Die Luftdichte Gebäudehülle Qualitätsmerkmal für künftiges Bauen
Inhalte Was spricht für luftdichtes Bauen Regeln/Normen Handhabung sowie Umgang mit Materialien Klebebänder Folien Plattenwerkstoffe Praxisempfehlungen Schnittstellenproblematik erkennen, (Einbauteile) in der Vorplanung berücksichtigen,  Prüfung von Gebäuden Qualitätskontrolle
Zur Person Helmut Schuler Zimmermeister und geprüfter Gebäudeenergieberater HWK Zertifizierter Prüfer zur Messung der Luftdichtung am Gebäude Baubiologe IBN Ausbildungsmeister im Zimmerer Ausbildungs Zentrum und Kompetenz Zentrum Holzbau und Ausbau in Biberach/Riß [email_address]
Entwicklung Bereits 1858 ging  Pettenkofer davon aus, dass ein bedeutender Anteil des hygienisch notwendigen Luftaustauschs durch die Wände geschieht.  1952 erschien die erste Ausgabe DIN 4108 Sie ging hier auf die Wärmeverluste und Fugendurchlässigkeit ein 1977 kam die erste Wärmeschutzverordnung 1996 entstand DIN  4108 T 7 Hier werden Grenzwerte für die Luftdichtigkeit genormt 2002 Einzug derEnergieeinsparverordnung (EnEV) 2009 Überarbeitung der EnEV Januar 2011 Überarbeitete DIN 4108T7
Was spricht für luftdichtes Bauen Luftdichtheit ? Winddichtheit ?
Lückenlose Luftdichtheit Alle absichtlich   beheizten, gekühlten oder mechanisch belüfteten Räume .
Was spricht für luftdichtes Bauen Vermeidung von Tauwasser in der Konstruktion  Verringerung der Energieverluste Verhinderung des Eintrages von Luftschadstoffen in die Raumluft Vermeidung von kalten Fußböden im Erdgeschoss Sicherstellung der Funktion der Lüftungsanlage  Sicherstellung des Schalldämmmaßes von Bauteilen Sicherstellung der Dämmwirkung von Außenbauteilen Vermeidung von : Bauschäden – Zugluft – Lüftungswärmeverlusten Grundlage für energiesparendes Bauen
Was spricht für luftdichtes Bauen Zusätzlicher Rieselschutz Schutz vor Insekten Verbesserter sommerlicher Hitzeschutz Luftdichtheit steigert den Komfort, Behaglichkeit, und Nutzwert eines Gebäudes
Ökologische & Ökonomische Ziele verfolgen Besseres Wohnklima herstellen Ein Hygienisches Wohnklima schaffen Schutz vor Schimmel
Neubau Altbestand Altbestand
Was spricht für luftdichtes Bauen Was ändert sich für den Bewohner wenn Gebäude luftdicht erstellt werden. Nutzerverhalten Schadstoffe in Gebäuden! Woher? Lüftungsanlagen!
EnEV  §6 und Anhang 4 Luftdichtheit, Mindestluftwechsel Anforderungen:  sind „zu errichtende Gebäude so auszuführen, dass die wärme- übertragende Umfassungsfläche einschließlich der Fugen  dauerhaft luftundurchlässig  entsprechend den anerkannten Regeln der Technik und dem Stand der Technik abgedichtet ist“.  DIN 4108-7 enthält hierzu Planungs- und Ausführungsempfehlungen sowie -beispiele
Auszüge DIN4108T7 /Neu
Herausgeber : - Fachverband Elektro- und Informationstechnik  - Fachverband der Stuckateure für Ausbau und Fassade -  Landesinnungsverband des Zimmerer- und  Holzbaugewerbes   Unter Mitarbeit von - Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Richtline Luftdichheit
Übersicht von Detailpunkten Luftdichter Anschlüsse
Detailausführungen
Detailausführungen
Detailausführungen
Planung/Bauleitung In der Planung und Ausschreibung muss festgelegt werden, aus welchen einzelnen Bestandteilen sich die luftdichte Ebene der gesamten Gebäudehülle zusammensetzt und wie die einzelnen Schichten  lückenlos  an allen Detailpunkten verbunden werden Dem Planer obliegt bei gewerkeübergreifenden Anschlüssen auch die Aufgabe festzulegen, welcher Arbeitsschritt von welchem Gewerk auszuführen ist und in der Bauablaufplanung zu gewährleisten, dass die einzelnen Bearbeitungsschritte vom  jeweiligen Gewerk ohne Behinderung ausgeführt werden können.
Planung/Bauleitung Die Bauleitung hat den Bauablauf so zu organisieren und zu koordinieren, dass die geplanten Luftdichtungsarbeiten  technisch durchführbar  sind. Dabei ist zu überprüfen, ob die jeweils notwendigen Vorarbeiten bei Übergabe an das Nachfolgegewerk fertig gestellt wurden.
Baustoffe Alle Baustoffe die zur Luftdichtheitsebene gehören, müssen aufeinander abgestimmt und  für den Verwendungszweck geeignet sein.  Die Eignung und Einsatzbedingungen werden durch den Hersteller deklariert. Bei der Verklebung von Materialien ist darauf zu achten, dass diese keine Fett-, Öl-, sonstige Trennmittelrückstände und dergleichen aufweisen.  Die Haftfähigkeit  des Untergrundes ist Gewerkeüblich zu überprüfen
Materialverbindungen und Anschlüsse  Die jeweiligen Herstellerangaben hinsichtlich Verwendungszweck, Untergrundvoraussetzungen,  Klimaverhältnissen  und dergleichen, sind zu beachten.  Druckerei, Weberei und Spinnerei, Schwimmbad Getränke-Abfüllanlage, Kühlraum, Saunabetrieb kommerzieller Küchenbetrieb offene Gasheizung (ohne Kaminanschluss )
Handhabung - Klebebänder Kohäsion:  innere Festigkeit der Kleberschicht in sich Adhäsion:  Fähigkeit eines Klebstoffes auf  anderen     Untergründen zu haften, Kleber - Untergrund Klebstoffe:  Butyl – Acryl – Kautschuk – Hotmelt –    Reaktive Systeme (Zweikomponeneten) Kleberauftrag:  (Einheit:g/m²) hoher Auftrag  unebene faserige Untergründe niedriger Auftrag  hält nicht auf rauhen Untergründen weicher Kleber dringt gut ein geringe Kohäsion harter Kleber hohe Kohäsion (problem niedere Temp.) Oberflächenspannung beim Kleber kleiner Oft entscheidet die Oberflächenfestigkeit des zu verklebenden Materials selbst (GFP – Holzfaser)
Handhabung - Klebebänder Trägermaterialien: PE – PP – Papier – Krepppapier – Synthesefaserpapier – Aluminium – Vliese – Die Haftung zwischen Träger und Kleber bestimmt die Festigkeit eines Bandes Liner, Deckpapier, Abdeckpapier, Schutzpapier Temperaturspektrum: Butyl +5 Akryl -5 Grad  Feuchteeinfluss auf Klebeverbindungen Kleber die bei Feuchte milchig werden sind meist nicht feuchtfest  Lagerstabilität von Klebebändern  Hitze,Staub,UV vermeiden
Klebebänder und deren Anwendung Firma Pro-Clima Firma SIGA Firma Ampack
Dichte oder offene Bauweise?
Bauphysikalische Grundlagen . Feuchteschutz. Wasserdampfdiffusionsäquivalente Luftschichtdicke  s d [ m ] Der s d -Wert errechnet sich aus der Multiplikation von µ-Zahl und Schichtdicke (in Meter) eines Baustoffes. Er gibt somit Auskunft über die Dampfdurchlässigkeit einer Baustoffschicht.    Je größer der s d -Wert, um so dampfdichter ist eine Baustoffschicht ! Beispiel : A.  Holzfaserdämmplatte  0,10 m x 5  :  s d   =  0,5 m B.  XPS-Hartschaumdämmplatte  0,10 m x 150 :  s d   =  15,0 m
Folien Feuchtevariable Folien Sanierungsfolien Folien mit mehr Funktionen Ökologische Papiere PE Folien Oberfläche UV-Beständigkeit bei luftdichten Folien Sd-Werte Lagerfähigkeit Materialzusammensetzung: 3 lagiges Polypropylen Spinnvlies mit Polypropylenmembranen Polyamide
Plattenwerkstoffe/Dichtungen Gipsplattenwerkstoffe OSB Dreischichtplatten Spanplatten Faserzementplatten geeignete Kompriebänder geeignete Dichtprofile plastische Dichtstoffe streichfähige Dichtstoffe
Praxisempfehlungen Systemgedanke umsetzen Verlegearten von Folien  (Klein-Großformat) Stöße säubern?  (OSB-Folien) Untergründe Prüfen - Primern Klebefläche je ca. 2,5cm Anpressdruck Feuchte Untergründe  (Kritisch) Dauernde Lasteinwirkungen vermeiden Wenn möglich mechanische Sicherung Vorsicht bei Stirnverklebungen  (OSB 75mm) Was brauchen wir für eine dauerhafte Verleimung? Genau das braucht`s auch bei Verklebungen
Feuchteeintrag in die Konstruktion: Feuchteeintrag durch Diffusion ca  0,5g/m²  Tag Feuchteeintrag durch Konvektion: bei einer Fuge von 1mm auf einen Meter Länge ca  800g/m² Tag Erhöhung des Faktors  1600 Randbedingungen: Folie Sd-Wert ca 30m   Innentemperatur + 20 Grad C Außentemperatur – 10 Grad C Druckdifferenz = 20Pa (Windstärke 2-3)
Einfluss auf die Dämmung U-Wert bei Fugenfreier Luftdichtung  =0,30W/m²K U-Wert bei einer Fuge von 1mm breite  =1,44W/m²K Verschlechterung der Dämmung hinter der Fuge um den  Faktor 4,8
Faustregeln beachten Innen dichter wie außen (Faktor 10) Bei einer zusätzlichen Dämmung vor die Dampfbremse darf die Dämmstärke maximal 25 bis 30 % der gesamten Dämmstärke betragen Stellt sich die Frage Dämmen bis zum First? Im Bereich Dachboden die Dachschräge komplett ausdämmen Luftdichtungsbahn durchziehen (Lückenlos) Im Dachspitzboden Luftdichtungsbahn mit einer Platte vor UV-Strahlen und Beschädigungen schützen (Nutzerverhalten)
Schnittstellen Sockelanschlüsse Wandstöße (Folienschürzen) Installationsebene? Zwischenwände Decke Kniestock und Übergang Dach Dachelemente (Folienschürzen)
Einbauteile Haustüren – Balkontüren Fenster Durchbrüche Edelstahlkamine – Kamin allgemein Dunstabzug Lüftungsanlagen Zuleitungen Hausanschluss Dachfenster  (Dichtheitsprüfungen/Wassersäule) Einschubtreppe bei Bedarf Installationen - Leerrohre
Luftdichte Steckdosen/Strahler
Kabel/Rohrdurchführungen
 
Typische Leckagestellen
Zu untersuchender Gebäudeteil (allgemein) Normalerweise umfasst der zu untersuchende Gebäudeteil alle  absichtlich beheizten, gekühlten oder mechanisch belüfteten Räume. ohne raumlufttechnische Anlagen n50 ≤ 3,0 h–1  mit raumlufttechnischen Anlagen  n50 ≤ 1,5 h–1  nach Passivhausstandard  n50 ≤ 0,6 h–1
Luftdichtheitsmessung Messungen werden  im Differenzdruckverfahren nach  DIN EN 13829  als Volumenstrommessung bei50 Pascal = Pa zwischen dem Gebäude inneren und Außenluft durchgeführt. 50 Pa entspricht etwa 5kg Druck je m² Jeder dieser Messungen kann sowohl im Unter wie im Überdruckverfahren ausgeführt werden. Vor/Nachteile der unterschiedlichsten Messungen
Vorteile einer Messung Qualitätssicherung  Abweichungen zwischen Ausführung und Planung (Theorie & Praxis)  Schutz vor Gewährleistungsansprüchen (verdeckte Baumängel)  Zufriedenheit beim Bauherrn (stimmt die Qualität?)
Unterstützung durch Wärmebildkamera Möglichkeiten zur Leckageortung  Thermografie  (Unterdruck)
Messgeräte:
Zertifiziérter Luftdichtheitsprüfer Wer darf Luftdurchlässigkeitsmessungen durchführen?  Baurecht ist in der Bundesrepublik Deutschland Ländersache. Mir ist kein Bundesland bekannt, der den Personenkreis einschränkt, der Blower-Door-Messungen durchführen darf. Es ist jedoch sehr sinnvoll, sich für diese Tätigkeit zu qualifizieren. Deshalb bieten verschiedene Einrichtungen Qualifizierungsseminare und Prüfungen an.  z.bsp. Kompetenz Zentrum Biberach mit Zert-Bau
Pause Danke für die Aufmerksamkeit

Vortrag Herr Lutz, Jan 2011

  • 1.
    Die Luftdichte GebäudehülleQualitätsmerkmal für künftiges Bauen
  • 2.
    Inhalte Was sprichtfür luftdichtes Bauen Regeln/Normen Handhabung sowie Umgang mit Materialien Klebebänder Folien Plattenwerkstoffe Praxisempfehlungen Schnittstellenproblematik erkennen, (Einbauteile) in der Vorplanung berücksichtigen, Prüfung von Gebäuden Qualitätskontrolle
  • 3.
    Zur Person HelmutSchuler Zimmermeister und geprüfter Gebäudeenergieberater HWK Zertifizierter Prüfer zur Messung der Luftdichtung am Gebäude Baubiologe IBN Ausbildungsmeister im Zimmerer Ausbildungs Zentrum und Kompetenz Zentrum Holzbau und Ausbau in Biberach/Riß [email_address]
  • 4.
    Entwicklung Bereits 1858ging  Pettenkofer davon aus, dass ein bedeutender Anteil des hygienisch notwendigen Luftaustauschs durch die Wände geschieht. 1952 erschien die erste Ausgabe DIN 4108 Sie ging hier auf die Wärmeverluste und Fugendurchlässigkeit ein 1977 kam die erste Wärmeschutzverordnung 1996 entstand DIN 4108 T 7 Hier werden Grenzwerte für die Luftdichtigkeit genormt 2002 Einzug derEnergieeinsparverordnung (EnEV) 2009 Überarbeitung der EnEV Januar 2011 Überarbeitete DIN 4108T7
  • 5.
    Was spricht fürluftdichtes Bauen Luftdichtheit ? Winddichtheit ?
  • 6.
    Lückenlose Luftdichtheit Alleabsichtlich beheizten, gekühlten oder mechanisch belüfteten Räume .
  • 7.
    Was spricht fürluftdichtes Bauen Vermeidung von Tauwasser in der Konstruktion Verringerung der Energieverluste Verhinderung des Eintrages von Luftschadstoffen in die Raumluft Vermeidung von kalten Fußböden im Erdgeschoss Sicherstellung der Funktion der Lüftungsanlage Sicherstellung des Schalldämmmaßes von Bauteilen Sicherstellung der Dämmwirkung von Außenbauteilen Vermeidung von : Bauschäden – Zugluft – Lüftungswärmeverlusten Grundlage für energiesparendes Bauen
  • 8.
    Was spricht fürluftdichtes Bauen Zusätzlicher Rieselschutz Schutz vor Insekten Verbesserter sommerlicher Hitzeschutz Luftdichtheit steigert den Komfort, Behaglichkeit, und Nutzwert eines Gebäudes
  • 9.
    Ökologische & ÖkonomischeZiele verfolgen Besseres Wohnklima herstellen Ein Hygienisches Wohnklima schaffen Schutz vor Schimmel
  • 10.
  • 11.
    Was spricht fürluftdichtes Bauen Was ändert sich für den Bewohner wenn Gebäude luftdicht erstellt werden. Nutzerverhalten Schadstoffe in Gebäuden! Woher? Lüftungsanlagen!
  • 12.
    EnEV §6und Anhang 4 Luftdichtheit, Mindestluftwechsel Anforderungen: sind „zu errichtende Gebäude so auszuführen, dass die wärme- übertragende Umfassungsfläche einschließlich der Fugen dauerhaft luftundurchlässig entsprechend den anerkannten Regeln der Technik und dem Stand der Technik abgedichtet ist“. DIN 4108-7 enthält hierzu Planungs- und Ausführungsempfehlungen sowie -beispiele
  • 13.
  • 14.
    Herausgeber : -Fachverband Elektro- und Informationstechnik - Fachverband der Stuckateure für Ausbau und Fassade - Landesinnungsverband des Zimmerer- und Holzbaugewerbes   Unter Mitarbeit von - Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Richtline Luftdichheit
  • 15.
    Übersicht von DetailpunktenLuftdichter Anschlüsse
  • 16.
  • 17.
  • 18.
  • 19.
    Planung/Bauleitung In derPlanung und Ausschreibung muss festgelegt werden, aus welchen einzelnen Bestandteilen sich die luftdichte Ebene der gesamten Gebäudehülle zusammensetzt und wie die einzelnen Schichten lückenlos an allen Detailpunkten verbunden werden Dem Planer obliegt bei gewerkeübergreifenden Anschlüssen auch die Aufgabe festzulegen, welcher Arbeitsschritt von welchem Gewerk auszuführen ist und in der Bauablaufplanung zu gewährleisten, dass die einzelnen Bearbeitungsschritte vom jeweiligen Gewerk ohne Behinderung ausgeführt werden können.
  • 20.
    Planung/Bauleitung Die Bauleitunghat den Bauablauf so zu organisieren und zu koordinieren, dass die geplanten Luftdichtungsarbeiten technisch durchführbar sind. Dabei ist zu überprüfen, ob die jeweils notwendigen Vorarbeiten bei Übergabe an das Nachfolgegewerk fertig gestellt wurden.
  • 21.
    Baustoffe Alle Baustoffedie zur Luftdichtheitsebene gehören, müssen aufeinander abgestimmt und für den Verwendungszweck geeignet sein. Die Eignung und Einsatzbedingungen werden durch den Hersteller deklariert. Bei der Verklebung von Materialien ist darauf zu achten, dass diese keine Fett-, Öl-, sonstige Trennmittelrückstände und dergleichen aufweisen. Die Haftfähigkeit des Untergrundes ist Gewerkeüblich zu überprüfen
  • 22.
    Materialverbindungen und Anschlüsse Die jeweiligen Herstellerangaben hinsichtlich Verwendungszweck, Untergrundvoraussetzungen, Klimaverhältnissen und dergleichen, sind zu beachten. Druckerei, Weberei und Spinnerei, Schwimmbad Getränke-Abfüllanlage, Kühlraum, Saunabetrieb kommerzieller Küchenbetrieb offene Gasheizung (ohne Kaminanschluss )
  • 23.
    Handhabung - KlebebänderKohäsion: innere Festigkeit der Kleberschicht in sich Adhäsion: Fähigkeit eines Klebstoffes auf anderen Untergründen zu haften, Kleber - Untergrund Klebstoffe: Butyl – Acryl – Kautschuk – Hotmelt – Reaktive Systeme (Zweikomponeneten) Kleberauftrag: (Einheit:g/m²) hoher Auftrag unebene faserige Untergründe niedriger Auftrag hält nicht auf rauhen Untergründen weicher Kleber dringt gut ein geringe Kohäsion harter Kleber hohe Kohäsion (problem niedere Temp.) Oberflächenspannung beim Kleber kleiner Oft entscheidet die Oberflächenfestigkeit des zu verklebenden Materials selbst (GFP – Holzfaser)
  • 24.
    Handhabung - KlebebänderTrägermaterialien: PE – PP – Papier – Krepppapier – Synthesefaserpapier – Aluminium – Vliese – Die Haftung zwischen Träger und Kleber bestimmt die Festigkeit eines Bandes Liner, Deckpapier, Abdeckpapier, Schutzpapier Temperaturspektrum: Butyl +5 Akryl -5 Grad Feuchteeinfluss auf Klebeverbindungen Kleber die bei Feuchte milchig werden sind meist nicht feuchtfest Lagerstabilität von Klebebändern Hitze,Staub,UV vermeiden
  • 25.
    Klebebänder und derenAnwendung Firma Pro-Clima Firma SIGA Firma Ampack
  • 26.
  • 27.
    Bauphysikalische Grundlagen .Feuchteschutz. Wasserdampfdiffusionsäquivalente Luftschichtdicke s d [ m ] Der s d -Wert errechnet sich aus der Multiplikation von µ-Zahl und Schichtdicke (in Meter) eines Baustoffes. Er gibt somit Auskunft über die Dampfdurchlässigkeit einer Baustoffschicht.  Je größer der s d -Wert, um so dampfdichter ist eine Baustoffschicht ! Beispiel : A. Holzfaserdämmplatte 0,10 m x 5 : s d = 0,5 m B. XPS-Hartschaumdämmplatte 0,10 m x 150 : s d = 15,0 m
  • 28.
    Folien Feuchtevariable FolienSanierungsfolien Folien mit mehr Funktionen Ökologische Papiere PE Folien Oberfläche UV-Beständigkeit bei luftdichten Folien Sd-Werte Lagerfähigkeit Materialzusammensetzung: 3 lagiges Polypropylen Spinnvlies mit Polypropylenmembranen Polyamide
  • 29.
    Plattenwerkstoffe/Dichtungen Gipsplattenwerkstoffe OSBDreischichtplatten Spanplatten Faserzementplatten geeignete Kompriebänder geeignete Dichtprofile plastische Dichtstoffe streichfähige Dichtstoffe
  • 30.
    Praxisempfehlungen Systemgedanke umsetzenVerlegearten von Folien (Klein-Großformat) Stöße säubern? (OSB-Folien) Untergründe Prüfen - Primern Klebefläche je ca. 2,5cm Anpressdruck Feuchte Untergründe (Kritisch) Dauernde Lasteinwirkungen vermeiden Wenn möglich mechanische Sicherung Vorsicht bei Stirnverklebungen (OSB 75mm) Was brauchen wir für eine dauerhafte Verleimung? Genau das braucht`s auch bei Verklebungen
  • 31.
    Feuchteeintrag in dieKonstruktion: Feuchteeintrag durch Diffusion ca 0,5g/m² Tag Feuchteeintrag durch Konvektion: bei einer Fuge von 1mm auf einen Meter Länge ca 800g/m² Tag Erhöhung des Faktors 1600 Randbedingungen: Folie Sd-Wert ca 30m Innentemperatur + 20 Grad C Außentemperatur – 10 Grad C Druckdifferenz = 20Pa (Windstärke 2-3)
  • 32.
    Einfluss auf dieDämmung U-Wert bei Fugenfreier Luftdichtung =0,30W/m²K U-Wert bei einer Fuge von 1mm breite =1,44W/m²K Verschlechterung der Dämmung hinter der Fuge um den Faktor 4,8
  • 33.
    Faustregeln beachten Innendichter wie außen (Faktor 10) Bei einer zusätzlichen Dämmung vor die Dampfbremse darf die Dämmstärke maximal 25 bis 30 % der gesamten Dämmstärke betragen Stellt sich die Frage Dämmen bis zum First? Im Bereich Dachboden die Dachschräge komplett ausdämmen Luftdichtungsbahn durchziehen (Lückenlos) Im Dachspitzboden Luftdichtungsbahn mit einer Platte vor UV-Strahlen und Beschädigungen schützen (Nutzerverhalten)
  • 34.
    Schnittstellen Sockelanschlüsse Wandstöße(Folienschürzen) Installationsebene? Zwischenwände Decke Kniestock und Übergang Dach Dachelemente (Folienschürzen)
  • 35.
    Einbauteile Haustüren –Balkontüren Fenster Durchbrüche Edelstahlkamine – Kamin allgemein Dunstabzug Lüftungsanlagen Zuleitungen Hausanschluss Dachfenster (Dichtheitsprüfungen/Wassersäule) Einschubtreppe bei Bedarf Installationen - Leerrohre
  • 36.
  • 37.
  • 38.
  • 39.
  • 40.
    Zu untersuchender Gebäudeteil(allgemein) Normalerweise umfasst der zu untersuchende Gebäudeteil alle absichtlich beheizten, gekühlten oder mechanisch belüfteten Räume. ohne raumlufttechnische Anlagen n50 ≤ 3,0 h–1 mit raumlufttechnischen Anlagen n50 ≤ 1,5 h–1 nach Passivhausstandard n50 ≤ 0,6 h–1
  • 41.
    Luftdichtheitsmessung Messungen werden im Differenzdruckverfahren nach DIN EN 13829 als Volumenstrommessung bei50 Pascal = Pa zwischen dem Gebäude inneren und Außenluft durchgeführt. 50 Pa entspricht etwa 5kg Druck je m² Jeder dieser Messungen kann sowohl im Unter wie im Überdruckverfahren ausgeführt werden. Vor/Nachteile der unterschiedlichsten Messungen
  • 42.
    Vorteile einer MessungQualitätssicherung Abweichungen zwischen Ausführung und Planung (Theorie & Praxis) Schutz vor Gewährleistungsansprüchen (verdeckte Baumängel) Zufriedenheit beim Bauherrn (stimmt die Qualität?)
  • 43.
    Unterstützung durch WärmebildkameraMöglichkeiten zur Leckageortung Thermografie (Unterdruck)
  • 44.
  • 45.
    Zertifiziérter Luftdichtheitsprüfer Werdarf Luftdurchlässigkeitsmessungen durchführen? Baurecht ist in der Bundesrepublik Deutschland Ländersache. Mir ist kein Bundesland bekannt, der den Personenkreis einschränkt, der Blower-Door-Messungen durchführen darf. Es ist jedoch sehr sinnvoll, sich für diese Tätigkeit zu qualifizieren. Deshalb bieten verschiedene Einrichtungen Qualifizierungsseminare und Prüfungen an. z.bsp. Kompetenz Zentrum Biberach mit Zert-Bau
  • 46.
    Pause Danke fürdie Aufmerksamkeit

Hinweis der Redaktion

  • #25 ________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________ ________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________