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Die erfolgreiche
w i s s e n s w e r t I a n d e r s I u n t e r h a l t s a m I a k t u e l l I m o d e r n
D a s M a g a z i n f ü r d i e P h a r m a z e u t i s c h - t e c h n i s c h e A s s i s t e n t i n
Ausgabe 02-2016 www.ratiopharm.dePTA
Strahlender
BlickAugenpflege mit Hyaluron
Rücken-
schmerzen
Kunden richtig verstehen
Matrix-
pflaster
Sicher mit guter Beratung
Susanne Schaffner,
31 Jahre, PTA,
Dermokosmetikerin und
Ernährungsberaterin
in der Vivas Apotheke
in Sulingen
2	 ratiopharm I 02.2016
Liebe Leserinnen
und Leser,
Editorial Kolumne
	 ratiopharm I 02.2016 3
Gruß aus der Hexenküche
Heute schon kräftig gerührt?
Unter uns gesagt …
Nicht jeder mag die Rezeptur. Ich schon. Eigentlich.
Denn manchmal ist das Labor die reinste ‚Hexenkü-
che‘ und das Anrühren von Salben & Co nicht nur
von ‚Magie‘ begleitet.
Es fängt damit an, dass einem ein Kunde erwar-
tungsvoll ein Rezept in die Hand drückt. „Ich muss
noch was besorgen und bin in zehn Minuten wieder
da. Dann kann ich’s doch abholen, oder? Ist ja nur
eine kleine Tube, hat der Arzt gesagt.“ Ähm ja, denke
ich, ganz so einfach ist es nicht. Stattdessen sage ich
laut: „Keine Umstände, unser Bote bringt es Ihnen
einfach am Nachmittag vorbei!“
Aber was soll mir das Gekritzel bloß sagen? Ich sage
nur ‚Mediziner-Schrift‘! Wenn ich mixen würde, was
mir manche Hieroglyphen zu verstehen geben, dann
würde die Rezeptur wirklich zur ‚Hexenküche‘ wer-
den. Also ran ans Telefon, Charme ausgepackt und
erst mal den Arzt ‚bezaubert‘.
Sind dann auch noch alle Protokolle und Unterschrif-
ten in der Apotheke eingesammelt, könnte das ‚Kö-
cheln‘ beginnen. Aber ist im ‚Giftschrank‘ auch alles
vorrätig? Nein, wäre ja zu schön gewesen. Warten wir
also auf den Kurier, der die aberwitzig große Min-
destbestellmenge jener Substanz bringen wird, von
welcher nicht mal ein halbes Gramm benötigt wird.
So ist das mit „kleine Menge, große Wirkung“.
Eine Substanz fehlt natürlich immer dann, wenn sich
die Rezepte förmlich stapeln. Das wird ein Gerühre
werden! So arbeite ich nicht nur in einer ‚Hexenkü-
che‘ – ich kann auch orakeln: Morgen ist Muskelkater
angesagt. Und während vorne am HV-Tresen die
Hölle los ist, koche ich hinten meine ‚Suppe‘ - und
rühre dabei, was das Zeug hält. Ein Königreich für
eine Rührmaschine! Wäre ein Hautarzt direkt um
die Ecke, gäb‘s die wohl auch. So gibt‘s morgen eben
einen lahmen Arm.
Eine Weile muss ich daher die Rufe, ob ich nicht
vorne mithelfen könne, mit dem Verweis auf den
Rührbedarf abwehren. Doch dann siegt die
‚gute Fee‘ in mir. Weil sowieso gerade eine
Mixtur abkühlen muss, flitze ich nach
vorne. Dumm nur, wenn man vergessen
hat, Handschuhe, Mundschutz und
Schutzbrille abzulegen: Erst der ent-
geisterte Blick eines Kunden erinnerte
mich vor kurzem daran, in welch selt-
samen Aufzug ich gerade vor ihm stand.
Er brauchte übrigens eine Salbe, die wir ihm „viel
besser und vor allem cremiger anrühren“ würden
als andernorts. Ob wir da eine geheime Zutat bei-
mischen würden? Ich gestehe, ich hab es bei einem
halbherzigen Erklärungsversuch belassen, dass
angesichts einer festgelegten Rezeptur hier wie dort
das gleiche in die Tube käme.
Heikel wird’s, wenn einem der Kunde statt einem Rezept
eine mit ominösen Salbenresten garnierte Mini-Tube
entgegenhält: „Genau das bräuchte ich noch mal!“
Gedanklich hole ich schon mal Handschuhe, Mundschutz
und Schutzbrille und sage laut: „Aber gerne. Das muss
aber extra angerührt werden.“ Enttäuschung pur: „Dann
kann ich’s nicht gleich abholen? Ist doch nur eine kleine
Tube.“ Ähm ja, denke ich, ganz so einfach ist es nicht.
Stattdessen sage ich: „Keine Umstände, unser Bote
bringt es Ihnen einfach am Nachmittag vorbei!“
Den Rest kennt Ihr ja…
Herzliche Grüße,
Eure PTA-Kollegin und
aktuelles Titelgesicht
Susanne Schaffner
der Blickkontakt ist in der Offizin häufig der Einstieg
in ein erfolgreiches Beratungsgespräch. Ein offener
Blick zeigt Aufmerksamkeit und Verständnis, und
zwar auf beiden Seiten des HV-Tisches. Lesen Sie auf
Seite 4, was zu einer emotional positiven Kundenbe-
treuung gehört und welchen Strukturen ein erfolgrei-
ches Gespräch mit Schmerzpatienten folgen sollte.
Die Gesundheit unserer Augen können wir mit dem
Wirkstoff Hyaluron unterstützen. In Deutschland sind
bereits 10 Millionen Menschen von trockenen Augen
betroffen, ausgelöst durch Zugluft, Klimaanlagen oder
Arbeit am Computer. Mit welcher Empfehlung Sie den
Menschen, die unter trockenen Augen leiden, am bes-
ten helfen, erfahren Sie auf Seite 7.
Außerdem in dieser Ausgabe:
Was ist zu beachten bei der Anwendung eines Fentanyl
Matrixpflasters? Nicht nur, weil es der Betäubungsmit-
telverordnung unterliegt, ist der Beratungsbedarf sehr
hoch. Die sichere Anwendung spielt bei der kontinuier-
lichen Schmerzlinderung eine besondere Rolle (Seite 8).
ratiopharm unterstützt Sie gerne bei diesen und
weiteren Themen: Mit Videos, e-Learnings oder
Seminaren – Lesen Sie Seite 11 oder besuchen Sie uns
auf www.ratiopharm-campus.de
Außerdem wartet auf der letzten Seite wieder ein inter-
essantes Wissensspiel mit einem tollen Gewinn auf Sie.
Und nicht vergessen:
Ein aufmunternder Blick für die Kollegin hat immer
ein positive Wirkung!
Viel Spaß beim Lesen wünscht
Ihre
Karin Theobald
Senior Produktmanagerin OTC
Themen-Special Themen-Special
	 ratiopharm I 02.2016 54 ratiopharm I 02.2016
Durchschnittlich haben zwei von drei Erwachsenen mindestens
einmal im Jahr Rückenschmerzen. Dabei lassen sich nur
15 Prozent der Fälle einer eindeutigen Ursache zuordnen.
Der mit 85 Prozent weitaus höhere Anteil der Rücken-
beschwerden ist nicht-spezifischen Ursprungs.
40 Prozent der Betroffenen leiden an chroni-
schen Rückenschmerzen. Resultierend
aus der hohen Zahl an Patienten werden
jährlich allein in Deutschland
109 Millionen Packungen rezept-
freie Schmerzmittel verkauft.
Emotionale Kun-
denbetreuung
Damit Betroffene
nicht „irgendein“
Präparat nehmen,
bedürfen sie einer
kompetenten Beratung. In
jedem Beratungsgespräch wird auf zwei
Ebenen kommuniziert. Der Kunde nimmt dabei zu
80 Prozent emotionale Eindrücke auf und nur zu 20 Prozent
rationale Informationen. Eine emotional positive Kundenbetreuung steht
also im Vordergrund. Fühlt der Patient sich verstanden, nimmt er Ihre
rationale Empfehlung gerne an.
Volkskrankheit Rückenschmerzen
Schmerz-
patienten richtig
verstehen und
beraten
Praxistipp:
Argumentationshilfen für jeden Tag
Eine ältere Dame kommt in die
Apotheke und bittet um ein Präparat
gegen Rückenschmerzen.
PTA: Benötigen Sie das Medikament
für sich oder für jemand anderen?
Kundin: Ich brauche es für mich.
PTA: Welche Beschwerden haben
Sie und wo genau tut es weh?
Kundin: Es ist so ein dumpfer, drü-
ckender Dauerschmerz am Rücken,
vor allem an der Lendenwirbelsäule.
PTA: Haben Sie noch weitere
Schmerzen?
Kundin: Nein.
PTA: Können Sie sagen, wie lange
Sie die Schmerzen schon haben oder
wie oft sie auftreten?
Kundin: Ich habe die Schmerzen
seitdem ich vor zwei Tagen einen
schweren Karton getragen habe.
Morgens ist es immer etwas schlim-
mer. Da ist das Aufstehen richtig
schmerzhaft. Genauso ist es, wenn ich
lange gesessen habe. Aber im Laufe
des Tages wird es besser.
PTA: Auf einer Skala von eins bis zehn:
Wie stark bewerten Sie die Schmer-
zen?
Kundin: Auf fünf – also mittelstark.
PTA: Haben Sie schon etwas gegen
die Schmerzen unternommen bzw.
waren Sie schon beim Arzt?
Kundin: Nein. Weder noch.
PTA: Entsprechend ihren Beschrei-
bungen gehe ich davon aus, dass Sie
sogenannte nicht-spezifische Rücken-
schmerzen haben. Die können vom
schweren Tragen kommen. Machen
Sie sich keine Sorgen, die gehen
wieder weg. Nehmen Sie noch andere
Medikamente? Haben Sie Allergien
oder muss ich etwas anderes bei
Ihnen beachten?
Kundin: Nein. Weder noch.
PTA: Dann empfehle ich Ihnen
Diclo-ratiopharm®
Schmerzgel. Es
ist sehr gut verträglich, da Sie es nur
auf die betroffene Stelle auftragen und
nicht den Gesamtorganismus belasten.
Tragen Sie drei Mal täglich einen
ca. 11 cm langen Strang Salbe auf.
Außerdem sollten Sie weiterhin in
Bewegung bleiben – zum Beispiel
einen täglichen Spaziergang machen.
Bei nicht-spezifischen Rückenschmer-
zen ist „Ruhen“ genau das falsche.
Sollten die Schmerzen in drei Tagen
nicht besser geworden sein, empfeh-
le ich Ihnen aber, es von einem Arzt
abklären zu lassen.
Kundin: Vielen Dank für Ihre Beratung.
Ich werde Ihren Tipps folgen und hoffe,
dass es mir schnell wieder besser geht.
Kommunikationstipp: Die Struktur des optimalen Beratungsgesprächs
1. 	Einstieg & Begrüßung
	 Patient oder Fremdkäufer?
•	 Für wen soll etwas gekauft werden?
2. Symptomermittlung
	Beschwerden:
•	 Wofür/ Welche Beschwerden?
•	 Wie lange?
•	 Wie stark?
•	 Wo genau?
	 Therapie, Medikamente:
•	 Was haben Sie schon getan?
•	 Wie gut hat es gewirkt?
•	 Waren Sie schon beim Arzt?
	 Besonderheiten:
•	 Worauf muss ich bei Ihnen noch
	achten?
3. Informationen
	 Aussprechen einer rationalen
	Therapieempfehlung!
•	 Dosierung: Anwendungshinweise
•	 Grenzen der Selbstmedikation
	 (Dauer der Anwendung)
•	 Hinweis auf häufige Wechsel - und
Nebenwirkungen
4. Tipps & Empfehlungen
	 Komplettangebot anbieten!
•	 Nutzen des Medikaments für den
	 Kunden definieren
•	Zusatzempfehlungen
•	 Tipps zur gesunden Lebensführung,
Adressen etc.
5. 	Gesprächsabschluss
•	 Sind Sie damit zufrieden?
•	 Gute Wünsche
•	 Bitte um Rückmeldung
•	Verabschiedung
Diclo-ratiopharm® Schmerzgel
Wirkstoff: Diclofenac-Natrium. Zusammensetzung: 1 g Gel enth. 10 mg Diclofenac-Natrium. Sonst. Bestandt.: Ammoniak, Carbomer 980, Decyloleat,
Natriumedetat (Ph.Eur.), Octyldodecanol (Ph.Eur.), (3-sn-Phosphatidyl)cholin (Soja), 2-Propanol (Ph.Eur.), RRR-alpha-Tocopherol, Sojaöl (Ph.Eur.),
Geruchsstoffe, Gereinigtes Wasser. Anwendungsgebiete: Für Erw.: Zur äußerl. symptomat. Behandl. von Schmerzen, Entzünd. und Schwellungen bei:
rheumatischen Erkrank. der Weichteile (Sehnen- und Sehnenscheidenentzünd., Schleimbeutelentzünd., Schulter-Arm-Syndrom, Entzünd. im Muskel-
und Kapselbereich), degenerativen Erkrank. der Extremitätengelenke und im Bereich der Wirbelsäule, Sport- und Unfallverletzungen (Verstauchungen,
Prellungen, Zerrungen). Für Jugendl. über 14 J.: Zur Kurzzeitbehandl. Zur lokalen, symptomatischen Behandl. von Schmerzen bei akuten Prellungen,
Zerrungen od. Verstauchungen infolge eines stumpfen Traumas. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gg. den Wirkstoff, Soja, Erdnuss, and. Schmerz-
und Rheumamitteln (nicht-steroidale Antiphlogistika) od. einen der sonstigen Bestandt., Pat., bei denen Asthmaanfälle, Hautausschlag od. akute Rhinitis
durch Acetylsalicylsäure od. nicht-steroidale Antiphlogistika (NSAIDs) ausgelöst werden, auf offenen Verletzungen, Entzünd. od. Infektionen der Haut
sowie auf Ekzemen od. Schleimhäuten, Kdr. und Jugendl. unter 14 J. (keine ausr. Erfahrung), letztes Drittel der Schwangerschaft. Warnhinw.: Gel enth.
(3-sn-Phosphatidyl)cholin (Soja), Sojaöl. Schwangerschaft/Stillzeit: Im 1. und 2. Schwangerschaftsdrittel nur geben, wenn dies unbedingt notwendig ist. Im
letzten Schwangerschaftsdrittel kontraind. In der Stillzeit nur unter ärztl. Rat anwenden. Nebenwirkungen: Pustelartiger Hautausschlag. Überempfind-
lichkeitsreaktionen (einschl. Urtikaria); Angioödem. Asthma. Magen-Darm-Stör. Hautausschlag, Ekzem, Erythem, Dermatitis (einschl. Kontaktdermatitis),
Pruritus, bullöse Dermatitis, Photosensibilisierung. Bei großflächiger Auftragung auf die Haut und Anw. über einen längeren Zeitraum sind NW, die ein
bestimmtes Organsystem od. auch den gesamten Organismus betreffen, nicht auszuschließen. (3-sn-Phosphatidyl)cholin (Soja) und Sojaöl können sehr
selten allergische Reaktionen hervorrufen. Dosierung: 3-mal tgl. anwenden. Max. Tagesgesamtdosis beträgt 9 g Gel. Schmerzgel wird auf die betroffenen
Körperpartien dünn aufgetragen und leicht eingerieben. Apothekenpflichtig. Stand: 4/15
Unser Produkt-Highlight
Rationale Therapie-
empfehlung
Neben der empathischen Kundenbe-
treuung ist eine rational getroffene
Therapieempfehlung im Beratungs-
gespräch von großer Bedeutung.
Diese sollte stets den aktuellen
medizinischen Leitlinien oder der
Empfehlung evidenzbasierter Studi-
en entsprechen. So bieten Sie Ihren
Patienten den derzeit sichersten
Therapieerfolg. Außerdem sollte die
Empfehlung immer individuell auf
den Patienten abgestimmt sein.
Zuverlässig bei Rücken-
schmerzen
Insbesondere bei akuten Schmerzen
im Bewegungsapparat hat sich der
Wirkstoff Diclofenac bewährt. Im
Gegensatz zu oralen Medikamenten
zeigen äußerlich anzuwendende
Präparate wie Diclo-ratiopharm®
Schmerzgel bei guter Wirksamkeit
jedoch eine wesentlich bessere
Verträglichkeit als orale Präparate:
So flutet der Wirkstoff langsam
direkt an der betroffenen Stelle an.
Dadurch wird verhindert, dass im
Blut hohe Wirkstoffspiegel ankom-
men, was zu geringeren Nebenwir-
kungen im Vergleich zu den oralen
Diclofenac-Präparaten führt. Auf-
grund seiner biochemischen Eigen-
schaften hat der Wirkstoff Diclofenac
außerdem eine Affinität zu entzün-
detem Gewebe, so dass er sich genau
dort anreichert und seine Wirkung
entfaltet. Als Liposomen-Emulsi-
onsgel – eine Weiterentwicklung
der Hydrogele – verbindet Diclo-
ratiopharm® Schmerzgel zudem die
hautpflegenden Eigenschaften einer
Creme mit dem kühlenden Effekt
eines Gels und zieht beim Auftragen
weitestgehend ein. Im Unterschied
zu anderen Schmerzgelen, die die
Haut reizen und austrocknen kön-
nen, wirken Liposomen-Emulsions-
gele dabei sogar leicht rückfettend.
Im gemeinsamen Gespräch mit dem
Kunden sollten die individuellen Vor-
teile der Produkte, wie beispielswei-
se die Hautverträglichkeit, bespro-
chen und anschließend eine für den
Kunden passende Kaufempfehlung
gegeben werden.
ratiopharm I 02.2016 7
Themen-SpecialThemen-Special
6 ratiopharm I 02.2016
Ihre Empfehlung für alle, die
>	 unter trockenen Augen leiden,
>	 Allergien haben,
>	 sich lange in klimatisierten Räumen aufhalten,
>	 harte oder weiche Kontaktlinsen tragen,
>  Augentropfen ohne den Einsatz von Konservierungsstoffen
	 12 Wochen anwenden möchten,
>	 eine kleine Flasche für unterwegs suchen,
>	 jederzeit, durch eine transparente Flasche,
	 den Inhalt im Blick haben möchten,
>	 mit Pump-Systemen und EDOs nicht zurechtkommen.
Hyaluron-ratiopharm® - Die natürliche Träne für jeden Tag
  Unsere Augen sprechen ihre ganz eigene
            Sprache und gelten als Spiegel der Seele.
Blicke können lächeln, strahlen, zustimmen
	 	            und Freude verschenken.
DasLachender Augen
Der Wirkung unserer „Augen-
Blicke“ kommt gerade im Verkaufs-
gespräch eine zentrale Bedeutung
zu. Daher lohnt es sich, dem
Gesprächspartner einige Sekunden
einen offenen Blick zu schenken,
begleitet von einem freundlichen
Lächeln. Wird der Blickkontakt von
Ihrem Gegenüber aufrechterhalten,
weiß er die Einladung zu schätzen
und nimmt sie dankend an: Der
Einstieg in eine gute Beratung.
Doch in den Augen der Kunden
können Sie oft noch viel mehr
lesen: In Deutschland sind bereits
10 Millionen Menschen von trocke-
nen Augen betroffen – Fachärzte
sprechen von einer Benetzungs-
störung. Das trockene Auge ist die
zweithäufigste Augenkrankheit in
Deutschland. Gerötete, gereizte,
tränende Augen sind die Folge –
Meist mit Juckreiz und einem
Gefühl wie „Sandpapier“ bei jedem
Lidschlag.
Auslöser ist neben Zugluft häu-
fig auch die trockene Luft durch
Klimaanlagen. Bei langen Reisen
oder Autofahrten im Sommer ist die
stundenlange Klimatisierung eine
Tortur für den Tränenfilm. Auch Pol-
len und andere Allergene machen
den Augen zu schaffen. Langes
Arbeiten am PC oder der starre
Blick auf das Smartphone, lässt
uns zu wenig blinzeln. Zehn bis
fünfzehn mal schlägt man normaler-
weise pro Minute das Augenlid auf
und zu. Wer vor dem Computer oder
vor dem Smartphone sitzt, vergisst
jedoch schnell das Blinzeln und blin-
zelt nur noch etwa ein- bis zweimal
pro Minute. Viel zu wenig - da durch
den Lidschlag der Tränenfilm gleich-
mäßig auf der Oberfläche der Augen
verteilt wird.
Wirkstoff Hyaluron
Die Ionen-Konzentration von
Hyaluron-ratiopharm ist deshalb
der natürlichen Zusammensetzung
des Tränenfilms nachempfunden
und verschafft sofort ein wohltuen-
des, erfrischendes Gefühl im Auge.
Hyaluronsäure ist ein Mehrfach-
zucker, den man auch im mensch-
lichen Körper vorfindet. Erstmals
isoliert wurde die Hyaluronsäure
aus dem Glaskörper von Rinder-
augen. Er kommt vor allem in der
Haut, den Knochen, der Gelenks-
flüssigkeit und im Glaskörper des
Auges vor. Da der Wirkstoff bis
zu einem Fünffachen seines Ge-
wichts an Wasser binden kann,
wirkt er als Feuchthalter. Das Auge
wird damit vor dem Austrocknen
geschützt. Weiterhin stabilisiert
Hyaluronsäure den Tränenfilm.
Bei ratiopharm wird die Hyaluron-
säure fermentativ (d.h. mit Hilfe
von Bakterien) gewonnen, was den
Vorteil hat, dass eine gleichblei-
bend hohe und definierte Qualität
erreicht wird. So können Sie selbst
Veganern versichern, dass das
Produkt frei von tierischen Inhalts-
stoffen ist.
Wenn der nächste Kunde Ihre
Apotheke betritt, werden Sie diesen
ganz bewusst und mit anderen
Augen sehen. Ob er Ihr „Lächeln
in den Augen“ erwidert? Seien Sie
gespannt!
Freizeit-Tipp: Wenn die Augen
vom Schwimmen und Tauchen im
Salz- oder Chlorwasser gereizt sind,
bringen die Tropfen sofort den richti-
gen Durchblick.
Perfekt getropft -
verschiedene Anwendungs-
arten führen zum Ziel:
-	 Falls die Hände zittern:
	 Die Hand auf die Stirn legen,
	 Flasche zwischen Daumen und
Zeigefinger halten und mit
leichtem Druck auf die Flasche
Tropfen entnehmen.
-	 Wenn die Kraft in den Fingern
nicht mehr reicht, kann
	 Hyaluron-ratiopharm zwischen
Daumen und angewinkelten
	 Zeigefinger gehalten werden.
-	 Für Kontaktlinsenträger:
	 Vor dem Einsetzen der harten
oder weichen Linse einen Tropfen
auf die Linse geben.
-	 Bei Anwendung vor dem Spiegel:
Kopf zur Seite legen (nicht nach
hinten) und am Augenrand ein-
tropfen.
-	 Bei „Eintropf-Angst“:
	 Auf den Rücken legen und
	 von einer Hilfsperson auf das
	 geschlossene Auge tropfen
	 lassen. Im Liegen die Augen auf-
	 machen. Der Tropfen fließt dann
langsam ins Auge.
Feingefühl ist gefragt:
Druck auf die Augentropfflasche
langsam aufbauen - dann mit Gefühl
nachjustieren bis der Tropfen kommt
Ein Tropfen pro Auge genügt!
Mehr Flüssigkeit kann das Auge
nicht aufnehmen. Überschüssige
Flüssigkeit fließt ab – Allergiker
können diesen Effekt nutzen um
lästige Allergene gleich wegzu-
spülen.
Praktisch für die tägliche
Benetzung harter und
weicher Kontaktlinsen
Der Tragekomfort von harten und
weichen Kontaktlinsen wird durch
die Benetzung entscheidend gestei-
gert. Das Ein- und Absetzen der
Kontaktlinsen ist leichter und als
„Frischekick“ sind die Tropfen auch
während des Tragens eine Wohltat.
Unter www.campus-ratiopharm.de
gibt es ein 20- minütiges Webinar mit
Hinweisen zum Praxis Know-How sowie
zahlreichen Kommunikationstipps für
die Empfehlung von Augentropfen.
Matrixpflaster in der Schmerztherapie
Eine Betäubungsmittelverordnung hat im Apothekenalltag
immer eine spezielle Priorität. Nicht nur aufgrund lückenloser
Dokumentation und der zu beachtenden Höchstmengen – auch
die Beratungshinweise zur effektiven und sicheren Anwendung
spielen hier eine besonders große Rolle.
	 ratiopharm I 02.2016 9
Themen-SpecialThemen-Special
8 ratiopharm I 02.2016
Fentanyl – ein Wirkstoff stellt sich vor
Fentanyl ist ein hochpotentes,
synthetisches Analgetikum,
das sich in seinen pharma-
kologischen Eigenschaften
vom Morphin ableitet und
damit zu den Opioiden zählt.
Bei der Behandlung starker
chronischer Schmerzen (beispiels-
weise Tumorschmerzen) wird
es als transdermales System
eingesetzt. Fentanyl unterliegt
dem Betäubungsmittelgesetz
(BtMG) und muss über ein
Betäubungsmittelrezept verordnet
werden.
Die Höchstmengen für die
Verordnung sind im § 2 der
BtMVV (Betäubungsmittel-
Verschreibungsverordnung) zu
finden.
Sicher in der BTM Abgabe?
Schulungsmaterial finden Sie bei
www.campus-ratiopharm.de  
(➔ Bibli@thek ➔ BTM Services).
Beratungsbedarf trotz
Beipackzettel
Besondere Hinweise sollten Sie im-
mer dann geben, wenn das Stichwort
„erhöhte Hauttemperatur“ im Spiel
ist. Also insbesondere bei Sonnen-
bädern, Sommerhitze, Solarien,
Sauna, Thermalbädern, aber auch
bei Wärmflaschen, Heizkissen oder
Trockenhauben beim Frisör. Eine
Temperaturerhöhung im Applika-
tionsareal kann zu Intoxikationen
durch vermehrte Resorption des
Wirkstoffs führen. Somit ist bei Fie-
ber auch immer der verschreibende
Arzt zu konsultieren. Bei der Was-
sertemperatur sollte darauf geachtet
werden, dass sie keinesfalls höher
als 37 Grad Celsius liegt.
Sichere Anwendung
Große Bedeutung hat der zeit- und
sachgerechte Pflasterwechsel. In
der ambulanten Pflege hat es sich
bewährt, Datum und Uhrzeit des
nächsten Pflasterwechsels zu notie-
ren. Die Dosierungsintervalle, alle
72 Stunden, sind für die Wirk-
stofffreigabe möglichst genau einzu-
halten. Von ratiopharm gibt es
hierzu eine Klebedokumentation
für 3 Tage-Pflaster. Sie kann im
geschlossenen Bereich unter
www.ratiopharm.de angefordert
werden.
Die „gebrauchten“ Fentanyl-Matrix-
pflaster sind nach dem Ablösen so
zu falten, dass die Wirkstofffläche
aneinander haftet. Handelt es sich
um ein Matrixpflaster, kann es
zusätzlich mit einer Schere in kleine
Streifen zerschnitten und dem
Hausmüll zugeführt werden. Gerade
wenn Kinder im Haushalt sind,
sollte darauf geachtet werden, die
gebrauchten Pflaster sicher zu ent-
sorgen. Kinder sollten auch besser
nicht sehen, wie die Pflaster aufge-
klebt werden, damit sie erst gar nicht
auf die Idee kommen, sich selbst
auch mal eines aufzukleben. Auch
Begriffe wie „Tattoo“ oder „Sticker“
sind bei so hochwirksamen Medi-
kamenten zu vermeiden. Weiter ist
Vorsicht geboten, um eine versehent-
liche Übertragung des Wirkstoffs
auf die Haut anderer Personen (zum
Beispiel während der gemeinsamen
Nutzung eines Bettes oder beim
engeren Körperkontakt) zu vermei-
den. Daher soll die Applikationsstelle
sorgfältig ausgewählt und regelmä-
ßig überwacht werden, ob sich das
Pflaster noch dort befindet.
Fakten für`s Beratungs-
gespräch:
✔	 Immer auf eine neue Klebestelle
am Oberkörper oder Oberarm
aufkleben
✔ 	Glatte, unverletzte, mit der
	 Schere ggf. enthaarte Stellen
	 sind die erste Wahl
✔ 	Reinigung der Hautstelle vor
	 dem Pflasteraufbringen und
	 auch bei geklebtem Pflaster
	 immer ohne Seife
✔ 	Haut muss vor dem Aufkleben
	 vollkommen trocken sein
✔ 	Dosierungsintervall immer
	einhalten
✔ 	Hitze, Sonneneinstrahlung,
	 Sauna etc. vermeiden
✔ 	Auf sichere Entsorgung achten
✔ 	Kinder besonders schützen
Ein ausführliches Video zur
richtigen Anwendung gibt es von
ratiopharm für Ihr Präparat
Fentanyl-ratiopharm®
Matrixpflaster.
Es steht in 10 Sprachen (Deutsch,
Englisch, Arabisch, Französisch,
Kroatisch, Polnisch, Portugiesisch,
Rumänisch, Russisch und Türkisch)
unter www.campus-ratiopharm.de
(➔ Bibli@thek ➔ BTM Services) zur
Verfügung.
Themen-Special
Wenn ein Fentanyl Matrixpflaster verordnet wird,
ist eine kontinuierliche Schmerzlinderung das Ziel.
Der Arzt setzt bei starken Schmerzen auf dieses hoch-
wirksame Medikament, weil es gleichmäßig und
langanhaltend wirkt. Die umfassende Beratung von
Patienten, Angehörigen und anwendendem Pflege-
personal ist hierbei ein sehr wichtiger Baustein für
eine gute Compliance.
Wissen bringt Therapiesicherheit
Eine geeignete Applikationsstelle ist am Oberkörper
oder an den Außenseiten der Oberarme. Die Stelle sollte
regelmäßig gewechselt werden, damit sich die Haut von
der Okklusion durch das Pflaster erholen kann.
Bevor ein neues Matrixpflaster aufgeklebt wird,
ist die neue Hautstelle vorzubereiten:
• 	Altes Pflaster entfernen und neues Hautareal
	 zum Aufkleben bestimmen
• 	Vorhandene Haare mit der Schere entfernen
	 (bitte auf Nass- und Trockenrasur verzichten,
	 das würde die Haut reizen und evtl. kleine
	 Verletzungen hinterlassen)
• 	Mit Wasser reinigen (ohne Seifenzusatz)
• 	Gut abtrocknen (mit einem Frottee- oder
	 Papiertuch die Stelle ganz trockentupfen)
• 	Nicht eincremen
Das Matrixpflaster sollte nach der Applikation
ungefähr eine Minute mit der flachen Hand fest
angedrückt werden. So fixiert wird der Wirkstoff
die nächsten drei Tage kontinuierlich freigegeben.
Mit dem Pflaster darf geduscht, dem Alltag nach-
gegangen und sogar geschwommen werden.
		Gut geklebt?
Sicher mit guter
		Beratung!
Fentanyl-ratiopharm® 12 Mikrogramm/h Matrixpflaster transdermales Pflaster, Fentanyl-ratiopharm® 25 Mikrogramm/h Matrixpflaster transdermales Pflaster, Fentanyl-ratiopharm® 50 Mikrogramm/h Matrixpflaster transdermales Pflaster,
Fentanyl-ratiopharm® 75 Mikrogramm/h Matrixpflaster transdermales Pflaster, Fentanyl-ratiopharm®
100 Mikrogramm/h Matrixpflaster transdermales Pflaster
Wirkstoff: Fentanyl. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: Jedes transdermales Pflaster setzt 12,5; 25; 50; 75; 100 Mikrogramm Fentanyl pro Std. frei. Jedes transdermale Pflaster mit 3,75 cm2; 7,5 cm2; 15 cm2; 22,5 cm2; 30 cm2 Absorptionsfläche enth. 2,063 mg; 4,125 mg; 8,25 mg;
12,375 mg; 16,5 mg Fentanyl. Sonst. Bestandt.: Klebeschicht (Matrix): Poly[(2-ethylhexyl)acrylat-co-(2-hydroxyethyl)acrylat-co-methylacrylat]. Trägerfolie: Polypropylen, blaue Drucktinte. Abziehfolie: Poly(ethylenterephthalat)folie (silikonisiert). Anwendungsgebiete: Erw.: Schwere chron.
Schmerzen, die nur mit Opioid-Analgetika adäquat behandelt werden können. Kdr.: Schwere chron. Schmerzen, die einer längeren, kontinuierl. Behandl. bedürfen, bei opioid-toleranten Kdrn. ab 2 J. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gg. den Wirkstoff od. einen der sonst. Bestandt., akute
od. postoperative Schmerzen, da eine Dosistitration bei kurzzeitiger Anw. nicht möglich ist und da eine schwere od. lebensbedrohl. Hypoventilation daraus resultieren kann, schwere Beeinträchtigung des zentralen Nervensystems, schwere Atemdepression. Schwangerschaft/Stillzeit: Währ.
Schwangerschaft nur anw., wenn unbedingt erforderlich. Währ. der Behandl. und nach dem Entfernen des Pflasters soll mind. 72 h lang nicht gestillt werden. Nebenwirkungen: Überempfindlichkeit, anaphylaktische Reaktionen bis Schock, anaphylaktoide Reaktionen. Appetitlosigkeit. Schlaflo-
sigkeit, Depression, Angstzustände, Verwirrtheit, Halluzinationen, Sedierung, Nervosität, Agitation, Desorientiertheit, Euphorie, Wahnideen, Erregungszustände. Somnolenz, Schwindel, Kopfschmerzen, Tremor, Parästhesien, Hypästhesie, Krampfanfälle (einschl. klonische und Grand-Mal-Anfälle),
Amnesie, Sprachstör., Ataxie. Miose, Amblyopie. Vertigo. Palpitationen, Tachykardie, Bradykardie, Zyanose, Arrhythmie. Hypertonie, Hypotonie, Vasodilatation. Dyspnoe, Atemdepression, Atemnot, Apnoe, Hypoventilation, Bradypnoe. Übelkeit, Erbrechen, Obstipation, Diarrhoe, Mundtrockenheit,
Bauchschmerzen, Oberbauchschmerzen, Dyspepsie, Ileus, Subileus, Schluckauf, schmerzhafte Flatulenz. Hyperhidrose, Pruritus, Ausschlag, Erythem, Hautreaktionen am Ort der Verabreichung, Ekzema, allergische Dermatitis, Hauterkrank., Dermatitis, Kontaktdermatitis, Exanthem. Muskelspas-
men, Muskelzuckungen. Harnverhalt, Cystalgie, Oligurie. Erektile Dysfunktion, sexuelle Funktionsstör. Müdigkeit, periphere Ödeme, Asthenie, allg. Unwohlsein, Kältegefühl, Reaktionen am Verabreichungsort, grippale Symptome, veränd. Körpertemperaturempfindung, Überempfindlichkeit am
Verabreichungsort, Entzugserscheinungen, Dermatitis am Verabreichungsort, Ekzem am Verabreichungsort. Toleranzentwickl. sowie körperl. und seelische Abhängigkeit. Opioid-Entzugserscheinungen (z. B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Angstzustände und Schüttelfrost). Bei Neugeborenen,
deren Mütter in der Schwangerschaft chron. Fentanyl Matrixpflaster anwendeten, wurde über Entzugserscheinungen berichtet. Pädiatr. Pat.: NW-Profil ähnl. dem bei Erw. Sehr häufig berichtete NW waren Fieber, Erbrechen und Übelkeit. Verkehrshinweis! Dosierung: Erw. u. Kdr. ab 16 J.: Es wird
empfohlen, Fentanyl Matrixpflaster bei Pat. anzuwenden, die bereits vorher Opioide toleriert haben. Bei Opioid-naiven Pat. sollte das Pflaster mit der Freisetzungsrate von 12,5 µg/h als Initialdosis angewendet werden. Die Dosis kann anschl. in Schritten von 12,5 od. 25 µg/h erhöht od. reduziert
werden. Bei Opioid-toleranten Pat. sollte die Initialdosis auf dem Bedarf an Opioidanalgetika währ. der letzten 24 h basieren. Näheres hierzu siehe Gebrauchs- und Fachinfo. Kdr. von 2-16 J.: nur dann verabreichen, wenn diese bereits mind. 30 mg orale Morphinäquivalente pro Tag erhalten. Orale
Morphindosis (mg/24 H): 30-44 mg, Fentanyl 12,5 (µg/h), orale Morphindosis (mg/24 H): 45-134 mg, Fentanyl 25 (µg/h). Verschreibungspflichtig (BTM). Stand: 9/15.
10 ratiopharm I 02.2016
Der
15-Minuten-Trick
Der Deal: Sie trainieren 15 Minuten
lang. Ist die Viertelstunde vorbei und
Sie verspüren absolut keine Lust zum
Weitermachen, hören Sie auf und
versuchen es an einem anderen Tag
nochmals. Der Trick: Nach 15 Minu-
ten hört kaum einer mehr auf! Denn
hat man sich schon solange aufge-
rafft, wird die Trainingseinheit in aller
Regel auch zu Ende absolviert. Klappt
nicht? Ausprobieren!
Bewegung macht glücklich
Leben in Balance
(Jean-Jacques Rousseau)
	 ratiopharm I 02.2016 11
Jeder Schritt zählt
„Vor allem wegen der Seele ist es nötig, den
Körper zu üben, und gerade das ist es, was unsere 		
	 Klugschwätzer nicht einsehen wollen.“
Sportlich gegen Stress
Ausreichend Bewegung
am Tag steigert einerseits
die Fitness und erhöht an-
dererseits die psychische
Gesundheit – man ist aus-
balancierter. Denn sport-
liche Aktivitäten lassen den Körper Glückshormone
ausschütten und die Konzentrationsfähigkeit steigt.
Außerdem werden Gefühle der Ausgeglichenheit und
Zufriedenheit stimuliert. Bereits 30 aktive Minuten pro
Tag reichen aus. Tipp: Schon ein flotter Spaziergang
in der Mittagspause oder die Fahrradfahrt zur Arbeit
helfen, Stresshormone abzubauen!
Lachend die Muskeln
stärken
Sportwissenschaftler der Universität Jena haben
Probanden, die Lach-Yoga praktizieren, wissenschaftlich
untersucht. Erstaunlich: Durch das Lachen wurden die
Bauch- und Rückenmuskeln fast genauso stark aktiviert
wie durch Kraftübungen.
Mehr wissen, besser beraten
Fit für den
Apothekenalltag –
mit dem
ratiopharm CAMPUS
www.ratiopharm-campus.de anklicken, anmelden – und schon
ist man mittendrin in einem Fortbildungs-Angebot, das fit für
den Apothekenalltag macht.
Fortbildung fördern. Ob mit Checklisten oder bei Schulun-
gen aller Art, hier kann man sich unkompliziert weiterbilden.
Denn ratiopharm ist es wichtig, seinen Partnern mehr als nur
gute Produkte anzubieten. Schließlich wusste schon Goethe:
„Zwar weiß ich viel, doch möchte‘ ich alles wissen.“ Und mit
mehr Wissen lässt sich eben besser beraten…
Zeitgemäße Angebote. Um dies clever mit dem Apotheken-
alltag zu vereinbaren, braucht es flexible Weiterbildungstools
wie etwa die e-Learnings von ratiopharm. Ob morgens vor der
Apothekenöffnung am PC im Backoffice oder abends daheim
mit dem Tablet auf dem Sofa, hier kann jeder dann lernen,
wann es ihm am besten passt. Und wer das motivierende
Miteinander braucht, der bucht die klassischen Präsenz-
seminare. Die Ganztages-Schulungen finden in Hotels in
ganz Deutschland statt.
Themen für den Alltag. 2016 gibt es auch wieder zahlrei-
che neue Themen. Speziell an PTAs richten sich zum Beispiel
Verkaufs-Coachings wie „Charisma am HV – mit Leichtigkeit
begeistern und beraten“, aber auch Fachthemen wie „Ergän-
zende Empfehlungen für Ihren Beratungserfolg mit oralen und
lokalen Schmerzmitteln.“
Anmeldungen sind jederzeit auf
www.ratiopharm-campus.de möglich!
Heute schon
gedehnt?
Service & Wissen
Gesünder dank
Ausdauertraining
Ob Walken, Joggen, Radeln oder
Schwimmen – wer sich mit Ausdau-
ersportarten einen Ausgleich zum
Berufsalltag schafft, tut Gutes für
seine Gesundheit. Studien belegen,
dass durch Ausdauertraining das
Krankheitsrisiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes,
Asthma und Bronchitis sinkt. Sogar Krankheitstage können
durch regelmäßige Sporteinheiten vermindert werden:
Untersuchungen sprechen von bis zu 29 Prozent! Wie wäre
es, mit den Kolleginnen eine Sportgruppe zu bilden, um ge-
meinsam aktiv zu werden und dadurch gesund zu bleiben?
Die Weltgesundheitsorganisation
rät, 10.000 Schritte am Tag zu
tun. Doch die meisten von uns
sitzen und stehen viel zu viel.
Daher gilt: Jeder Schritt zählt!
Ein mechanischer Schrittzähler
am Hosenbund oder ein digitaler
im Smartphone können dazu
motivieren, (s)ein gesundes
Bewegungsmaß zu finden. Wie
wäre es mit einer „Challenge
unter Kollegen“ als weiteren
Anreiz? Gemeinsam steigert sich
die Schrittzahl leichter!
Katzen machen es uns vor: Wenn sie erwa-
chen, wird sich erst mal gereckt, gestreckt
und langgezogen. Die Samtpfoten wissen
nämlich, dass sie ihren Körper dadurch
weich und geschmeidig halten. Machen wir
es ihnen nach! Dabei kommt es gar nicht
mal auf Dehn-Methode und -Dauer an,
sondern auf Regelmäßigkeit und Varianten-
reichtum. Das Ergebnis? Die Muskeln sind
mobiler. Sie fühlen sich beweglicher und
damit wohler. Also: Während langer Sitzpha-
sen immer mal wieder räkeln! Sieht in der
Rezeptur oder im Backoffice ja keiner…
Bitte lächeln!
Durch ein Lächeln lassen sich die positiven
Effekte von sportlicher Betätigung noch
verstärken. Wirklich? Nun, der Begriff
„Sport“ leitet sich vom lateinischen
„disportare“ ab, was etwa „sich
zerstreuen/vergnügen“ bedeutet –
und das ist allemal ein
Strahlen wert.
Leben in Balance
Wissensspiel
Richtige Antworten ankreuzen und mit Ihrem
Namen und Adresse einfach faxen an:
0731 – 402-7552
oder per Post an:
ratiopharm GmbH
Marketing OTC
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Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Teilnahmeberechtigt sind nur Apotheken-Mitarbeiter.
Der Einsendeschluss ist der 31.05.2016. Die Gewinner werden direkt benachrichtigt
(Gewinne können nicht ausbezahlt werden).
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integriertes Kissen, dadurch wird sie zum perfekten Begleiter an sonnigen
Urlaubstagen.
1.	Aus welchem Körperteil
wurde die Hyaluronsäure
erstmalig isoliert?
❏ 	aus dem Glaskörper des Auges
❏ 	aus den Gelenken	
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2.	Für welche Kunden sind
Hyaluron-ratiopharm®
	 Augentropfen geeignet?
	 (2 Nennungen)
3.	Wie oft blinzelt ein Mensch
pro Minute, wenn er am
Computer arbeitet?
❏ 10-15 Mal
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❏ 1-2 Mal
4.	Wie ist die Hautstelle
	 vorzubereiten, bevor
	 ein neues Fentanyl-
	ratiopharm®
Matrixpflaster
aufgeklebt wird?
	 (2 Nennungen)
5.	Welche Wasser-
	 temperatur sollte während
der Anwendung von
	Fentanyl-ratiopharm®
	 Matrixpflaster nicht über-
schritten werden?
❏ 37 °C
❏ 	39 °C
❏ 41 °C
6.	Wo finden Sie die Höchst-
mengen für die Verordnung
von Fentanyl-ratiopharm®
Matrixpflaster?
7.	 Wieso zeigt das Diclo-
	ratiopharm®
Schmerzgel
eine bessere Verträglichkeit
als orale Medikamente?
8.	Bei welcher Art von
Rückenschmerzen sollte
Diclo-ratiopharm®
Schmerz-
gel angewendet werden?
	 (2 richtige Antworten)
❏ Bei chronischen Rücken-
schmerzen
❏ Bei nicht-spezifischen
	Rückenschmerzen
❏ 	Bei sehr starken Rücken-
schmerzen
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Redaktionsbüro A&K GbR
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Telefax: 06723-885285
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DePTA Q2-2016

  • 1. Die erfolgreiche w i s s e n s w e r t I a n d e r s I u n t e r h a l t s a m I a k t u e l l I m o d e r n D a s M a g a z i n f ü r d i e P h a r m a z e u t i s c h - t e c h n i s c h e A s s i s t e n t i n Ausgabe 02-2016 www.ratiopharm.dePTA Strahlender BlickAugenpflege mit Hyaluron Rücken- schmerzen Kunden richtig verstehen Matrix- pflaster Sicher mit guter Beratung Susanne Schaffner, 31 Jahre, PTA, Dermokosmetikerin und Ernährungsberaterin in der Vivas Apotheke in Sulingen
  • 2. 2 ratiopharm I 02.2016 Liebe Leserinnen und Leser, Editorial Kolumne ratiopharm I 02.2016 3 Gruß aus der Hexenküche Heute schon kräftig gerührt? Unter uns gesagt … Nicht jeder mag die Rezeptur. Ich schon. Eigentlich. Denn manchmal ist das Labor die reinste ‚Hexenkü- che‘ und das Anrühren von Salben & Co nicht nur von ‚Magie‘ begleitet. Es fängt damit an, dass einem ein Kunde erwar- tungsvoll ein Rezept in die Hand drückt. „Ich muss noch was besorgen und bin in zehn Minuten wieder da. Dann kann ich’s doch abholen, oder? Ist ja nur eine kleine Tube, hat der Arzt gesagt.“ Ähm ja, denke ich, ganz so einfach ist es nicht. Stattdessen sage ich laut: „Keine Umstände, unser Bote bringt es Ihnen einfach am Nachmittag vorbei!“ Aber was soll mir das Gekritzel bloß sagen? Ich sage nur ‚Mediziner-Schrift‘! Wenn ich mixen würde, was mir manche Hieroglyphen zu verstehen geben, dann würde die Rezeptur wirklich zur ‚Hexenküche‘ wer- den. Also ran ans Telefon, Charme ausgepackt und erst mal den Arzt ‚bezaubert‘. Sind dann auch noch alle Protokolle und Unterschrif- ten in der Apotheke eingesammelt, könnte das ‚Kö- cheln‘ beginnen. Aber ist im ‚Giftschrank‘ auch alles vorrätig? Nein, wäre ja zu schön gewesen. Warten wir also auf den Kurier, der die aberwitzig große Min- destbestellmenge jener Substanz bringen wird, von welcher nicht mal ein halbes Gramm benötigt wird. So ist das mit „kleine Menge, große Wirkung“. Eine Substanz fehlt natürlich immer dann, wenn sich die Rezepte förmlich stapeln. Das wird ein Gerühre werden! So arbeite ich nicht nur in einer ‚Hexenkü- che‘ – ich kann auch orakeln: Morgen ist Muskelkater angesagt. Und während vorne am HV-Tresen die Hölle los ist, koche ich hinten meine ‚Suppe‘ - und rühre dabei, was das Zeug hält. Ein Königreich für eine Rührmaschine! Wäre ein Hautarzt direkt um die Ecke, gäb‘s die wohl auch. So gibt‘s morgen eben einen lahmen Arm. Eine Weile muss ich daher die Rufe, ob ich nicht vorne mithelfen könne, mit dem Verweis auf den Rührbedarf abwehren. Doch dann siegt die ‚gute Fee‘ in mir. Weil sowieso gerade eine Mixtur abkühlen muss, flitze ich nach vorne. Dumm nur, wenn man vergessen hat, Handschuhe, Mundschutz und Schutzbrille abzulegen: Erst der ent- geisterte Blick eines Kunden erinnerte mich vor kurzem daran, in welch selt- samen Aufzug ich gerade vor ihm stand. Er brauchte übrigens eine Salbe, die wir ihm „viel besser und vor allem cremiger anrühren“ würden als andernorts. Ob wir da eine geheime Zutat bei- mischen würden? Ich gestehe, ich hab es bei einem halbherzigen Erklärungsversuch belassen, dass angesichts einer festgelegten Rezeptur hier wie dort das gleiche in die Tube käme. Heikel wird’s, wenn einem der Kunde statt einem Rezept eine mit ominösen Salbenresten garnierte Mini-Tube entgegenhält: „Genau das bräuchte ich noch mal!“ Gedanklich hole ich schon mal Handschuhe, Mundschutz und Schutzbrille und sage laut: „Aber gerne. Das muss aber extra angerührt werden.“ Enttäuschung pur: „Dann kann ich’s nicht gleich abholen? Ist doch nur eine kleine Tube.“ Ähm ja, denke ich, ganz so einfach ist es nicht. Stattdessen sage ich: „Keine Umstände, unser Bote bringt es Ihnen einfach am Nachmittag vorbei!“ Den Rest kennt Ihr ja… Herzliche Grüße, Eure PTA-Kollegin und aktuelles Titelgesicht Susanne Schaffner der Blickkontakt ist in der Offizin häufig der Einstieg in ein erfolgreiches Beratungsgespräch. Ein offener Blick zeigt Aufmerksamkeit und Verständnis, und zwar auf beiden Seiten des HV-Tisches. Lesen Sie auf Seite 4, was zu einer emotional positiven Kundenbe- treuung gehört und welchen Strukturen ein erfolgrei- ches Gespräch mit Schmerzpatienten folgen sollte. Die Gesundheit unserer Augen können wir mit dem Wirkstoff Hyaluron unterstützen. In Deutschland sind bereits 10 Millionen Menschen von trockenen Augen betroffen, ausgelöst durch Zugluft, Klimaanlagen oder Arbeit am Computer. Mit welcher Empfehlung Sie den Menschen, die unter trockenen Augen leiden, am bes- ten helfen, erfahren Sie auf Seite 7. Außerdem in dieser Ausgabe: Was ist zu beachten bei der Anwendung eines Fentanyl Matrixpflasters? Nicht nur, weil es der Betäubungsmit- telverordnung unterliegt, ist der Beratungsbedarf sehr hoch. Die sichere Anwendung spielt bei der kontinuier- lichen Schmerzlinderung eine besondere Rolle (Seite 8). ratiopharm unterstützt Sie gerne bei diesen und weiteren Themen: Mit Videos, e-Learnings oder Seminaren – Lesen Sie Seite 11 oder besuchen Sie uns auf www.ratiopharm-campus.de Außerdem wartet auf der letzten Seite wieder ein inter- essantes Wissensspiel mit einem tollen Gewinn auf Sie. Und nicht vergessen: Ein aufmunternder Blick für die Kollegin hat immer ein positive Wirkung! Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihre Karin Theobald Senior Produktmanagerin OTC
  • 3. Themen-Special Themen-Special ratiopharm I 02.2016 54 ratiopharm I 02.2016 Durchschnittlich haben zwei von drei Erwachsenen mindestens einmal im Jahr Rückenschmerzen. Dabei lassen sich nur 15 Prozent der Fälle einer eindeutigen Ursache zuordnen. Der mit 85 Prozent weitaus höhere Anteil der Rücken- beschwerden ist nicht-spezifischen Ursprungs. 40 Prozent der Betroffenen leiden an chroni- schen Rückenschmerzen. Resultierend aus der hohen Zahl an Patienten werden jährlich allein in Deutschland 109 Millionen Packungen rezept- freie Schmerzmittel verkauft. Emotionale Kun- denbetreuung Damit Betroffene nicht „irgendein“ Präparat nehmen, bedürfen sie einer kompetenten Beratung. In jedem Beratungsgespräch wird auf zwei Ebenen kommuniziert. Der Kunde nimmt dabei zu 80 Prozent emotionale Eindrücke auf und nur zu 20 Prozent rationale Informationen. Eine emotional positive Kundenbetreuung steht also im Vordergrund. Fühlt der Patient sich verstanden, nimmt er Ihre rationale Empfehlung gerne an. Volkskrankheit Rückenschmerzen Schmerz- patienten richtig verstehen und beraten Praxistipp: Argumentationshilfen für jeden Tag Eine ältere Dame kommt in die Apotheke und bittet um ein Präparat gegen Rückenschmerzen. PTA: Benötigen Sie das Medikament für sich oder für jemand anderen? Kundin: Ich brauche es für mich. PTA: Welche Beschwerden haben Sie und wo genau tut es weh? Kundin: Es ist so ein dumpfer, drü- ckender Dauerschmerz am Rücken, vor allem an der Lendenwirbelsäule. PTA: Haben Sie noch weitere Schmerzen? Kundin: Nein. PTA: Können Sie sagen, wie lange Sie die Schmerzen schon haben oder wie oft sie auftreten? Kundin: Ich habe die Schmerzen seitdem ich vor zwei Tagen einen schweren Karton getragen habe. Morgens ist es immer etwas schlim- mer. Da ist das Aufstehen richtig schmerzhaft. Genauso ist es, wenn ich lange gesessen habe. Aber im Laufe des Tages wird es besser. PTA: Auf einer Skala von eins bis zehn: Wie stark bewerten Sie die Schmer- zen? Kundin: Auf fünf – also mittelstark. PTA: Haben Sie schon etwas gegen die Schmerzen unternommen bzw. waren Sie schon beim Arzt? Kundin: Nein. Weder noch. PTA: Entsprechend ihren Beschrei- bungen gehe ich davon aus, dass Sie sogenannte nicht-spezifische Rücken- schmerzen haben. Die können vom schweren Tragen kommen. Machen Sie sich keine Sorgen, die gehen wieder weg. Nehmen Sie noch andere Medikamente? Haben Sie Allergien oder muss ich etwas anderes bei Ihnen beachten? Kundin: Nein. Weder noch. PTA: Dann empfehle ich Ihnen Diclo-ratiopharm® Schmerzgel. Es ist sehr gut verträglich, da Sie es nur auf die betroffene Stelle auftragen und nicht den Gesamtorganismus belasten. Tragen Sie drei Mal täglich einen ca. 11 cm langen Strang Salbe auf. Außerdem sollten Sie weiterhin in Bewegung bleiben – zum Beispiel einen täglichen Spaziergang machen. Bei nicht-spezifischen Rückenschmer- zen ist „Ruhen“ genau das falsche. Sollten die Schmerzen in drei Tagen nicht besser geworden sein, empfeh- le ich Ihnen aber, es von einem Arzt abklären zu lassen. Kundin: Vielen Dank für Ihre Beratung. Ich werde Ihren Tipps folgen und hoffe, dass es mir schnell wieder besser geht. Kommunikationstipp: Die Struktur des optimalen Beratungsgesprächs 1. Einstieg & Begrüßung Patient oder Fremdkäufer? • Für wen soll etwas gekauft werden? 2. Symptomermittlung Beschwerden: • Wofür/ Welche Beschwerden? • Wie lange? • Wie stark? • Wo genau? Therapie, Medikamente: • Was haben Sie schon getan? • Wie gut hat es gewirkt? • Waren Sie schon beim Arzt? Besonderheiten: • Worauf muss ich bei Ihnen noch achten? 3. Informationen Aussprechen einer rationalen Therapieempfehlung! • Dosierung: Anwendungshinweise • Grenzen der Selbstmedikation (Dauer der Anwendung) • Hinweis auf häufige Wechsel - und Nebenwirkungen 4. Tipps & Empfehlungen Komplettangebot anbieten! • Nutzen des Medikaments für den Kunden definieren • Zusatzempfehlungen • Tipps zur gesunden Lebensführung, Adressen etc. 5. Gesprächsabschluss • Sind Sie damit zufrieden? • Gute Wünsche • Bitte um Rückmeldung • Verabschiedung Diclo-ratiopharm® Schmerzgel Wirkstoff: Diclofenac-Natrium. Zusammensetzung: 1 g Gel enth. 10 mg Diclofenac-Natrium. Sonst. Bestandt.: Ammoniak, Carbomer 980, Decyloleat, Natriumedetat (Ph.Eur.), Octyldodecanol (Ph.Eur.), (3-sn-Phosphatidyl)cholin (Soja), 2-Propanol (Ph.Eur.), RRR-alpha-Tocopherol, Sojaöl (Ph.Eur.), Geruchsstoffe, Gereinigtes Wasser. Anwendungsgebiete: Für Erw.: Zur äußerl. symptomat. Behandl. von Schmerzen, Entzünd. und Schwellungen bei: rheumatischen Erkrank. der Weichteile (Sehnen- und Sehnenscheidenentzünd., Schleimbeutelentzünd., Schulter-Arm-Syndrom, Entzünd. im Muskel- und Kapselbereich), degenerativen Erkrank. der Extremitätengelenke und im Bereich der Wirbelsäule, Sport- und Unfallverletzungen (Verstauchungen, Prellungen, Zerrungen). Für Jugendl. über 14 J.: Zur Kurzzeitbehandl. Zur lokalen, symptomatischen Behandl. von Schmerzen bei akuten Prellungen, Zerrungen od. Verstauchungen infolge eines stumpfen Traumas. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gg. den Wirkstoff, Soja, Erdnuss, and. Schmerz- und Rheumamitteln (nicht-steroidale Antiphlogistika) od. einen der sonstigen Bestandt., Pat., bei denen Asthmaanfälle, Hautausschlag od. akute Rhinitis durch Acetylsalicylsäure od. nicht-steroidale Antiphlogistika (NSAIDs) ausgelöst werden, auf offenen Verletzungen, Entzünd. od. Infektionen der Haut sowie auf Ekzemen od. Schleimhäuten, Kdr. und Jugendl. unter 14 J. (keine ausr. Erfahrung), letztes Drittel der Schwangerschaft. Warnhinw.: Gel enth. (3-sn-Phosphatidyl)cholin (Soja), Sojaöl. Schwangerschaft/Stillzeit: Im 1. und 2. Schwangerschaftsdrittel nur geben, wenn dies unbedingt notwendig ist. Im letzten Schwangerschaftsdrittel kontraind. In der Stillzeit nur unter ärztl. Rat anwenden. Nebenwirkungen: Pustelartiger Hautausschlag. Überempfind- lichkeitsreaktionen (einschl. Urtikaria); Angioödem. Asthma. Magen-Darm-Stör. Hautausschlag, Ekzem, Erythem, Dermatitis (einschl. Kontaktdermatitis), Pruritus, bullöse Dermatitis, Photosensibilisierung. Bei großflächiger Auftragung auf die Haut und Anw. über einen längeren Zeitraum sind NW, die ein bestimmtes Organsystem od. auch den gesamten Organismus betreffen, nicht auszuschließen. (3-sn-Phosphatidyl)cholin (Soja) und Sojaöl können sehr selten allergische Reaktionen hervorrufen. Dosierung: 3-mal tgl. anwenden. Max. Tagesgesamtdosis beträgt 9 g Gel. Schmerzgel wird auf die betroffenen Körperpartien dünn aufgetragen und leicht eingerieben. Apothekenpflichtig. Stand: 4/15 Unser Produkt-Highlight Rationale Therapie- empfehlung Neben der empathischen Kundenbe- treuung ist eine rational getroffene Therapieempfehlung im Beratungs- gespräch von großer Bedeutung. Diese sollte stets den aktuellen medizinischen Leitlinien oder der Empfehlung evidenzbasierter Studi- en entsprechen. So bieten Sie Ihren Patienten den derzeit sichersten Therapieerfolg. Außerdem sollte die Empfehlung immer individuell auf den Patienten abgestimmt sein. Zuverlässig bei Rücken- schmerzen Insbesondere bei akuten Schmerzen im Bewegungsapparat hat sich der Wirkstoff Diclofenac bewährt. Im Gegensatz zu oralen Medikamenten zeigen äußerlich anzuwendende Präparate wie Diclo-ratiopharm® Schmerzgel bei guter Wirksamkeit jedoch eine wesentlich bessere Verträglichkeit als orale Präparate: So flutet der Wirkstoff langsam direkt an der betroffenen Stelle an. Dadurch wird verhindert, dass im Blut hohe Wirkstoffspiegel ankom- men, was zu geringeren Nebenwir- kungen im Vergleich zu den oralen Diclofenac-Präparaten führt. Auf- grund seiner biochemischen Eigen- schaften hat der Wirkstoff Diclofenac außerdem eine Affinität zu entzün- detem Gewebe, so dass er sich genau dort anreichert und seine Wirkung entfaltet. Als Liposomen-Emulsi- onsgel – eine Weiterentwicklung der Hydrogele – verbindet Diclo- ratiopharm® Schmerzgel zudem die hautpflegenden Eigenschaften einer Creme mit dem kühlenden Effekt eines Gels und zieht beim Auftragen weitestgehend ein. Im Unterschied zu anderen Schmerzgelen, die die Haut reizen und austrocknen kön- nen, wirken Liposomen-Emulsions- gele dabei sogar leicht rückfettend. Im gemeinsamen Gespräch mit dem Kunden sollten die individuellen Vor- teile der Produkte, wie beispielswei- se die Hautverträglichkeit, bespro- chen und anschließend eine für den Kunden passende Kaufempfehlung gegeben werden.
  • 4. ratiopharm I 02.2016 7 Themen-SpecialThemen-Special 6 ratiopharm I 02.2016 Ihre Empfehlung für alle, die > unter trockenen Augen leiden, > Allergien haben, > sich lange in klimatisierten Räumen aufhalten, > harte oder weiche Kontaktlinsen tragen, > Augentropfen ohne den Einsatz von Konservierungsstoffen 12 Wochen anwenden möchten, > eine kleine Flasche für unterwegs suchen, > jederzeit, durch eine transparente Flasche, den Inhalt im Blick haben möchten, > mit Pump-Systemen und EDOs nicht zurechtkommen. Hyaluron-ratiopharm® - Die natürliche Träne für jeden Tag Unsere Augen sprechen ihre ganz eigene Sprache und gelten als Spiegel der Seele. Blicke können lächeln, strahlen, zustimmen und Freude verschenken. DasLachender Augen Der Wirkung unserer „Augen- Blicke“ kommt gerade im Verkaufs- gespräch eine zentrale Bedeutung zu. Daher lohnt es sich, dem Gesprächspartner einige Sekunden einen offenen Blick zu schenken, begleitet von einem freundlichen Lächeln. Wird der Blickkontakt von Ihrem Gegenüber aufrechterhalten, weiß er die Einladung zu schätzen und nimmt sie dankend an: Der Einstieg in eine gute Beratung. Doch in den Augen der Kunden können Sie oft noch viel mehr lesen: In Deutschland sind bereits 10 Millionen Menschen von trocke- nen Augen betroffen – Fachärzte sprechen von einer Benetzungs- störung. Das trockene Auge ist die zweithäufigste Augenkrankheit in Deutschland. Gerötete, gereizte, tränende Augen sind die Folge – Meist mit Juckreiz und einem Gefühl wie „Sandpapier“ bei jedem Lidschlag. Auslöser ist neben Zugluft häu- fig auch die trockene Luft durch Klimaanlagen. Bei langen Reisen oder Autofahrten im Sommer ist die stundenlange Klimatisierung eine Tortur für den Tränenfilm. Auch Pol- len und andere Allergene machen den Augen zu schaffen. Langes Arbeiten am PC oder der starre Blick auf das Smartphone, lässt uns zu wenig blinzeln. Zehn bis fünfzehn mal schlägt man normaler- weise pro Minute das Augenlid auf und zu. Wer vor dem Computer oder vor dem Smartphone sitzt, vergisst jedoch schnell das Blinzeln und blin- zelt nur noch etwa ein- bis zweimal pro Minute. Viel zu wenig - da durch den Lidschlag der Tränenfilm gleich- mäßig auf der Oberfläche der Augen verteilt wird. Wirkstoff Hyaluron Die Ionen-Konzentration von Hyaluron-ratiopharm ist deshalb der natürlichen Zusammensetzung des Tränenfilms nachempfunden und verschafft sofort ein wohltuen- des, erfrischendes Gefühl im Auge. Hyaluronsäure ist ein Mehrfach- zucker, den man auch im mensch- lichen Körper vorfindet. Erstmals isoliert wurde die Hyaluronsäure aus dem Glaskörper von Rinder- augen. Er kommt vor allem in der Haut, den Knochen, der Gelenks- flüssigkeit und im Glaskörper des Auges vor. Da der Wirkstoff bis zu einem Fünffachen seines Ge- wichts an Wasser binden kann, wirkt er als Feuchthalter. Das Auge wird damit vor dem Austrocknen geschützt. Weiterhin stabilisiert Hyaluronsäure den Tränenfilm. Bei ratiopharm wird die Hyaluron- säure fermentativ (d.h. mit Hilfe von Bakterien) gewonnen, was den Vorteil hat, dass eine gleichblei- bend hohe und definierte Qualität erreicht wird. So können Sie selbst Veganern versichern, dass das Produkt frei von tierischen Inhalts- stoffen ist. Wenn der nächste Kunde Ihre Apotheke betritt, werden Sie diesen ganz bewusst und mit anderen Augen sehen. Ob er Ihr „Lächeln in den Augen“ erwidert? Seien Sie gespannt! Freizeit-Tipp: Wenn die Augen vom Schwimmen und Tauchen im Salz- oder Chlorwasser gereizt sind, bringen die Tropfen sofort den richti- gen Durchblick. Perfekt getropft - verschiedene Anwendungs- arten führen zum Ziel: - Falls die Hände zittern: Die Hand auf die Stirn legen, Flasche zwischen Daumen und Zeigefinger halten und mit leichtem Druck auf die Flasche Tropfen entnehmen. - Wenn die Kraft in den Fingern nicht mehr reicht, kann Hyaluron-ratiopharm zwischen Daumen und angewinkelten Zeigefinger gehalten werden. - Für Kontaktlinsenträger: Vor dem Einsetzen der harten oder weichen Linse einen Tropfen auf die Linse geben. - Bei Anwendung vor dem Spiegel: Kopf zur Seite legen (nicht nach hinten) und am Augenrand ein- tropfen. - Bei „Eintropf-Angst“: Auf den Rücken legen und von einer Hilfsperson auf das geschlossene Auge tropfen lassen. Im Liegen die Augen auf- machen. Der Tropfen fließt dann langsam ins Auge. Feingefühl ist gefragt: Druck auf die Augentropfflasche langsam aufbauen - dann mit Gefühl nachjustieren bis der Tropfen kommt Ein Tropfen pro Auge genügt! Mehr Flüssigkeit kann das Auge nicht aufnehmen. Überschüssige Flüssigkeit fließt ab – Allergiker können diesen Effekt nutzen um lästige Allergene gleich wegzu- spülen. Praktisch für die tägliche Benetzung harter und weicher Kontaktlinsen Der Tragekomfort von harten und weichen Kontaktlinsen wird durch die Benetzung entscheidend gestei- gert. Das Ein- und Absetzen der Kontaktlinsen ist leichter und als „Frischekick“ sind die Tropfen auch während des Tragens eine Wohltat. Unter www.campus-ratiopharm.de gibt es ein 20- minütiges Webinar mit Hinweisen zum Praxis Know-How sowie zahlreichen Kommunikationstipps für die Empfehlung von Augentropfen.
  • 5. Matrixpflaster in der Schmerztherapie Eine Betäubungsmittelverordnung hat im Apothekenalltag immer eine spezielle Priorität. Nicht nur aufgrund lückenloser Dokumentation und der zu beachtenden Höchstmengen – auch die Beratungshinweise zur effektiven und sicheren Anwendung spielen hier eine besonders große Rolle. ratiopharm I 02.2016 9 Themen-SpecialThemen-Special 8 ratiopharm I 02.2016 Fentanyl – ein Wirkstoff stellt sich vor Fentanyl ist ein hochpotentes, synthetisches Analgetikum, das sich in seinen pharma- kologischen Eigenschaften vom Morphin ableitet und damit zu den Opioiden zählt. Bei der Behandlung starker chronischer Schmerzen (beispiels- weise Tumorschmerzen) wird es als transdermales System eingesetzt. Fentanyl unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) und muss über ein Betäubungsmittelrezept verordnet werden. Die Höchstmengen für die Verordnung sind im § 2 der BtMVV (Betäubungsmittel- Verschreibungsverordnung) zu finden. Sicher in der BTM Abgabe? Schulungsmaterial finden Sie bei www.campus-ratiopharm.de (➔ Bibli@thek ➔ BTM Services). Beratungsbedarf trotz Beipackzettel Besondere Hinweise sollten Sie im- mer dann geben, wenn das Stichwort „erhöhte Hauttemperatur“ im Spiel ist. Also insbesondere bei Sonnen- bädern, Sommerhitze, Solarien, Sauna, Thermalbädern, aber auch bei Wärmflaschen, Heizkissen oder Trockenhauben beim Frisör. Eine Temperaturerhöhung im Applika- tionsareal kann zu Intoxikationen durch vermehrte Resorption des Wirkstoffs führen. Somit ist bei Fie- ber auch immer der verschreibende Arzt zu konsultieren. Bei der Was- sertemperatur sollte darauf geachtet werden, dass sie keinesfalls höher als 37 Grad Celsius liegt. Sichere Anwendung Große Bedeutung hat der zeit- und sachgerechte Pflasterwechsel. In der ambulanten Pflege hat es sich bewährt, Datum und Uhrzeit des nächsten Pflasterwechsels zu notie- ren. Die Dosierungsintervalle, alle 72 Stunden, sind für die Wirk- stofffreigabe möglichst genau einzu- halten. Von ratiopharm gibt es hierzu eine Klebedokumentation für 3 Tage-Pflaster. Sie kann im geschlossenen Bereich unter www.ratiopharm.de angefordert werden. Die „gebrauchten“ Fentanyl-Matrix- pflaster sind nach dem Ablösen so zu falten, dass die Wirkstofffläche aneinander haftet. Handelt es sich um ein Matrixpflaster, kann es zusätzlich mit einer Schere in kleine Streifen zerschnitten und dem Hausmüll zugeführt werden. Gerade wenn Kinder im Haushalt sind, sollte darauf geachtet werden, die gebrauchten Pflaster sicher zu ent- sorgen. Kinder sollten auch besser nicht sehen, wie die Pflaster aufge- klebt werden, damit sie erst gar nicht auf die Idee kommen, sich selbst auch mal eines aufzukleben. Auch Begriffe wie „Tattoo“ oder „Sticker“ sind bei so hochwirksamen Medi- kamenten zu vermeiden. Weiter ist Vorsicht geboten, um eine versehent- liche Übertragung des Wirkstoffs auf die Haut anderer Personen (zum Beispiel während der gemeinsamen Nutzung eines Bettes oder beim engeren Körperkontakt) zu vermei- den. Daher soll die Applikationsstelle sorgfältig ausgewählt und regelmä- ßig überwacht werden, ob sich das Pflaster noch dort befindet. Fakten für`s Beratungs- gespräch: ✔ Immer auf eine neue Klebestelle am Oberkörper oder Oberarm aufkleben ✔ Glatte, unverletzte, mit der Schere ggf. enthaarte Stellen sind die erste Wahl ✔ Reinigung der Hautstelle vor dem Pflasteraufbringen und auch bei geklebtem Pflaster immer ohne Seife ✔ Haut muss vor dem Aufkleben vollkommen trocken sein ✔ Dosierungsintervall immer einhalten ✔ Hitze, Sonneneinstrahlung, Sauna etc. vermeiden ✔ Auf sichere Entsorgung achten ✔ Kinder besonders schützen Ein ausführliches Video zur richtigen Anwendung gibt es von ratiopharm für Ihr Präparat Fentanyl-ratiopharm® Matrixpflaster. Es steht in 10 Sprachen (Deutsch, Englisch, Arabisch, Französisch, Kroatisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Russisch und Türkisch) unter www.campus-ratiopharm.de (➔ Bibli@thek ➔ BTM Services) zur Verfügung. Themen-Special Wenn ein Fentanyl Matrixpflaster verordnet wird, ist eine kontinuierliche Schmerzlinderung das Ziel. Der Arzt setzt bei starken Schmerzen auf dieses hoch- wirksame Medikament, weil es gleichmäßig und langanhaltend wirkt. Die umfassende Beratung von Patienten, Angehörigen und anwendendem Pflege- personal ist hierbei ein sehr wichtiger Baustein für eine gute Compliance. Wissen bringt Therapiesicherheit Eine geeignete Applikationsstelle ist am Oberkörper oder an den Außenseiten der Oberarme. Die Stelle sollte regelmäßig gewechselt werden, damit sich die Haut von der Okklusion durch das Pflaster erholen kann. Bevor ein neues Matrixpflaster aufgeklebt wird, ist die neue Hautstelle vorzubereiten: • Altes Pflaster entfernen und neues Hautareal zum Aufkleben bestimmen • Vorhandene Haare mit der Schere entfernen (bitte auf Nass- und Trockenrasur verzichten, das würde die Haut reizen und evtl. kleine Verletzungen hinterlassen) • Mit Wasser reinigen (ohne Seifenzusatz) • Gut abtrocknen (mit einem Frottee- oder Papiertuch die Stelle ganz trockentupfen) • Nicht eincremen Das Matrixpflaster sollte nach der Applikation ungefähr eine Minute mit der flachen Hand fest angedrückt werden. So fixiert wird der Wirkstoff die nächsten drei Tage kontinuierlich freigegeben. Mit dem Pflaster darf geduscht, dem Alltag nach- gegangen und sogar geschwommen werden. Gut geklebt? Sicher mit guter Beratung! Fentanyl-ratiopharm® 12 Mikrogramm/h Matrixpflaster transdermales Pflaster, Fentanyl-ratiopharm® 25 Mikrogramm/h Matrixpflaster transdermales Pflaster, Fentanyl-ratiopharm® 50 Mikrogramm/h Matrixpflaster transdermales Pflaster, Fentanyl-ratiopharm® 75 Mikrogramm/h Matrixpflaster transdermales Pflaster, Fentanyl-ratiopharm® 100 Mikrogramm/h Matrixpflaster transdermales Pflaster Wirkstoff: Fentanyl. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: Jedes transdermales Pflaster setzt 12,5; 25; 50; 75; 100 Mikrogramm Fentanyl pro Std. frei. Jedes transdermale Pflaster mit 3,75 cm2; 7,5 cm2; 15 cm2; 22,5 cm2; 30 cm2 Absorptionsfläche enth. 2,063 mg; 4,125 mg; 8,25 mg; 12,375 mg; 16,5 mg Fentanyl. Sonst. Bestandt.: Klebeschicht (Matrix): Poly[(2-ethylhexyl)acrylat-co-(2-hydroxyethyl)acrylat-co-methylacrylat]. Trägerfolie: Polypropylen, blaue Drucktinte. Abziehfolie: Poly(ethylenterephthalat)folie (silikonisiert). Anwendungsgebiete: Erw.: Schwere chron. Schmerzen, die nur mit Opioid-Analgetika adäquat behandelt werden können. Kdr.: Schwere chron. Schmerzen, die einer längeren, kontinuierl. Behandl. bedürfen, bei opioid-toleranten Kdrn. ab 2 J. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gg. den Wirkstoff od. einen der sonst. Bestandt., akute od. postoperative Schmerzen, da eine Dosistitration bei kurzzeitiger Anw. nicht möglich ist und da eine schwere od. lebensbedrohl. Hypoventilation daraus resultieren kann, schwere Beeinträchtigung des zentralen Nervensystems, schwere Atemdepression. Schwangerschaft/Stillzeit: Währ. Schwangerschaft nur anw., wenn unbedingt erforderlich. Währ. der Behandl. und nach dem Entfernen des Pflasters soll mind. 72 h lang nicht gestillt werden. Nebenwirkungen: Überempfindlichkeit, anaphylaktische Reaktionen bis Schock, anaphylaktoide Reaktionen. Appetitlosigkeit. Schlaflo- sigkeit, Depression, Angstzustände, Verwirrtheit, Halluzinationen, Sedierung, Nervosität, Agitation, Desorientiertheit, Euphorie, Wahnideen, Erregungszustände. Somnolenz, Schwindel, Kopfschmerzen, Tremor, Parästhesien, Hypästhesie, Krampfanfälle (einschl. klonische und Grand-Mal-Anfälle), Amnesie, Sprachstör., Ataxie. Miose, Amblyopie. Vertigo. Palpitationen, Tachykardie, Bradykardie, Zyanose, Arrhythmie. Hypertonie, Hypotonie, Vasodilatation. Dyspnoe, Atemdepression, Atemnot, Apnoe, Hypoventilation, Bradypnoe. Übelkeit, Erbrechen, Obstipation, Diarrhoe, Mundtrockenheit, Bauchschmerzen, Oberbauchschmerzen, Dyspepsie, Ileus, Subileus, Schluckauf, schmerzhafte Flatulenz. Hyperhidrose, Pruritus, Ausschlag, Erythem, Hautreaktionen am Ort der Verabreichung, Ekzema, allergische Dermatitis, Hauterkrank., Dermatitis, Kontaktdermatitis, Exanthem. Muskelspas- men, Muskelzuckungen. Harnverhalt, Cystalgie, Oligurie. Erektile Dysfunktion, sexuelle Funktionsstör. Müdigkeit, periphere Ödeme, Asthenie, allg. Unwohlsein, Kältegefühl, Reaktionen am Verabreichungsort, grippale Symptome, veränd. Körpertemperaturempfindung, Überempfindlichkeit am Verabreichungsort, Entzugserscheinungen, Dermatitis am Verabreichungsort, Ekzem am Verabreichungsort. Toleranzentwickl. sowie körperl. und seelische Abhängigkeit. Opioid-Entzugserscheinungen (z. B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Angstzustände und Schüttelfrost). Bei Neugeborenen, deren Mütter in der Schwangerschaft chron. Fentanyl Matrixpflaster anwendeten, wurde über Entzugserscheinungen berichtet. Pädiatr. Pat.: NW-Profil ähnl. dem bei Erw. Sehr häufig berichtete NW waren Fieber, Erbrechen und Übelkeit. Verkehrshinweis! Dosierung: Erw. u. Kdr. ab 16 J.: Es wird empfohlen, Fentanyl Matrixpflaster bei Pat. anzuwenden, die bereits vorher Opioide toleriert haben. Bei Opioid-naiven Pat. sollte das Pflaster mit der Freisetzungsrate von 12,5 µg/h als Initialdosis angewendet werden. Die Dosis kann anschl. in Schritten von 12,5 od. 25 µg/h erhöht od. reduziert werden. Bei Opioid-toleranten Pat. sollte die Initialdosis auf dem Bedarf an Opioidanalgetika währ. der letzten 24 h basieren. Näheres hierzu siehe Gebrauchs- und Fachinfo. Kdr. von 2-16 J.: nur dann verabreichen, wenn diese bereits mind. 30 mg orale Morphinäquivalente pro Tag erhalten. Orale Morphindosis (mg/24 H): 30-44 mg, Fentanyl 12,5 (µg/h), orale Morphindosis (mg/24 H): 45-134 mg, Fentanyl 25 (µg/h). Verschreibungspflichtig (BTM). Stand: 9/15.
  • 6. 10 ratiopharm I 02.2016 Der 15-Minuten-Trick Der Deal: Sie trainieren 15 Minuten lang. Ist die Viertelstunde vorbei und Sie verspüren absolut keine Lust zum Weitermachen, hören Sie auf und versuchen es an einem anderen Tag nochmals. Der Trick: Nach 15 Minu- ten hört kaum einer mehr auf! Denn hat man sich schon solange aufge- rafft, wird die Trainingseinheit in aller Regel auch zu Ende absolviert. Klappt nicht? Ausprobieren! Bewegung macht glücklich Leben in Balance (Jean-Jacques Rousseau) ratiopharm I 02.2016 11 Jeder Schritt zählt „Vor allem wegen der Seele ist es nötig, den Körper zu üben, und gerade das ist es, was unsere Klugschwätzer nicht einsehen wollen.“ Sportlich gegen Stress Ausreichend Bewegung am Tag steigert einerseits die Fitness und erhöht an- dererseits die psychische Gesundheit – man ist aus- balancierter. Denn sport- liche Aktivitäten lassen den Körper Glückshormone ausschütten und die Konzentrationsfähigkeit steigt. Außerdem werden Gefühle der Ausgeglichenheit und Zufriedenheit stimuliert. Bereits 30 aktive Minuten pro Tag reichen aus. Tipp: Schon ein flotter Spaziergang in der Mittagspause oder die Fahrradfahrt zur Arbeit helfen, Stresshormone abzubauen! Lachend die Muskeln stärken Sportwissenschaftler der Universität Jena haben Probanden, die Lach-Yoga praktizieren, wissenschaftlich untersucht. Erstaunlich: Durch das Lachen wurden die Bauch- und Rückenmuskeln fast genauso stark aktiviert wie durch Kraftübungen. Mehr wissen, besser beraten Fit für den Apothekenalltag – mit dem ratiopharm CAMPUS www.ratiopharm-campus.de anklicken, anmelden – und schon ist man mittendrin in einem Fortbildungs-Angebot, das fit für den Apothekenalltag macht. Fortbildung fördern. Ob mit Checklisten oder bei Schulun- gen aller Art, hier kann man sich unkompliziert weiterbilden. Denn ratiopharm ist es wichtig, seinen Partnern mehr als nur gute Produkte anzubieten. Schließlich wusste schon Goethe: „Zwar weiß ich viel, doch möchte‘ ich alles wissen.“ Und mit mehr Wissen lässt sich eben besser beraten… Zeitgemäße Angebote. Um dies clever mit dem Apotheken- alltag zu vereinbaren, braucht es flexible Weiterbildungstools wie etwa die e-Learnings von ratiopharm. Ob morgens vor der Apothekenöffnung am PC im Backoffice oder abends daheim mit dem Tablet auf dem Sofa, hier kann jeder dann lernen, wann es ihm am besten passt. Und wer das motivierende Miteinander braucht, der bucht die klassischen Präsenz- seminare. Die Ganztages-Schulungen finden in Hotels in ganz Deutschland statt. Themen für den Alltag. 2016 gibt es auch wieder zahlrei- che neue Themen. Speziell an PTAs richten sich zum Beispiel Verkaufs-Coachings wie „Charisma am HV – mit Leichtigkeit begeistern und beraten“, aber auch Fachthemen wie „Ergän- zende Empfehlungen für Ihren Beratungserfolg mit oralen und lokalen Schmerzmitteln.“ Anmeldungen sind jederzeit auf www.ratiopharm-campus.de möglich! Heute schon gedehnt? Service & Wissen Gesünder dank Ausdauertraining Ob Walken, Joggen, Radeln oder Schwimmen – wer sich mit Ausdau- ersportarten einen Ausgleich zum Berufsalltag schafft, tut Gutes für seine Gesundheit. Studien belegen, dass durch Ausdauertraining das Krankheitsrisiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Asthma und Bronchitis sinkt. Sogar Krankheitstage können durch regelmäßige Sporteinheiten vermindert werden: Untersuchungen sprechen von bis zu 29 Prozent! Wie wäre es, mit den Kolleginnen eine Sportgruppe zu bilden, um ge- meinsam aktiv zu werden und dadurch gesund zu bleiben? Die Weltgesundheitsorganisation rät, 10.000 Schritte am Tag zu tun. Doch die meisten von uns sitzen und stehen viel zu viel. Daher gilt: Jeder Schritt zählt! Ein mechanischer Schrittzähler am Hosenbund oder ein digitaler im Smartphone können dazu motivieren, (s)ein gesundes Bewegungsmaß zu finden. Wie wäre es mit einer „Challenge unter Kollegen“ als weiteren Anreiz? Gemeinsam steigert sich die Schrittzahl leichter! Katzen machen es uns vor: Wenn sie erwa- chen, wird sich erst mal gereckt, gestreckt und langgezogen. Die Samtpfoten wissen nämlich, dass sie ihren Körper dadurch weich und geschmeidig halten. Machen wir es ihnen nach! Dabei kommt es gar nicht mal auf Dehn-Methode und -Dauer an, sondern auf Regelmäßigkeit und Varianten- reichtum. Das Ergebnis? Die Muskeln sind mobiler. Sie fühlen sich beweglicher und damit wohler. Also: Während langer Sitzpha- sen immer mal wieder räkeln! Sieht in der Rezeptur oder im Backoffice ja keiner… Bitte lächeln! Durch ein Lächeln lassen sich die positiven Effekte von sportlicher Betätigung noch verstärken. Wirklich? Nun, der Begriff „Sport“ leitet sich vom lateinischen „disportare“ ab, was etwa „sich zerstreuen/vergnügen“ bedeutet – und das ist allemal ein Strahlen wert. Leben in Balance
  • 7. Wissensspiel Richtige Antworten ankreuzen und mit Ihrem Namen und Adresse einfach faxen an: 0731 – 402-7552 oder per Post an: ratiopharm GmbH Marketing OTC 89070 Ulm Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Teilnahmeberechtigt sind nur Apotheken-Mitarbeiter. Der Einsendeschluss ist der 31.05.2016. Die Gewinner werden direkt benachrichtigt (Gewinne können nicht ausbezahlt werden). Apotheke/Adresse: Name, Vorname: Dafür gibt’s doch ratiopharm! Beantworten Sie die untenstehenden Fragen und gewinnen Sie eine von 20 praktischen Strandmatten. Die Strandmatte ist zur Tasche faltbar und hat ein integriertes Kissen, dadurch wird sie zum perfekten Begleiter an sonnigen Urlaubstagen. 1. Aus welchem Körperteil wurde die Hyaluronsäure erstmalig isoliert? ❏ aus dem Glaskörper des Auges ❏ aus den Gelenken ❏ aus der Haut 2. Für welche Kunden sind Hyaluron-ratiopharm® Augentropfen geeignet? (2 Nennungen) 3. Wie oft blinzelt ein Mensch pro Minute, wenn er am Computer arbeitet? ❏ 10-15 Mal ❏ 7 - 8 Mal ❏ 1-2 Mal 4. Wie ist die Hautstelle vorzubereiten, bevor ein neues Fentanyl- ratiopharm® Matrixpflaster aufgeklebt wird? (2 Nennungen) 5. Welche Wasser- temperatur sollte während der Anwendung von Fentanyl-ratiopharm® Matrixpflaster nicht über- schritten werden? ❏ 37 °C ❏ 39 °C ❏ 41 °C 6. Wo finden Sie die Höchst- mengen für die Verordnung von Fentanyl-ratiopharm® Matrixpflaster? 7. Wieso zeigt das Diclo- ratiopharm® Schmerzgel eine bessere Verträglichkeit als orale Medikamente? 8. Bei welcher Art von Rückenschmerzen sollte Diclo-ratiopharm® Schmerz- gel angewendet werden? (2 richtige Antworten) ❏ Bei chronischen Rücken- schmerzen ❏ Bei nicht-spezifischen Rückenschmerzen ❏ Bei sehr starken Rücken- schmerzen Herausgeber Apo-Verlag AG St. Wolfgang Strasse 93 Postfach 65 LI-9495 Triesen www.d-e-a.eu info@d-e-a.eu Verlagsleiter Ralf Doeker Redaktion Redaktionsbüro A&K GbR Andrea Zeinar Markt 3 D-65375 Oestrich-Winkel Telefon: 06723-885291 Telefax: 06723-885285 marketing@apothekenzukunft.de ratiopharm GmbH Marketing-Team OTC Graf-Arco-Str. 3 D-89079 Ulm Telefon: +49 731 402-02 Telefax: +49 731 402-7832 www.ratiopharm.de Grafik und Layout Kast Creativ-Services GmbH Agentur für Design und Unternehmenskommunikation Mooslachenstraße 4 D-88142 Wasserburg/B. kast.creativ@t-online.de www.kast-creativ.de Bildnachweise Shutterstock, ratiopharm, Allgemeine Hinweise Nachdruck, Übersetzung, Vervielfältigung (gleich welcher Art), Vortrag sowie Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen, auf Ton- oder Bildträgern jeder Art und der Gebrauch in Lerngeräten jeder Art sind nur mit Genehmigung der Herausgeber gestattet. Aus Namensnennungen mit oder ohne Hinweise auf den Warenzei- cheninhaber können keinerlei Rechte abgeleitet werden. Der Herausgeber übernimmt keine Garantie auf Vollständigkeit. Die Komplexität der Inhalte macht es notwendig, Haftung und Gewähr auszuschließen. © 2016 Apo-Verlag AG Das erwartet Sie im Juli-Heft: Immer diese Technik! Hilfe, die IT spinnt mal wieder... Man ist was man isst Gesunde Pausensnacks helfen gegen Stress Impressum Vorschau SAP-Nr.: 269314 ratiopharm I 02.2016 12 Mitmachen & gewinnen 1. 2. 1. 2.