Die Kultur der Grufties
Entstehung der Szene Ende der Siebziger / Anfang der Achtziger Jahre in Großbritannien Aus dem Punk entstanden bzw. Weiterentwicklung Bands der ersten Stunde:  The Cure
„ Ein androgynes, wildes, melancholisches Wesen, ein Alien von einer fremden Welt, aus einer anderen Zeit war unter die Menschen gefallen.“ ( Klaus Farin, 2001)
Christian Death radikale, provokative, antichristliche Texte
Siouxsie and the Banshees (Todesfeen)   morbide, introvertierte Richtung
Abspaltung von der Punkszene introvertierte, düster-melancholische Musik dieser Bands, aber auch von Bands wie z.B. „Joy Divison“, „Bauhaus“ und „Sisters of Mercy“ symbolisieren die Abspaltung vom Punk einer bestimmten Gruppe von Personen konnte die Atmosphäre des Punks nicht geben, wonach sie gesucht hat: „ ...andere, die schon früher lieber stundenlang über den Sinn des Lebens meditierten, statt dessen Sinnlosigkeit in Bier zu ertränken, die keinen Spaß an der Gewalt und wenig Interesse für die Politik hatten, die ein edleres Outfit dem Straßen-Schmuddel-Look vorzogen, die insgesamt Introvertierteren aus der Punk-Szene, wurden Grufties.“ (Klaus Farin, 2001) eher Kinder aus kulturell gebildeteren und materiell gesicherten Elternhäusern
Batcave Kultclub der schwarzen Szene in London 1982 eröffnet, zunächst nur klein, wurde immer populärer
Entstehung des Begriffs „GOTHIC“ Bis heute ist unklar, warum dieser Begriff gewählt wurde und wer ihn erstmals für die Szenemitglieder benutzte. Verschiedene Vermutungen: Goten:  Ursprünglich eine südskandinavischer Stamm, der im Jahre 238 zum ersten Mal die untere Donau überschritt und in römischen  Provinzen einfiel. Den Römern müssen sie als wild und barbarisch erschienen sein.
gotische Architektur:  Stilbezeichnung (1230 bis 1450 im nördlichen Europa), architektonische Merkmale wie z.B. Spitzbögen, Figuren, Ornamente  Assoziationen zu den Outfits/ der Musik der Subkultur Gothic Novels:   spezieller Stil romantischer Erzählungen aus dem angelsächsischen Raum (meist gruselig), oft düster melancholisch  vermutlich ist es ein gedankliches Zusammenspiel all dieser Ansätze, das so ursächlich für den Begriff  „  Gothic“ war
Andi Sexgang, der Begründer der Band „Sex Gang Children“, welche den typischen Batcave Sound spielte, wurde von Ian Astbury als „gothic pixie“ bezeichnet, was so viel bedeutet wie „gotischer Kobold/gotische Fee“. Diese Bezeichnung wurde dann von englischen Musikmagazinen übernommen und populär gemacht, die sie auf die gesamte sich entwickelnde Musikrichtung und Szene anwendeten. Siouxsie Sioux, die Sängerin von Siouxsie and the Banshees soll die neue Richtung ihrer Band als „gothic“ bezeichnet haben, was dann wiederum von Musikmagazinen übernommen wurde und so etabliert wurde. im Grunde lässt sich aber nicht mehr nachvollziehen, wer nun den Begriff „Gothic“ in Großbritannien erstmals zur Beschreibung der Musik der neuen Richtung verwendete
Übergang auf den Kontinent in den Achtzigern auf dem Kontinent, besonders in Deutschland, entwickelte sich dieses Lebensgefühl zu einem Lebensstil, der sich mit den vorgegebenen Thematiken viel intensiver und ernsthafter befasste Der Begriff „Gothic“ setzte sich erst Anfang der Neunziger durch, vorher sprach man von „Wavern“ Verschmelzung der englischen Musik und Ästhetik mit deutschen Elementen
Der Begriff  Gruftie zurückzuführen auf Gruft und Friedhofsbesuche, aber auch im Bezug auf die dunkeln Outfits   von außen  Begriff wird als Stigma empfunden Auch die Bezeichnung „Gothics“ ist in Deutschland bei Szenemitgliedern unpopulär sie bezeichnen sich sehr allgemein, wenn überhaupt als „Schwarze“ starker Individualismus in der Szene
Die Szene heute ca. 50.000 bis 100.000 Mitglieder männlicher/ weiblicher Anteil etwas gleich Alterstruktur: 14-40 Jahre; Hauptkern 16-24 Jahre häufig soziale Berufe bildungsnahe Elternhäuser, häufig Gymnasiasten Szene in Deutschland wächst unüberschaubar, es bilden sich viele Subszenen, inspiriert durch z.B.:  Musik mittelalterlicher Spielleute,Mittelalterliche, barocke, historische Kleidung, Neofolk Gruppen (Black) Metal, der paganen Szene (Paganismus: Anhängerschaft alter, zumeist  europäischer Naturreligionen), der Esoterik Szene, der Techno Szene, der SM-Szene
Das „Wave-Gotik-Treffen“ Festival in Leipzig Jedes Jahr über Pfingsten 1992 zum ersten Mal mit 2000 Besuchern 1999  50.000 Besucher danach jedes Jahr ca. 20.000 Besucher größtes Treffen der schwarzen Szene
 
 
 
Einstellungen, Motive und Merkmale der Schwarzen Szene Allgemein Motivation und Gedankengut sind sehr weiträumig: - Verschmelzungen und Überlappungen mit anderen   Szenen - Entstehung von Subszenen - Individualismus der Szenemitglieder ->  Es entsteht ein breites Spektrum an Musik, Lyrik, Kunst und Filmen. Mit Pauschalisierungen sollte vorsichtig umgegangen werden.
Motive zur Hinwendung in die Schwarze Szene Weg in die Szene ist häufig an bestimmte Problematiken, Motive und Erfahrungen gebunden: - Einsamkeit und Isolation - Gefühl des Unverstandenseins - Fehlende Zuwendung - Verlust- und Enttäuschungserfahrungen - Sehnsucht und Suche nach Sinn und eigener      Identität - Melancholische Grundstimmung - Abgrenzung vom Elternhaus und Ausbruch aus  sozialen Rollenvorgaben
Verhältnis der Schwarzen Szene zur Gesellschaft Friedfertigkeit und Gewaltlosigkeit als gemeinsames Merkmal Skepsis gegenüber der modernen, oberflächlichen  Konsumgesellschaft ->  Antworten auf Fragen nach Tiefe und Sinnhaltigkeit  können nicht gefunden werden. Bedeutung ihres Stils und Erscheinungsbildes: ->  stille emotional-passiv-anklagende Provokation ->  Abgrenzung von Gesellschaft und deren Oberflächlichkeit ->  Wiedererkennen nach Innen
Hauptthematiken der Schwarzen Szene sieben typische Hauptelemente  der Schwarzen Szene: ->  Romantik ->  Mystik ->  Tod ->   Religion ->   Kunst ->   Philosophie ->   Körpergefühl
Gruppen innerhalb der Gothicszene viele unterschiedliche Gruppierungen gemeinsam stehen sie dem Mainstream skeptisch gegenüber einige Quellen schätzen bis zu 18 Untergruppen
Gruppen innerhalb der Szene Dark Wave:  Sammelbegriff für New Wave und New Romantics  New Wave: in den 80ern dem Punk entsprungen Bands entwickeln einen elektronischen Sound Sänger der Band „The Cure“ prägt die Szene stark durch seinen Stil Musik: Human League, Ultravox, Alphavill, Soft Cell Kleidung: spitze Schuhe, weite Hosen (unten enger), breite Gürtelschnallen schwarz geschminkte Augen New Romantics: in Deutschland auch Popper Reaktion auf die Punkbewegung Bezug zur Epoche der Romantik: Casper David Friedrich Unpolitisch    mehr Wert auf Mode und Musik Musik: David Bowie, OMD Kleidung: bunt, phantasievoll, androgyn, Zwitterwesen
 
Gruppen innerhalb der Szene Gothics: Name: Baustil der Gotik, Gothic Novels des 18. Jahrhunderts Abgrenzung zur Gesellschaft Melancholie, Beschäftigung mit dem Tod, der Traurigkeit friedliche und tolerante Gruppierung Musik: unterschiedliche Richtungen    Lacrimosa, Illumante, Sisters of Mercy, The Cure Kleidung: Samtkleider, Rüschenhemden, Beinlinge, Lack Piercings, weiß geschminkt, rote oder schwarze Lippen Mittelalter/Neuheidentum : Interesse an Magie, Mystik, heidnische Bräuche, der vergangenen Zeit Höflichkeit gegenüber Frauen Auseinandersetzung mit dem Vergangenem, wie Hexenverfolgung Musik: Christian Death Kleidung: Leder, Leinen, Samt, bunt, keltischer Schmuck
 
Gruppen innerhalb der Szene Fetisch/SM: „ Spielart der Sexualität, die durch Dominanz und Unterwerfung geprägt ist.“ (Gothic und Darkwave Lexikon, Matzke, Seeliger, 2002, S.369) wird von einigen Künstlern vermittelt, wie Mozart von „Umbra et Imago“    Bühnenshow ritualisiert, ersatzreligiöse Rituale, ausleben der Triebe Satanismus: Abgrenzung innerhalb der Szene gegenüber Satanisten Gothics spielen mit der Symbolik, wollen aber nur provozieren durch die Berichterstattung in den Medien wird häufig ein falsches Bild vermittelt
 
Musik viele Stile hängen zusammen und sind schwer zu trennen Musik ist die Grundlage jeder Jugendkultur und schafft ein Gemeinschaftsgefühl
Musik- Stile Electro: rein synthetisch, das heißt ohne übliche Instrumente Ursprung in den 60ern 70ern: Kraftwerk. Depeche Mode, Soft Cell 80ern: Electro-Pop festigt sich in der Szene EMB (Electronic Body Music): Mischung aus Industrial, Synth Pop und experimenteller Musik Kalte Klänge, minimalistische Beats ähnlich dem Techno Technisierung der Umwelt Kritik an politischen und gesellschaftlichen Zuständen Bands: Front 242, Hocico Industrial: Weiterentwicklung der EMB rythmische Klänge 90ern: meisten Erfolge    Heute: ein Stil unter vielen Bands: Nine Inch Nails, Rammstein
Musik- Stile Gothic Rock: Ausgangspunkt der Szene in den 8oern entstanden oft auch als Independent-Szene bezeichnet tiefe Männerstimmen Keyboards, Gitarren, monotone Drums Bands: Sisters of Mercy, Fields in the Nephilim Gothic Metal:  in den 90ern Höhepunkt langsame, dunkle traurige Musik  traurige Themen und Texte oft Frauenstimmen kombiniert mit tiefen Männerstimmen Bands: Paradies Lost, Type o Negative Goth´n´Roll: relativ neue Strömung eher kommerziell Bands: HIM, The 69 Eyes
Musik- Stile Black Metal:  sehr harte und extreme Musik schnelle Gitarren, grölender Gesang manchmal satanistische Themen Bands: Venom geschminkt, Musiker posieren häufig mit Äxten/Hämmern Death Metal:  in den 80ern aufgekommen tiefe Gitarren Themen wie Wut, Hass, Tod Bands: Hellhammer, Cannibal Corpse Neofolk/Mittelalter: romantische, klassische Musik viel akustische Musik    Dudelsäcke, Schalmeien meditativ manchmal elektrisch verfremdet politisch umstritten Bands: Death in June, Subway to Sally
Symbole der schwarzen Szene
Pentagramm
Kreuz
Anck
Kurzbiographie von Johanna Alter: 36 Schulischer Werdegang: Abitur Kaufmannslehre Fachhochschulstudium Szeneeintritt mit 16 Jahren

Grufties

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    Entstehung der SzeneEnde der Siebziger / Anfang der Achtziger Jahre in Großbritannien Aus dem Punk entstanden bzw. Weiterentwicklung Bands der ersten Stunde:  The Cure
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    „ Ein androgynes,wildes, melancholisches Wesen, ein Alien von einer fremden Welt, aus einer anderen Zeit war unter die Menschen gefallen.“ ( Klaus Farin, 2001)
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    Christian Death radikale,provokative, antichristliche Texte
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    Siouxsie and theBanshees (Todesfeen) morbide, introvertierte Richtung
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    Abspaltung von derPunkszene introvertierte, düster-melancholische Musik dieser Bands, aber auch von Bands wie z.B. „Joy Divison“, „Bauhaus“ und „Sisters of Mercy“ symbolisieren die Abspaltung vom Punk einer bestimmten Gruppe von Personen konnte die Atmosphäre des Punks nicht geben, wonach sie gesucht hat: „ ...andere, die schon früher lieber stundenlang über den Sinn des Lebens meditierten, statt dessen Sinnlosigkeit in Bier zu ertränken, die keinen Spaß an der Gewalt und wenig Interesse für die Politik hatten, die ein edleres Outfit dem Straßen-Schmuddel-Look vorzogen, die insgesamt Introvertierteren aus der Punk-Szene, wurden Grufties.“ (Klaus Farin, 2001) eher Kinder aus kulturell gebildeteren und materiell gesicherten Elternhäusern
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    Batcave Kultclub derschwarzen Szene in London 1982 eröffnet, zunächst nur klein, wurde immer populärer
  • 8.
    Entstehung des Begriffs„GOTHIC“ Bis heute ist unklar, warum dieser Begriff gewählt wurde und wer ihn erstmals für die Szenemitglieder benutzte. Verschiedene Vermutungen: Goten: Ursprünglich eine südskandinavischer Stamm, der im Jahre 238 zum ersten Mal die untere Donau überschritt und in römischen Provinzen einfiel. Den Römern müssen sie als wild und barbarisch erschienen sein.
  • 9.
    gotische Architektur: Stilbezeichnung (1230 bis 1450 im nördlichen Europa), architektonische Merkmale wie z.B. Spitzbögen, Figuren, Ornamente  Assoziationen zu den Outfits/ der Musik der Subkultur Gothic Novels: spezieller Stil romantischer Erzählungen aus dem angelsächsischen Raum (meist gruselig), oft düster melancholisch  vermutlich ist es ein gedankliches Zusammenspiel all dieser Ansätze, das so ursächlich für den Begriff „ Gothic“ war
  • 10.
    Andi Sexgang, derBegründer der Band „Sex Gang Children“, welche den typischen Batcave Sound spielte, wurde von Ian Astbury als „gothic pixie“ bezeichnet, was so viel bedeutet wie „gotischer Kobold/gotische Fee“. Diese Bezeichnung wurde dann von englischen Musikmagazinen übernommen und populär gemacht, die sie auf die gesamte sich entwickelnde Musikrichtung und Szene anwendeten. Siouxsie Sioux, die Sängerin von Siouxsie and the Banshees soll die neue Richtung ihrer Band als „gothic“ bezeichnet haben, was dann wiederum von Musikmagazinen übernommen wurde und so etabliert wurde. im Grunde lässt sich aber nicht mehr nachvollziehen, wer nun den Begriff „Gothic“ in Großbritannien erstmals zur Beschreibung der Musik der neuen Richtung verwendete
  • 11.
    Übergang auf denKontinent in den Achtzigern auf dem Kontinent, besonders in Deutschland, entwickelte sich dieses Lebensgefühl zu einem Lebensstil, der sich mit den vorgegebenen Thematiken viel intensiver und ernsthafter befasste Der Begriff „Gothic“ setzte sich erst Anfang der Neunziger durch, vorher sprach man von „Wavern“ Verschmelzung der englischen Musik und Ästhetik mit deutschen Elementen
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    Der Begriff Gruftie zurückzuführen auf Gruft und Friedhofsbesuche, aber auch im Bezug auf die dunkeln Outfits  von außen Begriff wird als Stigma empfunden Auch die Bezeichnung „Gothics“ ist in Deutschland bei Szenemitgliedern unpopulär sie bezeichnen sich sehr allgemein, wenn überhaupt als „Schwarze“ starker Individualismus in der Szene
  • 13.
    Die Szene heuteca. 50.000 bis 100.000 Mitglieder männlicher/ weiblicher Anteil etwas gleich Alterstruktur: 14-40 Jahre; Hauptkern 16-24 Jahre häufig soziale Berufe bildungsnahe Elternhäuser, häufig Gymnasiasten Szene in Deutschland wächst unüberschaubar, es bilden sich viele Subszenen, inspiriert durch z.B.: Musik mittelalterlicher Spielleute,Mittelalterliche, barocke, historische Kleidung, Neofolk Gruppen (Black) Metal, der paganen Szene (Paganismus: Anhängerschaft alter, zumeist europäischer Naturreligionen), der Esoterik Szene, der Techno Szene, der SM-Szene
  • 14.
    Das „Wave-Gotik-Treffen“ Festivalin Leipzig Jedes Jahr über Pfingsten 1992 zum ersten Mal mit 2000 Besuchern 1999 50.000 Besucher danach jedes Jahr ca. 20.000 Besucher größtes Treffen der schwarzen Szene
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    Einstellungen, Motive undMerkmale der Schwarzen Szene Allgemein Motivation und Gedankengut sind sehr weiträumig: - Verschmelzungen und Überlappungen mit anderen Szenen - Entstehung von Subszenen - Individualismus der Szenemitglieder -> Es entsteht ein breites Spektrum an Musik, Lyrik, Kunst und Filmen. Mit Pauschalisierungen sollte vorsichtig umgegangen werden.
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    Motive zur Hinwendungin die Schwarze Szene Weg in die Szene ist häufig an bestimmte Problematiken, Motive und Erfahrungen gebunden: - Einsamkeit und Isolation - Gefühl des Unverstandenseins - Fehlende Zuwendung - Verlust- und Enttäuschungserfahrungen - Sehnsucht und Suche nach Sinn und eigener Identität - Melancholische Grundstimmung - Abgrenzung vom Elternhaus und Ausbruch aus sozialen Rollenvorgaben
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    Verhältnis der SchwarzenSzene zur Gesellschaft Friedfertigkeit und Gewaltlosigkeit als gemeinsames Merkmal Skepsis gegenüber der modernen, oberflächlichen Konsumgesellschaft -> Antworten auf Fragen nach Tiefe und Sinnhaltigkeit können nicht gefunden werden. Bedeutung ihres Stils und Erscheinungsbildes: -> stille emotional-passiv-anklagende Provokation -> Abgrenzung von Gesellschaft und deren Oberflächlichkeit -> Wiedererkennen nach Innen
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    Hauptthematiken der SchwarzenSzene sieben typische Hauptelemente der Schwarzen Szene: -> Romantik -> Mystik -> Tod -> Religion -> Kunst -> Philosophie -> Körpergefühl
  • 22.
    Gruppen innerhalb derGothicszene viele unterschiedliche Gruppierungen gemeinsam stehen sie dem Mainstream skeptisch gegenüber einige Quellen schätzen bis zu 18 Untergruppen
  • 23.
    Gruppen innerhalb derSzene Dark Wave: Sammelbegriff für New Wave und New Romantics New Wave: in den 80ern dem Punk entsprungen Bands entwickeln einen elektronischen Sound Sänger der Band „The Cure“ prägt die Szene stark durch seinen Stil Musik: Human League, Ultravox, Alphavill, Soft Cell Kleidung: spitze Schuhe, weite Hosen (unten enger), breite Gürtelschnallen schwarz geschminkte Augen New Romantics: in Deutschland auch Popper Reaktion auf die Punkbewegung Bezug zur Epoche der Romantik: Casper David Friedrich Unpolitisch  mehr Wert auf Mode und Musik Musik: David Bowie, OMD Kleidung: bunt, phantasievoll, androgyn, Zwitterwesen
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    Gruppen innerhalb derSzene Gothics: Name: Baustil der Gotik, Gothic Novels des 18. Jahrhunderts Abgrenzung zur Gesellschaft Melancholie, Beschäftigung mit dem Tod, der Traurigkeit friedliche und tolerante Gruppierung Musik: unterschiedliche Richtungen  Lacrimosa, Illumante, Sisters of Mercy, The Cure Kleidung: Samtkleider, Rüschenhemden, Beinlinge, Lack Piercings, weiß geschminkt, rote oder schwarze Lippen Mittelalter/Neuheidentum : Interesse an Magie, Mystik, heidnische Bräuche, der vergangenen Zeit Höflichkeit gegenüber Frauen Auseinandersetzung mit dem Vergangenem, wie Hexenverfolgung Musik: Christian Death Kleidung: Leder, Leinen, Samt, bunt, keltischer Schmuck
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    Gruppen innerhalb derSzene Fetisch/SM: „ Spielart der Sexualität, die durch Dominanz und Unterwerfung geprägt ist.“ (Gothic und Darkwave Lexikon, Matzke, Seeliger, 2002, S.369) wird von einigen Künstlern vermittelt, wie Mozart von „Umbra et Imago“  Bühnenshow ritualisiert, ersatzreligiöse Rituale, ausleben der Triebe Satanismus: Abgrenzung innerhalb der Szene gegenüber Satanisten Gothics spielen mit der Symbolik, wollen aber nur provozieren durch die Berichterstattung in den Medien wird häufig ein falsches Bild vermittelt
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    Musik viele Stilehängen zusammen und sind schwer zu trennen Musik ist die Grundlage jeder Jugendkultur und schafft ein Gemeinschaftsgefühl
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    Musik- Stile Electro:rein synthetisch, das heißt ohne übliche Instrumente Ursprung in den 60ern 70ern: Kraftwerk. Depeche Mode, Soft Cell 80ern: Electro-Pop festigt sich in der Szene EMB (Electronic Body Music): Mischung aus Industrial, Synth Pop und experimenteller Musik Kalte Klänge, minimalistische Beats ähnlich dem Techno Technisierung der Umwelt Kritik an politischen und gesellschaftlichen Zuständen Bands: Front 242, Hocico Industrial: Weiterentwicklung der EMB rythmische Klänge 90ern: meisten Erfolge  Heute: ein Stil unter vielen Bands: Nine Inch Nails, Rammstein
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    Musik- Stile GothicRock: Ausgangspunkt der Szene in den 8oern entstanden oft auch als Independent-Szene bezeichnet tiefe Männerstimmen Keyboards, Gitarren, monotone Drums Bands: Sisters of Mercy, Fields in the Nephilim Gothic Metal: in den 90ern Höhepunkt langsame, dunkle traurige Musik traurige Themen und Texte oft Frauenstimmen kombiniert mit tiefen Männerstimmen Bands: Paradies Lost, Type o Negative Goth´n´Roll: relativ neue Strömung eher kommerziell Bands: HIM, The 69 Eyes
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    Musik- Stile BlackMetal: sehr harte und extreme Musik schnelle Gitarren, grölender Gesang manchmal satanistische Themen Bands: Venom geschminkt, Musiker posieren häufig mit Äxten/Hämmern Death Metal: in den 80ern aufgekommen tiefe Gitarren Themen wie Wut, Hass, Tod Bands: Hellhammer, Cannibal Corpse Neofolk/Mittelalter: romantische, klassische Musik viel akustische Musik  Dudelsäcke, Schalmeien meditativ manchmal elektrisch verfremdet politisch umstritten Bands: Death in June, Subway to Sally
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    Kurzbiographie von JohannaAlter: 36 Schulischer Werdegang: Abitur Kaufmannslehre Fachhochschulstudium Szeneeintritt mit 16 Jahren