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Arbeitsplatz der Zukunft

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WELCHE STRATEGIEN UNTERNEHMEN UND ARBEITNEHMER ZUKÜNFTIG ERFOLGREICH MACHEN.

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  1. 1. Network KARRIERE-EXTRA44 SEITEN IN KOOPERATION MIT JETZT NEU! O K T O B E R 2 0 1 5 GEWINN-AKTION SICHERN SIE SICH 17900 EURO STARTKAPITAL N KARRIERE-COACH WIE SIE SICH TÄGLICH NEU MOTIVIEREN DRANG NACH FREIHEIT WELCHE STRATEGIEN UNTERNEHMEN UND ARBEITNEHMER ZUKÜNFTIG ERFOLGREICH MACHEN IMDIENSTEDESSTAATES DEUTSCHLANDS GRÖSSTER ARBEITGEBER LOCKT DEN NACHWUCHS MORGEN JOB¯WELT VON IN KOOPERATION MIT O K T O B E R 2 0 1 5 GEWINN-AKTION SICHERN SIE SICH 17900 EURO STARTKAPITAL KARRIERE-COACH WIE SIE SICH TÄGLICH NEU MOTIVIEREN DDRANG NACH FREIHEIT WELCHE STRATEGIEN UNTERNEHMEN UUND ARBEITNEHMER ZUKÜNFTIG ERFOLGREICH MACHEN IMDIENSTEDESSTAATES DEUTSCHLANDS GRÖSSTER ARBEITGEBER LOCKT DEN NACHWUCHS
  2. 2. 3FOCUS 41/2015 Titel:Foto:MarkoBurkefürFOCUS-Magazin.Pulli:JilSander,Hose:BrunelloCucinelli,Aktentasche:Santoni,Armbänder:Coccinelle,Aktenschrank:USMHaller;Styling:GabrielaSantighian Inhalt:Fotos:SebastianArlt,GötzSchleser,DominikPietsch,MichelaMorosini/allefürFOCUS-Magazin 4 Chatroom Welchen Führungsstil Mitarbeiter schät- zen und warum sie sich von manchen Chefs besonders motivieren lassen 6 Die besten Fänge aus dem Netz Nützliches für Arbeitnehmer, Ehrenamtli- che und Internet-Freaks – auf diesen Blogs, Tweets und Chats finden Sie viele Infos T I T E LT H E M A 8 Schöne neue Arbeitswelt Nicht nur die Digitalisierung verändert den Joballtag in Unternehmen. Auch klassi- sche Hierarchien haben sich überlebt – aus gutem Grund In Kooperation mit 14 Zoom Wie das Berliner Unternehmen Research- Gate Wissenschaftler und Forscher aus aller Welt anlockt 16 Im digitalen Paradies Seine Leidenschaft für neue Technologien und eine ver- netzte Welt treiben die Kar- riere von Payback-Manager Dominik Dommick voran 20 Coach to go Olympiasieger Michael Groß erklärt, wie Sie sich täglich neu motivieren 22 Öfter mal das Gleiche Unternehmern bieten sich bei Franchise- Gebern gute Ein- stiegsmöglichkeiten. Die wichtigsten Regeln für einen erfolgreichen Start 28 „Die Anwesenheit im Büro ist irrelevant“ Elke Frank, Personalleiterin Microsoft Deutschland, über ideale Arbeitsplätze und Freiräume für Mitarbeiter 32 Appetit auf Qualität Das Ernährungsbewusstsein der Deutschen fordert Lebensmittel- produzenten immer wieder heraus – und schafft neue Berufsfelder 36 Sicherheit geht vor Der Staat, Deutschlands größter Arbeitgeber, ent- wickelt sich zum Favoriten vieler Berufsanfänger 40 Mail aus Lima Ein Fotograf und Autor schwärmt von Peru, dessen Bevölkerung und den kulina- rischen Besonderheiten des Landes 42 Moodboard Diese Veranstaltungen sollten Sie im November nicht verpassen 3616 28 Inhalt Punkte-Maskottchen: Paybacks Männlein Home-Office-Fan: Elke Frank Staatsdiener: Oliver König NETWORK rn bieten hise- n- hkeiten. n en vie 40 Ma Ein Peru risc 42 Mo Dies Nove Franchise-Nehmer Gerhard Zitz führt zwei Sonnentor-Filialen
  3. 3. 4 FOCUS 41/2015 Fotos:BlendImages/GettyImages,PertraStadler,g-stockstudio/Shutterstock(2),Illustration:YehtehfürFOCUS-Magazin NE T WOR K Muss ich bei einem Mail-Dialog jedes Mal meine Signatur anhängen? „Bei geschäftlichen E-Mails ist es wichtig, die Gewohnheiten der Geschäftspartner zu kennen. Kundenfreundlich ist es, die Kommunikation möglichst einfach zu gestalten. Dazu gehört, die Kontaktaufnahme zu erleichtern und alle Kontaktdaten am Mail- Ende zu kommunizieren. Bei jeder neu verfassten E-Mail sollte daher die Signatur anhängen. Bei E-Mail- Dialogen zum selben Betreff genügt es, wenn Sender und Emp- fänger ihre E-Mail-Signatur beim ersten Mal mitsenden – sie muss nicht hinter jedem Dialog stehen. Öfter als drei, vier Mal sollte eine E-Mail mit dem selben Betreff jedoch nicht hin- und hergehen. E-Mail-Pingpong ist ein Indiz für einen unpräzisen Schreibstil oder eine falsche Medienwahl. Sachver- halte mit hohem Abstimmungs- bedarf lassen sich oft besser am Telefon klären. Es ist auch sinnvoll, beim ersten Mail-Kontakt die elek- tronische V-Card mitzuschicken. Der Empfänger kann sie bequem in seinem Adressbuch abspeichern.“ Network-Knigge Agnes Anna Jarosch ist Leiterin des Deutschen Knigge-Rats, Coach und Autorin („Business Etikette für Fortgeschrittene“, 24,90 Euro, www.stilwunder.org). Chatroom Neues für Netzwerker Coach, Zuhörer, Chef Eine aktuelle Studie stellt fest,dass Führungskräfte,die zugleich empathisch und narzisstisch sind,ihre Mitarbeiter besonders gut anspornen können Demütige Narzissten als Vorgesetzte spornen ihre Mitarbeiter zu mehr Leis- tungsbereitschaft an. Das stellten Forscher der US-Universität Young Brigham anhand einer Studie fest, die untersuchte, wie sich Charaktereigenschaften und Verhalten von Chefs auf ihre Führungsqualität beziehungsweise die Motivation ihrer Mitarbeiter auswirken. Beschäftigte loben beispielsweise an empathischen und zugleich selbstverliebten Chefs, dass diese klar kom- munizieren oder als Coach gut zur Seite stehen. Die motivierende Wirkung dieses Führungsstils schlägt sich positiv in den Ergebnissen der jeweiligen Abteilung nieder. Das zeigten weitere Resultate der Studie, die das „Journal of Applied Psychology“ veröffentlichte. Tritt der Chef dagegen zu dominant oder zu weich auf, reißt er sein Team nicht mit. Für die Studie machten die Mitarbeiter unter anderem Angaben zum Führungsstil ihres Vorgesetzten. Die Chefs mussten sich selbst und die Leistungen ihrer Teams einschätzen. Vorteil für Nassrasierer Wer am Arbeitsplatz private Elektrogeräte an den Strom hängt, riskiert viel. Das bekam zuletzt der Mitarbeiter einer Anwaltskanzlei zu spüren. Er hatte im Büro seinen Rasierapparat geladen und prompt die Kündigung kassiert. Wegen „Stromunterschlagung“. Zwar kippte das Landesarbeitsgericht Köln den Rauswurf wegen „Geringfügigkeit“ (Az. 3 Sa 408/11). Selbstverständlich ist so viel richterliche Nachsicht aber nicht. Fälle, in denen Arbeitnehmer wegen vermeintlicher Bagatellen ihren Job verlieren, sind keine Seltenheit. „Die Gerichte prüfen jeden Einzelfall“, sagt Stefan Lochner, Fachanwalt für Arbeitsrecht in München. „Eine Kündigung kann auch dann gerechtfertigt sein, wenn ein Arbeitnehmer seinen Chef um Cent-Beträge erleichtert.“ Dominante Chefs motivieren ihr Team oft nicht wie erhofft
  4. 4. 5FOCUS 41/2015 In Kooperation mit „To blur“ steht im Englischen für verwischen. In der Arbeitswelt bezeichnet der Blurring-Effekt den fließenden Übergang zwischen Privat- und Berufsleben Beschäf- tigter. Der digitale Wandel und moderne Kommunikationsmittel wie Smartphones bewirken diesen Effekt. Durch sie sind Mitarbeiter quasi rund um die Uhr in Kontakt mit ihrem Arbeitgeber – egal, wo sie gerade sind. Fordern vermeintlich wichtige Mails sofortige Antworten, nutzen Beschäftigte die neuen Technologien auch nach Dienstschluss, um das berufliche Anliegen zu erledigen. In Deutschland bestätigen laut einer aktuellen Studie des Forschungsinstituts Ipsos im Auftrag des Gutscheinanbieters Edenred etwa drei Viertel der befragten Arbeitnehmer, dass sie manchmal bis häufig in ihrer Freizeit arbeiten. „Blurring“ BE|GRIFFS|KLÄRUNG 2014 LEISTETEN DIE DEUTSCHEN EINE MILLIARDE UNBEZAHLTE ÜBERSTUNDEN. LAUT DEM INSTITUT FÜR ARBEITSMARKT- UND BERUFSFORSCHUNG ARBEITETE DAMIT JEDER BESCHÄFTIGTE STUNDEN UMSONST. 27,8 Privates und Berufliches verschwimmt oft Eine Network-Woche im Leben von Florian Krumrey Florian Krumrey gründete die Agentur Insideout Sports & Talents. Er ist seit 25 Jahren in den Bereichen Sport, En- tertainment und Talent-Management tätig (www.insideout-capital.com). TESTIMONIAL KOOPERATION Lunch und Verhandlung mit ei- nem bekannten Fußball-Europa- meister im Auftrag eines Elektro- nikkonzerns, um ihn für eine TV-Kampagne im Rahmen der UEFA-Euro-2016-Aktivierung zu gewinnen. M O N TA G MUNICH BUSINESS SCHOOL Vortrag und Diskussion mit Ab- solventen des Masterprogramms „Sports Business & Communica- tion“ zum Thema „Glaubwürdiger Imagetransfer von Markenbot- schaftern auf ihr Unternehmen“. D O N N E R S TA G TOUR DE FRANCE, SPONSORING Treffen mit dem CEO und Marke- ting-Direktor eines Schweizer Mischkonzerns in Paris im Rah- men der Tour de France, um die finalen Verhandlungen zum Ein- stieg als offizieller Partner zu führen. F R E I TA G VERMARKTUNG/INVESTOREN Vormittags letzter Feinschliff in der Entwicklung eines globalen Vermarktungs- und Beteili- gungskonzepts zur Refinanzie- rung eines Nachhaltigkeits- projekts mit Start in Südafrika. Nachmittags erste Investoren- gespräche in München dazu. D I E N S TA G AUSBILDUNGS- UND FÖRDERPROGRAMM Workshop in Berlin mit einem ausländischen Sportartikel- konzern zur gemeinsamen Ent- wicklung und Etablierung eines dualen Ausbildungs- und Förder- programms für Profi- und Leis- tungssportler. M I T T W O C H
  5. 5. 6 FOCUS 41/2015 bmf-steuerrechner.de Die Rechner des Bundes- finanzministeriums helfen zu ermitteln, was vom Bruttogehalt netto übrig bleibt. Und sie zeigen, welchen Anteil der monatlichen Bezüge Staat und Sozialkassen kassieren oder ob die Gehaltserhö- hung wirklich mehr Geld aufs Konto bringt. Tool karriereblog.svenja-hofert.de Die bekannte Karriere-Expertin Svenja Hofert schreibt hier über die Arbeitswelt von heute – und die Karrieremöglichkeiten von morgen. Lern-Tools, Coaching-Angebote und Hintergrundberichte sowie Tipps zur Work-Life-Balance ergänzen das Angebot. Blog readthisthing.co Die Plattform bietet ihren Abonnenten einmal täglich spannende Reportagen und Multimedia-Features aus aller Welt. Wer gern englischsprachige Texte liest und guten Journalismus schätzt, kommt hier auf seine Kosten. Interessierte können „Read This Thing“ auf Twitter folgen. Newsletter Fotos:MartinSchutt/dpa,age/mauritiusimages;Illustration:BerndSchifferdeckerfürFOCUS-Magazin NE T WOR K Chatroom Die besten Fänge aus dem Netz Wolfram Sauer verantwortet den Bereich politi- sche Beziehungen beim Hamburger Netzwerk-Unternehmen Xing. „Stechuhren, Telearbeit und starre Hierarchien – das war gestern. Vertrauensarbeitszeit, Cloud-Working im Home- Office und Demokratisierung – das ist morgen. Die Digitali- sierung überholt uns schneller, als sich Gesellschaft und Rechtsordnung anpassen kön- nen. Alte Arbeitsgesetze und neue Arbeitswelt haben sich noch nicht synchronisiert. Doch was bedeutet diese Ent- wicklung für das deutsche Arbeitsrecht? Welche Rollen haben Betriebsräte, wenn es keine klassischen Teams mehr gibt? Hilft uns dann noch eine Arbeitsstättenverordnung weiter, die Anforderungen für Pausen- und Sanitärräume, Belüftung oder auch die Raumtemperatur festlegt? Be- deutet „New Work“ auch automatisch „New Law“? Das Recht soll Vertrauen schaf- fen, Schutz gewährleisten und Orientierung bieten. Politik, Rechtsprechung und Wirtschaft sind gefordert, die Gratwan- derung zwischen tradierten Strukturen und neuen Ansprü- chen zu meistern. Wir brauchen ein Recht, das uns Struktur gibt für Ent- wicklung und Entfaltung. Nur innovative Arbeitgeber ziehen innovative Köpfe an. Wer neu, quer oder anders denkt, braucht dafür keine Stechuhren, keine Manschet- tenknöpfe und keine Arbeits- stättenverordnung. Dazu braucht es die Freiheit, das auch tun zu dürfen.“ Die Xing-Kolumne engagiert-in-deutschland.de Die Informations- und Kommunikationsplattform hilft Idealisten und Pragmatikern gleichermaßen, passende bürgerschaftliche Engagements zu finden. Ob Deutschkurse für Flüchtlinge, Bewährungshilfe für Straf- täter oder Fußballtraining für die Seniorenmannschaft: Schon heute arbeiten etwa 23 Millionen Menschen in Deutschland freiwillig und unentgeltlich in sozialen Einrich- tungen, Vereinen und Verbänden. Damit die Interessenten das für sie zugeschnittene Ehrenamt finden, bietet die Seite neben nützlichen Tipps und Hintergrund-Infos auch eine Übersicht über beratende und vermittelnde Stellen in ganz Deutschand. Hilfe für Helfer Website Engagieren sich auch für Flüchtlinge: ehrenamt- liche Helfer
  6. 6. 8 FOCUS 41/2015 NE T WOR K Schöne neue Arbeits- welt
  7. 7. Illustration:Loulou&TummiefürFOCUS-Magazin In Kooperation mit Illustration:Loulou&TummiefürFOCUS-Magazin In Koooooopepepepepepepepepepepepepepepepepepeperation mit A rbeiten, wann und wo es gerade passt. Urlaub, so oft und so viel man möchte. Und vor allem: kein herrischer Vorgesetzter, der einem sagt, was zu tun ist. Was wie der Fiebertraum eines traditio- nellen Gewerkschaftsfunkti- onärs klingt, hat inzwischen unter dem Schlagwort „New Work“ Einzug in die Arbeits- welt gehalten. „Wir haben keine Lust mehr auf Arbeiten von gestern“, heißt es etwa im „Manifest für neues Arbeiten“, mit dem Microsoft Deutschland vor ei- niger Zeit Aufsehen erregte. Kein Wunder, fordert der Text doch unter anderem vehe- ment das „Recht auf selbst- bestimmte Freizeit“, „die Ab- schaffung künstlicher Hierar- chien“ und Strukturen, „in denen wir vertrauensvoll, frei und produktiv kommunizie- ren können“. Die Zeit scheint reif für der- artige Ansprüche der Mit- arbeiter. Stechuhren und Akkordarbeit gibt es in Deutschlands Unterneh- FOCUS 41/2015 Selbstbewusste Arbeitnehmer treffen auf die hoch entwickelte Technik des neuen Jahrtausends. So entsteht die Berufswelt von morgen. Eine Herausforderung in vielen Bereichen Illustration:Loulou&TummiefürFOCUS-Magazin 9
  8. 8. FOCUS 41/2015 Illustrationen:Loulou&TummiefürFOCUS-Magazin NE T WOR K men zwar noch immer. Auch auf hierarchische, autoritäre Strukturen wollen längst nicht alle Arbeitgeber ver- zichten. Der Wunsch nach modernen, mitspracheorien- tierten Führungsmethoden steigt jedoch permanent, be- obachtet Heiko Fischer, Gründer der demokratischen Managementberatung Re- sourceful Humans in Berlin. „Wer eine Belegschaft will, die sich einbringt und nicht Dienst nach Vorschrift leistet, muss ihr auch die Möglich- keit geben, Verantwortung zu übernehmen und sich ak- tiv zu beteiligen“, betont der Experte. Die technische Entwick- lung beschleunigt diesen Prozess. Dank Smartphone, Tablet, Laptop und Daten- wolken ist das moderne Er- werbsleben nicht mehr an einen bestimmten Standort oder gar an den eigenen Schreibtisch gebunden. Die Digitalisierung eröffnet Mit- arbeitern und Unternehmen jede Menge Möglichkeiten, Job-Alltag und Umgang mit- einander neu zu leben. Mit ein paar kreativen Maßnahmen ist es allerdings nicht getan: Viele Unterneh- men müssen ihre traditionel- len Strukturen aufbrechen. Zudem sollten sie neue An- sätze für eine überzeugende Unternehmenskultur finden. Ob bei manchen Konzernen oder mittelständischen Be- trieben – in der Praxis über- schlagen sich bei einigen Unternehmen die Ereignisse. Inzwischen beschäftigen die Veränderungen in der Ar- beitswelt selbst traditionell konservative Unternehmen oder solche, bei denen die Belegschaft mehr am Band denn am Schreibtisch oder Rechner arbeitet. Für Berater Fischer gilt der Mischkonzern Semco dafür als hervorragendes Beispiel. Bei dem brasilianischen Un- ternehmen können alle Pro- duktionsarbeiter inzwischen frei über ihre Arbeitszeiten bestimmen, solange sie das festgelegte Auslieferungs- datum einhalten. „Wenn man Mittwochmit- tag mit dem Sohn Fußball spielen will und dafür sonn- tags arbeitet, ist das okay. Mitarbeiter mit so vielen Freiheiten sind durch ihr En- gagement ein klarer Wettbe- werbsvorteil und verlassen zudem die Firma nicht für Geld und gute Worte“, erklärt der Experte. Nach wie vor braucht es al- lerdings viel Mut, um so einen radikalen Schritt zu wagen. Das alteingesessene Famili- enunternehmen Heermann Maschinenbau (Hema) im schwäbischen Frickenhausen hat sich getraut – wenn auch nicht ganz freiwillig. „Auslöser unserer Umstruk- turierung war ein Großauftrag in Russland“, erinnert sich Marco Niebling, bei Hema zuständig für das Projektma- nagement. „Das Volumen des Auftrags war so groß, dass es unseren 50-Mann-Betrieb an die Grenzen der Belastbar- keit brachte.“ Um die Her- kulesaufgabe zu stemmen, mussten also alle an einem Strang ziehen – und es durfte keinerlei Rivalität zwischen den verschiedenen Abteilun- gen geben. „Innerhalb der klassischen Führungsstrukturen, in de- nen Arbeit auch immer ein Stück weit Politik ist, war das jedoch nicht möglich“, ergänzt der Manager. Ein weiteres Problem des schwäbischen Bandsägen- bauers: Die Führungskräfte glänzen zwar alle als Spezia- listen auf ihrem Gebiet, nicht jeder aber konnte seine Mit- arbeiter effektiv weiterent- wickeln. Diese Unternehmensstruk- turen hat Hema inzwischen reformiert: Seit anderthalb Jahren gibt es dort keine klas- sischen Hierarchien mehr: Bis dato gültige Führungs- ebenen löste das Unterneh- Beschäftigte und Unternehmen müssen das Arbeitsrecht beachten - egal, wo der Mitarbeiter tätig ist „Unter- nehmen müssen ihrerBeleg- schaftdie Möglichkeit geben,Ver- antwortung zuüber- nehmen“ HeikoFischer, Unternehmensberater 10
  9. 9. 11FOCUS 41/2015 In Kooperation mit men vollständig auf. Seither existiert nur noch ein äußerst klein gehaltener Geschäftsführungs- zirkel. Wichtige The- men werden bei He- ma in großer Runde besprochen, alle Mitarbeiter begegnen sich auf Augen- höhe und übernehmen typi- sche Führungsaufgaben wie etwa die Vergabe von Urlaub. Auch die Entscheidung für oder gegen einen Bewerber übernimmt das komplette Team. Die Einführung neuer Ar- beitszeitmodelle macht He- ma ebenfalls zur Aufgabe aller. Meutereien oder Per- sonalabgänge gab es wegen der Neuerungen nicht: „Vor der Umsetzung unseres Plans haben wir zwar hitzige De- batten geführt“, betont Nieb- ling. Am Ende aber seien alle ehemaligen Führungskräfte an Bord geblieben – auch ohne Titel. „Die größte Hürde bei der Umstellung war es, die Kon- trolle aus der Hand zu geben und die Angst vor dem Chaos zu überwinden“, erzählt der Projektmanager. Berater Fi- scher bestätigt diesen Be- fund: „Demokratische Struk- turen in Unternehmen setzen einen klaren Rahmen mit viel Vertrauen und Transparenz voraus“ – und das Wissen, welche Rollen das Manage- ment den Mitarbeitern zuge- steht beziehungsweise wie stark die Manager ihre Be- schäftigten führen. Um solche Herausforde- rungen zu verstehen, hat das Medien- und Software- Unternehmen Haufe Gruppe inzwischen ein eigenes Füh- rungsmodell entwickelt: den Führungsquadranten. Das Modell veranschaulicht die Interaktion zwischen den beiden wichtigsten Parame- tern jedes Unternehmens – den Menschen beziehungs- weise Mitarbeitern und der Organisationsstruktur. Je nachdem, ob die Mit- arbeiter eher Gestalter oder Umsetzer sind beziehungs- weise die Vorgesetzten stark steuern oder auf Selbstorga- nisation setzen, zeigt das Mo- dell verschiedene Situationen (s. Grafik S. 12): Weisung und Kontrolle, Schattenorganisa- tion, agile Netzwerke und überforderte Organisation. de arbeiter Augen- men typi- ben wie Urlaub. ung für ewerber mplette euer Ar- acht He- ufgabe er Per- wegen ht: „Vor res Plans „DiegrößteHürdewar es,dieKontrolleaus derHandzugeben unddieAngstvordem Chaoszuüberwinden“ MarcoNiebling,Hema-Manager „Bring Your Own Device“ (BYOD) ermöglicht es Ar- beitnehmern, mit ihren pri- vaten Geräten auf IT-Res- sourcen des Arbeitgebers zuzugreifen. Der Ansatz kann die Produktivität stei- gern, aber auch das Unter- nehmen lahmlegen – zum Beispiel über eingeschleppte Schadsoftware. Klare Strategien, wie sich der Einsatz privater Endge- räte im Job sinnvoll organi- sieren lässt, sind trotz der bekannten Gefahren noch keine Selbstverständlich- keit. Das belegt eine Studie des US-amerikanischen Technologiekonzerns Hew- lett-Packard (HP). Für die Er- hebung befragte das Markt- forschungsinstitut Redshift Research IT-Entscheider aus England, Frankreich, Deutschland, Italien, Spani- en, Belgien, den Niederlan- den und Russland. Einerseits belegen die Zah- len deutlich, dass mobiles Arbeiten an Bedeutung ge- winnt: Arbeitnehmer werden bald wesentlich häufiger Tablets, Hybrid-PC, ein Smartphone oder andere mobile Endgeräte besitzen und damit arbeiten. Das Bewusstsein für die da- mit verbundenen Probleme ist zwar vorhanden: Die Hälfte der IT-Entscheider sieht BYOD als Bedrohung für die IT-Sicherheit an. Konsequenzen daraus zie- hen aber nur die wenigsten. 70 Prozent der Befragten besitzen keine eigene BYOD- Richtlinie. Risikofaktor Smartphone
  10. 10. 12 FOCUS 41/2015 Illustration:ModellHaufeGruppe NE T WOR K So trifft im Feld „Weisung und Kontrolle“ beispielsweise eine strenge Hierarchie mit starren Abläufen auf über- zeugte Umsetzer. Und im agilen Netzwerk profitieren eigenverantwortliche Mitar- beiter mit Macher-Qualitäten von großen Freiräumen. Manche Beschäftigte wol- len sich hingegen aktiv bei Entscheidungen einbringen – stolpern aber über autoritäre Strukturen und tauchen dann oftmals frustriert ab, um in ei- ner Schattenorganisation ihre eigenen Ziele zu verfolgen. Andere Mitarbeiter sehnen sich dagegen nach klaren Vorgaben und sind mit dem Freiraum, den ihnen ihre Vor- gesetzten gewähren, schlicht überfordert. „Wir stellen immer wieder fest, dass in allen Unterneh- men alle vier beschriebenen Situationen parallel existie- ren“, sagt Bernhard Müns- ter, Produktmanager bei der Haufe Gruppe. „Es ist für Un- ternehmen herausfordernd, Strukturen zu schaffen, die es allen Mitarbeitern möglich machen, etwas zum Unter- nehmenserfolg beizutragen – und sie etwa zu entlasten oder sie aus dem Schatten zu holen“, erklärt Münster. Dafür müssen sie unter- schiedlichste Prozesse an- schieben, die Zeit, Geld und Geduld erfordern – zumal beispielsweise das gültige Arbeitsrecht mit der neuen Arbeitswelt nicht immer op- timal zusammenpasst. Ein typisches Beispiel: das Arbeitszeitgesetz. Es legt fest, dass die „werktägliche“ Arbeitszeit für Arbeitnehmer im Normalfall nicht mehr als acht und nur ausnahmsweise zehn Stunden betragen darf. Zudem schreibt das Gesetz pro Tag eine Pause von min- destens 30 Minuten vor – und zwischen zwei Einsätzen ei- nes Mitarbeiters müssen we- nigstens elf Stunden Ruhe- zeit liegen. Früher ließen sich diese Vorgaben problemlos um- setzen – die Präsenzpflicht im Büro machte den Arbeit- gebern die Kontrolle leicht. Heute ist das anders: Wann ihre Mitarbeiter im Home- Office den Rechner herunter- fahren, ist für den Chef oft nicht mehr ersichtlich. Allerdings ist es durchaus möglich, moderne Strukturen mit den gesetzlichen Vorga- ben in Einklang zu bringen. „Arbeitgeber müssen die Ar- beitszeiten ihrer Beschäftig- ten, die über die tägliche Re- gelarbeitszeit hinausgehen, aufzeichnen. Diese Doku- mentationspflichten dürfen und sollten sie auf die Kol- legen im Home-Office über- tragen und die Unterlagen in regelmäßigen Abständen überprüfen“, empfiehlt Mar- kus Kappenhagen, Fachan- walt für Arbeitsrecht in der renommierten Kanzlei Jones Day in Düsseldorf. Extra-Aufwand betreiben müssen Unternehmen zu- dem beim Thema Arbeitssi- cherheit. „Nutzt ein Beschäf- tigter seinen Arbeitsplatz zu Hause regelmäßig, muss dieser bestimmte Voraus- setzungen im Hinblick auf das Mobiliar, die technische Ausstattung, die Raumgröße und die Beleuchtung erfül- len“, warnt Arbeitsrechtler Kappenhagen. All dies sollte das Unternehmen regelmäßig kontrollieren. „Idealerweise lässt sich ein Chef daher per Vertrag ein Zutrittsrecht zur Privatwohnung von all jenen Mitarbeitern einräumen, die regelmäßig von zu Hause Wechselhafte Beziehungen Das Modell der Haufe Gruppe unterscheidet im Zusammenspiel zwischen Mit- arbeitern und Führungsorganisation vier Situationen, die in allen Unternehmen parallel existieren. Ob entscheidungswillige und freiheitsliebende Beschäftigte oder hierarchiebewusste Vorgesetzte – um Strukturen zu bilden, die alle Mitarbeiter ansprechen beziehungsweise optimal fordern, sollten Unternehmen verschie- denste Prozesse anstoßen. Dafür müssen sie sich aber zunächst mit der aktuell vorhandenen Ist-Situation in ihrem Betrieb auseinandersetzen.
  11. 11. FOCUS 17/2014 13 Fotos:xxxxxx/FOCUS-MagazinBxxxxxxxxxx In Kooperation mit BURGERGRILL½BAR HANS IM GLÜCK ZIEHT WEITER „So glücklich wie ich, gibt es keinen Menschen unter der Sonne!“ Diese Worte spricht Hans, nachdem er auf seinem Weg Schritt für Schritt Wertvolles gegen Wertloses eingetauscht hat. Für ihn zählt der Moment. Wir möchten Dir mit unseren Burgern einen besonderen Moment des Glücks schenken. Komm uns besuchen und genieße die Vielfalt unserer Burger – klassisch, machten Schorlen oder unseren köstlichen Cocktails. nehmerpersönlichkeiten mit Ausstrahlung die Möglichkeit als Franchisepartner Hans auf dieser Reise zu begleiten. Neugierig? Mehr zum Thema Franchise findest Du auf unserer Homepage: hansimglueck^franchise.de oder ruf uns einfach an: Telefon +49 (0)89 149903^7880. BERLIN · BREMEN · DÜSSELDORF · ESSEN · FLENSBURG · HAMBURG · HEILBRONN · KÖLN · LANDSHUT · LÜBECK · MAINZ · MÜNCHEN MÜNSTER · NÜRNBERG · OLDENBURG · RECKLINGHAUSEN · REGENSBURG · ROSENHEIM · RÜGEN · STUTTGART · WUPPERTAL aus arbeiten“, sagt Kappen- hagen. Berufliches und Privates vermischen sich in der Ar- beitswelt inzwischen auch noch an anderer Stelle. Eine Studie des Branchenver- bands Bitkom vor etwa drei Jahren ergab, dass Arbeit- nehmer ihre eigenen techni- schen Geräte wie Notebook, PC und Handy immer öfter im Job verwenden. Heute, so schätzen Bran- chenexperten, dürfte die Ver- breitung dieses Systems – nicht zuletzt wegen der immer intensiveren Nutzung von Smartphones und Ta- blets – wesentlich höher sein. Dabei birgt die Methode, beispielsweise geschäftliche Mails vom eigenen Smart- phone oder Laptop zu schrei- ben oder zu beantworten, viele gravierende Nachteile (s. Kasten Seite 11). „Ebenso wie beim Arbei- ten von zu Hause aus müssen Unternehmen und Beschäf- tigte sich auch beim Einsatz privater Mobilgeräte umfas- send absichern“, erklärt Ar- beitsrechtler Kappenhagen. Arbeitgeber sollten nicht dem Irrglauben erliegen, dass es für sie als Unterneh- men günstiger ist, wenn ihre Mitarbeiter berufliche Ange- legenheiten von ihren Privat- geräten aus erledigen. Das Gegenteil ist der Fall: Das Beratungsunternehmen Deloitte weist darauf hin, dass die Anschaffungskos- ten – gerechnet auf die Le- bensdauer der Geräte – ge- rade einmal 20 Prozent der Gesamtbetriebskosten aus- machen. Diesen potenziel- len Einsparungen stehen massive Kosten gegenüber, die unter anderem entste- hen, weil die Unternehmen für verbesserte Lösungen der IT-Sicherheit oder mobile Datentransfers Geld ausge- ben müssen. Bis die schöne neue Ar- beitswelt reibungslos funk- tioniert, gilt es für die Un- ternehmen also noch einige Schwierigkeiten zu überwin- den. Doch die Mühe und der Einsatz zahlen sich sicher- lich für Unternehmensfüh- rung, Personaler und Mitar- beiter gleichermaßen aus. Denn auf die „Arbeit von gestern“ haben Beschäf- tigte – nicht nur beim Soft- ware-Giganten Microsoft – einfach keine Lust mehr. CATRIN GESELLENSETTER „Arbeiten Beschäf- tigteregel- mäßigvon zuHause, solltensich Arbeitgeber einZutritts- recht einräumen lassen“ MarkusKappenhagen, Arbeitsrechtler

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