Grundeinkommen als 
sozialpolitisches Konzept?



            www.auge.or.at
           auge@ug­oegb.at
Grundeinkommen als Lösung? ­ 
        Finanzierung
• Annahme: BGE € 1000,­/ErwachseneR, Jugendliche, 
PensionistInnen niedriger/höher x 14; (VisionATTAC )
• Kosten: € 102,7 Mia = 47,6% BIP (2001) (Vergleich: alle Steuern + 
Abgaben 2001= 45,2% BIP)
• Mögliche Einnahmen inkl. neu eingeführter Vermögenssteuer, 
Wertschöpfungsabgabe, Stiftungssteuer, KESt: 106,8 Mia
• Was ist mit notwendigen Investitionen in Bildung, Soziales, 
Gesundheit, öff. Verkehr, Klimaschutz …?
• z.B. öffentliche Aufwendungen 2001:
        –Soziales + Gesundheit: 105,8 Mia
        – Verkehr, Bauten, Technik: 48,8 Mia


                                www.auge.or.at
                               auge@ug­oegb.at                         2
Grundeinkommen – Befreiung 
      vom Arbeitszwang?
• Finanzierung über Steuern + Abgaben setzt bezahlte Arbeit und 
Anhäufung von Reichtum voraus
• Bereitstellung von notwendigen Gütern (Wohnraum, 
Lebensmittel, …) und Dienstleistungen (Gesundheitsdienste, …) 
setzen Arbeit voraus
• wenn weniger erwerbsarbeiten => Produktivität/Arbeitszeit 
erhöhen, um Produkte/Dienstleistungen bereitstellen zu können
• Gleichzeitig: Staat sorgt f. Primäre Einkommensverteilung => 
Mindestlohnforderungen Basis entzogen




                               www.auge.or.at
                              auge@ug­oegb.at                      3
Grundeinkommen – gerechtere 
         Verteilung?
• „Kombilohn“­Wirkung d. BGE => Profitmaximierung Unternehmen
• Preissteigerungen zu erwarten:
      – wenn tatsächlich höhere Löhne bezahlt werden
      – wenn weniger produziert und hohe Nachfrage
      – „Gleichgewichtspreis“: Preisniveau pendelt sich dort ein, wo 
      max. Preis erzielt werden kann
• => Entwertung des Grundeinkommens
• => Erhöhung erfordert zusätzliche Einnahmequellen = Gebühren, 
Abgaben, Massensteuern, ...




                               www.auge.or.at
                              auge@ug­oegb.at                           4
Alternative Vision:
        Solidarische Ökonomie
• Teilnahme von VertreterInnen aller Betroffenengruppen an 
  betrieblichen + gesamtwirtschaftlichen Entscheidungen
• an Arbeitsplatz, Bildungseinrichtung, Wohnort, …
z.B.: Konsumierenden­ + Produzierenden­„Räte“: 
    ⇒ Diskutieren Bedürfnisse: Was wird 
       gewünscht/gebraucht? Wieviel Arbeit muss dazu 
       aufgewendet werden? Wieviel können/müssen Einzelne 
       dazu beitragen? Wie soll erwirtschafteter Profit verteilt 
       werden? Wie mit Menschen (Bedürfnissen) in anderen 
       Regionen koordinieren?



                              www.auge.or.at
                             auge@ug­oegb.at
Alternative Vision:
           Solidarische Betriebe
 Kapitalistisches Unternehmen                          Solidarisches Unternehmen


         Management                                            Beschäftigte
       (Geschäftsführung)                                  (Generalversammlung)



                     Anweisungen                                              Anweisungen
Informationen                                    Informationen
                     Zielvorgaben                                             Zielvorgaben



                                                               Management
           Beschäftigte
                                                      (gewähltes operatives Gremium)


                            Grafik: Auinger, M., Hafner, A. gedifo­Lerngruppe Solidarische Ökonomie


                                     www.auge.or.at
                                    auge@ug­oegb.at
Beispiele
Kooperativennetzwerk
 Mondragón (MCC)
   – Seit 1956
   – Multinationales 
     Unternehmen
> 103.000 Beschäftigte
www.mcc.es

Wagner Solar
   – Seit 1979
   – im MitarbeiterInnenbesitz
                                            »  www.wagner­solar.com
   – > 100 Beschäftigte


                           www.auge.or.at
                          auge@ug­oegb.at

Bge auge

  • 1.
  • 2.
    Grundeinkommen als Lösung? ­  Finanzierung • Annahme: BGE € 1000,­/ErwachseneR, Jugendliche,  PensionistInnen niedriger/höher x 14; (VisionATTAC ) • Kosten: € 102,7 Mia = 47,6% BIP (2001) (Vergleich: alle Steuern +  Abgaben 2001= 45,2% BIP) • Mögliche Einnahmen inkl. neu eingeführter Vermögenssteuer,  Wertschöpfungsabgabe, Stiftungssteuer, KESt: 106,8 Mia • Was ist mit notwendigen Investitionen in Bildung, Soziales,  Gesundheit, öff. Verkehr, Klimaschutz …? • z.B. öffentliche Aufwendungen 2001: –Soziales + Gesundheit: 105,8 Mia – Verkehr, Bauten, Technik: 48,8 Mia www.auge.or.at auge@ug­oegb.at 2
  • 3.
    Grundeinkommen – Befreiung  vom Arbeitszwang? • Finanzierung über Steuern + Abgaben setzt bezahlte Arbeit und  Anhäufung von Reichtum voraus • Bereitstellung von notwendigen Gütern (Wohnraum,  Lebensmittel, …) und Dienstleistungen (Gesundheitsdienste, …)  setzen Arbeit voraus • wenn weniger erwerbsarbeiten => Produktivität/Arbeitszeit  erhöhen, um Produkte/Dienstleistungen bereitstellen zu können • Gleichzeitig: Staat sorgt f. Primäre Einkommensverteilung =>  Mindestlohnforderungen Basis entzogen www.auge.or.at auge@ug­oegb.at 3
  • 4.
    Grundeinkommen – gerechtere  Verteilung? • „Kombilohn“­Wirkung d. BGE => Profitmaximierung Unternehmen • Preissteigerungen zu erwarten: – wenn tatsächlich höhere Löhne bezahlt werden – wenn weniger produziert und hohe Nachfrage – „Gleichgewichtspreis“: Preisniveau pendelt sich dort ein, wo  max. Preis erzielt werden kann • => Entwertung des Grundeinkommens • => Erhöhung erfordert zusätzliche Einnahmequellen = Gebühren,  Abgaben, Massensteuern, ... www.auge.or.at auge@ug­oegb.at 4
  • 5.
    Alternative Vision: Solidarische Ökonomie • Teilnahme von VertreterInnen aller Betroffenengruppen an  betrieblichen + gesamtwirtschaftlichen Entscheidungen • an Arbeitsplatz, Bildungseinrichtung, Wohnort, … z.B.: Konsumierenden­ + Produzierenden­„Räte“:  ⇒ Diskutieren Bedürfnisse: Was wird  gewünscht/gebraucht? Wieviel Arbeit muss dazu  aufgewendet werden? Wieviel können/müssen Einzelne  dazu beitragen? Wie soll erwirtschafteter Profit verteilt  werden? Wie mit Menschen (Bedürfnissen) in anderen  Regionen koordinieren? www.auge.or.at auge@ug­oegb.at
  • 6.
    Alternative Vision: Solidarische Betriebe Kapitalistisches Unternehmen Solidarisches Unternehmen Management Beschäftigte (Geschäftsführung) (Generalversammlung) Anweisungen Anweisungen Informationen Informationen Zielvorgaben Zielvorgaben Management Beschäftigte (gewähltes operatives Gremium) Grafik: Auinger, M., Hafner, A. gedifo­Lerngruppe Solidarische Ökonomie www.auge.or.at auge@ug­oegb.at
  • 7.
    Beispiele Kooperativennetzwerk Mondragón (MCC) – Seit 1956 – Multinationales  Unternehmen > 103.000 Beschäftigte www.mcc.es Wagner Solar – Seit 1979 – im MitarbeiterInnenbesitz »  www.wagner­solar.com – > 100 Beschäftigte www.auge.or.at auge@ug­oegb.at