17. August 2019 – Dr. Matthias Stürmer, Forschungsstelle Digitale Nachhaltigkeit
Fake News und E-Voting: Herausforderungen für die Demokratie von morgen?
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97. Auslandschweizer-Kongress
Fake News und E-Voting:
Herausforderungen für die Demokratie von morgen?
17. August 2019 – Montreux
Dr. Matthias Stürmer
Forschungsstelle Digitale Nachhaltigkeit
Institut für Informatik
Universität Bern
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Fake News und E-Voting: Herausforderungen für die Demokratie von morgen?
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Matthias Stürmer
> Seit 2013 Leiter der Forschungsstelle Digitale Nachhaltigkeit am Institut für Informatik
der Universität Bern, dazu Dozentur für Digitale Transformation am Institut für Informatik
und Dozentur für Digitale Nachhaltigkeit am Institut für Wirtschaftsinformatik
> 2010 bis 2013 bei EY (Ernst & Young) als Senior Consultant bzw. Manager im IT Advisory:
Beratung zu Open Source Software, Open Government Data und Social Media
> 2009 bis 2010 Business Development und Projektleiter bei Liip AG
> 2006 bis 2009 Assistent an der ETH Zürich bei Prof. Georg von Krogh
am Lehrstuhl für Strategisches Management und Innovation (D-MTEC)
> 2000 bis 2005 Studium Betriebswirtschaft und Informatik an der
Universität Bern, Lizenziatsarbeit zu Open Source Community Building
> Seit 2017 Mitglied Arbeitsgruppe Smart Capital Region der Hauptstadtregion Schweiz
> Seit 2016 Präsident Verein Digital Impact Network
> Seit 2012 Vorstandsmitglied und Mitgründer Verein Opendata.ch
> Seit 2011 Stadtrat von Bern
> Seit 2009 Geschäftsleiter Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit
> Seit 2006 Vorstandsmitglied Verein CH Open
Dr. Matthias Stürmer
Leiter Forschungsstelle
Digitale Nachhaltigkeit
Universität Bern
Institut für Informatik
Schützenmattstrasse 14
CH-3012 Bern
Telefon direkt: +41 31 631 38 09
Mobile: +41 76 368 81 65
Tel: +41 31 631 38 79 (Sekretariat)
Twitter: @maemst
matthias.stuermer@inf.unibe.ch
www.digitale-nachhaltigkeit.unibe.ch
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Forschungsstelle Digitale Nachhaltigkeit
> Forschungsstelle am Institut für Informatik, Team von rund 20 Mitarbeitenden
> Forschung (u.a. 2 laufende SNF-Projekte) zu digitaler Nachhaltigkeit, Open
Source Software, Blockchain und Smart Contracts, Open Data und Linked Data,
Open Government und Smart City, öffentliche Beschaffungen
> Vorlesungen zu Open Data (Programmier-Übung zu JavaScript etc.),
digitaler Nachhaltigkeit, Requirements Engineering, Betreuung von über
100 abgeschlossener Bachelor- und Masterarbeiten
> Praxis-Angebote zu öffentlichen Beschaffungen: CAS ICT-Beschaffungen,
IT-Beschaffungskonferenz, Weiterbildungstage, Roundtables,
Plattformen www.beschaffungsstatistik.ch und www.intelliprocure.ch
> Dienstleistungen (Beratung, Gutachten, Studien, Prototyping etc.) für
Hochschulen, Bundesverwaltung, Kantone, Städte, Firmen und Verbände
> Zusammenarbeit mit Digital Impact Network, CH Open, Opendata.ch,
Hauptstadtregion Schweiz (Smart Capital Region) und weiteren Verbänden
www.digitale-nachhaltigkeit.unibe.ch
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Smartphones und Social Media
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5APA/AFP/MARK RALSTON
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Fake News
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Quelle: Lazer et al. 2018
«The science of fake news» Science,
Vol. 359, Issue 6380, pp. 1094-1096
«The Science of Fake News»
> Social Media als Quelle und Multiplikator von Fake News
> 9% – 15% Twitter Accounts sind Bots,
rund 60 Millionen Facebook Accounts sind gefälscht
> Fakten-Check über PolitiFact, Snopes etc. möglich
> Aber: Informationen die mit bisheriger Meinung konsistent
sind, sind überzeugender (confirmation bias)
> Problematik: Wie reagieren? Zensurierung durch IT- und
Medien-Firmen oder die Regierung?
> Forschung ist ratlos bezüglich Lösungen und rät zu mehr
Forschung…
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E-Voting
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13Link: https://aso.ch/files/webcontent/direction/Factsheets/ASO_Factsheet_E-Voting.pdf
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Aktueller Stand E-Voting
> Alle drei ursprünglichen E-Voting Systeme sind gescheitert oder on hold:
1. Unisys-System («Consortium») wurde 2015 abgeschalten
2. Kanton Genf hat 2018 ankündigt System («CHVote») nicht weiterzuentwickeln
3. Post hat im Sommer 2019 mitgeteilt kein E-Voting in den Wahlen 2019 anzubieten
> Alle drei Systeme hatten oder haben unterschiedliche Urheber:
Firma, Kanton und staatliches Unternehmen
> Learning aus der Geschichte: «No security by obscurity»
(Kerckhoffs’ Prinzip)
> Vertrauen ist Mission-Critical: vollständige Transparenz
und Möglichkeit zur Partizipation der Software-Plattform
> Persönliche Meinung: Neustart auf Basis von einem
Open Source System notwendig, sonst ist E-Voting gestorben
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Link:
https://chvote2.gitlab.io

Fake News und E-Voting

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    17. August 2019– Dr. Matthias Stürmer, Forschungsstelle Digitale Nachhaltigkeit Fake News und E-Voting: Herausforderungen für die Demokratie von morgen? 2 Matthias Stürmer > Seit 2013 Leiter der Forschungsstelle Digitale Nachhaltigkeit am Institut für Informatik der Universität Bern, dazu Dozentur für Digitale Transformation am Institut für Informatik und Dozentur für Digitale Nachhaltigkeit am Institut für Wirtschaftsinformatik > 2010 bis 2013 bei EY (Ernst & Young) als Senior Consultant bzw. Manager im IT Advisory: Beratung zu Open Source Software, Open Government Data und Social Media > 2009 bis 2010 Business Development und Projektleiter bei Liip AG > 2006 bis 2009 Assistent an der ETH Zürich bei Prof. Georg von Krogh am Lehrstuhl für Strategisches Management und Innovation (D-MTEC) > 2000 bis 2005 Studium Betriebswirtschaft und Informatik an der Universität Bern, Lizenziatsarbeit zu Open Source Community Building > Seit 2017 Mitglied Arbeitsgruppe Smart Capital Region der Hauptstadtregion Schweiz > Seit 2016 Präsident Verein Digital Impact Network > Seit 2012 Vorstandsmitglied und Mitgründer Verein Opendata.ch > Seit 2011 Stadtrat von Bern > Seit 2009 Geschäftsleiter Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit > Seit 2006 Vorstandsmitglied Verein CH Open Dr. Matthias Stürmer Leiter Forschungsstelle Digitale Nachhaltigkeit Universität Bern Institut für Informatik Schützenmattstrasse 14 CH-3012 Bern Telefon direkt: +41 31 631 38 09 Mobile: +41 76 368 81 65 Tel: +41 31 631 38 79 (Sekretariat) Twitter: @maemst matthias.stuermer@inf.unibe.ch www.digitale-nachhaltigkeit.unibe.ch
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    17. August 2019– Dr. Matthias Stürmer, Forschungsstelle Digitale Nachhaltigkeit Fake News und E-Voting: Herausforderungen für die Demokratie von morgen? 3 Forschungsstelle Digitale Nachhaltigkeit > Forschungsstelle am Institut für Informatik, Team von rund 20 Mitarbeitenden > Forschung (u.a. 2 laufende SNF-Projekte) zu digitaler Nachhaltigkeit, Open Source Software, Blockchain und Smart Contracts, Open Data und Linked Data, Open Government und Smart City, öffentliche Beschaffungen > Vorlesungen zu Open Data (Programmier-Übung zu JavaScript etc.), digitaler Nachhaltigkeit, Requirements Engineering, Betreuung von über 100 abgeschlossener Bachelor- und Masterarbeiten > Praxis-Angebote zu öffentlichen Beschaffungen: CAS ICT-Beschaffungen, IT-Beschaffungskonferenz, Weiterbildungstage, Roundtables, Plattformen www.beschaffungsstatistik.ch und www.intelliprocure.ch > Dienstleistungen (Beratung, Gutachten, Studien, Prototyping etc.) für Hochschulen, Bundesverwaltung, Kantone, Städte, Firmen und Verbände > Zusammenarbeit mit Digital Impact Network, CH Open, Opendata.ch, Hauptstadtregion Schweiz (Smart Capital Region) und weiteren Verbänden www.digitale-nachhaltigkeit.unibe.ch
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    17. August 2019– Dr. Matthias Stürmer, Forschungsstelle Digitale Nachhaltigkeit Fake News und E-Voting: Herausforderungen für die Demokratie von morgen? 10 Quelle: Lazer et al. 2018 «The science of fake news» Science, Vol. 359, Issue 6380, pp. 1094-1096 «The Science of Fake News» > Social Media als Quelle und Multiplikator von Fake News > 9% – 15% Twitter Accounts sind Bots, rund 60 Millionen Facebook Accounts sind gefälscht > Fakten-Check über PolitiFact, Snopes etc. möglich > Aber: Informationen die mit bisheriger Meinung konsistent sind, sind überzeugender (confirmation bias) > Problematik: Wie reagieren? Zensurierung durch IT- und Medien-Firmen oder die Regierung? > Forschung ist ratlos bezüglich Lösungen und rät zu mehr Forschung…
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    17. August 2019– Dr. Matthias Stürmer, Forschungsstelle Digitale Nachhaltigkeit Fake News und E-Voting: Herausforderungen für die Demokratie von morgen? 14 Aktueller Stand E-Voting > Alle drei ursprünglichen E-Voting Systeme sind gescheitert oder on hold: 1. Unisys-System («Consortium») wurde 2015 abgeschalten 2. Kanton Genf hat 2018 ankündigt System («CHVote») nicht weiterzuentwickeln 3. Post hat im Sommer 2019 mitgeteilt kein E-Voting in den Wahlen 2019 anzubieten > Alle drei Systeme hatten oder haben unterschiedliche Urheber: Firma, Kanton und staatliches Unternehmen > Learning aus der Geschichte: «No security by obscurity» (Kerckhoffs’ Prinzip) > Vertrauen ist Mission-Critical: vollständige Transparenz und Möglichkeit zur Partizipation der Software-Plattform > Persönliche Meinung: Neustart auf Basis von einem Open Source System notwendig, sonst ist E-Voting gestorben
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