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INTERREG und die Schweiz
Ein bereichernder Austausch




                Mit der Unterstützung von




                                            1
INTERREG
    Ein Instrument für die Zusammenarbeit mit Europa




    Inhalt                                                        INTERREG ist ein Förderinstrument für Wirt-          Je nach Programm können INTERREG-Projekte
    INTERREG – Ein Instrument für die
                                                                  schaft, Tourismus und Kultur, das nationale          entweder im Rahmen eines Ausschreibungsver-
    Zusammenarbeit mit Europa		                            2      Grenzen, institutionelle Unterschiede sowie          fahrens − mit einer gesetzten Frist − oder wäh-
                                                                  wettbewerbsbedingte Spannungen über-                 rend des ganzen Jahres eingereicht werden. Die
    INTERREG – Integraler Bestandteil der Schweizer
    Regionalpolitik	                                       3
                                                                  windet. INTERREG schafft überall in Europa           Gesuche werden gemäss den Prioritäten und
                                                                  privilegierte Kooperationsräume und fördert          Kriterien geprüft, wie sie im jeweiligen Operatio-
    INTERREG I bis IV – 20 Jahre Zusammenarbeit
    in Europa	                                             4	
                                                                  die Vernetzung vorhandener Kräfte beidseits          nellen Programm festgelegt sind.
                                                                  der nationalen Grenzen.
    INTERREG III – Eine ermutigende Bilanz	                5
                                                                                                                   			                      Kohäsionspolitik
    INTERREG IV – Geht auf das Bedürfnis nach
    grenzüberschreitender, transnationaler und
                                                                  Die europäische Kohäsionspolitik, zu der die Europäische territoriale Zusammenarbeit (ETZ) ge-
    interregionaler Zusammenarbeit ein	                    6	     hört, verfolgt zwei Ziele: den Abbau von regionalen Disparitäten und die Förderung der regionalen
                                                                  Wirtschaft. In der Schweiz stehen dazu zwei Instrumente zur Verfügung: der Finanzausgleich und
    INTERREG IV A
                                                                  die Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen (NFA) sowie die Neue Regionalpolitik (NRP).
    Italien–Schweiz		                                      7	
    Frankreich–Schweiz		                                   8	
    Oberrhein		                                            9
    Alpenrhein–Bodensee–Hochrhein	                        10 	
                                                                  INTERREG ist − wie ESPON, INTERACT
                                                                  und URBACT − ein Entwicklungsinstrument              INTERREG bringt Vorteile für die Schweiz:
    INTERREG IV B
                                                                  im Rahmen der Europäischen territorialen Zu-
    Nordwesteuropa		 11 	
    Alpenraum		 12	
                                                                  sammenarbeit (ETZ). Durch INTERREG wer-              •	 Die Schweizer Regionen profitieren von den
                                                                  den grenzübergreifende Projekte unterstützt,            Erfahrungen anderer Regionen und können
    INTERREG IV C		 13
                                                                  die den Dialog zwischen den Regionen der                die internationale Zusammenarbeit weiter-
    INTERACT II – Unterstützung der Programme                     Europäischen Union (EU) und deren Nach-                 führen und vertiefen.
    der Europäischen territorialen Zusammenarbeit 		 14
                                                                  barländern fördern und die Bevölkerungen dieser
    regiosuisse – Wissen generieren,                              Regionen einander näher bringen.                     •	 Die Zusammenarbeit ermöglicht es, Pro-
    Wissen nutzbar machen		 15                                                                                            blembereiche, die nach grenzüberschreitenden
    Kontaktadressen		 16                                          Struktur der INTERREG-Programme                         Antworten verlangen, gemeinsam anzugehen.

    Impressum                                                     INTERREG ist in drei unterschiedliche Ausrich-       •	 Dank INTERREG lassen sich Lösungen für
                                                                  tungen gegliedert: die grenzüberschreitende,            Probleme finden, die sich durch unterschied-
    Herausgeber:
                                                                  die transnationale und die interregionale Zusam-        liche Verwaltungssysteme ergeben.
    Regionale und nationale Koordinationsstellen
    der Schweiz INTERREG IV, SECO, regiosuisse                    menarbeit. Diese drei Ausrichtungen umfassen
    − Netzwerkstelle Regionalentwicklung                                                                               •	 INTERREG stellt eine bestmögliche Koor-
                                                                  insgesamt rund 65 INTERREG-Programme,
    Konzept/Redaktion/Ausführung:                                                                                         dination im Bereich der Raumordnung auf
    Regionale und nationale Koordinationsstellen                  die alle sehr ähnlich organisiert sind. Jedes die-
                                                                                                                          europäischer Ebene sicher.
    der Schweiz INTERREG IV, SECO, regiosuisse                    ser Programme verfügt über ein Leitbild (Opera-
    − Netzwerkstelle Regionalentwicklung
                                                                  tionelles Programm). Darin einigen sich die be-
    Übersetzung:                                                                                                       Die regionale Zusammenarbeit zwischen
                                                                  teiligten Regionen über Themenbereiche, für die
    Cinzia Corda, Fribourg                                                                                             Schweizer und europäischen Partnerinnen und
    Félix Glutz, Montreux                                         sich eine Zusammenarbeit anbietet und die ent-       Partnern erhöht die Wettbewerbsfähigkeit der
    Monika Kern, Küsnacht
                                                                  sprechend finanziell unterstützt werden können.      Regionen, aber auch die Wettbewerbsfähigkeit
    Druck:
                                                                  Die Regionen entscheiden auch gemeinsam              des Wirtschaftsplatzes Schweiz als Ganzes.
    Paulusdruckerei, Fribourg
                                                                  über die Verfahrensweise des Programms.
    Ausgabe:
    Februar 2010                                                  Die Schweiz nimmt an sieben INTERREG-
                                                                  Programmen teil.
    Download der Broschüre in Deutsch, Italienisch
    und Französisch unter www.interreg.ch                                      www.ec.europa.eu/regional_policy/cooperation/index_en.htm
2   INTERREG – Ein Instrument für die Zusammenarbeit mit Europa
Integraler Bestandteil der Schweizer Regionalpolitik




                                                Am 1. Januar 2008 ist die Neue Regionalpo-             Besonderheiten der Schweizer Teilnahme
Die NRP basiert auf drei strategischen          litik (NRP) in Kraft getreten. Mit ihr unterstüt-      an INTERREG
Ausrichtungen:                                  zen Bund und Kantone das Berggebiet, den
                                                weiteren ländlichen Raum und die Grenz-                Da INTERREG in der Schweiz Teil der NRP
Die Ausrichtung 1 ist der Hauptpfeiler der      regionen der Schweiz bei der Bewältigung               ist, gelten bei der Umsetzung des Instru-
NRP. Mit ihr werden Initiativen, Projekte       des Strukturwandels. Die Standortvoraus-               ments im Vergleich zu Europa einige Beson-
und Programme gefördert, die Innovation,        setzungen für unternehmerische Aktivitäten             derheiten.
Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit          sollen verbessert und Innovationen, Wert-
in den Regionen steigern. Unternehmer-          schöpfung sowie die Wettbewerbsfähigkeit
geist und Innovationskraft sind die zentralen   nachhaltig gefördert werden.
Werte, mittels deren die regionale Wettbe-
werbsfähigkeit und der Strukturwandel ge-
                                                                                                    INTERREG – ein bekanntes Label
meistert werden können. In Ausrichtung 1        Die Europäische territoriale Zusammenarbeit (ETZ) − Ziel 3 der EU-Kohäsionspolitik − folgte 2007
arbeiten Bund, Kantone und Regionen eng         auf die Initiative INTERREG. Wegen des hohen Bekanntheitsgrads des Labels «INTERREG» kam
mit den Wirtschaftsakteurinnen und -akteu-      die Europäische Kommission überein, jenen Teil der ETZ, der INTERREG III fortsetzt, mit
ren zusammen. Die Verantwortung für die         INTERREG IV zu bezeichnen.
Umsetzung liegt bei den Kantonen.

Die Ausrichtung 2 der NRP bezweckt eine         Die NRP leistet einen Beitrag zur Schaffung            Um Finanzhilfe des Bundes zu erhalten, muss
verstärkte Zusammenarbeit und Nutzung           und Erhaltung von Arbeitsplätzen und trägt             ein INTERREG-Projekt auf Schweizer Seite
der Synergien zwischen Regionalpolitik          indirekt dazu bei, die dezentrale Besiedlung           das Primärziel der NRP – die Förderung
und raumrelevanten Sektoralpolitiken des        in der Schweiz zu erhalten und die regiona-            von Innovation, Unternehmertum und Wert-
Bundes. Die wichtigsten Partner sind die        len Disparitäten abzubauen. Mit der NRP                schöpfung – verfolgen. Die Kantone ihrerseits
Innovations-, Bildungs-, Agrar-, Umwelt-,       werden Projekte, Initiativen und Programme             können mit eigenen Mitteln auch andere
Energie-, Tourismus- und KMU-Politik sowie      unterstützt, die die Wettbewerbsfähigkeit der          INTERREG-Projekte fördern.
die Standortförderung. Auch Kantone und         Regionen stärken. Für die strategische Ent-
Regionen profitieren von den sich ergeben-      wicklung der NRP ist das Staatssekretariat             Startete der europäische Finanzierungszeit-
den Synergien. Die Verantwortung für die        für Wirtschaft (SECO) verantwortlich. Die              plan für INTERREG IV im Jahr 2007 und
Umsetzung liegt beim Bund.                      konkrete Umsetzung ist in erster Linie Sache           endet im Jahr 2013, erstreckt sich die Pro-
                                                der Kantone.                                           grammphase der NRP in der Schweiz über
Die Ausrichtung 3 umfasst den Aufbau und
                                                                                                       acht Jahre von 2008 bis 2015. Die Abstim-
Betrieb eines Wissenssystems zur Regional-
                                                Die NRP vereint verschiedene regionalpoli-             mung der beiden Zeitpläne wird sicherge-
entwicklung, die Qualifizierung des Regio-
                                                tische Förderinstrumente, darunter die Teil-           stellt.
nalmanagements sowie ein Monitoring der
                                                nahme der Schweiz an der Europäischen ter-
wirtschaftlichen Entwicklung der Regionen
                                                ritorialen Zusammenarbeit (ETZ), zu der auch
in der Schweiz. Diese Aufgabe nimmt seit
                                                INTERREG gehört.
2008 die Netzwerkstelle Regionalentwick-
lung − regiosuisse − wahr (S. 15). Die Ver-
antwortung für die Ausrichtung 3 liegt beim
Bund.


                                                                                                                                www.regiosuisse.ch
                                                                                                                                www.interreg.ch

                                                                                                     INTERREG – Integraler Bestandteil der Schweizer Regionalpolitik   3
INTERREG I bis IV
    20 Jahre Zusammenarbeit in Europa




    INTERREG wurde von der Europäischen                      INTERREG I (1990–1994) war als rein             Aufgrund der positiven Erfahrungen mit
    Kommission eingeführt, um die innereuropä-               grenzüberschreitendes Programm konzipiert,      INTERREG II entschied der Bund, sein
    ischen Grenzgebiete auf eine Gemeinschaft                um die Wirtschaft in den Grenzgebieten zu       Engagement im Rahmen von INTERREG III
    ohne Binnengrenzen vorzubereiten.                        beleben. Vierzehn Schweizer Grenzkantone        (2000–2006) weiterzuführen. Auf europä-
                                                             beteiligten sich an INTERREG I.                 ischer Seite erweiterte INTERREG III seine
                                                                                                             Aktivitäten auf die transnationale und die
                                                             Zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit        interregionale Zusammenarbeit. Dadurch er-
                                                             kamen bei INTERREG II (1995–1999) die           hielten auch Binnenkantone die Möglichkeit,
                                                             Realisierung von transnationalen Energienet-    sich an INTERREG-Projekten zu beteiligen.
                                                             zen sowie die transnationale Zusammenarbeit     INTERREG III wurde ausserdem ergänzt
                                                             im Bereich der regionalen Raumplanung hinzu.    durch INTERACT, ein Rahmenprogramm
                                                             Ab INTERREG II wird INTERREG über den           zur Förderung des Wissenstransfers, und
                                                             «Europäischen Fonds für regionale Entwick-      durch ESPON, ein Forschungsnetzwerk zur
                                                             lung» (EFRE) mitfinanziert. Auf Einladung       Beobachtung der europäischen Raument-
                                                                                                             wicklung.
    Finanzierung
    Für die Europäische territoriale Zusammenarbeit (ETZ) steht für die Laufzeit von 2007 bis                INTERREG IV (2007–2013) schliesslich ist
    2013 ein Budget von 8,7 Milliarden Euro aus dem «Europäischen Fonds für regionale Entwicklung»           der Hauptpfeiler von Ziel 3 der europäischen
    (EFRE) zur Verfügung. Mit diesen Mitteln können die Investitionen der Partnerinnen und Partner           Kohäsionspolitik − der Europäischen territo-
    der verschiedenen Projekte finanziert werden, wobei die Finanzierung auf nationaler oder                 rialen Zusammenarbeit (ETZ). INTERREG
    regionaler Ebene durch eigene Mittel ergänzt werden muss.                                                ist somit von einem grenzüberschreitenden
                                                                                                             Programm zu einem wichtigen Kohäsionsziel
    Da die Schweiz nicht Mitglied der Europäischen Union ist, können Schweizer Projektpart-                  geworden und hat nicht nur politisch, sondern
    nerinnen und -partner nicht von Fördergeldern des EFRE profitieren. Bund und Kantone                     auch finanziell an Bedeutung gewonnen.
    finanzieren die Teilnahme von Schweizer Partnerinnen und Partnern an INTERREG IV über
    die Neue Regionalpolitik.


                                                             der EU-Kommission entschied der Bund,
    Steigende europäische Beiträge                           sich direkt finanziell und organisatorisch an
                                                             INTERREG II zu beteiligen. Dies ermöglichte
    INTERREG I                               1,1 Mrd. Euro   es, Schweizer Projektpartnerinnen und -part-
    INTERREG II                              3,5 Mrd. Euro   ner mit Bundesgeldern zu unterstützen. Auf
    INTERREG III                             5,0 Mrd. Euro   Schweizer Seite lag die Verantwortung für die
    INTERREG IV (ETZ)                        8,7 Mrd. Euro   Umsetzung von INTERREG II beim Eidge-
                                                             nössischen Volkswirtschaftsdepartement (EVD)
    Quelle: Inforegio Nr. 24, Dezember 2007                  und bei den Kantonen.

    ©Foto Guy Perrenoud




4   INTERREG I bis IV – 20 Jahre Zusammenarbeit in Europa
INTERREG III
Eine ermutigende Bilanz



                                                                                                     INTERREG I, II et III étaient des program-
                                                                                                     mes communautaires de la Commission
                                                                                                     européenne. INTERREG IV (2007-2013)
                                                                                                     est quant à lui l’élément le plus important




Von 2000 bis 2006 hat sich die Schweiz             Dank INTERREG III wurden die Grenzgebie-          nanzmitteln zu sehen. Dennoch fiel die Gesamt-
an insgesamt 507 INTERREG-III-Projekten            te der Schweiz gestärkt und die Zusammenar-       bewertung von INTERREG III aus Schweizer
beteiligt. Davon entfielen 457 auf grenzüber-      beit zwischen europäischen Regionen wurde         Sicht positiv aus. Entsprechend beschloss der
schreitende Projekte (90%), 38 auf transnatio-     verbessert. Die Schweizer Kantone bauten          Bund, sich auch an INTERREG IV zu beteiligen
nale Projekte (7%) und 12 auf interregionale       Beziehungen zu ihren europäischen Nach-           und sich dabei auf die Ziele der Regionalpolitik
Projekte (2%).                                     barn, die zu den dynamischsten innerhalb          zu konzentrieren.
                                                   Europas gehören, auf und aus. Über Grenzen
                                                   hinweg wurden Partnerschaften geschlossen,
Programm                             Projekte      in denen Wissen und Erfahrungen ausge-
                                                   tauscht und Synergien genutzt wurden. Die
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit                wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den
III A Italien–Schweiz                       194    Grenzgebieten und folglich auch in den Kan-
III A Frankreich–Schweiz/Genferseebecken     59    tonen wurden durch INTERREG III gestärkt.
III A Frankreich–Schweiz/Jurabogen           76    Auch die horizontale Koordination zwischen
III A Alpenrhein–Bodensee–Hochrhein          81    den Programmen und die vertikale Koordination
III A Oberrhein Mitte-Süd                    47    zwischen Bund und Kantonen beziehungs-
TOTAL III A                                 457    weise Regionen wurden verbessert.

Transnationale Zusammenarbeit                                                                                     Erhöhte Wirksamkeit
III B Nordwesteuropa                          7    Durch die Fokussierung auf die Wettbewerbsfähigkeit erwartet die Schweiz von INTERREG IV
III B Alpenraum                              31    eine verbesserte Wirkung der eingesetzten Mittel. Eigenheiten von Grenzgebieten sollen ver-
TOTAL III B                                  38    stärkt berücksichtigt und die Zusammenarbeit unter den Kantonen soll intensiviert werden.

Interregionale Zusammenarbeit
III C                                        12    INTERREG III bildete den Anstoss, sich
                                                   grenzüberschreitend und transnational Ge-
TOTAL INTERREG III                          507    danken zu Raumordnung und Mobilität zu
                                                   machen. Die von INTERREG III ausgegan-
                                                   genen Impulse auf die Wirtschaftsentwick-
Quelle: Datenbank SECO, Dezember 2009, An-         lung und das wirtschaftliche Wachstum wa-
zahl Projekte, die mit Bundesgeldern unterstützt   ren allerdings eher zaghaft. Ein Grund dafür
wurden                                             ist in den geringen zur Verfügung stehenden Fi-




                                                                                                                      INTERREG III – Eine ermutigende Bilanz   5
INTERREG IV
     Geht auf das Bedürfnis nach grenzüberschreitender, transnationaler und interregionaler
     Zusammenarbeit ein
     An INTERREG IV können sich alle Regionen in Europa beteiligen, unabhängig davon, ob sie sich an der
     Grenze oder im Landesinnern befinden. Das Programm umfasst drei Ausrichtungen:
     INTERREG IV A                                                      INTERREG IV B                                          INTERREG IV C
     Grenzüberschreitende Programme                                     Transnationale Zusammenarbeit                          Interregionaler Austausch
     Diese Ausrichtung fördert im Rahmen von rund                       Diese Ausrichtung befasst sich im Rahmen               Im Zentrum der interregionalen Zusammen-
     50 Programmen, die fast alle europäischen                          von dreizehn Programmen mit der Stärkung               arbeit stehen der Erfahrungsaustausch und
     Grenzen abdecken, die Zusammenarbeit zwi-                          der transnationalen Zusammenarbeit. Der                der Transfer von Good Practices. Diese
     schen benachbarten Regionen. INTERREG IV                           Wirkungskreis der Programme erstreckt sich             Ausrichtung ermöglicht es nicht benach-
     A unterstützt die Zusammenarbeit in verschiede-                    über weiträumige Regionen Europas. Ziel ist            barten Regionen, wirtschafts- und umwelt-
     nen Themenbereichen und hat zum Ziel, grenz-                       es, auf gemeinsame Probleme koordiniert zu             relevante Themen gemeinsam anzugehen.
     bedingte Nachteile abzubauen und Brücken über                      reagieren. Die Schweiz beteiligt sich an den           Die gesamte Schweiz beteiligt sich am Pro-
     die Grenzen hinweg zu schaffen. Die Schweiz                        Programmen «Nordwesteuropa» (S. 11) und                gramm «INTERREG IV C» (S. 13).
     beteiligt sich an vier Programmen: «Italien–                       «Alpenraum» (S. 12).
     Schweiz» (S. 7), «Frankreich–Schweiz» (S. 8),
     «Oberrhein» (S. 9) sowie «Alpenrhein–Boden-
     see–Hochrhein» (ABH, S. 10).




                                                                                           Programm Alpenraum


    Beispiele von Projekten, die durch INTERREG unterstützt werden


    IV A ITALIEN–SCHWEIZ • TANGIBLE / INTANGIBLE HERITAGE:                                    Wiederentdeckung und Aufwertung der alten Verkehrswege, über die

TENDE VERNETZUNG ÖFFENTLICHER VERKEHRSSYSTEME: Verbund des öffentlichen Personennahverkehrs zwischen den Gemeinden

VATION: Unterstützung der Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit des Gebiets Oberrhein im Bereich der Neurowissenschaft.                                                 IV A




6    INTERREG IV – Geht auf das Bedürfnis nach grenzüberschreitender, transnationaler und interregionaler Zusammenarbeit ein
INTERREG IV A Italien–Schweiz
    Ein bewährtes grenzüberschreitendes Programm, das seine Eigenheiten bewahrt




    Die      grenzüberschreitende Zusammenarbeit          Die kulturellen, sprachlichen, geografischen                 Entwicklung des gesamten italienisch-schweize-
    zwischen Italien und der Schweiz ist kein Hirn-       und institutionellen Unterschiede zwischen der               rischen Grenzgebietes oder eines grossen Teils
    gespinst. Dank INTERREG wird sie Realität und         Schweiz und Italien machen es nicht immer ein-               davon beitragen. Nur die mitverantwortlichen Be-
    erzielt konkrete Resultate.                           fach, gemeinsame Ziele über die Grenze hinweg                hörden können strategische Projekte einreichen.
                                                          zu definieren. Die Liberalisierung der Märkte, die           Sechs strategische Themenbereiche wurden fest-
                                                          Personenfreizügigkeit, aber auch das durch die               gelegt: «Tourismus», «Transport», «Informations-
                                                          Debatten zum Klimawandel gesteigerte Öko-                    und Kommunikationstechnologien» (IKT), «Kultur»,
                                                          logiebewusstsein verlangen jedoch nach einer                 «Umwelt» sowie «Naturgefahren und -risiken».
                                                          intensiveren grenzüberschreitenden Zusammen-
            Schweiz
                                                          arbeit der beiden Länder.                                    Der Integrierte Grenzüberschreitende Plan
                                                                                                                       (IGP) umfasst einen Massnahmenkatalog zur
                                                          Dank «INTERREG IV Italien–Schweiz» können                    Zusammenarbeit mit dem gemeinsamen Ziel der
                                                          grenzüberschreitende Partnerschaften entwick-                integrierten sozioökonomischen Entwicklung
                                                          elt, Synergien genutzt und Initiativen für eine              eines bestimmten Gebietes.
                                                          nachhaltige sozioökonomische Entwicklung lan-
                                                          ciert werden. «INTERREG IV Italien–Schweiz»                  Schwerpunkte
                             Italien                      bietet drei verschiedene Projekttypen an, um                 •	    Innovation, Unternehmergeist,
                                                          Initiativen zur grenzüberschreitenden Zusammen-                    Wirtschaftswachstum
                                                          arbeit in Gang zu bringen:                                   •	    Schaffung von wertschöpfungsintensiven
                                                                                                                             Arbeitsplätzen
                                Direkt förderfähige       Die gewöhnlichen Projekte werden von zwei                    •	    Lebensqualität, Umwelt
                                Gebiete                   oder mehreren Partnerinnen bzw. Partnern ge-
                                                          tragen, beziehen sich auf ein bestimmtes Pro-                Kennzahlen
                                Angrenzende Gebiete
                                                          grammgebiet und betreffen nur eine einzige                   •	    38 000 km² Fläche
                                                          Massnahme. Gewöhnliche Projekte können im                    •	    4 Mio. Einwohnerinnen und Einwohner
                                                          Rahmen von Projektausschreibungen bei den                    •	    49 000 ausländische Grenzgängerin-
                                                          Programmverantwortlichen eingereicht werden.                       nen und Grenzgänger in den beteiligten
                                                                                                                             Kantonen
                                                          Die strategischen Projekte dienen dazu, be-                  •	    744 km gemeinsame Grenze
                                                          stimmte Themen mit grosser Auswirkung auf die                •	    Am Programm beteiligte Kantone:
    www.interreg-italiasvizzera.it                        Kooperationsstrategien zu vertiefen. Sie sollen                    GR, TI, VS
                                                          massgeblich zur sozialen und wirtschaftlichen




der Handels- und Kulturaustausch zwischen Kontinentaleuropa und dem Mittelmeerraum stattfand.                                                IV A ABH • GRENZÜBERSCHREI-


am Niederrhein (Vorarlberg) und dem St. Galler Rheintal (Schweiz).                            IV A OBERRHEIN • NEUREX+, WETTBEWERBSFÄHIGKEIT & INNO-


FRANKREICH–SCHWEIZ       •   SERVASTIC,         SERVICE     ZUR     ERSTELLUNG          VON       MEDIZINISCHEN             FERNDIAGNOSEN:              Schaffung          von



                                                                       INTERREG IV A Italien–Schweiz – Ein bewährtes grenzüberschreitendes Programm, das seine Eigenheiten bewahrt   7
INTERREG IV A Frankreich–Schweiz
      Ein Programm mit wachsender Durchschlagskraft und Effizienz




      Am 2. Oktober 2008 wurde in Anwesen-                           Das Programm «Frankreich–Schweiz» bietet eine          weit die grenzüberschreitende Zusammenarbeit
      heit zahlreicher Persönlichkeiten aus der                      grossartige Gelegenheit, grenzüberschreitende          im französisch-schweizerischen Grenzgebiet vo-
      Schweiz, Frankreich und dem übrigen Europa                     Beziehungen zwischen zwei Grenzgebieten aufzu-         rangeschritten ist, und sie widerspiegeln die star-
      das Programm «INTERREG IV A Frankreich–                        bauen, deren Stärken sich gegenseitig ergänzen.        ke wirtschaftliche Vernetzung. «INTERREG IV A
      Schweiz» lanciert.                                             Angespornt durch die beträchtlichen finanziellen       Frankreich–Schweiz» gelingt es, den Aufbau der
                                                                     Mittel, die zur Verfügung stehen − über 103 Millio-    grenzüberschreitenden Beziehungen mit dem ge-
                                                                     nen Euro, davon 55 Millionen von der EU −, haben       genseitigen Austausch von Erfahrungen und Good
                                                                     die Partnerinnen und Partner aus der Schweiz und       Practices zu verbinden.
                                                                     Frankreich ein ehrgeiziges Programm aufgestellt,
                                                                     um die Zusammenarbeit zu verstärken.                   Auf französischer Seite wird das Programm durch
                                                                                                                            den Conseil régional der Franche-Comté verwal-
                                                     Schweiz
                                                                     Das Programm umfasst zwei benachbarte Ge-              tet. Auf Schweizer Seite läuft die Koordination
                                                                     biete, die beide ihre spezifische Dynamik entwick-     für den Jurabogen und für das Genferseebecken
                                                                     elt haben: einerseits das durch mehrere Agglo-         getrennt (S. 16).
                                                                     merationen geprägte Genferseebecken, in dem
                                                                     der Tertiärsektor vorherrscht, und anderseits der
                                                                     eher verstreut besiedelte Jurabogen mit seinem         Schwerpunkte
                                                                     industriellen Know-how in der Mikrotechnologie,        •	   Wirtschaft, Innovation, Ausbildung
                                                                     Kunststoffverarbeitung und Mechanik.                   •	   Koordinierte Raumentwicklung, Verkehr,
    Frankreich                                                                                                                   Umwelt
                                                                     Wirtschaftsentwicklung, Innovation und Ausbildung      •	   Lebensqualität, Standortattraktivität,
                                                                     bilden den Hauptfokus des Programms. Grosse                 Dienstleistungen
                                                                     Bedeutung kommt auch einer nachhaltigen Raum-
                                        Direkt förderfähige          entwicklung zu. Die Partnerinnen und Partner ha-       Kennzahlen
                                        Gebiete                      ben sich verpflichtet, Projekte zu unterstützen, die   •	   37 313 km² Fläche
                                                                     effektiv grenzüberschreitend und dauerhaft sind        •	   4,7 Mio. Einwohnerinnen und Einwohner
                                        Angrenzende
                                        Gebiete                      und dazu beitragen, das französisch-schweizeri-        •	   Knapp 88 000 Grenzgängerinnen und
                                                                     sche Grenzgebiet zu stärken und zu beleben.                 Grenzgänger
                                                                                                                            •	   572 km gemeinsame Grenze
      www.interreg-francesuisse.org                                  Die Kriterien für die Auswahl und Strukturierung       •	   Am Programm beteiligte Kantone:
                                                                     der Projekte sind im Jurabogen und im Genfersee-            BE, FR, GE, JU, NE, VD, VS
                                                                     becken unterschiedlich. Die Projekte zeigen, wie



     Beispiele von Projekten, die durch INTERREG unterstützt werden


zusätzlichen wichtigen und innovativen Funktionalitäten auf einer Plattform für Telemedizin mit Hilfe der neusten technischen Entwicklun-

gen des alpenquerenden Transitverkehrs.  IV A ITALIEN–SCHWEIZ • EN PLUS: Beitrag zu einem nachhaltigen und weitsichtigen Umgang

TION IM BODENSEERAUM: Präventionsprojekt, durch das die Verhaltensweise von Jugendlichen beim Umgang mit Alkohol beeinflusst wer-



8     INTERREG IV A Frankreich–Schweiz – Ein Programm mit wachsender Durchschlagskraft und Effizienz
INTERREG IV A Oberrhein
       Projekte für eine Region der Zukunft




       Der Oberrhein ist ein wirtschaftlich starkes,   Das Oberrheingebiet erstreckt sich über die           rund 140 Millionen Euro – davon stammen 67
       sozial und ökologisch nachhaltig entwickel-     vier Regionen Nordwestschweiz, Elsass, Bun-           Millionen Euro von der EU. Es ist somit ein
       tes Gebiet, das seinen Einwohnerinnen und       desland Baden-Württemberg und Südpfalz,               bedeutendes Förderinstrument für Koope-
       Einwohnern einen abwechslungsreichen und        drei Landesgrenzen und zwei Sprachregionen.           rationsprojekte in den Bereichen Wirtschaft,
       attraktiven Lebensraum bietet.                  Es bietet ein sehr abwechslungsreiches und at-        Forschung, Bildung und Gesellschaft. Bei
                                                       traktives Lebensumfeld und hat das Potenzial,         der Auswahl der Projekte wird ein besonde-
                                                       sich zu einem der dynamischsten Wirtschafts-          res Gewicht auf den grenzüberschreitenden
                                                       räume in ganz Europa zu entwickeln. Damit das         Mehrwert und den Innovationscharakter ge-
                                                       Oberrheingebiet seine Stärken nutzen und sich         legt; denn nur solche Projekte vermögen einen
                                                       als europäische Modellregion etablieren kann,         echten Beitrag zur Entwicklung und Positionie-
                                                       gilt es, die grenzüberschreitende Zusammen-           rung des Oberrheins in Europa zu leisten.
  Frankreich                                           arbeit, die seit Jahren erfolgreich gepflegt wird,
                                                       zu verstärken und zu vertiefen. Das Programm
                                                       «INTERREG IV A Oberrhein» leistet einen wich-
                                  Deutschland	         tigen Beitrag zum Erreichen dieses Ziels.

                                                       Auch wenn die Europäische Union einen Teil
                                                       der Finanzierung sicherstellt und den gesetz-         Schwerpunkte
                                                       lichen und strategischen Rahmen festlegt, ist         •	    Gemeinsame Nutzung des
                                                       «INTERREG IV A Oberrhein» ein Programm                      wirtschaftlichen Potenzials
                                     Schweiz           «von der Region, für die Region». Im Operati-         •	    Integration in den Bereichen Bildung,
                                                       onellen Programm haben die Schweiz, Frank-                  Arbeit und Wohnen
                                                       reich und Deutschland als Partner die Prioritä-       •	    Nachhaltige Entwicklung des
                                                       ten festgelegt: Ziel ist es, das wirtschaftliche            Oberrheinraumes
                                                       Potenzial des Oberrheinraums gemeinsam
                                     Programmgebiet    zu nutzen und das Grenzgebiet zu einer inte-          Kennzahlen
                                                       grierten Bildungs-, Arbeits- und Wohnregion           •	    21 500 km² Fläche
                                                       zu entwickeln und dadurch die Entwicklung             •	    5 Mio. Einwohnerinnen und Einwohner
                                                       nachhaltig zu gestalten.                              •	    Wirtschaftskraft von 180 Mrd. Euro
       www.interreg-rhin-sup.eu                                                                              •	    Am Programm beteiligte Kantone:
                                                       Das Programm «INTERREG IV A Oberrhein»                      AG, BL, BS, JU, SO
                                                       verfügt über einen Finanzrahmen von insgesamt




gen.     IV B   ALPENRAUM • ¡MONITRAF!: Umsetzung einer gemeinsamen nachhaltigen Strategie zur Verminderung negativer Auswirkun-

mit Umwelt und natürlichen Ressourcen im Gebiet des Grossen St. Bernhard.                              IV A ABH • SMARTCONNECTION, ALKOHOLPRÄVEN-


den soll, um der wachsenden Zunahme des Rauschtrinkens entgegenzutreten.                           IV A OBERRHEIN • TOURISMUS IN DER TRINATIO-




                                                                                                            INTERREG IV A Oberrhein – Projekte für eine Region der Zukunft   9
INTERREG IV A Alpenrhein–Bodensee–Hochrhein
     Wir fördern Europa




     Im Grenzgebiet der vier Länder Deutschland,                 Das Programm «INTERREG IV A Alpenrhein–                tige Vereinigungen und öffentliche Trägerschaften
     Österreich, Liechtenstein und Schweiz hat                   Bodensee–Hochrhein» (ABH) wurde von Vorarl-            bewerben. Die Projekte müssen grenzüberschrei-
     die Natur über Jahrtausende eine überwäl-                   berg, Bayern, Baden-Württemberg, Liechtenstein         tend sein und von mindestens zwei Partnerinnen
     tigende Landschaft geformt.                                 und neun Schweizer Kantonen (AG, AI, AR, GL,           bzw. Partnern aus unterschiedlichen Ländern
                                                                 GR, SG, SH, TG, ZH) erarbeitet. Das Operatio-          durchgeführt werden. Mindestens ein Projektpart-
                                                                 nelle Programm beschreibt die strukturellen und        ner muss seinen Sitz in einem EU-Mitgliedstaat
                                                                 sozioökonomischen Gegebenheiten der Grenz-             haben.
                                  Deutschland	                   region, bestimmt Ziele und Strategien, regelt die
                                                                 Programmdurchführung und legt Schwerpunkte             Das Programm «ABH» stösst auf grosses Interes-
                                                                 und Aktionsfelder für die Förderperiode fest.          se: Im ersten Programmjahr wurden bereits 200
                                                                                                                        Projektgesuche eingereicht. Besonders erwähnens-
                                                                 Das Programm «ABH» strebt eine nachhaltige             wert ist der hohe Vernetzungsgrad dieser Projekte.
                                                                 wirtschaftliche Weiterentwicklung der Region und       Durchschnittlich sind sieben verschiedene Partne-
                                                                 den Aus- und Aufbau von Netzwerken in verschie-        rinnen und Partner an einem Projekt beteiligt.
                                                                 denen Bereichen an. Damit erhält die Zusammen-
                                                                 arbeit rund um den Bodensee neuen Schub − ein
                                               Österreich        wichtiger Schritt zum gemeinsamen Europa.
          Schweiz                                                                                                       Schwerpunkte
                                                                 Der Bund und die neun Partnerkantone stellen auf       •	   Regionale Wettbewerbsfähigkeit und
                                                                 Schweizer Seite für die Laufzeit des Programms rund         Innovation
                                                                 11,4 Millionen Franken zur Verfügung. Die Europäi-     •	   Standortqualität und Ressourcenschutz
                                                                 sche Kommission bringt ihrerseits aus dem «Euro-
     LIECHTENSTEIN                                               päischen Fonds für regionale Entwicklung» (EFRE)       Kennzahlen
                                                                 23,8 Millionen Euro ein. Die grenzüberschreitenden     •	   27 838,5 km² Fläche
                                                                 Projekte können in der EU bis zu einem Anteil von 60   •	   5,2 Mio. Einwohnerinnen und Einwohner
                                      Programmgebiet             Prozent aus dem EFRE finanziert werden. Schwei-        •	   33 500 deutsche, österreichische und
                                                                 zer Partnerinnen und den Partner erhalten vom Bund          liechtensteinische in der Schweiz tätige
                                                                 und von den neun Partnerkantonen einen Finan-               Grenzgängerinnen und Grenzgänger
                                                                 zierungsbeitrag von maximal 50 Prozent.                •	   577 km gemeinsame Grenze
     www.interreg.org                                                                                                   •	   Am Programm beteiligte Kantone:
                                                                 Um eine Projektförderung können sich Privatper-             AG, AI, AR, GL, GR, SG, SH, TG, ZH
                                                                 sonen und juristische Personen, aber auch sons-



     Beispiele von Projekten, die durch INTERREG unterstützt werden


NALEN METROPOLREGION: Förderung der Region Oberrhein als ökonomisch, sozial und ökologisch starke Tourismusregion.                                                           IV A


an die Entwicklungen in den Berufen und auf dem Arbeitsmarkt.                             IV B ALPENRAUM • CLIMALPTOUR:           Antworten auf die Auswirkungen des

Produkten für Feriengäste und Lancierung von grenzüberschreitenden Pilotprojekten für den Ausflugstourismus in den Mittel- und Hochtä-



10   INTERREG IV A Alpenrhein–Bodensee–Hochrhein – Wir fördern Europa
INTERREG IV B Nordwesteuropa
          Ein integrierter Ansatz zur Entwicklung




          Globalisierung, Liberalisierung und neue For-        Das Programm «INTERREG IV B Nordwesteu-               Land bekannt macht und potenzielle Partne-
          men der Governance erhöhen die wechselsei-           ropa» (NWE) ist eines der beiden INTERREG-            rinnen und Partner unterstützt. In der Schweiz
          tige Abhängigkeit der Regionen in Europa.            IV-B-Programme, an denen sich die Schweiz be-         übernimmt das Bundesamt für Raumentwick-
                                                               teiligt. Das Programmgebiet im wirtschaftlichen       lung (ARE) diese Funktion. Ein Gemeinsames
                                                               und urbanen Zentrum Europas umfasst Belgien,          Technisches Sekretariat (JTS) mit Sitz im fran-
                                                               Irland, Luxemburg, die Schweiz, das Vereinigte        zösischen Lille ist für die operationelle Durchfüh-
                                                               Königreich sowie weite Teile Deutschlands,            rung des Programms zuständig.
                                                               Frankreichs und der Niederlande.

  IRLAND                 Vereinigtes königreich
                                                               Das Programm «NWE» fördert die transnationa-
                                                               le Zusammenarbeit und unterstützt Projekte, die
                                                               auf eine nachhaltige und integrierte territoriale
                           NiederlandE                         Entwicklung hinarbeiten.
                                          Deutschland
                                                               Aufgrund der geografischen Lage des Pro-
                            Belgien                            grammgebietes liegt ein Fokus auf städte- und
                            Luxemburg                          grossstadtspezifischen Themen. Diese reichen         Schwerpunkte
                                                               vom Stadtmarketing über die nachhaltige Ver-         •	     Förderung von Innovation, Stärkung der
                                                               waltung des Immobilienbestandes bis hin zur                 Wissensgesellschaft
                                                               Anpassung der Städte an den Klimawandel.             •	     Nachhaltiger Umgang mit natürlichen
                                                               Dies sind zwar nicht die einzigen Themen in die-            Ressourcen sowie natürlichen und
                     Frankreich             Schweiz
                                                               sem umfassenden Programm. Für die Schwei-                   technologischen Risiken
                                                               zer Partnerinnen und Partner aus städtischen         •	     Verbesserung der Verkehrsverbindun-
                                                               Gebieten sind diese Bereiche jedoch beson-                  gen sowie der internen und externen
                                                               ders interessant, da sie mit ausserordentlich               Erreichbarkeit
                                     Programmgebiet            erfahrenen und innovativen Partnern zusammen-        •	     Förderung starker und florierender Ge-
                                                               arbeiten können.                                            meinschaften auf transnationaler Ebene

                                                               Um die Beziehungen zwischen den beteiligten          Kennzahlen
          www.nweurope.eu                                      Staaten sicherzustellen und zu vereinfachen,         •	     844 239 km² Fläche
                                                               wurde in jedem Mitgliedstaat eine Kontaktstel-       •	     179 Mio. Einwohnerinnen und Einwohner
                                                               le eingerichtet, die das Programm im jeweiligen




FRANKREICH–SCHWEIZ             •   GRENZÜBERSCHREITENDE               PLATTFORM        ZUR     BERUFSAUSBILDUNG:             Anpassung            der      Personalressourcen

Klimawandels auf den Sommer- und Wintertourismus in den Alpen geben.                              IV A ITALIEN–SCHWEIZ • VETTA:            Entwicklung von spezifischen

lern.         IV A FRANKREICH–SCHWEIZ             •   NATUR-   UND      HEIMATSCHUTZ         IM   FRANZÖSISCH-SCHWEIZERISCHEN                     CHABLAIS:         Aufwer-



                                                                                                           INTERREG IV B Nordwesteuropa – Ein integrierter Ansatz zur Entwicklung   11
INTERREG IV B Alpenraum
     Eine tragende Rolle bei der nachhaltigen Entwicklung des Alpenraumes




     Im Alpenraum treffen die germanischen,                         Das Fördergebiet des Programms «INTERREG            Der Alpenraum ist aber auch stärker von den
     lateinischen und slawischen Kulturen und                       IV B Alpenraum» ist weit gefasst; denn der          Auswirkungen des Klimawandels betroffen als
     Sprachen aufeinander. Die aussergewöhnli-                      gebirgige Kern des Alpenraums ist räumlich          andere Regionen Europas. Themen wie der
     che Vielfalt dieser natürlichen und kulturellen                untrennbar mit dem umliegenden Gürtel ver-          Schutz vor Naturrisiken oder die Anpassung
     Landschaft bietet starke und attraktive Mög-                   bunden, in dem sich einige der attraktivsten und    der Tourismusdestinationen an die neuen Klima-
     lichkeiten für Leben und Wirtschaftswachstum.                  konkurrenzfähigsten Ballungsräume Europas           bedingungen sind deshalb ebenfalls Teil dieses
                                                                    befinden.                                           Programms.

                                                                    Das Programm zielt auf eine verbesserte Wettbe-     In der Schweiz obliegt es dem Bundesamt für
                                                                    werbsfähigkeit und eine erhöhte Attraktivität des   Raumentwicklung (ARE), das Programm be-
                            Deutschland           Österreich        Fördergebietes ab. Vorgesehen sind gemeinsa-        kannt zu machen und potenzielle Partnerinnen
                                                                    me Massnahmen in allen Bereichen, in denen          und Partner zu unterstützen. Das ARE vertritt die
                                                                    eine transnationale Zusammenarbeit notwendig        Schweiz im Lenkungsausschuss des Programms.
                                                                    ist, um nachhaltige Lösungen zu realisieren.        Das Gemeinsame Technische Sekretariat (JTS)
                                                                                                                        mit Sitz in München (D) ist für die operationelle
               SCHWEIZ
                                                                    Im Programm «INTERREG IV B Alpenraum» ist           Durchführung des Programms zuständig.
                                                                    die wirtschaftliche Ausrichtung von grosser Be-
                                                                    deutung. Ziel ist es einerseits, die KMU dabei zu
                                                  Slowenien
                                                                    unterstützen, Schwierigkeiten zu überwinden, die
                                     Italien                        sich aufgrund ihrer Lage im Alpenraum ergeben.
                                                                    Anderseits soll das Programm die wirtschaftliche
Frankreich                                                          Dynamik der Region stärken.                         Schwerpunkte
                                   Liechtenstein                                                                        •	   Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität
                                                                    Aufgrund seiner Lage im Zentrum der europäi-             des Alpenraums
                                                                    schen Wirtschaft muss der Alpenraum zudem mit       •	   Räumlicher Zugang und
                                       Programmgebiet               einem stetig wachsenden Verkehrsaufkommen auf            Vernetzungsqualität
                                                                    der Nord-Süd- sowie der Ost-West-Achse umge-        •	   Umwelt und Risikoprävention
                                                                    hen. Im Transportbereich können die im Programm
                                                                    vorgesehenen Aktionen dazu beitragen, die nega-     Kennzahlen
     www.alpine-space.eu                                            tiven Begleiterscheinungen des hohen Verkehrs-      •	   450 000 km² Fläche
                                                                    aufkommens zu verhindern oder die Erschliessung     •	   70 Mio. Einwohnerinnen und Einwohner
                                                                    der peripheren Gebiete zu verbessern.



     Beispiele von Projekten, die durch INTERREG unterstützt werden


tung von Natur- und Heimatschutz im Chablais (Waadt, Wallis und Hochsavoyen), Ausbildung der Akteurinnen und Akteure in Tourismus

RINGQUALIFIZIERTE: Bekämpfung der Arbeitslosigkeit gering qualifizierter Arbeitnehmender mittels Konferenzen zu den vom Arbeits-

MEDIZINALTECHNOLOGIE-CLUSTER: Strukturierung und Konsolidierung des in der Region Oberrhein bestehenden Angebots im Be-



12   INTERREG IV B Alpenraum – Eine tragende Rolle bei der nachhaltigen Entwicklung des Alpenraumes
INTERREG IV C
     Förderung von Erfahrungsaustausch und Transfer von Good Practices




     Der Austausch von Erfahrungen und Good Prac-    Die territorialen regionalen und lokalen Behörden        Networking-Aktivitäten, Transfer von Good
     tices zwischen europäischen Regionen steht im   spielen eine tragende Rolle bei der erfolgreichen        Practices oder eine engere Zusammenarbeit
     Zentrum des Programms «INTERREG IV C».          Umsetzung der von der EU in Gang gesetzten               im Rahmen von Mini-Programmen.
                                                     Lissabon-Strategie für ein dauerhaftes Wirtschafts-
                                                     wachstum mit mehr und besseren Arbeitsplätzen            Die Kapitalisierungsprojekte fokussieren den
                                                     und einem grösseren sozialen Zusammenhalt.               Transfer von Good Practices in andere Pro-
                                                     Wichtige Instrumente, um die Ziele der Lissabon-         gramme der EU-Kohäsionspolitik. Da sich
                                                     Strategie zu erreichen, sind Erfahrungsaustausch         die Schweiz an diesen anderen Programmen
                                                     und der Transfer von Good Practices. Hier kommt          nicht beteiligt, sind die Kapitalisierungspro-
                                                     das Programm «INTERREG IV C» zum Zug.                    jekte für die Schweizer Regionen von gerin-
                                                                                                              gerer Bedeutung.
                                                     «INTERREG IV C» zielt darauf ab, die Wirkung
                                                     der Regionalpolitik zu steigern, die Wirtschaft          Für die Schweizer Beteiligung an «INTERREG
                                                     zu beleben und die Konkurrenzfähigkeit zu ver-           IV C» ist das Staatssekretariat für Wirtschaft
                                                     bessern. Erreicht werden soll dies durch die             (SECO) verantwortlich. In seinem Auftrag über-
                                                     Förderung der interregionalen Zusammenarbeit             nimmt die Regio Basiliensis − ein Verein, der
                                                     in den Bereichen Innovation und Wissenstrans-            von schweizerischer Seite Impulse für die Ent-
                                                     fer sowie Umweltschutz und Risikovermeidung.             wicklung des oberrheinischen Raumes gibt −
                                                     Dank dieser Form der Zusammenarbeit kön-                 die Aufgabe als nationale Kontaktstelle.
                                                     nen Regionen, die nicht aneinandergrenzen,
                                                     gemeinsam Projekte realisieren. Regionen mit
                                                     einem Rückstand in einem bestimmten Bereich
                                                     können ausserdem von den Erfahrungen und                 Schwerpunkte	
                                                     den bereits abgeschlossenen Projekten der                •	     Innovation und wissensbasierte Wirtschaft
                                                     weiter fortgeschrittenen Regionen profitieren.           •	     Umwelt und Risikoprävention

                                Programmgebiet
                                                     «INTERREG IV C» bietet zwei unterschiedliche             Programmgebiet
                                                     Projekttypen:                                            •	     EU-Mitgliedstaaten (einschliesslich Insel-
                                                                                                                     und Überseegebiete)
     www.interreg4c.eu                               Die regionalen Initiativprojekte sind klassi-            •	     Norwegen
                                                     sche Projekte der interregionalen Zusammen-              •	     Schweiz
                                                     arbeit mit unterschiedlich starker Ausprägung:




und Umweltschutz, Verbesserung der grenzüberschreitenden Mobilität für Touristinnen und Touristen.                                   IV A ABH • CHANCEN FÜR GE-


markt gebotenen Möglichkeiten und den verwendeten Instrumenten.                         IV A OBERRHEIN • BIOVALLEY, LEBENSWISSENSCHAFTEN- UND


reich Lebenswissenschaften.       IV B ALPENRAUM • COMUNIS:        Entwicklung einer Integrations- und Kooperationsstrategie zur lokalen



                                                                                         INTERREG IV C – Förderung von Erfahrungsaustausch und Transfer von Good Practices   13
INTERACT II
     Unterstützung der Programme der Europäischen territorialen Zusammenarbeit




     INTERACT steht für «INTERregional, Anima-                      INTERACT unterstützt die Programme der Eu-           ausschuss Einsitz und bezahlt im Rahmen der
     tion, Cooperation and Transfer» und ist ein                    ropäischen territorialen Zusammenarbeit (ETZ)        Neuen Regionalpolitik (NRP) einen jährlichen
     Rahmenprogramm, das die Partnerinnen und                       − INTERREG, ESPON und URBACT − auf                   Beitrag.
     Partner der Europäischen territorialen Zu-                     Prozessebene. An INTERACT beteiligt sind
     sammenarbeit miteinander verbindet.                            die 27 Mitgliedstaaten der EU sowie Norwe-           Die englischsprachige INTERACT-Website
                                                                    gen und die Schweiz.                                 (www.interact-eu.net) ermöglicht detaillierte
                                                                                                                         Recherchen innerhalb der verschiedenen För-
                                                                    Ziel von INTERACT ist es, den Austausch von          derprogramme der EU und bietet Informatio-
                                                                    Erfahrungen und Good Practices zu erfassen           nen und Downloads zu sechs Hauptthemen.
                                                                    und zu fördern. Mittels Networking-Massnah-
                                                                    men sollen die Erfahrungen verbreitet werden,
                                                                    die im Rahmen der grenzüberschreitenden,
                                                                    interregionalen und transnationalen Zusam-
                                                                    menarbeit gemacht worden sind. Zu diesem
                                                                    Zweck veranstaltet INTERACT Workshops,
                                                                    Seminare und Konferenzen auf regionaler, na-
                                                                    tionaler und europäischer Ebene und publiziert
                                                                    Studien zum Thema. INTERACT soll auch dazu
                                                                    beitragen, Verfahren zu vereinheitlichen und die
                                                                    Finanzkontrolle in der ETZ zu verbessern.

                                                                    Zielgruppe von INTERACT sind Institutionen           Themen
                                                                    und Gremien, die für das Management und              •	   Programmmanagement
                                                                    die Förderung der ETZ verantwortlich sind.           •	   Finanzmanagement
                                                                    INTERACT wurde im Jahr 2000 zur Beglei-              •	   Wissensmanagement und Kapitalisie-
                                                                    tung von INTERREG III lanciert und befindet               rung (KEEP)
                                       Programmgebiet               sich momentan in seiner zweiten Programm-            •	   Projektmanagement
                                                                    phase (2007–2013).                                   •	   IPA (Instrument for Preaccession
                                                                                                                              Assistance − Hilfsinstrument für EU-
     www.interact-eu.net                                            Die Schweiz ist am Programm «INTERACT II»                 Beitrittskandidaten)
                                                                    als Vollmitglied beteiligt. Verantwortlich für die   •	   Europäischer Verbund für territoriale
                                                                    Schweizer Beteiligung ist das Staatssekretariat           Zusammenarbeit (EVTZ)
                                                                    für Wirtschaft (SECO). Es nimmt im Begleit-


     Beispiele von Projekten, die durch INTERREG unterstützt werden


Wirtschaftsentwicklung sowie Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen Gemeinden und Regionen.                                                IV A FRANKREICH–SCHWEIZ •


AGGLOMERATIONSPROGRAMM FRANKREICH−WAADTLAND−GENF:                                              Förderung einer koordinierten Entwicklung von Raumplanung,

Mobilität und Dienstleistungen.



14   INTERACT II – Unterstützung der Programme der Europäischen territorialen Zusammenarbeit
regiosuisse
Wissen generieren, Wissen nutzbar machen




regiosuisse – die nationale Netzwerk-           Eine Auswahl der regiosuisse-Angebote               Publikationen
stelle für Regionalentwicklung – wurde
auf Anfang 2008 vom SECO als beglei-            Hotline                                             Das halbjährlich erscheinende Magazin «regioS»
tende Massnahme zur Umsetzung der                                                                   begleitet die Umsetzung der NRP und setzt
Neuen Regionalpolitik (NRP) lanciert. Ziel      Die regiosuisse-Hotline hilft bei Fragen zur NRP    Visionen, Ideen und Projekte in Text und Bild
von regiosuisse ist es, die Personen, die       oder konkreten NRP-Vorhaben weiter und ver-         um. Daneben veröffentlicht regiosuisse weitere
sich in der Regionalpolitik und Regional-       mittelt Kontakte zu möglichen Kooperationspart-     Publikationen zum Themenbereich Regionalent-
entwicklung in der Schweiz engagieren,          nerinnen und -partnern.                             wicklung, Regionalpolitik und territoriale Zusam-
in ihrer Arbeit zu unterstützen.                                                                    menarbeit.
                                                Weiterbildung
regiosuisse bietet verschiedene Services, mit
denen Wissen rund um die NRP und die Re-        Grossveranstaltungen im Rahmen der Wei-
gionalentwicklung in der Schweiz entwickelt,    terbildungsreihe «formation-regiosuisse» sind
erworben und ausgetauscht werden kann.          nationale Treffpunkte der Regionalentwicklungs-
Das Angebot ist so konzipiert, dass interes-    Community und stehen allen Interessierten offen.
sierte Personen das aussuchen können, was       Ein modularer «Lehrgang Regionalmanagement»
sie zur Ergänzung ihrer Kompetenzen benö-       steht seit 2009 auf dem Programm. Die Netz-
tigen, und diejenigen Angebote nutzen kön-      werkstelle ist zudem Mitveranstalterin nationaler
nen, die ihnen entsprechen. Das Angebot ist     und internationaler Tagungen zur Regionalent-
mehrsprachig und richtet sich an Personen       wicklung und zur Regionalpolitik.
aus der ganzen Schweiz.
                                                regiosuisse-Wissensgemeinschaften
Zentrales Arbeits- und Informationsinstrument
ist das Webportal www.regiosuisse.ch. Die       Die regiosuisse-Wissensgemeinschaften sind
Website enthält detaillierte Informationen      eine von regiosuisse entwickelte und moderier-
zu sämtlichen Services von regiosuisse und      te Lern- und Arbeitsform. Kleingruppen treffen
ist ein umfangreicher Wissensspeicher zu        sich drei- bis viermal pro Jahr und diskutieren
Themen rund um die Regionalentwicklung.         spezifische Fragestellungen zur Regionalent-
Dazu gehören umfassende Informationen zur       wicklung, tauschen Erfahrungen dazu aus und
Schweizer Regionalpolitik, inklusive der Ins-   entwickeln darauf aufbauend neues Wissen.           Anmeldungen, Materialbestellungen
trumente der Europäischen territorialen Zu-     Die Ergebnisse werden auf der regiosuisse-          und mehr Informationen – auch zu
sammenarbeit INTERREG, URBACT, ESPON            Website publiziert. Wer sich in einer Wissens-
und INTERACT. In einem Newsletter orientiert    gemeinschaft engagieren möchte oder Ideen           den weiteren regiosuisse-Services –
regiosuisse regelmässig per Mail über neue      für Arbeitsthemen hat, kann sich direkt bei         auf www.regiosuisse.ch
Inhalte des Webportals.                         regiosuisse melden.




                                                                                                         regiosuisse – Wissen generieren, Wissen nutzbar machen   15
INTERREG ist ein von der Europäischen Kommission geschaffenes Instrument, das zum Ziel hat, die
Zusammenarbeit und den Erfahrungsaustausch unter den europäischen Regionen zu fördern. Die
Schweiz beteiligt sich im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP) aktiv an INTERREG.

INTERREG umfasst drei Ausrichtungen: die Förderung der                              Wenn Sie weitere Informationen wünschen oder eine Projektidee
grenzüberschreitenden, transnationalen und interregionalen                          haben, nehmen Sie Kontakt mit den verantwortlichen Personen
Zusammenarbeit.                                                                     in der Schweiz auf:


GRENZÜBERSCHREITENDE PROGRAMME




INTERREG IV A Frankreich–Schweiz            INTERREG IV A Italien–Schweiz           INTERREG IV A Oberrhein                        INTERREG IV A
                                                                                                                                   Alpenrhein–Bodensee–Hochrhein

Region Genferseebecken                      Coordinazione regionale INTERREG        Interkantonale Koordinationsstelle             Netzwerkstelle Ostschweiz
Office des Affaires extérieures             Via S. Franscini, 17                    bei der Regio Basiliensis (IKRB)               Koordinationsstelle INTERREG IV A ABH
6, rue de la Paix                           CH-6501 Bellinzona                      Freie Strasse 84                               Staatskanzlei
CH-1014 Lausanne                            T. +41 91 814 35 20                     CH-4010 Basel                                  Regierungsgebäude
T. +41 21 316 40 78                         T. +41 91 814 35 45                     T. +41 61 915 15 15                            CH-9001 St.Gallen
bassinlemanique@interreg.ch                 italia-svizzera@interreg.ch             oberrhein@interreg.ch                          T. +41 71 229 75 03
www.interreg-francesuisse.org               www.interreg-italiasvizzera.it          www.interreg-oberrhein.eu                      abh@interreg.ch
                                                                                                                                   www.interreg.org
Region Jurabogen
Coordination régionale INTERREG
13, rue de la Paix
CH-2300 La Chaux-de-Fonds
T. +41 32 889 76 19
arcjurassien@interreg.ch
www.interreg-francesuisse.org



TRANSNATIONALE PROGRAMME                                                                      INTERREGIONALES PROGRAMM




INTERREG IV B Alpenraum                       INTERREG IV B Nordwesteuropa                                               INTERREG IV C

Bundesamt für Raumentwicklung (ARE)           Bundesamt für Raumentwicklung (ARE)                                        Regio Basiliensis
Internationales                               Internationales                                                            National Contact Point INTERREG IV C
CH-3003 Bern                                  CH-3003 Bern                                                               Freie Strasse 84
T. +41 31 322 40 78                           T. +41 31 322 40 78                                                        CH-4010 Basel
alpine-space@interreg.ch                      nweurope@interreg.ch                                                       T. +41 61 915 15 15
www.alpine-space.eu                           www.nweurope.eu                                                            interreg4c@interreg.ch
                                                                                                                         www.interreg4c.eu



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INTERREG und die Schweiz

  • 1. INTERREG und die Schweiz Ein bereichernder Austausch Mit der Unterstützung von 1
  • 2. INTERREG Ein Instrument für die Zusammenarbeit mit Europa Inhalt INTERREG ist ein Förderinstrument für Wirt- Je nach Programm können INTERREG-Projekte INTERREG – Ein Instrument für die schaft, Tourismus und Kultur, das nationale entweder im Rahmen eines Ausschreibungsver- Zusammenarbeit mit Europa 2 Grenzen, institutionelle Unterschiede sowie fahrens − mit einer gesetzten Frist − oder wäh- wettbewerbsbedingte Spannungen über- rend des ganzen Jahres eingereicht werden. Die INTERREG – Integraler Bestandteil der Schweizer Regionalpolitik 3 windet. INTERREG schafft überall in Europa Gesuche werden gemäss den Prioritäten und privilegierte Kooperationsräume und fördert Kriterien geprüft, wie sie im jeweiligen Operatio- INTERREG I bis IV – 20 Jahre Zusammenarbeit in Europa 4 die Vernetzung vorhandener Kräfte beidseits nellen Programm festgelegt sind. der nationalen Grenzen. INTERREG III – Eine ermutigende Bilanz 5 Kohäsionspolitik INTERREG IV – Geht auf das Bedürfnis nach grenzüberschreitender, transnationaler und Die europäische Kohäsionspolitik, zu der die Europäische territoriale Zusammenarbeit (ETZ) ge- interregionaler Zusammenarbeit ein 6 hört, verfolgt zwei Ziele: den Abbau von regionalen Disparitäten und die Förderung der regionalen Wirtschaft. In der Schweiz stehen dazu zwei Instrumente zur Verfügung: der Finanzausgleich und INTERREG IV A die Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen (NFA) sowie die Neue Regionalpolitik (NRP). Italien–Schweiz 7 Frankreich–Schweiz 8 Oberrhein 9 Alpenrhein–Bodensee–Hochrhein 10 INTERREG ist − wie ESPON, INTERACT und URBACT − ein Entwicklungsinstrument INTERREG bringt Vorteile für die Schweiz: INTERREG IV B im Rahmen der Europäischen territorialen Zu- Nordwesteuropa 11 Alpenraum 12 sammenarbeit (ETZ). Durch INTERREG wer- • Die Schweizer Regionen profitieren von den den grenzübergreifende Projekte unterstützt, Erfahrungen anderer Regionen und können INTERREG IV C 13 die den Dialog zwischen den Regionen der die internationale Zusammenarbeit weiter- INTERACT II – Unterstützung der Programme Europäischen Union (EU) und deren Nach- führen und vertiefen. der Europäischen territorialen Zusammenarbeit 14 barländern fördern und die Bevölkerungen dieser regiosuisse – Wissen generieren, Regionen einander näher bringen. • Die Zusammenarbeit ermöglicht es, Pro- Wissen nutzbar machen 15 blembereiche, die nach grenzüberschreitenden Kontaktadressen 16 Struktur der INTERREG-Programme Antworten verlangen, gemeinsam anzugehen. Impressum INTERREG ist in drei unterschiedliche Ausrich- • Dank INTERREG lassen sich Lösungen für tungen gegliedert: die grenzüberschreitende, Probleme finden, die sich durch unterschied- Herausgeber: die transnationale und die interregionale Zusam- liche Verwaltungssysteme ergeben. Regionale und nationale Koordinationsstellen der Schweiz INTERREG IV, SECO, regiosuisse menarbeit. Diese drei Ausrichtungen umfassen − Netzwerkstelle Regionalentwicklung • INTERREG stellt eine bestmögliche Koor- insgesamt rund 65 INTERREG-Programme, Konzept/Redaktion/Ausführung: dination im Bereich der Raumordnung auf Regionale und nationale Koordinationsstellen die alle sehr ähnlich organisiert sind. Jedes die- europäischer Ebene sicher. der Schweiz INTERREG IV, SECO, regiosuisse ser Programme verfügt über ein Leitbild (Opera- − Netzwerkstelle Regionalentwicklung tionelles Programm). Darin einigen sich die be- Übersetzung: Die regionale Zusammenarbeit zwischen teiligten Regionen über Themenbereiche, für die Cinzia Corda, Fribourg Schweizer und europäischen Partnerinnen und Félix Glutz, Montreux sich eine Zusammenarbeit anbietet und die ent- Partnern erhöht die Wettbewerbsfähigkeit der Monika Kern, Küsnacht sprechend finanziell unterstützt werden können. Regionen, aber auch die Wettbewerbsfähigkeit Druck: Die Regionen entscheiden auch gemeinsam des Wirtschaftsplatzes Schweiz als Ganzes. Paulusdruckerei, Fribourg über die Verfahrensweise des Programms. Ausgabe: Februar 2010 Die Schweiz nimmt an sieben INTERREG- Programmen teil. Download der Broschüre in Deutsch, Italienisch und Französisch unter www.interreg.ch www.ec.europa.eu/regional_policy/cooperation/index_en.htm 2 INTERREG – Ein Instrument für die Zusammenarbeit mit Europa
  • 3. Integraler Bestandteil der Schweizer Regionalpolitik Am 1. Januar 2008 ist die Neue Regionalpo- Besonderheiten der Schweizer Teilnahme Die NRP basiert auf drei strategischen litik (NRP) in Kraft getreten. Mit ihr unterstüt- an INTERREG Ausrichtungen: zen Bund und Kantone das Berggebiet, den weiteren ländlichen Raum und die Grenz- Da INTERREG in der Schweiz Teil der NRP Die Ausrichtung 1 ist der Hauptpfeiler der regionen der Schweiz bei der Bewältigung ist, gelten bei der Umsetzung des Instru- NRP. Mit ihr werden Initiativen, Projekte des Strukturwandels. Die Standortvoraus- ments im Vergleich zu Europa einige Beson- und Programme gefördert, die Innovation, setzungen für unternehmerische Aktivitäten derheiten. Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit sollen verbessert und Innovationen, Wert- in den Regionen steigern. Unternehmer- schöpfung sowie die Wettbewerbsfähigkeit geist und Innovationskraft sind die zentralen nachhaltig gefördert werden. Werte, mittels deren die regionale Wettbe- werbsfähigkeit und der Strukturwandel ge- INTERREG – ein bekanntes Label meistert werden können. In Ausrichtung 1 Die Europäische territoriale Zusammenarbeit (ETZ) − Ziel 3 der EU-Kohäsionspolitik − folgte 2007 arbeiten Bund, Kantone und Regionen eng auf die Initiative INTERREG. Wegen des hohen Bekanntheitsgrads des Labels «INTERREG» kam mit den Wirtschaftsakteurinnen und -akteu- die Europäische Kommission überein, jenen Teil der ETZ, der INTERREG III fortsetzt, mit ren zusammen. Die Verantwortung für die INTERREG IV zu bezeichnen. Umsetzung liegt bei den Kantonen. Die Ausrichtung 2 der NRP bezweckt eine Die NRP leistet einen Beitrag zur Schaffung Um Finanzhilfe des Bundes zu erhalten, muss verstärkte Zusammenarbeit und Nutzung und Erhaltung von Arbeitsplätzen und trägt ein INTERREG-Projekt auf Schweizer Seite der Synergien zwischen Regionalpolitik indirekt dazu bei, die dezentrale Besiedlung das Primärziel der NRP – die Förderung und raumrelevanten Sektoralpolitiken des in der Schweiz zu erhalten und die regiona- von Innovation, Unternehmertum und Wert- Bundes. Die wichtigsten Partner sind die len Disparitäten abzubauen. Mit der NRP schöpfung – verfolgen. Die Kantone ihrerseits Innovations-, Bildungs-, Agrar-, Umwelt-, werden Projekte, Initiativen und Programme können mit eigenen Mitteln auch andere Energie-, Tourismus- und KMU-Politik sowie unterstützt, die die Wettbewerbsfähigkeit der INTERREG-Projekte fördern. die Standortförderung. Auch Kantone und Regionen stärken. Für die strategische Ent- Regionen profitieren von den sich ergeben- wicklung der NRP ist das Staatssekretariat Startete der europäische Finanzierungszeit- den Synergien. Die Verantwortung für die für Wirtschaft (SECO) verantwortlich. Die plan für INTERREG IV im Jahr 2007 und Umsetzung liegt beim Bund. konkrete Umsetzung ist in erster Linie Sache endet im Jahr 2013, erstreckt sich die Pro- der Kantone. grammphase der NRP in der Schweiz über Die Ausrichtung 3 umfasst den Aufbau und acht Jahre von 2008 bis 2015. Die Abstim- Betrieb eines Wissenssystems zur Regional- Die NRP vereint verschiedene regionalpoli- mung der beiden Zeitpläne wird sicherge- entwicklung, die Qualifizierung des Regio- tische Förderinstrumente, darunter die Teil- stellt. nalmanagements sowie ein Monitoring der nahme der Schweiz an der Europäischen ter- wirtschaftlichen Entwicklung der Regionen ritorialen Zusammenarbeit (ETZ), zu der auch in der Schweiz. Diese Aufgabe nimmt seit INTERREG gehört. 2008 die Netzwerkstelle Regionalentwick- lung − regiosuisse − wahr (S. 15). Die Ver- antwortung für die Ausrichtung 3 liegt beim Bund. www.regiosuisse.ch www.interreg.ch INTERREG – Integraler Bestandteil der Schweizer Regionalpolitik 3
  • 4. INTERREG I bis IV 20 Jahre Zusammenarbeit in Europa INTERREG wurde von der Europäischen INTERREG I (1990–1994) war als rein Aufgrund der positiven Erfahrungen mit Kommission eingeführt, um die innereuropä- grenzüberschreitendes Programm konzipiert, INTERREG II entschied der Bund, sein ischen Grenzgebiete auf eine Gemeinschaft um die Wirtschaft in den Grenzgebieten zu Engagement im Rahmen von INTERREG III ohne Binnengrenzen vorzubereiten. beleben. Vierzehn Schweizer Grenzkantone (2000–2006) weiterzuführen. Auf europä- beteiligten sich an INTERREG I. ischer Seite erweiterte INTERREG III seine Aktivitäten auf die transnationale und die Zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit interregionale Zusammenarbeit. Dadurch er- kamen bei INTERREG II (1995–1999) die hielten auch Binnenkantone die Möglichkeit, Realisierung von transnationalen Energienet- sich an INTERREG-Projekten zu beteiligen. zen sowie die transnationale Zusammenarbeit INTERREG III wurde ausserdem ergänzt im Bereich der regionalen Raumplanung hinzu. durch INTERACT, ein Rahmenprogramm Ab INTERREG II wird INTERREG über den zur Förderung des Wissenstransfers, und «Europäischen Fonds für regionale Entwick- durch ESPON, ein Forschungsnetzwerk zur lung» (EFRE) mitfinanziert. Auf Einladung Beobachtung der europäischen Raument- wicklung. Finanzierung Für die Europäische territoriale Zusammenarbeit (ETZ) steht für die Laufzeit von 2007 bis INTERREG IV (2007–2013) schliesslich ist 2013 ein Budget von 8,7 Milliarden Euro aus dem «Europäischen Fonds für regionale Entwicklung» der Hauptpfeiler von Ziel 3 der europäischen (EFRE) zur Verfügung. Mit diesen Mitteln können die Investitionen der Partnerinnen und Partner Kohäsionspolitik − der Europäischen territo- der verschiedenen Projekte finanziert werden, wobei die Finanzierung auf nationaler oder rialen Zusammenarbeit (ETZ). INTERREG regionaler Ebene durch eigene Mittel ergänzt werden muss. ist somit von einem grenzüberschreitenden Programm zu einem wichtigen Kohäsionsziel Da die Schweiz nicht Mitglied der Europäischen Union ist, können Schweizer Projektpart- geworden und hat nicht nur politisch, sondern nerinnen und -partner nicht von Fördergeldern des EFRE profitieren. Bund und Kantone auch finanziell an Bedeutung gewonnen. finanzieren die Teilnahme von Schweizer Partnerinnen und Partnern an INTERREG IV über die Neue Regionalpolitik. der EU-Kommission entschied der Bund, Steigende europäische Beiträge sich direkt finanziell und organisatorisch an INTERREG II zu beteiligen. Dies ermöglichte INTERREG I 1,1 Mrd. Euro es, Schweizer Projektpartnerinnen und -part- INTERREG II 3,5 Mrd. Euro ner mit Bundesgeldern zu unterstützen. Auf INTERREG III 5,0 Mrd. Euro Schweizer Seite lag die Verantwortung für die INTERREG IV (ETZ) 8,7 Mrd. Euro Umsetzung von INTERREG II beim Eidge- nössischen Volkswirtschaftsdepartement (EVD) Quelle: Inforegio Nr. 24, Dezember 2007 und bei den Kantonen. ©Foto Guy Perrenoud 4 INTERREG I bis IV – 20 Jahre Zusammenarbeit in Europa
  • 5. INTERREG III Eine ermutigende Bilanz INTERREG I, II et III étaient des program- mes communautaires de la Commission européenne. INTERREG IV (2007-2013) est quant à lui l’élément le plus important Von 2000 bis 2006 hat sich die Schweiz Dank INTERREG III wurden die Grenzgebie- nanzmitteln zu sehen. Dennoch fiel die Gesamt- an insgesamt 507 INTERREG-III-Projekten te der Schweiz gestärkt und die Zusammenar- bewertung von INTERREG III aus Schweizer beteiligt. Davon entfielen 457 auf grenzüber- beit zwischen europäischen Regionen wurde Sicht positiv aus. Entsprechend beschloss der schreitende Projekte (90%), 38 auf transnatio- verbessert. Die Schweizer Kantone bauten Bund, sich auch an INTERREG IV zu beteiligen nale Projekte (7%) und 12 auf interregionale Beziehungen zu ihren europäischen Nach- und sich dabei auf die Ziele der Regionalpolitik Projekte (2%). barn, die zu den dynamischsten innerhalb zu konzentrieren. Europas gehören, auf und aus. Über Grenzen hinweg wurden Partnerschaften geschlossen, Programm Projekte in denen Wissen und Erfahrungen ausge- tauscht und Synergien genutzt wurden. Die Grenzüberschreitende Zusammenarbeit wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den III A Italien–Schweiz 194 Grenzgebieten und folglich auch in den Kan- III A Frankreich–Schweiz/Genferseebecken 59 tonen wurden durch INTERREG III gestärkt. III A Frankreich–Schweiz/Jurabogen 76 Auch die horizontale Koordination zwischen III A Alpenrhein–Bodensee–Hochrhein 81 den Programmen und die vertikale Koordination III A Oberrhein Mitte-Süd 47 zwischen Bund und Kantonen beziehungs- TOTAL III A 457 weise Regionen wurden verbessert. Transnationale Zusammenarbeit Erhöhte Wirksamkeit III B Nordwesteuropa 7 Durch die Fokussierung auf die Wettbewerbsfähigkeit erwartet die Schweiz von INTERREG IV III B Alpenraum 31 eine verbesserte Wirkung der eingesetzten Mittel. Eigenheiten von Grenzgebieten sollen ver- TOTAL III B 38 stärkt berücksichtigt und die Zusammenarbeit unter den Kantonen soll intensiviert werden. Interregionale Zusammenarbeit III C 12 INTERREG III bildete den Anstoss, sich grenzüberschreitend und transnational Ge- TOTAL INTERREG III 507 danken zu Raumordnung und Mobilität zu machen. Die von INTERREG III ausgegan- genen Impulse auf die Wirtschaftsentwick- Quelle: Datenbank SECO, Dezember 2009, An- lung und das wirtschaftliche Wachstum wa- zahl Projekte, die mit Bundesgeldern unterstützt ren allerdings eher zaghaft. Ein Grund dafür wurden ist in den geringen zur Verfügung stehenden Fi- INTERREG III – Eine ermutigende Bilanz 5
  • 6. INTERREG IV Geht auf das Bedürfnis nach grenzüberschreitender, transnationaler und interregionaler Zusammenarbeit ein An INTERREG IV können sich alle Regionen in Europa beteiligen, unabhängig davon, ob sie sich an der Grenze oder im Landesinnern befinden. Das Programm umfasst drei Ausrichtungen: INTERREG IV A INTERREG IV B INTERREG IV C Grenzüberschreitende Programme Transnationale Zusammenarbeit Interregionaler Austausch Diese Ausrichtung fördert im Rahmen von rund Diese Ausrichtung befasst sich im Rahmen Im Zentrum der interregionalen Zusammen- 50 Programmen, die fast alle europäischen von dreizehn Programmen mit der Stärkung arbeit stehen der Erfahrungsaustausch und Grenzen abdecken, die Zusammenarbeit zwi- der transnationalen Zusammenarbeit. Der der Transfer von Good Practices. Diese schen benachbarten Regionen. INTERREG IV Wirkungskreis der Programme erstreckt sich Ausrichtung ermöglicht es nicht benach- A unterstützt die Zusammenarbeit in verschiede- über weiträumige Regionen Europas. Ziel ist barten Regionen, wirtschafts- und umwelt- nen Themenbereichen und hat zum Ziel, grenz- es, auf gemeinsame Probleme koordiniert zu relevante Themen gemeinsam anzugehen. bedingte Nachteile abzubauen und Brücken über reagieren. Die Schweiz beteiligt sich an den Die gesamte Schweiz beteiligt sich am Pro- die Grenzen hinweg zu schaffen. Die Schweiz Programmen «Nordwesteuropa» (S. 11) und gramm «INTERREG IV C» (S. 13). beteiligt sich an vier Programmen: «Italien– «Alpenraum» (S. 12). Schweiz» (S. 7), «Frankreich–Schweiz» (S. 8), «Oberrhein» (S. 9) sowie «Alpenrhein–Boden- see–Hochrhein» (ABH, S. 10). Programm Alpenraum Beispiele von Projekten, die durch INTERREG unterstützt werden IV A ITALIEN–SCHWEIZ • TANGIBLE / INTANGIBLE HERITAGE: Wiederentdeckung und Aufwertung der alten Verkehrswege, über die TENDE VERNETZUNG ÖFFENTLICHER VERKEHRSSYSTEME: Verbund des öffentlichen Personennahverkehrs zwischen den Gemeinden VATION: Unterstützung der Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit des Gebiets Oberrhein im Bereich der Neurowissenschaft.  IV A 6 INTERREG IV – Geht auf das Bedürfnis nach grenzüberschreitender, transnationaler und interregionaler Zusammenarbeit ein
  • 7. INTERREG IV A Italien–Schweiz Ein bewährtes grenzüberschreitendes Programm, das seine Eigenheiten bewahrt Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit Die kulturellen, sprachlichen, geografischen Entwicklung des gesamten italienisch-schweize- zwischen Italien und der Schweiz ist kein Hirn- und institutionellen Unterschiede zwischen der rischen Grenzgebietes oder eines grossen Teils gespinst. Dank INTERREG wird sie Realität und Schweiz und Italien machen es nicht immer ein- davon beitragen. Nur die mitverantwortlichen Be- erzielt konkrete Resultate. fach, gemeinsame Ziele über die Grenze hinweg hörden können strategische Projekte einreichen. zu definieren. Die Liberalisierung der Märkte, die Sechs strategische Themenbereiche wurden fest- Personenfreizügigkeit, aber auch das durch die gelegt: «Tourismus», «Transport», «Informations- Debatten zum Klimawandel gesteigerte Öko- und Kommunikationstechnologien» (IKT), «Kultur», logiebewusstsein verlangen jedoch nach einer «Umwelt» sowie «Naturgefahren und -risiken». intensiveren grenzüberschreitenden Zusammen- Schweiz arbeit der beiden Länder. Der Integrierte Grenzüberschreitende Plan (IGP) umfasst einen Massnahmenkatalog zur Dank «INTERREG IV Italien–Schweiz» können Zusammenarbeit mit dem gemeinsamen Ziel der grenzüberschreitende Partnerschaften entwick- integrierten sozioökonomischen Entwicklung elt, Synergien genutzt und Initiativen für eine eines bestimmten Gebietes. nachhaltige sozioökonomische Entwicklung lan- ciert werden. «INTERREG IV Italien–Schweiz» Schwerpunkte Italien bietet drei verschiedene Projekttypen an, um • Innovation, Unternehmergeist, Initiativen zur grenzüberschreitenden Zusammen- Wirtschaftswachstum arbeit in Gang zu bringen: • Schaffung von wertschöpfungsintensiven Arbeitsplätzen Direkt förderfähige Die gewöhnlichen Projekte werden von zwei • Lebensqualität, Umwelt Gebiete oder mehreren Partnerinnen bzw. Partnern ge- tragen, beziehen sich auf ein bestimmtes Pro- Kennzahlen Angrenzende Gebiete grammgebiet und betreffen nur eine einzige • 38 000 km² Fläche Massnahme. Gewöhnliche Projekte können im • 4 Mio. Einwohnerinnen und Einwohner Rahmen von Projektausschreibungen bei den • 49 000 ausländische Grenzgängerin- Programmverantwortlichen eingereicht werden. nen und Grenzgänger in den beteiligten Kantonen Die strategischen Projekte dienen dazu, be- • 744 km gemeinsame Grenze stimmte Themen mit grosser Auswirkung auf die • Am Programm beteiligte Kantone: www.interreg-italiasvizzera.it Kooperationsstrategien zu vertiefen. Sie sollen GR, TI, VS massgeblich zur sozialen und wirtschaftlichen der Handels- und Kulturaustausch zwischen Kontinentaleuropa und dem Mittelmeerraum stattfand.   IV A ABH • GRENZÜBERSCHREI- am Niederrhein (Vorarlberg) und dem St. Galler Rheintal (Schweiz).   IV A OBERRHEIN • NEUREX+, WETTBEWERBSFÄHIGKEIT & INNO- FRANKREICH–SCHWEIZ • SERVASTIC, SERVICE ZUR ERSTELLUNG VON MEDIZINISCHEN FERNDIAGNOSEN: Schaffung von INTERREG IV A Italien–Schweiz – Ein bewährtes grenzüberschreitendes Programm, das seine Eigenheiten bewahrt 7
  • 8. INTERREG IV A Frankreich–Schweiz Ein Programm mit wachsender Durchschlagskraft und Effizienz Am 2. Oktober 2008 wurde in Anwesen- Das Programm «Frankreich–Schweiz» bietet eine weit die grenzüberschreitende Zusammenarbeit heit zahlreicher Persönlichkeiten aus der grossartige Gelegenheit, grenzüberschreitende im französisch-schweizerischen Grenzgebiet vo- Schweiz, Frankreich und dem übrigen Europa Beziehungen zwischen zwei Grenzgebieten aufzu- rangeschritten ist, und sie widerspiegeln die star- das Programm «INTERREG IV A Frankreich– bauen, deren Stärken sich gegenseitig ergänzen. ke wirtschaftliche Vernetzung. «INTERREG IV A Schweiz» lanciert. Angespornt durch die beträchtlichen finanziellen Frankreich–Schweiz» gelingt es, den Aufbau der Mittel, die zur Verfügung stehen − über 103 Millio- grenzüberschreitenden Beziehungen mit dem ge- nen Euro, davon 55 Millionen von der EU −, haben genseitigen Austausch von Erfahrungen und Good die Partnerinnen und Partner aus der Schweiz und Practices zu verbinden. Frankreich ein ehrgeiziges Programm aufgestellt, um die Zusammenarbeit zu verstärken. Auf französischer Seite wird das Programm durch den Conseil régional der Franche-Comté verwal- Schweiz Das Programm umfasst zwei benachbarte Ge- tet. Auf Schweizer Seite läuft die Koordination biete, die beide ihre spezifische Dynamik entwick- für den Jurabogen und für das Genferseebecken elt haben: einerseits das durch mehrere Agglo- getrennt (S. 16). merationen geprägte Genferseebecken, in dem der Tertiärsektor vorherrscht, und anderseits der eher verstreut besiedelte Jurabogen mit seinem Schwerpunkte industriellen Know-how in der Mikrotechnologie, • Wirtschaft, Innovation, Ausbildung Kunststoffverarbeitung und Mechanik. • Koordinierte Raumentwicklung, Verkehr, Frankreich Umwelt Wirtschaftsentwicklung, Innovation und Ausbildung • Lebensqualität, Standortattraktivität, bilden den Hauptfokus des Programms. Grosse Dienstleistungen Bedeutung kommt auch einer nachhaltigen Raum- Direkt förderfähige entwicklung zu. Die Partnerinnen und Partner ha- Kennzahlen Gebiete ben sich verpflichtet, Projekte zu unterstützen, die • 37 313 km² Fläche effektiv grenzüberschreitend und dauerhaft sind • 4,7 Mio. Einwohnerinnen und Einwohner Angrenzende Gebiete und dazu beitragen, das französisch-schweizeri- • Knapp 88 000 Grenzgängerinnen und sche Grenzgebiet zu stärken und zu beleben. Grenzgänger • 572 km gemeinsame Grenze www.interreg-francesuisse.org Die Kriterien für die Auswahl und Strukturierung • Am Programm beteiligte Kantone: der Projekte sind im Jurabogen und im Genfersee- BE, FR, GE, JU, NE, VD, VS becken unterschiedlich. Die Projekte zeigen, wie Beispiele von Projekten, die durch INTERREG unterstützt werden zusätzlichen wichtigen und innovativen Funktionalitäten auf einer Plattform für Telemedizin mit Hilfe der neusten technischen Entwicklun- gen des alpenquerenden Transitverkehrs.  IV A ITALIEN–SCHWEIZ • EN PLUS: Beitrag zu einem nachhaltigen und weitsichtigen Umgang TION IM BODENSEERAUM: Präventionsprojekt, durch das die Verhaltensweise von Jugendlichen beim Umgang mit Alkohol beeinflusst wer- 8 INTERREG IV A Frankreich–Schweiz – Ein Programm mit wachsender Durchschlagskraft und Effizienz
  • 9. INTERREG IV A Oberrhein Projekte für eine Region der Zukunft Der Oberrhein ist ein wirtschaftlich starkes, Das Oberrheingebiet erstreckt sich über die rund 140 Millionen Euro – davon stammen 67 sozial und ökologisch nachhaltig entwickel- vier Regionen Nordwestschweiz, Elsass, Bun- Millionen Euro von der EU. Es ist somit ein tes Gebiet, das seinen Einwohnerinnen und desland Baden-Württemberg und Südpfalz, bedeutendes Förderinstrument für Koope- Einwohnern einen abwechslungsreichen und drei Landesgrenzen und zwei Sprachregionen. rationsprojekte in den Bereichen Wirtschaft, attraktiven Lebensraum bietet. Es bietet ein sehr abwechslungsreiches und at- Forschung, Bildung und Gesellschaft. Bei traktives Lebensumfeld und hat das Potenzial, der Auswahl der Projekte wird ein besonde- sich zu einem der dynamischsten Wirtschafts- res Gewicht auf den grenzüberschreitenden räume in ganz Europa zu entwickeln. Damit das Mehrwert und den Innovationscharakter ge- Oberrheingebiet seine Stärken nutzen und sich legt; denn nur solche Projekte vermögen einen als europäische Modellregion etablieren kann, echten Beitrag zur Entwicklung und Positionie- gilt es, die grenzüberschreitende Zusammen- rung des Oberrheins in Europa zu leisten. Frankreich arbeit, die seit Jahren erfolgreich gepflegt wird, zu verstärken und zu vertiefen. Das Programm «INTERREG IV A Oberrhein» leistet einen wich- Deutschland tigen Beitrag zum Erreichen dieses Ziels. Auch wenn die Europäische Union einen Teil der Finanzierung sicherstellt und den gesetz- Schwerpunkte lichen und strategischen Rahmen festlegt, ist • Gemeinsame Nutzung des «INTERREG IV A Oberrhein» ein Programm wirtschaftlichen Potenzials Schweiz «von der Region, für die Region». Im Operati- • Integration in den Bereichen Bildung, onellen Programm haben die Schweiz, Frank- Arbeit und Wohnen reich und Deutschland als Partner die Prioritä- • Nachhaltige Entwicklung des ten festgelegt: Ziel ist es, das wirtschaftliche Oberrheinraumes Potenzial des Oberrheinraums gemeinsam Programmgebiet zu nutzen und das Grenzgebiet zu einer inte- Kennzahlen grierten Bildungs-, Arbeits- und Wohnregion • 21 500 km² Fläche zu entwickeln und dadurch die Entwicklung • 5 Mio. Einwohnerinnen und Einwohner nachhaltig zu gestalten. • Wirtschaftskraft von 180 Mrd. Euro www.interreg-rhin-sup.eu • Am Programm beteiligte Kantone: Das Programm «INTERREG IV A Oberrhein» AG, BL, BS, JU, SO verfügt über einen Finanzrahmen von insgesamt gen. IV B ALPENRAUM • ¡MONITRAF!: Umsetzung einer gemeinsamen nachhaltigen Strategie zur Verminderung negativer Auswirkun- mit Umwelt und natürlichen Ressourcen im Gebiet des Grossen St. Bernhard.  IV A ABH • SMARTCONNECTION, ALKOHOLPRÄVEN- den soll, um der wachsenden Zunahme des Rauschtrinkens entgegenzutreten.  IV A OBERRHEIN • TOURISMUS IN DER TRINATIO- INTERREG IV A Oberrhein – Projekte für eine Region der Zukunft 9
  • 10. INTERREG IV A Alpenrhein–Bodensee–Hochrhein Wir fördern Europa Im Grenzgebiet der vier Länder Deutschland, Das Programm «INTERREG IV A Alpenrhein– tige Vereinigungen und öffentliche Trägerschaften Österreich, Liechtenstein und Schweiz hat Bodensee–Hochrhein» (ABH) wurde von Vorarl- bewerben. Die Projekte müssen grenzüberschrei- die Natur über Jahrtausende eine überwäl- berg, Bayern, Baden-Württemberg, Liechtenstein tend sein und von mindestens zwei Partnerinnen tigende Landschaft geformt. und neun Schweizer Kantonen (AG, AI, AR, GL, bzw. Partnern aus unterschiedlichen Ländern GR, SG, SH, TG, ZH) erarbeitet. Das Operatio- durchgeführt werden. Mindestens ein Projektpart- nelle Programm beschreibt die strukturellen und ner muss seinen Sitz in einem EU-Mitgliedstaat sozioökonomischen Gegebenheiten der Grenz- haben. Deutschland region, bestimmt Ziele und Strategien, regelt die Programmdurchführung und legt Schwerpunkte Das Programm «ABH» stösst auf grosses Interes- und Aktionsfelder für die Förderperiode fest. se: Im ersten Programmjahr wurden bereits 200 Projektgesuche eingereicht. Besonders erwähnens- Das Programm «ABH» strebt eine nachhaltige wert ist der hohe Vernetzungsgrad dieser Projekte. wirtschaftliche Weiterentwicklung der Region und Durchschnittlich sind sieben verschiedene Partne- den Aus- und Aufbau von Netzwerken in verschie- rinnen und Partner an einem Projekt beteiligt. denen Bereichen an. Damit erhält die Zusammen- arbeit rund um den Bodensee neuen Schub − ein Österreich wichtiger Schritt zum gemeinsamen Europa. Schweiz Schwerpunkte Der Bund und die neun Partnerkantone stellen auf • Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Schweizer Seite für die Laufzeit des Programms rund Innovation 11,4 Millionen Franken zur Verfügung. Die Europäi- • Standortqualität und Ressourcenschutz sche Kommission bringt ihrerseits aus dem «Euro- LIECHTENSTEIN päischen Fonds für regionale Entwicklung» (EFRE) Kennzahlen 23,8 Millionen Euro ein. Die grenzüberschreitenden • 27 838,5 km² Fläche Projekte können in der EU bis zu einem Anteil von 60 • 5,2 Mio. Einwohnerinnen und Einwohner Programmgebiet Prozent aus dem EFRE finanziert werden. Schwei- • 33 500 deutsche, österreichische und zer Partnerinnen und den Partner erhalten vom Bund liechtensteinische in der Schweiz tätige und von den neun Partnerkantonen einen Finan- Grenzgängerinnen und Grenzgänger zierungsbeitrag von maximal 50 Prozent. • 577 km gemeinsame Grenze www.interreg.org • Am Programm beteiligte Kantone: Um eine Projektförderung können sich Privatper- AG, AI, AR, GL, GR, SG, SH, TG, ZH sonen und juristische Personen, aber auch sons- Beispiele von Projekten, die durch INTERREG unterstützt werden NALEN METROPOLREGION: Förderung der Region Oberrhein als ökonomisch, sozial und ökologisch starke Tourismusregion.  IV A an die Entwicklungen in den Berufen und auf dem Arbeitsmarkt. IV B ALPENRAUM • CLIMALPTOUR: Antworten auf die Auswirkungen des Produkten für Feriengäste und Lancierung von grenzüberschreitenden Pilotprojekten für den Ausflugstourismus in den Mittel- und Hochtä- 10 INTERREG IV A Alpenrhein–Bodensee–Hochrhein – Wir fördern Europa
  • 11. INTERREG IV B Nordwesteuropa Ein integrierter Ansatz zur Entwicklung Globalisierung, Liberalisierung und neue For- Das Programm «INTERREG IV B Nordwesteu- Land bekannt macht und potenzielle Partne- men der Governance erhöhen die wechselsei- ropa» (NWE) ist eines der beiden INTERREG- rinnen und Partner unterstützt. In der Schweiz tige Abhängigkeit der Regionen in Europa. IV-B-Programme, an denen sich die Schweiz be- übernimmt das Bundesamt für Raumentwick- teiligt. Das Programmgebiet im wirtschaftlichen lung (ARE) diese Funktion. Ein Gemeinsames und urbanen Zentrum Europas umfasst Belgien, Technisches Sekretariat (JTS) mit Sitz im fran- Irland, Luxemburg, die Schweiz, das Vereinigte zösischen Lille ist für die operationelle Durchfüh- Königreich sowie weite Teile Deutschlands, rung des Programms zuständig. Frankreichs und der Niederlande. IRLAND Vereinigtes königreich Das Programm «NWE» fördert die transnationa- le Zusammenarbeit und unterstützt Projekte, die auf eine nachhaltige und integrierte territoriale NiederlandE Entwicklung hinarbeiten. Deutschland Aufgrund der geografischen Lage des Pro- Belgien grammgebietes liegt ein Fokus auf städte- und Luxemburg grossstadtspezifischen Themen. Diese reichen Schwerpunkte vom Stadtmarketing über die nachhaltige Ver- • Förderung von Innovation, Stärkung der waltung des Immobilienbestandes bis hin zur Wissensgesellschaft Anpassung der Städte an den Klimawandel. • Nachhaltiger Umgang mit natürlichen Dies sind zwar nicht die einzigen Themen in die- Ressourcen sowie natürlichen und Frankreich Schweiz sem umfassenden Programm. Für die Schwei- technologischen Risiken zer Partnerinnen und Partner aus städtischen • Verbesserung der Verkehrsverbindun- Gebieten sind diese Bereiche jedoch beson- gen sowie der internen und externen ders interessant, da sie mit ausserordentlich Erreichbarkeit Programmgebiet erfahrenen und innovativen Partnern zusammen- • Förderung starker und florierender Ge- arbeiten können. meinschaften auf transnationaler Ebene Um die Beziehungen zwischen den beteiligten Kennzahlen www.nweurope.eu Staaten sicherzustellen und zu vereinfachen, • 844 239 km² Fläche wurde in jedem Mitgliedstaat eine Kontaktstel- • 179 Mio. Einwohnerinnen und Einwohner le eingerichtet, die das Programm im jeweiligen FRANKREICH–SCHWEIZ • GRENZÜBERSCHREITENDE PLATTFORM ZUR BERUFSAUSBILDUNG: Anpassung der Personalressourcen Klimawandels auf den Sommer- und Wintertourismus in den Alpen geben. IV A ITALIEN–SCHWEIZ • VETTA: Entwicklung von spezifischen lern.   IV A FRANKREICH–SCHWEIZ • NATUR- UND HEIMATSCHUTZ IM FRANZÖSISCH-SCHWEIZERISCHEN CHABLAIS: Aufwer- INTERREG IV B Nordwesteuropa – Ein integrierter Ansatz zur Entwicklung 11
  • 12. INTERREG IV B Alpenraum Eine tragende Rolle bei der nachhaltigen Entwicklung des Alpenraumes Im Alpenraum treffen die germanischen, Das Fördergebiet des Programms «INTERREG Der Alpenraum ist aber auch stärker von den lateinischen und slawischen Kulturen und IV B Alpenraum» ist weit gefasst; denn der Auswirkungen des Klimawandels betroffen als Sprachen aufeinander. Die aussergewöhnli- gebirgige Kern des Alpenraums ist räumlich andere Regionen Europas. Themen wie der che Vielfalt dieser natürlichen und kulturellen untrennbar mit dem umliegenden Gürtel ver- Schutz vor Naturrisiken oder die Anpassung Landschaft bietet starke und attraktive Mög- bunden, in dem sich einige der attraktivsten und der Tourismusdestinationen an die neuen Klima- lichkeiten für Leben und Wirtschaftswachstum. konkurrenzfähigsten Ballungsräume Europas bedingungen sind deshalb ebenfalls Teil dieses befinden. Programms. Das Programm zielt auf eine verbesserte Wettbe- In der Schweiz obliegt es dem Bundesamt für werbsfähigkeit und eine erhöhte Attraktivität des Raumentwicklung (ARE), das Programm be- Deutschland Österreich Fördergebietes ab. Vorgesehen sind gemeinsa- kannt zu machen und potenzielle Partnerinnen me Massnahmen in allen Bereichen, in denen und Partner zu unterstützen. Das ARE vertritt die eine transnationale Zusammenarbeit notwendig Schweiz im Lenkungsausschuss des Programms. ist, um nachhaltige Lösungen zu realisieren. Das Gemeinsame Technische Sekretariat (JTS) mit Sitz in München (D) ist für die operationelle SCHWEIZ Im Programm «INTERREG IV B Alpenraum» ist Durchführung des Programms zuständig. die wirtschaftliche Ausrichtung von grosser Be- deutung. Ziel ist es einerseits, die KMU dabei zu Slowenien unterstützen, Schwierigkeiten zu überwinden, die Italien sich aufgrund ihrer Lage im Alpenraum ergeben. Anderseits soll das Programm die wirtschaftliche Frankreich Dynamik der Region stärken. Schwerpunkte Liechtenstein • Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität Aufgrund seiner Lage im Zentrum der europäi- des Alpenraums schen Wirtschaft muss der Alpenraum zudem mit • Räumlicher Zugang und Programmgebiet einem stetig wachsenden Verkehrsaufkommen auf Vernetzungsqualität der Nord-Süd- sowie der Ost-West-Achse umge- • Umwelt und Risikoprävention hen. Im Transportbereich können die im Programm vorgesehenen Aktionen dazu beitragen, die nega- Kennzahlen www.alpine-space.eu tiven Begleiterscheinungen des hohen Verkehrs- • 450 000 km² Fläche aufkommens zu verhindern oder die Erschliessung • 70 Mio. Einwohnerinnen und Einwohner der peripheren Gebiete zu verbessern. Beispiele von Projekten, die durch INTERREG unterstützt werden tung von Natur- und Heimatschutz im Chablais (Waadt, Wallis und Hochsavoyen), Ausbildung der Akteurinnen und Akteure in Tourismus RINGQUALIFIZIERTE: Bekämpfung der Arbeitslosigkeit gering qualifizierter Arbeitnehmender mittels Konferenzen zu den vom Arbeits- MEDIZINALTECHNOLOGIE-CLUSTER: Strukturierung und Konsolidierung des in der Region Oberrhein bestehenden Angebots im Be- 12 INTERREG IV B Alpenraum – Eine tragende Rolle bei der nachhaltigen Entwicklung des Alpenraumes
  • 13. INTERREG IV C Förderung von Erfahrungsaustausch und Transfer von Good Practices Der Austausch von Erfahrungen und Good Prac- Die territorialen regionalen und lokalen Behörden Networking-Aktivitäten, Transfer von Good tices zwischen europäischen Regionen steht im spielen eine tragende Rolle bei der erfolgreichen Practices oder eine engere Zusammenarbeit Zentrum des Programms «INTERREG IV C». Umsetzung der von der EU in Gang gesetzten im Rahmen von Mini-Programmen. Lissabon-Strategie für ein dauerhaftes Wirtschafts- wachstum mit mehr und besseren Arbeitsplätzen Die Kapitalisierungsprojekte fokussieren den und einem grösseren sozialen Zusammenhalt. Transfer von Good Practices in andere Pro- Wichtige Instrumente, um die Ziele der Lissabon- gramme der EU-Kohäsionspolitik. Da sich Strategie zu erreichen, sind Erfahrungsaustausch die Schweiz an diesen anderen Programmen und der Transfer von Good Practices. Hier kommt nicht beteiligt, sind die Kapitalisierungspro- das Programm «INTERREG IV C» zum Zug. jekte für die Schweizer Regionen von gerin- gerer Bedeutung. «INTERREG IV C» zielt darauf ab, die Wirkung der Regionalpolitik zu steigern, die Wirtschaft Für die Schweizer Beteiligung an «INTERREG zu beleben und die Konkurrenzfähigkeit zu ver- IV C» ist das Staatssekretariat für Wirtschaft bessern. Erreicht werden soll dies durch die (SECO) verantwortlich. In seinem Auftrag über- Förderung der interregionalen Zusammenarbeit nimmt die Regio Basiliensis − ein Verein, der in den Bereichen Innovation und Wissenstrans- von schweizerischer Seite Impulse für die Ent- fer sowie Umweltschutz und Risikovermeidung. wicklung des oberrheinischen Raumes gibt − Dank dieser Form der Zusammenarbeit kön- die Aufgabe als nationale Kontaktstelle. nen Regionen, die nicht aneinandergrenzen, gemeinsam Projekte realisieren. Regionen mit einem Rückstand in einem bestimmten Bereich können ausserdem von den Erfahrungen und Schwerpunkte den bereits abgeschlossenen Projekten der • Innovation und wissensbasierte Wirtschaft weiter fortgeschrittenen Regionen profitieren. • Umwelt und Risikoprävention Programmgebiet «INTERREG IV C» bietet zwei unterschiedliche Programmgebiet Projekttypen: • EU-Mitgliedstaaten (einschliesslich Insel- und Überseegebiete) www.interreg4c.eu Die regionalen Initiativprojekte sind klassi- • Norwegen sche Projekte der interregionalen Zusammen- • Schweiz arbeit mit unterschiedlich starker Ausprägung: und Umweltschutz, Verbesserung der grenzüberschreitenden Mobilität für Touristinnen und Touristen.  IV A ABH • CHANCEN FÜR GE- markt gebotenen Möglichkeiten und den verwendeten Instrumenten.  IV A OBERRHEIN • BIOVALLEY, LEBENSWISSENSCHAFTEN- UND reich Lebenswissenschaften. IV B ALPENRAUM • COMUNIS: Entwicklung einer Integrations- und Kooperationsstrategie zur lokalen INTERREG IV C – Förderung von Erfahrungsaustausch und Transfer von Good Practices 13
  • 14. INTERACT II Unterstützung der Programme der Europäischen territorialen Zusammenarbeit INTERACT steht für «INTERregional, Anima- INTERACT unterstützt die Programme der Eu- ausschuss Einsitz und bezahlt im Rahmen der tion, Cooperation and Transfer» und ist ein ropäischen territorialen Zusammenarbeit (ETZ) Neuen Regionalpolitik (NRP) einen jährlichen Rahmenprogramm, das die Partnerinnen und − INTERREG, ESPON und URBACT − auf Beitrag. Partner der Europäischen territorialen Zu- Prozessebene. An INTERACT beteiligt sind sammenarbeit miteinander verbindet. die 27 Mitgliedstaaten der EU sowie Norwe- Die englischsprachige INTERACT-Website gen und die Schweiz. (www.interact-eu.net) ermöglicht detaillierte Recherchen innerhalb der verschiedenen För- Ziel von INTERACT ist es, den Austausch von derprogramme der EU und bietet Informatio- Erfahrungen und Good Practices zu erfassen nen und Downloads zu sechs Hauptthemen. und zu fördern. Mittels Networking-Massnah- men sollen die Erfahrungen verbreitet werden, die im Rahmen der grenzüberschreitenden, interregionalen und transnationalen Zusam- menarbeit gemacht worden sind. Zu diesem Zweck veranstaltet INTERACT Workshops, Seminare und Konferenzen auf regionaler, na- tionaler und europäischer Ebene und publiziert Studien zum Thema. INTERACT soll auch dazu beitragen, Verfahren zu vereinheitlichen und die Finanzkontrolle in der ETZ zu verbessern. Zielgruppe von INTERACT sind Institutionen Themen und Gremien, die für das Management und • Programmmanagement die Förderung der ETZ verantwortlich sind. • Finanzmanagement INTERACT wurde im Jahr 2000 zur Beglei- • Wissensmanagement und Kapitalisie- tung von INTERREG III lanciert und befindet rung (KEEP) Programmgebiet sich momentan in seiner zweiten Programm- • Projektmanagement phase (2007–2013). • IPA (Instrument for Preaccession Assistance − Hilfsinstrument für EU- www.interact-eu.net Die Schweiz ist am Programm «INTERACT II» Beitrittskandidaten) als Vollmitglied beteiligt. Verantwortlich für die • Europäischer Verbund für territoriale Schweizer Beteiligung ist das Staatssekretariat Zusammenarbeit (EVTZ) für Wirtschaft (SECO). Es nimmt im Begleit- Beispiele von Projekten, die durch INTERREG unterstützt werden Wirtschaftsentwicklung sowie Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen Gemeinden und Regionen.  IV A FRANKREICH–SCHWEIZ • AGGLOMERATIONSPROGRAMM FRANKREICH−WAADTLAND−GENF: Förderung einer koordinierten Entwicklung von Raumplanung, Mobilität und Dienstleistungen. 14 INTERACT II – Unterstützung der Programme der Europäischen territorialen Zusammenarbeit
  • 15. regiosuisse Wissen generieren, Wissen nutzbar machen regiosuisse – die nationale Netzwerk- Eine Auswahl der regiosuisse-Angebote Publikationen stelle für Regionalentwicklung – wurde auf Anfang 2008 vom SECO als beglei- Hotline Das halbjährlich erscheinende Magazin «regioS» tende Massnahme zur Umsetzung der begleitet die Umsetzung der NRP und setzt Neuen Regionalpolitik (NRP) lanciert. Ziel Die regiosuisse-Hotline hilft bei Fragen zur NRP Visionen, Ideen und Projekte in Text und Bild von regiosuisse ist es, die Personen, die oder konkreten NRP-Vorhaben weiter und ver- um. Daneben veröffentlicht regiosuisse weitere sich in der Regionalpolitik und Regional- mittelt Kontakte zu möglichen Kooperationspart- Publikationen zum Themenbereich Regionalent- entwicklung in der Schweiz engagieren, nerinnen und -partnern. wicklung, Regionalpolitik und territoriale Zusam- in ihrer Arbeit zu unterstützen. menarbeit. Weiterbildung regiosuisse bietet verschiedene Services, mit denen Wissen rund um die NRP und die Re- Grossveranstaltungen im Rahmen der Wei- gionalentwicklung in der Schweiz entwickelt, terbildungsreihe «formation-regiosuisse» sind erworben und ausgetauscht werden kann. nationale Treffpunkte der Regionalentwicklungs- Das Angebot ist so konzipiert, dass interes- Community und stehen allen Interessierten offen. sierte Personen das aussuchen können, was Ein modularer «Lehrgang Regionalmanagement» sie zur Ergänzung ihrer Kompetenzen benö- steht seit 2009 auf dem Programm. Die Netz- tigen, und diejenigen Angebote nutzen kön- werkstelle ist zudem Mitveranstalterin nationaler nen, die ihnen entsprechen. Das Angebot ist und internationaler Tagungen zur Regionalent- mehrsprachig und richtet sich an Personen wicklung und zur Regionalpolitik. aus der ganzen Schweiz. regiosuisse-Wissensgemeinschaften Zentrales Arbeits- und Informationsinstrument ist das Webportal www.regiosuisse.ch. Die Die regiosuisse-Wissensgemeinschaften sind Website enthält detaillierte Informationen eine von regiosuisse entwickelte und moderier- zu sämtlichen Services von regiosuisse und te Lern- und Arbeitsform. Kleingruppen treffen ist ein umfangreicher Wissensspeicher zu sich drei- bis viermal pro Jahr und diskutieren Themen rund um die Regionalentwicklung. spezifische Fragestellungen zur Regionalent- Dazu gehören umfassende Informationen zur wicklung, tauschen Erfahrungen dazu aus und Schweizer Regionalpolitik, inklusive der Ins- entwickeln darauf aufbauend neues Wissen. Anmeldungen, Materialbestellungen trumente der Europäischen territorialen Zu- Die Ergebnisse werden auf der regiosuisse- und mehr Informationen – auch zu sammenarbeit INTERREG, URBACT, ESPON Website publiziert. Wer sich in einer Wissens- und INTERACT. In einem Newsletter orientiert gemeinschaft engagieren möchte oder Ideen den weiteren regiosuisse-Services – regiosuisse regelmässig per Mail über neue für Arbeitsthemen hat, kann sich direkt bei auf www.regiosuisse.ch Inhalte des Webportals. regiosuisse melden. regiosuisse – Wissen generieren, Wissen nutzbar machen 15
  • 16. INTERREG ist ein von der Europäischen Kommission geschaffenes Instrument, das zum Ziel hat, die Zusammenarbeit und den Erfahrungsaustausch unter den europäischen Regionen zu fördern. Die Schweiz beteiligt sich im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP) aktiv an INTERREG. INTERREG umfasst drei Ausrichtungen: die Förderung der Wenn Sie weitere Informationen wünschen oder eine Projektidee grenzüberschreitenden, transnationalen und interregionalen haben, nehmen Sie Kontakt mit den verantwortlichen Personen Zusammenarbeit. in der Schweiz auf: GRENZÜBERSCHREITENDE PROGRAMME INTERREG IV A Frankreich–Schweiz INTERREG IV A Italien–Schweiz INTERREG IV A Oberrhein INTERREG IV A Alpenrhein–Bodensee–Hochrhein Region Genferseebecken Coordinazione regionale INTERREG Interkantonale Koordinationsstelle Netzwerkstelle Ostschweiz Office des Affaires extérieures Via S. Franscini, 17 bei der Regio Basiliensis (IKRB) Koordinationsstelle INTERREG IV A ABH 6, rue de la Paix CH-6501 Bellinzona Freie Strasse 84 Staatskanzlei CH-1014 Lausanne T. +41 91 814 35 20 CH-4010 Basel Regierungsgebäude T. +41 21 316 40 78 T. +41 91 814 35 45 T. +41 61 915 15 15 CH-9001 St.Gallen bassinlemanique@interreg.ch italia-svizzera@interreg.ch oberrhein@interreg.ch T. +41 71 229 75 03 www.interreg-francesuisse.org www.interreg-italiasvizzera.it www.interreg-oberrhein.eu abh@interreg.ch www.interreg.org Region Jurabogen Coordination régionale INTERREG 13, rue de la Paix CH-2300 La Chaux-de-Fonds T. +41 32 889 76 19 arcjurassien@interreg.ch www.interreg-francesuisse.org TRANSNATIONALE PROGRAMME INTERREGIONALES PROGRAMM INTERREG IV B Alpenraum INTERREG IV B Nordwesteuropa INTERREG IV C Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) Regio Basiliensis Internationales Internationales National Contact Point INTERREG IV C CH-3003 Bern CH-3003 Bern Freie Strasse 84 T. +41 31 322 40 78 T. +41 31 322 40 78 CH-4010 Basel alpine-space@interreg.ch nweurope@interreg.ch T. +41 61 915 15 15 www.alpine-space.eu www.nweurope.eu interreg4c@interreg.ch www.interreg4c.eu SUPPORTNETZWERKE INTERACT Netzwerkstelle Regionalentwicklung Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) regiosuisse Ressort Regional- und Raumordnungspolitik Hofjistrasse 5 Effingerstrasse 27 Postfach 75 CH-3003 Bern CH-3900 Brig T. +41 31 322 28 73 T. +41 27 922 40 88 interact@interreg.ch F. +41 27 922 40 89 www.interact-eu.net info@regiosuisse.ch www.regiosuisse.ch www.interreg.ch