Welt kleiner geworden?
• Ja:
    moderne Transport- und Kommunikationsmittel haben Entfernungen
    schrumpfen lassen
• Aber:
    Schwankungen des Welthandelsvolumens
       – Industrielle Revolution – 1910: Zunahme der Bedeutung des
         Außenhandels am BIP
       – 1910 – 1945: 2 Weltkriege, protektionistische Strömungen =>
         Bedeutungsrückgang
       – Ab 1945: Bedeutungszunahme
       – Erst zu Beginn 1970er Jahre: Stand von 1910


14/02/2008                        Dr. Stephan O. Hornig                8
2.2 Welthandelsstrukturen im Wandel

Welthandel seit 1830 (Quelle: Krugman, Obstfeld 2006)




14/02/2008                  Dr. Stephan O. Hornig       9
2.2 Welthandelsstrukturen im Wandel

Zusammensetzung des Welthandels 2003 (Quelle: Krugman, Obstfeld
2007




14/02/2008                 Dr. Stephan O. Hornig                  10
2.2 Welthandelsstrukturen im Wandel

Zusammensetzung der Exporte aus Entwicklungsländern zwischen
1960 und 2001 (Quelle: Krugman, Obstfeld 2006)




14/02/2008                Dr. Stephan O. Hornig                11
2.2 Welthandelsstrukturen im Wandel

Multinationale Unternehmen und Outsourcing

•    Vor dem Zweiten Weltkrieg: geringe Rolle multinationaler
     Unternehmen
•    Seit Zweitem Weltkrieg: großer und immer mehr steigender Anteil
     der Exporte und Importe durch multinationale Unternehmen
•    Verstärkt durch Outsourcing- und Offshoring-Strategien
•    Heute: ca. ein Drittel der Exporte und über 40 % der Importe der
     USA aufgrund Handels zwischen verschiedenen Einheiten
     desselben multinationalen Unternehmens




14/02/2008                     Dr. Stephan O. Hornig                    12
2.2 Welthandelsstrukturen im Wandel

Wodurch lassen sich Veränderungen der Wirtschaftsleistung, des pro
Kopf-Einkommens und der Stellung in der Weltwirtschaft erklären?

Aus Geschichte: unterschiedliche erfolgreiche Strategien
• Großbritannien
• Japan

Langfristiges Wirtschaftswachstum: 4 Hauptfaktoren
• Menschliche Ressourcen/Arbeit
• Natürliche Ressourcen
• Kapital(bildung)
• Technologie
14/02/2008                   Dr. Stephan O. Hornig                   13

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  • 1. Internationale Wirtschaft IPFM, Prag 15. – 17. Februar 2008 Dr. Stephan O. Hornig FH KufsteinTirol
  • 2. Gliederung 1. Einführung 2. Die Weltwirtschaft im Überblick 3. Gründe für internationalen Handel 4. Instrumente der strategischen Handelspolitik 5. Wechselkurse 6. Optimale Währungsräume und der Euro 7. Entwicklungsländer im Zeitalter der Globalisierung 14/02/2008 Dr. Stephan O. Hornig 2
  • 3. Übersicht Kapitel 2: Die Weltwirtschaft im Überblick 2.1 Wer handelt mit wem? 2.2 Welthandelsstrukturen im Wandel 14/02/2008 Dr. Stephan O. Hornig 3
  • 4. 2.1 Wer handelt mit wem? Wachstumsrate der Weltproduktion und des Welthandels: Tabelle Gruppen der an Welthandel beteiligten Staaten: • Industrieländer (65 – 70 %) • Entwicklungsländer und Schwellenländer (25 – 30 %) • Frühere Staatshandelsländer und heutige Reformstaaten (5 – 10 %) Handelsarten: • Nord-Nord-Handel (ca. 50 %) • Nord-Süd-Handel (ca. 33 %) • Süd-Süd-Handel (ca. 12 %) 14/02/2008 Dr. Stephan O. Hornig 4
  • 5. 2.1 Wer handelt mit wem? Ursachen der dominierenden Position der Industrieländer: • Diversifizierte Produktionsstrukturen • Handel überwiegend mit Fertigwaren • Importvolumen abhängig vom Wohlstand eines Landes • Regionale Integrationsräume Die größten Exportnationen: Tabelle Die größten Importnationen: Tabelle 14/02/2008 Dr. Stephan O. Hornig 5
  • 6. 2.1 Wer handelt mit wem? Anteil der Triade am Welthandel: 68 % (1980). 80 % (2000) Quelle: Le Monde Diplomatique 2007 14/02/2008 Dr. Stephan O. Hornig 6
  • 7. 2.1 Wer handelt mit wem? Anteile einzelner Länder 2004 (Quelle: Le Monde Diplomatique 2007) 14/02/2008 Dr. Stephan O. Hornig 7
  • 8. 2.2 Welthandelsstrukturen im Wandel Ist die Welt kleiner geworden? • Ja: moderne Transport- und Kommunikationsmittel haben Entfernungen schrumpfen lassen • Aber: Schwankungen des Welthandelsvolumens – Industrielle Revolution – 1910: Zunahme der Bedeutung des Außenhandels am BIP – 1910 – 1945: 2 Weltkriege, protektionistische Strömungen => Bedeutungsrückgang – Ab 1945: Bedeutungszunahme – Erst zu Beginn 1970er Jahre: Stand von 1910 14/02/2008 Dr. Stephan O. Hornig 8
  • 9. 2.2 Welthandelsstrukturen im Wandel Welthandel seit 1830 (Quelle: Krugman, Obstfeld 2006) 14/02/2008 Dr. Stephan O. Hornig 9
  • 10. 2.2 Welthandelsstrukturen im Wandel Zusammensetzung des Welthandels 2003 (Quelle: Krugman, Obstfeld 2007 14/02/2008 Dr. Stephan O. Hornig 10
  • 11. 2.2 Welthandelsstrukturen im Wandel Zusammensetzung der Exporte aus Entwicklungsländern zwischen 1960 und 2001 (Quelle: Krugman, Obstfeld 2006) 14/02/2008 Dr. Stephan O. Hornig 11
  • 12. 2.2 Welthandelsstrukturen im Wandel Multinationale Unternehmen und Outsourcing • Vor dem Zweiten Weltkrieg: geringe Rolle multinationaler Unternehmen • Seit Zweitem Weltkrieg: großer und immer mehr steigender Anteil der Exporte und Importe durch multinationale Unternehmen • Verstärkt durch Outsourcing- und Offshoring-Strategien • Heute: ca. ein Drittel der Exporte und über 40 % der Importe der USA aufgrund Handels zwischen verschiedenen Einheiten desselben multinationalen Unternehmens 14/02/2008 Dr. Stephan O. Hornig 12
  • 13. 2.2 Welthandelsstrukturen im Wandel Wodurch lassen sich Veränderungen der Wirtschaftsleistung, des pro Kopf-Einkommens und der Stellung in der Weltwirtschaft erklären? Aus Geschichte: unterschiedliche erfolgreiche Strategien • Großbritannien • Japan Langfristiges Wirtschaftswachstum: 4 Hauptfaktoren • Menschliche Ressourcen/Arbeit • Natürliche Ressourcen • Kapital(bildung) • Technologie 14/02/2008 Dr. Stephan O. Hornig 13