Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF):
Wie wichtig ist die Erstuntersuchung?
Ergebnisse von 102 medizinischen Erstu...
UMF
Besondere Flüchtlinge
Besonders vulnerabel
„In Obhut der Kommunen“
Besonders gut versorgt
2
+
Health Risk Map – SOS International:
Krankheitslast + medizinische Infrastruktur
3
Migrationsphasen
Zimmerman C, Kiss L, Hossain M (2011) Migration and Health: A Framework for 21st Century Policy-Making. P...
Anteil von Minderjährigen bei den
Asylbewerbern
• 31,6% Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre (2014)
• Anteil der Säuglinge ...
Aufnahme von UMF in Bielefeld
• Clearinghäuser der AWO und anderen Sozialträgern
nehmen seit 2011 in Bielefeld unbegleitet...
Betreuung von UMF durch Sozialarbeiter in
den Clearinghäusern
- bürokratische Prozesse begleiten
(Asylanträge, Vormund bes...
Ziel der Erstuntersuchung
1. Ausschluß oder Diagnose/Therapie von ansteckenden Krankheiten zum
Schutz der
– Asylsuchenden ...
Medizinische Versorgung von UMF
Erstuntersuchung
• Kurz nach Ankunft in D bzw.
Bielefeld
• Kostenträger Jugendamt
• Jugend...
Asylsuchende in der Praxis
10
Untersuchungsspektrum
1. Anamnese, Fremdanamnese, Fluchtanamnese
2. Lungen-TBC- Ausschluß mittels Röntgenthorax
ggf. Elisp...
Anamnese + körperliche Untersuchung
• Herkunftsland, Fluchtweg, -dauer, Flüchtlingslager?
• Akute Beschwerden
• Frühere Er...
Blut-/Stuhluntersuchung
1. Großes Blutbild mit Differentialblutbild:
Eosinophilie?
2. Blutchemie: Leberwerte, Ferritin, Kr...
Ergebnisse
14
Soziodemographie
• 102 UMF (78 männlich, 24 weiblich)
• Altersverteilung:
15
• Mittelwert männlich=
15,96 Jahre (12-17)
• ...
Herkunftsregionen
Subregionen der Vereinten Nationen (United Nations Statistics Division 2013)
Legende:
Nordafrika (n=13, ...
Allgemeiner Gesundheitszustand
• BMI-Werte im altersabhängigen Normbereich 84%,
10% übergewichtig, 6% untergewichtig
• Pat...
Gesundheits(risiko)verhalten
• Weibliche UMF zeigen sehr selten gesundheitliches
Risikoverhalten (1 Fall)
• Männliche UMF:...
Behandlungsbedürftige Infektionen
19
Infektionskrankheiten Gesamt n (%)
Lambliasis 83 6 (7.2%)
Amöbiasis 96 6 (6.3%)
Schis...
Dr. L. Prüfer-Krämer Innere-Tropenmedizin, Bielefeld
Bilharziose
Dr. L. Prüfer-Krämer
Innere-Tropenmedizin, Bielefeld
Bilharziose
Infektionskrankheiten nach Geschlecht
und Herkunftsregion
22
Gesamt
%
Infektionserkrankung % 1 Infektion
% > 1
Infektion p...
23
Gesamt % parasitäre Infektion
% 1
parasitäre
Infektion
% > 1
parasitäre
Infektion p-Wert
Männlich 78 17.9 11.5 6.5 p=0....
24
HBV-infiziert?
(von n= 101)
HBV + (n=8)
Chronische HBV-
Hepatitis (n=2)
HBsAG Träger
(n=6)
HBV - (n=93)
Immun
(n=29)
Ge...
Prävalenz nicht übertragbarer
Erkrankungen
25
Sonstige Erkrankungen Gesamt n (%)
Gastritis 102 37 (36.3%)
Eisenmangelanämi...
Prävalenz psychischer Erkrankungen
(Depression +PTBS)
26
Gesamt
% Psychische
Erkrankungen p-Wert
Männlich 78 10.3 p= 0.066...
Seltenere Erkrankungen
• Malaria (n=1)
• Chronisches Schmerzsyndrom (n=3)
• Scabies (n=3)
• Asthma (n=4)
• Hypotension (n=...
Poliofolgen: Jugendlicher aus Afghanistan
28
29
Verlaufsbeobachtungen in der
Betreuung von Asylsuchenden
• UMF aus Afrika, Irak, Afghanistan, Bangladesch hatten im
Herkun...
Überweisung zu Fachärzten im Verlauf
31
(6)
(7)
(12)
(28)
(16)
(23)
(5)
(8)
(9)
(7)
(1)
(2)
(3)
(10)
(4)
(9)
(4)
(4)
(3)
0...
Zusammenfassung und Herausforderungen
• UMF haben zunächst einen anderen physischen/psychischen
Gesundheitszustand im Verg...
Medizinische Betreuung von UMF erfordert:
1. Inter,-multi,- und transkulturelle Sensibilität
2. Verständnis von Lebensbedi...
Auch Ärzte haben Anteil an der Integration:
es macht Freude mit UMFs!
34
Westfalen-Blatt 16.11.2015
Süddeutsche Zeitung 19...
Nächste SlideShare
Wird geladen in …5
×

Detmold Flüchtlingsymposium 25.11.2015

643 Aufrufe

Veröffentlicht am

Unbegleitete minderjähriges Flüchtlinge (UMF): Wie wichtig ist die Ernstuntersuchung?

Veröffentlicht in: Gesundheit & Medizin
0 Kommentare
0 Gefällt mir
Statistik
Notizen
  • Als Erste(r) kommentieren

  • Gehören Sie zu den Ersten, denen das gefällt!

Keine Downloads
Aufrufe
Aufrufe insgesamt
643
Auf SlideShare
0
Aus Einbettungen
0
Anzahl an Einbettungen
3
Aktionen
Geteilt
0
Downloads
2
Kommentare
0
Gefällt mir
0
Einbettungen 0
Keine Einbettungen

Keine Notizen für die Folie

Detmold Flüchtlingsymposium 25.11.2015

  1. 1. Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF): Wie wichtig ist die Erstuntersuchung? Ergebnisse von 102 medizinischen Erstuntersuchungen bei 12-18 Jährigen UMF zwischen 9-2011 und 7-2014 Luise Prüfer-Krämer**, Luisa Marquardt*, Alexander Krämer* *Fakultät für Gesundheitswissenschaften, Universität Bielefeld **Praxis Dr. med. Prüfer-Krämer, Innere Medizin, Tropenmedizin, Infektiologie, Bielefeld 1
  2. 2. UMF Besondere Flüchtlinge Besonders vulnerabel „In Obhut der Kommunen“ Besonders gut versorgt 2 +
  3. 3. Health Risk Map – SOS International: Krankheitslast + medizinische Infrastruktur 3
  4. 4. Migrationsphasen Zimmerman C, Kiss L, Hossain M (2011) Migration and Health: A Framework for 21st Century Policy-Making. PLoS Med 8(5): e1001034. doi:10.1371/journal.pmed.1001034 http://www.plosmedicine.org/article/info:doi/10.1371/journal.pmed.1001034
  5. 5. Anteil von Minderjährigen bei den Asylbewerbern • 31,6% Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre (2014) • Anteil der Säuglinge besonders hoch • Anteil der männlichen Asylbewerber steigt mit der Entfernung des Herkunftslandes Quelle: Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (2015) 5
  6. 6. Aufnahme von UMF in Bielefeld • Clearinghäuser der AWO und anderen Sozialträgern nehmen seit 2011 in Bielefeld unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) auf • Ziel ist, sie nach 3-12 Monaten in andere Unterkünfte zu verlegen bzw. sie in eigenen Wohnungen oder Gemeinschaftsunterkünften unterzubringen • Seit 11-2015 Aufnahme von UMFs, die nach ca 2 Wochen in andere Kommunen verteilt werden 6
  7. 7. Betreuung von UMF durch Sozialarbeiter in den Clearinghäusern - bürokratische Prozesse begleiten (Asylanträge, Vormund bestellen etc.) - Schulunterricht/ Ausbildung ermöglichen - Medizinische Versorgung gewährleisten - 2011 gemeinsames Konzept einer Erstuntersuchung entwickelt 7
  8. 8. Ziel der Erstuntersuchung 1. Ausschluß oder Diagnose/Therapie von ansteckenden Krankheiten zum Schutz der – Asylsuchenden selbst – der übrigen Bewohner der Gemeinschaftseinrichtung – und der BetreuerInnen 2. Gesundheitszustand beurteilen mit besonderem Augenmerk auf – Ernährungs- Entwicklungsdefizite – Krankheiten, Zahngesundheit – Psyche: Traumatisierungen, Depressionen – Hinweise auf Verletzungen, Behinderungen – Drogenkonsum – Befähigung zum Sport – Hören/ Sehen (Schule) 3. Prävention: altersentsprechende Impfungen nach STIKO 8
  9. 9. Medizinische Versorgung von UMF Erstuntersuchung • Kurz nach Ankunft in D bzw. Bielefeld • Kostenträger Jugendamt • Jugenduntersuchung I wird >16J inzwischen finanziert Hausärztliche Versorgung bei akuten/chronischen Erkrankungen • Während des Gesamtaufenthaltes in D • Kostenträger: Jugendamt auf „Sozialschein“ solange keine AOK-Karte vorliegt • Laut Gesetz Gleichstellung mit gesetzlich Versicherten • Keine Budgetierung 9
  10. 10. Asylsuchende in der Praxis 10
  11. 11. Untersuchungsspektrum 1. Anamnese, Fremdanamnese, Fluchtanamnese 2. Lungen-TBC- Ausschluß mittels Röntgenthorax ggf. Elispot (<16 Jahre) 3. Vollständige körperliche Untersuchung 4. Blut, Urin und Stuhluntersuchung 5. Hörtest (Tonschwellenaudiometrie) 6. Sehtest (ETDRS Tafel) 7. Zahnarztbesuch 8. Mädchen: Schwangerschaftstest, gynäkol. US 11
  12. 12. Anamnese + körperliche Untersuchung • Herkunftsland, Fluchtweg, -dauer, Flüchtlingslager? • Akute Beschwerden • Frühere Erkrankungen inkl. Frage nach TBC-Therapie • Psyche: Schlafstörungen, Alpträume, Flash backs, Essverhalten, sozialer Rückzug • Drogen, Alkohol, Nikotin • Sport • Familie Untersuchung: • Haut: Skabies? Verletzungen? Hinweise für i.v. Drogen? • Psyche • Ganzkörperstatus 12
  13. 13. Blut-/Stuhluntersuchung 1. Großes Blutbild mit Differentialblutbild: Eosinophilie? 2. Blutchemie: Leberwerte, Ferritin, Kreatinin, Gesamt EW+Elektrophorese + krankheitsbezogenes Labor 3. Stuhl auf Parasiten, H.pylori AG 4. Serologische Untersuchung auf: • Hepatitis A,B,C: Anti-HAV, Anti-HBs, HBsAG, Anti-HBc, Anti-HCV • Schistosomiasis AK (z.B. subsaharisches Afrika) 13
  14. 14. Ergebnisse 14
  15. 15. Soziodemographie • 102 UMF (78 männlich, 24 weiblich) • Altersverteilung: 15 • Mittelwert männlich= 15,96 Jahre (12-17) • Mittelwert weiblich= 16,29 Jahre (13-18) • Mittelwert insgesamt= 16,04 Jahre • 79,4% zwischen 16-17 Jahren alt 0 5 10 15 20 25 30 35 40 12 13 14 15 16 17 18 Anzahl Alter in Jahren männlich weiblich
  16. 16. Herkunftsregionen Subregionen der Vereinten Nationen (United Nations Statistics Division 2013) Legende: Nordafrika (n=13, 13%) Sub-Sahara Afrika (n=30, 29%) Westasien (n=15, 15%) Südasien (n=38, 37%) Sonstige (n=6, 6%) 16
  17. 17. Allgemeiner Gesundheitszustand • BMI-Werte im altersabhängigen Normbereich 84%, 10% übergewichtig, 6% untergewichtig • Pathologischer Zahnstatus insbesondere bei Asylsuchenden aus Afrika (>30%, p=0.038) • Pathologischer Hörtest v.a. prävalent bei Südasiaten (23.3%, p=0.046) • Visuseinschränkung häufiger bei weiblichen Asylsuchenden als bei männlichen (40.0% vs. 12.7%, p=0.009) 17
  18. 18. Gesundheits(risiko)verhalten • Weibliche UMF zeigen sehr selten gesundheitliches Risikoverhalten (1 Fall) • Männliche UMF: – Nikotingebrauch: 13.7% (Syrer: ca 50%) – Alkoholkonsum: 8.8% – THC Konsum: 10% (Nordafrika) • Männliche UMF meistens sportlich aktiv, weibliche UMF wenig 18
  19. 19. Behandlungsbedürftige Infektionen 19 Infektionskrankheiten Gesamt n (%) Lambliasis 83 6 (7.2%) Amöbiasis 96 6 (6.3%) Schistosomiasis 44 8 (18.2%) Andere Helminthen 79 6 (7.6%) Helicobacter pylori 65 44 (69.2%) Tuberkulose 102 1 (1.0%) Chronische HBV-Infektion 101 8 (7.9%)
  20. 20. Dr. L. Prüfer-Krämer Innere-Tropenmedizin, Bielefeld Bilharziose
  21. 21. Dr. L. Prüfer-Krämer Innere-Tropenmedizin, Bielefeld Bilharziose
  22. 22. Infektionskrankheiten nach Geschlecht und Herkunftsregion 22 Gesamt % Infektionserkrankung % 1 Infektion % > 1 Infektion p-Wert Männlich 78 56.4 38.5 17.9 p= 0.199 Weiblich 24 66.6 58.3 8.3 Nordafrika 13 53.8 53.8 0.0 p<0.001 Sub-Sahara Afrika 30 86.7 46.7 40.0 Westasien 15 33.3 33.3 0.0 Südasien 38 50.0 39.5 10.5 Sonstige 6 50.0 50.0 0.0 Geschlecht Herkunfts- region
  23. 23. 23 Gesamt % parasitäre Infektion % 1 parasitäre Infektion % > 1 parasitäre Infektion p-Wert Männlich 78 17.9 11.5 6.5 p=0.49 Weiblich 24 25.0 20.8 4.2 Nordafrika 13 0.0 0.0 0.0 p=0.001 Sub-Sahara Afrika 30 46.7 36.7 10.0 Westasien 15 6.7 6.7 0.0 Südasien 38 13.2 5.3 7.9 Sonstige 6 0.0 0.0 0.0 Herkunfts- region Geschlecht Parasitäre Infektionen nach Geschlecht und Herkunftsregion
  24. 24. 24 HBV-infiziert? (von n= 101) HBV + (n=8) Chronische HBV- Hepatitis (n=2) HBsAG Träger (n=6) HBV - (n=93) Immun (n=29) Geimpft (n=15) Nicht immun (n=64) Natürlich erworben (n=14) HBV-Serologie-Befunde
  25. 25. Prävalenz nicht übertragbarer Erkrankungen 25 Sonstige Erkrankungen Gesamt n (%) Gastritis 102 37 (36.3%) Eisenmangelanämie 102 18 (17.6%) Depressive Erkrankungen 102 9 (8.8%) Posttraumatische Belastungsstörung 102 8 (7.8%) Fettstoffwechselstörung 102 2 (2.0%) Hypertension 102 0 (0.0%)
  26. 26. Prävalenz psychischer Erkrankungen (Depression +PTBS) 26 Gesamt % Psychische Erkrankungen p-Wert Männlich 78 10.3 p= 0.066 Weiblich 24 25.0 Nordafrika 13 7.7 p= 0.833 Sub-Sahara Afrika 30 10.0 Westasien 15 20.0 Südasien 38 15.8 Sonstige 6 16.7 Herkunfts- region Geschlecht • Beobachtungszeitraum variiert zwischen einmaliger Untersuchung und einer Beobachtungsdauer von bis zu 25 Monaten.
  27. 27. Seltenere Erkrankungen • Malaria (n=1) • Chronisches Schmerzsyndrom (n=3) • Scabies (n=3) • Asthma (n=4) • Hypotension (n=5) • Pterygium Syndrom (n=1) • Klippel-Tranaunay-Weber-Syndrom (n=1) • Poliomyelitisfolgen (n=1) • Hydronephrose bei Schistosomiasis (n=1) • Tularämie (n=1) • Chronische Osteomyelitis bei Z.n. Oberarmfraktur (Heimat) • Femurtrümmerfraktur durch Bombendetonation • Thalassämie • Neuronitis vestibularis 27
  28. 28. Poliofolgen: Jugendlicher aus Afghanistan 28
  29. 29. 29
  30. 30. Verlaufsbeobachtungen in der Betreuung von Asylsuchenden • UMF aus Afrika, Irak, Afghanistan, Bangladesch hatten im Herkunftsland keine oder nur geringe ärztliche Betreuung. • Gute Versorgung in Syrien für UMF der Mittelschicht bis vor wenigen Jahren (häufig gegen Hepatitis B geimpft) • In Deutschland sehr hohe Patient-Arzt-Kontaktrate: – Keine verantwortlichen Eltern – Bisher nicht versorgte Erkrankungen – Attraktivität des deutschen Gesundheitssystems – Psychosomatische/ psychische Krankheitsbilder – Starke Gewichtsschwankungen – Verletzungen (Sport) – Viele Infekte – Aber: wenig Allergien 30
  31. 31. Überweisung zu Fachärzten im Verlauf 31 (6) (7) (12) (28) (16) (23) (5) (8) (9) (7) (1) (2) (3) (10) (4) (9) (4) (4) (3) 0% 5% 10% 15% 20% 25% 30% 35% 40% 45% Gynäkologe Chirurg Gastroenterologe HNO-Arzt Augenarzt Orthopäde Dermatologe Neurologe Psychotherapeut Psychiater Anteil der UMF (n) Facharzt Weiblich (n=24) Männlich (n=78)
  32. 32. Zusammenfassung und Herausforderungen • UMF haben zunächst einen anderen physischen/psychischen Gesundheitszustand im Vergleich zu in D aufwachsenden Jugendlichen • Hohe Prävalenz psychischer Krankheitsbilder oft mit verzögertem Auftreten. Sie behindern Lernerfolge und Integration. Sie sollten frühzeitig erkannt und behandelt werden. • Hohe Prävalenzen für – behandelbare Infektionskrankheiten wie z.B. HBV, Lambliasis, Schistosomiasis (SSA, Südasien) – Psychische Erkrankungen – v.a. Mädchen oder Herkunft aus Kriegsgebieten – Eisenmangelanämie (Frauen) • Zugangsbarrieren: Sprache, Kultur, Bürokratie 32
  33. 33. Medizinische Betreuung von UMF erfordert: 1. Inter,-multi,- und transkulturelle Sensibilität 2. Verständnis von Lebensbedingungen in den Heimatländern und auf Fluchtwegen 3. Gewisse Kenntnis der Infektionsepidemiologie, Epidemiologie genetischer Erkrankungen (Sichelzellanämie), deren Diagnostik und Therapie 4. Hilfreich: Sprachkenntnisse in Brückensprachen (englisch, französisch, russisch, arabisch) für einen direkten Kontakt zum Patienten 33
  34. 34. Auch Ärzte haben Anteil an der Integration: es macht Freude mit UMFs! 34 Westfalen-Blatt 16.11.2015 Süddeutsche Zeitung 19.03.2015

×