Archäologische Dateninfrastrukturen                                                 4. Februar 2011                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                 4. Februar 2011        Was wären wir o...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                            4. Februar 2011        Das Problem des „los...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Archäologische Dateninfrastrukturen                                                                                       ...
Nächste SlideShare
Wird geladen in …5
×

Archäologische Dateninfrastrukturen

956 Aufrufe

Veröffentlicht am

Vortragsfolien des Vortrags auf dem 2. Workshop der AG CAA in Mainz, 4. Februar 2011

Veröffentlicht in: Bildung, Technologie, Business
0 Kommentare
0 Gefällt mir
Statistik
Notizen
  • Als Erste(r) kommentieren

  • Gehören Sie zu den Ersten, denen das gefällt!

Keine Downloads
Aufrufe
Aufrufe insgesamt
956
Auf SlideShare
0
Aus Einbettungen
0
Anzahl an Einbettungen
5
Aktionen
Geteilt
0
Downloads
2
Kommentare
0
Gefällt mir
0
Einbettungen 0
Keine Einbettungen

Keine Notizen für die Folie

Archäologische Dateninfrastrukturen

  1. 1. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 Archäologische Dateninfrastrukturen Prof. Dr. phil. Kai-Christian Bruhn Fachhochschule Mainz Kai-Christian Bruhn Fachhochschule Mainz Lucy-Hillebrand-Str. 2 55128 Mainz bruhn@fh-mainz.de2. Workshop der AG CAA 1
  2. 2. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 2 Hinweis Überarbeiteter Foliensatz des Vortrags „Archäologische Dateninfrastrukturen“ gehalten am 4. Februar 2011 anläßlich des 2. Workshops der AG CAA in Mainz Aus urheberrechtlichen Gründen können nicht alle gezeigten Abbildungen in diesen für die online- Publikation vorgesehenen Foliensatz übernommen werden. Dieses Werk ist unter einem Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Germany Lizenzvertrag lizenziert. Um die Lizenz anzusehen, gehen Sie bitte zu http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/ oder schicken Sie einen Brief an Creative Commons, 171 Second Street, Suite 300, San Francisco, California 94105, USA. Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 2. Workshop der AG CAA 2
  3. 3. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 3 Was machen wir mit all den Daten? Michael Mandiberg http://www.flickr.com/photos/theredproject/3332644561/ CC BY-SA Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 Wir haben ein Problem. Dieses Problem ist vielschichtig und läßt sich mit der Frage umschreiben: Was machen wir mit all den Daten? Diese Frage stellt sich dringend und muss gerade auf einer Veranstaltung wie dieser diskutiert werden Dem Charakter des Workshops entsprechend werde ich daher keinen Versuch starten, die Frage umfassend zu beantworten Vielmehr geht es mir zunächst darum, die Dringlichkeit der Frage ausreichend zu würdigen und einen bisher kaum berücksichtigen Weg der Lösung vorzustellen. 2. Workshop der AG CAA 3
  4. 4. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 4 Was machen wir mit all den Daten? ● Das Problem ● Jäger und Sammler auf der Jagd nach Trophäen ● Die Eingrenzung ● Raumbezug und Geodaten ● Die Herausforderung ● Amtliche und Institutionelle Daten ● Die Lösung? ● Standardkonforme Webdienste ● Der Weg ● Modellierung und Datenhygiene ● Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 Das Problem ● ● Jäger und Sammler auf der Jagd nach Trophäen Die Eingrenzung ● ● Raumbezug und Geodaten Die Herausforderung ● ● Amtliche und Institutionelle Daten Die Lösung? ● ● Standardkonforme Webdienste Der Weg ● ● Modellierung und Datenhygiene 2. Workshop der AG CAA 4
  5. 5. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 5 Das Problem Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 2. Workshop der AG CAA 5
  6. 6. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 6 Das Problem Informationen im digitalen Zeitalter Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 Nach wie vor ist das Buch, die Publikation, Ziel wissenschaftlicher archäologischer Arbeit. Für diese Publikationen werden immer mehr Informationen über digitale Daten erzeugt. Die Weitergabe von Informationen sind im Medium Buch auf analoge Inhalte beschränkt. Wenn digitale Daten in analoge Publikationsformen überführt werden, geht Information verloren Die Archäologie muss vor diesem Hintergrund berücksichtigen, dass entscheidende Inhalte nicht mit publiziert werden. Wenn etwa aus einer aufwändigen GIS-Analyse nur gedruckte Karten und Tabellen hervorgehen, werden wichtige Informationen der Fachwelt vorenthalten. Karten und Diagramme als Trophäe? Trophäe an der Wand aber wo ist das Fleisch? Wir sind heutzutage in der Lage, die Fachpublikationen inkl. „Fleisch“ zur Verfügung zu stellen. Wie aber könnte das funktionieren? 2. Workshop der AG CAA 6
  7. 7. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 7 Das Problem ● Datenmenge ● Enormer Zuwachs an Datenbeständen ● Datenkomplexität ● Möglichkeiten der Prozessierung nehmen zu ● Datenmodelle werden vielschichtiger ● Datenproduzenten ● Immer mehr Hersteller von immer komplexeren, größer werdenden Datenbeständen Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 Die beschriebene Problematik etwas systematisiert betrachtet. Datenmenge ● ● Enormer Zuwachs an Datenbeständen Datenkomplexität ● ● Möglichkeiten der Prozessierung nehmen zu ● Datenmodelle werden vielschichtiger Datenproduzenten ● ● Jeder Wissenschaftler ist heutzutage Datenproduzent ● Immer mehr Hersteller von immer komplexeren, größer werdenden Datenbeständen 2. Workshop der AG CAA 7
  8. 8. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 Was wären wir ohne den Drucker? Er führt uns durch das Wurmloch zwischen digitaler und analoger Welt. Beim Drucken werden aus digitalen Informationen analoge. Karten brauchen Legenden, Maßstäbe und Beschriftungen. Im digitalen Datensatz sind diese Informationen inhärent. Wie gelingt es uns, diese digitalen Informationen und deren Vernetzung zu organisieren? 2. Workshop der AG CAA 8
  9. 9. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 Das Problem des „loss of information about complex evolving systems“ steht am Anfang der Verlinkung von Daten im Internet und war der Kern von Tim Berners-Lee legendärem Proposal, das immerhin schon damals als „vague but exciting“ eingeschätzt wurde 2. Workshop der AG CAA 9
  10. 10. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 10 Das Problem Immer mehr digitale Information beherrscht die Forschung aber: beherrscht die Forschung auch die digitale Information? Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 Das Problem läßt sich so zusammenfassen: Immer mehr digitale Information beherrscht die Forschung aber beherrscht die Forschung auch die digitale Information? Antwort: nein! 2. Workshop der AG CAA 10
  11. 11. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 11 Die Eingrenzung ● Archäologische Informationen liegen vor in ● Texten – Quellen, Publikationen, Berichte, Briefe etc. ● Alphanumerischen Daten – Zahlen, Listen, Tabellen etc. ● Graphischen Daten – Photographien, Zeichnungen, Pläne, Karten etc. Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 Hier können nicht die vielen Problemfelder besprochen werden. Weder Fragen der Langzeitverffügbarkeit noch die vielen verschiedenen Formate archäologischer Information werden gewürdigt. Ein entscheidender Punkt sei dennoch genannt: Gewöhnliche digitale Datenformate können eine Information nicht direkt speichern. 2. Workshop der AG CAA 11
  12. 12. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 12 Die Eingrenzung ● In den gängigen Formaten bleibt eine entscheidende Information unberücksichtigt: Wo? Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 Nämlich die Frage nach dem wo? An dieser Stelle wird sich daher darauf beschränkt, Wege zu diskutieren, wie wir digitale Informationen zum Wo austauschen können 2. Workshop der AG CAA 12
  13. 13. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 13 Die Eingrenzung ● Zentrale Fragen der Archäologie hängen ab vom ● Raumbezug der Informationen – Absolut ● Wo wurde etwas gefunden? ● Was war hier vorher? – Relativ ● Was wurde in der Nähe gefunden? – Vertrauter Begriff ● Kontext cc by sa http://www.soil-net.com/album/Culture_Archaeology/slides/CAPPADOCIA%20Uchisar%20rock%20formations.html Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 Dabei spielt die Frage dem Wo eine entscheidende Rolle in der archäologischen Forschung. Annähernd jede Fragestellung ist entweder an absoluten oder relativen Raumbezug gekoppelt. Der gängige Begriff dazu ist Kontext in seiner ganzen Vielfältigkeit vom Befund bis hin zur öffentlichen Wirkungsweise antiker Standbilder 2. Workshop der AG CAA 13
  14. 14. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 14 Die Eingrenzung ● Information mit Raumbezug ist Geoinformation ● Vier Aspekte der Geodaten – Geometrie ● Absolute Lage und Form (Koordinaten in Bezugssystemen) – Topologie ● Gespeichert räumliche Beziehungen (relative Lage) – Sachdaten (Thematik, Semantik) – Dynamik ● Zeitliche Veränderung der Geoobjekte Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 Einen Teil des Bedeutungsfeldes des Begriffs Kontext ist über den terminus technicus Raumbezug abgedeckt. In diesem Kontext ist Geoinformation Information mit Raumbezug und wird in Geodaten repräsentiert. Für die Archäologie können die vier Aspekte, die die Geoinformatik in Geodaten unterscheidet, direkt übernommen werden. Entsprechend werden Informationssysteme, die Geodaten erfassen, verwalten, analysieren und präsentieren können (Geographische Informationssysteme GIS) immer häufiger in der archäologischen Forschung eingesetzt 2. Workshop der AG CAA 14
  15. 15. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 15 Die Eingrenzung Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 Für Geodaten muss festgelegt sein, welchem Geometriemodell sie folgen. Entsprechend müssen die meist in Tabellen erfassten Sachdaten und ggf. die topologischen Bezüge festgelegt werden. Schließlich muss die zeitliche Veränderbarkeit von Geodaten berücksichtigt werden. 2. Workshop der AG CAA 15
  16. 16. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 16 Die Herausforderung Wie organisieren wir den Austausch raumbezogener Informationen, die als digitale Daten vorliegen? Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 Nach diesem Blick in die Grundlagen der Geoinformatik zurück zu unserer Frage: Wie organisieren wir den Austausch raumbezogener Information, die als digitale Daten vorliegen. 2. Workshop der AG CAA 16
  17. 17. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 17 Die Herausforderung ● Lösung des Problems ist notwendig ● Amtliche Daten – Bodendenkmalpflege muss sog. Geobasisdaten vorhalten ● INSPIRE-Richtlinie der EU, Umsetzung in den Ländern ● Institutionelle Daten – Forderung nach der Publikation sog. Forschungsprimärdaten ● Schwerpunktinitiative „Digitale Information“ ● ESF/EUROHORCS Roadmap Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 Dieses Problemfeld ergibt sich nicht nur aus fachinternen Erwägungen, wie sie am Anfang des Vortrages formuliert wurden. Tatsächlich wird der Ruf nach dem Austausch und der Verfügbarkeit archäologischer Fachdaten inklusiven deren Raumbezugs lauter Für die Betrachtung lohnt es sich zwischen amtlichen und institutionellen Daten zu unterscheiden 2. Workshop der AG CAA 17
  18. 18. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 18 Die Herausforderung ● Amtliche Daten ● INSPIRE – Infrastructure for Spatial Information in the European Community – Initiative der Europäischen Kommission mit dem Ziel ● eine europäische Geodaten-Basis mit integrierten raumbezogenen Informationsdiensten zu schaffen – In Kraft seit 2007 ● Interoperable Geobasis- und Geofachdaten ● Gilt nur für schon digital vorliegende Daten ● Schwerpunkt Umwelt Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 INSPIRE Infrastructure for Spatial Information in the European Community 2. Workshop der AG CAA 18
  19. 19. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 19 Die Herausforderung ● INSPIRE soll den grenzüberschreitende Austausch von Geodaten ermöglichen ● Identifizierte Problemfelder – Verfügbarkeit (availability) – Qualität (quality) – Organisation (organisation) – Zugänglichkeit (accesibility) – Mehrfachnutzung (sharing) Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 Die im Rahmen der INSPIRE-Richtlinie identifizierten Problemfelder stehen stellvertretend auch für die Probleme für den Informationsaustausch auch innerhalb der Archäologie Eine Lösung muss sich an diesen Begriffen messen lassen. 2. Workshop der AG CAA 19
  20. 20. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 20 Die Herausforderung ● INSPIRE ● Daten sollen da gespeichert und vorgehalten werden, wo sie entstehen – wenn Voraussetzungen vorhanden – einmalig und nicht mehrfach ● Behördliche Geodaten sollen frei auffindbar und zugänglich werden – Einschränkungen möglich ● Geodaten sollen verknüpfbar werden ● Geodaten sollen für unterschiedliche Anwendungen und durch unterschiedliche Anwender nutzbar und damit interoperabel werden Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 In der Umsetzung werden einige Schwerpunkte gesetzt. Interessant auch für die Archäologie vor allem die Vorgabe, Daten dort vorzuhalten, wo sie entstehen und gepflegt werden. Für die folgenden Forderungen vor allem nach der Interoperabilität muss bei Lösungsansätzen im Vordergrund stehen 2. Workshop der AG CAA 20
  21. 21. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 21 Die Herausforderung ● INSPIRE aus Sicht des Nutzers Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 Idee zur Umsetzung der INSPIRE-Richtlinie Über ein Geoportal greift der Nutzer auf Suchdienste zu, um sich die Ergebnisse ggf. online darstellen zu lassen und/oder herunterzuladen Für den Austausch von Geodaten (vor allem länderübergreifend) entscheidend ist der Koordinatentransformationsdienst, der die Ergebnisse in unterschiedlichen Bezugssystemen ausliefert 2. Workshop der AG CAA 21
  22. 22. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 22 Die Herausforderung ● INSPIRE Data Specification on Protected Sites – Guidelines ● ProtectedSite http://inspire-twg.jrc.ec.europa.eu/inspire-model/EARoot/EA2/EA10/EA7516.html Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 Relevanz von INSPIRE für die Archäologie v.a. auf amtlicher Ebene Data Specification on Protected Sites → Bodendenkmäler Abgebildet hier ein Ausschnitt des betreffenden UML-Klassendiagramms http://inspire-twg.jrc.ec.europa.eu/inspire-model/EARoot/EA2/EA10/EA7516.html 2. Workshop der AG CAA 22
  23. 23. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 23 Die Herausforderung „Durch die föderale Struktur der Bundesrepublik Deutschland ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht klar, in welcher Art und Weise in den Anhängen I zur Richtlinie der Begriff der „protected sites“ auszulegen ist Die Begrifflichkeit im Englischen wird unter Ziff. ist. 9 der Anlage 1 zu § 31 Abs. 1 Nr. 4 als „Schutzgebiet“ beschrieben. Diese werden in Abs. 1 Nr. 4 des § 31 als Geodaten neben anderen definiert. Sollten – was durch Rechtsverordnung erst noch herauszustellen sein wird – Kulturdenkmäler oder Teilmengen davon (Gesamtanlagen) – als Schutzgebiete („protected sites“) und damit als Geodaten definiert werden, wird das Landesamt für Denkmalpflege eine Stelle sein, die Geodatendienste zur stellt. Verfügung stellt Dabei, und das wird den großen Unterschied zum jetzigen Ausbau des „DenkXweb“ sein, wird die Folge die Verpflichtung nach § 34 sein, die dort näher beschriebenen Geodatendienste zur Verfügung zu stellen. Diese Pflicht wird weit darüber hinaus gehen, was das Landesamt für Denkmalpflege gegenwärtig und zukünftig zu leisten in der Lage ist.“ Brief des Präsidenten des Landesamt für Denkmalpflege Hessen an MdL Clemens Reif (29.1.2010) ● http://starweb.hessen.de/cache/AV/18/WVA/WVA-AV-011-T1.pdf Schriftliche Anhörung: Gesetz zur Änderung zur Änderung des Hessischen Vermessungs-und Geoinformationsgesetzes und des Denkmalschutzgesetzes- Drucksache 18/1154 Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 Umsetzung in der föderal zergliederten Bodendenkmalpflege Deutschlands. Exemplarisch ein Brief des Präsidenten des hessischen Landesamtes für Denkmalpflege, Prof. Dr. Gerd Weiß http://starweb.hessen.de/cache/AV/18/WVA/WVA-AV-011-T1.pdf Die Probleme werden deutlich angesprochen. Entscheidend: Das Landesamt wird eine Stelle sein, die Geodatendienste zur Verfügung stellt Problematisch: Weiß sieht das Landesamt AUCH ZUKÜNFTIG nicht in der Lage, entsprechende Dienste zur Verfügung zu stellen Hier ist abzuwarten, ob die Ergebnisse der Arbeit der Kommission Archäologie und Informationssysteme - AG Rechtliche Aspekte zugänglich werden: LINK 2. Workshop der AG CAA 23
  24. 24. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 24 Institutionelle Daten Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 Neben den amtlichen Daten, die auf Grundlage rechtlicher Bestimungen „austauschbar“ (interoperabel) gemacht werden müssen bleibt die Frage, wie es um die Daten von Forschungsprojekten bestellt ist: 2. Workshop der AG CAA 24
  25. 25. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 25 Die Herausforderung ● Initiative Digitale Information ● 5 Aktionsfelder, darunter Forschungsdaten: „Der Aufwand für das Gewinnen von Daten als Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnis […] liegt allein in Deutschland in der Größenordnung von mehreren Milliarden Euro pro Jahr. Es ist unbestreitbar, dass viele dieser Daten nach einer relativ kurzen Phase der Auswertung durch Einzelne oder kleine Gruppen dem Vergessen oder sind. gar dem Verfall ausgesetzt sind Hier sehen alle Wissenschaftseinrichtungen einen dringenden Handlungsbedarf hinsichtlich der systematischen Sicherung, Archivierung und Bereitstellung dieser Daten für die Nachnutzung durch Dritte." http://www.allianzinitiative.de/de/handlungsfelder/forschungsdaten/ Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 Initiative Digitale Information http://www.allianzinitiative.de/de/handlungsfelder/forschungsdaten/ Alexander von Humboldt-Stiftung, Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina, Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Deutscher Akademischer Austausch Dienst (DAAD), Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Leibniz-Gemeinschaft. Max-Planck- Gesellschaft. Wissenschaftsrat Deutliche Bennenung der Probleme, die auch für die Archäologie zutreffen 2. Workshop der AG CAA 25
  26. 26. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 26 Die Herausforderung ● „EUROHORCs and ESF Vision on a Globally Competitive era and their Road Map for Actions“ ● European Science Foundation (ESF) ● European Heads of Research Councils (EUROHORCS) 8. Open access to the output of publicly funded research and permanent access to primary quality-assured research data; http://www.eurohorcs.org/SiteCollectionDocuments/ESF_Road%20Map_long_0907.pdf Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 European Sc ience Foundation und European Heads of Research Councils Erweiterung der Forderung nach qualitätsgeprüften Forschungsdaten Dazu fehlt es in der Archäologie schon an den Grundlagen 2. Workshop der AG CAA 26
  27. 27. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 27 Vorhandene Ansätze Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 2. Workshop der AG CAA 27
  28. 28. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 28 Vorhandene Ansätze ● ADeX ● Kommission Archäologie und Informationssysteme beim Verband der Landesarchäologen ● Ziel war die Entwicklung eines bundesweiten Standards für den Datenaustausch zwischen den archäologischen Landesämtern und anderen Fachinstitutionen – Zwei csv-Dateien mit 27 bzw. 4 Spalten – Objekt- und Metainformation Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 Zu Adex vgl. Landesarchaeologen.de A. Posluschny, Über alle Grenzen - Datenaustausch zu archäologischen Fundstellen in Deutschland (pdf: http://www.ag-caa.de/pdfs_bonn/posluschny.pdf) Hoher Konvertierungsaufwand Kein gängiges Geodatenmodell berücksichtigt 2. Workshop der AG CAA 28
  29. 29. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 29 Vorhandene Ansätze ● Denkmaldaten als Teil der Geodateninfrastruktur der Länder ● Bayern, Hessen, Sachsen, Nordrhein-Westfalen ● Unterschiedlich weit, unterschiedlich eingebunden in die GDI ● Weitere Initiativen ● Museen – DigiCult Saarland ● http://saarland.digicult-museen.net/objekte/index.php?site=Home – DigiCult Verbund eG ● Schleswig-Holstein und Hamburg ● http://www.museen-sh.de/ml/ Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 Einige Denkmalämter stellen ihre Daten bereits über Geoportale zur Verfügung: Bayern: http://www.mapmatters.org/server/2880 Mecklenburg-Vorpommern: http://www.mapmatters.org/server/3158 Einen anderen Weg gehen das Saarland, Hamburg und Schleswig Holstein, deren DigiCult-Initiative K. Mertens, Auf dem Weg zu einer digitalen Erfassung der archäologischen Sammlung am Helmsmuseum, Folie 10 http://www.ub.rub.de/Projekte/Dateien/Workshop_Mertens.pdf 2. Workshop der AG CAA 29
  30. 30. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 30 Vorhandene Ansätze ● OpenContext ● UC Berkeley School of Information – OpenAccess/OpenData – Ansatz der Linked Data ● ArcheoInf ● Universitäten Göttingen/Bochum/Dortmund – OpenAccess/OpenData – Integration heterogener Bestände – Ansatz Linked Data Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 Vorhandene Ansätze für Forschungsdaten. Exemplarisch: OpenContext: http://opencontext.org Archeoinf: http://www.archeoinf.de/ OpenAccess (auch in Forderungen der Wissenschaftsallianz enthalten) Linked Open Data (LOD) (http://linkeddata.org/) Frei verfügbare Daten, die mit einheitlichem http-Aufruf direkt verlinkt werden können 2. Workshop der AG CAA 30
  31. 31. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 31 Die Lösung? Komplexität raumbezogener Daten und die große Anzahl der Anbieter verhindern einen funktionierenden, dateibasierten Austausch. Ebenso ist der direkte Zugriff auf Datenbanken nur über aufwändige Datenkonvertierungen möglich Technologien des Semantic Web und der Ansatz „OpenData“ wird einigen Belangen zur Zeit nicht gerecht Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 Reichen die Ansätze? Was steht einer einfachen Lösung im Wege? 2. Workshop der AG CAA 31
  32. 32. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 32 Die Lösung? Ansatz des Open Geospatial Consortium Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 Die Problematik wurde schon vor 20 Jahren erkannt und im Bezug auf Geodaten eine funktionable Lösung entwickelt, die alle Anforderungen erfüllt. 2. Workshop der AG CAA 32
  33. 33. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 33 Die Lösung? ● Open Geospatial Consortium ● 1994 gegründet, gemeinnützig ● über 400 Mitglieder – Regierungsorganisationen, Industrie, Universitäten ● Zentrale Aufgabe – Entwicklung raumbezogener Schnittstellen, die weltweit frei verfügbar sind und unentgeltlich genutzt werden können – Interoperabilität auf Basis offener und freier Standards Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 http://www.opengeospatial.org/ 2. Workshop der AG CAA 33
  34. 34. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 34 Die Lösung? ● Ansatz des OGC ● Standardisierung der Funktionen, die raumbezogene Information bereitstellen ● Implementierungsspezifikationen – Definition von Zugriffsschnittstellen auf Geoinformationsdienste ● Ähnlich dem Verfahren zum Austausch von emails: – POP (Empfangen) und SMTP (Senden) ermöglichen den Austausch der Daten unabhängig von Email-Programm oder Betriebssystem Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 Nicht Datentypen oder Softwarelösungen werden standardisiert, sondern die Schnittstellen zum Austausch. Ähnlich ist der Austausch von emails unabhängig von Datenformaten und Anwendungen realisiert 2. Workshop der AG CAA 34
  35. 35. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 35 Die Lösung? ● Anforderungen an Standardisierung ● Erarbeitung und Verabschiedung in transparentem, offenen Verfahren ● Nutzung ist kostenfrei auch in kommerzieller Umgebung ● Standard steht öffentlich zur Verfügung und kann kostenfrei verbreitet werden ● Nicht diskriminierend und herstellerunabhängig ● Zertifizierung durch festgelegte Testszenarien Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 Wichtige Unterscheidung im Unterschied zu Pseudo-Standards (dxf, shapefile etc.) 2. Workshop der AG CAA 35
  36. 36. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 36 Die Lösung? ● Aufbau einer Dateninfrastruktur auf der Basis von Diensten ● Verteiltes System über ein Netzwerk ● Besteht aus lose miteinander gekoppelten Komponenten ● Hat Anbieter, Vermittler und Nutzer Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 Wie kann aus Schnittstellen eine Infrastruktur entstehen? 2. Workshop der AG CAA 36
  37. 37. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 37 Die Lösung? ● Service-Oriented-Architecture (SOA) ● Merkmale – Dynamische Lokalisierung und Bindung – Eigenständige Module – Lose Kopplung – Netzwerkadressierbarkeit – Interoperabilität – Servicekomposition ● Rollen – Anbieter – Nutzer – Verzeichnis Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 Realisierung über vernetzte Dienste 2. Workshop der AG CAA 37
  38. 38. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 38 Die Lösung? ● Wichtige Spezifikationen des OGC – Simple Feature Access ● Speicherung und Zugriff auf Geometrien ● verschiedene räumliche Operatoren – WMS ● Web Mapping Service (Karten) – WCS ● Web Coverage Service (Rasterdaten) – WFS ● Web Feature Service (Vektordaten) – CSW/WCAS ● Catalogue Service for the Web/Web Catalogue Service – WPS ● Web Processing Service (Datenprozessierung) Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 Trotz des aufwändigen Spezifikationsverfahrens sind zentrale und für die Archäologie wichtige Standards fertig entwickelt An zwei Beispielen wird die Idee und Funktion dieser Dienste gezeigt 2. Workshop der AG CAA 38
  39. 39. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 39 Beispiel WMS ● Web Mapping Service ● GetCapabilities https://extranet.mainz.de/gint-cgi/mapserv?map= /data/mapbender2-int/umn-wwwclient/a61/a61-satzungen.map& SERVICE=WMS &REQUEST=GetCapabilities ● GetMap – layer gsg_p ● Übersicht der Grabungsschutzgebiete der Stadt Mainz Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 Beispiel Grabungsschutzgebiete der Stadt Mainz Über einen eindeutigen http-Aufruf wird der Dienst mit der getCapabilities-Anfrage nach seinen Inhalten befragt. Der Dienst Antwortet in Form einer XML-Datei. Mit dem Parameter getMap können Daten vom Dienst angefordert werden. Der WMS kann abfragbare Rasterkarten liefern, erlaubt aber keinen Zugriff auf einzelne Geodaten 2. Workshop der AG CAA 39
  40. 40. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 40 Beispiel WMS ● Choreographie von Diensten ● Grabungsschutzgebiete ● Gemarkungen – http://www.geoportal.rlp.de/mapbender/x_geoportal/wms.php? layer_id=29307&REQUEST=GetCapabilities&VERSION=1.1.1&SERVI CE=WMS Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 Choreographie von Diensten Auf einem anderen Server wird der Dienst zur Anzeige von Gemarkungen angefordert. 2. Workshop der AG CAA 40
  41. 41. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 41 Beispiel WMS ● Choreographie von Diensten ● Grabungsschutzgebiete, Gemarkungen, DTK25v Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 Und schließlich die Digitale Topographische Karte 1:25.000 Der Raumbezug komplexer Geodaten bleibt erhalten 2. Workshop der AG CAA 41
  42. 42. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 42 Beispiel WFS ● Web Feature Service ● Internetgestützter Zugriff auf Vektordaten – GetCapabilities – DescribeFeatureType – GetFeature – GetGmlObject – Transaction – LockFeature Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 Häufiger in der Archäologie benötigt: Vektordaten (Punkte, Linien, Flächen) Heutzutage überwiegend in CAD-Umfeld realisiert (3D) WFS ermöglicht den direkten Zugriff auf die Daten 2. Workshop der AG CAA 42
  43. 43. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 43 Beispiel WFS http://www.beispiel.org/geoserver/wfs?request=GetCapabilities Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 Beispiel einer getCapabilities-Anfrage an einen WFS-Server Die Antwort enthält Angaben zum Anbieter und den zur Verfügung stehenden Ausgabeformaten (dxf, gml, shape etc.) 2. Workshop der AG CAA 43
  44. 44. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 44 Beispiel WFS http://www.beispiel.org/geoserver/wfs?request=GetCapabilities Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 Zusätzlich werden die Feature-Types (Arten der Geodaten) beschrieben. Hier im Beispiel Festpunkte einer Vermessungskampagne in Oberägypten 2. Workshop der AG CAA 44
  45. 45. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 45 Beispiel WFS http://www.beispiel.org/geoserver/wfs? request=GetFeature& version=1.1.0& srsName=urn:x-ogc:def:crs:EPSG:32636& WGS 84/UTM zone 36N typeName=beispiel:festpunkte& outputformat=csv ...srsName=urn:x-ogc:def:crs:EPSG:22992&... Egypt 1907/Red Belt Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 Aufgrund dieser Informationen können unterschiedliche getFeature-Anfragen formuliert werden Dabei können auch unterschiedliche Bezugssysteme und Ausgabeformate angefordert werden Im Beispiel zweimal die Ausgabe als csv-Datei, einmal in UTM-Projektion und einmal im Bezugssystem Egypt1907/Red Belt 2. Workshop der AG CAA 45
  46. 46. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 46 Beispiel WFS http://www.beispiel.org/geoserver/wfs? http://www.beispiel.org/geoserver/wfs? request=GetFeature& request=GetFeature& version=1.1.0& version=1.1.0& typeName=beispiel:festpunkte& typeName=beispiel:festpunkte& outputformat=excel outputformat=dxf Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 Der gleiche Server, die gleichen Daten Ausgabe als Excel-Tabelle und als dxf-Datei 2. Workshop der AG CAA 46
  47. 47. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 47 Beispiel WFS Umsetzbar: http://www.beispiel.org/geoserver/wfs? request=GetFeature& version=1.1.0& typeName=beispiel:festpunkte& outputformat=aDex WFS Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 Entsprechend wäre auch ein outputformat=adex möglich 2. Workshop der AG CAA 47
  48. 48. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 48 Beispiel WMS-KML http://www.beispiel.org/geoserver/wms/kml?layers=beispiel:control_point Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 Der gleiche Datensatz als kml-Datei für google Earth unter einer eindeutigen html- Adresse 2. Workshop der AG CAA 48
  49. 49. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 49 Der Weg ● Digitale Daten Teil von Publikationen begreifen ● Datensätze beschreiben (Metadaten) ● Prozessierung dokumentieren ● Datenmodelle mitliefern (UML) ● Interdisziplinär Arbeiten ● Viele Disziplinen stehen vor gleichen Herausforderungen ● Geoinformatik in fast allen Hochschulen vorhanden – Geodäsie, Informatik, Geographie ● Reflektieren ● Archäologische Arbeiten modellieren Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 Die Lösungen über eine Dienstarchitektur mit archäologischen Fachdaten sind vielversprechend. Was muss in der archäologischen Forschung beachtet werden? Mindestens genausoviel Sorgfalt auf die Daten verwenden wie auf die Publikation. Sonst fehlt das Fleisch! Keine Archäologie-internen Lösungen fabrizieren, sondern Kontakt zu anderen Disziplinen suchen und deren Erfahrungen mit einbeziehen. Wenn eines Tages eine Qualitätssicherung vorgenommen werden soll, das Zustandekommen der Daten auch in Modellen abbilden 2. Workshop der AG CAA 49
  50. 50. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 50 Der Weg ● OGC-konforme Dienste bereitstellen ● Bedienerfreundliche und robuste Lösungen vorhanden – Auch OpenSource (PostGIS, Geoserver, Mapserver etc.) ● http://www.osgeo.org/ ● Anpassbar auf Umfeld – „Insellösungen“ unproblematisch, solange die Schnittstellen bedient werden – Abstimmung mit anderen Ämtern/Institutionen (häufig CAD-lastig) – Zukunfssicher ● GDI-DE ● >15 Jahre Bearbeitung ähnlich gelagerter Probleme ● Gleiche Fehler nicht zweimal machen – Kontakte aufbauen! Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 OGC-Dienste sind keine Hexerei. Vieles ist OpenSource in robusten Lösungen vorhanden Die reichen Publikationen zum ähnlich gelagerten Themenfeld GDI-DE lesen! Größte Vorteile: Vor Ort, wo die Daten entstehen und vorgehalten werden, kann auf spezifische Umstände Rücksicht genommen werden. Entscheidend ist, dass die Schnittstelle als Dienst existiert Rechteverwaltung vielschichtig zu implementieren 2. Workshop der AG CAA 50
  51. 51. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 51 Besten Dank! Fragen? Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 2. Workshop der AG CAA 51
  52. 52. Archäologische Dateninfrastrukturen 4. Februar 2011 52 Zusätzliche Hinweise ● Geodaten und Raumbezug ● Bill, Ralf. Grundlagen der Geo-Informationssysteme. 5. Aufl. Wichmann, 2010 ● http://www.geoinformation.net/ ● OGC ● http://www.ogcnetwork.net/learn Kai-Christian Bruhn, Archäologische Dateninfrastrukturen, 2. Workshop der AG CAA, Mainz 4. Februar 2011 2. Workshop der AG CAA 52

×