Eine Annäherung an einen dynamischen Begriff
„Ich bin die Summe all dessen, was vor mir geschah,
All dessen, was unter meinen Augen getan wurde,
all dessen, was mir angetan wurde.
Ich bin jeder Mensch und jedes Ding,
dessen Dasein das meine beeinflusste
oder von meinem beeinflusst wurde.
Ich bin alles, was geschieht, nachdem ich nicht mehr bin,
und was nicht geschähe,
wenn ich nicht gekommen wäre.“
                                          Salman Rushdie
 Was bezeichne ich als Erbe? – Ein Ausflug in die
  Biologie
 Wie funktioniert Vererbung? – Ein Ausflug in die
  Wissenssoziologie
 Gibt es ein „christliches“ Erbe? - Ein Ausflug in die
  Theologie
 Welche Konsequenzen kann ich aus den
  Erkenntnissen ziehen?
 Kunstbegriff
 Richard Dawkins
 Vererbung von Gedankeneinheiten analog zur Genetik
 Jeder Mensch hat eine einzigartige Kombination von
 Memen als geistiges Erbe
 Das Mem ist tradiertes Wissen ...
 ... implizit als unser Mindset
 ... explizit in Form von
  Kultur, Ritus, Institutionen, Rechtssystem, Gesellschaf
  tsform usw.
Objekt
   Externalisierung   Objektivierung




   Subjektivierung    Internalisierung

Subjekt
Durch die
Selbstoffenbarung Gottes
    in der Geschichte
  haben wir ein Wissen
    über die Zukunft!
Mythologie   Christentum
Das zukünftige Erbe
 Heilsgeschichtlich-eschatologische Ausrichtung
 Die Glaubenden als Erbe der Verheißung
 „Reich Gottes“ ersetzt „Land“
 „Reich Gottes“ wird zum Synonym aller Verheißungen,
  deren Erfüllung noch aussteht
Die Gegenwart des Zukünftigen

Die Gegenwart des Geistes       Die Auferstehung
Man fragte mich einmal ob ich die Auferstehung leugne.
Ich antwortete: Selbstverständlich. Jeder der mich kennt
weiß, dass ich die Auferstehung leugne. Jedes Mal wenn
ich meinem Nächsten nicht helfe, jedes Mal wenn ich an
Menschen vorüber gehe die arm sind, verleugne ich die
Auferstehung. Jedes Mal wenn ich an einem ungerechten
System teilnehme, verleugne ich die Auferstehung.
Und ich bestätige die Auferstehung. Ab und zu bestätige
ich die Auferstehung, wenn ich mich für diejenigen
einsetze die am Boden sind. Ich bestätige die
Auferstehung wenn ich für die Menschen spreche deren
Zungen gelähmt sind, wenn ich für die Menschen weine
die keine Tränen mehr haben.
                                              Peter Rollins
Dagmar Begemann: ERBE.

Dagmar Begemann: ERBE.

  • 1.
    Eine Annäherung aneinen dynamischen Begriff
  • 3.
    „Ich bin dieSumme all dessen, was vor mir geschah, All dessen, was unter meinen Augen getan wurde, all dessen, was mir angetan wurde. Ich bin jeder Mensch und jedes Ding, dessen Dasein das meine beeinflusste oder von meinem beeinflusst wurde. Ich bin alles, was geschieht, nachdem ich nicht mehr bin, und was nicht geschähe, wenn ich nicht gekommen wäre.“ Salman Rushdie
  • 4.
     Was bezeichneich als Erbe? – Ein Ausflug in die Biologie  Wie funktioniert Vererbung? – Ein Ausflug in die Wissenssoziologie  Gibt es ein „christliches“ Erbe? - Ein Ausflug in die Theologie  Welche Konsequenzen kann ich aus den Erkenntnissen ziehen?
  • 6.
     Kunstbegriff  RichardDawkins  Vererbung von Gedankeneinheiten analog zur Genetik  Jeder Mensch hat eine einzigartige Kombination von Memen als geistiges Erbe
  • 7.
     Das Memist tradiertes Wissen ...  ... implizit als unser Mindset  ... explizit in Form von Kultur, Ritus, Institutionen, Rechtssystem, Gesellschaf tsform usw.
  • 10.
    Objekt Externalisierung Objektivierung Subjektivierung Internalisierung Subjekt
  • 13.
    Durch die Selbstoffenbarung Gottes in der Geschichte haben wir ein Wissen über die Zukunft!
  • 14.
    Mythologie Christentum
  • 15.
    Das zukünftige Erbe Heilsgeschichtlich-eschatologische Ausrichtung  Die Glaubenden als Erbe der Verheißung  „Reich Gottes“ ersetzt „Land“  „Reich Gottes“ wird zum Synonym aller Verheißungen, deren Erfüllung noch aussteht
  • 16.
    Die Gegenwart desZukünftigen Die Gegenwart des Geistes Die Auferstehung
  • 20.
    Man fragte micheinmal ob ich die Auferstehung leugne. Ich antwortete: Selbstverständlich. Jeder der mich kennt weiß, dass ich die Auferstehung leugne. Jedes Mal wenn ich meinem Nächsten nicht helfe, jedes Mal wenn ich an Menschen vorüber gehe die arm sind, verleugne ich die Auferstehung. Jedes Mal wenn ich an einem ungerechten System teilnehme, verleugne ich die Auferstehung. Und ich bestätige die Auferstehung. Ab und zu bestätige ich die Auferstehung, wenn ich mich für diejenigen einsetze die am Boden sind. Ich bestätige die Auferstehung wenn ich für die Menschen spreche deren Zungen gelähmt sind, wenn ich für die Menschen weine die keine Tränen mehr haben. Peter Rollins