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Halbjahresbericht   2 0 1 1




  Operatives Ergebnis im ersten Halbjahr 2011 positiv /
  Segment MobileCom im aufgegebenen Geschäftsbereich


        Segment MobileCom: Verstärkte Suche nach einem Joint Venture-Partner /
        Beteiligung wird bereits im aufgegebenen Geschäftsbereich ausgewiesen
        Umsatzerlöse im ersten Halbjahr in den fortgeführten Geschäftsbereichen wachsen um 0,8
        Millionen Euro auf 28,9 Millionen Euro (Vorjahresperiode: 28,1 Millionen Euro)
        Operatives Ergebnis (EBIT) legt um 0,5 Millionen Euro auf 1,1 Millionen Euro zu
        (Vorjahresperiode: 0,6 Millionen Euro)
        Vorsteuerergebnis (EBT) dank positivem Finanzergebnis um 1,5 Millionen Euro auf 10,4
        Millionen Euro gesteigert (Vorjahresperiode: 8,9 Millionen Euro)




  INHALT
1 Balda-Konzern im Überblick                    2     Zwischenlagebericht                          5
  Brief an die Aktionäre                        3     Ausgewählte Angaben zum Anhang              18
  Anmerkungen zur geänderten Struktur           4     Tabellen                                    25
Balda-Konzern im Überblick




           Balda-Konzern im Überblick                                                                      (fortgeführte Geschäftsbereiche)

           in Mio. EUR                                            1. Halbjahr          1. Halbjahr         Veränderung                       2. Quartal        1. Quartal
                                                                        2011                20101            in Prozent                          2011              20111
           Umsatz                                                          28,9                 28,1                    2,8                            15,5         13,4
           Electronic Products                                             12,5                 14,9                  -16,1                             5,8          6,7
                       Medical                                             16,5                 13,1                  26,0                              9,8          6,7
                       Central Services                                     0,0                  0,0                    0,0                             0,0          0,0
           Gesamtleistung                                                  34,4                 34,6                   -0,6                            19,4         15,0
           Betriebsergebnis (EBIT)                                           1,1                  0,6                 83,3                              2,3          -1,2
           EBIT-Marge (in %)                                                3,3                   1,8                                                  11,9          -7,7
           Ergebnis vor Steuern (EBT)                                      10,4                   8,9                 16,8                              4,6          5,8
           Ergebnis fortgeführte
           Geschäftsbereiche                                               10,2                   9,2                 10,9                              4,3          5,9
           Ergebnis aufgegebene
           Geschäftsbereiche                                              -25,6                   -4,1                                                 -24,1         -1,5
           Ergebnis Gesamtkonzern                                         -15,4                   5,1                                                  -19,8         4,4
           Ergebnis pro Aktie (in Cent)         2
                                                                          -26,1                   9,9
           Operativer Cash Flow                                              7,7                  -6,1
           Mitarbeiterzahl     3
                                                                         1.025                 1.299

           1) Angepasste Werte, bereinigt um MobileCom
           2) Anzahl Aktien zum Stichtag in Millionen 58.891 (Vorjahresstichtag: 54.157)
           3) Anzahl Mitarbeiter einschl. dauerhaft beschäftigter Leiharbeitnehmer, Aushilfen und Auszubildende – nur fortgeführte Geschäftsbereiche




           Kurzprofil der Balda AG
           Technologien | Qualität | Überlegene Produkte
           Unsere Mission sind erstklassiges Engineering, Produkte von überlegener Qualität und schnelle, flexible Services für unsere
           Kunden – zu wettbewerbsfähigen Preisen. Balda´s Erfolg basiert auf Investitionen in Forschung und Entwicklung wie auf dem
           Einsatz modernster, kosteneffizienter Technologien. Das Unternehmen wird auch künftig in innovative Technologien und in die
           Fähigkeiten seiner Mitarbeiter investieren. Unsere Teams aus verschiedenen Ländern und Kontinenten zielen kontinuierlich auf
           die bestmögliche Produktqualität. Wir wickeln Geschäfte einfach wie zügig und in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden
           ab. So schaffen wir Mehrwert für unsere Mitarbeiter, Geschäftspartner und Aktionäre.




2
Brief an die Aktionäre




Brief an die Aktionäre
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

wie im Geschäftsbericht 2010 angekündigt erlangte im ersten Halbjahr 2011 vor allem ein Thema Entscheidungsreife: die
Suche nach einem starken Joint Venture-Partner für das Segment MobileCom. Es zählt seit Juni zum aufgegebenen
Geschäftsbereich, weil absehbar ist, dass die Kontrolle darüber nicht bei Balda bleiben wird.

Doch zunächst ein Blick auf die Entwicklung des Balda-Konzerns im ersten Halbjahr 2011. Auf einer vergleichbaren Datenbasis
mit den beiden Segmenten des fortgeführten Geschäftsbereichs Electronic Products und Medical sind die Umsatzerlöse mit
28,9 Millionen Euro im Konzern leicht über das Vorjahresniveau gestiegen. Das operative Ergebnis lag mit 1,1 Millionen Euro
im Korridor des Vorjahres. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) belief sich dank des außerordentlich positiven Finanzergebnisses
auf 10,4 Millionen Euro. Auch unter Berücksichtigung der durch die Katastrophe in Japan für das Segment Electronic Products
eingetretenen Schwierigkeiten mit den Lieferungen von Komponenten aus Japan sind wir mit dem operativen Geschäft in den
ersten sechs Monaten 2011 zufrieden. Die Geschäftsentwicklung in den Segmenten Electronic Products und Medical ist positiv
und insgesamt profitabel.

Die Suche nach einem Joint Venture-Partner für die Gesellschaften des Segments MobileCom ist eine logische Konsequenz auf
Basis unserer seit einem Jahr währenden zeitnahen und strengen Beobachtung. Wir haben über dieses Thema kontinuierlich
berichtet. Trotz mehrerer Anläufe zur Restrukturierung haben wir im volatilen und hoch kompetitiven Mobiltelefonmarkt nicht
die gewünschten Ergebnisse erzielt. Ohne die Aufnahme eines starken Joint Venture-Partners wäre ein Fortführen des
Segments auch Ihnen gegenüber, sehr verehrte Aktionärinnen und Aktionäre, nicht verantwortbar.

Sie werden sich nun vielleicht fragen: Hat der Balda-Konzern nach Abschluss eines Joint Venture beim Segment MobileCom
nicht eine gewisse kritische Masse in Unternehmensgröße und Umsatz unterschritten? Kann der Konzern mit nur zwei
Segmenten erfolgreich bestehen?

Die Segmente unserer fortgeführten Geschäftsbereiche, Electronic Products und Medical, sind eine ausgezeichnete Basis
zum Ausbau des Konzerns. Sie sind technologisch stark und insgesamt profitabel. Hinsichtlich der geplanten Akquisition im
Umfeld des Segments Medical sind die Voraussetzungen für eine mögliche Übernahme geschaffen.

Ein weiteres Thema beschäftigt Sie als Aktionärinnen und Aktionäre der Balda AG: Das Aktienpaket der Balda AG am Touch-
screen-Hersteller TPK. Zum Schluss des Halbjahres war die Haltefrist, das Veräußerungsverbot der Aktien, noch in Kraft. Ein
Verkauf von 50 Prozent der gehaltenen TPK-Aktien wäre unter Beachtung der taiwanesischen Börsenregelungen nach Ablauf
der Haltefrist am 13. Juli 2011 zulässig gewesen. Balda hat auch aufgrund der zuletzt volatilen Marktbedingungen mit starken
Kursschwankungen bislang keine Verkaufsorder erteilt. Wir stehen aber hinsichtlich eines Verkaufs von TPK-Aktien in enger lau-
fender Abstimmung mit Banken, Beratern und TPK.

Wie sind die Aussichten für das operative Geschäft 2011? Wir gehen davon aus, dass die beiden in den fortgeführten Geschäfts-
bereichen aktiven Segmente Electronic Products und Medical zwischen 70 und 80 Millionen Euro Umsatzerlöse bei einem
leicht positiven operativen Ergebnis erwirtschaften.

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, für Ihr in uns gesetztes Vertrauen danke ich Ihnen. Ich darf Ihnen versichern, dass wir ge-
meinsam alles unternehmen, um den Bestand des Balda-Konzerns weiterhin zu sichern und den Wert der Balda AG weiter zu steigern.

Ihr
Rainer Mohr
(Alleinvorstand)




                                                                                                                                            3
Halbjahresbericht / 2011




           Anmerkungen zur geänderten Struktur
           des Halbjahresberichts
           Die Unternehmensführung der Balda AG bekräftigt den im ersten Halbjahr getroffenen Entschluss zur Suche eines starken
           Joint Venture-Partners für das Segment MobileCom. Trotz mehrerer Anläufe zur Restrukturierung erzielte das Segment im vola-
           tilen und hoch kompetitiven Mobiltelefonmarkt nicht die gewünschten Umsätze und Ergebnisse. Das Segment MobileCom wird
           mit dem Halbjahresbericht 2011 bereits dem aufgegebenen Geschäftsbereich zugerechnet, weil davon auszugehen ist, dass
           die Kontrolle über die Beteiligung nicht bei Balda bleiben wird.

           Mit dem Halbjahresbericht 2011 strukturiert der Balda-Konzern seine fortgeführten Geschäftsbereiche nur noch in die drei
           Segmente:

           Electronic Products

           Medical

           Central Services



           Fortgeführte und aufgegebene Geschäftsbereiche
           Die im Folgenden dargestellten Kennziffern der ersten sechs Monate 2011 sind im Einzelnen der Ausweis der Werte der fortge-
           führten Geschäftsbereiche. Die im vorliegenden Bericht dargelegten Daten des ersten Halbjahres 2010 stimmen in der
           Zusammensetzung der fortgeführten Geschäftsbereiche nicht überein mit den Werten aus dem Halbjahresbericht 2010.

           Im Zwischenbericht zum 30. Juni 2010 gehörte das Segment MobileCom noch zu den fortgeführten Geschäftsbereichen. Das
           ehemalige Segment Indien wies der Konzern zum Ende des ersten Halbjahres 2010 im aufgegebenen Geschäftsbereich aus.

           Dem vorliegenden Zwischenbericht liegen für den fortgeführten Geschäftsbereich im Wesentlichen die Ergebnisse der folgen-
           den operativ tätigen Gesellschaften zugrunde:

           * Balda Solutions Malaysia Sdn. Bhd.
           * Balda Medical GmbH & Co. KG
           * Balda Solutions USA Inc.

           Die Kommentierungen der Kennzahlen im nachfolgenden Halbjahresbericht beziehen sich immer nur auf die fortgeführten
           Geschäftsbereiche. Sofern Kommentierungen zu dem aufgegebenen Geschäftsbereich erfolgen, ist dieses ausdrücklich
           erwähnt.

           Der vorliegende Bericht stellt, soweit notwendig, dementsprechend angepasste Vergleichszahlen in den Vorperioden dar.




4
Halbjahresbericht / 2011




Zwischenlagebericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
Weltwirtschaft weiterhin robust
Die weltweite Konjunktur ist auch im ersten Halbjahr 2011 von einer hohen wirtschaftlichen Dynamik geprägt. Die stärksten
Impulse kommen nach wie vor aus den Schwellenländern. Die BRIC-Staaten verzeichnen in den ersten sechs Monaten des
laufenden Geschäftsjahres einen Zuwachs von über 6 Prozent. Trotz der verhaltenen Entwicklung in den USA und der Schul-
denkrise in den europäischen Randstaaten gehen die Analysten auch im weiteren Verlauf des Jahres 2011 von einem positi-
ven konjunkturellen Umfeld aus.

Eurozone
Die Konjunktur in der Eurozone verliert im ersten Halbjahr an Dynamik. Das Euroland steckt in einer Schuldenkrise. Die wirt-
schaftliche Entwicklung der einzelnen Staaten in der Eurozone verläuft nicht homogen. Während die Wirtschaft in Deutsch-
land boomt, stagniert sie in Spanien und schrumpft in Griechenland wie in Irland. In Anbetracht der vorherrschenden Pro-
bleme einzelner Peripherieländer ist die Entwicklung in der Eurozone mit einem BIP-Anstieg von geschätzt 2,1 Prozent im
Jahr 2011 jedoch als insgesamt positiv zu werten.

Deutschland
Deutschland befindet sich im ersten Halbjahr 2011 in einem kräftigen Aufschwung. Laut dem Statistischen Bundesamt
(Destatis) verzeichnete das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Vierteljahr 2011 einen Zuwachs von 1,5 Prozent
gegenüber dem Vorquartal. Das Wachstum wird insbesondere aus dem Ausland getragen. Insgesamt sollte laut
Wirtschaftsexperten der Exportüberschuss einen Anteil von rund 1,5 Prozentpunkten zum Wachstum des BIP im ersten
Halbjahr beitragen.

Die Verbraucherpreise verzeichneten in den Monaten März und Mai jeweils einen Anstieg um 2,7 Prozent und für April 2,8
Prozent. Um die steigenden Inflationstendenzen zu bekämpfen, könnte die Europäische Zentralbank den Leitzins erneut
leicht erhöhen. Im Juli 2011 erhöhte die EZB den Leitzins auf 1,5 Prozent. Die Arbeitslosenquote in Deutschland belief im
Juni 2011 auf 6,9 Prozent und lag unter dem entsprechenden Vorjahresniveau mit 7,5 Prozent.

Die Inflationsrate nahm im Juni 2011 um 2,3 Prozent gegenüber der Vergleichsperiode 2010 zu. Trotz der gestiegenen Preise
sowie der europäischen Schuldenkrise sehen die Wirtschaftsexperten die konjunkturelle Entwicklung für Deutschland weiter-
hin kräftig.

USA
Die volkswirtschaftliche Entwicklung in den USA blieb mit einem zu erwartenden BIP-Wachstum für 2011 von rund 2 Prozent
hinter den Erwartungen der Ökonomen zurück. Ursache dafür sind die gestiegenen Ölpreise sowie Produktionsverzögerungen
im Zuge der Erdbebenkatastrophe in Japan. Die Konsumneigung der US-Verbraucher hat sich im Verlaufe des Jahres abge-
schwächt. Weiterhin Sorge bereitet die schwierige Lage am Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote stieg im Juni 2011 auf 9,2
Prozent. Das Handelsbilanzdefizit der Vereinigten Staaten von Amerika betrug im Mai 2011 rund 50,2 Milliarden US-Dollar
und verzeichnete den höchsten Stand seit Oktober 2008.

China
Die Volksrepublik China steht unter einem ernsten Inflationsdruck. Auf der einen Seite muss das Land gegen die steigende
Inflation kämpfen, andererseits darf die Regierung die Wirtschaft nicht zu stark bremsen. Das würde den konjunkturellen
Aufschwung der Weltwirtschaft bremsen.



                                                                                                                                  5
Halbjahresbericht / 2011




           Die Regierung setzte auch im zweiten Quartal ihre straffe Geldpolitik fort, um der grassierenden Inflation Herr zu werden. Die
           Inflation hatte im Juni mit 6,4 Prozent den höchsten Stand seit drei Jahren erreicht. Im ersten Halbjahr 2011 betrug die
           Inflationsrate 5,4 Prozent.

           Seit Beginn des Jahres 2011 hat die chinesische Zentralbank bereits viermal den Mindestreservesatz für Banken und zwei-
           mal den Leitzins erhöht. Trotz der Interventionen Beijings gegen die hohe Inflationsrate verlangsamte sich die Wirtschaft in
           China im zweiten Quartal 2011 weniger als erwartet. Laut dem Statistikamt in Beijing ging das Wachstum in der
           Volksrepublik nur leicht von 9,7 Prozent auf 9,6 Prozent zurück.




           Branchensituation
           Electronic Products
           Der konjunkturelle Aufschwung belebte die Nachfrage nach Elektronikprodukten im ersten Halbjahr 2011. Zum positiven
           Trend trug auch der Launch neuer Produkte und Technologien bei. Touchscreen-Bildschirme, 3-D-Darstellung und kompakte-
           re Geräte ziehen weltweit immer mehr Konsumenten an. Der wachsende Wohlstand der Bevölkerung in den
           Schwellenländern intensivierte diese Entwicklung.

           Neben dem iPad von Apple erfreuen sich auch die Geräte von ASUS und Acer zunehmender Popularität. Laut dem Bran-
           chenverband BITKOM verbuchten 78 Prozent der inländischen Hightech-Firmen im ersten Vierteljahr 2011 steigende Um-
           sätze gegenüber dem Vorjahresquartal. Rund 87 Prozent der Unternehmen gehen von weiter steigenden Umsätzen im zwei-
           ten Halbjahr 2011 aus. Trotz negativer Einflüsse der Nuklearkatastrophe in Japan auf die Elektronik-Branche sind die Pro-
           gnosen auch für das Jahr 2012 überwiegend positiv.

           Medical
           Nach dem leichten Einbruch in der Rezessionsphase erholte sich die deutsche Medizintechnikindustrie schnell. Die weltweite
           Nachfrage nach hochqualitativen Geräten aus Deutschland nimmt nach dem leichten Umsatzrückgang 2009 wieder deutlich
           zu. Fortgeschrittenes Engineering und das Verwenden bester, innovativer Komponenten sichern weiterhin die führende
           Position inländischer Medizintechnik-Produzenten.

           Laut dem Branchenverband SPECTARIS belief sich der Branchenumsatz im Jahr 2010 auf rund 20 Milliarden Euro. Das ent-
           spricht einem Wachstum von circa 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die deutliche Zunahme resultierte maßgeblich aus
           den steigenden Umsätzen im Ausland. Die Exporte in die USA nahmen 2010 um 14 Prozent und in China um rund 34
           Prozent zu.

           Positiv ist die Stimmung unter den Produzenten auch für die kommenden Jahre. Wachsende Weltbevölkerung und steigende
           Lebenserwartung werden laut Marktbeobachtern auch künftig für hohe Nachfrage sorgen. Die allmählich steigende Kaufkraft
           der Konsumenten in Ländern wie China und Indien wird diese Entwicklung verstärken.




6
Halbjahresbericht / 2011




Geschäftsentwicklung
Die Balda-Unternehmensgruppe hat im Juni 2011 die Suche nach einem Joint Venture-Partner und Investor für die
Gesellschaften des Segments MobileCom in Suzhou und Beijing begonnen.

Die Aussichten auf eine erfolgreiche Restrukturierung des Segments erwiesen sich zunehmend als negativ. Die hoch intensi-
ve Wettbewerbssituation im Zuliefermarkt der Mobiltelefonhersteller schuf extrem hohen Preisdruck. Auch Marktbegleiter ver-
zeichneten nur gering ausgelastete Fertigungskapazitäten. Die Produktion des wichtigsten Abnehmers von Balda war durch
die verzögerte Zulieferung von Komponenten stark von den Folgen des Erdbebens und der Nuklearkatastrophe in Japan
betroffen. Erschwerend kam hinzu, dass das Segment aufgrund der intensiven Wettbewerbssituation und der von Balda initi-
ierten Stabilisierungsprozesse keine neuen Projekte erhielt.

Das Segment MobileCom wird mit dem Halbjahresbericht 2011 dem aufgegebenen Geschäftsbereich zugerechnet. In China
sind Makler und Berater mit der Suche nach einem Joint Venture-Partner für die Gesellschaften in Suzhou und Beijing beauf-
tragt. Ursache für die Entwicklung waren die jüngst gemeldeten Forecasts. Von der ursprünglichen Umsatzplanung für das
Segment für 2011 kommen voraussichtlich nur noch 30 Prozent zum Tragen.

Ertragslage Konzern
Die produzierenden Segmente der fortgeführten Geschäftsbereiche, Medical und Electronic Products, haben im ersten Halb-
jahr 2011 ebenso wie das Segment Central Services positiv abgeschnitten und sind auf einem guten Weg. Ihre Ergebnisse
liegen im Rahmen der Planung. Das Segment Central Services weist aufgrund von Sondereinflüssen ein positives Ergebnis
aus.

Die Umsatzerlöse des Balda-Konzerns verzeichneten im ersten Halbjahr 2011 ein Volumen von 28,9 Millionen Euro. Das ist
ein Plus gegenüber den ersten sechs Monaten 2010 von 0,8 Millionen Euro oder 2,8 Prozent. Im zweiten Quartal 2011 stie-
gen die Erlöse leicht von 13,4 Millionen Euro im ersten Vierteljahr auf 15,5 Millionen Euro an. Erstmalig spürte Balda im
zweiten Quartal die Auswirkungen der Japan-Katastrophe, die ein stärkeres Wachstum verhinderte.

Der positive Trend in den Umsatzerlösen schlug sich auch in den Ergebnissen nieder. Das operative Ergebnis des Konzerns
belief sich zum Schluss des ersten Halbjahres auf 1,1 Millionen Euro nach 0,6 Millionen Euro in der Vorjahresperiode. Das
Ergebnis vor Steuern legte dagegen aufgrund des positiven Finanzergebnisses auf 10,4 Millionen Euro (Vorjahr: 8,9 Millionen
Euro) zu. Der Halbjahresüberschuss 2011 in den fortgeführten Geschäftsbereichen betrug 10,2 Millionen Euro (Vorjahr: 9,2
Millionen Euro).

Segment Electronic Products leidet unter Lieferausfällen aus Japan
Die Umsatzerlöse des Segments Electronic Products gingen im Periodenvergleich von 14,9 Millionen Euro im Jahr 2010 auf
12,5 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2011 zurück. Zentrale Ursache dieser Entwicklung waren die Folgen des Erdbebens
und der Nuklearkatastrophe in Japan. Wesentliche Elektronikkomponenten von Herstellern aus Japan zum Einbau in elektro-
nische Geräte waren vor allem im zweiten Quartal nicht lieferbar. Dieser Mangel führte in Malaysia zu Produktionsausfällen.
Die ansonsten gute Auftragslage des Segments hat unter diesen Umständen erhebliche Einbußen erlitten. Trotz der geringe-
ren Umsatzerlöse reduzierte das Segment den operativen Verlust um 1,0 Millionen Euro auf 1,5 Millionen Euro (Vorjahr:
minus 2,5 Millionen Euro). Ein straffes Kostenmanagement und gezielte Verbesserung der Produktionsprozesse führten zu
dieser Verbesserung des Ergebnisses.

Die Tendenz der Geschäftsentwicklung des Segments ist positiv. Der Trend stimmt.

Segment Medical wächst bei Umsatz und Ertrag
Die Umsatzerlöse des Segment Medical im ersten Halbjahr 2011 verzeichneten mit 16,5 Millionen Euro eine deutliche Stei-
gerung gegenüber der Vorjahresperiode mit 13,1 Millionen Euro. Das Geschäft zieht im Jahr 2011 planmäßig an. Im ersten
Halbjahr sind erhebliche Vorleistungen in Entwicklung und Aufbau von Produktionsanlagen für den Start der Fertigung neuer


                                                                                                                                 7
Halbjahresbericht / 2011




           Projekte im zweiten Halbjahr 2011 erfolgt. Das operative Ergebnis des Segments erreichte nach den ersten sechs Monaten
           1,3 Millionen Euro (Vorjahr: 1,1 Millionen Euro). Das Vorsteuerergebnis (EBT) betrug 1,2 Millionen Euro (Vorjahr: 1,0
           Millionen Euro). Das Geschäftsfeld Medical liegt im Plan.

           Segment Central Services
           Die Ergebnisse des Segments Central Services resultieren aus Holding-, Finanzierungs- und Vermietungsleistungen mit der
           Immobilie in Bad Oeynhausen sowie aus Entwicklungsleistungen der Konzerntochter in den USA.

           Die Gesamtleistung des Segments Central Services belief sich nach dem ersten Halbjahr 2011 auf 8,1 Millionen Euro. Das
           operative Ergebnis (EBIT) betrug nach den ersten sechs Monaten 1,7 Millionen Euro (Vorjahr: 2,7 Millionen Euro). Das lau-
           fende EBIT enthält Einmaleffekte aus erstatteten Schadensersatzansprüchen (0,8 Millionen Euro) und bestätigten
           Auszahlungen des BenQ-Insolvenzverwalters (netto 2,0 Millionen Euro). Die Vorjahresperiode ist durch Einmaleffekte in Höhe
           von 4,7 Millionen Euro beeinflusst.

           Einschließlich des Finanzergebnisses erreichte das Vorsteuerergebnis (EBT) mit 11,0 Millionen Euro gegenüber 10,9 Millionen
           Euro im Vorjahr ein ähnliches Niveau. Mit Wandlung der ausgegebenen Genussrechte im Oktober 2010 ist das Segment
           Central Services frei von Bankschulden. Dementsprechend kann das Segment positive Finanzergebnisse ausweisen. Das
           Finanzierungsergebnis 2011 enthält in Höhe von 9,1 Millionen Euro Währungsgewinne aus interner Finanzierung. Diese
           Währungsgewinne resultieren im Wesentlichen aus einem im Geschäftsjahr 2009 von der Balda Investments Singapore (BIS)
           an die Balda AG in US-Dollar gewährten Darlehen zur Tilgung der Bankverbindlichkeiten. Der Gewinn ergibt sich aus den mit
           Stichtagskurs ermittelten Währungsdifferenzen zwischen US-Dollar und Euro.

           Nach dem Verlust des maßgeblichen Einflusses fließen dem Segment seit November 2010 keine anteiligen Ergebnisse mehr
           aus den operativen Tätigkeiten assoziierter Unternehmen zu. In der Vorjahresperiode konnten noch anteilige Ergebnisse aus
           operativer Tätigkeit und Gewinne aus dem Verkauf von Anteilen an dem assoziierten Unternehmen TPK von insgesamt 9,7
           Millionen Euro gezeigt werden.

           Aufgegebener Geschäftsbereich
           Der aufgegebene Geschäftsbereich besteht aus dem Segment MobileCom. Die Vorjahreswerte enthalten auch noch Ergeb-
           nisse des ehemaligen Segments Indien. Der Fehlbetrag im ersten Halbjahr des aufgegebenen Geschäftsbereichs belief sich
           auf 25,6 Millionen Euro (Vorjahr: minus 4,1 Millionen Euro). Darin enthalten sind buchtechnische Sonderabwertungen in
           Höhe von 19,9 Millionen Euro und der Verlust aus dem operativen Geschäft des ersten Halbjahres in Höhe von 4,2 Millionen
           Euro sowie Aufwendungen in Höhe von 1,5 Millionen Euro für Zinsen und Steuern. Nach eingehender Prüfung erfolgte eine
           Abwertung des Nettovermögens der Gesellschaften auf Erlöse, die der Vorstand für realistisch hält.

           Vermögenslage
           Der Balda-Konzern weist zum 30. Juni 2011 eine Bilanzsumme in Höhe von 901,9 Millionen Euro aus (31. Dezember 2010:
           810,5 Millionen Euro). Der Anstieg ist vor allem auf den Wertzuwachs der TPK-Beteiligung zurückzuführen. Gegenläufig wir-
           ken Abwertungen auf den erzielbaren Betrag für die Vermögenswerte des Segments MobileCom im Zusammenhang mit dem
           anstehenden Abschluss eines Joint Venture bei den Gesellschaften dieses Segments.

           Die langfristigen Vermögenswerte verzeichneten im ersten Halbjahr 2011 einen Anstieg um 83,9 Millionen Euro auf 795,5
           Millionen Euro (31. Dezember 2010: 711,7 Millionen Euro). Diese Erhöhung ist durch den bereits erwähnten Wertzuwachs
           der TPK-Beteiligung (130,5 Millionen Euro) bestimmt. Der TPK Aktienkurs stieg von 670 Taiwanesische Dollar zum 31.
           Dezember 2010 auf 875 Taiwanesische Dollar zum Bilanzstichtag. Daneben wirken sich Sonderabwertungen und Umglie-
           derungen der langfristigen Vermögenswerte des Segments MobileCom in den kurzfristigen Bereich (21,4 Millionen Euro)
           gegenläufig aus.




8
Halbjahresbericht / 2011




Das Net Working Capital, also die kurzfristigen Vermögenswerte (ohne Liquide Mittel) minus der kurzfristigen
Verbindlichkeiten (ohne Bankverbindlichkeiten), nahm in der Berichtsperiode ab. Ohne den aufgegebenen Geschäftsbereich
lag es zum 30. Juni 2011 bei 6,4 Millionen Euro (Referenzstichtag 2010: 14,8 Millionen Euro). Die Veränderung der kurzfristi-
gen Vermögenswerte und kurzfristigen Verbindlichkeiten sind vor allem durch Umgliederungen der MobileCom Werte in die
Positionen Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden bestimmt.

Das Eigenkapital der Unternehmensgruppe erhöhte sich um 99,2 Millionen Euro auf 849,0 Millionen Euro (Referenzstichtag
2010: 749,7 Millionen Euro). Die Neubewertung der TPK-Anteile überkompensierte den negativen Einfluss aufgrund wäh-
rungsbedingter Umrechnungsdifferenzen und des negativen Konzernergebnisses.

Die Nettofinanzverbindlichkeiten des Balda-Konzerns betrugen zum Ende des ersten Halbjahres 2011 minus 27,1 Millionen
Euro (Referenzstichtag 2010: minus 23,5 Millionen Euro). Das Verhältnis der Netto-Finanzverbindlichkeiten zum Eigenkapital
(Net-Gearing) belief sich zum Ende des ersten Halbjahres 2011 auf minus 0,3 Prozent.

Weitere Ausführungen zu den einzelnen Posten der Bilanz zum 30. Juni 2011 legen die Ausführungen auf Seite 19 im ver-
kürzten Anhang dar.

Finanzlage
Operativer Cash Flow steigt deutlich
Die Kapitalflussrechnung ist gemäß IFRS für den Gesamtkonzern – einschließlich aufgegebener Geschäftsbereich – aufge-
stellt. Die Werte des aufgegebenen Geschäftsbereichs sind in der Tabelle des Anhangs als „davon“-Vermerk angegeben.

Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit der Balda Unternehmensgruppe erhöhte sich im ersten Halbjahr 2011 auf
7,7 Millionen Euro. In der Vergleichperiode des Vorjahres verzeichnete der Konzern einen Mittelabfluss in Höhe von 6,1
Millionen Euro. Ursache für die Zunahme in der Berichtsperiode 2011 war im Wesentlichen der Abbau des Working-Capital.

Für Investitionstätigkeiten gab der Balda-Konzern im ersten Halbjahr 2,0 Millionen Euro aus. In der Vorjahresperiode war der
Cash Flow aus Investitionstätigkeiten geprägt durch Einzahlungen auf dem Verkauf von Anteilen an Konzernunternehmen und
lag bei 4,9 Millionen Euro.

Die Abflüsse aus Finanzierungstätigkeiten in den ersten sechs Monaten 2011 betrafen mit 9,2 Millionen Euro im
Wesentlichen die Rückführung von Kreditlinien in dem Segment MobileCom. Im Vorjahr ergab sich aufgrund der
Inanspruchnahme von Kreditlinien ein Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeiten in Höhe von 1,1 Millionen Euro.

Der Finanzmittelbestand am Ende des ersten Halbjahrs 2011 belief sich im Gesamtkonzern auf 42,3 Millionen Euro (30.
Juni 2010: 49,4 Millionen Euro). Bezogen auf den fortgeführten Geschäftsbereich betrug der Finanzmittelbestand 36,4
Millionen Euro.

Aufgrund des weiterhin komfortablen Finanzmittelbestands ist Balda in der Lage, das operative Geschäft 2011 aus den vor-
handenen Eigenmitteln zu finanzieren.




                                                                                                                                  9
Halbjahresbericht / 2011




        Wesentliche Ereignisse im zweiten Quartal
        Hauptversammlung
        Die Anteilseigner der Balda AG beschlossen am 27. Mai 2011 auf der ordentlichen Hauptversammlung die Verkleinerung des
        Aufsichtsrats auf drei Mitglieder. Mitglieder des Aufsichtsrats sind: Dr. Michael Naschke (Vorsitzender), Rechtsanwalt und
        Partner der Rechtsanwaltskanzlei van Aubel, Berlin, Chun-Chen Chen (stellvertretender Vorsitzender), Vorstandsvorsitzender
        der TVM Corporation und der Touch Video Monitor Corporation, Taipeh und Yu-Sheng Kai, Managing Director der Eternal
        Union International Limited, Hongkong.

        Suche nach Joint Venture-Partner für das Segment MobileCom
        Seit Juni 2011 zählt das Segment MobileCom zu den aufgegeben Geschäftsbereichen des Balda-Konzerns. Das Unterneh-
        men leitete die Suche nach einem Joint Venture-Partner für die Beteiligungen in China ein.

        Dividende
        Am 9. Juni 2011 hat die Hauptversammlung von TPK die Zahlung einer Dividende in Form einer Sachdividende durch Aktien
        in Folge einer Kapitalerhöhung beschlossen. Auf Balda entfallen rund 1,8 Millionen Aktien. Zeitpunkt der Ausschüttung ist der
        2. August 2011.

        Veränderungen der Aktionärsstruktur
        Im Verlauf des zweiten Quartals 2011 traten Veränderungen in der Aktionärsstruktur der Balda AG ein.

        Am 10. Juni 2011 erhöhte der Großaktionär Senrigan Master Fund seine Beteiligung an der Balda AG auf knapp über 5 Pro-
        zent. Sein Stimmrechtsanteil an der Balda AG beträgt nun 5,09 Prozent.

        Am 23. Juni 2011 überschritt der Stimmrechtsanteil der UBS AG an der Balda AG die Schwelle von 3 Prozent.




        Investitionen
        Der Balda-Konzern investierte im laufenden Geschäftsjahr bis zum 30. Juni 2011 insgesamt 1,2 Millionen Euro in Sachanla-
        gen und immaterielle Vermögenswerte. Das vergleichbare Investitionsvolumen im ersten Halbjahr 2010 belief sich auf rund
        0,9 Millionen Euro.

        Bei den Investitionen handelt es sich im Wesentlichen um Ersatzinvestitionen. Für Sachanlagen und Maschinen im Segment
        Electronic Products wendete die Balda-Gruppe in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres rund 0,4
        Millionen Euro auf. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber dem ersten Halbjahr 2010 mit rund 0,2 Millionen Euro. Die
        Investitionen in der Medizinsparte des Konzerns betrugen von Januar bis Juni 2011 rund 0,5 Millionen Euro (erstes Halbjahr
        2010: circa 0,6 Millionen Euro). Das Investitionsvolumen im Segment Central Services fiel mit rund 0,1 Millionen Euro ver-
        gleichsweise gering aus. Für immaterielle Vermögensgegenstände wendete die Balda-Gruppe rund 0,2 Millionen Euro im
        Segment Central Services auf. 

        Im aufgegebenen Geschäftsbereich MobileCom investierte der Balda-Konzern im Berichtszeitraum insgesamt 0,6 Millionen
        Euro. Gegenstand war die Infrastruktur in der Produktionsstätte in Beijing. Das vergleichbare Investitionsvolumen im ersten
        Halbjahr 2010 belief sich auf rund 4,0 Millionen Euro. Von diesem Betrag entfielen rund 3,5 Millionen Euro auf den Ausbau
        des Produktionsstandortes in Beijing.




10
Halbjahresbericht / 2011




Kapitalstruktur, Vorstand und Kontrollwechsel
Die Balda AG hat gemäß den Vorschriften des § 289 Absatz 4 und § 315 Absatz 4 des HGB folgende zusätzliche Angaben
zu machen:

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals
Zum 30. Juni 2011 betrug das Grundkapital der Gesellschaft 58.890.636 Euro und war in 58.890.636 Stückaktien mit
einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1,00 Euro je Aktie zerlegt. Je eine Aktie gewährt in der Hauptversammlung
der Gesellschaft eine Stimme.

Verkleinerung des Aufsichtsrats und Änderung der Satzung
Unter Änderung der Satzung des Unternehmens, mit Wirkung zum 3. Juli 2011, hat die Hauptversammlung das Aufsichts-
ratsgremium von sechs auf drei Mitglieder verkleinert. Mitglieder des Aufsichtsrats sind: Dr. Michael Naschke (Vorsitzender),
Rechtsanwalt und Partner der Rechtsanwaltskanzlei van Aubel, Berlin, Chun-Chen Chen (stellvertretender Vorsitzender),
Vorstandsvorsitzender der TVM Corporation und der Touch Video Monitor Corporation, Taipeh und Yu-Sheng Kai, Managing
Director der Eternal Union International Limited, Hongkong.

Beschränkungen der Stimmrechte oder der Übertragung von Aktien
Alle Aktien der Gesellschaft sind satzungsgemäß frei übertragbar.

Die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffende Beschränkungen sind dem Vorstand der Gesellschaft zum
Berichtszeitpunkt nicht bekannt.

Beteiligungen, die zehn Prozent des Kapitals überschreiten
Am 30. Juni 2011 hielten folgende Aktionäre direkt oder indirekt Beteiligungen am Grundkapital der Gesellschaft, die mehr
als 10 Prozent der Stimmrechte gewähren:

Yield Return Investments Ltd., Apia, Samoa: 27,60 Prozent des Kapitals und der Stimmrechte
Yun-Ling Chiang, Richmond, Kanada: 27,60 Prozent des Kapitals und der Stimmrechte indirekt über Yield Return Investments Ltd.

Inhaber von Aktien mit Sonderrechten

Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Gesonderte Stimmrechtskontrolle für Arbeitnehmer

Nach Kenntnis des Vorstands üben Mitarbeiter, die Aktien der Gesellschaft halten, ihre Stimmrechte unmittelbar aus.

Befugnisse des Vorstands
Genehmigtes Kapital:
Dem Vorstand und Aufsichtsrat stehen dieselben Rechte wie zum 31. Dezember 2010 bezüglich des genehmigten Kapitals zu.

Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien und zur Einziehung so erworbener Aktien:
Die Hauptversammlung 2011 ermächtigte den Vorstand der Gesellschaft, bis zum 26. Mai 2016 mit Zustimmung des Auf-
sichtsrats eigene Aktien im Umfang bis zu 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals
zu erwerben.




                                                                                                                                 11
Halbjahresbericht / 2011




        Wesentliche Vereinbarungen für den Fall eines Kontrollwechsels
        Auf Ebene der Balda AG, aber auch bei Konzernunternehmen, existieren verschiedene Vereinbarungen, die unter der
        Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Da eine genauere Angabe dieser
        Vereinbarungen geeignet ist, der Balda AG einen erheblichen Nachteil zuzufügen, wird darauf verzichtet.

        Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebotes
        Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines
        Übernahmeangebots.




        Mitarbeiter
        Personalstand infolge der Joint Venture-Partnersuche für MobileCom verringert
        Die Zahl der Mitarbeiter hat im zweiten Quartal 2011 weiter abgenommen. Der Balda-Konzern beschäftigte zum 30. Juni
        2011 in seinen fortgeführten Geschäftsbereichen insgesamt 1.025 Mitarbeiter. Das ist eine Abnahme um 15 Beschäftigte im
        Vergleich zum 31. März 2011 mit 1.040 Beschäftigten. Der Abbau geht hauptsächlich auf die weitere Effizienzsteigerung in
        Segment Electronic Products zurück, während Medical seinen Personalbestand leicht erhöhte.

        Durch den Personalabbau im zweiten Quartal 2011 verbesserte der Balda-Konzern seine Personalaufwandsquote auf 25,7
        Prozent (31. März 2011: 29,2 Prozent).

        Seit dem zweiten Quartal 2011 zählt das Segment Mobile-            Mitarbeiterzahl
        Com zu den aufgegebenen Geschäftsbereichen und beschäf-
                                                                         30.06.2011                             1.025
        tigte zum 30. Juni 2011 insgesamt 583 Mitarbeiter (31.
        März 2011: 635 Mitarbeiter). Per Ende Dezember 2010
                                                                            31.03.2011                           1.040
        waren in den Werken in China noch 1.344 Mitarbeiter tätig.
                                                                                         0         500         1.000            1.500
        Zum 30. Juni 2011 beschäftigte das Segment Electronic
        Products insgesamt 789 Mitarbeiter. Per 31. März 2011
        waren noch 809 Beschäftigte in den Produktionsstätten in Malaysia tätig. Der Rückgang um 20 Mitarbeiter oder rund 2,5
        Prozent resultierte aus der Freistellung von Zeitarbeitnehmern. Das leichte Minus ist auch auf verbesserte Produktionsabläufe
        zurückzuführen.

        Ein leichtes Plus verzeichnete dagegen Medical. Das                Personalaufwandsquote (in Prozent)
        Segment setzte am Standort Deutschland im Berichts-
                                                                         30.06.2011                                      25,7
        zeitraum 213 Mitarbeiter nach 207 Beschäftigten zum Ende
        des ersten Quartals 2011 ein. Neue Projekte sind ursächlich
                                                                            31.03.2011                                          29,2
        für die leicht gestiegene Mitarbeiterzahl.
                                                                                         0         10          20               30
        Mit 23 Beschäftigten blieb die Zahl der Angestellten im
        Segment Central Services auf dem Niveau des ersten
        Quartals 2011. Zum 31. März 2011 waren in den Holding-
        gesellschaften und dem Entwicklungscenter in USA 24
        Mitarbeiter tätig.




12
Halbjahresbericht / 2011




Nachtragsbericht
Ein Verkauf von 50 Prozent der gehaltenen TPK-Aktien wäre unter Beachtung der taiwanesischen Börsenregelungen nach
Ablauf der Haltefrist am 13. Juli 2011 zulässig. Balda hat auch aufgrund der zuletzt volatilen Marktbedingungen mit starken
Kursschwankungen hier bislang keine Verkaufsorder erteilt, steht aber hinsichtlich eines Verkaufs von TPK-Aktien in enger
laufender Abstimmung mit Banken, Beratern und der TPK. Der Kurs der TPK-Aktie entsprach am 1. August 2011 rund 21
Euro und einem Unternehmenswert der Balda-Beteiligung in Höhe von mehr als 750 Millionen Euro.

Am 11. Juli 2011 erhöhte die UBS AG ihren Aktienanteil an der Balda AG auf 5,11 Prozent der Stimmrechte. Am 12. Juli
2011 reduzierte UBS AG ihren Stimmrechtsanteil an der Balda AG auf 3,84 Prozent. Am 15. Juli 2011 unterschritt USB AG
die Schwelle von 3 Prozent und verfügte über 2,48 Prozent der Stimmrechte der Balda AG. Am 28. Juli 2011 erhöhte die
UBS AG ihren Aktienanteil an der Balda AG auf 3,13 Prozent der Stimmrechte.

Darüber hinaus sind nach dem 30. Juni 2011 keine Ereignisse eingetreten, die für den Balda-Konzern von wesentlicher Be-
deutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens führen könnten.



Prognosebericht
Globale Wachstumsaussichten weiterhin robust
Die Aussichten für das Wachstum der Weltwirtschaft 2011 sind weiterhin robust. Die Konjunkturdynamik wird laut Aussagen
des IWF um 4 Prozent wachsen. Die stärksten Wachstumsimpulse kommen nach wie vor aus den Schwellenländern. Auch in
den Industrieländern wird sich die konjunkturelle Dynamik deutlich verbessern. Für 2012 ist mit einer ähnlichen Wachstums-
entwicklung zu rechnen. Die größten Risiken für die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung liegen unverändert in einer
möglichen Eskalation um die Schuldenkrise in Europa, den politischen Umbrüchen in Nordafrika und im Nahen Osten sowie
dem deutlichen Inflationsanstieg in China, der zu einer restriktiveren Geldpolitik führt.

Die Frühindikatoren in Europa haben sich zuletzt wieder abgeschwächt. Dadurch wird der konjunkturelle Aufschwung in den
Ländern der europäischen Union in der zweiten Jahreshälfte geringer ausfallen. Die wirtschaftliche Dynamik unterscheidet
sich in den einzelnen Ländern der Eurozone nach wie vor gravierend. Der wirtschaftliche Aufschwung wird vor allem von den
exportstarken Ländern Deutschland und Frankreich getragen. Die Konjunktur in Ländern wie Spanien, Irland und Portugal
bleibt weiterhin schwach. Griechenland befindet sich sogar in einer schweren Rezession. Die eingeleiteten Sparprogramme
der öffentlichen Haushalte dämpfen die Binnennachfrage dieser Länder.

Dennoch erhöhen die eingeleiteten Strukturreformen die Chancen, dass die Europäische Währungsunion gestärkt aus der Krise
hervorgehen wird. Der IWF rechnet für die Eurozone mit einem Wachstum in Höhe von rund 2 Prozent nach 1,7 Prozent im
Vorjahr. Die Inflationsrate der Währungsunion ist aufgrund der höheren Energiepreise wieder angestiegen. Für das Gesamtjahr
2011 prognostizieren die Experten von MM Warburg & Co. eine Inflationsrate von rund 2,8 Prozent nach 1,6 Prozent im Vorjahr.

Deutschland bleibt auch in der zweiten Jahreshälfte auf Wachstumskurs. Der Ifo-Geschäftsklimaindex deutet darauf hin, dass
sich der wirtschaftliche Aufschwung in den kommenden Monaten fortsetzt. Das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer
stieg im Juni 2011 überraschend auf 114,5 von 114,2 Punkten im Mai 2011 und erreichte den höchsten Stand seit der
Wiedervereinigung. Dank der Erholung des Arbeitsmarktes sowie der Binnennachfrage wird die Wirtschaft in Deutschland im
Jahr 2011 laut den Prognosen des Ifo-Instituts um 2,8 Prozent expandieren. Experten der Bundesregierung erwarten im lau-
fenden Jahr eine anhaltende Erholung des deutschen Arbeitsmarktes und eine weiter fallende Arbeitslosenquote von 7,0
Prozent nach 7,7 Prozent im Vorjahr. Auch die deutsche Industrie ist optimistisch. Laut dem Bund Deutsche Industrie (BDI)
wird die Industrieproduktion im laufenden Jahr um mehr als 3 Prozent wachsen. Ursächlich sind steigende Ausrüstungsin-
vestitionen deutscher Unternehmen, der starke Export sowie der wachsende Binnenmarkt.


                                                                                                                               13
Halbjahresbericht / 2011




        Das Wachstum der US-Wirtschaft dürfte sich laut Aussagen des IWF auf 3,6 bis 4,0 Prozent beschleunigen. Risikofaktoren
        stellen weiterhin die Entwicklung des Immobilien- und Arbeitsmarktes sowie die steigende Staatsverschuldung der USA dar.
        Wachstumsimpulse resultieren insbesondere aus dem gestiegenen privaten Verbrauch sowie den steigenden Investitionen
        der Unternehmen.

        Wachstumstreiber der Weltwirtschaft bleiben auch 2011 die Schwellenländer. Die konjunkturelle Dynamik der Schwellenländer
        hat sich in den vergangenen Monaten etwas abgeschwächt. So haben viele Notenbanken angesichts der höheren Inflations-
        raten ihre Zinsen deutlich erhöht.

        Die Inflationsrate für China wird sich im Jahr 2011 zwischen 3,3 und 5 Prozent belaufen. Mit dem Erreichen des Inflations-
        höhepunktes könnte auch die Geldpolitik bald wieder gelockert werden. Die entscheidenden Wachstumsimpulse der Schwellen-
        länder kommen vorwiegend aus den Exporten und den steigenden Rohstoffpreisen. Die Experten des IWF erwarten für die
        Volksrepublik China im Jahr 2011 ein Wachstum des BIP von rund 9 Prozent nach 10,3 Prozent im Jahr 2010.

        Electronic Products
        Die Stimmung unter den Herstellern von Elektronikprodukten ist nach wie vor positiv. Laut dem Branchenverband Bitkom
        erwarten 74 Prozent der Hightech-Firmen in Deutschland 2011 weiterhin steigende Umsätze. Rund 54 Prozent der Unter-
        nehmen wollen in diesem Jahr ihr Personal sogar aufstocken. Von der positiven Entwicklung sind sowohl IT-Dienstleister wie
        auch Hardware-Anbieter betroffen.

        Neben der guten Wirtschaftslage tragen auch neue und kompaktere Produkte zum Wachstum bei. Das iPad von Apple sowie
        moderne Tablet-Computer von anderen Herstellern wie Hewlett Packard, Acer und ASUS ziehen immer mehr Konsumenten
        an. Die hohen Erwartungen der Konsumenten gehen einher mit sinkenden Lebenszyklen der Geräte und hohem Preisdruck
        unter den Anbietern in der Elektronikbranche. Trotzdem sind die Marktbeobachter optimistisch. Neue Highlights, leicht zu
        bedienende Geräte sowie 3D-Bildformate werden die positive Entwicklung in dem Sektor auch in den kommenden Jahren vor-
        antreiben.

        Medical
        Deutsche Medizintechnik gilt weltweit als innovationsstark und hochqualitativ. Die hohe Akzeptanz deutscher Geräte der
        Medizintechnik sorgt für konstante Nachfrage auch in Krisenzeiten. Der demografische Wandel in den westlichen
        Industrieländern sowie steigende Bevölkerung in Indien und China werden laut Marktbeobachtern diese Dynamik intensivie-
        ren. Für 2011 prognostiziert das Institut eine Zunahme des Umsatzvolumens um rund 8 Prozent. Die Experten des
        Branchenverbands SPECTARIS sind trotz zunehmendem Fachkräfte-Mangel auch für die kommenden Jahre optimistisch.

        Zu den Profiteuren der höheren Lebenserwartung in den Industrienationen gehören neben Großgeräten auch mobile Klein-
        apparate für unterwegs. Leicht und ohne ärztliche Hilfe zu bedienende Geräte wie Blutzuckermesser werden künftig an Po-
        pularität gewinnen.




        Künftige Unternehmenssituation
        Mit der Entscheidung zur Suche nach einem Joint Venture-Partner für das Segment MobileCom zieht der Balda-Konzern die
        Konsequenz aus dem immer kompetitiver gewordenen Mobiltelefongeschäft. In der Bilanz zum Halbjahr 2011 ist Vorsorge
        getroffen, und die Vermögenswerte auf die erwarteten, erzielbaren Veräußerungswerte angepasst worden. Derzeit laufen
        Verhandlungen mit Kaufinteressenten.

        Das Segment Electronic Products hat sich bereits unter den durch die Folgen des japanischen Erdbebens erschwerten Be-
        dingungen im ersten Halbjahr respektabel behauptet. Electronic Products arbeitet weiter zielgerichtet an einer Verbesserung
        der Kosteneffizienz. Die Stärken des Unternehmens, wie Bluetooth-Technik, Akustik/Sound, die Fertigung spezifischer



14
Halbjahresbericht / 2011




Halbleiter und die komplette Produktion digitaler Kameras sind am Markt unverändert gefragt. Der Vorstand ist davon über-
zeugt, dass das Segment seine Ziele 2011 unter der Voraussetzung reibungsloser Lieferungen aus Japan bei Umsatzwachstum
sowie bei einem ausgeglichenen operativen Ergebnis erreichen wird.

Die Umsatzerlöse des Segments Medical werden im zweiten Halbjahr 2011 deutlich anziehen. Die Ergebnissituation wird sich
weiter verbessern. Die Serienfertigung verschiedener neuer Projekte wird im zweiten Halbjahr nach und nach anlaufen.

Auf der Basis der beiden operativ tätigen Segmente des Konzerns in den fortgeführten Geschäftsbereichen und nach der
Entscheidung zur Suche eines Joint Venture-Partners für das Segment MobileCom ist die Prognose des Balda-Konzerns aus
dem ersten Quartalsbericht 2011 zu berichtigen. Der Vorstand rechnet für das Geschäftsjahr 2011 mit Umsatzerlösen zwi-
schen 70 und 80 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) wird leicht positiv ausfallen. Etwaige Sonderabwertungen und
Sondereffekte sind hierbei nicht berücksichtigt. Das Vorsteuerergebnis (EBT) wird voraussichtlich über dem Niveau des opera-
tiven Ergebnisses (EBIT) bewegen. Für das Geschäftsjahr 2012 geht der Konzern weiterhin von steigenden Umsätzen in den
bestehenden Segmenten aus.

Im Blick auf die geplante Akquisition im Umfeld des Segments Medical sind die Voraussetzungen für eine mögliche
Übernahme geschaffen.




Risiken- und Chancenbericht
Der Balda-Konzern identifiziert und bewertet seine Chancen und Risiken laufend. Der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr
2010 beschreibt die Chancen und Risiken der Unternehmensgruppe im Einzelnen ausführlich. Veränderungen der Chancen- und
Risikosituation zeigte auch der Zwischenbericht zum ersten Quartal 2011. Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres hat
sich die Chancen- und Risikolage des Konzerns aufgrund folgender modifizierter Einflussfaktoren verschoben:

Finanzrisiken
Die Unsicherheiten um die eskalierenden Staatsschulden mehrerer Länder der Eurozone prägten die Finanzmärkte auch im
ersten Halbjahr 2011. Griechenland, Irland und Portugal beantragten bereits Notfallhilfen von der Europäischen Union. In den
ersten sechs Monaten 2011 verschärfte sich die Krise in Italien. Spanien und Italien sind von steigenden Zinsen und schwin-
dendem Vertrauen der internationalen Kapitalgeber bedroht. Die unübersichtliche Lage führte in den ersten Monaten 2011 zu
steigenden Risikoaufschlägen für Anleihen europäischer Peripheriestaaten. Die hohen Refinanzierungskosten und die schwie-
rige Durchsetzung der Sparmaßnahmen in Griechenland könnten die Situation in den kommenden Monaten zusätzlich
erschweren.

Ein weiterer Einflussfaktor mit Unsicherheitspotenzial sind die USA. Die rasant steigende Staatsverschuldung von Amerika
könnte zu einer Rezession samt globalen Auswirkungen führen. Die Szenarien über die Konsequenzen prognostizieren
Störungen des globalen Kapitalmarkts.

Die 2009 und Anfang 2010 drastisch gewachsene Geldmenge sowie steigende Nahrungs- und Rohstoffkosten führen weltweit
zu höheren Inflationsraten. Die enormen Kapitalzuflüsse ausländischer Investoren erhöhen die Überhitzungsgefahr in den
Schwellenländern und schmälern die reelle Kaufkraft der Bevölkerung. Diese Entwicklungen könnten zusätzliches Risiken für
die Balda Gruppe darstellen: Höhere Zinsen und besonders rückläufige Absatzvolumina in den Endverbrauchermärkten.

Kapitalmarkt und Finanzierungsrisiko
Eine negative Entwicklung des Aktienkurses von TPK kommt als Risiko für die Balda AG in Betracht. Durch Schwankungen im
Kursverlauf der TPK-Aktie könnte sich ein Risiko für die Vermögenslage des Konzerns ergeben.

Aus den an den Konzern, vor allem in China, gewährten Kreditlinien könnte ein Tilgungsrisiko entstehen, sofern die Banken
Kreditlinien nicht verlängern bzw. vorzeitig kündigen. Balda ist im ständigen Kontakt mit den Banken.


                                                                                                                                15
Halbjahresbericht / 2011




        Währungsrisiken
        Weitere Risiken könnten durch die Veränderung der Währungsparitäten von Euro und US-Dollar eintreten. Eine Schwächung
        des US-Dollars könnte die in der amerikanischen Währung fakturierten Umsätze der Unternehmensgruppe negativ beeinflus-
        sen. Im Blick auf den Verkauf von TPK-Anteilen könnten Risiken für die Unternehmensgruppe aus den Kursschwankungen
        des Taiwanesischen Dollars entstehen.

        Risiken am Beschaffungsmarkt
        Die schwierige Lage am Markt für Rohstoffe und die Lieferengpässe von Komponenten aus Japan könnten den Margendruck
        zusätzlich verstärken.

        Kundenrisiken
        Die Balda-Gruppe ist von wenigen Kunden und deren Aufträgen abhängig. Der Markterfolg der Kunden bestimmt nach wie
        vor das Volumen der Auftragsabrufe und die Zahl der von Balda zu fertigenden Systemeinheiten. Die Nicht-Akzeptanz von
        Produkten und etwaige Verluste von Marktanteilen dieser Kunden können das Auftragsvolumen des Konzerns negativ beein-
        flussen.

        Die Balda-Gruppe nimmt die Chance wahr, durch Vorantreiben der technologischen Diversifizierung dieses Risiko effizient zu
        steuern. Mit der Entwicklung eigener Produkte für neue Kunden in den Geschäftsfeldern Electronic Products und Medical ver-
        mindert der Konzern das Risiko der Abhängigkeit von wenigen Abnehmern.

        Gesamtwirtschaftliche Risiken
        Die Naturkatastrophe in Japan Anfang 2011 wirkte sich negativ auf die Stimmung an den Kapitalmärkten aus. Auch die Lie-
        ferung von Elektronikkomponenten aus Japan war von der Krise betroffen.

        Die verursachte Verstrahlung der Region um das Atomkraftwerk in Fukushima führte zu einer Wende der Energiepolitik in
        Deutschland hin zu regenerativen Energiequellen. Dies könnte zu einer deutlichen Erhöhung der Energiepreise führen und
        stellt einen weiteren Risikofaktor für die Balda-Gruppe dar.

        Gesamtrisiko
        Nach derzeitigem Informationsstand sind über die vorgenannten Risiken hinaus keine weiteren Gefährdungen für die Ent-
        wicklung oder den Bestand der Gesellschaft erkennbar. Der Vorstand hat gegenwärtig keine weiteren Kenntnisse über das
        Verschärfen oder Eintreten eines der oben genannten Risiken.

        Chancen
        Zusammenfassend lassen sich die Chancen des Konzerns wie folgt charakterisieren: Mit dem aktuellen Bestand an liquiden
        Mitteln zum Schluss des ersten Halbjahres 2011 verfügt das Unternehmen über finanzielle Ressourcen für weiteres organi-
        sches und strategisches Wachstum. Für wichtige Vorhaben, wie zum Beispiel das Umsetzen geplanter Investitionen oder
        Akquisition, ist Balda gut aufgestellt.




16
Halbjahresbericht / 2011




Balda-Aktie
Die europäische Schuldenkrise und die schwächelnde US-Konjunktur im zweiten Quartal 2011 waren Anlass für volatile Ak-
tienmärkte. Erst die positiven Konjunkturdaten aus den USA sowie der Abschluss des Rettungspakets für Griechenland zum
Ende des ersten Halbjahres sorgten für einen festen Quartalsausklang.

Der Dax eröffnete das Börsenjahr 2011 bei 6.973 Punkten und ging am 30. Juni mit 7.376 Punkten aus dem Handel. Das ist
ein Plus von 5,8 Prozent im ersten Halbjahr. Der deutsche Nebenwerteindex SDax, in dem auch die Papiere der Balda AG
notiert sind, verbuchte im Berichtszeitraum ein Plus von 4,6 Prozent.

Eine deutlich bessere Kursentwicklung im Vergleich zu den Indizes verzeichneten erneut die Aktien der Balda AG. Die Anteils-
scheine eröffneten das Börsenjahr 2011 mit einem Kurs von 6,81 Euro im Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse. Am
30. Juni stand ein Schlusskurs von 9,09 Euro zu Buche. Das ist ein Plus von 2,28 Euro oder 33,5 Prozent.

Der Höchstkurs der Balda Aktie im ersten Halbjahr betrug 9,90 Euro (Schlusskurs am 19. Mai). Der Tiefstkurs belief sich auf
6,65 Euro (Schlusskurs am 5. Januar). Der Umsatz mit Balda-Papieren (Xetra) lag in den ersten sechs Monaten des laufen-
den Geschäftsjahres bei 52,94 Millionen Aktien (Vorjahr: 35,58 Millionen Aktien).

Die Marktkapitalisierung der Balda AG auf Basis der Gesamtzahl der Aktien von 58.890.636 Millionen Stück betrug zum 30.
Juni 2011 535,3 Millionen Euro (31. Dezember 2010: 406,3 Millionen Euro).

Die offene Kommunikation mit Investoren, Journalisten und Analysten gehört zum Tagesgeschäft der Balda AG. Auch künftig wird
das Unternehmen die Kommunikation weiter verstärken sowie offen und transparent über die Geschäftsentwicklung berichten.

Im Berichtszeitraum traf das Management der Balda AG im Rahmen von Roadshows Fondmanager und Analysten in den
internationalen Finanzzentren Frankfurt, London und New York. Überdies kommuniziert Balda seit September 2010 aktiv in
diversen Social Media-Kanälen wie Facebook und YouTube. Auch im Kurznachrichtendienst Twitter macht der Konzern auf
seine Veröffentlichungen aufmerksam und informiert kompakt mit aktuellen Nachrichten.

Aktienkurs Januar bis Juni 2011
in Euro

10,0

             Balda AG
             SDAX



 9,0




 8,0




 7,0




 6,0

             Januar             Februar              März                April               Mai                 Juni




                                                                                                                               17
Halbjahresbericht / 2011




        Ausgewählte Angaben zum Anhang
        Allgemeine Erläuterungen
        Die Balda Aktiengesellschaft hat ihren Sitz in Bad Oeynhausen, Deutschland.

        Der Zwischenabschluss zum 30. Juni 2011 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards
        (IFRS) erstellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Die verwendeten Bilanzierungsmethoden stehen
        mit den Richtlinien der EU für die Bilanzierung von Konzernabschlüssen in Einklang.

        Alle angegebenen Beträge lauten, sofern nicht anders angegeben, auf Tausend Euro (TEUR).

        Den Abschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewer-
        tungsgrundsätze zugrunde, die mit den IFRS konform sind.



        Veränderter Konsolidierungskreis
        Im Januar 2011 waren die rechtlichen Voraussetzungen für die Schließung der Balda Solutions (Xiamen) Ltd, Xiamen (China)
        gegeben. Die Gesellschaft wurde liquidiert und ist aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden.

        In den Konzernabschluss der ersten sechs Monate 2011 wurden neben der Balda AG sechs inländische und 10 ausländische
        Tochterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen.



        Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
        Der Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2011 wurde für die Zwischenberichterstattung unter Beachtung der International
        Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. In Einklang mit den Regelungen des IAS
        34 wurde ein verkürzter Berichtsumfang gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 gewählt. Die Erstellung des
        Konzern-Zwischenabschlusses erfolgte unter Anwendung der gleichen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden
        wie im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2010 und entspricht den Vorschriften des IAS 34 (Zwischenberichterstattung).

        Die Grundlagen und Methoden der Schätzungen für den Zwischenabschluss haben sich gegenüber den Vorperioden nicht geän-
        dert (IAS 34,16 (d)). Eine Darstellung der Bilanzierungs-, Konsolidierungs- und Bewertungsmethoden ist im Einzelnen im Anhang
        des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2010 erläutert. Dort wird auch auf die Ausübung der in den IFRS enthaltenen
        Wahlrechte eingegangen.

        Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse bezogen auf 1 Euro entwickelten sich wie folgt

                                                   Devisenkassamittelkurs am Referenzstichtag             Durchschnittskurs
                                                                    30. Juni    31. Dezember               1. Halbjahr

        Währungen                                  ISO Code           2011            2010             2011            2010

        US-Dollar                                     USD            1,4391           1,3252          1,4014           1,3247

        Chinesischer Renminbi                         CNY            9,3023           8,7336          9,1550          8,9558

        Malaysischer Ringgit                          MYR            4,3706           4,0800          4,2423          4,2483




18
Halbjahresbericht / 2011




Segmentberichterstattung
Die Segmentberichterstattung (siehe Tabelle in der Anlage) ist nach den gleichen Grundsätzen wie zum Jahresabschluss 2010
aufgestellt.

Die Werte des Segments MobileCom werden im vorliegenden Zwischenbericht als aufgegebener Geschäftsbereich ausgewiesen
und sind damit nicht mehr Bestandteil der Segmentberichterstattung.

Als berichtspflichtige Segmente gelten die Geschäftsfelder Electronic Products, Medical und Central Services. Das Segment
Electronic Products fokussiert sich seit der Neuausrichtung auf das Entwickeln und Fertigen von Elektronikprodukten. In dem
Segment Medical stellt die Unternehmensgruppe komplexe Kunststoffprodukte für den Medizinbereich her. Das Segment Central
Services beinhaltet vor allem Aufwendungen und Erträge im Zusammenhang mit Holdingfunktionen sowie Erträge aus der
Beteiligung an der TPK.

Entsprechend der internen Berichterstattung ist die Segmentberichterstattung um die Angabe zur Gesamtleistung erweitert wor-
den. Die Gesamtleistung beinhaltet neben den Umsatzerlösen auch die sonstigen betrieblichen Erträge und die Veränderungen
des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen. Die Entwicklung des Umsatzes und der Ertragslage der Konzern-
Segmente stellt im Einzelnen die Geschäftsentwicklung (siehe Seite 7) dar.



Kapitalflussrechnung
Operativer Cash Flow steigt deutlich
Die Kapitalflussrechnung ist gemäß IFRS für den Gesamtkonzern – einschließlich aufgegebener Geschäftsbereich – aufge-
stellt. Die Werte des aufgegebenen Geschäftsbereichs sind in der Tabelle des Anhangs als „davon“-Vermerk angegeben.

Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit der Balda Unternehmensgruppe erhöhte sich im ersten Halbjahr 2011 auf
7,7 Millionen Euro. In der Vergleichperiode des Vorjahres verzeichnete der Konzern einen Mittelabfluss in Höhe von 6,1 Mil-
lionen Euro. Ursache für die Zunahme in der Berichtsperiode war im Wesentlichen der Abbau des Working-Capital.

Für Investitionstätigkeiten gab der Balda-Konzern im ersten Halbjahr 2,0 Millionen Euro aus. In der Vorjahresperiode war der
Cash Flow aus Investitionstätigkeiten geprägt durch Einzahlungen auf dem Verkauf von Anteilen an Konzernunternehmen und
lag bei 4,9 Millionen Euro.

Die Abflüsse aus Finanzierungstätigkeiten in den ersten sechs Monaten 2011 betrafen mit 9,2 Millionen Euro im Wesent-
lichen die Rückführung von Kreditlinien in dem Segment MobileCom. Im Vorjahr ergab sich aufgrund der Inanspruchnahme
von Kreditlinien ein Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeiten in Höhe von 1,1 Millionen Euro.

Der Finanzmittelbestand am Ende des ersten Halbjahrs 2011 belief sich im Gesamtkonzern auf 42,3 Millionen Euro (30. Juni
2010: 49,4 Millionen Euro). Bezogen auf den fortgeführten Geschäftsbereich betrug der Finanzmittelbestand 36,4 Millionen Euro.



Bilanzstruktur
Aktiva
Der Balda-Konzern weist zum 30. Juni 2011 eine Bilanzsum-           Bilanzsumme des Konzerns
me in Höhe von 901,9 Millionen Euro aus. Gegenüber dem             in Mio. Euro
                                                                  30.06.2011                                           901,9
Wert von 810,5 Millionen Euro zum Referenzstichtag 2010 (31.
Dezember 2010) nahm die Bilanzsumme um 91,5 Millionen
                                                                     31.12.2010                                   810,5
Euro zu. Ursächlich hierfür ist der Wertzuwachs der TPK-Be-
teiligung in den Finanzanlagen bei gegenläufigen Effekten aus                     0     200     400     600     800       1.000
Abwertung der Vermögenswerte des MobileCom Segments.


                                                                                                                                  19
Halbjahresbericht / 2011




        Die Eigenkapitalquote lag zum 30. Juni 2011 bei 94,1 Prozent. Die Eigenkapitalquote war zum Jahresschluss 2010 im Wesent-
        lichen aufgrund der Umbewertung der TPK-Anteile auf 92,5 Prozent gestiegen.

        Die Bilanz zum 31. Dezember 2010 enthält die Werte der MobileCom Gesellschaften noch in den einzelnen Bilanzposten. In
        der Bilanz per 30. Juni 2011 sind die Vermögenswerte und Schulden des MobileCom Segments in gesonderte Posten „Zur
        Veräußerung gehaltene Vermögenswerte/Schulden“ umgegliedert und bei den nachfolgenden Erläuterungen zu diesen
        Posten spezifiziert.

        Auf der Aktivseite reduzierten sich zum Ende des ersten Halbjahrs 2011 die Sachanlagen um 36,0 Millionen Euro auf 25,6
        Millionen Euro (Referenzstichtag 2010: 61,6 Millionen Euro). Der Rückgang resultiert aus der Abwertung auf den am Markt
        voraussichtlich erzielbaren Betrag für die Vermögenswerte des Segments MobileCom (19,9 Millionen Euro). Die Balda-Unter-
        nehmensgruppe hat im Juni 2011 die Suche nach einem Joint Venture-Partner für das Segment MobileCom eingeleitet.
        Damit einher geht die Umgliederung der langfristigen Vermögenswerte in den kurzfristigen Bereich.

        Der Geschäfts- oder Firmenwert fiel zum 30. Juni 2011 um 8,9 Millionen Euro auf 6,8 Millionen Euro vor allem aufgrund der
        Abschreibung des auf Balda Solutions Beijing entfallenden Goodwills.

        Die Finanzinvestitionen unter der Position Finanzanlagen verbuchten zum Ende der Berichtsperiode eine Zunahme um 130,5
        Millionen Euro auf 757,3 Millionen Euro. Ursächlich dafür ist die Bewertung der TPK-Anteile auf Basis des Börsenkurses zum
        30. Juni 2011 in Höhe von 875 Taiwanesischen Dollar. Die Bilanzierung der TPK-Anteile wird aufgrund der Rechnungslegung
        nach IFRS trotz des anstehenden Verkaufs nicht in die kurzfristigen Vermögenswerte umgegliedert.

        Insgesamt verzeichneten die langfristigen Vermögenswerte zum Ende des ersten Halbjahres 2011 einen Anstieg um 83,9
        Millionen Euro auf 795,5 Millionen Euro nach 711,7 Millionen Euro zum 31 Dezember 2010.

        Die Vorräte in den kurzfristigen Vermögenswerten nahmen zum 30. Juni 2011 auf 13,7 Millionen Euro ab (Referenzstichtag
        2010: 18,6 Millionen Euro). Ursächlich für den Rückgang um 4,9 Millionen Euro war im Wesentlichen die Abwertung des
        MobileCom Segments sowie die Umgliederung in die Position Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte.

        Die Position Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verzeichnete zum 30. Juni 2011 durch Zahlungen von Kunden im
        Segment MobileCom sowie der Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte einen Rückgang um 18,1
        Millionen Euro auf 7,7 Millionen Euro (31. Dezember 2010: 25,8 Millionen Euro).

        Die liquiden Mittel des Balda-Konzerns reduzierten sich zum 30. Juni 2011 auf 36,4 Millionen Euro (Referenzstichtag 2010
        einschließlich MobileCom: 48,9 Millionen Euro). Die liquiden Mittel des aufgegebenen Geschäftsbereichs MobileCom zum
        30. Juni 2011 sind in der Position „Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte“ enthalten.

        Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte beliefen sich zum Ende des ersten Halbjahres 2011 auf 44,5 Millionen
        Euro (Referenzstichtag 2010: 0 Millionen Euro). Diese Position betrifft kurz- und langfristige Vermögenswerte des Segments
        MobileCom nach der Abwertung auf den erwarteten Veräußerungserlös für die Beteiligung eines Joint Venture-Partners.

        Im Einzelnen:

                                                                                                                     Millionen Euro
        Sachanlagen                                                                                                            20,7
        Vorräte                                                                                                                 4,3
        Forderungen aus Lieferungen und Leistungen                                                                              9,3
        Sonstige Vermögenswerte                                                                                                 4,3
        Liquide Mittel                                                                                                          5,9




20
Halbjahresbericht /2011




Der Anstieg der kurzfristigen Vermögenswerte auf 106,4             Eigenkapital
Millionen Euro nach 98,8 Millionen Euro zum Jahresende             in Mio. Euro
                                                                  30.06.2011                                         849,0
2010 resultiert vor allem aus die Umgliederung der langfri-
stigen Vermögenswerte des MobileCom Segments in die
Position „Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte“.                31.12.2010                               749,7

                                                                                      0   200    400   600     800          1.000
Auf der Passivseite nahm das Eigenkapital um 99,2
Millionen Euro auf 849,0 Millionen Euro (Referenzstichtag 2010: 749,7 Millionen Euro) zu. Neben währungsbedingten
Umrechnungsdifferenzen ist insbesondere die Neubewertung der TPK-Anteile für den Anstieg verantwortlich.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gingen von 21,6 Millionen Euro zum Referenzstichtag 2010 auf 5,1
Millionen Euro zum 30. Juni 2011 zurück. Die Abnahme resultiert aus der Umgliederung des Segments MobileCom. Die
Position erhaltene Anzahlungen erhöhte sich um 3,4 Millionen Euro auf 8,2 Millionen Euro aufgrund der Zunahme der An-
zahlungen auf Werkzeuge und Montageanlagen für neue Projekte im Segment Medical. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten und der kurzfristige Anteil an langfristigen Darlehen reduzierten sich von 19,8 Millionen Euro zum
Referenzstichtag 2010 auf 0,6 Millionen Euro zum 30. Juni 2011. Der Rückgang geht auf die Rückführung von Kreditlinien
sowie die Umgliederung im Segment MobileCom zurück.

Im Rahmen der Suche nach einem Joint Venture-Partner für das MobileCom Segment entfallen 26,3 Millionen Euro auf die
Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und betreffen

                                                                                                               Millionen Euro
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen                                                                         13,8
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten                                                                                        7,2
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten                                                                                   2,1
Langfristige Bankverbindlichkeiten                                                                                        3,2

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten wiesen zum 30. Juni 2011 einen Wert von 46,0 Millionen Euro aus (31. Dezember 2010:
54,8 Millionen Euro). Der Rückgang resultierte hauptsächlich aus der Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen zum Halbjahresende 2011.

Weitere Bilanzpositionen haben sich gegenüber dem Vorjahresende nicht wesentlich verändert.



Gewinn- und Verlustrechnung
Der Balda-Konzern verbuchte im ersten Halbjahr 2011 einen          Umsatz Konzern 1. Halbjahr
Konzernumsatz von 28,9 Millionen Euro gegenüber 28,1               in Mio. Euro

Millionen Euro in der Vorjahresperiode. Das ist ein Plus von            2011                                         28,9
0,8 Millionen Euro oder 2,8 Prozent. Im zweiten Quartal wies
                                                                         2010                                        28,1
die Unternehmensgruppe einen Konzernumsatz von 15,5
Millionen Euro gegenüber 16,3 Millionen Euro im Vorjahr                           0         10         20             30
aus. Ursache für den leichten Rückgang der Erlöse im zwei-
ten Quartal des laufenden Geschäftsjahres waren die Aus-
wirkungen der Naturkatastrophe in Japan insbesondere für
das Segment Electronic Products.

Die Geschäftsentwicklung samt der Ertragslage der einzelnen Segmente finden Sie im Zwischenlagebericht auf Seite 7.




                                                                                                                                    21
Halbjahresbericht / 2011




        Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen 4,9 Millionen         Gesamtleistung Konzern 1. Halbjahr
        Euro, unter anderem aus erstatteten Schadensersatzan-              in Mio. Euro

        sprüchen in Höhe von 0.8 Millionen Euro (Vorjahr: 4,7                   2011                                      34,4
        Millionen Euro) und in Höhe von rund 2,0 Millionen Euro
                                                                                 2010                                     34,6
        Erträge aus avisierten Zahlungen aus der Insolvenzmasse
        von BenQ. Die Balda-Unternehmensgruppe verbuchte in der                           0     10       20        30            40
        Berichtsperiode eine Gesamtleistung von 34,4 Millionen Euro
        (Vorjahresperiode: 34,6 Millionen Euro).

        Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen erhöhte sich im ersten Halbjahr 2011 um 1,4 Millionen Euro auf 17,8
        Millionen Euro (Vorjahresperiode: 16,4 Millionen Euro). Die Materialaufwandsquote gemessen an der Gesamtleistung von
        Balda belief sich auf 51,8 Prozent gegenüber 47,4 Prozent im ersten Halbjahr 2010. Die Ursache für den Anstieg lag in höhe-
        ren Anlaufkosten im Segment Medical sowie im veränderten Produktmix im Segment Electronic Products.

        Der Personalaufwand bewegte sich im ersten Halbjahr 2011 mit 8,8 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert von 9,5 Millionen
        Euro. Gemessen an der Gesamtleistung verbuchte die Personalaufwandsquote in der ersten Jahreshälfte des laufenden Ge-
        schäftsjahres 25,7 Prozent gegenüber 27,5 Prozent im Referenzzeitraum 2010.

        Der Aufwand für Abschreibungen verringerte sich im ersten Halbjahr 2011 auf 1,9 Millionen Euro (Vorjahresperiode: 3,0 Millio-
        nen Euro). Der Grund hierfür liegt in der Restrukturierung des Segments MobileCom sowie dem Wegfall der Abschreibungen
        auf Kundenbeziehungen von Balda Solutions Malaysia.

        Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich mit 4,7 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert (erstes Halbjahr 2010:
        5,1 Millionen Euro). Die im Jahr 2010 gestartete Optimierung der Prozesskosten im Segment Electronic Products wirkte sich
        hier positiv aus.



        Ergebnisentwicklung
        Der Balda-Konzern weist im Berichtszeitraum aufgrund der           EBIT 1. Halbjahr
        sich positiv entwickelnden Ergebnissituation der Segmente          in Mio. Euro

        Electronic Products und Medical ein operatives Ergebnis                 2011                                              1,1
        (EBIT) von 1,1 Millionen Euro (Vorjahresperiode: 0,6
                                                                                 2010                            0,6
        Millionen Euro) aus. Im zweiten Quartal lag das EBIT bei 2,3
        Millionen Euro (Vorjahresperiode: 3,4 Millionen Euro).                            0     0,25     0,50      0,75          1,0

        Das Finanzergebnis der Unternehmensgruppe stieg zum 30.
        Juni 2011 um 1,1 Millionen Euro auf 9,3 Millionen Euro. Im         EBT 1. Halbjahr
        ersten Halbjahr 2010 wies der Konzern ein Finanzergebnis           in Mio. Euro

        von 8,2 Millionen Euro aus. Die Zunahme resultiert neben                2011                                               10,4
        einem Rückgang der Zinsaufwendungen durch den Wegfall
                                                                                 2010                                     8,9
        der Wandelgenussrechte vor allem aus Währungsgewinnen in
        Höhe von 9,1 Millionen Euro aus der internen Finanzierung.                        0     2,5      5,0       7,5           10

        Ergebnisse assoziierter Unternehmen aus der Beteiligung an der TPK fallen nach dem Verlust des maßgeblichen Einflusses und
        der Umstellung der Bewertung im Oktober 2010 als finanzieller Vermögenswert nicht mehr an. In der Vorjahresperiode stand
        hier noch ein Wert von 9,7 Millionen Euro zu Buche.




22
Halbjahresbericht / 2011




Das Ergebnis vor Steuern legte im Berichtszeitraum           Ergebnis fortgeführte Geschäftsbereiche nach Steuern
aufgrund des positiven Finanzergebnisses von 8,9             1. Halbjahr
                                                             in Mio. Euro
Millionen Euro im Vorjahr auf 10,4 Millionen Euro zu.
                                                                  2011                                          10,2

Das Ergebnis der fortgeführten Geschäftsbereiche
                                                                   2010                                       9,2
(nach Steuern) belief sich auf 10,2 Millionen Euro
                                                                            0     2,5       5,0      7,5       10
(Vorjahr: 9,2 Millionen Euro).

Der Balda-Konzern verbuchte in den aufgegeben Geschäftsbereichen einen Halbjahresfehlbetrag in Höhe von 25,6 Millionen
Euro. (Vorjahr: 4,1 Millionen Euro). Darin enthalten sind buchtechnische Sonderabwertungen in Höhe von 19,9 Millionen Euro
und der Verlust aus operativem Geschäft im ersten Halbjahr in Höhe von 5,7 Millionen Euro. Die Sonderabwertung wurde
nach gründlicher Prüfung vorgenommen, um einen angemessenen und erzielbaren Verkaufswert wider zu spiegeln.

Die Gewinn- und Verlustrechnung des aufgegebenen Geschäftsbereichs setzt sich wie folgt zusammen:

                                                                                                               Millionen Euro
Gesamtleistung                                                                                                            23,1
Materialaufwand                                                                                                           15,0
Personalaufwand                                                                                                             4,9
Abschreibungen                                                                                                              1,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen                                                                                          5,5
Betriebsergebnis vor Sonderabwertungen                                                                                     -4,2
Sonderabwertungen                                                                                                       -19,9
Betriebsergebnis nach Sonderabwertungen                                                                                  -24,1
Halbjahresergebnis                                                                                                      -25,6

Auf Basis von 58,891 Millionen Aktien (Stand zum 30. Juni 2011) errechnet sich aus dem Periodenverlust ein unverwässertes
Ergebnis je Aktie von minus 26,1 Eurocent. Im Vorjahr betrug das Ergebnis je Aktie auf Basis von 54,157 Millionen Aktien 9,9
Eurocent.


Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen
Neben den im Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen bestehen Unternehmen und Personen sowie Personen in
Schlüsselpositionen des Managements, die dem Balda-Konzern gemäß IAS 24 nahe stehen. Im Berichtszeitraum bestanden
außer den Vergütungen für den Vorstand und Aufsichtsrat keine Geschäftsbeziehungen mit diesen Personen oder
Unternehmen.


Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen, im Wesentlichen bestehend aus den Miet- und Leasingverpflichtungen sowie den
Bestellobligos für Investitionen, betrugen zum 30. Juni des laufenden Geschäftsjahres 0,9 Millionen Euro.


Ereignisse nach dem Referenzstichtag
Die wesentlichen Ereignisse nach dem Referenzstichtag stellt der vorliegende Bericht im Nachtragsbericht auf Seite 13 dar.




                                                                                                                                  23
Halbjahresbericht / 2011




        Hinweise zur Aufstellung des Halbjahresberichts
        Die zum 30. Juni 2011 erstellte Konzernbilanz, die Gesamtergebnisrechnungen, die Kapitalflussrechnungen, die Segmentbe-
        richterstattungen, die Eigenkapitalveränderungsrechnungen, der Zwischenlagebericht sowie der verkürzte Anhang sind nicht
        geprüft und keiner prüferischen Durchsicht unterzogen. Sie wurden für den Zwischenabschluss erstellt.

        Zukunftsgerichtete Aussagen enthalten grundsätzlich Unsicherheiten. Der vorliegende Zwischenbericht enthält Aussagen, die
        auch die zukünftige Entwicklung der Balda AG betreffen. Diese Aussagen beruhen sowohl auf Annahmen wie auch auf Schätz-
        ungen. Obwohl der Vorstand davon überzeugt ist, dass die vorausschauenden Aussagen realistisch sind, kann dafür nicht gar-
        antiert werden. Die Annahmen bergen Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ereignisse
        von den erwarteten Ereignissen abweichen.



        Versicherung des gesetzlichen Vertreters
        Nach bestem Wissen versichere ich, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenbericht-
        erstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-
        und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Ge-
        schäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
        Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verblei-
        benden Geschäftsjahr beschrieben sind.

        Bad Oeynhausen, 4. August 2011

        Rainer Mohr
        (Alleinvorstand)




24
Halbjahresabschluss / 2011




Halbjahresabschluss 2011




                                                    25
Konzern-Bilanz – Aktiva




       Konzern-Bilanz zum 30. Juni 2011 – Aktiva


       in TEUR                                                          30. Juni 2011   31. Dezember 2010
       A. Langfristige Vermögenswerte
          I.      Sachanlagen                                                 25.584               61.601
                1. Grundstücke und Gebäude                                    15.830              29.586
                2. Technische Anlagen und Maschinen                            7.459              29.317
                3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung          2.044               2.676
                4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau                     251                  22
          II.     Geschäfts- oder Firmenwert                                   6.765              15.705
          III. Immaterielle Vermögenswerte                                       431                 900
          IV. Finanzanlagen                                                  757.316             627.293
                1. Beteiligungen                                                   1                   1
                2. Finanzinvestitionen                                       757.315             626.812
                3. Sonstige Finanzanlagen                                          0                 480
          V.      Latente Steuern                                              5.443                6.168
          Langfristige Vermögenswerte                                       795.539              711.667


       B. Kurzfristige Vermögenswerte
          I.       Vorräte                                                    13.731              18.616
                1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe                             4.000               5.357
                2. Unfertige und fertige Erzeugnisse und Waren                 4.998              10.399
                3. Geleistete Anzahlungen                                      4.733               2.860
          II.     Forderungen aus Lieferungen und Leistungen                   7.706              25.772
          III. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte                            3.681               4.830
          IV. Ertragsteuererstattungsansprüche                                   346                 648
          V.      Liquide Mittel                                              36.443              48.937
          VI. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte                        44.479                   0
          Kurzfristige Vermögenswerte                                       106.386               98.803
       Summe Aktiva                                                         901.925              810.470




26
Konzern-Bilanz – Passiva




Konzern-Bilanz zum 30. Juni 2011 – Passiva


in TEUR                                                              30. Juni 2011   31. Dezember 2010
A. Eigenkapital
   I.      Gezeichnetes Kapital                                            58.891              58.891
   II.     Rücklagen                                                     620.567              505.944
   III. Bilanzgewinn                                                      169.502              184.885
         1. Konzernergebnis                                                -15.383              94.584
         2. Gewinnvortrag                                                 184.885               90.301
   Eigenkapital der Aktionäre der Balda AG                                848.960              749.720
   Eigenkapital gesamt                                                   848.960              749.720
B. Langfristige Verbindlichkeiten
   I.      Langfristige Darlehen                                              126                 440
         1. Bankdarlehen                                                      126                 440
   II.     Langfristige Finanzleasingverbindlichkeiten                        282                 222
   III. Latente Steuern                                                     6.536                5.172
   IV. Langfristige Rückstellungen                                             68                   69
   Langfristige Verbindlichkeiten                                           7.012               5.903
C. Kurzfristige Verbindlichkeiten
   I.      Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen                 5.137               21.643
   II.     Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten                          2.914                6.038
   III. Erhaltene Anzahlungen                                               8.189                4.768
   IV. Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
       und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen                     570               19.819
   V.      Kurzfristiger Anteil der Finanzleasingverbindlichkeiten            131                  179
   VI. Steuerverbindlichkeiten                                              2.552                2.307
   VII. Kurzfristige Rückstellungen                                           113                   93
   VIII. Zur Veräußerung gehaltene Schulden                                26.347                    0
   Kurzfristige Verbindlichkeiten                                         45.953               54.847
Summe Passiva                                                            901.925              810.470




                                                                                                            27
Gewinn- und Verlustrechnung / Gesamtergebnisrechnung




                                                Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung – 1. Januar bis 30. Juni 2011


                                                in TEUR                                                      2. Quartal          2. Quartal       Halbjahres-     Halbjahres-
                                                                                                                  2011               20101       bericht 2011   bericht 20101
                                                Umsatzerlöse                                                    15.491              16.271            28.943          28.056
                                                Sonstige betriebliche Erträge                                   3.713´               5.139              4.854           5.830
                                                Veränderung des Bestands an fertigen
                                                und unfertigen Erzeugnissen                                         184                  61              637             675
                                                Gesamtleistung                                                   19.388              21.471           34.434          34.561
                                                Materialaufwand                                                   9.614               9.691           17.821          16.366
                                                Materialaufwandsquote in % *                                       49,6%                 45,1%          51,8%           47,4%
                                                Personalaufwand                                                   4.443                  4.863         8.838           9.508
                                                Personalaufwandsquote in % *                                       22,9%                 22,6%          25,7%           27,5%
                                                Aufwand für Abschreibungen                                         947               1.538             1.928           2.999
                                                Sonstige betriebliche Aufwendungen                               2.086                2.013            4.709           5.051
                                                Betriebsergebnis                                                 2.298               3.366             1.138             637
                                                Betriebsergebnis in %                                             11,9%                  15,7%          3,3%            1,8%
                                                Zinsergebnis                                                        101                -660               231         -1.489
                                                Sonstiges Finanzergebnis                                          2.215                   0             9.061              0
                                                Ergebnis assoziierte Unternehmen                                      0               4.442                 0          9.720
                                                Finanzierungsergebnis gesamt                                      2.316               3.782             9.292          8.231
                                                Ergebnis vor Steuern                                              4.614               7.148           10.430          8.868
                                                Steuern vom Einkommen und vom Ertrag                               -288                 264              -183            371
                                                Ergebnis fortgeführte Geschäftsbereiche                          4.326                7.412           10.247          9.239
                                                Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich                      -24.076              -3.853           -25.631         -4.146
                                                Ergebnis Gesamtkonzern                                         -19.750               3.559           -15.384          5.093

                                                Ergebnis Gesamtkonzern zurechenbar auf:
                                                Aktionäre der Balda AG                                          -19.750               3.747          -15.384           5.352
                                                davon aus fortgeführten Geschäftsbereichen                        4.326               7.600           10.247           9.239
                                                davon aus aufgegebenem Geschäftsbereich                         -24.076              -3.853          -25.631          -3.887
                                                Anteile anderer Gesellschafter                                        0                -188                0            -259
     Angepasste Werte, bereinigt um MobileCom




                                                davon aus fortgeführten Geschäftsbereichen                            0                   0                0               0
                                                davon aus aufgegebenem Geschäftsbereich                               0                -188                0            -259
                                                Ergebnis je Aktie:
                                                Anzahl Aktien unverwässert                                       58.891              54.157           58.891          54.157
                                                Anzahl Aktien verwässert                                         58.891              54.182           58.891          54.182
                                                Ergebnis je Aktie – Gesamtkonzern
                                                - unverwässert (EUR)                                             -0,335                  0,069        -0,261           0,099
                                                - verwässert (EUR)                                               -0,335                  0,069        -0,261           0,099
                                                Ergebnis je Aktie – nur fortgeführte Geschäftsbereiche
                                                - unverwässert (EUR)                                              0,073                  0,140         0,174           0,171
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                                                Konzern-Gesamtergebnisrechnung – 1. Januar bis 30. Juni 2011

                                                in TEUR                                                                                               2011             2010
                                                1. Ergebnis Gesamtkonzern                                                                           -15.383            5.093
                                                2. sonstiges Ergebnis                                                                              114.623           27.655
                                                   1. Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung                                                --13.888           27.518
                                                   2. Anteil am sonstigen Ergebnis von at equity bilanzierten assoziierten Unternehmen                    0              137
                                                   3. Folgebewertung finanzielle Vermögenswerte                                                    128.511                 0
                                                3. Gesamtergebnis der Periode                                                                       99.240           32.748
                                                Gesamtergebnis der Periode zurechenbar auf:
                                                      Aktionäre der Balda AG                                                                        99.240           32.594
                                                      Anteile anderer Gesellschafter                                                                     0              154



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Balda Annual Report 2010
 

Balda Halbjahresbericht 2011

  • 1. Halbjahresbericht 2 0 1 1 Operatives Ergebnis im ersten Halbjahr 2011 positiv / Segment MobileCom im aufgegebenen Geschäftsbereich Segment MobileCom: Verstärkte Suche nach einem Joint Venture-Partner / Beteiligung wird bereits im aufgegebenen Geschäftsbereich ausgewiesen Umsatzerlöse im ersten Halbjahr in den fortgeführten Geschäftsbereichen wachsen um 0,8 Millionen Euro auf 28,9 Millionen Euro (Vorjahresperiode: 28,1 Millionen Euro) Operatives Ergebnis (EBIT) legt um 0,5 Millionen Euro auf 1,1 Millionen Euro zu (Vorjahresperiode: 0,6 Millionen Euro) Vorsteuerergebnis (EBT) dank positivem Finanzergebnis um 1,5 Millionen Euro auf 10,4 Millionen Euro gesteigert (Vorjahresperiode: 8,9 Millionen Euro) INHALT 1 Balda-Konzern im Überblick 2 Zwischenlagebericht 5 Brief an die Aktionäre 3 Ausgewählte Angaben zum Anhang 18 Anmerkungen zur geänderten Struktur 4 Tabellen 25
  • 2. Balda-Konzern im Überblick Balda-Konzern im Überblick (fortgeführte Geschäftsbereiche) in Mio. EUR 1. Halbjahr 1. Halbjahr Veränderung 2. Quartal 1. Quartal 2011 20101 in Prozent 2011 20111 Umsatz 28,9 28,1 2,8 15,5 13,4 Electronic Products 12,5 14,9 -16,1 5,8 6,7 Medical 16,5 13,1 26,0 9,8 6,7 Central Services 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 Gesamtleistung 34,4 34,6 -0,6 19,4 15,0 Betriebsergebnis (EBIT) 1,1 0,6 83,3 2,3 -1,2 EBIT-Marge (in %) 3,3 1,8 11,9 -7,7 Ergebnis vor Steuern (EBT) 10,4 8,9 16,8 4,6 5,8 Ergebnis fortgeführte Geschäftsbereiche 10,2 9,2 10,9 4,3 5,9 Ergebnis aufgegebene Geschäftsbereiche -25,6 -4,1 -24,1 -1,5 Ergebnis Gesamtkonzern -15,4 5,1 -19,8 4,4 Ergebnis pro Aktie (in Cent) 2 -26,1 9,9 Operativer Cash Flow 7,7 -6,1 Mitarbeiterzahl 3 1.025 1.299 1) Angepasste Werte, bereinigt um MobileCom 2) Anzahl Aktien zum Stichtag in Millionen 58.891 (Vorjahresstichtag: 54.157) 3) Anzahl Mitarbeiter einschl. dauerhaft beschäftigter Leiharbeitnehmer, Aushilfen und Auszubildende – nur fortgeführte Geschäftsbereiche Kurzprofil der Balda AG Technologien | Qualität | Überlegene Produkte Unsere Mission sind erstklassiges Engineering, Produkte von überlegener Qualität und schnelle, flexible Services für unsere Kunden – zu wettbewerbsfähigen Preisen. Balda´s Erfolg basiert auf Investitionen in Forschung und Entwicklung wie auf dem Einsatz modernster, kosteneffizienter Technologien. Das Unternehmen wird auch künftig in innovative Technologien und in die Fähigkeiten seiner Mitarbeiter investieren. Unsere Teams aus verschiedenen Ländern und Kontinenten zielen kontinuierlich auf die bestmögliche Produktqualität. Wir wickeln Geschäfte einfach wie zügig und in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden ab. So schaffen wir Mehrwert für unsere Mitarbeiter, Geschäftspartner und Aktionäre. 2
  • 3. Brief an die Aktionäre Brief an die Aktionäre Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, wie im Geschäftsbericht 2010 angekündigt erlangte im ersten Halbjahr 2011 vor allem ein Thema Entscheidungsreife: die Suche nach einem starken Joint Venture-Partner für das Segment MobileCom. Es zählt seit Juni zum aufgegebenen Geschäftsbereich, weil absehbar ist, dass die Kontrolle darüber nicht bei Balda bleiben wird. Doch zunächst ein Blick auf die Entwicklung des Balda-Konzerns im ersten Halbjahr 2011. Auf einer vergleichbaren Datenbasis mit den beiden Segmenten des fortgeführten Geschäftsbereichs Electronic Products und Medical sind die Umsatzerlöse mit 28,9 Millionen Euro im Konzern leicht über das Vorjahresniveau gestiegen. Das operative Ergebnis lag mit 1,1 Millionen Euro im Korridor des Vorjahres. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) belief sich dank des außerordentlich positiven Finanzergebnisses auf 10,4 Millionen Euro. Auch unter Berücksichtigung der durch die Katastrophe in Japan für das Segment Electronic Products eingetretenen Schwierigkeiten mit den Lieferungen von Komponenten aus Japan sind wir mit dem operativen Geschäft in den ersten sechs Monaten 2011 zufrieden. Die Geschäftsentwicklung in den Segmenten Electronic Products und Medical ist positiv und insgesamt profitabel. Die Suche nach einem Joint Venture-Partner für die Gesellschaften des Segments MobileCom ist eine logische Konsequenz auf Basis unserer seit einem Jahr währenden zeitnahen und strengen Beobachtung. Wir haben über dieses Thema kontinuierlich berichtet. Trotz mehrerer Anläufe zur Restrukturierung haben wir im volatilen und hoch kompetitiven Mobiltelefonmarkt nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt. Ohne die Aufnahme eines starken Joint Venture-Partners wäre ein Fortführen des Segments auch Ihnen gegenüber, sehr verehrte Aktionärinnen und Aktionäre, nicht verantwortbar. Sie werden sich nun vielleicht fragen: Hat der Balda-Konzern nach Abschluss eines Joint Venture beim Segment MobileCom nicht eine gewisse kritische Masse in Unternehmensgröße und Umsatz unterschritten? Kann der Konzern mit nur zwei Segmenten erfolgreich bestehen? Die Segmente unserer fortgeführten Geschäftsbereiche, Electronic Products und Medical, sind eine ausgezeichnete Basis zum Ausbau des Konzerns. Sie sind technologisch stark und insgesamt profitabel. Hinsichtlich der geplanten Akquisition im Umfeld des Segments Medical sind die Voraussetzungen für eine mögliche Übernahme geschaffen. Ein weiteres Thema beschäftigt Sie als Aktionärinnen und Aktionäre der Balda AG: Das Aktienpaket der Balda AG am Touch- screen-Hersteller TPK. Zum Schluss des Halbjahres war die Haltefrist, das Veräußerungsverbot der Aktien, noch in Kraft. Ein Verkauf von 50 Prozent der gehaltenen TPK-Aktien wäre unter Beachtung der taiwanesischen Börsenregelungen nach Ablauf der Haltefrist am 13. Juli 2011 zulässig gewesen. Balda hat auch aufgrund der zuletzt volatilen Marktbedingungen mit starken Kursschwankungen bislang keine Verkaufsorder erteilt. Wir stehen aber hinsichtlich eines Verkaufs von TPK-Aktien in enger lau- fender Abstimmung mit Banken, Beratern und TPK. Wie sind die Aussichten für das operative Geschäft 2011? Wir gehen davon aus, dass die beiden in den fortgeführten Geschäfts- bereichen aktiven Segmente Electronic Products und Medical zwischen 70 und 80 Millionen Euro Umsatzerlöse bei einem leicht positiven operativen Ergebnis erwirtschaften. Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, für Ihr in uns gesetztes Vertrauen danke ich Ihnen. Ich darf Ihnen versichern, dass wir ge- meinsam alles unternehmen, um den Bestand des Balda-Konzerns weiterhin zu sichern und den Wert der Balda AG weiter zu steigern. Ihr Rainer Mohr (Alleinvorstand) 3
  • 4. Halbjahresbericht / 2011 Anmerkungen zur geänderten Struktur des Halbjahresberichts Die Unternehmensführung der Balda AG bekräftigt den im ersten Halbjahr getroffenen Entschluss zur Suche eines starken Joint Venture-Partners für das Segment MobileCom. Trotz mehrerer Anläufe zur Restrukturierung erzielte das Segment im vola- tilen und hoch kompetitiven Mobiltelefonmarkt nicht die gewünschten Umsätze und Ergebnisse. Das Segment MobileCom wird mit dem Halbjahresbericht 2011 bereits dem aufgegebenen Geschäftsbereich zugerechnet, weil davon auszugehen ist, dass die Kontrolle über die Beteiligung nicht bei Balda bleiben wird. Mit dem Halbjahresbericht 2011 strukturiert der Balda-Konzern seine fortgeführten Geschäftsbereiche nur noch in die drei Segmente: Electronic Products Medical Central Services Fortgeführte und aufgegebene Geschäftsbereiche Die im Folgenden dargestellten Kennziffern der ersten sechs Monate 2011 sind im Einzelnen der Ausweis der Werte der fortge- führten Geschäftsbereiche. Die im vorliegenden Bericht dargelegten Daten des ersten Halbjahres 2010 stimmen in der Zusammensetzung der fortgeführten Geschäftsbereiche nicht überein mit den Werten aus dem Halbjahresbericht 2010. Im Zwischenbericht zum 30. Juni 2010 gehörte das Segment MobileCom noch zu den fortgeführten Geschäftsbereichen. Das ehemalige Segment Indien wies der Konzern zum Ende des ersten Halbjahres 2010 im aufgegebenen Geschäftsbereich aus. Dem vorliegenden Zwischenbericht liegen für den fortgeführten Geschäftsbereich im Wesentlichen die Ergebnisse der folgen- den operativ tätigen Gesellschaften zugrunde: * Balda Solutions Malaysia Sdn. Bhd. * Balda Medical GmbH & Co. KG * Balda Solutions USA Inc. Die Kommentierungen der Kennzahlen im nachfolgenden Halbjahresbericht beziehen sich immer nur auf die fortgeführten Geschäftsbereiche. Sofern Kommentierungen zu dem aufgegebenen Geschäftsbereich erfolgen, ist dieses ausdrücklich erwähnt. Der vorliegende Bericht stellt, soweit notwendig, dementsprechend angepasste Vergleichszahlen in den Vorperioden dar. 4
  • 5. Halbjahresbericht / 2011 Zwischenlagebericht Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Weltwirtschaft weiterhin robust Die weltweite Konjunktur ist auch im ersten Halbjahr 2011 von einer hohen wirtschaftlichen Dynamik geprägt. Die stärksten Impulse kommen nach wie vor aus den Schwellenländern. Die BRIC-Staaten verzeichnen in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Zuwachs von über 6 Prozent. Trotz der verhaltenen Entwicklung in den USA und der Schul- denkrise in den europäischen Randstaaten gehen die Analysten auch im weiteren Verlauf des Jahres 2011 von einem positi- ven konjunkturellen Umfeld aus. Eurozone Die Konjunktur in der Eurozone verliert im ersten Halbjahr an Dynamik. Das Euroland steckt in einer Schuldenkrise. Die wirt- schaftliche Entwicklung der einzelnen Staaten in der Eurozone verläuft nicht homogen. Während die Wirtschaft in Deutsch- land boomt, stagniert sie in Spanien und schrumpft in Griechenland wie in Irland. In Anbetracht der vorherrschenden Pro- bleme einzelner Peripherieländer ist die Entwicklung in der Eurozone mit einem BIP-Anstieg von geschätzt 2,1 Prozent im Jahr 2011 jedoch als insgesamt positiv zu werten. Deutschland Deutschland befindet sich im ersten Halbjahr 2011 in einem kräftigen Aufschwung. Laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) verzeichnete das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Vierteljahr 2011 einen Zuwachs von 1,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Das Wachstum wird insbesondere aus dem Ausland getragen. Insgesamt sollte laut Wirtschaftsexperten der Exportüberschuss einen Anteil von rund 1,5 Prozentpunkten zum Wachstum des BIP im ersten Halbjahr beitragen. Die Verbraucherpreise verzeichneten in den Monaten März und Mai jeweils einen Anstieg um 2,7 Prozent und für April 2,8 Prozent. Um die steigenden Inflationstendenzen zu bekämpfen, könnte die Europäische Zentralbank den Leitzins erneut leicht erhöhen. Im Juli 2011 erhöhte die EZB den Leitzins auf 1,5 Prozent. Die Arbeitslosenquote in Deutschland belief im Juni 2011 auf 6,9 Prozent und lag unter dem entsprechenden Vorjahresniveau mit 7,5 Prozent. Die Inflationsrate nahm im Juni 2011 um 2,3 Prozent gegenüber der Vergleichsperiode 2010 zu. Trotz der gestiegenen Preise sowie der europäischen Schuldenkrise sehen die Wirtschaftsexperten die konjunkturelle Entwicklung für Deutschland weiter- hin kräftig. USA Die volkswirtschaftliche Entwicklung in den USA blieb mit einem zu erwartenden BIP-Wachstum für 2011 von rund 2 Prozent hinter den Erwartungen der Ökonomen zurück. Ursache dafür sind die gestiegenen Ölpreise sowie Produktionsverzögerungen im Zuge der Erdbebenkatastrophe in Japan. Die Konsumneigung der US-Verbraucher hat sich im Verlaufe des Jahres abge- schwächt. Weiterhin Sorge bereitet die schwierige Lage am Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote stieg im Juni 2011 auf 9,2 Prozent. Das Handelsbilanzdefizit der Vereinigten Staaten von Amerika betrug im Mai 2011 rund 50,2 Milliarden US-Dollar und verzeichnete den höchsten Stand seit Oktober 2008. China Die Volksrepublik China steht unter einem ernsten Inflationsdruck. Auf der einen Seite muss das Land gegen die steigende Inflation kämpfen, andererseits darf die Regierung die Wirtschaft nicht zu stark bremsen. Das würde den konjunkturellen Aufschwung der Weltwirtschaft bremsen. 5
  • 6. Halbjahresbericht / 2011 Die Regierung setzte auch im zweiten Quartal ihre straffe Geldpolitik fort, um der grassierenden Inflation Herr zu werden. Die Inflation hatte im Juni mit 6,4 Prozent den höchsten Stand seit drei Jahren erreicht. Im ersten Halbjahr 2011 betrug die Inflationsrate 5,4 Prozent. Seit Beginn des Jahres 2011 hat die chinesische Zentralbank bereits viermal den Mindestreservesatz für Banken und zwei- mal den Leitzins erhöht. Trotz der Interventionen Beijings gegen die hohe Inflationsrate verlangsamte sich die Wirtschaft in China im zweiten Quartal 2011 weniger als erwartet. Laut dem Statistikamt in Beijing ging das Wachstum in der Volksrepublik nur leicht von 9,7 Prozent auf 9,6 Prozent zurück. Branchensituation Electronic Products Der konjunkturelle Aufschwung belebte die Nachfrage nach Elektronikprodukten im ersten Halbjahr 2011. Zum positiven Trend trug auch der Launch neuer Produkte und Technologien bei. Touchscreen-Bildschirme, 3-D-Darstellung und kompakte- re Geräte ziehen weltweit immer mehr Konsumenten an. Der wachsende Wohlstand der Bevölkerung in den Schwellenländern intensivierte diese Entwicklung. Neben dem iPad von Apple erfreuen sich auch die Geräte von ASUS und Acer zunehmender Popularität. Laut dem Bran- chenverband BITKOM verbuchten 78 Prozent der inländischen Hightech-Firmen im ersten Vierteljahr 2011 steigende Um- sätze gegenüber dem Vorjahresquartal. Rund 87 Prozent der Unternehmen gehen von weiter steigenden Umsätzen im zwei- ten Halbjahr 2011 aus. Trotz negativer Einflüsse der Nuklearkatastrophe in Japan auf die Elektronik-Branche sind die Pro- gnosen auch für das Jahr 2012 überwiegend positiv. Medical Nach dem leichten Einbruch in der Rezessionsphase erholte sich die deutsche Medizintechnikindustrie schnell. Die weltweite Nachfrage nach hochqualitativen Geräten aus Deutschland nimmt nach dem leichten Umsatzrückgang 2009 wieder deutlich zu. Fortgeschrittenes Engineering und das Verwenden bester, innovativer Komponenten sichern weiterhin die führende Position inländischer Medizintechnik-Produzenten. Laut dem Branchenverband SPECTARIS belief sich der Branchenumsatz im Jahr 2010 auf rund 20 Milliarden Euro. Das ent- spricht einem Wachstum von circa 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die deutliche Zunahme resultierte maßgeblich aus den steigenden Umsätzen im Ausland. Die Exporte in die USA nahmen 2010 um 14 Prozent und in China um rund 34 Prozent zu. Positiv ist die Stimmung unter den Produzenten auch für die kommenden Jahre. Wachsende Weltbevölkerung und steigende Lebenserwartung werden laut Marktbeobachtern auch künftig für hohe Nachfrage sorgen. Die allmählich steigende Kaufkraft der Konsumenten in Ländern wie China und Indien wird diese Entwicklung verstärken. 6
  • 7. Halbjahresbericht / 2011 Geschäftsentwicklung Die Balda-Unternehmensgruppe hat im Juni 2011 die Suche nach einem Joint Venture-Partner und Investor für die Gesellschaften des Segments MobileCom in Suzhou und Beijing begonnen. Die Aussichten auf eine erfolgreiche Restrukturierung des Segments erwiesen sich zunehmend als negativ. Die hoch intensi- ve Wettbewerbssituation im Zuliefermarkt der Mobiltelefonhersteller schuf extrem hohen Preisdruck. Auch Marktbegleiter ver- zeichneten nur gering ausgelastete Fertigungskapazitäten. Die Produktion des wichtigsten Abnehmers von Balda war durch die verzögerte Zulieferung von Komponenten stark von den Folgen des Erdbebens und der Nuklearkatastrophe in Japan betroffen. Erschwerend kam hinzu, dass das Segment aufgrund der intensiven Wettbewerbssituation und der von Balda initi- ierten Stabilisierungsprozesse keine neuen Projekte erhielt. Das Segment MobileCom wird mit dem Halbjahresbericht 2011 dem aufgegebenen Geschäftsbereich zugerechnet. In China sind Makler und Berater mit der Suche nach einem Joint Venture-Partner für die Gesellschaften in Suzhou und Beijing beauf- tragt. Ursache für die Entwicklung waren die jüngst gemeldeten Forecasts. Von der ursprünglichen Umsatzplanung für das Segment für 2011 kommen voraussichtlich nur noch 30 Prozent zum Tragen. Ertragslage Konzern Die produzierenden Segmente der fortgeführten Geschäftsbereiche, Medical und Electronic Products, haben im ersten Halb- jahr 2011 ebenso wie das Segment Central Services positiv abgeschnitten und sind auf einem guten Weg. Ihre Ergebnisse liegen im Rahmen der Planung. Das Segment Central Services weist aufgrund von Sondereinflüssen ein positives Ergebnis aus. Die Umsatzerlöse des Balda-Konzerns verzeichneten im ersten Halbjahr 2011 ein Volumen von 28,9 Millionen Euro. Das ist ein Plus gegenüber den ersten sechs Monaten 2010 von 0,8 Millionen Euro oder 2,8 Prozent. Im zweiten Quartal 2011 stie- gen die Erlöse leicht von 13,4 Millionen Euro im ersten Vierteljahr auf 15,5 Millionen Euro an. Erstmalig spürte Balda im zweiten Quartal die Auswirkungen der Japan-Katastrophe, die ein stärkeres Wachstum verhinderte. Der positive Trend in den Umsatzerlösen schlug sich auch in den Ergebnissen nieder. Das operative Ergebnis des Konzerns belief sich zum Schluss des ersten Halbjahres auf 1,1 Millionen Euro nach 0,6 Millionen Euro in der Vorjahresperiode. Das Ergebnis vor Steuern legte dagegen aufgrund des positiven Finanzergebnisses auf 10,4 Millionen Euro (Vorjahr: 8,9 Millionen Euro) zu. Der Halbjahresüberschuss 2011 in den fortgeführten Geschäftsbereichen betrug 10,2 Millionen Euro (Vorjahr: 9,2 Millionen Euro). Segment Electronic Products leidet unter Lieferausfällen aus Japan Die Umsatzerlöse des Segments Electronic Products gingen im Periodenvergleich von 14,9 Millionen Euro im Jahr 2010 auf 12,5 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2011 zurück. Zentrale Ursache dieser Entwicklung waren die Folgen des Erdbebens und der Nuklearkatastrophe in Japan. Wesentliche Elektronikkomponenten von Herstellern aus Japan zum Einbau in elektro- nische Geräte waren vor allem im zweiten Quartal nicht lieferbar. Dieser Mangel führte in Malaysia zu Produktionsausfällen. Die ansonsten gute Auftragslage des Segments hat unter diesen Umständen erhebliche Einbußen erlitten. Trotz der geringe- ren Umsatzerlöse reduzierte das Segment den operativen Verlust um 1,0 Millionen Euro auf 1,5 Millionen Euro (Vorjahr: minus 2,5 Millionen Euro). Ein straffes Kostenmanagement und gezielte Verbesserung der Produktionsprozesse führten zu dieser Verbesserung des Ergebnisses. Die Tendenz der Geschäftsentwicklung des Segments ist positiv. Der Trend stimmt. Segment Medical wächst bei Umsatz und Ertrag Die Umsatzerlöse des Segment Medical im ersten Halbjahr 2011 verzeichneten mit 16,5 Millionen Euro eine deutliche Stei- gerung gegenüber der Vorjahresperiode mit 13,1 Millionen Euro. Das Geschäft zieht im Jahr 2011 planmäßig an. Im ersten Halbjahr sind erhebliche Vorleistungen in Entwicklung und Aufbau von Produktionsanlagen für den Start der Fertigung neuer 7
  • 8. Halbjahresbericht / 2011 Projekte im zweiten Halbjahr 2011 erfolgt. Das operative Ergebnis des Segments erreichte nach den ersten sechs Monaten 1,3 Millionen Euro (Vorjahr: 1,1 Millionen Euro). Das Vorsteuerergebnis (EBT) betrug 1,2 Millionen Euro (Vorjahr: 1,0 Millionen Euro). Das Geschäftsfeld Medical liegt im Plan. Segment Central Services Die Ergebnisse des Segments Central Services resultieren aus Holding-, Finanzierungs- und Vermietungsleistungen mit der Immobilie in Bad Oeynhausen sowie aus Entwicklungsleistungen der Konzerntochter in den USA. Die Gesamtleistung des Segments Central Services belief sich nach dem ersten Halbjahr 2011 auf 8,1 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) betrug nach den ersten sechs Monaten 1,7 Millionen Euro (Vorjahr: 2,7 Millionen Euro). Das lau- fende EBIT enthält Einmaleffekte aus erstatteten Schadensersatzansprüchen (0,8 Millionen Euro) und bestätigten Auszahlungen des BenQ-Insolvenzverwalters (netto 2,0 Millionen Euro). Die Vorjahresperiode ist durch Einmaleffekte in Höhe von 4,7 Millionen Euro beeinflusst. Einschließlich des Finanzergebnisses erreichte das Vorsteuerergebnis (EBT) mit 11,0 Millionen Euro gegenüber 10,9 Millionen Euro im Vorjahr ein ähnliches Niveau. Mit Wandlung der ausgegebenen Genussrechte im Oktober 2010 ist das Segment Central Services frei von Bankschulden. Dementsprechend kann das Segment positive Finanzergebnisse ausweisen. Das Finanzierungsergebnis 2011 enthält in Höhe von 9,1 Millionen Euro Währungsgewinne aus interner Finanzierung. Diese Währungsgewinne resultieren im Wesentlichen aus einem im Geschäftsjahr 2009 von der Balda Investments Singapore (BIS) an die Balda AG in US-Dollar gewährten Darlehen zur Tilgung der Bankverbindlichkeiten. Der Gewinn ergibt sich aus den mit Stichtagskurs ermittelten Währungsdifferenzen zwischen US-Dollar und Euro. Nach dem Verlust des maßgeblichen Einflusses fließen dem Segment seit November 2010 keine anteiligen Ergebnisse mehr aus den operativen Tätigkeiten assoziierter Unternehmen zu. In der Vorjahresperiode konnten noch anteilige Ergebnisse aus operativer Tätigkeit und Gewinne aus dem Verkauf von Anteilen an dem assoziierten Unternehmen TPK von insgesamt 9,7 Millionen Euro gezeigt werden. Aufgegebener Geschäftsbereich Der aufgegebene Geschäftsbereich besteht aus dem Segment MobileCom. Die Vorjahreswerte enthalten auch noch Ergeb- nisse des ehemaligen Segments Indien. Der Fehlbetrag im ersten Halbjahr des aufgegebenen Geschäftsbereichs belief sich auf 25,6 Millionen Euro (Vorjahr: minus 4,1 Millionen Euro). Darin enthalten sind buchtechnische Sonderabwertungen in Höhe von 19,9 Millionen Euro und der Verlust aus dem operativen Geschäft des ersten Halbjahres in Höhe von 4,2 Millionen Euro sowie Aufwendungen in Höhe von 1,5 Millionen Euro für Zinsen und Steuern. Nach eingehender Prüfung erfolgte eine Abwertung des Nettovermögens der Gesellschaften auf Erlöse, die der Vorstand für realistisch hält. Vermögenslage Der Balda-Konzern weist zum 30. Juni 2011 eine Bilanzsumme in Höhe von 901,9 Millionen Euro aus (31. Dezember 2010: 810,5 Millionen Euro). Der Anstieg ist vor allem auf den Wertzuwachs der TPK-Beteiligung zurückzuführen. Gegenläufig wir- ken Abwertungen auf den erzielbaren Betrag für die Vermögenswerte des Segments MobileCom im Zusammenhang mit dem anstehenden Abschluss eines Joint Venture bei den Gesellschaften dieses Segments. Die langfristigen Vermögenswerte verzeichneten im ersten Halbjahr 2011 einen Anstieg um 83,9 Millionen Euro auf 795,5 Millionen Euro (31. Dezember 2010: 711,7 Millionen Euro). Diese Erhöhung ist durch den bereits erwähnten Wertzuwachs der TPK-Beteiligung (130,5 Millionen Euro) bestimmt. Der TPK Aktienkurs stieg von 670 Taiwanesische Dollar zum 31. Dezember 2010 auf 875 Taiwanesische Dollar zum Bilanzstichtag. Daneben wirken sich Sonderabwertungen und Umglie- derungen der langfristigen Vermögenswerte des Segments MobileCom in den kurzfristigen Bereich (21,4 Millionen Euro) gegenläufig aus. 8
  • 9. Halbjahresbericht / 2011 Das Net Working Capital, also die kurzfristigen Vermögenswerte (ohne Liquide Mittel) minus der kurzfristigen Verbindlichkeiten (ohne Bankverbindlichkeiten), nahm in der Berichtsperiode ab. Ohne den aufgegebenen Geschäftsbereich lag es zum 30. Juni 2011 bei 6,4 Millionen Euro (Referenzstichtag 2010: 14,8 Millionen Euro). Die Veränderung der kurzfristi- gen Vermögenswerte und kurzfristigen Verbindlichkeiten sind vor allem durch Umgliederungen der MobileCom Werte in die Positionen Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden bestimmt. Das Eigenkapital der Unternehmensgruppe erhöhte sich um 99,2 Millionen Euro auf 849,0 Millionen Euro (Referenzstichtag 2010: 749,7 Millionen Euro). Die Neubewertung der TPK-Anteile überkompensierte den negativen Einfluss aufgrund wäh- rungsbedingter Umrechnungsdifferenzen und des negativen Konzernergebnisses. Die Nettofinanzverbindlichkeiten des Balda-Konzerns betrugen zum Ende des ersten Halbjahres 2011 minus 27,1 Millionen Euro (Referenzstichtag 2010: minus 23,5 Millionen Euro). Das Verhältnis der Netto-Finanzverbindlichkeiten zum Eigenkapital (Net-Gearing) belief sich zum Ende des ersten Halbjahres 2011 auf minus 0,3 Prozent. Weitere Ausführungen zu den einzelnen Posten der Bilanz zum 30. Juni 2011 legen die Ausführungen auf Seite 19 im ver- kürzten Anhang dar. Finanzlage Operativer Cash Flow steigt deutlich Die Kapitalflussrechnung ist gemäß IFRS für den Gesamtkonzern – einschließlich aufgegebener Geschäftsbereich – aufge- stellt. Die Werte des aufgegebenen Geschäftsbereichs sind in der Tabelle des Anhangs als „davon“-Vermerk angegeben. Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit der Balda Unternehmensgruppe erhöhte sich im ersten Halbjahr 2011 auf 7,7 Millionen Euro. In der Vergleichperiode des Vorjahres verzeichnete der Konzern einen Mittelabfluss in Höhe von 6,1 Millionen Euro. Ursache für die Zunahme in der Berichtsperiode 2011 war im Wesentlichen der Abbau des Working-Capital. Für Investitionstätigkeiten gab der Balda-Konzern im ersten Halbjahr 2,0 Millionen Euro aus. In der Vorjahresperiode war der Cash Flow aus Investitionstätigkeiten geprägt durch Einzahlungen auf dem Verkauf von Anteilen an Konzernunternehmen und lag bei 4,9 Millionen Euro. Die Abflüsse aus Finanzierungstätigkeiten in den ersten sechs Monaten 2011 betrafen mit 9,2 Millionen Euro im Wesentlichen die Rückführung von Kreditlinien in dem Segment MobileCom. Im Vorjahr ergab sich aufgrund der Inanspruchnahme von Kreditlinien ein Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeiten in Höhe von 1,1 Millionen Euro. Der Finanzmittelbestand am Ende des ersten Halbjahrs 2011 belief sich im Gesamtkonzern auf 42,3 Millionen Euro (30. Juni 2010: 49,4 Millionen Euro). Bezogen auf den fortgeführten Geschäftsbereich betrug der Finanzmittelbestand 36,4 Millionen Euro. Aufgrund des weiterhin komfortablen Finanzmittelbestands ist Balda in der Lage, das operative Geschäft 2011 aus den vor- handenen Eigenmitteln zu finanzieren. 9
  • 10. Halbjahresbericht / 2011 Wesentliche Ereignisse im zweiten Quartal Hauptversammlung Die Anteilseigner der Balda AG beschlossen am 27. Mai 2011 auf der ordentlichen Hauptversammlung die Verkleinerung des Aufsichtsrats auf drei Mitglieder. Mitglieder des Aufsichtsrats sind: Dr. Michael Naschke (Vorsitzender), Rechtsanwalt und Partner der Rechtsanwaltskanzlei van Aubel, Berlin, Chun-Chen Chen (stellvertretender Vorsitzender), Vorstandsvorsitzender der TVM Corporation und der Touch Video Monitor Corporation, Taipeh und Yu-Sheng Kai, Managing Director der Eternal Union International Limited, Hongkong. Suche nach Joint Venture-Partner für das Segment MobileCom Seit Juni 2011 zählt das Segment MobileCom zu den aufgegeben Geschäftsbereichen des Balda-Konzerns. Das Unterneh- men leitete die Suche nach einem Joint Venture-Partner für die Beteiligungen in China ein. Dividende Am 9. Juni 2011 hat die Hauptversammlung von TPK die Zahlung einer Dividende in Form einer Sachdividende durch Aktien in Folge einer Kapitalerhöhung beschlossen. Auf Balda entfallen rund 1,8 Millionen Aktien. Zeitpunkt der Ausschüttung ist der 2. August 2011. Veränderungen der Aktionärsstruktur Im Verlauf des zweiten Quartals 2011 traten Veränderungen in der Aktionärsstruktur der Balda AG ein. Am 10. Juni 2011 erhöhte der Großaktionär Senrigan Master Fund seine Beteiligung an der Balda AG auf knapp über 5 Pro- zent. Sein Stimmrechtsanteil an der Balda AG beträgt nun 5,09 Prozent. Am 23. Juni 2011 überschritt der Stimmrechtsanteil der UBS AG an der Balda AG die Schwelle von 3 Prozent. Investitionen Der Balda-Konzern investierte im laufenden Geschäftsjahr bis zum 30. Juni 2011 insgesamt 1,2 Millionen Euro in Sachanla- gen und immaterielle Vermögenswerte. Das vergleichbare Investitionsvolumen im ersten Halbjahr 2010 belief sich auf rund 0,9 Millionen Euro. Bei den Investitionen handelt es sich im Wesentlichen um Ersatzinvestitionen. Für Sachanlagen und Maschinen im Segment Electronic Products wendete die Balda-Gruppe in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres rund 0,4 Millionen Euro auf. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber dem ersten Halbjahr 2010 mit rund 0,2 Millionen Euro. Die Investitionen in der Medizinsparte des Konzerns betrugen von Januar bis Juni 2011 rund 0,5 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2010: circa 0,6 Millionen Euro). Das Investitionsvolumen im Segment Central Services fiel mit rund 0,1 Millionen Euro ver- gleichsweise gering aus. Für immaterielle Vermögensgegenstände wendete die Balda-Gruppe rund 0,2 Millionen Euro im Segment Central Services auf.  Im aufgegebenen Geschäftsbereich MobileCom investierte der Balda-Konzern im Berichtszeitraum insgesamt 0,6 Millionen Euro. Gegenstand war die Infrastruktur in der Produktionsstätte in Beijing. Das vergleichbare Investitionsvolumen im ersten Halbjahr 2010 belief sich auf rund 4,0 Millionen Euro. Von diesem Betrag entfielen rund 3,5 Millionen Euro auf den Ausbau des Produktionsstandortes in Beijing. 10
  • 11. Halbjahresbericht / 2011 Kapitalstruktur, Vorstand und Kontrollwechsel Die Balda AG hat gemäß den Vorschriften des § 289 Absatz 4 und § 315 Absatz 4 des HGB folgende zusätzliche Angaben zu machen: Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals Zum 30. Juni 2011 betrug das Grundkapital der Gesellschaft 58.890.636 Euro und war in 58.890.636 Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1,00 Euro je Aktie zerlegt. Je eine Aktie gewährt in der Hauptversammlung der Gesellschaft eine Stimme. Verkleinerung des Aufsichtsrats und Änderung der Satzung Unter Änderung der Satzung des Unternehmens, mit Wirkung zum 3. Juli 2011, hat die Hauptversammlung das Aufsichts- ratsgremium von sechs auf drei Mitglieder verkleinert. Mitglieder des Aufsichtsrats sind: Dr. Michael Naschke (Vorsitzender), Rechtsanwalt und Partner der Rechtsanwaltskanzlei van Aubel, Berlin, Chun-Chen Chen (stellvertretender Vorsitzender), Vorstandsvorsitzender der TVM Corporation und der Touch Video Monitor Corporation, Taipeh und Yu-Sheng Kai, Managing Director der Eternal Union International Limited, Hongkong. Beschränkungen der Stimmrechte oder der Übertragung von Aktien Alle Aktien der Gesellschaft sind satzungsgemäß frei übertragbar. Die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffende Beschränkungen sind dem Vorstand der Gesellschaft zum Berichtszeitpunkt nicht bekannt. Beteiligungen, die zehn Prozent des Kapitals überschreiten Am 30. Juni 2011 hielten folgende Aktionäre direkt oder indirekt Beteiligungen am Grundkapital der Gesellschaft, die mehr als 10 Prozent der Stimmrechte gewähren: Yield Return Investments Ltd., Apia, Samoa: 27,60 Prozent des Kapitals und der Stimmrechte Yun-Ling Chiang, Richmond, Kanada: 27,60 Prozent des Kapitals und der Stimmrechte indirekt über Yield Return Investments Ltd. Inhaber von Aktien mit Sonderrechten Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. Gesonderte Stimmrechtskontrolle für Arbeitnehmer Nach Kenntnis des Vorstands üben Mitarbeiter, die Aktien der Gesellschaft halten, ihre Stimmrechte unmittelbar aus. Befugnisse des Vorstands Genehmigtes Kapital: Dem Vorstand und Aufsichtsrat stehen dieselben Rechte wie zum 31. Dezember 2010 bezüglich des genehmigten Kapitals zu. Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien und zur Einziehung so erworbener Aktien: Die Hauptversammlung 2011 ermächtigte den Vorstand der Gesellschaft, bis zum 26. Mai 2016 mit Zustimmung des Auf- sichtsrats eigene Aktien im Umfang bis zu 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. 11
  • 12. Halbjahresbericht / 2011 Wesentliche Vereinbarungen für den Fall eines Kontrollwechsels Auf Ebene der Balda AG, aber auch bei Konzernunternehmen, existieren verschiedene Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Da eine genauere Angabe dieser Vereinbarungen geeignet ist, der Balda AG einen erheblichen Nachteil zuzufügen, wird darauf verzichtet. Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebotes Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots. Mitarbeiter Personalstand infolge der Joint Venture-Partnersuche für MobileCom verringert Die Zahl der Mitarbeiter hat im zweiten Quartal 2011 weiter abgenommen. Der Balda-Konzern beschäftigte zum 30. Juni 2011 in seinen fortgeführten Geschäftsbereichen insgesamt 1.025 Mitarbeiter. Das ist eine Abnahme um 15 Beschäftigte im Vergleich zum 31. März 2011 mit 1.040 Beschäftigten. Der Abbau geht hauptsächlich auf die weitere Effizienzsteigerung in Segment Electronic Products zurück, während Medical seinen Personalbestand leicht erhöhte. Durch den Personalabbau im zweiten Quartal 2011 verbesserte der Balda-Konzern seine Personalaufwandsquote auf 25,7 Prozent (31. März 2011: 29,2 Prozent). Seit dem zweiten Quartal 2011 zählt das Segment Mobile- Mitarbeiterzahl Com zu den aufgegebenen Geschäftsbereichen und beschäf- 30.06.2011 1.025 tigte zum 30. Juni 2011 insgesamt 583 Mitarbeiter (31. März 2011: 635 Mitarbeiter). Per Ende Dezember 2010 31.03.2011 1.040 waren in den Werken in China noch 1.344 Mitarbeiter tätig. 0 500 1.000 1.500 Zum 30. Juni 2011 beschäftigte das Segment Electronic Products insgesamt 789 Mitarbeiter. Per 31. März 2011 waren noch 809 Beschäftigte in den Produktionsstätten in Malaysia tätig. Der Rückgang um 20 Mitarbeiter oder rund 2,5 Prozent resultierte aus der Freistellung von Zeitarbeitnehmern. Das leichte Minus ist auch auf verbesserte Produktionsabläufe zurückzuführen. Ein leichtes Plus verzeichnete dagegen Medical. Das Personalaufwandsquote (in Prozent) Segment setzte am Standort Deutschland im Berichts- 30.06.2011 25,7 zeitraum 213 Mitarbeiter nach 207 Beschäftigten zum Ende des ersten Quartals 2011 ein. Neue Projekte sind ursächlich 31.03.2011 29,2 für die leicht gestiegene Mitarbeiterzahl. 0 10 20 30 Mit 23 Beschäftigten blieb die Zahl der Angestellten im Segment Central Services auf dem Niveau des ersten Quartals 2011. Zum 31. März 2011 waren in den Holding- gesellschaften und dem Entwicklungscenter in USA 24 Mitarbeiter tätig. 12
  • 13. Halbjahresbericht / 2011 Nachtragsbericht Ein Verkauf von 50 Prozent der gehaltenen TPK-Aktien wäre unter Beachtung der taiwanesischen Börsenregelungen nach Ablauf der Haltefrist am 13. Juli 2011 zulässig. Balda hat auch aufgrund der zuletzt volatilen Marktbedingungen mit starken Kursschwankungen hier bislang keine Verkaufsorder erteilt, steht aber hinsichtlich eines Verkaufs von TPK-Aktien in enger laufender Abstimmung mit Banken, Beratern und der TPK. Der Kurs der TPK-Aktie entsprach am 1. August 2011 rund 21 Euro und einem Unternehmenswert der Balda-Beteiligung in Höhe von mehr als 750 Millionen Euro. Am 11. Juli 2011 erhöhte die UBS AG ihren Aktienanteil an der Balda AG auf 5,11 Prozent der Stimmrechte. Am 12. Juli 2011 reduzierte UBS AG ihren Stimmrechtsanteil an der Balda AG auf 3,84 Prozent. Am 15. Juli 2011 unterschritt USB AG die Schwelle von 3 Prozent und verfügte über 2,48 Prozent der Stimmrechte der Balda AG. Am 28. Juli 2011 erhöhte die UBS AG ihren Aktienanteil an der Balda AG auf 3,13 Prozent der Stimmrechte. Darüber hinaus sind nach dem 30. Juni 2011 keine Ereignisse eingetreten, die für den Balda-Konzern von wesentlicher Be- deutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens führen könnten. Prognosebericht Globale Wachstumsaussichten weiterhin robust Die Aussichten für das Wachstum der Weltwirtschaft 2011 sind weiterhin robust. Die Konjunkturdynamik wird laut Aussagen des IWF um 4 Prozent wachsen. Die stärksten Wachstumsimpulse kommen nach wie vor aus den Schwellenländern. Auch in den Industrieländern wird sich die konjunkturelle Dynamik deutlich verbessern. Für 2012 ist mit einer ähnlichen Wachstums- entwicklung zu rechnen. Die größten Risiken für die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung liegen unverändert in einer möglichen Eskalation um die Schuldenkrise in Europa, den politischen Umbrüchen in Nordafrika und im Nahen Osten sowie dem deutlichen Inflationsanstieg in China, der zu einer restriktiveren Geldpolitik führt. Die Frühindikatoren in Europa haben sich zuletzt wieder abgeschwächt. Dadurch wird der konjunkturelle Aufschwung in den Ländern der europäischen Union in der zweiten Jahreshälfte geringer ausfallen. Die wirtschaftliche Dynamik unterscheidet sich in den einzelnen Ländern der Eurozone nach wie vor gravierend. Der wirtschaftliche Aufschwung wird vor allem von den exportstarken Ländern Deutschland und Frankreich getragen. Die Konjunktur in Ländern wie Spanien, Irland und Portugal bleibt weiterhin schwach. Griechenland befindet sich sogar in einer schweren Rezession. Die eingeleiteten Sparprogramme der öffentlichen Haushalte dämpfen die Binnennachfrage dieser Länder. Dennoch erhöhen die eingeleiteten Strukturreformen die Chancen, dass die Europäische Währungsunion gestärkt aus der Krise hervorgehen wird. Der IWF rechnet für die Eurozone mit einem Wachstum in Höhe von rund 2 Prozent nach 1,7 Prozent im Vorjahr. Die Inflationsrate der Währungsunion ist aufgrund der höheren Energiepreise wieder angestiegen. Für das Gesamtjahr 2011 prognostizieren die Experten von MM Warburg & Co. eine Inflationsrate von rund 2,8 Prozent nach 1,6 Prozent im Vorjahr. Deutschland bleibt auch in der zweiten Jahreshälfte auf Wachstumskurs. Der Ifo-Geschäftsklimaindex deutet darauf hin, dass sich der wirtschaftliche Aufschwung in den kommenden Monaten fortsetzt. Das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer stieg im Juni 2011 überraschend auf 114,5 von 114,2 Punkten im Mai 2011 und erreichte den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung. Dank der Erholung des Arbeitsmarktes sowie der Binnennachfrage wird die Wirtschaft in Deutschland im Jahr 2011 laut den Prognosen des Ifo-Instituts um 2,8 Prozent expandieren. Experten der Bundesregierung erwarten im lau- fenden Jahr eine anhaltende Erholung des deutschen Arbeitsmarktes und eine weiter fallende Arbeitslosenquote von 7,0 Prozent nach 7,7 Prozent im Vorjahr. Auch die deutsche Industrie ist optimistisch. Laut dem Bund Deutsche Industrie (BDI) wird die Industrieproduktion im laufenden Jahr um mehr als 3 Prozent wachsen. Ursächlich sind steigende Ausrüstungsin- vestitionen deutscher Unternehmen, der starke Export sowie der wachsende Binnenmarkt. 13
  • 14. Halbjahresbericht / 2011 Das Wachstum der US-Wirtschaft dürfte sich laut Aussagen des IWF auf 3,6 bis 4,0 Prozent beschleunigen. Risikofaktoren stellen weiterhin die Entwicklung des Immobilien- und Arbeitsmarktes sowie die steigende Staatsverschuldung der USA dar. Wachstumsimpulse resultieren insbesondere aus dem gestiegenen privaten Verbrauch sowie den steigenden Investitionen der Unternehmen. Wachstumstreiber der Weltwirtschaft bleiben auch 2011 die Schwellenländer. Die konjunkturelle Dynamik der Schwellenländer hat sich in den vergangenen Monaten etwas abgeschwächt. So haben viele Notenbanken angesichts der höheren Inflations- raten ihre Zinsen deutlich erhöht. Die Inflationsrate für China wird sich im Jahr 2011 zwischen 3,3 und 5 Prozent belaufen. Mit dem Erreichen des Inflations- höhepunktes könnte auch die Geldpolitik bald wieder gelockert werden. Die entscheidenden Wachstumsimpulse der Schwellen- länder kommen vorwiegend aus den Exporten und den steigenden Rohstoffpreisen. Die Experten des IWF erwarten für die Volksrepublik China im Jahr 2011 ein Wachstum des BIP von rund 9 Prozent nach 10,3 Prozent im Jahr 2010. Electronic Products Die Stimmung unter den Herstellern von Elektronikprodukten ist nach wie vor positiv. Laut dem Branchenverband Bitkom erwarten 74 Prozent der Hightech-Firmen in Deutschland 2011 weiterhin steigende Umsätze. Rund 54 Prozent der Unter- nehmen wollen in diesem Jahr ihr Personal sogar aufstocken. Von der positiven Entwicklung sind sowohl IT-Dienstleister wie auch Hardware-Anbieter betroffen. Neben der guten Wirtschaftslage tragen auch neue und kompaktere Produkte zum Wachstum bei. Das iPad von Apple sowie moderne Tablet-Computer von anderen Herstellern wie Hewlett Packard, Acer und ASUS ziehen immer mehr Konsumenten an. Die hohen Erwartungen der Konsumenten gehen einher mit sinkenden Lebenszyklen der Geräte und hohem Preisdruck unter den Anbietern in der Elektronikbranche. Trotzdem sind die Marktbeobachter optimistisch. Neue Highlights, leicht zu bedienende Geräte sowie 3D-Bildformate werden die positive Entwicklung in dem Sektor auch in den kommenden Jahren vor- antreiben. Medical Deutsche Medizintechnik gilt weltweit als innovationsstark und hochqualitativ. Die hohe Akzeptanz deutscher Geräte der Medizintechnik sorgt für konstante Nachfrage auch in Krisenzeiten. Der demografische Wandel in den westlichen Industrieländern sowie steigende Bevölkerung in Indien und China werden laut Marktbeobachtern diese Dynamik intensivie- ren. Für 2011 prognostiziert das Institut eine Zunahme des Umsatzvolumens um rund 8 Prozent. Die Experten des Branchenverbands SPECTARIS sind trotz zunehmendem Fachkräfte-Mangel auch für die kommenden Jahre optimistisch. Zu den Profiteuren der höheren Lebenserwartung in den Industrienationen gehören neben Großgeräten auch mobile Klein- apparate für unterwegs. Leicht und ohne ärztliche Hilfe zu bedienende Geräte wie Blutzuckermesser werden künftig an Po- pularität gewinnen. Künftige Unternehmenssituation Mit der Entscheidung zur Suche nach einem Joint Venture-Partner für das Segment MobileCom zieht der Balda-Konzern die Konsequenz aus dem immer kompetitiver gewordenen Mobiltelefongeschäft. In der Bilanz zum Halbjahr 2011 ist Vorsorge getroffen, und die Vermögenswerte auf die erwarteten, erzielbaren Veräußerungswerte angepasst worden. Derzeit laufen Verhandlungen mit Kaufinteressenten. Das Segment Electronic Products hat sich bereits unter den durch die Folgen des japanischen Erdbebens erschwerten Be- dingungen im ersten Halbjahr respektabel behauptet. Electronic Products arbeitet weiter zielgerichtet an einer Verbesserung der Kosteneffizienz. Die Stärken des Unternehmens, wie Bluetooth-Technik, Akustik/Sound, die Fertigung spezifischer 14
  • 15. Halbjahresbericht / 2011 Halbleiter und die komplette Produktion digitaler Kameras sind am Markt unverändert gefragt. Der Vorstand ist davon über- zeugt, dass das Segment seine Ziele 2011 unter der Voraussetzung reibungsloser Lieferungen aus Japan bei Umsatzwachstum sowie bei einem ausgeglichenen operativen Ergebnis erreichen wird. Die Umsatzerlöse des Segments Medical werden im zweiten Halbjahr 2011 deutlich anziehen. Die Ergebnissituation wird sich weiter verbessern. Die Serienfertigung verschiedener neuer Projekte wird im zweiten Halbjahr nach und nach anlaufen. Auf der Basis der beiden operativ tätigen Segmente des Konzerns in den fortgeführten Geschäftsbereichen und nach der Entscheidung zur Suche eines Joint Venture-Partners für das Segment MobileCom ist die Prognose des Balda-Konzerns aus dem ersten Quartalsbericht 2011 zu berichtigen. Der Vorstand rechnet für das Geschäftsjahr 2011 mit Umsatzerlösen zwi- schen 70 und 80 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) wird leicht positiv ausfallen. Etwaige Sonderabwertungen und Sondereffekte sind hierbei nicht berücksichtigt. Das Vorsteuerergebnis (EBT) wird voraussichtlich über dem Niveau des opera- tiven Ergebnisses (EBIT) bewegen. Für das Geschäftsjahr 2012 geht der Konzern weiterhin von steigenden Umsätzen in den bestehenden Segmenten aus. Im Blick auf die geplante Akquisition im Umfeld des Segments Medical sind die Voraussetzungen für eine mögliche Übernahme geschaffen. Risiken- und Chancenbericht Der Balda-Konzern identifiziert und bewertet seine Chancen und Risiken laufend. Der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2010 beschreibt die Chancen und Risiken der Unternehmensgruppe im Einzelnen ausführlich. Veränderungen der Chancen- und Risikosituation zeigte auch der Zwischenbericht zum ersten Quartal 2011. Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres hat sich die Chancen- und Risikolage des Konzerns aufgrund folgender modifizierter Einflussfaktoren verschoben: Finanzrisiken Die Unsicherheiten um die eskalierenden Staatsschulden mehrerer Länder der Eurozone prägten die Finanzmärkte auch im ersten Halbjahr 2011. Griechenland, Irland und Portugal beantragten bereits Notfallhilfen von der Europäischen Union. In den ersten sechs Monaten 2011 verschärfte sich die Krise in Italien. Spanien und Italien sind von steigenden Zinsen und schwin- dendem Vertrauen der internationalen Kapitalgeber bedroht. Die unübersichtliche Lage führte in den ersten Monaten 2011 zu steigenden Risikoaufschlägen für Anleihen europäischer Peripheriestaaten. Die hohen Refinanzierungskosten und die schwie- rige Durchsetzung der Sparmaßnahmen in Griechenland könnten die Situation in den kommenden Monaten zusätzlich erschweren. Ein weiterer Einflussfaktor mit Unsicherheitspotenzial sind die USA. Die rasant steigende Staatsverschuldung von Amerika könnte zu einer Rezession samt globalen Auswirkungen führen. Die Szenarien über die Konsequenzen prognostizieren Störungen des globalen Kapitalmarkts. Die 2009 und Anfang 2010 drastisch gewachsene Geldmenge sowie steigende Nahrungs- und Rohstoffkosten führen weltweit zu höheren Inflationsraten. Die enormen Kapitalzuflüsse ausländischer Investoren erhöhen die Überhitzungsgefahr in den Schwellenländern und schmälern die reelle Kaufkraft der Bevölkerung. Diese Entwicklungen könnten zusätzliches Risiken für die Balda Gruppe darstellen: Höhere Zinsen und besonders rückläufige Absatzvolumina in den Endverbrauchermärkten. Kapitalmarkt und Finanzierungsrisiko Eine negative Entwicklung des Aktienkurses von TPK kommt als Risiko für die Balda AG in Betracht. Durch Schwankungen im Kursverlauf der TPK-Aktie könnte sich ein Risiko für die Vermögenslage des Konzerns ergeben. Aus den an den Konzern, vor allem in China, gewährten Kreditlinien könnte ein Tilgungsrisiko entstehen, sofern die Banken Kreditlinien nicht verlängern bzw. vorzeitig kündigen. Balda ist im ständigen Kontakt mit den Banken. 15
  • 16. Halbjahresbericht / 2011 Währungsrisiken Weitere Risiken könnten durch die Veränderung der Währungsparitäten von Euro und US-Dollar eintreten. Eine Schwächung des US-Dollars könnte die in der amerikanischen Währung fakturierten Umsätze der Unternehmensgruppe negativ beeinflus- sen. Im Blick auf den Verkauf von TPK-Anteilen könnten Risiken für die Unternehmensgruppe aus den Kursschwankungen des Taiwanesischen Dollars entstehen. Risiken am Beschaffungsmarkt Die schwierige Lage am Markt für Rohstoffe und die Lieferengpässe von Komponenten aus Japan könnten den Margendruck zusätzlich verstärken. Kundenrisiken Die Balda-Gruppe ist von wenigen Kunden und deren Aufträgen abhängig. Der Markterfolg der Kunden bestimmt nach wie vor das Volumen der Auftragsabrufe und die Zahl der von Balda zu fertigenden Systemeinheiten. Die Nicht-Akzeptanz von Produkten und etwaige Verluste von Marktanteilen dieser Kunden können das Auftragsvolumen des Konzerns negativ beein- flussen. Die Balda-Gruppe nimmt die Chance wahr, durch Vorantreiben der technologischen Diversifizierung dieses Risiko effizient zu steuern. Mit der Entwicklung eigener Produkte für neue Kunden in den Geschäftsfeldern Electronic Products und Medical ver- mindert der Konzern das Risiko der Abhängigkeit von wenigen Abnehmern. Gesamtwirtschaftliche Risiken Die Naturkatastrophe in Japan Anfang 2011 wirkte sich negativ auf die Stimmung an den Kapitalmärkten aus. Auch die Lie- ferung von Elektronikkomponenten aus Japan war von der Krise betroffen. Die verursachte Verstrahlung der Region um das Atomkraftwerk in Fukushima führte zu einer Wende der Energiepolitik in Deutschland hin zu regenerativen Energiequellen. Dies könnte zu einer deutlichen Erhöhung der Energiepreise führen und stellt einen weiteren Risikofaktor für die Balda-Gruppe dar. Gesamtrisiko Nach derzeitigem Informationsstand sind über die vorgenannten Risiken hinaus keine weiteren Gefährdungen für die Ent- wicklung oder den Bestand der Gesellschaft erkennbar. Der Vorstand hat gegenwärtig keine weiteren Kenntnisse über das Verschärfen oder Eintreten eines der oben genannten Risiken. Chancen Zusammenfassend lassen sich die Chancen des Konzerns wie folgt charakterisieren: Mit dem aktuellen Bestand an liquiden Mitteln zum Schluss des ersten Halbjahres 2011 verfügt das Unternehmen über finanzielle Ressourcen für weiteres organi- sches und strategisches Wachstum. Für wichtige Vorhaben, wie zum Beispiel das Umsetzen geplanter Investitionen oder Akquisition, ist Balda gut aufgestellt. 16
  • 17. Halbjahresbericht / 2011 Balda-Aktie Die europäische Schuldenkrise und die schwächelnde US-Konjunktur im zweiten Quartal 2011 waren Anlass für volatile Ak- tienmärkte. Erst die positiven Konjunkturdaten aus den USA sowie der Abschluss des Rettungspakets für Griechenland zum Ende des ersten Halbjahres sorgten für einen festen Quartalsausklang. Der Dax eröffnete das Börsenjahr 2011 bei 6.973 Punkten und ging am 30. Juni mit 7.376 Punkten aus dem Handel. Das ist ein Plus von 5,8 Prozent im ersten Halbjahr. Der deutsche Nebenwerteindex SDax, in dem auch die Papiere der Balda AG notiert sind, verbuchte im Berichtszeitraum ein Plus von 4,6 Prozent. Eine deutlich bessere Kursentwicklung im Vergleich zu den Indizes verzeichneten erneut die Aktien der Balda AG. Die Anteils- scheine eröffneten das Börsenjahr 2011 mit einem Kurs von 6,81 Euro im Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse. Am 30. Juni stand ein Schlusskurs von 9,09 Euro zu Buche. Das ist ein Plus von 2,28 Euro oder 33,5 Prozent. Der Höchstkurs der Balda Aktie im ersten Halbjahr betrug 9,90 Euro (Schlusskurs am 19. Mai). Der Tiefstkurs belief sich auf 6,65 Euro (Schlusskurs am 5. Januar). Der Umsatz mit Balda-Papieren (Xetra) lag in den ersten sechs Monaten des laufen- den Geschäftsjahres bei 52,94 Millionen Aktien (Vorjahr: 35,58 Millionen Aktien). Die Marktkapitalisierung der Balda AG auf Basis der Gesamtzahl der Aktien von 58.890.636 Millionen Stück betrug zum 30. Juni 2011 535,3 Millionen Euro (31. Dezember 2010: 406,3 Millionen Euro). Die offene Kommunikation mit Investoren, Journalisten und Analysten gehört zum Tagesgeschäft der Balda AG. Auch künftig wird das Unternehmen die Kommunikation weiter verstärken sowie offen und transparent über die Geschäftsentwicklung berichten. Im Berichtszeitraum traf das Management der Balda AG im Rahmen von Roadshows Fondmanager und Analysten in den internationalen Finanzzentren Frankfurt, London und New York. Überdies kommuniziert Balda seit September 2010 aktiv in diversen Social Media-Kanälen wie Facebook und YouTube. Auch im Kurznachrichtendienst Twitter macht der Konzern auf seine Veröffentlichungen aufmerksam und informiert kompakt mit aktuellen Nachrichten. Aktienkurs Januar bis Juni 2011 in Euro 10,0 Balda AG SDAX 9,0 8,0 7,0 6,0 Januar Februar März April Mai Juni 17
  • 18. Halbjahresbericht / 2011 Ausgewählte Angaben zum Anhang Allgemeine Erläuterungen Die Balda Aktiengesellschaft hat ihren Sitz in Bad Oeynhausen, Deutschland. Der Zwischenabschluss zum 30. Juni 2011 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Die verwendeten Bilanzierungsmethoden stehen mit den Richtlinien der EU für die Bilanzierung von Konzernabschlüssen in Einklang. Alle angegebenen Beträge lauten, sofern nicht anders angegeben, auf Tausend Euro (TEUR). Den Abschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewer- tungsgrundsätze zugrunde, die mit den IFRS konform sind. Veränderter Konsolidierungskreis Im Januar 2011 waren die rechtlichen Voraussetzungen für die Schließung der Balda Solutions (Xiamen) Ltd, Xiamen (China) gegeben. Die Gesellschaft wurde liquidiert und ist aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. In den Konzernabschluss der ersten sechs Monate 2011 wurden neben der Balda AG sechs inländische und 10 ausländische Tochterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2011 wurde für die Zwischenberichterstattung unter Beachtung der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. In Einklang mit den Regelungen des IAS 34 wurde ein verkürzter Berichtsumfang gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 gewählt. Die Erstellung des Konzern-Zwischenabschlusses erfolgte unter Anwendung der gleichen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden wie im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2010 und entspricht den Vorschriften des IAS 34 (Zwischenberichterstattung). Die Grundlagen und Methoden der Schätzungen für den Zwischenabschluss haben sich gegenüber den Vorperioden nicht geän- dert (IAS 34,16 (d)). Eine Darstellung der Bilanzierungs-, Konsolidierungs- und Bewertungsmethoden ist im Einzelnen im Anhang des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2010 erläutert. Dort wird auch auf die Ausübung der in den IFRS enthaltenen Wahlrechte eingegangen. Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse bezogen auf 1 Euro entwickelten sich wie folgt Devisenkassamittelkurs am Referenzstichtag Durchschnittskurs 30. Juni 31. Dezember 1. Halbjahr Währungen ISO Code 2011 2010 2011 2010 US-Dollar USD 1,4391 1,3252 1,4014 1,3247 Chinesischer Renminbi CNY 9,3023 8,7336 9,1550 8,9558 Malaysischer Ringgit MYR 4,3706 4,0800 4,2423 4,2483 18
  • 19. Halbjahresbericht / 2011 Segmentberichterstattung Die Segmentberichterstattung (siehe Tabelle in der Anlage) ist nach den gleichen Grundsätzen wie zum Jahresabschluss 2010 aufgestellt. Die Werte des Segments MobileCom werden im vorliegenden Zwischenbericht als aufgegebener Geschäftsbereich ausgewiesen und sind damit nicht mehr Bestandteil der Segmentberichterstattung. Als berichtspflichtige Segmente gelten die Geschäftsfelder Electronic Products, Medical und Central Services. Das Segment Electronic Products fokussiert sich seit der Neuausrichtung auf das Entwickeln und Fertigen von Elektronikprodukten. In dem Segment Medical stellt die Unternehmensgruppe komplexe Kunststoffprodukte für den Medizinbereich her. Das Segment Central Services beinhaltet vor allem Aufwendungen und Erträge im Zusammenhang mit Holdingfunktionen sowie Erträge aus der Beteiligung an der TPK. Entsprechend der internen Berichterstattung ist die Segmentberichterstattung um die Angabe zur Gesamtleistung erweitert wor- den. Die Gesamtleistung beinhaltet neben den Umsatzerlösen auch die sonstigen betrieblichen Erträge und die Veränderungen des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen. Die Entwicklung des Umsatzes und der Ertragslage der Konzern- Segmente stellt im Einzelnen die Geschäftsentwicklung (siehe Seite 7) dar. Kapitalflussrechnung Operativer Cash Flow steigt deutlich Die Kapitalflussrechnung ist gemäß IFRS für den Gesamtkonzern – einschließlich aufgegebener Geschäftsbereich – aufge- stellt. Die Werte des aufgegebenen Geschäftsbereichs sind in der Tabelle des Anhangs als „davon“-Vermerk angegeben. Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit der Balda Unternehmensgruppe erhöhte sich im ersten Halbjahr 2011 auf 7,7 Millionen Euro. In der Vergleichperiode des Vorjahres verzeichnete der Konzern einen Mittelabfluss in Höhe von 6,1 Mil- lionen Euro. Ursache für die Zunahme in der Berichtsperiode war im Wesentlichen der Abbau des Working-Capital. Für Investitionstätigkeiten gab der Balda-Konzern im ersten Halbjahr 2,0 Millionen Euro aus. In der Vorjahresperiode war der Cash Flow aus Investitionstätigkeiten geprägt durch Einzahlungen auf dem Verkauf von Anteilen an Konzernunternehmen und lag bei 4,9 Millionen Euro. Die Abflüsse aus Finanzierungstätigkeiten in den ersten sechs Monaten 2011 betrafen mit 9,2 Millionen Euro im Wesent- lichen die Rückführung von Kreditlinien in dem Segment MobileCom. Im Vorjahr ergab sich aufgrund der Inanspruchnahme von Kreditlinien ein Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeiten in Höhe von 1,1 Millionen Euro. Der Finanzmittelbestand am Ende des ersten Halbjahrs 2011 belief sich im Gesamtkonzern auf 42,3 Millionen Euro (30. Juni 2010: 49,4 Millionen Euro). Bezogen auf den fortgeführten Geschäftsbereich betrug der Finanzmittelbestand 36,4 Millionen Euro. Bilanzstruktur Aktiva Der Balda-Konzern weist zum 30. Juni 2011 eine Bilanzsum- Bilanzsumme des Konzerns me in Höhe von 901,9 Millionen Euro aus. Gegenüber dem in Mio. Euro 30.06.2011 901,9 Wert von 810,5 Millionen Euro zum Referenzstichtag 2010 (31. Dezember 2010) nahm die Bilanzsumme um 91,5 Millionen 31.12.2010 810,5 Euro zu. Ursächlich hierfür ist der Wertzuwachs der TPK-Be- teiligung in den Finanzanlagen bei gegenläufigen Effekten aus 0 200 400 600 800 1.000 Abwertung der Vermögenswerte des MobileCom Segments. 19
  • 20. Halbjahresbericht / 2011 Die Eigenkapitalquote lag zum 30. Juni 2011 bei 94,1 Prozent. Die Eigenkapitalquote war zum Jahresschluss 2010 im Wesent- lichen aufgrund der Umbewertung der TPK-Anteile auf 92,5 Prozent gestiegen. Die Bilanz zum 31. Dezember 2010 enthält die Werte der MobileCom Gesellschaften noch in den einzelnen Bilanzposten. In der Bilanz per 30. Juni 2011 sind die Vermögenswerte und Schulden des MobileCom Segments in gesonderte Posten „Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte/Schulden“ umgegliedert und bei den nachfolgenden Erläuterungen zu diesen Posten spezifiziert. Auf der Aktivseite reduzierten sich zum Ende des ersten Halbjahrs 2011 die Sachanlagen um 36,0 Millionen Euro auf 25,6 Millionen Euro (Referenzstichtag 2010: 61,6 Millionen Euro). Der Rückgang resultiert aus der Abwertung auf den am Markt voraussichtlich erzielbaren Betrag für die Vermögenswerte des Segments MobileCom (19,9 Millionen Euro). Die Balda-Unter- nehmensgruppe hat im Juni 2011 die Suche nach einem Joint Venture-Partner für das Segment MobileCom eingeleitet. Damit einher geht die Umgliederung der langfristigen Vermögenswerte in den kurzfristigen Bereich. Der Geschäfts- oder Firmenwert fiel zum 30. Juni 2011 um 8,9 Millionen Euro auf 6,8 Millionen Euro vor allem aufgrund der Abschreibung des auf Balda Solutions Beijing entfallenden Goodwills. Die Finanzinvestitionen unter der Position Finanzanlagen verbuchten zum Ende der Berichtsperiode eine Zunahme um 130,5 Millionen Euro auf 757,3 Millionen Euro. Ursächlich dafür ist die Bewertung der TPK-Anteile auf Basis des Börsenkurses zum 30. Juni 2011 in Höhe von 875 Taiwanesischen Dollar. Die Bilanzierung der TPK-Anteile wird aufgrund der Rechnungslegung nach IFRS trotz des anstehenden Verkaufs nicht in die kurzfristigen Vermögenswerte umgegliedert. Insgesamt verzeichneten die langfristigen Vermögenswerte zum Ende des ersten Halbjahres 2011 einen Anstieg um 83,9 Millionen Euro auf 795,5 Millionen Euro nach 711,7 Millionen Euro zum 31 Dezember 2010. Die Vorräte in den kurzfristigen Vermögenswerten nahmen zum 30. Juni 2011 auf 13,7 Millionen Euro ab (Referenzstichtag 2010: 18,6 Millionen Euro). Ursächlich für den Rückgang um 4,9 Millionen Euro war im Wesentlichen die Abwertung des MobileCom Segments sowie die Umgliederung in die Position Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte. Die Position Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verzeichnete zum 30. Juni 2011 durch Zahlungen von Kunden im Segment MobileCom sowie der Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte einen Rückgang um 18,1 Millionen Euro auf 7,7 Millionen Euro (31. Dezember 2010: 25,8 Millionen Euro). Die liquiden Mittel des Balda-Konzerns reduzierten sich zum 30. Juni 2011 auf 36,4 Millionen Euro (Referenzstichtag 2010 einschließlich MobileCom: 48,9 Millionen Euro). Die liquiden Mittel des aufgegebenen Geschäftsbereichs MobileCom zum 30. Juni 2011 sind in der Position „Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte“ enthalten. Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte beliefen sich zum Ende des ersten Halbjahres 2011 auf 44,5 Millionen Euro (Referenzstichtag 2010: 0 Millionen Euro). Diese Position betrifft kurz- und langfristige Vermögenswerte des Segments MobileCom nach der Abwertung auf den erwarteten Veräußerungserlös für die Beteiligung eines Joint Venture-Partners. Im Einzelnen: Millionen Euro Sachanlagen 20,7 Vorräte 4,3 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9,3 Sonstige Vermögenswerte 4,3 Liquide Mittel 5,9 20
  • 21. Halbjahresbericht /2011 Der Anstieg der kurzfristigen Vermögenswerte auf 106,4 Eigenkapital Millionen Euro nach 98,8 Millionen Euro zum Jahresende in Mio. Euro 30.06.2011 849,0 2010 resultiert vor allem aus die Umgliederung der langfri- stigen Vermögenswerte des MobileCom Segments in die Position „Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte“. 31.12.2010 749,7 0 200 400 600 800 1.000 Auf der Passivseite nahm das Eigenkapital um 99,2 Millionen Euro auf 849,0 Millionen Euro (Referenzstichtag 2010: 749,7 Millionen Euro) zu. Neben währungsbedingten Umrechnungsdifferenzen ist insbesondere die Neubewertung der TPK-Anteile für den Anstieg verantwortlich. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gingen von 21,6 Millionen Euro zum Referenzstichtag 2010 auf 5,1 Millionen Euro zum 30. Juni 2011 zurück. Die Abnahme resultiert aus der Umgliederung des Segments MobileCom. Die Position erhaltene Anzahlungen erhöhte sich um 3,4 Millionen Euro auf 8,2 Millionen Euro aufgrund der Zunahme der An- zahlungen auf Werkzeuge und Montageanlagen für neue Projekte im Segment Medical. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der kurzfristige Anteil an langfristigen Darlehen reduzierten sich von 19,8 Millionen Euro zum Referenzstichtag 2010 auf 0,6 Millionen Euro zum 30. Juni 2011. Der Rückgang geht auf die Rückführung von Kreditlinien sowie die Umgliederung im Segment MobileCom zurück. Im Rahmen der Suche nach einem Joint Venture-Partner für das MobileCom Segment entfallen 26,3 Millionen Euro auf die Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und betreffen Millionen Euro Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13,8 Kurzfristige Bankverbindlichkeiten 7,2 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 2,1 Langfristige Bankverbindlichkeiten 3,2 Die kurzfristigen Verbindlichkeiten wiesen zum 30. Juni 2011 einen Wert von 46,0 Millionen Euro aus (31. Dezember 2010: 54,8 Millionen Euro). Der Rückgang resultierte hauptsächlich aus der Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum Halbjahresende 2011. Weitere Bilanzpositionen haben sich gegenüber dem Vorjahresende nicht wesentlich verändert. Gewinn- und Verlustrechnung Der Balda-Konzern verbuchte im ersten Halbjahr 2011 einen Umsatz Konzern 1. Halbjahr Konzernumsatz von 28,9 Millionen Euro gegenüber 28,1 in Mio. Euro Millionen Euro in der Vorjahresperiode. Das ist ein Plus von 2011 28,9 0,8 Millionen Euro oder 2,8 Prozent. Im zweiten Quartal wies 2010 28,1 die Unternehmensgruppe einen Konzernumsatz von 15,5 Millionen Euro gegenüber 16,3 Millionen Euro im Vorjahr 0 10 20 30 aus. Ursache für den leichten Rückgang der Erlöse im zwei- ten Quartal des laufenden Geschäftsjahres waren die Aus- wirkungen der Naturkatastrophe in Japan insbesondere für das Segment Electronic Products. Die Geschäftsentwicklung samt der Ertragslage der einzelnen Segmente finden Sie im Zwischenlagebericht auf Seite 7. 21
  • 22. Halbjahresbericht / 2011 Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen 4,9 Millionen Gesamtleistung Konzern 1. Halbjahr Euro, unter anderem aus erstatteten Schadensersatzan- in Mio. Euro sprüchen in Höhe von 0.8 Millionen Euro (Vorjahr: 4,7 2011 34,4 Millionen Euro) und in Höhe von rund 2,0 Millionen Euro 2010 34,6 Erträge aus avisierten Zahlungen aus der Insolvenzmasse von BenQ. Die Balda-Unternehmensgruppe verbuchte in der 0 10 20 30 40 Berichtsperiode eine Gesamtleistung von 34,4 Millionen Euro (Vorjahresperiode: 34,6 Millionen Euro). Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen erhöhte sich im ersten Halbjahr 2011 um 1,4 Millionen Euro auf 17,8 Millionen Euro (Vorjahresperiode: 16,4 Millionen Euro). Die Materialaufwandsquote gemessen an der Gesamtleistung von Balda belief sich auf 51,8 Prozent gegenüber 47,4 Prozent im ersten Halbjahr 2010. Die Ursache für den Anstieg lag in höhe- ren Anlaufkosten im Segment Medical sowie im veränderten Produktmix im Segment Electronic Products. Der Personalaufwand bewegte sich im ersten Halbjahr 2011 mit 8,8 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert von 9,5 Millionen Euro. Gemessen an der Gesamtleistung verbuchte die Personalaufwandsquote in der ersten Jahreshälfte des laufenden Ge- schäftsjahres 25,7 Prozent gegenüber 27,5 Prozent im Referenzzeitraum 2010. Der Aufwand für Abschreibungen verringerte sich im ersten Halbjahr 2011 auf 1,9 Millionen Euro (Vorjahresperiode: 3,0 Millio- nen Euro). Der Grund hierfür liegt in der Restrukturierung des Segments MobileCom sowie dem Wegfall der Abschreibungen auf Kundenbeziehungen von Balda Solutions Malaysia. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich mit 4,7 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert (erstes Halbjahr 2010: 5,1 Millionen Euro). Die im Jahr 2010 gestartete Optimierung der Prozesskosten im Segment Electronic Products wirkte sich hier positiv aus. Ergebnisentwicklung Der Balda-Konzern weist im Berichtszeitraum aufgrund der EBIT 1. Halbjahr sich positiv entwickelnden Ergebnissituation der Segmente in Mio. Euro Electronic Products und Medical ein operatives Ergebnis 2011 1,1 (EBIT) von 1,1 Millionen Euro (Vorjahresperiode: 0,6 2010 0,6 Millionen Euro) aus. Im zweiten Quartal lag das EBIT bei 2,3 Millionen Euro (Vorjahresperiode: 3,4 Millionen Euro). 0 0,25 0,50 0,75 1,0 Das Finanzergebnis der Unternehmensgruppe stieg zum 30. Juni 2011 um 1,1 Millionen Euro auf 9,3 Millionen Euro. Im EBT 1. Halbjahr ersten Halbjahr 2010 wies der Konzern ein Finanzergebnis in Mio. Euro von 8,2 Millionen Euro aus. Die Zunahme resultiert neben 2011 10,4 einem Rückgang der Zinsaufwendungen durch den Wegfall 2010 8,9 der Wandelgenussrechte vor allem aus Währungsgewinnen in Höhe von 9,1 Millionen Euro aus der internen Finanzierung. 0 2,5 5,0 7,5 10 Ergebnisse assoziierter Unternehmen aus der Beteiligung an der TPK fallen nach dem Verlust des maßgeblichen Einflusses und der Umstellung der Bewertung im Oktober 2010 als finanzieller Vermögenswert nicht mehr an. In der Vorjahresperiode stand hier noch ein Wert von 9,7 Millionen Euro zu Buche. 22
  • 23. Halbjahresbericht / 2011 Das Ergebnis vor Steuern legte im Berichtszeitraum Ergebnis fortgeführte Geschäftsbereiche nach Steuern aufgrund des positiven Finanzergebnisses von 8,9 1. Halbjahr in Mio. Euro Millionen Euro im Vorjahr auf 10,4 Millionen Euro zu. 2011 10,2 Das Ergebnis der fortgeführten Geschäftsbereiche 2010 9,2 (nach Steuern) belief sich auf 10,2 Millionen Euro 0 2,5 5,0 7,5 10 (Vorjahr: 9,2 Millionen Euro). Der Balda-Konzern verbuchte in den aufgegeben Geschäftsbereichen einen Halbjahresfehlbetrag in Höhe von 25,6 Millionen Euro. (Vorjahr: 4,1 Millionen Euro). Darin enthalten sind buchtechnische Sonderabwertungen in Höhe von 19,9 Millionen Euro und der Verlust aus operativem Geschäft im ersten Halbjahr in Höhe von 5,7 Millionen Euro. Die Sonderabwertung wurde nach gründlicher Prüfung vorgenommen, um einen angemessenen und erzielbaren Verkaufswert wider zu spiegeln. Die Gewinn- und Verlustrechnung des aufgegebenen Geschäftsbereichs setzt sich wie folgt zusammen: Millionen Euro Gesamtleistung 23,1 Materialaufwand 15,0 Personalaufwand 4,9 Abschreibungen 1,9 Sonstige betriebliche Aufwendungen 5,5 Betriebsergebnis vor Sonderabwertungen -4,2 Sonderabwertungen -19,9 Betriebsergebnis nach Sonderabwertungen -24,1 Halbjahresergebnis -25,6 Auf Basis von 58,891 Millionen Aktien (Stand zum 30. Juni 2011) errechnet sich aus dem Periodenverlust ein unverwässertes Ergebnis je Aktie von minus 26,1 Eurocent. Im Vorjahr betrug das Ergebnis je Aktie auf Basis von 54,157 Millionen Aktien 9,9 Eurocent. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen Neben den im Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen bestehen Unternehmen und Personen sowie Personen in Schlüsselpositionen des Managements, die dem Balda-Konzern gemäß IAS 24 nahe stehen. Im Berichtszeitraum bestanden außer den Vergütungen für den Vorstand und Aufsichtsrat keine Geschäftsbeziehungen mit diesen Personen oder Unternehmen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen, im Wesentlichen bestehend aus den Miet- und Leasingverpflichtungen sowie den Bestellobligos für Investitionen, betrugen zum 30. Juni des laufenden Geschäftsjahres 0,9 Millionen Euro. Ereignisse nach dem Referenzstichtag Die wesentlichen Ereignisse nach dem Referenzstichtag stellt der vorliegende Bericht im Nachtragsbericht auf Seite 13 dar. 23
  • 24. Halbjahresbericht / 2011 Hinweise zur Aufstellung des Halbjahresberichts Die zum 30. Juni 2011 erstellte Konzernbilanz, die Gesamtergebnisrechnungen, die Kapitalflussrechnungen, die Segmentbe- richterstattungen, die Eigenkapitalveränderungsrechnungen, der Zwischenlagebericht sowie der verkürzte Anhang sind nicht geprüft und keiner prüferischen Durchsicht unterzogen. Sie wurden für den Zwischenabschluss erstellt. Zukunftsgerichtete Aussagen enthalten grundsätzlich Unsicherheiten. Der vorliegende Zwischenbericht enthält Aussagen, die auch die zukünftige Entwicklung der Balda AG betreffen. Diese Aussagen beruhen sowohl auf Annahmen wie auch auf Schätz- ungen. Obwohl der Vorstand davon überzeugt ist, dass die vorausschauenden Aussagen realistisch sind, kann dafür nicht gar- antiert werden. Die Annahmen bergen Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ereignisse von den erwarteten Ereignissen abweichen. Versicherung des gesetzlichen Vertreters Nach bestem Wissen versichere ich, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenbericht- erstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Ge- schäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verblei- benden Geschäftsjahr beschrieben sind. Bad Oeynhausen, 4. August 2011 Rainer Mohr (Alleinvorstand) 24
  • 26. Konzern-Bilanz – Aktiva Konzern-Bilanz zum 30. Juni 2011 – Aktiva in TEUR 30. Juni 2011 31. Dezember 2010 A. Langfristige Vermögenswerte I. Sachanlagen 25.584 61.601 1. Grundstücke und Gebäude 15.830 29.586 2. Technische Anlagen und Maschinen 7.459 29.317 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.044 2.676 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 251 22 II. Geschäfts- oder Firmenwert 6.765 15.705 III. Immaterielle Vermögenswerte 431 900 IV. Finanzanlagen 757.316 627.293 1. Beteiligungen 1 1 2. Finanzinvestitionen 757.315 626.812 3. Sonstige Finanzanlagen 0 480 V. Latente Steuern 5.443 6.168 Langfristige Vermögenswerte 795.539 711.667 B. Kurzfristige Vermögenswerte I. Vorräte 13.731 18.616 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.000 5.357 2. Unfertige und fertige Erzeugnisse und Waren 4.998 10.399 3. Geleistete Anzahlungen 4.733 2.860 II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.706 25.772 III. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 3.681 4.830 IV. Ertragsteuererstattungsansprüche 346 648 V. Liquide Mittel 36.443 48.937 VI. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 44.479 0 Kurzfristige Vermögenswerte 106.386 98.803 Summe Aktiva 901.925 810.470 26
  • 27. Konzern-Bilanz – Passiva Konzern-Bilanz zum 30. Juni 2011 – Passiva in TEUR 30. Juni 2011 31. Dezember 2010 A. Eigenkapital I. Gezeichnetes Kapital 58.891 58.891 II. Rücklagen 620.567 505.944 III. Bilanzgewinn 169.502 184.885 1. Konzernergebnis -15.383 94.584 2. Gewinnvortrag 184.885 90.301 Eigenkapital der Aktionäre der Balda AG 848.960 749.720 Eigenkapital gesamt 848.960 749.720 B. Langfristige Verbindlichkeiten I. Langfristige Darlehen 126 440 1. Bankdarlehen 126 440 II. Langfristige Finanzleasingverbindlichkeiten 282 222 III. Latente Steuern 6.536 5.172 IV. Langfristige Rückstellungen 68 69 Langfristige Verbindlichkeiten 7.012 5.903 C. Kurzfristige Verbindlichkeiten I. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.137 21.643 II. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 2.914 6.038 III. Erhaltene Anzahlungen 8.189 4.768 IV. Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen 570 19.819 V. Kurzfristiger Anteil der Finanzleasingverbindlichkeiten 131 179 VI. Steuerverbindlichkeiten 2.552 2.307 VII. Kurzfristige Rückstellungen 113 93 VIII. Zur Veräußerung gehaltene Schulden 26.347 0 Kurzfristige Verbindlichkeiten 45.953 54.847 Summe Passiva 901.925 810.470 27
  • 28. Gewinn- und Verlustrechnung / Gesamtergebnisrechnung Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung – 1. Januar bis 30. Juni 2011 in TEUR 2. Quartal 2. Quartal Halbjahres- Halbjahres- 2011 20101 bericht 2011 bericht 20101 Umsatzerlöse 15.491 16.271 28.943 28.056 Sonstige betriebliche Erträge 3.713´ 5.139 4.854 5.830 Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 184 61 637 675 Gesamtleistung 19.388 21.471 34.434 34.561 Materialaufwand 9.614 9.691 17.821 16.366 Materialaufwandsquote in % * 49,6% 45,1% 51,8% 47,4% Personalaufwand 4.443 4.863 8.838 9.508 Personalaufwandsquote in % * 22,9% 22,6% 25,7% 27,5% Aufwand für Abschreibungen 947 1.538 1.928 2.999 Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.086 2.013 4.709 5.051 Betriebsergebnis 2.298 3.366 1.138 637 Betriebsergebnis in % 11,9% 15,7% 3,3% 1,8% Zinsergebnis 101 -660 231 -1.489 Sonstiges Finanzergebnis 2.215 0 9.061 0 Ergebnis assoziierte Unternehmen 0 4.442 0 9.720 Finanzierungsergebnis gesamt 2.316 3.782 9.292 8.231 Ergebnis vor Steuern 4.614 7.148 10.430 8.868 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -288 264 -183 371 Ergebnis fortgeführte Geschäftsbereiche 4.326 7.412 10.247 9.239 Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich -24.076 -3.853 -25.631 -4.146 Ergebnis Gesamtkonzern -19.750 3.559 -15.384 5.093 Ergebnis Gesamtkonzern zurechenbar auf: Aktionäre der Balda AG -19.750 3.747 -15.384 5.352 davon aus fortgeführten Geschäftsbereichen 4.326 7.600 10.247 9.239 davon aus aufgegebenem Geschäftsbereich -24.076 -3.853 -25.631 -3.887 Anteile anderer Gesellschafter 0 -188 0 -259 Angepasste Werte, bereinigt um MobileCom davon aus fortgeführten Geschäftsbereichen 0 0 0 0 davon aus aufgegebenem Geschäftsbereich 0 -188 0 -259 Ergebnis je Aktie: Anzahl Aktien unverwässert 58.891 54.157 58.891 54.157 Anzahl Aktien verwässert 58.891 54.182 58.891 54.182 Ergebnis je Aktie – Gesamtkonzern - unverwässert (EUR) -0,335 0,069 -0,261 0,099 - verwässert (EUR) -0,335 0,069 -0,261 0,099 Ergebnis je Aktie – nur fortgeführte Geschäftsbereiche - unverwässert (EUR) 0,073 0,140 0,174 0,171 - verwässert (EUR) 0,073 0,140 0,174 0,171 (1) Konzern-Gesamtergebnisrechnung – 1. Januar bis 30. Juni 2011 in TEUR 2011 2010 1. Ergebnis Gesamtkonzern -15.383 5.093 2. sonstiges Ergebnis 114.623 27.655 1. Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung --13.888 27.518 2. Anteil am sonstigen Ergebnis von at equity bilanzierten assoziierten Unternehmen 0 137 3. Folgebewertung finanzielle Vermögenswerte 128.511 0 3. Gesamtergebnis der Periode 99.240 32.748 Gesamtergebnis der Periode zurechenbar auf: Aktionäre der Balda AG 99.240 32.594 Anteile anderer Gesellschafter 0 154 28