Karl der Grosse und das Reich der Franken
Aufstieg der Karolinger
Niedergang u. Erbe v. Römischen Reich
Die Merowinger u...
Karl der Grosse und das Reich der Franken
Aufstieg der Karolinger
Niedergang u. Erbe v. Römischen Reich
• äußere Faktoren...
Karl der Grosse und das Reich der Franken
Karl der Grosse und das Reich der Franken
Religiöse Spannungen
Wachsende Ohnmacht
des Staates

Spaltung 395 n. Chr.

Ständ...
Karl der Grosse und das Reich der Franken
Karl der Grosse und das Reich der Franken
Weströmisches Reich
Honorius 395-423

...

395
+ Theodosius I.

Oströmisches Rei...
Karl der Grosse und das Reich der Franken

Die politische Situation im westlichen Mittelmeerraum ab 450 bis etwa 476/480; ...
Karl der Grosse und das Reich der Franken
Verlust der Provinzen
410

Westgoten plündern Rom unter Alerich

418-507

Tolosi...
Karl der Grosse und das Reich der Franken

Das Ende des Weströmischen
Reiches
Der germanische Heerführer
Odoaker (um 433-4...
Karl der Grosse und das Reich der Franken
Aufstieg der Karolinger
Die Merowinger

Die Merowinger waren
das älteste bekann...
Karl der Grosse und das Reich der Franken
Syagrius († 486/87) letzter
selbstständiger „römischer“
Herrscher in Gallien.
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Seit etwa 200 n. Chr. begannen sich einige der kleinen
westgermanischen Stämme e...
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Childerich 457-481
ein fränkischer König aus dem
Geschlecht der Merowinger. Er
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Kirche St. Brice in Tournai, Grabstätte von Childerich I.
(entdeckt 1653)
Karl der Grosse und das Reich der Franken
Chlodwig 482-511 (Sohn von Childerich)
493
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Burgund, Tochter ...
Karl der Grosse und das Reich der Franken
 um 498 Taufe Chlodwig I. durch
Bischof Remigius von Reims
 durch Taufe zum ka...
Karl der Grosse und das Reich der Franken
Chlodwig benutzt das Christentum für seine
politischen Ziele:
 Absage an seine ...
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Eroberungen durch Chlodwig I.
476 Schlacht von Zülpich Schwächung
der Alamannen...
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Chlodwigs Reformen
Lex Salica

- Erstes Gesetzbuch der Franken
- Entstehung vo...
Karl der Grosse und das Reich der Franken
Bedeutung von Chlodwig
Politisch schuf er den Rahmen von fränkischer Reichspoli...
Karl der Grosse und das Reich der Franken
Reichsteilung 511 unter die vier Söhne Chlodwigs
Chlodomer (Orleans)(495 † 524)
...
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531

Sieg über das Königreich Thüringen an der Unstrut,
Radegunde kommt mit ihr...
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Frankenreich um 561
nach der Aufteilung
auf die Söhne von
Chlothar I.
(Enkel vo...
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Chlothar II. (584-624)
Sohn von Chlothar I., Enkel von Chlodwig

613

durch den ...
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Chlothar II. in Verhandlung mit den
Lombarden

613 herrschte Chlothar II. über ...
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Dagobert I. (Der Gute) 608/10 – 639
Sohn von Chlothar II.
letzter bedeutender He...
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Die letzten Könige der Merowinger
•Chlothar II. (613–629)
•Charibert II. (629–63...
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Aufstieg der Karolinger
Die Merowinger und ihre Hausmeier
Hausmeier

= maior do...
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Karl der Grosse und das Reich der Franken
Vom Hausmeier zum König
 Karl Martell
688-741
- festigte Dauerhaft die Einheit ...
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Vom Hausmeier zum König
 Pippin III. (der Jüngere) 714-768
747

nach Rückzug se...
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Krönung von Peppin dem Jüngeren
Pippin schickte dazu seinen wichtigsten Ratgeber...
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751 Dynastiewechsel durch Königssalbung
1. Salbung durch den Bischof in Soisson...
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Königtum der Karolinger
Päpstl.
Salbung

Königs-

heil

göttliche

Macht
der
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2. Salbung durch den Papst Stefan II, in der Basilika von
Saint Denis 754

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„Gottesgnadentum“
• ersetzt das Geblütsrecht der Merowinger,
d.h. Die göttliche ...
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Die Pippinische Schenkung (I)
Ostern 754 in Quierzy
• basiert auf der „Konstanin...
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Die Pippinische Schenkung (II)
Ostern 754 in Quierzy
• Peppin III. erneuert die ...
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Dynastie der Merowinger
Gebrüder Merowech und Chlodio
Childerich
Chlodwig 482-51...
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Kinder
Karl

(742-814)

Karlmann I.

(751-771)

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(757-810) Äbtissin v. Ch...
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Ehefrauen von Karl dem Großen
1. Himiltrud
2. Desiderata/Gerperga
3. Hildegard
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Kinder von Karl dem Großen, die in der Geschichte eine Rolle spielen:
Pippin de...
Karl der Grosse und das Reich der Franken
Biografisches von Karl dem Großen
742/747/748

Geburt in Aachen oder Prüm

768

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 Das Reich der Karolinger unter Karl dem Großen
Die wichtigsten Eroberungen
Die...
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772 Zerstörung der Irminsul

•Heiligtum der Sachsen
• vermutlich große Eiche
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Franken

Sachsen

Volk mit König,
Heerbann

Stammesverbund
mit Heerführern im Kr...
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Sachsenherzog
777
erstmalige Erwähnung in den Annalen des
Reichstag zu Paderborn...
Karl der Grosse und das Reich der Franken
„Blutgericht an der Aller“ 782

Nach einem Sieg der Sachsen über
ein fränkisches...
Karl der Grosse und das Reich der Franken

„Als der Herr König Karl dies hörte, eilte er mit den Franken,
die er in aller ...
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Die Taufe von Widukind war
ein Politikum

Machtdemonstration der Franken
Wende ...
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Alkuin, schreibt im Jahr 796:
„...
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774 Eroberung des Langobardenreiches
771

starb Karlmann, der mit Langobardenpri...
Karl der Grosse und das Reich der Franken
778

Feldzug über die Pyrenäen

Der Emir von Saragossa bat Karl den Großen um Hi...
Karl der Grosse und das Reich der Franken
Die Karte zeigt die größte
Ausdehnung des Frankenreiches
unter Karl dem Großen.
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Reformen unter Karl dem Großen
RESTITUERE, RENOVARE, REFORMARE

Kirchenreformen
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Karl der Grosse und das Reich der Franken
Kirchenreform
Voraussetzungen
- Impulse durch Pippin, Karlmann und Bonifatius
(Ü...
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Das Kloster als Lehnsnehmer und Lehnsgeber

Das Kloster war Teil
des Feudalsyste...
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Theologische Streitpunkte zur Zeit von Karl dem Großen
• Streit über die Bilderv...
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Bildungsreform
Voraussetzungen
- bei der Eroberung Galliens trafen Franken auf r...
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Die Sieben Freien Künsten an der Hofschule
Trivium:
Grammatik
Rhetorik
Dialektik...
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Sprache und Schrift
- Orthographie und Grammatik für
Vulgärlatein, da es sich we...
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Kunst und Handwerk
- Buchmalerei
- Elfenbein-, Mosaik und Goldschmiedekunst
- Ki...
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Gelehrte am Hof von Karl dem Großen
• Alkuin

735-804

Angelsachse

• Einhard

7...
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Alkuin 735-804
735

geboren in der Grafschaft Northumbria
Erziehung in der Domsc...
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Bildungsideal von Alkuin
•Vermittlung von bewährtem
Grundwissen
•Anpassungsfähi...
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Alkuin schuf
• neue Lateinische Bibelübersetzung
• Lehrbücher der Grammatik,
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Karl der Grosse und das Reich der Franken
Die Überfahrt:
An einem Flussufer steht ein Mann zusammen mit einem Wolf,
einer ...
Karl der Grosse und das Reich der Franken
“Hier, ich bitte dich, verweile kurze Zeit Reisender und bedenke meine
Worte in ...
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Einhard (770-840)
*um 770 in Maingau, adlige Familie,
erzogen im Kloster Fulda,
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Einhardsbasilika bei
Michelstadt

Einhardbasilika in
Seligenstadt
Karl der Grosse und das Reich der Franken

Vita Karoli Magni
Karl der Grosse und das Reich der Franken
Verwaltungsreform
• König (Lehensherr)
• Kronvasallen (Herzöge, Grafen,
Bischöfe...
Karl der Grosse und das Reich der Franken
Die wichtigsten Hofämter
Ein so großes Reich wie das von Karl dem Großen musste
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Karl der Grosse und das Reich der Franken

König
Lehen,
Ämter,
Schutz

Heeresfolge,
Rat im
Frieden

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Kronvasallen ...
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Grundhörige
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Gerichtsbarkeit
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Karl der Große teilt das Reich mit den eroberten Gebieten neu auf.
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Das Kaisertum

Der Frankenkönig
Karl der Große wurde
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Geschichtlicher Kontext für die Kaiserkrönung
Krise des Papst- und Kaisertums vo...
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Annalen von Lorsch, einem klösterlichen
Jah...
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Annalen von Lorsch, einem klösterlichen
Jah...
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Zwei Quellen – ein Ereignis
Die Annalen von Lorsch

Lebensbeschreibung Karls

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Karl der Grosse und das Reich der Franken
Bedeutung der Kaiserkrönung
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Karl der Grosse und das Reich der Franken
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Karl
errichtete
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100
Pfalzen
Karl der Grosse und das Reich der Franken
Kaiserpfalz Ingelheim

Karl der Große besuchte die Pfalz:
774

erstmalig

787/78...
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Karl der Grosse und das Reich der Franken

Digitale Rekonstruktion der Königshalle
Karl der Grosse und das Reich der Franken

Pfalz Ingelheim - heute
Karl der Grosse und das Reich der Franken
Kaiserpfalz Paderborn

776
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Sachsen errichtet
799

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Karl der Grosse und das Reich der Franken
Kaiserpfalz Aachen
Erst Karl der Große lässt die Pfalz gegen
Ende des 8. Jahrhun...
Karl der Grosse und das Reich der Franken

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Karl der Grosse und das Reich der Franken

Das Innere des
achteckigen Doms war
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Karl der Grosse und das Reich der Franken

Auf dem Karlsthron
wurden in ca. 600 Jahren
über 30 Kaiser und
Könige gekrönt.
Karl der Grosse und das Reich der Franken

Karl der Große starb am 28.01.814 , er wurde am
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Karl der Grosse und das Reich der Franken
Niedergang der Karolinger
Ludwig der Fromme (778-840)
779
Tod seines
Zwillingsbr...
Karl der Grosse und das Reich der Franken

3 Phasen der Herrschaft von Ludwig dem Frommen
1.

814 – 821

2.

821- 828

3.
...
Karl der Grosse und das Reich der Franken
Nachfolgereglung (Ordinatio imperii) auf der
Reichssynode in Aachen 817

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Karl der Grosse und das Reich der Franken
Reichskrise 829-833
823

Geburt von Karl dem Kahlen (Sohn mit 2. Frau Judith)

8...
Karl der Grosse und das Reich der Franken

Aufhebung der
Ordinatio imperii auf
der Pariser Synode 829
durch die Einbeziehu...
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Karl der Grosse und das Reich der Franken
Auseinandersetzung der Söhne von Ludwig dem Frommen
nach seinem Tod 840
840

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der Söhne von Ludwig
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Aufteilung unter den Söhnen
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Karl der Grosse (kurs)

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Karl der Grosse (kurs)

  1. 1. Karl der Grosse und das Reich der Franken Aufstieg der Karolinger Niedergang u. Erbe v. Römischen Reich Die Merowinger und ihre Hausmeier Das Reich der Karolinger Bildungsreform Verwaltungsreform Kirchenreform Das Kaisertum Niedergang der Karolinger
  2. 2. Karl der Grosse und das Reich der Franken Aufstieg der Karolinger Niedergang u. Erbe v. Römischen Reich • äußere Faktoren o Folgen der Völkerwanderung o Siedlung fremder Stämme im Reichsgebiet • innere Faktoren o Niedergang der römischen Gesellschaft o Bevölkerungsrückgang o Legitimationsprobleme der Kaiser o nichtrömische Söldnerheere
  3. 3. Karl der Grosse und das Reich der Franken
  4. 4. Karl der Grosse und das Reich der Franken Religiöse Spannungen Wachsende Ohnmacht des Staates Spaltung 395 n. Chr. Ständig wechselnde Soldatenkaiser Rückgang der Heeresstärke Übergroßes Reichsgebiet Produktionsabfall in der Landwirtschaft Eindringen feindlicher Germanenstämme Schwierigkeiten der Grenzsicherung Rückgang der Bevölkerung Ständige Abgabenerhöhung, Steuerlast Aufstände, Unruhen in den Provinzen
  5. 5. Karl der Grosse und das Reich der Franken
  6. 6. Karl der Grosse und das Reich der Franken Weströmisches Reich Honorius 395-423 ... 395 + Theodosius I. Oströmisches Reich Arcadius 395-408 ... Julius Nepos 474-480 Romulus Augustulus 475-476 Zeno 474-491 476 Odoaker 476-480 erster König Italiens 1453
  7. 7. Karl der Grosse und das Reich der Franken Die politische Situation im westlichen Mittelmeerraum ab 450 bis etwa 476/480; die Karte zeigt das Zusammenschrumpfen der weströmischen Herrschaft in der Peripherie (Britannia, Gallia, Hispania, Nordafrika bis auf wenige Exklaven in Nordgallien und Dalmatia) auf die Kernprovinz Italien; Gustav Droysen: Allgemeiner Historischer Handatlas, 1886
  8. 8. Karl der Grosse und das Reich der Franken Verlust der Provinzen 410 Westgoten plündern Rom unter Alerich 418-507 Tolosianisches Reich der Westgoten 429-533 Vandalenreich in Nordafrika 455 Vandalen plündern Rom unter Geiserich 461-486 gallo-römisches Reich in Nordgallien 476-483 Der Ostgote Odoaker beherrscht Italien
  9. 9. Karl der Grosse und das Reich der Franken Das Ende des Weströmischen Reiches Der germanische Heerführer Odoaker (um 433-493 n. Chr.) setzte den letzten weströmischen Kaiser Romulus Augustulus ab und erhob sich selbst zum König von Italien. Er besiegelte damit das Ende des Weströmischen Reiches.
  10. 10. Karl der Grosse und das Reich der Franken Aufstieg der Karolinger Die Merowinger Die Merowinger waren das älteste bekannte Königsgeschlecht der Franken vom frühen 5. Jahrhundert bis zur Mitte des 8. Jahrhunderts. Sie wurden vom Geschlecht der Karolinger verdrängt. Nach ihnen wird die historische Epoche des Übergangs von der Spätantike zum frühen Mittelalter im gallisch-germanischen Raum Merowingerzeit benannt.
  11. 11. Karl der Grosse und das Reich der Franken Syagrius († 486/87) letzter selbstständiger „römischer“ Herrscher in Gallien. Sein Vater Aegidius, ehemals magister militum per Gallias, hatte das Gebiet nördlich der Loire bis zur Somme mit der Hauptstadt Soissons seit seiner Rebellion gegen den Heerführer Ricimer 461 als unabhängiger gallo-römischer Herrscher regiert. Er stand in gutem Einvernehmen mit dem Salfrankenkönig Childerich I.,
  12. 12. Karl der Grosse und das Reich der Franken Seit etwa 200 n. Chr. begannen sich einige der kleinen westgermanischen Stämme entlang der römischen Grenze, etwa die Usipiter, Tenkterer, Sugambrer und Brukterer, zu einem größeren Stammesverband zusammenzuschließen, der sich selbst als "die Franken" (= die Freien, Kühnen) bezeichnete. Die Franken wurden erstmals um 250 n. Chr. als Francii von römischen Quellen erwähnt, anlässlich eines ihrer vielen Raubzüge über die Grenze in die römische Provinz Gallien hinein.
  13. 13. Karl der Grosse und das Reich der Franken Childerich 457-481 ein fränkischer König aus dem Geschlecht der Merowinger. Er regierte die Salfranken, den wohl größten fränkischen Teilstamm westlich des Rheins. Verwalter der römischen Provinz Belgica II, und militärischer Befehlshaber unter dem magister militum Aegidius und Syagrius Seine Frau war Basena von Thüringen,
  14. 14. Karl der Grosse und das Reich der Franken Kirche St. Brice in Tournai, Grabstätte von Childerich I. (entdeckt 1653)
  15. 15. Karl der Grosse und das Reich der Franken Chlodwig 482-511 (Sohn von Childerich) 493 oo Chrodechilde von Burgund, Tochter des Königs Chilperich († um 548 ) Kinder: Chrodechilde (502 † 531) um 526 oo Amalarich König der Westgoten Ingomer (494 † 497? ) Chlodomer (495 † 524) Childebert I (497 † 558) Chlothar I. (500 † 561) Theuderich I. (um 485 † 534) Illegitim
  16. 16. Karl der Grosse und das Reich der Franken  um 498 Taufe Chlodwig I. durch Bischof Remigius von Reims  durch Taufe zum katholischen Christentum sicherte er sich die Unterstützung der katholischen Bischöfe und der romanischen Untertanen  schuf so die Voraussetzung für den Aufstieg des Frankenreiches zur Hegemonialmacht im christlichen Abendland. Miniatur aus den im 14. Jahrhundert entstandenen Grandes Chroniques de France (Bibliothèque Municipale, Castres, Frankreich
  17. 17. Karl der Grosse und das Reich der Franken Chlodwig benutzt das Christentum für seine politischen Ziele:  Absage an seine germanischen Götter und Übernahme des katholischen Glaubens der romanischen Bevölkerung Galliens  Vorwand zur Bekämpfung der Westgoten, die sich zum arianischen Glauben bekannten  Vereinheitlichung des Lebens in seinem Herrschaftsgebiet nach römisch-katholischen Regeln  Einberufung von Synoden und Einsetzung von Bischöfen durch den König mit dem Ziel der Gründung einer „Reichskirche“ unter seiner Herrschaft
  18. 18. Karl der Grosse und das Reich der Franken Eroberungen durch Chlodwig I. 476 Schlacht von Zülpich Schwächung der Alamannen 486 Inbesitznahme Nordgalliens 506 Schlacht bei Strasborg Sieg über die Alamannen 507 Annektion Aquitaniens Ende des Westgotenreiches 509 Eingliederung der Rheinfranken unter seine Herrschaft
  19. 19. Karl der Grosse und das Reich der Franken
  20. 20. Karl der Grosse und das Reich der Franken Chlodwigs Reformen Lex Salica - Erstes Gesetzbuch der Franken - Entstehung von Privateigentum - Strafrecht Kirchenverwaltung - Errichtung von Bistümern - Übertragung von Verwaltungsaufgaben an die Kirche - 511 erste Synode in Orleans
  21. 21. Karl der Grosse und das Reich der Franken Bedeutung von Chlodwig Politisch schuf er den Rahmen von fränkischer Reichspolitik Integration der romanischen Bevölkerung, bes. der Führungsschicht Verbindung zwischen lateinischer und germanischer Kultur schloss sich dem katholischen Christentum der gallischen Bischöfe an Begründung von katholischer Kirche und politischer Macht im MA Taufversprechen als Legitimation des Königs gegenüber dem Adel Beginn der fränkischen Mission Setzte salfränkisches Erbrecht in Kraft (Teilung, aber Gemeinsamkeit) König Chlodwig formt aus den fränkischen Herrschaften und den Resten römischer Herrschaft im 5. und 6. Jahrhundert ein Grossreich, das im Westen bis in die Provence reicht.
  22. 22. Karl der Grosse und das Reich der Franken Reichsteilung 511 unter die vier Söhne Chlodwigs Chlodomer (Orleans)(495 † 524) Childebert I. (Paris) (497 † 558) Chlothar I. (Soisson (500 † 561) Theuderich I. (Metz) (um 485 † 534) Illegitim Diese komplizierte Teilung basierte auf dem Stammesrecht, der Lex Salica; die darin geregelte gleichberechtigte Erbfolge der Söhne wurde für das Reich übernommen.
  23. 23. Karl der Grosse und das Reich der Franken
  24. 24. Karl der Grosse und das Reich der Franken 531 Sieg über das Königreich Thüringen an der Unstrut, Radegunde kommt mit ihren Bruder zu den Franken, sie heiratet Chlothar, ihr Bruder wird ermordet, später trennt sie sich von ihm und gründet sie ein Kloster 534 Sieg über das Burgunderreich 558 Chlothar ist Alleinherrscher über das Frankenreich nach dem Tod seiner Verwandtschaft
  25. 25. Karl der Grosse und das Reich der Franken Frankenreich um 561 nach der Aufteilung auf die Söhne von Chlothar I. (Enkel von Chlodwig)
  26. 26. Karl der Grosse und das Reich der Franken Chlothar II. (584-624) Sohn von Chlothar I., Enkel von Chlodwig 613 durch den Sieg über Austrasien und Burgund wurde er zum Alleinherrscher über das Frankenreich mußte dem Adel Zugeständnisse machen und legte damit den Grundstein für den späteren Aufstieg der Hausmeier
  27. 27. Karl der Grosse und das Reich der Franken Chlothar II. in Verhandlung mit den Lombarden 613 herrschte Chlothar II. über alle farbigen Teile
  28. 28. Karl der Grosse und das Reich der Franken Dagobert I. (Der Gute) 608/10 – 639 Sohn von Chlothar II. letzter bedeutender Herrscher der Merowinger Pippin der Ältere und Bischof Arnulf von Metz waren seine Berater 662 Burgund und Aquitanien waren unter seiner Herrschaft nach seinen Tod wurde Reich unter seine beiden Söhne aufgeteilt: Sigibert III. (Austrasien mit Metz) Chlodwig II. (Neustrien, Burgund mit Paris)
  29. 29. Karl der Grosse und das Reich der Franken Die letzten Könige der Merowinger •Chlothar II. (613–629) •Charibert II. (629–632) Aquitanien •NEUSTRIEN •Dagobert I., der Gute (629–639) AUSTRASIEN •Chlodwig II. (639–657) •Sigibert III. (639–656) •Chlothar III. (657–673) •Dagobert II. (676–679) •Theuderich III. (673–679) •Chlodwig III. (690–694) •Childebertus adoptivus (657–662) ein von Sigibert III adoptierter Pippinide •Childebert III.(694–711) •Childerich II. (662–675) •Theuderich III. (679–690) •Dagobert III.(711–715) •Chilperich II. (715–721) •Theuderich IV. (721–737) •Childerich III. (743–751)
  30. 30. Karl der Grosse und das Reich der Franken Aufstieg der Karolinger Die Merowinger und ihre Hausmeier Hausmeier = maior domus (lat.) = Verwalters des Hauses, Amt des frühmittelalterlichen Hofes, Leiter der Regierungsgeschäfte im Frankenreich ab 7. Jh., seit 687 erbliches Amt der Arnulfiden und Peppiniden •Pippin der Mittlere, Hausmeier (687–714) •Karl Martell, Hausmeier (714–741) •Karlmann, Hausmeier (741–747) •Pippin der Jüngere, Hausmeier ab 741, König (751–768)
  31. 31. Karl der Grosse und das Reich der Franken
  32. 32. Karl der Grosse und das Reich der Franken Vom Hausmeier zum König  Karl Martell 688-741 - festigte Dauerhaft die Einheit des fränkischen Reiches - 732 Sieg über die Mauren in der Schlacht bei Tours u. Portier - Feldzüge zur Grenzsicherung des Reiches gegen Sachsen, Friesen, Alemannen, Bajuwaren - 739 Bitte des Papstes um Schutz vor Langobarden - fränkische Mission mit Bonifatius
  33. 33. Karl der Grosse und das Reich der Franken Vom Hausmeier zum König  Pippin III. (der Jüngere) 714-768 747 nach Rückzug seines Bruders Karlmann ins Kloster Alleinherrschaft 751 mit Zustimmung des Papstes Zacharias Königstitel Absetzung von König Childerich III. und Krönung in Soissons 755 Italienfeldzug und „Pippinischer Schenkung“
  34. 34. Karl der Grosse und das Reich der Franken Krönung von Peppin dem Jüngeren Pippin schickte dazu seinen wichtigsten Ratgeber, Fulrad von Saint-Denis und Bischof Burkard von Würzburg, nach Rom zum Papst mit der Frage: Wegen der Könige in Francia, die keine Macht als Könige hätten, ob das gut sei oder nicht. Wunschgemäß antwortete der Papst: Es ist besser, den als König zu bezeichnen, der die Macht hat, und im November 751 ließ sich Pippin durch eine Versammlung der Franken zu Soissons zum König (Rex Francorum) ausrufen. Der merowingische König Childerichs III. wurde abgesetzt und mit seinem Sohn Theoderich in das Kloster Prüm verwiesen. Damit war die Reihe der Könige aus dem Geschlecht der Merowinger beendet.
  35. 35. Karl der Grosse und das Reich der Franken 751 Dynastiewechsel durch Königssalbung 1. Salbung durch den Bischof in Soissons Für Pippin den Jüngeren war es wichtig, dass ihm das bisher fehlende Charisma, die »Geblütsheiligkeit«, verliehen worden war und er nun eine eigene Königssippe begründen konnte. Die Salbung nach alttestamentlichen Vorbild (1. Samuel 10) vollzog vermutlich Bonifatius. Sie verlieh dem König das sog. Königsheil, das bisher am „Geblütsrecht“ hing.
  36. 36. Karl der Grosse und das Reich der Franken Königtum der Karolinger Päpstl. Salbung Königs- heil göttliche Macht der Karolinger Wahl durch fränk. Adel Gottesgnadentum Schutzherr der Kirche Abstammung Volksstamm der Franken
  37. 37. Karl der Grosse und das Reich der Franken 2. Salbung durch den Papst Stefan II, in der Basilika von Saint Denis 754 Pippin III. ließ sich von Papst Stefan II. zusammen mit seinen Söhnen Karl und Karlmann salben als Gegenleistung für seine Hilfe in der Auseinandersetzung des Papstes mit den Langobarden. Pippin III. nannte sich „dei gratia rex Francorum vir inluster“ („von Gottes Gnaden, König der Franken, Edelmann) Königtum gewann neue Dignität: „Königtum von Gottes Gnaden“
  38. 38. Karl der Grosse und das Reich der Franken „Gottesgnadentum“ • ersetzt das Geblütsrecht der Merowinger, d.h. Die göttliche Würde beruht nicht mehr auf dem Herrschergeschlecht (der Person des Königs), sondern auf dem Amt • mit Amtscharisma nimmt König herausragende Stellung in göttlicher Weltordnung wahr und ist damit auch für die Kirche in seinem Reich verantwortlich (Wurzeln für Investiturstreit) • weltliche Verwaltungsaufgaben wurden durch Kleriker wahrgenommen (Hofkapelle) • Kopplung von geistlichen und weltlichen Aufgaben der Kleriker führte zur Herausbildung des ottonisch-salischen Reichkirchensystems
  39. 39. Karl der Grosse und das Reich der Franken Die Pippinische Schenkung (I) Ostern 754 in Quierzy • basiert auf der „Konstaninischen Schenkung“ von 315/17, Papst Silvester I. wird von Kaiser Konstantin I. die Oberherrschaft über Rom, Italien und das Weströmische Reich geschenkt • Bischof von Rom bekommt die Vorherrschaft über alle anderen Kirchen und die Patriarchate Konstantinopel, Antiochia, Alexandria und Jerusalem • Papst bekommt kaiserliche Insignien (das Diadem, den Purpurmantel, das Zepter und das Prozessionsrecht) und Vorrechte Im MA Begründung für den Kirchenstaat und die Weisungsbefugnis des Papstes über alle Ortskirchen, Rang des Papstes wird vergleichbar mit kaiserlichen Rang
  40. 40. Karl der Grosse und das Reich der Franken Die Pippinische Schenkung (II) Ostern 754 in Quierzy • Peppin III. erneuert die „Konstantinische Schenkung“ als Gegenleistung zu seiner Königssalbung durch Stefan II. • Übertragung der Gebiete an den Kirchenstaat, die Peppin III. von den Langobarden zurückerobert hatte • Papst Stefan II. löste sich von dem Byzantinischen Kaiser und stellte sich unter den Schutz der Frankenherrscher
  41. 41. Karl der Grosse und das Reich der Franken Dynastie der Merowinger Gebrüder Merowech und Chlodio Childerich Chlodwig 482-511 [Lex Salica] Herrschaftsteilung zwischen Theuderich (Reims), Chlodomer (Orléans) Childebert (Paris) und Chlothar I. (Soissons) Ab 561: Krieg zwischen Reims und Soissons Teilreiche Burgund, Neustrien und Austrien Vereinigung unter Chlothar II. (613-629) 656: Versuch der Herrschaftsübernahme („Staatsstreich“) in Austrien durch Hausmeier Grimoald aus der Familie der Pippiniden in Neustrien: Herrschaft des Hausmeiers Ebroin 679: merowingische Familie erlosch in Austrien, Hausmeier Pippin der Mittlere übernimmt selbständig die Herrschaft
  42. 42. Karl der Grosse und das Reich der Franken Kinder Karl (742-814) Karlmann I. (751-771) Gisela (757-810) Äbtissin v. Chelles Pippin (759-761) Rotheid Adelheid Pippin der Jüngere und Bertrada Eltern von Karl dem Großen
  43. 43. Karl der Grosse und das Reich der Franken Ehefrauen von Karl dem Großen 1. Himiltrud 2. Desiderata/Gerperga 3. Hildegard 4. Fastrada 5. Luitgard um 768 (vermutlich Friedelehe) 769 Tochter des Langobardenkönigs, verstoßen 770/771, 771 Alemannin 783 aus mainfr.-thür. Raum 794 Alemannin Nebenfrauen Madelgard Gerswind Sächsin Regina Adelind Karl der Große hatte mindestens 18 Kinder und war ein Familienmensch
  44. 44. Karl der Grosse und das Reich der Franken Kinder von Karl dem Großen, die in der Geschichte eine Rolle spielen: Pippin der Bucklige (1) 770-811 Karl der Jüngere (2) 772/773-811, 788 König von Neustrien Ludwig der Fromme (2) 778-840 Drogo (v. Regina) 801-855 Seine Töchter durften nicht heiraten; Bertha und Rotrud lebten aber in Friedelehen
  45. 45. Karl der Grosse und das Reich der Franken Biografisches von Karl dem Großen 742/747/748 Geburt in Aachen oder Prüm 768 Krönung 771 Alleinherrscher nach Tod s. Bruders Karlmann 782 Blutbad von Verden (Sachsenkriege) 800 Kaiserkrönung in Rom durch Papst Leo III. 814 Tod in Aachen Bedeutung durch Eroberungsfeldzüge Reformen Römisches Kaisertum
  46. 46. Karl der Grosse und das Reich der Franken  Das Reich der Karolinger unter Karl dem Großen Die wichtigsten Eroberungen Die Sachsenkriege von 772-804 Mindestens 17 Feldzüge mit dem Ziel der Unterwerfung und Christianisierung der Sachsen 772 Zerstörung der „Irminsul“ Errichtung von Militärstützpunkten nach Römer-Art 777 Reichssynode in Paderborn mit Massentaufe 782 Massaker von Verden 785 Taufe Widukinds
  47. 47. Karl der Grosse und das Reich der Franken 772 Zerstörung der Irminsul •Heiligtum der Sachsen • vermutlich große Eiche • Symbolisierte Verbindung zwischen Himmel und Erde • Standort ist unbekannt (Eresburg, Externsteine...)
  48. 48. Karl der Grosse und das Reich der Franken
  49. 49. Karl der Grosse und das Reich der Franken Franken Sachsen Volk mit König, Heerbann Stammesverbund mit Heerführern im Kriegsfall Soldaten Krieger Schwere Reiterei, Scara Francisca, leichte Reiterei mit Bögen, Fußtruppen mit Speer und Wurfaxt, Kettenhemden, Körperpanzer, Schwerter, Steigbügel, Langschwert, Bauernheer, Axt, Speer, Lederwams, Rundschild Trommeln etc. zur Kommunikation Gute Reitpferde
  50. 50. Karl der Grosse und das Reich der Franken Sachsenherzog 777 erstmalige Erwähnung in den Annalen des Reichstag zu Paderborn führte „Guirilla-Aufstände“ der Sachsen an 782 785 Widukind, 1100 Grabplatte in Engern entkam dem „Blutgericht“ an der Aller nach Dänemark Taufe in Attigny
  51. 51. Karl der Grosse und das Reich der Franken „Blutgericht an der Aller“ 782 Nach einem Sieg der Sachsen über ein fränkisches Heer rächte sich Karl der Große und ließ 4500 Sachsen bei Verden an der Aller hinrichten.
  52. 52. Karl der Grosse und das Reich der Franken „Als der Herr König Karl dies hörte, eilte er mit den Franken, die er in aller Eile zusammenraffen konnte, dorthin und gelangte an einen Ort, wo die Aller in die Weser fließt. Dann unterwarfen sich wiederum versammelte Sachsen unter die Gewalt des genannten Herrn Königs und lieferten die Übeltäter aus, die jenen Aufstand vor allem ausgelöst hatten, 4500, um sie hinrichten zu lassen. So ist es geschehen, eine Ausnahme machte Widukind, der zu den Nordmannen geflüchtet war.“ (Reichsannalen)
  53. 53. Karl der Grosse und das Reich der Franken Die Taufe von Widukind war ein Politikum Machtdemonstration der Franken Wende in den Sachsenkriegen Signal für Massentaufen Stärkte sächsische Oberschicht im Frankenreich 785 Attigný, Widukind Taufe
  54. 54. Karl der Grosse und das Reich der Franken Ein berühmter Theologe am Hof Karls des Großen, Alkuin, schreibt im Jahr 796: „Gewiss, zur Taufe kann man einen Menschen zwingen, aber das bedeutet keinen Fortschritt im Glauben. Darum müssen die Prediger das Heidenvolk mit friedlichen und klugen Worten im Glauben unterweisen.“
  55. 55. Karl der Grosse und das Reich der Franken 774 Eroberung des Langobardenreiches 771 starb Karlmann, der mit Langobardenprinzessin verheiratet war und 2 Söhne hatte; die Witwe floh mit den Kindern zu ihrem Vater, König Desiderius 772 Karl verstieß seine Ehefrau, die Tochter von Desiderius 774 Papst Hadrian I. hatte Konflikte mit den Langobarden und bat Karl den Großen um Hilfe; nach monatelanger Belagerung konnte Karl Pavia einnehmen und nannte sich nun rex Francorum et Langobardorum (König der Franken und Langobarden)
  56. 56. Karl der Grosse und das Reich der Franken 778 Feldzug über die Pyrenäen Der Emir von Saragossa bat Karl den Großen um Hilfe gegen den Emir von Cordoba 778 Schlacht bei Roncesvalle, Überfall der baskischen Bevölkerung auf die Truppen von Karl den Großen, die sich auf dem Rückzug befanden; Tod des Grafen der bretonischen Mark (Rolandslied) einzige große militärische Niederlage von Karl dem Großen
  57. 57. Karl der Grosse und das Reich der Franken Die Karte zeigt die größte Ausdehnung des Frankenreiches unter Karl dem Großen. (1) Sachsen 804 (2) Bayern 788 Friaul; Italien (3) (4) 774 (5) Kirchenstaat; (6) Dänische Mark 811 (7) Sorbische Mark 806 (8) Ostmark; 791796 (9) Bretonischer Mark (10) Spanische Mark 795
  58. 58. Karl der Grosse und das Reich der Franken Reformen unter Karl dem Großen RESTITUERE, RENOVARE, REFORMARE Kirchenreformen Verwaltungsreformen Bildungsreformen
  59. 59. Karl der Grosse und das Reich der Franken Kirchenreform Voraussetzungen - Impulse durch Pippin, Karlmann und Bonifatius (Übernahme des kanonischen Rechtes, Jahressynoden...) Karl der Große verstand sich als Mittler zwischen Gott und Welt - nahm Hoheit und Verantwortung über die Kirche wahr Kirchliche Reformen durch Karl -771 Reformgesetz „Capitulare primum“ - Liturgiereform - Berichtigung des Bibeltextes und Herstellung von Abschriften - Predigtsammlungen - Sonntagsruhe - Lebenswandel und Bildung der Geistlichen - Bestrafung von Aberglauben - Kirchen und Klösterbau -
  60. 60. Karl der Grosse und das Reich der Franken Das Kloster als Lehnsnehmer und Lehnsgeber Das Kloster war Teil des Feudalsystems. Es war Bewahrer der Kultur und Zentrum der Bildung.
  61. 61. Karl der Grosse und das Reich der Franken Theologische Streitpunkte zur Zeit von Karl dem Großen • Streit über die Bilderverehrung Darf Christus auf Bildern verehrt werden oder nicht? 726 – 843 heftiger Streit im Oströmischen Reich 794 Synode in Frankfurt (ablehnende Haltung der Franken gegenüber den Bildern) • Streit über adoptianische Christologie Streit um die göttliche und menschliche Natur von Christus 794 Karl der Große verurteilt Adoptianuismus auf dem Konzil in Frankfurt • Streit über „filioque“ Streit um den heiligen Geist (geht aus Vater und Sohn hervor) 589 eingeführter Zusatz in Abgrenzung gegen Arianismus, Karl der Große übernimmt ihn für das Frankenreich
  62. 62. Karl der Grosse und das Reich der Franken Bildungsreform Voraussetzungen - bei der Eroberung Galliens trafen Franken auf römische Kultur und römisches Christentum, - Assimilation war nur über Latein möglich(Oberschicht) - Karl wollte Verfall von Bildung und Christentum entgegenwirken Bildungsreformen durch Karl - Verbindung von Weisheit und Frömmigkeit 1. recta cohartare (Richtiges fördern) 2. errata corrigere Fehler berichtigen) abscindere (Überflüssiges entfernen) (die 3. superflua - Anknüpfen an klassisches Latein - Überbrückung der Differenz zwischen heidnischer Antike und christlichen Mittelalter
  63. 63. Karl der Grosse und das Reich der Franken Die Sieben Freien Künsten an der Hofschule Trivium: Grammatik Rhetorik Dialektik (um den Aufbau der Sprache zu verstehen), (zur Ausbildung der Redegewandtheit) und (als Schulung der Logik). Quadrivium: Arithmetik (Grundrechenarten und mathematische Gesetzmäßigkeiten), Musik (um ein Gespür für Harmonien und Spaß am Singen), Geometrie (im wesentlichen als Vermessungskunde) und zuletzt Astronomie (um sich am Sternenhimmel orientieren zu können)
  64. 64. Karl der Grosse und das Reich der Franken Sprache und Schrift - Orthographie und Grammatik für Vulgärlatein, da es sich weit vom klassischen Latein entfernt hatte - Reinigung der Muttersprache (lingua theodosca) - Entwicklung der karolingischen Minuskeln als Einzelbuchstaben, im Vierliniensystem und Wortabständen - einfach lesbare Schrift, nichts sollte vom Inhalt ablenken (heute Standart der Schriften mit lateinischen Buchstaben)
  65. 65. Karl der Grosse und das Reich der Franken Kunst und Handwerk - Buchmalerei - Elfenbein-, Mosaik und Goldschmiedekunst - Kirchen-, Klöster- und Pfalzbauten
  66. 66. Karl der Grosse und das Reich der Franken Gelehrte am Hof von Karl dem Großen • Alkuin 735-804 Angelsachse • Einhard 770-840 Franke • Paulus Diaconus 725/30-797/99 Langobarde • Petrus von Pisa 744-799 Langobarde • Theodulf von Orleans 750/60-821 Westgote • Paulinus von Aquilea Langobarde 750-802
  67. 67. Karl der Grosse und das Reich der Franken Alkuin 735-804 735 geboren in der Grafschaft Northumbria Erziehung in der Domschule zu York 778 Studienreisen durch Europa, Leiter der Domschule in York 781 Zusammentreffen mit Karl dem Großen in Parma Leitung der Hofschule in Aachen, Berater und Erzieher der Königskinder 796 Abt des Klosters in Tour 804 gestorben in Tours
  68. 68. Karl der Grosse und das Reich der Franken Bildungsideal von Alkuin •Vermittlung von bewährtem Grundwissen •Anpassungsfähigkeit an die Herausforderungen der heutigen Zeit •Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Erkenntnissen •Befähigung zur friedlichen Zusammenarbeit der Völker im Geiste eines vereinten Reiches
  69. 69. Karl der Grosse und das Reich der Franken Alkuin schuf • neue Lateinische Bibelübersetzung • Lehrbücher der Grammatik, Rhetorik, Logik, Dialektik • Rätselbücher
  70. 70. Karl der Grosse und das Reich der Franken Die Überfahrt: An einem Flussufer steht ein Mann zusammen mit einem Wolf, einer Ziege und einem Kohlkopf. Der Mann möchte seine "Gefährten" auf die andere Seite rudern, darf aber immer nur einen Passagier pro Fahrt mitnehmen. Ohne aber, dass der Wolf die Ziege oder die Ziege den Kohlkopf auffrisst. Wie soll er das machen ? Wie viele Fahrten benötigt er mindestens ?
  71. 71. Karl der Grosse und das Reich der Franken “Hier, ich bitte dich, verweile kurze Zeit Reisender und bedenke meine Worte in deinem Herzen, dass du dein Los in meinem Schatten verstehen mögest. Die Gestalt deines Körpers wird verändert werden, wie meiner sich veränderte. Was du jetzt bist, berühmt in der Welt, bin ich gewesen, Reisender und was ich jetzt bin, wirst du in der Zukunft sein. Bedenke daher, mehr acht zu geben auf deine Seele, als auf deinen Körper, denn sie überlebt, er aber geht zu Grunde. Weshalb suchst du nach Besitztümern? Du siehst in welch’ winziger Höhe dieses Grab mich hält. Deines wird ebenso klein sein. Wie die Blumen verwelken, wenn der bedrohliche Wind kommt, so vergeht auch dein Fleisch und deine Pracht. Mein Name war Alkuin und Weisheit war mir immer teuer. Gieße Gebete aus für mich, wenn du still diese Inschrift liest.” (Selbstverfasste Grabinschrift von Alkuin von York)
  72. 72. Karl der Grosse und das Reich der Franken Einhard (770-840) *um 770 in Maingau, adlige Familie, erzogen im Kloster Fulda, 794 Schüler Alkuins an der Hofschule, • Baumeister u. Biograph (Vita Karoli Magni), • Ratgeber von Karl dem Großen, Ludwig dem Frommen und Lothar I., • gründete Einhardsabtei in Steinbach (Odenwald) 830 Laienabt in Michelstadt + 840 in Seligenstadt
  73. 73. Karl der Grosse und das Reich der Franken Einhardsbasilika bei Michelstadt Einhardbasilika in Seligenstadt
  74. 74. Karl der Grosse und das Reich der Franken Vita Karoli Magni
  75. 75. Karl der Grosse und das Reich der Franken Verwaltungsreform • König (Lehensherr) • Kronvasallen (Herzöge, Grafen, Bischöfe, Reichsäbte): Hohe Leihe •Aftervasallen (Ritter, Dienstmannen (Ministeriale), Äbte): Niedere Leihe •Hintersassen (Bauern, Hörige)
  76. 76. Karl der Grosse und das Reich der Franken Die wichtigsten Hofämter Ein so großes Reich wie das von Karl dem Großen musste auch irgendwie verwaltet und organisiert werden. Das Zentrum der Herrschaft war der königliche Hof. Ein königlicher Hof wurde vom Prinzip her nicht anders als ein großer Gutshof verwaltet. Die Karolingerkönige reisten weit mehr als die Merowinger durch ihr Reich und hielten sich meist auf den Pfalzen auf. Der Königshof konnte also auch "verreisen". Zum Hof gehörten aber die Inhaber der wichtigsten Hofämter, das waren der Stallgraf, der auch Marschall genannt wurde und für die königlichen Pferde zuständig war. Der Truchsess war für die fürstliche Tafel zuständig, der Kämmerer für die Finanzen, der Schenk für die Getränke und der Pfalzgraf für die Pfalz.
  77. 77. Karl der Grosse und das Reich der Franken König Lehen, Ämter, Schutz Heeresfolge, Rat im Frieden Tr e ue Kronvasallen (Bfe, Äbte, Gfen, Hzge) Lehen, Ämter, Schutz Tr e ue Tr e ue Tr e ue Untervasallen Heeresfolge, Rat im Frieden
  78. 78. Karl der Grosse und das Reich der Franken
  79. 79. Karl der Grosse und das Reich der Franken Grundhörige Grundholden be F Hufe ar bei Gerichtsbarkeit Schutzpflicht Abgaben Frondienst ten besitzt Hufe System der Grundherrschaft Hufe Leibeigene bearbeiten als Knechte besitzt R O N H O F ver wal tet Hufe besitzt Adeliger Grundherr S A L L A N D leisten Heeresfolge Freie Bauern besitzen bearbeiten Eigenes Land
  80. 80. Karl der Grosse und das Reich der Franken Karl der Große teilt das Reich mit den eroberten Gebieten neu auf. Zwei Stränge bildeten dabei das Rückgrat der neu zu errichtenden Herrschaft. • Die Gaue mit den Grafen als königlichen Herrschaftsvertretern an der Spitze bildeten die Grundlage der politischen Administration. • Die Kirchenorganisation gründete sich dagegen auf Missionssprengel, die von Missionszellen als Kernorten die Missionierung des eroberten Gebietes organisierten. Die Königsboten kontrollierten die Machtausübung der weltlichen und geistlichen Herren, überwachten die Durchführung königlicher Anordnungen, beseitigten Mängel und meldeten Verstöße.
  81. 81. Karl der Grosse und das Reich der Franken Das Kaisertum Der Frankenkönig Karl der Große wurde am Abend des 1. Weihnachtstags 800 im Petersdom in Rom von Papst Leo III. zum römischen Kaiser gekrönt.
  82. 82. Karl der Grosse und das Reich der Franken Geschichtlicher Kontext für die Kaiserkrönung Krise des Papst- und Kaisertums vor 800 1. Oströmisches Kaisertum - byzantinische Nacht brach in Italien zusammen Bilderstreit unter - Konstantin V. (741-774) auf dem Höhepunkt - Leon V. überging seine Brüder und ließ seinen kleinen Sohn Konstantin VI. zum Mitkaiser krönen Machtausübung Irene, die Mutter des Kindes, (787 ließ Irene ihren Sohn blenden) - 754 Bilderverbot wurde aufgehoben - 792 Kaiserin Irene war Alleinherrscherin in Konstantinopel, wurde aber als Frau auf dem Thron in Westrom nicht anerkannt Der Kaiserthron in Konstantinopel galt als verwaist
  83. 83. Karl der Grosse und das Reich der Franken Geschichtlicher Kontext für die Kaiserkrönung Krise des Papst- und Kaisertums vor 800 2. Papsttum in Rom 795 folgte auf den starken Papst Hadrian I. der unadlige Papst Leo III. 799 Überfall auf den Papst durch römische Adlige, Papst Leo III. sucht Schutz in Paderborn bei Karl dem Großen; Fränkisch-römische Synode untersucht die Vorwürfe gegen den Papst, kam aber zu keinem Urteil; 800 Karl der Große reiste nach Rom, Papst legte am 23.12.800 einen Selbstreinigungseid ab; Kaiserkrönung am 25.12.800 in der Peterskirche, indem Papst Leo III. dem in Purpurgewändern erschienen Karl dem Großen die Krone aufsetzte Beginn des Investiturstreites
  84. 84. Karl der Grosse und das Reich der Franken Flaccius Albinus entbietet den freudenstiftenden Herrn König und David seinen Gruß. (...) denn drei Ämter galten auf der ganzen Welt bis heute am höchsten: Das eine ist die Würde des Papstes, der das Amt des heiligen Petrus, des Führers der Apostel, als dessen Stellvertreter zu regieren pflegt. Was aber dem geschehen ist, der der Lenker dieses vorgenannten Amtes war, das hat Eure verehrungswürdige Güte mir mitteilen lassen. Das andere ist die kaiserliche Würde und weltliche macht des zweiten Roms. Wie frevelhaft der Lenker jenes reiches gestürzt wurde, nicht von Fremden, sondern von Angehörigen und Mitbürgern, verbreitet das Gerücht (fama) erzählend überall. Das dritte ist die königliche Würde, in die Euch der Wille unseres Herrn Jesu Christi als Lenker der Christenheit eingesetzt hat, an macht hervorragender, an Weisheit strahlender, an Herrschaftswürde erhabener als die vorgenannten Ämter. Fürwahr, auf Dir allein ruht das Heil der Kirchen Christi. Du, Bestrafer der Frevler, Du, Lenker der verirrten, Du, Tröster der Betrübten, Du, Erhöher der Gutgesinnten.
  85. 85. Karl der Grosse und das Reich der Franken Die Erhebung Karls zum Kaiser in den Annalen von Lorsch, einem klösterlichen Jahrbuch Und weil schon damals das Kaisertum bei den Griechen nicht mehr bestand [...], erschien es dem Apostelnachfolger Leo selbst und allen heiligen Vätern [...] und dem übrigen christlichen Volk, dass sie Karl, den König der Franken, zum Kaiser erheben müssten. Denn er hielt Rom in Besitz, wo immer Kaiser zu herrschen pflegten, und er hatte auch die übrigen Städte in Italien, Gallien und Germanien, inne, weil der allmächtige Gott ihm alle diese Sitze in seine Macht gegeben hatte. Da-her erschien es ihnen gerecht, dass er mit Gottes Hilfe und auf Bitten des gesamten Christenvolkes diesen Titel erhielt. Ihre Bitte konnte König Karl nicht abschlagen, sondern er unterwarf sich mit aller Demut Gott und nahm auf Bitten der Bischö-fe und des gesamten Christenvolkes am Fest der Geburt unseres Herrn Jesu Christi den Kaisertitel mit der Segnung durch den Herrn Papst Leo an. Karls Kaiserkrönung in der Lebensbeschreibung des Herrschers durch seinen Vertrauten Einhard Die Römer hatten Papst Leo schwer misshandelt, ihm die Augen ausgestochen und die Zunge ausge-rissen, so dass er sich gezwungen sah, den König um Schutz zu bitten. Daher begab sich Karl nach Rom, um die verworrenen Zustände der Kirche zu ordnen. Das dauerte den ganzen Winter. Bei dieser Gelegenheit erhielt er den Kaiser- und Augustus-Titel, der ihm anfangs so zuwider war, dass er erklärte, er würde die Kirche selbst an je-nem hohen Feiertag nicht freiwillig betreten haben, wenn er die Absicht des Papstes geahnt hätte. Die Eifersucht der oströmischen Kaiser, die ihm die Annahme der Titel schwer verübelten, ertrug er dann allerdings mit erstaunlicher Gelassenheit. Er überwand ihren Widerstand durch seinen Großmut – denn in dieser Beziehung stand er weit über ihnen [...]
  86. 86. Karl der Grosse und das Reich der Franken Die Erhebung Karls zum Kaiser in den Annalen von Lorsch, einem klösterlichen Jahrbuch Und weil schon damals das Kaisertum bei den Griechen nicht mehr bestand [...], erschien es dem Apostelnachfolger Leo selbst und allen heiligen Vätern [...] und dem übrigen christlichen Volk, dass sie Karl, den König der Franken, zum Kaiser erheben müssten. Denn er hielt Rom in Besitz, wo immer Kaiser zu herrschen pflegten, und er hatte auch die übrigen Städte in Italien, Gallien und Germanien, inne, weil der allmächtige Gott ihm alle diese Sitze in seine Macht gegeben hatte. Da-her erschien es ihnen gerecht, dass er mit Gottes Hilfe und auf Bitten des gesamten Christenvolkes diesen Titel erhielt. Ihre Bitte konnte König Karl nicht abschlagen, sondern er unterwarf sich mit aller Demut Gott und nahm auf Bitten der Bischö-fe und des gesamten Christenvolkes am Fest der Geburt unseres Herrn Jesu Christi den Kaisertitel mit der Segnung durch den Herrn Papst Leo an. Karls Kaiserkrönung in der Lebensbeschreibung des Herrschers durch seinen Vertrauten Einhard Die Römer hatten Papst Leo schwer misshandelt, ihm die Augen ausgestochen und die Zunge ausge-rissen, so dass er sich gezwungen sah, den König um Schutz zu bitten. Daher begab sich Karl nach Rom, um die verworrenen Zustände der Kirche zu ordnen. Das dauerte den ganzen Winter. Bei dieser Gelegenheit erhielt er den Kaiser- und Augustus-Titel, der ihm anfangs so zuwider war, dass er erklärte, er würde die Kirche selbst an je-nem hohen Feiertag nicht freiwillig betreten haben, wenn er die Absicht des Papstes geahnt hätte. Die Eifersucht der oströmischen Kaiser, die ihm die Annahme der Titel schwer verübelten, ertrug er dann allerdings mit erstaunlicher Gelassenheit. Er überwand ihren Widerstand durch seinen Großmut – denn in dieser Beziehung stand er weit über ihnen [...]
  87. 87. Karl der Grosse und das Reich der Franken Zwei Quellen – ein Ereignis Die Annalen von Lorsch Lebensbeschreibung Karls - Herrschaft über Rom und andere kaiserliche Residenzen durch Gottes Willen - Darstellung als Gegenleistung des Papstes Leo für die Unterstützung gegen röm. Adelsfamilien - Bitte des ganzen christlichen Volkes - zunächst angeblich ablehnende Haltung Karls wegen Konkurrenz zu Ostrom (Byzanz) - Demütige Unterwerfung unter den Willen Gottes Wiedergabe der Stimmung im Frankenreich Herausstellung der Bescheidenheit Karls
  88. 88. Karl der Grosse und das Reich der Franken Bedeutung der Kaiserkrönung • Die antike Kaiser-Idee wurde verchristlicht • Der byzantinische Herrschaftsanspruch wurde gebrochen • Der „Investiturstreit“ bahnte sich an Kompromissformel: „Karl, der allergnädigste, erhabene, von Gott gekrönte, große und friedebringende Kaiser, der das Römische Reich regiert und der durch das Erbarmen Gottes König der Franken und Langobarden ist“.
  89. 89. Karl der Grosse und das Reich der Franken
  90. 90. Karl der Grosse und das Reich der Franken Karl errichtete über 100 Pfalzen
  91. 91. Karl der Grosse und das Reich der Franken Kaiserpfalz Ingelheim Karl der Große besuchte die Pfalz: 774 erstmalig 787/788 Weihnachten u. Winter 788 Reichversammlung 807 Hoftag
  92. 92. Karl der Grosse und das Reich der Franken
  93. 93. Karl der Grosse und das Reich der Franken Digitale Rekonstruktion der Königshalle
  94. 94. Karl der Grosse und das Reich der Franken Pfalz Ingelheim - heute
  95. 95. Karl der Grosse und das Reich der Franken Kaiserpfalz Paderborn 776 auf eroberten Gebiet der Sachsen errichtet 799 Treffen mit Papst Leo III. Ort einiger Reichsversammlungen 1964-1977 Ausgrabungen der alten Pfalz
  96. 96. Karl der Grosse und das Reich der Franken Kaiserpfalz Aachen Erst Karl der Große lässt die Pfalz gegen Ende des 8. Jahrhunderts zu einer großen Anlage mit Königshalle (Aula Regia), Pfalzkapelle, Wohnturm, Garnison und Gerichtssälen ausbauen. Karl verfolgte damit das Ziel, ein "Neues Rom" nördlich der Alpen als festen Regierungssitz seines Fränkischen Reiches zu errichten, das sich in der Nachfolge des Römischen Reiches sah. Im Winter 804/05 wird die Pfalzkapelle, erbaut durch Odo von Metz, von Papst Leo III. geweiht. Zu dieser Zeit sind die wichtigsten karolingischen Anlagen bereits vollendet.
  97. 97. Karl der Grosse und das Reich der Franken Modell der Kaiserpfalz Aachen
  98. 98. Karl der Grosse und das Reich der Franken Das Innere des achteckigen Doms war schon Bestandteil der Kaiserpfalz
  99. 99. Karl der Grosse und das Reich der Franken Auf dem Karlsthron wurden in ca. 600 Jahren über 30 Kaiser und Könige gekrönt.
  100. 100. Karl der Grosse und das Reich der Franken Karl der Große starb am 28.01.814 , er wurde am gleichen Tag in der Pfalzkapelle beigesetzt und 1165 heiliggesprochen
  101. 101. Karl der Grosse und das Reich der Franken Niedergang der Karolinger Ludwig der Fromme (778-840) 779 Tod seines Zwillingsbruders Lothar 781 Krönung zum König von Aquitanien in Rom 812/13 Aufstand der Basken 813 Krönung zum Mitkaiser in Aachen 814 Alleinherrschaft 816 Salbung in Reims durch Papst Stephan IV. 817 Nachfolgereglung 822 Öffentliche Buße 830 „Loyale Palastrevolution“
  102. 102. Karl der Grosse und das Reich der Franken 3 Phasen der Herrschaft von Ludwig dem Frommen 1. 814 – 821 2. 821- 828 3. 819 – 840 Fortsetzung der Reformen seines Vaters Aachener Gesetze zur Kloster-,Kleriker und Benediktinerregel, 817 Nachfolgeregel (ordinis imperii) Beruhigung und Stabilisierung Streit um die Nachfolge 833 Aufstand der Söhne Idee des „Imperium Christiani“ setzt sich durch = Herrschaft als Auftrag, über den bei Gott Rechenschaft abzulegen ist.
  103. 103. Karl der Grosse und das Reich der Franken Nachfolgereglung (Ordinatio imperii) auf der Reichssynode in Aachen 817 Lösungsvorschlag zwischen dem Widerspruch zwischen universalen, unteilbaren Kaisertum und traditionellen, fränkischen Erbrecht aller legitimer Königssöhne. Lothar sollte die Kaiserwürde bekommen, Ludwig und Pippin sollten Unterkönige werden Reich und Kirche wurden als Einheit aufgefasst, galten von Gott gewollt und durften nicht zerstört werden
  104. 104. Karl der Grosse und das Reich der Franken Reichskrise 829-833 823 Geburt von Karl dem Kahlen (Sohn mit 2. Frau Judith) 829 Ludwig der Fromme wollte jüngsten Sohn auch mit Macht ausstatten (zwar keine Königserhebung, aber Herzog) durch Neuaufteilung wurde die Ordinatio imperii von 817 unterlaufen 830-833 Aufstand der „Reichseinheitspartei“ und der älteren Söhne, Ludwig wurde zeitweilig abgesetzt und Lothar I. übernahm die Macht 838 Tod von Pippin, Karl der Kahle bekam Aquitanien
  105. 105. Karl der Grosse und das Reich der Franken Aufhebung der Ordinatio imperii auf der Pariser Synode 829 durch die Einbeziehung von Karl dem Kahlen in die Nachfolgereglung (Lothar I. wurde 823 Taufpate seines jüngsten Bruders und sollte ihm von seinem reich etwas abgeben)
  106. 106. Karl der Grosse und das Reich der Franken
  107. 107. Karl der Grosse und das Reich der Franken Auseinandersetzung der Söhne von Ludwig dem Frommen nach seinem Tod 840 840 Im Kampf um die Reichseinheit nach Tod Ludwigs I. beansprucht Lothar I.. die ungeteilte Kaisergewalt, seine Brüder Karl (Karl der Kahle) und Ludwig (Ludwig der Deutsche) dagegen Gleichstellung der drei Könige. 841 Kaiser Lothar I. wird von seinen Brüdern Karl II. (Karl der Kahle) und Ludwig (Ludwig der Deutsche) in der Schlacht bei Fontenay südwestlich Auxerre besiegt; (führt 843 zum Vertrag von Verdun). 842 Die "Straßburger Eide" werden sowohl in altfranzösischer als auch in althochdeutscher Sprache abgefaßt und stellen das älteste bekannte schriftlich nachweisbare Denkmal der sprachlichen Trennung zwischen Ost- und Westfranken dar.
  108. 108. Karl der Grosse und das Reich der Franken Nach den Bruderkriegen der Söhne von Ludwig dem Frommen (Lothar, Pippin +838, Ludwig, Karl) wurde die Herrschaft geteilt und die Staatsidee von 817 einer im Kaisertum zentrierten Reichseinheit mußte aufgegeben werden. Reichsteilung von Verdun 843 nach dem Tod von Ludwig dem Frommen (840) Die Voraussetzungen für die Nationalstaaten Frankreich, Deutschland und Italien waren gegeben.
  109. 109. Karl der Grosse und das Reich der Franken Aufteilung unter den Söhnen von Lothar I. •Ludwig II. (ca. 822–875) erhielt die Kaiserwürde und Italien, •Lothar II. († 869) den nach ihm Lotharingien benannten Nordteil des Reiches und •Karl († 863) die Provence und den zum Mittelreich gehörenden, größeren Teil Burgunds. (Der kleinere Teil, das heutzutage Burgund genannte Land, war seit 843 Teil des Westfrankenreichs.)
  110. 110. Karl der Grosse und das Reich der Franken Vertrag 870 Meersen bei Maastricht Teilung zwischen dem westfränkischen König Karl den Kahlen und den ostfränkischen König Ludwig den Deutschen. Er regelte die Aufteilung Lotharingens nach dem Tod von Lothar II.
  111. 111. Karl der Grosse und das Reich der Franken Vertrag von Ribémont 879/80 zwischen dem ostfränkischen König Ludwig III. (Sohn Ludwigs des Deutschen) und den westfränkischen Karolingern Ludwig III. und Karlmann kam auch der Westteil Lotharingiens an Ostfranken. Damit wurde die Westgrenze des ehemaligen Mittelreichs Lothars I. (Vertrag von Verdun 843) zur deutschfranzösischen Grenze, die bis zum Westfälischen Frieden (1648) Bestand hatte.
  112. 112. Karl der Grosse und das Reich der Franken Karolingische Kaiser 1. Karl der Große 742-814 2. Ludwig I. der Fromme 813/14-840 (Sohn v. 1) 3. Lothar I. 840-855 (Sohn v. 2) 4. Ludwig II. von Italien 855-875 (Sohn v. 3) 5. Karl II. der Kahle 875-877 (Sohn v. 2) 6. Karl III. der Dicke 881-888 (Enkel v. 4) 7. Arnulf von Kärnten 896-899 (uneheliche Linie) 8. Ludwig III. der Blinde 901-905 (Enkel v. 4)

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