Digitale City am Beispiel des Deutschen Historischen Museums
                     Claudia Hentschel, Marcel Buchmann, Ragnar Balzer


Das Deutsche Historische Museum prasentiert sich in zwei Gebauden zum einen im einzigartigen
barocken „Zeughaus“ aus dem Jahre 1730 und in der angrenzenden modernen Ausstellungshalle
des chinesisch-amerikanischen Architekten Ioeh Minh Pei. Das fast 300-jahrige Zeughaus ist der
bedeutendste erhaltene Barockbau in Berlin und das alteste Gebaude Unter den Linden. 1831 ist
das Zeughaus erstmals als „Museum“ fur die Öffentlichkeit zuganglich gemacht wurden. 2008
wurde es in eine Stiftung des offentlichen Rechts umgewandelt. Hauptfinanzier ist die
Bundesrepublik Deutschland. Zu den Herausragenden Alleinstellungsmerkmalen gehort die
Önline-Datenbank, welche die großte Datenbank Deutschlands ist und Umfasst fast das gesamte
Inventar mit vielen Informationen. (vgl. Beutin und Gunther 2012)
2006 wurde hier die Standige Ausstellung „Deutsche Geschichte in Bildern und Zeugnissen“
eroffnet, die die wechselvolle und spannungsreiche 2.000jahrige deutsche Geschichte im
europaischen Zusammenhang vermittelt. 8.000 ausgewahlte Exponate mit einmaligem
historischen Zeugniswert aus den Sammlungen des Deutschen Historischen Museums zeigen auf
8.000 Quadratmetern ein lebendiges und anschauliches Bild der Vergangenheit. Die Öbjekte aus
nahezu allen Bereichen des historischen Erbes dienen nicht nur zur bloßen Illustration, sondern
werden als eigenwertige Geschichtszeugnisse, ausgehend von ihrem jeweiligen
Zeugnischarakter, vorgestellt, erlautert und in ubergreifende Kontexte eingeordnet. Gezeichnet
wird eine Darstellung von deutscher Geschichte im internationalen Kontext, die die vielfaltigen
Vorgange des Austausches und der politischen wie auch kulturgeschichtlichen Vernetzung mit
den Nachbarstaaten berucksichtigt. Erganzt wird die Standige Ausstellung durch wechselnde
Sonderausstellungen in dem faszinierenden Ausstellungsgebaude des chinesisch-
amerikanischen Architekten I. M. Pei. Der großzugige Neubau mit einem Eingangsbereich aus
Glas und Stahl und einer auffalligen Treppenspindel wurde 2003 eroffnet. Auf vier Ebenen
werden pragende Ereignisse und Facetten deutscher Geschichte in vielfaltigen
Sonderausstellungen prasentiert. Neben einem separaten Eingang ist die Ausstellungshalle auch
uber den Innenhof des Zeughauses zu erreichen. Dieses architektonische Kleinod des
Zeughauses mit den 22 Gigantenmasken von Andreas Schluter erhielt im Zuge des Neubaus der
Ausstellungshalle von I. M. Pei eine glaserne Uberdachung. (vgl. Beutin und Gunther 2012)
Das Deutsche Historische Museum verfugt uber mehrere Systeme aus dem Web 2.0. Das
Deutsche Historische Museum bietet sein Panorama-Prasentationssystem (DHM-PPS) zu
kostenfreiem Download und kostenfreier Nutzung an. Im Bildschirmschoner-Modus dreht sich
ein Panorama eigenstandig auf Ihrem Bildschirm um 360 Grad. Anschließend wird die nachste
Rundumsicht prasentiert. LeMÖ ist ein Gang durch die deutsche Geschichte von der Mitte des 19.
Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Das Angebot verknupft informative Texte mit musealen
Öbjekten sowie Film- und Tondokumenten und vermittelt so ein umfassendes Bild von
Geschichte. Die PC-Stationen sind ein gemeinsames Projekt des Deutschen Historischen
Museums und des Instituts fur Europaische Geschichte Mainz sowie der Fachhochschule Mainz.
Sie basieren auf dem ebenfalls gemeinsam erarbeiteten historisch-geographischen
Informationssystem HGIS-Germany (www.hgis-germany.de). HGIS Germany ist ein Önline-
Angebot, das auf Flachenbasis aufgebaut ist und die Entwicklung der Mitgliedstaaten des
Deutschen Bundes bzw. des Norddeutschen Bundes und des Deutschen Reiches von 1820 bis
1914 abbildet. Es verbindet damit Informationen zu Raum und Zeit in einem
Informationssystem. Ein Großteil der Abbildungen stammt aus den Bestanden des Deutschen
Historischen Museums. Hauptforderer war die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung,
zusatzlich das Land Rheinland-Pfalz. (vgl. DHM.de 2013) Zudem bietet das DHM auch Blogs an,
darunter „Verfuhrung Freiheit. Kunst in Europa seit 1945“, dieses beschreibt den sich seit 1945
bestehenenden und sich oermanent neubildenden Krisenzustand in Deutschland. Themen dabei
sind zum Beispiel Konsum, Umwelt, Nachhaltigkeit und die Verfuhrung Freiheit.
… D&D Fallbeispiel:




Literaturquellen:
Beutin und Gunther, (2012), Deutsches Historisches Museum, Internet, kunst-und-kultur.de,
Stand: 18.01.2013
Monika Flacke, Henry Meyric Hughes, Ulrike Schmiegelt, (2012), Verfuhrung Freiheit. Kunst in
Europa seit 1945, Internet, http://www.dhm.de/ausstellungen/verfuehrung-freiheit/blog/ ,
Stand: 18.01.2013

Dhm&web2 text baltzer_buchmann_henschel

  • 1.
    Digitale City amBeispiel des Deutschen Historischen Museums Claudia Hentschel, Marcel Buchmann, Ragnar Balzer Das Deutsche Historische Museum prasentiert sich in zwei Gebauden zum einen im einzigartigen barocken „Zeughaus“ aus dem Jahre 1730 und in der angrenzenden modernen Ausstellungshalle des chinesisch-amerikanischen Architekten Ioeh Minh Pei. Das fast 300-jahrige Zeughaus ist der bedeutendste erhaltene Barockbau in Berlin und das alteste Gebaude Unter den Linden. 1831 ist das Zeughaus erstmals als „Museum“ fur die Öffentlichkeit zuganglich gemacht wurden. 2008 wurde es in eine Stiftung des offentlichen Rechts umgewandelt. Hauptfinanzier ist die Bundesrepublik Deutschland. Zu den Herausragenden Alleinstellungsmerkmalen gehort die Önline-Datenbank, welche die großte Datenbank Deutschlands ist und Umfasst fast das gesamte Inventar mit vielen Informationen. (vgl. Beutin und Gunther 2012) 2006 wurde hier die Standige Ausstellung „Deutsche Geschichte in Bildern und Zeugnissen“ eroffnet, die die wechselvolle und spannungsreiche 2.000jahrige deutsche Geschichte im europaischen Zusammenhang vermittelt. 8.000 ausgewahlte Exponate mit einmaligem historischen Zeugniswert aus den Sammlungen des Deutschen Historischen Museums zeigen auf 8.000 Quadratmetern ein lebendiges und anschauliches Bild der Vergangenheit. Die Öbjekte aus nahezu allen Bereichen des historischen Erbes dienen nicht nur zur bloßen Illustration, sondern werden als eigenwertige Geschichtszeugnisse, ausgehend von ihrem jeweiligen Zeugnischarakter, vorgestellt, erlautert und in ubergreifende Kontexte eingeordnet. Gezeichnet wird eine Darstellung von deutscher Geschichte im internationalen Kontext, die die vielfaltigen Vorgange des Austausches und der politischen wie auch kulturgeschichtlichen Vernetzung mit den Nachbarstaaten berucksichtigt. Erganzt wird die Standige Ausstellung durch wechselnde Sonderausstellungen in dem faszinierenden Ausstellungsgebaude des chinesisch- amerikanischen Architekten I. M. Pei. Der großzugige Neubau mit einem Eingangsbereich aus Glas und Stahl und einer auffalligen Treppenspindel wurde 2003 eroffnet. Auf vier Ebenen werden pragende Ereignisse und Facetten deutscher Geschichte in vielfaltigen Sonderausstellungen prasentiert. Neben einem separaten Eingang ist die Ausstellungshalle auch uber den Innenhof des Zeughauses zu erreichen. Dieses architektonische Kleinod des Zeughauses mit den 22 Gigantenmasken von Andreas Schluter erhielt im Zuge des Neubaus der Ausstellungshalle von I. M. Pei eine glaserne Uberdachung. (vgl. Beutin und Gunther 2012) Das Deutsche Historische Museum verfugt uber mehrere Systeme aus dem Web 2.0. Das Deutsche Historische Museum bietet sein Panorama-Prasentationssystem (DHM-PPS) zu kostenfreiem Download und kostenfreier Nutzung an. Im Bildschirmschoner-Modus dreht sich ein Panorama eigenstandig auf Ihrem Bildschirm um 360 Grad. Anschließend wird die nachste Rundumsicht prasentiert. LeMÖ ist ein Gang durch die deutsche Geschichte von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Das Angebot verknupft informative Texte mit musealen Öbjekten sowie Film- und Tondokumenten und vermittelt so ein umfassendes Bild von Geschichte. Die PC-Stationen sind ein gemeinsames Projekt des Deutschen Historischen Museums und des Instituts fur Europaische Geschichte Mainz sowie der Fachhochschule Mainz. Sie basieren auf dem ebenfalls gemeinsam erarbeiteten historisch-geographischen Informationssystem HGIS-Germany (www.hgis-germany.de). HGIS Germany ist ein Önline- Angebot, das auf Flachenbasis aufgebaut ist und die Entwicklung der Mitgliedstaaten des Deutschen Bundes bzw. des Norddeutschen Bundes und des Deutschen Reiches von 1820 bis 1914 abbildet. Es verbindet damit Informationen zu Raum und Zeit in einem Informationssystem. Ein Großteil der Abbildungen stammt aus den Bestanden des Deutschen Historischen Museums. Hauptforderer war die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung,
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    zusatzlich das LandRheinland-Pfalz. (vgl. DHM.de 2013) Zudem bietet das DHM auch Blogs an, darunter „Verfuhrung Freiheit. Kunst in Europa seit 1945“, dieses beschreibt den sich seit 1945 bestehenenden und sich oermanent neubildenden Krisenzustand in Deutschland. Themen dabei sind zum Beispiel Konsum, Umwelt, Nachhaltigkeit und die Verfuhrung Freiheit. … D&D Fallbeispiel: Literaturquellen: Beutin und Gunther, (2012), Deutsches Historisches Museum, Internet, kunst-und-kultur.de, Stand: 18.01.2013 Monika Flacke, Henry Meyric Hughes, Ulrike Schmiegelt, (2012), Verfuhrung Freiheit. Kunst in Europa seit 1945, Internet, http://www.dhm.de/ausstellungen/verfuehrung-freiheit/blog/ , Stand: 18.01.2013