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Quar talsbericht   III/2011




Balda AG: Planmäßige Entwicklung | Leicht positives
operatives Ergebnis | Segment MobileCom verkauft



     Umsatzerlöse in den ersten neun Monaten mit 44,4 Millionen Euro leicht rückläufig
     (Vorjahresperiode: 46,5 Millionen Euro)

     Operatives Ergebnis (EBIT): 0,1 Millionen Euro (Vorjahresperiode 1,3 Millionen Euro)

     Ergebnis vor Steuern (EBT): 5,7 Millionen Euro (Vorjahr: 13,3 Millionen Euro)

     Planmäßiger Verkauf des Segments MobileCom unterstreicht Neuausrichtung




INHALT
Balda-Konzern im Überblick                   2     Zwischenlagebericht                          5
Brief an die Aktionäre                       3     Ausgewählte Angaben zum Anhang              16
Anmerkungen zur geänderten Struktur          4     Tabellen                                    23
Balda-Konzern im Überblick




           Balda-Konzern im Überblick
           in Mio. EUR                                            Dreiviertel-          Dreiviertel-       Veränderung                      3. Quartal         2. Quartal
                                                                  jahr 2011            jahr 20101            in Prozent                         2011               20111
           Umsatz                                                         44,4                  46,5                   -4,5                            15,4         15,5
                          Medical                                         24,4                  20,4                  20,2                              7,9          9,8
                          Electronic Products                             20,0                  26,1                 -23,4                              7,5          5,8
                          Central Services                                 0,7                   0,1                600,0                                            0,0
           Gesamtleistung                                                 50,4                  55,4                   -9,0                            16,0         19,4
           Betriebsergebnis (EBIT)                                          0,1                   1,3                -92,3                              -1,0         2,3
           EBIT-Marge (in %)                                                0,2                   2,4                                                   -6,5        11,9
           Ergebnis vor Steuern (EBT)                                       5,7                 13,3                  -57,1                             -4,8         4,6
           Ergebnis fortgeführte
           Geschäftsbereiche                                                6,6                 13,6                 -51,5                              -3,7         4,3
           Ergebnis aufgegebene
           Geschäftsbereiche                                              -35,0                  -6,7                                                   -9,4        -24,1
           Ergebnis Gesamtkonzern                                         -28,4                   6,9                                                  -13,1        -19,8
           Ergebnis pro Aktie (in Cent)         2
                                                                          -0,48                 0,13
           Operativer Cash Flow                                             2,6                 -11,6
           Mitarbeiterzahl     3
                                                                         1.107                 1.248

           1) Angepasste Werte, bereinigt um MobileCom
           2) Anzahl Aktien zum Stichtag in Millionen 58,891 (Vorjahresstichtag: 54,157)
           3) Anzahl Mitarbeiter einschl. dauerhaft beschäftigter Leiharbeitnehmer, Aushilfen und Auszubildende – nur fortgeführte Geschäftsbereiche




           Kurzprofil der Balda AG
           Technologien | Qualität | Überlegene Produkte
           Unsere Mission sind erstklassiges Engineering, Produkte von überlegener Qualität und schnelle, flexible Services für unsere
           Kunden - zu wettbewerbsfähigen Preisen. Baldas Erfolg basiert auf Investitionen in Forschung und Entwicklung wie auf dem
           Einsatz modernster, kosteneffizienter Technologien. Das Unternehmen wird auch künftig in innovative Technologien und in die
           Fähigkeiten seiner Mitarbeiter investieren. Unsere Teams aus verschiedenen Ländern und Kontinenten zielen kontinuierlich auf
           die bestmögliche Produktqualität. Wir wickeln Geschäfte einfach wie zügig und in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden
           ab. So schaffen wir Mehrwert für unsere Mitarbeiter, Geschäftspartner und Aktionäre.




2
Brief an die Aktionäre




Brief an die Aktionäre
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
Balda hat die bereits mehrfach angekündigte Absicht (zuletzt per ad hoc vom 4. August 2011), ihr Segment MobileCom zu veräußern,
umgesetzt und sie im Wege eines Management-Buy-Out (MBO) verkauft. Das Segment ist bereits seit dem Halbjahresabschluss
2011 bilanziell als „aufgegebener Geschäftsbereich“ ausgewiesen. Die Parteien haben am 31. Oktober mit Zustimmung des Balda-
Aufsichtsrats die Kaufverträge geschlossen.

Damit trennt sich Balda von seinen Aktivitäten im Mobilfunkgeschäft in China. Käufer ist die Ample Gain Enterprises Limited (AGE).
Der Bad Oeynhausener Konzern veräußert seine Gesellschaften in Beijing (BSBJ und BTO Technologies) sowie in Suzhou (BSSU)
samt Rechten an Liegenschaften, Gebäuden und Maschinenpark. Das Closing wird aller Voraussicht nach noch im November 2011
erfolgen. Über Einzelheiten der Transaktion wie Konditionen und den Kaufpreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. Der
Verkauf beendet das zuletzt aufgrund der herausfordernden Marktbedingungen verlustträchtige Engagement von Balda im Segment
MobileCom in China. Der Konzern setzt damit die für eine Fokussierung auf margenträchtigere Geschäftsbereiche, etwa im Bereich
Medical, notwendigen Kräfte frei. Gleichzeitig eröffnet Balda ein neues Kapitel in seiner Equity Story. Investitionen in bestehende
und potenzielle neue Geschäftsfelder kommen gegebenenfalls in Betracht.

Wie hat sich der Balda-Konzern entwickelt? In den ersten neun Monaten 2011 erzielte Ihr Unternehmen in den fortgeführten Ge-
schäftsbereichen Umsatzerlöse in Höhe von 44,4 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein leichter Rückgang um 2,1
Millionen Euro oder 4,5 Prozent. Im dritten Quartal beliefen sich die Erlöse auf 15,4 Millionen Euro. Sie lagen damit rund 3,0 Millio-
nen Euro unter der Vorjahresperiode. Verantwortlich für die geringeren Umsätze sind Entwicklungen im Segment Electronic Pro-
ducts mit Einbußen aufgrund von Lieferausfällen aus Japan bedingt durch die Naturkatastrophe. Gleichzeitig wirkten sich Projektver-
schiebungen negativ auf die Geschäftsentwicklung aus. Durch Verzögerungen in der Abrechnung von Werkzeugen fehlten zum
Quartalsschluss noch Umsätze im Medical-Segment. Die Abrechnungen an die Kunden werden im laufenden Quartal erfolgen.

Die Ergebnissituation war nach Abschluss von neun Monaten rückläufig. Das operative Ergebnis (EBIT) im Konzern nach einem
Dreivierteljahr erreichte 0,1 Millionen Euro nach 1,3 Millionen Euro im Vorjahr. Das EBIT im dritten Quartal war mit 1,0 Millionen
Euro negativ nach plus 0,7 Millionen Euro im Vorjahr. Wir sind trotz des vergleichsweise schwachen Ergebnisses nach neun Mo-
naten zuversichtlich, in den fortgeführten Geschäftsbereichen zum Jahresende planmäßig positiv abzuschneiden.

Wie ist der Stand bei der vom Vorstand anvisierten Akquisition? Bislang hat der Aufsichtsrat zu dem Vorschlag des Vorstands nicht
Stellung bezogen. Das Aufsichtsgremium wollte zunächst den Verkauf des Segments China als abgeschlossen sehen. Andererseits
muss noch geprüft werden, ob ein favorisiertes und geprüftes Unternehmen noch zum Kauf steht. Der Vorstand wird das Thema
nach der Veräußerung des Segments MobileCom wieder auf die Agenda des Aufsichtsrats bringen.

Wie wird Ihr Unternehmen das Geschäftsjahr 2011 abschließen? Wir rechnen mit Umsatzerlösen im Konzern am unteren Rand der
Prognose von rund 70 Millionen Euro bei einem leicht positiven operativen Ergebnis für die fortgeführten Geschäftsbereiche.

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, ich versichere Ihnen, dass Ihr Vorstand nach wie vor zu seinen Aussagen steht, die er
am 27. Mai 2011 anlässlich der Hauptversammlung gemacht hat, und alles unternimmt, um sie bestmöglich zu erreichen.

Rainer Mohr
Alleinvorstand




                                                                                                                                            3
Quartalsbericht III/2011




           Anmerkungen zur geänderten Struktur
           des Quartalsberichts
           Balda AG hat die bereits mehrfach angekündigte Absicht (zuletzt per ad hoc vom 4. August 2011), das Segment MobileCom
           zu veräußern, umgesetzt und im Wege eines Management-Buy-Out (MBO) am 31. Oktober 2011 verkauft. Das Segment ist
           bereits seit dem Halbjahresabschluss 2011 bilanziell als „aufgegebener Geschäftsbereich“ ausgewiesen.

           Im Bericht über das dritte Vierteljahr 2011 strukturiert der Balda-Konzern seine fortgeführten Geschäftsbereiche in die drei
           Segmente:

           Medical
           Electronic Products
           Central Services

           Fortgeführte und aufgegebene Geschäftsbereiche
           Die im Folgenden dargestellten Kennziffern der ersten neun Monate 2011 sind im Einzelnen der Ausweis der Werte der fortge-
           führten Geschäftsbereiche. Die im vorliegenden Bericht dargelegten Daten des dritten Vierteljahres 2010 stimmen in der
           Zusammensetzung der fortgeführten Geschäftsbereiche nicht überein mit den Werten aus dem Q3-Bericht 2010.

           Im Zwischenbericht zum 30. September 2010 gehörte das Segment MobileCom noch zu den fortgeführten Geschäftsberei-
           chen. Dem vorliegenden Zwischenbericht liegen für den fortgeführten Geschäftsbereich im Wesentlichen die Ergebnisse der
           folgenden operativ tätigen Gesellschaften zugrunde:

           Balda Medical GmbH & Co. KG
           Balda Solutions Malaysia Sdn. Bhd.
           Balda Solutions USA Inc.

           Die Kommentierungen der Kennzahlen im nachfolgenden Quartalsbericht beziehen sich immer nur auf die fortgeführten Ge-
           schäftsbereiche. Sofern Kommentierungen zu dem aufgegebenen Geschäftsbereich erfolgen, sind sie ausdrücklich hervorgeho-
           ben.

           Der vorliegende Bericht stellt, soweit notwendig, dementsprechend angepasste Vergleichszahlen dar.




4
Quartalsbericht III/2011




Zwischenlagebericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
Konjunkturelle Dynamik der Weltwirtschaft lässt nach
Der Entwicklung der Weltwirtschaft hat sich im dritten Quartal 2011 verlangsamt. Sowohl die Industrie- als auch die Schwel-
lenländer sind betroffen. Für die sieben größten Industrieländer (G7) geht die Organisation für wirtschaftliche Zusammen-
arbeit und Entwicklung (OECD) von einem Wachstum um rund 1,6 Prozent im Berichtszeitraum aus. Vor allem schwache
Konjunkturdaten aus den USA und Europa verstärken die Sorge um die Schuldenkrise der Industrieländer. Die Finanzkrise
der Staaten und Banken spitzt sich zu. Die Akteure des Finanzmarkts, u.a. informiert von den Wertungen der Ratingagen-
turen, verlieren zunehmend das Vertrauen in die Schuldentragfähigkeit der europäischen Banken und einzelner Staaten. Das
gilt besonders für die Länder, deren Sparprogramme und Konjunkturdaten deutlich hinter den Erwartungen zurückbleiben.
Diese Situation führte im Berichtszeitraum zu einer erneuten Verunsicherung an den Finanzmärkten.

Eurozone
Die mit der europäischen Schuldenkrise verbundenen Unsicherheiten sorgten auch im Berichtszeitraum für eine nachlassen-
de Konjunktur in der Eurozone. Die geplanten Sparmaßnahmen dürften in den nächsten Quartalen das Wachstum weiter
bremsen, falls keine neuen Subventionspakete beschlossen werden. Laut der Statistikbehörde Eurostat verzeichnete das
Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal 2011 einen Zuwachs um 1,6 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode. Gegenüber
dem ersten Quartal 2011 betrug der Zuwachs 0,2 Prozent. Zudem schätzt Eurostat die jährliche Inflationsrate der europäi-
schen Währungsunion im August 2011 auf 2,5 Prozent. Die Arbeitslosenquote in der Eurozone lag im August 2011 wie im
Vormonat bei 10,0 Prozent.

Deutschland
Das Wachstum in Deutschland hat sich im zweiten Vierteljahr 2011 weiter abgeschwächt. Nach Einschätzung des Statistischen
Bundesamtes (Destatis) verzeichnete das deutsche BIP im zweiten Quartal einen leichten Zuwachs von 0,1 Prozent gegenü-
ber 1,5 Prozent im ersten Vierteljahr 2011. Auch der Ifo-Geschäftsklimaindex erwartet ein Eintrüben des Wirtschaftsklimas.
Die Erwartungen der Unternehmen zu ihrem Geschäftsverlauf im kommenden halben Jahr haben sich weiterhin abgeschwächt.
Im Lauf von 2011 nahm der Index um mehr als 7 Punkte ab und betrug im Oktober 106,4 Punkte.

Trotz der Signale, dass der wirtschaftliche Aufschwung seinen Höhepunkt überschritten hat, und die konjunkturelle Dynamik
deutlich nachlässt, hat sich die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt im September 2011 überraschend verbessert. Die
Arbeitslosenquote ging zum Ende des dritten Quartals auf 6,6 Prozent zurück. Ein Jahr zuvor hatte sie noch bei 7,2 Prozent
gelegen.

USA
In den USA hat sich die Konjunktur spürbar abgekühlt. Das BIP blieb im zweiten Quartal mit einem Zuwachs von nur 1,3
Prozent unter den Prognosen. Als Belastungsfaktoren wirkten der schwache private Konsum und die steigenden Staatsaus-
gaben. Sollte es der Politik in den USA nicht gelingen, eine überzeugende Lösung für die Schuldenprobleme zu finden,
besteht das Risiko, dass sich die konjunkturelle Abkühlung beschleunigt. Das Handelsbilanzdefizit der Vereinigten Staaten
von Amerika betrug im August 2011 rund 134,2 Milliarden US-Dollar und belief sich deutlich über dem Niveau des
Vorjahresmonats von rund 90 Milliarden Euro. Die Einkommen der Haushalte sind im August erstmals seit Herbst 2009
gesunken. Die Arbeitslosenquote der USA verharrte im August 2011 unverändert bei 9,1 Prozent. Die Inflationsrate belief
sich im gleichen Zeitraum auf rund 3,8 Prozent.




                                                                                                                                  5
Quartalsbericht III/2011




           Branchensituation
           Medizintechnik
           Die deutsche Medizintechnikbranche zeigte sich auch im ersten Halbjahr 2011 konjunkturunabhängig. Trotz der weltweit
           volatilen Märkte bleibt die Nachfrage nach deutschen Medical Produkten stabil. Laut dem Fachverband SPECTARIS verzeich-
           neten die inländischen Medizintechnik-Hersteller in den ersten sechs Monaten 2011 Umsatzerlöse von mehr als zehn
           Milliarden Euro. Das entspricht einem Zuwachs um rund 10 Prozent gegenüber der Vergleichsperiode 2010.

           Zum Boom trugen in erster Linie die weiter steigenden Bestellungen aus dem Ausland bei. Das internationale Geschäft nahm
           im ersten Halbjahr 2011 laut SPECTARIS um mehr als 13 Prozent zu. Vor allem der Export nach China und den USA nahm
           zum Jahresbeginn um 35 Prozent bzw. 18 Prozent zu. Die Binnennachfrage blieb dagegen mit einem Plus von rund 4 Pro-
           zent vergleichsweise moderat.

           Electronic Products
           Die weltweite Nachfrage nach Kommunikations- und Unterhaltungselektronik nimmt trotz der angespannten Finanzlage vor
           allem in Europa und den USA weiter zu. Ursächlich für den positiven Trend ist die hohe Nachfrage in den Schwellenländern.
           Der Umsatz mit Elektronikprodukten in den aufstrebenden BRIC-Staaten soll 2011 Experten zufolge um mehr als 10 Prozent
           zunehmen. Der globale Hightech-Markt wird 2011 laut dem Branchenverband BITKOM um rund 4 Prozent wachsen.

           Den Experten von BITKOM zufolge erwarten auch die deutschen Hersteller von Hightech-Produkten im dritten Quartal 2011
           steigende Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Geschäftsklima in der inländischen Elektronikindustrie hat sich
           im dritten Quartal 2011 wieder verbessert. Der BITKOMM-Index stieg um elf auf 63 Punkte.

           Marktbeobachter führen die positive Entwicklung auf neue Technologien und leistungsfähige Endgeräte zurück. Auch diverse
           Software-Applikationen ziehen immer mehr Konsumenten an.




           Geschäftsentwicklung
           Ertragslage Konzern
           Die Balda-Unternehmensgruppe leitete im zweiten Quartal 2011 die Suche nach einem Joint Venture-Partner und Investor für
           die Gesellschaften des Segments MobileCom ein. Das Segment wird seit dem zweiten Vierteljahr 2011 dem aufgegebenen
           Geschäftsbereich zugerechnet. Die Einflussfaktoren für diese Entscheidung legt der Halbjahresbericht 2011 umfassend dar.
           Die produzierenden Segmente Medical und Electronic Products zählen weiterhin zu den fortgeführten Geschäftsbereichen
           des Balda-Konzerns. Ihre Geschäftsentwicklung liegt im Rahmen der Planung.

           Ertragslage Konzern in den fortgeführten Geschäftsbereichen
           Die Unternehmensgruppe verzeichnete in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres in den fortgeführten
           Geschäftsbereichen Umsatzerlöse von rund 44,4 Millionen Euro. Das ist ein Minus gegenüber den ersten neun Monaten
           2010 in Höhe von 2,1 Millionen Euro oder rund 4,5 Prozent. Mit Umsätzen von 15,4 Millionen Euro erwirtschaftete der
           Konzern im dritten Quartal rund 3,0 Millionen Euro weniger Erlöse als im Vergleichszeitraum 2010.

           Ursächlich für diese Entwicklung ist das Segment Electronic Products. Electronic Products ist von der Japan-Krise und von
           Projektverschiebungen betroffen. Durch Verzögerungen bei der Abrechnung von Werkzeugen fehlen dem Segment Medical
           Umsatzerlöse im dritten Quartal 2011.




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Quartalsbericht III/2011




Der Balda-Konzern weist in den ersten neun Monaten für               Umsätze Konzern Januar bis September
seine fortgeführten Geschäftsbereiche ein operatives Er-             in Mio. Euro

gebnis (EBIT) von 0,1 Millionen Euro (Vorjahresperiode: 1,3               2011                                       44,4
Millionen Euro) aus. Im dritten Quartal von Juli bis Septem-
                                                                           2010                                         46,5
ber belief sich das EBIT der Unternehmensgruppe auf
minus 1,0 Millionen Euro (Vorjahresperiode: plus 0,7 Millio-                      0         15          30           45
nen Euro). Das Finanzergebnis der Unternehmensgruppe
betrug im dritten Vierteljahr 2011 5,6 Millionen Euro. In der Vorjahresperiode betrug diese Position rund 11,9 Millionen Euro.
Das Vorsteuerergebnis (EBT) liegt im Berichtszeitraum mit 5,7 Millionen Euro rund 7,6 Millionen Euro unter dem
Vorjahreswert von 13,3 Millionen Euro.

Nach Saldieren der Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 0,9 Millionen Euro (Vorjahresperiode: 0,4 Millionen Eu-
ro) erreichte der Überschuss in den fortgeführten Geschäftsbereichen des Balda-Konzerns nach neun Monaten im laufenden
Geschäftsjahr 6,6 Millionen Euro nach 13,6 Millionen Euro in der Vorjahresperiode.

Segment Medical wächst bei Umsatz und Ertrag
Das Umsatzvolumen des Segment Medical in den ersten neun Monaten 2011 verzeichnete mit 24,4 Millionen Euro eine
deutliche Steigerung nach der Vorjahresperiode mit 20,4 Millionen Euro. Das Geschäft zieht im Jahr 2011 planmäßig an.
Durch Verzögerungen bei der Abrechnung von Werkzeugen fehlen dem Segment Umsatzerlöse im dritten Quartal 2011. Die
Rechnungsstellung erfolgt im vierten Quartal 2011. Das operative Ergebnis des Segments belief sich nach den ersten neun
Monaten mit 1,7 Millionen Euro leicht über dem Vorjahresniveau von 1,6 Millionen Euro. Das Vorsteuerergebnis (EBT) betrug
1,6 Millionen Euro (Vorjahr: 1,4 Millionen Euro). Das Geschäftsfeld Medical liegt im Rahmen der Erwartungen. Der Trend
stimmt.

Segment Electronic Products leidet unter Lieferausfällen aus Japan
Die Umsatzerlöse des Segments Electronic Products beliefen sich zum 30. September 2011 auf rund 20,0 Millionen Euro
nach 26,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Diese Entwicklung ist zum Teil auch auf die Folgen der Nuklearkatastrophe
in Japan zurückzuführen. Engpässe beim Liefern von Elektronikkomponenten aus Japan zum Einbau in elektronische Geräte
führten in Malaysia zu Produktionsausfällen. Das belastete das Auftragsvolumen des Segments. Gleichzeitig führten
Auftragsverschiebungen zu geringeren Umsatzerlösen in der Berichtsperiode.

Das operative Ergebnis des Segments verzeichnete ein Minus in Höhe von 1,5 Millionen Euro (Vorjahr: minus 2,6 Millionen
Euro). Im zweiten und dritten Quartal erreichte das Segment ein ausgeglichenes Ergebnis. Das Vorsteuerergebnis von Elec-
tronic Products verbuchte im Berichtszeitraum ein Minus von 1,4 Millionen Euro (Vorjahr: minus 2,5 Millionen Euro). Die
Tendenz der Geschäftsentwicklung des Segments ist positiv.

Segment Central Services
Die Ergebnisse des Segments Central Services resultieren aus Holding-, Finanzierungs- und Vermietungsleistungen mit der
Immobilie in Bad Oeynhausen sowie aus Entwicklungsleistungen der Konzerntochter in den USA. Das Finanzergebnis enthält
auch Währungsgewinne aus interner Finanzierung.

Die Gesamtleistung des Segments Central Services belief sich per 30. September 2011 auf 0,7 Millionen Euro. Das operati-
ve Ergebnis (EBIT) betrug nach den ersten neun Monaten 0,1 Millionen Euro (Vorjahr: 3,0 Millionen Euro). Das Vorsteuerer-
gebnis (EBT) erreichte 5,7 Millionen Euro gegenüber 15,0 Millionen Euro im Vorjahr. Ursächlich für den Rückgang ist im
Wesentlichen der Wegfall der Ergebnisse assoziierter Unternehmen. Ergebnisse assoziierter Unternehmen aus der Betei-
ligung an der TPK fallen nach dem Verlust des maßgeblichen Einflusses und der Umstellung der Bewertung im Oktober
2010 als finanzieller Vermögenswert nicht mehr an. In der Vorjahresperiode stand hier noch ein Wert von 14,3 Millionen
Euro zu Buche. Andererseits sind im EBT das sonstige Finanzierungsergebnis in Höhe von 5,2 Millionen Euro mit Wäh-




                                                                                                                                     7
Quartalsbericht III/2011




           rungsgewinnen aus interner Finanzierung enthalten.            Umsätze nach Segmenten Januar bis September
           Diese Währungsgewinne stammen im Wesentlichen aus             in Mio. Euro                                = 2011         = 2010

           einem im Geschäftsjahr 2009 von der Balda Invest-                 Medical                                  24,4
           ments Singapore (BIS) an die Balda AG in US-Dollar                                                 20,4

           gewährten Darlehen zur Tilgung der Bankverbindlich-             Electronic                         20,0
                                                                            Products                                   26,1
           keiten. Der Gewinn ergibt sich aus den mit Stichtagskurs
           ermittelten Währungsdifferenzen zwischen US-Dollar und            Central   0,7
                                                                            Services 0,1
           Euro.
                                                                                        0       10           20               30
           Aufgegebener Geschäftsbereich
           Der aufgegebene Geschäftsbereich besteht aus dem früheren Segment MobileCom. Das Segment verzeichnete im Berichts-
           zeitraum einen Periodenverlust von 35,0 Millionen Euro nach minus 6,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Ursächlich für
           die negative Entwicklung sind in erster Linie Sonderabwertungen auf den erwarteten Verkaufspreis.

           Vermögenslage
           Der Balda Konzern weist zum Ende des dritten Quartals 2011 eine Bilanzsumme in Höhe von 661,0 Millionen Euro aus (31.
           Dezember 2010: 810,5 Millionen Euro). Der Rückgang um 149,5 Millionen Euro ist im Wesentlichen auf die Wertabnahme
           der TPK-Beteiligung in den Finanzanlagen zurückzuführen.

           Die langfristigen Vermögenswerte verzeichneten zum 30.    Bilanzsumme Konzern
           September 2011 einen Rückgang um 278,9 Millionen          in Mio. Euro

           Euro auf 432,7 Millionen Euro (31. Dezember 2010:        30.09.2011                            661,0
           711,7 Millionen Euro). Diese Abnahme resultiert aus der
           erwähnten Wertabnahme der TPK-Beteiligung sowie aus
                                                                       31.12.2010                            810,5
           einer anteiligen Umgliederung in den kurzfristigen
           Bereich von den zur Veräußerung anstehenden Aktien.                    0        300        600         900
           Der TPK Aktienkurs reduzierte sich von 670 Taiwane-
           sischen Dollar zum 31. Dezember 2010 auf 577 Taiwanesische Dollar zum 30. September 2011. Überdies führten
           Abwertungen und Umgliederungen der langfristigen Vermögenswerte des Segments MobileCom zu einer weiteren Abnahme.

           Das Net Working Capital der fortgeführten Geschäftsbereiche, also die kurzfristigen Vermögenswerte (ohne Liquide Mittel)
           abzüglich der kurzfristigen Verbindlichkeiten (ohne Bankverbindlichkeiten), nahm in der Berichtsperiode ab. Es betrug zum
           Schluss des dritten Quartals 5,5 Millionen Euro (Bilanzstichtag 2010: 14,8 Millionen Euro).

           Das Eigenkapital nahm zum 30. September 2011 auf              Eigenkapitalquote Konzern
           614,2 Millionen Euro ab (Bilanzstichtag 2010: 749,7           (in Prozent)

           Millionen Euro). Das Konzernergebnis, die Neubewer-          30.09.2011                                           92,9
           tung der TPK-Anteile sowie Währungsumrechnungs-
           differenzen waren im Wesentlichen für den Rückgang
                                                                          31.12.2010                                         92,5
           um 135,5 Millionen Euro verantwortlich. Die Eigenkapi-
           talquote lag zum 30. September 2011 fast unverändert                             0   25      50        75           100
           bei 92,9 Prozent (31. Dezember 2010: 92,5 Prozent).

           Weitere Ausführungen zu den einzelnen Posten der Bilanz zum 30. September 2011 legen die Ausführungen auf Seite 18 im
           „Verkürzten Anhang“ dar.

           Finanzlage
           Die Kapitalflussrechnung ist gemäß IFRS für den Gesamtkonzern – einschließlich aufgegebener Geschäftsbereich – aufge-
           stellt. Die Werte des aufgegebenen Geschäftsbereichs sind in der Tabelle des Anhangs zusätzlich als „davon“-Vermerk ange-
           geben.


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Quartalsbericht III/2011




Aus laufender Geschäftstätigkeit flossen der Balda-Unternehmensgruppe in den ersten neun Monaten 2011 Mittel in Höhe
von 2,6 Millionen Euro zu. In der Vergleichsperiode des Vorjahres verzeichnete der Konzern einen Mittelabfluss in Höhe von
11,6 Millionen Euro. Ursache für die Zunahme in der Berichtsperiode 2011 war vor allem der Abbau des Working-Capital.

Der Balda-Konzern gab in der Berichtsperiode für Investitionstätigkeiten 3,3 Millionen Euro aus (Vorjahr: 10,0 Millionen
Euro). In der Vorjahresperiode war der Cash Flow aus Investitionstätigkeiten geprägt durch Einzahlungen auf dem Verkauf
von Anteilen an Konzernunternehmen (12,1 Millionen Euro) und von Dividendenzuflüssen (6,9 Millionen Euro).

In den ersten neun Monaten 2011 führten vor allem die Rückführung von Kreditlinien im Segment MobileCom in Höhe von
9,0 Millionen Euro zu Mittelabflüssen aus Finanzierungstätigkeit. Im Vorjahr ergab sich aufgrund von Inanspruchnahmen von
Kreditlinien Mittelzuflüsse aus Finanzierungstätigkeiten in Höhe von 9,8 Millionen Euro.

Der Finanzmittelbestand Ende September 2011 belief sich im Gesamtkonzern auf 38,7 Millionen Euro (30. September 2010:
55,3 Millionen Euro). Bezogen auf den fortgeführten Geschäftsbereich betrug der Finanzmittelbestand 35,8 Millionen Euro.

Aufgrund des weiterhin komfortablen Finanzmittelbestands ist Balda in der Lage, das operative Geschäft 2011 aus den vor-
handenen Eigenmitteln zu finanzieren.




Wesentliche Ereignisse im dritten Quartal
Veränderungen der Aktionärsstruktur
Im Verlauf des dritten Quartals 2011 traten Veränderungen in der Aktionärsstruktur der Balda AG ein.

Am 4. August 2011 erhöhte der Großaktionär Octavian Special Masterfund seine Beteiligung an der Balda AG auf 5,22 Pro-
zent (3.076.810 Stimmrechte von insgesamt 58.890.636 Stimmrechten).

TPK-Dividende
Am 29. August 2011 hat TPK eine Dividende in Form einer Sachdividende durch Aktien auf Basis des Beschlusses der
Hauptversammlung vom 9. Juni 2011 ausgeschüttet. Auf Balda entfielen 1.799.918 Aktien. Das Aktienpaket von Balda an
TPK hat sich damit auf 37.798.283 Aktien erhöht.




Investitionen
Der Balda-Konzern investierte im laufenden Geschäftsjahr bis zum 30. September 2011 in seinen fortgeführten Geschäfts-
bereichen wie im Vorjahr insgesamt 1,4 Millionen Euro in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.

Bei den Investitionen im fortgeführten Geschäftsbereich handelt es sich im Wesentlichen um Ersatzinvestitionen. Im Seg-
ment Medical beliefen sich die Investitionen auf rund 0,7 Millionen Euro. Für Sachanlagen und Maschinen im Segment
Electronic Products investierte die Balda-Gruppe in den ersten neun Monaten 2011 rund 0,4 Millionen Euro. Im Segment
Central Services betrugen die Investitionen rund 0,3 Millionen Euro. Für immaterielle Vermögensgegenstände wendete die
Balda-Gruppe rund 0,1 Millionen Euro im Segment Medical sowie 0,2 Millionen Euro im Segment Central Services auf.

Im aufgegebenen Geschäftsbereich (MobileCom) investierte der Balda-Konzern im Berichtszeitraum bis zum 30. September
2011 insgesamt 1,5 Millionen Euro. Diese Investitionen waren zur Optimierung der Infrastruktur in der neuen Produktions-
stätte in Beijing notwendig. Das Investitionsvolumen im Vergleichszeitraum des Vorjahres belief sich auf rund 5,3 Millionen
Euro. Der wesentliche Anteil entfiel auf den Ausbau des neuen Produktionsstandortes in Beijing.




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Quartalsbericht III/2011




        Kapitalstruktur, Vorstand und Kontrollwechsel
        Die Balda AG hat gemäß den Vorschriften des § 289 Absatz 4 und § 315 Absatz 4 des HGB folgende zusätzliche Angaben zu machen:

        Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals
        Zum 30. September 2011 betrug das Grundkapital der Gesellschaft 58.890.636 Euro und war in 58.890.636 Stückaktien
        mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1,00 Euro je Aktie zerlegt. Je eine Aktie gewährt in der
        Hauptversammlung der Gesellschaft eine Stimme.

        Verkleinerung des Aufsichtsrats und Änderung der Satzung
        Unter Änderung der Satzung des Unternehmens mit Wirkung zum 3. Juli 2011 hat die Hauptversammlung den Aufsichtsrat
        von sechs auf drei Mitglieder verkleinert. Mitglieder des Aufsichtsrats sind: Dr. Michael Naschke (Vorsitzender), Rechtsanwalt
        und Partner der Rechtsanwaltskanzlei van Aubel, Berlin, Chun-Chen Chen (stellvertretender Vorsitzender), Vorstandsvorsitz-
        ender der TVM Corporation und der Touch Video Monitor Corporation, Taipeh und Yu-Sheng Kai, Managing Director der
        Eternal Union International Limited, Hongkong.

        Beschränkungen der Stimmrechte oder der Übertragung von Aktien
        Alle Aktien der Gesellschaft sind satzungsgemäß frei übertragbar.

        Die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffende Beschränkungen sind dem Vorstand der Gesellschaft zum Be-
        richtszeitpunkt nicht bekannt.

        Beteiligungen, die zehn Prozent des Kapitals überschreiten
        Am 30. September 2011 hielten folgende Aktionäre direkt oder indirekt Beteiligungen am Grundkapital der Gesellschaft, die
        mehr als 10 Prozent der Stimmrechte gewähren:

        Yield Return Investments Ltd., Apia, Samoa: 27,60 Prozent des Kapitals und der Stimmrechte
        Yun-Ling Chiang, Richmond, Kanada: 27,60 Prozent des Kapitals und der Stimmrechte indirekt über Yield Return Investments Ltd.

        Inhaber von Aktien mit Sonderrechten
        Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

        Gesonderte Stimmrechtskontrolle für Arbeitnehmer
        Nach Kenntnis des Vorstands üben Mitarbeiter, die Aktien der Gesellschaft halten, ihre Stimmrechte unmittelbar aus.

        Befugnisse des Vorstands
        Genehmigtes Kapital:
        Dem Vorstand und Aufsichtsrat stehen dieselben Rechte wie zum 31. Dezember 2010 bezüglich des genehmigten Kapitals zu.

        Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien und zur Einziehung so erworbener Aktien:
        Die Hauptversammlung 2011 ermächtigte den Vorstand der Gesellschaft, bis zum 26. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats
        eigene Aktien im Umfang bis zu 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben.

        Wesentliche Vereinbarungen für den Fall eines Kontrollwechsels
        Auf Ebene der Balda AG, aber auch bei Konzernunternehmen, existieren verschiedene Vereinbarungen, die unter der Be-
        dingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Da eine genauere Angabe dieser Vereinbarungen
        geeignet ist, der Balda AG einen erheblichen Nachteil zuzufügen, wird auf Ausführungen im Einzelnen verzichtet.

        Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebotes
        Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Über-
        nahmeangebots.



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Quartalsbericht III/2011




Mitarbeiter
Personalstand im dritten Quartal aufgestockt                   Mitarbeiterzahl
Die Zahl der Mitarbeiter hat im dritten Quartal 2011 gering-
                                                               30.9.2011                                1.107
fügig zugenommen. Der Balda-Konzern beschäftigte zum
30. September 2011 in seinen fortgeführten Geschäftsbe-
                                                                30.6.2011                           1.025
reichen insgesamt 1.107 Mitarbeiter. Das ist eine Zunahme
um 82 Beschäftigte im Vergleich zum 30. Juni 2011 mit                     0            500       1.000        1.500
1.025 Beschäftigten. Der Zuwachs geht hauptsächlich auf
Neueinstellungen im Segment Electronic Products zurück. Das Segment Medical stockte seine Personalzahl im Berichtszeit-
raum ebenfalls leicht auf.

Die Personalaufwandsquote des Konzerns blieb per 30. September 2011 nahezu unverändert und belief sich auf rund 26,2
Prozent (30. Juni 2011: 25,7 Prozent).

Seit dem zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres             Personalaufwandsquote
zählt das Segment MobileCom zu den aufgegebenen Ge-
                                                                   30.9.2011                                    26,2 %
schäftsbereichen und beschäftigte zum 30. September 2011
insgesamt 350 Mitarbeiter (30. Juni 2011: 583 Mitarbeiter).
                                                                     30.6.2011                               25,7 %
Per Ende Dezember 2010 waren in den Werken in China
noch 1.344 Mitarbeiter tätig.                                                    0         10          20         30

Ein leichtes Plus verzeichnete Medical. Das Segment setzte am Standort Deutschland im Berichtszeitraum 218 Mitarbeiter
nach 213 Beschäftigten zum Ende des zweiten Vierteljahres 2011 ein. Die positive Geschäftsentwicklung des Segments ist
ursächlich für die leicht gestiegene Mitarbeiterzahl.

Zum 30. September 2011 beschäftigte das Segment Electronic Products insgesamt 869 Mitarbeiter. Per 30. Juni 2011
waren noch 789 Beschäftigte in den Produktionsstätten in Malaysia tätig. Das Plus um 80 Mitarbeiter oder rund 10 Prozent
resultierte aus der Neueinstellung von Zeitarbeitnehmern.

Mit 20 Beschäftigten blieb die Zahl der Angestellten im Segment Central Services unter dem Niveau des zweiten Quartals
2011. Zum 30. Juni 2011 waren in den Holdinggesellschaften und dem Entwicklungscenter in USA 23 Mitarbeiter tätig.



Nachtragsbericht
Veräußerung von Anteilen des Segments MobileCom
Balda hat die bereits mehrfach angekündigte Absicht (zuletzt per ad hoc vom 4. August 2011), ihr Segment MobileCom zu veräu-
ßern, umgesetzt und sie im Wege eines Management-Buy-Out (MBO) verkauft. Das Segment ist bereits seit dem Halbjahresab-
schluss 2011 bilanziell als „aufgegebener Geschäftsbereich“ ausgewiesen. Die Parteien haben am 31. Oktober mit Zustimmung
des Balda-Aufsichtsrats die Kaufverträge geschlossen.

Damit trennt sich Balda von seinen Aktivitäten im Mobilfunkgeschäft in China. Käufer ist die Ample Gain Enterprises Limited
(AGE). Der Bad Oeynhausener Konzern veräußert seine Gesellschaften in Beijing (BSBJ und BTO Technologies) sowie in Suzhou
(BSSU) samt Rechten an Liegenschaften, Gebäuden und Maschinenpark. Das Closing wird aller Voraussicht nach noch im No-
vember 2011 erfolgen. Über Einzelheiten der Transaktion wie Konditionen und den Kaufpreis haben die Parteien Stillschweigen
vereinbart. Der Verkauf beendet das zuletzt aufgrund der herausfordernden Marktbedingungen verlustträchtige Engagement von
Balda im Segment MobileCom in China. Der Konzern setzt damit die für eine Fokussierung auf margenträchtigere
Geschäftsbereiche, etwa im Bereich Medical, notwendigen Kräfte frei.

                                                                                                                               11
Quartalsbericht III/2011




        Darüber hinaus sind nach dem 30. September 2011 keine Ereignisse eingetreten, die für den Balda-Konzern von wesentlicher
        Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens führen.



        Prognosebericht
        Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
        Die Einschätzung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat sich gegenüber dem Bericht über das erste Halbjahr 2011 ein-
        getrübt. Die positive Entwicklung der Weltwirtschaft wird im Jahr 2011 deutlich gebremst weitergehen. Der Internationale
        Währungsfonds (IWF) geht für das laufende Jahr von einem globalen Wachstum von 4 Prozent aus. Wachstumstreiber der
        Weltwirtschaft bleiben die Schwellenländer. Die entscheidenden Wachstumsimpulse kommen von den Exporten sowie stei-
        genden Rohstoffpreisen. Für China wird ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 9,4 Prozent erwartet.

        Das Wachstum der US-Wirtschaft wird sich im laufenden Jahr auf 1,6 Prozent abschwächen. Zuletzt haben sich die Abwärts-
        risiken der US-Konjunktur durch einen anhaltend schwierigen Arbeitsmarkt und die hohe Staatsverschuldung weiter erhöht.

        In der Eurozone dürfte die Schuldenkrise der Banken und einiger Euroländer das Ausgabeverhalten der privaten und öffent-
        lichen Haushalte weiter belasten. Der IWF rechnet für das Jahr 2011 für die Eurozone mit einem Wachstum des BIP von
        rund 1,5 Prozent nach 1,7 Prozent im Vorjahr.

        Für Deutschland rechnen die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute nicht mit einer Rezession. Nach Aussagen der Ökono-
        men soll die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal etwas schrumpfen. Insgesamt soll die Wirtschaft in Deutschland 2011 um
        insgesamt rund 2,9 Prozent wachsen. Die Arbeitslosigkeit wird nach Einschätzung der führenden Wirtschaftsforschungsin-
        stitute weiter sinken. Laut dem Herbstgutachten soll die Arbeitslosenzahl von knapp unter drei Millionen im laufenden Jahr
        auf rund 2,8 Millionen Menschen im Jahr 2012 zurückgehen. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 7,0 Prozent für das
        Jahr 2011 und 6,7 Prozent für 2012.



        Branchensituation
        Medizintechnik
        Die Nachfrage nach deutscher Medizintechnik bleibt 2011 und 2012 laut dem Branchenverband SPECTARIS auf einem stabi-
        len Niveau. Nach dem Plus von 9 Prozent 2010 nehmen die Umsätze auch im laufenden Jahr zweistellig zu. Insbesondere
        die steigenden Bestellungen aus dem Ausland tragen zu diesem Ergebnis bei. Laut Marktforschern werden die Emerging
        Markets künftig für deutsche Medizintechnik noch mehr an Bedeutung gewinnen.

        Die alternde Bevölkerung in Westeuropa sowie die Bereitschaft der Konsumenten, mehr Mittel für Gesundheit auszugeben,
        stützen die optimistischen Prognosen der Experten. Die Innovationskraft der inländischen Produzenten von medizintechni-
        schen Produkten ist ein weiterer Treiber des prognostizierten Wachstums. Chancen sehen Marktbeobachter vor allem in der
        internationalen Akzeptanz deutscher Healthcare-Produkte. Experten gehen nahezu von einer Verdoppelung des globalen Ge-
        sundheitsmarkts von derzeit 220 Milliarden Euro auf rund 450 Milliarden Euro bis zum Jahr 2020 aus.

        Electronic Products
        Die andauernden Turbulenzen an den Finanzmärkten blieben in den ersten neun Monaten 2011 ohne gravierende Folgen für
        den globalen Markt für Elektronikprodukte. Auch die Prognosen für die kommenden Monate sind überwiegend optimistisch.
        Die Mehrheit der Unternehmen in der Elektronikbranche erwartet im Jahr 2012 weiteres Wachstum.

        Attraktive und leicht zu bedienende Geräte, wie Tablet-PC und Elektronikkomponenten für Smartphones, werden die weltwei-
        te Nachfrage weiter vorantreiben. Auch neu entwickelte Softwareprogramme und -anwendungen (sog. Apps) werden die Ab-


12
Quartalsbericht III/2011




satzentwicklung positiv beeinflussen. Die schnelle Entwicklung neuer Geräte und die immer kürzeren Lebenszyklen der Pro-
dukte verschärfen jedoch den Preiswettbewerb unter den Herstellern von Consumer Electronics. Diese Entwicklung wird laut
Experten trotz höherer Umsätze zu sinkenden Margen führen.



Künftige Unternehmenssituation
Das Segment Electronic Products wird die durch Lieferausfälle von Elektronikkomponenten aus Japan eingetretenen Umsatz-
verluste 2011 nicht mehr ganz bis zum Jahresschluss aufholen können. Das anvisierte Umsatzziel wird nicht im vollen Um-
fang erreicht. Nach einem negativen operativen Ergebnis (EBIT) im ersten Quartal 2011 und zwei ausgeglichenen Quartalen
ist zum Jahresschluss mit einem Minus beim EBIT zu rechnen.

Die Umsatzerlöse des Segments Medical werden sich im letzten Quartal 2011 deutlich gegenüber den Vorquartalen erhöhen.
Die Ergebnissituation wird sich verbessern.

Der Balda-Konzern rechnet im Geschäftsjahr 2011 in den fortgeführten Geschäftsbereichen mit Umsatzerlösen im unteren
Bereich der bisherigen Prognose von rund 70 Millionen Euro bei einem leicht positiven operativen Ergebnis (EBIT). Etwaige
Sondereffekte oder Sonderabwertungen sind nicht berücksichtigt. Das Vorsteuerergebnis (EBT) wird über dem Niveau des
operativen Ergebnisses ausfallen.




Risiken- und Chancenbericht
Der Balda-Konzern identifiziert und bewertet seine Chancen und Risiken laufend. Der Konzernlagebericht für das Geschäfts-
jahr 2010 beschreibt die künftigen Chancen und Risiken der Unternehmensgruppe im Einzelnen ausführlich. Veränderungen
der Chancen- und Risikosituation zeigte auch der Zwischenbericht zum ersten Halbjahr 2011. Im dritten Quartal des laufen-
den Geschäftsjahres hat sich die Chancen- und Risikolage des Konzerns aufgrund folgender neuer Einflussfaktoren verän-
dert:

Finanzrisiken
Die Entwicklung der Finanzmärkte könnte für die Balda AG zur Zuspitzung von Risiken führen. Das gilt besonders für wach-
sende Inflation, Kaufzurückhaltung der Verbraucher und belastende Einflüsse auf den Aktienkurs der Balda-Beteiligung TPK.

Eskalierende Staatsschulden mehrerer Euro-Staaten und Banken sowie die damit verbundenen Risiken prägten die Finanz-
märkte im dritten Vierteljahr 2011. Trotz mehrmaliger Interventionen der Europäischen Zentralbank, des Internationalen
Währungsfonds und der Europäischen Kommission bleibt die Situation in Griechenland sowie in weiteren Peripherieländern
fragil. Die nur langsam vorankommenden strukturellen Änderungen erhöhten die Wahrscheinlichkeit eines Schuldenschnitts
in Griechenland. Auch Italien ist von steigendem Staatsdefizit betroffen. Aufgrund des zögerlichen Managements der Regie-
rungen in Europa stufte die Ratingagentur Standard and Poor’s im September 2011 die Kreditwürdigkeit Italiens herab.
Dieser Schritt verunsicherte die Märkte zusätzlich.

Der Schuldenschnitt Griechenlands in Höhe von 50 Prozent führt zu hohen Abschreibungen der Banken und belastet so die
Kapitalausstattung der betroffenen Finanzinstitute. Nach dem Beschluss der EU-Staaten vom 26. Oktober 2011 werden diese
Belastungen gegebenenfalls von dem EFSF-Fonds oder von den Staaten abgefedert. Weitere fiskale Aktionen der Politik
wären notwendig, um den Bestand von Banken zu schützen. Dieses Szenario könnte die Staatsverschuldung in Europa wei-
ter verschärfen.




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Quartalsbericht III/2011




        Trotz der gelungenen Erhöhung der Schuldengrenze bleiben auch die USA ein belastender Einflussfaktor für die globale Wirt-
        schaft. Die hohe Verschuldung der öffentlichen Hand, der Unternehmen und Privathaushalte einerseits sowie die Kaufzurück-
        haltung, die hohe Arbeitslosigkeit und das geringe Wachstum andrerseits sind Risikofaktoren der US-Wirtschaft.

        Die durch die Interventionen der Notenbanken drastisch gewachsene Geldmenge verstärkt die Gefahr einer wachsenden In-
        flation. Auch die steigenden Nahrungsmittel- und Energiepreise sind ein Risikofaktor für die globale Preisstabilität. Von dieser
        Entwicklung sind insbesondere die als Anlagedestination geltenden Schwellen- und Entwicklungsländer betroffen.

        Die durch die Bankenkrise in Europa verstärkte Verunsicherung an den Aktienmärkten könnte die Börsen global weiter bela-
        sten. Darunter könnte auch der Aktienkurs der TPK entgegen positiver Fundamentaldaten leiden.

        Währungsrisiken
        Durch die Veränderung der Währungsparitäten zwischen Euro und US-Dollar könnten weitere Risiken eintreten. Eine Schwächung
        des US-Dollars könnte die in der amerikanischen Währung fakturierten Umsätze der Unternehmensgruppe negativ beeinflus-
        sen. Ein etwaiger Rückgang des Euro würde die in Deutschland ansässige Tochtergesellschaft Medical belasten. Im Blick auf
        den Verkauf von TPK-Anteilen könnten Risiken für die Unternehmensgruppe aus den Kursschwankungen des Taiwanesischen
        Dollars zum US Dollar entstehen.

        Risiken und Chancen am Markt für Zulieferer
        Die schwierige Lage am Markt für Rohstoffe könnte den Preisdruck in den Absatzmärkten zusätzlich verstärken. Negativ auf
        die Unternehmensgruppe kann sich auch der zunehmende Wettbewerb in den Absatzmärkten mit steigendem Preisdruck
        auswirken.

        Kundenrisiken
        Die Geschäftsentwicklung des Balda-Konzerns hängt vom Markterfolg seiner Kunden ab. Die Nicht-Akzeptanz von Produkten
        und etwaige Verluste von Marktanteilen dieser Kunden können das Auftragsvolumen des Konzerns negativ beeinflussen.

        Die Balda-Gruppe nimmt die Chance wahr, durch Vorantreiben der technologischen Diversifizierung und weitere Innovation
        dieses Risiko effizient zu steuern. Mit der Entwicklung eigener Produkte für neue Kunden in den Geschäftsfeldern Electronic
        Products und Medical verringert der Konzern das Risiko der Abhängigkeit von wenigen Abnehmern.

        Gesamtwirtschaftliche Risiken
        Die Naturkatastrophe in Japan Anfang 2011 dämpfte die konjunkturelle Entwicklung in den ersten Monaten des laufenden
        Jahres weltweit. Diese Belastung hatte Engpässe bei der Lieferung von Komponenten zur Folge. Der Trend hin zu regenerati-
        ven Energiequellen könnte in deutlich höhere Energiepreise münden und so die Wettbewerbsfähigkeit deutscher
        Unternehmen belasten.

        Ein Risiko ist, wie bereits dargelegt, die hohe Staatsverschuldung mehrerer europäischer Staaten. Ein möglicher Ausfall von
        griechischen Staatsanleihen oder ein größerer Schuldenschnitt würden europäische Banken unmittelbar belasten. Die hohen
        Abschreibungen auf ihre Wertpapierbestände könnten weitere Unsicherheit an den Finanzmärkten generieren.

        Risiko TPK-Aktien
        Die Beteiligung der Balda AG am Touchscreen-Produzenten TPK ist ein wesentliches Asset der Balda-Gruppe. Der Wert die-
        ser Beteiligung ist auch vom gesamtpolitischen, finanzwirtschaftlichen und konjunkturellen Umfeld abhängig. Die Trends an
        den Finanzmärkten und die damit verbundene Investitionsbereitschaft der Marktakteure könnten den Aktienkurs der TPK
        unabhängig von den Fundamentaldaten des Unternehmens erheblich beeinflussen. Eine Zuspitzung der globalen Schulden-
        und Bankkrise bis zum Ablauf einer Lock-up-Periode könnte den Wert der Balda-Beteiligung belasten.

        Risiko Akquisition
        Nach dem Verkauf des Segments MobileCom hat der Konzern eine geringe Wettbewerbsgröße erreicht. Das Ausbleiben wei-
        teren Wachstums verbunden mit einer geplanten Akquisition könnte für die Unternehmensgruppe ein Bestandsrisiko darstellen.


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Quartalsbericht III/2011




Gesamtrisiko
Nach derzeitigem Informationsstand sind über die vorgenannten Risiken hinaus keine weiteren Gefährdungen für die Ent-
wicklung oder den Bestand der Gesellschaft erkennbar. Der Vorstand hat gegenwärtig keine neuen Kenntnisse über das
Verschärfen eines der oben genannten Risiken.

Chancen
Die Chancen des Konzerns lassen sich wie folgt zusammenfassen: Mit dem aktuellen Bestand an liquiden Mitteln zum Schluss
des dritten Vierteljahres 2011 sowie der TPK-Beteiligung verfügt das Unternehmen über ausreichend finanzielle und personelle
Ressourcen zum Erreichen seiner Ziele. Wichtige Vorhaben, wie zum Beispiel das Umsetzen geplanter Investitionen und
gegebenenfalls einer Fusion oder Akquisition, kann Balda überwiegend aus eigener Kraft realisieren.




Balda-Aktie
Nervöse Aktienmärkte
Die nachlassende konjunkturelle Dynamik der Weltwirtschaft und die Schuldenkrise der Staaten und Banken in Europa drük-
kten im Berichtszeitraum weltweit auf die Stimmung der Börsen. Diese Entwicklung führte in der Konsequenz zu starken
Kursverlusten. Erst zum Ende des dritten Quartals gaben positive Konjunkturdaten aus den USA sowie die Hoffnung, dass
die Eurozone doch noch Wege aus der Schuldenkrise findet den internationalen Aktienmärkten positive Impulse. Der deut-
sche Leitindex DAX beendete das dritte Quartal bei 5.502 Punkten. Er verbuchte damit aus Sicht von neun Monaten ein
Minus von 21,1 Prozent (Eröffnungskurs 2011: 6.973 Punkte). Eine ähnliche Entwicklung erfuhr der deutsche Small-Cup-
Index, indem auch die Aktie der Balda AG notiert ist. Der SDax verlor seit Jahresbeginn 934 Punkte. Er notierte am Ende
des Berichtszeitraums bei 4.311 Punkten. Das ist ein Minus von 17,8 Prozent.

Aktienkurs Januar bis September 2011
in Euro

10,0

              Balda AG
              SDAX

 9,0




 8,0




 7,0




 6,0




 5,0

          Januar         Februar     März         April         Mai          Juni          Juli      August     September




                                                                                                                                15
Quartalsbericht III/2011




        Auch die Aktie der Balda AG blieb von der Talfahrt an den Börsen nicht verschont. Die Papiere beendeten das dritte Quartal
        bei 5,84 Euro. Die Anteilsscheine lagen damit rund 35,7 Prozent unter dem Schlusskurs vom zweiten Vierteljahr 2011. In
        dem Zeitraum Januar – September 2011 verzeichnete die Aktie der Balda AG einen Kursverlust von 14,8 Prozent. Das
        Neunmonatshoch der Balda Aktie im Xetra betrug 9,89 Euro am 19. Mai 2011. Der Tiefstkurs belief sich auf 5,52 Euro am
        29. September 2011.

        In den ersten neun Monaten wurden durchschnittlich 432.777 Aktien pro Tag (Xetra) gehandelt (Vorjahr: 310.107 Aktien pro
        Tag). Die Marktkapitalisierung der Balda AG betrug zum 30. September 2011 auf der Basis von 58.890.636 Millionen im
        Umlauf befindlichen Aktien 343,9 Millionen Euro. Am 31. Dezember 2010 belief sich der Börsenwert auf 406,3 Millionen
        Euro.



        Ausgewählte Angaben zum Anhang
        Allgemeine Erläuterungen
        Die Balda Aktiengesellschaft hat ihren Sitz in Bad Oeynhausen, Deutschland.

        Der Zwischenabschluss zum 30. September 2011 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting
        Standards (IFRS) erstellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Die verwendeten Bilanzierungsmethoden
        stehen mit den Richtlinien der EU für die Bilanzierung von Konzernabschlüssen in Einklang.

        Alle angegebenen Beträge lauten, sofern nicht anders angegeben, auf Tausend Euro (TEUR).

        Den Abschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungs-
        grundsätze zugrunde, die mit den IFRS konform sind.



        Veränderter Konsolidierungskreis
        Im Januar 2011 waren die rechtlichen Voraussetzungen für die Schließung der Balda Solutions (Xiamen) Ltd, Xiamen (China)
        gegeben. Die Gesellschaft wurde liquidiert und ist aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden.

        Im 3. Quartal 2011 sind drei neue Gesellschaften in Singapur gegründet worden, deren Anteile zu 100 % von der niederländi-
        schen Zwischenholding Balda Investments Netherlands BV. gehalten werden:

        Balda Investments Malaysia Pte. Ltd.
        Balda Investments Suzhou Pte. Ltd.
        Balda Investments Beijing Pte. Ltd.

        Die Gesellschaften übernehmen die Beteiligungen an den operativ tätigen Gesellschaften des Segments MobileCom und
        Electronic Products von der Zwischenholding Balda Investments Singapore Ltd., Singapur. Die Balda Investments Malaysia Ltd.
        übernimmt die Beteiligung an der operativ tätigen Gesellschaft in Malaysia. Die Balda Investments Suzhou Ltd. übernimmt die
        Beteiligung an der nicht mehr operativ tätigen Gesellschaft Balda Solutions (Suzhou) Ltd., Suzhou (China). Die Balda Invest-
        ments Beijing Ltd. übernimmt die Anteile an der Balda Solutions (Beijing) Ltd. einschließlich der BTO Technologies Ltd und der
        Balda Solutions Suzhou Sales & Finance Ltd. Damit hat der Konzern klare Strukturen für die beiden Segmente geschaffen.

        In den Konzernabschluss der ersten neun Monate 2011 wurden neben der Balda AG sechs inländische und 13 ausländische
        Tochterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen.




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Quartalsbericht III/2011




Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Konzern-Zwischenabschluss zum 30. September 2011 wurde für die Zwischenberichterstattung unter Beachtung der Inter-
national Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. In Einklang mit den Regelungen
des IAS 34 wurde ein verkürzter Berichtsumfang gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 gewählt. Die Er-
stellung des Konzern-Zwischenabschlusses erfolgte unter Anwendung der gleichen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidie-
rungsmethoden wie im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2010 und entspricht den Vorschriften des IAS 34 (Zwischenbe-
richterstattung).

Die Grundlagen und Methoden der Schätzungen für den Zwischenabschluss haben sich gegenüber den Vorperioden nicht geän-
dert (IAS 34,16 (d)). Eine Darstellung der Bilanzierungs-, Konsolidierungs- und Bewertungsmethoden ist im Einzelnen im Anhang
des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2010 erläutert. Dort wird auch auf die Ausübung der in den IFRS enthaltenen Wahl-
rechte eingegangen.

Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse bezogen auf 1 Euro entwickelten sich wie folgt:

                                           Devisenkassamittelkurs am Referenzstichtag              Durchschnittskurs
                                                        30. September 31. Dezember                  1.1. - 30.9.

Währungen                                   ISO Code          2011             2010            2011             2010

US-Dollar                                      USD            1,3596          1,3252           1,4059          1,3135

Chinesischer Renminbi                          CNY            8,6881          8,7336           9,1224          8,9285

Malaysischer Ringgit                           MYR            4,3271          4,0800           4,2477          4,2569



Segmentberichterstattung
Die Segmentberichterstattung (siehe Tabelle in der Anlage) ist nach den gleichen Grundsätzen wie zum Jahresabschluss 2010
aufgestellt.

Die Werte des Segments MobileCom werden im vorliegenden Zwischenbericht als aufgegebener Geschäftsbereich ausgewiesen
und sind damit nicht mehr Bestandteil der Segmentberichterstattung.

Als berichtspflichtige Segmente gelten die Geschäftsfelder Medical, Electronic Products und Central Services. In dem Segment
Medical stellt die Unternehmensgruppe komplexe Kunststoffprodukte für den Medizinbereich her. Das Segment Electronic
Products fokussiert sich seit der Neuausrichtung auf das Entwickeln und Fertigen von Elektronikprodukten. Das Segment Central
Services beinhaltet vor allem Aufwendungen und Erträge im Zusammenhang mit Holdingfunktionen sowie Erträge im
Zusammenhang mit der Beteiligung an der TPK.

Entsprechend der internen Berichterstattung ist die Segmentberichterstattung um die Angabe zur Gesamtleistung erweitert wor-
den. Die Gesamtleistung beinhaltet neben den Umsatzerlösen auch die sonstigen betrieblichen Erträge und die Veränderungen
des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen. Die Entwicklung des Umsatzes und der Ertragslage der Konzern-Seg-
mente stellt im Einzelnen die Geschäftsentwicklung (siehe Seite 6) dar.



Kapitalflussrechnung
Operativer Cash Flow steigt
Die Kapitalflussrechnung ist gemäß IFRS für den Gesamtkonzern – einschließlich aufgegebener Geschäftsbereich – aufgestellt.
Die Werte des aufgegebenen Geschäftsbereichs sind in der Tabelle des Anhangs zusätzlich als „davon“-Vermerk angegeben.




                                                                                                                                17
Quartalsbericht III/2011




        Aus laufender Geschäftstätigkeit flossen der Balda-Unternehmensgruppe in den ersten neun Monaten 2011 Mittel in Höhe
        von 2,6 Millionen Euro zu. In der Vergleichsperiode des Vorjahres verzeichnete der Konzern einen Mittelabfluss in Höhe von
        11,6 Millionen Euro. Ursache für die Zunahme in der Berichtsperiode 2011 war vor allem der Abbau des Working-Capital.

        Der Balda-Konzern gab in der Berichtsperiode für Investitionstätigkeiten 3,3 Millionen Euro aus (Vorjahr: 9,1 Millionen Euro).
        In der Vorjahresperiode war der Cash Flow aus Investitionstätigkeiten geprägt durch Einzahlungen auf dem Verkauf von
        Anteilen an Konzernunternehmen (12,1 Millionen Euro) und von Dividendenzuflüssen (6,9 Millionen Euro).

        In den ersten neun Monaten 2011 führten vor allem die Rückführung von Kreditlinien im Segment MobileCom in Höhe von
        9,0 Millionen Euro zu Mittelabflüssen aus Finanzierungstätigkeit. Im Vorjahr ergab sich aufgrund von Inanspruchnahmen von
        Kreditlinien Mittelzuflüsse aus Finanzierungstätigkeiten in Höhe von 9,8 Millionen Euro.

        Der Finanzmittelbestand Ende September 2011 belief sich im Gesamtkonzern auf 38,7 Millionen Euro (30. September 2010:
        55,3 Millionen Euro). Bezogen auf den fortgeführten Geschäftsbereich betrug der Finanzmittelbestand 35,8 Millionen Euro.

        Aufgrund des weiterhin komfortablen Finanzmittelbestands ist Balda in der Lage, das operative Geschäft 2011 aus den vor-
        handenen Eigenmitteln zu finanzieren.



        Bilanzstruktur
        Der Balda-Konzern verzeichnete zum 30. September 2011 eine Bilanzsumme von 661,0 Millionen Euro nach 810,5 Millionen
        Euro zum 31. Dezember 2010. Ursächlich für den Rückgang um 149,5 Millionen Euro ist im Wesentlichen die Wertabnahme
        der TPK-Beteiligung.

        Auf der Aktivseite nahmen zum 30. September 2011 die Sachanlagen auf 24,9 Millionen Euro von 61,6 Millionen Euro zum
        Referenzstichtag 2010 ab. Der Rückgang ist im Wesentlichen der Abwertung auf den am Markt vorraussichtlich erzielbaren
        Betrag für die Vermögenswerte des Segments MobileCom geschuldet. Die Balda-Unternehmensgruppe hatte im Juni 2011
        die Suche nach einem Käufer für das Segment MobileCom eingeleitet. Damit einher ging die Umgliederung der langfristigen
        Vermögenswerte in den kurzfristigen Bereich. Am 31. Oktober konnten die Verträge über den Verkauf von 100 % der Anteile
        an den MobileCom-Gesellschaften geschlossen werden.

        Der Geschäfts- oder Firmenwert reduzierte sich aufgrund der Abschreibung des auf Balda Solutions Beijing entfallenen
        Goodwills im Zuge der Abwertung der Vermögenswerte auf 6,8 Millionen Euro (Bilanzstichtag 2010: 15,7 Millionen Euro).

        Der Wert der Beteiligung an der TPK reduzierte sich aufgrund der Aktienentwicklung in den ersten neun Monaten 2011 um
        100,5 Millionen Euro auf 526,8 Millionen Euro. Der Aktienkurs fiel von 670 Taiwan Dollar (TWD) je Aktie zum Jahresende
        2010 auf 577 TWD je Aktie am 30. September 2011. Durch den geplanten Verkauf von 9.5 Millionen TPK-Aktien im Rahmen
        der angekündigten Kapitalerhöhung der TPK war bereits zum 30. September 2011 der Wert dieses Aktienanteils (132,4
        Millionen Euro) in die Position “Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte” umzugliedern.

        Insgesamt verzeichneten die langfristigen Vermögenswerte zum Ende des dritten Quartals 2011 einen Rückgang um 317,3
        Millionen Euro auf 394,4 Millionen Euro nach 711,7 Millionen Euro zum 31. Dezember 2010.

        Bei den kurzfristigen Vermögenswerten nahmen die Vorräte zum 30. September 2011 auf 15,2 Millionen Euro ab (Bilanz-
        stichtag 2010: 18,6 Millionen Euro). Im Wesentlichen ist der Rückgang um 3,4 Millionen Euro auf die Umgliederung des
        MobileCom Segments zurückzuführen.

        Bedingt durch die Kundenzahlungen vor allem im MobileCom Segment sowie die Umgliederung zur Veräußerung gehaltener
        Vermögenswerte reduzierten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 30. September 2011 um 16,9 Mil-
        lionen Euro auf 8,9 Millionen Euro (31. Dezember 2010: 25,8 Millionen Euro).




18
Quartalsbericht III/2011




Die Abnahme der liquiden Mittel um 13,1 Millionen Euro auf 35,8 Millionen Euro zum 30. September 2011 (Bilanzstichtag
2010: 48,9 Millionen Euro) resultiert im Wesentlichen aus der Rückführung von Kreditlinien sowie der Finanzierung des
Segments MobileCom.

Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte beliefen sich zum 30. September 2011 auf 166,2 Millionen Euro (Referenz-
stichtag 2010: 0 Millionen Euro). Diese Position betrifft den Anteil an der TPK Beteiligung, der zum Verkauf ansteht (132,4
Millionen Euro) sowie kurz- und langfristige Vermögenswerte des Segments MobileCom nach der Abwertung auf den erwarte-
ten Veräußerungserlös.

Im Einzelnen:                                                                                               Millionen Euro

Sachanlagen                                                                                                          19,2

Finanzinvestitionen                                                                                                 132,4

Vorräte                                                                                                                1,5

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen                                                                             6,6

Sonstige Vermögenswerte                                                                                                3,6

Liquide Mittel                                                                                                         2,9

Insgesamt nahmen die kurzfristigen Vermögenswerte zum 30. September 2011 auf 228,2 Millionen Euro nach 98,8 Millio-
nen zum Jahresende 2010 zu.

Das den Aktionären zuzurechnende Eigenkapital des Konzerns belief sich zum 30. September 2011 auf 614,2 Millionen Euro
nach 749,7 Millionen Euro zum Jahresende 2010. Ursache für den Rückgang um 135,5 Millionen Euro ist die Neubewertung
der TPK-Anteile sowie Differenzen aufgrund von Währungsumrechnungen.

Die langfristigen Verbindlichkeiten reduzierten sich zum 30. September 2011 auf 4,8 Millionen Euro von 5,9 Millionen Euro
zum Bilanzstichtag 2010.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten nahmen um 12,8 Millionen Euro auf 42,0 Millionen Euro zum Ende des dritten Quartals
ab (Bilanzstichtag 2010: 54,8 Millionen Euro). Im Einzelnen veränderten sich die Positionen wie folgt:

Der Rückgang der Position Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf 5,4 Millionen Euro von 21,6 Millionen Euro
zum Bilanzstichtag 2010 ist auf die Umgliederung des Segments MobileCom zurückzuführen. Die Rückführung von Kredit-
linien des Segments MobileCom sowie dessen Umgliederung führte zum Ende des dritten Quartals zu einer Abnahme der
Position Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen auf 0,5
Millionen Euro (Bilanzstichtag 2010: 19,8 Millionen Euro).

Im Rahmen des geplanten Verkaufs des MobileCom Segments entfallen 20,7 Millionen Euro auf die Verbindlichkeiten im Zu-
sammenhang mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und betreffen

                                                                                                            Millionen Euro

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen                                                                       8,6

Kurzfristige Bankverbindlichkeiten                                                                                     7,7

Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten                                                                                0,9

Langfristige Bankverbindlichkeiten                                                                                     3,5

Weitere Bilanzpositionen haben sich zum 30. September 2011 gegenüber dem Vorjahresende nicht wesentlich geändert.




                                                                                                                                19
Quartalsbericht III/2011




        Gewinn- und Verlustrechnung
        Der Balda-Konzern erzielte in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres in den fortgeführten Geschäftsbe-
        reichen einen Konzernumsatz von 44,4 Millionen Euro gegenüber 46,5 Millionen Euro in der Vorjahresperiode. Das ist ein
        Rückgang von 2,1 Millionen Euro oder 4,5 Prozent. Ursächlich dafür ist das Segment Electronic Products. Diese Entwicklung
        ist zum Teil auf die Folgen der Nuklearkatastrophe in Japan zurückzuführen. Engpässe bei den Zulieferern von Elektronikkom-
        ponenten aus Japan zum Einbau in elektronische Geräte führten in Malaysia zu Produktionsausfällen. Das belastete das
        Auftragsvolumen des Segments. Gleichzeitig führten Auftragsverschiebungen zu geringeren Umsatzerlösen in der Berichts-
        periode.

        Durch Verzögerungen bei der Abrechnung von Werkzeugen fehlen dem Segment Medical Umsatzerlöse im dritten Quartal 2011.

        Im dritten Vierteljahr 2011 erwirtschaftete der Balda-Konzern mit Umsätzen in Höhe von 15,4 Millionen Euro rund 3,0 Millio-
        nen Euro weniger Erlöse als in der Vorjahresperiode. Im Vorjahresquartal 2010 beliefen sich die Erlöse auf 18,4 Millionen Euro.

        Die Geschäftsentwicklung samt Ertragslage der einzelnen Segmente stellt der Zwischenbericht auf Seite 6 ff dar.

        Die sonstigen betrieblichen Erträge summierten sich im Berichtszeitraum auf 5,7 Millionen Euro (Vorjahresperiode: 8,1 Millio-
        nen Euro).

        Die Balda-Unternehmensgruppe verbuchte in der Berichtsperiode eine Gesamtleistung von 50,4 Millionen Euro (Vorjahres-
        periode: 55,4 Millionen Euro).

        Die Materialaufwendungen reduzierten sich in der Berichtsperiode auf 26,3 Millionen Euro (Vorjahresperiode: 27,5 Millionen
        Euro). Verantwortlich ist vor allem das geringere Umsatzvolumen. Die Materialaufwandsquote gemessen an der Gesamtleis-
        tung nahm im Berichtszeitraum von 49,7 Prozent auf 52,1 Prozent zu. Ursache des Anstiegs ist der erhöhte Materialaufwand
        aus der Abrechnung von Werkzeugen im Segment Medical. Die Materialeinsatzquote im Werkzeuggeschäft ist wesentlich höher
        als im Artikelbereich.

        Die Aufwendungen für Personal reduzierten sich im Zuge der geringeren Gesamtleistung. Der Konzern wendete 13,2 Millionen
        Euro (Vorjahr: 14,1 Millionen Euro) für Personal und Sozialleistungen auf. Gemessen an der Gesamtleistung verzeichnete die
        Personalaufwandsquote nach neun Monaten 2011 einen Wert von 26,2 Prozent (Vorjahr: 25,4 Prozent).

        Der Aufwand für Abschreibungen reduzierte sich im Berichtszeitraum auf 2,8 Millionen Euro nach 4,5 Millionen Euro in der
        Vorjahresperiode. Ursächlich sind vor allem die gegenüber dem Vorjahr weggefallenen Abschreibungen auf aktivierte Kunden-
        beziehungen sowie niedrigere planmäßige Abschreibungen im laufenden Geschäftsjahr aufgrund von Sonderabwertungen
        Ende 2010 im Segment Electronic Products.

        Ergebnisentwicklung
        Der Balda-Konzern weist in den ersten neun Monaten für seine fortgeführten Geschäftsbereiche ein operatives Ergebnis (EBIT)
        von 0,1 Millionen Euro (Vorjahresperiode: 1,3 Millionen Euro) aus. Im dritten Quartal von Juli bis September lag das EBIT der
        Unternehmensgruppe bei minus 1,0 Millionen Euro gegenüber einem Plus von 0,7 Millionen Euro in der Vorjahresperiode. Der
        anhaltende Margendruck sowie die noch fehlende Auslastung im Segment Electronic Products belastete das Betriebsergebnis
        im Berichtszeitraum.

        Das Finanzergebnis des Balda-Konzerns reduzierte sich auf 5,6 Millionen Euro (Vorjahresperiode: 11,9 Millionen Euro). Ur-
        sächlich für den Rückgang ist im Wesentlichen der Wegfall der Ergebnisse assoziierter Unternehmen. Ergebnisse assoziierter
        Unternehmen aus der Beteiligung an der TPK fallen nach dem Verlust des maßgeblichen Einflusses und der Umstellung der
        Bewertung im Oktober 2010 als finanzieller Vermögenswert nicht mehr an. In der Vorjahresperiode stand hier noch ein Wert
        von 14,3 Millionen Euro zu Buche. Andererseits führten Währungsgewinne aus interner Finanzierung insgesamt zu einem posi-




20
Quartalsbericht III/2011




tiven Finanzergebnis in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres. Aufgrund der Entwicklung des US-Dollar zum Bilanz-
stichtag führte die Darlehensbewertung im dritten Quartal zu einem negativen Finanzergebnis.

Das Vorsteuerergebnis (EBT) liegt im Berichtszeitraum mit 5,7 Millionen Euro rund 7,6 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert
von 13,3 Millionen Euro.

Nach Saldieren der Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 0,9 Millionen Euro (Vorjahresperiode: 0,4 Millionen Eu-
ro) erreichte der Überschuss in den fortgeführten Geschäftsbereichen des Balda-Konzerns nach neun Monaten im laufenden
Geschäftsjahr 6,6 Millionen Euro nach 13,6 Millionen Euro in der Vorjahresperiode.

Die aufgegebenen Geschäftsbereiche verzeichneten im Berichtszeitraum einen Periodenverlust von 35,0 Millionen Euro (Vor-
jahresperiode: Periodenverlust von 6,7 Millionen Euro). Darin enthalten sind buchtechnische Sonderabwertungen auf den er-
zielbaren Wert der verkauften Einheiten in Höhe von 24,5 Millionen Euro. Der Verlust aus dem operativen Geschäft der aufge-
gebenen Geschäftsbereiche betrug in den ersten neun Monaten 2011 10,5 Millionen Euro.

In der Dreivierteljahresperiode 2011 verbuchte der Balda-Konzern in den fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereichen
einen Periodenverlust in Höhe von 28,4 Millionen Euro. In der Vorjahresperiode verzeichnete die Unternehmensgruppe einen
Gesamtüberschuss von 6,9 Millionen Euro.

Auf der Basis von 58,891 Millionen Aktien errechnet sich aus dem Periodenüberschuss für die fortgeführten Geschäftsbereiche
ein unverwässertes Ergebnis je Aktie von 0,11 Euro. Im Vorjahr betrug das Ergebnis je Aktie auf Basis von 54,157 Millionen
Aktien 0,25 Euro.



Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen
Neben den im Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen bestehen Unternehmen und Personen sowie Personen in
Schlüsselpositionen des Managements, die dem Balda-Konzern gemäß IAS 24 nahe stehen. Im Berichtszeitraum bestanden
außer den Vergütungen für den Vorstand und Aufsichtsrat keine Geschäftsbeziehungen mit diesen Personen oder Unternehmen.



Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen, im Wesentlichen bestehend aus den Miet- und Leasingverpflichtungen sowie den
Bestellobligos für Investitionen, betrugen zum 30. September des laufenden Geschäftsjahres 0,5 Millionen Euro.



Ereignisse nach dem Referenzstichtag
Die wesentlichen Ereignisse nach dem Referenzstichtag stellt der vorliegende Bericht im Nachtragsbericht auf Seite 11 dar.



Hinweise zur Aufstellung des Zwischenberichts
Die zum 30. September 2011 erstellte Konzernbilanz, die Gesamtergebnisrechnungen, die Kapitalflussrechnungen, die Seg-
mentberichterstattungen, die Eigenkapitalveränderungsrechnungen, der Zwischenlagebericht sowie der verkürzte Anhang sind
nicht geprüft und keiner prüferischen Durchsicht unterzogen. Sie wurden für den Zwischenabschluss erstellt.

Zukunftsgerichtete Aussagen enthalten grundsätzlich Unsicherheiten. Der vorliegende Zwischenbericht enthält Aussagen, die
auch die zukünftige Entwicklung der Balda AG betreffen. Diese Aussagen beruhen sowohl auf Annahmen wie auch auf
Schätzungen. Obwohl der Vorstand davon überzeugt ist, dass die vorausschauenden Aussagen realistisch sind, kann dafür
nicht garantiert werden. Die Annahmen bergen Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen
Ereignisse von den erwarteten Ereignissen abweichen.


                                                                                                                               21
Quartalsbericht III/2011




        Versicherung des gesetzlichen Vertreters
        Nach bestem Wissen versichere ich, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenbe-
        richterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
        Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
        Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechen-
        des Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im ver-
        bleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

        Bad Oeynhausen, 3. November 2011

        Rainer Mohr
        Alleinvorstand




22
Quartalsabschluss III/2011




                             23
Konzern-Bilanz – Aktiva




       Konzern-Bilanz zum 30. September 2011 – Aktiva


       in TEUR                                                          30. September 2011   31. Dezember 2010
       A. Langfristige Vermögenswerte
          I.      Sachanlagen                                                      24.935               61.601
                1. Grundstücke und Gebäude                                         15.673              29.586
                2. Technische Anlagen und Maschinen                                 7.326              29.317
                3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung               1.896               2.676
                4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau                           40                  22
          II.     Geschäfts- oder Firmenwert                                        6.833              15.705
          III. Immaterielle Vermögenswerte                                            457                 900
          IV. Finanzanlagen                                                       394.393             627.293
                1. Beteiligungen                                                        1                   1
                2. Finanzinvestitionen                                            394.392             626.812
                3. Sonstige Finanzanlagen                                               0                 480
          V.      Latente Steuern                                                    6.122               6.168
          Langfristige Vermögenswerte                                             432.740             711.667


       B. Kurzfristige Vermögenswerte
          I.       Vorräte                                                          15.219             18.616
                1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe                                   4.161              5.357
                2. Unfertige und fertige Erzeugnisse und Waren                       4.843             10.399
                3. Geleistete Anzahlungen                                            6.215              2.860
          II.     Forderungen aus Lieferungen und Leistungen                        8.965              25.772
          III. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte                                  1.749              4.830
          IV. Ertragsteuererstattungsansprüche                                        339                 648
          V.      Liquide Mittel                                                   35.775              48.937
          VI. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte                             166.165                  0
          Kurzfristige Vermögenswerte                                             228.212              98.803
       Summe Aktiva                                                              660.952              810.470




24
Konzern-Bilanz – Passiva




Konzern-Bilanz zum 30. September 2011 – Passiva


in TEUR                                                              30. September 2011   31. Dezember 2010
A. Eigenkapital
   I.      Gezeichnetes Kapital                                                 58.891              58.891
   II.     Rücklagen                                                           398.843             505.944
   III. Bilanzgewinn                                                           156.440              184.885
         1. Konzernergebnis                                                    -28.445               94.584
         2. Gewinnvortrag                                                      184.885               90.301
   Eigenkapital der Aktionäre der Balda AG                                      614.174             749.720
   Eigenkapital gesamt                                                         614.174             749.720
B. Langfristige Verbindlichkeiten
   I.      Langfristige Darlehen                                                     8                 440
         1. Bankdarlehen                                                             8                 440
   II.     Langfristige Finanzleasingverbindlichkeiten                             245                 222
   III. Latente Steuern                                                          4.447                5.172
   IV. Langfristige Rückstellungen                                                  68                   69
   Langfristige Verbindlichkeiten                                                4.768               5.903
C. Kurzfristige Verbindlichkeiten
   I.      Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen                      5.428               21.643
   II.     Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten                               3.477                6.038
   III. Erhaltene Anzahlungen                                                    10.247               4.768
   IV. Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
       und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen                          553               19.819
   V.      Kurzfristiger Anteil der Finanzleasingverbindlichkeiten                 102                  179
   VI. Steuerverbindlichkeiten                                                   1.390                2.307
   VII. Kurzfristige Rückstellungen                                                 89                   93
   VIII. Zur Veräußerung gehaltene Schulden                                     20.724                    0
   Kurzfristige Verbindlichkeiten                                               42.010              54.847
Summe Passiva                                                                 660.952              810.470




                                                                                                                 25
Gewinn- und Verlustrechnung / Gesamtergebnisrechnung




                                                    Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung – 1. Januar bis 30. September 2011


                                                    in TEUR                                                      3. Quartal          3. Quartal      1.-3. Quartal   1.-3. Quartal
                                                                                                                      2011               20101               2011           20101
                                                    Umsatzerlöse                                                    15.425              18.394             44.368          46.450
                                                    Sonstige betriebliche Erträge                                      796               2.315              5.650           8.145
                                                    Veränderung des Bestands an fertigen
                                                    und unfertigen Erzeugnissen                                        -273                 139              364             814
                                                    Gesamtleistung                                                   15.948             20.848            50.382          55.409
                                                    Materialaufwand                                                   8.449              11.156           26.270          27.522
                                                    Materialaufwandsquote in %                                         53,0%                 53,5%           52,1%          49,7%
                                                    Personalaufwand                                                   4.355                  4.583         13.193         14.091
                                                    Personalaufwandsquote in %                                         27,3%                 22,0%           26,2%          25,4%
                                                    Aufwand für Abschreibungen                                          912                  1.507          2.840          4.506
                                                    Sonstige betriebliche Aufwendungen                                3.273                  2.892          7.982          7.943
                                                    Betriebsergebnis                                                 -1.041                    710             97          1.347
                                                    Betriebsergebnis in %                                              -6,5%                  3,4%           0,2%            2,4%
                                                    Zinsergebnis                                                          117              -875               348         -2.364
                                                    Sonstiges Finanzergebnis                                          -3.847                  0              5.214              0
                                                    Ergebnis assoziierte Unternehmen                                        0             4.553                  0        14.273
                                                    Finanzergebnis gesamt                                             -3.730              3.678             5.562         11.909
                                                    Ergebnis vor Steuern                                             -4.771              4.388              5.659        13.256
                                                    Steuern vom Einkommen und vom Ertrag                                1.115                 0               932             371
                                                    Ergebnis fortgeführte Geschäftsbereiche                         -3.656               4.388              6.591        13.627
                                                    Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich                        -9.405             -2.585           -35.036          -6.731
                                                    Ergebnis Gesamtkonzern                                         -13.061               1.803           -28.445          6.896

                                                    Ergebnis Gesamtkonzern zurechenbar auf:
                                                    Aktionäre der Balda AG                                          -13.061               1.803          -28.445            7.155
                                                    davon aus fortgeführten Geschäftsbereichen                       -3.656               4.388            6.591          13.627
                                                    davon aus aufgegebenem Geschäftsbereich                          -9.405              -2.585          -35.036           -6.472
                                                    Anteile anderer Gesellschafter                                        0                   0                0             -259
     (1) Angepasste Werte, bereinigt um MobileCom




                                                    davon aus fortgeführten Geschäftsbereichen                            0                   0                0                0
                                                    davon aus aufgegebenem Geschäftsbereich                               0                   0                0             -259
                                                    Ergebnis je Aktie:
                                                    Anzahl Aktien unverwässert                                       58.891              54.157           58.891          54.157
                                                    Anzahl Aktien verwässert                                         58.891              54.182           58.891          54.182
                                                    Ergebnis je Aktie – Gesamtkonzern
                                                    - unverwässert (EUR)                                             -0,222                  0,033         -0,483           0,132
                                                    - verwässert (EUR)                                               -0,222                  0,033         -0,483           0,132
                                                    Ergebnis je Aktie – nur fortgeführte Geschäftsbereiche
                                                    - unverwässert (EUR)                                             -0,062                  0,081          0,112          0,252
                                                    - verwässert (EUR)                                               -0,062                  0,081          0,112          0,252

                                                    Konzern-Gesamtergebnisrechnung – 1. Januar bis 30. September 2011

                                                    in TEUR                                                                                                 2011           2010
                                                    1. Ergebnis Gesamtkonzern                                                                           -28.445            6.896
                                                    2. sonstiges Ergebnis                                                                               -107.101          16.667
                                                       1. Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung                                                    -7.861         16.511
                                                       2. Anteil am sonstigen Ergebnis von at equity bilanzierten assoziierten Unternehmen                      0            156
                                                       3. Folgebewertung finanzielle Vermögenswerte                                                      -99.240               0
                                                    3. Gesamtergebnis der Periode                                                                     -135.546           23.563
                                                    Gesamtergebnis der Periode zurechenbar auf:
                                                          Aktionäre der Balda AG                                                                      -135.546            23.409
                                                          Anteile anderer Gesellschafter                                                                     0               154



26
Kapitalflussrechnung




Konzern-Kapitalflussrechnung – 1. Januar bis 30. September 2011


in TEUR                                                                                                            9-Monatsbericht      9-Monatsbericht
                                                                                                                      01.01.2011 -         01.01.2010 -
                                                                                                                       30.09.2011           30.09.2010
          Ergebnis vor Ertragsteuern und Finanzierungsergebnis –
          fortgeführte Geschäftsbereiche                                                                                          97             -3.613
          Ergebnis vor Ertragsteuern und Finanzierungsergebnis –
          aufgegebene Geschäftsbereiche                                                                                      -32.104                  0
+         Zinseinnahmen                                                                                                         484                353
-         Zinsausgaben                                                                                                          -656               -894
+/-       Ertragsteuerzahlungen/-auszahlungen                                                                                   -812               -249
+/-       Abschreibungen/Zuschreibungen auf langfristige Vermögenswerte
          (ohne Latente Steuern)                                                                                              27.176              8.648
+/-       Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge                                                                      537                   0
+/-       Zunahme/Abnahme der Steuererstattungsansprüche und
          Steuerverbindlichkeiten                                                                                               -679             -6.426
+/-       Zunahme/Abnahme der Rückstellungen                                                                                      -5                -30
+/-       Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und
          Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder
          Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind                                                                             12.964             -21.921
+/-       Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten und anderer Passiva,
          die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind                                             -4.376             12.541
=         Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit                                                                      2.626             -11.591
          aufgegebener Geschäftsbereich                                                                                       3.841               -4.994
          Cash Flow aus der Investitionstätigkeit
-         Auszahlungen für Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte 1                                                      -3.262             -9.084
+/-       Einzahlungen aus Dividendenzahlungen                                                                                     0              6.908
+         Einzahlungen aus dem Verkauf von Anteilen an Konzernunternehmen                                                          0             12.131
=         Cash Flow aus der Investitionstätigkeit                                                                            -3.262              9.955
          aufgegebener Geschäftsbereich                                                                                       -2.195             -7.897
          Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit
+/-       Zahlungswirksame Veränderung der Verbindlichkeiten
          gegenüber Kreditinstituten                                                                                          -8.480              9.801
+/-       Zahlungswirksame Veränderung der Finanzleasingverbindlichkeiten                                                        -54               -299
=         Cash Flow aus der Finanzierungtätigkeit                                                                             -8.534             9.502
          aufgegebener Geschäftsbereich                                                                                      -8.274 2           10.649
+/-       Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes                                                              -9.170              7.866
+         Finanzmittelbestand am Anfang des Geschäftsjahres                                                                  48.937             43.129
+/-       Auswirkungen von Wechselkursänderungen                                                                              -1.055              4.342
=         Finanzmittelbestand am Ende der Berichtsperiode – Gesamtkonzern                                                    38.712             55.337
          Finanzmittelbestand am Ende der Berichtsperiode –
          aufgegebener Geschäftsbereich                                                                                       2.937               4.254
          Finanzmittelbestand am Ende der Berichtsperiode
          fortgeführter Geschäftsbereich                                                                                     35.775             51.083
          Zusammensetzung des Finanzmittelbestandes am Ende
          der Berichtsperiode – Gesamtkonzern
          Zahlungsmittel                                                                                                     38.712             55.337


1) Ausgaben betreffen zum Teil auch die Vorjahre
2) Einschl. Finanzierung durch Balda Investments Singapore PTE LTD (fortgeführter Geschäftsbereich) in Höhe von TEUR 3.684
                                                                                                                                                           27
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Balda_Q1/2011_e
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Balda Annual Report 2010
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Balda_Q3_d_2011

  • 1. Quar talsbericht III/2011 Balda AG: Planmäßige Entwicklung | Leicht positives operatives Ergebnis | Segment MobileCom verkauft Umsatzerlöse in den ersten neun Monaten mit 44,4 Millionen Euro leicht rückläufig (Vorjahresperiode: 46,5 Millionen Euro) Operatives Ergebnis (EBIT): 0,1 Millionen Euro (Vorjahresperiode 1,3 Millionen Euro) Ergebnis vor Steuern (EBT): 5,7 Millionen Euro (Vorjahr: 13,3 Millionen Euro) Planmäßiger Verkauf des Segments MobileCom unterstreicht Neuausrichtung INHALT Balda-Konzern im Überblick 2 Zwischenlagebericht 5 Brief an die Aktionäre 3 Ausgewählte Angaben zum Anhang 16 Anmerkungen zur geänderten Struktur 4 Tabellen 23
  • 2. Balda-Konzern im Überblick Balda-Konzern im Überblick in Mio. EUR Dreiviertel- Dreiviertel- Veränderung 3. Quartal 2. Quartal jahr 2011 jahr 20101 in Prozent 2011 20111 Umsatz 44,4 46,5 -4,5 15,4 15,5 Medical 24,4 20,4 20,2 7,9 9,8 Electronic Products 20,0 26,1 -23,4 7,5 5,8 Central Services 0,7 0,1 600,0 0,0 Gesamtleistung 50,4 55,4 -9,0 16,0 19,4 Betriebsergebnis (EBIT) 0,1 1,3 -92,3 -1,0 2,3 EBIT-Marge (in %) 0,2 2,4 -6,5 11,9 Ergebnis vor Steuern (EBT) 5,7 13,3 -57,1 -4,8 4,6 Ergebnis fortgeführte Geschäftsbereiche 6,6 13,6 -51,5 -3,7 4,3 Ergebnis aufgegebene Geschäftsbereiche -35,0 -6,7 -9,4 -24,1 Ergebnis Gesamtkonzern -28,4 6,9 -13,1 -19,8 Ergebnis pro Aktie (in Cent) 2 -0,48 0,13 Operativer Cash Flow 2,6 -11,6 Mitarbeiterzahl 3 1.107 1.248 1) Angepasste Werte, bereinigt um MobileCom 2) Anzahl Aktien zum Stichtag in Millionen 58,891 (Vorjahresstichtag: 54,157) 3) Anzahl Mitarbeiter einschl. dauerhaft beschäftigter Leiharbeitnehmer, Aushilfen und Auszubildende – nur fortgeführte Geschäftsbereiche Kurzprofil der Balda AG Technologien | Qualität | Überlegene Produkte Unsere Mission sind erstklassiges Engineering, Produkte von überlegener Qualität und schnelle, flexible Services für unsere Kunden - zu wettbewerbsfähigen Preisen. Baldas Erfolg basiert auf Investitionen in Forschung und Entwicklung wie auf dem Einsatz modernster, kosteneffizienter Technologien. Das Unternehmen wird auch künftig in innovative Technologien und in die Fähigkeiten seiner Mitarbeiter investieren. Unsere Teams aus verschiedenen Ländern und Kontinenten zielen kontinuierlich auf die bestmögliche Produktqualität. Wir wickeln Geschäfte einfach wie zügig und in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden ab. So schaffen wir Mehrwert für unsere Mitarbeiter, Geschäftspartner und Aktionäre. 2
  • 3. Brief an die Aktionäre Brief an die Aktionäre Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, Balda hat die bereits mehrfach angekündigte Absicht (zuletzt per ad hoc vom 4. August 2011), ihr Segment MobileCom zu veräußern, umgesetzt und sie im Wege eines Management-Buy-Out (MBO) verkauft. Das Segment ist bereits seit dem Halbjahresabschluss 2011 bilanziell als „aufgegebener Geschäftsbereich“ ausgewiesen. Die Parteien haben am 31. Oktober mit Zustimmung des Balda- Aufsichtsrats die Kaufverträge geschlossen. Damit trennt sich Balda von seinen Aktivitäten im Mobilfunkgeschäft in China. Käufer ist die Ample Gain Enterprises Limited (AGE). Der Bad Oeynhausener Konzern veräußert seine Gesellschaften in Beijing (BSBJ und BTO Technologies) sowie in Suzhou (BSSU) samt Rechten an Liegenschaften, Gebäuden und Maschinenpark. Das Closing wird aller Voraussicht nach noch im November 2011 erfolgen. Über Einzelheiten der Transaktion wie Konditionen und den Kaufpreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. Der Verkauf beendet das zuletzt aufgrund der herausfordernden Marktbedingungen verlustträchtige Engagement von Balda im Segment MobileCom in China. Der Konzern setzt damit die für eine Fokussierung auf margenträchtigere Geschäftsbereiche, etwa im Bereich Medical, notwendigen Kräfte frei. Gleichzeitig eröffnet Balda ein neues Kapitel in seiner Equity Story. Investitionen in bestehende und potenzielle neue Geschäftsfelder kommen gegebenenfalls in Betracht. Wie hat sich der Balda-Konzern entwickelt? In den ersten neun Monaten 2011 erzielte Ihr Unternehmen in den fortgeführten Ge- schäftsbereichen Umsatzerlöse in Höhe von 44,4 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein leichter Rückgang um 2,1 Millionen Euro oder 4,5 Prozent. Im dritten Quartal beliefen sich die Erlöse auf 15,4 Millionen Euro. Sie lagen damit rund 3,0 Millio- nen Euro unter der Vorjahresperiode. Verantwortlich für die geringeren Umsätze sind Entwicklungen im Segment Electronic Pro- ducts mit Einbußen aufgrund von Lieferausfällen aus Japan bedingt durch die Naturkatastrophe. Gleichzeitig wirkten sich Projektver- schiebungen negativ auf die Geschäftsentwicklung aus. Durch Verzögerungen in der Abrechnung von Werkzeugen fehlten zum Quartalsschluss noch Umsätze im Medical-Segment. Die Abrechnungen an die Kunden werden im laufenden Quartal erfolgen. Die Ergebnissituation war nach Abschluss von neun Monaten rückläufig. Das operative Ergebnis (EBIT) im Konzern nach einem Dreivierteljahr erreichte 0,1 Millionen Euro nach 1,3 Millionen Euro im Vorjahr. Das EBIT im dritten Quartal war mit 1,0 Millionen Euro negativ nach plus 0,7 Millionen Euro im Vorjahr. Wir sind trotz des vergleichsweise schwachen Ergebnisses nach neun Mo- naten zuversichtlich, in den fortgeführten Geschäftsbereichen zum Jahresende planmäßig positiv abzuschneiden. Wie ist der Stand bei der vom Vorstand anvisierten Akquisition? Bislang hat der Aufsichtsrat zu dem Vorschlag des Vorstands nicht Stellung bezogen. Das Aufsichtsgremium wollte zunächst den Verkauf des Segments China als abgeschlossen sehen. Andererseits muss noch geprüft werden, ob ein favorisiertes und geprüftes Unternehmen noch zum Kauf steht. Der Vorstand wird das Thema nach der Veräußerung des Segments MobileCom wieder auf die Agenda des Aufsichtsrats bringen. Wie wird Ihr Unternehmen das Geschäftsjahr 2011 abschließen? Wir rechnen mit Umsatzerlösen im Konzern am unteren Rand der Prognose von rund 70 Millionen Euro bei einem leicht positiven operativen Ergebnis für die fortgeführten Geschäftsbereiche. Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, ich versichere Ihnen, dass Ihr Vorstand nach wie vor zu seinen Aussagen steht, die er am 27. Mai 2011 anlässlich der Hauptversammlung gemacht hat, und alles unternimmt, um sie bestmöglich zu erreichen. Rainer Mohr Alleinvorstand 3
  • 4. Quartalsbericht III/2011 Anmerkungen zur geänderten Struktur des Quartalsberichts Balda AG hat die bereits mehrfach angekündigte Absicht (zuletzt per ad hoc vom 4. August 2011), das Segment MobileCom zu veräußern, umgesetzt und im Wege eines Management-Buy-Out (MBO) am 31. Oktober 2011 verkauft. Das Segment ist bereits seit dem Halbjahresabschluss 2011 bilanziell als „aufgegebener Geschäftsbereich“ ausgewiesen. Im Bericht über das dritte Vierteljahr 2011 strukturiert der Balda-Konzern seine fortgeführten Geschäftsbereiche in die drei Segmente: Medical Electronic Products Central Services Fortgeführte und aufgegebene Geschäftsbereiche Die im Folgenden dargestellten Kennziffern der ersten neun Monate 2011 sind im Einzelnen der Ausweis der Werte der fortge- führten Geschäftsbereiche. Die im vorliegenden Bericht dargelegten Daten des dritten Vierteljahres 2010 stimmen in der Zusammensetzung der fortgeführten Geschäftsbereiche nicht überein mit den Werten aus dem Q3-Bericht 2010. Im Zwischenbericht zum 30. September 2010 gehörte das Segment MobileCom noch zu den fortgeführten Geschäftsberei- chen. Dem vorliegenden Zwischenbericht liegen für den fortgeführten Geschäftsbereich im Wesentlichen die Ergebnisse der folgenden operativ tätigen Gesellschaften zugrunde: Balda Medical GmbH & Co. KG Balda Solutions Malaysia Sdn. Bhd. Balda Solutions USA Inc. Die Kommentierungen der Kennzahlen im nachfolgenden Quartalsbericht beziehen sich immer nur auf die fortgeführten Ge- schäftsbereiche. Sofern Kommentierungen zu dem aufgegebenen Geschäftsbereich erfolgen, sind sie ausdrücklich hervorgeho- ben. Der vorliegende Bericht stellt, soweit notwendig, dementsprechend angepasste Vergleichszahlen dar. 4
  • 5. Quartalsbericht III/2011 Zwischenlagebericht Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Konjunkturelle Dynamik der Weltwirtschaft lässt nach Der Entwicklung der Weltwirtschaft hat sich im dritten Quartal 2011 verlangsamt. Sowohl die Industrie- als auch die Schwel- lenländer sind betroffen. Für die sieben größten Industrieländer (G7) geht die Organisation für wirtschaftliche Zusammen- arbeit und Entwicklung (OECD) von einem Wachstum um rund 1,6 Prozent im Berichtszeitraum aus. Vor allem schwache Konjunkturdaten aus den USA und Europa verstärken die Sorge um die Schuldenkrise der Industrieländer. Die Finanzkrise der Staaten und Banken spitzt sich zu. Die Akteure des Finanzmarkts, u.a. informiert von den Wertungen der Ratingagen- turen, verlieren zunehmend das Vertrauen in die Schuldentragfähigkeit der europäischen Banken und einzelner Staaten. Das gilt besonders für die Länder, deren Sparprogramme und Konjunkturdaten deutlich hinter den Erwartungen zurückbleiben. Diese Situation führte im Berichtszeitraum zu einer erneuten Verunsicherung an den Finanzmärkten. Eurozone Die mit der europäischen Schuldenkrise verbundenen Unsicherheiten sorgten auch im Berichtszeitraum für eine nachlassen- de Konjunktur in der Eurozone. Die geplanten Sparmaßnahmen dürften in den nächsten Quartalen das Wachstum weiter bremsen, falls keine neuen Subventionspakete beschlossen werden. Laut der Statistikbehörde Eurostat verzeichnete das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal 2011 einen Zuwachs um 1,6 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode. Gegenüber dem ersten Quartal 2011 betrug der Zuwachs 0,2 Prozent. Zudem schätzt Eurostat die jährliche Inflationsrate der europäi- schen Währungsunion im August 2011 auf 2,5 Prozent. Die Arbeitslosenquote in der Eurozone lag im August 2011 wie im Vormonat bei 10,0 Prozent. Deutschland Das Wachstum in Deutschland hat sich im zweiten Vierteljahr 2011 weiter abgeschwächt. Nach Einschätzung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) verzeichnete das deutsche BIP im zweiten Quartal einen leichten Zuwachs von 0,1 Prozent gegenü- ber 1,5 Prozent im ersten Vierteljahr 2011. Auch der Ifo-Geschäftsklimaindex erwartet ein Eintrüben des Wirtschaftsklimas. Die Erwartungen der Unternehmen zu ihrem Geschäftsverlauf im kommenden halben Jahr haben sich weiterhin abgeschwächt. Im Lauf von 2011 nahm der Index um mehr als 7 Punkte ab und betrug im Oktober 106,4 Punkte. Trotz der Signale, dass der wirtschaftliche Aufschwung seinen Höhepunkt überschritten hat, und die konjunkturelle Dynamik deutlich nachlässt, hat sich die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt im September 2011 überraschend verbessert. Die Arbeitslosenquote ging zum Ende des dritten Quartals auf 6,6 Prozent zurück. Ein Jahr zuvor hatte sie noch bei 7,2 Prozent gelegen. USA In den USA hat sich die Konjunktur spürbar abgekühlt. Das BIP blieb im zweiten Quartal mit einem Zuwachs von nur 1,3 Prozent unter den Prognosen. Als Belastungsfaktoren wirkten der schwache private Konsum und die steigenden Staatsaus- gaben. Sollte es der Politik in den USA nicht gelingen, eine überzeugende Lösung für die Schuldenprobleme zu finden, besteht das Risiko, dass sich die konjunkturelle Abkühlung beschleunigt. Das Handelsbilanzdefizit der Vereinigten Staaten von Amerika betrug im August 2011 rund 134,2 Milliarden US-Dollar und belief sich deutlich über dem Niveau des Vorjahresmonats von rund 90 Milliarden Euro. Die Einkommen der Haushalte sind im August erstmals seit Herbst 2009 gesunken. Die Arbeitslosenquote der USA verharrte im August 2011 unverändert bei 9,1 Prozent. Die Inflationsrate belief sich im gleichen Zeitraum auf rund 3,8 Prozent. 5
  • 6. Quartalsbericht III/2011 Branchensituation Medizintechnik Die deutsche Medizintechnikbranche zeigte sich auch im ersten Halbjahr 2011 konjunkturunabhängig. Trotz der weltweit volatilen Märkte bleibt die Nachfrage nach deutschen Medical Produkten stabil. Laut dem Fachverband SPECTARIS verzeich- neten die inländischen Medizintechnik-Hersteller in den ersten sechs Monaten 2011 Umsatzerlöse von mehr als zehn Milliarden Euro. Das entspricht einem Zuwachs um rund 10 Prozent gegenüber der Vergleichsperiode 2010. Zum Boom trugen in erster Linie die weiter steigenden Bestellungen aus dem Ausland bei. Das internationale Geschäft nahm im ersten Halbjahr 2011 laut SPECTARIS um mehr als 13 Prozent zu. Vor allem der Export nach China und den USA nahm zum Jahresbeginn um 35 Prozent bzw. 18 Prozent zu. Die Binnennachfrage blieb dagegen mit einem Plus von rund 4 Pro- zent vergleichsweise moderat. Electronic Products Die weltweite Nachfrage nach Kommunikations- und Unterhaltungselektronik nimmt trotz der angespannten Finanzlage vor allem in Europa und den USA weiter zu. Ursächlich für den positiven Trend ist die hohe Nachfrage in den Schwellenländern. Der Umsatz mit Elektronikprodukten in den aufstrebenden BRIC-Staaten soll 2011 Experten zufolge um mehr als 10 Prozent zunehmen. Der globale Hightech-Markt wird 2011 laut dem Branchenverband BITKOM um rund 4 Prozent wachsen. Den Experten von BITKOM zufolge erwarten auch die deutschen Hersteller von Hightech-Produkten im dritten Quartal 2011 steigende Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Geschäftsklima in der inländischen Elektronikindustrie hat sich im dritten Quartal 2011 wieder verbessert. Der BITKOMM-Index stieg um elf auf 63 Punkte. Marktbeobachter führen die positive Entwicklung auf neue Technologien und leistungsfähige Endgeräte zurück. Auch diverse Software-Applikationen ziehen immer mehr Konsumenten an. Geschäftsentwicklung Ertragslage Konzern Die Balda-Unternehmensgruppe leitete im zweiten Quartal 2011 die Suche nach einem Joint Venture-Partner und Investor für die Gesellschaften des Segments MobileCom ein. Das Segment wird seit dem zweiten Vierteljahr 2011 dem aufgegebenen Geschäftsbereich zugerechnet. Die Einflussfaktoren für diese Entscheidung legt der Halbjahresbericht 2011 umfassend dar. Die produzierenden Segmente Medical und Electronic Products zählen weiterhin zu den fortgeführten Geschäftsbereichen des Balda-Konzerns. Ihre Geschäftsentwicklung liegt im Rahmen der Planung. Ertragslage Konzern in den fortgeführten Geschäftsbereichen Die Unternehmensgruppe verzeichnete in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres in den fortgeführten Geschäftsbereichen Umsatzerlöse von rund 44,4 Millionen Euro. Das ist ein Minus gegenüber den ersten neun Monaten 2010 in Höhe von 2,1 Millionen Euro oder rund 4,5 Prozent. Mit Umsätzen von 15,4 Millionen Euro erwirtschaftete der Konzern im dritten Quartal rund 3,0 Millionen Euro weniger Erlöse als im Vergleichszeitraum 2010. Ursächlich für diese Entwicklung ist das Segment Electronic Products. Electronic Products ist von der Japan-Krise und von Projektverschiebungen betroffen. Durch Verzögerungen bei der Abrechnung von Werkzeugen fehlen dem Segment Medical Umsatzerlöse im dritten Quartal 2011. 6
  • 7. Quartalsbericht III/2011 Der Balda-Konzern weist in den ersten neun Monaten für Umsätze Konzern Januar bis September seine fortgeführten Geschäftsbereiche ein operatives Er- in Mio. Euro gebnis (EBIT) von 0,1 Millionen Euro (Vorjahresperiode: 1,3 2011 44,4 Millionen Euro) aus. Im dritten Quartal von Juli bis Septem- 2010 46,5 ber belief sich das EBIT der Unternehmensgruppe auf minus 1,0 Millionen Euro (Vorjahresperiode: plus 0,7 Millio- 0 15 30 45 nen Euro). Das Finanzergebnis der Unternehmensgruppe betrug im dritten Vierteljahr 2011 5,6 Millionen Euro. In der Vorjahresperiode betrug diese Position rund 11,9 Millionen Euro. Das Vorsteuerergebnis (EBT) liegt im Berichtszeitraum mit 5,7 Millionen Euro rund 7,6 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert von 13,3 Millionen Euro. Nach Saldieren der Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 0,9 Millionen Euro (Vorjahresperiode: 0,4 Millionen Eu- ro) erreichte der Überschuss in den fortgeführten Geschäftsbereichen des Balda-Konzerns nach neun Monaten im laufenden Geschäftsjahr 6,6 Millionen Euro nach 13,6 Millionen Euro in der Vorjahresperiode. Segment Medical wächst bei Umsatz und Ertrag Das Umsatzvolumen des Segment Medical in den ersten neun Monaten 2011 verzeichnete mit 24,4 Millionen Euro eine deutliche Steigerung nach der Vorjahresperiode mit 20,4 Millionen Euro. Das Geschäft zieht im Jahr 2011 planmäßig an. Durch Verzögerungen bei der Abrechnung von Werkzeugen fehlen dem Segment Umsatzerlöse im dritten Quartal 2011. Die Rechnungsstellung erfolgt im vierten Quartal 2011. Das operative Ergebnis des Segments belief sich nach den ersten neun Monaten mit 1,7 Millionen Euro leicht über dem Vorjahresniveau von 1,6 Millionen Euro. Das Vorsteuerergebnis (EBT) betrug 1,6 Millionen Euro (Vorjahr: 1,4 Millionen Euro). Das Geschäftsfeld Medical liegt im Rahmen der Erwartungen. Der Trend stimmt. Segment Electronic Products leidet unter Lieferausfällen aus Japan Die Umsatzerlöse des Segments Electronic Products beliefen sich zum 30. September 2011 auf rund 20,0 Millionen Euro nach 26,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Diese Entwicklung ist zum Teil auch auf die Folgen der Nuklearkatastrophe in Japan zurückzuführen. Engpässe beim Liefern von Elektronikkomponenten aus Japan zum Einbau in elektronische Geräte führten in Malaysia zu Produktionsausfällen. Das belastete das Auftragsvolumen des Segments. Gleichzeitig führten Auftragsverschiebungen zu geringeren Umsatzerlösen in der Berichtsperiode. Das operative Ergebnis des Segments verzeichnete ein Minus in Höhe von 1,5 Millionen Euro (Vorjahr: minus 2,6 Millionen Euro). Im zweiten und dritten Quartal erreichte das Segment ein ausgeglichenes Ergebnis. Das Vorsteuerergebnis von Elec- tronic Products verbuchte im Berichtszeitraum ein Minus von 1,4 Millionen Euro (Vorjahr: minus 2,5 Millionen Euro). Die Tendenz der Geschäftsentwicklung des Segments ist positiv. Segment Central Services Die Ergebnisse des Segments Central Services resultieren aus Holding-, Finanzierungs- und Vermietungsleistungen mit der Immobilie in Bad Oeynhausen sowie aus Entwicklungsleistungen der Konzerntochter in den USA. Das Finanzergebnis enthält auch Währungsgewinne aus interner Finanzierung. Die Gesamtleistung des Segments Central Services belief sich per 30. September 2011 auf 0,7 Millionen Euro. Das operati- ve Ergebnis (EBIT) betrug nach den ersten neun Monaten 0,1 Millionen Euro (Vorjahr: 3,0 Millionen Euro). Das Vorsteuerer- gebnis (EBT) erreichte 5,7 Millionen Euro gegenüber 15,0 Millionen Euro im Vorjahr. Ursächlich für den Rückgang ist im Wesentlichen der Wegfall der Ergebnisse assoziierter Unternehmen. Ergebnisse assoziierter Unternehmen aus der Betei- ligung an der TPK fallen nach dem Verlust des maßgeblichen Einflusses und der Umstellung der Bewertung im Oktober 2010 als finanzieller Vermögenswert nicht mehr an. In der Vorjahresperiode stand hier noch ein Wert von 14,3 Millionen Euro zu Buche. Andererseits sind im EBT das sonstige Finanzierungsergebnis in Höhe von 5,2 Millionen Euro mit Wäh- 7
  • 8. Quartalsbericht III/2011 rungsgewinnen aus interner Finanzierung enthalten. Umsätze nach Segmenten Januar bis September Diese Währungsgewinne stammen im Wesentlichen aus in Mio. Euro = 2011 = 2010 einem im Geschäftsjahr 2009 von der Balda Invest- Medical 24,4 ments Singapore (BIS) an die Balda AG in US-Dollar 20,4 gewährten Darlehen zur Tilgung der Bankverbindlich- Electronic 20,0 Products 26,1 keiten. Der Gewinn ergibt sich aus den mit Stichtagskurs ermittelten Währungsdifferenzen zwischen US-Dollar und Central 0,7 Services 0,1 Euro. 0 10 20 30 Aufgegebener Geschäftsbereich Der aufgegebene Geschäftsbereich besteht aus dem früheren Segment MobileCom. Das Segment verzeichnete im Berichts- zeitraum einen Periodenverlust von 35,0 Millionen Euro nach minus 6,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Ursächlich für die negative Entwicklung sind in erster Linie Sonderabwertungen auf den erwarteten Verkaufspreis. Vermögenslage Der Balda Konzern weist zum Ende des dritten Quartals 2011 eine Bilanzsumme in Höhe von 661,0 Millionen Euro aus (31. Dezember 2010: 810,5 Millionen Euro). Der Rückgang um 149,5 Millionen Euro ist im Wesentlichen auf die Wertabnahme der TPK-Beteiligung in den Finanzanlagen zurückzuführen. Die langfristigen Vermögenswerte verzeichneten zum 30. Bilanzsumme Konzern September 2011 einen Rückgang um 278,9 Millionen in Mio. Euro Euro auf 432,7 Millionen Euro (31. Dezember 2010: 30.09.2011 661,0 711,7 Millionen Euro). Diese Abnahme resultiert aus der erwähnten Wertabnahme der TPK-Beteiligung sowie aus 31.12.2010 810,5 einer anteiligen Umgliederung in den kurzfristigen Bereich von den zur Veräußerung anstehenden Aktien. 0 300 600 900 Der TPK Aktienkurs reduzierte sich von 670 Taiwane- sischen Dollar zum 31. Dezember 2010 auf 577 Taiwanesische Dollar zum 30. September 2011. Überdies führten Abwertungen und Umgliederungen der langfristigen Vermögenswerte des Segments MobileCom zu einer weiteren Abnahme. Das Net Working Capital der fortgeführten Geschäftsbereiche, also die kurzfristigen Vermögenswerte (ohne Liquide Mittel) abzüglich der kurzfristigen Verbindlichkeiten (ohne Bankverbindlichkeiten), nahm in der Berichtsperiode ab. Es betrug zum Schluss des dritten Quartals 5,5 Millionen Euro (Bilanzstichtag 2010: 14,8 Millionen Euro). Das Eigenkapital nahm zum 30. September 2011 auf Eigenkapitalquote Konzern 614,2 Millionen Euro ab (Bilanzstichtag 2010: 749,7 (in Prozent) Millionen Euro). Das Konzernergebnis, die Neubewer- 30.09.2011 92,9 tung der TPK-Anteile sowie Währungsumrechnungs- differenzen waren im Wesentlichen für den Rückgang 31.12.2010 92,5 um 135,5 Millionen Euro verantwortlich. Die Eigenkapi- talquote lag zum 30. September 2011 fast unverändert 0 25 50 75 100 bei 92,9 Prozent (31. Dezember 2010: 92,5 Prozent). Weitere Ausführungen zu den einzelnen Posten der Bilanz zum 30. September 2011 legen die Ausführungen auf Seite 18 im „Verkürzten Anhang“ dar. Finanzlage Die Kapitalflussrechnung ist gemäß IFRS für den Gesamtkonzern – einschließlich aufgegebener Geschäftsbereich – aufge- stellt. Die Werte des aufgegebenen Geschäftsbereichs sind in der Tabelle des Anhangs zusätzlich als „davon“-Vermerk ange- geben. 8
  • 9. Quartalsbericht III/2011 Aus laufender Geschäftstätigkeit flossen der Balda-Unternehmensgruppe in den ersten neun Monaten 2011 Mittel in Höhe von 2,6 Millionen Euro zu. In der Vergleichsperiode des Vorjahres verzeichnete der Konzern einen Mittelabfluss in Höhe von 11,6 Millionen Euro. Ursache für die Zunahme in der Berichtsperiode 2011 war vor allem der Abbau des Working-Capital. Der Balda-Konzern gab in der Berichtsperiode für Investitionstätigkeiten 3,3 Millionen Euro aus (Vorjahr: 10,0 Millionen Euro). In der Vorjahresperiode war der Cash Flow aus Investitionstätigkeiten geprägt durch Einzahlungen auf dem Verkauf von Anteilen an Konzernunternehmen (12,1 Millionen Euro) und von Dividendenzuflüssen (6,9 Millionen Euro). In den ersten neun Monaten 2011 führten vor allem die Rückführung von Kreditlinien im Segment MobileCom in Höhe von 9,0 Millionen Euro zu Mittelabflüssen aus Finanzierungstätigkeit. Im Vorjahr ergab sich aufgrund von Inanspruchnahmen von Kreditlinien Mittelzuflüsse aus Finanzierungstätigkeiten in Höhe von 9,8 Millionen Euro. Der Finanzmittelbestand Ende September 2011 belief sich im Gesamtkonzern auf 38,7 Millionen Euro (30. September 2010: 55,3 Millionen Euro). Bezogen auf den fortgeführten Geschäftsbereich betrug der Finanzmittelbestand 35,8 Millionen Euro. Aufgrund des weiterhin komfortablen Finanzmittelbestands ist Balda in der Lage, das operative Geschäft 2011 aus den vor- handenen Eigenmitteln zu finanzieren. Wesentliche Ereignisse im dritten Quartal Veränderungen der Aktionärsstruktur Im Verlauf des dritten Quartals 2011 traten Veränderungen in der Aktionärsstruktur der Balda AG ein. Am 4. August 2011 erhöhte der Großaktionär Octavian Special Masterfund seine Beteiligung an der Balda AG auf 5,22 Pro- zent (3.076.810 Stimmrechte von insgesamt 58.890.636 Stimmrechten). TPK-Dividende Am 29. August 2011 hat TPK eine Dividende in Form einer Sachdividende durch Aktien auf Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 9. Juni 2011 ausgeschüttet. Auf Balda entfielen 1.799.918 Aktien. Das Aktienpaket von Balda an TPK hat sich damit auf 37.798.283 Aktien erhöht. Investitionen Der Balda-Konzern investierte im laufenden Geschäftsjahr bis zum 30. September 2011 in seinen fortgeführten Geschäfts- bereichen wie im Vorjahr insgesamt 1,4 Millionen Euro in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Bei den Investitionen im fortgeführten Geschäftsbereich handelt es sich im Wesentlichen um Ersatzinvestitionen. Im Seg- ment Medical beliefen sich die Investitionen auf rund 0,7 Millionen Euro. Für Sachanlagen und Maschinen im Segment Electronic Products investierte die Balda-Gruppe in den ersten neun Monaten 2011 rund 0,4 Millionen Euro. Im Segment Central Services betrugen die Investitionen rund 0,3 Millionen Euro. Für immaterielle Vermögensgegenstände wendete die Balda-Gruppe rund 0,1 Millionen Euro im Segment Medical sowie 0,2 Millionen Euro im Segment Central Services auf. Im aufgegebenen Geschäftsbereich (MobileCom) investierte der Balda-Konzern im Berichtszeitraum bis zum 30. September 2011 insgesamt 1,5 Millionen Euro. Diese Investitionen waren zur Optimierung der Infrastruktur in der neuen Produktions- stätte in Beijing notwendig. Das Investitionsvolumen im Vergleichszeitraum des Vorjahres belief sich auf rund 5,3 Millionen Euro. Der wesentliche Anteil entfiel auf den Ausbau des neuen Produktionsstandortes in Beijing. 9
  • 10. Quartalsbericht III/2011 Kapitalstruktur, Vorstand und Kontrollwechsel Die Balda AG hat gemäß den Vorschriften des § 289 Absatz 4 und § 315 Absatz 4 des HGB folgende zusätzliche Angaben zu machen: Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals Zum 30. September 2011 betrug das Grundkapital der Gesellschaft 58.890.636 Euro und war in 58.890.636 Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1,00 Euro je Aktie zerlegt. Je eine Aktie gewährt in der Hauptversammlung der Gesellschaft eine Stimme. Verkleinerung des Aufsichtsrats und Änderung der Satzung Unter Änderung der Satzung des Unternehmens mit Wirkung zum 3. Juli 2011 hat die Hauptversammlung den Aufsichtsrat von sechs auf drei Mitglieder verkleinert. Mitglieder des Aufsichtsrats sind: Dr. Michael Naschke (Vorsitzender), Rechtsanwalt und Partner der Rechtsanwaltskanzlei van Aubel, Berlin, Chun-Chen Chen (stellvertretender Vorsitzender), Vorstandsvorsitz- ender der TVM Corporation und der Touch Video Monitor Corporation, Taipeh und Yu-Sheng Kai, Managing Director der Eternal Union International Limited, Hongkong. Beschränkungen der Stimmrechte oder der Übertragung von Aktien Alle Aktien der Gesellschaft sind satzungsgemäß frei übertragbar. Die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffende Beschränkungen sind dem Vorstand der Gesellschaft zum Be- richtszeitpunkt nicht bekannt. Beteiligungen, die zehn Prozent des Kapitals überschreiten Am 30. September 2011 hielten folgende Aktionäre direkt oder indirekt Beteiligungen am Grundkapital der Gesellschaft, die mehr als 10 Prozent der Stimmrechte gewähren: Yield Return Investments Ltd., Apia, Samoa: 27,60 Prozent des Kapitals und der Stimmrechte Yun-Ling Chiang, Richmond, Kanada: 27,60 Prozent des Kapitals und der Stimmrechte indirekt über Yield Return Investments Ltd. Inhaber von Aktien mit Sonderrechten Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. Gesonderte Stimmrechtskontrolle für Arbeitnehmer Nach Kenntnis des Vorstands üben Mitarbeiter, die Aktien der Gesellschaft halten, ihre Stimmrechte unmittelbar aus. Befugnisse des Vorstands Genehmigtes Kapital: Dem Vorstand und Aufsichtsrat stehen dieselben Rechte wie zum 31. Dezember 2010 bezüglich des genehmigten Kapitals zu. Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien und zur Einziehung so erworbener Aktien: Die Hauptversammlung 2011 ermächtigte den Vorstand der Gesellschaft, bis zum 26. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien im Umfang bis zu 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Wesentliche Vereinbarungen für den Fall eines Kontrollwechsels Auf Ebene der Balda AG, aber auch bei Konzernunternehmen, existieren verschiedene Vereinbarungen, die unter der Be- dingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Da eine genauere Angabe dieser Vereinbarungen geeignet ist, der Balda AG einen erheblichen Nachteil zuzufügen, wird auf Ausführungen im Einzelnen verzichtet. Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebotes Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Über- nahmeangebots. 10
  • 11. Quartalsbericht III/2011 Mitarbeiter Personalstand im dritten Quartal aufgestockt Mitarbeiterzahl Die Zahl der Mitarbeiter hat im dritten Quartal 2011 gering- 30.9.2011 1.107 fügig zugenommen. Der Balda-Konzern beschäftigte zum 30. September 2011 in seinen fortgeführten Geschäftsbe- 30.6.2011 1.025 reichen insgesamt 1.107 Mitarbeiter. Das ist eine Zunahme um 82 Beschäftigte im Vergleich zum 30. Juni 2011 mit 0 500 1.000 1.500 1.025 Beschäftigten. Der Zuwachs geht hauptsächlich auf Neueinstellungen im Segment Electronic Products zurück. Das Segment Medical stockte seine Personalzahl im Berichtszeit- raum ebenfalls leicht auf. Die Personalaufwandsquote des Konzerns blieb per 30. September 2011 nahezu unverändert und belief sich auf rund 26,2 Prozent (30. Juni 2011: 25,7 Prozent). Seit dem zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres Personalaufwandsquote zählt das Segment MobileCom zu den aufgegebenen Ge- 30.9.2011 26,2 % schäftsbereichen und beschäftigte zum 30. September 2011 insgesamt 350 Mitarbeiter (30. Juni 2011: 583 Mitarbeiter). 30.6.2011 25,7 % Per Ende Dezember 2010 waren in den Werken in China noch 1.344 Mitarbeiter tätig. 0 10 20 30 Ein leichtes Plus verzeichnete Medical. Das Segment setzte am Standort Deutschland im Berichtszeitraum 218 Mitarbeiter nach 213 Beschäftigten zum Ende des zweiten Vierteljahres 2011 ein. Die positive Geschäftsentwicklung des Segments ist ursächlich für die leicht gestiegene Mitarbeiterzahl. Zum 30. September 2011 beschäftigte das Segment Electronic Products insgesamt 869 Mitarbeiter. Per 30. Juni 2011 waren noch 789 Beschäftigte in den Produktionsstätten in Malaysia tätig. Das Plus um 80 Mitarbeiter oder rund 10 Prozent resultierte aus der Neueinstellung von Zeitarbeitnehmern. Mit 20 Beschäftigten blieb die Zahl der Angestellten im Segment Central Services unter dem Niveau des zweiten Quartals 2011. Zum 30. Juni 2011 waren in den Holdinggesellschaften und dem Entwicklungscenter in USA 23 Mitarbeiter tätig. Nachtragsbericht Veräußerung von Anteilen des Segments MobileCom Balda hat die bereits mehrfach angekündigte Absicht (zuletzt per ad hoc vom 4. August 2011), ihr Segment MobileCom zu veräu- ßern, umgesetzt und sie im Wege eines Management-Buy-Out (MBO) verkauft. Das Segment ist bereits seit dem Halbjahresab- schluss 2011 bilanziell als „aufgegebener Geschäftsbereich“ ausgewiesen. Die Parteien haben am 31. Oktober mit Zustimmung des Balda-Aufsichtsrats die Kaufverträge geschlossen. Damit trennt sich Balda von seinen Aktivitäten im Mobilfunkgeschäft in China. Käufer ist die Ample Gain Enterprises Limited (AGE). Der Bad Oeynhausener Konzern veräußert seine Gesellschaften in Beijing (BSBJ und BTO Technologies) sowie in Suzhou (BSSU) samt Rechten an Liegenschaften, Gebäuden und Maschinenpark. Das Closing wird aller Voraussicht nach noch im No- vember 2011 erfolgen. Über Einzelheiten der Transaktion wie Konditionen und den Kaufpreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. Der Verkauf beendet das zuletzt aufgrund der herausfordernden Marktbedingungen verlustträchtige Engagement von Balda im Segment MobileCom in China. Der Konzern setzt damit die für eine Fokussierung auf margenträchtigere Geschäftsbereiche, etwa im Bereich Medical, notwendigen Kräfte frei. 11
  • 12. Quartalsbericht III/2011 Darüber hinaus sind nach dem 30. September 2011 keine Ereignisse eingetreten, die für den Balda-Konzern von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens führen. Prognosebericht Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die Einschätzung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat sich gegenüber dem Bericht über das erste Halbjahr 2011 ein- getrübt. Die positive Entwicklung der Weltwirtschaft wird im Jahr 2011 deutlich gebremst weitergehen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht für das laufende Jahr von einem globalen Wachstum von 4 Prozent aus. Wachstumstreiber der Weltwirtschaft bleiben die Schwellenländer. Die entscheidenden Wachstumsimpulse kommen von den Exporten sowie stei- genden Rohstoffpreisen. Für China wird ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 9,4 Prozent erwartet. Das Wachstum der US-Wirtschaft wird sich im laufenden Jahr auf 1,6 Prozent abschwächen. Zuletzt haben sich die Abwärts- risiken der US-Konjunktur durch einen anhaltend schwierigen Arbeitsmarkt und die hohe Staatsverschuldung weiter erhöht. In der Eurozone dürfte die Schuldenkrise der Banken und einiger Euroländer das Ausgabeverhalten der privaten und öffent- lichen Haushalte weiter belasten. Der IWF rechnet für das Jahr 2011 für die Eurozone mit einem Wachstum des BIP von rund 1,5 Prozent nach 1,7 Prozent im Vorjahr. Für Deutschland rechnen die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute nicht mit einer Rezession. Nach Aussagen der Ökono- men soll die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal etwas schrumpfen. Insgesamt soll die Wirtschaft in Deutschland 2011 um insgesamt rund 2,9 Prozent wachsen. Die Arbeitslosigkeit wird nach Einschätzung der führenden Wirtschaftsforschungsin- stitute weiter sinken. Laut dem Herbstgutachten soll die Arbeitslosenzahl von knapp unter drei Millionen im laufenden Jahr auf rund 2,8 Millionen Menschen im Jahr 2012 zurückgehen. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 7,0 Prozent für das Jahr 2011 und 6,7 Prozent für 2012. Branchensituation Medizintechnik Die Nachfrage nach deutscher Medizintechnik bleibt 2011 und 2012 laut dem Branchenverband SPECTARIS auf einem stabi- len Niveau. Nach dem Plus von 9 Prozent 2010 nehmen die Umsätze auch im laufenden Jahr zweistellig zu. Insbesondere die steigenden Bestellungen aus dem Ausland tragen zu diesem Ergebnis bei. Laut Marktforschern werden die Emerging Markets künftig für deutsche Medizintechnik noch mehr an Bedeutung gewinnen. Die alternde Bevölkerung in Westeuropa sowie die Bereitschaft der Konsumenten, mehr Mittel für Gesundheit auszugeben, stützen die optimistischen Prognosen der Experten. Die Innovationskraft der inländischen Produzenten von medizintechni- schen Produkten ist ein weiterer Treiber des prognostizierten Wachstums. Chancen sehen Marktbeobachter vor allem in der internationalen Akzeptanz deutscher Healthcare-Produkte. Experten gehen nahezu von einer Verdoppelung des globalen Ge- sundheitsmarkts von derzeit 220 Milliarden Euro auf rund 450 Milliarden Euro bis zum Jahr 2020 aus. Electronic Products Die andauernden Turbulenzen an den Finanzmärkten blieben in den ersten neun Monaten 2011 ohne gravierende Folgen für den globalen Markt für Elektronikprodukte. Auch die Prognosen für die kommenden Monate sind überwiegend optimistisch. Die Mehrheit der Unternehmen in der Elektronikbranche erwartet im Jahr 2012 weiteres Wachstum. Attraktive und leicht zu bedienende Geräte, wie Tablet-PC und Elektronikkomponenten für Smartphones, werden die weltwei- te Nachfrage weiter vorantreiben. Auch neu entwickelte Softwareprogramme und -anwendungen (sog. Apps) werden die Ab- 12
  • 13. Quartalsbericht III/2011 satzentwicklung positiv beeinflussen. Die schnelle Entwicklung neuer Geräte und die immer kürzeren Lebenszyklen der Pro- dukte verschärfen jedoch den Preiswettbewerb unter den Herstellern von Consumer Electronics. Diese Entwicklung wird laut Experten trotz höherer Umsätze zu sinkenden Margen führen. Künftige Unternehmenssituation Das Segment Electronic Products wird die durch Lieferausfälle von Elektronikkomponenten aus Japan eingetretenen Umsatz- verluste 2011 nicht mehr ganz bis zum Jahresschluss aufholen können. Das anvisierte Umsatzziel wird nicht im vollen Um- fang erreicht. Nach einem negativen operativen Ergebnis (EBIT) im ersten Quartal 2011 und zwei ausgeglichenen Quartalen ist zum Jahresschluss mit einem Minus beim EBIT zu rechnen. Die Umsatzerlöse des Segments Medical werden sich im letzten Quartal 2011 deutlich gegenüber den Vorquartalen erhöhen. Die Ergebnissituation wird sich verbessern. Der Balda-Konzern rechnet im Geschäftsjahr 2011 in den fortgeführten Geschäftsbereichen mit Umsatzerlösen im unteren Bereich der bisherigen Prognose von rund 70 Millionen Euro bei einem leicht positiven operativen Ergebnis (EBIT). Etwaige Sondereffekte oder Sonderabwertungen sind nicht berücksichtigt. Das Vorsteuerergebnis (EBT) wird über dem Niveau des operativen Ergebnisses ausfallen. Risiken- und Chancenbericht Der Balda-Konzern identifiziert und bewertet seine Chancen und Risiken laufend. Der Konzernlagebericht für das Geschäfts- jahr 2010 beschreibt die künftigen Chancen und Risiken der Unternehmensgruppe im Einzelnen ausführlich. Veränderungen der Chancen- und Risikosituation zeigte auch der Zwischenbericht zum ersten Halbjahr 2011. Im dritten Quartal des laufen- den Geschäftsjahres hat sich die Chancen- und Risikolage des Konzerns aufgrund folgender neuer Einflussfaktoren verän- dert: Finanzrisiken Die Entwicklung der Finanzmärkte könnte für die Balda AG zur Zuspitzung von Risiken führen. Das gilt besonders für wach- sende Inflation, Kaufzurückhaltung der Verbraucher und belastende Einflüsse auf den Aktienkurs der Balda-Beteiligung TPK. Eskalierende Staatsschulden mehrerer Euro-Staaten und Banken sowie die damit verbundenen Risiken prägten die Finanz- märkte im dritten Vierteljahr 2011. Trotz mehrmaliger Interventionen der Europäischen Zentralbank, des Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Kommission bleibt die Situation in Griechenland sowie in weiteren Peripherieländern fragil. Die nur langsam vorankommenden strukturellen Änderungen erhöhten die Wahrscheinlichkeit eines Schuldenschnitts in Griechenland. Auch Italien ist von steigendem Staatsdefizit betroffen. Aufgrund des zögerlichen Managements der Regie- rungen in Europa stufte die Ratingagentur Standard and Poor’s im September 2011 die Kreditwürdigkeit Italiens herab. Dieser Schritt verunsicherte die Märkte zusätzlich. Der Schuldenschnitt Griechenlands in Höhe von 50 Prozent führt zu hohen Abschreibungen der Banken und belastet so die Kapitalausstattung der betroffenen Finanzinstitute. Nach dem Beschluss der EU-Staaten vom 26. Oktober 2011 werden diese Belastungen gegebenenfalls von dem EFSF-Fonds oder von den Staaten abgefedert. Weitere fiskale Aktionen der Politik wären notwendig, um den Bestand von Banken zu schützen. Dieses Szenario könnte die Staatsverschuldung in Europa wei- ter verschärfen. 13
  • 14. Quartalsbericht III/2011 Trotz der gelungenen Erhöhung der Schuldengrenze bleiben auch die USA ein belastender Einflussfaktor für die globale Wirt- schaft. Die hohe Verschuldung der öffentlichen Hand, der Unternehmen und Privathaushalte einerseits sowie die Kaufzurück- haltung, die hohe Arbeitslosigkeit und das geringe Wachstum andrerseits sind Risikofaktoren der US-Wirtschaft. Die durch die Interventionen der Notenbanken drastisch gewachsene Geldmenge verstärkt die Gefahr einer wachsenden In- flation. Auch die steigenden Nahrungsmittel- und Energiepreise sind ein Risikofaktor für die globale Preisstabilität. Von dieser Entwicklung sind insbesondere die als Anlagedestination geltenden Schwellen- und Entwicklungsländer betroffen. Die durch die Bankenkrise in Europa verstärkte Verunsicherung an den Aktienmärkten könnte die Börsen global weiter bela- sten. Darunter könnte auch der Aktienkurs der TPK entgegen positiver Fundamentaldaten leiden. Währungsrisiken Durch die Veränderung der Währungsparitäten zwischen Euro und US-Dollar könnten weitere Risiken eintreten. Eine Schwächung des US-Dollars könnte die in der amerikanischen Währung fakturierten Umsätze der Unternehmensgruppe negativ beeinflus- sen. Ein etwaiger Rückgang des Euro würde die in Deutschland ansässige Tochtergesellschaft Medical belasten. Im Blick auf den Verkauf von TPK-Anteilen könnten Risiken für die Unternehmensgruppe aus den Kursschwankungen des Taiwanesischen Dollars zum US Dollar entstehen. Risiken und Chancen am Markt für Zulieferer Die schwierige Lage am Markt für Rohstoffe könnte den Preisdruck in den Absatzmärkten zusätzlich verstärken. Negativ auf die Unternehmensgruppe kann sich auch der zunehmende Wettbewerb in den Absatzmärkten mit steigendem Preisdruck auswirken. Kundenrisiken Die Geschäftsentwicklung des Balda-Konzerns hängt vom Markterfolg seiner Kunden ab. Die Nicht-Akzeptanz von Produkten und etwaige Verluste von Marktanteilen dieser Kunden können das Auftragsvolumen des Konzerns negativ beeinflussen. Die Balda-Gruppe nimmt die Chance wahr, durch Vorantreiben der technologischen Diversifizierung und weitere Innovation dieses Risiko effizient zu steuern. Mit der Entwicklung eigener Produkte für neue Kunden in den Geschäftsfeldern Electronic Products und Medical verringert der Konzern das Risiko der Abhängigkeit von wenigen Abnehmern. Gesamtwirtschaftliche Risiken Die Naturkatastrophe in Japan Anfang 2011 dämpfte die konjunkturelle Entwicklung in den ersten Monaten des laufenden Jahres weltweit. Diese Belastung hatte Engpässe bei der Lieferung von Komponenten zur Folge. Der Trend hin zu regenerati- ven Energiequellen könnte in deutlich höhere Energiepreise münden und so die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen belasten. Ein Risiko ist, wie bereits dargelegt, die hohe Staatsverschuldung mehrerer europäischer Staaten. Ein möglicher Ausfall von griechischen Staatsanleihen oder ein größerer Schuldenschnitt würden europäische Banken unmittelbar belasten. Die hohen Abschreibungen auf ihre Wertpapierbestände könnten weitere Unsicherheit an den Finanzmärkten generieren. Risiko TPK-Aktien Die Beteiligung der Balda AG am Touchscreen-Produzenten TPK ist ein wesentliches Asset der Balda-Gruppe. Der Wert die- ser Beteiligung ist auch vom gesamtpolitischen, finanzwirtschaftlichen und konjunkturellen Umfeld abhängig. Die Trends an den Finanzmärkten und die damit verbundene Investitionsbereitschaft der Marktakteure könnten den Aktienkurs der TPK unabhängig von den Fundamentaldaten des Unternehmens erheblich beeinflussen. Eine Zuspitzung der globalen Schulden- und Bankkrise bis zum Ablauf einer Lock-up-Periode könnte den Wert der Balda-Beteiligung belasten. Risiko Akquisition Nach dem Verkauf des Segments MobileCom hat der Konzern eine geringe Wettbewerbsgröße erreicht. Das Ausbleiben wei- teren Wachstums verbunden mit einer geplanten Akquisition könnte für die Unternehmensgruppe ein Bestandsrisiko darstellen. 14
  • 15. Quartalsbericht III/2011 Gesamtrisiko Nach derzeitigem Informationsstand sind über die vorgenannten Risiken hinaus keine weiteren Gefährdungen für die Ent- wicklung oder den Bestand der Gesellschaft erkennbar. Der Vorstand hat gegenwärtig keine neuen Kenntnisse über das Verschärfen eines der oben genannten Risiken. Chancen Die Chancen des Konzerns lassen sich wie folgt zusammenfassen: Mit dem aktuellen Bestand an liquiden Mitteln zum Schluss des dritten Vierteljahres 2011 sowie der TPK-Beteiligung verfügt das Unternehmen über ausreichend finanzielle und personelle Ressourcen zum Erreichen seiner Ziele. Wichtige Vorhaben, wie zum Beispiel das Umsetzen geplanter Investitionen und gegebenenfalls einer Fusion oder Akquisition, kann Balda überwiegend aus eigener Kraft realisieren. Balda-Aktie Nervöse Aktienmärkte Die nachlassende konjunkturelle Dynamik der Weltwirtschaft und die Schuldenkrise der Staaten und Banken in Europa drük- kten im Berichtszeitraum weltweit auf die Stimmung der Börsen. Diese Entwicklung führte in der Konsequenz zu starken Kursverlusten. Erst zum Ende des dritten Quartals gaben positive Konjunkturdaten aus den USA sowie die Hoffnung, dass die Eurozone doch noch Wege aus der Schuldenkrise findet den internationalen Aktienmärkten positive Impulse. Der deut- sche Leitindex DAX beendete das dritte Quartal bei 5.502 Punkten. Er verbuchte damit aus Sicht von neun Monaten ein Minus von 21,1 Prozent (Eröffnungskurs 2011: 6.973 Punkte). Eine ähnliche Entwicklung erfuhr der deutsche Small-Cup- Index, indem auch die Aktie der Balda AG notiert ist. Der SDax verlor seit Jahresbeginn 934 Punkte. Er notierte am Ende des Berichtszeitraums bei 4.311 Punkten. Das ist ein Minus von 17,8 Prozent. Aktienkurs Januar bis September 2011 in Euro 10,0 Balda AG SDAX 9,0 8,0 7,0 6,0 5,0 Januar Februar März April Mai Juni Juli August September 15
  • 16. Quartalsbericht III/2011 Auch die Aktie der Balda AG blieb von der Talfahrt an den Börsen nicht verschont. Die Papiere beendeten das dritte Quartal bei 5,84 Euro. Die Anteilsscheine lagen damit rund 35,7 Prozent unter dem Schlusskurs vom zweiten Vierteljahr 2011. In dem Zeitraum Januar – September 2011 verzeichnete die Aktie der Balda AG einen Kursverlust von 14,8 Prozent. Das Neunmonatshoch der Balda Aktie im Xetra betrug 9,89 Euro am 19. Mai 2011. Der Tiefstkurs belief sich auf 5,52 Euro am 29. September 2011. In den ersten neun Monaten wurden durchschnittlich 432.777 Aktien pro Tag (Xetra) gehandelt (Vorjahr: 310.107 Aktien pro Tag). Die Marktkapitalisierung der Balda AG betrug zum 30. September 2011 auf der Basis von 58.890.636 Millionen im Umlauf befindlichen Aktien 343,9 Millionen Euro. Am 31. Dezember 2010 belief sich der Börsenwert auf 406,3 Millionen Euro. Ausgewählte Angaben zum Anhang Allgemeine Erläuterungen Die Balda Aktiengesellschaft hat ihren Sitz in Bad Oeynhausen, Deutschland. Der Zwischenabschluss zum 30. September 2011 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Die verwendeten Bilanzierungsmethoden stehen mit den Richtlinien der EU für die Bilanzierung von Konzernabschlüssen in Einklang. Alle angegebenen Beträge lauten, sofern nicht anders angegeben, auf Tausend Euro (TEUR). Den Abschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungs- grundsätze zugrunde, die mit den IFRS konform sind. Veränderter Konsolidierungskreis Im Januar 2011 waren die rechtlichen Voraussetzungen für die Schließung der Balda Solutions (Xiamen) Ltd, Xiamen (China) gegeben. Die Gesellschaft wurde liquidiert und ist aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Im 3. Quartal 2011 sind drei neue Gesellschaften in Singapur gegründet worden, deren Anteile zu 100 % von der niederländi- schen Zwischenholding Balda Investments Netherlands BV. gehalten werden: Balda Investments Malaysia Pte. Ltd. Balda Investments Suzhou Pte. Ltd. Balda Investments Beijing Pte. Ltd. Die Gesellschaften übernehmen die Beteiligungen an den operativ tätigen Gesellschaften des Segments MobileCom und Electronic Products von der Zwischenholding Balda Investments Singapore Ltd., Singapur. Die Balda Investments Malaysia Ltd. übernimmt die Beteiligung an der operativ tätigen Gesellschaft in Malaysia. Die Balda Investments Suzhou Ltd. übernimmt die Beteiligung an der nicht mehr operativ tätigen Gesellschaft Balda Solutions (Suzhou) Ltd., Suzhou (China). Die Balda Invest- ments Beijing Ltd. übernimmt die Anteile an der Balda Solutions (Beijing) Ltd. einschließlich der BTO Technologies Ltd und der Balda Solutions Suzhou Sales & Finance Ltd. Damit hat der Konzern klare Strukturen für die beiden Segmente geschaffen. In den Konzernabschluss der ersten neun Monate 2011 wurden neben der Balda AG sechs inländische und 13 ausländische Tochterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen. 16
  • 17. Quartalsbericht III/2011 Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Konzern-Zwischenabschluss zum 30. September 2011 wurde für die Zwischenberichterstattung unter Beachtung der Inter- national Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. In Einklang mit den Regelungen des IAS 34 wurde ein verkürzter Berichtsumfang gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 gewählt. Die Er- stellung des Konzern-Zwischenabschlusses erfolgte unter Anwendung der gleichen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidie- rungsmethoden wie im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2010 und entspricht den Vorschriften des IAS 34 (Zwischenbe- richterstattung). Die Grundlagen und Methoden der Schätzungen für den Zwischenabschluss haben sich gegenüber den Vorperioden nicht geän- dert (IAS 34,16 (d)). Eine Darstellung der Bilanzierungs-, Konsolidierungs- und Bewertungsmethoden ist im Einzelnen im Anhang des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2010 erläutert. Dort wird auch auf die Ausübung der in den IFRS enthaltenen Wahl- rechte eingegangen. Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse bezogen auf 1 Euro entwickelten sich wie folgt: Devisenkassamittelkurs am Referenzstichtag Durchschnittskurs 30. September 31. Dezember 1.1. - 30.9. Währungen ISO Code 2011 2010 2011 2010 US-Dollar USD 1,3596 1,3252 1,4059 1,3135 Chinesischer Renminbi CNY 8,6881 8,7336 9,1224 8,9285 Malaysischer Ringgit MYR 4,3271 4,0800 4,2477 4,2569 Segmentberichterstattung Die Segmentberichterstattung (siehe Tabelle in der Anlage) ist nach den gleichen Grundsätzen wie zum Jahresabschluss 2010 aufgestellt. Die Werte des Segments MobileCom werden im vorliegenden Zwischenbericht als aufgegebener Geschäftsbereich ausgewiesen und sind damit nicht mehr Bestandteil der Segmentberichterstattung. Als berichtspflichtige Segmente gelten die Geschäftsfelder Medical, Electronic Products und Central Services. In dem Segment Medical stellt die Unternehmensgruppe komplexe Kunststoffprodukte für den Medizinbereich her. Das Segment Electronic Products fokussiert sich seit der Neuausrichtung auf das Entwickeln und Fertigen von Elektronikprodukten. Das Segment Central Services beinhaltet vor allem Aufwendungen und Erträge im Zusammenhang mit Holdingfunktionen sowie Erträge im Zusammenhang mit der Beteiligung an der TPK. Entsprechend der internen Berichterstattung ist die Segmentberichterstattung um die Angabe zur Gesamtleistung erweitert wor- den. Die Gesamtleistung beinhaltet neben den Umsatzerlösen auch die sonstigen betrieblichen Erträge und die Veränderungen des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen. Die Entwicklung des Umsatzes und der Ertragslage der Konzern-Seg- mente stellt im Einzelnen die Geschäftsentwicklung (siehe Seite 6) dar. Kapitalflussrechnung Operativer Cash Flow steigt Die Kapitalflussrechnung ist gemäß IFRS für den Gesamtkonzern – einschließlich aufgegebener Geschäftsbereich – aufgestellt. Die Werte des aufgegebenen Geschäftsbereichs sind in der Tabelle des Anhangs zusätzlich als „davon“-Vermerk angegeben. 17
  • 18. Quartalsbericht III/2011 Aus laufender Geschäftstätigkeit flossen der Balda-Unternehmensgruppe in den ersten neun Monaten 2011 Mittel in Höhe von 2,6 Millionen Euro zu. In der Vergleichsperiode des Vorjahres verzeichnete der Konzern einen Mittelabfluss in Höhe von 11,6 Millionen Euro. Ursache für die Zunahme in der Berichtsperiode 2011 war vor allem der Abbau des Working-Capital. Der Balda-Konzern gab in der Berichtsperiode für Investitionstätigkeiten 3,3 Millionen Euro aus (Vorjahr: 9,1 Millionen Euro). In der Vorjahresperiode war der Cash Flow aus Investitionstätigkeiten geprägt durch Einzahlungen auf dem Verkauf von Anteilen an Konzernunternehmen (12,1 Millionen Euro) und von Dividendenzuflüssen (6,9 Millionen Euro). In den ersten neun Monaten 2011 führten vor allem die Rückführung von Kreditlinien im Segment MobileCom in Höhe von 9,0 Millionen Euro zu Mittelabflüssen aus Finanzierungstätigkeit. Im Vorjahr ergab sich aufgrund von Inanspruchnahmen von Kreditlinien Mittelzuflüsse aus Finanzierungstätigkeiten in Höhe von 9,8 Millionen Euro. Der Finanzmittelbestand Ende September 2011 belief sich im Gesamtkonzern auf 38,7 Millionen Euro (30. September 2010: 55,3 Millionen Euro). Bezogen auf den fortgeführten Geschäftsbereich betrug der Finanzmittelbestand 35,8 Millionen Euro. Aufgrund des weiterhin komfortablen Finanzmittelbestands ist Balda in der Lage, das operative Geschäft 2011 aus den vor- handenen Eigenmitteln zu finanzieren. Bilanzstruktur Der Balda-Konzern verzeichnete zum 30. September 2011 eine Bilanzsumme von 661,0 Millionen Euro nach 810,5 Millionen Euro zum 31. Dezember 2010. Ursächlich für den Rückgang um 149,5 Millionen Euro ist im Wesentlichen die Wertabnahme der TPK-Beteiligung. Auf der Aktivseite nahmen zum 30. September 2011 die Sachanlagen auf 24,9 Millionen Euro von 61,6 Millionen Euro zum Referenzstichtag 2010 ab. Der Rückgang ist im Wesentlichen der Abwertung auf den am Markt vorraussichtlich erzielbaren Betrag für die Vermögenswerte des Segments MobileCom geschuldet. Die Balda-Unternehmensgruppe hatte im Juni 2011 die Suche nach einem Käufer für das Segment MobileCom eingeleitet. Damit einher ging die Umgliederung der langfristigen Vermögenswerte in den kurzfristigen Bereich. Am 31. Oktober konnten die Verträge über den Verkauf von 100 % der Anteile an den MobileCom-Gesellschaften geschlossen werden. Der Geschäfts- oder Firmenwert reduzierte sich aufgrund der Abschreibung des auf Balda Solutions Beijing entfallenen Goodwills im Zuge der Abwertung der Vermögenswerte auf 6,8 Millionen Euro (Bilanzstichtag 2010: 15,7 Millionen Euro). Der Wert der Beteiligung an der TPK reduzierte sich aufgrund der Aktienentwicklung in den ersten neun Monaten 2011 um 100,5 Millionen Euro auf 526,8 Millionen Euro. Der Aktienkurs fiel von 670 Taiwan Dollar (TWD) je Aktie zum Jahresende 2010 auf 577 TWD je Aktie am 30. September 2011. Durch den geplanten Verkauf von 9.5 Millionen TPK-Aktien im Rahmen der angekündigten Kapitalerhöhung der TPK war bereits zum 30. September 2011 der Wert dieses Aktienanteils (132,4 Millionen Euro) in die Position “Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte” umzugliedern. Insgesamt verzeichneten die langfristigen Vermögenswerte zum Ende des dritten Quartals 2011 einen Rückgang um 317,3 Millionen Euro auf 394,4 Millionen Euro nach 711,7 Millionen Euro zum 31. Dezember 2010. Bei den kurzfristigen Vermögenswerten nahmen die Vorräte zum 30. September 2011 auf 15,2 Millionen Euro ab (Bilanz- stichtag 2010: 18,6 Millionen Euro). Im Wesentlichen ist der Rückgang um 3,4 Millionen Euro auf die Umgliederung des MobileCom Segments zurückzuführen. Bedingt durch die Kundenzahlungen vor allem im MobileCom Segment sowie die Umgliederung zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte reduzierten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 30. September 2011 um 16,9 Mil- lionen Euro auf 8,9 Millionen Euro (31. Dezember 2010: 25,8 Millionen Euro). 18
  • 19. Quartalsbericht III/2011 Die Abnahme der liquiden Mittel um 13,1 Millionen Euro auf 35,8 Millionen Euro zum 30. September 2011 (Bilanzstichtag 2010: 48,9 Millionen Euro) resultiert im Wesentlichen aus der Rückführung von Kreditlinien sowie der Finanzierung des Segments MobileCom. Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte beliefen sich zum 30. September 2011 auf 166,2 Millionen Euro (Referenz- stichtag 2010: 0 Millionen Euro). Diese Position betrifft den Anteil an der TPK Beteiligung, der zum Verkauf ansteht (132,4 Millionen Euro) sowie kurz- und langfristige Vermögenswerte des Segments MobileCom nach der Abwertung auf den erwarte- ten Veräußerungserlös. Im Einzelnen: Millionen Euro Sachanlagen 19,2 Finanzinvestitionen 132,4 Vorräte 1,5 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6,6 Sonstige Vermögenswerte 3,6 Liquide Mittel 2,9 Insgesamt nahmen die kurzfristigen Vermögenswerte zum 30. September 2011 auf 228,2 Millionen Euro nach 98,8 Millio- nen zum Jahresende 2010 zu. Das den Aktionären zuzurechnende Eigenkapital des Konzerns belief sich zum 30. September 2011 auf 614,2 Millionen Euro nach 749,7 Millionen Euro zum Jahresende 2010. Ursache für den Rückgang um 135,5 Millionen Euro ist die Neubewertung der TPK-Anteile sowie Differenzen aufgrund von Währungsumrechnungen. Die langfristigen Verbindlichkeiten reduzierten sich zum 30. September 2011 auf 4,8 Millionen Euro von 5,9 Millionen Euro zum Bilanzstichtag 2010. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten nahmen um 12,8 Millionen Euro auf 42,0 Millionen Euro zum Ende des dritten Quartals ab (Bilanzstichtag 2010: 54,8 Millionen Euro). Im Einzelnen veränderten sich die Positionen wie folgt: Der Rückgang der Position Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf 5,4 Millionen Euro von 21,6 Millionen Euro zum Bilanzstichtag 2010 ist auf die Umgliederung des Segments MobileCom zurückzuführen. Die Rückführung von Kredit- linien des Segments MobileCom sowie dessen Umgliederung führte zum Ende des dritten Quartals zu einer Abnahme der Position Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen auf 0,5 Millionen Euro (Bilanzstichtag 2010: 19,8 Millionen Euro). Im Rahmen des geplanten Verkaufs des MobileCom Segments entfallen 20,7 Millionen Euro auf die Verbindlichkeiten im Zu- sammenhang mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und betreffen Millionen Euro Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8,6 Kurzfristige Bankverbindlichkeiten 7,7 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 0,9 Langfristige Bankverbindlichkeiten 3,5 Weitere Bilanzpositionen haben sich zum 30. September 2011 gegenüber dem Vorjahresende nicht wesentlich geändert. 19
  • 20. Quartalsbericht III/2011 Gewinn- und Verlustrechnung Der Balda-Konzern erzielte in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres in den fortgeführten Geschäftsbe- reichen einen Konzernumsatz von 44,4 Millionen Euro gegenüber 46,5 Millionen Euro in der Vorjahresperiode. Das ist ein Rückgang von 2,1 Millionen Euro oder 4,5 Prozent. Ursächlich dafür ist das Segment Electronic Products. Diese Entwicklung ist zum Teil auf die Folgen der Nuklearkatastrophe in Japan zurückzuführen. Engpässe bei den Zulieferern von Elektronikkom- ponenten aus Japan zum Einbau in elektronische Geräte führten in Malaysia zu Produktionsausfällen. Das belastete das Auftragsvolumen des Segments. Gleichzeitig führten Auftragsverschiebungen zu geringeren Umsatzerlösen in der Berichts- periode. Durch Verzögerungen bei der Abrechnung von Werkzeugen fehlen dem Segment Medical Umsatzerlöse im dritten Quartal 2011. Im dritten Vierteljahr 2011 erwirtschaftete der Balda-Konzern mit Umsätzen in Höhe von 15,4 Millionen Euro rund 3,0 Millio- nen Euro weniger Erlöse als in der Vorjahresperiode. Im Vorjahresquartal 2010 beliefen sich die Erlöse auf 18,4 Millionen Euro. Die Geschäftsentwicklung samt Ertragslage der einzelnen Segmente stellt der Zwischenbericht auf Seite 6 ff dar. Die sonstigen betrieblichen Erträge summierten sich im Berichtszeitraum auf 5,7 Millionen Euro (Vorjahresperiode: 8,1 Millio- nen Euro). Die Balda-Unternehmensgruppe verbuchte in der Berichtsperiode eine Gesamtleistung von 50,4 Millionen Euro (Vorjahres- periode: 55,4 Millionen Euro). Die Materialaufwendungen reduzierten sich in der Berichtsperiode auf 26,3 Millionen Euro (Vorjahresperiode: 27,5 Millionen Euro). Verantwortlich ist vor allem das geringere Umsatzvolumen. Die Materialaufwandsquote gemessen an der Gesamtleis- tung nahm im Berichtszeitraum von 49,7 Prozent auf 52,1 Prozent zu. Ursache des Anstiegs ist der erhöhte Materialaufwand aus der Abrechnung von Werkzeugen im Segment Medical. Die Materialeinsatzquote im Werkzeuggeschäft ist wesentlich höher als im Artikelbereich. Die Aufwendungen für Personal reduzierten sich im Zuge der geringeren Gesamtleistung. Der Konzern wendete 13,2 Millionen Euro (Vorjahr: 14,1 Millionen Euro) für Personal und Sozialleistungen auf. Gemessen an der Gesamtleistung verzeichnete die Personalaufwandsquote nach neun Monaten 2011 einen Wert von 26,2 Prozent (Vorjahr: 25,4 Prozent). Der Aufwand für Abschreibungen reduzierte sich im Berichtszeitraum auf 2,8 Millionen Euro nach 4,5 Millionen Euro in der Vorjahresperiode. Ursächlich sind vor allem die gegenüber dem Vorjahr weggefallenen Abschreibungen auf aktivierte Kunden- beziehungen sowie niedrigere planmäßige Abschreibungen im laufenden Geschäftsjahr aufgrund von Sonderabwertungen Ende 2010 im Segment Electronic Products. Ergebnisentwicklung Der Balda-Konzern weist in den ersten neun Monaten für seine fortgeführten Geschäftsbereiche ein operatives Ergebnis (EBIT) von 0,1 Millionen Euro (Vorjahresperiode: 1,3 Millionen Euro) aus. Im dritten Quartal von Juli bis September lag das EBIT der Unternehmensgruppe bei minus 1,0 Millionen Euro gegenüber einem Plus von 0,7 Millionen Euro in der Vorjahresperiode. Der anhaltende Margendruck sowie die noch fehlende Auslastung im Segment Electronic Products belastete das Betriebsergebnis im Berichtszeitraum. Das Finanzergebnis des Balda-Konzerns reduzierte sich auf 5,6 Millionen Euro (Vorjahresperiode: 11,9 Millionen Euro). Ur- sächlich für den Rückgang ist im Wesentlichen der Wegfall der Ergebnisse assoziierter Unternehmen. Ergebnisse assoziierter Unternehmen aus der Beteiligung an der TPK fallen nach dem Verlust des maßgeblichen Einflusses und der Umstellung der Bewertung im Oktober 2010 als finanzieller Vermögenswert nicht mehr an. In der Vorjahresperiode stand hier noch ein Wert von 14,3 Millionen Euro zu Buche. Andererseits führten Währungsgewinne aus interner Finanzierung insgesamt zu einem posi- 20
  • 21. Quartalsbericht III/2011 tiven Finanzergebnis in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres. Aufgrund der Entwicklung des US-Dollar zum Bilanz- stichtag führte die Darlehensbewertung im dritten Quartal zu einem negativen Finanzergebnis. Das Vorsteuerergebnis (EBT) liegt im Berichtszeitraum mit 5,7 Millionen Euro rund 7,6 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert von 13,3 Millionen Euro. Nach Saldieren der Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 0,9 Millionen Euro (Vorjahresperiode: 0,4 Millionen Eu- ro) erreichte der Überschuss in den fortgeführten Geschäftsbereichen des Balda-Konzerns nach neun Monaten im laufenden Geschäftsjahr 6,6 Millionen Euro nach 13,6 Millionen Euro in der Vorjahresperiode. Die aufgegebenen Geschäftsbereiche verzeichneten im Berichtszeitraum einen Periodenverlust von 35,0 Millionen Euro (Vor- jahresperiode: Periodenverlust von 6,7 Millionen Euro). Darin enthalten sind buchtechnische Sonderabwertungen auf den er- zielbaren Wert der verkauften Einheiten in Höhe von 24,5 Millionen Euro. Der Verlust aus dem operativen Geschäft der aufge- gebenen Geschäftsbereiche betrug in den ersten neun Monaten 2011 10,5 Millionen Euro. In der Dreivierteljahresperiode 2011 verbuchte der Balda-Konzern in den fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereichen einen Periodenverlust in Höhe von 28,4 Millionen Euro. In der Vorjahresperiode verzeichnete die Unternehmensgruppe einen Gesamtüberschuss von 6,9 Millionen Euro. Auf der Basis von 58,891 Millionen Aktien errechnet sich aus dem Periodenüberschuss für die fortgeführten Geschäftsbereiche ein unverwässertes Ergebnis je Aktie von 0,11 Euro. Im Vorjahr betrug das Ergebnis je Aktie auf Basis von 54,157 Millionen Aktien 0,25 Euro. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen Neben den im Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen bestehen Unternehmen und Personen sowie Personen in Schlüsselpositionen des Managements, die dem Balda-Konzern gemäß IAS 24 nahe stehen. Im Berichtszeitraum bestanden außer den Vergütungen für den Vorstand und Aufsichtsrat keine Geschäftsbeziehungen mit diesen Personen oder Unternehmen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen, im Wesentlichen bestehend aus den Miet- und Leasingverpflichtungen sowie den Bestellobligos für Investitionen, betrugen zum 30. September des laufenden Geschäftsjahres 0,5 Millionen Euro. Ereignisse nach dem Referenzstichtag Die wesentlichen Ereignisse nach dem Referenzstichtag stellt der vorliegende Bericht im Nachtragsbericht auf Seite 11 dar. Hinweise zur Aufstellung des Zwischenberichts Die zum 30. September 2011 erstellte Konzernbilanz, die Gesamtergebnisrechnungen, die Kapitalflussrechnungen, die Seg- mentberichterstattungen, die Eigenkapitalveränderungsrechnungen, der Zwischenlagebericht sowie der verkürzte Anhang sind nicht geprüft und keiner prüferischen Durchsicht unterzogen. Sie wurden für den Zwischenabschluss erstellt. Zukunftsgerichtete Aussagen enthalten grundsätzlich Unsicherheiten. Der vorliegende Zwischenbericht enthält Aussagen, die auch die zukünftige Entwicklung der Balda AG betreffen. Diese Aussagen beruhen sowohl auf Annahmen wie auch auf Schätzungen. Obwohl der Vorstand davon überzeugt ist, dass die vorausschauenden Aussagen realistisch sind, kann dafür nicht garantiert werden. Die Annahmen bergen Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ereignisse von den erwarteten Ereignissen abweichen. 21
  • 22. Quartalsbericht III/2011 Versicherung des gesetzlichen Vertreters Nach bestem Wissen versichere ich, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenbe- richterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechen- des Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im ver- bleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind. Bad Oeynhausen, 3. November 2011 Rainer Mohr Alleinvorstand 22
  • 24. Konzern-Bilanz – Aktiva Konzern-Bilanz zum 30. September 2011 – Aktiva in TEUR 30. September 2011 31. Dezember 2010 A. Langfristige Vermögenswerte I. Sachanlagen 24.935 61.601 1. Grundstücke und Gebäude 15.673 29.586 2. Technische Anlagen und Maschinen 7.326 29.317 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.896 2.676 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 40 22 II. Geschäfts- oder Firmenwert 6.833 15.705 III. Immaterielle Vermögenswerte 457 900 IV. Finanzanlagen 394.393 627.293 1. Beteiligungen 1 1 2. Finanzinvestitionen 394.392 626.812 3. Sonstige Finanzanlagen 0 480 V. Latente Steuern 6.122 6.168 Langfristige Vermögenswerte 432.740 711.667 B. Kurzfristige Vermögenswerte I. Vorräte 15.219 18.616 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.161 5.357 2. Unfertige und fertige Erzeugnisse und Waren 4.843 10.399 3. Geleistete Anzahlungen 6.215 2.860 II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.965 25.772 III. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 1.749 4.830 IV. Ertragsteuererstattungsansprüche 339 648 V. Liquide Mittel 35.775 48.937 VI. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 166.165 0 Kurzfristige Vermögenswerte 228.212 98.803 Summe Aktiva 660.952 810.470 24
  • 25. Konzern-Bilanz – Passiva Konzern-Bilanz zum 30. September 2011 – Passiva in TEUR 30. September 2011 31. Dezember 2010 A. Eigenkapital I. Gezeichnetes Kapital 58.891 58.891 II. Rücklagen 398.843 505.944 III. Bilanzgewinn 156.440 184.885 1. Konzernergebnis -28.445 94.584 2. Gewinnvortrag 184.885 90.301 Eigenkapital der Aktionäre der Balda AG 614.174 749.720 Eigenkapital gesamt 614.174 749.720 B. Langfristige Verbindlichkeiten I. Langfristige Darlehen 8 440 1. Bankdarlehen 8 440 II. Langfristige Finanzleasingverbindlichkeiten 245 222 III. Latente Steuern 4.447 5.172 IV. Langfristige Rückstellungen 68 69 Langfristige Verbindlichkeiten 4.768 5.903 C. Kurzfristige Verbindlichkeiten I. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.428 21.643 II. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 3.477 6.038 III. Erhaltene Anzahlungen 10.247 4.768 IV. Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen 553 19.819 V. Kurzfristiger Anteil der Finanzleasingverbindlichkeiten 102 179 VI. Steuerverbindlichkeiten 1.390 2.307 VII. Kurzfristige Rückstellungen 89 93 VIII. Zur Veräußerung gehaltene Schulden 20.724 0 Kurzfristige Verbindlichkeiten 42.010 54.847 Summe Passiva 660.952 810.470 25
  • 26. Gewinn- und Verlustrechnung / Gesamtergebnisrechnung Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung – 1. Januar bis 30. September 2011 in TEUR 3. Quartal 3. Quartal 1.-3. Quartal 1.-3. Quartal 2011 20101 2011 20101 Umsatzerlöse 15.425 18.394 44.368 46.450 Sonstige betriebliche Erträge 796 2.315 5.650 8.145 Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -273 139 364 814 Gesamtleistung 15.948 20.848 50.382 55.409 Materialaufwand 8.449 11.156 26.270 27.522 Materialaufwandsquote in % 53,0% 53,5% 52,1% 49,7% Personalaufwand 4.355 4.583 13.193 14.091 Personalaufwandsquote in % 27,3% 22,0% 26,2% 25,4% Aufwand für Abschreibungen 912 1.507 2.840 4.506 Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.273 2.892 7.982 7.943 Betriebsergebnis -1.041 710 97 1.347 Betriebsergebnis in % -6,5% 3,4% 0,2% 2,4% Zinsergebnis 117 -875 348 -2.364 Sonstiges Finanzergebnis -3.847 0 5.214 0 Ergebnis assoziierte Unternehmen 0 4.553 0 14.273 Finanzergebnis gesamt -3.730 3.678 5.562 11.909 Ergebnis vor Steuern -4.771 4.388 5.659 13.256 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.115 0 932 371 Ergebnis fortgeführte Geschäftsbereiche -3.656 4.388 6.591 13.627 Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich -9.405 -2.585 -35.036 -6.731 Ergebnis Gesamtkonzern -13.061 1.803 -28.445 6.896 Ergebnis Gesamtkonzern zurechenbar auf: Aktionäre der Balda AG -13.061 1.803 -28.445 7.155 davon aus fortgeführten Geschäftsbereichen -3.656 4.388 6.591 13.627 davon aus aufgegebenem Geschäftsbereich -9.405 -2.585 -35.036 -6.472 Anteile anderer Gesellschafter 0 0 0 -259 (1) Angepasste Werte, bereinigt um MobileCom davon aus fortgeführten Geschäftsbereichen 0 0 0 0 davon aus aufgegebenem Geschäftsbereich 0 0 0 -259 Ergebnis je Aktie: Anzahl Aktien unverwässert 58.891 54.157 58.891 54.157 Anzahl Aktien verwässert 58.891 54.182 58.891 54.182 Ergebnis je Aktie – Gesamtkonzern - unverwässert (EUR) -0,222 0,033 -0,483 0,132 - verwässert (EUR) -0,222 0,033 -0,483 0,132 Ergebnis je Aktie – nur fortgeführte Geschäftsbereiche - unverwässert (EUR) -0,062 0,081 0,112 0,252 - verwässert (EUR) -0,062 0,081 0,112 0,252 Konzern-Gesamtergebnisrechnung – 1. Januar bis 30. September 2011 in TEUR 2011 2010 1. Ergebnis Gesamtkonzern -28.445 6.896 2. sonstiges Ergebnis -107.101 16.667 1. Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung -7.861 16.511 2. Anteil am sonstigen Ergebnis von at equity bilanzierten assoziierten Unternehmen 0 156 3. Folgebewertung finanzielle Vermögenswerte -99.240 0 3. Gesamtergebnis der Periode -135.546 23.563 Gesamtergebnis der Periode zurechenbar auf: Aktionäre der Balda AG -135.546 23.409 Anteile anderer Gesellschafter 0 154 26
  • 27. Kapitalflussrechnung Konzern-Kapitalflussrechnung – 1. Januar bis 30. September 2011 in TEUR 9-Monatsbericht 9-Monatsbericht 01.01.2011 - 01.01.2010 - 30.09.2011 30.09.2010 Ergebnis vor Ertragsteuern und Finanzierungsergebnis – fortgeführte Geschäftsbereiche 97 -3.613 Ergebnis vor Ertragsteuern und Finanzierungsergebnis – aufgegebene Geschäftsbereiche -32.104 0 + Zinseinnahmen 484 353 - Zinsausgaben -656 -894 +/- Ertragsteuerzahlungen/-auszahlungen -812 -249 +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf langfristige Vermögenswerte (ohne Latente Steuern) 27.176 8.648 +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 537 0 +/- Zunahme/Abnahme der Steuererstattungsansprüche und Steuerverbindlichkeiten -679 -6.426 +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -5 -30 +/- Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 12.964 -21.921 +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten und anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -4.376 12.541 = Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 2.626 -11.591 aufgegebener Geschäftsbereich 3.841 -4.994 Cash Flow aus der Investitionstätigkeit - Auszahlungen für Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte 1 -3.262 -9.084 +/- Einzahlungen aus Dividendenzahlungen 0 6.908 + Einzahlungen aus dem Verkauf von Anteilen an Konzernunternehmen 0 12.131 = Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -3.262 9.955 aufgegebener Geschäftsbereich -2.195 -7.897 Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit +/- Zahlungswirksame Veränderung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -8.480 9.801 +/- Zahlungswirksame Veränderung der Finanzleasingverbindlichkeiten -54 -299 = Cash Flow aus der Finanzierungtätigkeit -8.534 9.502 aufgegebener Geschäftsbereich -8.274 2 10.649 +/- Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes -9.170 7.866 + Finanzmittelbestand am Anfang des Geschäftsjahres 48.937 43.129 +/- Auswirkungen von Wechselkursänderungen -1.055 4.342 = Finanzmittelbestand am Ende der Berichtsperiode – Gesamtkonzern 38.712 55.337 Finanzmittelbestand am Ende der Berichtsperiode – aufgegebener Geschäftsbereich 2.937 4.254 Finanzmittelbestand am Ende der Berichtsperiode fortgeführter Geschäftsbereich 35.775 51.083 Zusammensetzung des Finanzmittelbestandes am Ende der Berichtsperiode – Gesamtkonzern Zahlungsmittel 38.712 55.337 1) Ausgaben betreffen zum Teil auch die Vorjahre 2) Einschl. Finanzierung durch Balda Investments Singapore PTE LTD (fortgeführter Geschäftsbereich) in Höhe von TEUR 3.684 27