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Was ist wie laut?
dB(A)*
0
bis
20
Hörschwelle
empfindet man
als Stille
ruhiges Zimmer
in der Nacht
30
bis
50
Flüstern, ruhiges
Zimmer bei Tag
Beeinträchtigung
der Schlafqualität
Tagespegel im
Wohnzimmer
60
bis
80
Unterhaltung erhöhtes Risiko für
Herz-Kreislauf-
Erkrankungen,
AufweckreaktionenPKW im Stadtverkehr,
aus 5m Entfernung
85
bis
120
Stadtautobahn Beginn der
Schädigung des
Innenohrs bei
andauernder
Belastung
Rockkonzert in
Lautsprechernähe,
Schmerzgrenze
130
bis
170
Trillerpfeife direkt
am Ohr Schädigung des
Innenohrs bei
einmaliger Einwirkung
möglichSpielzeugpistole
direkt am Ohr
* Dezibel A oder kurz dB(A) ist die Maßeinheit für die Stärke des
Schalls bezogen auf das menschliche Gehör
Seit 1996 ist der gemeinnützige Projektkreis Schule des
Hörens e.V. im Auftrage von Landes- und Bundesein-
richtungen mit der Entwicklung von Konzepten für die
Ausbildung der Sinneskompetenz Hören befasst:
OLLI OHRWURM, AUDITORIX, RADIO 108,8 gehören
zu seinen Projekten. Die Schule des Hörens ist Grün-
dungsmitglied der Bundesvereinigung INITIATIVE
HÖREN und führt deren Geschäftsstelle in Köln.
Faszination
Hören
4
Lautstärke. Lärm.
Mit der Durchführung der Initiative Eltern+Medien
wurde das Adolf-Grimme-Institut beauftragt:
www.elternundmedien.de
© 2009 Schule des Hörens e.V. Köln,
Marienstraße 3, 50825 Köln
Das Projekt FASZINATION HÖREN der Schule des
Hörens findet statt in Kooperation mit der Initiative
Eltern+Medien, einem Angebot der Landesanstalt für
Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) und wird gefördert
von der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der
Sparda-Bank West.
Dieses Faltblatt und weitere Informa-
tionen zum Thema finden Sie auch hier:
www.auditorix.de
www.initiative-hoeren.de
www.schule-des-hoerens.de
Wie kann man sich schützen?
• Impulsartigen Schall meiden
(Silvesterknaller/ Spielzeugpistolen/ Ohrfeige)
• Ohren zuhalten, wenn Lärm droht
(bremsende Züge, Martinshorn, schrille Pfiffe…)
• Musik, insbesondere bei portablen Audiogeräten wie
MP3-Player, nur mit geringer Lautstärke hören
• In Konzerten und Diskotheken Abstand von den
Boxen halten, Ohrenstöpsel nutzen (sind oft im
Eingangsbereich erhältlich)
• Surrende, fiepende elektronische Geräte im
„Stand by“-Modus ausschalten
• Keine Wattestäbchen verwenden, sie können das Ohr
verletzen (Ohrenschmalz ist wichtig und schützt das
Hörorgan)
• Beim Kauf von Spielzeug und Elektrogeräten auf die
Geräte-Lautstärke achten
• Stress abbauen (= auch ein Schutz vor Tinnitus)
• Feste Ruhe- und Entspannungspausen für Kinder und
Erwachsene einplanen
Praktische Tipps
Darauf sollten Sie achten:
• Häufiges Missverstehen einfacher Aussagen
• Häufiges Nachfragen
• Auffallend lautes Sprechen
• Keine Reaktion, wenn man von hinten angesprochen
wird
• Musik, Radio oder Fernseher wird immer sehr laut
gestellt
• Der Mund des Sprechers wird beim Zuhören fixiert
• Häufiges Vertauschen ähnlich klingender Wörter
• Häufiges Zurückziehen aus größeren
Menschenmengen
• Schallquellen werden nur mit Blickkontakt geortet
• Eintönige Sprachmelodie
• Undeutliche Aussprache
• Weglassen von Buchstaben oder Wörtern
Anzeichen für Hörschäden
Lärm riecht nicht, man schmeckt nichts und körperli-
che Schmerzen verspüren wir erst, wenn Lautstärke
unmittelbar und mit großer Wucht auf unser Ohr trifft.
Hörschädigungen verlaufen langsam, oft unbemerkt
und die Auswirkungen merken wir mitunter erst, wenn
es zu spät ist.
Von schädigendem Lärm sprechen wir bei Lautstärken
von mehr als 85 dB (A).
Die sogenannten „Schmerzgrenze“ liegt bei 120 dB (A).
Störender Lärm, der oftmals ebenfalls krank machen
kann, beginnt aber bereits in weit „leiseren“ Zonen.
Insbesondere hochfrequente, vor allem aber auch
plötzlich auftretende Geräusche haben unmittelbare
Auswirkungen auf den Organismus. Sie werden in der
Regel als „Warnsignale“ wahrgenommen und führen
zu Stressreaktionen des Körpers.
Bei Dauerstress sind Kopfschmerzen, Kreislauf-,
Magen- und Darmbeschwerden keine Seltenheit.
In Verbindung mit weiteren schädigenden Faktoren
gehört Lärm zu den häufigsten Ursachen von
Herzinfarkten.
Was ist Lärm?
www.schule-des-hoerens.de

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  • 2. Wie kann man sich schützen? • Impulsartigen Schall meiden (Silvesterknaller/ Spielzeugpistolen/ Ohrfeige) • Ohren zuhalten, wenn Lärm droht (bremsende Züge, Martinshorn, schrille Pfiffe…) • Musik, insbesondere bei portablen Audiogeräten wie MP3-Player, nur mit geringer Lautstärke hören • In Konzerten und Diskotheken Abstand von den Boxen halten, Ohrenstöpsel nutzen (sind oft im Eingangsbereich erhältlich) • Surrende, fiepende elektronische Geräte im „Stand by“-Modus ausschalten • Keine Wattestäbchen verwenden, sie können das Ohr verletzen (Ohrenschmalz ist wichtig und schützt das Hörorgan) • Beim Kauf von Spielzeug und Elektrogeräten auf die Geräte-Lautstärke achten • Stress abbauen (= auch ein Schutz vor Tinnitus) • Feste Ruhe- und Entspannungspausen für Kinder und Erwachsene einplanen Praktische Tipps Darauf sollten Sie achten: • Häufiges Missverstehen einfacher Aussagen • Häufiges Nachfragen • Auffallend lautes Sprechen • Keine Reaktion, wenn man von hinten angesprochen wird • Musik, Radio oder Fernseher wird immer sehr laut gestellt • Der Mund des Sprechers wird beim Zuhören fixiert • Häufiges Vertauschen ähnlich klingender Wörter • Häufiges Zurückziehen aus größeren Menschenmengen • Schallquellen werden nur mit Blickkontakt geortet • Eintönige Sprachmelodie • Undeutliche Aussprache • Weglassen von Buchstaben oder Wörtern Anzeichen für Hörschäden Lärm riecht nicht, man schmeckt nichts und körperli- che Schmerzen verspüren wir erst, wenn Lautstärke unmittelbar und mit großer Wucht auf unser Ohr trifft. Hörschädigungen verlaufen langsam, oft unbemerkt und die Auswirkungen merken wir mitunter erst, wenn es zu spät ist. Von schädigendem Lärm sprechen wir bei Lautstärken von mehr als 85 dB (A). Die sogenannten „Schmerzgrenze“ liegt bei 120 dB (A). Störender Lärm, der oftmals ebenfalls krank machen kann, beginnt aber bereits in weit „leiseren“ Zonen. Insbesondere hochfrequente, vor allem aber auch plötzlich auftretende Geräusche haben unmittelbare Auswirkungen auf den Organismus. Sie werden in der Regel als „Warnsignale“ wahrgenommen und führen zu Stressreaktionen des Körpers. Bei Dauerstress sind Kopfschmerzen, Kreislauf-, Magen- und Darmbeschwerden keine Seltenheit. In Verbindung mit weiteren schädigenden Faktoren gehört Lärm zu den häufigsten Ursachen von Herzinfarkten. Was ist Lärm? www.schule-des-hoerens.de