SlideShare ist ein Scribd-Unternehmen logo
Über die Zusammenhänge
zwischen Gleichberechtigung und Wohlstand
 Eine Argumentationslinie für das Gender Training mit Männern.


                                           Von Peter F. Jedlicka
                                            www.coachingteamwien.at



                                    (Beginnen Sie im Training mit Seite 2!)




            Copyright 2009 by Peter F. Jedlicka           www.coachingteamwien.at   Seite 1 von 16
Stellen Sie sich eine Fabrik vor,
in der 50 rote und 50 blaue Maschinen ( M ) stehen:




                                          MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM
                                          MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM
                                          MMMMMMMMMM

                                          MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM
                                          MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM
                                          MMMMMMMMMM




               Copyright 2009 by Peter F. Jedlicka   www.coachingteamwien.at   Seite 2 von 16
Jedoch: nur die 50 blauen Maschinen laufen auf vollen Touren und
produzieren, die 50 roten Maschinen stehen still,
obwohl die Produkte dieser Fabrik dringend gebraucht werden.



                                             MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM
                                             MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM
                                             MMMMMMMMMM

                                             MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM
                                             MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM
                                             MMMMMMMMMM
                                             = 50 laufende Maschinen




              Copyright 2009 by Peter F. Jedlicka      www.coachingteamwien.at   Seite 3 von 16
Die Firmenleitung wurde gefragt:
         „Warum stehen denn die 50 roten Maschinen still,
         obwohl die Auftragslage gut ist?“



Die Antwort war:
„Es hat sich so eingebürgert, es ist eine alte Tradition:
Unsere Großväter sagten vor vielen Jahren:
Die roten Maschinen taugen nicht so viel, es macht also
nichts, wenn ihr sie gar nicht in Betrieb nehmt.
Außerdem haben diese Maschinen eine schlechtere
Kühlung, sie müssen öfter pausieren.“


     Copyright 2009 by Peter F. Jedlicka   www.coachingteamwien.at   Seite 4 von 16
Stellen Sie sich eine zweite Fabrik vor,
im Nachbarland jenes Landes, in dem die erste Fabrik steht.
Auch hier gibt es die gleichen roten und blauen Maschinen (M), aber hier werden beide
werden zu gleichen Teilen eingesetzt:



                                              MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM
                                              MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM
                                              MMMMMMMMMM

                                              MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM
                                              MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM
                                              MMMMMMMMMM

                                              50 + 50 = 100 laufende Maschinen




                   Copyright 2009 by Peter F. Jedlicka    www.coachingteamwien.at   Seite 5 von 16
Diese Firma produziert dadurch mehr und macht mehr Gewinn
als jene im Nachbarland.



Diese Firmenphilosophie, die sich in diesem zweiten Land generell
durchgesetzt hat, nämlich möglichst alle verfügbaren Maschinen
einzusetzen, egal welche Farbe sie haben, hat das zweite Land
wohlhabend gemacht:

   Man sieht das den Menschen dieses Landes sofort an:
   Sie sind schöner gekleidet, fahren schönere Autos, wohnen in
   schöneren Wohnungen, können sich durch die höheren
   Steuereinnahmen auch ein besseres Gesundheitssystem leisten.

              Copyright 2009 by Peter F. Jedlicka   www.coachingteamwien.at   Seite 6 von 16
„Haben Sie nicht auch davon gehört, dass die roten
                   Maschinen weniger taugen?“ wurde die Firmenleitung
                   gefragt.
                     „Das ist doch ein Märchen!“ antwortete diese. „Das
                   haben Sie wohl drüben in unserem Nachbarland gehört.“
  „Und was ist mit dem Kühlungsproblem der roten Maschinen,
erfordert das nicht auch bei Ihnen ein Pausieren?“
  „Ja, sie müssen ab und zu pausieren, aber das ist doch kein Argument,
dass man sie überhaupt nicht einsetzt!“ war die Antwort
  „Jedes moderne Management weiß doch heutzutage, wie man Arbeit so
einteilt, dass alle Ressourcen genutzt werden, und teilt Pausen bei allen
Maschinen vernünftig ein – auch bei den blauen, damit sie länger
halten!“



                Copyright 2009 by Peter F. Jedlicka   www.coachingteamwien.at   Seite 7 von 16
Natürlich sahen einige Unternehmer aus dem ersten Land,
wie schön es in dem zweiten Land war,
sodass manche von ihnen dorthin übersiedelten,
um ebenfalls diesen hohen Lebensstandard zu genießen.


   Der Erfolg dieser Firmen blieb jedoch oft aus,
   denn obwohl sie jetzt in dem wohlhabenderen Land lebten,
   verfolgten sie noch immer ihre alte Firmenphilosophie:
   „Die roten Maschinen taugen einfach weniger – das haben
   bereits unsere Großväter gesagt“.



              Copyright 2009 by Peter F. Jedlicka   www.coachingteamwien.at   Seite 8 von 16
Diese Unternehmen blieben zwar in dem zweiten Land,
erreichten aber meist nicht den Wohlstand der angestammten
Firmen.

  Ganz einfach weil sie die Unternehmensphilosophie hinter
  diesem Wohlstand nicht verstanden:

  Maschinen ohne Ansehen der Farbe einzusetzen,
  damit alle Ressourcen für den Produktionsprozess genutzt
  werden.



             Copyright 2009 by Peter F. Jedlicka   www.coachingteamwien.at   Seite 9 von 16
1. DISKUSSION

           „Was hat das mit uns zu tun?“




Copyright 2009 by Peter F. Jedlicka   www.coachingteamwien.at   Seite 10 von 16
2. DISKUSSION

Was wäre, wenn die Fabriken bereits 500.000 Mobiltelefone
hergestellt hätten, die sich

 • in einem Land nur Männer leisten
   können


 • im zweiten Land Männer und Frauen

IN WELCHEM LAND WÜRDE DIESE FIRMA ZUERST
         EINE FILIALE AUFMACHEN?

          Copyright 2009 by Peter F. Jedlicka   www.coachingteamwien.at   Seite 11 von 16
3. DISKUSSION

Was wäre, wenn die Fabrik ein Kursinstitut wäre, und jedes
 blaue M und rote M potentielle Kursteilnehmer(innen)?

  MMMMMMMMMM                                                              MMMMMMMMMM
  MMMMMMMMMM                                                              MMMMMMMMMM
  MMMMMMMMMM                                                              MMMMMMMMMM
  MMMMMMMMMM                                                              MMMMMMMMMM

Würde dieses Kursinstitut im ersten oder im zweiten Land
               mehr Gewinne machen?


          Copyright 2009 by Peter F. Jedlicka   www.coachingteamwien.at         Seite 12 von 16
4. DISKUSSION

  Was wäre, wenn in zwei Ländern die Wirtschaft recht
   schlecht wäre, aber jedes blaue und rote M eine gute
  Geschäftsidee eines sehr gut ausgebildeten Menschen?

  MMMMMMMMMM                                                              MMMMMMMMMM
  MMMMMMMMMM                                                              MMMMMMMMMM
  MMMMMMMMMM                                                              MMMMMMMMMM
  MMMMMMMMMM                                                              MMMMMMMMMM



Welches dieser Länder hätte größere Chancen, aus der Krise
                   herauszukommen?

          Copyright 2009 by Peter F. Jedlicka   www.coachingteamwien.at          Seite 13 von 16
5. DISKUSSION
 Zwei Männer in zwei Ländern werden arbeitslos – beide sind verheiratet.
Im ersten Land beträgt das durchschnittliche Einkommen der Frauen 500,-
                     EUR, im zweiten 2000,- EUR.
  Zudem arbeiten im ersten Land nur 40 Prozent aller Frauen, im zweiten
                            jedoch 90 Prozent.

         40%                                                                90%
         Ø 500,-                                                            Ø 2000,-



   In welchem Land ist ein solcher Mann im Falle einer
      Arbeitslosigkeit finanziell besser abgesichert?


            Copyright 2009 by Peter F. Jedlicka   www.coachingteamwien.at              Seite 14 von 16
6. DISKUSSION

      Welche Auswirkungen haben Maßnahmen zur
       Chancengleichheit auf unsere Wirtschaft?

Möchten Sie als Mann lieber in einem anderen Land leben,
       in dem es keine / weniger Maßnahmen zur
                Chancengleichheit gibt?

                     Welches Land könnte das sein?

( Recherche nach der „Gender Empowerment Measure“-Länderstatistik führt zu
                              einem Ranking)



           Copyright 2009 by Peter F. Jedlicka   www.coachingteamwien.at   Seite 15 von 16
DANKE FÜR IHRE AUFMERKSAMKEIT!




                                                                          Weitere Web-Keywords für dieses Dokument:

       Gender Training mit Männern, Gender Mainstreaming Training, Trainingsunterlagen, Gender Training Manual, Gleichberechtigung und Männer, Chancengleichheit und Männer, Mann und
Geschlechterdemokratie, feministische Ökonomik, feministische Wirtschaftstheorie, Trainingsmanual, Wirtschaft und Geschlechterdemokratie, Argumente gegen Antifeminismus, Antisexistische Männer,
                               Jobcoaching, Gender Coaching, Jobcoaching Manual, Männerberatung, Männer-Training, Männercoaching, Männerarbeit, Materialien, …




                                Copyright 2009 by Peter F. Jedlicka                            www.coachingteamwien.at                                                    Seite 16 von 16

Weitere ähnliche Inhalte

Andere mochten auch

CCD2014 - Vortrag NetworkedAssets und Kabel Deutschland
CCD2014 - Vortrag NetworkedAssets und Kabel DeutschlandCCD2014 - Vortrag NetworkedAssets und Kabel Deutschland
CCD2014 - Vortrag NetworkedAssets und Kabel Deutschland
Communardo GmbH
 
Zukunftsszenrios Games
Zukunftsszenrios GamesZukunftsszenrios Games
Zukunftsszenrios Games
Andreas Mertens
 
Prof. Dr. Joachim Niemeier: "Best Practices im Enterprise 2.0"
Prof. Dr. Joachim Niemeier: "Best Practices im Enterprise 2.0"Prof. Dr. Joachim Niemeier: "Best Practices im Enterprise 2.0"
Prof. Dr. Joachim Niemeier: "Best Practices im Enterprise 2.0"
Communardo GmbH
 
Kontextbewusste Lernunterstützung für das Lernen bei Bedarf
Kontextbewusste Lernunterstützung für das Lernen bei BedarfKontextbewusste Lernunterstützung für das Lernen bei Bedarf
Kontextbewusste Lernunterstützung für das Lernen bei Bedarf
Simone Braun
 
LA PAZ
LA PAZLA PAZ
GPA-djp Social Media
GPA-djp Social MediaGPA-djp Social Media
GPA-djp Social Media
Thomas Kreiml
 
Internet Research Einführungssitzung
Internet Research EinführungssitzungInternet Research Einführungssitzung
Internet Research EinführungssitzungJens Holze
 
"Mehrwert Contact Center" von Necla Haskioglu-Larsch und Dirk Harder, Enghouse
"Mehrwert Contact Center" von Necla Haskioglu-Larsch und Dirk Harder, Enghouse"Mehrwert Contact Center" von Necla Haskioglu-Larsch und Dirk Harder, Enghouse
"Mehrwert Contact Center" von Necla Haskioglu-Larsch und Dirk Harder, Enghouse
3cdialog
 
CCD 2011: JIRA is pain – Wie man den Schmerz und die Angst vor Transparenz ...
CCD 2011:  JIRA is pain – Wie man den Schmerz  und die Angst vor Transparenz ...CCD 2011:  JIRA is pain – Wie man den Schmerz  und die Angst vor Transparenz ...
CCD 2011: JIRA is pain – Wie man den Schmerz und die Angst vor Transparenz ...Communardo GmbH
 
Arbeitskreis E-Learning in virtuellen Welten
Arbeitskreis E-Learning in virtuellen WeltenArbeitskreis E-Learning in virtuellen Welten
Arbeitskreis E-Learning in virtuellen Welten
Andreas Mertens
 
Forges
ForgesForges
Forges
Neo22
 
Überblick Common Criteria
Überblick Common CriteriaÜberblick Common Criteria
Überblick Common Criteria
Jens Oberender
 
Umwelt schonen mit intelligenter IT
Umwelt schonen mit intelligenter ITUmwelt schonen mit intelligenter IT
Umwelt schonen mit intelligenter IT
kerstenr
 
Kirchner pintores expresionistas
Kirchner pintores expresionistasKirchner pintores expresionistas
Kirchner pintores expresionistasARNANRONA
 
Cambio varillaje limpiaparabrisas Golf IV (recepción limpiaparabrisas)
Cambio varillaje limpiaparabrisas Golf IV (recepción limpiaparabrisas)Cambio varillaje limpiaparabrisas Golf IV (recepción limpiaparabrisas)
Cambio varillaje limpiaparabrisas Golf IV (recepción limpiaparabrisas)
degarden
 
Prof. Dr. Piller open innovation
Prof. Dr. Piller open innovationProf. Dr. Piller open innovation
Prof. Dr. Piller open innovation
integro
 
Semantic Web II: FRBR & Co
Semantic Web II: FRBR & CoSemantic Web II: FRBR & Co
Semantic Web II: FRBR & CoJakob .
 
Exhibition invitation Alex Stalenberg at von Negelein Kiel
Exhibition invitation Alex Stalenberg at von Negelein KielExhibition invitation Alex Stalenberg at von Negelein Kiel
Exhibition invitation Alex Stalenberg at von Negelein Kiel
AlexStalenberg
 

Andere mochten auch (19)

CCD2014 - Vortrag NetworkedAssets und Kabel Deutschland
CCD2014 - Vortrag NetworkedAssets und Kabel DeutschlandCCD2014 - Vortrag NetworkedAssets und Kabel Deutschland
CCD2014 - Vortrag NetworkedAssets und Kabel Deutschland
 
Zukunftsszenrios Games
Zukunftsszenrios GamesZukunftsszenrios Games
Zukunftsszenrios Games
 
Prof. Dr. Joachim Niemeier: "Best Practices im Enterprise 2.0"
Prof. Dr. Joachim Niemeier: "Best Practices im Enterprise 2.0"Prof. Dr. Joachim Niemeier: "Best Practices im Enterprise 2.0"
Prof. Dr. Joachim Niemeier: "Best Practices im Enterprise 2.0"
 
Kontextbewusste Lernunterstützung für das Lernen bei Bedarf
Kontextbewusste Lernunterstützung für das Lernen bei BedarfKontextbewusste Lernunterstützung für das Lernen bei Bedarf
Kontextbewusste Lernunterstützung für das Lernen bei Bedarf
 
LA PAZ
LA PAZLA PAZ
LA PAZ
 
GPA-djp Social Media
GPA-djp Social MediaGPA-djp Social Media
GPA-djp Social Media
 
Internet Research Einführungssitzung
Internet Research EinführungssitzungInternet Research Einführungssitzung
Internet Research Einführungssitzung
 
"Mehrwert Contact Center" von Necla Haskioglu-Larsch und Dirk Harder, Enghouse
"Mehrwert Contact Center" von Necla Haskioglu-Larsch und Dirk Harder, Enghouse"Mehrwert Contact Center" von Necla Haskioglu-Larsch und Dirk Harder, Enghouse
"Mehrwert Contact Center" von Necla Haskioglu-Larsch und Dirk Harder, Enghouse
 
CCD 2011: JIRA is pain – Wie man den Schmerz und die Angst vor Transparenz ...
CCD 2011:  JIRA is pain – Wie man den Schmerz  und die Angst vor Transparenz ...CCD 2011:  JIRA is pain – Wie man den Schmerz  und die Angst vor Transparenz ...
CCD 2011: JIRA is pain – Wie man den Schmerz und die Angst vor Transparenz ...
 
Arbeitskreis E-Learning in virtuellen Welten
Arbeitskreis E-Learning in virtuellen WeltenArbeitskreis E-Learning in virtuellen Welten
Arbeitskreis E-Learning in virtuellen Welten
 
Forges
ForgesForges
Forges
 
Überblick Common Criteria
Überblick Common CriteriaÜberblick Common Criteria
Überblick Common Criteria
 
Umwelt schonen mit intelligenter IT
Umwelt schonen mit intelligenter ITUmwelt schonen mit intelligenter IT
Umwelt schonen mit intelligenter IT
 
Kirchner pintores expresionistas
Kirchner pintores expresionistasKirchner pintores expresionistas
Kirchner pintores expresionistas
 
Cambio varillaje limpiaparabrisas Golf IV (recepción limpiaparabrisas)
Cambio varillaje limpiaparabrisas Golf IV (recepción limpiaparabrisas)Cambio varillaje limpiaparabrisas Golf IV (recepción limpiaparabrisas)
Cambio varillaje limpiaparabrisas Golf IV (recepción limpiaparabrisas)
 
Prof. Dr. Piller open innovation
Prof. Dr. Piller open innovationProf. Dr. Piller open innovation
Prof. Dr. Piller open innovation
 
Semantic Web II: FRBR & Co
Semantic Web II: FRBR & CoSemantic Web II: FRBR & Co
Semantic Web II: FRBR & Co
 
Fail!
Fail!Fail!
Fail!
 
Exhibition invitation Alex Stalenberg at von Negelein Kiel
Exhibition invitation Alex Stalenberg at von Negelein KielExhibition invitation Alex Stalenberg at von Negelein Kiel
Exhibition invitation Alex Stalenberg at von Negelein Kiel
 

Gender Training für Männer / GenderTraining mit Männern

  • 1. Über die Zusammenhänge zwischen Gleichberechtigung und Wohlstand Eine Argumentationslinie für das Gender Training mit Männern. Von Peter F. Jedlicka www.coachingteamwien.at (Beginnen Sie im Training mit Seite 2!) Copyright 2009 by Peter F. Jedlicka www.coachingteamwien.at Seite 1 von 16
  • 2. Stellen Sie sich eine Fabrik vor, in der 50 rote und 50 blaue Maschinen ( M ) stehen: MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM Copyright 2009 by Peter F. Jedlicka www.coachingteamwien.at Seite 2 von 16
  • 3. Jedoch: nur die 50 blauen Maschinen laufen auf vollen Touren und produzieren, die 50 roten Maschinen stehen still, obwohl die Produkte dieser Fabrik dringend gebraucht werden. MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM = 50 laufende Maschinen Copyright 2009 by Peter F. Jedlicka www.coachingteamwien.at Seite 3 von 16
  • 4. Die Firmenleitung wurde gefragt: „Warum stehen denn die 50 roten Maschinen still, obwohl die Auftragslage gut ist?“ Die Antwort war: „Es hat sich so eingebürgert, es ist eine alte Tradition: Unsere Großväter sagten vor vielen Jahren: Die roten Maschinen taugen nicht so viel, es macht also nichts, wenn ihr sie gar nicht in Betrieb nehmt. Außerdem haben diese Maschinen eine schlechtere Kühlung, sie müssen öfter pausieren.“ Copyright 2009 by Peter F. Jedlicka www.coachingteamwien.at Seite 4 von 16
  • 5. Stellen Sie sich eine zweite Fabrik vor, im Nachbarland jenes Landes, in dem die erste Fabrik steht. Auch hier gibt es die gleichen roten und blauen Maschinen (M), aber hier werden beide werden zu gleichen Teilen eingesetzt: MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM 50 + 50 = 100 laufende Maschinen Copyright 2009 by Peter F. Jedlicka www.coachingteamwien.at Seite 5 von 16
  • 6. Diese Firma produziert dadurch mehr und macht mehr Gewinn als jene im Nachbarland. Diese Firmenphilosophie, die sich in diesem zweiten Land generell durchgesetzt hat, nämlich möglichst alle verfügbaren Maschinen einzusetzen, egal welche Farbe sie haben, hat das zweite Land wohlhabend gemacht: Man sieht das den Menschen dieses Landes sofort an: Sie sind schöner gekleidet, fahren schönere Autos, wohnen in schöneren Wohnungen, können sich durch die höheren Steuereinnahmen auch ein besseres Gesundheitssystem leisten. Copyright 2009 by Peter F. Jedlicka www.coachingteamwien.at Seite 6 von 16
  • 7. „Haben Sie nicht auch davon gehört, dass die roten Maschinen weniger taugen?“ wurde die Firmenleitung gefragt. „Das ist doch ein Märchen!“ antwortete diese. „Das haben Sie wohl drüben in unserem Nachbarland gehört.“ „Und was ist mit dem Kühlungsproblem der roten Maschinen, erfordert das nicht auch bei Ihnen ein Pausieren?“ „Ja, sie müssen ab und zu pausieren, aber das ist doch kein Argument, dass man sie überhaupt nicht einsetzt!“ war die Antwort „Jedes moderne Management weiß doch heutzutage, wie man Arbeit so einteilt, dass alle Ressourcen genutzt werden, und teilt Pausen bei allen Maschinen vernünftig ein – auch bei den blauen, damit sie länger halten!“ Copyright 2009 by Peter F. Jedlicka www.coachingteamwien.at Seite 7 von 16
  • 8. Natürlich sahen einige Unternehmer aus dem ersten Land, wie schön es in dem zweiten Land war, sodass manche von ihnen dorthin übersiedelten, um ebenfalls diesen hohen Lebensstandard zu genießen. Der Erfolg dieser Firmen blieb jedoch oft aus, denn obwohl sie jetzt in dem wohlhabenderen Land lebten, verfolgten sie noch immer ihre alte Firmenphilosophie: „Die roten Maschinen taugen einfach weniger – das haben bereits unsere Großväter gesagt“. Copyright 2009 by Peter F. Jedlicka www.coachingteamwien.at Seite 8 von 16
  • 9. Diese Unternehmen blieben zwar in dem zweiten Land, erreichten aber meist nicht den Wohlstand der angestammten Firmen. Ganz einfach weil sie die Unternehmensphilosophie hinter diesem Wohlstand nicht verstanden: Maschinen ohne Ansehen der Farbe einzusetzen, damit alle Ressourcen für den Produktionsprozess genutzt werden. Copyright 2009 by Peter F. Jedlicka www.coachingteamwien.at Seite 9 von 16
  • 10. 1. DISKUSSION „Was hat das mit uns zu tun?“ Copyright 2009 by Peter F. Jedlicka www.coachingteamwien.at Seite 10 von 16
  • 11. 2. DISKUSSION Was wäre, wenn die Fabriken bereits 500.000 Mobiltelefone hergestellt hätten, die sich • in einem Land nur Männer leisten können • im zweiten Land Männer und Frauen IN WELCHEM LAND WÜRDE DIESE FIRMA ZUERST EINE FILIALE AUFMACHEN? Copyright 2009 by Peter F. Jedlicka www.coachingteamwien.at Seite 11 von 16
  • 12. 3. DISKUSSION Was wäre, wenn die Fabrik ein Kursinstitut wäre, und jedes blaue M und rote M potentielle Kursteilnehmer(innen)? MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM Würde dieses Kursinstitut im ersten oder im zweiten Land mehr Gewinne machen? Copyright 2009 by Peter F. Jedlicka www.coachingteamwien.at Seite 12 von 16
  • 13. 4. DISKUSSION Was wäre, wenn in zwei Ländern die Wirtschaft recht schlecht wäre, aber jedes blaue und rote M eine gute Geschäftsidee eines sehr gut ausgebildeten Menschen? MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM MMMMMMMMMM Welches dieser Länder hätte größere Chancen, aus der Krise herauszukommen? Copyright 2009 by Peter F. Jedlicka www.coachingteamwien.at Seite 13 von 16
  • 14. 5. DISKUSSION Zwei Männer in zwei Ländern werden arbeitslos – beide sind verheiratet. Im ersten Land beträgt das durchschnittliche Einkommen der Frauen 500,- EUR, im zweiten 2000,- EUR. Zudem arbeiten im ersten Land nur 40 Prozent aller Frauen, im zweiten jedoch 90 Prozent. 40% 90% Ø 500,- Ø 2000,- In welchem Land ist ein solcher Mann im Falle einer Arbeitslosigkeit finanziell besser abgesichert? Copyright 2009 by Peter F. Jedlicka www.coachingteamwien.at Seite 14 von 16
  • 15. 6. DISKUSSION Welche Auswirkungen haben Maßnahmen zur Chancengleichheit auf unsere Wirtschaft? Möchten Sie als Mann lieber in einem anderen Land leben, in dem es keine / weniger Maßnahmen zur Chancengleichheit gibt? Welches Land könnte das sein? ( Recherche nach der „Gender Empowerment Measure“-Länderstatistik führt zu einem Ranking) Copyright 2009 by Peter F. Jedlicka www.coachingteamwien.at Seite 15 von 16
  • 16. DANKE FÜR IHRE AUFMERKSAMKEIT! Weitere Web-Keywords für dieses Dokument: Gender Training mit Männern, Gender Mainstreaming Training, Trainingsunterlagen, Gender Training Manual, Gleichberechtigung und Männer, Chancengleichheit und Männer, Mann und Geschlechterdemokratie, feministische Ökonomik, feministische Wirtschaftstheorie, Trainingsmanual, Wirtschaft und Geschlechterdemokratie, Argumente gegen Antifeminismus, Antisexistische Männer, Jobcoaching, Gender Coaching, Jobcoaching Manual, Männerberatung, Männer-Training, Männercoaching, Männerarbeit, Materialien, … Copyright 2009 by Peter F. Jedlicka www.coachingteamwien.at Seite 16 von 16