Bayer Vital                                                                           Bayer Vital GmbH                    ...
-2-System und Hirnstamm. Zudem sind Musik- und Schmerzerleben Vorgänge, beidenen Lernprozesse und die gefühlsmäßige Bewert...
-3-auch auf dem gemeinsamen Musizieren mit dem Therapeuten. Gerade in der aktivenMusiktherapie wird die innere Musikalität...
-4-Die Bayer Vital GmbH vertreibt in Deutschland die Produkte der in der BayerHealthCare AG zusammengeführten Divisionen A...
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[PDF] Pressemitteilung: Experteninterview Schmerz und Musik
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  1. 1. Bayer Vital Bayer Vital GmbH UnternehmenskommunikationPresse-Information 51368 Leverkusen www.bayervital.de www.bayerhealthcare.comEntspannung und KreativitätWie Musik bei Schmerzen helfen kannInterview mit dem Schmerzexperten Professor Dr. H. Christof Müller-Busch, BerlinLeverkusen, 15. Juli 2009 – Musik bereichert nicht nur das Leben, sie kann sogarbei Schmerzen helfen. Im Interview erläutert Professor Dr. H. Christof Müller-Busch,Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, inwiefern Musik dieWahrnehmung von Schmerzen beeinflussen und zu einer effektiven Therapiebeitragen kann.Welche Wirkung hat Musik auf Gehirn und Organismus?Prof. Dr. Müller-Busch: Verschiedene experimentelle Untersuchungen in den letztenJahren haben gezeigt, dass das autonome System des Gehirns besondersempfänglich für musikalisch-akustische Reize ist. Dadurch können mit dem Willennicht steuerbare Reaktionen, beispielsweise Veränderungen der Muskelspannung,des Blutdrucks oder von Puls und Atemfrequenz, bewirkt werden.Auf welche Weise kann Musik die Wahrnehmung von Schmerzenbeeinflussen?Prof. Dr. Müller-Busch: Bereits 1965 wurde in der so genannten Gate-ControlTheorie darauf hingewiesen, dass durch Musik und akustische Signale Schmerzunterdrückt werden kann. Der Hörsinn ist von allen menschlichen Sinnen dersensibelste. Die Musikwahrnehmung ist ebenso wie die Schmerzwahrnehmung starkmit Emotionen verbunden. Es bestehen enge anatomische Verbindungen zwischenden für die Schmerzwahrnehmung im Gehirn lokalisierten Strukturen zur Hörbahnund den für die Emotionen verantwortlichen Bereichen im Thalamus, limbischen -2-
  2. 2. -2-System und Hirnstamm. Zudem sind Musik- und Schmerzerleben Vorgänge, beidenen Lernprozesse und die gefühlsmäßige Bewertung eine große Rolle spielen: DieArt der Musik, persönliche Erinnerungen und erworbene Einstellungen aktivierenbestimmte neurochemische und physiologische Mechanismen. Diese wiederumbestimmen nicht nur die Wahrnehmung, sondern insbesondere auch dasSchmerzerleben und -verhalten in komplexer Weise mit.Wie wirkt Musik bei akuten Schmerzen wie Spannungskopfschmerzen oderMigräne?Prof. Dr. Müller-Busch: Musik kann vom Schmerzempfinden ablenken und fördert dieEntspannung. Bei Menschen, die häufig unter Spannungskopfschmerzen bzw.Migräneanfällen leiden, geht es aber auch darum, Strategien für eine bessereSchmerzbewältigung zu entwickeln. Dazu gehören Therapieformen, die einenkreativen Umgang mit sich selbst fördern. In der Dissertation des HeidelbergerMusiktherapeuten Markus Risch1 wurde gezeigt, dass durch Musiktherapie dieAnzahl der kopfschmerzfreien Tage bei Patienten mit Spannungskopfschmerzen undMigräne erhöht werden konnte. Auch die Einnahme von Schmerztabletten konntereduziert werden1. In unserer Schmerzambulanz hatten wir eine Reihe von Patienten,die durch Musik neue Wege im Umgang mit Schmerzen gefunden haben. Dazugehört etwa, das Singen für sich zu entdecken – ein Musikinstrument, das eigentlichjeder besitzt.Wie beeinflusst Musiktherapie die pharmakologische Behandlung?Prof. Dr. Müller-Busch: Natürlich sollte Musik nicht als pharmakologische Alternativezu einer sinnvollen und gut indizierten Schmerzmedikation angesehen werden. Aberes kann durchaus sinnvoll sein, Musik auch bei akuten Schmerzen alskomplementäre Maßnahme einzusetzen.Wo liegt der therapeutische Unterschied zwischen aktivem Musizieren und demAnhören bestimmter Musik?Prof. Dr. Müller-Busch: Bei der Musiktherapie wird zwischen rezeptiven und aktivenFormen unterschieden. Die therapeutische Wirkung bei den rezeptiven Formen wirdbesonders durch die Einflüsse der gehörten Musik auf Aufmerksamkeit,Wahrnehmung und Emotionen erklärt. Bei der aktiven Musiktherapie beruht dertherapeutische Effekt mehr auf der kommunikativen Erfahrung mit sich selbst als1Risch M, Scherg H, Verres R (2001) Musiktherapie bei chronischen Kopfschmerzen – Evaluationmusiktherapeutischer Gruppen bei Kofpschmerzpatienten. Schmerz 15:116-125 -3-
  3. 3. -3-auch auf dem gemeinsamen Musizieren mit dem Therapeuten. Gerade in der aktivenMusiktherapie wird die innere Musikalität eines Menschen angesprochen. So könnenerstaunliche kreative Impulse entdeckt und entwickelt werden, die einetherapeutische Wirkung entfalten.Gibt es bestimmte Musikrichtungen, die für die Musiktherapie besondersgeeignet sind?Prof. Dr. Müller-Busch: Natürlich sollte solche Musik ausgewählt werden, die denMenschen emotional positiv berührt und anspricht. In der musiktherapeutischenForschung werden geeignete Stücke im Hinblick auf Rhythmus, Harmonie undMelodien unterschieden, die bestimmte Reaktionen hervorrufen: beispielsweiseHeiterkeit und Frohsinn durch rasch wechselnde melodiöse Stücke oderEntspannung durch ruhige leise Rhythmen, der sich Atmung und Puls anpassen. Beivielen gilt die Musik Mozarts als einzigartiges Therapeutikum. Die Kompositionenhaben eine berührende Wirkung, die sehr gut zur Entspannung, aber auch zurAnregung von Emotionen genutzt werden kann.Gibt es für bestimmte Schmerzarten spezielle musiktherapeutische Ansätze,zum Beispiel für Kopfschmerzen?Prof. Dr. Müller-Busch: Bei Spannungskopfschmerzen oder auch Migräne sollten vorallem Stücke eingesetzt werden, die zu einer Muskelentspannung führen undeventuell auch Autosuggestionen fördern. Dies vielleicht weniger in der akutenSituation, sondern eher prophylaktisch: Sich täglich 30 Minuten in sich selbstzurückziehen, „Lieblingsmusik“ hören und sich dabei zu entspannen, kann einewichtige Übung für stressgeplagte Menschen mit Spannungskopfschmerzen sein.Welche Maßnahmen und Strategien empfehlen Sie zum Umgang mit akutenSchmerzen?Prof. Dr. Müller-Busch: Prophylaxe ist hier ein wichtiges Thema, das heißt dasVermeiden oder den besseren Umgang mit schmerzauslösenden Situationen.Wichtig ist auch die persönliche Einstellung: Kopfschmerzen und auchMigräneanfälle sind keine Strafe und haben nichts mit Schuld zu tun. Sie sindvorübergehend und ein Begleiter, mit dem man sich arrangieren muss und auchkann. Eine solche Einstellung ist neben einer vernünftigen Medikation durchaushilfreich.Weitere Informationen unter www.aspirin.de -4-
  4. 4. -4-Die Bayer Vital GmbH vertreibt in Deutschland die Produkte der in der BayerHealthCare AG zusammengeführten Divisionen Animal Health, Consumer Care,Diabetes Care und Bayer Schering Pharma. Bayer Vital konzentriert sich auf dasZiel, in Deutschland innovative Produkte in Zusammenarbeit mit den Partnern imGesundheitswesen zu erforschen und Ärzten, Apothekern und Patienten anzubieten.Die Produkte dienen der Diagnose, der Vorsorge und der Behandlung akuter undchronischer Erkrankungen sowohl in der Human- als auch in der Tiermedizin. Damitwill das Unternehmen einen nachhaltigen Beitrag leisten, die Gesundheit vonMensch und Tier zu verbessern. Mehr über Bayer Vital steht im Internet:www.bayervital.deIhr Ansprechpartner:Jutta Schulze, Tel. 0214/30-57284, Fax: 0214/30-57283E-Mail: jutta.schulze@bayerhealthcare.comHinweis für die Redaktionen:Fotos zu diesem Thema erhalten Sie auf Anfrage oder direkt aus dem Internetunter www.presse.aspirin.de und www.viva.vita.bayerhealthcare.de zumDownloaden.Zukunftsgerichtete AussagenDiese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf dengegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns bzw. seinerTeilkonzerne beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andereFaktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder diePerformance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktorenschließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf derBayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solchezukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

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