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Handwerk
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 Bildung
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 Beratung




  onjunktur
 Konjunktur
 im Handwerk



 Quartal 04/2011

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in Zusammenarbeit mit
Konjunktur im Handwerk 3



 Konjunktur




I. Handwerkskonjunktur im Überblick

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2011 deutlich
gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt legte im Ver-
gleich zum Vorjahr um drei Prozent zu. Im vierten
Quartal hat die Entwicklung an Schwung verloren.
Ursachen sind der insgesamt schwächere Welthandel
sowie die durch die Staatsschuldenkrise hervorgerufe-
nen Unsicherheiten im Finanzsektor. Die Prognosen
für 2012 fallen zurückhaltend aus. Für die Euro-Zone
rechnen die Wirtschaftsinstitute mit einer Rezession.
Besser fällt der Ausblick für die deutsche Wirtschaft
aus. Sie wird im ersten Halbjahr voraussichtlich sta-
gnieren, bevor sie im zweiten Halbjahr wieder Fahrt
aufnehmen wird.

Abbildung 1: BWHT- und Handwerkskammer Reutlingen
Konjunkturindikator (gleitender Durchschnitt über vier Quartale)
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      Handwerkskammer-Konjunkturindikator    BWHT-Konjunkturindikator
4 Konjunktur im Handwerk




 Das Handwerk in Baden-Württemberg glänzte das
 gesamte Jahr über mit einer robusten Konjunktur. Der
 BWHT-Konjunkturindikator, der Lageeinschätzungen
 und Erwartungen der Unternehmen in einer Kennzahl
 verbindet, liegt mit 48,2 Punkten deutlich über dem
 Vorjahreswert. Im vierten Quartal schwächte sich die
 Wachstumsdynamik etwas ab.
Konjunktur im Handwerk 5



 Geschäftsentwicklung




II. Geschäftsentwicklung

Für das Handwerk im Bezirk der Handwerkskammer
Reutlingen war 2011 ein ausgesprochen starkes Jahr.
Die positive Entwicklung hat sich im vierten Quartal
fortgesetzt. 59,7 Prozent der befragten Betriebe in den
Landkreisen Freudenstadt, Reutlingen, Sigmaringen,
Tübingen und Zollernalb bewerten ihre Geschäftslage
mit der Note „gut“. Damit wurde der Wert des Vorjah-
resquartals übertroffen. Vor zwölf Monaten waren
lediglich 52,5 Prozent mit der Geschäftsentwicklung
zufrieden. Gleichzeitig ist die Zahl derer, bei denen es
schlecht läuft, nochmals zurückgegangen. 8,1 Prozent
der Handwerker sind mit der derzeitigen Geschäftsla-
ge nicht zufrieden (2010: 9,9 Prozent). Der Index der
Geschäftslage, der aus den positiven und negativen
Bewertungen errechnet wird, steigt im Vergleich zum
Vorjahr um +9,0 Punkte auf +51,6 Punkte.

Abbildung 2: Geschäftslage und -erwartungen
Saldo aus positiven und negativen Bewertungen
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      Geschäftslage                  Geschäftserwartungen
6 Konjunktur im Handwerk




 Tabelle 1: Geschäftslage, -erwartungen und Konjunkturindikator
 Handwerk Reutlingen

                                                     Konjunkturindikator
                        Lage             Erwartung       Handwerk
    04/2010              42,6               42,3            42,5
     01/2011             42,6               58,6            50,5
     02/2011             54,9               54,1            54,5
     03/2011             51,8               54,5            53,2
     04/2011             51,6               48,5            50,0
 Saldo aus positiven und negativen Äußerungen




 Die Handwerksunternehmen sind optimistisch ins
 Jahr 2012 gestartet. 56,2 Prozent der Befragten erwar-
 ten eine gute Geschäftsentwicklung – gegenüber 50,1
 Prozent im Vorjahresquartal. Der Anteil der Betriebe,
 die mit einer Verschlechterung rechnen, befindet sich
 mit 7,7 Prozent ungefähr auf dem Vorjahresniveau
 (7,8 Prozent). Der Saldo der Geschäftserwartungen
 liegt bei nunmehr +48,5 Punkten und damit deutlich
 über dem Wert des Vorjahresquartals (+42,3 Punkte).
Konjunktur im Handwerk 7



 Auftragslage




III. Auftragslage

Die Auftragsbücher der Handwerksbetriebe sind prall
gefüllt. Zwar konnten mit 31,0 Prozent etwas weniger
Betriebe als noch vor einem Jahr einen Zuwachs ver-
zeichnen (2010: 33,6 Prozent), doch die Auftragslage
hat sich im vierten Quartal auf einem hohen Niveau
gefestigt. Der Anteil der Betriebe, die Rückgänge ver-
kraften mussten, ging auf 18,1 Prozent zurück. Im Vor-
jahresquartal waren es noch 22,4 Prozent aller befrag-
ten Betriebe.

Abbildung 3: Auftragslage- und erwartungen
Saldo aus positiven und negativen Bewertungen
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      Auftragslage                  Auftragserwartungen
8 Konjunktur im Handwerk



  Auftragslage



 Tabelle 2: Entwicklung der Auftragslage

               Handwerkskammer Reutlingen                Baden-Württemberg
                  gestiegen          gesunken          gestiegen        gesunken
  04/2010            33,6                22,4            35,1                 17,9
   01/2011           26,3               29,8             25,6                 30,9
   02/2011            41,5               11,9            41,0                 12,1
   03/2011            31,9               21,7            29,0                 20,6
   04/2011           31,0                18,1            30,3                 19,6
 Angaben in % der Befragten




 Was die kommenden Monate angeht, rechnet der
 Großteil der Handwerksbetriebe mit einer stabilen
 Auftragslage (56,7 Prozent). 17,9 Prozent erwarten ein
 Auftragsplus. Das sind etwas weniger als im vierten
 Quartal des vorangegangenen Jahres (21,2 Prozent).
 Jeder Vierte (25,3 Prozent) zeigte sich hingegen skep-
 tisch und befürchtet einen Rückgang.

 Tabelle 3: Auftragserwartungen für das kommende Quartal

                   Handwerkskammer Reutlingen             Baden-Württemberg
     steigen                   17,9 (21,2)                      19,1 (21,0)
      stabil                   56,8 (51,9)                      54,8 (55,3)
      sinken                   25,3 (26,9)                      26,1 (23,8)
 Angaben in % der Befragten; in (): Vorjahresquartal
Konjunktur im Handwerk 9



 Betriebsauslastung




IV. Betriebsauslastung

Viele Handwerksbetriebe arbeiten unter Volldampf.
Die Auslastung konnte im Schlussquartal 2011 noch-
mals erhöht werden. Der Anteil der Unternehmen, die
aktuell über ihre Kapazitätsgrenzen hinausgehen, hat
sich innerhalb der vergangenen zwölf Monate verdop-
pelt. Jeder siebte Betrieb (15,7 Prozent) gibt einen Aus-
lastungsgrad von mehr als 100 Prozent an (2010: 7,2
Prozent). 39,5 Prozent der Befragten können ihre
Kapazitäten mindestens zu 80 Prozent ausschöpfen.
Hingegen bleibt der Anteil derer, die nur bis maximal
60 Prozent ausgelastet sind, nahezu unverändert.

Abbildung 4: Entwicklung der Betriebsauslastung
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       bis 60%                61-80%                  81-100%                   über 100%



Tabelle 4: Betriebsauslastung

                                       bis 60%        61-80%          81-100%    über 100%
Handwerkskammer Reutlingen 14,6 (15,0) 30,2 (34,0) 39,5 (43,9)                    15,7 (7,2)
       Baden-Württemberg               15,3 (17,5) 24,5 (30,5) 46,2 (43,1) 14,0 (8,9)
Angaben in % der Befragten; in (): Vorjahresquartal
10 Konjunktur im Handwerk



   Umsatzsituation




  V. Umsatzsituation

  Die Handwerksbetriebe bewerten die Umsatzentwick-
  lung im vierten Quartal 2011 überwiegend positiv.
  Mehr als ein Drittel der befragten Betriebe (36,8 Pro-
  zent) konnte einen Umsatzzuwachs verbuchen. Nur
  jeder siebte Handwerksbetrieb (14,2 Prozent) musste
  Einbußen (2010: 16,5 Prozent) hinnehmen.

  Abbildung 5: Umsatzlage und -erwartungen
  Saldo aus positiven und negativen Bewertungen
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        Umsatzlage                   Umsatzerwartungen
Konjunktur im Handwerk 11



 Umsatzsituation



Tabelle 5: Entwicklung der Umsätze

              Handwerkskammer Reutlingen                Baden-Württemberg
                  steigen              sinken          steigen             sinken
 04/2010            33,4                16,5            41,3                   15,8
  01/2011            25,1               30,6            21,1                   37,8
  02/2011           48,4                 8,4            46,2                   10,6
  03/2011           33,6                20,3            31,7                   18,9
  04/2011           36,8                14,2            42,1                   13,8
Angaben in % der Befragten




Saisonbedingt fallen die Erwartungen für das
kommende Quartal etwas gedämpfter aus. 32,9 Pro-
zent der Handwerker rechnen mit sinkenden Einnah-
men, ein etwas höherer Anteil als noch vor einem Jahr
(2010: 29,8 Prozent). Steigende Umsätze erwarten 15,9
Prozent – nach 18,0 Prozent im Jahr 2010. Die Hälfte
der befragten Betriebe geht von einer stabilen
Umsatzsituation aus (51,2 Prozent).

Tabelle 6: Umsatzerwartung für das kommende Quartal

                  Handwerkskammer Reutlingen             Baden-Württemberg
    steigen                   15,9 (18,0)                        15,6 (17,5)
     stabil                    51,1 (52,2)                       51,9 (50,7)
     sinken                   32,9 (29,8)                        32,5 (31,8)
Angaben in % der Befragten, in (): Vorjahresquartal
12 Konjunktur im Handwerk



   Beschäftigte




  VI. Beschäftigte

  Der Personalbedarf scheint vorerst gedeckt zu sein.
  Zwar stellten 7,8 Prozent der befragten Betriebe im
  vergangenen Quartal zusätzliche Mitarbeiter ein.
  Gleichzeitig reduzierten jedoch 8,2 Prozent ihre Beleg-
  schaft. Deshalb fällt der Beschäftigungssaldo mit -0,4
  Punkten negativ aus. Zum Vergleich der Wert des Vor-
  jahres: Vor zwölf Monaten lag der Beschäftigungssal-
  do bei -0,9 Punkten.

  Tabelle 7: Entwicklung der Beschäftigten

               Handwerkskammer Reutlingen    Baden-Württemberg
                    mehr       weniger       mehr       weniger
   04/2010           8,5         9,4         6,3          10,3
    01/2011          8,2         6,5         8,6          8,1
    02/2011          12,3        6,8         10,0         5,6
    03/2011          15,7        5,5         12,1          7,1
    04/2011          7,8         8,2         10,0          7,1
  Angaben in % der Befragten




  Die Handwerker werden ihren Personalbestand in den
  kommenden Monaten voraussichtlich etwas erhöhen.
  8,5 Prozent wollen neue Arbeitsplätze schaffen, etwas
  mehr als im Vorjahresquartal (2010: 7,3 Prozent) Die
  überwiegende Mehrheit (86,9 Prozent) will ihre Mitar-
  beiterzahl auf dem aktuellen Stand halten. 4,6 Pro-
  zent der Befragten planen einen Personalabbau.
Konjunktur im Handwerk 13



 Beschäftigte



Tabelle 8: Beschäftigungserwartung für das kommende Quartal

                  Handwerkskammer Reutlingen             Baden-Württemberg
    steigen                    8,5 (7,3)                      8,3 (7,6)
     stabil                   86,9 (88,1)                    86,8 (87,1)
     sinken                    4,6 (4,6)                      4,9 (5,2)
Angaben in % der Befragten; in (): Vorjahresquartal
14 Konjunktur im Handwerk



   Investitionen




  VII. Investitionen

  Weit mehr als die Hälfte aller Unternehmen im Bezirk
  der Handwerkskammer (60,7 Prozent) hat in den
  zurückliegenden Monaten neue Maschinen, Ausrüs-
  tungen angeschafft oder andere Investitionen getä-
  tigt. Jeder vierte Handwerker (24,1 Prozent) erhöhte
  dabei im Vergleich zum Vorjahr sein Budget erhöht.

  Tabelle 9: Aktuelle Investitionslage

                    Handwerkskammer Reutlingen          Baden-Württemberg
       mehr                     24,1 (20,7)                 25,8 (22,4)
       gleich                   24,0 (21,8)                 25,6 (22,8)
      weniger                   12,6 (14,0)                 10,7 (9,7)
       keine                    39,3 (43,5)                 38,0 (45,0)
  Angaben in % der Befragten; in (): Vorjahresquartal




  Die Handwerksbetriebe im Bezirk der Handwerkskam-
  mer Reutlingen bleiben aller Voraussicht nach investi-
  tionsfreudig. Die Hälfte aller befragten Unternehmen
  (51,2 Prozent) will entsprechende Vorhaben in den
  kommenden Monaten realisieren. Dieser Wert liegt
  leicht über dem des Vorjahresquartals, als es nur 48,8
  Prozent waren.

  Tabelle 10: Investitionsbereitschaft

                    Handwerkskammer Reutlingen          Baden-Württemberg
       mehr                     14,5 (13,8)                 15,7 (15,5)
       gleich                   14,5 (18,1)                 19,4 (15,2)
      weniger                   22,3 (16,9)                 18,3 (15,0)
       keine                    48,8 (51,2)                 46,5 (54,3)
  Angaben in % der Befragten; in (): Vorjahresquartal
Konjunktur im Handwerk 15



Gewerke einzeln




VIII. Die Gewerke im Einzelnen

Gut gefüllte Auftragsbücher, stabile Umsätze und
eine hohe Betriebsauslastung - jeder zweite Betrieb
im Bezirk der Handwerkskammer Reutlingen ist mit
der aktuellen Geschäftslage zufrieden. Für zwei Grup-
pen laufen die Geschäfte derzeit besonders gut: Die
Ausbauhandwerker und die Elektro- und Metallbetrie-
be, die vorwiegend für gewerbliche Kunden produzie-
ren, konnten im Vergleich zum vierten Quartal 2010
deutlich zulegen. Ihnen folgen das Bauhauptgewerbe
und die Dienstleistungsbetriebe. Sie bewerten ihre
Lage ebenfalls positiver als noch vor zwölf Monaten.
Anders sieht es im Kfz-Gewerbe und im Nahrungsmit-
telgewerbe aus. Hier sind die jeweiligen Indikatoren,
die aus Lagebeurteilungen und Erwartungen gebildet
werden, leicht gefallen. Deutlich schlechter als noch
vor einem läuft es bei den Gesundheitshandwerkern.

Die Handwerksbetriebe erwarten, dass sich die robus-
te Konjunktur fortsetzt. Am optimistischsten sind
momentan die Handwerker aus den Bereichen Aus-
bau (+60,2 Punkte) und Gewerblicher Bedarf (+58,7
Punkte). Aber auch in den übrigen Handwerksgruppen
sind die Optimisten in der Mehrheit. Im Vergleich zum
Winter 2010 hat sich vor allem die Einschätzung des
Ausbauhandwerks wesentlich verbessert. Dagegen
wird die weitere Geschäftsentwicklung von den
Betrieben im Kfz-Gewerbe, Gesundheitsgewerbe
sowie dem Nahrungsmittelgewerbe etwas schlechter
eingeschätzt als im Vorjahr.
16 Konjunktur im Handwerk



   Gewerke einzeln



  Tabelle 11: Geschäftsklima der Gewerke

                               Lage       Erwartung     Konjunkturindikator
              Ausbau        68,8 (50,6)   60,2 (48,2)       64,5 (49,4)
       Bauhauptgewerbe      50,0 (43,2)   45,7 (38,9)        47,8 (41,1)
         Dienstleistung     29,3 (22,5)   30,0 (22,5)       29,6 (22,5)
           Gesundheit       0,0 (19,0)    22,7 (20,0)        11,1 (19,5)
          Kraftfahrzeug     25,8 (36,4)   32,3 (37,5)       29,0 (36,9)
      Gewerblicher Bedarf   63,0 (51,1)   58,7 (56,5)       60,9 (53,8)
        Nahrungsmittel      33,3 (37,9)   33,3 (37,9)        33,3 (37,9)
        HWK Reutlingen      51,6 (42,6)   48,5 (42,3)       50,0 (42,5)
  in (): Vorjahresquartal
Konjunktur im Handwerk 17



Anhang



Methodische Erläuterungen: Grundlage für die Berechnung der BWHT- und
Handwerkskammer-Konjunkturindikatoren ist eine Befragung von rund
1.000 Handwerksbetrieben aus Baden-Württemberg. Die Berechnung des
Indikators erfolgt nach ifo-Methode: GKS = (GLS + 200) * (GES + 200) - 200
wobei GKS: Geschäftsklima-Saldo; GLS: Geschäftslage-Saldo; GES: Saldo der
Geschäftserwartungen. Hier eine Beispielberechnung: Im 4. Quartal 2006
beurteilten 49,2 Prozent der befragten Handwerksbetriebe aus Baden-Würt-
temberg ihre gegenwärtige Geschäftslage als gut, 14,6 Prozent bezeichneten
ihre Lage als schlecht. Damit lag der Saldo der Geschäftslage (GLS) – gute
abzüglich schlechte Bewertungen – bei +34,6 Punkten. Bei den Geschäftser-
wartungen sprachen 47,1 Prozent der Betriebe von guten Aussichten und 12,3
Prozent von schlechten. Der Saldo hier: + 34,8 Punkte. Die grafische Darstel-
lung der Indikatoren als gleitender Durchschnitt über vier Quartale entschärft
saisonale Einflüsse.
Einteilung der Handwerksgruppen
Bauhauptgewerbe                         Maurer und Betonbauer (A)
                                        Zimmerer (A)
                                        Dachdecker (A)
                                        Straßenbauer (A)
                                        Gerüstbauer (A)
Ausbaugewerbe                           Maler und Lackierer (A)
                                        Klempner (A)
                                        Installateur und Heizungsbauer (A)
                                        Elektrotechniker (A)
                                        Tischler (A)
                                        Raumausstatter (B1)
                                        Glaser (A)
                                        Fliesen-, Platten- und Mosaikleger (B1)
                                        Stuckateure (A)
Handwerke für den gewerblichen Bedarf Feinwerkmechaniker (A)
                                      Elektromaschinenbauer (A)
                                      Landmaschinenmechaniker (A)
                                      Kälteanlagenbauer (A)
                                      Metallbauer (A)
                                      Gebäudereiniger (B1)
                                      Informationstechniker (A)
                                      Schilder- und Lichtreklamehersteller (B1)
Kraftfahrzeuggewerbe                    Karosserie- und Fahrzeugbauer (A)
                                        Kraftfahrzeugtechniker (A)
Nahrungsmittelgewerbe                   Bäcker (A)
                                        Konditoren (A)
                                        Fleischer (A)
Gesundheitsgewerbe                      Augenoptiker (A)
                                        Zahntechniker (A)
                                        Hörgeräteakustiker (A)
                                        Orthopädieschuhmacher (A)
                                        Orthopädietechniker (A)
Personenbezogene Dienstleistungen       Friseure (A)
                                        Schuhmacher (B1)
                                        Uhrmacher (B1)Damen- und
                                        Herrenschneider (B1)
                                        Fotografen (B1)
                                        Textilreiniger (B1)
                                        Kosmetiker (B2)
Impressum Herausgeberin
          Handwerkskammer Reutlingen
          Hindenburgstraße 58
          72762 Reutlingen
          Telefon 07121 2412-0
          Telefax   07121 2412-400

          E-Mail    handwerk@hwk-reutlingen.de
          Internet www.hwk-reutlingen.de

          Redaktion und Zusammenstellung
          Alfred Bouß, Udo Steinort

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  • 1. Handwerk > Handwerk Bildung Bildung ung Beratung onjunktur Konjunktur im Handwerk Quartal 04/2011 05_Flyer_Untertitel_12 pt/5 mm . 05_ er_Untertitel_12 pt/5 mm . 05_Flyer _Untertitel_12 pt/5 mm . 05_Flyer_ Untertitel_12 pt/5 mm . 05_Flyer_Unter- titel_12 pt/5 mm . 05_Flyer_Untertitel_ pt/5 mm . 05_Flyer_Untertitel_12 pt/ mm . 05_Flyer_Untertitel_12 pt/5 mm .
  • 3. Konjunktur im Handwerk 3 Konjunktur I. Handwerkskonjunktur im Überblick Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2011 deutlich gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt legte im Ver- gleich zum Vorjahr um drei Prozent zu. Im vierten Quartal hat die Entwicklung an Schwung verloren. Ursachen sind der insgesamt schwächere Welthandel sowie die durch die Staatsschuldenkrise hervorgerufe- nen Unsicherheiten im Finanzsektor. Die Prognosen für 2012 fallen zurückhaltend aus. Für die Euro-Zone rechnen die Wirtschaftsinstitute mit einer Rezession. Besser fällt der Ausblick für die deutsche Wirtschaft aus. Sie wird im ersten Halbjahr voraussichtlich sta- gnieren, bevor sie im zweiten Halbjahr wieder Fahrt aufnehmen wird. Abbildung 1: BWHT- und Handwerkskammer Reutlingen Konjunkturindikator (gleitender Durchschnitt über vier Quartale) 60 50 40 30 20 10 0 -10 01/2 5 006 006 006 006 007 03/2 7 007 01/2 7 008 008 008 008 009 009 009 009 010 010 010 010 2011 03/ 1 2011 011 201 00 00 00 04/2 02/2 03/2 01/2 04/2 04/2 02/2 01/2 04/2 04/2 04/2 02/2 03/2 02/2 02/2 01/2 03/2 03/2 01/2 04/ 02/ Handwerkskammer-Konjunkturindikator BWHT-Konjunkturindikator
  • 4. 4 Konjunktur im Handwerk Das Handwerk in Baden-Württemberg glänzte das gesamte Jahr über mit einer robusten Konjunktur. Der BWHT-Konjunkturindikator, der Lageeinschätzungen und Erwartungen der Unternehmen in einer Kennzahl verbindet, liegt mit 48,2 Punkten deutlich über dem Vorjahreswert. Im vierten Quartal schwächte sich die Wachstumsdynamik etwas ab.
  • 5. Konjunktur im Handwerk 5 Geschäftsentwicklung II. Geschäftsentwicklung Für das Handwerk im Bezirk der Handwerkskammer Reutlingen war 2011 ein ausgesprochen starkes Jahr. Die positive Entwicklung hat sich im vierten Quartal fortgesetzt. 59,7 Prozent der befragten Betriebe in den Landkreisen Freudenstadt, Reutlingen, Sigmaringen, Tübingen und Zollernalb bewerten ihre Geschäftslage mit der Note „gut“. Damit wurde der Wert des Vorjah- resquartals übertroffen. Vor zwölf Monaten waren lediglich 52,5 Prozent mit der Geschäftsentwicklung zufrieden. Gleichzeitig ist die Zahl derer, bei denen es schlecht läuft, nochmals zurückgegangen. 8,1 Prozent der Handwerker sind mit der derzeitigen Geschäftsla- ge nicht zufrieden (2010: 9,9 Prozent). Der Index der Geschäftslage, der aus den positiven und negativen Bewertungen errechnet wird, steigt im Vergleich zum Vorjahr um +9,0 Punkte auf +51,6 Punkte. Abbildung 2: Geschäftslage und -erwartungen Saldo aus positiven und negativen Bewertungen 70 60 50 40 30 20 10 0 -10 01/2 5 02/2 6 03/2 6 006 01/2 6 007 03/2 7 04/2 7 01/2 7 008 03/2 8 008 01/2 8 02/2 9 03/2 9 04/2 9 01/2 9 010 010 010 010 03/ 1 01/2 1 012 2011 02/ 1 201 201 00 00 00 00 00 00 01 00 00 00 00 00 00 00 04/2 01/2 02/2 03/2 04/2 02/2 04/2 04/2 02/2 04/ Geschäftslage Geschäftserwartungen
  • 6. 6 Konjunktur im Handwerk Tabelle 1: Geschäftslage, -erwartungen und Konjunkturindikator Handwerk Reutlingen Konjunkturindikator Lage Erwartung Handwerk 04/2010 42,6 42,3 42,5 01/2011 42,6 58,6 50,5 02/2011 54,9 54,1 54,5 03/2011 51,8 54,5 53,2 04/2011 51,6 48,5 50,0 Saldo aus positiven und negativen Äußerungen Die Handwerksunternehmen sind optimistisch ins Jahr 2012 gestartet. 56,2 Prozent der Befragten erwar- ten eine gute Geschäftsentwicklung – gegenüber 50,1 Prozent im Vorjahresquartal. Der Anteil der Betriebe, die mit einer Verschlechterung rechnen, befindet sich mit 7,7 Prozent ungefähr auf dem Vorjahresniveau (7,8 Prozent). Der Saldo der Geschäftserwartungen liegt bei nunmehr +48,5 Punkten und damit deutlich über dem Wert des Vorjahresquartals (+42,3 Punkte).
  • 7. Konjunktur im Handwerk 7 Auftragslage III. Auftragslage Die Auftragsbücher der Handwerksbetriebe sind prall gefüllt. Zwar konnten mit 31,0 Prozent etwas weniger Betriebe als noch vor einem Jahr einen Zuwachs ver- zeichnen (2010: 33,6 Prozent), doch die Auftragslage hat sich im vierten Quartal auf einem hohen Niveau gefestigt. Der Anteil der Betriebe, die Rückgänge ver- kraften mussten, ging auf 18,1 Prozent zurück. Im Vor- jahresquartal waren es noch 22,4 Prozent aller befrag- ten Betriebe. Abbildung 3: Auftragslage- und erwartungen Saldo aus positiven und negativen Bewertungen 50 40 30 20 10 0 -10 -20 -30 -40 -50 01/2 5 02/2 6 03/2 6 006 601 0- 02/2 7 03/2 7 04/2 7 01/2 7 008 03/2 8 008 01/2 8 02/2 9 03/2 9 04/2 9 901 0- 0 010 010 010 03/ 1 01/2 1 012 2011 02/ 1 201 201 00 00 00 00 /200 00 00 01 00 00 00 00 00 /201 0 0 04/2 04/2 01/2 02/2 03/2 04/2 04/2 02/2 04/ Auftragslage Auftragserwartungen
  • 8. 8 Konjunktur im Handwerk Auftragslage Tabelle 2: Entwicklung der Auftragslage Handwerkskammer Reutlingen Baden-Württemberg gestiegen gesunken gestiegen gesunken 04/2010 33,6 22,4 35,1 17,9 01/2011 26,3 29,8 25,6 30,9 02/2011 41,5 11,9 41,0 12,1 03/2011 31,9 21,7 29,0 20,6 04/2011 31,0 18,1 30,3 19,6 Angaben in % der Befragten Was die kommenden Monate angeht, rechnet der Großteil der Handwerksbetriebe mit einer stabilen Auftragslage (56,7 Prozent). 17,9 Prozent erwarten ein Auftragsplus. Das sind etwas weniger als im vierten Quartal des vorangegangenen Jahres (21,2 Prozent). Jeder Vierte (25,3 Prozent) zeigte sich hingegen skep- tisch und befürchtet einen Rückgang. Tabelle 3: Auftragserwartungen für das kommende Quartal Handwerkskammer Reutlingen Baden-Württemberg steigen 17,9 (21,2) 19,1 (21,0) stabil 56,8 (51,9) 54,8 (55,3) sinken 25,3 (26,9) 26,1 (23,8) Angaben in % der Befragten; in (): Vorjahresquartal
  • 9. Konjunktur im Handwerk 9 Betriebsauslastung IV. Betriebsauslastung Viele Handwerksbetriebe arbeiten unter Volldampf. Die Auslastung konnte im Schlussquartal 2011 noch- mals erhöht werden. Der Anteil der Unternehmen, die aktuell über ihre Kapazitätsgrenzen hinausgehen, hat sich innerhalb der vergangenen zwölf Monate verdop- pelt. Jeder siebte Betrieb (15,7 Prozent) gibt einen Aus- lastungsgrad von mehr als 100 Prozent an (2010: 7,2 Prozent). 39,5 Prozent der Befragten können ihre Kapazitäten mindestens zu 80 Prozent ausschöpfen. Hingegen bleibt der Anteil derer, die nur bis maximal 60 Prozent ausgelastet sind, nahezu unverändert. Abbildung 4: Entwicklung der Betriebsauslastung 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% 010 2011 2011 2011 011 04/2 01/2 04/ 02/ 03/ bis 60% 61-80% 81-100% über 100% Tabelle 4: Betriebsauslastung bis 60% 61-80% 81-100% über 100% Handwerkskammer Reutlingen 14,6 (15,0) 30,2 (34,0) 39,5 (43,9) 15,7 (7,2) Baden-Württemberg 15,3 (17,5) 24,5 (30,5) 46,2 (43,1) 14,0 (8,9) Angaben in % der Befragten; in (): Vorjahresquartal
  • 10. 10 Konjunktur im Handwerk Umsatzsituation V. Umsatzsituation Die Handwerksbetriebe bewerten die Umsatzentwick- lung im vierten Quartal 2011 überwiegend positiv. Mehr als ein Drittel der befragten Betriebe (36,8 Pro- zent) konnte einen Umsatzzuwachs verbuchen. Nur jeder siebte Handwerksbetrieb (14,2 Prozent) musste Einbußen (2010: 16,5 Prozent) hinnehmen. Abbildung 5: Umsatzlage und -erwartungen Saldo aus positiven und negativen Bewertungen 60 50 40 30 20 10 0 -10 -20 -30 -40 -50 01/2 6 01/2 9 01/2 8 6 9 6 9 8 01/2 5 8 01/2 7 7 02/ 6 7 02/ 9 02/ 8 01/2 0 03/ 0 04/ 0 02/ 7 02/ 0 01/2 1 200 200 200 200 200 2011 012 04/ 1 200 200 200 200 200 200 200 200 02/ 1 00 00 00 00 201 201 201 201 201 01 01 04/ 04/ 04/ 04/ 04/ 03/ 03/ 03/ 03/ 03/ Umsatzlage Umsatzerwartungen
  • 11. Konjunktur im Handwerk 11 Umsatzsituation Tabelle 5: Entwicklung der Umsätze Handwerkskammer Reutlingen Baden-Württemberg steigen sinken steigen sinken 04/2010 33,4 16,5 41,3 15,8 01/2011 25,1 30,6 21,1 37,8 02/2011 48,4 8,4 46,2 10,6 03/2011 33,6 20,3 31,7 18,9 04/2011 36,8 14,2 42,1 13,8 Angaben in % der Befragten Saisonbedingt fallen die Erwartungen für das kommende Quartal etwas gedämpfter aus. 32,9 Pro- zent der Handwerker rechnen mit sinkenden Einnah- men, ein etwas höherer Anteil als noch vor einem Jahr (2010: 29,8 Prozent). Steigende Umsätze erwarten 15,9 Prozent – nach 18,0 Prozent im Jahr 2010. Die Hälfte der befragten Betriebe geht von einer stabilen Umsatzsituation aus (51,2 Prozent). Tabelle 6: Umsatzerwartung für das kommende Quartal Handwerkskammer Reutlingen Baden-Württemberg steigen 15,9 (18,0) 15,6 (17,5) stabil 51,1 (52,2) 51,9 (50,7) sinken 32,9 (29,8) 32,5 (31,8) Angaben in % der Befragten, in (): Vorjahresquartal
  • 12. 12 Konjunktur im Handwerk Beschäftigte VI. Beschäftigte Der Personalbedarf scheint vorerst gedeckt zu sein. Zwar stellten 7,8 Prozent der befragten Betriebe im vergangenen Quartal zusätzliche Mitarbeiter ein. Gleichzeitig reduzierten jedoch 8,2 Prozent ihre Beleg- schaft. Deshalb fällt der Beschäftigungssaldo mit -0,4 Punkten negativ aus. Zum Vergleich der Wert des Vor- jahres: Vor zwölf Monaten lag der Beschäftigungssal- do bei -0,9 Punkten. Tabelle 7: Entwicklung der Beschäftigten Handwerkskammer Reutlingen Baden-Württemberg mehr weniger mehr weniger 04/2010 8,5 9,4 6,3 10,3 01/2011 8,2 6,5 8,6 8,1 02/2011 12,3 6,8 10,0 5,6 03/2011 15,7 5,5 12,1 7,1 04/2011 7,8 8,2 10,0 7,1 Angaben in % der Befragten Die Handwerker werden ihren Personalbestand in den kommenden Monaten voraussichtlich etwas erhöhen. 8,5 Prozent wollen neue Arbeitsplätze schaffen, etwas mehr als im Vorjahresquartal (2010: 7,3 Prozent) Die überwiegende Mehrheit (86,9 Prozent) will ihre Mitar- beiterzahl auf dem aktuellen Stand halten. 4,6 Pro- zent der Befragten planen einen Personalabbau.
  • 13. Konjunktur im Handwerk 13 Beschäftigte Tabelle 8: Beschäftigungserwartung für das kommende Quartal Handwerkskammer Reutlingen Baden-Württemberg steigen 8,5 (7,3) 8,3 (7,6) stabil 86,9 (88,1) 86,8 (87,1) sinken 4,6 (4,6) 4,9 (5,2) Angaben in % der Befragten; in (): Vorjahresquartal
  • 14. 14 Konjunktur im Handwerk Investitionen VII. Investitionen Weit mehr als die Hälfte aller Unternehmen im Bezirk der Handwerkskammer (60,7 Prozent) hat in den zurückliegenden Monaten neue Maschinen, Ausrüs- tungen angeschafft oder andere Investitionen getä- tigt. Jeder vierte Handwerker (24,1 Prozent) erhöhte dabei im Vergleich zum Vorjahr sein Budget erhöht. Tabelle 9: Aktuelle Investitionslage Handwerkskammer Reutlingen Baden-Württemberg mehr 24,1 (20,7) 25,8 (22,4) gleich 24,0 (21,8) 25,6 (22,8) weniger 12,6 (14,0) 10,7 (9,7) keine 39,3 (43,5) 38,0 (45,0) Angaben in % der Befragten; in (): Vorjahresquartal Die Handwerksbetriebe im Bezirk der Handwerkskam- mer Reutlingen bleiben aller Voraussicht nach investi- tionsfreudig. Die Hälfte aller befragten Unternehmen (51,2 Prozent) will entsprechende Vorhaben in den kommenden Monaten realisieren. Dieser Wert liegt leicht über dem des Vorjahresquartals, als es nur 48,8 Prozent waren. Tabelle 10: Investitionsbereitschaft Handwerkskammer Reutlingen Baden-Württemberg mehr 14,5 (13,8) 15,7 (15,5) gleich 14,5 (18,1) 19,4 (15,2) weniger 22,3 (16,9) 18,3 (15,0) keine 48,8 (51,2) 46,5 (54,3) Angaben in % der Befragten; in (): Vorjahresquartal
  • 15. Konjunktur im Handwerk 15 Gewerke einzeln VIII. Die Gewerke im Einzelnen Gut gefüllte Auftragsbücher, stabile Umsätze und eine hohe Betriebsauslastung - jeder zweite Betrieb im Bezirk der Handwerkskammer Reutlingen ist mit der aktuellen Geschäftslage zufrieden. Für zwei Grup- pen laufen die Geschäfte derzeit besonders gut: Die Ausbauhandwerker und die Elektro- und Metallbetrie- be, die vorwiegend für gewerbliche Kunden produzie- ren, konnten im Vergleich zum vierten Quartal 2010 deutlich zulegen. Ihnen folgen das Bauhauptgewerbe und die Dienstleistungsbetriebe. Sie bewerten ihre Lage ebenfalls positiver als noch vor zwölf Monaten. Anders sieht es im Kfz-Gewerbe und im Nahrungsmit- telgewerbe aus. Hier sind die jeweiligen Indikatoren, die aus Lagebeurteilungen und Erwartungen gebildet werden, leicht gefallen. Deutlich schlechter als noch vor einem läuft es bei den Gesundheitshandwerkern. Die Handwerksbetriebe erwarten, dass sich die robus- te Konjunktur fortsetzt. Am optimistischsten sind momentan die Handwerker aus den Bereichen Aus- bau (+60,2 Punkte) und Gewerblicher Bedarf (+58,7 Punkte). Aber auch in den übrigen Handwerksgruppen sind die Optimisten in der Mehrheit. Im Vergleich zum Winter 2010 hat sich vor allem die Einschätzung des Ausbauhandwerks wesentlich verbessert. Dagegen wird die weitere Geschäftsentwicklung von den Betrieben im Kfz-Gewerbe, Gesundheitsgewerbe sowie dem Nahrungsmittelgewerbe etwas schlechter eingeschätzt als im Vorjahr.
  • 16. 16 Konjunktur im Handwerk Gewerke einzeln Tabelle 11: Geschäftsklima der Gewerke Lage Erwartung Konjunkturindikator Ausbau 68,8 (50,6) 60,2 (48,2) 64,5 (49,4) Bauhauptgewerbe 50,0 (43,2) 45,7 (38,9) 47,8 (41,1) Dienstleistung 29,3 (22,5) 30,0 (22,5) 29,6 (22,5) Gesundheit 0,0 (19,0) 22,7 (20,0) 11,1 (19,5) Kraftfahrzeug 25,8 (36,4) 32,3 (37,5) 29,0 (36,9) Gewerblicher Bedarf 63,0 (51,1) 58,7 (56,5) 60,9 (53,8) Nahrungsmittel 33,3 (37,9) 33,3 (37,9) 33,3 (37,9) HWK Reutlingen 51,6 (42,6) 48,5 (42,3) 50,0 (42,5) in (): Vorjahresquartal
  • 17. Konjunktur im Handwerk 17 Anhang Methodische Erläuterungen: Grundlage für die Berechnung der BWHT- und Handwerkskammer-Konjunkturindikatoren ist eine Befragung von rund 1.000 Handwerksbetrieben aus Baden-Württemberg. Die Berechnung des Indikators erfolgt nach ifo-Methode: GKS = (GLS + 200) * (GES + 200) - 200 wobei GKS: Geschäftsklima-Saldo; GLS: Geschäftslage-Saldo; GES: Saldo der Geschäftserwartungen. Hier eine Beispielberechnung: Im 4. Quartal 2006 beurteilten 49,2 Prozent der befragten Handwerksbetriebe aus Baden-Würt- temberg ihre gegenwärtige Geschäftslage als gut, 14,6 Prozent bezeichneten ihre Lage als schlecht. Damit lag der Saldo der Geschäftslage (GLS) – gute abzüglich schlechte Bewertungen – bei +34,6 Punkten. Bei den Geschäftser- wartungen sprachen 47,1 Prozent der Betriebe von guten Aussichten und 12,3 Prozent von schlechten. Der Saldo hier: + 34,8 Punkte. Die grafische Darstel- lung der Indikatoren als gleitender Durchschnitt über vier Quartale entschärft saisonale Einflüsse. Einteilung der Handwerksgruppen Bauhauptgewerbe Maurer und Betonbauer (A) Zimmerer (A) Dachdecker (A) Straßenbauer (A) Gerüstbauer (A) Ausbaugewerbe Maler und Lackierer (A) Klempner (A) Installateur und Heizungsbauer (A) Elektrotechniker (A) Tischler (A) Raumausstatter (B1) Glaser (A) Fliesen-, Platten- und Mosaikleger (B1) Stuckateure (A) Handwerke für den gewerblichen Bedarf Feinwerkmechaniker (A) Elektromaschinenbauer (A) Landmaschinenmechaniker (A) Kälteanlagenbauer (A) Metallbauer (A) Gebäudereiniger (B1) Informationstechniker (A) Schilder- und Lichtreklamehersteller (B1) Kraftfahrzeuggewerbe Karosserie- und Fahrzeugbauer (A) Kraftfahrzeugtechniker (A) Nahrungsmittelgewerbe Bäcker (A) Konditoren (A) Fleischer (A) Gesundheitsgewerbe Augenoptiker (A) Zahntechniker (A) Hörgeräteakustiker (A) Orthopädieschuhmacher (A) Orthopädietechniker (A) Personenbezogene Dienstleistungen Friseure (A) Schuhmacher (B1) Uhrmacher (B1)Damen- und Herrenschneider (B1) Fotografen (B1) Textilreiniger (B1) Kosmetiker (B2)
  • 18. Impressum Herausgeberin Handwerkskammer Reutlingen Hindenburgstraße 58 72762 Reutlingen Telefon 07121 2412-0 Telefax 07121 2412-400 E-Mail handwerk@hwk-reutlingen.de Internet www.hwk-reutlingen.de Redaktion und Zusammenstellung Alfred Bouß, Udo Steinort