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Bindestrich 31 | 2003 18
EUROPARAT
Beschäftigung und Umwelt
Freiwillige Arbeit - Belebende Impulse
für Arbeit und Umwelt
Elisabeth Redler
Geschäftsführerin Anstiftung Gmbh München
Sind die holländischen „Geizhälse“
Hanneke van Veen und Rob van Eeden
doppelte Sünder wider das Gebot, Ar-
beitsplätze zu schaffen? Mit ihren Publi-
kationen stiften sie Menschen an, weni-
ger zu konsumieren und damit nicht nur
ihren Geldbeutel, sondern auch die Um-
welt zu schonen. So gefährden sie Ar-
beitsplätze in der Produktion und im
Handel, und sie überlassen die Finanz-
beratung nicht den professionellen Fi-
nanz – und Schuldnerberatern. Men-
schen wie Hanneke und Rob leisten
freiwilligeArbeit und bereichern die bunte
Vielfalt des Arbeitssektors außerhalb
von Markt und Staat.
Dass Arbeit und Umwelt als Ziele
politischen Handelns in einem Span-
nungsverhältnis stehen, zeigt ihr Bei-
spiel. Auch Projekte zur Förderung von
Eigenarbeit, Tauschen und Teilen –
ebenfalls Methoden nachhaltigen Kon-
sums – sehen sichAngriffen ausgesetzt,
in denen der Teufel der Arbeitsplatzzer-
störung infolge verringerten Warenkon-
sums an die Wand gemalt wird.
Jobkiller oder Jobknüller?
Hier wird mit Kanonen auf Spatzen
geschossen und so manche zaghafte
Initiative in ihren Anfängen entmutigt.
Aber politisch bedeutsamer scheint mir,
dass ein gesellschaftlicher Bereich, der
aus einer eigenen Logik erwächst, näm-
lich dem Handeln im eigenen Auftrag,
mit der Logik des formellen Arbeitssek-
tors, der Ökonomie und der staatlichen
Sozialpolitik überzogen wird. An vielen
Stellen wird dies deutlich: Selbsthilfe-
gruppen und Vereine richten sich mehr
und mehr nach Kriterien wie Effizienz
und Kundenorientierung aus; öffentliche
Förderung ist an Qualitätsmanagement
oder die Integration von Langzeitarbeits-
losen gebunden.
Auch die erstarkende Lobby für den
Dritten Sektor tritt vor allem mit dem
Hinweis auf die Beschäftigungspoten-
tiale auf. Dabei können die Forscher
des internationalen John Hopkins-
Projekt über den Dritten Sektor im Um-
weltbereich nur ein sehr kleines Seg-
ment (1,1 %) der Beschäftigung im Non-
profit-Sektor, d.h. weder einen Jobkiller
noch einen Jobknüller erkennen.
Arbeitsmarktbelebende Impulse
Hoch zu schätzen ist die de-
mokratische Qualität dieses Ar-
beitsbereichs. Freiwillige, unkon-
ventionelle, unabhängige Arbeit
gehört zum kulturellen Reichtum
einer Gesellschaft und ist daher
zu schützen und zu bestärken. Sie
sichert die Lebendigkeit, Flexibilität
und den Zusammenhalt einer
Gesellschaft und trägt so zu ihrer
Überlebensfähigkeit bei.
Freiwillige Arbeit ist ein Seis-
mograph für ungedeckten Bedarf.
Menschen engagieren sich da, wo
ein Dienstleistungsmangel
herrscht, wo weder Markt und
Staat zur Stelle sind, oder für Ziele, die
im vorherrschenden Denken keine Kon-
junktur haben. Nicht selten wächst
gleichzeitig eine politische Initiative, die
Druck macht und Fördergelder für ihr
Anliegen oder gar härtere gesetzliche
Auflagen erkämpft. Auf diesem Weg ge-
hen von der freiwilligen Arbeit arbeits-
marktbelebende Impulse aus, die z.B.
im Umweltschutz weit in den kommer-
ziellen Bereich hinein ausstrahlen.
Arbeitsplätze in Nonprofit - Organisa-
tionen, in der Umwelttechnik und – über-
wachung gehen auf politische Erfolge
zurück; freiwilligeArbeit erweist sich hier
als ein Motor der Innovation auch im
formellen Sektor. Dieses Zusammenfal-
len der Ziele Umwelt und Arbeit ist er-
freulich, sollte aber politisch nicht höher
bewertet werden als die demokratische
Qualität freiwilliger Arbeit.
Gerechte Umverteilung
Bei der Arbeit im eigenen Auftrag
werden Bürgerinnen und Bürger für ihr
Gemeinwesen aktiv, ohne auf Gesetze,
Freiwillige Arbeit (Ehrenamt) in den Kleingärtnerorganisationen Europas (York 2002)
Bindestrich 31 | 2003 19
EUROPARAT
Arbeitsverträge und Entlohnung zu war-
ten. Diese Qualität wird nicht verwässert
durch die Einrichtung vonArbeitsplätzen
in selbstorganisierten Vereinen und Ini-
tiativen, wohl aber durch eine Kolonisie-
rung dieses freien Sektors. Beispiele
dafür sind:
Der dritte Sektor wird zum Sammel-
becken all dessen gemacht, was Staat
und Markt nicht leisten wollen oder kön-
nen. Die Aufgabenstellung kommt von
außen statt von innen.
In dem dritten Sektor werden diejeni-
gen abgeschoben, die anderswo keine
Arbeit finden. So wird das unselige Bild
von gemeinnütziger Arbeit als Pflichtar-
beit genährt.
Kleine Initiativen werden mit großen
und bejahrten Wohlfahrtsverbänden in
den Topf „Dritter Sektor“ geworfen, des-
sen politisches Schicksal fortan vor allem
von diesen Organisationen geprägt wird.
Arbeit für alle in der Zukunft wird
weniger von neuen Jobs zu erwarten
sein als vielmehr von einer gerechten
Umverteilung vorhandener Arbeit.
SelbstgewählteArbeit für eigene Bedürf-
nisse und für Gemeinschaftsgüter kann
das Zeit- und Sinnvakuum füllen, das
die reduzierte Erwerbsarbeit hinterlässt.
Und wenn Umweltengagement und
postmaterielle Einstellungen zusammen-
fallen, erkennen wir hier einen Ansatz,
das Umwelt- und das Beschäftigungs-
problem gemeinsam zu lösen.
Artikel veröffentlicht in der Zeitschrift
NATUROPA Nr. 92/2000
Gemeinnützige Arbeit im Kleingartenverein
Pflege des Naturerbes und Schaffung
von Arbeitsplätzen - Regionale Naturparks
in Frankreich
Jean-Luc SADORGE
Direktor der „Fédération des Parcs naturels régionaux de France“
In Frankreich gibt es regionale Natur-
parks seit 1967. Sie sollen zum Erhalt,
aber auch zur wirtschaftlichen Entwick-
lung dieser schutzbedürftigen Gebiete
beitragen. Das bedeutet: Naturschutz
und Wirtschaftsentwicklung sind in den
Parks keine Gegensätze, ihreAusgangs-
basis ist im Gegenteil eine lokale Ent-
wicklungsstrategie, in deren Mittelpunkt
die Pflege des Natur – und Kulturerbes
steht.
Drei Schlüsselkonzepte
Drei Schlüsselkonzepte liegen ihnen
zugrunde: ein Gebiet, ein Projekt, ein
Vertrag.
Ein Gebiet
Die Grenzen eines regionalen Natur-
parks beruhen auf den natürlichen,
kulturellen, historischen und landschaft-
lichen Gegebenheiten.
Ein Projekt
Das gebietsspezifische Projekt bildet
die eigentliche Grundlage des Konzepts
und ist in einer Charta auf zehn Jahre
festgeschrieben. Diese Charta basiert
auf einem Verzeichnis aller Eigenarten
und Schönheiten des Gebiets und aller
Auflagen, die damit oder mit den sozia-
len und wirtschaftlichen Gegebenheiten
verbunden sind.
Ein Vertrag
Die Charta ist vertraglich bindend.
Sie wird von sämtlichen betroffenen
Gebietskörperschaften unterzeichnet
und tritt per Dekret des Umweltministe-
riums für zehn Jahre in Kraft.
Die 38 Naturparks liegen heute über
fast allen Regionen Frankreichs ver-
streut und erstrecken sich auf über 10%
des Landesgebiets; rund 3 Millionen
Menschen sind dort angesiedelt.
Fünf Aufgabenbereiche
Der Gesetzgeber hat den Naturparks
fünf Aufgabenbereiche übertragen:
Bindestrich 31 | 2003 20
EUROPARAT
Schutz des natürlichen Erbes vor
allem durch ein angemessenes Mana-
gement der Natur und der Landschaft;
Beitrag zur wirtschaftlichen, sozialen
und kulturellen Entwicklung und zur
Lebensqualität;
Beitrag zur Raumplanung;
Erholungsfunktion, aber auch Erzie-
hung und Information der Öffentlichkeit;
Durchführung von Modellvorhaben
oder Experimenten auf diesen Gebieten.
Träger des jeweiligen Naturparks ist
eine autonome öffentliche Rechtsstruk-
tur. Sie wird von den Lokalpolitikern
geleitet; ein pluridisziplinäres Team steht
zu ihrer Verfügung,das fachlich kompe-
tent ist in den von der Charta vorgese-
henen Bereichen. Das Team kann aus
Biologen, Architekten, Agronomen, Tou-
ristikfachleuten, Ökonomen, Forstleuten
usw. bestehen, seine Kompetenzen sind
dem Bedarf des jeweiligen Gebiets an-
gepasst.
Eine Chance für die lokale Entwick-
lung
Die Ausweisung als Naturpark hat
sogleich eine positive Wirkung auf das
Image eines Gebietes und gilt als Chan-
ce für die lokale Entwicklung, und zwar
aus mehreren Gründen:
Zunächst handelt es sich um ein Sy-
stem mit einem zweifachen Ansatz: lo-
kale Initiative und Unterschutzstellung
durch das Land. Ohne den festen Willen
auf lokaler Ebene wäre es nicht möglich,
das Kultur – und Naturerbe glaubwürdig
und in dem großen Umfang, den ein
Naturpark erfordert, zu schützen, denn
es wäre wenig aussichtsreich, die Be-
wohner für ein vom Staat aufgezwunge-
nes Projekt zu gewinnen. Andererseits
wird das Verfahren mit dem staatlichen
Dekret über die Unterschutzstellung
rechtskräftig. Glaubwürdigkeit im Natur-
schutz ist ein wichtiger Motor für den
Tourismus. Die Ausweisung als Natur-
park verleiht einem Gebiet eine ganz
neue Anziehungskraft: das Phänomen
ist bekannt und mitunter problematisch
für das Management.
Der Unterschutzstellungseffekt macht
sich übrigens nicht nur im Tourismus
bemerkbar. Das Gütesiegel „regionaler
Naturpark“ ist ein geschütztes Marken-
zeichen und Eigentum des Umweltmini-
steriums. Zum Zeitpunkt derAusweisung
erhält die Struktur, die den Park managt,
die Befugnis, über das Markenzeichen
zu verfügen und dieses auch der Wirt-
schaft in dem Park zur Verfügung zu
stellen, sofern die damit verbundenen
Auflagen eingehalten werden. So kön-
nen Hersteller von Gütern oder Erbringer
von Dienstleistungen das Markenzei-
chen zur Förderung des Gebiets und
für dessen Image einsetzen.
Die Ausweisung als Naturpark ist
eine Auszeichnung. Aus einer abseits
gelegenen ländlichen Gegend wird ein
anerkanntes Gebiet, das damit eine
Sonderstellung einnimmt. Man kann
stolz darauf sein. Es fördert die Dynamik
der Wirtschaft.
Arbeitsplätze erhalten
Aus einer Erhebung von 1996 über
Naturparks und Beschäftigung geht her-
vor, dass die Naturparks bei der Stabi-
lisierung und beim Erhalt von Arbeits-
plätzen im ländlichen Raum eine
wesentliche Rolle spielen. Sie sind
gleichzeitigArbeitgeber (direkte Beschäf-
tigung), Investoren und Abnehmer von
Gütern und Dienstleistungen (indirekte
Beschäftigung) sowie Anstifter von Pro-
jekten (Auswirkung auf die Beschäfti-
gung).
Die Arbeitsplätze, die aus vom Park
angeregten Projekten hervorgegangen
sind, haben die ihnen eigene Dauer,
auch wenn ihre Zahl im Lauf der Jahre
etwas abnimmt.
Laut Erhebung haben die Naturparks
im Untersuchungsjahr zwischen 18.000
und 30.000 Arbeitsplätze mit einjähriger
Dauer geschaffen. Dieses Ergebnis zeigt
die Leistungs-fähigkeit der Parks, vor
allem wenn man die Zahl der geschaf-
fenen oder erhaltenen Arbeitsplätze im
Zusammenhang mit dem Gesamthaus-
halt der Naturparks sieht.
Freilandlabors der nachhaltigen Ent-
wicklung
Der Verband der regionalen Natur-
parks ist sich der wichtigen Aufgabe
bewusst, die diese zu erfüllen haben.
Er hat deshalb im Rahmen des europäi-
schen Programms ADAPT einen Denk-
prozess angestoßen, in den alle Parks
einbezogen werden sollen. In acht Pi-
lotparks sollen Experimente durchge-
führt werden, die dazu dienen,
die Verbindung zu den mit den Parks
zusammenarbeitenden Unternehmen
zu stärken, mit dem Ziel, das Image und
die Qualität der Produkte und Dienstlei-
stungen und ihre Übereinstimmung mit
der Park-Charta aufzuwerten und zu
verbessern. Mit anderen Worten: die
Unternehmen sollen eine optimale Stra-
tegie ausarbeiten, die den Unterschied
ihrer Dienstleistungen und Produkte
zum übrigen Markt besonders hervor-
hebt;
Arbeitsgewohnheiten mit neuen Be-
trieben (KMU/KMI aller Branchen), vor
allem im produzierenden Gewerbe, ein-
zuführen und bisher wenig behandelte
Themen in großem Umfang aufzugrei-
fen. Grundlage der Parks ist ihr natürli-
ches und historisches Erbe. Für sie kann
es nur von Vorteil sein, wenn ihre Un-
ternehmenskultur und ihre spezifische
Kompetenz im Bereich der Wirtschafts-
entwicklung gestärkt wird. Die 38 fran-
zösische Naturparks setzen täglich die
inzwischen universell anerkannte Idee
von Rio in die Tat um, was bedeutet,
dass alle Sozial – und Wirtschaftspartner
in den Naturschutz eingezogen werden.
Sie sind Freilandlabors der nachhaltigen
Entwicklung.
Ihre Erfahrung zeigt, dass der Schutz
von Natur und Landschaft die richtige
Strategie für die soziale und wirtschaft-
liche Entwicklung der empfindlichsten
Gebiete eines Landes ist.
Artikel veröffentlicht in der Zeitschrift
NATUROPA Nr. 92/2000
Bindestrich 31 | 2003 21
INFORMATIONEN AUS DEN VERBÄNDEN
Dänemark
Ökologische sanitäre Einrichtungen
in Kleingärten in Dänemark, Teil 1
Resümee
In BINDESTRICH 27/2001 wurde
das dänische Projekt ”Die ökologische
Handhabung von Abwasser in Kleingär-
ten durch Verwendung von sortierenden
Trockentoilettensystemen und Anlagen
für Evapotranspiration mit Weiden”, vor-
gestellt. Diese ist
die bis jetzt größte
und meist detail-
lierte Untersuchung
über sortierende
Trockentoiletten-
systeme. Die Schilderung befasst sich
mit dem Hintergrund und den geplanten
Untersuchungen.
Es wurden Toilettsysteme ohne
Wasserspülen errichtet, um organische
und dauerhafte Sanitäreinrichtungen zu
testen und als Alternative zu den Syste-
men mit Chemikalien, oder Wasserspü-
lung kombiniert mit Sammeltanks oder
Abwasserkanalisation fortzuführen.
Viele dänische Kleingärtner haben
aufgehört Pestiziden zu nutzen, und
sind bestrebt, auch bezüglich der Sa-
nitäreinrichtungen das ökologische Be-
nehmen zu verbessern. Wasserspü-
lende Toiletten in Kombination mit Sam-
meltanks sind sehr teuer und können
auf Grund der hohen Kosten ökonomi-
sche und soziale Probleme geben.
Tankwagen, die aus den Sammeltanks
Schlamm abholen, verursachen manch-
mal Schäden an den oft primitiven Klein-
gartenstraßen. Die Errichtung von oder
der Anschluss an einer Abwasserkana-
lisation ist auch mit erheblichen Investi-
tionskosten verbunden. Die Benutzung
von wasserspülenden Toiletten steht in
Widerspruch zum Hauptgedanken der
Kleingartenorganisation, da die Klein-
gärten nur das halbe Jahr genutzt wer-
den, und dann ohne die für Permanent-
wohnungen übliche Standards. Die
sortierenden Trockentoiletten wurden
mit dem Zweck eingeführt, ein dauer-
haftes ökologisches Benehmen mit ho-
her sanitärer Bequemlichkeit zu errei-
chen.
Dieser Artikel beschreibt einige Er-
gebnisse des Projektes, das in der Zeit
von 1998 – 2002 als
Zusammenarbeit
zwischen dem dä-
nischen Kleingärt-
nerverband, 10 an-
geschlossenen Lo-
kalvereinungen, A & B Backlund ApS,
der dänischen Technischen Universität
und den Gemeinden Ballerup und Herlev
durchgeführt wurde. Projektleiter war
Arne Backlund vonA& B BacklundApS,
und das Projekt wurde zum Teil von den
dänischen Umweltschutzbehörden fi-
nanziell unterstützt.
Methodik
89 Toiletten wurden installiert und die
Erfahrungen von 81 Installationen konn-
ten eingesammelt werden. Die Teilnah-
me war für Organisationen und Mitglie-
der freiwillig, und Toiletten und Behälter
konnten von einer Reihe Ausführungen
frei gewählt werden. Auskünfte über
Systeme, Hantierung und über die
grundlegenden Ideen der Untersuchung
wurden nach Anfrage ermittelt. Die Teil-
nehmer konnten sich kostenlos an den
Projektleiter mit Fragen und eventuell
entstandenen Problemen wenden. Die
Teilnehmer waren selbst für die Aufstel-
lung und Betrieb der Systeme verant-
wortlich. Auskünfte über u.a. Erwartun-
gen und Ergebnisse derAnlagen wurden
eingeholt. Die schriftlichen Fragebögen
waren in diesem Zusammenhang nicht
das wichtigste, da alle 81 Teilnehmer
persönlich, telefonisch oder in Verbin-
dung mit Besuchen interviewt wurden.
Viele der Anlagen wurden besichtigt.
Urinproben aus 10 Kleingärten wurden
analysiert, um den Inhalt von Nährstof-
fen, Schwermetallen, naturfremden Stof-
fen und Mikroorganismen festzulegen.
Die Teilnehmer der urinliefernden Klein-
gärten wurden speziell per Fragen inter-
viewt, die für die Bewertung der Urin-
qualität von Bedeutung sind. Proben
von Fäkalien/kompostierten Fäkalien
wurden nicht analysiert. Ein anderes
Projekt befasst sich hiermit.
Hauptschlussfolgerungen
Die sortierende Trockentoilette ist
eine sehr gute Alternative. Montage,
Reinigung und Entleerung der Toilette
sind einfach.
Die Teilnehmer der Untersuchung
waren alle sehr positiver Meinung und
hatten nur wenige, kleine Probleme,
die aber behoben werden konnten.
Die tägliche Benutzung der Toilette
war generell problemlos, jedoch fanden
Ivan Larsen, Vorsitzender der Dänischen Kleingärtnerverbandes,
Arne Backlund, Projektleiter, Direktor von A & B BACKLUND ApS
Großer Erfolg mit sortierenden Trockentoiletten
”Das beste, was ich jemals
gemacht habe.”
(Äußerung eines Verwenders)
Bindestrich 31 | 2003 22
INFORMATIONEN AUS DEN VERBÄNDEN
einige Frauen es schwierig, ihren Urin
in die Urinschale der Toilette zu kriegen.
Nach einer Gewöhnungszeit hatten aber
nur zwei Frauen immer noch diese
Schwierigkeit.
Die selten vorkommenden Probleme
mit Fliegen, Geräuschen und Geruch
waren minimal und konnten von den
Benutzern selber behoben werden.
Da die Benutzer nach dem Urinieren
kein oder nur wenig Wasser nachgos-
sen, wurde der Urin sehr konzentriert.
Der Inhalt von Schwermetallen und
naturfremden Stoffen war gering und
viel niedriger als die in der Klärschlamm-
verordnung festgelegten Grenzwerte.
Der Urin ist als Düngemittel gut geeignet.
Die Teilnehmer hätten gern eine Mi-
schung von dem eingesammelten Urin
und Wasser als Düngemittel im eigenen
Garten genutzt.
In der Untersuchung wurden weder
bakteriologische oder parasitär anstec-
kende Mikroorganismen der Typen
Campbylobacter, Salmonella, Crypto-
sporidium parvum, Giardia duodenalis
oder andere Eingeweideparasiten ge-
funden.
Sortierende Toilettensysteme ohne
Spülung sind eine gute ökologische
Alternative zu chemischen Toiletten und
eine ökonomisch und ökologisch gün-
stige Alternative zu wasserspülenden
Toiletten mit Sammeltanks oder Kanal-
anschluss.
Projektergebnisse
Charakteristik der Kleingärten und der
Teilnehmer
Das Verfahren für die Einholung von
Nutzererfahrungen wurde beschrieben.
Die zehn Kleingartenvereinigungen wur-
den mit Gartenanzahl und Gartengrös-
sen bezeichnet. Die Arealgrössen be-
tragen im allgemeinen 390 – 400 m2.
Alter und Geschlecht der Toilettennutzer,
verteilt auf Kleingärtenen, wurden ange-
geben. 80 Kleingartenlauben hatten
insgesamt 176 Permanentnutzer, ein
wenig mehr Frauen als Männer. 27 per-
manente Nutzer waren unter 18 Jahren
alt, und von diesen 13 unter sechs Jah-
ren. Auf einer Rückfrage teilten 34 Pro-
jektteilnehmer mit, dass sie ihre Gärten
60 – 230 Tage pro Jahr nutzten. Durch-
schnittlich wurden die Gärten 145 Ta-
ge/Jahr bewohnt. Der Wasserverbrauch
einschließlich Wasser für Gartenbewäs-
serung betrug in fünf Kleingärten zwi-
schen 4 und 20 m3 mit einem Durch-
schnitt von 11 m3. Schliesslich wurde
auf die früher in den Kleingartenhäusern
üblichen Toiletten Lösungen fokussiert.
Die meist benutzte war eine chemische
Toilette. Von 81Toilettenlösungen waren
55 chemisch.
Toiletten- und Urinbehälterwahl
Die Teilnehmer konnten zwischen
vier Toilettentypen aus Kunststoff, zwei
aus Holz, eine aus Metall und eine aus
Sanitärporzellan wählen. Der Toiletten-
stuhl aus Porzellan hat eine unter dem
Fussboden angebrachte Einheit für die
Fäkalien, während alle anderen Typen
diese in der Toilette über dem Fuss-
boden sammeln.
76 Teilnehmer wählten Toiletten mit
Ventilatoren für 12 V/1W oder
220V/19W. Die vorgezogene Toilette
war ”Separett Weekend”. 37 der 89
Teilnehmer wählten diese. 80Teilnehmer
wählten den 25 L Urinbehälter und nur
neun den grösseren 220 L Urinbehälter.
Charakteristik des eingesammelten
Urins
Die 10 Haushalte, die eine Urinmi-
schung zur Untersuchung und Analyse
zur Verfügung stellten, wurden aufgeli-
stet bezüglich Einteilung als Permanent-
benutzer und mit Hinsicht auf Alter,
Geschlecht, Typ der Toilette, Urinbehäl-
ter, Wirkung des Sortiersystems und
Entleerungsfrequenz des Urinbehälters.
Die Ergebnisse der chemischen und
mikrobiologischen Analysen wurden
ermittelt.
Die Urinmischung war sehr konzen-
triert, mit einer Konzentration an Nähr-
stoffen von 5400 mg N, 360 mg P und
1110 mg K pro Liter. Die Schwermetall-
konzentration war sehr gering, viel nied-
riger als die Grenzwerte der Schlamm-
verordnung und auch viel niedriger als
die in anderen organischen Düngemit-
teln gefundenen Mengen. Die Konzen-
tration der untersuchten umweltfremden
Stoffe war auch gering, viel niedriger
als die Grenzwerte.
BakterielleAnsteckungspartikel wie
Campylobacter, Salmonella oder Para-
sitische Anstechungspartikel wie Cryp-
tosporidum parvum, Giardia duodenalis
oder andere Eingeweideparasiten wur-
den nicht in der Urinmischung von einem
einzigen der 10 Haushalte gefunden.
Die Menge der thermotoleranten Coli-
formen war bereits bei den ersten Pro-
ben unter Entdeckungsniveau (10-
cfu/100 ml) für 9 der 10 Urinmischungen.
Was die zehnte Probe, in welcher ther-
motolerante Coliformen entdeckt wur-
den, betrifft, lag bei der zweiten Analyse
etwa ein Monat nach der Probeentnah-
me im Kleingarten die Menge unter
Entdeckungsniveau. Die Menge der
Enterokokken lag für fünf der Urinmi-
schungen bei der zweiten Analyse etwa
ein Monat nach der Probe unter Ent-
deckungsniveau (10-cfu/100 ml). Bei
der dritten Analyse etwa zwei Monate
nach der Probeentnahme lagen weitere
vier unter dem Entdeckungsniveau. En-
terokokken konnten in der letzten Urin-
”Separett Weekend” ”WM ES” ”ES" plus Urinbehälter
Bindestrich 31 | 2003 23
INFORMATIONEN AUS DEN VERBÄNDEN
mischung bei der vierten Analyse nach
etwa drei Monaten nicht entdeckt wer-
den. Der pH-Wert lag zwischen 8.8 –
9.2.
Aufstellung und Betrieb
Die Montage der Toiletten, Ventila-
tionssysteme und Urinsysteme mit 25-
l- Behältern war generell einfach. Ein
Loch in die Erde für den 220 L Urinbe-
hälter manuell zu graben, war jedoch
mit erheblichen Anstrengungen verbun-
den. Über die Ergebnisse mit der Ver-
wendung der Fäkalien- , Urin- und Ven-
tilationssysteme wurde berichtet. Diese
Berichte sind positiv.
Sitzbequemlichkeit
63 der Projektbeteiligten äußerten
Zufriedenheit mit der Sitzbequemlichkeit
(neun Benutzer hatten selber eine
Fussbank angeschafft). Alle Benutzer
von Toiletten mit Sitzhöhen von 40, 42
und 46 cm waren zufrieden.
Betreffs der Sitzhöhen 49, 50 und 53
cm ohne Fussbank waren die Meinun-
gen differenzierter. 18 der Projektbetei-
ligten zogen eine Fussbank vor.
Fortsetzung folgt.
Ivan Larsen, Vorsitzender der Dänischen
Kleingärtnerverbandes, Frederikssunds-
vej 304 A, DK-2700 Broenshoej, Däne-
mark
Tel.: +45 38288750, Fax.: +45 38288350
E-mail: info@koloniahve.dk
Internet: www.kolonihave.dk
Arne Backlund, Projektleiter, Direktor
von A & B BACKLUND ApS,Ordrupvej
101, DK-2920 Charlottenlund, Däne-
mark
Tel.: +45 39633364 Fax.: +45 39636455
E-mail: backlund@backlund.dk
Internet: www.backlund.backlund.dk
”Separett Villa”
”H66”
Ökologische Sanitäreinrichtungen können eine Alternative in Kleingärten sein
Bindestrich 31 | 2003 24
INFORMATIONEN AUS DEN VERBÄNDEN
Frankreich
Der Garten Eden
Die Erde stellt für den Menschen der
Bibel eine von Gott dem auserwählten
Volk versprochene Realität dar. Auf sei-
nem kleinen Territorium, sogar während
der Zeit seiner größten Ausdehnung
unter Salomon (970-93 vor Christus),
war das Land in seiner Ausdehnung
begrenzt. Die Länge betrug 230 Kilome-
ter von Nord bis Süd und seine Breite
schwankte zwischen 27 und 150 Kilo-
metern zwischen dem Mittemeer und
den Grenzen der Wüste.
Auf dieser begrenzten Fläche befin-
den sich eine Vielzahl von Landschaften
und Klimaten. Der ewige Schnee auf
dem Hermongebirge ist nur einige Geh-
stunden von den unbewachsenen men-
schenleeren Gegenden entfernt. Die
grünen Weiden aus Galiläa stoßen an
die mondartigen Gegenden des Jordan-
tales und des Toten Meeres. Der
Mensch drückt diese Kontraste aus,
indem er von seinem Land sagt, daß
es sowohl „das Land ist, in dem Milch
und Honig fließen“ wie auch „die uner-
bittliche Erde ist, welche ihre Einwohner
auffrisst“.
Das Fehlen von Flüssen und Bächen
macht den Anbau vom Regenwasser
und dem Tau abhängig. Der Mann zu
biblischen Zeiten weiß, wie man die
Felder bewässert, und diese Technik
ähnelt dem, was er in Ägypten gesehen
hat.Aber der Wassermangel beschränkt
die Bewässerung auf die Zufriedenstel-
lung der Bedürfnisse der Familien, d.
h. auf den Gemüsegarten und den Obst-
garten. Er kennt auch seine Feinde: den
Hagel, die Heuschreckenschwärme, so,
wie die Propheten Joël und Amos sie
beschrieben haben. Er gebraucht eiser-
ne Geräte: die Hacke, den Pflug, welcher
von zwei Rindern oder Eseln gezogen
wird mit dem Verbot, zum Pflügen zwei
Tiere verschiedener Art zu gebrauchen.
Jedoch für die kleineren Arbeiten ist der
Gebrauch von Geräten aus Stein oder
Holz üblich. Die Ernte wird auf Esels-
rücken oder auf Karren, welche von
Rindern gezogen werden, transportiert.
Die Menschen zu biblischen Zeiten
wohnen in Häusern aus Ziegeln, welche
rund um einen Hof gebaut sind. Das
Dach, welches praktisch flach ist, hat
eine leichte Schräge, um das Ablaufen
des Regenwassers in eine Zisterne zu
ermöglichen. Neben dem Haus befindet
sich ein Gemüsegarten, in dem man die
regionalen Gemüsearten anpflanzt: Erb-
sen, Melonen, Zwiebeln, Gurken, Kür-
bisse. Im Garten befinden sich auch
noch einige Reben sowie ein Feigen-
baum, welcher für die Passanten das
Bild des perfekten Glücks darstellt.
Der Mensch dieser Zeit sät den Wei-
zen und Hafer vor oder nach den ersten
P. Lévêque
Bindestrich 31 | 2003 25
INFORMATIONEN AUS DEN VERBÄNDEN
Regenfällen (November bis Dezember)
aus. Dieser wird im Juni und Juli je nach
Art und Region geerntet werden. Der
Flachs wird zu handwerklichen Zwecken
angepflanzt. Die Fruchtbäume wachsen
über das ganze Land. Die Rebe, der
Feigenbaum, der Granatapfel, die Oli-
venbäume, die Palmenbäume charak-
terisieren die Landschaft zu biblischen
Zeiten. Man muss noch denApfelbaum,
den Haselnussbaum und den Mandel-
baum hinzufügen. Das Gesetz verbietet,
einen Obstbaum zu fällen.
Nach den ersten Regenfällen müs-
sen Frauen, ältere Leute und Kinder auf
den Feldern aktiv werden und Arbeiten
verrichten, welche leichter sind als das
Pflügen und das Säen: Sie müssen die
Wildkräuter entfernen und den Boden
auflockern. Der Anfang des Frühjahrs
bedeutet den Beginn der schwereren
Arbeiten, zum Beispiel: Ernten und das
Korn dreschen, Trauben lesen und Wein
herstellen, Oliven ernten und das Oli-
venöl pressen usw. .
Klima und Flora fördern die Entwick-
lung der Bienen. Der Honig wird als ein
Basisprodukt betrachtet. Das Wachs
wird zum Anfertigen von Kerzen ge-
braucht.
Der Mensch der Bibel gebraucht aro-
matische Pflanzen, welche häufig auf
der Heide wachsen, um sich zu ernähren
und um Parfum herzustellen. Myrthe,
Kapern und Seneve ( schwarzer Senf)
Kamille, Eisenkraut, Kümmel,Anis, Lilien
und Jasmin gehören dazu.
Die Bearbeitung des Bodens be-
stimmt den Lebensrhytmus. Die Ernte,
die Weinlese und das Pflücken der Oli-
ven werden von den Bauern und der
Familie besungen. Nach der Weinlese
werden die Hochzeiten der Mädchen
gefeiert.
Der Wert der Arbeit des Bodens wird
stark unterstrichen durch die Epoche
der drei religiösen Hauptfesttage:
„Pessah“ (Ostern) vor der Ernte des
Hafers, „Soukot“ (Pfingsten) während
der Ernte der Früchte und des Weizens
und die „Cabane“ oder Fest des Taber-
nakels am Ende des jährlichen bäuerli-
chen Zyklus.
Artikel veröffentlicht in JARDIN
FAMILIAL DE FRANCE Nr. 414/2002
Bindestrich 31 | 2003 26
INFORMATIONEN AUS DEN VERBÄNDEN
Deutschland
IGA 2003 in Rostock - facettenreiche
Gartenkultur
Das Jahr 2003 bietet für alle Garten-
freunde ein ganz besonderes Erlebnis:
Die Internationale Gartenbauausstellung
(IGA) in Rostock. 171 Tage lang, vom
25. April bis 12. Oktober 2003, gibt es
für Gäste auf dem Ausstellungsgelände
am Ufer der Warnow ein Feuerwerk
einheimischer und internationaler Gar-
tenbaukunst.
Das rund 100 Hektar große Gelände
ist natürlich gewachsen, von Bachläufen
und Kleingewässern geprägt, die zur
IGA wieder in ihren ursprünglichen Zu-
stand versetzt wurden. Der Uferabschnitt
an der Unteren Warnow wird völlig neu
gestaltet. Vorhandene Bebauung im
Dorf Schmarl und die dort angrenzenden
Kleingärten werden thematisch in die
Ausstellung einbezogen.
In der mehrfach teilbaren, über
10.000 m² großen Ausstellungshalle
mit dem charakteristischen Holrau-
ten-Gewölbe werden in ein- bis zwei-
wöchigem Rhythmus wechselnde Blu-
men- und Pflanzenschauen zu sehen
sein. Im übrigen Gelände wird ein be-
sonderes Areal den Rosen gewidmet
sein, werden jahreszeitlich verschiedene
Wechselbepflanzungen erfolgen, gibt
es Themengärten und Gartenkulturen
von gestern und heute oder kann der
Besucher alles über Grabbepflanzung
erfahren.
Waren „Hängende Gärten“ eine der
Hauptattraktionen auf der EXPO in Han-
nover, so sind es bei der grünen Welt-
ausstellung am Meer in Rostock die
„Schwimmenden Gärten“. Verschie-
den große Pontons in Ufernähe werden
die Warnow in ein Blütenmeer verwan-
deln. Einige dieser Blumeninseln sind
begehbar, mit Veranstaltungsflächen
und gastronomischen Einrichtungen
ausgestattet. Auf den „Schwimmenden
Gärten“ wird die thematische Verbindung
zum Element Wasser ganz unmittelbar.
Dem internationalen Charakter der
Ausstellung entsprechend erblühen die
Nationengärten, die der IGA ein exoti-
sches Flair verleihen werden. In unmit-
telbarer Nachbarschaft zur neuen Klein-
gartenanlage wird sich z. B. der
Chinesische Garten befinden.
Über dem Gelände schwebt im Aus-
stellungszeitraum eine Seilbahn im Drei-
eckskurs. Vergleichbares gibt es in ganz
Norddeutschland nicht. Ein weiterer
Anziehungspunkt ist u.a. der Weiden-
dom, das größte lebende Naturpflanz-
werk Europas, in demAndachten, Kon-
zerte, Lesungen und Trauungen
stattfinden sollen.
Sonderfahrten für Kleingärtner
Der Landesverband der Gartenfreun-
de Mecklenburg und Vorpommern e.V.
möchte allen Kleingärtnern des Bundes-
verbandes Deutscher Gartenfreunde
e.V. (BDG) den Besuch der IGA 2003
zu Sonderkonditionen ermöglichen. Vor-
Die Kleingartenanlage "Dorf Schmarl" ist in das IGA- Gelände integriert.
Bindestrich 31 | 2003 27
INFORMATIONEN AUS DEN VERBÄNDEN
gesehen sind Tagesfahrten sowie Rei-
sen mit Übernachtungen und Programm.
Das Programm kann individuell für
jede Gruppe vereinbart werden. Die
Anreise kann mit Bus, Bahn oder Flug-
zeug organisiert werden. Für Reisen mit
Übernachtungen empfiehlt sich auf
Grund der Hotelsituation in Rostock und
in den Feriengebieten an der Küste eine
langfristige Planung.
Wünsche und Anfragen können bereits jetzt gerichtet werden an:
PTI Panoramica Touristik International GmbH
Neu Roggentiner Str. 3
18184 Roggentin
Ansprechpartnerin Frau Kratzsch
Telefon: 038204/65750 | Telefax: 038204/6588750
E-Mail: kratzsch@pti.de | Internet: www.pti.de
Nationengärten, Traditionsschiff und Weidendom sind besondere Attraktionen der IGA
Bindestrich 31 | 2003 28
NACHRICHTEN
Nachrichten aus den Verbänden
Deutschland
14. - 16. 03. 2003 Tagung Recht, Thema: Finanzen
21. - 23. 03. 2003 Verbandsmanagement
13. - 15. 06. 2003 Umwelttagung, Thema: Artenvielfalt im Kleingarten - Ein ökologischer Beitrag des Kleingartenwesens
15. 06. 2003 "Europäischer Tag des Gartens" des Office International
11. - 13. 07. 2003 Fachberatertagung "Rosen"
07. 09. 2003 Bundesverbandstag
19. - 21. 09. 2003 Fachberatertagung, Thema: Wettbewerb
10. - 12. 10. 2003 Tagung Recht, Thema: Die Wertermittlung als wichtiger Bestandteil eines geregelten Pächterwechsels
24. - 26. 10. 2003 Tagung Integration von Aussiedlern, Thema: Aussiedler im Schrebergarten - Aktuelle Situation und
Perspektiven
Finnland
September Treffen der Präsidenten der Mitgliedsvereine der Kleingärtner in Helsinki
Frankreich
17. - 18. 05. 2003 Nationaler Kongress in Tourcoing (Norden), Thema: "Die Kleingärten im Herzen der Stadt"
Juni 2003 Nationaler Kongress des Sozialwohnungsbaus in Lille
Großbritannien
07. 06. 2003 Jährliche Generalversammlung
Versammlungen und Organisationen
Bindestrich 31 | 2003 29
NACHRICHTEN
Luxemburg
13. 04. 2003 Jubläumskongress
07. 06. 2003 75. Muttertagsfeier in Bettemburg
17. 10. 2003 Festsitzung zum 75. Jubiläum
Schweiz
14. 06. 2003 42. Delegiertenversammlung in Bern
Slowakei
Ausstellung - Záhradkár in Trencin, Landwirtschaftlicher Komplex in Nitra
Deutschland
Broschüren der "Grünen Schriftenreihe" Nummer 157 bis 162,
Broschüre des 20. Bundeswettbewerbes 2002 "Gärten im Städtebau",
Finnland
Dokument "Ein dauerhaftes Verbringen der Sommerferien oder wie man den Sommer auf eine ökologische
Weise verbringt",
Frankreich
Studie "Laßt uns die Kleingärten rehabilitieren", die vom Ackerbauministerium bestellt wurde,
Broschüre "Schafft Parzellen des Glücks am Fuße der Wohnungen",
Brief an den Vereinsvorsteher, sechsmal jährlich,
"Der französische Kleingarten" , sechsmal jährlich,
Luxemburg
9 Monatshefte,
"Taschenbuch 2003" zum Thema "Wohnungsbau",
Schweiz
3. Ausgabe der Broschüre "Familiengärten - naturnah gepflegt",
Belgien
Statutarische Erneuerung der Vollversammlung und des Vorstandes,
Dokumentationen
Nützliche Informationen
Bindestrich 31 | 2003 30
NACHRICHTEN
Deutschland
IGA 2003
Kleingartenanlage in IGA integriert,
6 monatige Ausstellung des Bundesverbandes und der Landesverbände,
Umwelttagung,
Europäischer Tag des Gartens am 15. 06. 2003 in Rostock,
Internationales Motto: "Kleingärten - ein sozialer Auftrag",
Bundeswettbewerb
Der BDG wertet den 20. Bundeswettbewerb 2002 "Gärten im Städtebau" aus. Hier gibt es nachahmens-
werte Beispiele für Kleingärten.
Ausländerintegration
Der BDG und die Landesverbände werden die Integration von Aussiedlern im Kleingarten verbessern.
Dazu wird ein mehrstufiges 'Programm Aussiedlerintegration' durchgeführt und einen Aussiedlerbeauf-
tragter in den Landesverbänden gewonnen.
Frankreich
Hinterlegung eines Gesetzentwurfes beim Parlament, welcher die Texte über Kleingärten und Gärten
zur gesellschaftlichen Integration von aus der Gesellschaft ausgeschlossenen Menschen umändert,
SEMINAR DES OFFICE INTERNATIONAL IN BRATISLAVA
Seminar des Office International
in Bratislava (Slowakei)
Provisorisches Programm
Termin : 28. - 31. August 2003
Ort : Bratislava- HOTEL DANUBE
Einleitungsreferat Kleingartenanlagen in der Slowakei - gegenwärtige
Lage und Perspektiven
Referent: Juraj KORCEK - Geschäftsführer des
slowakischen Verbandes (SZZ)
Bindestrich 31 | 2003 31
SEMINAR DES OFFICE INTERNATIONAL IN BRATISLAVA
Arbeitsgruppe I Wasser in den Kleingartenanlagen
Referent: Dusan HUSKA - Slowakei
Arbeitsgruppe II Ökologischer Obstbau
Referent: Prof. HRICOVSKY- Präsident des slowaki-
schen Verbandes (SZZ)
Arbeitsgruppe III Kleingärten im Herzen der Stadt
Referent: Jérôme CLEMENT- Vertreter des französischen Verban-
des
Voraussichtliche Zahl der Teilnehmer : 200 Personen
Unterkunft : Hotel DANUBE in Bratislava
Kosten des Seminars : Unterkunft 3 Nächte
Einzelzimmer: 72 € pro Nacht
Doppelzimmer: 82 € pro Nacht
Teilnahmegebühr: 300 € je Delegierten
200 € je Begleitperson
Donnerstag, 28. 08. 2003
bis 14.00 Uhr Anreise der Teilnehmer
Unterbringung im Hotel DANUBE
10.00 Uhr Vollversammlung des Office International
15.00 Uhr Eröffnung desSeminars
Begrüßung der Teilnehmer durch den slowakischen
Verbandspräsidenten Herrn Ivan HRICOVSKY
Eröffnung des Seminars vom Präsident des Office
International Herrn Bruno RAJAUD
Ansprache von der Generalekretärin des Office
International Frau Malou WEIRICH
Ansprache der offiziellen Gäste
16.00 Uhr Einleitungsreferat : Kleingartenanlagen - gegenwärtige
Lage und Perspektiven
Referent : Juraj KORCEK
16.45 Uhr Kaffeepause
17.15 Uhr Diskussion
19.00 Uhr Feierliches Abendessen im Hotelrestaurant DANUBE
Freitag, 29. 08. 2003
7.00 - 8.00 Uhr Frühstück im Hotel DANUBE
Bindestrich 31 | 2003 32
SEMINAR DES OFFICE INTERNATIONAL IN BRATISLAVA
8.30 - 11.30 Uhr Arbeitsgruppe I : Wasser in den Kleingartenanlagen
Vorträge und Diskussion
Arbeitsgruppe II : Ökologischer Obstbau
Vorträge und Diskussion
Arbeitsgruppe III : Kleingärten im Herzen der Stadt
Vorträge und Diskussion
10.00 Uhr Kaffepause
12.00 Uhr Mittagessen im Hotel:Restaurant DANUBE
13.30 - 17.00 Uhr Schiffsausflug zum Wasserwerk Gabaikovo
18.00 - 19.00 Uhr Besichtigung des Europa-Stadtplatzes in Komarno
19.00 Uhr Abendessen in Komarno
22.30 Uhr Rückfahrt zum Hotel
Samstag, 30. 08. 2003
7.30 - 8.30 Uhr Frühstück im Hotel DANUBE
9.00 - 11.30 Uhr Bericht der Arbeitsgruppen I, II, III
Zusammenfassung des Seminars durch
Herrn Wilhelm WOHATSCHEK, Vorstandsvorsitzender
Schlusswort des Präsidenten der Office International
Herr Bruno RAJAUD
Schlusswort des Präsidenten des Slowakischen
Verbandes Herr Ivan HRICOVSKY
10.00 Uhr Kaffepause
12.00 Uhr Gemeinsames Mittagessen im Hotel DANUBE
13.00 Uhr Abfahrt nach Senica
14.30 - 17.00 Uhr Besichtigung der Kleingartenanlage Senica-Kunov
Überreichung der Ehrenurkunden für
"Naturgerechtes Gärtnern"
18.00 - 19.30 Uhr Besichtigung der Burg "Cerveny Kamen"
20.00 - 22.30 Uhr Abendessen im Weinschloss Taverne Pezinok mit
Weinprobe
23.00 Uhr Rückfahrt zum Hotel DANUBE
Sonntag, 31. 08. 2003
8.00 - 9.00 Uhr Frühstück im Hotel DANUBE
9.30 - 11.00 Uhr Besichtigung der Stadt Bratislava
Bindestrich 31 | 2003 33
ANSCHRIFTEN DER NATIONALEN VERBÄNDE
Nationaal Verbond van
Volkstuinen vzw/Ligue
Nationale du Coin de Terre et
du Foyer-Jardins Populaires
ASBL
Belgien Vereinssitz:
Vogelmarkt 11
B -9000 GENT
Sekretariat:
c/o L. Van Bellegham
Oudburgweg 6
B-9830 St. Martens-Latem
Tel.: 09/329 85 22
Fax: 09/329 85 22
E-mail: n.ghesquiere@pi.be
Dänemark Kolonihaveforbundet for
Denmark
Federikssundsvej 304 A
DK - 2700 BRONSHOJ
Tel.: 3828 8750
Fax: 3828 8350
E-mail: info@kolonihave.dk
Deutschland Bundesverband Deutscher
Gartenfreunde e. V.
Platanenallee 37
D - 14050 BERLIN
Tel.: 030/30 20 71-40/-41
Fax: 030/30 20 71 39
E-mail: bdg@kleingarten-bund.de
England The National Society of
Allotment and Leisure
Gardeners Ltd.
O'Dell House/Hunters Road
GB - CORBY,
Northants NN17 5JE
Tel.: 01536 266576
Fax: 01536 264509
E-mail: natsoc@nsalg.demon.co.uk
Finnland Suomen Siirtolapuutarhaliitto ry Pengerkatu 9 B 39
SF - 00530 HELSINKI
Tel.: 9-763 155
Fax: 9-763 125
E-mail: sgarden@siirtolapuutarhaliitto.fi
Frankreich Ligue Francaise du Coin
de Terre et du Foyer
11, rue Desprez
F - 75014 PARIS
Tel.: 1-45 40 40 45
Fax: 1-45 40 78 90
E-mail: c.denis@jardins.familiaux.asso.fr
Holland Algemeen Verbond van
Volkstuinders Verenigingen
PO-Box 9094
NL - 3506 GB UTRECHT
Tel.: 0031/346 561612
Fax: 0031-346 56 40 92
E-mail: info@avvn.nl
Luxemburg Ligue Luxembourgeoise
du Coin de Terre et du Foyer
97, rue de Bonnevoie
L - 1260 LUXEMBOURG
Tel.: 48 01 99
Fax: 40 97 98
E-mail: liguectf@pt.lu
Norwegen Norsk Kolonihageforbund Gronlandsleiret 23
N - 0190 OSLO
Tel.: 22-17 23 71
Fax: 22-17 33 71
E-mail: forbundet@Kolonihager.no
Österreich Zentralverband der
Kleingärtner, Siedler
und Kleintierzüchter Österreichs
Getreidemarkt 11/10
A - 1060 WIEN
Tel.: 1-587 07 85
Fax: 1-587 07 85 30
E-mail: zvwien@chello.at
Polen Polski Zwiazek Dzialkowów Krajowa Rada
ul. Grzybowska 4
PL - 00-131 WARSZAWA
Tel.: 22-6546232
Fax: 22-6206112
E-mail: krpzd@dzialkowiec.com.pl
Schweden Svenska Förbundet för
Koloniträdgardar och
Fritidsbyar
Åsögatan 149
S - 116 32 STOCKHOLM
Tel.: 8-74 30 090
Fax: 86 40 38 98
E-mail: leif.thorin@koloni.org
Schweiz Schweizer Familiengärtnerverband Sekretariat:
z. Hd. von Frau Ruth STEINER
St. Georgenstra. 71a
CH - 9000 St. GALLEN
Tel.: 41 71 222 98 26
Fax: 41 61 31 13 10 3
E-mail: ruth.steiner@dtc.ch
Slowakei Slovenský Zväz Záhradkárov
Republikový Výbor
Havlickova 34
SK - 817 02 BRATISLAVA
Tel.: 7-54 77 54 22
Fax: 7-54 77 77 64
Tschechien Ceský Zahrádkárský Svaz ústredí Rokycanova 15
CZ-130 00 PRAHA 3 - Zizkov
Tel.: 2-22782710
Fax: 2-22782711
E-mail: zahradkari@vol.cz
Bindestrich 31 | 2003 34
Herausgeber: Office International du Coin de Terre et des Jardins Familiaux a.s.b.l.
20, rue de Bragance, L - 1255 Luxembourg
Stand: Januar 2003
Konzept und Realisation: Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e.V.
Redaktion: Malou Weirich, Office International
Layout/ DTP: Thomas Wagner, BDG
Bildnachweis: Thomas Wagner, BDG, Seite 21, 22, 23 (Bild 1 und 2): Larsen/ Backlund
Das Office im Internet: www.jardins-familiaux.org

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Larsen, I., Backlund, A.: Dänemark - Ökologische sanitäre Einrichtungen in Kleingärten in Dänemark, Teil 1. Artikel in "Bindestrich" 31/2003. Seite 18-34

  • 1. Bindestrich 31 | 2003 18 EUROPARAT Beschäftigung und Umwelt Freiwillige Arbeit - Belebende Impulse für Arbeit und Umwelt Elisabeth Redler Geschäftsführerin Anstiftung Gmbh München Sind die holländischen „Geizhälse“ Hanneke van Veen und Rob van Eeden doppelte Sünder wider das Gebot, Ar- beitsplätze zu schaffen? Mit ihren Publi- kationen stiften sie Menschen an, weni- ger zu konsumieren und damit nicht nur ihren Geldbeutel, sondern auch die Um- welt zu schonen. So gefährden sie Ar- beitsplätze in der Produktion und im Handel, und sie überlassen die Finanz- beratung nicht den professionellen Fi- nanz – und Schuldnerberatern. Men- schen wie Hanneke und Rob leisten freiwilligeArbeit und bereichern die bunte Vielfalt des Arbeitssektors außerhalb von Markt und Staat. Dass Arbeit und Umwelt als Ziele politischen Handelns in einem Span- nungsverhältnis stehen, zeigt ihr Bei- spiel. Auch Projekte zur Förderung von Eigenarbeit, Tauschen und Teilen – ebenfalls Methoden nachhaltigen Kon- sums – sehen sichAngriffen ausgesetzt, in denen der Teufel der Arbeitsplatzzer- störung infolge verringerten Warenkon- sums an die Wand gemalt wird. Jobkiller oder Jobknüller? Hier wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen und so manche zaghafte Initiative in ihren Anfängen entmutigt. Aber politisch bedeutsamer scheint mir, dass ein gesellschaftlicher Bereich, der aus einer eigenen Logik erwächst, näm- lich dem Handeln im eigenen Auftrag, mit der Logik des formellen Arbeitssek- tors, der Ökonomie und der staatlichen Sozialpolitik überzogen wird. An vielen Stellen wird dies deutlich: Selbsthilfe- gruppen und Vereine richten sich mehr und mehr nach Kriterien wie Effizienz und Kundenorientierung aus; öffentliche Förderung ist an Qualitätsmanagement oder die Integration von Langzeitarbeits- losen gebunden. Auch die erstarkende Lobby für den Dritten Sektor tritt vor allem mit dem Hinweis auf die Beschäftigungspoten- tiale auf. Dabei können die Forscher des internationalen John Hopkins- Projekt über den Dritten Sektor im Um- weltbereich nur ein sehr kleines Seg- ment (1,1 %) der Beschäftigung im Non- profit-Sektor, d.h. weder einen Jobkiller noch einen Jobknüller erkennen. Arbeitsmarktbelebende Impulse Hoch zu schätzen ist die de- mokratische Qualität dieses Ar- beitsbereichs. Freiwillige, unkon- ventionelle, unabhängige Arbeit gehört zum kulturellen Reichtum einer Gesellschaft und ist daher zu schützen und zu bestärken. Sie sichert die Lebendigkeit, Flexibilität und den Zusammenhalt einer Gesellschaft und trägt so zu ihrer Überlebensfähigkeit bei. Freiwillige Arbeit ist ein Seis- mograph für ungedeckten Bedarf. Menschen engagieren sich da, wo ein Dienstleistungsmangel herrscht, wo weder Markt und Staat zur Stelle sind, oder für Ziele, die im vorherrschenden Denken keine Kon- junktur haben. Nicht selten wächst gleichzeitig eine politische Initiative, die Druck macht und Fördergelder für ihr Anliegen oder gar härtere gesetzliche Auflagen erkämpft. Auf diesem Weg ge- hen von der freiwilligen Arbeit arbeits- marktbelebende Impulse aus, die z.B. im Umweltschutz weit in den kommer- ziellen Bereich hinein ausstrahlen. Arbeitsplätze in Nonprofit - Organisa- tionen, in der Umwelttechnik und – über- wachung gehen auf politische Erfolge zurück; freiwilligeArbeit erweist sich hier als ein Motor der Innovation auch im formellen Sektor. Dieses Zusammenfal- len der Ziele Umwelt und Arbeit ist er- freulich, sollte aber politisch nicht höher bewertet werden als die demokratische Qualität freiwilliger Arbeit. Gerechte Umverteilung Bei der Arbeit im eigenen Auftrag werden Bürgerinnen und Bürger für ihr Gemeinwesen aktiv, ohne auf Gesetze, Freiwillige Arbeit (Ehrenamt) in den Kleingärtnerorganisationen Europas (York 2002)
  • 2. Bindestrich 31 | 2003 19 EUROPARAT Arbeitsverträge und Entlohnung zu war- ten. Diese Qualität wird nicht verwässert durch die Einrichtung vonArbeitsplätzen in selbstorganisierten Vereinen und Ini- tiativen, wohl aber durch eine Kolonisie- rung dieses freien Sektors. Beispiele dafür sind: Der dritte Sektor wird zum Sammel- becken all dessen gemacht, was Staat und Markt nicht leisten wollen oder kön- nen. Die Aufgabenstellung kommt von außen statt von innen. In dem dritten Sektor werden diejeni- gen abgeschoben, die anderswo keine Arbeit finden. So wird das unselige Bild von gemeinnütziger Arbeit als Pflichtar- beit genährt. Kleine Initiativen werden mit großen und bejahrten Wohlfahrtsverbänden in den Topf „Dritter Sektor“ geworfen, des- sen politisches Schicksal fortan vor allem von diesen Organisationen geprägt wird. Arbeit für alle in der Zukunft wird weniger von neuen Jobs zu erwarten sein als vielmehr von einer gerechten Umverteilung vorhandener Arbeit. SelbstgewählteArbeit für eigene Bedürf- nisse und für Gemeinschaftsgüter kann das Zeit- und Sinnvakuum füllen, das die reduzierte Erwerbsarbeit hinterlässt. Und wenn Umweltengagement und postmaterielle Einstellungen zusammen- fallen, erkennen wir hier einen Ansatz, das Umwelt- und das Beschäftigungs- problem gemeinsam zu lösen. Artikel veröffentlicht in der Zeitschrift NATUROPA Nr. 92/2000 Gemeinnützige Arbeit im Kleingartenverein Pflege des Naturerbes und Schaffung von Arbeitsplätzen - Regionale Naturparks in Frankreich Jean-Luc SADORGE Direktor der „Fédération des Parcs naturels régionaux de France“ In Frankreich gibt es regionale Natur- parks seit 1967. Sie sollen zum Erhalt, aber auch zur wirtschaftlichen Entwick- lung dieser schutzbedürftigen Gebiete beitragen. Das bedeutet: Naturschutz und Wirtschaftsentwicklung sind in den Parks keine Gegensätze, ihreAusgangs- basis ist im Gegenteil eine lokale Ent- wicklungsstrategie, in deren Mittelpunkt die Pflege des Natur – und Kulturerbes steht. Drei Schlüsselkonzepte Drei Schlüsselkonzepte liegen ihnen zugrunde: ein Gebiet, ein Projekt, ein Vertrag. Ein Gebiet Die Grenzen eines regionalen Natur- parks beruhen auf den natürlichen, kulturellen, historischen und landschaft- lichen Gegebenheiten. Ein Projekt Das gebietsspezifische Projekt bildet die eigentliche Grundlage des Konzepts und ist in einer Charta auf zehn Jahre festgeschrieben. Diese Charta basiert auf einem Verzeichnis aller Eigenarten und Schönheiten des Gebiets und aller Auflagen, die damit oder mit den sozia- len und wirtschaftlichen Gegebenheiten verbunden sind. Ein Vertrag Die Charta ist vertraglich bindend. Sie wird von sämtlichen betroffenen Gebietskörperschaften unterzeichnet und tritt per Dekret des Umweltministe- riums für zehn Jahre in Kraft. Die 38 Naturparks liegen heute über fast allen Regionen Frankreichs ver- streut und erstrecken sich auf über 10% des Landesgebiets; rund 3 Millionen Menschen sind dort angesiedelt. Fünf Aufgabenbereiche Der Gesetzgeber hat den Naturparks fünf Aufgabenbereiche übertragen:
  • 3. Bindestrich 31 | 2003 20 EUROPARAT Schutz des natürlichen Erbes vor allem durch ein angemessenes Mana- gement der Natur und der Landschaft; Beitrag zur wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklung und zur Lebensqualität; Beitrag zur Raumplanung; Erholungsfunktion, aber auch Erzie- hung und Information der Öffentlichkeit; Durchführung von Modellvorhaben oder Experimenten auf diesen Gebieten. Träger des jeweiligen Naturparks ist eine autonome öffentliche Rechtsstruk- tur. Sie wird von den Lokalpolitikern geleitet; ein pluridisziplinäres Team steht zu ihrer Verfügung,das fachlich kompe- tent ist in den von der Charta vorgese- henen Bereichen. Das Team kann aus Biologen, Architekten, Agronomen, Tou- ristikfachleuten, Ökonomen, Forstleuten usw. bestehen, seine Kompetenzen sind dem Bedarf des jeweiligen Gebiets an- gepasst. Eine Chance für die lokale Entwick- lung Die Ausweisung als Naturpark hat sogleich eine positive Wirkung auf das Image eines Gebietes und gilt als Chan- ce für die lokale Entwicklung, und zwar aus mehreren Gründen: Zunächst handelt es sich um ein Sy- stem mit einem zweifachen Ansatz: lo- kale Initiative und Unterschutzstellung durch das Land. Ohne den festen Willen auf lokaler Ebene wäre es nicht möglich, das Kultur – und Naturerbe glaubwürdig und in dem großen Umfang, den ein Naturpark erfordert, zu schützen, denn es wäre wenig aussichtsreich, die Be- wohner für ein vom Staat aufgezwunge- nes Projekt zu gewinnen. Andererseits wird das Verfahren mit dem staatlichen Dekret über die Unterschutzstellung rechtskräftig. Glaubwürdigkeit im Natur- schutz ist ein wichtiger Motor für den Tourismus. Die Ausweisung als Natur- park verleiht einem Gebiet eine ganz neue Anziehungskraft: das Phänomen ist bekannt und mitunter problematisch für das Management. Der Unterschutzstellungseffekt macht sich übrigens nicht nur im Tourismus bemerkbar. Das Gütesiegel „regionaler Naturpark“ ist ein geschütztes Marken- zeichen und Eigentum des Umweltmini- steriums. Zum Zeitpunkt derAusweisung erhält die Struktur, die den Park managt, die Befugnis, über das Markenzeichen zu verfügen und dieses auch der Wirt- schaft in dem Park zur Verfügung zu stellen, sofern die damit verbundenen Auflagen eingehalten werden. So kön- nen Hersteller von Gütern oder Erbringer von Dienstleistungen das Markenzei- chen zur Förderung des Gebiets und für dessen Image einsetzen. Die Ausweisung als Naturpark ist eine Auszeichnung. Aus einer abseits gelegenen ländlichen Gegend wird ein anerkanntes Gebiet, das damit eine Sonderstellung einnimmt. Man kann stolz darauf sein. Es fördert die Dynamik der Wirtschaft. Arbeitsplätze erhalten Aus einer Erhebung von 1996 über Naturparks und Beschäftigung geht her- vor, dass die Naturparks bei der Stabi- lisierung und beim Erhalt von Arbeits- plätzen im ländlichen Raum eine wesentliche Rolle spielen. Sie sind gleichzeitigArbeitgeber (direkte Beschäf- tigung), Investoren und Abnehmer von Gütern und Dienstleistungen (indirekte Beschäftigung) sowie Anstifter von Pro- jekten (Auswirkung auf die Beschäfti- gung). Die Arbeitsplätze, die aus vom Park angeregten Projekten hervorgegangen sind, haben die ihnen eigene Dauer, auch wenn ihre Zahl im Lauf der Jahre etwas abnimmt. Laut Erhebung haben die Naturparks im Untersuchungsjahr zwischen 18.000 und 30.000 Arbeitsplätze mit einjähriger Dauer geschaffen. Dieses Ergebnis zeigt die Leistungs-fähigkeit der Parks, vor allem wenn man die Zahl der geschaf- fenen oder erhaltenen Arbeitsplätze im Zusammenhang mit dem Gesamthaus- halt der Naturparks sieht. Freilandlabors der nachhaltigen Ent- wicklung Der Verband der regionalen Natur- parks ist sich der wichtigen Aufgabe bewusst, die diese zu erfüllen haben. Er hat deshalb im Rahmen des europäi- schen Programms ADAPT einen Denk- prozess angestoßen, in den alle Parks einbezogen werden sollen. In acht Pi- lotparks sollen Experimente durchge- führt werden, die dazu dienen, die Verbindung zu den mit den Parks zusammenarbeitenden Unternehmen zu stärken, mit dem Ziel, das Image und die Qualität der Produkte und Dienstlei- stungen und ihre Übereinstimmung mit der Park-Charta aufzuwerten und zu verbessern. Mit anderen Worten: die Unternehmen sollen eine optimale Stra- tegie ausarbeiten, die den Unterschied ihrer Dienstleistungen und Produkte zum übrigen Markt besonders hervor- hebt; Arbeitsgewohnheiten mit neuen Be- trieben (KMU/KMI aller Branchen), vor allem im produzierenden Gewerbe, ein- zuführen und bisher wenig behandelte Themen in großem Umfang aufzugrei- fen. Grundlage der Parks ist ihr natürli- ches und historisches Erbe. Für sie kann es nur von Vorteil sein, wenn ihre Un- ternehmenskultur und ihre spezifische Kompetenz im Bereich der Wirtschafts- entwicklung gestärkt wird. Die 38 fran- zösische Naturparks setzen täglich die inzwischen universell anerkannte Idee von Rio in die Tat um, was bedeutet, dass alle Sozial – und Wirtschaftspartner in den Naturschutz eingezogen werden. Sie sind Freilandlabors der nachhaltigen Entwicklung. Ihre Erfahrung zeigt, dass der Schutz von Natur und Landschaft die richtige Strategie für die soziale und wirtschaft- liche Entwicklung der empfindlichsten Gebiete eines Landes ist. Artikel veröffentlicht in der Zeitschrift NATUROPA Nr. 92/2000
  • 4. Bindestrich 31 | 2003 21 INFORMATIONEN AUS DEN VERBÄNDEN Dänemark Ökologische sanitäre Einrichtungen in Kleingärten in Dänemark, Teil 1 Resümee In BINDESTRICH 27/2001 wurde das dänische Projekt ”Die ökologische Handhabung von Abwasser in Kleingär- ten durch Verwendung von sortierenden Trockentoilettensystemen und Anlagen für Evapotranspiration mit Weiden”, vor- gestellt. Diese ist die bis jetzt größte und meist detail- lierte Untersuchung über sortierende Trockentoiletten- systeme. Die Schilderung befasst sich mit dem Hintergrund und den geplanten Untersuchungen. Es wurden Toilettsysteme ohne Wasserspülen errichtet, um organische und dauerhafte Sanitäreinrichtungen zu testen und als Alternative zu den Syste- men mit Chemikalien, oder Wasserspü- lung kombiniert mit Sammeltanks oder Abwasserkanalisation fortzuführen. Viele dänische Kleingärtner haben aufgehört Pestiziden zu nutzen, und sind bestrebt, auch bezüglich der Sa- nitäreinrichtungen das ökologische Be- nehmen zu verbessern. Wasserspü- lende Toiletten in Kombination mit Sam- meltanks sind sehr teuer und können auf Grund der hohen Kosten ökonomi- sche und soziale Probleme geben. Tankwagen, die aus den Sammeltanks Schlamm abholen, verursachen manch- mal Schäden an den oft primitiven Klein- gartenstraßen. Die Errichtung von oder der Anschluss an einer Abwasserkana- lisation ist auch mit erheblichen Investi- tionskosten verbunden. Die Benutzung von wasserspülenden Toiletten steht in Widerspruch zum Hauptgedanken der Kleingartenorganisation, da die Klein- gärten nur das halbe Jahr genutzt wer- den, und dann ohne die für Permanent- wohnungen übliche Standards. Die sortierenden Trockentoiletten wurden mit dem Zweck eingeführt, ein dauer- haftes ökologisches Benehmen mit ho- her sanitärer Bequemlichkeit zu errei- chen. Dieser Artikel beschreibt einige Er- gebnisse des Projektes, das in der Zeit von 1998 – 2002 als Zusammenarbeit zwischen dem dä- nischen Kleingärt- nerverband, 10 an- geschlossenen Lo- kalvereinungen, A & B Backlund ApS, der dänischen Technischen Universität und den Gemeinden Ballerup und Herlev durchgeführt wurde. Projektleiter war Arne Backlund vonA& B BacklundApS, und das Projekt wurde zum Teil von den dänischen Umweltschutzbehörden fi- nanziell unterstützt. Methodik 89 Toiletten wurden installiert und die Erfahrungen von 81 Installationen konn- ten eingesammelt werden. Die Teilnah- me war für Organisationen und Mitglie- der freiwillig, und Toiletten und Behälter konnten von einer Reihe Ausführungen frei gewählt werden. Auskünfte über Systeme, Hantierung und über die grundlegenden Ideen der Untersuchung wurden nach Anfrage ermittelt. Die Teil- nehmer konnten sich kostenlos an den Projektleiter mit Fragen und eventuell entstandenen Problemen wenden. Die Teilnehmer waren selbst für die Aufstel- lung und Betrieb der Systeme verant- wortlich. Auskünfte über u.a. Erwartun- gen und Ergebnisse derAnlagen wurden eingeholt. Die schriftlichen Fragebögen waren in diesem Zusammenhang nicht das wichtigste, da alle 81 Teilnehmer persönlich, telefonisch oder in Verbin- dung mit Besuchen interviewt wurden. Viele der Anlagen wurden besichtigt. Urinproben aus 10 Kleingärten wurden analysiert, um den Inhalt von Nährstof- fen, Schwermetallen, naturfremden Stof- fen und Mikroorganismen festzulegen. Die Teilnehmer der urinliefernden Klein- gärten wurden speziell per Fragen inter- viewt, die für die Bewertung der Urin- qualität von Bedeutung sind. Proben von Fäkalien/kompostierten Fäkalien wurden nicht analysiert. Ein anderes Projekt befasst sich hiermit. Hauptschlussfolgerungen Die sortierende Trockentoilette ist eine sehr gute Alternative. Montage, Reinigung und Entleerung der Toilette sind einfach. Die Teilnehmer der Untersuchung waren alle sehr positiver Meinung und hatten nur wenige, kleine Probleme, die aber behoben werden konnten. Die tägliche Benutzung der Toilette war generell problemlos, jedoch fanden Ivan Larsen, Vorsitzender der Dänischen Kleingärtnerverbandes, Arne Backlund, Projektleiter, Direktor von A & B BACKLUND ApS Großer Erfolg mit sortierenden Trockentoiletten ”Das beste, was ich jemals gemacht habe.” (Äußerung eines Verwenders)
  • 5. Bindestrich 31 | 2003 22 INFORMATIONEN AUS DEN VERBÄNDEN einige Frauen es schwierig, ihren Urin in die Urinschale der Toilette zu kriegen. Nach einer Gewöhnungszeit hatten aber nur zwei Frauen immer noch diese Schwierigkeit. Die selten vorkommenden Probleme mit Fliegen, Geräuschen und Geruch waren minimal und konnten von den Benutzern selber behoben werden. Da die Benutzer nach dem Urinieren kein oder nur wenig Wasser nachgos- sen, wurde der Urin sehr konzentriert. Der Inhalt von Schwermetallen und naturfremden Stoffen war gering und viel niedriger als die in der Klärschlamm- verordnung festgelegten Grenzwerte. Der Urin ist als Düngemittel gut geeignet. Die Teilnehmer hätten gern eine Mi- schung von dem eingesammelten Urin und Wasser als Düngemittel im eigenen Garten genutzt. In der Untersuchung wurden weder bakteriologische oder parasitär anstec- kende Mikroorganismen der Typen Campbylobacter, Salmonella, Crypto- sporidium parvum, Giardia duodenalis oder andere Eingeweideparasiten ge- funden. Sortierende Toilettensysteme ohne Spülung sind eine gute ökologische Alternative zu chemischen Toiletten und eine ökonomisch und ökologisch gün- stige Alternative zu wasserspülenden Toiletten mit Sammeltanks oder Kanal- anschluss. Projektergebnisse Charakteristik der Kleingärten und der Teilnehmer Das Verfahren für die Einholung von Nutzererfahrungen wurde beschrieben. Die zehn Kleingartenvereinigungen wur- den mit Gartenanzahl und Gartengrös- sen bezeichnet. Die Arealgrössen be- tragen im allgemeinen 390 – 400 m2. Alter und Geschlecht der Toilettennutzer, verteilt auf Kleingärtenen, wurden ange- geben. 80 Kleingartenlauben hatten insgesamt 176 Permanentnutzer, ein wenig mehr Frauen als Männer. 27 per- manente Nutzer waren unter 18 Jahren alt, und von diesen 13 unter sechs Jah- ren. Auf einer Rückfrage teilten 34 Pro- jektteilnehmer mit, dass sie ihre Gärten 60 – 230 Tage pro Jahr nutzten. Durch- schnittlich wurden die Gärten 145 Ta- ge/Jahr bewohnt. Der Wasserverbrauch einschließlich Wasser für Gartenbewäs- serung betrug in fünf Kleingärten zwi- schen 4 und 20 m3 mit einem Durch- schnitt von 11 m3. Schliesslich wurde auf die früher in den Kleingartenhäusern üblichen Toiletten Lösungen fokussiert. Die meist benutzte war eine chemische Toilette. Von 81Toilettenlösungen waren 55 chemisch. Toiletten- und Urinbehälterwahl Die Teilnehmer konnten zwischen vier Toilettentypen aus Kunststoff, zwei aus Holz, eine aus Metall und eine aus Sanitärporzellan wählen. Der Toiletten- stuhl aus Porzellan hat eine unter dem Fussboden angebrachte Einheit für die Fäkalien, während alle anderen Typen diese in der Toilette über dem Fuss- boden sammeln. 76 Teilnehmer wählten Toiletten mit Ventilatoren für 12 V/1W oder 220V/19W. Die vorgezogene Toilette war ”Separett Weekend”. 37 der 89 Teilnehmer wählten diese. 80Teilnehmer wählten den 25 L Urinbehälter und nur neun den grösseren 220 L Urinbehälter. Charakteristik des eingesammelten Urins Die 10 Haushalte, die eine Urinmi- schung zur Untersuchung und Analyse zur Verfügung stellten, wurden aufgeli- stet bezüglich Einteilung als Permanent- benutzer und mit Hinsicht auf Alter, Geschlecht, Typ der Toilette, Urinbehäl- ter, Wirkung des Sortiersystems und Entleerungsfrequenz des Urinbehälters. Die Ergebnisse der chemischen und mikrobiologischen Analysen wurden ermittelt. Die Urinmischung war sehr konzen- triert, mit einer Konzentration an Nähr- stoffen von 5400 mg N, 360 mg P und 1110 mg K pro Liter. Die Schwermetall- konzentration war sehr gering, viel nied- riger als die Grenzwerte der Schlamm- verordnung und auch viel niedriger als die in anderen organischen Düngemit- teln gefundenen Mengen. Die Konzen- tration der untersuchten umweltfremden Stoffe war auch gering, viel niedriger als die Grenzwerte. BakterielleAnsteckungspartikel wie Campylobacter, Salmonella oder Para- sitische Anstechungspartikel wie Cryp- tosporidum parvum, Giardia duodenalis oder andere Eingeweideparasiten wur- den nicht in der Urinmischung von einem einzigen der 10 Haushalte gefunden. Die Menge der thermotoleranten Coli- formen war bereits bei den ersten Pro- ben unter Entdeckungsniveau (10- cfu/100 ml) für 9 der 10 Urinmischungen. Was die zehnte Probe, in welcher ther- motolerante Coliformen entdeckt wur- den, betrifft, lag bei der zweiten Analyse etwa ein Monat nach der Probeentnah- me im Kleingarten die Menge unter Entdeckungsniveau. Die Menge der Enterokokken lag für fünf der Urinmi- schungen bei der zweiten Analyse etwa ein Monat nach der Probe unter Ent- deckungsniveau (10-cfu/100 ml). Bei der dritten Analyse etwa zwei Monate nach der Probeentnahme lagen weitere vier unter dem Entdeckungsniveau. En- terokokken konnten in der letzten Urin- ”Separett Weekend” ”WM ES” ”ES" plus Urinbehälter
  • 6. Bindestrich 31 | 2003 23 INFORMATIONEN AUS DEN VERBÄNDEN mischung bei der vierten Analyse nach etwa drei Monaten nicht entdeckt wer- den. Der pH-Wert lag zwischen 8.8 – 9.2. Aufstellung und Betrieb Die Montage der Toiletten, Ventila- tionssysteme und Urinsysteme mit 25- l- Behältern war generell einfach. Ein Loch in die Erde für den 220 L Urinbe- hälter manuell zu graben, war jedoch mit erheblichen Anstrengungen verbun- den. Über die Ergebnisse mit der Ver- wendung der Fäkalien- , Urin- und Ven- tilationssysteme wurde berichtet. Diese Berichte sind positiv. Sitzbequemlichkeit 63 der Projektbeteiligten äußerten Zufriedenheit mit der Sitzbequemlichkeit (neun Benutzer hatten selber eine Fussbank angeschafft). Alle Benutzer von Toiletten mit Sitzhöhen von 40, 42 und 46 cm waren zufrieden. Betreffs der Sitzhöhen 49, 50 und 53 cm ohne Fussbank waren die Meinun- gen differenzierter. 18 der Projektbetei- ligten zogen eine Fussbank vor. Fortsetzung folgt. Ivan Larsen, Vorsitzender der Dänischen Kleingärtnerverbandes, Frederikssunds- vej 304 A, DK-2700 Broenshoej, Däne- mark Tel.: +45 38288750, Fax.: +45 38288350 E-mail: info@koloniahve.dk Internet: www.kolonihave.dk Arne Backlund, Projektleiter, Direktor von A & B BACKLUND ApS,Ordrupvej 101, DK-2920 Charlottenlund, Däne- mark Tel.: +45 39633364 Fax.: +45 39636455 E-mail: backlund@backlund.dk Internet: www.backlund.backlund.dk ”Separett Villa” ”H66” Ökologische Sanitäreinrichtungen können eine Alternative in Kleingärten sein
  • 7. Bindestrich 31 | 2003 24 INFORMATIONEN AUS DEN VERBÄNDEN Frankreich Der Garten Eden Die Erde stellt für den Menschen der Bibel eine von Gott dem auserwählten Volk versprochene Realität dar. Auf sei- nem kleinen Territorium, sogar während der Zeit seiner größten Ausdehnung unter Salomon (970-93 vor Christus), war das Land in seiner Ausdehnung begrenzt. Die Länge betrug 230 Kilome- ter von Nord bis Süd und seine Breite schwankte zwischen 27 und 150 Kilo- metern zwischen dem Mittemeer und den Grenzen der Wüste. Auf dieser begrenzten Fläche befin- den sich eine Vielzahl von Landschaften und Klimaten. Der ewige Schnee auf dem Hermongebirge ist nur einige Geh- stunden von den unbewachsenen men- schenleeren Gegenden entfernt. Die grünen Weiden aus Galiläa stoßen an die mondartigen Gegenden des Jordan- tales und des Toten Meeres. Der Mensch drückt diese Kontraste aus, indem er von seinem Land sagt, daß es sowohl „das Land ist, in dem Milch und Honig fließen“ wie auch „die uner- bittliche Erde ist, welche ihre Einwohner auffrisst“. Das Fehlen von Flüssen und Bächen macht den Anbau vom Regenwasser und dem Tau abhängig. Der Mann zu biblischen Zeiten weiß, wie man die Felder bewässert, und diese Technik ähnelt dem, was er in Ägypten gesehen hat.Aber der Wassermangel beschränkt die Bewässerung auf die Zufriedenstel- lung der Bedürfnisse der Familien, d. h. auf den Gemüsegarten und den Obst- garten. Er kennt auch seine Feinde: den Hagel, die Heuschreckenschwärme, so, wie die Propheten Joël und Amos sie beschrieben haben. Er gebraucht eiser- ne Geräte: die Hacke, den Pflug, welcher von zwei Rindern oder Eseln gezogen wird mit dem Verbot, zum Pflügen zwei Tiere verschiedener Art zu gebrauchen. Jedoch für die kleineren Arbeiten ist der Gebrauch von Geräten aus Stein oder Holz üblich. Die Ernte wird auf Esels- rücken oder auf Karren, welche von Rindern gezogen werden, transportiert. Die Menschen zu biblischen Zeiten wohnen in Häusern aus Ziegeln, welche rund um einen Hof gebaut sind. Das Dach, welches praktisch flach ist, hat eine leichte Schräge, um das Ablaufen des Regenwassers in eine Zisterne zu ermöglichen. Neben dem Haus befindet sich ein Gemüsegarten, in dem man die regionalen Gemüsearten anpflanzt: Erb- sen, Melonen, Zwiebeln, Gurken, Kür- bisse. Im Garten befinden sich auch noch einige Reben sowie ein Feigen- baum, welcher für die Passanten das Bild des perfekten Glücks darstellt. Der Mensch dieser Zeit sät den Wei- zen und Hafer vor oder nach den ersten P. Lévêque
  • 8. Bindestrich 31 | 2003 25 INFORMATIONEN AUS DEN VERBÄNDEN Regenfällen (November bis Dezember) aus. Dieser wird im Juni und Juli je nach Art und Region geerntet werden. Der Flachs wird zu handwerklichen Zwecken angepflanzt. Die Fruchtbäume wachsen über das ganze Land. Die Rebe, der Feigenbaum, der Granatapfel, die Oli- venbäume, die Palmenbäume charak- terisieren die Landschaft zu biblischen Zeiten. Man muss noch denApfelbaum, den Haselnussbaum und den Mandel- baum hinzufügen. Das Gesetz verbietet, einen Obstbaum zu fällen. Nach den ersten Regenfällen müs- sen Frauen, ältere Leute und Kinder auf den Feldern aktiv werden und Arbeiten verrichten, welche leichter sind als das Pflügen und das Säen: Sie müssen die Wildkräuter entfernen und den Boden auflockern. Der Anfang des Frühjahrs bedeutet den Beginn der schwereren Arbeiten, zum Beispiel: Ernten und das Korn dreschen, Trauben lesen und Wein herstellen, Oliven ernten und das Oli- venöl pressen usw. . Klima und Flora fördern die Entwick- lung der Bienen. Der Honig wird als ein Basisprodukt betrachtet. Das Wachs wird zum Anfertigen von Kerzen ge- braucht. Der Mensch der Bibel gebraucht aro- matische Pflanzen, welche häufig auf der Heide wachsen, um sich zu ernähren und um Parfum herzustellen. Myrthe, Kapern und Seneve ( schwarzer Senf) Kamille, Eisenkraut, Kümmel,Anis, Lilien und Jasmin gehören dazu. Die Bearbeitung des Bodens be- stimmt den Lebensrhytmus. Die Ernte, die Weinlese und das Pflücken der Oli- ven werden von den Bauern und der Familie besungen. Nach der Weinlese werden die Hochzeiten der Mädchen gefeiert. Der Wert der Arbeit des Bodens wird stark unterstrichen durch die Epoche der drei religiösen Hauptfesttage: „Pessah“ (Ostern) vor der Ernte des Hafers, „Soukot“ (Pfingsten) während der Ernte der Früchte und des Weizens und die „Cabane“ oder Fest des Taber- nakels am Ende des jährlichen bäuerli- chen Zyklus. Artikel veröffentlicht in JARDIN FAMILIAL DE FRANCE Nr. 414/2002
  • 9. Bindestrich 31 | 2003 26 INFORMATIONEN AUS DEN VERBÄNDEN Deutschland IGA 2003 in Rostock - facettenreiche Gartenkultur Das Jahr 2003 bietet für alle Garten- freunde ein ganz besonderes Erlebnis: Die Internationale Gartenbauausstellung (IGA) in Rostock. 171 Tage lang, vom 25. April bis 12. Oktober 2003, gibt es für Gäste auf dem Ausstellungsgelände am Ufer der Warnow ein Feuerwerk einheimischer und internationaler Gar- tenbaukunst. Das rund 100 Hektar große Gelände ist natürlich gewachsen, von Bachläufen und Kleingewässern geprägt, die zur IGA wieder in ihren ursprünglichen Zu- stand versetzt wurden. Der Uferabschnitt an der Unteren Warnow wird völlig neu gestaltet. Vorhandene Bebauung im Dorf Schmarl und die dort angrenzenden Kleingärten werden thematisch in die Ausstellung einbezogen. In der mehrfach teilbaren, über 10.000 m² großen Ausstellungshalle mit dem charakteristischen Holrau- ten-Gewölbe werden in ein- bis zwei- wöchigem Rhythmus wechselnde Blu- men- und Pflanzenschauen zu sehen sein. Im übrigen Gelände wird ein be- sonderes Areal den Rosen gewidmet sein, werden jahreszeitlich verschiedene Wechselbepflanzungen erfolgen, gibt es Themengärten und Gartenkulturen von gestern und heute oder kann der Besucher alles über Grabbepflanzung erfahren. Waren „Hängende Gärten“ eine der Hauptattraktionen auf der EXPO in Han- nover, so sind es bei der grünen Welt- ausstellung am Meer in Rostock die „Schwimmenden Gärten“. Verschie- den große Pontons in Ufernähe werden die Warnow in ein Blütenmeer verwan- deln. Einige dieser Blumeninseln sind begehbar, mit Veranstaltungsflächen und gastronomischen Einrichtungen ausgestattet. Auf den „Schwimmenden Gärten“ wird die thematische Verbindung zum Element Wasser ganz unmittelbar. Dem internationalen Charakter der Ausstellung entsprechend erblühen die Nationengärten, die der IGA ein exoti- sches Flair verleihen werden. In unmit- telbarer Nachbarschaft zur neuen Klein- gartenanlage wird sich z. B. der Chinesische Garten befinden. Über dem Gelände schwebt im Aus- stellungszeitraum eine Seilbahn im Drei- eckskurs. Vergleichbares gibt es in ganz Norddeutschland nicht. Ein weiterer Anziehungspunkt ist u.a. der Weiden- dom, das größte lebende Naturpflanz- werk Europas, in demAndachten, Kon- zerte, Lesungen und Trauungen stattfinden sollen. Sonderfahrten für Kleingärtner Der Landesverband der Gartenfreun- de Mecklenburg und Vorpommern e.V. möchte allen Kleingärtnern des Bundes- verbandes Deutscher Gartenfreunde e.V. (BDG) den Besuch der IGA 2003 zu Sonderkonditionen ermöglichen. Vor- Die Kleingartenanlage "Dorf Schmarl" ist in das IGA- Gelände integriert.
  • 10. Bindestrich 31 | 2003 27 INFORMATIONEN AUS DEN VERBÄNDEN gesehen sind Tagesfahrten sowie Rei- sen mit Übernachtungen und Programm. Das Programm kann individuell für jede Gruppe vereinbart werden. Die Anreise kann mit Bus, Bahn oder Flug- zeug organisiert werden. Für Reisen mit Übernachtungen empfiehlt sich auf Grund der Hotelsituation in Rostock und in den Feriengebieten an der Küste eine langfristige Planung. Wünsche und Anfragen können bereits jetzt gerichtet werden an: PTI Panoramica Touristik International GmbH Neu Roggentiner Str. 3 18184 Roggentin Ansprechpartnerin Frau Kratzsch Telefon: 038204/65750 | Telefax: 038204/6588750 E-Mail: kratzsch@pti.de | Internet: www.pti.de Nationengärten, Traditionsschiff und Weidendom sind besondere Attraktionen der IGA
  • 11. Bindestrich 31 | 2003 28 NACHRICHTEN Nachrichten aus den Verbänden Deutschland 14. - 16. 03. 2003 Tagung Recht, Thema: Finanzen 21. - 23. 03. 2003 Verbandsmanagement 13. - 15. 06. 2003 Umwelttagung, Thema: Artenvielfalt im Kleingarten - Ein ökologischer Beitrag des Kleingartenwesens 15. 06. 2003 "Europäischer Tag des Gartens" des Office International 11. - 13. 07. 2003 Fachberatertagung "Rosen" 07. 09. 2003 Bundesverbandstag 19. - 21. 09. 2003 Fachberatertagung, Thema: Wettbewerb 10. - 12. 10. 2003 Tagung Recht, Thema: Die Wertermittlung als wichtiger Bestandteil eines geregelten Pächterwechsels 24. - 26. 10. 2003 Tagung Integration von Aussiedlern, Thema: Aussiedler im Schrebergarten - Aktuelle Situation und Perspektiven Finnland September Treffen der Präsidenten der Mitgliedsvereine der Kleingärtner in Helsinki Frankreich 17. - 18. 05. 2003 Nationaler Kongress in Tourcoing (Norden), Thema: "Die Kleingärten im Herzen der Stadt" Juni 2003 Nationaler Kongress des Sozialwohnungsbaus in Lille Großbritannien 07. 06. 2003 Jährliche Generalversammlung Versammlungen und Organisationen
  • 12. Bindestrich 31 | 2003 29 NACHRICHTEN Luxemburg 13. 04. 2003 Jubläumskongress 07. 06. 2003 75. Muttertagsfeier in Bettemburg 17. 10. 2003 Festsitzung zum 75. Jubiläum Schweiz 14. 06. 2003 42. Delegiertenversammlung in Bern Slowakei Ausstellung - Záhradkár in Trencin, Landwirtschaftlicher Komplex in Nitra Deutschland Broschüren der "Grünen Schriftenreihe" Nummer 157 bis 162, Broschüre des 20. Bundeswettbewerbes 2002 "Gärten im Städtebau", Finnland Dokument "Ein dauerhaftes Verbringen der Sommerferien oder wie man den Sommer auf eine ökologische Weise verbringt", Frankreich Studie "Laßt uns die Kleingärten rehabilitieren", die vom Ackerbauministerium bestellt wurde, Broschüre "Schafft Parzellen des Glücks am Fuße der Wohnungen", Brief an den Vereinsvorsteher, sechsmal jährlich, "Der französische Kleingarten" , sechsmal jährlich, Luxemburg 9 Monatshefte, "Taschenbuch 2003" zum Thema "Wohnungsbau", Schweiz 3. Ausgabe der Broschüre "Familiengärten - naturnah gepflegt", Belgien Statutarische Erneuerung der Vollversammlung und des Vorstandes, Dokumentationen Nützliche Informationen
  • 13. Bindestrich 31 | 2003 30 NACHRICHTEN Deutschland IGA 2003 Kleingartenanlage in IGA integriert, 6 monatige Ausstellung des Bundesverbandes und der Landesverbände, Umwelttagung, Europäischer Tag des Gartens am 15. 06. 2003 in Rostock, Internationales Motto: "Kleingärten - ein sozialer Auftrag", Bundeswettbewerb Der BDG wertet den 20. Bundeswettbewerb 2002 "Gärten im Städtebau" aus. Hier gibt es nachahmens- werte Beispiele für Kleingärten. Ausländerintegration Der BDG und die Landesverbände werden die Integration von Aussiedlern im Kleingarten verbessern. Dazu wird ein mehrstufiges 'Programm Aussiedlerintegration' durchgeführt und einen Aussiedlerbeauf- tragter in den Landesverbänden gewonnen. Frankreich Hinterlegung eines Gesetzentwurfes beim Parlament, welcher die Texte über Kleingärten und Gärten zur gesellschaftlichen Integration von aus der Gesellschaft ausgeschlossenen Menschen umändert, SEMINAR DES OFFICE INTERNATIONAL IN BRATISLAVA Seminar des Office International in Bratislava (Slowakei) Provisorisches Programm Termin : 28. - 31. August 2003 Ort : Bratislava- HOTEL DANUBE Einleitungsreferat Kleingartenanlagen in der Slowakei - gegenwärtige Lage und Perspektiven Referent: Juraj KORCEK - Geschäftsführer des slowakischen Verbandes (SZZ)
  • 14. Bindestrich 31 | 2003 31 SEMINAR DES OFFICE INTERNATIONAL IN BRATISLAVA Arbeitsgruppe I Wasser in den Kleingartenanlagen Referent: Dusan HUSKA - Slowakei Arbeitsgruppe II Ökologischer Obstbau Referent: Prof. HRICOVSKY- Präsident des slowaki- schen Verbandes (SZZ) Arbeitsgruppe III Kleingärten im Herzen der Stadt Referent: Jérôme CLEMENT- Vertreter des französischen Verban- des Voraussichtliche Zahl der Teilnehmer : 200 Personen Unterkunft : Hotel DANUBE in Bratislava Kosten des Seminars : Unterkunft 3 Nächte Einzelzimmer: 72 € pro Nacht Doppelzimmer: 82 € pro Nacht Teilnahmegebühr: 300 € je Delegierten 200 € je Begleitperson Donnerstag, 28. 08. 2003 bis 14.00 Uhr Anreise der Teilnehmer Unterbringung im Hotel DANUBE 10.00 Uhr Vollversammlung des Office International 15.00 Uhr Eröffnung desSeminars Begrüßung der Teilnehmer durch den slowakischen Verbandspräsidenten Herrn Ivan HRICOVSKY Eröffnung des Seminars vom Präsident des Office International Herrn Bruno RAJAUD Ansprache von der Generalekretärin des Office International Frau Malou WEIRICH Ansprache der offiziellen Gäste 16.00 Uhr Einleitungsreferat : Kleingartenanlagen - gegenwärtige Lage und Perspektiven Referent : Juraj KORCEK 16.45 Uhr Kaffeepause 17.15 Uhr Diskussion 19.00 Uhr Feierliches Abendessen im Hotelrestaurant DANUBE Freitag, 29. 08. 2003 7.00 - 8.00 Uhr Frühstück im Hotel DANUBE
  • 15. Bindestrich 31 | 2003 32 SEMINAR DES OFFICE INTERNATIONAL IN BRATISLAVA 8.30 - 11.30 Uhr Arbeitsgruppe I : Wasser in den Kleingartenanlagen Vorträge und Diskussion Arbeitsgruppe II : Ökologischer Obstbau Vorträge und Diskussion Arbeitsgruppe III : Kleingärten im Herzen der Stadt Vorträge und Diskussion 10.00 Uhr Kaffepause 12.00 Uhr Mittagessen im Hotel:Restaurant DANUBE 13.30 - 17.00 Uhr Schiffsausflug zum Wasserwerk Gabaikovo 18.00 - 19.00 Uhr Besichtigung des Europa-Stadtplatzes in Komarno 19.00 Uhr Abendessen in Komarno 22.30 Uhr Rückfahrt zum Hotel Samstag, 30. 08. 2003 7.30 - 8.30 Uhr Frühstück im Hotel DANUBE 9.00 - 11.30 Uhr Bericht der Arbeitsgruppen I, II, III Zusammenfassung des Seminars durch Herrn Wilhelm WOHATSCHEK, Vorstandsvorsitzender Schlusswort des Präsidenten der Office International Herr Bruno RAJAUD Schlusswort des Präsidenten des Slowakischen Verbandes Herr Ivan HRICOVSKY 10.00 Uhr Kaffepause 12.00 Uhr Gemeinsames Mittagessen im Hotel DANUBE 13.00 Uhr Abfahrt nach Senica 14.30 - 17.00 Uhr Besichtigung der Kleingartenanlage Senica-Kunov Überreichung der Ehrenurkunden für "Naturgerechtes Gärtnern" 18.00 - 19.30 Uhr Besichtigung der Burg "Cerveny Kamen" 20.00 - 22.30 Uhr Abendessen im Weinschloss Taverne Pezinok mit Weinprobe 23.00 Uhr Rückfahrt zum Hotel DANUBE Sonntag, 31. 08. 2003 8.00 - 9.00 Uhr Frühstück im Hotel DANUBE 9.30 - 11.00 Uhr Besichtigung der Stadt Bratislava
  • 16. Bindestrich 31 | 2003 33 ANSCHRIFTEN DER NATIONALEN VERBÄNDE Nationaal Verbond van Volkstuinen vzw/Ligue Nationale du Coin de Terre et du Foyer-Jardins Populaires ASBL Belgien Vereinssitz: Vogelmarkt 11 B -9000 GENT Sekretariat: c/o L. Van Bellegham Oudburgweg 6 B-9830 St. Martens-Latem Tel.: 09/329 85 22 Fax: 09/329 85 22 E-mail: n.ghesquiere@pi.be Dänemark Kolonihaveforbundet for Denmark Federikssundsvej 304 A DK - 2700 BRONSHOJ Tel.: 3828 8750 Fax: 3828 8350 E-mail: info@kolonihave.dk Deutschland Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e. V. Platanenallee 37 D - 14050 BERLIN Tel.: 030/30 20 71-40/-41 Fax: 030/30 20 71 39 E-mail: bdg@kleingarten-bund.de England The National Society of Allotment and Leisure Gardeners Ltd. O'Dell House/Hunters Road GB - CORBY, Northants NN17 5JE Tel.: 01536 266576 Fax: 01536 264509 E-mail: natsoc@nsalg.demon.co.uk Finnland Suomen Siirtolapuutarhaliitto ry Pengerkatu 9 B 39 SF - 00530 HELSINKI Tel.: 9-763 155 Fax: 9-763 125 E-mail: sgarden@siirtolapuutarhaliitto.fi Frankreich Ligue Francaise du Coin de Terre et du Foyer 11, rue Desprez F - 75014 PARIS Tel.: 1-45 40 40 45 Fax: 1-45 40 78 90 E-mail: c.denis@jardins.familiaux.asso.fr Holland Algemeen Verbond van Volkstuinders Verenigingen PO-Box 9094 NL - 3506 GB UTRECHT Tel.: 0031/346 561612 Fax: 0031-346 56 40 92 E-mail: info@avvn.nl Luxemburg Ligue Luxembourgeoise du Coin de Terre et du Foyer 97, rue de Bonnevoie L - 1260 LUXEMBOURG Tel.: 48 01 99 Fax: 40 97 98 E-mail: liguectf@pt.lu Norwegen Norsk Kolonihageforbund Gronlandsleiret 23 N - 0190 OSLO Tel.: 22-17 23 71 Fax: 22-17 33 71 E-mail: forbundet@Kolonihager.no Österreich Zentralverband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter Österreichs Getreidemarkt 11/10 A - 1060 WIEN Tel.: 1-587 07 85 Fax: 1-587 07 85 30 E-mail: zvwien@chello.at Polen Polski Zwiazek Dzialkowów Krajowa Rada ul. Grzybowska 4 PL - 00-131 WARSZAWA Tel.: 22-6546232 Fax: 22-6206112 E-mail: krpzd@dzialkowiec.com.pl Schweden Svenska Förbundet för Koloniträdgardar och Fritidsbyar Åsögatan 149 S - 116 32 STOCKHOLM Tel.: 8-74 30 090 Fax: 86 40 38 98 E-mail: leif.thorin@koloni.org Schweiz Schweizer Familiengärtnerverband Sekretariat: z. Hd. von Frau Ruth STEINER St. Georgenstra. 71a CH - 9000 St. GALLEN Tel.: 41 71 222 98 26 Fax: 41 61 31 13 10 3 E-mail: ruth.steiner@dtc.ch Slowakei Slovenský Zväz Záhradkárov Republikový Výbor Havlickova 34 SK - 817 02 BRATISLAVA Tel.: 7-54 77 54 22 Fax: 7-54 77 77 64 Tschechien Ceský Zahrádkárský Svaz ústredí Rokycanova 15 CZ-130 00 PRAHA 3 - Zizkov Tel.: 2-22782710 Fax: 2-22782711 E-mail: zahradkari@vol.cz
  • 17. Bindestrich 31 | 2003 34 Herausgeber: Office International du Coin de Terre et des Jardins Familiaux a.s.b.l. 20, rue de Bragance, L - 1255 Luxembourg Stand: Januar 2003 Konzept und Realisation: Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e.V. Redaktion: Malou Weirich, Office International Layout/ DTP: Thomas Wagner, BDG Bildnachweis: Thomas Wagner, BDG, Seite 21, 22, 23 (Bild 1 und 2): Larsen/ Backlund Das Office im Internet: www.jardins-familiaux.org