Pressemitteilung




Berlin, 18.10.2010
Schumanns Kinderszenen
DO 28.10., FR 29.10.10 | 11.00 Uhr |
SA 30.10., SO 31.10.10 | 15.30 Uhr | Konzerthaus Berlin, Werner-Otto-Saal


Ein großer Flügel inmitten der schwarz verkleideten Bühne, dazu ein Metronom, Noten und Bettzeug:
Mehr braucht es nicht für diese »Kinderszenen«. Denn der Autor, Regisseur und Arzt Gotthart
Kuppel setzt in seinem gleichnamigen Musiktheaterstück nach Schumanns berühmten 13 Klavier-
stücken auf die Fantasie der jungen Zuschauer. »In Zeiten der Gigantomanie, wo alles größer,
greller, lauter, schneller und bunter zu werden hat, halte ich es für eine Tugend, Kindern das Kleine zu
zeigen«, so Kuppel.
Dabei beginnt die Geschichte für den Klavierschüler reichlich trocken: Tonleiterübungen auf den
weißen und schwarzen Tasten stehen am Anfang, rauf und runter – bis die Fantasie dem Pianisten
plötzlich durchgeht. Der Flügeldeckel springt auf, ein Junge und ein Mädchen springen heraus und
fordern Geschichten von dem Übenden. Locken und necken ihn, erfinden Spiele und Nonsensreime.
Das Klavier bekommt Flügel und entführt das Publikum gemeinsam mit dem Trio in Schumanns
»Kinderszenen«, 13 Stücke für Klavier, op. 15. Ein Mix aus Schabernack und Poesie entspinnt sich,
immer mehr lässt sich das wohlerzogene Kind an seinem Instrument auf das kecke Spiel der beiden
Fantasiewesen ein.
Schumann selbst wollte mit den 13 Klavier-Miniaturen »den Traum der eigenen Tage, die nun ferne
sind« zurückrufen. Zugleich jedoch sind sie eine Hommage an das freiheitsliebende Kind der
Romantik, das 1838, als die Szenen entstanden, schon längst in der biedermeierlichen Enge
gefangen war. Zusammengehalten werden die einzelnen Stücke dadurch, dass sie auf ein Grund-
motiv bezogen sind, mit dem schon die erste Miniatur »Von fremden Ländern und Menschen«
beginnt. Am Ende dann, nach der Tour durch die verlorenen Paradiese der Erwachsenen, ziehen sich
die beiden Fantasiewesen wieder ins Klavier zurück, wenn es zu Beethoven-naher Ausdrucksmusik
heißt: »Der Dichter spricht«. Die »Kinderszenen« sind eben mitnichten ein Vorführen der lieben
Kleinen bei Sport und Spiel, sondern ein poetischer Spiegel dessen, was in romantischer Verklärung
die Kindheit war.


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Seit Beginn der Saison 2010/11 sind für das Konzerthaus übrigens Junge Reporter unterwegs:
Kinder und Jugendliche, die ihre persönlichen Eindrücke unserer Konzerte festhalten und auf der
Junior-Homepage veröffentlichen. Es dürfen gerne noch mehr Junge Reporter dazukommen! Wer
Musik liebt, gerne schreibt, Konzerte spannend findet und außerdem einmal im Monat an unseren
Redaktionskonferenzen teilnehmen möchte, der /die ist uns jederzeit herzlich Willkommen!
Interessierte junge Zuhörer/Innen schicken ihre Bewerbung an: junior@konzerthaus.de

Junior
Schumanns Kinderszenen
Eine Geschichte von Gotthart Kuppel mit Musik von Robert Schumann
Antje Siebers Regie
Chris Kremberg Ausstattung
Ursula Hobmair, Luis Lüps Schauspiel
Dietrich Bartsch Klavier und Schauspiel
für Kinder ab 8 Jahre


Mit freundlicher Unterstützung von Zukunft Konzerthaus e.V.


Weitere Informationen finden Sie unter folgenden Links:
Programmheft: http://issuu.com/optimistin/docs/programmheft_schumann
Videotrailer: http://cb-player.de/38661
Fotos aus der Inszenierung: http://www.junior-konzerthaus.de/de_DE/artikel/115719/gross

Im Attachment finden Sie ein Interview mit der Leiterin des Bereichs Junior Gabriele Nellessen
auf klassik.com.
Honorarfreie Fotos schicken wir Ihnen gerne auf Anfrage.


            Berlin
Konzerthaus Berlin                                            http://www.konzerthaus.de
Helge Birkelbach                                              http://www.junior-konzerthaus.de
Leiter Medien- und Öffentlichkeitsarbeit                      h.birkelbach@konzerthaus.de
Gendarmenmarkt 2                                              Tel. +49 (0)30 20309-2271
10117 Berlin                                                  Fax +49 (0)30 20309-2249


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PM 10-10-18_Schumanns Kinderszenen.pdf

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    Pressemitteilung Berlin, 18.10.2010 Schumanns Kinderszenen DO28.10., FR 29.10.10 | 11.00 Uhr | SA 30.10., SO 31.10.10 | 15.30 Uhr | Konzerthaus Berlin, Werner-Otto-Saal Ein großer Flügel inmitten der schwarz verkleideten Bühne, dazu ein Metronom, Noten und Bettzeug: Mehr braucht es nicht für diese »Kinderszenen«. Denn der Autor, Regisseur und Arzt Gotthart Kuppel setzt in seinem gleichnamigen Musiktheaterstück nach Schumanns berühmten 13 Klavier- stücken auf die Fantasie der jungen Zuschauer. »In Zeiten der Gigantomanie, wo alles größer, greller, lauter, schneller und bunter zu werden hat, halte ich es für eine Tugend, Kindern das Kleine zu zeigen«, so Kuppel. Dabei beginnt die Geschichte für den Klavierschüler reichlich trocken: Tonleiterübungen auf den weißen und schwarzen Tasten stehen am Anfang, rauf und runter – bis die Fantasie dem Pianisten plötzlich durchgeht. Der Flügeldeckel springt auf, ein Junge und ein Mädchen springen heraus und fordern Geschichten von dem Übenden. Locken und necken ihn, erfinden Spiele und Nonsensreime. Das Klavier bekommt Flügel und entführt das Publikum gemeinsam mit dem Trio in Schumanns »Kinderszenen«, 13 Stücke für Klavier, op. 15. Ein Mix aus Schabernack und Poesie entspinnt sich, immer mehr lässt sich das wohlerzogene Kind an seinem Instrument auf das kecke Spiel der beiden Fantasiewesen ein. Schumann selbst wollte mit den 13 Klavier-Miniaturen »den Traum der eigenen Tage, die nun ferne sind« zurückrufen. Zugleich jedoch sind sie eine Hommage an das freiheitsliebende Kind der Romantik, das 1838, als die Szenen entstanden, schon längst in der biedermeierlichen Enge gefangen war. Zusammengehalten werden die einzelnen Stücke dadurch, dass sie auf ein Grund- motiv bezogen sind, mit dem schon die erste Miniatur »Von fremden Ländern und Menschen« beginnt. Am Ende dann, nach der Tour durch die verlorenen Paradiese der Erwachsenen, ziehen sich die beiden Fantasiewesen wieder ins Klavier zurück, wenn es zu Beethoven-naher Ausdrucksmusik heißt: »Der Dichter spricht«. Die »Kinderszenen« sind eben mitnichten ein Vorführen der lieben Kleinen bei Sport und Spiel, sondern ein poetischer Spiegel dessen, was in romantischer Verklärung die Kindheit war. 1
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    Seit Beginn derSaison 2010/11 sind für das Konzerthaus übrigens Junge Reporter unterwegs: Kinder und Jugendliche, die ihre persönlichen Eindrücke unserer Konzerte festhalten und auf der Junior-Homepage veröffentlichen. Es dürfen gerne noch mehr Junge Reporter dazukommen! Wer Musik liebt, gerne schreibt, Konzerte spannend findet und außerdem einmal im Monat an unseren Redaktionskonferenzen teilnehmen möchte, der /die ist uns jederzeit herzlich Willkommen! Interessierte junge Zuhörer/Innen schicken ihre Bewerbung an: junior@konzerthaus.de Junior Schumanns Kinderszenen Eine Geschichte von Gotthart Kuppel mit Musik von Robert Schumann Antje Siebers Regie Chris Kremberg Ausstattung Ursula Hobmair, Luis Lüps Schauspiel Dietrich Bartsch Klavier und Schauspiel für Kinder ab 8 Jahre Mit freundlicher Unterstützung von Zukunft Konzerthaus e.V. Weitere Informationen finden Sie unter folgenden Links: Programmheft: http://issuu.com/optimistin/docs/programmheft_schumann Videotrailer: http://cb-player.de/38661 Fotos aus der Inszenierung: http://www.junior-konzerthaus.de/de_DE/artikel/115719/gross Im Attachment finden Sie ein Interview mit der Leiterin des Bereichs Junior Gabriele Nellessen auf klassik.com. Honorarfreie Fotos schicken wir Ihnen gerne auf Anfrage. Berlin Konzerthaus Berlin http://www.konzerthaus.de Helge Birkelbach http://www.junior-konzerthaus.de Leiter Medien- und Öffentlichkeitsarbeit h.birkelbach@konzerthaus.de Gendarmenmarkt 2 Tel. +49 (0)30 20309-2271 10117 Berlin Fax +49 (0)30 20309-2249 2