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Unter den Linden ist die
zentrale Prachtstraße Berlins und verläuft durch
die Dorotheenstadt und
den Friedrichswerder im OrtsteilMitte.
Sie führt vom Pariser Platz an der Ostseite
des Brandenburger Tors, wo sich auch der
Neubau der Akademie der Künste und das
bekannte Hotel Adlon befinden, über rund
anderthalb Kilometer in östlicher Richtung bis
zur Schloßbrücke, die die Verbindung
zur Museumsinsel und dem östlichen
Zentrum mit dem Fernsehturm herstellt.
Sie ist eine der zentralen Verkehrsachsen im
Zentrum Berlins und verbindet zahlreiche
wichtige Einrichtungen und
Sehenswürdigkeiten miteinander.
Die Straße Unter den Linden hatte für die Stadt
ab dem 19. Jahrhundert eine wesentliche
Verkehrsbedeutung. Zuerst gab es eine oftmals
öffentlich diskutierte Kleiderordnung für die
Fußgänger. Ab 1846 verkehrten hier die ersten
Pferdebusse] und 1905 auch die ersten
motorisierten Omnibusse in Berlin.Aus
ästhetischen Gründen bestand der Kaiser darauf,
die kreuzende Straßenbahnlinie 1916 in den
Lindentunnel zu verlegen.
Am östlichen Ende der Promenade
in der Mitte der Straße befindet
sich das von
geschaffene Reiterstandbild
Friedrichs des Großen. Zwischen
der Staatsoper und dem
Prinzessinnenpalais stehen auf der
großen Rasenfläche eine Reihe von
Standbildern. Christian Daniel
Rauch schuf die Skulpturen der
, , Gneis
enau, und Yorck. Von 1965
bis 1995 stand das Denkmal für
den Reichsfreiherrn vom und zum
Stein, geschaffen von Hermann
Schievelbein und Hugo Hagen vor
dem Kronprinzenpalais, es befindet
sich heute vor dem Berliner
Abgeordnetenhaus.
Am Eingang der Humboldt-
Universität befinden sich zwei
Skulpturen der Namensgeber der
Lehreinrichtung –
, geschaffen von Martin
Paul Otto und Alexander von
Humboldt von Reinhold Begas.
Beide werden in den kalten
Wintermonaten eingehaust, das
heißt, sie erhalten eine
schützende Holzverkleidung. Die
Zuordnung ist einfach: Wilhelm
steht näher zur Wilhelmstraße,
Alexander zum Alexanderplatz.
Einige Prominente in oder zu dieser Straße
 Johann Wolfgang von Goethe weilte vom 15.
bis 20. Mai 1778 in Berlin. Er wohnte in dieser
Zeit im damaligen Hotel de Russie, Unter den
Linden 23. Das Hotel wurde späterHotel zur
Goldenen Sonne genannt und beherbergte
1804 auch Friedrich Schiller für einige
Tage. Es existiert nicht mehr.
Der Dichter Heinrich Heine war bei einem Besuch
in Berlin von diesem Boulevard und seinen
Spaziergängern außerordentlich beeindruckt und
reimte daraufhin:
– HEINRICH HEINE, 1822
Der Schriftsteller Heinrich Mann arbeitete
einige Zeit in der Akademie der Künste und
äußerte sich zur Straße Unter den Linden:
– HEINRICH MANN
Am Anfang waren die Linden ein Reitweg, der
ab 1573 vom Stadtschloss nach Lietzow, dem
später nach der Königin Sophie Charlotte
benannten „Charlottenburg“ und von dort aus
weiter nach Spandau führte. Ab 1701 wurden
die Linden im Zuge königlicher
Prachtentfaltung und neuer Architektur
immer weiter ausgebaut.
Es entstanden im Laufe der Zeit
das Zeughaus, die Friedrichstadt und unter
Friedrich dem Großen das Kronprinzenpalais,
das Prinzessinnenpalais, das Opernhaus und
das Palais für Prinz Heinrich, die
jetzige Humboldt-Universität entlang Unter
den Linden.
Karl Friedrich Schinkels große
architektonische Leistung war es, die
unterschiedlichen Bauten und Stilrichtungen
in einem ästhetischen Konzept zu vereinen,
so entstanden die Neue Wache, die
Schlossbrücke und die Neugestaltung des
Lustgartens, wodurch sich die Linden zu
einem Gesamtensemble vereinen. Ende des
19. Jahrhunderts wurde der Berliner Dom im
eklektizistischen Stil des Wilhelminismus neu
errichtet.
Nach dem Zweiten Weltkrieg war der
Boulevard Unter den Linden eine
Trümmerwüste. Mit Ausnahme des
Stadtschlosses. Doch 1950 entschied der
damalige Generalsekretär des
Zentralkommitees der SED, Walter Ulbricht,
das Stadtschloss als ein Symbol des
preußischen Absolutismus zu sprengen und
abzutragen.
Die anderen noch existierenden Gebäude
baute man nach und nach wieder auf. Die
eigentliche Bautätigkeit jedoch begann erst
1958. Es entstanden typische Sechziger-
Jahre-Gebäude mit gleichförmigen Fassaden.
An Stelle des Stadtschlosses wurde der Palast
der Republik gesetzt, der nach der Wende als
asbestverseucht geschlossen und abgerissen
wurde.
Das Brandenburger Tor in Berlin gehört zu den
wichtigsten Wahrzeichen der Metropole.
Das einzige erhaltene Stadttor Berlins, das früher vor
allem für die Trennung der Stadt in Ost und West
stand, ist seit dem Mauerfall das Symbol für die Einheit
Deutschlands. Darüber hinaus zählt der Sandsteinbau
zu den schönsten Beispielen des deutschen
Klassizismus.
Die Museumsinsel in Berlin ist ein grandioses
Gesamtkunstwerk mit fünf weltweit renommierten
Museumsbauten, die in einem außergewöhnlichen
Ensemble versammelt sind. Zu den Highlights der
Ausstellungen auf der Museumsinsel zählen die
Nofretete und der Pergamonfries.
Das Opernhaus, das in einem der schönsten Gebäude
am Boulevard Unter den Linden residiert, ist
weltweit eine der traditionsreichsten Bühnen von
internationalem Rang. Persönlichkeiten wie Carl
Heinrich Graun, Gaspare Spontini, Giacomo Meyerbeer,
Felix Mendelssohn Bartholdy, Richard Strauss, Erich
Kleiber, Otto Klemperer, Wilhelm Furtwängler, Herbert
von Karajan und Otmar Suitner haben das Haus
entscheidend geprägt.
Mit seiner weithin sichtbaren Kuppel ist der
evangelische Berliner Dom ein Publikumsmagnet der
Hauptstadt. Im nördlichen Bereich der Spreeinsel gelegen,
reichen Vorgängerbauten bis in das 15. Jahrhundert zurück.
Im 19. Jahrhundert waren die gleich nebenan im Berliner
Schloss residierenden Hohenzollern der Meinung, dass der
damals eher bescheidene Schinkel-Dom den
Repräsentationsansprüchen der Monarchie nicht mehr
entsprach. Auf Betreiben von König Friedrich Wilhelm
IV. wurde daher beschlossen, eine prunkvollere Domkirche
zu bauen.
Das Zeughaus ist das älteste erhaltene Gebäude
am Boulevard Unter den Linden und zugleich der
bedeutendste Barock-Großbau der Hauptstadt. Als
Waffenarsenal (Zeughaus) erbaut, beherbergt
das Deutsche Historische Museum (DHM).
Seit dem Mauerfall wurden viele Gebäude
restauriert und neu erbaut. So wurde der
Lustgarten, der zuvor als Paradeplatz diente,
wieder zu einem den Plänen von Lenné
nachempfundenen Gartenareal gestaltet.
Geplant ist der Wiederaufbau des
Stadtschlosses. Derzeit wird die Staatsoper
Unter den Linden aufwändig renoviert. Den
Boulevard schmücken Restaurants, Cafés und
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Unter den linden

  • 1.
  • 2. Unter den Linden ist die zentrale Prachtstraße Berlins und verläuft durch die Dorotheenstadt und den Friedrichswerder im OrtsteilMitte.
  • 3. Sie führt vom Pariser Platz an der Ostseite des Brandenburger Tors, wo sich auch der Neubau der Akademie der Künste und das bekannte Hotel Adlon befinden, über rund anderthalb Kilometer in östlicher Richtung bis zur Schloßbrücke, die die Verbindung zur Museumsinsel und dem östlichen Zentrum mit dem Fernsehturm herstellt.
  • 4. Sie ist eine der zentralen Verkehrsachsen im Zentrum Berlins und verbindet zahlreiche wichtige Einrichtungen und Sehenswürdigkeiten miteinander.
  • 5. Die Straße Unter den Linden hatte für die Stadt ab dem 19. Jahrhundert eine wesentliche Verkehrsbedeutung. Zuerst gab es eine oftmals öffentlich diskutierte Kleiderordnung für die Fußgänger. Ab 1846 verkehrten hier die ersten Pferdebusse] und 1905 auch die ersten motorisierten Omnibusse in Berlin.Aus ästhetischen Gründen bestand der Kaiser darauf, die kreuzende Straßenbahnlinie 1916 in den Lindentunnel zu verlegen.
  • 6. Am östlichen Ende der Promenade in der Mitte der Straße befindet sich das von geschaffene Reiterstandbild Friedrichs des Großen. Zwischen der Staatsoper und dem Prinzessinnenpalais stehen auf der großen Rasenfläche eine Reihe von Standbildern. Christian Daniel Rauch schuf die Skulpturen der , , Gneis enau, und Yorck. Von 1965 bis 1995 stand das Denkmal für den Reichsfreiherrn vom und zum Stein, geschaffen von Hermann Schievelbein und Hugo Hagen vor dem Kronprinzenpalais, es befindet sich heute vor dem Berliner Abgeordnetenhaus.
  • 7. Am Eingang der Humboldt- Universität befinden sich zwei Skulpturen der Namensgeber der Lehreinrichtung – , geschaffen von Martin Paul Otto und Alexander von Humboldt von Reinhold Begas. Beide werden in den kalten Wintermonaten eingehaust, das heißt, sie erhalten eine schützende Holzverkleidung. Die Zuordnung ist einfach: Wilhelm steht näher zur Wilhelmstraße, Alexander zum Alexanderplatz.
  • 8. Einige Prominente in oder zu dieser Straße  Johann Wolfgang von Goethe weilte vom 15. bis 20. Mai 1778 in Berlin. Er wohnte in dieser Zeit im damaligen Hotel de Russie, Unter den Linden 23. Das Hotel wurde späterHotel zur Goldenen Sonne genannt und beherbergte 1804 auch Friedrich Schiller für einige Tage. Es existiert nicht mehr.
  • 9. Der Dichter Heinrich Heine war bei einem Besuch in Berlin von diesem Boulevard und seinen Spaziergängern außerordentlich beeindruckt und reimte daraufhin: – HEINRICH HEINE, 1822
  • 10. Der Schriftsteller Heinrich Mann arbeitete einige Zeit in der Akademie der Künste und äußerte sich zur Straße Unter den Linden: – HEINRICH MANN
  • 11. Am Anfang waren die Linden ein Reitweg, der ab 1573 vom Stadtschloss nach Lietzow, dem später nach der Königin Sophie Charlotte benannten „Charlottenburg“ und von dort aus weiter nach Spandau führte. Ab 1701 wurden die Linden im Zuge königlicher Prachtentfaltung und neuer Architektur immer weiter ausgebaut.
  • 12. Es entstanden im Laufe der Zeit das Zeughaus, die Friedrichstadt und unter Friedrich dem Großen das Kronprinzenpalais, das Prinzessinnenpalais, das Opernhaus und das Palais für Prinz Heinrich, die jetzige Humboldt-Universität entlang Unter den Linden.
  • 13. Karl Friedrich Schinkels große architektonische Leistung war es, die unterschiedlichen Bauten und Stilrichtungen in einem ästhetischen Konzept zu vereinen, so entstanden die Neue Wache, die Schlossbrücke und die Neugestaltung des Lustgartens, wodurch sich die Linden zu einem Gesamtensemble vereinen. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Berliner Dom im eklektizistischen Stil des Wilhelminismus neu errichtet.
  • 14. Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Boulevard Unter den Linden eine Trümmerwüste. Mit Ausnahme des Stadtschlosses. Doch 1950 entschied der damalige Generalsekretär des Zentralkommitees der SED, Walter Ulbricht, das Stadtschloss als ein Symbol des preußischen Absolutismus zu sprengen und abzutragen.
  • 15. Die anderen noch existierenden Gebäude baute man nach und nach wieder auf. Die eigentliche Bautätigkeit jedoch begann erst 1958. Es entstanden typische Sechziger- Jahre-Gebäude mit gleichförmigen Fassaden. An Stelle des Stadtschlosses wurde der Palast der Republik gesetzt, der nach der Wende als asbestverseucht geschlossen und abgerissen wurde.
  • 16.
  • 17. Das Brandenburger Tor in Berlin gehört zu den wichtigsten Wahrzeichen der Metropole. Das einzige erhaltene Stadttor Berlins, das früher vor allem für die Trennung der Stadt in Ost und West stand, ist seit dem Mauerfall das Symbol für die Einheit Deutschlands. Darüber hinaus zählt der Sandsteinbau zu den schönsten Beispielen des deutschen Klassizismus.
  • 18. Die Museumsinsel in Berlin ist ein grandioses Gesamtkunstwerk mit fünf weltweit renommierten Museumsbauten, die in einem außergewöhnlichen Ensemble versammelt sind. Zu den Highlights der Ausstellungen auf der Museumsinsel zählen die Nofretete und der Pergamonfries.
  • 19. Das Opernhaus, das in einem der schönsten Gebäude am Boulevard Unter den Linden residiert, ist weltweit eine der traditionsreichsten Bühnen von internationalem Rang. Persönlichkeiten wie Carl Heinrich Graun, Gaspare Spontini, Giacomo Meyerbeer, Felix Mendelssohn Bartholdy, Richard Strauss, Erich Kleiber, Otto Klemperer, Wilhelm Furtwängler, Herbert von Karajan und Otmar Suitner haben das Haus entscheidend geprägt.
  • 20. Mit seiner weithin sichtbaren Kuppel ist der evangelische Berliner Dom ein Publikumsmagnet der Hauptstadt. Im nördlichen Bereich der Spreeinsel gelegen, reichen Vorgängerbauten bis in das 15. Jahrhundert zurück. Im 19. Jahrhundert waren die gleich nebenan im Berliner Schloss residierenden Hohenzollern der Meinung, dass der damals eher bescheidene Schinkel-Dom den Repräsentationsansprüchen der Monarchie nicht mehr entsprach. Auf Betreiben von König Friedrich Wilhelm IV. wurde daher beschlossen, eine prunkvollere Domkirche zu bauen.
  • 21. Das Zeughaus ist das älteste erhaltene Gebäude am Boulevard Unter den Linden und zugleich der bedeutendste Barock-Großbau der Hauptstadt. Als Waffenarsenal (Zeughaus) erbaut, beherbergt das Deutsche Historische Museum (DHM).
  • 22. Seit dem Mauerfall wurden viele Gebäude restauriert und neu erbaut. So wurde der Lustgarten, der zuvor als Paradeplatz diente, wieder zu einem den Plänen von Lenné nachempfundenen Gartenareal gestaltet. Geplant ist der Wiederaufbau des Stadtschlosses. Derzeit wird die Staatsoper Unter den Linden aufwändig renoviert. Den Boulevard schmücken Restaurants, Cafés und Geschäfte.