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Nannina Matz matz@ifa.de
Agnieszka Mucha mucha@ifa.de
DEUTSCHE KINOWOCHE
   In diesem Jahr feiert die deutsche Kinowoche „niemieckie niuanse... deutsche
   details..." Geburtstag: Bereits zum zehnten Mal findet diese vom 9.-22. Mai unter
   anderem in Danzig, Breslau, Kattowitz und Oppeln statt. Unter Schirmherrschaft der
   Filmregisseure Volker Schlöndorff und Andrzej Wajda bringt das Institut für
   Auslandsbeziehungen e.V. gemeinsam mit Organisationen der Deutschen Minderheit
   auch dieses Jahr eine Auswahl neuer, spannender Kinofilme aus Deutschland in
   polnische Kinos.

   Vor dem Hintergrund der sich 2011 zum 20. Mal jährenden Unterzeichnung des
   Vertrages über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen
   Deutschland und Polen steht die diesjährige Filmwoche unter dem Motto
   „Nachbarwelten – Świat Sąsiadów“.

   In elf polnischen Städten werden deutsche Kinofilme der letzten Jahre wie „Friendship“,
   „Deutschland 09“, „Renn, wenn du kannst“, „Schröders wunderbare Welt“ und „Ganz
   nah bei Dir“ gezeigt. Mit der deutsch-polnischen Produktion „Wintertocher“ haben wir
   dieses Jahr sogar erstmalig eine Vorpremiere im Programm. Ein weiteres Novum 2011
   ist die enge Zusammenarbeit mit der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit
   (SdpZ). Wir zeigen an ausgewählten Orten von der SdpZ geförderte Dokumentarfilme,
   die sich der deutsch-polnischen Geschichte widmen und auch die Auseinandersetzung
   mit schwierigen Aspekten dieser Beziehung nicht scheuen.

   Doch soll die Filmauswahl nicht nur im deutsch-polnischen Kontext auf das Thema
   Nachbarschaft und Nachbarwelt eingehen – sondern dieses auch in einer ganz
   persönlichen, privaten Bedeutung aufzeigen. Mit den ausgewählten Filmen wollen wir
   somit verschiedene Lebensentwürfe vorstellen, Offenheit für fremde Kulturen und
   Akzeptanz von Andersartigkeit fördern.

   Darüber hinaus bietet die Kinowoche auch 2011 wieder ein abwechslungsreiches
   Rahmenprogramm. Das Programm wird mitverantwortet und -organisiert von Vereinen
   der deutschen Minderheit vor Ort. So werden neben den Filmvorführungen auch
   Podiumsdiskussionen, Konzerte und Veranstaltungen zu Fragen der Identität, der Kultur
   und der Sprache stattfinden und zum Nachdenken anregen.

   Die deutsche Kinowoche kann inzwischen auf eine zehnjährige Tradition zurückblicken.
   In ihren Spielorten ist sie längst eine fest etablierte Veranstaltung, die jedes Jahr im
   Frühjahr stattfindet und zahlreiche Besucher anzieht. 2001 fand sie erstmalig unter dem
   Motto „Frauenbilder im deutschen Film“ in Oppeln und Breslau statt. Da sich zeigte,
   dass die Veranstaltung für ein breites Publikum attraktiv ist, wurde die Anzahl der
   Spielorte schnell ausgeweitet. Ziel der Kinowoche ist bis heute, das Interesse am
   Nachbarland Deutschland zu wecken, junges deutsches Kino zu präsentieren sowie ein
   lebendiges und buntes Bild von Deutschland zu vermitteln.

   Realisiert wird die Kinowoche seit 2001 vom Institut für Auslandsbeziehungen e.V. (ifa)
   in Kooperation mit den Partnerorganisationen der deutschen Minderheit. Unterstützt
   werden sie dabei von lokalen Institutionen und Medien – die Kinowoche ist längst fester
   Bestandteil des polnischen Kulturkalenders!
SPIELFILME

Wintertochter

  Regie: Johannes Schmid | D/PL 2010 | 93 min
  Mit: Ursula Werner, Nina Monka, Leon Seidel, Dominik Nowak, Daniel Olbrychski u.v.a

                                                      Ein alter Barkas tuckert von Berlin über
                                                      Danzig bis in die Masuren. Die
                                                      zwölfjährige Kattaka hat gerade
                                                      erfahren, dass sich ihr leiblicher Vater,
                                                      ein russischer Matrose, im Hafen von
                                                      Gdingen aufhalten soll. Sie macht sich
                                                      in    Begleitung    ihrer     75jährigen,
                                                      resoluten Nachbarin Lene auf, ihn zu
                                                      suchen. Während Kattaka ihren Vater
                                                      sucht, stellt sich Lene ihrer eigenen
                                                      Vergangenheit: Einer Kindheit in den
  Masuren und der bisher verdrängten Flucht, auf der sie damals Vater und Mutter verlor. Ein
  Roadmovie über Freundschaft zwischen verschiedenen Generationen und Nationen und über
  den Mut, sich dem Leben zu stellen.


Renn, wenn du kannst
  Regie: Dietrich Brüggemann | D 2010 | 116 min
  Mit: Robert Gwisdek, Anna Brüggemann, Jakob Matschenz, Franziska Weisz u.v.a.
                                                        Wenn das einzige Exemplar einer
                                                        gerade fertigen Magisterarbeit aus dem
                                                        Fenster       fliegt, dann      ist   das
                                                        normalerweise eine Katastrophe. Nicht
                                                        so in Dietrich Brüggemanns heiterem
                                                        Debütfilm über ein ernstes Thema. Ben
                                                        sitzt seit einem Unfall vor sieben Jahren
                                                        im Rollstuhl. Um Ben kümmert sich der
                                                        Zivildienstleistende Christian. Beide
                                                        jungen       Männer     verlieben     sich
  ausgerechnet in dasselbe Mädchen, die Musikstudentin Annika, die sich nicht zwischen ihnen
  entscheiden kann. Zu dritt verbringen sie die Abende auf Bens Balkon und erschaffen zwischen
  tristen Duisburger Hochhäusern ihre eigene Welt aus Sehnsucht und Fantasie.
  Festival des deutschen Films 2010 – Publikumspreis, Filmfest Emden – NDR-Preis für den
  Nachwuchs, Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern – Nachwuchsförderpreis der DEFA-
  Stiftung.
  www.rennwenndukannst.de
Deutschland 09 – 13 kurze Filme zur Lage der Nation
   Regie: Fatih Akin, Dani Levy, Dominik Graf u.v.a.| D 2009 | 151 min
   Mit: Benno Führmann, Jasmin Tabatabai, Kai Strittmatter u.v.a.
                                                         Ein          Panoramabild           der
                                                         gesellschaftlichen und politischen
                                                         Situation       des      gegenwärtigen
                                                         Deutschlands.        13       namhafte
                                                         RegisseurInnen, die in 13 kurzen
                                                         Filmen ihre eigene Interpretation und
                                                         ihre eigene filmische Sicht auf ihre
                                                         heutige       Heimat      präsentieren.
                                                         Herausgekommen ist ein Deutschland-
                                                         Puzzle,     ein     Kaleidoskop     aus
   individuellen Perspektiven und Wahrnehmungen, das heterogener nicht sein könnte. Eine
   wilde Mischung aus abstrakten, konkreten, essayistischen und experimentellen Beiträgen, frei
   in der Wahl des Formats und des Inhalts, durchweg interessant, spannend und zum
   Nachdenken anregend.
   www.deutschland09-der-film.de


Friendship!
   Regie: Markus Goller | D 2010 | 110 min
   Mit: Matthias Schweighöfer, Friedrich Mücke, Alicja Bachleda-Curuś
                                                           1989, das Ende der DDR. Ganz Berlin
                                                           liegt sich jubelnd und feiernd in den
                                                           Armen, denn die Mauer ist gefallen.
                                                           Was tun mit der neugewonnenen
                                                           Freiheit? Zwei Freunde brechen zu
                                                           einer Reise in die USA auf.
                                                           Ausgestattet mit ihren noch zu DDR-
                                                           Zeiten gedrehten Amateurfilmen,
                                                           zweifelhaften     Englischkenntnissen,
                                                           sowie der unglaublichen Summe von
                                                           55 Dollar, beginnt ein wüster Road
   Trip quer durch die amerikanische Weite, der sie ihrem großem Ziel langsam aber sicher näher
   bringt. Eine Geschichte von Freundschaft, Freiheit und Träumen. Eine aberwitzige Komödie mit
   reichlich Tiefgang und einer wahren Begebenheit als Hintergrund.
   Bayerischer Filmpreis 2009 für Friedrich Mühe als „Bester Nachwuchsdarsteller“
   www.friendship-derfilm.de
Schröders wunderbare Welt
   Regie: Michael Schorr | D 2006| 114 min
   Mit: Peter Schneider, Karl-Fred Muller, Gitta u.v.a.
                                                          Frank Schröder will nur das Beste. Sein
                                                          Heimatort Tauchritz braucht einen
                                                          Mann wie ihn - meint er. Ein
                                                          gigantisches                künstliches
                                                          Tropenparadies soll im Niemandsland
                                                          des     deutsch-polnisch-tschechischen
                                                          Grenzgebietes       entstehen.      Der
                                                          „Lagunenzauber” wird die darbende
                                                          Region     insgesamt     wieder     auf
                                                          Vordermann bringen, ist sich Schröder
                                                          sicher.       Er      träumt        von
   grenzüberschreitender Zusammenarbeit. Er träumt davon, dass die globalisierte Welt
   ehemalige Feinde zu einen vermag. Doch Schröder muss erstaunt feststellen, dass offene
   Grenzen nicht notwendigerweise offenere Menschen schaffen. Der Film gibt dem Zuschauer
   viel Zeit, um die Figuren mit ihren Eigenheiten kennenzulernen, die Lakonie sowie die gewitzte
   Bildkomposition dieser skurrilen Komödie zu genießen.
   www.schroederswunderbarewelt.de


Ganz nah bei dir
   Regie: Almut Getto | D 2008 | 91 min
   Mit: Bastian Trost, Katharina Schüttler, Andreas Patton u.v.a.
                                                         Phillips Partner heißt Paul und ist eine
                                                         Schildkröte, sein bester und einziger
                                                         Freund ist sein Psychiater, sein größter
                                                         Traum ist der große Durchbruch als
                                                         Pantomime-Künstler          auf        der
                                                         Kleinkunstbühne seines Stammlokals.
                                                         Doch dann stolpert er sprichwörtlich
                                                         über Lina, eine blinde Cellistin, die sich
                                                         in der Welt der Sehenden zu
                                                         emanzipieren und ihre musikalischen
                                                         Träume zu verwirklichen versucht.
   Eine Geschichte vom Stolpern und wieder Aufstehen: Zwei unterschiedliche
   Lebenswirklichkeiten in einem bizarren Szenario, das sich zu einer mitreißenden und
   lakonischen Liebesgeschichte zwischen zwei Sonderlingen entwickelt.
   Max-Ophüls-Preis   2009     –    Publikumspreis,    Filmkunstfest       Schwerin     2009     –
   Nachwuchsförderpreis, Filmfest Emden 2009 - Preisträger
   www.ganz-nah-bei-dir.de
DOKUMENTARFILME
 In den letzten 20 Jahren förderte die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit (SdpZ)
 zahlreiche Dokumentarfilme, die sich mit den deutsch-polnischen Beziehungen beschäftigen.
 Wir zeigen eine Auswahl daraus.


            Häuser des Herrn / Domy Pana
            Regie: Ute Badura I 2009 I 85 min

            Eine blonde Provinz / Jasnowosła prowincja
            Regie: Jacek Kubiak, Klaus Salge I 2010 I 52 min

            Spuren der Kreisauer/ Śladami Krzyżowian
            Regie: Verschiedene I 2007 I 53 min

            Von Generation zu Generation / Z pokolenia na pokolenie
            Regie: Andrzej Sapija I 2009 I 60 min

            Tschüss DDR! Über Warschau in die Freiheit
            Regie: Krzysztof Czajka I 2009 I 55 min

            Dzieci Ireny Sendlerowej (Die Kinder der Irena Sendler)
            Regie: John Kent Harrison I 2009 I 120 min

            Der Fotograf
            Regie: Dariusz Jabłooski I 1998 I 57 min

            Leise gegen den Strom
            Regie: Robert Żurek, Tomek Kycia I 2009 I 49 min

            Wracając do Marka (Zurück zu Marek)
            Regie: Aleksander Ford I 2002 I 45 min

            Niemieckimi śladami w Łodzi (Auf deutschen Spuren in Lodz)
            Regie: Zygmunt Skonieczny I 2002 I 51 min



     Die gezeigten Filme variieren je nach Spielort. Näheres entnehmen Sie bitte dem
     Programm vor Ort.
SPIELORTE
            Allenstein, Breslau, Bromberg, Beuthen, Danzig, Elbing, Gleiwitz, Kattowitz, ,
            Oppeln, Ratibor, Schneidemühl.



INSTITUT FÜR AUSLANDSBEZIEHUNGEN E.V.


                                                    Das Institut für Auslandsbeziehungen e.V.
                                                    (ifa) mit Sitz in Stuttgart engagiert sich
                                                    weltweit für Kunstaustausch, den Dialog
            der Zivilgesellschaften und die Vermittlung außenkulturpolitischer Informationen.
            Der Fokus Integration und Medien unterstützt die Entwicklung der Zivilgesellschaft
            und der Demokratie in Mittel-, Ost- und Südosteuropa sowie in der GUS. Ein
            Schwerpunkt liegt dabei auf der Unterstützung der deutschen Minderheiten. Die
            Arbeit des Fokus Integration und Medien umfasst den Bildungs-, Kultur- und
            Medienbereich.

            www.ifa.de




     Die Kinowoche wird vor Ort gemeinsam mit folgenden       ORGANISATIONEN DER
     DEUTSCHEN MINDERHEIT organisiert:



                                     Bund der Deutschen Minderheit in Danzig




                                           Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit,
                                           Gleiwitz




                              Deutscher Freundschaftskreis in Schlesien
Bund der Jugend der Deutschen Minderheit



                    Deutsche Sozial – Kulturelle Gesellschaft in Breslau




                 Gesellschaft der deutschen Minderheit in Bromberg




                     Verband der Deutschen Gesellschaften in Ermland und
                     Masuren



                Verband         der       deutschen          sozial-kulturellen
                Gesellschaften in Polen




ORGANISATOREN




PARTNER
MEDIENPARTNER

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  • 2. DEUTSCHE KINOWOCHE In diesem Jahr feiert die deutsche Kinowoche „niemieckie niuanse... deutsche details..." Geburtstag: Bereits zum zehnten Mal findet diese vom 9.-22. Mai unter anderem in Danzig, Breslau, Kattowitz und Oppeln statt. Unter Schirmherrschaft der Filmregisseure Volker Schlöndorff und Andrzej Wajda bringt das Institut für Auslandsbeziehungen e.V. gemeinsam mit Organisationen der Deutschen Minderheit auch dieses Jahr eine Auswahl neuer, spannender Kinofilme aus Deutschland in polnische Kinos. Vor dem Hintergrund der sich 2011 zum 20. Mal jährenden Unterzeichnung des Vertrages über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Polen steht die diesjährige Filmwoche unter dem Motto „Nachbarwelten – Świat Sąsiadów“. In elf polnischen Städten werden deutsche Kinofilme der letzten Jahre wie „Friendship“, „Deutschland 09“, „Renn, wenn du kannst“, „Schröders wunderbare Welt“ und „Ganz nah bei Dir“ gezeigt. Mit der deutsch-polnischen Produktion „Wintertocher“ haben wir dieses Jahr sogar erstmalig eine Vorpremiere im Programm. Ein weiteres Novum 2011 ist die enge Zusammenarbeit mit der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit (SdpZ). Wir zeigen an ausgewählten Orten von der SdpZ geförderte Dokumentarfilme, die sich der deutsch-polnischen Geschichte widmen und auch die Auseinandersetzung mit schwierigen Aspekten dieser Beziehung nicht scheuen. Doch soll die Filmauswahl nicht nur im deutsch-polnischen Kontext auf das Thema Nachbarschaft und Nachbarwelt eingehen – sondern dieses auch in einer ganz persönlichen, privaten Bedeutung aufzeigen. Mit den ausgewählten Filmen wollen wir somit verschiedene Lebensentwürfe vorstellen, Offenheit für fremde Kulturen und Akzeptanz von Andersartigkeit fördern. Darüber hinaus bietet die Kinowoche auch 2011 wieder ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Das Programm wird mitverantwortet und -organisiert von Vereinen der deutschen Minderheit vor Ort. So werden neben den Filmvorführungen auch Podiumsdiskussionen, Konzerte und Veranstaltungen zu Fragen der Identität, der Kultur und der Sprache stattfinden und zum Nachdenken anregen. Die deutsche Kinowoche kann inzwischen auf eine zehnjährige Tradition zurückblicken. In ihren Spielorten ist sie längst eine fest etablierte Veranstaltung, die jedes Jahr im Frühjahr stattfindet und zahlreiche Besucher anzieht. 2001 fand sie erstmalig unter dem Motto „Frauenbilder im deutschen Film“ in Oppeln und Breslau statt. Da sich zeigte, dass die Veranstaltung für ein breites Publikum attraktiv ist, wurde die Anzahl der Spielorte schnell ausgeweitet. Ziel der Kinowoche ist bis heute, das Interesse am Nachbarland Deutschland zu wecken, junges deutsches Kino zu präsentieren sowie ein lebendiges und buntes Bild von Deutschland zu vermitteln. Realisiert wird die Kinowoche seit 2001 vom Institut für Auslandsbeziehungen e.V. (ifa) in Kooperation mit den Partnerorganisationen der deutschen Minderheit. Unterstützt werden sie dabei von lokalen Institutionen und Medien – die Kinowoche ist längst fester Bestandteil des polnischen Kulturkalenders!
  • 3. SPIELFILME Wintertochter Regie: Johannes Schmid | D/PL 2010 | 93 min Mit: Ursula Werner, Nina Monka, Leon Seidel, Dominik Nowak, Daniel Olbrychski u.v.a Ein alter Barkas tuckert von Berlin über Danzig bis in die Masuren. Die zwölfjährige Kattaka hat gerade erfahren, dass sich ihr leiblicher Vater, ein russischer Matrose, im Hafen von Gdingen aufhalten soll. Sie macht sich in Begleitung ihrer 75jährigen, resoluten Nachbarin Lene auf, ihn zu suchen. Während Kattaka ihren Vater sucht, stellt sich Lene ihrer eigenen Vergangenheit: Einer Kindheit in den Masuren und der bisher verdrängten Flucht, auf der sie damals Vater und Mutter verlor. Ein Roadmovie über Freundschaft zwischen verschiedenen Generationen und Nationen und über den Mut, sich dem Leben zu stellen. Renn, wenn du kannst Regie: Dietrich Brüggemann | D 2010 | 116 min Mit: Robert Gwisdek, Anna Brüggemann, Jakob Matschenz, Franziska Weisz u.v.a. Wenn das einzige Exemplar einer gerade fertigen Magisterarbeit aus dem Fenster fliegt, dann ist das normalerweise eine Katastrophe. Nicht so in Dietrich Brüggemanns heiterem Debütfilm über ein ernstes Thema. Ben sitzt seit einem Unfall vor sieben Jahren im Rollstuhl. Um Ben kümmert sich der Zivildienstleistende Christian. Beide jungen Männer verlieben sich ausgerechnet in dasselbe Mädchen, die Musikstudentin Annika, die sich nicht zwischen ihnen entscheiden kann. Zu dritt verbringen sie die Abende auf Bens Balkon und erschaffen zwischen tristen Duisburger Hochhäusern ihre eigene Welt aus Sehnsucht und Fantasie. Festival des deutschen Films 2010 – Publikumspreis, Filmfest Emden – NDR-Preis für den Nachwuchs, Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern – Nachwuchsförderpreis der DEFA- Stiftung. www.rennwenndukannst.de
  • 4. Deutschland 09 – 13 kurze Filme zur Lage der Nation Regie: Fatih Akin, Dani Levy, Dominik Graf u.v.a.| D 2009 | 151 min Mit: Benno Führmann, Jasmin Tabatabai, Kai Strittmatter u.v.a. Ein Panoramabild der gesellschaftlichen und politischen Situation des gegenwärtigen Deutschlands. 13 namhafte RegisseurInnen, die in 13 kurzen Filmen ihre eigene Interpretation und ihre eigene filmische Sicht auf ihre heutige Heimat präsentieren. Herausgekommen ist ein Deutschland- Puzzle, ein Kaleidoskop aus individuellen Perspektiven und Wahrnehmungen, das heterogener nicht sein könnte. Eine wilde Mischung aus abstrakten, konkreten, essayistischen und experimentellen Beiträgen, frei in der Wahl des Formats und des Inhalts, durchweg interessant, spannend und zum Nachdenken anregend. www.deutschland09-der-film.de Friendship! Regie: Markus Goller | D 2010 | 110 min Mit: Matthias Schweighöfer, Friedrich Mücke, Alicja Bachleda-Curuś 1989, das Ende der DDR. Ganz Berlin liegt sich jubelnd und feiernd in den Armen, denn die Mauer ist gefallen. Was tun mit der neugewonnenen Freiheit? Zwei Freunde brechen zu einer Reise in die USA auf. Ausgestattet mit ihren noch zu DDR- Zeiten gedrehten Amateurfilmen, zweifelhaften Englischkenntnissen, sowie der unglaublichen Summe von 55 Dollar, beginnt ein wüster Road Trip quer durch die amerikanische Weite, der sie ihrem großem Ziel langsam aber sicher näher bringt. Eine Geschichte von Freundschaft, Freiheit und Träumen. Eine aberwitzige Komödie mit reichlich Tiefgang und einer wahren Begebenheit als Hintergrund. Bayerischer Filmpreis 2009 für Friedrich Mühe als „Bester Nachwuchsdarsteller“ www.friendship-derfilm.de
  • 5. Schröders wunderbare Welt Regie: Michael Schorr | D 2006| 114 min Mit: Peter Schneider, Karl-Fred Muller, Gitta u.v.a. Frank Schröder will nur das Beste. Sein Heimatort Tauchritz braucht einen Mann wie ihn - meint er. Ein gigantisches künstliches Tropenparadies soll im Niemandsland des deutsch-polnisch-tschechischen Grenzgebietes entstehen. Der „Lagunenzauber” wird die darbende Region insgesamt wieder auf Vordermann bringen, ist sich Schröder sicher. Er träumt von grenzüberschreitender Zusammenarbeit. Er träumt davon, dass die globalisierte Welt ehemalige Feinde zu einen vermag. Doch Schröder muss erstaunt feststellen, dass offene Grenzen nicht notwendigerweise offenere Menschen schaffen. Der Film gibt dem Zuschauer viel Zeit, um die Figuren mit ihren Eigenheiten kennenzulernen, die Lakonie sowie die gewitzte Bildkomposition dieser skurrilen Komödie zu genießen. www.schroederswunderbarewelt.de Ganz nah bei dir Regie: Almut Getto | D 2008 | 91 min Mit: Bastian Trost, Katharina Schüttler, Andreas Patton u.v.a. Phillips Partner heißt Paul und ist eine Schildkröte, sein bester und einziger Freund ist sein Psychiater, sein größter Traum ist der große Durchbruch als Pantomime-Künstler auf der Kleinkunstbühne seines Stammlokals. Doch dann stolpert er sprichwörtlich über Lina, eine blinde Cellistin, die sich in der Welt der Sehenden zu emanzipieren und ihre musikalischen Träume zu verwirklichen versucht. Eine Geschichte vom Stolpern und wieder Aufstehen: Zwei unterschiedliche Lebenswirklichkeiten in einem bizarren Szenario, das sich zu einer mitreißenden und lakonischen Liebesgeschichte zwischen zwei Sonderlingen entwickelt. Max-Ophüls-Preis 2009 – Publikumspreis, Filmkunstfest Schwerin 2009 – Nachwuchsförderpreis, Filmfest Emden 2009 - Preisträger www.ganz-nah-bei-dir.de
  • 6. DOKUMENTARFILME In den letzten 20 Jahren förderte die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit (SdpZ) zahlreiche Dokumentarfilme, die sich mit den deutsch-polnischen Beziehungen beschäftigen. Wir zeigen eine Auswahl daraus. Häuser des Herrn / Domy Pana Regie: Ute Badura I 2009 I 85 min Eine blonde Provinz / Jasnowosła prowincja Regie: Jacek Kubiak, Klaus Salge I 2010 I 52 min Spuren der Kreisauer/ Śladami Krzyżowian Regie: Verschiedene I 2007 I 53 min Von Generation zu Generation / Z pokolenia na pokolenie Regie: Andrzej Sapija I 2009 I 60 min Tschüss DDR! Über Warschau in die Freiheit Regie: Krzysztof Czajka I 2009 I 55 min Dzieci Ireny Sendlerowej (Die Kinder der Irena Sendler) Regie: John Kent Harrison I 2009 I 120 min Der Fotograf Regie: Dariusz Jabłooski I 1998 I 57 min Leise gegen den Strom Regie: Robert Żurek, Tomek Kycia I 2009 I 49 min Wracając do Marka (Zurück zu Marek) Regie: Aleksander Ford I 2002 I 45 min Niemieckimi śladami w Łodzi (Auf deutschen Spuren in Lodz) Regie: Zygmunt Skonieczny I 2002 I 51 min Die gezeigten Filme variieren je nach Spielort. Näheres entnehmen Sie bitte dem Programm vor Ort.
  • 7. SPIELORTE Allenstein, Breslau, Bromberg, Beuthen, Danzig, Elbing, Gleiwitz, Kattowitz, , Oppeln, Ratibor, Schneidemühl. INSTITUT FÜR AUSLANDSBEZIEHUNGEN E.V. Das Institut für Auslandsbeziehungen e.V. (ifa) mit Sitz in Stuttgart engagiert sich weltweit für Kunstaustausch, den Dialog der Zivilgesellschaften und die Vermittlung außenkulturpolitischer Informationen. Der Fokus Integration und Medien unterstützt die Entwicklung der Zivilgesellschaft und der Demokratie in Mittel-, Ost- und Südosteuropa sowie in der GUS. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Unterstützung der deutschen Minderheiten. Die Arbeit des Fokus Integration und Medien umfasst den Bildungs-, Kultur- und Medienbereich. www.ifa.de Die Kinowoche wird vor Ort gemeinsam mit folgenden ORGANISATIONEN DER DEUTSCHEN MINDERHEIT organisiert: Bund der Deutschen Minderheit in Danzig Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit, Gleiwitz Deutscher Freundschaftskreis in Schlesien
  • 8. Bund der Jugend der Deutschen Minderheit Deutsche Sozial – Kulturelle Gesellschaft in Breslau Gesellschaft der deutschen Minderheit in Bromberg Verband der Deutschen Gesellschaften in Ermland und Masuren Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen ORGANISATOREN PARTNER