Die ‚TEDS‘ Referentinnen:  Jolante Dresler, Katharina Denke, Ann- Cathrin Eisenbeiß, Miriam Raschi Seminar:  Jugendkulturen/Jugendszenen seit den  1950er Jahren Datum:  25.11.2010 Dozent:  Prof. Dr. Michael Klöcker
Gliederung Definition Geschichte 50er/80er Jahre Mode Musik Die Teds und die Kriminalität Die Teddyboys und andere Jugendkulturen
Definition Te.d|dy|boy,  der [engl. teddy boy, urspr. = aufsässiger junger Mann, der sich nach der Mode der Regierungszeit Edwards VII. (1901–1910) kleidet; Teddy = Koseform des engl. m. Vorn. Edward]:  Jugendlicher, der sich in Kleidung u. Lebensstil an den 50er-Jahren orientiert:  -s, Mods, Rocker, Hippies, teilweise sogar Punks, sie alle wurden integriert, doch Skins gehören bis heute zu »einer Art gefährlicher, außerirdischer Lebensform« (Spiegel 3, 1993, 71). Quelle: Duden Das große Wörterbuch der deutschen Sprache in 10 Bänden. 3., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich: Dudenverlag 1999.
Kennzeichen Jugendliche der englischen Arbeiterschicht Höchstens 30.000  Kampf der untersten Schichten der jungen Arbeiter um soziale Emanzipation    Schaffung eigener Subkultur Anwachsen einer neuen Art von Gewalttätigkeit Mode = Symbol der Auflehnung (Edwardian Style) Flucht vor Langeweile, unproduktives Leben Treffpunkte: Kino, Spielsalon, Café Elternhaus verliert an Bedeutung; Arbeit zählt kaum
Geschichte Erstes Auftreten: 1950er Jahre in London Höhepunkt etwa 1956 23.09.1953: Name Teddyboy im Daily Express Eigene Namen: Cosh Boys; Teds, Rockabillys, Teddy-boys/-girls Negative Namen: Margarinenköpfe, Schmalzbacken, Ölsardinen Rock‘n Roll kurz danach geboren und von der jungen Generation angenommen; später Rockabilly 1960er: Teds ziehen sich zurück (Militär, kurze Haare,…)
Geschichte 1970er: Die neue Teds-Generation zeigt eine starke Identität – Mode und Musik ähnlich, aber statt sturer böser Junge eher offen und reaktionär 1977: Wiederaufleben durch die neue Rock‘n Roll-Welle Teds eigentlich konservativ und traditionell (Vorbilder: US-Südstaaten und ihre Rebellenfahne und die Mississippi-Riverboat-Gambler) Teddyboys Start für: Rock & Roll; Cafés; Kleidung; Motorräder; Musikbox    Auslöser einer Bewegung über Mode und Stil, die auch die folgenden kulturellen Schübe bestimmt hat (Mods,…) Problem: Gewalt und demnach sehr schlechte Presse
Caféhaus-Kultur ‚ Sitz‘ der Teddyboys Leere aus Leben verscheuchen    gegen Langeweile, Mangel an sozialen Annehmlichkeiten Von Gastwirtschaft zu Café – vom Arbeiter zur Jugend Alle Bedürfnisse: Kaffee billig, Musik erlaubt, klein Musikbox-Café Institution des Lebens der englischen Arbeiterschicht ‚ Geschäfte‘ machen
Quelle: Daily Mail, 27.04.54  Cinemas, dance halls and other places of entertainment in South east London are closing their doors to youths in ‘Edwardian’ suits because of gang hooliganism…The ban, which week by week is becoming more generally applied, is believed by the police to be one of the main reasons for the extension of the area in which fights with knuckle dusters, coshes, and similar weapons between bands of teenagers can now be anticipated…In cinemas, seats have been slashed with razors and had dozens of meat skewers stuck into them.
Mode - Ursprung Mode nach Art von König Edward VII (1841-1910) Edwardian Style  Mode, die nach dem Krieg aufkam, war  ein Symbol des Aufstandes  Von Mayfair (Stadtteil in London)  ausgegangen In der übertriebenen Form (Bowlerhüte mit aufgeschlagenen Rand, Jackets nach Art Edwards VII, extrem enge Hosen) nur kurz in Mayfair, aber über die Themse hinaus weiter aufgegriffen
Mode-Ursprung Mode gelang zum Arbeiterviertel um den „Elefanten“  (Stadtteil von London) herum Zitat eines Sozialarbeiters aus dem Gebiet um den „Elefanten“ (aus: Fyvel, TR: Die  ratlosen Rebellen . Jugend im Wohlfahrtsstaat. Ernst Klett Verlag, Stuttgart 1969, S.44) „ Nach meiner Erinnerung waren unter denen, die hier in der Gegend der Teddyboy-Mode zur ersten Blüte verhalfen, nur wenige, die sich an die Gesetze hielten. Es war zweifellos das unterdrückte Zehntel, das die neue Kleidung in Mode gebracht hat. Es waren die Gruppen, die kein Ansehen genossen, die keinen sozialen Status hatten“.
Teddyboys machten vor allem durch ihre Kleidung auf  sich aufmerksam.  knielange Anzugjackets, ( drapes , auffallende Farben) Hinzu kamen enge Hosen ( drainpipe trousers ) Slim Jim ties (dünne Krawatten) Schuhe mit hohen Crêpe-Sohlen (Creepers) von einer obligatorischen Elvis-Tolle abgerundet Kosten für komplettes Outfit inklusive Frisur ca. 50 Pfund Video: Teddyboys  http://www.youtube.com/watch?v=Uji9wdkydxo&feature=related
Frisur - Ursprung Haartrachten: Inspiriert aus Amerika und Film Mussten bei speziellen Friseuren vorgemerkt werden Beschaffung und Erhaltung der Frisuren war sehr kostspielig Pomade wurde benutzt, um Frisuren zu formen und zu erhalten Video:  Teddyboy rockabilly quiff hair cut 60s    http://www.youtube.com/watch?v=zZbuzdqpfeU&feature=related
Teds & die Musik Musikrichtung: Rock ‘N‘ Roll, Rockabilly Neben der Abgrenzung durch eigenen Modestil, war die Musik auch eine Form des  Protest USA & Europa: Ältere lehnten den Rock ´N´ Roll als „Neger“- oder „Hottentotten-Musik“ ab Bands die zum Revival in den 80er-Jahren führten: Stray Cats und Matchbox Video: How to become a Ted: School of Rock ‚N‘ Roll http://www.youtube.com/watch?v=VFtUzaiHa00 Video: The Cult of Teddyboy (Musik: Rockabilly)    http://www.youtube.com/watch?v=l0rvxFbnbqM
Zitate zu Rock ‚N‘ Roll (aus: Bielefelder Jugendring e.V. (Hrsg.), Jugendkulturen und jugendliche Lebensstile – 40 Jahre Jugendzeitschrift "blätter", Bielefelder Jugendring e.V., Bielefeld, 1990, S.78-83.) „ Ich glaube Rock ‚N‘ Roll stammt von den Geisterbeschwörertänzern des Dschungels ab. Wenn man etwas tiefer in sein Wesen eindringt, bemerkt man unweigerlich eine satanische und abartige Botschaft, die ihr Gift über unsere Jugend ausgießt.“ USA 1956 Diese Rock  ‚N‘ Roll -Konzerte machen nichts als Ärger. Diese Schwachköpfe bauen sich nur um die Bühne herum auf und statt zu tanzen, rempeln sie ihre Altersgenossen an.“ (Polizeipräsident Nicolas Fratto USA 1957) „ Weiße Bürger! Laßt eure Kinder keine Schallplatten von Negersängern kaufen. Die wilden Rhythmen und idiotischen, schreienden Texte der schwarzen Musik zerstören die Substanz des weißen Amerika. Sie verderben unsere Jugend und die Moral unseres großen Landes“(Flugblatt USA 1954)
Matchbox Britische Teddyboy-Rock-Band (1971 Gründung) Sänger: Graham Fenton Gelten als Väter des Rock ‚N‘ Roll-Revivels (Mitte/Ende 70er) Fünf Top 20 Hits (u.a. „Rockabilly Rebel“ (1979)) Über die Jahre hinweg mit personellen Veränderungen Aktuell mit Urbesetzung Ab 1980: Rockabilly-Welle, benutzten untypisches Element Mandoline (galt als Markenzeichen) Video: Rockabilly Rebell     http://www.youtube.com/watch?v=lKHoEZgAb_k
Stray Cats US-amerikanische Band Musik: Mix aus Rockabilly, Punk, New Wave Gründung 1979 von Brian Setzer, Leo Rocker (Leo Drucker) Slim Jim Phantom (Jim McDonell) 1980: Umsiedlung von Amerika nach England Mehrere Trennungen + Reunions Gehen noch heute auf Tour „ Rockabilly ging tiefer als der Blues. Er hatte ein eigenes Gesicht, ein eigenes Outfit, eine eigene Frisur und einen Sound, der in den Füßen krachte. Rockabilly war auffallend, hart und vielschichtig. Rockabilly hatte all die Dinge, die wir so mochten. “  (Zitat nach Brian Setzer, Quelle: Wikipedia)
Teds und Kriminalität nicht alle gewalttätig Feindseligkeit gegen Gesellschaft  beitretende Jugendliche finden den „Bandengedanken“ romantisch und „rutschen“ in die Kriminalität
gewalttätige Subkultur  ständige Missachtung der Gesetze  Kult um Gewalt deutlicher Anstieg der Kriminalitätsrate mit Verbreitung der Teddyboy-Kultur  Drogenkonsum: Nikotin und Alkohol als Leitdroge
Arten von Gewalt  Schlägereien Motivation : Langeweile, Empfindsamkeit gegen Beleidigungen , Ausländerfeindlichkeit  Überfälle, Einbrüche Vandalismus  Racheakte  Mord  Mordfall von Clapham Common 1954  Banden werden immer raffinierter und organisierter
Reaktion der Öffentlichkeit
Erklärungsmuster  Kriegsschädigung psychische Störung  sexuelle Unsicherheit Kult um Kleidung und Aussehen homosexuelle Erfahrungen  mangelnde Autorität  Kritik an Jugend allgemein
Die Teddyboys und andere  Jugendkulturen Teds beeinflussten zukünftige Jugendkulturen wie der Rockabilly, Psychobilly und die Mods Alle bilden Splitterkulturen des Rock´n Rolls
Der Rockabilly zunächst eine Musikrichtung, aus welcher sich die Kultur entwickelte Rhythm &Blues vermischt mit Country- Musik stehen zwischen den  Teddyboys und den  Rockern
Der Rockabilly Kleidung:  Bowlingshirts, Chucks, umgekrempelte Jeans, Collegejacken, Pumps, Ballerinas, Faltenröcke mit Petticoats Frisur:  „Greaser- Look“    Haartolle und Koteletten Symbole:  Kirschen, Totenköpfe, Billiardkugel (Schwarze 8), Würfel
Der Rockabilly
Der Psychobilly Musikrichtung, entwickelt ab 1980er Jahre Rockabilly vermischt mit Punkmusik Psychobilly:  Psycho  (Inspiration von Horrorfilmen) und  von Rockabilly
Die Psychobilly Frisur:  Flattop Kleidung:  Mischstil aus Kleidung der Punks, Teddyboys, Rockern und Skinheads Symbole:  Horror (Totenschädel, Knochen Särge) und des 50er Rock´n Rolls (Würfel, Pin-Ups, Billiardkugel)
Der Psychobilly
Die Mods entwickelten sich ab 1959 aus East- London stammende Bewegung aus gleichem Milieu wie Teddyboys betonten Eleganz ihres Outfits, aber nicht so auffällig wie Teddyboys
Die Mods Kleidung:  bevorzugten supermoderne Klamotten, konventionelle Anzüge wollten Überlegenheit, Distanzierheit und „Coolness“ ausdrücken Markenzeichen:  chromverzierte Motorroller Symbol der Mobilität und Aufmüpfigkeit gilt als erste Jugendkultur, die zu illegalen Drogen (Speed) griff
Die Mods
Die Mods Quelle:  Dieter Baacke:  Jugend und Jugendkulturen.  Darstellung und Deutung. 5. Auflage. Juventa, 2007, S.65 „ Mods und Teds wollten interessant und schön aussehen, Punks dagegen ´hässlich´“  (Dieter Baacke)
Quellenangaben www.20jahrhundert.de/rockabilly-mode.html  (23.11.10) http://www.punk77.co.uk/punkhistory/tedsandpunks.htm   (23.11.10) http://www.rockabillyrebel.co.uk/  (23.11.10) http://www.rockabilly.nl/general/teddyboys.htm  (23.11.10) http://www.stray-cats.de/  (23.11.10) www.teddyboyfederation.co.uk   (23.11.10) www.uni-protokolle.de/Lexikon/Psychobilly.html  (23.11.10) http://wherethetedsgo.beepworld.de   (23.11.10) www.wikipedia.org/wiki/Rockabilly  (23.11.10) www.wikipedia.org/wiki/Teddyboys  (23.11.10) Baacke, Dieter ( 2007): Jugend und Jugendkulturen. Darstellung und Deutung. 5. Auflage. Juventa Verlag. Weinheim und München, S. 72ff. Bielefelder Jugendring e.V. (Hrsg.), Jugendkulturen und jugendliche Lebensstile – 40 Jahre Jugendzeitschrift "blätter", Bielefelder Jugendring e.V., Bielefeld, 1990, S.78-83. Duden: Das große Wörterbuch der deutschen Sprache in 10 Bänden. 3., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich: Dudenverlag 1999 Fyvel, TR: Die  ratlosen Rebellen . Jugend im Wohlfahrtsstaat. Ernst Klett Verlag, Stuttgart 1969

Teds

  • 1.
    Die ‚TEDS‘ Referentinnen: Jolante Dresler, Katharina Denke, Ann- Cathrin Eisenbeiß, Miriam Raschi Seminar: Jugendkulturen/Jugendszenen seit den 1950er Jahren Datum: 25.11.2010 Dozent: Prof. Dr. Michael Klöcker
  • 2.
    Gliederung Definition Geschichte50er/80er Jahre Mode Musik Die Teds und die Kriminalität Die Teddyboys und andere Jugendkulturen
  • 3.
    Definition Te.d|dy|boy, der [engl. teddy boy, urspr. = aufsässiger junger Mann, der sich nach der Mode der Regierungszeit Edwards VII. (1901–1910) kleidet; Teddy = Koseform des engl. m. Vorn. Edward]: Jugendlicher, der sich in Kleidung u. Lebensstil an den 50er-Jahren orientiert: -s, Mods, Rocker, Hippies, teilweise sogar Punks, sie alle wurden integriert, doch Skins gehören bis heute zu »einer Art gefährlicher, außerirdischer Lebensform« (Spiegel 3, 1993, 71). Quelle: Duden Das große Wörterbuch der deutschen Sprache in 10 Bänden. 3., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich: Dudenverlag 1999.
  • 4.
    Kennzeichen Jugendliche derenglischen Arbeiterschicht Höchstens 30.000 Kampf der untersten Schichten der jungen Arbeiter um soziale Emanzipation  Schaffung eigener Subkultur Anwachsen einer neuen Art von Gewalttätigkeit Mode = Symbol der Auflehnung (Edwardian Style) Flucht vor Langeweile, unproduktives Leben Treffpunkte: Kino, Spielsalon, Café Elternhaus verliert an Bedeutung; Arbeit zählt kaum
  • 5.
    Geschichte Erstes Auftreten:1950er Jahre in London Höhepunkt etwa 1956 23.09.1953: Name Teddyboy im Daily Express Eigene Namen: Cosh Boys; Teds, Rockabillys, Teddy-boys/-girls Negative Namen: Margarinenköpfe, Schmalzbacken, Ölsardinen Rock‘n Roll kurz danach geboren und von der jungen Generation angenommen; später Rockabilly 1960er: Teds ziehen sich zurück (Militär, kurze Haare,…)
  • 6.
    Geschichte 1970er: Dieneue Teds-Generation zeigt eine starke Identität – Mode und Musik ähnlich, aber statt sturer böser Junge eher offen und reaktionär 1977: Wiederaufleben durch die neue Rock‘n Roll-Welle Teds eigentlich konservativ und traditionell (Vorbilder: US-Südstaaten und ihre Rebellenfahne und die Mississippi-Riverboat-Gambler) Teddyboys Start für: Rock & Roll; Cafés; Kleidung; Motorräder; Musikbox  Auslöser einer Bewegung über Mode und Stil, die auch die folgenden kulturellen Schübe bestimmt hat (Mods,…) Problem: Gewalt und demnach sehr schlechte Presse
  • 7.
    Caféhaus-Kultur ‚ Sitz‘der Teddyboys Leere aus Leben verscheuchen  gegen Langeweile, Mangel an sozialen Annehmlichkeiten Von Gastwirtschaft zu Café – vom Arbeiter zur Jugend Alle Bedürfnisse: Kaffee billig, Musik erlaubt, klein Musikbox-Café Institution des Lebens der englischen Arbeiterschicht ‚ Geschäfte‘ machen
  • 8.
    Quelle: Daily Mail,27.04.54 Cinemas, dance halls and other places of entertainment in South east London are closing their doors to youths in ‘Edwardian’ suits because of gang hooliganism…The ban, which week by week is becoming more generally applied, is believed by the police to be one of the main reasons for the extension of the area in which fights with knuckle dusters, coshes, and similar weapons between bands of teenagers can now be anticipated…In cinemas, seats have been slashed with razors and had dozens of meat skewers stuck into them.
  • 9.
    Mode - UrsprungMode nach Art von König Edward VII (1841-1910) Edwardian Style Mode, die nach dem Krieg aufkam, war ein Symbol des Aufstandes Von Mayfair (Stadtteil in London) ausgegangen In der übertriebenen Form (Bowlerhüte mit aufgeschlagenen Rand, Jackets nach Art Edwards VII, extrem enge Hosen) nur kurz in Mayfair, aber über die Themse hinaus weiter aufgegriffen
  • 10.
    Mode-Ursprung Mode gelangzum Arbeiterviertel um den „Elefanten“ (Stadtteil von London) herum Zitat eines Sozialarbeiters aus dem Gebiet um den „Elefanten“ (aus: Fyvel, TR: Die ratlosen Rebellen . Jugend im Wohlfahrtsstaat. Ernst Klett Verlag, Stuttgart 1969, S.44) „ Nach meiner Erinnerung waren unter denen, die hier in der Gegend der Teddyboy-Mode zur ersten Blüte verhalfen, nur wenige, die sich an die Gesetze hielten. Es war zweifellos das unterdrückte Zehntel, das die neue Kleidung in Mode gebracht hat. Es waren die Gruppen, die kein Ansehen genossen, die keinen sozialen Status hatten“.
  • 11.
    Teddyboys machten vorallem durch ihre Kleidung auf sich aufmerksam. knielange Anzugjackets, ( drapes , auffallende Farben) Hinzu kamen enge Hosen ( drainpipe trousers ) Slim Jim ties (dünne Krawatten) Schuhe mit hohen Crêpe-Sohlen (Creepers) von einer obligatorischen Elvis-Tolle abgerundet Kosten für komplettes Outfit inklusive Frisur ca. 50 Pfund Video: Teddyboys  http://www.youtube.com/watch?v=Uji9wdkydxo&feature=related
  • 12.
    Frisur - UrsprungHaartrachten: Inspiriert aus Amerika und Film Mussten bei speziellen Friseuren vorgemerkt werden Beschaffung und Erhaltung der Frisuren war sehr kostspielig Pomade wurde benutzt, um Frisuren zu formen und zu erhalten Video: Teddyboy rockabilly quiff hair cut 60s  http://www.youtube.com/watch?v=zZbuzdqpfeU&feature=related
  • 13.
    Teds & dieMusik Musikrichtung: Rock ‘N‘ Roll, Rockabilly Neben der Abgrenzung durch eigenen Modestil, war die Musik auch eine Form des Protest USA & Europa: Ältere lehnten den Rock ´N´ Roll als „Neger“- oder „Hottentotten-Musik“ ab Bands die zum Revival in den 80er-Jahren führten: Stray Cats und Matchbox Video: How to become a Ted: School of Rock ‚N‘ Roll http://www.youtube.com/watch?v=VFtUzaiHa00 Video: The Cult of Teddyboy (Musik: Rockabilly)  http://www.youtube.com/watch?v=l0rvxFbnbqM
  • 14.
    Zitate zu Rock‚N‘ Roll (aus: Bielefelder Jugendring e.V. (Hrsg.), Jugendkulturen und jugendliche Lebensstile – 40 Jahre Jugendzeitschrift "blätter", Bielefelder Jugendring e.V., Bielefeld, 1990, S.78-83.) „ Ich glaube Rock ‚N‘ Roll stammt von den Geisterbeschwörertänzern des Dschungels ab. Wenn man etwas tiefer in sein Wesen eindringt, bemerkt man unweigerlich eine satanische und abartige Botschaft, die ihr Gift über unsere Jugend ausgießt.“ USA 1956 Diese Rock ‚N‘ Roll -Konzerte machen nichts als Ärger. Diese Schwachköpfe bauen sich nur um die Bühne herum auf und statt zu tanzen, rempeln sie ihre Altersgenossen an.“ (Polizeipräsident Nicolas Fratto USA 1957) „ Weiße Bürger! Laßt eure Kinder keine Schallplatten von Negersängern kaufen. Die wilden Rhythmen und idiotischen, schreienden Texte der schwarzen Musik zerstören die Substanz des weißen Amerika. Sie verderben unsere Jugend und die Moral unseres großen Landes“(Flugblatt USA 1954)
  • 15.
    Matchbox Britische Teddyboy-Rock-Band(1971 Gründung) Sänger: Graham Fenton Gelten als Väter des Rock ‚N‘ Roll-Revivels (Mitte/Ende 70er) Fünf Top 20 Hits (u.a. „Rockabilly Rebel“ (1979)) Über die Jahre hinweg mit personellen Veränderungen Aktuell mit Urbesetzung Ab 1980: Rockabilly-Welle, benutzten untypisches Element Mandoline (galt als Markenzeichen) Video: Rockabilly Rebell  http://www.youtube.com/watch?v=lKHoEZgAb_k
  • 16.
    Stray Cats US-amerikanischeBand Musik: Mix aus Rockabilly, Punk, New Wave Gründung 1979 von Brian Setzer, Leo Rocker (Leo Drucker) Slim Jim Phantom (Jim McDonell) 1980: Umsiedlung von Amerika nach England Mehrere Trennungen + Reunions Gehen noch heute auf Tour „ Rockabilly ging tiefer als der Blues. Er hatte ein eigenes Gesicht, ein eigenes Outfit, eine eigene Frisur und einen Sound, der in den Füßen krachte. Rockabilly war auffallend, hart und vielschichtig. Rockabilly hatte all die Dinge, die wir so mochten. “ (Zitat nach Brian Setzer, Quelle: Wikipedia)
  • 17.
    Teds und Kriminalitätnicht alle gewalttätig Feindseligkeit gegen Gesellschaft beitretende Jugendliche finden den „Bandengedanken“ romantisch und „rutschen“ in die Kriminalität
  • 18.
    gewalttätige Subkultur ständige Missachtung der Gesetze Kult um Gewalt deutlicher Anstieg der Kriminalitätsrate mit Verbreitung der Teddyboy-Kultur Drogenkonsum: Nikotin und Alkohol als Leitdroge
  • 19.
    Arten von Gewalt Schlägereien Motivation : Langeweile, Empfindsamkeit gegen Beleidigungen , Ausländerfeindlichkeit Überfälle, Einbrüche Vandalismus Racheakte Mord Mordfall von Clapham Common 1954 Banden werden immer raffinierter und organisierter
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  • 21.
    Erklärungsmuster Kriegsschädigungpsychische Störung sexuelle Unsicherheit Kult um Kleidung und Aussehen homosexuelle Erfahrungen mangelnde Autorität Kritik an Jugend allgemein
  • 22.
    Die Teddyboys undandere Jugendkulturen Teds beeinflussten zukünftige Jugendkulturen wie der Rockabilly, Psychobilly und die Mods Alle bilden Splitterkulturen des Rock´n Rolls
  • 23.
    Der Rockabilly zunächsteine Musikrichtung, aus welcher sich die Kultur entwickelte Rhythm &Blues vermischt mit Country- Musik stehen zwischen den Teddyboys und den Rockern
  • 24.
    Der Rockabilly Kleidung: Bowlingshirts, Chucks, umgekrempelte Jeans, Collegejacken, Pumps, Ballerinas, Faltenröcke mit Petticoats Frisur: „Greaser- Look“  Haartolle und Koteletten Symbole: Kirschen, Totenköpfe, Billiardkugel (Schwarze 8), Würfel
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  • 26.
    Der Psychobilly Musikrichtung,entwickelt ab 1980er Jahre Rockabilly vermischt mit Punkmusik Psychobilly: Psycho (Inspiration von Horrorfilmen) und von Rockabilly
  • 27.
    Die Psychobilly Frisur: Flattop Kleidung: Mischstil aus Kleidung der Punks, Teddyboys, Rockern und Skinheads Symbole: Horror (Totenschädel, Knochen Särge) und des 50er Rock´n Rolls (Würfel, Pin-Ups, Billiardkugel)
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  • 29.
    Die Mods entwickeltensich ab 1959 aus East- London stammende Bewegung aus gleichem Milieu wie Teddyboys betonten Eleganz ihres Outfits, aber nicht so auffällig wie Teddyboys
  • 30.
    Die Mods Kleidung: bevorzugten supermoderne Klamotten, konventionelle Anzüge wollten Überlegenheit, Distanzierheit und „Coolness“ ausdrücken Markenzeichen: chromverzierte Motorroller Symbol der Mobilität und Aufmüpfigkeit gilt als erste Jugendkultur, die zu illegalen Drogen (Speed) griff
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  • 32.
    Die Mods Quelle: Dieter Baacke: Jugend und Jugendkulturen. Darstellung und Deutung. 5. Auflage. Juventa, 2007, S.65 „ Mods und Teds wollten interessant und schön aussehen, Punks dagegen ´hässlich´“ (Dieter Baacke)
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    Quellenangaben www.20jahrhundert.de/rockabilly-mode.html (23.11.10) http://www.punk77.co.uk/punkhistory/tedsandpunks.htm (23.11.10) http://www.rockabillyrebel.co.uk/ (23.11.10) http://www.rockabilly.nl/general/teddyboys.htm (23.11.10) http://www.stray-cats.de/ (23.11.10) www.teddyboyfederation.co.uk (23.11.10) www.uni-protokolle.de/Lexikon/Psychobilly.html (23.11.10) http://wherethetedsgo.beepworld.de (23.11.10) www.wikipedia.org/wiki/Rockabilly (23.11.10) www.wikipedia.org/wiki/Teddyboys (23.11.10) Baacke, Dieter ( 2007): Jugend und Jugendkulturen. Darstellung und Deutung. 5. Auflage. Juventa Verlag. Weinheim und München, S. 72ff. Bielefelder Jugendring e.V. (Hrsg.), Jugendkulturen und jugendliche Lebensstile – 40 Jahre Jugendzeitschrift "blätter", Bielefelder Jugendring e.V., Bielefeld, 1990, S.78-83. Duden: Das große Wörterbuch der deutschen Sprache in 10 Bänden. 3., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich: Dudenverlag 1999 Fyvel, TR: Die ratlosen Rebellen . Jugend im Wohlfahrtsstaat. Ernst Klett Verlag, Stuttgart 1969