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CSU Gemeinde Münsing, Höhenweg 28, 82541 Münsing
Ortsvorsitzender: Martin Ehrenhuber
Telefon 0177-2134315, E-Mail martin@ehrenhuber.bayern, www.csu-muensing.de
POSITIONSPAPIER
der CSU Gemeinde Münsing vom 20.04.2017
zu dem geplanten Projekt „Wohnstift für Senioren in Ambach“
des gemeinnützigen Unternehmens Kuratorium Wohnen im Alter (KWA)
auf dem ehemaligen Wiedemann-Sanatoriumsgelände
1. Die CSU Münsing spricht sich für ein Seniorenwohnstift in Münsing-1
Ambach aus2
Seit Anfang der Diskussion über die Errichtung eines Seniorenwohnstifts in3
Ambach durch die gemeinnützige Organisation Kuratorium Wohnen im Al-4
ter, steht die CSU Gemeinde Münsing dem Projektvorhaben sehr positiv5
gegenüber.6
Wir erachten das Vorhaben als Bereicherung für unsere Gemeinde in vie-7
lerlei Hinsicht. Dabei sehen wir folgende Mehrwerte: Soziale und gesell-8
schaftliche Einrichtungen für die Öffentlichkeit, Pflegeleistungen (Tages-9
pflege) für Ortsansässige, Ambulanter Pflegedienst, Arbeitsplätze und lo-10
kale Wertschöpfung, Wohnmöglichkeiten für unsere älteren Mitbürgerinnen11
und Mitbürger im Heimatort, Infrastruktureinrichtungen (z.B. Lebensmittel-12
laden), Beseitigung der bestehenden Bauruine, frei werdender Wohnraum13
(für den Fall, dass Gemeindebürger in das Wohnstift ziehen und ihre bishe-14
rige Wohnung vermieten oder verkaufen).15
Gerade durch die Möglichkeit, in dem Wohnstift eine externe Tagespflege,16
ggf. kombiniert mit einem ambulanten Pflegedienst, für die Gemeindebür-17
ger-/innen zu bekommen, wäre eine große und notwendige Bereicherung.18
Dadurch kann ein solches, dringend benötigtes Angebot, Kosten für die19
Gemeinde sparen, da wir eine entsprechende Einrichtung bzw. die Räum-20
lichkeiten für diese Einrichtung nicht durch die Gemeinde (z.B. im künftigen21
Pallaufhof) zur Verfügung stellen müssten.22
2
Die Gemeinde Münsing sowie die Bevölkerung tragen bei dem Projektvor-23
haben kein wirtschaftliches Risiko. Eine Gesamtrisiko- und Folgenabschät-24
zung ist jedoch vorzunehmen. Etwaige Haftungen oder Folge- und Lang-25
zeitschäden für die Gemeinde sind auszuschließen.26
Ein Wohnstift der KWA in Ambach ist eine große Chance für die Gemeinde27
Münsing und die Region. Diese Chance soll bestmöglich realisiert werden.28
29
2. Konzeptoffenheit ermöglichen30
Der von der KWA geäußerte Ansatz eines „offenen Konzepts“ soll in dem31
Projekt verwirklicht werden. Wichtig und sinnvoll erachten wir, dass Dienst-32
leistungen und Angebote geschaffen werden, die der gesamten Bürger-33
schaft bei Bedarf zur Verfügung stehen. Wir denken dabei vor allem an34
Sozial- und Pflegeleistungen, die von allen Münsingerinnen und Münsin-35
gern genutzt werden können. Eine mögliche Tagespflege, sowie ambulan-36
te, stationäre und mobile Pflegedienstleistungen sind elementar für eine al-37
ternde Gesellschaft. Wir haben hier ein Defizit in der Gemeinde Münsing.38
Es ist uns außerordentlich wichtig und wir sehen es als eine sehr große39
Bereicherung an, solch wichtige Angebote künftig vor Ort zu haben.40
Auch weitere Dienstleistungen und Services sind attraktive Mehrwerte für41
die Gemeinde und den Ortsteil Ambach, wie z.B. Einkaufsmöglichkeiten,42
kulturelle Veranstaltungen, Ausstellungen oder sonstige Einrichtung, die43
die KWA anbieten könnte. Ebenfalls würden wir ein Schwimmbad begrü-44
ßen.45
46
3. Architekturwettbewerb durchführen, Alternativen prüfen und transpa-47
rent planen48
Zur Planung des Projekts befürworten wir nach wie vor einen Architekten-49
wettbewerb. Der Gemeinderat sollte seinen ablehnenden Beschluss zu ei-50
nem Architekturwettbewerb überdenken und eine erneute Abstimmung51
3
durchführen. Kommt kein erneuter oder wiederum ein ablehnender Be-52
schluss zu Stande, sollten mehrere Planungsvarianten erstellt und unter-53
sucht werden. Die Einbeziehung von Bestandsbauten ist zu prüfen.54
Für einen Architekturwettbewerb bzw. für eine Ausarbeitung von Varianten55
sollten bestimmte Rahmenkriterien vorgegeben werden, z.B. optimale to-56
pologische/landschaftliche Integration am Hang, hoher Erhaltungsgrad des57
Baumbestandes, energetisch und ökologisch hochwertiges Bauen, nach-58
haltige Energiesysteme, Anlehnung an traditionelle Bauformen und Bau-59
materialien.60
Das gesamte Planungsverfahren soll transparent, nachvollziehbar, unter61
Berücksichtigung von Bürgervorschlägen und begleitend durch eine öffent-62
liche Diskussion durchgeführt werden.63
Ein vorhabenbezogener Bebauungsplan könnte ein geeignetes Planungs-64
instrument sein und sollte geprüft werden.65
66
4. Dauerhaft wirtschaftlichen Betrieb sicherstellen67
Es gilt, künftig eine erneute Bauruine zu vermeiden und die Vorteile der68
Einrichtung für die Gemeinde langfristig sicherzustellen. Die kapazitative69
Auslegung des Wohnstifts muss deshalb so ausgelegt sein, dass ein dau-70
erhafter wirtschaftlicher und ordentlicher Betrieb sehr gut möglich und ge-71
währleistet ist.72
73
5. Energetische und ökologische Kriterien zu einem Höchstmaß74
umsetzen75
Das Projekt sollte ein Leuchtturm für energetische und ökologische Nach-76
haltigkeit sein. Der CO2-Fußabdruck des Gebäudebaus mit all seinen ver-77
wendeten Materialien und Baustoffen sowie das Energiesystem sollte mit78
möglichst geringen Emissionen, Rohstoff- und Energieverbrauch erfolgen.79
4
Es sollten so weit wie möglich ökologische und heimische Baumaterialen80
zum Einsatz kommen. Das Energiesystem der Gebäude sollte maximal ef-81
fizient und regenerativ ausgelegt sein. Ein Nahwärmenetz, das die Umge-82
bung einbezieht, ist zu prüfen.83
84
6. Lokale Wertschöpfung realisieren85
Für die Errichtung und den Betrieb des Seniorenwohnstifts sollte verfolgt86
werden, dass priorisiert Produkte, Arbeitskräfte und Lieferanten aus der87
Gemeinde und der Region zum Zug kommen.88
89
7. Belegungskapazität für Gemeindebürger/-innen zu90
Vorzugskonditionen zur Verfügung stellen91
Wir würden es begrüßen, wenn es für ortsansässige Gemeindebürger/-92
innen eine zu definierende Belegungskapazität gibt, die zu attraktiven93
Konditionen angeboten wird. So kann Wohnraumraum für unsere älteren94
Mitbürgerinnen und Mitbürger entstehen, deren finanzielle Möglichkeiten95
eingeschränkt sind. Auch diese Menschen gibt es in unserer Gemeinde96
und uns liegt viel daran, dass auch sie im Alter einen Platz in ihrem Heima-97
tort haben können. Eine höhere Wohnungsanzahl würden wir im Gegen-98
zug in Kauf nehmen. Bei der Größe und Lage dieser Wohnungen sind Ab-99
striche akzeptabel.100
101
8. Hohe Standards verfolgen102
Standards sollten mindestens erfüllt, eher übererfüllt werden (Gehälter der103
Mitarbeiter, Sicherheit, medizinische Versorgung, Ernährung, ethischer und104
würdevoller Umgang mit den Bewohnern, Natur, Umwelt- und Nachhaltig-105
keit, etc.). Ein übermäßiger und reiner Profit- und anonymer Massenbetrieb106
5
ist abzulehnen und es ist sicherzustellen, dass es künftig auch keiner wird,107
auch nicht bei einem etwaigen Eigentümerwechsel.108
Ansprechpartner:
Martin Ehrenhuber, Ortsvorsitzender CSU Gemeinde Münsing
E-Mail: martin@ehrenhuber.bayern

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2017 04-20 - csu münsing - positionen kwa wonstift ambach

  • 1. ………………………………………………………………………………………………………………………....................... CSU Gemeinde Münsing, Höhenweg 28, 82541 Münsing Ortsvorsitzender: Martin Ehrenhuber Telefon 0177-2134315, E-Mail martin@ehrenhuber.bayern, www.csu-muensing.de POSITIONSPAPIER der CSU Gemeinde Münsing vom 20.04.2017 zu dem geplanten Projekt „Wohnstift für Senioren in Ambach“ des gemeinnützigen Unternehmens Kuratorium Wohnen im Alter (KWA) auf dem ehemaligen Wiedemann-Sanatoriumsgelände 1. Die CSU Münsing spricht sich für ein Seniorenwohnstift in Münsing-1 Ambach aus2 Seit Anfang der Diskussion über die Errichtung eines Seniorenwohnstifts in3 Ambach durch die gemeinnützige Organisation Kuratorium Wohnen im Al-4 ter, steht die CSU Gemeinde Münsing dem Projektvorhaben sehr positiv5 gegenüber.6 Wir erachten das Vorhaben als Bereicherung für unsere Gemeinde in vie-7 lerlei Hinsicht. Dabei sehen wir folgende Mehrwerte: Soziale und gesell-8 schaftliche Einrichtungen für die Öffentlichkeit, Pflegeleistungen (Tages-9 pflege) für Ortsansässige, Ambulanter Pflegedienst, Arbeitsplätze und lo-10 kale Wertschöpfung, Wohnmöglichkeiten für unsere älteren Mitbürgerinnen11 und Mitbürger im Heimatort, Infrastruktureinrichtungen (z.B. Lebensmittel-12 laden), Beseitigung der bestehenden Bauruine, frei werdender Wohnraum13 (für den Fall, dass Gemeindebürger in das Wohnstift ziehen und ihre bishe-14 rige Wohnung vermieten oder verkaufen).15 Gerade durch die Möglichkeit, in dem Wohnstift eine externe Tagespflege,16 ggf. kombiniert mit einem ambulanten Pflegedienst, für die Gemeindebür-17 ger-/innen zu bekommen, wäre eine große und notwendige Bereicherung.18 Dadurch kann ein solches, dringend benötigtes Angebot, Kosten für die19 Gemeinde sparen, da wir eine entsprechende Einrichtung bzw. die Räum-20 lichkeiten für diese Einrichtung nicht durch die Gemeinde (z.B. im künftigen21 Pallaufhof) zur Verfügung stellen müssten.22
  • 2. 2 Die Gemeinde Münsing sowie die Bevölkerung tragen bei dem Projektvor-23 haben kein wirtschaftliches Risiko. Eine Gesamtrisiko- und Folgenabschät-24 zung ist jedoch vorzunehmen. Etwaige Haftungen oder Folge- und Lang-25 zeitschäden für die Gemeinde sind auszuschließen.26 Ein Wohnstift der KWA in Ambach ist eine große Chance für die Gemeinde27 Münsing und die Region. Diese Chance soll bestmöglich realisiert werden.28 29 2. Konzeptoffenheit ermöglichen30 Der von der KWA geäußerte Ansatz eines „offenen Konzepts“ soll in dem31 Projekt verwirklicht werden. Wichtig und sinnvoll erachten wir, dass Dienst-32 leistungen und Angebote geschaffen werden, die der gesamten Bürger-33 schaft bei Bedarf zur Verfügung stehen. Wir denken dabei vor allem an34 Sozial- und Pflegeleistungen, die von allen Münsingerinnen und Münsin-35 gern genutzt werden können. Eine mögliche Tagespflege, sowie ambulan-36 te, stationäre und mobile Pflegedienstleistungen sind elementar für eine al-37 ternde Gesellschaft. Wir haben hier ein Defizit in der Gemeinde Münsing.38 Es ist uns außerordentlich wichtig und wir sehen es als eine sehr große39 Bereicherung an, solch wichtige Angebote künftig vor Ort zu haben.40 Auch weitere Dienstleistungen und Services sind attraktive Mehrwerte für41 die Gemeinde und den Ortsteil Ambach, wie z.B. Einkaufsmöglichkeiten,42 kulturelle Veranstaltungen, Ausstellungen oder sonstige Einrichtung, die43 die KWA anbieten könnte. Ebenfalls würden wir ein Schwimmbad begrü-44 ßen.45 46 3. Architekturwettbewerb durchführen, Alternativen prüfen und transpa-47 rent planen48 Zur Planung des Projekts befürworten wir nach wie vor einen Architekten-49 wettbewerb. Der Gemeinderat sollte seinen ablehnenden Beschluss zu ei-50 nem Architekturwettbewerb überdenken und eine erneute Abstimmung51
  • 3. 3 durchführen. Kommt kein erneuter oder wiederum ein ablehnender Be-52 schluss zu Stande, sollten mehrere Planungsvarianten erstellt und unter-53 sucht werden. Die Einbeziehung von Bestandsbauten ist zu prüfen.54 Für einen Architekturwettbewerb bzw. für eine Ausarbeitung von Varianten55 sollten bestimmte Rahmenkriterien vorgegeben werden, z.B. optimale to-56 pologische/landschaftliche Integration am Hang, hoher Erhaltungsgrad des57 Baumbestandes, energetisch und ökologisch hochwertiges Bauen, nach-58 haltige Energiesysteme, Anlehnung an traditionelle Bauformen und Bau-59 materialien.60 Das gesamte Planungsverfahren soll transparent, nachvollziehbar, unter61 Berücksichtigung von Bürgervorschlägen und begleitend durch eine öffent-62 liche Diskussion durchgeführt werden.63 Ein vorhabenbezogener Bebauungsplan könnte ein geeignetes Planungs-64 instrument sein und sollte geprüft werden.65 66 4. Dauerhaft wirtschaftlichen Betrieb sicherstellen67 Es gilt, künftig eine erneute Bauruine zu vermeiden und die Vorteile der68 Einrichtung für die Gemeinde langfristig sicherzustellen. Die kapazitative69 Auslegung des Wohnstifts muss deshalb so ausgelegt sein, dass ein dau-70 erhafter wirtschaftlicher und ordentlicher Betrieb sehr gut möglich und ge-71 währleistet ist.72 73 5. Energetische und ökologische Kriterien zu einem Höchstmaß74 umsetzen75 Das Projekt sollte ein Leuchtturm für energetische und ökologische Nach-76 haltigkeit sein. Der CO2-Fußabdruck des Gebäudebaus mit all seinen ver-77 wendeten Materialien und Baustoffen sowie das Energiesystem sollte mit78 möglichst geringen Emissionen, Rohstoff- und Energieverbrauch erfolgen.79
  • 4. 4 Es sollten so weit wie möglich ökologische und heimische Baumaterialen80 zum Einsatz kommen. Das Energiesystem der Gebäude sollte maximal ef-81 fizient und regenerativ ausgelegt sein. Ein Nahwärmenetz, das die Umge-82 bung einbezieht, ist zu prüfen.83 84 6. Lokale Wertschöpfung realisieren85 Für die Errichtung und den Betrieb des Seniorenwohnstifts sollte verfolgt86 werden, dass priorisiert Produkte, Arbeitskräfte und Lieferanten aus der87 Gemeinde und der Region zum Zug kommen.88 89 7. Belegungskapazität für Gemeindebürger/-innen zu90 Vorzugskonditionen zur Verfügung stellen91 Wir würden es begrüßen, wenn es für ortsansässige Gemeindebürger/-92 innen eine zu definierende Belegungskapazität gibt, die zu attraktiven93 Konditionen angeboten wird. So kann Wohnraumraum für unsere älteren94 Mitbürgerinnen und Mitbürger entstehen, deren finanzielle Möglichkeiten95 eingeschränkt sind. Auch diese Menschen gibt es in unserer Gemeinde96 und uns liegt viel daran, dass auch sie im Alter einen Platz in ihrem Heima-97 tort haben können. Eine höhere Wohnungsanzahl würden wir im Gegen-98 zug in Kauf nehmen. Bei der Größe und Lage dieser Wohnungen sind Ab-99 striche akzeptabel.100 101 8. Hohe Standards verfolgen102 Standards sollten mindestens erfüllt, eher übererfüllt werden (Gehälter der103 Mitarbeiter, Sicherheit, medizinische Versorgung, Ernährung, ethischer und104 würdevoller Umgang mit den Bewohnern, Natur, Umwelt- und Nachhaltig-105 keit, etc.). Ein übermäßiger und reiner Profit- und anonymer Massenbetrieb106
  • 5. 5 ist abzulehnen und es ist sicherzustellen, dass es künftig auch keiner wird,107 auch nicht bei einem etwaigen Eigentümerwechsel.108 Ansprechpartner: Martin Ehrenhuber, Ortsvorsitzender CSU Gemeinde Münsing E-Mail: martin@ehrenhuber.bayern