Dialekt und
  Standardsprache heute

„Beim Dialekt fängt die gesprochene Sprache an“
           Johann Wolfgang von Goethe
Definition: DIALEKT
• griech. dialegomai  „miteinander reden“
• lat. dialecto  Redensweise

Dialekt = örtliche oder regionale Ausprägung einer
          Sprache
•   wird vor allem gesprochen
•   ausdrucksstark und variationsreich
•   Sprachwissenschaft: Dialektologie
•   wird geprägt von Arbeit, Lebensweise und Landschaft
•   Vermittlung kultureller Identität
Definition: STANDARDSPRACHE

Standardsprache = standardisierte Sprache
• genormt
• steht über der Dialektsprache
• auch: Schulsprache, Hochsprache,
  Schriftsprache
• zur „einheitlichen“ Verständigung und
  Kommunikation
Entstehung der Dialekte

• Mittelalter: Schriftsprache war Latein,
  das Volk sprach Dialekt
  religiöse Texte: germanische Sprache

• 1. Lautverschiebung: Abgrenzung der frühen
  germanischen Sprachen von den
  indogermanischen Sprachen
Entstehung der Dialekte
• 2. Lautverschiebung zw. 600 u. 800 n. Chr.:
  Entwicklung der althochdeutschen Sprache

  Regionalsprachen im Norden - keine
   Lautverschiebung  Niederdeutsch

  deutscher Sprachraum wurde getrennt in
   Niederdeusch und Hochdeutsch
Ausbildung der Standardsprache
• 1. schriftlicher Nachweis: Bibelübersetzung
  von Martin Luther




           Luther-Bibel aus dem Jahr 1522 (Rechte: dpa)
Dialekte heute in verschiedenen
                Ländern

• Luxemburg:
  mittelfränkischer Dialekt wurde zur
  Standardsprache ausgebaut und 1984 zur
  Amtssprache ausgewertet

• Frankreich:
  Dialekte haben eine passive Stellung und
  werden in vielen Gebieten verdrängt
Dialekte heute in verschiedenen
               Ländern

• Schweiz:
  „Mundartwelle“ in der 2. Hälfte des
  Jahrhunderts
  Standardsprache heute nur noch in
  bestimmten Lebensbereichen (Parlamente,
  Schulunterricht, Universitäten, …)
Dialekte heute in verschiedenen
                Ländern

• Deutschland:
  starker Rückzug aller Dialekte, zw. Nord- und
  Süddeutschland: große sprachliche
  Unterschiede

• Österreich:
  in ländlichen Gebieten sehr viele verschiedene
  Dialekte, Wien: starker Rückgang
Erforschung und Dokumentation

• Idiotikon = Sammlung des landschaftlich
  gebundenen Wortschatzes
    zB. Tirolisches Idiotikon von Johann Baptist Schöpf
•   Dialektwörterbücher, zB. Bayrisches Wörterbuch
•   Sprachatlanten
•   Dialekt-Plattformen, zB. www.mundart-osttirol.net
•   div. Sprachenforschungsprojekte
Erforschung und Dokumentation


• Kulturwerte erhalten: Dialekt, sprachliche
  Vielfalt erfassen, wiederbeleben
• Vielfalt erhalten
• Traditionen bewahren
• familiäre Wurzeln, Heimatverbundenheit
Beispiel:
      Dialektwörter aus Osttirol

•   Langes (= Frühling)
•   Glufe (= Sicherheitsnadel)
•   lisnen (= zuhören, horchen)
•   harb    (= fleißig, strebsam)
•   Riedede (= Durcheinander, Chaos)
•   Lunitsch (= Habicht, kl. Greifvogel)
Danke für die Aufmerksamkeit!


QUELLEN:
http://de.wikipedia.org/wiki/
http://www.planet-wissen.de/alltag_gesundheit/lernen/dialekte/

Dialekt und standardsprache heute

  • 1.
    Dialekt und Standardsprache heute „Beim Dialekt fängt die gesprochene Sprache an“ Johann Wolfgang von Goethe
  • 2.
    Definition: DIALEKT • griech.dialegomai  „miteinander reden“ • lat. dialecto  Redensweise Dialekt = örtliche oder regionale Ausprägung einer Sprache • wird vor allem gesprochen • ausdrucksstark und variationsreich • Sprachwissenschaft: Dialektologie • wird geprägt von Arbeit, Lebensweise und Landschaft • Vermittlung kultureller Identität
  • 3.
    Definition: STANDARDSPRACHE Standardsprache =standardisierte Sprache • genormt • steht über der Dialektsprache • auch: Schulsprache, Hochsprache, Schriftsprache • zur „einheitlichen“ Verständigung und Kommunikation
  • 4.
    Entstehung der Dialekte •Mittelalter: Schriftsprache war Latein, das Volk sprach Dialekt religiöse Texte: germanische Sprache • 1. Lautverschiebung: Abgrenzung der frühen germanischen Sprachen von den indogermanischen Sprachen
  • 5.
    Entstehung der Dialekte •2. Lautverschiebung zw. 600 u. 800 n. Chr.: Entwicklung der althochdeutschen Sprache Regionalsprachen im Norden - keine Lautverschiebung  Niederdeutsch deutscher Sprachraum wurde getrennt in Niederdeusch und Hochdeutsch
  • 6.
    Ausbildung der Standardsprache •1. schriftlicher Nachweis: Bibelübersetzung von Martin Luther Luther-Bibel aus dem Jahr 1522 (Rechte: dpa)
  • 7.
    Dialekte heute inverschiedenen Ländern • Luxemburg: mittelfränkischer Dialekt wurde zur Standardsprache ausgebaut und 1984 zur Amtssprache ausgewertet • Frankreich: Dialekte haben eine passive Stellung und werden in vielen Gebieten verdrängt
  • 8.
    Dialekte heute inverschiedenen Ländern • Schweiz: „Mundartwelle“ in der 2. Hälfte des Jahrhunderts Standardsprache heute nur noch in bestimmten Lebensbereichen (Parlamente, Schulunterricht, Universitäten, …)
  • 9.
    Dialekte heute inverschiedenen Ländern • Deutschland: starker Rückzug aller Dialekte, zw. Nord- und Süddeutschland: große sprachliche Unterschiede • Österreich: in ländlichen Gebieten sehr viele verschiedene Dialekte, Wien: starker Rückgang
  • 10.
    Erforschung und Dokumentation •Idiotikon = Sammlung des landschaftlich gebundenen Wortschatzes zB. Tirolisches Idiotikon von Johann Baptist Schöpf • Dialektwörterbücher, zB. Bayrisches Wörterbuch • Sprachatlanten • Dialekt-Plattformen, zB. www.mundart-osttirol.net • div. Sprachenforschungsprojekte
  • 11.
    Erforschung und Dokumentation •Kulturwerte erhalten: Dialekt, sprachliche Vielfalt erfassen, wiederbeleben • Vielfalt erhalten • Traditionen bewahren • familiäre Wurzeln, Heimatverbundenheit
  • 12.
    Beispiel: Dialektwörter aus Osttirol • Langes (= Frühling) • Glufe (= Sicherheitsnadel) • lisnen (= zuhören, horchen) • harb (= fleißig, strebsam) • Riedede (= Durcheinander, Chaos) • Lunitsch (= Habicht, kl. Greifvogel)
  • 13.
    Danke für dieAufmerksamkeit! QUELLEN: http://de.wikipedia.org/wiki/ http://www.planet-wissen.de/alltag_gesundheit/lernen/dialekte/