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1 von 27
Fremdenabwehr und
``Rassenkampf``
Aus: «Die Verwandlung der Welt, Eine Geschichte des 19.
Jahrhunderts.»
von: Jürgen Osterhammel
1.Aufstieg und
Niedergang
eines
virulenten
Rassismus:
Um 1900 dachte man im globalen ``Westen``, dass die
Menschheit in Rassen unterteilt sei:
Rassen hätten, biologisch bestimmt, unterschiedliche Fähigkeiten und
somit auch unterschiedliches Recht, ihre Existenz zu gestalten
1.1 Osterhammels
Übersicht über
den Stellenwert
des Rassismus im
19.Jahrhundert:
(weltgeschichtlich
gesehen)
Um 1800 war die
Idee der biologischen
Rassenunterscheidung
nicht aktuell
(Unterscheidungen wurden
gemacht)
Um 1880
war die Idee ein
Grundelement
der Gesellschaft.
(Dominates
Konzept der
Wissenschaft)
Um 1930 war
Rassismus
weltweit weniger
akzeptabel: das
wissenschaftliche
Konzept wurde
eher kritisiert.
Um 2000 war
Rassismus weltweit
diffamiert und seine
Propagierung in vielen
Ländern unter Strafe
gestellt. Und In der
Wissenschaft belächelt
1.Versuch Japans (1919) auf der
Pariser Friedenskonferenz eine
Klausel gegen rassische
Diskriminierung durchzusetzen.
2.Die Praxis und Rhetorik der
Nationalsozialisten wurde als
``deutsche Marotte`` betrachtet.
Aufstieg und Fall füllen den geschichtsprägenden kurzen Zeitraum zwischen etwa
1860 1945
1.2Osterhammels
Beschreibung der
Merkmale des
Rassismus um
1900:
 Um 1900:
 ``Rasse`` war ein zentralesThema
 Die herrschenden Minderheiten in den Kolonien machten sich Sorgen um die
Ansprüche ihrerVormachtstellung durch die ``niederen Rassen``
 «Rasse» wurde als wissenschaftlicher Begriff ernstgenommen
 Vor allem von Biologen und Ethnologen gebraucht
 Der Begriff ``Volk`` wurde neu als ethnos (biologische Abstammungsgemeinschaft)
und nicht als demos (politischeWillensgemeinschaft) betrachtet.
 Eher politisch rechts lokalisiert
 Wiederspruch zu aufklärerischen Ideen wie der natürlichen Gleichheit des
Menschen, der natürlich angeborenen Rechten, usw…
 Aber es gab auch eine sozialistische Eugenik: «Erbgesundheit»: (einer idealen
Gesellschaft der Gleichheit dienen)
 Eher kollektivistisch
 Begriffe wie ``Volk`` und ``Völkisch`` wurde zu wichtigen semantischen Trägern
 Das ``Völkische`` verkörperte den Kampf der Rassen untereinander und dem damit
einhergehenden Unterliegen der ``Schwächeren``
1.2Osterhammels
Beschreibung der
Merkmale des
Rassismus um
1900:
 Rassismus braucht Abneigungen und Hassobjekte
 Allgemeingültiger Konsens in rassistischenVorurteilen durch alle
sozialen Schichten (Gelehrte, Staatsoberhäupter, Pöbel, usw.…)
hindurch
 Das Rassendenken war auf Körper und Körperlichkeit fixiert
 Volkskörper musste von Schädlingen und Feinden geschützt werden
 Die alte Physiognomik hielt wieder Einzug in die Wissenschaft
 KriminelleVeranlagung und rassische Minderwertigkeit seien anhand von
Merkmalen des Körpers zu deuten und daher vererbbar
 Die Fabrikation von «Reinheit» in Rasse und Nation stand im
Vordergrund
 Verbund zwischen mörderischen Massen und Gelehrten
Der virulente Rassismus bereitete so den Mord an den deutschen Juden vor.
2.
Rassentheorien:
prä-und
postrevolutionär
2.1
Osterhammels
angedeutete
Spielarten
Rassismus zu
unterscheiden
Einen repressivenUnterklassen erzeugenden
Einen segregierenden, „Ghettos“ bildenden
Einen exkludierenden , Nationalstaaten an ihren Grenzen
abschottenden
Einen exterminatorischen, den rassischen Feind auslöschenden
• DieArten undWeisen mit «Rasse» argumentativ und narrativ
umzugehen, war sehr unterschiedlich.
• TransnationaleVerbindungen sollten das Bild ergänzen:
• nationale und partikulare Rassismen reagierten aufeinander und
derenVertreter formierten sich in Gruppen
2.2 Entstehung des
Rassismus als eine
Form des
Ethnozentrismus
 Rassismus als Ethnozentrismus:
 Biologisch vererbte Körpereigenschaften und nicht kulturelle
Verhaltensweisen markieren die wichtigsten Unterschiede zwischen
menschlichenGruppen
 Entstand in der frühen Neuzeit
 Da sich die Kontakte zwischen Gesellschaften weltweit
intensivierten.
 (War aber nicht die dominanteWeltsicht der Europäer)
 (Kommentare und Berichte von Eroberern und Seefahrern waren
mit Respekt und Bewunderung über die jeweilige Kultur
geschrieben).  Das Interesse galt auch mehr den Gebräuchen und
Sitten.
 Rassistische Haltungen entstanden vor allem im Milieu des
atlantischen Sklavenhandels und der amerikanischen Plantagen.
2.2 Entstehung des
Rassismus als eine
Form des
Ethnozentrismus
 ``The History of Jamaica`` von dem Plantagenbesitzer Edward
Long war die erste rassistischeApologie.
 Rassismus war nicht die Ursache der Sklaverei, diente aber der
Rechtfertigung.
• Vielfach wurden während der europäischen Expansion Unterschiede zwischen
Siedlern und Europäern dennoch eher kulturell als biologisch interpretiert.
2.3
Unterschiedliche
Sklavensysteme
 Die Beziehung zwischen Sklaverei und Zuschreibung von
Rassenmerkmalen sind grundsätzlich flexibel
 Zahlreiche Sklavensysteme beruhen in letzter Instanz nicht auf
körperlicher Unterscheidung:
Militärsklaverei im osmanischen Reich:
Menschen aus dem Balkan und dem
schwarzen Meer…
Die Sklaverei in der griechisch-römischen
Antike.
2.4 DasVergleichen
und Klassifizieren
als
wissenschaftliche
Methode
 Im letztenViertel des 18. Jahrhunderts wurdenVorschläge
gemacht, Menschen inTypen einzuteilen
 DieVergleichende Anatomie und die Phrenologie:
 DieVermessung des Schädels zwecks Rückschlüssen auf die
Intelligenzleistung
Franz Joseph Gall
2.4 DasVergleichen
und Klassifizieren
als
wissenschaftliche
Methode
Polygenesis: Die separate Erschaffung verschiedener Rassen
Abkehr von der christlichen Schöpfungslehre
2.4 DasVergleichen
und Klassifizieren
als
wissenschaftliche
Methode
 Kolonialadministratoren brachten somit Ordnung in die verwirrende
Vielfalt ihrer Untertanenschaft.
 Die Polygenesis und die Phrenologie waren populäreThemen das
ganze 19. Jahrhundert hindurch. (Weltausstellungen und
Völkerschauen)
 Es blieb bis zur Mitte des 20.Jahrhunderts eine
Lieblingsbeschäftigung mancher Anthropologen und Anatomen
2.4 DasVergleichen
und Klassifizieren
als
wissenschaftliche
Methode
 EinigeTypenbegriffe die 1880 auf den Naturforscher Johann
Friedrich Blumenbach zurückgehen, finden teilweise heute noch
Verwendung als euphemistisches Synonym für ``Weisser``:
 Die gelbe Rasse, der Neger, der Kaukasier, usw…
 Die Klassifikation von Rassen führte zu einer Konfusion, da das
anglo-amerikanischeWort ``race`` auch zur Bezeichnung von
Nationen benutzt wurde
 Spanish race
 In der amerikanischen Literatur variierte die Zahl der
unterschiedlichen races zwischen 2 und 63
2.5 Die
Rassentheorien des
19.Jahrunderts
 Die Rassenlehrern des 19.Jahrhunderts waren post-revolutionär
 Sie setzten eine Lockerung derVerbindlichkeit des Christentums
voraus.
 Vor allem aber eine Welt ohne gottgegebene natürliche Ordnung
der Hierarchie
 Die Rassenlehren hielten in Ländern wie den USA (Declaration of
Independence) oder Frankreich (Declaration des droits de
l´homme et du citoyen) stärker Einzug als inGrossbritannien.
 In GB war das politische Denken niemals so egalitär gewesen
 Die Spannung zwischen theoretischem Gleichheitsversprechen und
tatsächlicher Ungleichheit wurde nicht so stark empfunden wie in
den genannten Ländern.
2.5 Die
Rassentheorien
des
19.Jahrunderts
 Nach 1815 wurden neue Rassentheorien möglich, sie setzten voraus, dass:
1. Umwelteinflüsse die menschliche Natur nicht beeinflussen könnten.
(=Environmentalismus)
 Die Idee möglicherVerbesserung verschwand, bevor sie im letzten Drittel des
Jahrhunderts als Biotechnologie der Eugenik eine Renaissance erfuhr
 Zivilisierungsmissionen der niederen Rassen wurde somit Aussichtslos
2. Rassentheoretiker erhoben einen ehrgeizigeren Geltungsanspruch
 «Rasse» wurde zu einer geschichtsphilosophischen Kategorie
 Zu einem Universalschlüssel für das Verständnis von Geschichte und Gegenwart
wie die Leitwörter «Klasse», «Religion», «Staat» usw…
 Das Rassendenken hatte einen besonderen Hang zum Determinismus und
damit zur Marginalisierung von Politik und Geschichte
 Nach den Revolutionen von 1848/49 entstanden rassegestützte
Universaltheorien
2.5 Die
Rassentheorien
des
19.Jahrunderts
 Robert Knox wollte mit seinerVortragssammlung ``The Races of Men`` seine
Zeitgenossen auf den rassischen Hintergrund der politischen Konflikte hinweisen
 “IN SIZE OF BRAINTHEY SEEM ALSO CONSIDERABLY INFERIORTOTHE ABOVE RACES, AND
NO DOUBT ALSOTOTHE SARMATIAN ANDTHE SLAVONIC.”
 „LOOK ALL OVERTHE GLOBE; IT IS ALWAYSTHE SAME,THE DARK RACES STAND STILL,THE
FAIR PROGRESS.“
 In seinenArbeiten versuchte er hauptsächlich aufzuzeigen, welcheVölker
am ehesten den europäischenVölker gewachsen seien und für welche eine
Vertreibung,Versklavung, oder gar Ausrottung nicht verhinderbar oder
sogar ratsam sei.
2.5 Die
Rassentheorien
des
19.Jahrunderts
 Auch der Grafe Arthur de Gobineau hatte mit seinem Essai `` Essai sur
l’inégalité des races humaines`` einen enormen Einfluss auf den
Rassendiskurs
 Der Rassendiskurs wurde ab der Jahrhundertmitte immer wichtiger
und permanent geführt
 Charles Darwin veränderte später durch seine Erkenntnisse in Biologie
und Anthropologie die Parameter der Diskussion
«DieVorstellung von einer angeborenen,
ursprünglichen, stark ausgeprägten und
bleibenden Ungleichheit zwischen den
Rassen ist eine der ältestverbreitetsten»
2.5 Die Entwicklung
der Rassentheorien
des 19.Jahrunderts
in Deutschland
 Es gab wenig deutsche Schriftsteller und Gelehrte die über Rassentheorien
schrieben
 Deutschland hatte keine Dynamik von Revolutionen und Gegenrevolutionen
sondern versuchte sich in Europa national selbst zu behaupten
 Sie suchten nach einer ``völkischen`` Einheit deutscher Nationen
 Die Rassentheorien fanden ihren Ursprung auch durch die neue
Geschichtsschreibung, die sich vor allem für die Anfänge interessierte
 Man begann die vorchristlichenAnfänge des eigenenVolkes zu erforschen und
zu imaginieren.
 Das Gedankengut des ``Germanischen`` hielt somit Einzug
Sie diente als Nachweis einer Überlegenheit des eigenenVolkes über die
Nachbarn aber auch anderen antiken Leitkulturen
 Auch in England suchte man dieWurzen bei den heimischen heidnischen
Angelsachsen
 So entstanden neue ``Nationalepen``
2.6 DerAriermythos
 Fast ganz Europa liess sich von derTheorie der eigenen
``indogermanischen`` oder ``arischen`` Ursprüngen faszinieren
 Gemeinsamkeit durch Sprache
 Erfolg durch die einfache Gegenüberstellung arisch vs. semitisch
3. Dominanter
Rassismus,Staat
und
Fremdenpolitik
 Ab 1850 einflussreiches Weltbildmuster  Rassismus als
Selbstverständlichkeit
 Nicht mehr nur vonAussenseiter und Minderheiten sondern auch
Massenwählerschaft
 Internationale Politik als Rassenkampf
 Germanentum / Slawentum
 Gelbe Gefahr
 Verstaatlichung des Rassismus  Nationalstaaten
 Eroberung der Staatsmacht (Süden USA, DE, Südafrika)
 Passkontrolle / Einbürgerungen
 Feindseligkeiten und Misstrauen, dennoch Zuwanderung von
Gastarbeitern (FR, DE)
4.
Abwehrrassismus
 Politische Massnahmen zurVerhinderung von Einwanderung
 Verhinderung von Lohndumping und Parallelgesellschaften
 Schutz der eigenen, weissen Überlegenheit vor dem Fremden
 Nicht in Europa sondern in demokratischen
Einwanderungsgesellschaften
 USA: 1882 Immigrationsverbot für Chinesen bis 1943
 Australien: 1860-1960 White Australia-Politik
 Kanada: 1910 White Canada-Politik
 Paraguay: 1897Verschärftes Einreisegesetz
 Südafrika Kolonie Natal: 1897 Einwanderungsverbot für Inder
5. Nicht-
westlicher
Rassismus:China
 Es fehlte eine ethnische Minderheit
 Traditionell schwach entwickelt
 Barbaren-Stereotypen (Fremdvölker an der Grenze)
 Ursprünglich wurde eine wohlwollende Zivilisierung attestiert
 Dies änderte sich mit dem Kontakt mit dem Westen
 Ende des 19. Jahrhunderts starke Zunahme:
 Suche nach einem Platz in derWelt für China (militärische Niederlage gegen
Japan 1895)
 Rangtabellen von Rassen
 Gelbe undWeisse Rasse kämpfen um dieVorherrschaft
 Afrikanische Rasse ganz unten
 Durch Sterilisation, Rassenmischung etc. zu wandeln
 Für die Reformer sollten politische Liberalisierung und Modernisierung dem
Kampf der Rassen dienen
 Kulturheroen wurden zuVorfahren der ``chinesischen Rasse`` wie der gelbe
Kaiser.
6.Thesen bzw.
Fragen
 Welche Rolle spielte dieWissenschaft in der
Rassendiskriminierung?
 Was für dominante Ballungszentren gab es für den Rassismus und
wie sahen diese aus?
 Welche Dimensionen von Rassismus sind heute noch anzutreffen
und welche möglichen Erklärungsansätze gibt es?
 Welche auf dem Rassismus basierenden Faktoren verhelfen
DonaldTrump zum Erfolg?Warum auch der politische
Rechtsrutsch in Europa?
7.Fazit
 Vor allem die Unantastbarkeit der wissenschaftlichen Betrachtung
führte zu einer starken Mobilität der Rassendiskriminierung
 Selbst schwarze amerikanische Bürgerrechtler handelten politisch
wie selbstverständlich im Rassendenken  negro race
 Die Rassentheorien wurden den jeweiligen Umständen des Landes
angepasst, um sie für die eigenen Zwecke gebrauchen zu können.
 Die Rassentheorien und deren Ausleben unterstehen einem
dynamischen Prozess und man kann sie je nach geschichtlicher
Betrachtung unterschiedlich auslegen.

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Fremdenabwehr und ``Rassenkampf`` PPT aus: "Die Verwandlung der Welt, Eine Geschichte des 19.Jahrhunderts." von Jürgen Osterhammel

  • 1. Fremdenabwehr und ``Rassenkampf`` Aus: «Die Verwandlung der Welt, Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts.» von: Jürgen Osterhammel
  • 2. 1.Aufstieg und Niedergang eines virulenten Rassismus: Um 1900 dachte man im globalen ``Westen``, dass die Menschheit in Rassen unterteilt sei: Rassen hätten, biologisch bestimmt, unterschiedliche Fähigkeiten und somit auch unterschiedliches Recht, ihre Existenz zu gestalten
  • 3. 1.1 Osterhammels Übersicht über den Stellenwert des Rassismus im 19.Jahrhundert: (weltgeschichtlich gesehen) Um 1800 war die Idee der biologischen Rassenunterscheidung nicht aktuell (Unterscheidungen wurden gemacht) Um 1880 war die Idee ein Grundelement der Gesellschaft. (Dominates Konzept der Wissenschaft) Um 1930 war Rassismus weltweit weniger akzeptabel: das wissenschaftliche Konzept wurde eher kritisiert. Um 2000 war Rassismus weltweit diffamiert und seine Propagierung in vielen Ländern unter Strafe gestellt. Und In der Wissenschaft belächelt 1.Versuch Japans (1919) auf der Pariser Friedenskonferenz eine Klausel gegen rassische Diskriminierung durchzusetzen. 2.Die Praxis und Rhetorik der Nationalsozialisten wurde als ``deutsche Marotte`` betrachtet. Aufstieg und Fall füllen den geschichtsprägenden kurzen Zeitraum zwischen etwa 1860 1945
  • 4. 1.2Osterhammels Beschreibung der Merkmale des Rassismus um 1900:  Um 1900:  ``Rasse`` war ein zentralesThema  Die herrschenden Minderheiten in den Kolonien machten sich Sorgen um die Ansprüche ihrerVormachtstellung durch die ``niederen Rassen``  «Rasse» wurde als wissenschaftlicher Begriff ernstgenommen  Vor allem von Biologen und Ethnologen gebraucht  Der Begriff ``Volk`` wurde neu als ethnos (biologische Abstammungsgemeinschaft) und nicht als demos (politischeWillensgemeinschaft) betrachtet.  Eher politisch rechts lokalisiert  Wiederspruch zu aufklärerischen Ideen wie der natürlichen Gleichheit des Menschen, der natürlich angeborenen Rechten, usw…  Aber es gab auch eine sozialistische Eugenik: «Erbgesundheit»: (einer idealen Gesellschaft der Gleichheit dienen)  Eher kollektivistisch  Begriffe wie ``Volk`` und ``Völkisch`` wurde zu wichtigen semantischen Trägern  Das ``Völkische`` verkörperte den Kampf der Rassen untereinander und dem damit einhergehenden Unterliegen der ``Schwächeren``
  • 5. 1.2Osterhammels Beschreibung der Merkmale des Rassismus um 1900:  Rassismus braucht Abneigungen und Hassobjekte  Allgemeingültiger Konsens in rassistischenVorurteilen durch alle sozialen Schichten (Gelehrte, Staatsoberhäupter, Pöbel, usw.…) hindurch  Das Rassendenken war auf Körper und Körperlichkeit fixiert  Volkskörper musste von Schädlingen und Feinden geschützt werden  Die alte Physiognomik hielt wieder Einzug in die Wissenschaft  KriminelleVeranlagung und rassische Minderwertigkeit seien anhand von Merkmalen des Körpers zu deuten und daher vererbbar  Die Fabrikation von «Reinheit» in Rasse und Nation stand im Vordergrund  Verbund zwischen mörderischen Massen und Gelehrten Der virulente Rassismus bereitete so den Mord an den deutschen Juden vor.
  • 7. 2.1 Osterhammels angedeutete Spielarten Rassismus zu unterscheiden Einen repressivenUnterklassen erzeugenden Einen segregierenden, „Ghettos“ bildenden Einen exkludierenden , Nationalstaaten an ihren Grenzen abschottenden Einen exterminatorischen, den rassischen Feind auslöschenden • DieArten undWeisen mit «Rasse» argumentativ und narrativ umzugehen, war sehr unterschiedlich. • TransnationaleVerbindungen sollten das Bild ergänzen: • nationale und partikulare Rassismen reagierten aufeinander und derenVertreter formierten sich in Gruppen
  • 8. 2.2 Entstehung des Rassismus als eine Form des Ethnozentrismus  Rassismus als Ethnozentrismus:  Biologisch vererbte Körpereigenschaften und nicht kulturelle Verhaltensweisen markieren die wichtigsten Unterschiede zwischen menschlichenGruppen  Entstand in der frühen Neuzeit  Da sich die Kontakte zwischen Gesellschaften weltweit intensivierten.  (War aber nicht die dominanteWeltsicht der Europäer)  (Kommentare und Berichte von Eroberern und Seefahrern waren mit Respekt und Bewunderung über die jeweilige Kultur geschrieben).  Das Interesse galt auch mehr den Gebräuchen und Sitten.  Rassistische Haltungen entstanden vor allem im Milieu des atlantischen Sklavenhandels und der amerikanischen Plantagen.
  • 9. 2.2 Entstehung des Rassismus als eine Form des Ethnozentrismus  ``The History of Jamaica`` von dem Plantagenbesitzer Edward Long war die erste rassistischeApologie.  Rassismus war nicht die Ursache der Sklaverei, diente aber der Rechtfertigung. • Vielfach wurden während der europäischen Expansion Unterschiede zwischen Siedlern und Europäern dennoch eher kulturell als biologisch interpretiert.
  • 10. 2.3 Unterschiedliche Sklavensysteme  Die Beziehung zwischen Sklaverei und Zuschreibung von Rassenmerkmalen sind grundsätzlich flexibel  Zahlreiche Sklavensysteme beruhen in letzter Instanz nicht auf körperlicher Unterscheidung: Militärsklaverei im osmanischen Reich: Menschen aus dem Balkan und dem schwarzen Meer… Die Sklaverei in der griechisch-römischen Antike.
  • 11. 2.4 DasVergleichen und Klassifizieren als wissenschaftliche Methode  Im letztenViertel des 18. Jahrhunderts wurdenVorschläge gemacht, Menschen inTypen einzuteilen  DieVergleichende Anatomie und die Phrenologie:  DieVermessung des Schädels zwecks Rückschlüssen auf die Intelligenzleistung
  • 13. 2.4 DasVergleichen und Klassifizieren als wissenschaftliche Methode Polygenesis: Die separate Erschaffung verschiedener Rassen Abkehr von der christlichen Schöpfungslehre
  • 14. 2.4 DasVergleichen und Klassifizieren als wissenschaftliche Methode  Kolonialadministratoren brachten somit Ordnung in die verwirrende Vielfalt ihrer Untertanenschaft.  Die Polygenesis und die Phrenologie waren populäreThemen das ganze 19. Jahrhundert hindurch. (Weltausstellungen und Völkerschauen)  Es blieb bis zur Mitte des 20.Jahrhunderts eine Lieblingsbeschäftigung mancher Anthropologen und Anatomen
  • 15. 2.4 DasVergleichen und Klassifizieren als wissenschaftliche Methode  EinigeTypenbegriffe die 1880 auf den Naturforscher Johann Friedrich Blumenbach zurückgehen, finden teilweise heute noch Verwendung als euphemistisches Synonym für ``Weisser``:  Die gelbe Rasse, der Neger, der Kaukasier, usw…  Die Klassifikation von Rassen führte zu einer Konfusion, da das anglo-amerikanischeWort ``race`` auch zur Bezeichnung von Nationen benutzt wurde  Spanish race  In der amerikanischen Literatur variierte die Zahl der unterschiedlichen races zwischen 2 und 63
  • 16. 2.5 Die Rassentheorien des 19.Jahrunderts  Die Rassenlehrern des 19.Jahrhunderts waren post-revolutionär  Sie setzten eine Lockerung derVerbindlichkeit des Christentums voraus.  Vor allem aber eine Welt ohne gottgegebene natürliche Ordnung der Hierarchie  Die Rassenlehren hielten in Ländern wie den USA (Declaration of Independence) oder Frankreich (Declaration des droits de l´homme et du citoyen) stärker Einzug als inGrossbritannien.  In GB war das politische Denken niemals so egalitär gewesen  Die Spannung zwischen theoretischem Gleichheitsversprechen und tatsächlicher Ungleichheit wurde nicht so stark empfunden wie in den genannten Ländern.
  • 17. 2.5 Die Rassentheorien des 19.Jahrunderts  Nach 1815 wurden neue Rassentheorien möglich, sie setzten voraus, dass: 1. Umwelteinflüsse die menschliche Natur nicht beeinflussen könnten. (=Environmentalismus)  Die Idee möglicherVerbesserung verschwand, bevor sie im letzten Drittel des Jahrhunderts als Biotechnologie der Eugenik eine Renaissance erfuhr  Zivilisierungsmissionen der niederen Rassen wurde somit Aussichtslos 2. Rassentheoretiker erhoben einen ehrgeizigeren Geltungsanspruch  «Rasse» wurde zu einer geschichtsphilosophischen Kategorie  Zu einem Universalschlüssel für das Verständnis von Geschichte und Gegenwart wie die Leitwörter «Klasse», «Religion», «Staat» usw…  Das Rassendenken hatte einen besonderen Hang zum Determinismus und damit zur Marginalisierung von Politik und Geschichte  Nach den Revolutionen von 1848/49 entstanden rassegestützte Universaltheorien
  • 18. 2.5 Die Rassentheorien des 19.Jahrunderts  Robert Knox wollte mit seinerVortragssammlung ``The Races of Men`` seine Zeitgenossen auf den rassischen Hintergrund der politischen Konflikte hinweisen  “IN SIZE OF BRAINTHEY SEEM ALSO CONSIDERABLY INFERIORTOTHE ABOVE RACES, AND NO DOUBT ALSOTOTHE SARMATIAN ANDTHE SLAVONIC.”  „LOOK ALL OVERTHE GLOBE; IT IS ALWAYSTHE SAME,THE DARK RACES STAND STILL,THE FAIR PROGRESS.“  In seinenArbeiten versuchte er hauptsächlich aufzuzeigen, welcheVölker am ehesten den europäischenVölker gewachsen seien und für welche eine Vertreibung,Versklavung, oder gar Ausrottung nicht verhinderbar oder sogar ratsam sei.
  • 19. 2.5 Die Rassentheorien des 19.Jahrunderts  Auch der Grafe Arthur de Gobineau hatte mit seinem Essai `` Essai sur l’inégalité des races humaines`` einen enormen Einfluss auf den Rassendiskurs  Der Rassendiskurs wurde ab der Jahrhundertmitte immer wichtiger und permanent geführt  Charles Darwin veränderte später durch seine Erkenntnisse in Biologie und Anthropologie die Parameter der Diskussion «DieVorstellung von einer angeborenen, ursprünglichen, stark ausgeprägten und bleibenden Ungleichheit zwischen den Rassen ist eine der ältestverbreitetsten»
  • 20. 2.5 Die Entwicklung der Rassentheorien des 19.Jahrunderts in Deutschland  Es gab wenig deutsche Schriftsteller und Gelehrte die über Rassentheorien schrieben  Deutschland hatte keine Dynamik von Revolutionen und Gegenrevolutionen sondern versuchte sich in Europa national selbst zu behaupten  Sie suchten nach einer ``völkischen`` Einheit deutscher Nationen  Die Rassentheorien fanden ihren Ursprung auch durch die neue Geschichtsschreibung, die sich vor allem für die Anfänge interessierte  Man begann die vorchristlichenAnfänge des eigenenVolkes zu erforschen und zu imaginieren.  Das Gedankengut des ``Germanischen`` hielt somit Einzug Sie diente als Nachweis einer Überlegenheit des eigenenVolkes über die Nachbarn aber auch anderen antiken Leitkulturen  Auch in England suchte man dieWurzen bei den heimischen heidnischen Angelsachsen  So entstanden neue ``Nationalepen``
  • 21. 2.6 DerAriermythos  Fast ganz Europa liess sich von derTheorie der eigenen ``indogermanischen`` oder ``arischen`` Ursprüngen faszinieren  Gemeinsamkeit durch Sprache  Erfolg durch die einfache Gegenüberstellung arisch vs. semitisch
  • 22.
  • 23. 3. Dominanter Rassismus,Staat und Fremdenpolitik  Ab 1850 einflussreiches Weltbildmuster  Rassismus als Selbstverständlichkeit  Nicht mehr nur vonAussenseiter und Minderheiten sondern auch Massenwählerschaft  Internationale Politik als Rassenkampf  Germanentum / Slawentum  Gelbe Gefahr  Verstaatlichung des Rassismus  Nationalstaaten  Eroberung der Staatsmacht (Süden USA, DE, Südafrika)  Passkontrolle / Einbürgerungen  Feindseligkeiten und Misstrauen, dennoch Zuwanderung von Gastarbeitern (FR, DE)
  • 24. 4. Abwehrrassismus  Politische Massnahmen zurVerhinderung von Einwanderung  Verhinderung von Lohndumping und Parallelgesellschaften  Schutz der eigenen, weissen Überlegenheit vor dem Fremden  Nicht in Europa sondern in demokratischen Einwanderungsgesellschaften  USA: 1882 Immigrationsverbot für Chinesen bis 1943  Australien: 1860-1960 White Australia-Politik  Kanada: 1910 White Canada-Politik  Paraguay: 1897Verschärftes Einreisegesetz  Südafrika Kolonie Natal: 1897 Einwanderungsverbot für Inder
  • 25. 5. Nicht- westlicher Rassismus:China  Es fehlte eine ethnische Minderheit  Traditionell schwach entwickelt  Barbaren-Stereotypen (Fremdvölker an der Grenze)  Ursprünglich wurde eine wohlwollende Zivilisierung attestiert  Dies änderte sich mit dem Kontakt mit dem Westen  Ende des 19. Jahrhunderts starke Zunahme:  Suche nach einem Platz in derWelt für China (militärische Niederlage gegen Japan 1895)  Rangtabellen von Rassen  Gelbe undWeisse Rasse kämpfen um dieVorherrschaft  Afrikanische Rasse ganz unten  Durch Sterilisation, Rassenmischung etc. zu wandeln  Für die Reformer sollten politische Liberalisierung und Modernisierung dem Kampf der Rassen dienen  Kulturheroen wurden zuVorfahren der ``chinesischen Rasse`` wie der gelbe Kaiser.
  • 26. 6.Thesen bzw. Fragen  Welche Rolle spielte dieWissenschaft in der Rassendiskriminierung?  Was für dominante Ballungszentren gab es für den Rassismus und wie sahen diese aus?  Welche Dimensionen von Rassismus sind heute noch anzutreffen und welche möglichen Erklärungsansätze gibt es?  Welche auf dem Rassismus basierenden Faktoren verhelfen DonaldTrump zum Erfolg?Warum auch der politische Rechtsrutsch in Europa?
  • 27. 7.Fazit  Vor allem die Unantastbarkeit der wissenschaftlichen Betrachtung führte zu einer starken Mobilität der Rassendiskriminierung  Selbst schwarze amerikanische Bürgerrechtler handelten politisch wie selbstverständlich im Rassendenken  negro race  Die Rassentheorien wurden den jeweiligen Umständen des Landes angepasst, um sie für die eigenen Zwecke gebrauchen zu können.  Die Rassentheorien und deren Ausleben unterstehen einem dynamischen Prozess und man kann sie je nach geschichtlicher Betrachtung unterschiedlich auslegen.