Hauptseminar im Wintersemester 2007/2008 „Aktuelle Fragen in der Versicherungswirtschaft“ Risiken und Risk-Management eines Automobilherstellers von Holger Schallehn und Michael Thiele
Gliederung 1 Notwendigkeit des Risikomanagements in der Automobilindustrie 2 Der Risikomanagementprozess 3 Risikomanagement in der Prozesskette eines Automobilherstellers 3.1 Produktentwicklung 3.2 Beschaffung 3.3 Produktion 3.4 Absatz 4 Fazit
Gliederung 1 Notwendigkeit des Risikomanagements in der Automobilindustrie 2 Der Risikomanagementprozess 3 Risikomanagement in der Prozesskette eines Automobilherstellers 3.1 Produktentwicklung 3.2 Beschaffung 3.3 Produktion 3.4 Absatz 4 Fazit
Entwicklung und Produktion von Fahrzeugen findet zunehmend auf globaler Ebene statt Globalisierung bietet wichtige Wachstumschancen damit verbunden: zusätzliche Risiken  Zunahme der Unternehmensgröße und Dezentralisierung der Unternehmensstruktur verschärfte Wettbewerbssituation mit weltweiter Konkurrenz, kürzeren Produktlebens- und Technologiezyklen sowie steigender Anforderungen an die Produktqualität     Chancen lassen sich nur erfolgreich nutzen, wenn Risiken transparent und beherrschbar sind    Forderung des Gesetzgebers durch KonTraG (§91 Abs. 2 AktG) 1 Notwendigkeit des Risikomanagements in der    Automobilindustrie
Gliederung 1 Notwendigkeit des Risikomanagements in der Automobilindustrie 2 Der Risikomanagementprozess 3 Risikomanagement in der Prozesskette eines Automobilherstellers 3.1 Produktentwicklung 3.2 Beschaffung 3.3 Produktion 3.4 Absatz 4 Fazit
2 Der Risikomanagementsprozess Identifikation Analyse und Bewertung Handhabung Überwachung
Gliederung 1 Notwendigkeit des Risikomanagements in der Automobilindustrie 2 Der Risikomanagementprozess 3 Risikomanagement in der Prozesskette eines Automobilherstellers 3.1 Produktentwicklung 3.2 Beschaffung 3.3 Produktion 3.4 Absatz 4 Fazit
3 Risikomanagement in der Prozesskette eines    Automobilherstellers 3.1 Produktentwicklung Ergebnissituation der laufenden Produktserie bestimmt maßgeblich die Ertragslage Verbesserung der Ergebnisqualität im Wesentlichen nur durch Entwicklung neuer Produktserien möglich Entscheidungen im Entwicklungsprozess legen Kostenstruktur fest und führen im weiteren Produktlebenszyklus zu kosten-wirksamen Konsequenzen Wettbewerbssituation erlaubt keine rein kostenorientierte Preis-gestaltung und führt zu kürzeren Entwicklungszeiten mit geringeren Budgets
   Fehlentwicklungen bezüglich Terminvorgaben sowie Wirtschaft-lichkeits- und Qualitätszielen bergen hohes Risikopotenzial Konsequenzen für das Risikomanagement: Definition und Einhaltung von Entwicklungszielen kontinuierliche Rechenschaft über einzelne Ziele und Projektfortschritt mittels festgelegtem Berichtsrhythmus Frühwarnsystem  streng geregelte Projektkontrolle (Projektmeilensteine) Anfertigung von Vorserienfahrzeugen 3 Risikomanagement in der Prozesskette eines    Automobilherstellers
weitere Aspekte betreffen die Geheimhaltung: Schutz eigener Entwicklungsleistungen bzw. sensibler Informationen vor unberechtigtem Zugriff mögliche Maßnahmen: Sensibilisierung der Mitarbeiter Sicherheitsbereiche und Geheimhaltungsstufen Sicherungstechnik für Datenaustausch patentrechtliche Absicherung Gefahr des Know-how-Abflusses durch Zusammenarbeit mit externen Entwicklungsdienstleistern (Zulieferer, Ingenierbüros) vertragliche fixierte Geheimhaltung 3 Risikomanagement in der Prozesskette eines    Automobilherstellers
Gliederung 1 Notwendigkeit des Risikomanagements in der Automobilindustrie 2 Der Risikomanagementprozess 3 Risikomanagement in der Prozesskette eines Automobilherstellers 3.1 Produktentwicklung 3.2 Beschaffung 3.3 Produktion 3.4 Absatz 4 Fazit
3 Risikomanagement in der Prozesskette eines    Automobilherstellers 3.2 Beschaffung Die für die Produktion notwendigen Materialien und Teile müssen rechtzeitig verfügbar sein Risiko besteht hauptsächlich in der Abhängigkeit von Zulieferunternehmen  Häufige Probleme bei Zulieferern: Qualitätsmängel Unzuverlässigkeit Unrentable Angebotspreise Volatilität der Rohstoffpreise
3 Risikomanagement in der Prozesskette eines    Automobilherstellers Möglichkeiten des Risikomanagements: Kontrolle des Lieferanten Überprüfung der Bonität und der technischen Kompetenz Qualitätskontrollen Starke Bindung des Lieferanten durch: Kapitalbeteiligung Langfristige Verträge Absicherung der Schwankung von Rohstoffpreisen durch Derivate
Gliederung 1 Notwendigkeit des Risikomanagements in der Automobilindustrie 2 Der Risikomanagementprozess 3 Risikomanagement in der Prozesskette eines Automobilherstellers 3.1 Produktentwicklung 3.2 Beschaffung 3.3 Produktion 3.4 Absatz 4 Fazit
3 Risikomanagement in der Prozesskette eines    Automobilherstellers 3.3 Produktion Ziel ist die Autoherstellung die sowohl den qualitativen als auch quantitativen Zielvorgaben entspricht Risiken während des Produktionsprozesses: Betriebsunterbrechung Herstellung fehlerhafter Produkte Personalrisiken Personalausfall durch Streiks Abfall der Arbeitsproduktivität  Mangel von qualifiziertem Personal
3 Risikomanagement in der Prozesskette eines    Automobilherstellers Möglichkeiten des Risikomanagements: Ständige Wartung und Prüfung der Maschinen Lagerung von Ersatzteilen  Qualitätskontrollen entlang des Produktionsprozesses Schaffung einer angenehmen Arbeitsumgebung Schulung von Personal Flexible Angestelltenverhältnisse
Gliederung 1 Notwendigkeit des Risikomanagements in der Automobilindustrie 2 Der Risikomanagementprozess 3 Risikomanagement in der Prozesskette eines Automobilherstellers 3.1 Produktentwicklung 3.2 Beschaffung 3.3 Produktion 3.4 Absatz 4 Fazit
3 Risikomanagement in der Prozesskette eines    Automobilherstellers 3.4 Absatz Der Verkauf von Autos wird vor allem durch Marktrisiken beeinflusst Autoabsatz ist von der konjunkturellen Lage abhängig Nachvertragliche Risiken entstehen durch Reklamationen Abhängig von der Schwere des Produktionsfehlers kommt es zur: Nachbesserungen Rückrufaktionen Produkthaftung Transportrisiko
3 Risikomanagement in der Prozesskette eines    Automobilherstellers Möglichkeiten des Risikomanagements: Marktforschung zur möglichst genauen Erfassung der Nachfragemenge Abwälzung eines Teils des Haftungsrisikos auf Lieferanten Versicherung des Produktrückrufsrisikos Wechselkursrisiken beim Autoverkauf in fremdländischer Währung durch Derivate absichern
4 Fazit Risikomanagement in der Automobilbranche wird durch das Zusammenspiel vieler Einzelrisiken bestimmt Hohe Bedeutung durch die hohen finanziellen Vorleistungen bis ein Auto verkauft werden kann und die geringe Flexibilität des Produktionsprozesses Im Rahmen der Globalisierung stellen sich auch in Zukunft viele neue Herausforderungen   Risikomanagement sollte als ein dynamischer und strategischer Prozess verstanden werden, welcher von dem ganzen Unternehmen und seinen Mitarbeitern getragen wird

Autopräsentation2007

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    Hauptseminar im Wintersemester2007/2008 „Aktuelle Fragen in der Versicherungswirtschaft“ Risiken und Risk-Management eines Automobilherstellers von Holger Schallehn und Michael Thiele
  • 2.
    Gliederung 1 Notwendigkeitdes Risikomanagements in der Automobilindustrie 2 Der Risikomanagementprozess 3 Risikomanagement in der Prozesskette eines Automobilherstellers 3.1 Produktentwicklung 3.2 Beschaffung 3.3 Produktion 3.4 Absatz 4 Fazit
  • 3.
    Gliederung 1 Notwendigkeitdes Risikomanagements in der Automobilindustrie 2 Der Risikomanagementprozess 3 Risikomanagement in der Prozesskette eines Automobilherstellers 3.1 Produktentwicklung 3.2 Beschaffung 3.3 Produktion 3.4 Absatz 4 Fazit
  • 4.
    Entwicklung und Produktionvon Fahrzeugen findet zunehmend auf globaler Ebene statt Globalisierung bietet wichtige Wachstumschancen damit verbunden: zusätzliche Risiken Zunahme der Unternehmensgröße und Dezentralisierung der Unternehmensstruktur verschärfte Wettbewerbssituation mit weltweiter Konkurrenz, kürzeren Produktlebens- und Technologiezyklen sowie steigender Anforderungen an die Produktqualität  Chancen lassen sich nur erfolgreich nutzen, wenn Risiken transparent und beherrschbar sind  Forderung des Gesetzgebers durch KonTraG (§91 Abs. 2 AktG) 1 Notwendigkeit des Risikomanagements in der Automobilindustrie
  • 5.
    Gliederung 1 Notwendigkeitdes Risikomanagements in der Automobilindustrie 2 Der Risikomanagementprozess 3 Risikomanagement in der Prozesskette eines Automobilherstellers 3.1 Produktentwicklung 3.2 Beschaffung 3.3 Produktion 3.4 Absatz 4 Fazit
  • 6.
    2 Der RisikomanagementsprozessIdentifikation Analyse und Bewertung Handhabung Überwachung
  • 7.
    Gliederung 1 Notwendigkeitdes Risikomanagements in der Automobilindustrie 2 Der Risikomanagementprozess 3 Risikomanagement in der Prozesskette eines Automobilherstellers 3.1 Produktentwicklung 3.2 Beschaffung 3.3 Produktion 3.4 Absatz 4 Fazit
  • 8.
    3 Risikomanagement inder Prozesskette eines Automobilherstellers 3.1 Produktentwicklung Ergebnissituation der laufenden Produktserie bestimmt maßgeblich die Ertragslage Verbesserung der Ergebnisqualität im Wesentlichen nur durch Entwicklung neuer Produktserien möglich Entscheidungen im Entwicklungsprozess legen Kostenstruktur fest und führen im weiteren Produktlebenszyklus zu kosten-wirksamen Konsequenzen Wettbewerbssituation erlaubt keine rein kostenorientierte Preis-gestaltung und führt zu kürzeren Entwicklungszeiten mit geringeren Budgets
  • 9.
    Fehlentwicklungen bezüglich Terminvorgaben sowie Wirtschaft-lichkeits- und Qualitätszielen bergen hohes Risikopotenzial Konsequenzen für das Risikomanagement: Definition und Einhaltung von Entwicklungszielen kontinuierliche Rechenschaft über einzelne Ziele und Projektfortschritt mittels festgelegtem Berichtsrhythmus Frühwarnsystem streng geregelte Projektkontrolle (Projektmeilensteine) Anfertigung von Vorserienfahrzeugen 3 Risikomanagement in der Prozesskette eines Automobilherstellers
  • 10.
    weitere Aspekte betreffendie Geheimhaltung: Schutz eigener Entwicklungsleistungen bzw. sensibler Informationen vor unberechtigtem Zugriff mögliche Maßnahmen: Sensibilisierung der Mitarbeiter Sicherheitsbereiche und Geheimhaltungsstufen Sicherungstechnik für Datenaustausch patentrechtliche Absicherung Gefahr des Know-how-Abflusses durch Zusammenarbeit mit externen Entwicklungsdienstleistern (Zulieferer, Ingenierbüros) vertragliche fixierte Geheimhaltung 3 Risikomanagement in der Prozesskette eines Automobilherstellers
  • 11.
    Gliederung 1 Notwendigkeitdes Risikomanagements in der Automobilindustrie 2 Der Risikomanagementprozess 3 Risikomanagement in der Prozesskette eines Automobilherstellers 3.1 Produktentwicklung 3.2 Beschaffung 3.3 Produktion 3.4 Absatz 4 Fazit
  • 12.
    3 Risikomanagement inder Prozesskette eines Automobilherstellers 3.2 Beschaffung Die für die Produktion notwendigen Materialien und Teile müssen rechtzeitig verfügbar sein Risiko besteht hauptsächlich in der Abhängigkeit von Zulieferunternehmen Häufige Probleme bei Zulieferern: Qualitätsmängel Unzuverlässigkeit Unrentable Angebotspreise Volatilität der Rohstoffpreise
  • 13.
    3 Risikomanagement inder Prozesskette eines Automobilherstellers Möglichkeiten des Risikomanagements: Kontrolle des Lieferanten Überprüfung der Bonität und der technischen Kompetenz Qualitätskontrollen Starke Bindung des Lieferanten durch: Kapitalbeteiligung Langfristige Verträge Absicherung der Schwankung von Rohstoffpreisen durch Derivate
  • 14.
    Gliederung 1 Notwendigkeitdes Risikomanagements in der Automobilindustrie 2 Der Risikomanagementprozess 3 Risikomanagement in der Prozesskette eines Automobilherstellers 3.1 Produktentwicklung 3.2 Beschaffung 3.3 Produktion 3.4 Absatz 4 Fazit
  • 15.
    3 Risikomanagement inder Prozesskette eines Automobilherstellers 3.3 Produktion Ziel ist die Autoherstellung die sowohl den qualitativen als auch quantitativen Zielvorgaben entspricht Risiken während des Produktionsprozesses: Betriebsunterbrechung Herstellung fehlerhafter Produkte Personalrisiken Personalausfall durch Streiks Abfall der Arbeitsproduktivität Mangel von qualifiziertem Personal
  • 16.
    3 Risikomanagement inder Prozesskette eines Automobilherstellers Möglichkeiten des Risikomanagements: Ständige Wartung und Prüfung der Maschinen Lagerung von Ersatzteilen Qualitätskontrollen entlang des Produktionsprozesses Schaffung einer angenehmen Arbeitsumgebung Schulung von Personal Flexible Angestelltenverhältnisse
  • 17.
    Gliederung 1 Notwendigkeitdes Risikomanagements in der Automobilindustrie 2 Der Risikomanagementprozess 3 Risikomanagement in der Prozesskette eines Automobilherstellers 3.1 Produktentwicklung 3.2 Beschaffung 3.3 Produktion 3.4 Absatz 4 Fazit
  • 18.
    3 Risikomanagement inder Prozesskette eines Automobilherstellers 3.4 Absatz Der Verkauf von Autos wird vor allem durch Marktrisiken beeinflusst Autoabsatz ist von der konjunkturellen Lage abhängig Nachvertragliche Risiken entstehen durch Reklamationen Abhängig von der Schwere des Produktionsfehlers kommt es zur: Nachbesserungen Rückrufaktionen Produkthaftung Transportrisiko
  • 19.
    3 Risikomanagement inder Prozesskette eines Automobilherstellers Möglichkeiten des Risikomanagements: Marktforschung zur möglichst genauen Erfassung der Nachfragemenge Abwälzung eines Teils des Haftungsrisikos auf Lieferanten Versicherung des Produktrückrufsrisikos Wechselkursrisiken beim Autoverkauf in fremdländischer Währung durch Derivate absichern
  • 20.
    4 Fazit Risikomanagementin der Automobilbranche wird durch das Zusammenspiel vieler Einzelrisiken bestimmt Hohe Bedeutung durch die hohen finanziellen Vorleistungen bis ein Auto verkauft werden kann und die geringe Flexibilität des Produktionsprozesses Im Rahmen der Globalisierung stellen sich auch in Zukunft viele neue Herausforderungen  Risikomanagement sollte als ein dynamischer und strategischer Prozess verstanden werden, welcher von dem ganzen Unternehmen und seinen Mitarbeitern getragen wird