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Mit ihren fast 18.000 Einwohnern ist die Wein-, Sekt- und Rosenstadt Eltville
am Rhein die größte Stadt des Rheingaus. Als eine der Wiegestätten des
Buchdrucks trägt sie seit 2006 auch den Titel „Gutenbergstadt“
Wo Hessen
baden gehen
TOPTHEMA WIESBADEN & RHEINGAU | 11
SD 1/13 | WWW.SEHNSUCHTDEUTSCHLAND.COM
Die Inschrift „Aquis Mattiacis“
(lat. „den Wassern der Mattiaker [geweiht]“)
des Wiesbadener Kurhauses erinnert an
die römische Bezeichnung für die warmen
Quellen, die einst an dem Ort sprudelten,
wo sich heute Wiesbaden bendet
Mit 80 Prozent ist Riesling die im
Rheingau am meisten angebaute
Rebsorte. Regelbestätigende
Ausnahme ist Assmannshausen.
Hier ndet man die größte
zusammenhängende
Anbau€äche für die roten
Spätburgundertrauben in
Deutschland
Ubi bene, ibi patria! Wo der Römer ba-
den konnte, fühlte er sich zu Hause. Und
gab es je ein attraktiveres Gebiet für die
verwöhnten Söhne Roms als die Siedlung
der germanischen Mattiaker am rechten
Ufer des Rheins? Als sich die Legionä-
re des Imperators Caligula um das Jahr
40n.Chr. hier häuslich niederließen,
nahmen sie ein gelobtes Land mit üppig
sprudelnden Thermal- und Mineralquel-
len in Besitz, das so ganz nach ihrem Ge-
schmack war – ebenso wie das milde Kli-
ma. Über 300 Jahre lang siedelten sie hier
und kamen sogar gut mit den nordischen
„Barbaren“ aus, bis feindliche Stämme
aus den dunklen Wäldern Germaniens
sie vertrieben und das Land später in die
Hände der Franken fiel. Im 9. Jahrhundert
wurde der Handelsplatz Wisibada – Bad
in den Wiesen – zum ersten Mal urkund-
lich erwähnt. Weinanbau und Badefreu-
den machten den Ort schon im Mittelalter
zu einer Genussregion, in der es sich gut
leben ließ.
Daran hat sich bis heute nichts geändert,
denn die mondäne, zwischen den Hängen
des Taunus und dem Rheingau gelegene
KurstadtzähltzudenOrtenmitderhöchs-
ten Lebensqualität in der Republik. Hier
sollen, gemessen an der Bevölkerungs-
zahl von rund 280.000 Seelen, die meis-
ten Millionäre Deutschlands residieren.
Das ist nicht neu. Denn bereits zu Zeiten
des letzten deutschen Kaisers galt Wies-
baden als das „Pensionopolis“ des Rei-
ches. Wilhelm Zwo liebte die Badekur –
zu seiner Zeit gab es 250 Badehäuser – und
bezog regelmäßig mit seinem Hofstaat in
Wiesbaden Quartier. „Der Kaiser rief und
alle kamen“, sagt ein Alteingesessener, der
die Geschichte der Stadt und jeden ihrer
Winkel kennt wie seine Westentasche.
„Hochadel, niederer Adel, Industrielle
und Neureiche siedelten sich hier an – je-
der, der dazugehören wollte.“
In der Gründerzeit setzte ein Bauboom
ohnegleichen ein. Palastartige Villen und
Bürgerhäuser im historistischen und klas-
sizistischen Stil prägen noch heute das
Bild der Prachtstraßen und feinen Vor-
orte. Ein besonders schönes Beispiel der
Architektur jener Epoche ist das kom-
plett im Landhausstil erbaute Villenvier-
tel zwischen Wilhelm-, Taunus-, Röder-,
Schwalbacher und Friedrichstraße.
Wer sich einen schnellen Überblick ver-
schaffen möchte, besteige die Thermine,
eine kleine Stadtbahn, die einen zu den
bedeutendsten Plätzen Wiesbadens fährt.
Auf der Strecke liegen der Marktplatz mit
der imposanten, im neugotischen Stil er-
richteten Marktkirche, die elegante Wil-
helmstraße, das Theater und das weltbe-
rühmte Kurhaus, das Wilhelm II. so tief
beeindruckte, dass er seine kaiserliche
Würde für einen Augenblick vergaß und
im schönsten Berliner Dialekt ausgerufen
haben soll: „Det ham wa in Berlin nich!“
Während wir am Kochbrunnen vorbei-
fahren, wo das Wasser mit 69 Grad Cel-
sius aus dem Untergrund zischt, und als
die Thermine wenig später den 245 Meter
hohen Neroberg hinaufkriecht, unterhält
Andreas P. Wagner, Thermine-Chef und
Chauffeur in Personalunion, seine Gäs-
EINST SIEDELTEN DIE RÖMER ZWISCHEN DEN HÄNGEN VON TAUNUS UND RHEINGAU.
IHR ERBE, WEINANBAU UND BADEFREUDEN, GIBT DER GENUSSREGION BIS HEUTE IHR
UNVERWECHSELBARES GESICHT. UTA BUHR HAT DAS „PENSIONOPOLIS“ DER KAISER-
ZEIT AUF HERZ UND NIEREN GEPRÜFT UND VERGIBT DAS PRÄDIKAT „LEBENSQUALITÄT
SEHR GUT“
TEXT UTA BUHR
ZU ZEITEN DES LETZTEN
DEUTSCHEN KAISERS
GALT WIESBADEN ALS
DAS „PENSIONOPOLIS“
DES REICHES
te mit allerlei Anekdoten. Unter den fun-
kelnden Kristalllüstern des Casinos habe
schon mancher Haus und Hof verspielt,
sagt er. Der berühmte russische Literat
Fjodor Dostojewski war so blank, dass er
fluchtartigdieStadtverließunddabei„ver-
gaß“, seine Rechnung im Hotel Schwarzer
Bock, dem ersten Haus am Platz, zu be-
zahlen. Eine tragische Geschichte erzählt
die von fünf goldenen Kuppeln gekrönte,
reich mit Marmor und Ikonen ausgestat-
tete russische Kapelle auf dem Gipfel des
Berges: Die Grabeskirche gilt als eine Art
deutscher Tadsch Mahal. Herzog Adolph
von Nassau ließ sie für seine geliebte Frau
Elisabeth Michailowna, die Tochter eines
russischen Großfürsten, erbauen, als diese
1845 im Kindbett starb. In luftiger Höhe
befindet sich auch das Opel-Bad, das die
Wiesbadener stolz als das schönste Bad
der Welt bezeichnen. Die Anlage schmiegt
sich an den steilen Hang und bietet einen
traumhaften Blick auf die umliegenden
Weinberge, die Kirchtürme, Dächer und
weitläufigen Parks der Stadt. Ein weite-
res Highlight ist die Nerobergbahn, Euro-
pas einzige Drahtseil-Zahnstangen-Bahn.
Dieses mittels Wasserballast angetriebene
technische Wunder der Kaiserzeit funk-
tioniert noch genauso reibungslos wie
anno dazumal.
Zurück im Tal, werfen wir einen Blick
auf das Alte Rathaus, das Biebricher
Schloss und den herrlichen Schlosspark.
Der einstige Sitz der Fürsten von Nas-
sau wurde Anfang des 18. Jahrhunderts
als dreiflügeliger Barockbau direkt am
Rheinufer errichtet. Heute dient er der
hessischen Landesregierung zu Repräsen-
tationszwecken.
Eigentlich, berichtet Gästeführer Man-
fred Rose, habe man die Altstadt vor Jah-
ren „plattmachen“ und die anmutigen
alten Gebäude durch moderne Zweck-
bauten ersetzen wollen. Aber die Bür-
FotosS.10/11:DeutscheZentralefürTourismuse.V./Foto-DesignErnstWrba;StadtEltvilleamRhein/DieterSchenk(1),HPMayer-ErlebnisRheingau(1);S.12:DeutscheZentralefürTourismuse.V./photo&designHorstGoebel;RüdesheimTouristAG/
Karl-HeinzWalter;StadtEltvilleamRhein/DieterSchenk;WiesbadenMarketingGmbH
Feierte 2012 ihren 150. Geburtstag: die
Marktkirche, ein beeindruckendes Wahr-
zeichen der Landeshauptstadt Wiesbaden
Mit seinen romanischen und frühgotischen
Bauten zählt das Kloster Eberbach zu den be-
deutendsten Kunstdenkmälern Deutschlands
Schon Brentano, Beethoven und Goethe
statteten dem 1788 errichteten Niederwald-
tempel bei Rüdesheim gern einen Besuch ab
DES KAISERS MAROTTE
Es ist überliefert, dass Wilhelm Zwo (1859–
1941) dem schönen Geschlecht sehr zugetan
war. Sehr zum Verdruss seiner Gattin Auguste
Viktoria. Der Kaiser liebte auch die schönen
Künste – besonders Oper und Theater. Er
ordnete an, dass die während der Vorstellun-
gen anwesenden Damen mit tiefem Dekolleté
zu erscheinen hatten. Fiel ihm eine Dame
im hochgeschlossenen oder nicht tief genug
dekolletierten Kleid auf, ließ er sie in der
Pause in seine Loge bringen, um höchstselbst
das Kleid so weit auszuschneiden, wie es ihm
beliebte. Daraus ergab sich ein Nebenerwerb
für Hausmädchen und Schneiderinnen, die
mit Nadel und Faden die teure Garderobe
nach der kaiserlichen Schnippelei wieder in
einen perfekten Zustand versetzten. Es wird
gemunkelt, dass manche Dame der feinen Ge-
sellschaft dieses Gebot umging, um mit Seiner
Majestät auf „Tuchfühlung“ zu kommen. Ein
Schelm, wer Böses dabei denkt!
ger Wiesbadens protestierten gegen die-
ses Vorhaben. Dadurch blieb einer der
urigsten Stadtteile erhalten. Hier reiht
sich eine Boutique, ein Restaurant an das
nächste. In diesem Viertel feiert die alte
Kaffeekultur fröhliche Urständ. Neben
dem Maldaner Café in der Marktstraße –
einer Mischung aus Wiener Caféhaus
und Palmengarten – lockt das Hepa-Café
in der Kleinen Schwalbacher Straße mit
einer nahezu schwindelerregenden Aus-
wahl an Kaffeesorten. Hier kann alles
verkostet werden – vom Äthiopien Sida-
mo über Jamaica Blue Mountain bis zum
Espresso aus Indonesien. „Unsere Nach-
barstadt Frankfurt hat zwar ein riesiges
Messegelände und den großen Flugha-
fen“, sagt der Gast am Nebentisch, „aber
in puncto Genuss und Kultur kann sie
uns nicht das Wasser reichen. Wiesbaden
ist halt einzigartig.“ Dem ist nichts hinzu-
zufügen.
Warum ist es im Rheingau so schön?
Weil die am Vater Rhein gelegenen Wein-
orte unwiderstehlich sind. Und dies be-
sonders im Herbst, wenn das Weinlaub
in strahlendem Rot und Gelb leuchtet,
die Winzer in den Weinbergen die letz-
ten Reben abernten, nach Sonnenunter-
gang in den Lauben und Vinotheken bei
Weck, Worscht und Woi gezecht wird
und auf der von Platanen gesäumten
Rheinpromenade die randvoll mit gol-
LITERAT FJODOR DOSTOJEWSKI „VERGASS“ SEINERZEIT,
IM „SCHWARZEN BOCK“ DIE ZECHE ZU ZAHLEN
Bekannteste Thermalquelle Wiesbadens: der
Kochbrunnen. Aus 15 Quellen sprudeln hier
880 Liter Thermalwasser pro Minute
DES KAISERS MAROTTE
Es ist überlieferrt, dass WWilheelm Zwo (18599–
1941) dem schöönen Geschleecht sehr zuugettan
war. Sehr zum VVerdrusss seinner Gattin AAugguste
Viktoria. Der KKaiser lieebte aauch die schhönnen
Künste – besonnders Opper unnd Theater. Er
ordnete an, dasss die wäährennd der Vorstelluun-
gen anwesendeen Damen mitt tiefem Dekkollleté
zu erscheinen hhatten. FFiel ihhm eine Damme
im hochgeschloossenen oder nicht tief genuug
dekolletierten KKleid auf, ließß er sie in deer
Pause in seine LLoge bringenn, um höchstselbst
das Kleid so weeit auszuschneiden, wie ees ihhm
beliebte. Darauus ergab ssich eein Nebenerwerb
für Hausmädchhen und Schnneiderinnenn, diie
mit Nadel und FFaden die teuure Garderoobee
nach der kaiserrlichen Schnipppelei wiedder iin
einen perfektenn Zustannd verrsetzten. Ess wiird
gemunkelt, dasss manchhe Daame der feinnenn Ge-
sellschaft dieses Gebot umgging, um mit Seeiner
Majestät auf „TTuchfühllung““ zu kommen. EEin
Schelm, wer Bööses dabeei dennkt!
Wer von einem Nassauer spricht, meint einen
Schnorrer, einen Menschen, der andere Leute
schamlos ausnutzt. Die ollen Nassauer aber
waren keine Parasiten, sondern das genaue
Gegenteil – nämlich echte Wohltäter. Da das
Herzogtum Nassau keine eigene Universität
besaß, schloss Herzog Wilhelm von Nassau-
Weilburg im Herbst des Jahres 1817 einen
Staatsvertrag mit dem Königreich Hannover.
Dadurch wurde die Königlich-Hannoversche
Georg-August-Universität in Göttingen zur
Nassauischen Landesuniversität.
Um seinen Landeskindern die Aufnahme eines
Studiums in der über 300Kilometer entfernten
Universität in Göttingen zu versüßen, gewähr-
te Herzog Wilhelm ihnen Stipendien in Form
einer Gratisverköstigung bei einem Göttinger
Vertragswirt. Nicht selten gab sich ein Fremder
als Nassauer aus und erschnorrte sich dadurch
die freie Mahlzeit. Der Begriff bezieht sich also
nicht auf die echten Nassauer, sondern auf un-
geladene Gäste, die auf deren Kosten tafelten.
denem Riesling gefüllten Gläser kreisen.
Nicht umsonst hat Thomas Mann seinen
hedonistischen Helden Felix Krull in die
Rolle des Sprösslings eines Eltviller Sekt-
fabrikanten schlüpfen lassen. Eltville mit
seinen schnuckeligen Fachwerkhäusern,
der alten Stadtmauer und dem von Rosen
umrankten Burggraben scheint einem
Märchen der Brüder Grimm zu entstam-
men – ähnlich wie das alte Spritzenhaus,
in dem heute ein apartes Hotel unterge-
bracht ist. Nur einen Steinwurf entfernt
in Oestrich-Winkel hielt Dichterfürst
Goethe gern im Hause derer von Brenta-
no Hof. Die pflegten nicht nur einen lite-
rarischen Salon, sondern auch eine gast-
liche Tafel. Einziger Wermutstropfen:
Goethe fand den Zugang zu ihrem Land-
haus zu beschwerlich, weil der Ort ihm zu
lang war…
Gemütlich schippern wir auf dem Rhein
in Richtung Rüdesheim. Schon am frühen
Morgen herrscht Hochbetrieb in dieser
Königin aller Weinstädte. Babylonisches
Stimmengewirr in der Drosselgasse. Drei
Japaner, jedermiteinemGlas Federweißer
in der Hand, schieben sich an einem Pulk
weinseliger Amerikaner vorbei. Touris-
tenattraktion Nummer eins ist die Über-
nachtung im echten Weinfass vor dem
Hotel Lindenhof. Für 35 Euro plus Früh-
stück ist dieser besonders bei Jugendli-
chen angesagte Gag buchbar. „Die Betten
sind so angelegt, dass du nach dem reich-
lichen Genuss von Riesling und Spätbur-
gunder ganz bequem hineinfällst“, freut
sich ein Pärchen aus Wuppertal.
VON DEN NASSAUERN
Weinberge im Winterschlaf: Das kleine Städtchen Lorch gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe
Oberes Mittelrheintal
Fotos:DeutschesWeininstitut(DWI);StadtLorchamRhein
Wer von einem Nassaueer sprricht, meint einnen
Schnorrer, eineen Menscchen,, der andere Leeute
schamlos ausnuutzt. Die ollenn Nassauer aabeer
waren keine Parrasiten, ssondeern das genaauee
Gegenteil – nämmlich echhte WWohltäter. DDa ddas
Herzogtum Naassau keinne eiggene Univerrsittät
besaß, schloss HHerzog WWilheelm von Nasssauu-
Weilburg im Heerbst dess Jahrres 1817 einnen
Staatsvertrag mmit dem KKöniggreich Hannnovver.
Dadurch wurdee die Könniglicch-Hannoveerscche
Georg-August-UUniversiität inn Göttingenn zuur
Nassauischen LLandesunniverrsität.
Um seinen Landeskindern ddie Aufnahmme eeines
Studiums in derr über 3000Kiilometer enttferrnten
Universität in GGöttingen zu vversüßen, gewwähr-
te Herzog Wilhhelm ihneen Stipendien inn Foorm
einer Gratisverkköstigunng beii einem Göttttinnger
Vertragswirt. NNicht seltten gaab sich ein FFremmder
als Nassauer auus und ersschnoorrte sich daaduurch
die freie Mahlzeit. Der BBegriiff bezieht siichh also
nicht auf die echhten Nasssaueer, sondern aauff un-
geladene Gäste,, die auf derenn Kosten taffeltten.
VON DEN NASSAUERN
Das nur etwa 5 Kilometer entfernte Ass-
mannshausen lockt mit einer viertelstün-
digen Fahrt im Sessellift über steile Wein-
lagen und die schöne Altstadt. Zu unseren
Füßen erstreckt sich das Rheintal, rückt
Burg Rheinstein ins Blickfeld.
Johannisberg, der legendäre Weinort
oberhalb von Geisenheim, präsentiert sich
dem Reisenden als Postkartenidylle. Selbst
der scharfzüngige Heinrich Heine verfiel
dem Charme dieses Kleinods. Könnte er
Berge versetzen, schrieb er in sein Tage-
buch, wäre der Johannisberg derjenige
Berg, den er sich überallhin nachkommen
lassen würde. Sicherlich dachte der allen
irdischen Genüssen zugetane Dichter da-
bei auch an die Spätlese, die hier sozusa-
gen wegen – oder besser dank – eines un-
zuverlässigen Kuriers das Licht der Welt
erblickte. Etwa 100 Jahre später kam noch
der Eiswein hinzu. Schloss Johannisberg,
das aus einem 1106 von Benediktinern ge-
gründeten Kloster hervorging, zeichnet
eine wechselvolle Geschichte aus. Einst
Eigentum der fürstlichen Abtei von Fulda,
ging es nach dem Wiener Kongress auf die
Fürsten von Metternich-Winneburg über.
Auch heute befindet sich das im Zweiten
Weltkrieg arg zerstörte und im Stil des
ehemaligen Klosters in den Fünfzigerjah-
ren des letzten Jahrhunderts wieder auf-
gebaute Schloss noch im Besitz derer von
Metternich. Tipp: Unbedingt das sensati-
onelle Wein-Cabinet besichtigen!
Der Besuch im Kloster Eberbach ist
ein Déjà-vu! Wer den Film Der Name der
Rose nach dem gleichnamigen Roman von
Umberto Ecco gesehen hat, wird sich an
manche Szene erinnern, die hier gedreht
wurde. Mehrere Monate lang, mitten im
Winter der Jahre 1984/85, habe die gan-
ze Umgebung an den Dreharbeiten teil-
genommen, erzählt ein junger Mann. Er
sei damals noch ein Kind gewesen und
habe als Statist mitgewirkt. Eine tolle Sa-
che, einen Weltstar wie Sean Connery
einmal aus nächster Nähe erleben zu dür-
fen. Zweifellos war das im frühen 13. Jahr-
Minusgrade sehnsüchtig erhofft: Die Trauben
für Eiswein werden gefroren geerntet und
gepresst
hundert weitgehend fertiggestellte, durch
Bernhard von Clairvaux gegründete Klos-
ter der ideale Drehort. Es ist ein Meis-
terwerk mittelalterlicher Baukunst und
gilt als besterhaltene Klosteranlage jener
Epoche. Wir durchstreifen das weitläufi-
ge Areal, verweilen im berühmten Kapi-
telsaal, wandeln unter den Kreuzgängen
und besichtigen die spartanischen Schlaf-
säle der Mönche des Zisterzienserordens.
Was heute romantisch wirkt, muss frü-
her schier unerträglich gewesen sein. Die
Mönche starben durchschnittlich im Al-
ter von 28 Jahren, erzählt ein Mitarbeiter
des Klosters. Da fröstelt es einen. Wäh-
rend einer „Schlenderprobe“, bei der sechs
Spitzenrieslinge in sechs Räumen verkos-
tet werden können, wird einem aber gleich
wieder ganz warm ums Herz. Also dann –
auf ein langes Leben. Prost!
HÄTTE HEINRICH HEINE
BERGE VERSETZEN
KÖNNEN, ER HÄTTE SICH
DEN JOHANNISBERG
NACHKOMMEN LASSEN
7 | CREMA CATALANA
Spanisches Wohnzimmer in
Wiesbaden mit kleinen spani-
schen Köstlichkeiten.
Herderstraße 19
65189 Wiesbaden
Tel.: (0177) 3716827
www.crema-catalana.com
4 | CURRY MANUFAKTUR
Im Retro-Grillwagen auf dem Wochen-
markt und in der ehemaligen Rotlichtbar in
Wiesbadens Fußgängerzone ist alles Wurscht.
Am Römertor 3, 65183 Wiesbaden
www.curry-manufaktur.de
3 | DAS BOLLESJE
Tafeln (wie) im
Knast. Nach Fin-
gerabdruck und
Foto für die Verbre-
cherkartei gibt es im
ehemaligen Gefäng-
nis heute weit mehr als
nur Wasser und Brot.
Oberstraße 30–32
65385 Rüdesheim am Rhein
Tel.: (06722) 47552
www.bollesje.de
2 | DIE HOFKÖCHE
Für die einen ein Restaurant,
für die Hofköche die längste
Cateringveranstaltung des
Jahres. Sechs Monate dauert
ihr Gastspiel im ehemaligen
Stammhaus Balzer. Noch bis
28. Februar 2013.
Kleine Schwalbacher Straße 7
65183 Wiesbaden
Tel.: (0611) 45041420
www.diehofkoeche.de
5 | MY PERFECT DAY
Coffeeshop mit sozia-
ler Verantwortung und
ökobewusstem Herzen
am rechten Fleck.
Kirchgasse 29
65185 Wiesbaden
Tel.: (0611) 303033
www.myperfectday.de
1 | FRANKFURTER HOF
„Schuudehäppcher“ heißen die hessischen Tapas, die neben vielen weiteren
Genüssen aus Uromas Rezeptbuch die Mägen der Gäste glücklich stimmen.
Oberpfortstraße 2, 65205 Wiesbaden-Nordenstadt
Tel.: (06122) 2467, www.frankfurterhof.com
444 ||| CCCUUUlllsss
6 | CAFÉ MALDANER GMBH
Erstes Wiener Kaffeehaus
in Deutschland. Kaffee-
haustradition seit 1859.
Marktstraße 34
65183 Wiesbaden
Tel.: (0611) 30 52 14
www.cafe-maldaner.de
8 | ANKERMÜHLE
Tradition modern in Szene gesetzt. Dunkles
Holzgestühl und Geweihe an der Wand müs-
sen keinesfalls staubtrocken sein.
Kapperweg, 65375 Oestrich-Winkel
Tel.: (06723) 2407, www.ankermuehle.de
9 | MANOAMANO
Es würde nicht überraschen, wenn 007 auf einem der
loungigen Sofas persönlich seinen Wodka-Martini
schüttelte. Montag bis Samstag ab 18 Uhr.
Taunusstraße 31, 65183 Wiesbaden
Tel.: (0611) 17245818, www.manoamano-bar.de
10 | LITFASSÄULE
Kneipenkult in Kultkneipe. Manni und sein Team zapfen,
rühren und schütteln täglich bis morgens 5 Uhr.
Wagemannstraße 29, 65187 Wiesbaden
Tel.: (0611) 37 38 50, www.litfassaeule-wiesbaden.de
11 | QUETSCHKOMMOD
Einfach reinquetschen. Gesellige Stun-
den mit Gitarre und Schifferklavier.
Drosselgasse/Markt 9
65385 Rüdesheim am Rhein
Tel.: (06722) 900816
www.quetschkommod.de
13 | SCHLACHTHOF WIESBADEN
Von Poetry Slam bis Punkkon-
zert: Kulturzentrum im ehema-
ligen Schlachthof der Stadt.
Murnaustraße 1
65189 Wiesbaden
Tel.: (0611) 974450
www.schlachthof-wiesbaden.de
12 | SHERRY & PORT
Very British. Seit 30 Jahren
brilliert neben Portwein
und Sherry auch Whiskey
in den Gläsern des Pubs.
Adolfsallee 11
65185 Wiesbaden
Tel.: (0611) 373632
www.sherry-und-port.de
DIE BESTEN 50 TIPPS FÜR WIESBADEN & RHEINGAU | 15
SD 1/13 | WWW.SEHNSUCHTDEUTSCHLAND.COM
20 | HOTEL KRONE ASSMANNSHAUSEN
Residieren wie Rebenkönig und Trauben-
prinzessin, mit einem
Hauch der guten alten
Zeit. DZ ab 109 Euro/
Nacht.
Rheinuferstraße 10
65385 Rüdesheim-
Assmannshausen
Tel.: (06722) 4030
www.hotel-krone.com
25 | WINEBANK
Anlagerer statt Anleger. Der Gewölbekel-
ler des Weinguts von Balthasar Ress ist
ein sicherer Ort für gute Tropfen.
Hauptstraße 7, 65347 Hattenheim
Tel.: (06723) 91950
www.winebank.de
27 | HISTORISCHER WEINVERLADEKRAN
Denkmal der Weinkultur am Oestricher
Rheinufer und einziger erhaltener
Zeuge der frühen Technik des Be- und
Entladens von Schiffen.
Weitere Infos: www.rheingau.de
30 | WEINGUT TRENZ
Als in Johannisberg die Spätlese entdeckt wurde, war
Familie Trenz schon seit 105 Jahren mit Leib und See-
le Winzer. Die Devise bis heute: Tradition bewahren
und trotzdem Neues wagen.
Schulstraße 1, 65366 Johannisberg
Tel.: (06722) 750630, www.weingut-trenz.de
28 | SCHLOSS VOLLRADS
Hier findet sich eines der
ältesten Weingüter der
Welt. Schon 1211 wurde hier
der Saft der Reben gehandelt.
Vollradser Allee, 65375 Oestrich-Winkel
Tel.: (06723) 660
www.schlossvollrads.com
31 | WEINWIRTSCHAFT LAQUAI
Dreierlei Tropfen – Wein, Sekt und
Weinbrand – lässt man sich in der ei-
genen Weinwirtschaft im traditionel-
len Fachwerkhaus munden.
Schwalbacher Straße 20, 65391 Lorch
Tel.: (06726) 839213
www.weinwirtschaft-laquai.de
19 | HOTEL KLEMM
Jugendstilvilla aus dem Jahre 1888. Zeit-
lose Harmonie hinter denk-
malgeschützten Mauern.
DZ ab 94 Euro/Nacht.
Kapellenstraße 9
65193 Wiesbaden
Tel.: (0611) 5820
www.hotelklemm.de
29 | RHEINGAUER WEIN BÜHNE
Gaumenkitzel mit Lachmuskel-
training. Vorhang auf für Rhein-
gauer Lebensart mit Weingenuss.
Bienenbergweg 4, 65375 Oestrich-Winkel
Tel.: (06723) 601902
www.rheingauer-wein-buehne.de
21 | WEINHAUS ZUM KRUG, HOTEL & RESTAURANT
Einst hielt es Josef Laufer I. mit dem Motto „Klein
und fein, so soll es sein“. Das Credo hat auch der
junge Josef Laufer III. nicht vergessen. DZ ab
115 Euro/Nacht.
Hauptstraße 34, 65347 Eltville-Hattenheim
Tel.: (06723) 99680, www.hotel-zum-krug.de
18 | GÄSTEHAUS EGERTSMÜHLE
Bis ins Detail liebevoll ein-
gerichtete Zimmer und eine
Gartenanlage, die ihresglei-
chen sucht. Wer gerne feiert,
mietet das ganze Haus. DZ ab
98 Euro/Nacht.
Waldstraße 26, 65399 Kiedrich
Tel.: (06123) 2910
www.egertsmuehle.de
23 | HOTEL & RESTAURANT NEUGEBAUER
Anfang des letzten Jahrhunderts als Schullandheim
gebaut, herrscht in dem historischen Internat nun
das ganze Jahr über Ferienzeit. DZ 110 Euro/Nacht.
Haus Neugebauer 1, 65366 Geisenheim
Tel.: (06722) 96050, www.hotel-neugebauer.de
22 | 2TE HEIMAT
Sonnige Designer-
Altbauwohnung mit
Blick auf die Markt-
kirche und das histo-
rische Rathaus. Ab
100 Euro/Nacht.
Marktplatz 3
65183 Wiesbaden
Tel.: (0172) 7804262
www.2teheimat.com
24 | HOTEL FRANKENBACH – GUTENBERG HOF
Vier Sterne leuchten über dem einstigen Quartier
Johannes Gutenbergs. DZ ab 130 Euro/Nacht.
Wilhelmstraße 13, 65343 Eltville am Rhein
Tel.: (06123) 90 40, www.hotel-frankenbach.de
Fotos:Bollesje:RüdesheimTouristAG/Karl-HeinzWalter;DieHofköche/Fotoristisch;CountrysideBed’nBreakfastwithaview;HotelKroneAssmannshausen;
WeingutTrenz;BalthasarRessWeingutKG
---
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TeTeTeel
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SDDDD 111//////
SS
TeTeTTeT l.l.
wwww
SSDSDSDSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSS
bebebeeeen-n-n-
16 | BED & BREAKFAST IN DER VILLA
Romantische Ziegelsteinvilla, nur 15 Fußminuten
von der Innenstadt entfernt. DZ ab 98 Euro/Nacht.
Weinbergstraße 6, 65193 Wiesbaden
Tel.: (0611) 523374
www.bed-and-breakfast-in-der-villa.de
14 | COUNTRYSIDE BED'N BREAKFAST
Urlaub mit Zu-Hause-Wohngefühl. Apart-
ment mit Frühstücksservice ab 95 Euro/
Nacht für zwei Personen.
Zum Golzenberg 11, 65207 Wiesbaden
Tel.: (0611) 1744313
www.bedandbreakfast-wiesbaden.com
17 | HOSTELLERIE LANDHAUS DIEDERT
Landhaus im französischen Stil am grünen Stadt-
rand von Wiesbaden. Restaurant und Hotel. DZ ab
120 Euro/Nacht.
Am Kloster Klarenthal 9, 65195 Wiesbaden
Tel.: (0611) 1846600, www.landhaus-diedert.de
15 | KLOSTERSCHÄNKE EBERBACH
Altehrwürdige ehemalige Abtei
des Zisterzienserordens. Portal
und Herz sind für Gäste weit ge-
öffnet. Im historischen Kreuzge-
wölbe lässt es sich göttlich speisen.
DZ ab 139 Euro/Nacht.
Kloster Eberbach
65346 EltvilleamRhein
Tel.: (06723) 993299
www.kloster-eberbach.de
26 | WEINGUT KÖGLER
Junger Geist in alter Hülle. Mut und Kreativität in
Flaschen gibt es in der Vinothek des 1420 erbauten
Weinguts. Im Weinhotel kostet das
DZ ab 120 Euro/Nacht.
Kirchgasse 5
65343 EltvilleamRhein
Tel.: (06123) 2437
www.weingut-koegler.de
16 | DIE BESTEN 50 TIPPS FÜR WIESBADEN & RHEINGAU
WWW.SEHNSUCHTDEUTSCHLAND.COM | SD 1/13
39 | NIEDERWALDDENKMAL & SEILBAHN
Hoch über dem Rhein thront Germania. Das Wahrzeichen Rüdes-
heims erinnert an die Gründung des Deutschen Kaiserreiches am
18. Januar 1871. www.niederwalddenkmal.de
Über die Weinberge schweben: www.seilbahn-ruedesheim.de
41 | SIEGFRIEDS MECHANISCHER MUSIKSALON
In Rüdesheim lädt Siegfried Wendel zum 45-minütigen Rund-
gang mit Musik, auf dem es etwa 350 selbstspielende Musikins-
trumente aus drei Jahrhunderten zu entdecken gibt.
Im Brömserhof, Oberstraße 29, 65385 Rüdesheim am Rhein
Tel.: (06722) 49217, www.siegfrieds-musikkabinett.de
38 | 26. RHEINGAU MUSIK FESTIVAL
Über 155 Konzerte geben bei einem
der führenden Musikfestivals Euro-
pas den Ton an. Termin: 29. Juni bis
31. August 2013.
www.rheingau-musik-festival.de
43 | JOHANNISBERG – KLOSTER, SCHLOSS & WEINBERG
Ihren Namen verdankt die Gemeinde Johannisberg dem Kloster,
das Anfang des 12. Jahrhunderts vom Benediktinerorden errichtet
wurde. 1715 wurde das Schloss erbaut. Das Weingut gilt als eines
der ältesten Riesling-Weingüter der Welt. Durch einen Zufall ent-
stand hier das Prädikat Spätlese.
www.kloster-johannisberg.de und www.schloss-johannisberg.de
37 | INTERNATIONALE HMSC OLDTIMER RALLYE WIESBADEN
Eigentlich sollte 1983 nur das 30-jährige Jubiläum des Hesse Motor Sports
Clubs gefeiert werden. 2013 feiert die Rallye selbst ihr 30-jähriges
Bestehen. Termin: 30. Mai bis 2. Juni 2013.
www.oldtimerrallye-wiesbaden.de
33 | FASTNACHTSUMZUG
Närrischer Lindwurm: Am
Sonntag, 10. Februar 2013,
um 13.11 Uhr startet der Zug
der Narren durch die Stadt.
www.wiesbaden.de
35 | KURHAUS WIESBADEN
Gesellschaftlicher Mittelpunkt der Stadt und einer der schönsten Festbau-
ten des Landes. Wer das Glück noch sucht, findet es vielleicht in der Spiel-
bank Wiesbaden, die hier 1810 Quartier bezog.
Kurhausplatz 1, 65189 Wiesbaden
Tel.: (0611) 536100, www.spielbank-wiesbaden.de
45 | HAUSPRALINEN
Möbel und Accessoires im Vintage-Stil. Wer
die Stühle erst einmal Probe sitzen will, be-
stellt Kaffee und Kuchen, ehe die Kaufent-
scheidung fällt.
Obere Webergasse 45–47
65183 Wiesbaden
Tel.: (0611) 50593898
www.hauspralinen.de
48 | KURECK FLORISTIK
Auf der Suche nach einer neuen
Dekoidee für zu Hause oder einem
ausgefallenen Blumenmitbringsel
für einen lieben Menschen? Stö-
bern. Inspirieren lassen. Finden.
Taunusstraße 11, 65183 Wiesbaden
Tel.: (0611) 53241841
www.art-and-flowers.de
47 | REGENSCHIRM VERGESSEN?
In Wiesbaden bleibt niemand im
Regen stehen. Für 4 Euro spuckt
der Verkaufsautomat im Park-
haus am Kurhaus kleine Regen-
schirme anstelle von Kaugum-
mis und Zigaretten aus. Nett!
46 | BONNIE SUCHT KLEID
Kleiderschrank füllen und Kleiderschrank leeren an derselben Adresse. Edle Designer-
stücke erleben ihren zweiten Frühling. Manche Käufer auch.
Wörthstraße 28, 65185 Wiesbaden, Tel.: (0611) 1378953, www.bonniesuchtkleid.de
44 | NEROBERGBAHN
1888 als Wasserballastbahn eröff-
net, verbindet die Bahn bis heute das
Nerotal mit dem Wiesbadener Haus-
berg, dem Neroberg.
Nerotal 66, 65193 Wiesbaden
www.nerobergbahn.de
49 | ZWEITBUCH WIESBADEN
In Wiesbaden geht der Trend zum
Zweitbuch. Auf 60 Quadratmetern
gibt es viel Buch für wenig Geld.
Michelsberg 8, 65183 Wiesbaden
Tel.: (0611) 303353
www.zweitbuch-wiesbaden.de
44484884
AAAAA
TTTTT
wwwwwwwwwww
50 | OFFENE BÜCHERVITRINE AN DER BLÜCHERSCHULE
Die Alternative zur klassischen Bibliothek: Einfach ei-
nen neuen Schmöker aus der Vitrine nehmen und ein
schon gelesenes Buch an seinen Platz stellen. 365 Tage
im Jahr geöffnet.
Yorckstraße 19, 65195 Wiesbaden
32 | RHEINGAU GOURMET & WEIN FESTIVAL
Vom 21. Februar bis 6. März 2013 wird das
Rheingau Gourmet & Wein Festival bereits
zum 17. Mal gefeiert.
www.rheingau-gourmet-festival.de
34 | RHEINGAUER FLÖTENWEG
Wer im Rheingau wandert, genießt neben dem
Pfeifen auch die Flöten. Entlang des Wanderwegs
laden Straußenwirtschaften zur Kostprobe aus ih-
ren Flöten, den typisch Rheingauer Weinflaschen
ein. www.floetenweg.de
42 | THALHAUS
Das ehemalige Kur-
haus im Barockstil
vereint Theater, Lite-
ratur und Musik unter
einem Dach.
Nerotal 18
65193 Wiesbaden
Tel.: (0611) 1851267
www.thalhaus.de
40 | KARL-COMICS
Karl ist der Comic-Held
des Rheingaus und sei-
ner (Wein-)Geschichte.
www.ak-verlag.de
36 | RHEINGAUER WEINMUSEUM
In der Brömserburg ist die weltweit älteste Sammlung
mit Weinbezug zu sehen.
Rheinstraße 2, 65385 Rüdesheim am Rhein
Tel.: (06722) 2348, www.rheingauer-weinmuseum.de
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  • 1. Mit ihren fast 18.000 Einwohnern ist die Wein-, Sekt- und Rosenstadt Eltville am Rhein die größte Stadt des Rheingaus. Als eine der Wiegestätten des Buchdrucks trägt sie seit 2006 auch den Titel „Gutenbergstadt“ Wo Hessen baden gehen
  • 2. TOPTHEMA WIESBADEN & RHEINGAU | 11 SD 1/13 | WWW.SEHNSUCHTDEUTSCHLAND.COM Die Inschrift „Aquis Mattiacis“ (lat. „den Wassern der Mattiaker [geweiht]“) des Wiesbadener Kurhauses erinnert an die römische Bezeichnung für die warmen Quellen, die einst an dem Ort sprudelten, wo sich heute Wiesbaden bendet Mit 80 Prozent ist Riesling die im Rheingau am meisten angebaute Rebsorte. Regelbestätigende Ausnahme ist Assmannshausen. Hier ndet man die größte zusammenhängende Anbau€äche für die roten Spätburgundertrauben in Deutschland Ubi bene, ibi patria! Wo der Römer ba- den konnte, fühlte er sich zu Hause. Und gab es je ein attraktiveres Gebiet für die verwöhnten Söhne Roms als die Siedlung der germanischen Mattiaker am rechten Ufer des Rheins? Als sich die Legionä- re des Imperators Caligula um das Jahr 40n.Chr. hier häuslich niederließen, nahmen sie ein gelobtes Land mit üppig sprudelnden Thermal- und Mineralquel- len in Besitz, das so ganz nach ihrem Ge- schmack war – ebenso wie das milde Kli- ma. Über 300 Jahre lang siedelten sie hier und kamen sogar gut mit den nordischen „Barbaren“ aus, bis feindliche Stämme aus den dunklen Wäldern Germaniens sie vertrieben und das Land später in die Hände der Franken fiel. Im 9. Jahrhundert wurde der Handelsplatz Wisibada – Bad in den Wiesen – zum ersten Mal urkund- lich erwähnt. Weinanbau und Badefreu- den machten den Ort schon im Mittelalter zu einer Genussregion, in der es sich gut leben ließ. Daran hat sich bis heute nichts geändert, denn die mondäne, zwischen den Hängen des Taunus und dem Rheingau gelegene KurstadtzähltzudenOrtenmitderhöchs- ten Lebensqualität in der Republik. Hier sollen, gemessen an der Bevölkerungs- zahl von rund 280.000 Seelen, die meis- ten Millionäre Deutschlands residieren. Das ist nicht neu. Denn bereits zu Zeiten des letzten deutschen Kaisers galt Wies- baden als das „Pensionopolis“ des Rei- ches. Wilhelm Zwo liebte die Badekur – zu seiner Zeit gab es 250 Badehäuser – und bezog regelmäßig mit seinem Hofstaat in Wiesbaden Quartier. „Der Kaiser rief und alle kamen“, sagt ein Alteingesessener, der die Geschichte der Stadt und jeden ihrer Winkel kennt wie seine Westentasche. „Hochadel, niederer Adel, Industrielle und Neureiche siedelten sich hier an – je- der, der dazugehören wollte.“ In der Gründerzeit setzte ein Bauboom ohnegleichen ein. Palastartige Villen und Bürgerhäuser im historistischen und klas- sizistischen Stil prägen noch heute das Bild der Prachtstraßen und feinen Vor- orte. Ein besonders schönes Beispiel der Architektur jener Epoche ist das kom- plett im Landhausstil erbaute Villenvier- tel zwischen Wilhelm-, Taunus-, Röder-, Schwalbacher und Friedrichstraße. Wer sich einen schnellen Überblick ver- schaffen möchte, besteige die Thermine, eine kleine Stadtbahn, die einen zu den bedeutendsten Plätzen Wiesbadens fährt. Auf der Strecke liegen der Marktplatz mit der imposanten, im neugotischen Stil er- richteten Marktkirche, die elegante Wil- helmstraße, das Theater und das weltbe- rühmte Kurhaus, das Wilhelm II. so tief beeindruckte, dass er seine kaiserliche Würde für einen Augenblick vergaß und im schönsten Berliner Dialekt ausgerufen haben soll: „Det ham wa in Berlin nich!“ Während wir am Kochbrunnen vorbei- fahren, wo das Wasser mit 69 Grad Cel- sius aus dem Untergrund zischt, und als die Thermine wenig später den 245 Meter hohen Neroberg hinaufkriecht, unterhält Andreas P. Wagner, Thermine-Chef und Chauffeur in Personalunion, seine Gäs- EINST SIEDELTEN DIE RÖMER ZWISCHEN DEN HÄNGEN VON TAUNUS UND RHEINGAU. IHR ERBE, WEINANBAU UND BADEFREUDEN, GIBT DER GENUSSREGION BIS HEUTE IHR UNVERWECHSELBARES GESICHT. UTA BUHR HAT DAS „PENSIONOPOLIS“ DER KAISER- ZEIT AUF HERZ UND NIEREN GEPRÜFT UND VERGIBT DAS PRÄDIKAT „LEBENSQUALITÄT SEHR GUT“ TEXT UTA BUHR ZU ZEITEN DES LETZTEN DEUTSCHEN KAISERS GALT WIESBADEN ALS DAS „PENSIONOPOLIS“ DES REICHES
  • 3. te mit allerlei Anekdoten. Unter den fun- kelnden Kristalllüstern des Casinos habe schon mancher Haus und Hof verspielt, sagt er. Der berühmte russische Literat Fjodor Dostojewski war so blank, dass er fluchtartigdieStadtverließunddabei„ver- gaß“, seine Rechnung im Hotel Schwarzer Bock, dem ersten Haus am Platz, zu be- zahlen. Eine tragische Geschichte erzählt die von fünf goldenen Kuppeln gekrönte, reich mit Marmor und Ikonen ausgestat- tete russische Kapelle auf dem Gipfel des Berges: Die Grabeskirche gilt als eine Art deutscher Tadsch Mahal. Herzog Adolph von Nassau ließ sie für seine geliebte Frau Elisabeth Michailowna, die Tochter eines russischen Großfürsten, erbauen, als diese 1845 im Kindbett starb. In luftiger Höhe befindet sich auch das Opel-Bad, das die Wiesbadener stolz als das schönste Bad der Welt bezeichnen. Die Anlage schmiegt sich an den steilen Hang und bietet einen traumhaften Blick auf die umliegenden Weinberge, die Kirchtürme, Dächer und weitläufigen Parks der Stadt. Ein weite- res Highlight ist die Nerobergbahn, Euro- pas einzige Drahtseil-Zahnstangen-Bahn. Dieses mittels Wasserballast angetriebene technische Wunder der Kaiserzeit funk- tioniert noch genauso reibungslos wie anno dazumal. Zurück im Tal, werfen wir einen Blick auf das Alte Rathaus, das Biebricher Schloss und den herrlichen Schlosspark. Der einstige Sitz der Fürsten von Nas- sau wurde Anfang des 18. Jahrhunderts als dreiflügeliger Barockbau direkt am Rheinufer errichtet. Heute dient er der hessischen Landesregierung zu Repräsen- tationszwecken. Eigentlich, berichtet Gästeführer Man- fred Rose, habe man die Altstadt vor Jah- ren „plattmachen“ und die anmutigen alten Gebäude durch moderne Zweck- bauten ersetzen wollen. Aber die Bür- FotosS.10/11:DeutscheZentralefürTourismuse.V./Foto-DesignErnstWrba;StadtEltvilleamRhein/DieterSchenk(1),HPMayer-ErlebnisRheingau(1);S.12:DeutscheZentralefürTourismuse.V./photo&designHorstGoebel;RüdesheimTouristAG/ Karl-HeinzWalter;StadtEltvilleamRhein/DieterSchenk;WiesbadenMarketingGmbH Feierte 2012 ihren 150. Geburtstag: die Marktkirche, ein beeindruckendes Wahr- zeichen der Landeshauptstadt Wiesbaden Mit seinen romanischen und frühgotischen Bauten zählt das Kloster Eberbach zu den be- deutendsten Kunstdenkmälern Deutschlands Schon Brentano, Beethoven und Goethe statteten dem 1788 errichteten Niederwald- tempel bei Rüdesheim gern einen Besuch ab DES KAISERS MAROTTE Es ist überliefert, dass Wilhelm Zwo (1859– 1941) dem schönen Geschlecht sehr zugetan war. Sehr zum Verdruss seiner Gattin Auguste Viktoria. Der Kaiser liebte auch die schönen Künste – besonders Oper und Theater. Er ordnete an, dass die während der Vorstellun- gen anwesenden Damen mit tiefem Dekolleté zu erscheinen hatten. Fiel ihm eine Dame im hochgeschlossenen oder nicht tief genug dekolletierten Kleid auf, ließ er sie in der Pause in seine Loge bringen, um höchstselbst das Kleid so weit auszuschneiden, wie es ihm beliebte. Daraus ergab sich ein Nebenerwerb für Hausmädchen und Schneiderinnen, die mit Nadel und Faden die teure Garderobe nach der kaiserlichen Schnippelei wieder in einen perfekten Zustand versetzten. Es wird gemunkelt, dass manche Dame der feinen Ge- sellschaft dieses Gebot umging, um mit Seiner Majestät auf „Tuchfühlung“ zu kommen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt! ger Wiesbadens protestierten gegen die- ses Vorhaben. Dadurch blieb einer der urigsten Stadtteile erhalten. Hier reiht sich eine Boutique, ein Restaurant an das nächste. In diesem Viertel feiert die alte Kaffeekultur fröhliche Urständ. Neben dem Maldaner Café in der Marktstraße – einer Mischung aus Wiener Caféhaus und Palmengarten – lockt das Hepa-Café in der Kleinen Schwalbacher Straße mit einer nahezu schwindelerregenden Aus- wahl an Kaffeesorten. Hier kann alles verkostet werden – vom Äthiopien Sida- mo über Jamaica Blue Mountain bis zum Espresso aus Indonesien. „Unsere Nach- barstadt Frankfurt hat zwar ein riesiges Messegelände und den großen Flugha- fen“, sagt der Gast am Nebentisch, „aber in puncto Genuss und Kultur kann sie uns nicht das Wasser reichen. Wiesbaden ist halt einzigartig.“ Dem ist nichts hinzu- zufügen. Warum ist es im Rheingau so schön? Weil die am Vater Rhein gelegenen Wein- orte unwiderstehlich sind. Und dies be- sonders im Herbst, wenn das Weinlaub in strahlendem Rot und Gelb leuchtet, die Winzer in den Weinbergen die letz- ten Reben abernten, nach Sonnenunter- gang in den Lauben und Vinotheken bei Weck, Worscht und Woi gezecht wird und auf der von Platanen gesäumten Rheinpromenade die randvoll mit gol- LITERAT FJODOR DOSTOJEWSKI „VERGASS“ SEINERZEIT, IM „SCHWARZEN BOCK“ DIE ZECHE ZU ZAHLEN Bekannteste Thermalquelle Wiesbadens: der Kochbrunnen. Aus 15 Quellen sprudeln hier 880 Liter Thermalwasser pro Minute DES KAISERS MAROTTE Es ist überlieferrt, dass WWilheelm Zwo (18599– 1941) dem schöönen Geschleecht sehr zuugettan war. Sehr zum VVerdrusss seinner Gattin AAugguste Viktoria. Der KKaiser lieebte aauch die schhönnen Künste – besonnders Opper unnd Theater. Er ordnete an, dasss die wäährennd der Vorstelluun- gen anwesendeen Damen mitt tiefem Dekkollleté zu erscheinen hhatten. FFiel ihhm eine Damme im hochgeschloossenen oder nicht tief genuug dekolletierten KKleid auf, ließß er sie in deer Pause in seine LLoge bringenn, um höchstselbst das Kleid so weeit auszuschneiden, wie ees ihhm beliebte. Darauus ergab ssich eein Nebenerwerb für Hausmädchhen und Schnneiderinnenn, diie mit Nadel und FFaden die teuure Garderoobee nach der kaiserrlichen Schnipppelei wiedder iin einen perfektenn Zustannd verrsetzten. Ess wiird gemunkelt, dasss manchhe Daame der feinnenn Ge- sellschaft dieses Gebot umgging, um mit Seeiner Majestät auf „TTuchfühllung““ zu kommen. EEin Schelm, wer Bööses dabeei dennkt!
  • 4. Wer von einem Nassauer spricht, meint einen Schnorrer, einen Menschen, der andere Leute schamlos ausnutzt. Die ollen Nassauer aber waren keine Parasiten, sondern das genaue Gegenteil – nämlich echte Wohltäter. Da das Herzogtum Nassau keine eigene Universität besaß, schloss Herzog Wilhelm von Nassau- Weilburg im Herbst des Jahres 1817 einen Staatsvertrag mit dem Königreich Hannover. Dadurch wurde die Königlich-Hannoversche Georg-August-Universität in Göttingen zur Nassauischen Landesuniversität. Um seinen Landeskindern die Aufnahme eines Studiums in der über 300Kilometer entfernten Universität in Göttingen zu versüßen, gewähr- te Herzog Wilhelm ihnen Stipendien in Form einer Gratisverköstigung bei einem Göttinger Vertragswirt. Nicht selten gab sich ein Fremder als Nassauer aus und erschnorrte sich dadurch die freie Mahlzeit. Der Begriff bezieht sich also nicht auf die echten Nassauer, sondern auf un- geladene Gäste, die auf deren Kosten tafelten. denem Riesling gefüllten Gläser kreisen. Nicht umsonst hat Thomas Mann seinen hedonistischen Helden Felix Krull in die Rolle des Sprösslings eines Eltviller Sekt- fabrikanten schlüpfen lassen. Eltville mit seinen schnuckeligen Fachwerkhäusern, der alten Stadtmauer und dem von Rosen umrankten Burggraben scheint einem Märchen der Brüder Grimm zu entstam- men – ähnlich wie das alte Spritzenhaus, in dem heute ein apartes Hotel unterge- bracht ist. Nur einen Steinwurf entfernt in Oestrich-Winkel hielt Dichterfürst Goethe gern im Hause derer von Brenta- no Hof. Die pflegten nicht nur einen lite- rarischen Salon, sondern auch eine gast- liche Tafel. Einziger Wermutstropfen: Goethe fand den Zugang zu ihrem Land- haus zu beschwerlich, weil der Ort ihm zu lang war… Gemütlich schippern wir auf dem Rhein in Richtung Rüdesheim. Schon am frühen Morgen herrscht Hochbetrieb in dieser Königin aller Weinstädte. Babylonisches Stimmengewirr in der Drosselgasse. Drei Japaner, jedermiteinemGlas Federweißer in der Hand, schieben sich an einem Pulk weinseliger Amerikaner vorbei. Touris- tenattraktion Nummer eins ist die Über- nachtung im echten Weinfass vor dem Hotel Lindenhof. Für 35 Euro plus Früh- stück ist dieser besonders bei Jugendli- chen angesagte Gag buchbar. „Die Betten sind so angelegt, dass du nach dem reich- lichen Genuss von Riesling und Spätbur- gunder ganz bequem hineinfällst“, freut sich ein Pärchen aus Wuppertal. VON DEN NASSAUERN Weinberge im Winterschlaf: Das kleine Städtchen Lorch gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal Fotos:DeutschesWeininstitut(DWI);StadtLorchamRhein Wer von einem Nassaueer sprricht, meint einnen Schnorrer, eineen Menscchen,, der andere Leeute schamlos ausnuutzt. Die ollenn Nassauer aabeer waren keine Parrasiten, ssondeern das genaauee Gegenteil – nämmlich echhte WWohltäter. DDa ddas Herzogtum Naassau keinne eiggene Univerrsittät besaß, schloss HHerzog WWilheelm von Nasssauu- Weilburg im Heerbst dess Jahrres 1817 einnen Staatsvertrag mmit dem KKöniggreich Hannnovver. Dadurch wurdee die Könniglicch-Hannoveerscche Georg-August-UUniversiität inn Göttingenn zuur Nassauischen LLandesunniverrsität. Um seinen Landeskindern ddie Aufnahmme eeines Studiums in derr über 3000Kiilometer enttferrnten Universität in GGöttingen zu vversüßen, gewwähr- te Herzog Wilhhelm ihneen Stipendien inn Foorm einer Gratisverkköstigunng beii einem Göttttinnger Vertragswirt. NNicht seltten gaab sich ein FFremmder als Nassauer auus und ersschnoorrte sich daaduurch die freie Mahlzeit. Der BBegriiff bezieht siichh also nicht auf die echhten Nasssaueer, sondern aauff un- geladene Gäste,, die auf derenn Kosten taffeltten. VON DEN NASSAUERN Das nur etwa 5 Kilometer entfernte Ass- mannshausen lockt mit einer viertelstün- digen Fahrt im Sessellift über steile Wein- lagen und die schöne Altstadt. Zu unseren Füßen erstreckt sich das Rheintal, rückt Burg Rheinstein ins Blickfeld. Johannisberg, der legendäre Weinort oberhalb von Geisenheim, präsentiert sich dem Reisenden als Postkartenidylle. Selbst der scharfzüngige Heinrich Heine verfiel dem Charme dieses Kleinods. Könnte er Berge versetzen, schrieb er in sein Tage- buch, wäre der Johannisberg derjenige Berg, den er sich überallhin nachkommen lassen würde. Sicherlich dachte der allen irdischen Genüssen zugetane Dichter da- bei auch an die Spätlese, die hier sozusa- gen wegen – oder besser dank – eines un- zuverlässigen Kuriers das Licht der Welt erblickte. Etwa 100 Jahre später kam noch der Eiswein hinzu. Schloss Johannisberg, das aus einem 1106 von Benediktinern ge- gründeten Kloster hervorging, zeichnet eine wechselvolle Geschichte aus. Einst Eigentum der fürstlichen Abtei von Fulda, ging es nach dem Wiener Kongress auf die Fürsten von Metternich-Winneburg über. Auch heute befindet sich das im Zweiten Weltkrieg arg zerstörte und im Stil des ehemaligen Klosters in den Fünfzigerjah- ren des letzten Jahrhunderts wieder auf- gebaute Schloss noch im Besitz derer von Metternich. Tipp: Unbedingt das sensati- onelle Wein-Cabinet besichtigen! Der Besuch im Kloster Eberbach ist ein Déjà-vu! Wer den Film Der Name der Rose nach dem gleichnamigen Roman von Umberto Ecco gesehen hat, wird sich an manche Szene erinnern, die hier gedreht wurde. Mehrere Monate lang, mitten im Winter der Jahre 1984/85, habe die gan- ze Umgebung an den Dreharbeiten teil- genommen, erzählt ein junger Mann. Er sei damals noch ein Kind gewesen und habe als Statist mitgewirkt. Eine tolle Sa- che, einen Weltstar wie Sean Connery einmal aus nächster Nähe erleben zu dür- fen. Zweifellos war das im frühen 13. Jahr- Minusgrade sehnsüchtig erhofft: Die Trauben für Eiswein werden gefroren geerntet und gepresst hundert weitgehend fertiggestellte, durch Bernhard von Clairvaux gegründete Klos- ter der ideale Drehort. Es ist ein Meis- terwerk mittelalterlicher Baukunst und gilt als besterhaltene Klosteranlage jener Epoche. Wir durchstreifen das weitläufi- ge Areal, verweilen im berühmten Kapi- telsaal, wandeln unter den Kreuzgängen und besichtigen die spartanischen Schlaf- säle der Mönche des Zisterzienserordens. Was heute romantisch wirkt, muss frü- her schier unerträglich gewesen sein. Die Mönche starben durchschnittlich im Al- ter von 28 Jahren, erzählt ein Mitarbeiter des Klosters. Da fröstelt es einen. Wäh- rend einer „Schlenderprobe“, bei der sechs Spitzenrieslinge in sechs Räumen verkos- tet werden können, wird einem aber gleich wieder ganz warm ums Herz. Also dann – auf ein langes Leben. Prost! HÄTTE HEINRICH HEINE BERGE VERSETZEN KÖNNEN, ER HÄTTE SICH DEN JOHANNISBERG NACHKOMMEN LASSEN
  • 5. 7 | CREMA CATALANA Spanisches Wohnzimmer in Wiesbaden mit kleinen spani- schen Köstlichkeiten. Herderstraße 19 65189 Wiesbaden Tel.: (0177) 3716827 www.crema-catalana.com 4 | CURRY MANUFAKTUR Im Retro-Grillwagen auf dem Wochen- markt und in der ehemaligen Rotlichtbar in Wiesbadens Fußgängerzone ist alles Wurscht. Am Römertor 3, 65183 Wiesbaden www.curry-manufaktur.de 3 | DAS BOLLESJE Tafeln (wie) im Knast. Nach Fin- gerabdruck und Foto für die Verbre- cherkartei gibt es im ehemaligen Gefäng- nis heute weit mehr als nur Wasser und Brot. Oberstraße 30–32 65385 Rüdesheim am Rhein Tel.: (06722) 47552 www.bollesje.de 2 | DIE HOFKÖCHE Für die einen ein Restaurant, für die Hofköche die längste Cateringveranstaltung des Jahres. Sechs Monate dauert ihr Gastspiel im ehemaligen Stammhaus Balzer. Noch bis 28. Februar 2013. Kleine Schwalbacher Straße 7 65183 Wiesbaden Tel.: (0611) 45041420 www.diehofkoeche.de 5 | MY PERFECT DAY Coffeeshop mit sozia- ler Verantwortung und ökobewusstem Herzen am rechten Fleck. Kirchgasse 29 65185 Wiesbaden Tel.: (0611) 303033 www.myperfectday.de 1 | FRANKFURTER HOF „Schuudehäppcher“ heißen die hessischen Tapas, die neben vielen weiteren Genüssen aus Uromas Rezeptbuch die Mägen der Gäste glücklich stimmen. Oberpfortstraße 2, 65205 Wiesbaden-Nordenstadt Tel.: (06122) 2467, www.frankfurterhof.com 444 ||| CCCUUUlllsss 6 | CAFÉ MALDANER GMBH Erstes Wiener Kaffeehaus in Deutschland. Kaffee- haustradition seit 1859. Marktstraße 34 65183 Wiesbaden Tel.: (0611) 30 52 14 www.cafe-maldaner.de 8 | ANKERMÜHLE Tradition modern in Szene gesetzt. Dunkles Holzgestühl und Geweihe an der Wand müs- sen keinesfalls staubtrocken sein. Kapperweg, 65375 Oestrich-Winkel Tel.: (06723) 2407, www.ankermuehle.de 9 | MANOAMANO Es würde nicht überraschen, wenn 007 auf einem der loungigen Sofas persönlich seinen Wodka-Martini schüttelte. Montag bis Samstag ab 18 Uhr. Taunusstraße 31, 65183 Wiesbaden Tel.: (0611) 17245818, www.manoamano-bar.de 10 | LITFASSÄULE Kneipenkult in Kultkneipe. Manni und sein Team zapfen, rühren und schütteln täglich bis morgens 5 Uhr. Wagemannstraße 29, 65187 Wiesbaden Tel.: (0611) 37 38 50, www.litfassaeule-wiesbaden.de 11 | QUETSCHKOMMOD Einfach reinquetschen. Gesellige Stun- den mit Gitarre und Schifferklavier. Drosselgasse/Markt 9 65385 Rüdesheim am Rhein Tel.: (06722) 900816 www.quetschkommod.de 13 | SCHLACHTHOF WIESBADEN Von Poetry Slam bis Punkkon- zert: Kulturzentrum im ehema- ligen Schlachthof der Stadt. Murnaustraße 1 65189 Wiesbaden Tel.: (0611) 974450 www.schlachthof-wiesbaden.de 12 | SHERRY & PORT Very British. Seit 30 Jahren brilliert neben Portwein und Sherry auch Whiskey in den Gläsern des Pubs. Adolfsallee 11 65185 Wiesbaden Tel.: (0611) 373632 www.sherry-und-port.de
  • 6. DIE BESTEN 50 TIPPS FÜR WIESBADEN & RHEINGAU | 15 SD 1/13 | WWW.SEHNSUCHTDEUTSCHLAND.COM 20 | HOTEL KRONE ASSMANNSHAUSEN Residieren wie Rebenkönig und Trauben- prinzessin, mit einem Hauch der guten alten Zeit. DZ ab 109 Euro/ Nacht. Rheinuferstraße 10 65385 Rüdesheim- Assmannshausen Tel.: (06722) 4030 www.hotel-krone.com 25 | WINEBANK Anlagerer statt Anleger. Der Gewölbekel- ler des Weinguts von Balthasar Ress ist ein sicherer Ort für gute Tropfen. Hauptstraße 7, 65347 Hattenheim Tel.: (06723) 91950 www.winebank.de 27 | HISTORISCHER WEINVERLADEKRAN Denkmal der Weinkultur am Oestricher Rheinufer und einziger erhaltener Zeuge der frühen Technik des Be- und Entladens von Schiffen. Weitere Infos: www.rheingau.de 30 | WEINGUT TRENZ Als in Johannisberg die Spätlese entdeckt wurde, war Familie Trenz schon seit 105 Jahren mit Leib und See- le Winzer. Die Devise bis heute: Tradition bewahren und trotzdem Neues wagen. Schulstraße 1, 65366 Johannisberg Tel.: (06722) 750630, www.weingut-trenz.de 28 | SCHLOSS VOLLRADS Hier findet sich eines der ältesten Weingüter der Welt. Schon 1211 wurde hier der Saft der Reben gehandelt. Vollradser Allee, 65375 Oestrich-Winkel Tel.: (06723) 660 www.schlossvollrads.com 31 | WEINWIRTSCHAFT LAQUAI Dreierlei Tropfen – Wein, Sekt und Weinbrand – lässt man sich in der ei- genen Weinwirtschaft im traditionel- len Fachwerkhaus munden. Schwalbacher Straße 20, 65391 Lorch Tel.: (06726) 839213 www.weinwirtschaft-laquai.de 19 | HOTEL KLEMM Jugendstilvilla aus dem Jahre 1888. Zeit- lose Harmonie hinter denk- malgeschützten Mauern. DZ ab 94 Euro/Nacht. Kapellenstraße 9 65193 Wiesbaden Tel.: (0611) 5820 www.hotelklemm.de 29 | RHEINGAUER WEIN BÜHNE Gaumenkitzel mit Lachmuskel- training. Vorhang auf für Rhein- gauer Lebensart mit Weingenuss. Bienenbergweg 4, 65375 Oestrich-Winkel Tel.: (06723) 601902 www.rheingauer-wein-buehne.de 21 | WEINHAUS ZUM KRUG, HOTEL & RESTAURANT Einst hielt es Josef Laufer I. mit dem Motto „Klein und fein, so soll es sein“. Das Credo hat auch der junge Josef Laufer III. nicht vergessen. DZ ab 115 Euro/Nacht. Hauptstraße 34, 65347 Eltville-Hattenheim Tel.: (06723) 99680, www.hotel-zum-krug.de 18 | GÄSTEHAUS EGERTSMÜHLE Bis ins Detail liebevoll ein- gerichtete Zimmer und eine Gartenanlage, die ihresglei- chen sucht. Wer gerne feiert, mietet das ganze Haus. DZ ab 98 Euro/Nacht. Waldstraße 26, 65399 Kiedrich Tel.: (06123) 2910 www.egertsmuehle.de 23 | HOTEL & RESTAURANT NEUGEBAUER Anfang des letzten Jahrhunderts als Schullandheim gebaut, herrscht in dem historischen Internat nun das ganze Jahr über Ferienzeit. DZ 110 Euro/Nacht. Haus Neugebauer 1, 65366 Geisenheim Tel.: (06722) 96050, www.hotel-neugebauer.de 22 | 2TE HEIMAT Sonnige Designer- Altbauwohnung mit Blick auf die Markt- kirche und das histo- rische Rathaus. Ab 100 Euro/Nacht. Marktplatz 3 65183 Wiesbaden Tel.: (0172) 7804262 www.2teheimat.com 24 | HOTEL FRANKENBACH – GUTENBERG HOF Vier Sterne leuchten über dem einstigen Quartier Johannes Gutenbergs. DZ ab 130 Euro/Nacht. Wilhelmstraße 13, 65343 Eltville am Rhein Tel.: (06123) 90 40, www.hotel-frankenbach.de Fotos:Bollesje:RüdesheimTouristAG/Karl-HeinzWalter;DieHofköche/Fotoristisch;CountrysideBed’nBreakfastwithaview;HotelKroneAssmannshausen; WeingutTrenz;BalthasarRessWeingutKG --- trtrrtt TeTeTeel wwwwww SDDDD 111////// SS TeTeTTeT l.l. wwww SSDSDSDSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSS bebebeeeen-n-n- 16 | BED & BREAKFAST IN DER VILLA Romantische Ziegelsteinvilla, nur 15 Fußminuten von der Innenstadt entfernt. DZ ab 98 Euro/Nacht. Weinbergstraße 6, 65193 Wiesbaden Tel.: (0611) 523374 www.bed-and-breakfast-in-der-villa.de 14 | COUNTRYSIDE BED'N BREAKFAST Urlaub mit Zu-Hause-Wohngefühl. Apart- ment mit Frühstücksservice ab 95 Euro/ Nacht für zwei Personen. Zum Golzenberg 11, 65207 Wiesbaden Tel.: (0611) 1744313 www.bedandbreakfast-wiesbaden.com 17 | HOSTELLERIE LANDHAUS DIEDERT Landhaus im französischen Stil am grünen Stadt- rand von Wiesbaden. Restaurant und Hotel. DZ ab 120 Euro/Nacht. Am Kloster Klarenthal 9, 65195 Wiesbaden Tel.: (0611) 1846600, www.landhaus-diedert.de 15 | KLOSTERSCHÄNKE EBERBACH Altehrwürdige ehemalige Abtei des Zisterzienserordens. Portal und Herz sind für Gäste weit ge- öffnet. Im historischen Kreuzge- wölbe lässt es sich göttlich speisen. DZ ab 139 Euro/Nacht. Kloster Eberbach 65346 EltvilleamRhein Tel.: (06723) 993299 www.kloster-eberbach.de 26 | WEINGUT KÖGLER Junger Geist in alter Hülle. Mut und Kreativität in Flaschen gibt es in der Vinothek des 1420 erbauten Weinguts. Im Weinhotel kostet das DZ ab 120 Euro/Nacht. Kirchgasse 5 65343 EltvilleamRhein Tel.: (06123) 2437 www.weingut-koegler.de
  • 7. 16 | DIE BESTEN 50 TIPPS FÜR WIESBADEN & RHEINGAU WWW.SEHNSUCHTDEUTSCHLAND.COM | SD 1/13 39 | NIEDERWALDDENKMAL & SEILBAHN Hoch über dem Rhein thront Germania. Das Wahrzeichen Rüdes- heims erinnert an die Gründung des Deutschen Kaiserreiches am 18. Januar 1871. www.niederwalddenkmal.de Über die Weinberge schweben: www.seilbahn-ruedesheim.de 41 | SIEGFRIEDS MECHANISCHER MUSIKSALON In Rüdesheim lädt Siegfried Wendel zum 45-minütigen Rund- gang mit Musik, auf dem es etwa 350 selbstspielende Musikins- trumente aus drei Jahrhunderten zu entdecken gibt. Im Brömserhof, Oberstraße 29, 65385 Rüdesheim am Rhein Tel.: (06722) 49217, www.siegfrieds-musikkabinett.de 38 | 26. RHEINGAU MUSIK FESTIVAL Über 155 Konzerte geben bei einem der führenden Musikfestivals Euro- pas den Ton an. Termin: 29. Juni bis 31. August 2013. www.rheingau-musik-festival.de 43 | JOHANNISBERG – KLOSTER, SCHLOSS & WEINBERG Ihren Namen verdankt die Gemeinde Johannisberg dem Kloster, das Anfang des 12. Jahrhunderts vom Benediktinerorden errichtet wurde. 1715 wurde das Schloss erbaut. Das Weingut gilt als eines der ältesten Riesling-Weingüter der Welt. Durch einen Zufall ent- stand hier das Prädikat Spätlese. www.kloster-johannisberg.de und www.schloss-johannisberg.de 37 | INTERNATIONALE HMSC OLDTIMER RALLYE WIESBADEN Eigentlich sollte 1983 nur das 30-jährige Jubiläum des Hesse Motor Sports Clubs gefeiert werden. 2013 feiert die Rallye selbst ihr 30-jähriges Bestehen. Termin: 30. Mai bis 2. Juni 2013. www.oldtimerrallye-wiesbaden.de 33 | FASTNACHTSUMZUG Närrischer Lindwurm: Am Sonntag, 10. Februar 2013, um 13.11 Uhr startet der Zug der Narren durch die Stadt. www.wiesbaden.de 35 | KURHAUS WIESBADEN Gesellschaftlicher Mittelpunkt der Stadt und einer der schönsten Festbau- ten des Landes. Wer das Glück noch sucht, findet es vielleicht in der Spiel- bank Wiesbaden, die hier 1810 Quartier bezog. Kurhausplatz 1, 65189 Wiesbaden Tel.: (0611) 536100, www.spielbank-wiesbaden.de 45 | HAUSPRALINEN Möbel und Accessoires im Vintage-Stil. Wer die Stühle erst einmal Probe sitzen will, be- stellt Kaffee und Kuchen, ehe die Kaufent- scheidung fällt. Obere Webergasse 45–47 65183 Wiesbaden Tel.: (0611) 50593898 www.hauspralinen.de 48 | KURECK FLORISTIK Auf der Suche nach einer neuen Dekoidee für zu Hause oder einem ausgefallenen Blumenmitbringsel für einen lieben Menschen? Stö- bern. Inspirieren lassen. Finden. Taunusstraße 11, 65183 Wiesbaden Tel.: (0611) 53241841 www.art-and-flowers.de 47 | REGENSCHIRM VERGESSEN? In Wiesbaden bleibt niemand im Regen stehen. Für 4 Euro spuckt der Verkaufsautomat im Park- haus am Kurhaus kleine Regen- schirme anstelle von Kaugum- mis und Zigaretten aus. Nett! 46 | BONNIE SUCHT KLEID Kleiderschrank füllen und Kleiderschrank leeren an derselben Adresse. Edle Designer- stücke erleben ihren zweiten Frühling. Manche Käufer auch. Wörthstraße 28, 65185 Wiesbaden, Tel.: (0611) 1378953, www.bonniesuchtkleid.de 44 | NEROBERGBAHN 1888 als Wasserballastbahn eröff- net, verbindet die Bahn bis heute das Nerotal mit dem Wiesbadener Haus- berg, dem Neroberg. Nerotal 66, 65193 Wiesbaden www.nerobergbahn.de 49 | ZWEITBUCH WIESBADEN In Wiesbaden geht der Trend zum Zweitbuch. Auf 60 Quadratmetern gibt es viel Buch für wenig Geld. Michelsberg 8, 65183 Wiesbaden Tel.: (0611) 303353 www.zweitbuch-wiesbaden.de 44484884 AAAAA TTTTT wwwwwwwwwww 50 | OFFENE BÜCHERVITRINE AN DER BLÜCHERSCHULE Die Alternative zur klassischen Bibliothek: Einfach ei- nen neuen Schmöker aus der Vitrine nehmen und ein schon gelesenes Buch an seinen Platz stellen. 365 Tage im Jahr geöffnet. Yorckstraße 19, 65195 Wiesbaden 32 | RHEINGAU GOURMET & WEIN FESTIVAL Vom 21. Februar bis 6. März 2013 wird das Rheingau Gourmet & Wein Festival bereits zum 17. Mal gefeiert. www.rheingau-gourmet-festival.de 34 | RHEINGAUER FLÖTENWEG Wer im Rheingau wandert, genießt neben dem Pfeifen auch die Flöten. Entlang des Wanderwegs laden Straußenwirtschaften zur Kostprobe aus ih- ren Flöten, den typisch Rheingauer Weinflaschen ein. www.floetenweg.de 42 | THALHAUS Das ehemalige Kur- haus im Barockstil vereint Theater, Lite- ratur und Musik unter einem Dach. Nerotal 18 65193 Wiesbaden Tel.: (0611) 1851267 www.thalhaus.de 40 | KARL-COMICS Karl ist der Comic-Held des Rheingaus und sei- ner (Wein-)Geschichte. www.ak-verlag.de 36 | RHEINGAUER WEINMUSEUM In der Brömserburg ist die weltweit älteste Sammlung mit Weinbezug zu sehen. Rheinstraße 2, 65385 Rüdesheim am Rhein Tel.: (06722) 2348, www.rheingauer-weinmuseum.de ÜÜÜ ClClClububub BBBBeee w Fotos:Nerobergbahn:DeutscheZentralefürTourismuse.V./photo&design,HorstGoebel;Hauspralinen/IndraBahl
  • 8. Ein Sommer voller Musik 29.6.–31.8.2013 Über 150 Klassik- und Jazzkonzerte mit internationalen Künstlern in Schlössern, Klöstern und Weingütern begeistern jedes Jahr rund 120.000 Besucher. Gerne schicken wir Ihnen das Programm für das Rheingau Musik Festival 2013 zu. Rheingau Musik Festival Telefon: 0 67 23 / 60 21 70 www.rheingau-musik-festival.de Stiftung STIFTUNG KLOSTER EBERBACH WUNDERSCHÖN UND EINDRUCKSVOLL! Das emotionale Erlebnis für alle fünf Sinne Telefonisch unter 040 / 70 38 35 20 oder www.sehnsuchtdeutschland.com/aboT l f i h t 040 / 70 38 35 20 d ABO-GLÜCK: 10,80 € für ein Jahr SEHNSUCHT DEUTSCHLAND + Prämie 4x im Jahr die schönsten Seiten Deutschlands sehen, Städte in Portraits erleben, Kulina- risches entdecken, große Gewinnspiele und tolle Geheimtipps erfahren ... Bestellen Sie Ihr Jahresabonnement: 4 Ausgaben für 10,80 € inkl. einer Prämie zum Beispiel … Wählen Sie zwischen Milka Alpenmilch Eine Tafel Schokolade (300 g) oder 3x SEHNSUCHT DEUTSCHLAND Drei bereits erschienene Ausgabenoder Blume2000.de-Gutschein Im Wert von 5 € für www.blume2000.de oder Sehnsucht HH-CD Der pure Sound mit 12 ultimativen Klassikern