SlideShare ist ein Scribd-Unternehmen logo
Freiräume für Journalismus 
1 © 2007-2014 Marian Semm
Marian Semm Freiräume für Journalismus 
Türkheim, Herbst 2014 
Mehr Kapazität für die Inhalte-Erstellung. Automatisierung 
und Standardisierung von Routinearbeiten in der Redaktion. 
Ein Optimierungsprogramm für Zeitungen, Zeitschriften, 
Fachinformationen und Informationsdienstleister. 
2 © 2007-2014 Marian Semm
Was Journalismus braucht. Der Anspruch. 
„Der Content ist das wichtigste.“ 
(Christian Lindner, Rhein- 
Zeitung, aus: MediumMagazin 
2013) 
„Journalisten und 
Medienschaffende sind mehr als 
Zeilenhuren, Content-Schubsen 
und Kästchen-Jongleure, mehr 
als fucking Presstitutes! [...] 
Guter Journalismus braucht 
Freiräume, blühende 
Spielwiesen für Leidenschaft und 
Herzblut!“ 
(Bastian Schlange, Ruhrbarone) 
„Auf der Inhaltsseite müssen die 
besten Köpfe sitzen.“ 
(Christoph Grote, OVZ, aus: 
MediumMagazin 2013) 
„Es sind immer noch, um ein paar 
Dinge zu nennen, Recherche und 
Redlichkeit, Ausdrucksfähigkeit und 
Unabhängigkeit, die die Arbeit eines 
Journalisten prägen sollten. Wer über 
Journalismus und dessen Wandel 
redet, der muss also über Inhalte 
reden “ 
(Stefan Aigner, Journalist/Blogger, 
Regensburg) 
3 © 2007-2014 Freiräume für Journalismus Marian Semm
Was Journalismus braucht. Der Anspruch. 
„Guter Journalismus braucht Zeit. 
Eine Idee, ein Text, ein Satz müssen 
reifen können. Wie guter Wein. Du 
kannst noch so gute Trauben haben, 
wenn du ihnen keine Zeit lässt, dann 
wars das. Sauser statt Cabernet. Und 
wir alle wissen, wofür die Menschen 
mehr bezahlen.“ 
(Anna Miller, Journalistin und 
„Das wichtigste für den Erfolg von 
Bezahlinhalten sind individuelle 
Inhalte, die der Leser nirgendwo 
anders bekommt.“ 
(Houben, Renner, Lindner, Besser 
Online 2013) 
„Der Journalismus könnte durch die Autorin, Die Zeit, SZ Magazin, u. a.) 
Möglichkeiten des multimedialen 
Storytellings revolutioniert werden – 
wenn Redaktionen nur mehr Zeit und 
Geld investieren würden.“ 
(Isabelle Buckow, Freie Journalistin, 
Süddeutsche Zeitung, u. a.) 
„Nicht das Medium ist das 
wichtigste, sondern der Inhalt.“ 
(Bascha Mika, Frankfurter 
Rundschau, Medientage 2014) 
4 © 2007-2014 Freiräume für Journalismus Marian Semm
Wenn es stimmt, dass die Inhalte das Sahnetörtchen sind, dann stört mich eins: Immer 
wenn ich Redaktionskapazitäten durchzähle, finde ich in den Redaktionen den Großteil der 
Mitarbeiter nicht mit Inhalten beschäftigt, sondern mit dem Drumherum: Layout, Produk-tion, 
Präsentation, Organisation, Führung, Planung, Routinearbeiten. Sollten konsequen-terweise 
nicht die Inhalte den größten Raum in der Redaktionsarbeit einnehmen? Und 
müssten wir nicht die technischen und organisatorischen Möglichkeiten maximal nutzen 
und alle Aufgaben so schlank wie möglich um die Inhalteerstellung herum organisieren? 
5 © 2007-2014 Marian Semm 
Freiräume für Journalismus 
Die Idee.
Beobachtungen 1993–2014. 
§ Seiten oder Seitenteile werden manuell angelegt, obwohl Planungssystem und 
Redaktionssystem das automatisch könnten. 
§ Inhalte der Website werden manuell platziert – teilweise auch nach festgelegten 
Regeln, von denen aber nicht abgewichen werden darf. 
§ Die Seiten sehen an vielen Tagen gleich aus – Routine des Editors. 
§ Daten werden manuell hin- und hergetragen. Notdienste, Veranstaltungen, 
Gottesdienste, Sporttabellen. Kalenderinhalte, Planungsdaten, Einsatzpläne. 
Copy-Paste. Abtippen aus öffentlichen Quellen, die auch elektronisch verfügbar 
sind. 
§ An vielen Stellen werden die Produkte regelmäßig neu erfunden – auch wenn 
Inhalte wiederverwendet werden. 
§ In untergeordnete Inhalte fließt hoher Aufwand. 
§ E-Mails werden zigfach weitergeleitet, Anhänge gehen verloren. 
§ Standardanfragen werden individuell beantwortet, Vorlagen nicht genutzt. 
§ Erwartungen an externe Quellen werden nicht formuliert. 
§ Externe Quellen (freie Mitarbeiter, Vereine, öffentliche Einrichtungen) werden 
nicht zielgerichtet und geplant betreut. 
6 © 2007-2014 Freiräume für Journalismus Marian Semm
Der Ansatz des Freiraum-Programms. 
Wir unterteilen die Aufgaben der Redaktion in einzelne Pakete und 
und ordnen sie zu: 
Für diese Aufgaben nutzen 
wir die zusätzlichen 
Freiräume. 
...bedarf zwar des 
menschlichen Eingriffs, 
lässt sich aber gut durch 
Muster beschreiben. 
Diese Aufgaben werden 
wir standardisieren. 
... kann teilweise oder 
vollständig durch den 
Einsatz von Technik 
erledigt werden. 
Diese Aufgaben werden 
wir automatisieren. 
...muss zwingend ein 
Journalist erledigen — 
oder ein Redaktions-assistent, 
Infografiker, 
Programmierer etc. 
7 © 2007-2014 Freiräume für Journalismus Marian Semm 
Foto: © Cherries - Fotolia.com
Wie lassen sich die Freiräume nutzen? 
§ Qualität. 
§ Schwerpunktthemen und andere profilbildende Inhalte. 
§ Mehr Perspektiven. 
§ Opulenz. 
§ Aufwändige Darstellungsformen. 
§ Experimente. 
§ Höhere Eigenanteile in den Produkten. 
§ Mehr Kapazität für zielgerichteten Umgang mit freien 
Mitarbeitern, Vereinen, öffentlichen Quellen. 
§ Andere Dinge, die heute unter dem Motto stehen: „Wenn wir nur 
mehr Zeit hätten, dann würden wir...“ 
8 © 2007-2014 Freiräume für Journalismus Marian Semm
Das Werkzeug. 
? 
individuell standardisiert 
automatisiert 
manuell 
In welchen Quadranten 
liegen die Tätigkeiten der 
Redaktion heute? 
§ Planung 
§ Seitenanlage 
§ Layout 
§ Inhalteerstellung 
§ Infografik, Illustration 
§ Sporttabellen/ 
Veranstaltungen 
§ Honorar und Archiv 
§ Umbauseiten 
§ Posteingang 
§ Postausgang 
Und wo wären sie gut 
aufgehoben? 
9 © 2007-2014 Freiräume für Journalismus Marian Semm
Freiraum entsteht durch die Automatisierung 
und Standardisierung von Aufgaben. 
individuell standardisiert 
automatisiert 
manuell 
Viele Routineaufgaben 
lassen sich durch Regeln 
beschreiben, als Muster 
vorbereiten, durch Skripts 
und andere technischen 
Werkzeuge automatisie-ren 
oder zumindest 
systematisieren. 
Bestehende Systematiken 
lassen sich weiter treiben 
als bisher. Dadurch 
werden Journalisten, 
Assistenten, Gestalter 
und andere entlastet. 
10 © 2007-2014 Freiräume für Journalismus Marian Semm
Jedes Thema wird an seine Realisierungsgrenze 
geführt, Beispiel: e-Mail. 
Regelbasierte 
Weiterleitung 
(Absender/Schlüsselwort) 
Semantische Analyse 
Auto-Verarbeitung 
Auto-Systemimport 
Antwort/Anfrage 
mit Textbausteinen 
individuell standardisiert 
automatisiert 
manuell 
Jede Mail ist eine Chance 
für einen guten Eindruck 
und Ausdruck guter 
Zusammenarbeit. 
Aber bedeutet das, dass 
wir jede eingehende Mail 
durch zig Instanzen leiten 
sollten und jede ausge-hende 
Mail von Hand 
schnitzen müssen? 
11 © 2007-2014 Freiräume für Journalismus Marian Semm
Freiraum für Gegenwart und Zukunft. 
2015 
2016 
2017 
2018 
... 
individuell standardisiert 
automatisiert 
manuell 
Durch die Automatisie-rung 
und Standardisie-rung 
verschafft sich die 
Redaktion nicht nur in 
der Gegenwart Freiräume 
sondern bereitet Denk-weisen, 
Strukturen und 
Systematiken für kom-mende 
Entwicklungen 
vor. 
12 © 2007-2014 Freiräume für Journalismus Marian Semm
Beispiele für die Arbeit 
in einer idealtypischen Redaktion (I). 
§ Redaktionsorganisation 
§ Minimierung von Mail-Weiterleitungen. 
§ Vorsortierung des Mail-Eingangs und Routing. 
§ Management/automatische Verarbeitung von Mail- 
Anhängen. 
§ Textbaustein-Muster für Standardantworten. 
§ Proaktives Management externer Quellen. 
§ Schaffen von Übergabepunkten für strukturierte Daten in 
Weboberflächen. 
§ ... 
13 © 2007-2014 Freiräume für Journalismus Marian Semm
Beispiele für die Arbeit 
in einer idealtypischen Redaktion (II). 
§ Themenplanung und Inhalteerstellung 
§ Einsatz von Agenten/Robotern bei der Themenfindung. 
§ Konsequente Inhaltsplanung und vorausschauende 
Mengenbalance. Die Seitenplanung bzw. Kanalplanung 
beginnt bereits bei der Idee/Terminplanung. 
§ Integration von Kalenderinhalten, Themen- und 
Terminplanung, Ressourcen- und Einsatzplänen. Nutzung 
externer Quellen. 
§ Nutzung von internen und externen Quellen für Notdienste, 
Veranstaltungen, Gottesdienste, Sporttabellen. 
§ Werkzeuge für Einsatz/Steuerung von freien Mitarbeitern. 
§ Redaktionsweite Nutzung von Expertenkontakten. 
§ ... 
14 © 2007-2014 Freiräume für Journalismus Marian Semm
Beispiele für die Arbeit 
in einer idealtypischen Redaktion (III). 
§ Seitenproduktion Print 
§ Automatisierte Seitenanlage für alle Medien und deren Derivate. 
§ Gute Muster in ausreichender Variantenvielfalt für alle Seiten. 
§ Mehrfachverwendung von Inhalten durch austauschbare 
Modulgruppen. 
§ Skripts/Makros für alle wiederholten Arbeiten am Layout. 
§ Automatisierung der Seitenproduktion für Datenbankinhalte 
(Notdienste, Veranstaltungen, Gottesdienste, Sporttabellen, Wetter/ 
Umweltdaten, Fernsehprogramm, etc.) 
§ ... 
§ Digital-Produktion 
§ Nutzungsabhängige Optimierung der Website-Bestückung für 
Frontseite und Ressortleitseiten. 
§ Automatische Erstellung nutzbarer Statistiken. 
§ ... 
15 © 2007-2014 Freiräume für Journalismus Marian Semm
Ziele des Programms, 
Werkzeuge und Ergebnisse. 
Ziele des Programms „Freiräume“ 
§ Schaffen von freien Kapazitäten für die Inhalteerstellung innerhalb der bestehenden Organisations- und 
Kostenstrukturen. 
§ Identifizieren von Aufgaben, für die der personelle Aufwand in der Redaktion reduziert werden kann. 
§ Beibehaltung oder Verbesserung der Qualität. 
§ Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen. 
Werkzeuge 
§ Fragenkatalog zu Aufbau-/Ablauforganisation. 
§ Interviews und Feldbegleitung. 
§ Analyse des Mail-Verkehrs. 
§ Fragenkatalog zu Systemumgebung. 
§ Punktueller Einsatz von Benchmarks. 
§ Katalog mit Standardsituationen. 
§ Entwicklung spezifischer Optimierungsthesen. 
Ergebnisse 
§ Übersicht über Routinetätigkeiten der Redaktion 
mit Indikation des Automatisierungsgrades. 
§ Darstellung des Potenzials einer Automatisierung/ 
Standardisierung und der damit ermöglichbaren 
Freiräume. 
§ Darstellung des Realisierungsaufwands. 
§ Bewertung und Ausweis von Quick-Wins. 
§ Empfehlung. 
16 © 2007-2014 Marian Semm 
Freiräume für Journalismus
Projektentwicklung und Priorisierung. 
17 © 2007-2014 Freiräume für Journalismus Marian Semm
Analyse/Diagnose 
18 © 2007-2014 Marian Semm 
Freiräume für Journalismus 
Der Programmablauf. 
§ Untersuchung von Organisation, Abläufen, Systemen und 
Rahmenbedingungen der Redaktionsarbeit. 
§ Focus-Interviews mit Schlüsselrollen, punktuell Feldbegleitung. 
§ Verantwortlichkeit für Automatisierungsprozesse etc. festlegen. 
§ Automatisierungsschritte inhaltlich und zeitlich planen. 
§ Programmeffekte prognostizieren, ggf. simulieren und planen. 
Umsetzung planen 
§ Programmieren von Skripten, Anlegen von Mustern, etc. 
§ Einführung der Maßnahmen, Schulung, Einführungsbegleitung. 
§ Freiräume messen und nutzen, lernen, anpassen. 
Umsetzung 
§ Weitere Potenziale für die Systementwicklung dokumentieren. 
§ Vorgemerkte Maßnahmen nach und nach umsetzen. 
§ Erfolgsmessung, Lessons learned, neue Potenziale erkennen. 
Weiter-entwicklung
FAQ 
Q A 
Benötigen wir dazu nicht neue 
Systeme? 
In der Regel lässt sich mit bestehender Technik bereits eine 
Menge umsetzen. Das technische System ist nur ein weiterer 
Faktor im Gesamt-System neben Organisation, Abläufen, 
Mitarbeitern. Durch das Programm „Freiräume“ werden aber 
auch die Anforderungen an künftige Systeme geschärft. 
Lohnt sich der Aufwand für das 
Programm? 
Das hängt von sehr vielen Faktoren ab, lässt sich aber am 
Ende der Diagnose-Phase bereits gut abschätzen und nach der 
Umsetzungsplanung beziffern. 
Wir haben seit Jahren optimiert. 
Finden wir da noch etwas? 
Ja. Die externe Perspektive hilft sehr häufig dabei, bestehende 
Grenzen des Denkens einzureißen und Umsetzungshürden zu 
identifizieren und zu überwinden. 
Warum mit dem Büro für 
Medieninnovation? 
Praktische Umsetzungserfahrung in Verlagen und Vorstufen-abteilungen 
seit 1993, erfahren in der Optimierung mit Bord-mitteln: 
Redaktionssysteme, Produktionssysteme, Informati-onssysteme, 
Workflow-Systeme, Roboter, Agenten, Überset-zer, 
Synchronisatoren. 
19 © 2007-2014 Freiräume für Journalismus Marian Semm
Freiraum-Ergebnisse. 
Verlag Maßnahme/Bereich/Ergebnis 
Bundesweiter 
Fachverlag 
30 Prozent Freiraum in der Zeitschriften-/Zeitungsherstellung durch 
Standardisierung der Abläufe bei 30 Titeln (entspricht ca. 4 VZK). 
Regionale 
Tageszeitung 
Freiraum von ca. 0,5 VZK in der Service-Redaktion bereits durch erste 
Automatisierung eines Arbeitsschritts (weitere werden folgen). 
Überregionale 
Tageszeitung 
Substanzieller Freiraum durch Neuorganisation des gesamten 
Bildworkflows und Einführung eines Bildauftrags-, Bildagentur- und 
Bildarchivsystems. Projekt-ROI nach 18 Monaten. 
Regionale 
Tageszeitung 
Freiraum von ca. 2,5 VZK und Ermöglichen eines durchgängigen 
Planungsworkflows vom Termin/Idee bis zur Seite. 
Regionale 
Tageszeitung 
Freiraum durch Vorkalkulation von Beilagen/Sonderprodukten mit 
einfachem Kalkulationstool für zentralen und dezentralen Einsatz. 
Regionale 
Tageszeitung 
Freiraum von 0,75 VZK, Qualitätsverbesserung und niedrigere 
Reklamationsquote durch Automatisierung des e-paper-Workflows. 
20 © 2007-2014 Freiräume für Journalismus Marian Semm
Kundenstimme 
„Die von Ihnen entwickelte „Waschmaschine“ ermöglicht ein passgenaues 
Zusammenspiel zweier Standardsoftware-Komponenten (Outlook und Excel). Sie hat 
ihre Alltagstauglichkeit und ihre Stabilität über Jahre bewiesen. 
Besondere Kniffe sind die Zuordnung von Artikeln auf Seiten, die Stehsatzverwaltung 
und die zumindest in der Struktur des Tools benannten crossmedialen Ausspielkanäle. 
Ihre „Waschmaschine“ ist eine pragmatische Konstruktion mit maximalem Ertrag. “ 
(Lars Hennemann, Chef-Editor/stv. Chefredakteur, 
Allgemeine Zeitung/Wiesbadener Kurier, Mainz/Wiesbaden) 
„Marian Semm hatte am Rande der Neuorganisation unserer Redaktionsorganisation 
eine so einfache wie wirkungsvolle Idee, die die Erstellung von Veranstaltungsseiten 
immens beschleunigt. Wir können damit jetzt einen beachtlichen Teil von 
Routinetätigkeiten den Redaktionssystemen überlassen. Der Prozess ist jetzt einfacher, 
wesentlich flüssiger und wir sparen damit pro Tag zwei Arbeitstunden. “ 
(Stefan Reis, stv. Chefredakteur, Main-Echo, Aschaffenburg) 
21 © 2007-2014 Freiräume für Journalismus Marian Semm
! 
Das Büro für Medieninnovation wurde 2007 gegründet, um 
innovative Entwicklungen für Medienunternehmen aufzugreifen, 
anzupassen und umzusetzen. Gründer des Büros ist Marian Semm, 
mehr als 20 Jahren in der Medienbranche tätig mit zehn Jahren 
Erfahrung in Linien- und Führungsfunktionen sowie zwölf Jahren in 
der Unternehmensberatung. In diesen Funktionen wurden nicht nur 
eine Reihe von Strategien und Umsetzungskonzepte für 
Systemeinführungen, Reorganisationen und Relaunches entwickelt, 
sondern auch viele praktische kleine Werkzeuge, die das Leben im 
Redaktions- und Verlagsalltag immens erleichtern. 
22 © 2007-2014 Marian Semm 
Freiräume für Journalismus
Das Beratungsportfolio 
des Büros für Medieninnovation. 
§ Innovationsprogramm Medienwebsite 
§ Relaunchbegleitung Zeitung/Zeitschrift/Website 
§ SEO, SEM, SMO, Websiteoptimierung 
§ Wissensmanagement / Semantic Web Technologies 
§ Prozessmanagement im Verlag / BPMN 2.0 / Signavio-Tools 
§ Informationsarchitektur/Data Architektur 
§ Freiräume für Journalismus 
§ Praxiswerkstatt Themen- und Terminplanung 
§ Praxisnahes Redaktionscontrolling 
§ Fitnessprogramm Verlagsprozesse 
§ Big Data für Verlage 
§ Innovationsprogramme Redaktionssysteme und Verlagssysteme 
§ Systemauswahl 
23 © 2007-2014 Freiräume für Journalismus Marian Semm
Projekte in den Branchen Media... 
24 © 2007-2014 Freiräume für Journalismus Marian Semm
... noch mehr Media, Logistik und Retail. 
25 © 2007-2014 Freiräume für Journalismus Marian Semm
Marian Semm 
Büro für Medieninnovation 
Josef-Dachser-Straße 2b 
D-86842 Türkheim-Irsingen 
Tel. +49 | 8245 | 9 66 89 56 
Fax. +49 | 8245 | 9 66 89 57 
Mobil +49 | 151 | 54 60 41 53 
Skype sam2810 
www.marian-semm.de 
www.facebook.com/marian.semm 
www.twitter.com/marian.semm 
info@marian-semm.de 
26 © 2007-2014 Marian Semm 
Freiräume für Journalismus

Weitere ähnliche Inhalte

Andere mochten auch

MAVAM 2013 - Comparativo mercados Argentina, Brasil e Mexico
MAVAM 2013 - Comparativo mercados Argentina, Brasil e MexicoMAVAM 2013 - Comparativo mercados Argentina, Brasil e Mexico
MAVAM 2013 - Comparativo mercados Argentina, Brasil e Mexico
24x7 COMUNICAÇÃO
 
Figaronron - Deraillement de train (19-11-2009)
Figaronron - Deraillement de train (19-11-2009)Figaronron - Deraillement de train (19-11-2009)
Figaronron - Deraillement de train (19-11-2009)
Figaronron Figaronron
 
P t1 tp1correction1
P t1 tp1correction1P t1 tp1correction1
P t1 tp1correction1
Florence BOLOGNESI
 
Mon autobiographie (1)
Mon autobiographie (1)Mon autobiographie (1)
Mon autobiographie (1)
abbysisson
 
Qualitative Bildinhaltsforschung
Qualitative BildinhaltsforschungQualitative Bildinhaltsforschung
Qualitative Bildinhaltsforschung
Bo Reichlin
 
Marktanteilsanalyse - Services für die Strategie- und Managementberatung
Marktanteilsanalyse - Services für die Strategie- und ManagementberatungMarktanteilsanalyse - Services für die Strategie- und Managementberatung
Marktanteilsanalyse - Services für die Strategie- und Managementberatung
Winfried Kempfle Marketing Services
 
L’ENCADREMENT DES LOYERS
L’ENCADREMENT DES LOYERSL’ENCADREMENT DES LOYERS
L’ENCADREMENT DES LOYERS
Monimmeuble.com
 
Steinschaler Gärten
Steinschaler GärtenSteinschaler Gärten
Steinschaler Gärten
Johann Weiss
 
Graphique
GraphiqueGraphique
Final final final 29-10-12
Final final final 29-10-12Final final final 29-10-12
Final final final 29-10-12
miguelmolina2008
 

Andere mochten auch (16)

Transcripts
TranscriptsTranscripts
Transcripts
 
L'arnaque
L'arnaqueL'arnaque
L'arnaque
 
MAVAM 2013 - Comparativo mercados Argentina, Brasil e Mexico
MAVAM 2013 - Comparativo mercados Argentina, Brasil e MexicoMAVAM 2013 - Comparativo mercados Argentina, Brasil e Mexico
MAVAM 2013 - Comparativo mercados Argentina, Brasil e Mexico
 
Speedcast
SpeedcastSpeedcast
Speedcast
 
Nature
NatureNature
Nature
 
Figaronron - Deraillement de train (19-11-2009)
Figaronron - Deraillement de train (19-11-2009)Figaronron - Deraillement de train (19-11-2009)
Figaronron - Deraillement de train (19-11-2009)
 
P t1 tp1correction1
P t1 tp1correction1P t1 tp1correction1
P t1 tp1correction1
 
new media
new medianew media
new media
 
Mon autobiographie (1)
Mon autobiographie (1)Mon autobiographie (1)
Mon autobiographie (1)
 
Qualitative Bildinhaltsforschung
Qualitative BildinhaltsforschungQualitative Bildinhaltsforschung
Qualitative Bildinhaltsforschung
 
Marktanteilsanalyse - Services für die Strategie- und Managementberatung
Marktanteilsanalyse - Services für die Strategie- und ManagementberatungMarktanteilsanalyse - Services für die Strategie- und Managementberatung
Marktanteilsanalyse - Services für die Strategie- und Managementberatung
 
L'écureuil
L'écureuilL'écureuil
L'écureuil
 
L’ENCADREMENT DES LOYERS
L’ENCADREMENT DES LOYERSL’ENCADREMENT DES LOYERS
L’ENCADREMENT DES LOYERS
 
Steinschaler Gärten
Steinschaler GärtenSteinschaler Gärten
Steinschaler Gärten
 
Graphique
GraphiqueGraphique
Graphique
 
Final final final 29-10-12
Final final final 29-10-12Final final final 29-10-12
Final final final 29-10-12
 

Ähnlich wie Freiräume für Journalismus.

Journalistische Qualität – der Türöffner zu den Redaktionen
Journalistische Qualität – der Türöffner zu den RedaktionenJournalistische Qualität – der Türöffner zu den Redaktionen
Journalistische Qualität – der Türöffner zu den Redaktionen
PR- & Redaktionsbüro SPIERLING
 
Die Content Maturity Matrix
Die Content Maturity MatrixDie Content Maturity Matrix
Die Content Maturity Matrix
ScribbleLive
 
Interne kommunikation im fokus 2013 01
Interne kommunikation im fokus 2013 01Interne kommunikation im fokus 2013 01
Interne kommunikation im fokus 2013 01
Ulrich Hinsen
 
Checkliste Corporate Newsroom
Checkliste Corporate NewsroomCheckliste Corporate Newsroom
Checkliste Corporate Newsroom
Bernet Relations
 
Content Stratege auf dem Stellenmarkt
Content Stratege auf dem StellenmarktContent Stratege auf dem Stellenmarkt
Content Stratege auf dem Stellenmarkt
kontermann
 
Pr Outsourcing
Pr OutsourcingPr Outsourcing
Pr Outsourcing
hdm08
 
Mehr Gäste durch das Web
Mehr Gäste durch das WebMehr Gäste durch das Web
Mehr Gäste durch das Web
Angelika Röck
 
Online texten-für-pr andreas-gnann-abp_11-08-29
Online texten-für-pr andreas-gnann-abp_11-08-29Online texten-für-pr andreas-gnann-abp_11-08-29
Online texten-für-pr andreas-gnann-abp_11-08-29
andreasgnann
 
Social Media in der beruflichen Bildung
Social Media in der beruflichen BildungSocial Media in der beruflichen Bildung
Intelligente Informationen
Intelligente InformationenIntelligente Informationen
Intelligente Informationen
TANNER GmbH
 
Webcontent - Wer nichts zu sagen hat bleibt draussen
Webcontent - Wer nichts zu sagen hat bleibt draussenWebcontent - Wer nichts zu sagen hat bleibt draussen
Webcontent - Wer nichts zu sagen hat bleibt draussen
Namics – A Merkle Company
 
Future Workplace: Was adidas Group Mitarbeitende, Studierende und Jungunterne...
Future Workplace: Was adidas Group Mitarbeitende, Studierende und Jungunterne...Future Workplace: Was adidas Group Mitarbeitende, Studierende und Jungunterne...
Future Workplace: Was adidas Group Mitarbeitende, Studierende und Jungunterne...
University St. Gallen
 
Vom Corporate Social Intranet zum Herzschlag der Deutschen Telekom
Vom Corporate Social Intranet zum Herzschlag der Deutschen TelekomVom Corporate Social Intranet zum Herzschlag der Deutschen Telekom
Vom Corporate Social Intranet zum Herzschlag der Deutschen Telekom
Deutsche Telekom AG
 
Case Study Censhare
Case Study CenshareCase Study Censhare
Case Study Censhare
AndreaBernardTHESPAR
 
Mit Social Business zum vernetzten Unternehmen.
Mit Social Business zum vernetzten Unternehmen.Mit Social Business zum vernetzten Unternehmen.
Mit Social Business zum vernetzten Unternehmen.
Communardo GmbH
 
ModernRE 2018: It's Method Time - diese 5 Techniken gehören im digitalen Zeit...
ModernRE 2018: It's Method Time - diese 5 Techniken gehören im digitalen Zeit...ModernRE 2018: It's Method Time - diese 5 Techniken gehören im digitalen Zeit...
ModernRE 2018: It's Method Time - diese 5 Techniken gehören im digitalen Zeit...
Christopher Schulz
 
Interview kressreport 10.2014
Interview kressreport 10.2014Interview kressreport 10.2014
Interview kressreport 10.2014
Sascha Adam
 
Führung 2.0 mit Communote: Best Practices für erfolgreiche Führungskommunikation
Führung 2.0 mit Communote:Best Practices für erfolgreiche FührungskommunikationFührung 2.0 mit Communote:Best Practices für erfolgreiche Führungskommunikation
Führung 2.0 mit Communote: Best Practices für erfolgreiche Führungskommunikation
Communote GmbH
 
Web Content - Wer nichts zu sagen hat, bleibt draussen
Web Content - Wer nichts zu sagen hat, bleibt draussenWeb Content - Wer nichts zu sagen hat, bleibt draussen
Web Content - Wer nichts zu sagen hat, bleibt draussen
Michael Rottmann
 

Ähnlich wie Freiräume für Journalismus. (20)

Journalistische Qualität – der Türöffner zu den Redaktionen
Journalistische Qualität – der Türöffner zu den RedaktionenJournalistische Qualität – der Türöffner zu den Redaktionen
Journalistische Qualität – der Türöffner zu den Redaktionen
 
Die Content Maturity Matrix
Die Content Maturity MatrixDie Content Maturity Matrix
Die Content Maturity Matrix
 
Interne kommunikation im fokus 2013 01
Interne kommunikation im fokus 2013 01Interne kommunikation im fokus 2013 01
Interne kommunikation im fokus 2013 01
 
Checkliste Corporate Newsroom
Checkliste Corporate NewsroomCheckliste Corporate Newsroom
Checkliste Corporate Newsroom
 
Content Stratege auf dem Stellenmarkt
Content Stratege auf dem StellenmarktContent Stratege auf dem Stellenmarkt
Content Stratege auf dem Stellenmarkt
 
Pr Outsourcing
Pr OutsourcingPr Outsourcing
Pr Outsourcing
 
Mehr Gäste durch das Web
Mehr Gäste durch das WebMehr Gäste durch das Web
Mehr Gäste durch das Web
 
Online texten-für-pr andreas-gnann-abp_11-08-29
Online texten-für-pr andreas-gnann-abp_11-08-29Online texten-für-pr andreas-gnann-abp_11-08-29
Online texten-für-pr andreas-gnann-abp_11-08-29
 
Social Media in der beruflichen Bildung
Social Media in der beruflichen BildungSocial Media in der beruflichen Bildung
Social Media in der beruflichen Bildung
 
Intelligente Informationen
Intelligente InformationenIntelligente Informationen
Intelligente Informationen
 
Webcontent - Wer nichts zu sagen hat bleibt draussen
Webcontent - Wer nichts zu sagen hat bleibt draussenWebcontent - Wer nichts zu sagen hat bleibt draussen
Webcontent - Wer nichts zu sagen hat bleibt draussen
 
Future Workplace: Was adidas Group Mitarbeitende, Studierende und Jungunterne...
Future Workplace: Was adidas Group Mitarbeitende, Studierende und Jungunterne...Future Workplace: Was adidas Group Mitarbeitende, Studierende und Jungunterne...
Future Workplace: Was adidas Group Mitarbeitende, Studierende und Jungunterne...
 
Vom Corporate Social Intranet zum Herzschlag der Deutschen Telekom
Vom Corporate Social Intranet zum Herzschlag der Deutschen TelekomVom Corporate Social Intranet zum Herzschlag der Deutschen Telekom
Vom Corporate Social Intranet zum Herzschlag der Deutschen Telekom
 
Case Study Censhare
Case Study CenshareCase Study Censhare
Case Study Censhare
 
Mit Social Business zum vernetzten Unternehmen.
Mit Social Business zum vernetzten Unternehmen.Mit Social Business zum vernetzten Unternehmen.
Mit Social Business zum vernetzten Unternehmen.
 
ModernRE 2018: It's Method Time - diese 5 Techniken gehören im digitalen Zeit...
ModernRE 2018: It's Method Time - diese 5 Techniken gehören im digitalen Zeit...ModernRE 2018: It's Method Time - diese 5 Techniken gehören im digitalen Zeit...
ModernRE 2018: It's Method Time - diese 5 Techniken gehören im digitalen Zeit...
 
Interview kressreport 10.2014
Interview kressreport 10.2014Interview kressreport 10.2014
Interview kressreport 10.2014
 
Führung 2.0 mit Communote: Best Practices für erfolgreiche Führungskommunikation
Führung 2.0 mit Communote:Best Practices für erfolgreiche FührungskommunikationFührung 2.0 mit Communote:Best Practices für erfolgreiche Führungskommunikation
Führung 2.0 mit Communote: Best Practices für erfolgreiche Führungskommunikation
 
Pga 03
Pga 03Pga 03
Pga 03
 
Web Content - Wer nichts zu sagen hat, bleibt draussen
Web Content - Wer nichts zu sagen hat, bleibt draussenWeb Content - Wer nichts zu sagen hat, bleibt draussen
Web Content - Wer nichts zu sagen hat, bleibt draussen
 

Freiräume für Journalismus.

  • 1. Freiräume für Journalismus 1 © 2007-2014 Marian Semm
  • 2. Marian Semm Freiräume für Journalismus Türkheim, Herbst 2014 Mehr Kapazität für die Inhalte-Erstellung. Automatisierung und Standardisierung von Routinearbeiten in der Redaktion. Ein Optimierungsprogramm für Zeitungen, Zeitschriften, Fachinformationen und Informationsdienstleister. 2 © 2007-2014 Marian Semm
  • 3. Was Journalismus braucht. Der Anspruch. „Der Content ist das wichtigste.“ (Christian Lindner, Rhein- Zeitung, aus: MediumMagazin 2013) „Journalisten und Medienschaffende sind mehr als Zeilenhuren, Content-Schubsen und Kästchen-Jongleure, mehr als fucking Presstitutes! [...] Guter Journalismus braucht Freiräume, blühende Spielwiesen für Leidenschaft und Herzblut!“ (Bastian Schlange, Ruhrbarone) „Auf der Inhaltsseite müssen die besten Köpfe sitzen.“ (Christoph Grote, OVZ, aus: MediumMagazin 2013) „Es sind immer noch, um ein paar Dinge zu nennen, Recherche und Redlichkeit, Ausdrucksfähigkeit und Unabhängigkeit, die die Arbeit eines Journalisten prägen sollten. Wer über Journalismus und dessen Wandel redet, der muss also über Inhalte reden “ (Stefan Aigner, Journalist/Blogger, Regensburg) 3 © 2007-2014 Freiräume für Journalismus Marian Semm
  • 4. Was Journalismus braucht. Der Anspruch. „Guter Journalismus braucht Zeit. Eine Idee, ein Text, ein Satz müssen reifen können. Wie guter Wein. Du kannst noch so gute Trauben haben, wenn du ihnen keine Zeit lässt, dann wars das. Sauser statt Cabernet. Und wir alle wissen, wofür die Menschen mehr bezahlen.“ (Anna Miller, Journalistin und „Das wichtigste für den Erfolg von Bezahlinhalten sind individuelle Inhalte, die der Leser nirgendwo anders bekommt.“ (Houben, Renner, Lindner, Besser Online 2013) „Der Journalismus könnte durch die Autorin, Die Zeit, SZ Magazin, u. a.) Möglichkeiten des multimedialen Storytellings revolutioniert werden – wenn Redaktionen nur mehr Zeit und Geld investieren würden.“ (Isabelle Buckow, Freie Journalistin, Süddeutsche Zeitung, u. a.) „Nicht das Medium ist das wichtigste, sondern der Inhalt.“ (Bascha Mika, Frankfurter Rundschau, Medientage 2014) 4 © 2007-2014 Freiräume für Journalismus Marian Semm
  • 5. Wenn es stimmt, dass die Inhalte das Sahnetörtchen sind, dann stört mich eins: Immer wenn ich Redaktionskapazitäten durchzähle, finde ich in den Redaktionen den Großteil der Mitarbeiter nicht mit Inhalten beschäftigt, sondern mit dem Drumherum: Layout, Produk-tion, Präsentation, Organisation, Führung, Planung, Routinearbeiten. Sollten konsequen-terweise nicht die Inhalte den größten Raum in der Redaktionsarbeit einnehmen? Und müssten wir nicht die technischen und organisatorischen Möglichkeiten maximal nutzen und alle Aufgaben so schlank wie möglich um die Inhalteerstellung herum organisieren? 5 © 2007-2014 Marian Semm Freiräume für Journalismus Die Idee.
  • 6. Beobachtungen 1993–2014. § Seiten oder Seitenteile werden manuell angelegt, obwohl Planungssystem und Redaktionssystem das automatisch könnten. § Inhalte der Website werden manuell platziert – teilweise auch nach festgelegten Regeln, von denen aber nicht abgewichen werden darf. § Die Seiten sehen an vielen Tagen gleich aus – Routine des Editors. § Daten werden manuell hin- und hergetragen. Notdienste, Veranstaltungen, Gottesdienste, Sporttabellen. Kalenderinhalte, Planungsdaten, Einsatzpläne. Copy-Paste. Abtippen aus öffentlichen Quellen, die auch elektronisch verfügbar sind. § An vielen Stellen werden die Produkte regelmäßig neu erfunden – auch wenn Inhalte wiederverwendet werden. § In untergeordnete Inhalte fließt hoher Aufwand. § E-Mails werden zigfach weitergeleitet, Anhänge gehen verloren. § Standardanfragen werden individuell beantwortet, Vorlagen nicht genutzt. § Erwartungen an externe Quellen werden nicht formuliert. § Externe Quellen (freie Mitarbeiter, Vereine, öffentliche Einrichtungen) werden nicht zielgerichtet und geplant betreut. 6 © 2007-2014 Freiräume für Journalismus Marian Semm
  • 7. Der Ansatz des Freiraum-Programms. Wir unterteilen die Aufgaben der Redaktion in einzelne Pakete und und ordnen sie zu: Für diese Aufgaben nutzen wir die zusätzlichen Freiräume. ...bedarf zwar des menschlichen Eingriffs, lässt sich aber gut durch Muster beschreiben. Diese Aufgaben werden wir standardisieren. ... kann teilweise oder vollständig durch den Einsatz von Technik erledigt werden. Diese Aufgaben werden wir automatisieren. ...muss zwingend ein Journalist erledigen — oder ein Redaktions-assistent, Infografiker, Programmierer etc. 7 © 2007-2014 Freiräume für Journalismus Marian Semm Foto: © Cherries - Fotolia.com
  • 8. Wie lassen sich die Freiräume nutzen? § Qualität. § Schwerpunktthemen und andere profilbildende Inhalte. § Mehr Perspektiven. § Opulenz. § Aufwändige Darstellungsformen. § Experimente. § Höhere Eigenanteile in den Produkten. § Mehr Kapazität für zielgerichteten Umgang mit freien Mitarbeitern, Vereinen, öffentlichen Quellen. § Andere Dinge, die heute unter dem Motto stehen: „Wenn wir nur mehr Zeit hätten, dann würden wir...“ 8 © 2007-2014 Freiräume für Journalismus Marian Semm
  • 9. Das Werkzeug. ? individuell standardisiert automatisiert manuell In welchen Quadranten liegen die Tätigkeiten der Redaktion heute? § Planung § Seitenanlage § Layout § Inhalteerstellung § Infografik, Illustration § Sporttabellen/ Veranstaltungen § Honorar und Archiv § Umbauseiten § Posteingang § Postausgang Und wo wären sie gut aufgehoben? 9 © 2007-2014 Freiräume für Journalismus Marian Semm
  • 10. Freiraum entsteht durch die Automatisierung und Standardisierung von Aufgaben. individuell standardisiert automatisiert manuell Viele Routineaufgaben lassen sich durch Regeln beschreiben, als Muster vorbereiten, durch Skripts und andere technischen Werkzeuge automatisie-ren oder zumindest systematisieren. Bestehende Systematiken lassen sich weiter treiben als bisher. Dadurch werden Journalisten, Assistenten, Gestalter und andere entlastet. 10 © 2007-2014 Freiräume für Journalismus Marian Semm
  • 11. Jedes Thema wird an seine Realisierungsgrenze geführt, Beispiel: e-Mail. Regelbasierte Weiterleitung (Absender/Schlüsselwort) Semantische Analyse Auto-Verarbeitung Auto-Systemimport Antwort/Anfrage mit Textbausteinen individuell standardisiert automatisiert manuell Jede Mail ist eine Chance für einen guten Eindruck und Ausdruck guter Zusammenarbeit. Aber bedeutet das, dass wir jede eingehende Mail durch zig Instanzen leiten sollten und jede ausge-hende Mail von Hand schnitzen müssen? 11 © 2007-2014 Freiräume für Journalismus Marian Semm
  • 12. Freiraum für Gegenwart und Zukunft. 2015 2016 2017 2018 ... individuell standardisiert automatisiert manuell Durch die Automatisie-rung und Standardisie-rung verschafft sich die Redaktion nicht nur in der Gegenwart Freiräume sondern bereitet Denk-weisen, Strukturen und Systematiken für kom-mende Entwicklungen vor. 12 © 2007-2014 Freiräume für Journalismus Marian Semm
  • 13. Beispiele für die Arbeit in einer idealtypischen Redaktion (I). § Redaktionsorganisation § Minimierung von Mail-Weiterleitungen. § Vorsortierung des Mail-Eingangs und Routing. § Management/automatische Verarbeitung von Mail- Anhängen. § Textbaustein-Muster für Standardantworten. § Proaktives Management externer Quellen. § Schaffen von Übergabepunkten für strukturierte Daten in Weboberflächen. § ... 13 © 2007-2014 Freiräume für Journalismus Marian Semm
  • 14. Beispiele für die Arbeit in einer idealtypischen Redaktion (II). § Themenplanung und Inhalteerstellung § Einsatz von Agenten/Robotern bei der Themenfindung. § Konsequente Inhaltsplanung und vorausschauende Mengenbalance. Die Seitenplanung bzw. Kanalplanung beginnt bereits bei der Idee/Terminplanung. § Integration von Kalenderinhalten, Themen- und Terminplanung, Ressourcen- und Einsatzplänen. Nutzung externer Quellen. § Nutzung von internen und externen Quellen für Notdienste, Veranstaltungen, Gottesdienste, Sporttabellen. § Werkzeuge für Einsatz/Steuerung von freien Mitarbeitern. § Redaktionsweite Nutzung von Expertenkontakten. § ... 14 © 2007-2014 Freiräume für Journalismus Marian Semm
  • 15. Beispiele für die Arbeit in einer idealtypischen Redaktion (III). § Seitenproduktion Print § Automatisierte Seitenanlage für alle Medien und deren Derivate. § Gute Muster in ausreichender Variantenvielfalt für alle Seiten. § Mehrfachverwendung von Inhalten durch austauschbare Modulgruppen. § Skripts/Makros für alle wiederholten Arbeiten am Layout. § Automatisierung der Seitenproduktion für Datenbankinhalte (Notdienste, Veranstaltungen, Gottesdienste, Sporttabellen, Wetter/ Umweltdaten, Fernsehprogramm, etc.) § ... § Digital-Produktion § Nutzungsabhängige Optimierung der Website-Bestückung für Frontseite und Ressortleitseiten. § Automatische Erstellung nutzbarer Statistiken. § ... 15 © 2007-2014 Freiräume für Journalismus Marian Semm
  • 16. Ziele des Programms, Werkzeuge und Ergebnisse. Ziele des Programms „Freiräume“ § Schaffen von freien Kapazitäten für die Inhalteerstellung innerhalb der bestehenden Organisations- und Kostenstrukturen. § Identifizieren von Aufgaben, für die der personelle Aufwand in der Redaktion reduziert werden kann. § Beibehaltung oder Verbesserung der Qualität. § Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen. Werkzeuge § Fragenkatalog zu Aufbau-/Ablauforganisation. § Interviews und Feldbegleitung. § Analyse des Mail-Verkehrs. § Fragenkatalog zu Systemumgebung. § Punktueller Einsatz von Benchmarks. § Katalog mit Standardsituationen. § Entwicklung spezifischer Optimierungsthesen. Ergebnisse § Übersicht über Routinetätigkeiten der Redaktion mit Indikation des Automatisierungsgrades. § Darstellung des Potenzials einer Automatisierung/ Standardisierung und der damit ermöglichbaren Freiräume. § Darstellung des Realisierungsaufwands. § Bewertung und Ausweis von Quick-Wins. § Empfehlung. 16 © 2007-2014 Marian Semm Freiräume für Journalismus
  • 17. Projektentwicklung und Priorisierung. 17 © 2007-2014 Freiräume für Journalismus Marian Semm
  • 18. Analyse/Diagnose 18 © 2007-2014 Marian Semm Freiräume für Journalismus Der Programmablauf. § Untersuchung von Organisation, Abläufen, Systemen und Rahmenbedingungen der Redaktionsarbeit. § Focus-Interviews mit Schlüsselrollen, punktuell Feldbegleitung. § Verantwortlichkeit für Automatisierungsprozesse etc. festlegen. § Automatisierungsschritte inhaltlich und zeitlich planen. § Programmeffekte prognostizieren, ggf. simulieren und planen. Umsetzung planen § Programmieren von Skripten, Anlegen von Mustern, etc. § Einführung der Maßnahmen, Schulung, Einführungsbegleitung. § Freiräume messen und nutzen, lernen, anpassen. Umsetzung § Weitere Potenziale für die Systementwicklung dokumentieren. § Vorgemerkte Maßnahmen nach und nach umsetzen. § Erfolgsmessung, Lessons learned, neue Potenziale erkennen. Weiter-entwicklung
  • 19. FAQ Q A Benötigen wir dazu nicht neue Systeme? In der Regel lässt sich mit bestehender Technik bereits eine Menge umsetzen. Das technische System ist nur ein weiterer Faktor im Gesamt-System neben Organisation, Abläufen, Mitarbeitern. Durch das Programm „Freiräume“ werden aber auch die Anforderungen an künftige Systeme geschärft. Lohnt sich der Aufwand für das Programm? Das hängt von sehr vielen Faktoren ab, lässt sich aber am Ende der Diagnose-Phase bereits gut abschätzen und nach der Umsetzungsplanung beziffern. Wir haben seit Jahren optimiert. Finden wir da noch etwas? Ja. Die externe Perspektive hilft sehr häufig dabei, bestehende Grenzen des Denkens einzureißen und Umsetzungshürden zu identifizieren und zu überwinden. Warum mit dem Büro für Medieninnovation? Praktische Umsetzungserfahrung in Verlagen und Vorstufen-abteilungen seit 1993, erfahren in der Optimierung mit Bord-mitteln: Redaktionssysteme, Produktionssysteme, Informati-onssysteme, Workflow-Systeme, Roboter, Agenten, Überset-zer, Synchronisatoren. 19 © 2007-2014 Freiräume für Journalismus Marian Semm
  • 20. Freiraum-Ergebnisse. Verlag Maßnahme/Bereich/Ergebnis Bundesweiter Fachverlag 30 Prozent Freiraum in der Zeitschriften-/Zeitungsherstellung durch Standardisierung der Abläufe bei 30 Titeln (entspricht ca. 4 VZK). Regionale Tageszeitung Freiraum von ca. 0,5 VZK in der Service-Redaktion bereits durch erste Automatisierung eines Arbeitsschritts (weitere werden folgen). Überregionale Tageszeitung Substanzieller Freiraum durch Neuorganisation des gesamten Bildworkflows und Einführung eines Bildauftrags-, Bildagentur- und Bildarchivsystems. Projekt-ROI nach 18 Monaten. Regionale Tageszeitung Freiraum von ca. 2,5 VZK und Ermöglichen eines durchgängigen Planungsworkflows vom Termin/Idee bis zur Seite. Regionale Tageszeitung Freiraum durch Vorkalkulation von Beilagen/Sonderprodukten mit einfachem Kalkulationstool für zentralen und dezentralen Einsatz. Regionale Tageszeitung Freiraum von 0,75 VZK, Qualitätsverbesserung und niedrigere Reklamationsquote durch Automatisierung des e-paper-Workflows. 20 © 2007-2014 Freiräume für Journalismus Marian Semm
  • 21. Kundenstimme „Die von Ihnen entwickelte „Waschmaschine“ ermöglicht ein passgenaues Zusammenspiel zweier Standardsoftware-Komponenten (Outlook und Excel). Sie hat ihre Alltagstauglichkeit und ihre Stabilität über Jahre bewiesen. Besondere Kniffe sind die Zuordnung von Artikeln auf Seiten, die Stehsatzverwaltung und die zumindest in der Struktur des Tools benannten crossmedialen Ausspielkanäle. Ihre „Waschmaschine“ ist eine pragmatische Konstruktion mit maximalem Ertrag. “ (Lars Hennemann, Chef-Editor/stv. Chefredakteur, Allgemeine Zeitung/Wiesbadener Kurier, Mainz/Wiesbaden) „Marian Semm hatte am Rande der Neuorganisation unserer Redaktionsorganisation eine so einfache wie wirkungsvolle Idee, die die Erstellung von Veranstaltungsseiten immens beschleunigt. Wir können damit jetzt einen beachtlichen Teil von Routinetätigkeiten den Redaktionssystemen überlassen. Der Prozess ist jetzt einfacher, wesentlich flüssiger und wir sparen damit pro Tag zwei Arbeitstunden. “ (Stefan Reis, stv. Chefredakteur, Main-Echo, Aschaffenburg) 21 © 2007-2014 Freiräume für Journalismus Marian Semm
  • 22. ! Das Büro für Medieninnovation wurde 2007 gegründet, um innovative Entwicklungen für Medienunternehmen aufzugreifen, anzupassen und umzusetzen. Gründer des Büros ist Marian Semm, mehr als 20 Jahren in der Medienbranche tätig mit zehn Jahren Erfahrung in Linien- und Führungsfunktionen sowie zwölf Jahren in der Unternehmensberatung. In diesen Funktionen wurden nicht nur eine Reihe von Strategien und Umsetzungskonzepte für Systemeinführungen, Reorganisationen und Relaunches entwickelt, sondern auch viele praktische kleine Werkzeuge, die das Leben im Redaktions- und Verlagsalltag immens erleichtern. 22 © 2007-2014 Marian Semm Freiräume für Journalismus
  • 23. Das Beratungsportfolio des Büros für Medieninnovation. § Innovationsprogramm Medienwebsite § Relaunchbegleitung Zeitung/Zeitschrift/Website § SEO, SEM, SMO, Websiteoptimierung § Wissensmanagement / Semantic Web Technologies § Prozessmanagement im Verlag / BPMN 2.0 / Signavio-Tools § Informationsarchitektur/Data Architektur § Freiräume für Journalismus § Praxiswerkstatt Themen- und Terminplanung § Praxisnahes Redaktionscontrolling § Fitnessprogramm Verlagsprozesse § Big Data für Verlage § Innovationsprogramme Redaktionssysteme und Verlagssysteme § Systemauswahl 23 © 2007-2014 Freiräume für Journalismus Marian Semm
  • 24. Projekte in den Branchen Media... 24 © 2007-2014 Freiräume für Journalismus Marian Semm
  • 25. ... noch mehr Media, Logistik und Retail. 25 © 2007-2014 Freiräume für Journalismus Marian Semm
  • 26. Marian Semm Büro für Medieninnovation Josef-Dachser-Straße 2b D-86842 Türkheim-Irsingen Tel. +49 | 8245 | 9 66 89 56 Fax. +49 | 8245 | 9 66 89 57 Mobil +49 | 151 | 54 60 41 53 Skype sam2810 www.marian-semm.de www.facebook.com/marian.semm www.twitter.com/marian.semm info@marian-semm.de 26 © 2007-2014 Marian Semm Freiräume für Journalismus