Pressemitteilung
Nr. 19 / 2010                                         Chemnitz, 10. Mai 2010



Am 11. Mai ist Klinkenputzen an-
gesagt
Am 11. Mai 2010 findet bereits zum 15. Mal der „Tag des Ausbildungs-
platzes“ statt. Dieser Tag wurde und wird auch in Sachsen traditionell
zur Akquise von Ausbildungsstellen genutzt.              Doch in diesem Jahr
kommt ein weiterer Schwerpunkt hinzu.


„Ging es in den vergangenen Jahren um die Gewinnung von zusätzlichen betriebli-
chen Ausbildungsplätzen, so nutzen wir den diesjährigen Aktionstag ebenfalls dazu,
die Betriebe stärker auf die Jugendlichen aufmerksam zu machen, die auf den ersten
Blick weniger leistungsstark erscheinen“, erklärt Jutta Cordt; Vorsitzende der Ge-
schäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit (BA).


Der Ausbildungsmarkt hat sich in den vergangenen Jahren aufgrund der demographi-
schen Entwicklung deutlich gewandelt. Einerseits besteht auf Grund des anhaltenden
Fachkräftebedarfs eine hohe Nachfrage der Unternehmen nach fachlich gut ausgebil-
detem Nachwuchs. Andererseits nimmt die Zahl der potenziellen Bewerber für einen
Ausbildungsplatz aufgrund sinkender Schulabgängerzahlen deutlich ab. „Damit ent-
steht eine neue Form des Wettbewerbes – und zwar um die besten Köpfe“, so Cordt.
Die Zahl der Schulabgänger mit ausschließlich sehr guten oder guten Noten reicht
nicht mehr aus, um alle Ausbildungsplätze zu besetzen. Betriebe sollten deshalb ver-
stärkt auf die Kompetenzen der Bewerber achten. Motivation, Ergeiz, Fleiß und Ge-
schick können durchaus eine Note vier in Englisch ausgleichen. Es lohnt sich also ein




 Regionaldirektion Sachsen, Pressestelle                         Tel: 0371 9118 620    1
 Postfach 411031                                                 Fax: 0371 9118 696
 09022 Chemnitz                                                www.arbeitsagentur.de
zweiter Blick auf eine Bewerbung, die man vor einigen Jahren noch beiseite gelegt
hätte“, so die Arbeitsmarktexpertin.


Am diesjährigen Tag des Ausbildungsplatzes „appelliere ich an die Betriebe in der
Region: Melden Sie Ihre freien Ausbildungsstellen dem Arbeitgeberservice der Ar-
beitsagenturen und Arbeitgemeinschaften. Dort werden wir Ihnen nicht nur geeignete
Bewerber vorschlagen sondern auch Hilfe und Unterstützung bei der Bewerberaus-
wahl anbieten. Betriebe die leistungsschwächere Schüler berücksichtigen und ihnen
eine Chance geben, erhalten finanzielle Unterstützung durch die Bundesagentur für
Arbeit. Mit den sogenannten ausbildungsbegleitenden Hilfen können Schwächen in
Theorie und Praxis mit Nachhilfeunterricht ausgeglichen werden. Die Kosten für die-
ses Training übernimmt die Arbeitsagentur oder Arbeitgemeinschaft. Hierfür stehen in
diesem Jahr mehr als drei Millionen zur Verfügung“, so Cordt weiter.


Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen nimmt den Tag
des Ausbildungsplatzes zum Anlass und besucht das Chemnitzer Unternehmen IKEA
Chemnitz GmbH & Co. KG, das seit vielen Jahren nicht nur kontinuierlich ausbildet,
sondern seinen Nachwuchs nach Abschluss der Ausbildung auch im Unternehmen
weiterbeschäftigt.


Zur gleichen Zeit besuchen der Vorstand für den Bereich Arbeitslosenversicherung
der Bundesagentur für Arbeit, Raimund Becker, und der Chef der Leipziger Arbeits-
agentur, Wolfgang Steinherr, das Schkeuditzer Werk der BITZER Unternehmens-
gruppe, um sich ein Bild von der dortigen Ausbildungssituation und den Erfahrungen
des Unternehmens zu machen.


Insgesamt 13.304 betriebliche Ausbildungsplätze meldeten die sächsischen Betriebe
und Verwaltungen bis Ende April. Das sind knapp 200 mehr als im April des vergan-
genen Jahres. Diesem Angebot stehen 16.827 Jugendliche gegenüber, die mit Hilfe
der Arbeitsagenturen und den Trägern der Grundsicherung einen Ausbildungsbetrieb
gesucht haben oder noch suchen. Das sind rund 18 Prozent weniger als im Vorjahr.




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Tag_des_Ausbildungsplatzes.pdf

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    Pressemitteilung Nr. 19 /2010 Chemnitz, 10. Mai 2010 Am 11. Mai ist Klinkenputzen an- gesagt Am 11. Mai 2010 findet bereits zum 15. Mal der „Tag des Ausbildungs- platzes“ statt. Dieser Tag wurde und wird auch in Sachsen traditionell zur Akquise von Ausbildungsstellen genutzt. Doch in diesem Jahr kommt ein weiterer Schwerpunkt hinzu. „Ging es in den vergangenen Jahren um die Gewinnung von zusätzlichen betriebli- chen Ausbildungsplätzen, so nutzen wir den diesjährigen Aktionstag ebenfalls dazu, die Betriebe stärker auf die Jugendlichen aufmerksam zu machen, die auf den ersten Blick weniger leistungsstark erscheinen“, erklärt Jutta Cordt; Vorsitzende der Ge- schäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit (BA). Der Ausbildungsmarkt hat sich in den vergangenen Jahren aufgrund der demographi- schen Entwicklung deutlich gewandelt. Einerseits besteht auf Grund des anhaltenden Fachkräftebedarfs eine hohe Nachfrage der Unternehmen nach fachlich gut ausgebil- detem Nachwuchs. Andererseits nimmt die Zahl der potenziellen Bewerber für einen Ausbildungsplatz aufgrund sinkender Schulabgängerzahlen deutlich ab. „Damit ent- steht eine neue Form des Wettbewerbes – und zwar um die besten Köpfe“, so Cordt. Die Zahl der Schulabgänger mit ausschließlich sehr guten oder guten Noten reicht nicht mehr aus, um alle Ausbildungsplätze zu besetzen. Betriebe sollten deshalb ver- stärkt auf die Kompetenzen der Bewerber achten. Motivation, Ergeiz, Fleiß und Ge- schick können durchaus eine Note vier in Englisch ausgleichen. Es lohnt sich also ein Regionaldirektion Sachsen, Pressestelle Tel: 0371 9118 620 1 Postfach 411031 Fax: 0371 9118 696 09022 Chemnitz www.arbeitsagentur.de
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    zweiter Blick aufeine Bewerbung, die man vor einigen Jahren noch beiseite gelegt hätte“, so die Arbeitsmarktexpertin. Am diesjährigen Tag des Ausbildungsplatzes „appelliere ich an die Betriebe in der Region: Melden Sie Ihre freien Ausbildungsstellen dem Arbeitgeberservice der Ar- beitsagenturen und Arbeitgemeinschaften. Dort werden wir Ihnen nicht nur geeignete Bewerber vorschlagen sondern auch Hilfe und Unterstützung bei der Bewerberaus- wahl anbieten. Betriebe die leistungsschwächere Schüler berücksichtigen und ihnen eine Chance geben, erhalten finanzielle Unterstützung durch die Bundesagentur für Arbeit. Mit den sogenannten ausbildungsbegleitenden Hilfen können Schwächen in Theorie und Praxis mit Nachhilfeunterricht ausgeglichen werden. Die Kosten für die- ses Training übernimmt die Arbeitsagentur oder Arbeitgemeinschaft. Hierfür stehen in diesem Jahr mehr als drei Millionen zur Verfügung“, so Cordt weiter. Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen nimmt den Tag des Ausbildungsplatzes zum Anlass und besucht das Chemnitzer Unternehmen IKEA Chemnitz GmbH & Co. KG, das seit vielen Jahren nicht nur kontinuierlich ausbildet, sondern seinen Nachwuchs nach Abschluss der Ausbildung auch im Unternehmen weiterbeschäftigt. Zur gleichen Zeit besuchen der Vorstand für den Bereich Arbeitslosenversicherung der Bundesagentur für Arbeit, Raimund Becker, und der Chef der Leipziger Arbeits- agentur, Wolfgang Steinherr, das Schkeuditzer Werk der BITZER Unternehmens- gruppe, um sich ein Bild von der dortigen Ausbildungssituation und den Erfahrungen des Unternehmens zu machen. Insgesamt 13.304 betriebliche Ausbildungsplätze meldeten die sächsischen Betriebe und Verwaltungen bis Ende April. Das sind knapp 200 mehr als im April des vergan- genen Jahres. Diesem Angebot stehen 16.827 Jugendliche gegenüber, die mit Hilfe der Arbeitsagenturen und den Trägern der Grundsicherung einen Ausbildungsbetrieb gesucht haben oder noch suchen. Das sind rund 18 Prozent weniger als im Vorjahr. 2