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E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 1
Bonpago GmbH
Stand: September 2019
Die E-Rechnung aus Lieferantensicht
Funktionsprinzipien und technische
Hintergründe
E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 2
Vorstellung der Bonpago GmbH
Wertvolle Beratung ist mehr als schematisches Abarbeiten gängiger Branchenthemen mit gewöhnlichen Tools.
Geschäftsführer
Dr. Donovan Pfaff
Gründung
2000
Standorte
Frankfurt a. M. | Berlin | Braunschweig
Wertvolle Beratung
Wir beraten unabhängig und
anbieterneutral und haben uns in über 250
Projekten fundiertes Prozess- und Lösungs-
Know-how angeeignet.
Großes Netzwerk
Unser Netzwerk umfasst weit über 500
Finanzexperten aus Politik, Wirtschaft und
Verwaltung.
Über Bonpago
Die Bonpago GmbH ist eines der führenden
Beratungshäuser für Financial Supply Chain
Management (FSCM) und bereits seit über
19 Jahren erfolgreich am Markt.
E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 3
Schwerpunkt Elektronischer Rechnungsaustausch
Die Erfahrungen der Bonpago finden sich bspw. im zusammen mit dem BMI herausgegebenen Leitfaden eRechnung oder dem
Architekturkonzept für das Bundesportal wieder.
E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 4
Agenda
Heterogene Anforderungen: Der Teufel steckt im Detail…
Ausgangssituation: Verloren im Digitalisierungs-Dschungel?
Warum die Kommunikation zwischen Kunde und Lieferant so wichtig ist
Wie gelingt die Umsetzung im Rechnungsausgang?
E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 5
Ausgangssituation
Die Anforderungen im Rechnungsausgang steigen.
• Steigender Digitalisierungsdruck in der öffentlichen Verwaltung und in der Privatwirtschaft sowie konkrete
vertragliche/rechtliche Verpflichtungen zum elektronischen Rechnungsaustausch
• Heterogene Anforderungen der Rechnungsempfänger in Bezug auf zu verwendende Rechnungsstandards
und geforderte Rechnungsinhalte sowie deren Verortung im Standard
• Wandel von Sammelrechnungen hin zu auftragsbezogener Rechnungsstellung
• Unterschiedliche Übertragungsstandards mit abweichenden Sicherheitsniveaus sowie eine Vielzahl an
Dienstleistern und Lieferantenportalen
• Umsetzung mit Auswirkungen auf die gesamte Wegstrecke (Stammdatensystem bis Output)
Eine ganzheitliche Betrachtung ist erforderlich! Ein E-Invoice-Provider kann dabei helfen, die Komplexität zu
reduzieren und die heterogenen Anforderungen zu adressieren.
E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 6
Anbieter
Lieferant
Ver-
waltung
Ziel
E-Rechnung
Die Beteiligten kämpfen sich aktuell noch alleine durch den Dschungel
E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 7
Agenda
Heterogene Anforderungen: Der Teufel steckt im Detail…
Ausgangssituation: Verloren im Digitalisierungs-Dschungel?
Warum die Kommunikation zwischen Kunde und Lieferant so wichtig ist
Wie gelingt die Umsetzung im Rechnungsausgang?
E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 8
Heterogene Anforderungen
Die Komplexität erstreckt sich auf unterschiedliche Bereiche.
Standards Kanäle
• EU-Norm (EN 16931)
• Konforme Spezifikationen wie XRechnung (XML)
• Etablierte Standards wie ZUGFeRD (PDF + XML)
• …
• Verwaltungs-/Lieferantenportale
• Neue Webservice-Schnittstellen wie PEPPOL
• Herkömmliche Übertragungswege wie E-Mail
• …
Inhalte Rahmenbedingungen
• Neue Informationselemente (Käuferreferenz BT-10)
• Unterschiedlichste Arten von Kundenreferenzen
• Teilsummen und Einzelausweisungen
• …
• Unterschiedliche Schwellenwerte im Rahmen der
Annahmeverpflichtung
• Unterschiedliche Schwellenwerte in Bezug auf eine
Einbringungsverpflichtung
• …
E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 9
Spezifikationen der EU-Norm
CIUS steht für Core Invoice Usage Specification und beschreibt ein Regelwerk für die Anwendung in den Mitgliedsstaaten.
EU-
NORM
CIUS
Eine Rechnung, die konform zu einer europäischen
Spezifikation (CIUS) ist, ist auch konform zur Norm EN 16931.
Eine Rechnung, die konform zur Norm EN 16931 ist,
ist nicht zwangläufig konform zu einer CIUS.
CIUS
EU-
NORM
CIUSCIUS CIUS
EU-
NORM
Eine Rechnung, die konform zu einer CIUS ist, ist nicht
zwangläufig konform zu einer anderen CIUS.
Eine Rechnung, die nicht konform zur Norm EN 16931 ist,
kann nicht konform zu einer CIUS sein.
E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 10
XRechnung und ZUGFeRD 2.0
Zwei Standards für Deutschland, bei deren Verwendung es einiges zu beachten gilt.
EU-
NORM
XRechnung
Eine Rechnung, die konform zu XRechnung ist, ist auch
konform zur Norm EN 16931.
EU-
NORM
ZUGFeRD 2.0
Profil 16931
Eine Rechnung, die konform zum Profil „EN19631“
des Standards ZUGFeRD 2.0 ist, ist auch konform
zur Norm EN 16931.
XRechnung und ZUGFeRD
Mit XRechnung und ZUGFeRD stehen grundsätzlich
zwei Standards zur Verfügung, die zur EU-Norm
16931 konform sind. XRechnung ist hierbei enger
gefasst als ZUGFeRD und markiert einige
vorgegebene Datenfelder als Pflichtfelder. Eine
XRechnung ist somit immer auch immer konform zu
ZUGFeRD 2.0 – andersherum gilt dies nur bei
Beachtung der Geschäftsregeln von XRechnung.
Zudem ist das in ZUGFeRD verankerte Wahlrecht
zwischen reiner XML-Datei und hybrider PDF-
Rechnung mit integrierter XML-Datei problematisch,
da PDF-Dateien teilweise nicht akzeptiert werden.
E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 11
XRechnungs-Pflichtfelder bei Rechnungen an den Bund
Aus der E-Rechnungsverordnung ergeben sich verschiedene Datenfelder, die der Rechnungssender füllen muss.
Pflichtangaben
gem. § 5 ERechV
Einzutragen in folgenden XRechnungsfeldern
(mit „BT“-Nummern bezeichnet; BT=business term)
Leitweg-ID BT-10
Bankverbindung
Bei Überweisung: BT-84 bis 86
Bei Lastschrift: BT-89 bis 91
Zahlungsbedingungen BT-20
E-Mail oder De-Mail BT-43
Lieferantennummer BT-29 (sofern bei Bestellung mitgegeben)
Bestellnummer BT-13 (sofern bei Bestellung mitgegeben)
E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 12
Weitere relevante Datenfelder auf der XRechnung
Der Standard XRechnung gibt einige Referenzen vor die ein Auftragnehmer zukünftig für die interne Zuordnung bei Auftragserteilung
mitgeben kann.
Käuferreferenz (BT-10)
Eine Referenz, die zur eindeutigen Identifizierung des Rechnungsempfängers, beispielsweise für das Routing
über Verwaltungsportale genutzt wird („Leitweg-ID“) und im Standard XRechnung verpflichtend angegeben
werden muss.
Projektreferenz (BT-11)
Eine Referenz, die für die Zuordnung auf ein Projekt bzw. Vorhaben genutzt wird. Ein entsprechendes
Datenfeld steht häufig nicht zur Verfügung und kann daher ohne Anpassungen nicht angegeben werden. Es
handelt sich um ein optionales Feld, das branchenabhängig genutzt wird.
Bestellreferenz (BT-13)
Eine Referenz, die sich auf eine vom Rechnungsempfänger erfasste Bestellung in einem Bestellsystem bezieht.
Die Angabe ist zwar optional, kann jedoch eingefordert werden, wenn diese nachweislich im Zuge der
Auftragserteilung kommuniziert wurde.
Buchungsreferenz (BT-19)
Eine Referenz, die zur (automatisierten) Kontierung und Verbuchung auf Finanzkonten des
Rechnungsempfängers genutzt werden kann. Typischerweise ist hier die Angabe einer zuvor mitgeteilten
Kostenstelle erforderlich.
E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 13
Automatisiertes Befüllen einer XRechnung ist nicht trivial
Die Herausforderung liegt in der Verortung der Rechnungsinhalte. Diese stammen bei größeren Unternehmen häufig aus unterschiedlichen
Systemen und folgen einer eigenen Logik. Es können verschiedene Fälle unterschieden werden.
Ein Datenfeld ist vorhanden und
kann im Standard verortet werden
A
In diesem Fall können Aufwände bei der
Umwandlung in das richtige Format
entstehen.
Beispiel: Liegt für einen Rechnungsempfänger
bereits eine Länderangabe zur Adresse vor
(„Deutschland“), ist diese für den Standard
XRechnung in einen Ländercode
umzuwandeln („DE“), der im Feld „Buyer
Country Code“ (BT-55) angegeben wird.
Ein Datenfeld ist vorhanden,
jedoch nicht unmittelbar zu verorten
B
Bestimmte Informationen auf heutigen
Rechnungen kann ich als Lieferant nicht ohne
Weiteres in den Standard überführen. Ich
muss zum Beispiel genau überlegen, ob ich
die Daten in ein strukturiertes Feld oder ein
Freitextfeld spiele.
Beispiel: Bei Energierechnungen sind
Zählernummern obligatorische
Rechnungsbestandteile. Es gibt im Standard
aber kein Feld „Zählernummer“, sodass ein
Äquivalent gefunden werden muss.
Ein Datenfeld ist nicht vorhanden,
wird jedoch benötigt
C
Dieser Fall kann zwei Ursachen haben:
Einerseits kann es sich um ein Datenfeld
handeln, das beim Lieferant nicht vorgehalten
wird; beispielsweise die Käuferreferenz
(Leitweg-ID), die erst im Zuge der E-Rechnung
vergeben wird. Andererseits könnte es sich
um eine Angabe handeln, die zwar auf dem
Briefpapier aufgedruckt ist, jedoch nirgendwo
strukturiert vorgehalten wird.
Beispiel: Kontoverbindung des
Zahlungsempfängers
E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 14
Wie wird die E-Rechnung im Standard XRechnung übertragen?
Die ZRE bietet verschiedene Auflieferungskanäle.
Webservice
 Prüfung des Anschlusses über PEPPOL, technische Implementierung und Test, sofern nicht
schon im rechnungserstellenden System umgesetzt
Upload
 System zur Erstellung und Speicherung der E-Rechnung vorhalten
E-Mail und De-Mail
 Eintragung der Absender-E-Mail im Portal, maximal 200 Anlagen und in Summe weniger als
10 MB je E-Rechnung, eine E-Rechnung je E-Mail
Weberfassung
 Prozesse und Ablage definieren (GoBD-konform), XML-Viewer-Problematik klären,
Übergabe an Dritte (Steuerberater) bedenken
E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 15
Rahmenbedingungen und Lieferantenportale
Derzeit entstehen neue (Verwaltungs-)Portale zum Empfang elektronischer Rechnungen.
OZG-RE
Länder-
portale
Dezentrale
Empfangs-
Kanäle
(E-Mail)
ZREPrivate
Netzwerke
(z. B. TRAFFIQX)
Bundesverwaltung Länder und Kommunen
Rechtsrahmen
E-Rechnungsgesetz und
ERechVO des Bundes
Individuelle E-Rechnungs-
bzw. E-Government-Gesetze
und ERechVOs
Portal
Verpflichtende Nutzung
zentraler Portale
(ZRE/OZG RE)
Verschiedene Ansätze,
teilweise eigene Portale oder
dezentrale Empfangskanäle
Geltungsbereich
Unter- und oberschwelliger
Vergabebereich
Unterschiedliche Regelungen
Lieferanten-
verpflichtung
Ja (ab November 2020) Nein (mit Ausnahmen)
Standards
XRechnung /
CEN-konforme Rechnungen
XRechnung /
CEN-konforme Rechnungen /
weitere möglich
E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 16
Rahmenbedingungen und Lieferantenportale
Derzeit entstehen neue (Verwaltungs-)Portale zum Empfang elektronischer Rechnungen.
OZG-RE
Länder-
portale
Dezentrale
Empfangs-
Kanäle
(E-Mail)
ZREPrivate
Netzwerke
(z. B. TRAFFIQX)
Bundesländer, die den Anschluss an die OZG-RE planen:
• Berlin
• Brandenburg
• Sachsen
• Thüringen
• Mecklenburg-Vorpommern
Bundesländer, die individuelle Plattformen nutzen wollen:
• Baden-Württemberg
• Bremen
• Hamburg
• Niedersachsen
• NRW
• Rheinland-Pfalz
• Schleswig-Holstein
Bundesländer, die zunächst keinen Einsatz einer Plattform planen:
• Bayern
• Hessen
• Saarland
• Sachsen-Anhalt
E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 17
Agenda
Heterogene Anforderungen: Der Teufel steckt im Detail…
Ausgangssituation: Verloren im Digitalisierungs-Dschungel?
Warum die Kommunikation zwischen Kunde und Lieferant so wichtig ist
Wie gelingt die Umsetzung im Rechnungsausgang?
E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 18
Erfahrungen aus einen Projekt zur Optimierung des Rechnungsausgangs
Status Quo
 ca. 15-20 versch. Rechnungslayouts
 ca. 90 % deckungsgleich im Inhalt
 keine einheitliche Nutzung von
Containerfeldern
Allg. Maßnahmen
 Vereinheitlichung der Felder bei der
Rechnungserstellung
 Überprüfung und Erhebung der Kunden-
anforderungen im Rechnungseingang
 Prozessbeschreibung / Verfahrens-
dokumentation für papierbasierte und
elektronische Prozesse
Maßnahmen (E-Invoicing)
 Vereinheitlichung des elektronischen
Rechnungsaustausches (Versandweg)
 Bereitstellung eines einheitlichen
Datensatzes (Inhalt)
 Auswahl eines Providers, um Kunden
nach individuellen Wünschen zu
bedienen
Reifegrad
E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 19
Wie sieht eine typische Provider-Lösung aus?
Zielbild
…
Lieferant Provider
Provider A
(z. B. crossinx)
Provider B
(z. B. Basware)
Kunde
Portal
Kunde
Kunde
Portal
Kunde
Kunde
Marktüberblick
Kunde
Kunde
Kunde
E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 20
Wir unterstützen Sie gerne bei der Rechnungsausgangsoptimierung.
Typische Beratungsdienstleistungen im Rahmen der Lösungsauswahl für den Rechnungsausgang.
Phase Tätigkeiten
Analyse und Ist-Aufnahme • Workshop zur Erhebung bestehender Prozesse
• Analyse der Kundenanforderungen
• Erarbeitung eines detaillierten Zielbilds
• Abgleich mit Markterfahrungen
• Kosten-Nutzen-Analyse
• Entscheidungsvorlage
Anforderungserhebung und
Providerauswahl
• Definition der Anforderungen
• Identifizierung potenzieller Provider
• Kommunikation und Ausschreibungsprozess
• Unterstützung bei der Auswahl
Unterstützung bei der
Anbindung
• Projektmanagement
• Kundenansprache
• Providermanagement
E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 21
Agenda
Heterogene Anforderungen: Der Teufel steckt im Detail…
Ausgangssituation: Verloren im Digitalisierungs-Dschungel?
Warum die Kommunikation zwischen Kunde und Lieferant so wichtig ist
Wie gelingt die Umsetzung im Rechnungsausgang?
E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 22
Zeitpunkte für Lieferantenansprache aus Verwaltungssicht
Die Bundesbehörden müssen bereits im November 2019 bereit sein. Für Kommunen ist April 2020 Stichtag.
2018 2019 2020 2021
27.11.2019
Verpflichtung für
Bundesbehörden
27.11.2020
Verpflichtung der
Lieferanten des
Bundes
Umstellungsphase für
Bundesbehörden
Umstellungsphase
für Lieferanten
Zeitpunkt 1
Vorbereitung der
Pilotierung
Zeitpunkt 2
Nach abgeschlossener
Umsetzung und ggf.
Pilotierung
Zeitpunkt 3
Gesetzliche Verpflichtung
zur elektronischen
Rechnungsstellung
E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 23
Die Stichtag-Herausforderung: Timing ist alles
Eine Ansprache der Lieferanten durch die Verwaltung sollte in jedem Fall erfolgen – egal ob verpflichtet oder nicht.
Planung der
Umstellung
Einführung, Test und
Schulung
Bereitschaft zum
Empfang
Information
und Planung
Umstellung der
Prozesse im
Rechnungsausgang
Versand von
E-Rechnungen
Verwaltung
Lieferant
Stichtag
E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 24
Abstimmung zwischen Kunde und Lieferant
Idealerweise erfüllt der Rechnungsaustausch folgende Kriterien.
Rechnungen sollten eingehen …
… zum richtigen Zeitpunkt („Stichtag“),
… im korrekten Format (gemäß E-Rechnungsverordnung),
… mit allen nötigen Informationen (z. B. Leitweg-ID),
… über den korrekten Einbringungsweg (Portal oder Postfach?),
… für infrage kommende Geschäftsvorfälle.
E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 25
Anbieter
Lieferant
Ver-
waltung
Ziel
E-Rechnung
Gemeinsam geht es besser!
E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 26
Weitere Informationen
Auf unserer Homepage finden Sie alle Veröffentlichungen und auch unseren Unternehmens-Blog.
Homepage
www.bonpago.de
www.xrechnung.de
Kundenmagazin
digi mondo
Fachartikel und Publikationen
z. B. Artikel in der Fachzeitschrift
„Innovative Verwaltung“
E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 27
Bonpago GmbH
Telefon: +49 69 26 489 761-0
E-Mail: info@bonpago.de

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Die E-Rechnung aus Lieferantensicht

  • 1. E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 1 Bonpago GmbH Stand: September 2019 Die E-Rechnung aus Lieferantensicht Funktionsprinzipien und technische Hintergründe
  • 2. E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 2 Vorstellung der Bonpago GmbH Wertvolle Beratung ist mehr als schematisches Abarbeiten gängiger Branchenthemen mit gewöhnlichen Tools. Geschäftsführer Dr. Donovan Pfaff Gründung 2000 Standorte Frankfurt a. M. | Berlin | Braunschweig Wertvolle Beratung Wir beraten unabhängig und anbieterneutral und haben uns in über 250 Projekten fundiertes Prozess- und Lösungs- Know-how angeeignet. Großes Netzwerk Unser Netzwerk umfasst weit über 500 Finanzexperten aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung. Über Bonpago Die Bonpago GmbH ist eines der führenden Beratungshäuser für Financial Supply Chain Management (FSCM) und bereits seit über 19 Jahren erfolgreich am Markt.
  • 3. E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 3 Schwerpunkt Elektronischer Rechnungsaustausch Die Erfahrungen der Bonpago finden sich bspw. im zusammen mit dem BMI herausgegebenen Leitfaden eRechnung oder dem Architekturkonzept für das Bundesportal wieder.
  • 4. E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 4 Agenda Heterogene Anforderungen: Der Teufel steckt im Detail… Ausgangssituation: Verloren im Digitalisierungs-Dschungel? Warum die Kommunikation zwischen Kunde und Lieferant so wichtig ist Wie gelingt die Umsetzung im Rechnungsausgang?
  • 5. E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 5 Ausgangssituation Die Anforderungen im Rechnungsausgang steigen. • Steigender Digitalisierungsdruck in der öffentlichen Verwaltung und in der Privatwirtschaft sowie konkrete vertragliche/rechtliche Verpflichtungen zum elektronischen Rechnungsaustausch • Heterogene Anforderungen der Rechnungsempfänger in Bezug auf zu verwendende Rechnungsstandards und geforderte Rechnungsinhalte sowie deren Verortung im Standard • Wandel von Sammelrechnungen hin zu auftragsbezogener Rechnungsstellung • Unterschiedliche Übertragungsstandards mit abweichenden Sicherheitsniveaus sowie eine Vielzahl an Dienstleistern und Lieferantenportalen • Umsetzung mit Auswirkungen auf die gesamte Wegstrecke (Stammdatensystem bis Output) Eine ganzheitliche Betrachtung ist erforderlich! Ein E-Invoice-Provider kann dabei helfen, die Komplexität zu reduzieren und die heterogenen Anforderungen zu adressieren.
  • 6. E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 6 Anbieter Lieferant Ver- waltung Ziel E-Rechnung Die Beteiligten kämpfen sich aktuell noch alleine durch den Dschungel
  • 7. E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 7 Agenda Heterogene Anforderungen: Der Teufel steckt im Detail… Ausgangssituation: Verloren im Digitalisierungs-Dschungel? Warum die Kommunikation zwischen Kunde und Lieferant so wichtig ist Wie gelingt die Umsetzung im Rechnungsausgang?
  • 8. E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 8 Heterogene Anforderungen Die Komplexität erstreckt sich auf unterschiedliche Bereiche. Standards Kanäle • EU-Norm (EN 16931) • Konforme Spezifikationen wie XRechnung (XML) • Etablierte Standards wie ZUGFeRD (PDF + XML) • … • Verwaltungs-/Lieferantenportale • Neue Webservice-Schnittstellen wie PEPPOL • Herkömmliche Übertragungswege wie E-Mail • … Inhalte Rahmenbedingungen • Neue Informationselemente (Käuferreferenz BT-10) • Unterschiedlichste Arten von Kundenreferenzen • Teilsummen und Einzelausweisungen • … • Unterschiedliche Schwellenwerte im Rahmen der Annahmeverpflichtung • Unterschiedliche Schwellenwerte in Bezug auf eine Einbringungsverpflichtung • …
  • 9. E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 9 Spezifikationen der EU-Norm CIUS steht für Core Invoice Usage Specification und beschreibt ein Regelwerk für die Anwendung in den Mitgliedsstaaten. EU- NORM CIUS Eine Rechnung, die konform zu einer europäischen Spezifikation (CIUS) ist, ist auch konform zur Norm EN 16931. Eine Rechnung, die konform zur Norm EN 16931 ist, ist nicht zwangläufig konform zu einer CIUS. CIUS EU- NORM CIUSCIUS CIUS EU- NORM Eine Rechnung, die konform zu einer CIUS ist, ist nicht zwangläufig konform zu einer anderen CIUS. Eine Rechnung, die nicht konform zur Norm EN 16931 ist, kann nicht konform zu einer CIUS sein.
  • 10. E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 10 XRechnung und ZUGFeRD 2.0 Zwei Standards für Deutschland, bei deren Verwendung es einiges zu beachten gilt. EU- NORM XRechnung Eine Rechnung, die konform zu XRechnung ist, ist auch konform zur Norm EN 16931. EU- NORM ZUGFeRD 2.0 Profil 16931 Eine Rechnung, die konform zum Profil „EN19631“ des Standards ZUGFeRD 2.0 ist, ist auch konform zur Norm EN 16931. XRechnung und ZUGFeRD Mit XRechnung und ZUGFeRD stehen grundsätzlich zwei Standards zur Verfügung, die zur EU-Norm 16931 konform sind. XRechnung ist hierbei enger gefasst als ZUGFeRD und markiert einige vorgegebene Datenfelder als Pflichtfelder. Eine XRechnung ist somit immer auch immer konform zu ZUGFeRD 2.0 – andersherum gilt dies nur bei Beachtung der Geschäftsregeln von XRechnung. Zudem ist das in ZUGFeRD verankerte Wahlrecht zwischen reiner XML-Datei und hybrider PDF- Rechnung mit integrierter XML-Datei problematisch, da PDF-Dateien teilweise nicht akzeptiert werden.
  • 11. E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 11 XRechnungs-Pflichtfelder bei Rechnungen an den Bund Aus der E-Rechnungsverordnung ergeben sich verschiedene Datenfelder, die der Rechnungssender füllen muss. Pflichtangaben gem. § 5 ERechV Einzutragen in folgenden XRechnungsfeldern (mit „BT“-Nummern bezeichnet; BT=business term) Leitweg-ID BT-10 Bankverbindung Bei Überweisung: BT-84 bis 86 Bei Lastschrift: BT-89 bis 91 Zahlungsbedingungen BT-20 E-Mail oder De-Mail BT-43 Lieferantennummer BT-29 (sofern bei Bestellung mitgegeben) Bestellnummer BT-13 (sofern bei Bestellung mitgegeben)
  • 12. E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 12 Weitere relevante Datenfelder auf der XRechnung Der Standard XRechnung gibt einige Referenzen vor die ein Auftragnehmer zukünftig für die interne Zuordnung bei Auftragserteilung mitgeben kann. Käuferreferenz (BT-10) Eine Referenz, die zur eindeutigen Identifizierung des Rechnungsempfängers, beispielsweise für das Routing über Verwaltungsportale genutzt wird („Leitweg-ID“) und im Standard XRechnung verpflichtend angegeben werden muss. Projektreferenz (BT-11) Eine Referenz, die für die Zuordnung auf ein Projekt bzw. Vorhaben genutzt wird. Ein entsprechendes Datenfeld steht häufig nicht zur Verfügung und kann daher ohne Anpassungen nicht angegeben werden. Es handelt sich um ein optionales Feld, das branchenabhängig genutzt wird. Bestellreferenz (BT-13) Eine Referenz, die sich auf eine vom Rechnungsempfänger erfasste Bestellung in einem Bestellsystem bezieht. Die Angabe ist zwar optional, kann jedoch eingefordert werden, wenn diese nachweislich im Zuge der Auftragserteilung kommuniziert wurde. Buchungsreferenz (BT-19) Eine Referenz, die zur (automatisierten) Kontierung und Verbuchung auf Finanzkonten des Rechnungsempfängers genutzt werden kann. Typischerweise ist hier die Angabe einer zuvor mitgeteilten Kostenstelle erforderlich.
  • 13. E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 13 Automatisiertes Befüllen einer XRechnung ist nicht trivial Die Herausforderung liegt in der Verortung der Rechnungsinhalte. Diese stammen bei größeren Unternehmen häufig aus unterschiedlichen Systemen und folgen einer eigenen Logik. Es können verschiedene Fälle unterschieden werden. Ein Datenfeld ist vorhanden und kann im Standard verortet werden A In diesem Fall können Aufwände bei der Umwandlung in das richtige Format entstehen. Beispiel: Liegt für einen Rechnungsempfänger bereits eine Länderangabe zur Adresse vor („Deutschland“), ist diese für den Standard XRechnung in einen Ländercode umzuwandeln („DE“), der im Feld „Buyer Country Code“ (BT-55) angegeben wird. Ein Datenfeld ist vorhanden, jedoch nicht unmittelbar zu verorten B Bestimmte Informationen auf heutigen Rechnungen kann ich als Lieferant nicht ohne Weiteres in den Standard überführen. Ich muss zum Beispiel genau überlegen, ob ich die Daten in ein strukturiertes Feld oder ein Freitextfeld spiele. Beispiel: Bei Energierechnungen sind Zählernummern obligatorische Rechnungsbestandteile. Es gibt im Standard aber kein Feld „Zählernummer“, sodass ein Äquivalent gefunden werden muss. Ein Datenfeld ist nicht vorhanden, wird jedoch benötigt C Dieser Fall kann zwei Ursachen haben: Einerseits kann es sich um ein Datenfeld handeln, das beim Lieferant nicht vorgehalten wird; beispielsweise die Käuferreferenz (Leitweg-ID), die erst im Zuge der E-Rechnung vergeben wird. Andererseits könnte es sich um eine Angabe handeln, die zwar auf dem Briefpapier aufgedruckt ist, jedoch nirgendwo strukturiert vorgehalten wird. Beispiel: Kontoverbindung des Zahlungsempfängers
  • 14. E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 14 Wie wird die E-Rechnung im Standard XRechnung übertragen? Die ZRE bietet verschiedene Auflieferungskanäle. Webservice  Prüfung des Anschlusses über PEPPOL, technische Implementierung und Test, sofern nicht schon im rechnungserstellenden System umgesetzt Upload  System zur Erstellung und Speicherung der E-Rechnung vorhalten E-Mail und De-Mail  Eintragung der Absender-E-Mail im Portal, maximal 200 Anlagen und in Summe weniger als 10 MB je E-Rechnung, eine E-Rechnung je E-Mail Weberfassung  Prozesse und Ablage definieren (GoBD-konform), XML-Viewer-Problematik klären, Übergabe an Dritte (Steuerberater) bedenken
  • 15. E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 15 Rahmenbedingungen und Lieferantenportale Derzeit entstehen neue (Verwaltungs-)Portale zum Empfang elektronischer Rechnungen. OZG-RE Länder- portale Dezentrale Empfangs- Kanäle (E-Mail) ZREPrivate Netzwerke (z. B. TRAFFIQX) Bundesverwaltung Länder und Kommunen Rechtsrahmen E-Rechnungsgesetz und ERechVO des Bundes Individuelle E-Rechnungs- bzw. E-Government-Gesetze und ERechVOs Portal Verpflichtende Nutzung zentraler Portale (ZRE/OZG RE) Verschiedene Ansätze, teilweise eigene Portale oder dezentrale Empfangskanäle Geltungsbereich Unter- und oberschwelliger Vergabebereich Unterschiedliche Regelungen Lieferanten- verpflichtung Ja (ab November 2020) Nein (mit Ausnahmen) Standards XRechnung / CEN-konforme Rechnungen XRechnung / CEN-konforme Rechnungen / weitere möglich
  • 16. E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 16 Rahmenbedingungen und Lieferantenportale Derzeit entstehen neue (Verwaltungs-)Portale zum Empfang elektronischer Rechnungen. OZG-RE Länder- portale Dezentrale Empfangs- Kanäle (E-Mail) ZREPrivate Netzwerke (z. B. TRAFFIQX) Bundesländer, die den Anschluss an die OZG-RE planen: • Berlin • Brandenburg • Sachsen • Thüringen • Mecklenburg-Vorpommern Bundesländer, die individuelle Plattformen nutzen wollen: • Baden-Württemberg • Bremen • Hamburg • Niedersachsen • NRW • Rheinland-Pfalz • Schleswig-Holstein Bundesländer, die zunächst keinen Einsatz einer Plattform planen: • Bayern • Hessen • Saarland • Sachsen-Anhalt
  • 17. E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 17 Agenda Heterogene Anforderungen: Der Teufel steckt im Detail… Ausgangssituation: Verloren im Digitalisierungs-Dschungel? Warum die Kommunikation zwischen Kunde und Lieferant so wichtig ist Wie gelingt die Umsetzung im Rechnungsausgang?
  • 18. E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 18 Erfahrungen aus einen Projekt zur Optimierung des Rechnungsausgangs Status Quo  ca. 15-20 versch. Rechnungslayouts  ca. 90 % deckungsgleich im Inhalt  keine einheitliche Nutzung von Containerfeldern Allg. Maßnahmen  Vereinheitlichung der Felder bei der Rechnungserstellung  Überprüfung und Erhebung der Kunden- anforderungen im Rechnungseingang  Prozessbeschreibung / Verfahrens- dokumentation für papierbasierte und elektronische Prozesse Maßnahmen (E-Invoicing)  Vereinheitlichung des elektronischen Rechnungsaustausches (Versandweg)  Bereitstellung eines einheitlichen Datensatzes (Inhalt)  Auswahl eines Providers, um Kunden nach individuellen Wünschen zu bedienen Reifegrad
  • 19. E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 19 Wie sieht eine typische Provider-Lösung aus? Zielbild … Lieferant Provider Provider A (z. B. crossinx) Provider B (z. B. Basware) Kunde Portal Kunde Kunde Portal Kunde Kunde Marktüberblick Kunde Kunde Kunde
  • 20. E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 20 Wir unterstützen Sie gerne bei der Rechnungsausgangsoptimierung. Typische Beratungsdienstleistungen im Rahmen der Lösungsauswahl für den Rechnungsausgang. Phase Tätigkeiten Analyse und Ist-Aufnahme • Workshop zur Erhebung bestehender Prozesse • Analyse der Kundenanforderungen • Erarbeitung eines detaillierten Zielbilds • Abgleich mit Markterfahrungen • Kosten-Nutzen-Analyse • Entscheidungsvorlage Anforderungserhebung und Providerauswahl • Definition der Anforderungen • Identifizierung potenzieller Provider • Kommunikation und Ausschreibungsprozess • Unterstützung bei der Auswahl Unterstützung bei der Anbindung • Projektmanagement • Kundenansprache • Providermanagement
  • 21. E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 21 Agenda Heterogene Anforderungen: Der Teufel steckt im Detail… Ausgangssituation: Verloren im Digitalisierungs-Dschungel? Warum die Kommunikation zwischen Kunde und Lieferant so wichtig ist Wie gelingt die Umsetzung im Rechnungsausgang?
  • 22. E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 22 Zeitpunkte für Lieferantenansprache aus Verwaltungssicht Die Bundesbehörden müssen bereits im November 2019 bereit sein. Für Kommunen ist April 2020 Stichtag. 2018 2019 2020 2021 27.11.2019 Verpflichtung für Bundesbehörden 27.11.2020 Verpflichtung der Lieferanten des Bundes Umstellungsphase für Bundesbehörden Umstellungsphase für Lieferanten Zeitpunkt 1 Vorbereitung der Pilotierung Zeitpunkt 2 Nach abgeschlossener Umsetzung und ggf. Pilotierung Zeitpunkt 3 Gesetzliche Verpflichtung zur elektronischen Rechnungsstellung
  • 23. E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 23 Die Stichtag-Herausforderung: Timing ist alles Eine Ansprache der Lieferanten durch die Verwaltung sollte in jedem Fall erfolgen – egal ob verpflichtet oder nicht. Planung der Umstellung Einführung, Test und Schulung Bereitschaft zum Empfang Information und Planung Umstellung der Prozesse im Rechnungsausgang Versand von E-Rechnungen Verwaltung Lieferant Stichtag
  • 24. E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 24 Abstimmung zwischen Kunde und Lieferant Idealerweise erfüllt der Rechnungsaustausch folgende Kriterien. Rechnungen sollten eingehen … … zum richtigen Zeitpunkt („Stichtag“), … im korrekten Format (gemäß E-Rechnungsverordnung), … mit allen nötigen Informationen (z. B. Leitweg-ID), … über den korrekten Einbringungsweg (Portal oder Postfach?), … für infrage kommende Geschäftsvorfälle.
  • 25. E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 25 Anbieter Lieferant Ver- waltung Ziel E-Rechnung Gemeinsam geht es besser!
  • 26. E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 26 Weitere Informationen Auf unserer Homepage finden Sie alle Veröffentlichungen und auch unseren Unternehmens-Blog. Homepage www.bonpago.de www.xrechnung.de Kundenmagazin digi mondo Fachartikel und Publikationen z. B. Artikel in der Fachzeitschrift „Innovative Verwaltung“
  • 27. E-Rechnung aus Lieferantensicht | Bonpago GmbH 27 Bonpago GmbH Telefon: +49 69 26 489 761-0 E-Mail: info@bonpago.de