Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
    Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie;
    detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.



    © 2010 Verlagsanstalt Tyrolia, Innsbruck
    Umschlaggestaltung: Patricia Karg, Thaur, www.karg-patricia.com
    Layout und digitale Gestaltung: Sabine Penz, Wien
    Fotografie: Gerda Eichholzer, Innsbruck, München, www.gerdaeichholzer.com; Peter Jenni, Zürich
    Privatfotos: Reinke Weber, Innsbruck; Herbert Gyss, Innsbruck; Monika Wittib, Innsbruck; Patricia Karg, Thaur; u. w.
    Bildbearbeitung: Simona Obholzer, Wien
    Digitale Aufbereitung und Archivierung des jahrzehntealten Fotomaterials: Andreas Usel, Innsbruck
    Lektorat: Tyrolia Verlag, Innsbruck
    Druck: Alpina Druck, Innsbruck
    Bindung: Conzella, München
    © 2010 Tirol Werbung GmbH, Innsbruck
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    ISBN 978-3-7022-2788-3
    E-Mail: buchverlag@tyrolia.at
    Internet: www.tyrolia-verlag.at
4
k a r g
p a t r i c i a
a u s a p e r n
Bildhauerei
M a l e r e i
G r a f i k
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geschaffen 		              INHALT	
	              angeordnet als Entwicklung	 	             Verwandtschaften und Prozessabfolge

	                          mir ein Anliegen	       9	    Vorwort
	              beobachtend kommentiert	           10	    Gästetexte
	                                 ausapern	       20	    Patricia Karg erzählt
	       steht zu einer Verwendung bereit	         21	    ein leeres Blatt
	                                umdenken	        23	    der kreative Prozess
	                     zeichnend berichten	         30	   Grafik
	                       abfolgend werkvoll	        50	   Bildhauerei	
	                                 abformen	        64	   Gips	
	                        Farbe modellieren	        70	   Terralitho
	                                  wachsen	       106	   Säule
	                  hineinfließen, begehen	        122	   Raum
	                          rundum erleben	        132	   Platz
	                                 vollenden	      139	   Kugel
	                                    kreisen	     144	   Scheibe
	                              sich wölben	       146	   Schale
	                                   veredeln	     148	   Bronze
	                  öffnen und verzweigen	         170	   Blech
	                                  beflügeln	     175	   Vielfalt
	   durchleuchtet, geschichtet und gefügt	        176	   Glas
	                                  gekleidet	     190	   Fassade
	                                    um uns	      204	   Umraum
	                         erleben in Farbe	       232	   Gemälde
	                                  prägnant	      332	   Plakat
	             gelb, orange, rot, blau, grün	      334	   Impressionen
	                                     lebhaft 	   340	   Biografie
	                             eingebunden	        341	   Mitgliedschaften
	                               exponieren	       342	   Ausstellungen
	                                   auflisten	    344	   Werkverzeichnis
	              thematisieren und suchen	          348	   Stichwortverzeichnis
	              und in Buchform gebracht	          350	   Layoutkonzept
	                               einzutragen	      352	   Sammlerblatt
	                      dankbar unterstützt	       354	   Sponsoren
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Allen meinen Gönnern
UND GÖNNERINNEN
ist dieses Buch gewidmet.
Durch ihr Vertrauen konnte
vieles verwirklicht werden.




Mit diesem Buch möchte ich Ihnen meine Dankbarkeit und
Freude an meiner Arbeit mitteilen und Sie ganz herzlich in meine
Werkstatt einladen.
Bildhauerin und Malerin bin ich geworden – und schon seit meiner
Kindheit kann ich mich dieser Aufgabe nicht mehr entziehen.
Dieses Buch ist ein Werk für sich. Eine Ordnung ist weder nach
Sparten oder Techniken noch nach vollständiger Archivierung an-
gestrebt. Jede Doppelseite soll in ihrer eigenen Weise einladen.
Im Buch sind meine Gedanken um das Entstehen der Arbeiten
ebenso wie persönliche Erzählungen und eine Vielfalt an Werken
gesammelt.

Die leeren Seiten in diesem Buch sollen Sie einladen, Ihren
Gedanken Raum zu geben. Sie sollen zu Ihrer Verwendung stehen,
für Ihre Notizen, für Ihre Widmungen, für Ihr eigenes Kunstwerk.
Prof. Norbert Siegfried Amerstorfer                   Ing. Lothar Bitschnau
     Maler, Grafiker und Schriftsteller                    Unternehmer und Erfinder
     Hall in Tirol im Sommer 1990                          Nenzing im August 2010




     Für Patricia Karg strömt Bild, Akt und Skulptur aus   Als Kinder spielten wir,
     einer ergiebigen Quelle aus Geist, Dynamik und        arbeiteten, unbemerkt und oft ohne Anerkennung.
     einer sehr empfindsamen Seele. Dabei steht sie
     fest und unerschütterlich in der Realität des bild-   Aufmerksam, konzentriert,
     haft natürlichen Ausdrucks.                           voller Motivation und Energie
     Gottlob – ohne Allüren.                               schufen wir Werke und glückliches Leben

                                                           – Teil der Erinnerung.

                                                           Die Spannung aus Neugier und Sehnsucht
                                                           lief unserem Schöpfen voraus und
                                                           zog uns Spur in junge Welten.

                                                           Patricia spielt noch immer, im kleinen Kreise Auserwählter,
                                                           die es nicht lassen können,
                                                           Körperseelen Form zu geben und Farbenwesen einzukleiden
                                                           ... unseren Augen Glanz zu schenken.
                                                           ... und wir, wir atmen tiefstes Glück, ihr Werk zu kennen.
10
Brief:
Dietmar Hosp                                                            Engelbert Gitterle
Galerist                                                                Bildhauer
Nassereith/Tirol im Oktober 1992                                        Urgen im Oktober 1992




Durch die Empfehlung eines Bekannten, Univ.-Prof. Dr. Werner Lin-       Lieber Dietmar,	                               Urgen, 12.10.1992
dinger, lernte ich die Künstlerin Patricia Karg im Jahr 1992 ­ ennen.
                                                             k
Wir trafen uns in Nassereith und saßen einige „Nachtstunden“ vor        ich habe gestern die Galerie kurz nach dem Vortrag von ­ atricia Karg
                                                                                                                               P
dem flackernden Feuer unseres Außenkamins hinter unserem                verlassen. Ich wollte mich keinen Gesprächen mehr ­ ussetzen. Ich
                                                                                                                             a
Haus. Nach einigen Gläsern Wein entstand eine äußerst angeregte,        war sehr berührt von der Ausstrahlung dieser großen, gescheiten,
p
­ ositive und offene Unterhaltung, und wir beschlossen, eine Aus-       äußerst positiven, ja wirklich genialen Frau, von ihrer Arbeitskraft,
stellung mit neuen Bildern, Skulpturen und Grafiken der Künstlerin      ihren Lebensanschauungen!
zu organisieren und im Oktober desselben Jahres zu präsentieren.        Ich sehe in ihr derzeit die größte Begabung in Tirol. Freilich, das
                                                                        Salz des Lebens hat sie noch nicht gekostet. Seien wir darüber
Die Ausstellung verlief sehr erfolgreich, obwohl die Künstlerin im      froh. An ihr bewundere ich vor allem, was mir seit je abgegangen
Tiroler Oberland mehr oder weniger noch unbekannt war. So heißt         ist – ihr Selbstbewusstsein, das aber äußerst sympathisch, nie ver-
es im Text einer Oberländer Lokalzeitung als Schlusssatz: „So ist       klemmt, hemmungslos oder arrogant wirkt. Ich freue mich, dass
es dem Galeristen Dietmar Hosp wieder einmal gelungen, Werke            der Schöpfer immer wieder solche „Mozarte“ hervorbringt.
einer jungen Künstlerin der breiten Öffentlichkeit vorzustellen!“
                                                                        Dir gratuliere ich herzlich, freue mich auch über Deinen Erfolg und
Am letzten Tag der Ausstellung lud Patricia Karg zu einem Vor-          grüße Dich und Deine liebe Frau!
trag in unserer Galerie ein und berichtete in überzeugender Weise       Engl Gitterle
über ihre künstlerische Tätigkeit.

Der Oberländer Künstler Engelbert Gitterle verließ, ohne sich zu        Patricia Karg gehört inzwischen zu den führenden Künstlerpersön-
verabschieden, kurz nach dem Ende des Vortrages die Galerie.            lichkeiten Tirols und ihr Schaffen ist längst auch über die Grenzen
Nach zwei Tagen bekam ich folgenden Brief:                              unseres Landes hinaus geschätzt und anerkannt!
Dr. Reinhold Stecher
     Altbischof
     Rum im Dezember 2005




     Wenn ich das Werk Patricia Kargs betrachte, möchte ich nicht so
     tun, als wäre ich ein Kunstexperte. Ich bin es nicht.
     Ich vermag nicht, mit treffenden Worten kunstgeschichtliche Be­
     züge und geistvolle Hintergründe aufzudecken. Dazu fehlt mir das
     Fachwissen.
     Ich muss die Dinge mit der Naivität des schlichten Betrachters
     und einem gewissen seelsorgerlichen Gespür ins Auge fassen.
     Und von daher weiß ich, dass unsere wohlorganisierte, technisch
     perfekte und mit tausend Wortfetzen vernetzte und trotzdem
     z
     ­ iemlich anonyme und vermasste Welt Gegengewichte braucht.
     Eine dieser Gegengewichte ist jene Art von Kunst, die uns ver­
     stehend anspricht und ermunternd grüßt (es gibt ja auch Formen,
     die nur verstörend belasten und Abgrund, Düsterheit, Ausweg­
     losigkeit und Ekel präsentieren).
     Das Werk Patricia Kargs grüßt mit Farben, Formen und Ideen den
     Menschen in der Welt von heute und macht damit das Leben ein
     wenig humaner, ohne das Schwere des Daseins wegzuschönen.
     Und im Bereich moderner religiöser Kunst gehört sie zu jenen, die
     die Brücke zu den Menschen zu schlagen verstehen. In der kirch­
     lichen Kunst ist diese Fähigkeit ja immer besonders gefordert, weil
     Kirchenbesucher nicht einfach mit jenen identisch sind, die sach­
     kundig durch Galerien wandern.
     Jedes Mal, wenn ich den Brunnen in der Eingangshalle unserer
     Privatklinik in Hochrum sehe, mit der kreisenden Kugel in den
     farbigen Bögen, geht ein Hauch von tröstlichem Leben durch das
     Krankenhausfoyer, eine ferne Erinnerung an jenen Regenbogen,
     den Noah nach der Sintflut als Zeichen des Bundes über dieser
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     belasteten Welt gesehen hat. So ergreife ich gerne die Gelegen­
     heit, hier für diese Kunst zu danken.
Dipl.-Ing. Norbert Heltschl
Architekt
Imst im Oktober 2006




Es war gerade noch rechtzeitig, als meine architektonischen
A
­ ktivitäten durch den Auftrag zur Umgestaltung des inzwischen
50 Jahre alten Tivolibades herausgefordert wurden.

Ich habe unter der Bedingung angenommen, dass das Gesamt­                  So wenig man KUNST in Worte fassen kann, so sehr beeindruckt
kunstwerk (BAUHAUS) als Klassische Moderne im Zusammen­                    mich das Bekenntnis von Patricia Karg:
wirken mit Künstlern gestaltet werden kann. Dies geschah schon
mit hervorragenden Künstlerinnen und Künstlern beim Neubau,                „Durch meine Arbeit möchte ich den GEIST der Menschen er­ auen
                                                                                                                                   b
die dann auch konsequent dieses mein Vorhaben im Sinne des                 und weiten. Meine Werke sollen Nahrung für die SEELE sein.“
Gesamtkunstwerkes realisiert haben.
Das künstlerische Wirken von Patricia Karg als Malerin, Bild­ auerin
                                                            h              Die Kunst unserer Zeit muss MODERNE, von uns geschaffene
und Grafikerin war mir aus Katalogen, Ausstellungen und durch              Formen widerspiegeln, die unserem Anspruch, unseren Inten­
A
­ rbeiten im öffentlichen Raum bekannt. Patricia Karg schien für           tionen entsprechen und diese veranschaulichen. Es gilt nicht nur
mich aufgrund ihrer allseits geschätzten und gelobten Gestaltungen         zu erkennen, sondern es gilt zu erfühlen. Die bloße Übernahme
für die Zusammenarbeit hoch qualifiziert und geradezu ­ rädestiniert
                                                       p                   des Sichtbaren kann nicht die Herausforderung sein. Der Inhalt
zu sein. Die Vielfalt ihrer künstlerischen Zeugnisse ebenso wie ihr        erschließt sich nur durch die Auseinandersetzung mit dem hoch
experimentelles Werk sind Bestätigung für ihren ­ irtuosen Umgang
                                                  v                        qualifizierten künstlerischen Werk.
mit Farben und Formen. Gerade das ­ xperiment ist – in all seinen
                                         E
Erscheinungsformen – das eigentliche Freiwerden geistiger Mög­             Zum Schluss noch eine Bemerkung betreffend meiner Liebe zum
lichkeiten aus den Klammern eines einseitigen, letztlich primitiven        grafischen Werk von Patricia Karg.
Intellektualismus.                                                         Anlass sind die hervorragenden Bleistiftzeichnungen aus dem
                                                                           Jahr 1993, die Patricia Karg mit folgenden Worten unterstreicht:
Mit künstlerischen Erfahrungen solchen Ursprungs konnte sodann             „Einen Strich zu ziehen bedeutet, einen Gedanken haben, eine
auch völlig frei und unbeschwert ein Gestaltungskonzept ent­ ickelt
                                                           w               Vorstellung zu haben und diesen zu folgen ... Es gibt nur eine
werden.                                                                    S
                                                                           ­ ache, die edel ist und unserem Wirken zugrunde liegt, das ist die
                                                                           Zeichnung.“
Und am Ende dann das überzeugende Resultat: Patricia Karg hat              Und diese ihre Erkenntnis sollte auch für die ARCHITEKTUR
die Farbe gekonnt in das Erscheinungsbild der Architektur ­ntegriert.
                                                             i             g
                                                                           ­ elten, welche sich vom Gigantismus zum Minimalismus bewegen
Sie hat durch die relativ neutrale, aber sehr bewusst gesetzte Farb­ e­
                                                                    g      möge.
bung eine über zeitgeistige Tendenzen hinaus­eichende Lang­­
                                                 r                lebig­   Ich jedenfalls freue mich auf den Kunstkatalog und bin natürlich
keit erreicht – weder Zeitgeist noch Zeitentwicklung noch kurz­ristige
                                                                f          schon gespannt auf die entsprechende Würdigung der hoch
Mode­ rscheinungen können diese Form der Eigen­ tändigkeit,
       e                                                  s                q
                                                                           ­ ualifizierten künstlerischen Zeugnisse von Patricia Karg. Denn
­ iesen ganz persönlichen Zugang, gefährden. So ge­ ehen war für
d                                                       s                  es ist eine Liebeserklärung an die Schönheit.
mich die Erfüllung eines Gesamtkunstwerkes ge­ eben.
                                                   g
Robert Schneider
     Schriftsteller
     Götzis im Januar 2006




     Die Farbe des Fühlens –
     eine Note zu Patricia Kargs Arbeiten

     Mit beharrlicher Regelmäßigkeit verstößt die Malerin und Bild­        bisher unbekannten Künstlers 2.000 Euro kostete und in drei
     hauerin Patricia Karg gegen den feuilletonistischen Kanon der         J
                                                                           ­ ahren plötzlich 200.000 Euro kostet, muss an dem Bild wie an
     zeitgenössischen Kunst. Indem sie dem allgemein verbindlichen,        dem Künstler schon was dran sein ...
     strukturell-reduktiven Konzept von Kunst eine geradezu explo­
     dierende Fülle an nicht kongruenten Farben und Formen ent­            Patricia Karg ist eine Künstlerin, die sich um den theoretischen
     gegenhält, wird sie zu einem „Fall“ in der österreichischen Ge­       Diskurs wenig schert, weil dieser Diskurs dem Kunstschaffenden
     genwartskunst. Ihre Arbeiten erregen ebenso viel Bewunderung          an und für sich fremd ist. Sie kommt mit diesem Diskurs – und den
     wie sie Ärgernis und Kopfschütteln provozieren. Kargs Werk ist        Verletzungen wie den Freuden, die daraus resultieren – immer nur
     von einer derart wuchtigen, exaltierten Buntheit, dass es manch       dann in Berührung, wenn das Bild gemalt, die Skulptur gegossen
     einem Sachverständigen den Atem verschlägt. Da wird schnell           ist und sich also auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten behaupten soll.
     eine Schublade aufgetan, und auf der Schublade steht mit kalli­       Den Schaffensprozess selbst tangiert das wenig. Emil Nolde soll
     graphischer Schrift: Emotion ist gleich Irrationalität.               einmal gesagt haben, das Entwürdigendste sei ihm stets gewe-
                                                                           sen, ein Aquarell erklären zu müssen, um dafür einen günstigen
     Der Kunst das Fühlen zu verbieten heißt aber, die Kunst überhaupt     Preis zu erzielen. Und darin liegt eine sehr tiefe, schmerzliche Er-
     abschaffen. Das ist der theoretische Kunst- und Architekturdiskurs    kenntnis. Die Kunst unserer Zeit scheint ihrem ureigenen Medium
     der letzten sechzig Jahre. Indem man glaubt, die Kunst von der        nicht mehr zu vertrauen – nämlich der Wortlosigkeit. Sie bedarf
     Emotion abspalten zu können – Emotivität führt angeblich in die       offensichtlich der Adelung durch das Wort. Sie braucht die Krücke
     Barbarei –, hofft man eine Kontrollinstanz gegen alles Bedrohliche    eines theoretischen Unterbaus. Viele Geister müssen zuerst über
     und Angstmachende zu haben. Aber Gefühle sind nicht linear,           das Kunstwerk reden, ehe es etwas gilt. Es muss durch die ­ edien
                                                                                                                                       M
     von sachlicher und struktureller Transparenz. Ganz im Gegen­          gegangen sein, in provozierender oder nicht provozierender Weise,
     teil! Gefühle erzeugen – sofern man von theoretischen Konzep­         wie auch immer. Dann erst ist der Künstler etwas wert.
     ten verstellt ist – zuallererst Unbehagen. Nirgendwo sonst wird in
     unserem Alltagsleben so verhohlen emotional gestritten wie über       In diesem Sinn ist Patricia Kargs Kunst nichts wert, behält ­ ämlich
                                                                                                                                       n
     Kunst. Freilich immer unter dem Deckmantel einer Autorität, die bei   ihre Unschuld und bleibt unverdorben. Und es ist dieser unge-
     genauerem Hinsehen und Nachfragen ihre ästhetischen und ge­           stümen Künstlerin nur zu wünschen, dass ihr all der unerschöpf-
     sellschaftlichen Prämissen nicht erklären kann, geschweige denn       liche Reichtum an Farben und Formen erhalten bleibt. Der eben
     will. Das wäre dann wie mit dem Märchen von dem Kaiser und sei­       erwähnte Emil Nolde soll auch gesagt haben, dass, als gewisse
     nen neuen Kleidern. Kunst kann nicht gemessen, ge­ ogen oder
                                                            w              Kreise seine Aquarelle plötzlich zu sammeln anfingen, er unter
     irgendwie berechnet werden. Niemand kann empirisch beweisen,          g
                                                                           ­ roßer Irritation gelitten habe. Ein Leben lang habe er gegen den
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     was gute Kunst ist oder eben schlechte. Geadelt wird Kunst im         Geschmack der Zeit gemalt und nun werde er plötzlich Geschmack
     schamlosesten Fall durch den Kunstmarkt. Wenn das Bild eines          der Zeit. Da könne etwas nicht mehr stimmen an seiner Arbeit.
Mag. Dipl.-Ing. Thomas Häusle
Direktor der Kunsthalle Wien
Präsident des Vorarlberger Kunstvereines
Dornbirn im Februar 2006




Patricia Karg wünscht sich, Menschen durch ihr Werk zu beseelen.           „Kunst soll man nicht verstehen, sondern erleben und fühlen“,
Dieser Mission folgend ist ihr ein besonderes Kunststück gelungen.         meint Patricia Karg. Das ist der Pfad der Annäherung. Der helfende
Ein Kunststück höherer Ordnung gleichsam. Sie beseelt einerseits           Faden ist die Leidenschaft, die Lust und die Emotionalität. Darin
eine stets wachsende interessierte Gemeinde aus Kunstliebha-               allein vereinen sich Material, Farbe, Form und Mensch zum Werk.
bern mit ihren Werken, sie beseelt jeden, der mit ihr in Kontakt tritt     Das Positive wird uns dabei nicht vorgetäuscht – es wird uns vor-
persönlich und sie beseelt sich selbst, indem sie sie sich in ihrem        gelebt, vorgemacht. Die Harmonie und Kraft der Farben stellt sich
Schaffen immer aufs Neue findet und manifestiert. Authentizität            bewusst und siegessicher in Konkurrenz zur Aggressivität der For-
zwischen Mensch und Werk, stete Präsenz der Absicht und Kon-               men und Materialien.
gruenz zwischen emotionaler Absicht und künstlerischer Wirkung
prägen das Werk und das Leben von Patricia Karg.                           Die Kunst der Patricia Karg fragt nicht und gibt keine ­ ntworten,
                                                                                                                                   A
                                                                           sie deutet nur und zeigt. Sie versucht voller Leidenschaft, es uns
Die künstlerischen Mittel sind dabei auffallend vielfältig, denn           einfach etwas angenehmer zu machen. Und weil es uns so schwer-
das Talent sprengt jede feste Definition von Technik und Material.         fällt, das anzunehmen, macht sie es aktiv und intensiv und des-
Skulpturen, Bilder, Objekte, Zeichnungen, Installationen, Inszenie-        halb wirkungsvoll und treffsicher. Emotionen sind alles, was ­ iese
                                                                                                                                        d
rungen gefertigt auf Leinwand, Textil, Papier geschaffen aus Stein,        Kunst ausdrücken will – Emotionen, Leidenschaft und Lust. Es
Metall, Glas – nein, derart kommt man Patricia Karg und ihrer              ist kein Streben darin zu finden, außer nach Harmonie. Es ist kein
Kunst nicht näher, nicht an sie heran. Die Vielfältigkeit der Techni-      Verständnis gefordert, außer dem gegenseitigen. Es sind keine
ken und Materialien, der Interessen und Aktivitäten hilft uns nicht,       Worte notwendig, sondern Gefühle. Es ist keine Reflexion gefragt,
die Künstlerin zu verstehen, sie hilft uns lediglich, uns zu verirren in   s
                                                                           ­ ondern Bereitschaft. Hier wirkt das Bedürfnis eines Menschen zu
der Ratio möglicher Reflexionen, welche die Künstlerin möglicher-          erfreuen, zu geben, zu erweitern und zu leben – zu beseelen eben.
weise provoziert, keineswegs aber beabsichtigt.
Mag. Ilse Abka-Prandstetter
     akademische Malerin
     Aldrans im März 2007




     Wo liegt die Basis eines Künstlers?

     Liegt sie dort, wo das Spiel mit Farben und Formen zum Rausch        Du stellst dich auf die Auftraggeber ein und versuchst sie in Deine
     wird? Oder dort, wo Farben und Formen zum Ausdrucksmittel            Welt zu führen – das ist eine Deiner großen Stärken. Du agierst auf
     menschlicher Erlebnisintensität dienen?                              sie zugehend, bis auch die Erfordernisse des Raumes mit Deiner
     Für mich findet Kunst immer auf dem schmalen Grat statt, wo Ver­     Arbeit zu einer Einheit verschmelzen.
     stand und Emotionen einander begegnen.                               Beide singen wir das Lied der Farben, das zur Musik der Augen
                                                                          werden soll.
     Du hast die Frage in Deiner Arbeit immer wieder beantwortet – all
     Deine künstlerischen Aussagen stehen als ein Zeichen ­ eines
                                                                D         Und noch etwas: In einer Bildfigur sich zu drehen, von oben nach
     Kommunikationswillens. Du arbeitest, nicht um Dich zu be­riedigen,
                                                              f           unten, von rechts nach links, um ins Zentrum zu sehen, ist eine
     sondern um anderen (wie du selbst sagst) Freude zu machen. Wie       deiner großartigen Bildfindungen.
     gerecht ist es doch, dass diese Freude auf den Erzeuger zurück­      Ja, das Zentrum zu sehen. – Ist die Welt nicht durchzogen von
     fließt! Ich genieße Deine offene, faszinierende Ausstrahlung. Wie    Terror und Gewalt? Wie sehr braucht sie die Zeichen der Freude!
     aus ­ inem angefangenen Bild trittst Du aus Dir heraus und voll­
           e                                                              Muss man sich nicht immer wieder fragen, ob es notwendig ist,
     endest Dich in Deinem Äußeren.                                       dass die Kunst auf die dunklen Seiten der Welt den Finger hält
                                                                          und darin herumwühlt; ist doch die Tragik selbst durch kein Auf­
     Wie war doch eine unserer ersten Begegnungen? Es war bei ­ inem
                                                                 e        zeigen zu überbieten und deutlicher zu machen.
     Wettbewerb, der von der Jungen Industrie für Künstler gestartet
     wurde. Und nicht ganz ohne Dein Zutun hab ich damals einen           Zeigt die Welt nicht offen ihre Wunden, wenn man spürt,
     Preis gemacht, obwohl Du ja selbst mit Deinen Zeichnungen ver­       wie sehr sie der Fröhlichkeit und Freude bedarf?
     treten warst. Damals wusste ich: Du bist neidlos. Wie selten kann    Heilt man nicht auch Wunden eher mit Balsam?
     man das von Kollegen sagen ... Später sind wir uns dann immer
     wieder bei Wettbewerben begegnet, und jedes Mal lächelten wir        Ich hoffe, dass wir in unserer Arbeit dieser Frage nachgehen werden.
     uns wissend zu – kennen wir doch beide das Spiel vom Glück und       In Freundschaft, Ilse
     Zufall der Entscheidungen. Wie oft aber konntest Du Dich erfolg­
     reich durchsetzen.
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Dr. Volkmar Käppl                                                     Baurat h. c. Prof. Hubert Prachensky
Kunstsammler                                                          Architekt
Wien im Juni 2007                                                     Innsbruck im Herbst 2007




Mensch sein.
Was ich bei den Kunstwerken von Patricia Karg empfinde.               Für die Künstlerin Patricia Karg

Mensch sein. Ausgeliefert sein. Dem Schicksal und der Umwelt.         Der Dreiklang der Bildenden Künste
Schmerzen ertragen, Zuwendung erfahren, Geborgenheit ­ e­ ießen.
                                                       g n            Architektur – Malerei – Bildhauerei
Fragen stellen, Antworten hinterfragen, den Willen durchsetzen.       ist ein wichtiger Teil der Weltkulturen.
Scheitern und erneut versuchen. Erfahrungen ­ achen, lernen, Ent-
                                            m
wicklungen durchleben.                                                Es ist schön, dass wir dabei sein können.

Leben. Existieren. Ziele setzen. Bewusst leben. Reflektieren. Miss-   Herzlich
erfolge verkraften und zornig sein. Meditieren. Erfolge feiern und    Hubert Prachensky
glücklich sein. An etwas glauben.

Allein sein. Mit mir. Mit meiner Meinung. Zusammenarbeit suchen.
Miteinander. Zusammensein erleben. Ineinander. Geistig und kör-
perlich.

All das ist für mich aus dem künstlerischen Werk von Patricia Karg
herauslesbar. Es findet Ausdruck. In ihren Bildern und in ihren
Skulpturen. Sie machen sichtbar und sie regen an. Zu Gedanken.
Sie machen auch bewusst. Mensch zu sein.
Prof. Dr. Andreas Kühne
                       Historiker und Kunsthistoriker,
                 Honorarprofessor an der Akademie
                  der Bildenden Künste in München,
     Kunstkritiker (u. a. für die Süddeutsche Zeitung
                        und die Antiquitäten Zeitung),
                                   Ausstellungskurator

                                    Christoph Sorger     Metamorphosen der plastischen Form
             Autor und Übersetzer, Kunstjournalist,      Anmerkungen zum Werk von Patricia Karg
           Öffentlichkeitsarbeit für die Stadt Leipzig

                               München im Juli 2007      Die Verwandlungen von Linien und organischen Gebilden, von
                                                         Blütenblättern, Schriftformen und Tanzbewegungen waren es, die
                                                         Künstler und Publikum um 1900 faszinierten. Werner Hofmann,
                                                         einer der Theoretiker der Moderne, hat einmal als wichtiges Erbe
                                                         dieser Zeit die Einsicht bezeichnet, dass alle Form Metamorpho-
                                                         se ist. Seit er diese Feststellung traf, sind gut fünf Jahrzehnte ver-
                                                         gangen, und manches, was damals Erbe schien, ist inzwischen
                                                         aufgebraucht. Seitdem ist die Kunst in ihre „posthistorische
                                                         P
                                                         ­ eriode“ eingetreten und hat den Künstler aus dem Zwang ent-
                                                         lassen, ­ iner „korrekten historischen Linie“ zu folgen. Patricia Karg
                                                                  e
                                                         gehört einer Generation an, für die jene Freiheit bereits eine Selbst-
                                                         verständlichkeit ist. Wenn irgendein Erbe für sie noch verbindlich
                                                         ist, dann diese von Hofmann formulierte Erkenntnis. Angesichts
                                                         ihres ­ lastischen Werkes, das sich seit rund zwei Jahrzehnten in
                                                                p
                                                         einer staunenswerten Variationsbreite entfaltet, drängt sich dieser
                                                         Gedanke geradezu auf.
                                                         Mit großer Unbefangenheit hat Patricia Karg ein plastisches
                                                         R
                                                         ­ epertoire entwickelt, das Mimetisches einschließt – vorzugs­ eise
                                                                                                                          w
                                                         Formen des menschlichen Körpers, der Tier- und der Pflanzen-
                                                         welt – und in dem das abbildhaft Organische vielfältig variiert wird.
                                                         Bis hin zum fantastisch Organoiden. Der reinen Stereometrie be­
                                                         gegnen wir in diesem Repertoire nur in selten angestrebten Grenz-
                                                         bereichen. Patricia Karg folgt dabei keinem Kalkül. Ihre Gebilde
                                                         sind keine ­ aterialisationen abstrakter Formzusammenhänge oder
                                                                      M
                                                         i
                                                         ­ntellektueller Konstrukte. Sie entstammen einem Wirklichkeits­
                                                         bereich zwischen reinem Sinneseindruck und reiner Kognition, den
                                                         Henry Corbin als „imaginal“ bezeichnet hat. Einem Bereich, dessen
                                                         Bilder an unsere Vorstellungskraft appellieren. Patricia Kargs Form-
                                                         findungen berühren uns häufig durch ihren emotionalen, direkten
18




                                                         und unverstellten Ausdruck. Ähnlichkeitsbeziehungen zu Objekten
                                                         der „realen“ Welt spielen dabei eine untergeordnete Rolle.
Letztlich ist es der Prozess des Lebens selbst, der im mundus           prozesse widerspiegeln. Bei der Betrachtung der vielen Arbeiten
imaginalis bildhaft erfahren werden kann. Patricia Kargs Arbeiten       Partricia Kargs in Kugelformen, in denen sich menschliche und
leben alle auf die eine oder andere Weise von der Verbindung            v
                                                                        ­ egetabilische Formen verschlingen, auseinander hervorgehen
mit dieser Welt der inneren Bilder und ihrer Dynamik. Um ­ iesed        oder ineinander übergehen, mag man an eine frühe griechische
Dynamik in sicht- und tastbare Gegenständlichkeit zu übersetzen,        Kosmogonie denken, die schon ein philosophisches Gedanken-
bedient sie sich einer Vielzahl von unterschiedlichen formalen          gebäude ist, aber in ihrer Bildhaftigkeit dem Mythos noch sehr
M
­ itteln. Im Ergebnis entsteht „reine Kunst“, die für sich stehen       nahe­ teht. Sie stammt von Empedokles (483/82-424/23 v. Chr.),
                                                                              s
kann, oder „angewandte Kunst“, die in sakralen oder profanen,           dem legendenumwobenen, griechischen Philosophen und maß-
zumeist öffentlichen Räumen Akzente setzt. Holz, Bronze, Stahl,         geblichen Begründer der Lehre von den vier Elementen. Empe-
Marmor, Glas oder Kunststein dienen dabei als Material, und             dokles hatte die Vision eines Universums, das im Wechsel von
häufig tritt eine satte, sorgfältig abgestimmte Farbigkeit hinzu, die   den beiden kosmischen Prinzipien Liebe (Philotes) und Streit bzw.
Bewegung und Volumen energisch betont, aber auch zurück-                Hass (Neikos) beherrscht wird. Die Liebe bewirkt, dass Feuer, Luft,
nehmen und Massen ins nahezu Gewichtslose auflösen kann.                Wasser und Erde sich miteinander verbinden, der Streit bedingt ihr
Werden und Vergehen, Einssein und Loslösung, Glück, Schmerz             Auseinanderfallen. Unter der uranfänglichen Herrschaft der ­ iebe
                                                                                                                                       L
und Tod, Untergang und schwereloses, selbstvergessenes Spiel            bildeten sie einen Sphairos, d. h. eine vollkommene, als göttlich ge-
finden ­hren Ausdruck in Gebilden, die nicht nach stilistischem
         i                                                              dachte Kugel. Der wachsende Streit verursachte einen Wirbel und
Purismus fragen, sondern als bildhafte Analogien der Meta­              damit ihre Separation, d. h. die Differenzierung der kosmischen
morphosen des Lebens betrachtet werden können.	                         Strukturen und Elemente. Wenn die Krise aber ihren Höhepunkt
Formal strukturiert werden diese Plastiken von den beiden               überschritten hatte und die Liebe sich wieder aus­ reitete und der
                                                                                                                          b
A
­ spekten, unter denen Entwicklungsprozesse überhaupt vor­              Streit sich zurückzog, „entstanden alsbald sterbliche ­ esen […].
                                                                                                                                W
gestellt und erlebt werden können: von linear gerichteten Abläufen      Und aus ihnen ergossen sich, wie sie sich so mischten, un­ ählige
                                                                                                                                     z
oder zyklisch in Spiralen zu ihrem Ausgangspunkt zurück­ ehrende
                                                           k            Scharen sterblicher Geschöpfe, in tausenderlei Ge­ talten, ein
                                                                                                                                s
bzw. diesen umrundenden Bewegungen. In plastische Werte über-           Wunder zu schauen“. Dieser Prozess wiederholt sich von Äon
setzt heißt dies: in den Raum ragende, ausgreifende Strukturen          zu Äon. Das Werden ist diesem Bild ebenso eingeschrieben
oder runde Formen. Es gibt kaum eine Arbeit von Patricia Karg,          wie das Zerfallen. Da unser Leben sich zwischen beiden Polen
bei der nicht das eine oder andere dieser Momente dominieren            b
                                                                        ­ ewegt, können uns Bilder und Objekte wie die von Patricia Karg,
würde. Letztlich sind es archetypische Bilder, die hier durchschim-     die ­ iesen Prozess veranschaulichen und damit bannen, immer
                                                                            d
mern, Bilder, die sowohl mikro- als auch makrokosmische Lebens­         w
                                                                        ­ ieder aufs Neue berühren.
Karg Patricia
     akademische Bildhauerin und Malerin




     ausapern
     soll mein erstes Buch heißen.

     (aprire <lat.>, öffnen, aufmachen, sichtbar machen, entblößen,          Ein weiSSes Blatt Papier – Beginn für vieles. Der Liebes-
     aufdecken, zeigen, klarmachen, offenbaren, enthüllen; viam ­ prire
                                                                a            brief, der Plan für dein Haus, das zerknüllte Blatt am Boden, der
     – bahnen, eröffnen)                                                     Papier­ ieger, der deinen Übermut zeigt, das brennende Blatt
                                                                                     fl
                                                                             mit der Faszination des Feuers. Erneuerung und Veränderung
     Wie eine zugeschneite Landschaft, sanft, ohne Kontur                    b ginnen mit diesem Blatt.
                                                                             ­ e­­
     und ohne Profil glänzend, lädt diese zur Berührung ein. Fasziniert
     und mit etwas Respekt zieht unsere Neugier die erste Spur in das        Mit jedem meiner Werke sitze ich vor dem perfekten Nichts, und
     unberührte Feld. Ein Zeichen der Zeit und des Seins wird damit          ich lasse meine Leidenschaft ausapern.
     sichtbar.                                                               Ich beginne zu zeichnen, und die Hand übt sich darin, umzu­ etzen
                                                                                                                                       s
     Es ist der erste Strich am weißen Blatt Papier.                         und aufzuzeichnen, was dem Geist entspringt.
     Es ist die ausgeführte Bewegung deiner Hand, welche damit sicht-
     bar bleibt und einen Reiz für dein Auge darstellt. Vor dem weißen       Ein Bild entsteht ... Die glatte Perfektion der weißen Lein-
     Blatt sitzt du, bei deinem ersten Aufsatz, alles ist möglich. Es gibt   wand weicht meinem Wirken. Ich will die weiße Schneelandschaft
     dir die Voraussetzung für dein Ich, deine Vision, deine Klage, deine    besitzen, ich tanze darauf und markiere sie. Der Wille zur Idee baut
     Erinnerung, du schreitest in dein Schneefeld. Die Zeichnung teilt       das Bild. Die Farben bilden Kontinente. Linien benötige ich, um
     das Feld, vernetzt die Gedanken zu Geweben.                             einzufangen, was die Geschichte des Bildes ausmachen wird.
     Es wird aper. Die Landschaft wird erkennbar. Man spürt den              Wenn mich Verliebtheit in meinem Handeln blind macht und ­ abeid
     C
     ­ harakter des Bodens. Die Linien am Blatt, die Spuren im Schnee        zuviel geschehen lässt, erstarrt das Werk und stirbt. Das hingegen
     und die Falten auf deiner Haut sind Kundwerk von dir.                   p
                                                                             ­ erfekte Ende im Bild zu finden ist ein sehr einsamer Prozess.
20
Der kreative Prozess ebenso wie die Abfolge der Werke                   Der Bleistift erzählt den Gedanken, das Gefühl aber verlangt noch
in diesem Buch ist eine Entwicklung, bei der das eine aus dem           nach der Stimmung durch die Farbe. Das ursprüngliche Material
anderen erwächst. Keine meiner Arbeiten entsteht isoliert.              wie Holz, Stein oder Metall wird durch die Bearbeitung in seiner
Und so möchte ich Ihnen an dieser Stelle auch gern den Weg              E
                                                                        ­ igenart sichtbar. Es wird angeschnitten, angeschliffen, ­ ezeichnet
                                                                                                                                  b
meines kreativen Vorgehens aufzeigen, und das vorwiegend im             und bemalt und wieder bearbeitet. All die Spuren des Suchens
manuellen Sinne.                                                        nach dem Ausdruck addieren das Werk und verändern die ­ arben.F
.... habe eine Sehnsucht, suche nach einer Botschaft, erfinde dich      Es wird bunter, und erst durch die intensive Bearbeitung wird es
selbst, denke und zeichne, begehe den Weg, ich verändere ­ einen
                                                              m         mehr und mehr das Meine. Diese Farben sollen nicht als ein Über-
Blickwinkel. Ständig suche ich. Ich suche nach einer ­ otschaft. Ich
                                                         B              zug etwas vortäuschen, vielmehr sollen sie als bewusste Materie
denke und zeichne. Ich begehe den Weg. Ich ändere meinen Blick-         die Wirkung verstärken, sollen Sie in eine Stimmung mitnehmen.
winkel, drehe mich oder die Zeichnung, entdecke und frage nach;         Auf diese Weise werden meine Zeichnungen zu farbigen Bildern,
das Bild verliert so die Richtung, wird mitunter rund und ergibt        zu bunten Skulpturen; die Wahrnehmung vieler Materialien würde
v
­ öllig neue Betrachtungsweisen. Das flache Blatt entwickelt sich       ansonsten nur an der Oberfläche verbleiben.
in die dritte Dimension. Ich wölbe es auf und erfahre den Raum,         Nun verlangt es mir aber nach dem Einblick in die Tiefen des Ma-
entdecke darin zum Beispiel eine Schale. Ich gebe und nehme,            terials. Neue Stoffe suche ich zu bearbeiten. Transparent und in
grenze ein und grenze aus, suche zu ergründen, warum die Form           seiner leuchtenden wunderbaren Farbkraft bot und bietet sich mir
offen ist, ­ arum sie offen sein soll. Die Form bedingt den Ausdruck.
           w                                                            Glas an. Licht und Schatten ebenso wie die Bewegungen als Ge-
Die Fläche der offenen Form schließt sich, wird zu einer Kugel          staltungsergänzung nehmen ihre Plätze ein. So wandeln sich die
oder zu einem Würfel. Durch die Notwendigkeit meines Willens zur        Werke im Laufe der Zeit durch all diese von mir gerufenen Aus-
R
­ ichtung wird diese Form zu einer Säule, ein tragend fester Teil.      drucksmöglichkeiten in eine Vielfalt. Ein vorgeformtes Ziel ist dabei
Es drängt mich nach Einblick. Die geschlossene Fläche soll sich         nicht angedacht.
wieder auflösen, soll Durchdringung zulassen – somit werden die
Flächen zu Netzen; die Breite verjüngt sich zur Linie.
Kindheit: Ich wurde am 7. Dezember 1961 in Innsbruck nach              ganze ­ ollektionen neuester Kleider ersann. Die abge­ issenen
                                                                                      K                                                   r
     meiner Schwester Astrid als zweite Tochter von Ludwig und              Blüten­ olden der ­ urfinien wurden gewendet, und in die Engstelle
                                                                                    d           S
     G
     ­ ertraud Karg geboren. Mein Großvater Gebhard Karg kam aus            der Blüte kam als Kopf eine geschlossene Geranien­ lüte hinein,
                                                                                                                                     b
     Lauterach und war Volksschullehrer im Lechtal. Meine Groß­             und das waren dann meine Puppen. Die erste teure ­ uppe, die
                                                                                                                                      P
     mutter Paula, geb. Larcher, war Handarbeitslehrerin und stammte        ich geschenkt erhielt, hab ich sogleich verbessert, angemalt und
     aus Bach im Lechtal. Sie verstand es, Kleider selbst zu erwirken.      die Haare ­ kreativiert“, was Mama so erschreckt hat, dass ich
                                                                                           „
     Über den Anbau von Hanf und dann über das Handwerk des                 das Puppen­ pielen aus Sicherheitsgründen wieder sein ließ, um
                                                                                             s
     Spinnens und Webens fertigte sie aus dem gewonnenen Leinen             die Konfrontation um die nun neue Schönheit der Puppe zu ver­
     ihre eigenen auffälligen Modelle. Auch bemalte sie die von ihrem       meiden. Mir jedenfalls gefiel meine Version besser. Eine auf der
     Vater ­ etischlerten Möbel mit Figuren und Ornamenten. Alle ihre
            g                                                               Straße ge­undene leblose Eidechse habe ich sofort in meinem
                                                                                         f
     Handarbeiten trugen ihre persönliche Handschrift. Das Talent der       Hosen­ ack verschwinden lassen und mir natürlich auch gleich
                                                                                     s
     Großmutter konnte aber durch all die existenziellen Aufgaben, das      was ausgedacht. „Du Schwein“, riefen die anderen Kinder dabei
     Großziehen der vier Kinder, die Sorgen und Nöte im Zweiten Welt­       entsetzt. Daheim im ­ eller habe ich die Eidechse dann ge­ äutet, an­
                                                                                                  K                                     h
     krieg, nie weiter ausgebildet werden. Nach Kriegsende konnte           schließend eingesalzen und aus der dann gewonnenen Haut eine
     mein Großvater als Volksschullehrer erst keine Anstellung finden       „Krokoleder“-Handtasche und „Krokoleder“-Schuhe für ­ eine Lieb­
                                                                                                                                      m
     und erlernte deshalb den Beruf des Stuckateurs. Er wirkte unter an­    lings-Barbie-Puppe gefertigt. Diese Erwachsenen­ uppen ­ aben es
                                                                                                                                p        h
     derem bei Renovierungsarbeiten der Jesuitenkirche in Innsbruck         mir besonders angetan, da sie mir ein weites Betätigungsfeld für
     sowie der Kirche der Landwirtschaftsschule in Rotholz mit. Jahre       mein kreatives Werken ermöglichten. Aus Draht habe ich ihnen
     später erst konnte er seinen eigentlichen Beruf wieder ergreifen,      B
                                                                            ­ rillen gefertigt, und als Ohrschmuck steckte ich ihnen Steck­
     als Lehrer und Direktor der Volksschulen in Thaur und dann in Arzl     nadeln mit Glasköpfen an. Haare, extra lang und in ­ ämtlichen
                                                                                                                                       s
     bei Innsbruck. Ein Jahr lang war ich sogar seine Schülerin.            Farben, habe ich aus Faschingsperücken ent­ ommen und auf
                                                                                                                               n
                                                                            die Puppenköpfe „montiert“. Sogar eine ­ onne mit einem von mir
                                                                                                                       N
     Das Talent, sagt man, sei von Vaters Seite gekommen. Er                genähten Nonnenkleid habe ich be­ essen. Aus einer Plastiktisch­
                                                                                                                   s
     ist ­ngenieur und Baumeister. Durch ihn formte sich meine Be­
         I                                                                  decke habe ich ein Puppen-Camping-Zelt genäht, Klarsichthüllen
     geisterung zum Bauen. Aufgewachsen in Arzl, im Haus meiner             verwendete ich für die Fenster und ­ peziell für die Reise­ usrüstung
                                                                                                                 s                    a
     Großmutter Cilli mütterlicherseits, ließ man mich in all meinen        habe ich ­ leine Rucksäcke angefertigt. Das ­ ähen war mir durch
                                                                                        k                                   N
     selbst erfundenen Spielen werken. Meine Begabung für das               meine Oma ­ illi kundig. Mit der Näh­ aschine, welche in einem
                                                                                             C                       m
     K
     ­ reative ließ sich schnell entdecken. Die besondere Sorgfalt dabei    Bügel­ immer Gott sei Dank auch im Keller war, konnte ich oft
                                                                                    z
     lernte ich von unserer Mutter. Als Kind verweilte ich am ­iebsten in
                                                              l             a
                                                                            ­ lleine für meinen Bedarf nähen. Es musste viel verschiedenes
     meinen ­ antasien: versteckt im Keller unter zugehängten ­ ischen,
              F                                                  T          Material durch die Maschine, Karton, Plastik, Papier, oft unter Ver­
     in meiner Sandkiste unter dem zugehängten Sonnenschirm, ab­            brauch vieler Nähnadeln. Die vielen kreierten Puppen­ e­ änder
                                                                                                                                        g w
     gedunkelt und isoliert, nur um in meiner eigenen Welt ver­ eilen
                                                                   w        erhielten dann ihre eigenen ­ amen: ­ Spanische Nacht“ zum
                                                                                                              N         „
     zu können. Vielleicht aber hab ich auch zuhängen müssen, ­ amit
                                                                   d        Beispiel, ein festliches, langes Kleid in Schwarz mit Schwalben­
     keiner sehen konnte, dass ich wieder einmal Zement dazu be­            schwanz-Korsage und Schleppe, die ­ änder rosa eingefasst und
                                                                                                                     R
     nutzte, um meine Brücken und Mauern, Häuser und Figuren zu             perfekt vernäht. Das benötigte Stoffzeug für meine Modelle fand
     festigen. Ich kann mich noch genau erinnern, wie sehr ich dieses       ich in Caritas-Säcken. Aussortiertes und Müll war und ist vor mir
     Erfinden im Spiel genoss. Da waren aus Tannenzapfen gefertigte         und meiner Lust am Erfinden und Gestalten ­ brigens nach wie
                                                                                                                              ü
     Puppen, in deren offene Schuppen ich immer wieder aufs Neue            vor nie sicher. Weiters entstanden ein Reitkleid mit Hut und ge­
24




     die verschiedensten Arten von Blumenblättern steckte und damit         häkeltem Schirmchen, ein Trauerkleid, wie auch ein Cocktail­ leid.
                                                                                                                                            k
Fantasietrachten, ­ trümpfe inklusive Naht und Spitzenunterwäsche
                   S                                                      Handwerke zu erlernen. Später wäre es ungleich schwieriger, so
für meine innig geliebte, einzigartige ­ arbie fertigte ich ­ msig. So-
                                       B                    e             eine Vielfalt an Fertigkeiten erlernen und genießen zu dürfen und
gar ihre ­ehlenden Schamhaare ergänzte ich. Das ge­ ignete Haar
          f                                               e               sich dabei entwickeln zu können. Auch war mir die handwerkliche
d
­ afür fand ich an Omas Persianer­ antel, was sie Gott sei Dank nie
                                   m                                      Arbeit mit ihrem körperlichen Einsatz neben so viel Schultheorie
bemerkt hatte. Aus einem Gefühl der Scham heraus durften meine            im Alter von vierzehn bis achtzehn Jahren eine willkommene Be­
Freundinnen diese Barbie dann aber nie ausziehen. Heute kann              reicherung. Verschiedenste Techniken, das Arbeiten mit Stein bei
man alles an Barbie-Ausstattung kaufen, aber damals als Kind              Fachlehrer Reinhold Drugowitsch und das figurale Modellieren mit
mit all meinen Barbie-Kreationen war ich der Zeit voraus. Im ­ lter
                                                                  A       Ton bei Prof. Siegfried Hafner konnte ich nun erlernen.
von zehn bis vierzehn Jahren habe ich in den Schulferien Motive
– von für mich damals schon als groß­ rtig empfundenen Malern
                                         a                                Mit der Moderne in Berührung kam ich durch Prof. Sieg­
wie ­ ichelangelo und Toulouse-Lautrec – auf Malerabdeckpapier
     M                                                                    fried Parth. Als damals noch Halbwüchsige hatte ich natürlich ­ eine
                                                                                                                                        k
nachempfunden. Neben alten, irgendwo aufgestöberten Kunstharz-            Ahnung von diesen modernen, befremdlich wirkenden Kunst­
lacken habe ich mir meine Farben selbst kreiert. Zu diesem Zweck          werken, die man hier und dort sah und über die heftig ­ eschimpft
                                                                                                                                 g
habe ich Rost von Eisenrohren gekratzt, den Ruß aus dem Kamin             wurde. Siegfried Parth aber brachte sie uns näher: Er lehrte uns
geholt und mit farblosem Lack gebunden. Damit malte ich Gott-             Komposition und förderte uns im individuellen ­ estalten. Das so
                                                                                                                           G
vater aus der Sixtinischen Kapelle nach. Der Heizkörperlack aber          genannte Schlüsselerlebnis hatte ich bereits in einer seiner ersten
rann unablässig herab – das Bild war nicht zu halten. Diese meine         Entwurfsstunden. Wir sollten mit bloß zwei Linien eine quadra­
Technik musste ich deshalb aber leider wieder einstellen, trotz der       tische Fläche gestalten. Ich befüllte, umstrickte, beschrieb, über­
großen Lust dabei, mit cremiger Konsistenz zu malen. ­ eute danke
                                                          H               spannte, belegte, eroberte und kleidete die Fläche zart und stark.
ich meinen Eltern und Groß­ ltern, dass sie mir in meiner Kindheit
                             e                                            Es war unendlich und spannend, was sich hinter dieser vorerst
soviel Raum und Freiraum zur Verfügung gestellt haben und sie             einfachen Aufgabe an Lösungen anbot. Ich zeichnete und ich ent­
mich in diesem meinem ­ eller werken ließen.
                          K                                               deckte. Nahezu sprachlos saß ich nach dieser Entwurfsstunde da,
                                                                          war 15 Jahre jung, war begeistert von den vor mir erstandenen
Die Fachschulzeit begann, als ich fünfzehn Jahre alt war.                 Bildern, war außer mir – und plötzlich entdeckte ich nicht nur, ich
Das Arbeits­ mt riet meiner Mutter, mich als sehr genervtes Schul-
            a                                                             verstand, und so war ich mir nun sicher: Die Moderne wird meine
kind der Ursulinen und von den Lehrerinnen schon als kreativ              Leidenschaft! Die Typografie, die ich damals bei Prof. Pfeil und
begabtes Kind erkannt – an der Ferrarischule für Mode oder                Prof. Zelger erlernt habe, setze ich nun bei meinen Plakatgestal­
der Fachschule für Kunst anzumelden. Als damals burschikoses              tungen ein. Bei Fachlehrer Walter Deussl entstanden Treibarbeiten
Mädchen hatte ich von den vorwiegend weiblichen Themen in                 in Metall, Schmuckstücke und Objekte aus Kupfer, Messing und
der Klosterschule genug, und so besuchte ich in der Höheren               Silber. Diese Fertigkeiten im Umgang mit Bunt­ etallen waren ein
                                                                                                                          m
Technischen Lehranstalt (HTL) Innsbruck die Abteilung für Holz-           weiteres Tor zum Jonglieren mit verschiedensten Materialien, um
und Steinbildhauerei. Bei der Aufnahmeprüfung hätte ich mich              thematische Ausdrücke im bildhaften Werken zu verstärken. Das
ebenso für Architektur oder Bildhauerei anmelden können, aber             waren meine ersten Begegnungen mit der Kunst, denn in ­ iesem
                                                                                                                                      d
dies verlangte noch ein ganzes Jahr mehr an Schule, und das war           Unterricht haben wir gelernt, dass das Wort Kunst von ‚Können‘
mir damals doch zu viel. Das besondere Interesse für Architektur          stammt, dass Kunst aber auch von ‚Künden‘ kommt, von ‚Ver­
ist mir aber als große persönliche Leidenschaft erhalten geblie-          künden‘, dass in der Umsetzung von Kunst eben immer eine Bot­
ben. Ich finde diesen Schultyp der HTL (Höhere Technische Lehr-           schaft steckt.
und Versuchsanstalt, gibt es für viele Fachbereiche) fantastisch,
denn es wird einem schon in frühen Jahren ermöglicht, mehrere
Akademiezeit. 1980 bestand ich die Aufnahmeprüfung für                i
                                                                           ­hren ­ eihungen zu erfassen. Nach einigen Stunden des Zeich­
                                                                                   R
     das Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München.          nens übernahmen plötzlich der Lärm, die Bewegungen, das Be­
     Ich war in der Klasse für Bildhauerei bei Prof. Hans Ladner, einem    ben des Bodens und das Flimmern der Lampen meine Hand. Ich
     gebürtigen Tiroler aus Zams. Professor Ladner war mir wie ein Va­     malte auf einmal akustisch bedingte Strukturen. Die Farben wurden
     ter. Er hat uns Studenten nicht nur fachlich, sondern auch seelisch   dunkel. Helle Streifen blitzten wie schnelle Bewegungen, und es
     unter­ tützt, wir fühlten uns bei ihm geborgen. Was das Naturstu­
            s                                                              durchdrangen die Massen der Stanzen die Farbflächen am Papier.
     dium, Aktzeichnen und Porträtieren betraf, hat er uns – falls not­    Der ölige Boden spiegelte hell das Licht von der Decke. Die realis­
     wendig – korrigiert und unterrichtet, während er uns in den freien,   tischen Abbildungen der Maschinen wandelten sich zu abstrakten
     modernen Bestrebungen und Versuchen aber freie Hand ließ, so­         Stimmungsbildern.
     dass jeder Student seinen Weg für sich selbst suchen konnte. In       Aus den Randprodukten der Karosserieerzeugung, den ­ eitlichen
                                                                                                                                     s
     den letzten beiden Semestern wurde ich seine Meisterschülerin         Blechteilen, fertigten wir Bildhauerstudenten eigene Metall­ kulp­
                                                                                                                                         s
     und verfügte über ein eigenes Meisterschüleratelier.                  turen. Mein dynamisches Gefährt „Energiebündel“ ist eine Kom­
     Das Naturstudium war ein großes und wichtiges Thema. Ich              position von Blechteilen, die einem Fahrzeug ähnelt, die aber
     habe lebensgroße Figuren und Porträts in Ton modelliert. In der       auch die Assoziation zu einem Schiff wach werden lässt, das auf
     haus­nternen Bronzegießerei war es mir möglich, zuvor in Wachs
           i                                                               dem Wasser gleitet, oder zu einem Flugzeug, das gerade in die
     geformte Skulpturen und Figuren selbst zu gießen. Grafische           L
                                                                           ­ üfte abhebt. Ein Jahr später unternahmen wir eine Studienrei­
     T
     ­ echniken, wie zum Beispiel Lithografie oder Aquatinta, konnte       se ins ­ llgäu, wo wir in einer Scheune untergebracht waren. Wir
                                                                                    A
     ich bei Herrn Lohwasser erlernen und üben. Jeden Tag zusätz­          sollten eine Kuh studieren. Bei einem dort ansässigen Bauern
     lich zwei Stunden Akt zu zeichnen habe ich mir als Disziplin auf­     entschieden wir uns dann für die älteste und am meisten ausge­
     erlegt. Aus meiner vorerst angedachten Studiendauer von vier          mergelte Kuh. Sie erschien uns, mit all ihren wesentlichen charak­
     Jahren sind schließlich sechseinhalb Jahre geworden. Ich habe         teristischen Merkmalen am besten geeignet für unser Vorhaben.
     erkannt, dass nicht der schnelle Abschluss, sondern der Prozess       Ich ­ odellierte das Tier lebensgroß aus Ton. Das Hinterteil reicht
                                                                                m
     der Reifung wesentlich für mein Kunststudium ist. Während eines       zur Gänze aus dem Relief, die Kontur des Hauptes ragt hinter die
     Urlaubs­ emesters habe ich, wie in den Ferien auch, Auftragswerke
              s                                                            Fläche. Mit „verlorener“ Form aus Gips wurde diese Arbeit dann
     ausgeführt, wie zum Beispiel 1985 den Dorfbrunnen und den             in Beton gegossen. Das Relief befindet sich heute wieder in der
     Musikpavillon für die Gemeinde Brixen im Thale. Ganz am Ende          Nähe seiner Entstehung und ziert den Eingang der Alpenkäse­
     meines Studiums erhielt ich von einem meiner ersten Sammler,          erzeugung „Rupp“ im Allgäu.
     Herrn H. M. Strixner, den Auftrag, eine Skulptur für seinen Garten    Ständig waren wir auf der Suche nach Themen, die uns zum ­ inene
     zu erarbeiten. „Das Fabelwesen“, die erste große Zementmörtel­        eine intensive Auseinandersetzung abverlangten und es uns zum
     skulptur entstand. ­ iese fertigte ich auf einem Bauernhof bei Mün­
                          D                                                anderen auch ermöglichten, uns „hinausspinnen“ zu ­ önnen.  k
     chen, wo ich während meines gesamten Studiums wohnte. Das             So besuchten wir Altersheime, um dort betagte ­ enschen zu
                                                                                                                                M
     ein oder andere Projekt wurde auch außerhalb der Kunstak­ demie
                                                                 a         p
                                                                           ­ orträtieren, bemalten für die Firma Bogner Skianzüge, die dann im
     durchgeführt. So erhielten wir vom BMW-Automobilwerk die Er­          Wettbewerb gereiht wurden, und mit dem Künstler Daniel ­ poerri
                                                                                                                                        S
     laubnis, in den großen Stanzhallen, dort, wo die großen Blechteile    veranstalteten wir Workshops und übernahmen die ­ onzeption
                                                                                                                                   K
     gefertigt werden, zu malen und zu zeichnen. Für mich war dies         und Organisation für das öffentliche Fest der Sternzeichen auf
     ein nachhaltiges Erlebnis, aus der Akademie herauszukommen,           dem Akademiegelände in München.
     und die Arbeiter am Fließband ihr Werk verrichten zu sehen. Am        Jedes zweite Wochenende fuhr ich mit dem Zug nach Hause, denn
     Beginn meiner Arbeit dort versuchte ich, diszipliniert die Raum­      außerhalb der Akademie hatte ich in München kaum ­ ontakte K
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     wirkung, die gigantischen Dimensionen der großen ­ tanzen in
                                                             S             g
                                                                           ­ eknüpft, mein Interesse galt meiner künstlerischen Arbeit.
Ich war ein eher stiller, aber zielgerichteter Mensch. Das wenige      Die dann zum Abschluss verlangte Diplomausstellung habe ich
Geld, das mir während meines Studiums zur Verfügung stand,             eher einfach ausgestattet. Ich erfüllte nur mehr diese Disziplin, ich
ermöglichte mir nur eine bescheidene Lebensgestaltung, die mir         konnte es mir leisten, denn ich war an der Akademie schon als
aber in ihrer Askese durchaus gefiel.                                  mehrfache Preisträgerin bekannt. 1987 habe ich dann, als Meister­
Von der Kollegenschaft wurde mir eine große Dynamik zuge­              schülerin, mein Studium an der Münchner Akademie mit Diplom
sprochen, denn ich scheute auch harte Männerarbeit nicht. Auch         abgeschlossen.
im Bezug auf die Benutzung der Werkstätten äußerte sich mein           Danach kehrte ich nach Tirol zurück und arbeitete sogleich im
Wesen, denn ich arbeitete regelmäßig von morgens bis abends            A
                                                                       ­ telier, das ich mir in meinem Elternhaus bereits im Laufe der
mit all den mir dort zur Verfügung stehenden Arbeitsgeräten. Bei       J
                                                                       ­ ahre eingerichtet hatte, weiter.
den Werkstättenleitern war ich beliebt – ich war interessiert und
in der handwerklichen Auffassung diszipliniert. Der regelmäßige        Der Start als freischaffende Bildhauerin, der
Ablauf in den Werk- und Arbeitsstätten sagte mir sehr zu, und es       Über­­gang vom Studium in die freischaffende Arbeit war fugen­
gefiel mir, in meinem mir selbst auferlegten Ordnungsraster kreativ    los. Ich bemühte mich um Auftragsarbeiten, machte freie Werke
zu sein.                                                               und malte aus meiner Passion heraus. Die Malerei hat sich weiter­
                                                                       hin verselbständigt. Die eher zarten Farben wurden zunehmend
Als Person muss ich in dieser Zeit eher langweilig gewirkt ­ aben,
                                                             h         i
                                                                       ­ntensiver. Ab 1988 begann ich kleine Ölbilder zu malen, und in
besaß ich doch überhaupt keine Allüren. Meine nunmehr eher             weiterer ­ olge und Entwicklung entstanden auf meinen Reisen
                                                                                 F
e
­ xtrovertierte und lustige Art hat sich erst später entwickelt, und   Serien ­ ieser ­ leinen Ölbilder; und bald schon wurden die Bilder
                                                                               d      k
zwar aus der Freude heraus, durch meine erschaffenen ­ inge   D        und Werke größer und anspruchsvoller.
A
­ nerkennung zu finden – mein Werken und Schaffen, das                 Auf diese Weise wurde das Atelier auch manchmal zu klein. So
I
­nteressierte fand, weckte mich auf. Ich erzählte, teilte mich mit,    suchte ich mir alte, zum Abbruch bestimmte Fabriken oder Frei­
b
­ erichtete über meine Werke und über deren Botschaft, die ich         ge­ände der verschiedensten Firmen, mietete diese für ­ urze
                                                                          l                                                         k
übermitteln wollte und will. Somit entwickelte es sich, wurde zu       Zeiträume an und konnte mir so den notwendigen größeren Raum
einem sehr wichtigen Bestandteil, den Rezipienten, den Auftrag­        ver­ chaffen. Die Entstehungsgeschichte des Priestergrabes in
                                                                           s
geber, den Ausstellungsbesucher, den Bild- oder Kunstbetrachter        Hopfgarten zum Beispiel beginnt in den Außenanlagen eines
durch Ansprachen in das Geschehen mit einzubeziehen.                   Beton­ erkes. Für die Vorarbeiten zur Fassadengestaltung des
                                                                              w
                                                                       Wohnhauses Perlinger in Itter bot sich eine alte Ziegelei an. Den­
Nach sechseinhalb Jahren, so sehr diese Zeit auch meine Er­            noch fand ich über viele ­ ahre hindurch mit dem kleinen Atelier
                                                                                                   J
fahrung bereichert und mein Wissen vermehrt hat, fühlte ich            mein Auslangen.
mich dann mehr und mehr in den großen Hallen der Akademie
eingeschlossen. Ich arbeitete vor mich hin, ein Dialog zwischen        Auf meinen mehrfachen Reisen nach Afrika habe ich an
Aus­ tellungsbesuchern, Kritikern oder Auftraggebern kam für
     s                                                                 Ort und Stelle inspirierende Erlebnisse in der Ölmalerei verar­ eitet.
                                                                                                                                     b
mich dort nicht zustande, und so befand ich mich unweigerlich          Auf den Reisen in einige Großstädte der Welt, wie zum Beispiel
außer­ alb der sonst allgegenwärtigen Wirtschaftsprinzipien und
       h                                                               nach New York und Paris, sowie an spezielle Orte wie den Garten
Existenz­ragen. Es war mir ein Bedürfnis, nach meinem abge­
          f                                                            der Fondation Maeght im südfranzösischen Saint-Paul de Vence
schlossenen Studium meine Werke der Öffentlichkeit vorzustel­          und den Tarotgarten in der Toskana, suchte und suche ich überall
len und in Form von Ausstellungen zu präsentieren. Ich brannte         die verschiedensten Spuren der modernen Kunst.
­ arauf, zu erfahren, wie das Publikum auf meine Werke reagiert.
d
Die Kunst und ich, der eigene Zugang und das Verständnis für             Es ist eine innere Unruhe und eine ständige Suche, die mich auf
     den Begriff Kunst ist für mich ein Prozess, in dem ich mich selbst       diese Reise schicken. Jedes einzelne Werk pflastert meine Straße,
     auch immer wieder in Frage stelle.                                       erst durch diese fortwährende Arbeit wird die Richtung spürbar
     Die Kunstszene ist grenzenlos – und sie provoziert. Mein Bild von        und sichtbar gemacht.
     diesem Begriff ändert sich und wird ständig gezerrt. Ein Leben
     lang auf dieser Entdeckungsreise mit Überraschungen reagiere             Meine künstlerische Arbeit besteht nicht darin, ab und zu ein Bild
     ich, empfinde ich, entscheide mich, lasse mich ein – oder gehe.          zu malen, sondern in dem Bedürfnis, etwas Verborgenes und Be­
                                                                              sonderes und Aufregendes zu entdecken. Dieses Bedürfnis ist der
     Die Definition von Kunst suche ich in einer unendlich liebevollen        Motor auf der Suche nach dem, was durch mich aus dem Unter­
     sowie unumgänglichen wertvollen Auseinandersetzung.                      bewussten kommt und mich erfahren lässt. Dabei fungiere ich als
     Ich suche in meiner auserwählten bildenden Arbeit meiner Empfin­         Instrument, als Ventil – und ich lasse mich ein, auf das Er­ ignis mit
                                                                                                                                         e
     dung sowie einem erbauenden und berührenden Ausdruck nach.               dem Neuen. Die damit entstehende Erwartung lässt mich auch
     Es steht dabei nicht im Vordergrund, Kunstwerke zu fertigen.             oft ungeduldig, ja selbst wütend werden. Durch Übermalung und
                                                                              Überarbeitung wachsen dann die Farbschichten an den Bildern.
     Es geht mir deshalb darum, aus meinen Beobachtungen und                  Dieses Energiepotenzial verbleibt im Werk. Es ist nicht immer das
     meinem Leben heraus eine persönliche Ehrlichkeit zu wagen und            große Heraustreten, nicht das geschickte manierierte Gesti­ ulieren
                                                                                                                                            k
     dieser mutig treu zu bleiben. Ich stelle mich in Frage, ich bilde mich   mit geübter Hand. Es kann ein Scharren und Kratzen nach etwas
     weiter. Mich in diesem Prozess selbst zu akzeptieren ist aber ­ ötig,
                                                                      n       sein, das du vermutest, aber selbst noch nicht erfahren hast. Es hat
     um den eigenen Moment zu fangen. Das ist der besondere Wert              mich verlockt, dann enttäuscht, mich unzufrieden gemacht, mich
     darin. Nicht einem Vorbild nachlaufen will ich, einem Bild, welches      in Frage gestellt, mich verzweifeln lassen, mich wütend gemacht,
     dann vor einem stünde und die Sicht auf sich selbst stört. Aus­          mich gelehrt, mich still auf die Suche geschickt, mich in Zauber
     bildung, Wissen und Handwerk habe ich mir bewusst und mit Auf­           versetzt und nicht mehr von mir abgelassen – es hat durch mich
     wand angeeignet. Alles Wissen liegt aber in der Vergangenheit.           erzählt und mir etwas gezeigt. Es ist einer der glücklichsten Mo­
     Nun steht es mir zwar zur Verfügung, aber genauso steht es mir bei       mente, wenn dann plötzlich die Arbeit um die Sache nun sichtbar
     der kreativen Suche auch im Weg.                                         vollendet ist, und es ist wohl eine Art Sucht, die mich dann erneut
     Vorerst bleiben deine eigenen Beweggründe unsichtbar, außer ein          beginnen lässt.
     Gefühl, deine Sensorik frägt und sehnt sich nach Ausdruck?               Aus dem individuellen Prozess, aus dem Einfluss der Zeit, der
                                                                              S
                                                                              ­ ituation, der Ereignisse, selbst im Moment umgeben, entsteht
     „was-ich-jetzt“                                                          ein Werk aus einem starken inneren Bedürfnis. Es hat nicht die
                                                                              O
                                                                              ­ rdnung, welche die Wirtschaft verlangt – dass es nützt, verpackt,
     Durch ein Zulassen im gleichzeitigen Loslassen erklärt sich ­ eine
                                                                 d            transportiert, verkauft werden kann, dass es einen Wert darstellt.
     Empfindung, deckt auf und wird zur ablesbaren Botschaft, vielleicht      Denn das Kunstwerk ist eine Eigenschaft, es kann ein Moment
     zu einem Kunstwerk.                                                      sein oder eine Weile, ein Geschehen, das du fixierst, belässt und
     Nicht jedes Werk einer schöpferischen Reise wird oder kann den           platzierst. Ein Werk mit einer Kunde, ein Kunstwerk.
     vollen Anspruch an ein Kunstwerk erfüllen. Das ist auch nicht die        Wenn ich von einem Künstler spreche, so verstehe ich unter ­ ieser
                                                                                                                                              d
     Aufgabe des Lebens, nur Kunstwerke produzieren zu müssen, ein            Bezeichnung eine Eigenschaft, nicht einen Beruf. Jeder könnte
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     solches Ansinnen wäre wohl vermessen.                                    Künstler sein.
Dinge mache ich, die keiner braucht.
Arbeit tue ich, die nicht getan werden muss.

Doch ich suche mir meine Aufgaben wie auch meine Themen                  Das rationale Denken sucht und kennt die Grenzen – aber es
durch meine Berufung als Bildhauerin und Malerin. Mit dieser             e
                                                                         ­ rnüchtert, entmystifiziert. Zum künstlerischen Gestalten jedoch
b
­ ildenden Kunde habe ich Anteil am Rad der Zeit und finde Platz,        gehört ein über die Grenzen des Wissens Hinausspüren.
Arbeit und so auch meine Kunstliebhaber. Ich schaffe Skulpturen          Sind es nicht die musischen Dinge, die uns in allen Lebens­agen,
                                                                                                                                       l
und Bilder und gestalte unseren Lebensraum. Für mich ist nicht           auch in Krankheit und Alter, in physischer Enge dennoch be­
der provokative Aspekt Mittelpunkt meines Schaffens, sondern ...         reichern können? Sie sind uns, wenn wir es lernen oder erleben
                                                                         durften, einfach zur Seite gestellt. Wir dürfen uns an dem erfreuen,
„... durch meine Arbeit möchte ich den Menschen                          und uns daraus die Kraft erneut und uneingeschränkt nehmen.
erbauen und weiten. Meine Werke sollen Nahrung
für die Seele sein.“                                                     So sind auch die Objekte, die ich schaffe, einfach da, sie drängen
                                                                         sich nicht auf. Sie existieren und warten, um jemanden, der offen
Dieser Anspruch zeigt sich im Dialog und in der Farbkraft der ­ ilder,
                                                              B          für sie ist, zu erfüllen. Das sichtbare Werk ist eine Botschaft, eine
in denen der Mensch, das Tier und die Natur jeweils ihre eigene          Dokumentation, eine Erkenntnis, eine Klage, eine Vision oder ein
Bedeutung haben. Ich lebe und erlebe, meine Werke sind erfüllt           Wunsch, gewachsen mit der Reife meines Geistes und meinen
mit Leidenschaft, sie ist das Geheimnis meines Agierens. Es ist das      E
                                                                         ­ rfahrungen.
Innere, das sich durch mein Medium transformiert und sich als Bild       Voraussetzung für mein Tun ist ein gebündelter innerer Wille nach
offenbart. Ein Seelenbild, das auf einmal greifbar zur Materie wird.     einem neuen Fenster mit überraschender Aussicht. Wichtig sind
                                                                         dazu Ausdauer, Fleiß, Disziplin und die Selbstmotivation, die mich
Jedes Bild ist somit ein Loch in der Realität. Ich durch­                auf meinem dann oft körperlich mühevollen Weg begleiten.
schreite diese Löcher oder Öffnungen und erfahre dadurch neue            Aus mir heraus tue ich mir Entsprechendes und auf diese Weise
Lebensräume, in denen ich mich frei bewegen darf. Durch die              gestalte ich, gedacht für mich und für die Menschen um mich – und
Krea­ivität ist es möglich, unseren oft engen physischen Lebens­
     t                                                                   ich erlebe Höhen und Tiefen des Menschseins. Diese Auseinander­
raum für jeden Einzelnen zu weiten.                                      setzung mit mir und den Menschen lässt mich erfahren und lernen.
Nicht zu vorschnell soll man diese erst unbekannten Freiräume ab­        Wenn aber die Entgegnung, nach der ich suche, nicht kommt, lässt
lehnen und sagen: „Ich verstehe nichts von Kunst.“ Malerei, Dich­        mich das die Einsamkeit wieder und wieder spüren.
tung, Musik und die mimischen Künste wie Schauspiel und Tanz             Auch das Schweigen habe ich gelernt – man muss auch belassen
muss man nicht unbedingt verstehen, es bietet sich an, sie zuzu­         können, was in seiner Harmonie einzigartig ist. Aber besuchen will
lassen, um sie zu erleben, zu fühlen, sich an ihnen zu erfreuen.         ich es in seiner Schönheit wieder und wieder, um zu finden, was ich
Schön ist, wenn man sich offen hingibt, nicht mit einem Vorurteil        begehre. Diese Sehnsucht des geistigen Suchens, das ­ ründen
                                                                                                                                    G
agiert, die fremden Dinge für sich erfährt. Dabei soll man sich nicht    einer Erfahrung, das Resignieren am Wissen, das Hoffen und Glau­
krampfhaft gefangen fühlen, denn dafür ist die Kunst nicht gedacht.      ben, eingebettet in Liebe ...

                                                                         ... beginnen muss und will ich immerzu ...
Die Zeichnung, eine Linie beginnt von der Landschaft zu erzählen.

     Mein Versuch zum bildhaften Dialog mit Dir
     „Sich ein Bild machen“

     Ich habe meine Mitmenschen eingeladen, mir Texte, Stichwörter,
     Briefe, Botschaften, Gedichte, Klagen und Visionen zu senden. Ich
     antwortete auf die zugesandten Texte mit je einem gezeichneten
     Bild.
     Mit diesem Experiment versuchte ich, eine Ebene des bildhaften
     Dialoges zu schaffen. Menschen, die sich textlich mitteilten,
     f
     ­anden ein Zeichen oder eine gezeichnete Antwort.

     Die Bilder sind Zeugnis dieser Bedürfnisse. Dann, als Bildbe­
     trachter erlebt der Einzelne persönlich das Geheimnis seines
     Bildes dadurch, dass er es durch seinen Text und sein Thema
     initiiert hat. Die Möglichkeit der Annäherung vom Text zum Bild
     öffnet die Sichtweise des Suchens und einen neuen Raum des
     Selbstseins.
     Kunst ist nicht isoliert, sondern entsteht aus dem Zusammen­
     wirken von kreativen Kräften, dem Intellekt der Menschen aus der
30




     Situation sowie aus Raum und Zeit heraus.
grafische Arbeiten, 1996
               76 x 54 cm
Bleistift auf Büttenpapier
„Webung“ 1996
     76 x 54 cm
32




     Büttenpapier, Wachs
„Leben“ 1996
  76 x 54 cm
 Büttenpapier
„Warten“



     „Sein“



     „Wille“




     „zeitlos“



     „Zeit“



     „Dialog“

     1996
     76 x 54 cm
     Bleistift, Buntstift, Wachs
     auf Büttenpapier
34
„Beziehung“ 1996
               76 x 54 cm
Bleistift auf Büttenpapier
„bindend“ 1996               „Ängste und Sorgen sind die Faktoren, wie wir mit den Ressourcen
36




     76 x 54 cm                   der Natur, von der wir selber ein Teil sind, umgehen.“ 1996
     Bleistift auf Büttenpapier   76 x 54 cm
                                  Bleistift auf Büttenpapier
„Erdkleid“ 1996              „mehr gegenseitiger Respekt und weniger Ich“ 1996
76 x 54 cm                   76 x 54 cm
Bleistift auf Büttenpapier   Bleistift auf Büttenpapier
„Brief“ 1996
     76 x 54 cm
     Bleistift und Wachs auf Büttenpapier

     Das Bild darunter zeigt
     die Rückseite dieses Blattes.



     „Das Geben“ 1991
     Tischskulptur
     Höhe 82 cm
     Bronzeguss-Unikat

     In dieser Gegenüberstellung sind interessante Zusammen-
     hänge und gleiche Ursprünge der grafischen Arbeit sowie
     meiner bildhauer­schen Werke zu finden. Die Zeichnung
                        i
     wächst in die dritte Dimension hinein.
38
„Sehnsucht“ 1996
          76 x 54 cm
Bleistift und Wachs
   auf Büttenpapier
Illustrationen „Hiob“ 1996
     für das Buch
     „Job and the Mystery of Suffering“
     von Richard Rohr
     Crossroad Book, New York
     25 x 20 cm
     Tuschestiftzeichnung




     „Beziehung“ 1996
     25 x 25 cm
     Bleistift und Acryl auf Büttenpapier



     „Mutter“ 1996
     25 x 25 cm
     Bleistift und Acryl auf Büttenpapier
40
„Familie“ 1996
          76 x 54 cm
Bleistift und Wachs
   auf Büttenpapier
„Ausrichtung“ 1996                     „Aussaat“ 1996
42




     76 x 54 cm                             76 x 54 cm
     Bleistift und Wachs auf Büttenpapier   Bleistift und Wachs auf Büttenpapier
„Lebensspiel“ 1996
76 x 54 cm
Bleistift und Wachs auf Büttenpapier
„Beobachten“ 1996
     Ein umgrenzter Raum mit
     einem Zaun aus Augen schützt.
     76 x 54 cm
     Bleistift auf Büttenpapier



     „Erdenmutter“ 1996
     76 x 54 cm
     Bleistift und Zitronensaft
     auf Büttenpapier




     „Kater“ 1996
     76 x 54 cm
     Bleistift und Zitronensaft
     auf Büttenpapier



     „Gruppe“ 1996
     76 x 54 cm
     Bleistift und Zitronensaft
     auf Büttenpapier
44
„Frau im Kreuzweg“ 1996
                 76 x 54 cm
       Bleistift und Wachs
          auf Büttenpapier
„Kalenderblätter“ 1996
     76 x 54 cm
     Bleistift, eingebranntes Wachs, Buntstift, Acryl
46
„Wesen“ 1996
76 x 54 cm
Bleistift und Buntstift auf Büttenpapier
48
Spur Erzählung Öffnung Botschaft
Ebenen Sicht Durchdringung still
Schichtung Projektion Entfernung
Auge Suche addieren Klebeband
Transparenz gerastert Plan Gitter
Flechtwerk Differenz Brief dicht
Schnitt ich Sehnsucht Weg Loch
Gesicht Struktur Häufung Vision
Silhouette Zeit Landschaft Tattoo
Kontur Stift Konstruktion Abbild
Schatten Foto Wunsch Spiegelung
„Opa Vater“ 1982
     Karikatur meines Großvaters, unseres Volksschuldirektors
     Höhe 38 cm
     Zirbe

     Zu Beginn meiner Fachschulzeit und während meines ­ tudiums
                                                              S           Erst als das freie ­ rbeiten möglich war, ­ onnte ich mich entwickeln
                                                                                             A                      k
     entstanden Schnitzereien wie Charakterstudien, Statuetten, ­ asken
                                                                M         und es begann mir das ­ chnitzen Freude zu ­­
                                                                                                    S                    machen. In den ersten
     und Weihnachtskrippen. Bei den Figuren waren mir ­ eniger die
                                                            w             Ferien der Fachschulzeit durfte ich als ­ raktikantin bei Bildhauer
                                                                                                                      P
     D
     ­ etails, sondern die Komposition, die Bewegung und den ­ harakter
                                                              C           Romed Speckbacher sen. in Thaur das ­ chnitzen weiterüben. Um
                                                                                                                      S
     ein­ u­angen wichtig. Und immer sollte ihnen eine ­ eitere Grund­
         z f                                              h               mein Taschengeld aufzubessern, habe ich auch in Zusammen­
     stimmung eigen sein. Durch unseren Fachlehrer, Bildhauer Josef       arbeit mit ­ nderen Tischlerwerkstätten Wand­äfelungen ent­ orfen
                                                                                     a                                    t              w
     Zeisler, für mich einer der virtuosesten Holzschnitzer überhaupt,    und gleichfalls geschnitzt. All meinen Lehrern aus dieser Zeit
     habe ich die Freude am Schnitzen entdeckt. Ihm beim Vor­ chnitzen
                                                              s           möchte ich an dieser Stelle danken. Sie waren nicht nur ­ ährend
                                                                                                                                       w
     zuzusehen, war uns immer ein besonderes Vergnügen. Wie oft           der Schulzeit für mich da, ich konnte und durfte mich ebenso in
     hätte ich ihm das Schnitzeisen aus der Hand nehmen ­ ollen, um
                                                             w            den Ferien und nach der Schulzeit immer wieder mit Fragen an sie
     an seinem handwerklichen Zauber teilzuhaben. Das ­ opieren von
                                                           K              wenden. Aus dieser für mich so schönen und wichtigen Erfahrung
     Figuren, im Lehrplan eben vorgesehen, hat mich nie ­ onderlich
                                                             s            heraus sollte auch meine Werkstatt für die Schüler/-innen der HTL
     i
     ­nteressiert. Mir fehlte einfach die Disziplin, mit dem Meter­ tab
                                                                   s      eine Plattform zum Schnuppern für die Praxis sein. Und so finden
     F
     ­ ormen genau zu übertragen und nachzuahmen. Die ersten              sich oft den Sommer über Praktikant(inn)en bei mir im Atelier.
     Schnitzstücke sind dann auch entsprechend schlecht ausgefallen.
50
„Heiliger Geist“ 1986   „Erntedank“ 1989
     Breite 60 cm            Itter
     Zirbelkiefer            Höhe ca. 60 cm
     lasierend weiß bemalt   Linde, Kirsche und Mahagoni

                             Holzrelief mit lebensgroßen Figuren für das Foyer eines Unternehmens zum Vertrieb von biologisch ange-
                             bauten Nahrungsmitteln. Das Relief soll eine ideelle Brücke zum Thema gesunde Ernährung darstellen.
                             Was wir essen, liegt in unserer Verantwortung. In diesem Sinn erzählt das Relief von einem Gebet vor der
                             Arbeit. Danach folgt die Aussaat im linken Teil, wo die Blüten am Reliefrand den Beginn des Wachstums
                             erklären. Brückenartig reichen die zwei großen Holzteile ineinander. Die Blüten wandeln sich zu Früchten,
                             die von ­ iner Frau geerntet werden. Das Thema wird durch die dankende Gestalt, mit dem Gebet nach der
                                     e
                             Arbeit und der Besinnung über die Ernte, abgerundet. Dieses sehr große Holzwerk ist in Zusammenarbeit
                             mit meinem Bildhauerfreund Wolfgang Falkner in seinem Atelier in Axams entstanden.



                             „Der Sturm auf dem See“ 1984
                             Höhe 68 cm
                             Zirbenholz, lasierend bemalt

                             Diese Auftragsarbeit entstand während meiner Akademiezeit. Das gewünschte religiöse Thema wurde
                             g
                             ­ emeinsam mit meinem Auftraggeber erstellt. In dieser Holzskulptur formte ich allegorisch die menschliche
                             Angst und das Vertrauen zu Gott in dieser so unruhig bedrohlichen Situation. Die Schnitzerei erzählt in
                             fi
                             ­ guraler Gestik die Geschichte des Sturms auf dem See Genezareth. Nach meiner Fachschulzeit war es für
                             mich eine große Herausforderung, solche für mich schwierigen Arbeiten zu konzipieren und sie dann auch
52




                             allein und frei umzusetzen. Was einmal geschnitten ist, kann nicht mehr verrückt werden. Bei der einmal in
                             Holz gehauenen formalen Dynamik gibt es keinen Weg mehr zurück. Man muss ein starkes Selbstbewusst-
                             sein trainieren, bevor man es wagt, sich in einen Klotz Holz hineinzuarbeiten.
Kapellenausgestaltung des Katholischen
     Akademikerhauses „aki“ in Zürich, 1993

     Die Gesamtgestaltung der Kapelle hält sich ruhig und schlicht,
     sie soll die Meditation unterstützen. Die Priesterstühle sind
     mitgestaltet, um sie in das Gesamtkonzept ­ armonisch ein-
                                                  h
     binden zu können. Der Tisch des Wortes, der Ambo, zeigt
     rundum im Relief als Thema den Stamm Jesse. An seiner
     Oberseite, auf der das Heilige Buch liegt, sind die Pfingst-
     flammen als Symbol für die geistige Er­ enntnis dargestellt.
                                              k
     Meine sinnbildlichen Hackstöcke des Lebens, unperfekt
     Menschliches darstellend, bilden ein Auflager für die glatte
     dreieckige Altarplatte der Dreifaltigkeit und sind deshalb
     t
     ­ragender Teil für den Tisch der Gemeinschaft ­ wischen
                                                         z
     L
     ­ eben und Geist.
54
Kapellenausgestaltung des Katholischen Akademikerhauses „aki“ in Zürich, 1993
     Lindenholz gesägt, geschnitzt und geschliffen, transparent bemalt und mit Zinneinlegeteilen.

     Die Oberfläche des Tabernakels wölbt sich wie eine Landschaft, unter der sich das Geheimnis unseres
     Glaubens verbirgt. Innen wechselt das Material zu Stahl und wird zum sicheren Behältnis für das Ziborium.
     Die aufgerissenen Linien der Schnitzerei, erzeugt durch die Anwendung von Sägen, glätten sich dann durch
     weitere Arbeitstechniken wieder sanft. Die weiße Lasur lässt den hölzernen Ausdruck zurückweichen. Die
     Zinneingüsse in der Holzoberfläche, Sinnbilder der Wundmale Christi, wirken wie eingewachsene Insignien.
     Oben bildet sich diese Metallzeichnung zu einer Dornenkrone, unten und in der Mitte sind die Stigmata an
     den Händen und das Wundmal an der Seite des Rumpfes erklärt. Zwei Balken verschränken sich bergend
     über dieser Landschaft des Tabernakels. Beim Öffnen begegnen sie dem Gläubigen und greifen umarmend
     nach ihm, nehmen ihn auf.
56
Triumphkreuz in der Pfarrkirche St. Phillippus, 1989
     München
     Höhe ca. 230 cm
     Bronzeguss, Unikat gegossen in verlorener Form

     Ein Christuskörper hat den Tod überwunden und
     durchschreitet sinnbildlich die Grabmauern.



     „Unser tägliches Brot“ 1989
     Bronzeguss Unikat
     Höhe 30 cm

     Das Kreuz, unser religiöses Symbol und Werkzeug
     für den Alltag, bewusst aus einem Plastikbesteck
     ge­ertigt, wurde im Wachsausschmelzverfahren in
        f
     Bronze gegossen.



     Malskizzen eines Gekreuzigten auf Papier
     Entwurfsarbeiten für das Wegkreuz in Innsbruck-Arzl
     1984
58
„Kreuzweg“ 1996
     Pfarrkirche St. Phillippus München
     Höhe 180 cm
     fünf Pfosten in Lindenholz geschnitzt
     mit Zinneinlegearbeit

     Hergeleitet von der traditionellen Auffassung
     des christlichen Kreuzweges mit seinen vier­
     zehn Stationen, soll diese Bearbeitung für die
     Menschen unserer Zeit sein. Die Inhalte der
     vierzehn Stationen finden sich an den fünf
     g
     ­ eschnitzten Themen­ äulen. Als räumliche
                               s
     I
     ­nstallation stehen sie uns in Manns­ öhe ge­
                                              h
     genüber und sind in unserem Alltag mitten
     unter uns. Jede Säule trägt neben den In­           Säule 1: „unschuldig“                            Säule 2: „mittragen“
     halten der Stationen einen Namen. Die teils
     r
     ­ealistische Schnitzerei tritt mit Wesentlichem,    Angst am Ölberg                                  Jesus nimmt sein Kreuz auf sich.
     wie Händen oder Gesichtern, aus der Ober­           Jesus wird verurteilt.                           Simon hilft Jesus das Kreuz tragen.
     fläche der säulenartigen Skulpturen hervor und      Jesus wird mit Dornen gekrönt.                   Jesus begegnet seiner Mutter.
     verschwindet wieder in die ­ bstrakte, oft rau
                                     a                                                                    Jesus fällt unter dem Kreuz.
     und unbe­ rbeitet ­ irkende Oberfläche. Damit
                 a        w
     bildet sie ein Wechsel­ piel ­ wischen ­ etail,
                               s      z         D        Diese Säule widme ich den Kindern. Ein           Fäuste drücken das Kreuz in demütige ­ ände.
                                                                                                                                                   H
     F
     ­ ragment und dem ge­ amten ­ nsemble der
                               s        E                unschuldiges Kind, geboren in ein schick­        Der sich symbolisch nach unten windende
     fünf ­ äulen. Die ­ ariabel inszenierbaren Skulp­
           S           v                                 sal­ aftes Umfeld, völlig unbedarft oder aber
                                                            h                                             Kreuzesbalken und Christuskörper, der zu
     turen ­ ruppieren sich in einem Seitenschiff
             g                                           selbst einem Leid unschuldig ausgesetzt,         f
                                                                                                          ­allen scheint, wird durch die ­ elfenden ­ ände
                                                                                                                                         h          H
     der ­ irche, sollen aber dann und wann auch
          K                                              eine kauernde Figur, hoffnungslos und ver­       des Simon gehalten. An ­ iner ­ nderen Seite
                                                                                                                                      e      a
     m
     ­ itten ­ nter uns ­ tehen, uns hinweisen und
              u           s                              zweifelt, bildet nicht nur zu den Menschen       hebt sich die Christusfigur zu seiner Mutter
     uns ein ­ is-à-vis im Leid sein. Der Kreuzweg
                V                                        unserer Zeit einen Bezug, sondern soll auch      hoch. Diese Säule soll uns erinnern und hel-
60




     wird durch das ­ hema der Auferstehung, die
                       T                                 an die Vorausahnung von Christus am Öl­          fen, am Leid der ­ nderen mitzu­ragen, Mitleid
                                                                                                                             A               t
     als lichtes, helles Glasfenster in dieser Seiten­   berg erinnern. Es ist die ­ äule der Ansprache
                                                                                   S                      zu empfinden und bereit zu sein für den Hilf-
     kapelle versinnbildlicht ist, vollendet.            für alle Unschuldigen und doch Verurteilten.     losen.
Säule 3: „entwürdigt“                                Säule 4: „vergeben, verlassen“                  Säule 5: „heimgekehrt“

Die Frauensäule                                      Kreuzsäule                                      Jesus liegt im Schoß seiner Mutter.
Veronika reicht Jesus das Schweißtuch.               Jesus wird ans Kreuz geschlagen.                Jesus wird ins Grab gelegt.
Jesus tröstet die weinenden Frauen.                  Jesus stirbt am Kreuz.
Entkleidung

Attribute wie entwürdigt, eingeklemmt, gede­         Zwei gekreuzigte Menschen zeigen das Rin-       Das Gesicht des Leichnams drückt sich
mütigt, weinend und Trost suchend, ­assen  l         gen um das Leben. Ein aufgebäumter Kör-         in den tief eingefallenen Bauch einer Frau.
die Frau im Vordergrund dieser Säule ste­            per steht einem von der Seele verlassenen,      Ich möchte damit dem Schmerz und der
hen. Die Entkleidung Christi wird durch eine         r
                                                     ­ uhigen Leib gegenüber. Diese Säule soll       T
                                                                                                     ­ rauer Ausdruck verleihen. Die Grablegung
nackte, in die Ecke gedrängte Frau darge­            uns an unsere traditionelle Figur des gekreu-   wird durch eine eingewickelte Figur, die
stellt. Die geprüfte Frau hat hier Platz als Figur   zigten Christus erinnern.                       s
                                                                                                     ­ ymbolisch mit dem Kopf nach unten in einer
des Leidenden.                                                                                       N
                                                                                                     ­ ische von unserer Welt geht, dargestellt.
„Kreuzweg“ 1996
     Pfarrkirche St. Phillippus München
     Höhe 180 cm
     fünf Pfosten
     in Lindenholz geschnitzt
     mit Zinneinlegearbeit

     Säule 1: „unschuldig“
     Säule 2: „mittragen“
     Säule 3: „entwürdigt“
     Säule 4: „vergeben, verlassen“
62




     Säule 5: „heimgekehrt“
62
„Erinnerung“ 1984
     100 x 70 cm
     Papier in Polyester einlaminiert, in Blei gerahmt



     Impression unseres Ateliers an der Akademie in München



     „Stamm“ 1984
     Höhe 280 cm
     Gips und Tuch

     Anlässlich des Papstbesuches in München 1984 war in der Akademie ein
     Wett­ ewerb zum Thema „Kirche“ ausgeschrieben. Einzelne abgeformte
          b
     Körper­ chalen aus Gips wurden von mir zu einem Baumstamm gereiht. ­ eine
            s                                                                   M
     Studienkolleg(inn)en fungierten als Modell. Liegend, geschützt durch eine
     dünne Folie, wurden sie mit in Gipsmilch getauchten Gewebebahnen bedeckt.
     Das Erstarren des Materials dauerte über eine halbe Stunde, die Gespräche
     während dieser Zeit schafften so etwas wie innige Vertrautheit. Das Indi­ iduelle
                                                                             v
     dieser entstandenen Körperschalen, nämlich ihre Gesichter, fehlen bewusst.
     Der daraus geformte Baum hat keine Identitäten und scheint nicht mehr auszu-
     keimen. Dies lässt ihn zu einem Symbol unserer anonymen und erkrankenden
     Gesellschaft, einer Gesellschaft ohne religiöse Ethik, ­ erden. Diese Skulptur
                                                            w
     errang den Preis der Akademie zum 88. Katholikentag in ­ ünchen.
                                                                M



     „Erinnerung um ein Grab“ 1984
     Höhe 400 cm
     Gips bemalt auf Metallkonstruktion

     Wie ein Trauernder fällt ein Mensch nach unten. Ein Toter, die Silhouette eines
     Menschen, gleitet in den Boden. Ein Faltenwurf, der sich genau über diese
     Kontur legen kann, trennt den Trauernden vom Toten. Die Erinnerung steht
     als Verbindung zu Getrenntem. In dieser Skulptur habe ich Gefühle, die mich
     bewegen, ausgedrückt. Es war kein Nutzen bringender Sinn im Entstehen des
     Werkes angedacht. Es sollte ein Experiment sein, um damit zu reflektieren,
     ein Gefühl umzusetzen. Sichtbar sollte es für mich sein, und dann wollte ich
     seine Wirkung erfahren. Dieses Werk fuhr ich von München aus auf diverse
     Ausstellungen, zeigte es und suchte einen Platz dafür, und nach einiger Zeit
64




     verabschiedete ich es dann, fuhr es in die Ordnung zurück! Die Mülldeponie-
     gebühr betrug 200 Schilling.
„Maschine“ 1988
     Akademiezeit
     Höhe 35 cm
     Gips, diverse Gebrauchsteile bemalt




     „Konsum“ 1988
     Gips bemalt
     Höhe 40 cm




     „Gesellschaft“ 1988
     Höhe 40 cm
     Gips kaschiert und zart bemalt

     Ein buntes Patchwork aus Gegenständen unseres Alltages: Ver­ chluss­
                                                                     s
     kappen, Kleiderbügel, Pappkartons, Knöpfe etc. Es ist ein plastisches
     Experiment mit gewohntem Kleinzeug, freien Formen und mit Farbe. Eine
     Komposition zu erfinden und meinen bildhauerischen Anspruch an mich
     selbst zu begreifen, war mir der Wert dieser Arbeit. Ein Wesen sollte es
     werden, mit dem ich leben will, weil es mir gezeigt hat, Aufregendes im
     Umgang mit dem „Nichts“, dem alltäglichen Tandzeug, zu spüren.
     Versuche und Vorarbeiten in Gips und Polyester




     „Reihungen“ 1988
66




     Höhe 60 cm
     eingefärbter Polyester
„Schicksalsgemeinschaft“ 1986
aus meiner Akademiezeit
installiert mit Boden- und Wandgestaltung
in einer Villa in Berg am Starnberger See/Bayern
Lebensgroße Figuration aus gefärbtem Polyester-Laminat

Zwei Menschen stehen zusammen, Zeit und Boden teilen sie sich für
einen Moment ihres Daseins, das Schicksal fügt sie und lässt sie zu einer
Gemeinschaft im Geiste der Erinnerung vereinen.

Diese Skulptur erzählt die Geschichte von meiner lieben Freundin Pia
und mir. Wir waren schon seit unserer Fachschulzeit in Freundschaft ver-
bunden. Tolerant haben wir uns über viele Jahre akzeptiert, uns dann
aber durch individuelle Lebenswege und -ideen verloren.

In der Münchner Akademie gab es eine gut ausgestattete Kunststoffwerk-
stätte, in der ich einige Werkstücke aus eingefärbtem Polyester-Laminat
und Polystyrol-Tiefzügen herstellen konnte und damit erste Erfahrungen
im Arbeiten mit Kunststoff machte. Den Kunststudenten standen weit
über 30 Werkstätten zur Verfügung, die das Erlernen der verschiedensten
Material­ erarbeitungen erlaubten. So gab es zum Beispiel eine ­ ießerei,
          v                                                      G
in der wir uns die Kunst des Bronzegusses aneignen konnten, eine
Bühnen­ ild­ erk­ tatt, eine Goldschmiedewerkstatt und Keramik­ erk­
          b w s                                                      w
stätten. Auch für die glasverarbeitenden Techniken, wie Glasblasen, Blei-
verglasung oder Glasschleifen war eine eigene Arbeitsstätte vorhanden.
Zudem gab es noch die Druckwerkstätten, in denen die Lithographie,
Ätzradierung und der Siebdruck erlernt werden konnten. Ich habe mich
vor allem für die beiden ersteren interessiert. In der Kunststoffwerkstatt
bei Frau Mair-Buss, selbst eine Künstlerin, wurde ich in die Technik der
Polyester-Laminierung, das schichtweise Auftragen von Kunststoff, ein-
geweiht.
Der Lehrkörper dazu war zum Großteil mit Künstlern besetzt, welche die
kreative Verwendung des Materials förderten. Ich war ständig auf der
S
­ uche nach Neuem und besuchte deshalb viele dieser Werk­ tätten.  s
M
­ eine Entscheidung, der Akademie in München den Vorzug vor der
Wiener Akademie zu geben, lag zum einen an dem breit gefächerten
Werkstattangebot zur Weiterbildung und zum anderen daran, dass ein
Tiroler, Professor Hans Ladner dort lehrte, in dessen Klasse ich dann
auch aufgenommen worden war.
Das zentrale Thema meines Studiums war der Mensch
     als unerschöpfliche Quelle seiner Einzigartigkeit, be­ or­
                                                          v
     zugt dann in ausgewählten Situationen, in ­ orträt, Akt
                                                 P
     und Skulptur. So habe ich meine Ge­ anken und Ideen
                                          d
     in der Gestaltung der menschlichen Figur ­ llegorisch
                                                  a
     umgesetzt.



     „Das Paar“ 1985
     Höhe 89 cm
     Bronzeguss, Original

     In dieser Skulptur sind Gegenwart und Zukunft alle­
     gorisch dargestellt. Der Mann hat drei Arme. Eine
     Hand hält die Hand der Frau und eine andere Hand ragt
     durch die Figurengruppe hindurch auf die andere ­ eite
                                                       S
     der Skulptur. In der Gegenwart steht der Mann also
     noch in Verbindung mit der Frau, mit seinen Gedanken
     aber, symbolisch durch den dritten Arm dargestellt, lebt
     er schon weit voraus in der Zukunft.
68
„Gemeinschaft“ 1981
Höhe 65 cm
Bronzeguss, Original, eine Materialvariante dieser
Skulptur, in Kunststein gegossen, erhielt beim Wett­
bewerb der „art didacta“ in Innsbruck einen Preis.

Zwei Menschen stehen zueinander, werden eins, um
gemeinsam etwas erreichen zu können. Diese Skulp­
tur wurde in der hausinternen Gießerei der Akademie
in München unter der Leitung des Werkstättenleiters
Herrn Wackerbauer gegossen.
„Die Ablöse der Kinder vom Elternhaus“
     1988
     Höhe 71 cm, Breite 109 cm
     Terralitho, durchfärbter Zementmörtel
     auf Stahlarmierung

     Diese erzählende Skulptur ist entstan-
     den, nachdem mir ein Freund und Vater
     den sukzessiven Auszug seiner Kinder
     aus der Familie schilderte. Im Inneren der
     Spirale steht die Mutter. Als „Zwiefigur“
     wendet sie sich einerseits zum Mann
     und Vater, andererseits ist sie Mittlerin
     zwischen außen und innen. Vom schne-
     ckenartigen Zentrum aus umfasst der Va-
     ter die ganze Forma­ion und begleitet die
                           t
     nach außen sich ­ ffnende und sich ver-
                         ö
     jüngende Mauer, aus der sich die Kinder
     bewegen, sich selbständig ablösen, um
     sich frei entfalten zu können.
70
„Zweisamkeit“
     Höhe 40 cm
     Reliefs aus Kunststein




     Dorfbrunnen Brixen im Thale, 1986
     während meiner Studienzeit gefertigt
     Durchmesser ca. 350 cm
     Betonguss

     Eine Wand löst sich durch tanzende Figuren zur Mitte hin auf – ein Quell ent­
     springt. Die Figuration ist von mir zuerst in Ton modelliert worden, die dann ­ araus
                                                                                   d
     gefertigte Negativform wurde zur zweimaligen Verwendung konzipiert; so ­ onntek
     ich den zweiten gleichen Teil als symmetrisches Gegenstück erstellen. Für das
     Brunnenbecken habe ich mir, um mir einen aufwändigen Formenbau zu ­ paren,   s
     etwas Ungewöhnliches ausgedacht: In der Lehmgrube in meinem Heimat­ orf          d
     Arzl und mit der fachmännischen Hilfe meines Vaters haben wir ­ emeinsam das
                                                                          g
     Negativprofil der Brunnenschale direkt in den Tonerdeboden gegraben und an­
     schließend die Betonstahlarmierung hineingehängt. Ein Mischwagen hat den
     Beton eingebracht. Mit einem riesigen Kranwagen musste dann die nun stahl­
     armierte Betonschale aus dem Boden gehoben, oder besser umschrieben, ge­
     rissen werden.
     Als Tochter eines Baumeisters sind mir all diese Gerätschaften schon seit meiner
     Kindheit vertraut. Auch Zement war für mich immer zugänglich, und bereits als
     kleines Mädchen habe ich das nützliche Pulver zur Stabilisierung meiner ­ rücken
                                                                                 B
     und Mauern, Häuser und Figuren im Sandkasten genutzt. Verboten hat mir mein
     Vater das Zementieren zwar nie, aber er hat mich nachdrücklich auf die ätzende
     und gefährliche Wirkung dieses Materials aufmerksam gemacht.
     Ich „betoniere“ auch heute noch leidenschaftlich gern – ich liebe den Geruch
     von erhärtetem und frisch ausgeschaltem Beton. In meiner Fantasie habe ich
     bereits ein Konzept für mein Parfum dazu entwickelt. Der Duft sollte das Gefühl
     vom Maskulinen hin zum Femininen ausdrücken – gleich wie am Bau der Augen­
     blick, in dem die Wände ausgeschalt, das logistische Konzept real steht, das
     ­ ännliche Prinzip zum weiblichen wechselt, das Rationale sich mit dem Emo­
     m
     tionalen verbindet, nun die Oberflächen und Farben das Gefühl, den Ausdruck
     im Raum erfüllen – so spinnt sich mein kreativer Prozess in viele Ecken.
72




     Strukturdetail der Betongussoberfläche
„Verzückter“ 1994               „Ikarus“ 1997
     Länge ca. 50 cm                 Höhe 30 cm
     Bronzeoriginal                  Bronzeunikat
     variabel aufstellbar und
     mit einer dazu passenden
     weiblichen Figur arrangierbar



     Skizzen zum Thema Ikarus        „Ikarus und Daidalos“ 1987
     Höhe 25 cm                      Höhe 35 cm
     Bleistift                       Bronzeoriginal
74
„Fabelwesen“ 1987
     Berg am Starnberger See
     Höhe 380 cm
     Terralitho

     Diese Skulptur fertigte ich am Ende meines Studiums
     in einem gemieteten Schuppen in München Ost.
     Farbe und Form gemeinsam zu sehen war Aufgabe
     meiner bildhauerischen Auffassung geworden.
76
78
Skizzen und Modelle
in Wachs geformt und bemalt



„Tanz um den Maibaum“ 1988
Höhe ca. 110 cm
Kleinplastik, bemaltes Wachs auf Draht
ausgezeichnet bei der Internationalen
Art Competition in New York



„Club“ 1988
Café in St. Johann in Tirol
Höhe 150 cm
Terralithoskulptur
„Der Reigen“ 1989
     260 x 170 cm
     Weymouthskiefer bemalt

     Mit der Führung des Hohleisens, bewusst quer zu den Formen,
     habe ich die Wellen und die plastische Wirkung am Relief verstärkt.
     Lasierende Farbigkeit ergänzt das Schnitzwerk.



     Ein Schnitzeisensatz ist etwas ganz Persönliches. Schon in jungen
     Jahren habe ich mir die einzelnen Werkzeuge nach und nach bei
     der Genossenschaft im Stubaital selbst gekauft. Man kennt jedes
     Eisen auswendig. Die Hefte (so nennt man die Griffe) habe ich ­ twas
                                                                    e
     aufgeraut, damit sie in meiner Hand nicht rutschen und ich so Kraft
     spare. Beim Arbeiten liegen all die 75 Eisen, nach den verschiedenen
     Formen wie aufgefädelt, auf der Hobelbank bereit. Jedes hat seinen
     Platz und wird somit auch gleich gefunden. Zur Zeit sind diese mir
     so wertvollen Werkzeuge in einem speziellen Koffer verwahrt – sie
     warten wieder auf ihren Einsatz.



     Impression vom ersten Atelier im Wohnhaus meiner Eltern in Arzl
80
„Richtung“ 2001
     Foyer des Internationalen Studentenhauses Innsbruck
     Kiefernholz bemalt

     Fünf überlebensgroße Holzfiguren hängen stufenförmig frei im
     Luftraum über dem Foyer, als würden sie über eine unsichtbare
     Treppe schreiten. Die Skulpturen werden zum Sinnbild für die
     Situation der Studierenden, die in ihrem Lebensabschnitt vor
     einer ungewissen Zukunft stehen und ihre Entscheidung treffen
     müssen: ein Ver­ eilen, ein Kommen und Gehen, das Auf und
                     w
     Ab des Lebens, der Weg nach oben und nach unten.
82
„Najade“ 1992
     Höhe 100 cm
     Terralitho, durchgefärbter Zementmörtel auf Stahlkonstruktion

     Die Najaden stammen aus der griechischen Mythologie. Die Sage
     berichtet von einer Nymphe, die sich in einen Jüngling verliebte
     und diesen zu sich in die Tiefen des Meeres nahm. Die Skulptur
     erzählt nun von dieser Sehnsucht und dem Verlangen. Das Dra-
     ma des Eintauchens verstärkt sich durch die Formen der nach
     oben ragenden Paddel. Durch die plastische Wirkung und den
     veränderbaren Betrachtungswinkel schließen sich die Formen, Fi-
     guren verschwinden, nichts ist mehr zu erkennen, die Plastik wird
     abstrakt. Die Figuration verbirgt sich dann ähnlich einer Perle zwi-
84




     schen zwei Muschelhälften.
Wendeskulptur, 1992
     Durchmesser 80 cm
     Terralitho

     Die abstrakte Skulptur kann durch gedrehte Varianten der ­ ufstellung
                                                              A
     immer wieder neu erfasst werden. Der Betrachter ist Bestandteil die-
     ses Eindruckes, er bringt sich selbst ein und bestimmt durch seine
     individuelle Positionierung der Skulptur dann deren Ausdruck.



     „Kommunikation“ 1992
     diagonal ca. 90 cm
     Terralitho auf Stahlkonstruktion
     Wendeskulptur

     Kommunikation bedeutet für mich zum Beispiel, mehrere Ansichten
     durch Gespräche zu verbinden.
     Deshalb musste diese dem Thema Kommunikation gewidmete
     Skulptur einer besonderen, an mich selbst gestellten Anforderung,
     nämlich den Dialog in allen Richtungen zu führen, entsprechen. Das
     Werk muss und kann im Gleichgewicht auf allen vier Seiten­ rmen  a
     frei stehen, es gibt kein oben und kein unten und es ist in alle Rich-
     tungen frei positionierbar. Handwerklich ist dies ein ­ u­ erst schwie-
                                                           ä ß
     riges Unterfangen, da man sich ständig und bei jedem Arbeits­ ang  g
     mit allen Teilen der Skulptur im Gleich­ ewicht halten und in Bezie-
                                            g
     hung treten muss.
86
„Daphne“ spiegelt sich im Schaufensterglas
     Hängebuche im Garten des Atelierhauses verzaubert im Winterkleid
     beim Schweißen des Stahlgeästes im Atelier



     „Daphne“ 1992
     Höhe 70 cm
     Terralitho, durchgefärbter Zementmörtel
     auf verzinkter Stahlkonstruktion
     1. Preis der Fa. Datacom, Innsbruck

     Diese Skulptur wurde an einer Rezeption für einen Freund
     als Geschenk deponiert und ging dann in Wien verloren.

     Daphne ist das griechische Wort für Lorbeer. Daphne ist aber auch
     eine Gestalt aus der griechischen Mythologie. Als junges Mädchen
     wurde Daphne von Apollo bedrängt und verfolgt. Damit er sie aber
     nicht finden konnte, verwandelte ihr Vater sie in einen Lorbeer­ aum. b
     Auch heute noch ist die Verwandlung in den verschiedensten Wissen­
     schaften ein vielfaches Phänomen. Strukturen verwandeln sich,
     w
     ­ erden nicht mehr erkannt, verändern sich oder verschwinden ganz.
     Diese im Bild dargestellte Plastik zeigt eine Gestalt, die sich ­ pielerisch
                                                                     s
     in einen Baum oder in ein Instrument verzaubern kann. Dahinter ver­
     suchen Hände nach ihr zu greifen. Sie erreichen sie aber nicht, ­ uchen
                                                                         s
88




     vergebens nach ihr. Zwischen starken Körpern wechselt die Struktur
     in zart anmutende Elemente.
„Die vier Jahreszeiten“ 1985
     Brixen im Thale
     Länge 11 m
     Weymouthskiefer bemalt, mit gesammeltem Holzbeiwerk

     Meine Aufgabe war es, den neuen Musikpavillon mit seiner von
     Architekt Markus Moritz bereits erarbeiteten Wand­ liederung zu
                                                               g
     gestalten. Die künstlerische Arbeit sollte sich dabei in ­hrer ge­
                                                                      i
     danklichen wie auch in ihrer formalen Aussage mit der Architek­
     tur vereinen. Bei meiner Ideenfindung streifte ich Themen, die
     Bezüge zur Situation des Ortes und des Zwecks her­ tellten. Die
                                                                  s
     Idee mit den Jahreszeitenbäumen schließlich hat sich dann als
     Dorfplatz­ estaltung zum Treffpunkt für das ­ anze Jahr durchge­
                g                                      g
     setzt. Die Abfolge der Jahreszeiten, die sich an zwei Bäumen er­
     klärt, zeigt sich teils ornamental und teils realistisch. Die gitter­ rtige
                                                                         a
     S
     ­ chnitzerei verwebt sich kunstvoll mit Ästen aus der freien Natur.
     Die Suche nach Ästen, die vor allem eine Besonderheit im Wachs­
     tum aufweisen mussten, hat mich bei den Buchen im Halltal fün­
     dig werden lassen. Dort lässt sich durch das so ­ räftig gewundene
                                                          k
     Wachstum der Äste in gleichem Maße auch die Knechtschaft des
     Klimas erahnen. Die wirklich großen Schnitzstücke habe ich in
     meinem ersten Atelier in meinem Eltern­ aus gefertigt.
                                                 h
90
92
„Das Werben“ 1993
Höhe 40 cm
Kleinplastik aus durchgefärbtem Zementmörtel auf Stahlkonstruktion

Die Skulptur erzählt die Geschichte von einem Fräulein, das sich schön
gemacht hat, sich ein getupftes Kleid anzog und sich eine Locke ­ achte.
                                                                m
Das Weiblein kokettiert mit dem Männchen und lässt ihr Leiterchen zu
ihm. Er schnuppert und rüsselt zu ihr hin, indessen sie schnell ­ ieder
                                                                 w
etwas zurückweicht.



„Schwestern“ 1993
Höhe 70 cm
Terralitho

Wie aus einem Stamm wachsen die Figuren
im Netz und Klang der Familie.
„Rekordia“ 1998
     Höhe 80 cm
     Terralitho, durchgefärbter Zementmörtel auf Stahlkonstruktion

     Diese Skulptur dient gleich einer Standarte für eine Werbe­ gentur.
                                                                    a
     Mein Ansinnen war es, eine Figur zu schaffen, mit der sich ­ erbung
                                                                   W
     erklärt. Sie soll anmutig sein. Sie soll reizen. Sie soll kommunizieren.
     So verwandeln sich die Arme dieser Skulptur, werden zum Instrument
     für eine Melodie, die schwebt und verzaubert.
     Mit vielen Skizzen taste ich mich an die mögliche Form und Kom­
     position heran, bevor ich beginne, das dann formgebende Stahl­ erüst
                                                                      g
     selbst zu schweißen.
     Die Skulptur besteht aus komplett durchgefärbtem Kunststein. Ich
     nenne dieses Material auch Terralitho, entsprechend den Worten
     „
     ­Terra“ für Erde und „Lithos“ für Stein, also für die zementgebundene
     und in meiner speziellen Technik eingefärbte Mörtelmasse.

     Die Skizzen zur kompositionalen und formalen Entwicklung
     e standen vor Beginn der Fertigung.
     ­ nt­­­
94
„Lebensfreude“ 2006
     Brunnenskulptur mit Schale
     in privatem Garten im Fuchsloch, Thaur
     Höhe 300 cm
     Terralitho, durchgefärbter Zementmörtel auf Stahlkonstruktion
96




     Brunnenskulptur und Schale
98




     „Leidenschaft“ 2008
     ø 50 cm
     Terralitho auf Stahlkonstruktion
„Beziehung“ 2008
Länge 110 cm
Terralitho auf Stahlkonstruktion
„Verführung” 2008
      Höhe 260 cm
      durchgefärbter Zementmörtel auf verzinkter Stahlarmierung

      Nach einer Vision im Kopf, ein paar Skizzen am Papier, arbeite ich
      dann gleich dreidimensional weiter. Ich zeichne und ­ chweiße,
                                                              s
      jeder Stahlstab ist wie ein Bleistiftstrich. Ich erfinde die Form
      und konstruiere zugleich die Armierung. Ein Metallgitter, danach
      darauf angebracht, dient zum Halt für den Auftrag der weichen
      Zement­ asse. Die rohe Haut der Plastik wird aufgebaut. Dann
               m
      kleide ich die Skulptur in ihr buntes Gewand. Die feuchte, mit
      F
      ­ asern ver­ ehene Masse binde ich an, und aus dem vorerst un­
                   s
      förmigen ­arbigen Auftrag schäle ich dann die gewünschte Form
                 f
      heraus. Die hervortretenden Fasern lassen die Oberflächen
      h
      ­ aarig erscheinen.
100
102
„Verführung” 2008
Höhe 260 cm
durchgefärbter Zementmörtel
auf verzinkter Stahlarmierung

eines meiner Lieblingswerke
„Schlittenhunde im Gespann“ 1996
      privater Garten am Mieminger Plateau
      Brunnenskulptur mit an der Oberfläche veränderbarem,
      leuchtendem, punktartigem Glasfaserlicht
      Länge ca. 8 Meter
      Gewicht ca. 4.000 kg
      selbst gemischter, bunt durchgefärbter
      Zementmörtel auf Stahlarmierung

      Die Fertigung dieser Skulptur nahm die gesamte Raum­
      diagonale des Ateliers in Anspruch. Nach Entwürfen und
      einem kleinen dreidimensionalen Drahtmodell waren
      die formalen Beziehungen der Formen ablesbar. Da die
      in Original­ röße ­ ötigen Stahlträger nicht frei gebogen
                 g       n
      w
      ­ erden können, ­ usste ich vorher entscheiden, wie und
                        m
      wohin eine solche Eisen­raverse ragen soll. Ebenso ­ usste
                                t                        m
      die Teilbarkeit der Skulptur berücksichtigt werden, um
      i
      ­hren Transport mit Lastwagen und Kran zu sichern. Die
      Konturen formte ich mit Stahlstäben und fügte ­ pannung
                                                      S
      in die Flächen der Formen. Zum Auftragen der ersten
      Zement­ örtelschicht habe ich Eisengitter be­estigt, die
               m                                      f
      letzte Mörtel­ chicht ist ca. 2 cm stark und durch­ e­ärbt.
                    s                                    g f
      So lässt sich dann die Farbigkeit schon während der Be­
      arbeitung des aufge­ rachten kristallinen Materials durch
                            b
      Bekratzten und Schleifen spüren. Mir ist es wichtig, dass
      die Farbe mit in die Skulptur wächst und nicht hinterher
      verziert. Bei solchen großen und aufwändigen Arbeits­
      abschnitten unterstützen mich manchmal Praktikanten,
      Freunde und Familienmitglieder.
104
106
Brunnensäule im Garten
des Atelierhauses in Thaur
1999
Höhe 440 cm
Terralitho, durchgefärbter
Zementmörtel auf Stahlarmierung



bunt gewölbte Fläche mit farbig
wechselnder Faserlichtanimation
1993
Höhe 70 cm
Terralitho



„Windung“ 1997
Höhe 100 cm
Terralitho
„Eine Vision“ zur Gestaltung der Inntalbrücke, 1991
      bemaltes Modell

      Als Künstlerin, die sich nicht nur im isolierten Klima des Galerie­
      wesens bewegen will, befasse ich mich auch sehr viel mit unseren
      Lebensräumen. So entstanden verschiedenste Vorschläge zur Ge­
      staltung der Inntalbrücke. Eine Idee war das Konzept „Verkehrte
      Welt“, bei dem ich nach unten hängende Fahrzeuge an der Außen­
      fläche des Troges montiert sah, so als würde die Straße oberhalb
      der Köpfe verlaufen.
      Dieses neue Bauwerk sollte aber auch einen technisch bedingten
      und schützenden Anstrich erhalten, um die offenporige Beton­
      ober­ äche vor dem Frost-Tausalz-Nebel im Autobahnbereich und
           fl
      vor dem Flugrost der Eisenbahn zu schützen. Ich machte mir Ge­
      danken, diesen notwendigen Anstrich auch als gestalterische Auf­
      gabe zu erarbeiten. Zu den Präsentationen meiner Idee trug ich eine
      eigens von mir dafür gestaltete Gilet-Jacke, worauf Fotomontagen
      der Brücken­ estaltung zu sehen waren.
                   g
      Das beschriebene Projekt wurde leider nicht realisiert. Das ­ auwerk
                                                                  B
      bei Volders zeigt sich nach wie vor in Sichtbeton.
108
Brunnen in Hart im Zillertal, 2004
      Höhe 180 cm
      eingefärbter Betonguss geschliffen mit Nirosta-Gewerk

      Dieser Brunnen steht vor einem Geschäftszentrum mit seinem
      Kommen und Gehen. Die sich bewegenden Rohre wippen rastlos
      auf und ab, halten also mit der Geschäftigkeit mit, und befüllen
      sich mit Wasser, das rhythmisch wieder herauskippt.
110
Foyergestaltung eines gewerblichen Betriebes in Stans, 2004

      Über die Brunnensäule, Höhe 400 cm, aus durchgefärbten ­ erralitho mit
                                                              T
      leuchtenden Glasfaserpunkten, welche sich farblich ändern und be-
      wegen, fließt leise das Wasser herunter. Akustisch durch das ­ asser
                                                                   W
      und optisch durch Farben und Licht wird die Eingangshalle belebt.
      Durch das Modellieren mit farbigem Material verschmilzt die Malerei
      mit der Plastik, das Bild wölbt sich zur Skulptur.

      Zwei Holztafelbilder zum Thema Technik ergänzen das Foyer.



      Ateliersimpressionen



      „Wasserigel“ 2001
      Innsbruck
      Brunnengestaltung mit zweiteiliger Skulpturengruppe,
      ein Männchen und ein Weibchen
      Länge eines Skulpturenteils ca. 200 cm
      gefertigt aus durchgefärbtem Terralitho
112
„Wasserhahn“ 1996
      Brunnenskulptur Fügen
      Höhe ca. 250 cm
      Terralitho

      Ein sprudelnd großer und an der Oberfläche ­euchtender
                                                 l
      W
      ­ asser­­
              hahn am Eingang eines Firmengebäudes als
      Brunnen­­­anlage konzipiert, wurde zum Wahrzeichen für
114




      das Installations­ nternehmen.
                       u
„Steinerner Regenbogen“ 1996
      Veranstaltungszentrum Blaike, Völs
      Höhe ca. 5 Meter
      Terralitho, durchgefärbter Zementmörtel
      aufgebracht auf eine vor Ort gefertigte Stahlarmierung

      Diese Plastik wurde im Sommer 1996 an Ort und Stelle zusammen mit
      meinem Vater und zwei meiner Praktikanten gebaut, in meinem Bauch war
      Töchterchen Stella mit dabei.

      Die Farbigkeit der Skulptur ist eine von mir entwickelte Technik der „Zement-
      mörtel-Einlegearbeit“ mit durch und durch gefärbten, selbst gemischten
      Zementmörteln, die auf eine gitterartige Torstahlarmierung aufgebracht
      werden. Man spürt an der Oberfläche, dass es sich dabei nicht um eine
      Bemalung handelt, sondern dass die Oberfläche durchgefärbt, offenporig
      ist, was den besonderen Reiz dieser Skulptur ausmacht.
116
„Seinen Teil dazu beitragen“ 1995
      Vogtareuth in Bayern
      Höhe ca. 300 bis 400 cm
      Terralitho, durchgefärbter Zementmörtel auf Stahlkonstruktion

      Ein großer Auftrag steht an. Für einen derartigen Auftrag wird das       den kreativen Part der individuellen Erarbeitung. Ich als Künstlerin
      neue Atelier in Thaur in allen Funktionen voll genützt. Der im Atelier   forsche nach und arbeite an dem unentdeckten Bild und Lebens­
      installierte Kran, der für 1,6 Tonnen ausgerichtet wurde, ist dabei      raum. Die Einbindung der Menschen in dieses Konzept ist für mich
      unverzichtbar. Die großen, 4 m hohen Flügeltüren in den Garten           unabdingbare Voraussetzung. Das Werk soll unsere Wünsche letzt­
      sind für den Abtransport der fertig gestellten Werke ebenso unent-       endlich berühren.
      behrlich.
      Beim Planen des Atelierhauses stand noch nicht fest, welche Auf-         In der Vorbereitungszeit für große Skulpturen muss zuerst das
      träge und Aufgaben in Zukunft zu erfüllen sein werden, und so ist        M
                                                                               ­ aterial berechnet werden. Viele hundert ­ ilogramm Zement und
                                                                                                                         K
      es für mich immer wieder ein Fest, dieses Gewerk nun in seiner           Quarzsand müssen dafür angeliefert und über eine extra angelegte
      Widmung umfassend nutzen zu können.                                      Rampe ­ inunter ins Atelier gefahren werden. Der Raum wird zur
                                                                                        h
                                                                               Baustelle ...
      Neben all dem Rüstzeug und Material, das zum Fertigen solcher            Ich organisiere mich so gut wie möglich, indem ich mir ein Zeit­
      Skulpturen zu besorgen ist, ist mein inneres Feuer der wichtigste        fenster ausschließlich für die anstehende Arbeit schaffe. Es ist mir
      Bestandteil für diese Arbeiten. Bevor ich nicht ein Drängen und die      auch immer wichtig, bei guter körperlicher Verfassung zu sein,
      Bereitschaft spüre, kann ich nicht beginnen. Also muss ich so lange      denn die handwerkliche Arbeit stößt oft an die Grenzen der körper­
      an meinen Konzepten und Ideen gedanklich spinnen, bis ich mich           lichen Belastbarkeit.
      entzündet habe. Es muss reifen, aber der Prozess ist zeitlich oft
      nicht absehbar. Mein Werk soll für meinen Anspruch keine Deko-           Wenn dann das Werk fertig geliefert, montiert und gefeiert ist und
      ration sein, sondern muss neben all den gestalterischen Gesetzen         ich wieder ins ­ telier zurückkehre, wird erst einmal alles wieder
                                                                                              A
      und Lehren auch die erarbeitete oder empfundene Botschaft be-            auf „Hochglanz“ gebracht – anschließend kann wieder „gezündelt“
      inhalten. Dieser Wille, ein inhaltliches Ziel zu ergründen, befruchtet   und mit Neuem begonnen werden.
118
drei Säulen für den Haupteingang des
      Behandlungszentrums Vogtareuth in Bayern
      1995
      Höhe der Säulen ohne die beweglichen
      Windblätter ca. 300 bis 400 cm
      Terralitho, durchgefärbter Zementmörtel
      auf Stahlkonstruktion

      Die Säulen flankieren den Weg zum Eingang.
      Jede von ihnen trägt ein Segment aus dem drei­
      teiligen Logo der Anstalt als Segel, die sich im
      Wind drehen.
      Die erste Säule steht symbolisch für eine Kanne,
      „das Geben“. Sie versinnbildlicht Anteilnahme
      und Zubringen von Hilfe und Stärkung durch die
      Besucher. Die zweite Säule, „das Joch“, ist die
      S
      ­ tandarte für den Patienten selbst, der durch sein
      a
      ­ ktives ­ it­­
               M wirken seinen Teil zur Be­ andlung bei­
                                           h
      tragen soll.
      Die dritte Säule, „das Helfen“, ist zu einer Hand
      geformt und steht für das Hand anlegen und das
120




      direkte Helfen am Menschen.
122
Farbkreis am Boden des
Landeskrankenhauses Natters, 1991
Größe des Mosaiks ca. 40 m2
Fliesensegmente

Die drei Grundfarben Rot, Blau, Gelb
verbinden kreisförmig die Räume.




„Welt“ 1991
Innsbruck anlässlich einer Ausstellung
in der Galerie Hausberger
temporäre öffentliche Installation mit freiem Zugang
ø 400 cm
selbst gefertigte Terralithoplatten
und Bruchsegmente davon

Das Farbfeld wurde kosmisch in eine Ordnung ge­
legt. Jede Farbe und jeder Stein erfüllte somit seine
Bestimmung im Kreis. Aufgrund des freien Zugangs
zur Öffentlichkeit aber wurde das Werk stark ver­
ändert und gestört. Teils wurde es neu gelegt, oder
es verlor sich, selbst ganze Felder verschwanden.
Das Bild wandelte sich, gleich den Bildern, wie wir
mit unserer Welt umgehen.
„Steinerner Teppich“ 1991
      ein Bild am Boden
      Gestaltung durch das gesamte Hauptfoyer
      des Bezirkskrankenhauses St. Johann in Tirol
      Epoxidharz mit Zement als Gussbelag durchgefärbt
      und versiegelt, Messing

      Durch die starke architektonische Gliederung des
      F
      ­ oyers des damals neu erbauten Bezirkskranken­
      hauses entstand die Idee mit einem Bild am ­ oden.
                                                    B
      Ich wollte die einzelnen Bereiche ge­ talterisch zu­
                                             s
      sammen führen. Farbigkeit, Zeichen und philo­ o­  s
      phische Texte, z. B. der Eid des Hippokrates ­ ünden
                                                   m
      in weich geformten Konturen in die ­ truktur des
                                              S
      F
      ­ oyers.
      Der 160 m2 große und rund 14 mm starke, bunte
      Stein­eppich wurde aus einem speziellen Kunstharz­
            t
      zementestrich hergestellt. Das Material des ­ odens,
                                                   B
      der Säulen sowie der Liftwand ist durchgehend ein­
      gefärbt.
      5.000 kg buntes Material wurde mit einem kleinen
      Team verarbeitet. Die Messingeinlagearbeiten, be­
      stehend aus ca. 6.000 Messingteilchen, lassen den
      Betrachter Schriften, Symbole, Zeichen und ­ ignale
                                                    S
      entdecken. Die freien Formen des Steinbildes ­ tellen
                                                     s
      einen Gegensatz zur technisch klaren Fliese dar, die
      flammende Liftwandgestaltung bildet einen Kontrast
      zu den kühl wirkenden Lifttüren aus Nirosta – Prä­
      zision und Klarheit in Kooperation mit Gefühl sollen
      den Wirkungsbereich im Krankenhaus erfolgreich
124




      gestalten.
Brunnenskulptur im Foyer des Sanatoriums
      der Kreuzschwestern in Hochrum, 1995
      Höhe 180 cm
      Terralitho, Nirosta, Marmorkugel



      „Lobgesang an die Schöpfung“ 1998
      Höhe 190 cm
      Terralitho, durchgefärbter Zementmörtel
      auf Stahlkonstruktion
      Brunnen für den Innenraum
126
Brunnenskulptur im Foyer des Sanatoriums
      der Kreuzschwestern in Hochrum, 1995
      Höhe 180 cm
      Terralitho, Nirosta, Marmorkugel

      Die abstrakten Formen der Brunnenskulptur umfangen eine
      sich auf dem sprudelnden Wasser bewegende Marmor­ ugel.
                                                         k
      Wie helfende, fürsorgliche Hände umfassen und ­ üten die
                                                      h
      Formen die Kugel, ohne ihre Bewegung zu stören.

      Die bunte Brunnenplastik bildet mit dem gelben, abgestimmten
      Boden­ egment und dem dazu gestalteten, geschweiften Para-
             s
128




      vent ein Gesamtkonzept.
130
Künstlerische Installation, 2009
      errichtet anlässlich des 450-Jahr-Jubiläums der Papierfabrik Wattens
      Hadernkocher ø 300 cm
      Brücke aus bemaltem Glas und Nirosta, Bodengestaltung mit eingefärbtem Kies,
      Sitzskulptur im Inneren der Kugel aus Schaumgummi und reißfestem Flies

      Der handgeschmiedete Hadernkocher, welcher lange zur Papiererzeugung ge-
      dient hat, soll, inspiriert durch MitarbeiterInnen der Papierfabrik, neu belebt
      w
      ­ erden. So entstand ein Treffpunkt und ein Kunstwerk.
      Einzelne Komponenten, welche für die Papiererzeugung nötig sind, werden sym-
      bolisch arrangiert. Ein Werkzeug, der Hadernkocher, der Rohstoff, die Fasern, das
      helle Innenleben mit der Papierskulptur, Wasser, als blaues Kiesfeld und Energie,
      werden durch ein farblich sich wandelndes Licht im Innenbereich dargestellt.
      Wie ein hauchdünnes Papierband, in Anlehnung an das Spezialprodukt der
      F
      ­ abrik, führt eine Glasbrücke mit textlich angeführten Meilensteinen aus der Ge-
      schichte der Papierfabrik, von der Vergangenheit in die Zukunft. Im Inneren der
      Kugel lädt ein Sitzobjekt aus Papier, als Geste des Willkommen-Seins, zum Ver-
      weilen ein.
132
Dorfplatz Murg, Schweiz 2009
      Gesamtkonzept des Platzes und persönliche Ausführung der zweiteiligen
      Schalenobjekte, der Raumskulptur und der Blatt-Treppe mit dem Bodenblatt
      Stahl bemalt, Nirosta, Glas, Kunststein und Holz

      Meine Gestaltungselemente wurden durch die Murger Einzigartigkeiten inspi-
      riert, durch die Einbindung der in Murg vorkommenden Edelkastanie, die örtliche
      Situation am See, das besondere Steinvorkommen und durch die ­ prudelnde
                                                                             s
      Energie in Form von Wasserkraft.
      Mit vielen Eigenschaften stehen die unterschiedlichen künstlerisch gestalteten
      Elemente dem Besucher bereit. Eine nach oben offene Skulpturen­ ruppe hebt
                                                                            g
      sich vom Platz und andererseits taucht ein skulpturenartiger Raum aus dem
      Boden. Schon beim Entwurf habe ich auf eine möglichst vielfältige ­ utzung N
      für die Bürger besonderen Wert gelegt. Treppen und Aussichts­ benen, Licht,
                                                                          e
      e
      ­ rdige Farben und Wasserszenarien sind für viele ver­ chiedene ­ mpfindungen
                                                               s         E
      s
      ­ peziell erarbeitet. Ein großes sinnbildliches Schiff, ausgebaut zur über­ achten
                                                                                 d
      Tribüne, dient einerseits als Einfriedung des Platzes sowie als Schallschutz ge-
      gen den Bahnbetrieb und andererseits auch als Aussichtsplattform. Hoch oben
      und vorne am Bug des Schiffes spürt man das Reise­ efühl und blickt in die
                                                                 g
      W
      ­ eite der Bahngeleise, welche eine Asso­ iation von der Ferne vermitteln. Neben
                                                  z
      der Brunnenanlage liegen Skulpturen wie zwei Kastanienschalen, ­ eren glatte
                                                                             d
      Innenseite interaktiv erfahren werden kann. Man kann sich hineinlegen, hinein-
      rutschen, Kinder können spielen und kommu­ izieren. Das große Blatt in Form
                                                       n
      einer Treppe bindet die verschiedenen Niveaus des Platzes zusammen, dient
      auch als Treppe mit Aussicht, als Verweilplatz, um das Geschehen am Platz
      zu beobachten. Ein umschlossener Raum ergänzt sich mit einer transparenten
      Glas-Nirosta-Konstruktion sinnbildlich wie eine Kastanie mit ihrem Stachelkleid.
      Die schon vorhandenen ­ trukturen der Turnhalle wurden durch die Schaffung
                                  S                                            ­
      einer angebauten Theater­ ebebühne erweitert.
                                   h
134
136
138
Dorfplatz Murg, Schweiz 2009
Gesamtkonzept und
persönliche Ausführung
Stahl bemalt, Nirosta, Glas,
Kunststein und Holz
„Korb“ 2002
      ø 15 cm
      Glasguss




      „Kosmos“ 2008
      ø 45 cm
      Glas und Kunststein




      „Entwicklung” 2010
      ø 30 cm
140




      Acrylglas
142
„Das Sein“ 2008
ø 50 cm
durchgefärbter Zementmörtel
Einem Freund gewidmet.

Verwebt ist eine Struktur wie ein Teppich
des eigenen Seins. Zwei Hände fügen sich
zur Endlichkeit und vollenden das Leben.



Schalenobjekte, 2001
ø 38 cm
Glas kombiniert mit Kunststein
„Gefühl und Vernunft“ 1987
      Scheibe
      ø 80 cm
      Betonguss bemalt mit kleiner Kupfertreibarbeit

      Wie „die Zeit messend“ steht eine Figur im Scheitelbereich der
      Fläche. Die Beine werden zu Zeigern, der Körper wird zum tech­
      nischen Teil. Es erklärt sich die Vernunft als Richter zwischen
      den Gefühlen. Eine schwangere Frau und eine Tiergestalt, flach
      wie der gemalte Brief der Erinnerung, füllen das Feld des Uhren­
      blattes.



      „Das Verwalten und das Vertrauen“ 1989
      ø ca. 100 cm
      Kunststeinrelief für die Raiffeisenbank Kitzbühel
      in der ursprünglichen Gestaltung

      Die allegorischen Figurationen versinnbildlichen das ­ ertrauen
                                                              V
      und das Verwalten. Eine Gestalt übergibt, reicht weiter und weist
      an. An der Rückseite der kreisrunden ursprünglichen Gestaltung
      steht eine Figur gestikulierend und schützend vor einer abwar­
      tend sitzenden Figur, welche vertraut.
      Beim Umbau 2006 wurde ein Skulpturenteil neu in ein recht­
144




      eckiges Feld integriert.
„Sehnsucht“ 1996
      ø ca. 30 cm
      zweiteiliges Bronzeoriginal

      Eine Gestalt steckt sich hin und lehnt sich an, sucht
      und sehnt. Diese Sehnsucht als Form dargestellt,
      taucht auf und entgleitet auch, ein Gefühl des Er­
      füllens oder des Verlassens bleibt offen.



      „Auferstehung“ 1985
      60 x 50 cm
      Bronzeunikat

      Christus durchbricht einen geschlossenen Raum
      und schreitet voran. Andere wachsen aus der Form
      heraus und folgen ihm nach.




      „miteinander“ 1991
      ø 38 cm
      zwei Tonschalen,
      von Hand aufgebaut und gebrannt



      „Das Erbe“ 1991
      Höhe ca. 40 cm
      Bronzeunikat
146
Beim Modellieren mit Wachs

      Ich forme die Plastiken in ihrer wahren Größe direkt in Wachs. Zum Verformen be-
      strahle ich das Material mit Wärme. Warmes Wasser, Rotlicht und Gasflamme sind
      dazu dienlich. Ein großer Bottich mit kaltem Wasser zum Erstarren der weichen
      Form steht dabei immer in meiner Nähe.
      Ein Bronzeunikat wird von einem direkt aus Wachs modellierten Werk gegossen.
      Mein Bronzegießermeister Walter Rom aus Kundl/Tirol erhält das von mir ­ odellierte
                                                                               m
      temperaturempfindliche Wachswerk, das er mit Angüssen und Entlüftungs­ täben,s
      ebenfalls aus Wachs, versieht und dann in einen Behälter, gefüllt mit ­ üssiger Gips-
                                                                            fl
      formmasse, taucht. Die Masse erstarrt zu einem Block, der dann bei ca. 800 Grad
      in einem Ofen tagelang gebrannt wird. Das Wachs schmilzt heraus, es entsteht ein
      Hohlraum. Diese weiche, kreideartige Form wird rundum mit Holzplatten befestigt,
      damit sie beim Eingießen der flüssigen und gewichtigen Bronze nicht aufplatzen
      kann. Nach dem Eingießen des Metalles und deren Abkühlung wird die Formmas-
      se abgetragen und zerschlagen. Der staubig und matt wirkende Rohguss wird
      dann gebürstet, Angüsse und Entlüftungsstäbe werden abgeschnitten. Die Ober-
      fläche wird ziseliert. Mit Spezialwerkzeugen werden kleine Gussunebenheiten zise-
      liert, und anschließend wird das Werk patiniert. Das Bronzewerk wird erhitzt, und
      mit speziellen Chemikalien wird die gewünschte farbliche Oxidation erwirkt. Farb-
      gebungen von Schwarz, Braun, Rötlich bis zu einem Türkisgrün können erreicht
      werden. Das Werk ist nun nach großen manuellen und technischen Fertigkeiten
      sowie einem großen Aufwand an Energie vollendet. Durch das Gussverfahren „in
      verlorener Form“ ist der Guss nicht mehr wiederholbar, das entstandene Werk ist
148




      und bleibt ein Unikat. Der Bronzeguss veredelt das Werk für die Ewigkeit.
Hand Wachs Wärme Holz Pinsel
      Lötkolben Kolophonium Erfahrung
      Karton Luftballon Form Kerze Fett
      Kälte Messer Kupfer Energie weich
      Silikon Schmelzen verloren flüssig
      Gummi elastisch Gips Schutz edel
      Ruß Feuer spröde hart dünn fest
      verbrennen flüssig schleifen Staub
      Legierung Paraffin Zinn Gas Zink
      Hitze schweißen gießen formen
      Bronze kostspielig Patina ewig
150
Grabstätte für drei Urnen, 2006
      Schweiz
      ø ca. 55 cm
      Bronzeunikat

      Diese mobile Grabstätte, das Bronzewerk als letzter
      physischer Ort des irdischen Verweilens, hält in ihrer
      kundhaften Gestaltung den Dialog mit den Seinigen
      aufrecht. Die im Zentrum befindlichen drei Behältnisse
      für die Asche formen sich wie ein Baumstamm. Die Ver­
      schlussstellen der Urnen versinnbildlichen die Früchte
      dieses Lebensbaumes und tragen eine unauffällige
      und dezente Inschrift. Die einzelnen Motive erzählen
      vom Leben und vom Hoffen. An der Basis mit Erde,
      Wurzeln und Wasser entsteht Leben und es wächst
      Korn, das durch unserer Hände Arbeit zur Nahrung
      wird. Im Wasser findet sich der Fisch als Urzeichen des
      Christentums. Über den wogenden Wellen schwanken
      zwei Waagschalen wie Boote, die von einer Christus­
      figur gehalten werden. In der gegenüberliegenden
      Waagschale hält eine Mutter schützend ihr Kind. Die
      Mutter selbst befindet sich in der schützenden Hand
      Gottes. Von der Demut berichtet eine Figur wie die des
      Christophorus. Er trägt ein Kind durch die Fluten, er
      erzählt uns vom Mut zu dienen. Über den Kornähren
      erheben sich eine Taube und eine Flamme als ­ ymbol
                                                      S
      des Feuers, und wir erinnern uns an die Gebetsbitte
      „Unser täglich Brot gib uns heute“. – Die Feuer­ unge
                                                       z
      soll die Nahrung für unseren Geist darstellen. In den
      Verschlusskappen der Urnen werden nach dem Ein­
      bringen der Asche die bronzenen Zweige durch
      B
      ­ eugen verschlossen, sodass dann das Astwerk wie
      zugewachsen wirkt.



      Eine experimentelle Magnetresonanztomographie hat
      die händisch modellierte Wachsplastik vor dem Guss
152




      in verlorener Form noch erfasst und zeigt grafisch
      das Innere dieser Plastik. Man erkennt die drei Grab­
      kammern für die Asche.
„Erfolgsglobus“ 1993
ø 38 cm
Bronzeunikat
gestaltet für die Bank für Tirol und Vorarlberg

Diese Skulptur wurde als Wanderpokal für hervor­
ragende Kundenbetreuung des Personals ent­ ickelt.
                                                w
Der gedankliche Inhalt dieses Bronzewerkes ist der
sorg­ältige Umgang mit unseren Mitmenschen. Die viel­
      f
fältig dargestellte Symbolik lässt sich durch ­ en­ en
                                               W d
und Drehen der Kugel deuten und entdecken. So ver­
weist das Ineinandergreifen menschlicher Arme auf die
Gemeinschaft und das Vertrauen gemeinsamer Unter­
nehmungen; verbindend schließen sich Hände zu­
sammen. Das Auge als Symbol für Aufrichtigkeit steht
in Verbindung mit dem aufmerksamen Hin- und Zu­
hören, das auf das Interesse am Gespräch mit seinem
Gegenüber verweist. Das Herz steht als Auf­orderung
                                             f
zu Feingefühl und Herzlichkeit. Emotional gelöst öffnet
sich eine Gestalt und entwaffnet durch ein Lächeln.
Hinter ihr liegt eine Sonnenscheibe, über die die Zeit
streicht. Diese Figurationen stehen und be­ egen die
                                            w
Räder mit den Beinen als Zeichen für Dynamik, Wirt­
schaft und Vorwärtskommen. Die Beine ­ erden zu
                                            w
einem Zirkel der Genauigkeit und zu ­ eigern der Uhr.
                                       Z
Sie stehen als Ausdruck für Pünktlichkeit.
„Das Nest“ 1994
      ø 18 cm
      Bronzeunikat 24 Karat vergoldet

      Aus einem Geäst entwickeln sich Mann
      und Frau. Beide zusammen ergeben eine
      Öffnung und bilden so das Nest.



      Impression aus meinem
      ersten Atelier im Elternhaus



      „Keimzelle“
      ø 18 cm
      Bronzeunikat 24 Karat vergoldet
154
„Erbe einer Frau“ 1990
      ø 40 cm, Gewicht 30 kg
      Bronzeguss Unikat

      In meinen Händen halte
      ich meine erste gefertigte
      Bronzekugel.



      „Verbundenheit“
      ø 18 cm
156




      Bronzeunikat poliert
„Um die Zeit“ 1996
      ø 50 cm
      Bronzekugel-Original
      gegossen im italienischen Wachsausschmelzverfahren
      von Gießermeister Walter Rom aus Kundl

      Die künstlerische Gestaltung zeigt in ihren allegorischen Figuren
      verschiedene Gedanken zum Thema Zeit.

      „Die Sanduhr“ oder „Ein Leben“                   „Ungeduld um die Zeit“
      Die vier Figuren stellen eine Familie dar.       Wie ein Ungestümer drängt ein Kobold einen
      Wie in einer Sanduhr wird die Dauer des          Minutenzeiger und einen Stundenzeiger aus-
      L
      ­ ebens angezeigt. Durch eine Einschnürung       einander. Diese Figur verweist auf die Unge-
      in der Sanduhr endet das körperliche, irdische   duld von so manch einem, dem alles zu lang-
      L
      ­ eben, ein Fragment der Endlichkeit, ein To-    sam geht, der es nicht erwarten kann.
      tenbildnis, zeugt von diesem Ende. Der ­ weite
                                              z
      Teil des Sanduhrglases mündet ins sinnbild-      „Der Stundenfischer“
      liche Jenseits und in das Unendliche; der        Ein Mann legt sein Netz aus, um die Stunden
      Sand wandelt sich zu Wasser, aus dem der         des Tages einzufangen. So manche Stunde,
      Mensch und mein symbolischer Stunden-            durch Zahlen symbolisiert, bleibt in seinem
      fischer Hoffnung und Glaube schöpfen.            Netz hängen, manch eine entgeht ihm. Das
                                                       Bild wird zum Sinnbild für unsere täglichen
      „Vergangenheit und Zukunft“                      Bemühungen, den Tag und die Stunden für
      Ein Stier mit einem Menschengesicht steht        sich zu gewinnen.
      e
      ­ inem Frauenkörper mit einem Schwanen-
      kopf gegenüber. Sie beobachten sich. Sie         „Der Schlaf“
      können einander nur erahnen, so wie vieles in    Neben dem Stundenfischer liegt eine schla-
      unserer Vergangenheit verborgen bleibt und       fende Frau. Ihre Beine sind wie zu einer
      die Zukunft sich nur vermuten lässt. Dane-       F
                                                       ­ losse zusammengewachsen. Ihre physische
      ben finden sich ornamentale Fragmente von        Fortbewegung ist damit zwar eingeschränkt,
      Sternenkonstellationen als Einbindung in das     trotzdem kann sie sich in dieser Zeit in die
      Universum.                                       Welt des Traumes begeben.

      „Das Pendel“                                     „Das Maß“
      Gehalten wird das Pendel von einer Figur,        Ein Rückenakt spannt sich mit seinen hoch
      die in strenger Haltung Macht und Gesetz         gestreckten Armen zu einer Einheit. Es ist
      verkörpert. An diesem Pendel schaukelt eine      ein Maß, mit dem man vergleichen und da-
      Menschengestalt, die durch ihre willentliche     durch gemessen werden kann. „Mene mene
      Bewegung versucht, den Lauf des Pendels          tekel u-pharsin“, nach des Propheten Daniels
158




      zu beeinflussen. Sie wird damit zum Sinnbild     Deutung aus dem alten Testament: „Gezählt,
      der Vermessenheit des Menschen, der immer        gewogen und zerteilt“ wird das Ansehen des
      wieder die Naturgesetze zu beeinträchtigen       Menschen.
      oder zu verändern versucht.
160
„Philemon & Baucis“ 2004
      ø 45 cm
      geformt zuerst in dünner Weise in Wachs,
      dann im Wachsausschmelzverfahren in Bronze
      als Unikat gegossen

      Im Inneren der Kugel stehen zwei Figuren wie Baumstämme zueinander
      und bilden die Verbindung vom Wurzelwerk hin zur Baumkrone. Im Blatt-
      werk finden sich die Gesichter der Figuren. Jede der Gestalten hat eine
      Hälfte vom Gesicht des anderen erhalten – sie bilden damit eine Einheit.
      Zarte Berührungen ihrer Hände, die mit Ästen und Blättern umkleidet
162




      sind, lassen diese tiefe Liebe erfahren.
Familie Vertrauen Krippe Heimat
      Gemeinschaft Eltern Haus Nest
      Schnecke Mutter Erfolgsglobus
      Unendlichkeit Geburt Stella Rad
      handeln Hilfe Baby Gynäkologie
      Hand Kind Laetizia zusammen
      Sternbild Begegnung Verbindung
      halten Helfer ins Leben hinaus
      Freundschaft sich ansehen Kugel
      zuhören in die Augen schauen
      Geschenk vergoldet Film Unikat
164
Philosophischer Zyklus, 2000
      Zyklus aus sechs Bronzeunikaten, die sich alle in ihrer
      individuellen Art in einem gedachten würfelartigen
      Raum von je 25 x 25 cm erstrecken



      „Ich“
      Den variablen Raum, verschließbar oder offen einla-
      dend, bestimmt das Ich. Die zwei losen Werkzeuge,
      wie Hände, wie ein Besteck, wie Ruder oder Krücken,
      gestalten das Handeln des Einzelnen, stehen ihm frei
      zur Verfügung, seine Fähigkeiten zu entfalten. Das Per-
      sönlichste eines jeden findet sich in diesem Raum, mit
      eingefangen das Fragment des Todes.

      „Du“
      Das Ur-Nest ist die Familie, die als Gemeinschaft in ih-
      rer Vernetzung mit Zukunft und Vergangenheit darge-
      stellt und mit der durchschreitenden Figur an der Au-
      ßenseite des Raumes versinnbildlicht wird.

      „Das Leben“
      Nicht als einzelnes Element denkbar, sondern als Kette
      verschweißt sind die Gestalten, die für die Arbeit, die
      Hingabe und die Verzückung stehen. Die glatte Schei-
      be steht für Glaube und Hoffnung. Die Gestaltung passt
      in das System der würfelartigen Begrenzung, kann
      aber durch die variable Beweglichkeit diesen Rahmen
      sprengen – so wie das Leben selbst.
166
„Die Erde“
Wie eine Mutter bietet das sinnbildlich im-
mer wachsende Schneckenhaus einen
schützenden Raum, in dem Leben ent-
steht, aus dem Leben herausströmt und
selbstlos eine Heimat bereitet wird.

„Die Schönheit“
Mythologische Gestalten umschließen
den Kubus: Der Tanz, die Musik, eine
Nixe, der Engel, die Muse, die Fantasie,
ein Pferd und ein Schwan stehen allego-
risch für die Kunst und alles Erhebende
und Schöne.



„Die Liebe“
Wie Hülsen geöffnet, schweben, begeg-
nen und schmiegen sich die Körper von
Mann und Frau. Die drei Skulpturteile
sind lose und können einzeln frei bewegt,
auseinander genommen und wieder ar-
rangiert werden.
„Muse“ 2004
          130 cm lang
          Bronzeunikat

          Wie eine Decke breitet sie sich aus, du legst dich hinein, sie nimmt
          dich auf, birgt dich in ihr, umhüllt dich in Geborgenheit. Die Plastik
          zeigt kein Gesicht, bleibt anonym und verführt und verzaubert gefühl-
          voll ohne zu verlangen.

          Bei einer Projektbesprechung fragte mich eine junge Frau, was denn
          eine Muse sei. Ich versuchte ihr eine Muse zu beschreiben, was mir
          nicht einfach schien, und so ist diese Skulptur als ein optischer Ein-
          druck eines Gefühles entstanden.
          1. Preis für Skulptur „Muse“ beim Syrliner Kunstpreis 2009,
168 168




          Sindelfingen
„Liebesnest“ 2004
      mit Laser geschnittenes und gebogenes Blech
      in gerostetem Eisen ø 80 cm und 24 Karat vergoldetem Messing ø 50 cm

      Ovids „Metamorphosen“ haben diese Werke inspiriert. Zwei Menschen,
      Philemon und Baucis, lebten in einer besonderen Harmonie zu­ ammen.
                                                                        s
      Sie hatten die Gunst, miteinander glücklich zu leben und über den Tod
      hinaus vereint zu bleiben. Sie wurden in eine Eiche und in eine Linde
      verwandelt und bleiben auf ewig vereint.
      Durch die rostige Farbe wird der vegetative Ausdruck des Werkes ver­
      stärkt – es wird Teil der Natur. Wird die Skulptur von unten her be­euchtet,
                                                                         l
      setzt sich die Blattkrone als Schattengeäst an den Wänden im Raum
      fort und erweitert den Wirkungskreis.



      „Gloria“ 2002
      Höhe 40 cm
      Messingblech mit Laser geschnitten und 24 Karat vergoldet
      Gloria ist ein Pokal, womit Personen, welche sich um Menschen mit Be­
      hinderung und um Hilfsbedürftige bemühen, ausgezeichnet werden.

      Besonders diese selbstlose und stille Tätigkeit mit einem Pokal auszu­
      zeichnen war mir eine besondere Herausforderung. Es konnte keine
      schwere Bronzeskulptur sein, sondern die Art des Werkes sollte leicht
      und weich sein. Die zeichnerischen Linien erzählen. Die Kontur be­
      schreibt Wesen, Menschen, Gefühle. Man entdeckt einen Minotaurus,
      halb Mensch halb Stier und eine Nixe. Sie ist eine Frauengestalt mit zu­
      sammengewachsenen Beinen. Sie ist anders, abartig, aber jedem Kind
      bekannt und gesellschaftlich akzeptiert, wie der Engel mit ­ lügeln gleich
                                                                 F
      neben dem Kopf aber ohne Rumpf, der in Kirchen, ­ chlössern und
                                                              S
      mancher Wohnstube hängt. Die Menschen in diesem Bildwerk ­ elfen    h
      einander, lassen sich gegenseitig tragen und leben in gegen­ eitiger
                                                                        s
      Achtung, Hände, Finger greifen schließend ineinander. Das Werk ist
      vergoldet und hat edlen Ausdruck. Es ist dennoch zerbrechlich und
      zerstörbar, wenn sich die Achtung nicht findet, ähnlich wie die Sorge
      um all ­ iese medial unspektakulären und menschlichen, persönlichen
             d
      P
      ­ robleme. Das Licht im Sockel der Skulptur signalisiert Lebendig­ eit k
      und Präsenz dieser Idee.
170




      „Rose von Jericho“ 2004
      ø ca. 25 cm
      poliertes Aluminiumblech mit vergoldetem Messingblech
      das immerwährende Erblühen einer Liebe
„Liebesbaum“ 2010
Höhe 220 cm
mit Laser geschnittenes
und gerostetes Stahlblech
172
Skizzen zum Vogelflug, 1990



interaktive Erlebnisskulptur, 2010
320 x 200 cm
Nirosta
durch Einlegen einer Folie als
Sitzobjekt oder als Wanne erlebbar



Brunnengestaltung, 1999
Höhe ca. 250 cm
Nirosta-Schnitt



„Windwege“ 1999
Fassade des Kindergartens in Thaur
Größe der Teile ca. 200 bis 300 cm
gefaltetes Nirosta-Blech



„Vogelhimmel“ 1990
Höhe 40 cm
Bronzeunikat



„Wiedehopf“ 1995
Höhe 50 cm
Bronzeunikat auf Steinsäule
Windsegel Lichtflügel Zwieschale
      Nautilus Sitzskulptur-Trophäe ÖBB
      Schießscheibe Drache Vogeltisch
      Wasserigel Stacheln Gedenkstätte
      Koi-Fisch Radpokal Palindrombild
      Luster Justizia Gams Pferdehut
      Glaschichtwände Verkehrsschild
      Kinderzeichnung Modell Spirale
      Fotogeschäftsentrée Himmelsleiter
      Thron Sonne Marzipan Ballerinas
      Glasnest Steckwerk Glasbauch
174
„Fisch“ 2006
      Höhe 110 cm
      Gefustes Glas in Nirosta gefasst



      „Poseidon“ 2009
      im Wellnessbereich des Amathus Hotel, Rhodos
      Höhe 90 cm
      Glas und Nirosta
176
178
„Torso“ 2006
Höhe 75 cm
8 mm Floatglasschichten verklebt

Wenn man die Skulpturen aus Glas rundum betrachtet, wirken sie an
ihrer Schnittseite abstrakt, beinahe wie vereist. Dieser Betrachtungs­
moment wandelt sich dann an der glatten, transparenten Seite. Hier
wirken die Torsi wie ein leichtes, dreidimensionales Gitter. Das Schat­
tenbild zeichnet sich, je nach Beleuchtung, einmal kräftig, ein ander­
mal verschwommen und zart.
Ein Portrait im Ensemble, 2008
      Höhe des Glassegmentes 45 cm
      Glas und Bronze

      Für einen greifbaren, lebensnahen und lebensfrohen Menschen
      und andererseits einen visionären Denker wird die Idee von zwei
      sich ergänzenden Teilen erdacht.
      Materialien wie Bronze und Glas versinnbildlichen physische Person
      und Intellekt.

      Mit einer aufwändigen dreidimensionalen Aufnahmetechnik wird
      die plastische Form des Gesichtes des Menschen erfasst. Zu dem
      daraus erstellten Datensatz des Gesichtes werden die ­ ormen
                                                                 F
      des Hauptes am Computer plastisch komplettiert. Es werden
      S
      ­ chich­ungen erstellt, welche einerseits für die Umsetzung zu den
             t
      Glasschnitten, andererseits für ein Holzmodell als Ausgangspunkt
      für einen Bronzeguss dienen.
180
„Windzeichen“ 2010
      32 x 32 cm
      acht Glasplatten hintereinander

      Die Glasebenen können wahlweise gestellt und
      gedreht werden und so ändert sich die Wirkung.
      Eine wahlweise wechselnde Lichtanimation stärkt
      die räumliche Wirkung.



      „Nest“ 2009
      32 x 32 cm
      acht Glasschichten hintereinander

      Wie in einem stark eingeschliffenen Gewebe,
      welches ein Nest versinnbildlicht, schweben ­ leine
                                                  k
      zarte Kindergestalten. Die Diskrepanz zwischen
      e
      ­ iner gewollten Struktur und dem fragilen Leben
      wird so spürbar dargestellt.



      „Erde“ 2009
      32 x 32 cm
      Glasschichtwerk, Licht animiert

      Ein Weg auf das Schneckenhaus lässt dich ­ inauf
                                               h
      geführt sein.



      „Weg“
      52 x 52 cm
      acht Glastafeln

      Durch Drehen der einzeln gesteckten Glastafeln
      kann interaktiv aus der Treppe ein Weg, ein Kreuz
      gestaltet werden.
182
„Auferstehungstor“ 2002
      Kirche St. Philippus in München
      Höhe 180 cm
      Glasgestaltung aus gefustem Glas

      Dieses Glastor, Sinnbild für die Auferstehung, ergänzt den von mir
      geschnitzten Kreuzweg mit den fünf Holzpfosten. Im gleichen Modul
      bildet sich das Fenster. In der gläsernen dreidimensionalen Schale ist
      die Silhouette einer menschlichen Figur zu erkennen. Diese Gestalt
      aber hat ihre irdischen Hüllen verlassen, was uns an die zurückge­
      bliebenen Grabbinden von Christus erinnern soll. Das Licht als Bot­
      schaft für die Auferstehung erhellt das Geschehen.
      Glas entspricht den Anforderungen nach Transparenz und Licht. So
      soll die Vorstellung von der Auferstehung durch das von mir ge­ ählte
                                                                    w
      Material verstärkt zum Ausdruck gebracht werden.
      Um die Glasschalen zu fertigen, modellierte ich zuerst keramische
      Formen­eile, über welche dann das Glas im eigenen Glasofen ge­
               t
184




      schmolzen wurde.
Kapelle im Seniorenhaus St. Raphael, 2007, Innsbruck
      gefustes reliefartiges Glas mit sanft farbig wechselndem Licht inszeniert

      Licht bedeutet Anwesenheit. Dieser besonders erhellte Raum soll durch
      die Nacht geleiten und von der spirituellen Anwesenheit, dem Gebetsort
      als Kapelle zeugen.
186
Kirchenfenster
      der Pfarrkirche Lechaschau
      2005 und 2006
      350 x 350 cm
      eingebrannte Glasmalerei
188




      auf mehreren Glasscheiben
„Karghaus“ 1991
      Mayrhofen
      Wohn- und Geschäftshaus
      Acrylat und Dispersionsfarben

      Kosmos und Chaos, die Ordnung der Komplementärfarben und die Unordnung
      der belebten Farbfelder ließen laute Kritiken bis hoch hinauf auf mein Gerüst
      dringen. Kommentare wie: „Ne! Das bleibt nicht so! Das ist doch nur die Grun‑­
      d­erung!“ Oder: „Das ist ja der pure Schock! Wenn das so bleibt, komm ich nie
        i
      mehr hierher!“ Oder: „Da g’hört doch was draufg’malt ..., halt was, was da her
      g’hört! So was wie ’ne Seilbahn, ’n Jägersmann oder ’n Wappen!“
      Sogar eine Ohrfeige wurde mir angetragen. Aber mir war es völlig ernst. Kosmos,
      die Ordnung, findet sich durch die architektonisch vorgegebenen Linien der Säu-
      len und Fenster. In diesem linearen Gerüst wechseln die lebendigen Farb­elder,
                                                                                f
      das Chaos. Sie sind in der Ordnung der Komplementärfarben Orange-Blau,
      Grün-Rot gehalten. Am Dach dreht sich der Gockelhahn im Wind – mein ganz
      persönliches Geschenk an das Haus.
190
„Spiegelturm“ 1992
      St. Gertraudi

      Für die schon bestandene Fassade des Bürogebäudes einer Mineral­
      wasser­­
             firma habe ich das Material Spiegel zum Ausdruck für Wasser
      gewählt. Das Mosaik selbst ist durch seine gestalterische Linienführung
      d
      ­ ynamisch und wellenartig wie Wasser, wirkt kristallin und spiegelt unsere
      Umwelt wider.




      „Druse“ 1988
      Spiegelzimmer mit Glasfaserbeleuchtung
      in einer Villa am Starnberger See

      Meine Aufgabe war es, ein kleines Durchgangszimmer mit einem riesen­
      großen Tresor zu gestalten. So verwandelte ich die „inhaltliche Schatz­
      kammer“ des Hauses im Ganzen in eine Glaskristalldruse. Alles ist nun der
192




      Schatz: Die Spiegel blenden und vervielfältigen den Raum. Durchgang,
      Tresor und Tür verschwinden völlig.
Fassade des Internationalen Studentenhauses, 2002
      Innsbruck
      gefuste Glasfliesen auf Nirosta-Glaskonstruktion

      Das Kreissegment an der Fassade ist ein vorspringender Teil einer ideo-
      logischen Kubatur, die durch das Haus dringt. Transparent wirkt dieses
      Scheibensegment durch die milchig gläserne Haut mit im ­ nteren Teil
                                                                u
      flachreliefartig farbig gestalteten Fliesen aus geschmolzenem Glas,
      welche vom Gehsteig aus unmittelbar entdeckt und erreichbar wahr-
      zunehmen sind. Die Verbindung zwischen dem Innen und Außen, dem
      Unten und Oben stellt das Werk mit den Tauben dar. Diese sollen die
      Unabhängigkeit unseres Geistes symbolisieren, der weit und frei ist
      und alles durchdringen kann.

      Zur Fusingtechnik, dem „Glass-Fusing“:
      Das Glasverschmelzen ist eine über 4.000 Jahre alte Form der Glas­
      bearbeitung. Um die Jahrhundertwende und in den frühen ­ 0er-Jahren
                                                              4
      unseres Jahrhunderts wurde diese Technik relativ häufig angewandt,
      später aber wieder vernachlässigt. Erst in den 80er-Jahren, als der
      Amerikaner Schwörer ein Handbuch über „Glass-Fusing“ heraus­ e­ g
      geben hatte, erlebte diese Technik wieder einen neuen Aufschwung.
194
196
Tagesklinik St. Anton am Arlberg, 2002
Fassadengestaltung
mit einem Hinterglasbild
zum Thema Heilen
198
Freie Modelle für Wohnhäuser und Anlagen
baue ich experimentell und mit besonderer
Hingabe in Papier.




Modellbauten
St. Philipp Neri, München und St. Paul, Salzburg




Fassade, 2004
Stans
vorgesetztes Aluminiumgitter

Eine abgeklärte, schlichte Form gestaltet das Entrée
für den baulichen Altbestand des Firmengebäudes
neu. Mit der Materialwahl des Metallgitters habe ich
eine Beziehung zum Produkt des Unternehmens her-
gestellt, das sich mit Lufttechnik und Filteranlagen aus-
einandersetzt. Die vorgebaute, schlichte Form ­ ietet
                                                   b
Platz für Terrassen. Die bauliche Umsetzung wurde
durch die Mitarbeiter des Betriebes selbst verwirklicht.
Freizeitanlage Tivoli Innsbruck, 1996
      mittels Pinsel aufgebrachte Fassadenmalerei, Acrylfarben

      Nach der Sanierung der von Architekt Norbert Heltschl geplanten Anlage
      wurden die Fassaden durch seine Initiative farblich angedacht. Ich wurde
      beauftragt, Ideen dafür zu kreieren und auszuführen.
      Ein Sommerthema: Die Kühle des Wassers (blau) löst sich in der Hitze (rot).
      Die von mir mit dem Pinsel ausgeführte Malerei zeigt, wie sich der blaue
      Farbblock in kleinen Quadraten zur roten Farbinsel verändert. Struktu­ ell
                                                                               r
      soll dies an ein stark vergrößertes Computerbild erinnern, das sich abstrakt
      in Felder auflöst oder auspixelt – genauso wie sich Wasser in warmer Luft
200




      verflüchtigt.
„Gesellschaft“ 2008
      Höhe 350 cm
      eingefärbte Betonsegmente
      Fassadengestaltung für die Wohnanlage der Neuen Heimat Tirol in Absam
      mehrfarbige Gruppierungen stehen in Zusammenhang
      Die Idee wurde zuerst durch Modelle und Fotomontagen visualisiert.
202
„Einblick in einen Prozess“ 2008
      Wandgestaltung im Seminarraum
      des Veranstaltungszentrums Forum in Rum, Tirol
204




      Länge 12 m
      Holz und Schaumstoff
„Kühe“ 1998
      Höhe ca. 140 cm
      Sperrholzplatten gebeizt und lackiert
      mobile Garderoben – Skulpturen als Kleiderablage
      für die Kinder der Volksschule Baumkirchen

      Jede Klasse hat seine eigene Kuh mit Futterkorb,
      der als Schirmständer zu benützen ist.



      „Wolfshund“ 2006
      Höhe 27 cm
      Material: Sperrholzschichten

      Ein von mir aus Ton modellierter Hund wurde als dreidimensionaler
      Scan kopiert. Mit diesen Daten konnten wir horizontale und verti­ ale
                                                                         k
      S
      ­ chichtungen ermitteln, die dann Grundlage für Laserschnitte in Holz
      w
      ­ aren. Die ein­ elnen Teile wurden zusammengeleimt und bei der hori-
                     z
      zontal ge­ chichteten Figur mit einer Achse versehen. Dadurch kann man
               s
      dann die ein­ elnen Scheiben interaktiv drehen und neu gestalten.
                   z
206
208
Modellstudien mit Schichtglaswänden



„Wald“ 2005
Lounge der Raiffeisenbank Wattens

Vielschichtige Gläser lösen die geschlossene Wirkung einer Wand
auf. Transparenzen lassen Tageslicht spürbar durchscheinen, durch
kleine Aussparungen in der Gestaltung können Einblicke gewährt
werden. Diese Gestaltung ist geplanter und mitwirkender Bestand-
teil der Architektur.



„Stadtszenen“ 2004
Foyer im Hotel am Stephansplatz, Wien
Wandmalerei



Portal, 2004
Schmuckgeschäft Ellert vis-à-vis vom Stephansdom, Wien
mehrschichtige Glasmalerei



Modellstudien mit Schichtglaswänden und Schichtskulpturen
Wandgestaltung im Wellnessbereich Fürstenhaus, 2005
      Pertisau am Achensee
      Acrylfarbenmalerei und Sprühlack versiegelt
210
Wandgestaltung im Wellnessbereich Fürstenhaus, 2005
      Pertisau am Achensee
      Acrylfarbenmalerei und Sprühlack versiegelt

      Nach Anfertigungen von vielen kleinen Modellen, wobei ich mit Aus-
      sagen und Materialien spiele, werden die entstandenen Konzepte mit
      dem zuständigen Architekten und den Bauherren besprochen und auf
      die Machbarkeit hin überprüft. Die Umsetzung vom Modell in das Bau-
      werk wird in den meisten Fällen von mir selbst ausgeführt. Direkt vor
      Ort erarbeite ich die Idee aus dem Modell heraus in Farbe und im Aus-
      druck – spontan und frei entsteht das Bild in mehreren Schichten.
212
„Das gelbe Schlauchboot“ 2005
      Pertisau am Achensee, Poolbereich im Fürstenhaus
      Breite ca. 600 cm
      dreiteiliges Holztafelgemälde

      Zur Größenerarbeitung eines Wandbildes
      skizziere ich in den Plänen.



      „Bausteine des Lebens“ 2003
      ca. 100 x 300 cm
      Acryl auf Holztafeln
      Puzzlebild im Entbindungszimmer des
      Bezirkskrankenhauses St. Johann in Tirol

      Die weichen Formen des Puzzlebildes sind für mich ein passendes
      formales Ausdrucksmittel für die Gestaltung des Entbindungs­
      zimmers. Die Formen greifen ineinander über und fügen sich zu
      einem Ganzen, ohne ein begrenztes Bild zu sein. Es bleiben Bau­
      steine, die von der Zeugung über die Schwangerschaft bis hin zum
      Stillen erzählen. Ein Bild, das in jede Richtung weitergeführt werden
      könnte, wie das Leben selbst mit seinem Kommen und Gehen.



      Farbkonzept für das Logistikzentrum Handl Tyrol,
      Erzeuger von Nordtiroler Speck, 1996
      Fliesen und eingefärbte Gussbeläge

      In der Lebensmittelerzeugung ändern sich die hygienischen Be­
      dingungen von Raum zu Raum. Um die einzelnen Bereiche noch
      besser erkennbar zu machen, wechseln in meiner Konzeptions­
      idee auch die Farben zwischen diesen verschiedenen hygienisch
      zu ­ ichernden Bereichen. Neben der Funktionalität gestaltet das
         s
      Raumkleid den Industriebereich auch ansprechend als Lebens­
      raum.



      Wandgestaltung im Wellnessbereich Fürstenhaus, 2005
      Pertisau am Achensee
214




      Wandmalereien aus Acryl und Lack
„Marktplatz“ 2005
      Gestaltung der Glastrennelemente im Foyer der Raiffeisenbank Wattens
      Spritzarbeit mit 2-Komponenten-Lack

      In dieser künstlerischen Gestaltung habe ich den wirtschaftlichen Aspekt des
      Bankwesens berücksichtigt. Jeder kleinste Beitrag, jeder Punkt im Bild der
      Gestaltung, gesammelt und formatiert, wird zur Struktur und zum mensch­
      lichen Umriss. Zusammen bilden sie sich zu einer Gesellschaft, wie formale
      Kontinente zu einer Landkarte.
216
„Das Erwartungsland an der Landratswand“ 2006
      100 x 270 cm
      Glasbild in drei Schichten mit Lichtanimation
      Ein von Ferry Strassl eigens zum Werk komponiertes Lied trägt den selben Titel.

      Inspiriert wurde das Werk durch den Wunsch eines Freundes, die In­ alte          h
      s
      ­ einer Tätigkeit künstlerisch darstellen zu lassen. Seine Arbeit ist die ­ olitische
                                                                                 p
      Auf­ rbeitung und Umsetzung von Gesetzen, Verordnungen und Reformen unter
          a
      Ein­ indung der Bevölkerung im Dialog.
          b
      Jede der drei übereinander geschichteten Glastafeln ist teilweise ge­ taltet, und
                                                                               s
      durch deren Voreinanderhängen addiert sich das Gesamtbild zum Thema. Zwei
      Kraftfelder sind durch sich wechselnde Lichtflächen, pulsierend in ihrem Rhyth-
      mus, veranschaulicht. Adern und zueinander gestikulierende Figuren binden das
      Gefüge zu einer Einheit.
218
„Veranstaltung“ 2009
      Diese Thema wählte ich als Inspiration für das abstrakte Gemälde auf
      Acrylglas, ein Lichtband für das Foyer im Veranstaltungszentrum
      Forum in Rum, Tirol
      155 cm x 110 cm

      Die Vorfreude, das Zusammenkommen, das Planen und vitale Wirken
      wird im linken gelben Teil des Bildbandes abstrakt erzählt. Zart fügen
      sich die Linien und vernetzen sich zunehmend, das Gemälde steigert
      seinen dynamischen Ausdruck.
      Ein Fest beginnt, kräftig mischt sich alle Farbigkeit, wie im Tanz wirbeln
220




      Linie und Farbe zum Höhepunkt und versiegen dann in der Nacht.
Gestaltung einer Ordination für einen Internisten, 2000
      Fulpmes
      Hinterglasmalerei in zwei Ebenen

      Die Aura zu erfassen war das Ansinnen bei meiner künstlerischen
      Gestaltung. Die Aura, das Schwingungsfeld, das in und um uns ist,
      hat maßgeblichen Anteil an unserem Wohlempfinden. Nicht nur die
      organische Behandlung, sondern die ganzheitliche Erfassung des
222




      Individuums soll durch diese Gestaltung erinnern und beflügeln.
224
Friesbild mit Themen der politischen Arbeit, 2007
Besprechungszimmer im Landhaus Innsbruck
Höhe 70 cm
Öl und Acryl auf Holztafel

Das Gemälde im Raum umrahmt die Besprechungssituation und stärkt
so die Anordnung der Tische als gemeinschaftliches Zentrum. Das hori-
zontal erzählende Band wird vom einem sinnbildlichen Bildteil überbrückt
und durchquert. Politik bildet Brücken, schafft Kommunikation, kämpft
um Ausgleich, regelt Einflüsse und steuert.

Die kräftig gelben Farbfelder umströmen die einzelnen Kernthemen, ­ elche
                                                                     w
die Werte der politischen Auffassung darstellen.
Tradition ist durch in Trachten gekleidete Figuren und die Kirche präsent.
Das Heimatgefühl wird durch den Baum mit den tragenden Händen ver-
sinnbildlicht. In dem Geäst liegen aufgenommen und wie behütet Kinder-
symbole, unsere Vergangenheit und Zukunft, als Gefühl des Schutzes und
des Zuhauses, eben Heimat.
Vision, Forschung und Weitblick werden durch Segelboote ange­ eutet, d
Boote, welche gebaut sind, nicht um im Hafen zu liegen, sondern zum
Hinaus­ahren, zum Aufbruch in Neues. Familie und Soziales werden
        f
durch die Tischgemeinschaft dargestellt. Der Tisch findet eine Verlänge-
rung und somit Platz für sozial Bedürftige und Ausgegrenzte.
Hände wirken zusammen, dieses Geben und Nehmen und die Korn­ hren     ä
stehen für wirtschaftliches Bestreben. Zwei große Hände führen von jeder
Seite zum Bildteil, welcher die horizontale Erzählung quert, und deuten
um die Bemühung zur Konfliktlösung. Der fliegende Adler ist Symbol für
die Freiheit. Eine abstrakt gleichförmige Struktur ragt über alle Bildfelder
und macht die Themen zeitlos, gewohnt und modern zugleich.



Gelber Salon, 2004
Hotel am Stephansplatz, Wien
Öl und Acryl auf Holztafel
„Mutter-Wirtschaft“ 2006
      beidseitig mit 2-Komponenten-Farbe bemalte raumhohe Glaswand

      Hände wirken und handeln im Radwerk der Wirtschaft. Diese sinnbildlich
      dargestellte Geschäftigkeit von Menschen im Berufsleben versorgt einer-
      seits den Tisch der Kinder sowie den der Alten. Die doppelte Hand steht
      symbolisch als ein Zeichen für das Geben und Nehmen zugleich.
      In einem Brief aus Muzot schreibt Rainer Maria Rilke: „Nichts ist beglückender,
      als wenn man sich in Gebrauch nehmen kann zugunsten von Plänen oder
      Er­nnerungen ...“ (Briefe aus Muzot 1921–1926).
         i
226
Foyer im Behandlungszentrum Vogtareuth/Bayern, 1993
      Auftrag aus einem Wettbewerb
      bemaltes Blech

      Zwei große, aus Blech gefaltete Hände dienen als Tür­
      flügel. Die Hände fahren begegnend ineinander, wenn
      sich die Tür schließt. Die Malerei setzt sich im Raum fort
      und stärkt dadurch den farblichen Gesamteindruck.



      Fassadenbilder der Wohnanlage der Neuen Heimat,
      1992
      Breitenbach am Inn
      Acryl

      Farbflächen wechseln, die dadurch entstehenden Kon­
      turen lassen das Motiv erkennen. Diese bunten Schatten­
      bilder zeigen Szenen aus dem Alltag und geben jedem
      Haus seine Individualität.



      „Lebenskreis“ 1992
      Farbauffrischungsarbeit am Gemälde, 2008
      Fassadengemälde Altenpflegeheim St. Johann in Tirol
      Malerei mit Pinsel und Acrylfarben

      Menschen jeden Alters geben sich die Hände. Sie ­ ilden
                                                        b
      einen Kreis. Die hineinreichenden Hände einer weiteren
      für uns unsichtbaren Figur bilden das Bindeglied von An­
      fang und Ende unseres Lebenskreises.
228
„Aufbruch“ 1995
      Behandlungszentrum Vogtareuth, Bayern
      Seccomalerei mit Acryl

      Die Geschichte, die von „Hoffnung“ erzählt, ersann ich mir speziell für
      den Ort, an dem Therapie zur Heilung führen soll.

      Fluchtartig stürmt eine Herde von Rehen aus der Dunkelheit und der
      Tiefe der Farbe Blau heraus. Ein dynamischer Moment wird damit er-
      klärt. Eine weibliche Figur schwebt über einer blauen Schlucht. Durch
      ihre Gestik wird sie zur Botschafterin der Gefühle all der Menschen,
      die sich in einer bewegten Aufbruchstimmung befinden. Sie wird be-
      schützt und begleitet – sie ist unter Menschen.
      Das helfende Miteinander löst das Chaos auf.




      „Erinnerung an die Schulzeit“ 1998
      Fassadenbild an der Volksschule Thaur
      Seccomalerei mit Acryl
      Malerei mit dem Pinsel auf fertig verputzte und trockene Fassade

      Früher hat man in den noch feuchten Putz gemalt, um der Farbe eine
      gute Eintiefung und Haltbarkeit zu ermöglichen. Heutzutage arbeite
      ich auf modernen, thermisch gedämmten Fassaden. Die Farbe wird
      also auf eine trockene Schicht aufgebracht – Seccomalerei.
230
„Vor dem Start“ 1996
      Höhe ca. 60 cm
      Bleistift und Acryl

      Vor dem Start drückt die Herausforderung und
      Erwartung des sich selbst gesteckten Zieles den
      Menschen, was durch die tiefblaue Fläche versinn-
      bildlicht wird. Es erfordert Kraft und Konzentration,
      um über die Linie zu gelangen.



      „Ostern“ 1989
      Höhe 70 cm
      Öl auf Papier
232
„Abfolge“ 1987
      Höhe ca. 50 cm
      Öl und Bleistift

      Die Bleistiftzeichnung verlangte plötzlich nach Farbe. Ich begann,
      meine Zeichnungen leicht zu kolorieren, und mit der Zeit sehnte
      ich mich immer mehr nach Farbigkeit. Daraus entstanden dann die
      Zeichnungen in zarten Aquarelltönen. Es sind Bilder, die über den
      Rahmen hinausgehen und das Ringen mit der Dreidimensionalität
234




      verdeutlichen.
„Gefühl“ 1988
      133 x 133 cm
      Acryl auf Leinen und Holztafel
      Preis für Malerei der Stadt Innsbruck

      Gewaltige Kräfte wirken auf ein Tier ein und
      drücken es nieder. Gefühle kommen zum
      Ausdruck. Die weiße Hintergrundfarbe lässt
236




      das Bild kühl erscheinen.
„Jugend“ 1980
      Höhe ca. 35 cm
      Öl auf Papier




      „Versuchung“ 1980
      Höhe ca. 30 cm
      Öl auf Papier
238
„Der Neophyt“
1980
29 x 36 cm
Öl auf Papier
240
„In Erwartung und Voraussicht“ 1992
Höhe 120 cm
Acryl auf Holztafel

Die im Vordergrund in sich geschlossene
Figur bleibt unbeeindruckt vom Ver­angen
                                    l
und Fordern der hinteren Gestalt. Der ­ ille,
                                      W
Veränderung herbeizuführen, ist die Aus­
sage dieses Werkes.



„Drei“ 1991
Höhe ca. 150 cm
Acryl auf Holztafel



„Vor der Mauer“ 1992
Höhe ca. 100 cm
Acryl auf Holztafel
„Sehnsucht“ 1991
      100 x 80 cm
      Acryl auf Holztafel

      Diese beiden symbolisch
      dargestellten „Farbinseln“
      drücken ein Verlangen aus.




      „Lauf des Lebens“ 1992
      170 cm hoch
      Acryl auf Holztafel

      Menschen in ihrer
      ur­ prüng­ichen körperlichen
        s      l
      Würde, völlig unberührt von
      modischen Trends, bewegen
      sich aus dem Bild her­ us.
                           a
242
„Vor meiner Vergangenheit“ 1994
      130 x 130 cm
      Öl und Acyrl auf Holztafel

      Mit den nach oben hin geöffneten Händen, die nicht mehr fassen
      wollen, sondern loslassen, sich nach oben hin öffnen, kniet eine Frau
      vor ihrem Spiegelbild, das wie auf einer Wasseroberfläche zu sehen
      ist. Das Nachsinnen über sich selbst ist die Idee zu diesem Gemälde.



      „Das kleine Glück“ 2000
      98 x 170 cm
      Holztafelgemälde
244
„Frosch“ 2006
      Länge ca. 50 cm
      Terralitho auf Stahlarmierung



      in meiner ersten Wohnung in Innsbruck, 1988



      „Wenn sich ein Schlaf der Gedanken und Ideen wie Neuschnee über
      deinen Körper legt und du wie ein alt gewordener Eskimo in der Kälte
      bleibst und dein Körper nach der Ewigkeit lächelt, das Drängen des
      Geistes die Hoffnung erfriert, wachsen dir Borsten, und du bist jetzt
      und bleibst jetzt wie ein Tier.“ 1993
      Höhe 170 cm
      Acryl auf Holztafel
246
„Sommer“ 1996
      162 x 172 m
      Acryl auf Holztafel

      ... aus den Bewegungen mit Farbe tauchte
      plötzlich dieses Tanzpaar auf. Ich betrachtete
      es als ein Geschenk und wollte es bei mir be-
      halten ­ und so legte ich den Pinsel aus der
              –
      Hand ...

      Das Gemälde ziert den Wohnraum des Atelier-
      hauses.
248
„Elias“ 1995
      100 x 100 cm
      Acryl auf Holztafel

      Zu diesem Bild inspirierte mich 1995 die Hauptfigur des Elias
      aus „Schlafes Bruder“, dem Roman von Robert Schneider.
      Wir lernten uns bei seiner Premiere und meiner Ausstellung
      im „Kleinen Theater“ in Salzburg kennen. Später, bei seinem
      Besuch in meinem Atelier „wettwerkten“ wir beide im Malen.



      „Julia“ 1994
      100 x 100 cm
      Acryl auf Holztafel



      „Geliebter“ 1995
      100 x 95 cm
      Acryl auf Holztafel



      Töchterlein im Atelier
      Figurmotive begrenze ich absichtlich.
      Die Körper spanne ich als gewollten Ausschnitt ins Bildformat.
250
„Wendebild“ 1999
      100 x 110 cm
      Acryl und Öl auf Holztafel




      einige meiner Bilder
      Foto für eine Ausstellung
      1991




      „Die neue Zeit hat keine Zeit
      zum Erlösen eines Menschen
      aus seinem Schweigen“
      1994
      170 x 175 cm
      Acryl auf Holztafel
252
Gemälde zum Thema „Aufbruch“
      1992
      Höhe 130 cm
      Acryl auf Holztafel

      Ein Neubeginn setzt ein Ziel vo-
      raus, einen Willen. Mein Bild er-
      zählt vom physischen Start, vom
      Überwinden – es beschreibt meine
      Empfindung vor dem Aufbruch zu
254




      einer neuen Arbeit.
„Sein“ 1997
      170 x 175 cm
      Acryl auf Holztafel




      „Auf der gelben Bank“ 1991
      80 x 100 cm
      Acryl auf Holztafel

      So sitzt man da und wartet, bis man abgeholt
      wird oder bis irgendetwas kommt. Jedes Bild
      hat eine Geschichte, einmal ist sie tiefgründig,
      ein anderes Mal trivial. Das Betrachten des
      Gemäldes ist immer frei und darf es sein.
      Der Titel meiner Werke ist ein Wort, welches
      die Geschichte kurz beschreibt. Dieser Bild­itel
                                                  t
      ist als ein Bereitstellen meiner persönlichen
      Gedanken und als ein kleines Türöffnen in
      meine Erzählungen zu sehen. Es ist wie ein
      Abholen und ein Mitnehmen des Betrachters
      auf meine Reise und keineswegs zwingend,
      den ­ itel des Bildes wahrnehmen zu müssen.
           T




      „Selbst“ 1996
      Höhe ca. 100 cm
256




      Acryl auf Holztafel
„Der Tanz“ 1992
      Höhe 50 cm
      Acryl auf Holztafel

      Dieser Mensch tanzt mit sich
      selbst, mit seiner Eigenschaft
      und mit seinem Schicksal.



      „Das Helfen“ 1993
      40 x 30 cm
258




      Acryl und Öl auf Holztafel
„Wahrheit“ 1990
      Höhe ca. 35 cm
      Öl auf Papier

      Die allegorische Gestalt der Wahr-
      heit sitzt, in kühler Farbigkeit gehal-
      ten, vor einer aufgeregt wirkenden
      Figur. Sie will auf die Figur Einfluss
      nehmen und eine Änderung in ih-
      rem Verhalten bewirken.



      „Bei dir“ 1992
      Höhe ca. 120 cm
      Acryl auf Holztafel



      „Beziehung“ 1991
      130 x 130 cm
      Acryl auf Holztafel

      Eine Figur wirkt wie mit Problemen
      belastet. Es ist einerseits das starke
      Verlangen nach dem Anderen und
      andererseits das Wegstoßen, das
      auf Distanz gehen, was in diesem
      Gemälde beschrieben wird. Das
      Bild kann richtungslos aufgehängt
      werden. Es gibt kein oben und kein
      unten.



      „Begehren“ 1993
      Höhe ca. 35 cm
      Öl auf Papier



      „Die Läuterung“ 1991
260




      Höhe ca. 40 cm
      Öl auf Papier

      Ein sinnbildlicher Stier zwingt eine
      menschliche Gestalt zu Boden.
„Hände“ 2000
      30 x 30 cm
      Öl auf Leinwand



      „Stier“ 2000
      30 x 30 cm
      Öl auf Leinwand



      „Ich glaube“ 1993
      100 x 100 cm
      Acryl auf Holztafel

      Wie Statements stellen die reduzierten Farbfelder ihre
      Position dar. Die eingezeichneten Linien einer Hand
      greifen ins Zentrum des gemalten Stammes und legen
      wie beschwörend das Bekenntnis ab.
262
Das Atelierhaus in Thaur

      Nach einer langen Suche nach einem Haus, in dem Arbeiten und          Wie Möbelstücke liegen unsere vielen Karthäuserkatzen überall im
      Wohnen möglich ist, gab ich schließlich entmutigt auf. Keine der so   Haus herum. Sie alle tragen Namen von Künstlern, und wenn ich
      zahlreichen Besichtigungen von alten Häusern konnte mir das Ge­       sie nachts nach Hause locke, hört es sich an, als würde ich nach
      fühl vermitteln, mich dort einmal wohl zu fühlen. Deshalb machten     den großen Meistern Picasso, Vincent van Gogh, Brancusi, Miró
      wir uns auf die Suche nach einem Grundstück. Das Bauen eines          oder Matisse rufen.
      eigenen Ateliers, eine zuvor sehr weit entfernte Variante, konnte
      nun doch, insbesondere durch die Hilfestellung meines Vaters,         Ums Haus verändere ich gerne, Lichtinstallationen, große Skulp­
      reali­ iert werden. Sein fachmännischer Rat, sein Können und sein
           s                                                                turen, Fahnen und textile Gebilde, exotische Pflanzen, Schau­enster­
                                                                                                                                        f
      Zuspruch haben mich immer bestärkt.                                   puppen und freistehende Badewannen im Außenbereich lenken
      Für die Bebauung entstanden viele verschiedene von mir ge­            die Aufmerksamkeit auf sich.
      fertigte Modelle. Mit jedem zusätzlichen Modell wurden weitere        Eine große Kranschiene ragt aus dem Atelier und ermöglicht den
      A
      ­ spekte und Bedürfnisse berücksichtigt. In meiner Planung            Transport von großen Gebilden aus der Werkstatt.
      strebte ich nahezu nach Vollkommenheit und habe mich mit all
      meinen Ent­ ürfen dem Architekten Wolfgang Martin Miess an­
                    w                                                       1997 übernahm dann der Kran einen ganz besonderen Dienst.
      vertraut. So ist aus all meinen Vorstellungen und Wünschen,           Unser Töchterlein Stella Patrizia durfte darin geschaukelt werden.
      den ­ogistischen Bedürfnissen und aus seiner architektonischen
            l                                                               Ich stillte mein Kind, es war immer um mich, sogar während meiner
      Formen­ prache dieses Atelierhaus entstanden.
                s                                                           Arbeit trug ich es in einem Tuch an mir. Einerseits genoss ich es
                                                                            sehr, für mein Kind unentbehrlich zu sein, andererseits ­ usste ich
                                                                                                                                    m
      Vor unserem Einzug ins Atelierhaus habe ich eine der Öffentlichkeit   auch sehr viel Energie aufwenden, um meine Projekte nun termin­
      zugängliche Ausstellung veranstaltet und habe sämtliche ­ äume mit
                                                              R             gerecht fertig stellen zu können. Es war für mich eine große Auf­
      meinen Skulpturen, Gemälden und Pflanzen ausgestattet. Ein wun­       gabe, beiden Anforderungen gerecht zu werden. Erst nach drei
      derschönes Gefühl war es für mich, das Atelierhaus ohne all den       Jahren wagte ich mich erneut an eine Mutterschaft, an ein Ge­
      praktischen Tand, nur mit meinen Kunstwerken so sehen zu können.      schwisterchen für Stella. Laetizia Philippa wurde geboren.
                                                                            Die Kinder wachsen in der Werkstatt heran, jedes hat seinen
      Im Eingangsbereich ist ein großes schwarzes Granitdreieck im          e
                                                                            ­ igenen Bereich, und mit großer Freude wird dort gebastelt, ge­
      B
      ­ oden eingelassen. Seine Oberfläche spiegelt sich wie dunkles        klebt, gemalt, organisiert und gebaut. Dort lernen sie auch, sich
      tiefes Wasser. Die drei Ecken verbinden den Eingang mit dem           mit sich selbst auseinanderzusetzen und sich selbst zu entdecken.
      A
      ­ telier und dem Ausstellungsraum. Jeder Besucher wird über           So ist aus unserem Lebensraum Atelier ein lebendiges Nest ge­
      d
      ­ iesen sinnbildlich dargestellten See geführt.                       worden.
      Im Garten findet sich ein großes Wasserbecken mit einer aus
      buntem Kunststein gefertigten Brunnensäule, still rinnt das Wasser
      über die glatte Skulptur. Im Laufe der Jahre hat sich der Garten
264




      auch wirkungsvoll geformt und fügt Haus und Natur zusammen.
266
„Die Kürbisernte“ 1992



„Weinberg“ 1992
„Die Alte und ihr Sohn“ 1992
„Die Malerin“ 1992

Diese kleinen Bilder mit Ölfarben auf
Karton gemalen, Höhe ca. 40 cm, ent­
standen auf einer Reise zu einem Maler­
freund in die Südsteiermark.

Die Fahrt durch die Landschaft inspi­
rierte mich zu diesen freien und ganz
persön­ichen Interpretationen. Es sind
       l
die Ein­ rücke von Einsamkeit und Ver­
       d
lassenheit, die ich in diesen Bildern fest­
gehalten habe.
268
„Der Dank“ 1990
Höhe ca. 40 cm
Öl auf Papier



Impressionen
Höhe ca. 40 cm
kleine Bilder mit Ölfarben auf Karton
oder Papier in Kenia gemalt
270
Auf meinen Reisen habe ich immer ger­
ne den Farbkasten ausgepackt. Mehr­
mals war ich in Tunesien, 1992 in Ma­
rokko, 1990 und 1994 in Kenia. Meine
Ein­ rücke habe ich dann symbolisch in
    d
F
­ arbe verwandelt.
Die Energie und die Konzentration der
Antilopen gerade dann, wenn diese Ge­
fahr witterten, sind durch ein starkes Rot
im Bild emotionalisiert.
2006 ließ mich der Anblick von getöteten
Tieren auf einer Jagdlodge in Namibia in
Gedanken über Sinnhaftigkeit und Exis­
tenz des Lebens als auch über dessen
Evolution eintauchen. So werkte ich dann
in meiner Sprache: Mit namibischer Erde
f
­ertigte ich Farbe, und mit dem ab­ e­ g
ronnenen Blut der Jagdbeute bemalte ich
die Wände der Lodge – als Totem sollten
die Tiere anwesend bleiben. Themen,
wie ein von einem Leoparden erlegtes
Zebra, eine Kuduherde und Flamingos
bilden ein Friesgemälde.
„Das Kind“ 1988
      Höhe ca. 30 cm
      Acryl und Öl auf Papier



      „Der Rabbi und das Baby“ 1989
      Illustration aus dem Buch „Ein Platz im Paradies.
      Chassidische Geschichten“, Tyrolia Verlag
      Höhe ca. 40 cm
      Acryl und Öl auf Papier



      „Die Gabe“ 1990
      in Kenia gemalt
      50 x 35 cm
      Öl auf Papier

      Die weiße Frau nimmt eine unnahbare Haltung ein. Die
      Schale, die sie in der Hand hält, und das Rind an ihrer
      Seite sind Sinnbilder von Besitz und Verfügbarkeit. Der
      Afrikaner lehnt sich an sie, in der Erwartung, dass er
      eine Gabe erhält.
272
„Die Familie“ 2002
      Höhe ca. 170 cm
      Acryl und Öl auf Holztafel



      „Das Nest“ 1997
      75 x 73 cm
      Acryl und Öl auf Holztafel

      Wie in einem Korb, von Händen aufgefangen und
      beschützt, weilt das Kind durch das Miteinander
274




      vieler Menschen.
„Das Werden“ 1997
      Höhe ca. 35 cm
      Acryl und Öl auf Holztafel

      Das Gemälde zeigt die Entwicklung des
      K
      ­ indes auf: An der Brust der Mutter hat
      es noch eine starke Bindung, bald aber
      macht es sich frei – durch seinen eigenen
      Willen.



      „Familie“ 1997
      Höhe 50 cm
      Acryl und Öl auf Holztafel



      „Die Erdenmutter“ 1998
      Höhe 70 cm
      Öl auf Holztafel

      Diese Komposition lässt die Abfolge der
      Zeit erkennen. Der Betrachter entdeckt ein
      Kind im Schoß der Mutter; später hält sie
      es hoch, und mit ausgebreiteter Hand ent-
276




      lässt sie es in die Zukunft. Unten am Bild-
      rand laufen Gestalten und bilden Wurzeln
      zum Zeitgeschehen.
Wandbilder für den Ambulanzbereich
      des Bezirkskrankenhauses St. Johann in Tirol, 1998
      farbige Wandgestaltung und Wandgemälde auf raumhohen,
      vorgebauten Wandelementen zu vier Bereichen und Themen
      Acryl und Öl

      Orthopädie
      Eine geradlinige Figur spannt sich als Idealbild für Gesundheit in die
      Achsen eines Kreises. Die rote Gestalt links daneben weicht ab und wird
      somit Sinnbild für die Erkrankung.
      Der Kreis, der sich durch alle vier Wandbilder in diesem Ambulanz­ real
                                                                           a
      zieht, beleuchtet die jeweiligen medizinischen Bereiche. Aus der ­ zenerie
                                                                       S
      der statisch-analytisch blauen Gestalt wandeln die menschlichen Figuren
      in ein neues Feld hinaus. In meiner bildhaften Erzählung wird die neue
      Mobilität des Körpers durch eine Behandlung be­ chrieben.
                                                        s

      Frauenheilkunde
      Zwei Aspekte des „Frauseins“ sind gedanklicher Inhalt des Gemäldes.
      Einerseits ist die Frau auf dem Stier Sinnbild für den Umgang mit Sexua­
      lität und Emotionalität, andererseits ist sie Mutter und trägt in einem sinn-
      bildlichen eigenen Haus ein Individuum, ihr Kind, in sich. Die Be­ e­ ung
                                                                           w g
      des Kindes mit seinem ausgestreckten Bein kündigt die eigenständige
      Entwicklung an. Kindergestalten beleben das obere Feld des Kreises.
      Da das Frausein für mich kein isoliertes Thema ist, ist auch der männ-
      liche Part im Bild präsent.

      Endoskopie
      Der Patient liegt entlang der Kreislinie, Helfende führen zielgerichtete
      Linien wie Instrumente und binden den Körper in den Kreis. Vergleiche
      um Bemessung wird durch die konstruktive Zeichnung im Gemälde be-
      schrieben.

      Chirurgie
      Im Zentrum liegen schlafende Menschen – stellvertretend für die Pa­
      tienten. Der Kreis des Geschehens wird von Händen geführt. Es sind
      die Hände des Arztes, des Chirurgen. Die linsenartigen Zeichnungen an
      den Körpern fokussieren die zu behandelnde Erkrankung. Die ­ eitern
                                                                     L
      werden zum ­ rklärenden bildhaften Werkzeug für ein Hineinsteigen
                    e
278




      und Einschlafen.
Ausschnitt aus der Hinterglasmalerei
      der Fassade Tagesklinik St. Anton am Arlberg
      Höhe 250 cm




      „Das Heilen“ 1999
      110 x 130 cm
      Acryl und Öl auf Holztafel

      Ein Körper befindet sich im Zentrum des Gemäldes; in Blau gehalten
      steht er für Gesundheit und Geradlinigkeit. Er ist aufrecht und in ­ einer
                                                                         s
      Achse. Durch eine Erkrankung gerät der Mensch außerhalb dieser
      Achse. Die Farbe wechselt, das kühle Blau wird zum entzündlich wir-
      kenden Orange. Der Prozess der Heilung wird nun durch einen Kreis
      beschrieben, der fokussierend über dem Bild liegt und die Beweglich-
      keit zum Ideal offen lässt.




      „Heilen“ 2002
      Höhe ca. 120 cm
      Kreide und Acryl auf Holztafel




      „Heilen“ 2002
      Höhe ca. 170 cm
      Acryl und Öl auf Holztafel




      „Heilen“ 2002
      Höhe ca. 100 cm
280




      Acryl und Öl auf Holztafel
„Bergstimmung“ 2002
      Höhe ca. 100 cm
      Stimmungssequenzen reihen sich.
282
„Eine Geschichte von einer Liebe“ 2002
92 x 180 cm
Acryl und Öl auf Holztafel

Eine Unsichtbare umarmt dich,
im Abendkleid eilt sie schwebend zu dir.
„Zeitscheitel“ 2000
      130 x 130 cm
      Acryl und Öl auf Holztafel



      „Ernten“ 2002
      160 x 240 cm
      Acryl auf Holztafel

      Im Bild sieht man eine Frau. Sie bückt
      sich, um etwas aufzusammeln. Über
      ihr ragen Äste empor, und ein Vogel
      schwingt sich in die Lüfte. Im rechten
      Teil des Gemäldes sind satte Farben zu
      einem Feld gebaut, sie schlichten sich
      und das Wachstum drängt sich hinein.
      Flächen wie Schalen gleich Fischen
      schieben sich aus dieser Formation
      h
      ­ eraus. Eine ansehnliche Ernte findet
      sich in allen Elementen.
284
286
„Initiative“ 2001
Höhe ca. 160 cm
Acryl und Öl auf Holztafel

Vor dem Start ins Unbekannte scheint man
wie in der Dunkelheit die Orientierung zu ver­
lieren. Das symbolische Blau der Farbe umspült
die Figuren, die Richtung ist wie unter Wasser
nicht auszu­ achen. Die Körper wirken teils
             m
trans­­
      parent, im Kopfbereich aber entzündet
sich die Farbe Orange – Idee und Kraft sollen
g
­ ebündelt, die Grenzen überwunden werden.



„Licht als Werkzeug“ 1996
Augenklinik Innsbruck
130 x 130 cm
Acryl und Öl auf Holztafel

Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Göttinger, ehemaliger
Vorstand der Augenklinik Innsbruck, stellte mir
die Aufgabe, ein Bild mit dem Thema „Augen­
behandlung durch Einsatz von Laser“ zu malen.
Uns beide inspirierte der Mythos von Prome­
theus, dem Lichtbringer.
In meinem Bild sieht man Figuren, die exakt ge­
richtete Lichtstrahlen halten. Die Helligkeit ver­
deutlicht die Wirkung. Das Geflecht der Linien
trennt Handlungsräume. Ein nicht behandelter
Mensch, wie in der Mitte des Gemäldes, ver­
liert sein Augenlicht und sinkt ins Dunkel der
Erblindung.
„Netzwerk“
      102 x 102 cm
      Acryl und Öl auf Holztafel

      Hände reichen in der Mitte zusammen, linear
      angedeutete Grenzen werden überbrückt und
      damit Aufgaben bewältigt. Im Handeln wird alles
      miteinander zu einem Geflecht durchwoben.



      „Ich hebe dich von der Bühne“ 2005
      Höhe ca. 130 cm
      Acryl und Öl auf Holztafel
288
„Tanz“ 2004
      90 x 180 cm
      Acryl und Öl auf Holztafel
290
„Netzwerk“ 2002
Breite ca. 180 cm
Acryl und Öl auf Holztafel

Hände reichen einander und bilden ein tragfähiges Geflecht,
in dem man sich aufgefangen fühlt.
„Gottvertrauen“ 2003
      Werktagskapelle im Haus St. Josef am Inn, Innsbruck
      195 x 240 cm
      Acryl auf Holztafel

      Hände reichen sanft über das Kreuz. Diese halten nicht fest, sondern bergen und beschützen
      und formen sich zu einer Wiege, sind zugleich bereit aufzunehmen oder loszulassen. Der
      Tabernakel als schwebende Säule im Inneren mit dem Allerheiligsten macht diesen Raum zu
      einem heiligen Raum. Die Präsenz des Ziboriums ist durch das milchige Glas des von innen
      beleuchteten Tabernakels durch die Schattenbildung zu ahnen. Im oberen Bereich leuchtet
      die gelblich warme und lebendige Flamme des ewigen Lichts.



      „Getragen sein“ 2007
      Altenwohnheim Innere Stadt Innsbruck
      dreiteiliges Holztafelgemälde
      170 x 520 cm
      Acryl und Öl auf Holztafel



      Urnengrabstätte, 2008
      Wandgrabplatte mit Laterne und Glassegmenten
      50 x 60 cm
      Glas und Bronze vergoldet

      Ein letzter irdischer Verweilplatz mit einem Licht, welches nie erlischt im Funkeln des Glases,
      ewige Farben, ein Blühen, welches nie verwelkt, zuerst Geborenwerden und Gehaltensein.
      Ein Ring umfasst dich, schützt dich, hält dich, und bekennt sich zu dir. Es entwickelt sich frei
      dein Wesen, formt sich zur Hand, hebt und trägt, ohne festzu­ alten, öffnet sich und gibt sich
                                                                     h
      hin. Die Hand, das Werk, ein Tal, ein Spalt, die Schale wird zur ­ cheibe, die Arbeit zur Bot-
                                                                          S
      schaft. Die Frucht des Lebens wächst und ergibt sich in die Ebene einer Landschaft. Eine
      Heimat birgt dich in sich wie eine Sonne für dich.
292
„Umarmung“ 2005
      Wellnessbereich Hotel Olympia, Obergurgl
      Höhe ca. 130 cm
      Acryl und Öl auf Holztafel




      Ateliersimpressionen

      „Goldenes Füllhorn“ 2005
      8 m lang als Rauminstallation
      kegelförmige Stoffbespannung auf Stahlrahmen genäht
294
„Geschichte“ 2004
      150 x 120 cm
      Acryl auf Holztafel

      Zwei Zeitebenen stehen wie geschichtet voreinander.



      dreiteiliges Holztafelbild im Entstehen für
      das Hotel „Fürstenhaus“ am Achensee
      Breite ca. 750 cm
      Malerei mit Acrylfarbe auf drei Holztafeln versiegelt
296
„Sonnenlauf durchs Leben“ 1993
      Foyer des Pflegeheimes St. Johann in Tirol
      Höhe ca. 200 cm
      Acryl auf Holztafel

      Zwei starke Menschengestalten laufen aus dem Bild auf dich zu. Es sind nicht die
      hübschen und modisch propagierten Körper, sondern die Leiber von ­ enschen,
                                                                               M
      welche lebten, arbeiteten, erkrankten und gesundeten sowie Kinder geboren ­ aben.
                                                                                  h
      Es sind Menschen, welche in der Gegenwart handeln, durch die Jung und Alt Platz,
      Schutz und Begegnung finden.
      In einem abstrakten, künstlichen Lebensraum voller Licht und Energie (gelb), einer
      gerasterten und geplanten Ebene, finden auch die Altgewordenen ihren Platz.
      Sie werden durch die beiden ehrlichen Figuren am oberen Bildrand mit ihrem un-
      geschminkten Ausdruck sowie ihren verarbeiteten und müde gewordenen ­ ändenH
      dargestellt.
      Im Lebenslauf, auf dem kleineren abgesetzten Bildsegment, tritt als das neue ­ eben
                                                                                   L
      ein Kind hervor. Unten schließt eine Herde von Tieren den Lebenskreis als Symbol
      für Existenz, Ernährung und Symbiose mit der Natur.



      „Mädchen“ 2004
      Höhe 90 cm
      Acryl auf Holztafel



      „Landschaft“ 2004
      Wellnessresort Hotel Schwarz, Mieminger Plateau
      170 x 175 cm
      Acryl auf Holztafel
298
„Daheim“ 2003
      100 x 100 cm
      Acryl und Öl auf Holztafel



      Töchterlein mit ihrem Karthäuser-Baby
300
„Windflügel“ 2002
      Höhe ca. 100 cm
302




      Acryl und Öl auf Holztafel
mehrteilige Bilder, ab 1991
      Höhe ca. 170 cm
      Acryl und Öl auf Holztafeln

      Die einzelnen Bildtafeln sind variabel beweglich.
      Durch diese Möglichkeit der Veränderung kann
304




      man neu gestalten und erleben.
„Der Pantokrator“
„Lichtbegegnung“ 1993
Höhe ca. 260 cm
dreiteiliges Holztafelbild

raumhohe, zweiseitig bemalte
Trennwand für den Speisesaal
im Behandlungszentrum
Vogtareuth, Bayern
„Staffellauf“ 2000                                                            „Erntedank“ 2000
      Breite ca. 6 m                                                                Holztafelbild
      dreiteiliges Holztafelbild, gefertigt für die Raiffeisenbank Kleinwalsertal   Höhe ca. 130 cm

      Teamgeist, Geschwindigkeit, Vertrauen, ungehinderter Austausch und
      gemeinsames Training führen zum Gewinn.
306
Atelierhaus-Impressionen



      „Zeitfenster“ 2004
      142 x 204 cm
      Acryl und Öl auf Holztafel

      Getrieben jeden Tag – fremdbestimmt ist das Tempo.
      Der Fluss reißt uns mit.
      Ein rotes Feld, der formulierte Wille nach dem Platz des
      eigenen Seins schiebt sich in diese Strömung, hält ent-
      gegen und schafft Raum, sich selbst zu finden.



      Mein Farbmalwagen mit allem Zubehör befindet sich
      in meiner Werkstatt wie vieles auch auf Rädern. Auf
      diese Weise lässt sich mein Atelier immer schnell um-
      wandeln.

      Meine „Farborgel“ mit den Registern, die Farbkisten
      mit den geordneten Farbbechern bestimmen bereits
308




      vom Mischen an die Farbmelodie in den Bildern.
310
Später arbeitete ich gänzlich unbefangen. Das Werk
   entstand ohne ein geplantes Einwirken. Es kam ein­        ... so führe ich das Vergrößerungsglas weiter und
   fach zustande – oder auch nicht.                          suche nach Stellen, die eines Blickes würdig sind.




Ateliersimpression, 2010

Sehr viele Werke entstehen auf Anfrage von Inter­         Wenn man am Anfang mit dem Malen ­ xperimentiert,
                                                                                               e
essenten. Ich versuche auch bei Anfragen in meiner        wenn man all die Zufälle entdeckt und dem gerade
                                                                                                        ­
Auffassung frei zu bleiben. Deshalb will ich meine Auf­   Gefundenen huldigt, ist alles Entstandene neu und
träge auch nicht Auftragsarbeit, sondern Ver­rauens­
                                              t           interessant. Aber vielleicht schon nach fünf oder
arbeit nennen. Meine Auseinandersetzung mit dem           auch erst nach 500 Bildern stellt sich wohl ­ llen
                                                                                                          a
individuellen Lebensraum des einzelnen Menschen,          die ­ rage nach dem Sinn des Handelns.
                                                               F
der Dialog und meine entstehenden Ausführungen            Die Suche, etwas Unerwartetes zu entdecken, in die
dazu, sind für mich eine wichtige Herausforderung.        Weite zu fühlen, machte für mich Sinn, all die vielen
                                                          Werke anzugehen. Mein Wissen, was mir möglich
Über all die Zeit meines künstlerischen Daseins ­ telle
                                                 s        ist, mein Unwissen vor den Grenzen, der hohe An­
ich mir selbst immer mehr Fragen, meine Verantwor­        spruch an mich sowie das mir ent­ egen­ ebrachte
                                                                                             g     g
tung, ein Werk für den Interessenten zu ­ chaffen und
                                        s                 Vertrauen bereiten mir oft ­ opf­ er­ rechen. Die
                                                                                         K z b
die Anforderungen an mich selbst wurden immer             Freiheit, sich selbst zurückzunehmen, wird zu einer
größer.                                                   ständigen Herausforderung. Ich will vielseitig sein
                                                          und das neue Gebiet mit dem noch ursprünglichen
Im Gegensatz dazu werkte ich als Schülerin aus Neu­       Zittern ergründen. Ich will weiterhin bedacht er­
gier, völlig unbedarft. Ich habe gezeichnet, mit Strich   forschen und mit Ehrgeiz suchen, weil ich „hinein­
und Raum experimentiert, zuweilen so ­ ancherm            schauen“ möchte, weil ich es entdecken und wis­
Linien­­
       führung historischer Zeichnung nach­ e­ pürt,
                                              g s         sen will.
versucht, den großen spätgotischen Bildhauer und
Bildschnitzer Tilmann Riemenschneider nachzu­             In „Die fröhliche Wissenschaft“ äußert sich ­ ietzsche
                                                                                                      N
empfinden und in Nachahmung seiner Skulpturen             zu Werk und Künstler wie folgt: „Dieser Künstler ist
die Lust am Schnitzen zu spüren. Alles, was mich          ehrgeizig und nichts weiter: Zuletzt ist sein Werk
begeistert hat, wollte ich auch begreifen und insbe­      nur ein Vergrößerungsglas, welches er jedermann
sondere „angreifen“.                                      a
                                                          ­ nbietet, der nach ihm hinblickt.“
Später arbeitete ich gänzlich unbefangen. Das Werk
entstand ohne ein geplantes Einwirken. Es kam ein­        ... so führe ich das Vergrößerungsglas weiter und
fach zustande – oder auch nicht.                          suche nach Stellen, die eines Blickes würdig sind.
Diese beide Gemälde sind vom
      Thema Vermählung inspiriert:

      „Bündnis“ 2010
      132 x 122 cm
      Acryl und Öl auf Holztafel

      Hände fügen, flechten und ­
      binden sich, formen sich wie zu
      W z
      ­ erk­ eugen. Kreise und ­ entren
                                  Z
      v
      ­ erschmelzen ineinander und
      w
      ­ andeln sich. Das Bildwerk
      ist richtungsfrei ­ onzipiert und
                        k
      kann so von jeder Seite rundum
      betrachtet sein.
312
„Quelle“ 2010
132 x 122 cm
Acryl und Öl auf Holztafel

Zwei Menschen wollen zueinander. Wie
bei einem Baum aus Wurzelstock und
Baumkrone verschmelzen die Körper zu
einem kräftigen Stamm. Diese Fusion
zeige ich in diesem Werk als energievoll
und mächtig bewegend. Ein Kraftfeld
wächst und konzentriert sich mit Be­
deutung.
„Chancement“ 2003
      150 x 150 cm
      Acryl auf Holztafel

      Ein starker Wille, eine Strömung und ein Scheitel dominieren in
      der abstrakten Auffassung dieses Bildes. Der Zufluss des starken
      Blau verwandelt sich durch Impulse, Linien, rote ­ inbringungen,
                                                       E
      die inspirieren und entzünden sollen. Das Management im Bild
      wird zum „Chancement“ oder auch zum „Changement“, zur
      Chance und zum Wechsel zugleich.



      „Aus den Häusern“ 2003
      Höhe 140 cm
      Acryl und Öl auf Holztafel

      Das Kunstwerk ist ein Reisebericht einer zielgesetzten Fahrt
      durch die Einsamkeit. Eine Bildtafel oder Leinwand ist wie ein
      Grundstück. Der Maler bestimmt, ob es rational beplant wird,
      ob es zuwächst oder bebaut wird zur Freude, zum wirtschaft-
      lichen Nutzen oder zum Chaos. Es ist kein Zufall. Der Umgang
      mit sich und seinen Gedanken zum Leben definiert den Grund
      und wird das Bild ergeben.



      „Transform“ 2000
      102 x 100 cm
      Acryl und Öl auf Holztafel
314




      Sich verändern, sich herausdrehen und eine neue Richtung
      einschlagen ist der Gedanke zu diesem Gemälde.
„Ausgleiche schaffen“ 2000
      170 x 200 cm
      Acryl und Öl auf Holztafel

      Dieses Gemälde erarbeitete ich für eine Steuerberatungskanzlei. In der Mitte teilt eine Gestalt als Sinnbild für das
      Gesetz mit Waagschalen das Bild. Ein dynamisches Wirken, die Räder der Wirtschaft, werden zu Tischen der Zu-
316




      sammenarbeit. Eine gebende Geste teilt und wirkt auf einen weiteren Tisch hin, an welchem eine Gestalt mit nach
      oben hin offenen Händen sitzt. Der Tisch der Wirtschaft bedient den Tisch der Kinder und der alten Menschen.
      Das Gesetz als richtungsweisende Gestalt steuert in der Mitte diese Ausgleiche. Jeder kommt an diesen bestellten
      Tischen vorbei, nimmt und gibt.
„Brückenschlag“ 1999
Höhe 220 cm
lasierende Farbe und Ölkreide auf Papier

Aus einem großen gezeichneten und bemalten Papierbild
wurden 336 Teile als Cover für einzelne Kunstsparbücher
gebildet. Auf jedem dieser Fragmente befindet sich ein Motiv.
„Dialog“ 2009                           „ich bin – aus mir heraus“ 2009
      Wendebild zur richtungsfreien Ansicht   170 x 100 cm
      170 x 90 cm                             Acryl und Öl auf Holztafel
318




      Acryl und Öl auf Holztafel
„Natur“ 2010
Höhe ca. 100 cm
Acryl auf Holztafel
„Stutenmutter“ 2008
      100 x 100 cm
      Acryl auf Holztafel



      diverse Pferdebilder
      Öl und Acrylbilder auf Holztafel oder Papier

      Die Dynamik und Ästhetik sowie der Charakter dieser
      wunderbaren Tiere begeistern mich und werden in all
      den Jahren immer wieder von mir gewählt, um Bilder
320




      zu malen, gleichsam als Lobgesang an diese Wesen.
„Frau Hitt“, 2003
      Höhe ca. 100 cm
322




      Acryl auf Holztafel
„Frühlingserwachen“ 2003
      Höhe 100 cm
      Acryl auf Holztafel

      Hinter den Säulen des Winterpalastes schläft eine Frau. Der Geliebte
      bringt die ersten Frühlingsboten. Es beginnt zu tauen. Unerwartetes
      Zitronengelb – Wärmendes durchbricht die kühl gehaltene Farbigkeit
      des Bildes.



      „Sommerfrau“ 2003
      82 x 84 cm
      Acryl und Öl auf Holztafel

      Eine Sage der „Ergobanda“ Barbara Weber inspirierte mich zu ­ iesem
                                                                   d
      Bild. Zu jeder Jahreszeit, in den eisigen Bergen, in der herbstlichen
      Hügel­andschaft, im frühlingshaften Grün, am sommerlichen See,
             l
      kommt die Sehnsucht nach einer Frau wie in einem Traum in das Land.
324
„Heimat“ 2005
      ca. 100 x 100 cm
      Öl und Acryl auf Holztafel

      Heimat findet man in der Zweisamkeit, in der Berührung und
      Sehn­ ucht nach dem Land, in der Mutterschaft und in sich selbst.
          s
326




      „Wandkleider“
„Bambus“ 2002
      Lochbild
      120 x 145 cm
      Acryl auf Holztafel



      „Erinnerung an einen Sommer“ 2002
      Lochbild
      145 x 155 cm
      Acryl und Öl auf Holztafel
328
„Verlauf der Jahreszeiten“ 1994
      Breite ca. 270 cm
      Acryl und Öl auf Holztafel




      „Regentag“ 1994                                                     „Spätsommer“ 1995
      Breite ca. 200 cm                                                   130 x 130 cm
      Acryl und Öl auf Holztafel                                          Acryl und Öl auf Holztafel
330




      Mein erstes Blumenbild habe ich auf Wunsch meiner Mutter gemalt.
      Es ist dann nicht bei diesem einen geblieben. Meine Blumensträuße
      aus Farbe sind ausschließlich der Freude gewidmet.
In der Plakatgestaltung versuche ich, ein
      gemaltes Schriftbild typo­ rafisch ­ assend
                                g        p
      zu erarbeiten, um einen ­ armonischen
                                  h
      Ge­ amt­ indruck und eine unverwechsel-
         s     e
      bare Identität herzustellen. Die Plakatvor-
      lagen sind Originalgemälde in Acryl und
      Öl. Sie entstehen in einem meist größeren
      Format als im Plakat selbst dargestellt,
      z
      ­ umal ich dem Malen in großen Formaten
      stets den Vorzug gebe.
332
334
336
338
Patricia Karg
                      akademische Bildhauerin und Malerin

                      e-mail: karg.patricia@chello.at
                      homepage: www.karg-patricia.com




                      „Durch meine Arbeit möchte ich den Geist der Menschen
                      erbauen und weiten. Meine Werke sollen Nahrung für die
                      Seele sein.“




      	      1961	    am 7. Dezember in Innsbruck geboren
      	          	    Vater Ing. Ludwig Karg, Baumeister
      	          	    Mutter Gertraud Karg, geb. Baumann
      1
      	 976–1980	     Besuch der Fachschule für Holz- und
      	          	    Steinbildhauerei in Innsbruck, Gesellenprüfung
      1
      	 980–1987	     Studium der Bildhauerei an der Akademie
      	          	    der Bildenden Künste in München,
      	          	    Meisterschülerin von Prof. Hans Ladner, Diplom
      	 seit 1985	    Lebensgemeinschaft mit Univ.- Prof. Dr. Anton H. Schwabegger,
      	          	    Plastischer Chirurg
      	 seit 1987 	   freischaffend selbständig tätig
      	      1995	    Bezug des Atelierhauses in Thaur
      	      1997	    Geburt von Stella Patricia
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      	      2000	    Geburt von Laetizia Philippa
Mitgliedschaften

Berufsverband Bildender Künstler (BBK) Oberbayerns
Gruppe Factum, Haus der Kunst München
Berufsverband Bildender Künstler (BKÖ) Österreichs
Tiroler Künstlerschaft
Lionsclub „Victoria“ Innsbruck
Alpha Club Innsbruck
Syrlin Kunstverein e.V. Stuttgart International
	


Ehrungen, Auszeichnungen & Preise

1981	    Preis der Stadt Innsbruck
1981	    Preis der Internationalen Sommerakademie, Innsbruck
1983	    Preis der Internationalen Sommerakademie, Innsbruck
1984	    Preis des 88. Katholikentages, München
1985	    1. Preis, Neugestaltung der Kirche St. Philipp Neri, München
1987	    1. Preis für Malerei Stadt Innsbruck, Ankauf Land Tirol
		       2. Preis, Friedhofskapellengestaltung, Friedhof Pradl
1988	    Förderungspreis für Malerei der Stadt Innsbruck
1988	    Auszeichnung für Kleinplastik durch die International Art
		       Competition, New York
1992	    1. Preis, Datacom Kunstpreis Tirol
1992	    1. Preis für das Hahnenkammplakat Kitzbühel
1993	    3. Preis, Gestaltung der Barbarabrücke, Schwaz
1993	    Ankauf zum 23. Österreichischen Grafikwettbewerb
1995	    Belobigung Wettbewerb „Neues Wohnen in Tirol“,
		       WE Wohnungseigentum
1997	    2. Preis, Plakatwettbewerb Alpenzoo Innsbruck
2002 	   Anerkennungspreis für Malerei, Milser Kulturtage
2004	    1. Preis, Schienenbolidenwettbewerb, Gestalten mit Kindern
2005	    Palm Award, Art Domain Gallery, Leipzig
2007 	   2. Platz, Wettbewerb Kunst für Wohn- und Geschäftshaus der 		
		       Neuen Heimat Tirol, Projekt Schwaz
2008 	   Internationaler Syrlin Kunstpreis,
		       7. Rang für Skulptur „Liebesnest“, Stuttgart
2009 	   Internationaler Syrlin Kunstpreis,
		       1. Platz für Skulptur „Muse“, Stuttgart
Nationale und internationale Ausstellungen

      Einzelausstellung     1982	   Johannesgalerie im Heimatdorf Arzl
      Grupppenausstellung   1984	   Galerie im Fürstenhaus, Hall in Tirol
                            1985	   Textilhof, Innsbruck
                            1986	   BMW-Galerie, München
                            	 	     Stadtturmgalerie, Innsbruck
                            	 	     Innsbrucker Kunstverein
                            	 	     Internationales Pressezentrum, Wien
                            	 	     Haus der Kunst, Kunst ’86, München
                            	 	     Deutsche Gesellschaft für Christliche Kunst, München
                            	 	     Martin-Philipp-Galerie, München
                            	 	     Bonifaziuzshaus Fulda
                            1987	   Tiroler Kunstpavillon, Innsbruck
                            	 	     Alter Lahntalerhof, Matrei am Brenner
                            	 	     Bank für Tirol und Vorarlberg, Innsbruck
                            1988	   Merkur Versicherung, Innsbruck
                            	 	     Katholisches Bildungshaus, Lienz
                            	 	     Bawag, Innsbruck
                            	 	     Inngalerie, Kufstein
                            1989	   Reith im Alpbachtal, Tirol
                            	 	     Haus der Kunst, Kunst ’89, München
                            1990	   Theodor Hörmann Galerie, Imst
                            	 	     Kleine Galerie, Galerie Augustin, Innsbruck
                            	 	     Galerie Zöhrer, Schwaz
                            	 	     Galerie Dida, Graz
                            	 	     Raiffeisenbank, Wattens
                            	 	     Karg-Haus, Mayrhofen
                            	 	     Salzburger Sparkasse, Hallein
                            	 	     Bank für Tirol und Vorarlberg, Wien
                            	 	     Trinity Arts Center, Royal Tunbridge Wells, England
                            	 	     Chateau Jarez, Saint-Chamond, Frankreich
                            	 	     Chateau de la Bertrandiere, L’Étrat, Frankreich
                            	 	     Galerie im Fischerhuus am Zürichsee, Schweiz
                            1991	   Galerie in der Stille, Natters
                            	 	     Galerie Villa Mutter, Feldkirch
                            	 	     Licht-Design-Ambiente Hausberger, Innsbruck
                            	 	     Raiffeisenbank Wattens
                            1992	   Bau Art, Ingenieurkammer für Wien, NÖ und Burgenland, Wien
                            	 	     Bank für Tirol und Vorarlberg, Kitzbühel
                            	 	     Kunstraum Kirche, Osterfestival Katholischer Akademikerverband, 	 	
                            	 	     Innsbruck
                            	 	     Gerätewerk Matrei, Völs
342




                            	 	     Galerie Hosp, Nassereith
                            	 	     Trinity Arts Center, Royal Tunbridge Wells, England
                            	 	     Galerie Kass, Villa Falk, Innsbruck
                            	 	     Firma Troppmair, St. Johann in Tirol
                            	 	     Studia, Innsbruck
1993	   Kunstzaun Innsbruck                               2002	   ART Innsbruck
	 	     Galerie Branz, Bregenz                            	 	     Galerie Krupan, München
	 	     Ikarus Consulting, Wien                           	 	     Am Gaisberg, Salzburg
	 	     Interunfall Schwaz                                	 	     Galerie Ainberger, Hopfgarten und Kufstein
	 	     Azoth Art Connexion, Galerie Weinblatt, Wien      	 	     Cercle Munster, Luxemburg
	 	     Bank für Tirol und Vorarlberg, Kitzbühel          	 	     Milser Kulturtage, Mils
	 	     Ärztekammer für Tirol                             	 	     Bergbilder – Gruppenausstellung, Fulpmes
	 	     Haus St. Michael, Pfons                           2003	   ART Innsbruck
1994	   Stiegl Braukunstfest, Salzburg                    	 	     MART Roveretto
	 	     Haus der Senioren, Innsbruck                      	 	     Salzlager Hall in Tirol
	 	     Mal-Happening, Porsche Innsbruck                  	 	     Galerie Renu, Glasarbeiten, Silz
	 	     Städtische Galerie, Lienz                         	 	     Österreichische Künstler in China, Peking
	 	     Galerie Branz, Bregenz                            2004	   ART Innsbruck
	 	     Diagonale Salzburg                                	 	     Floral – Gemeinschaftsausstellung Tiroler Künstlerschaft
	 	     Kurhaus, Garmisch-Partenkirchen, Bayern           	 	     Galerie Kass, Schmuck, Innsbruck
	 	     Marktgemeinde Kundl                               	 	     „das kleine kunstfenster“, Hochfilzen
1995	   Galerie Renu, Silz                                	 	     Galeria Corte Filippini, Verona
	 	     Atelierhaus, Thaur                                2005	   ART Innsbruck
	 	     Kleines Theater, Salzburg                         	 	     ART Bodensee, Dornbirn
	 	     Galerie Jacques Coeur, L’Arbresle, Frankreich     	 	     „das kleine kunstfenster“, Hochfilzen
	 	     Raiffeisenbank Vomp                               	 	     Art Domain, Leipzig
	 	     Galerie Gschösser, Schloss Lipperheide, Münster   	 	     Tiroler Hof, Niederndorf
	 	     Kunst im Weinkeller, Schwaz                       	 	     Eplit, München
	 	     H & H Immobilien, Innsbruck                       2006	   Galerie Hosp, Wein am Berg, Sölden
	 	     Sanatorium der Kreuzschwestern, Rum               	 	     ART Innsbruck
1996	   Interunfall, Schwaz                               	 	     Biwak, SOS-Kinderdorf in Hall in Tirol
	 	     Tiroler Kunstpavillon, Innsbruck                  	 	     Wirtschaftskammer Reutte
	 	     Krankenhaus Kitzbühel                             	 	     Galerie Augustin, Wien
1997	   Galerie Bertrand Kass, Innsbruck                  	 	     Raiffeisenbank Wattens
1998	   Galeria Giacobbe Spazio, Mailand                  2007	   Messe Frankfurt
	 	     aki – Katholisches Akademikerhaus, Zürich         	 	     ART Innsbruck
	 	     Cercle Munster, Luxemburg                         2008	   ART Innsbruck, Personale, Galerie Hosp
1999	   ART Innsbruck                                     	 	     Kunstmesse Stuttgart, Sindelfingen
2000	   ART Innsbruck                                     	 	     Tiroler Gartentage, Congress Igls
	 	     Schloss Melans, Absam                             	 	     Stift Wilten
2001	   Cercle Munster, Luxemburg                         2009	   ART Innsbruck
	 	     ART Innsbruck                                     	 	     Tag der offenen Gartentür, Atelier Thaur
	 	     CapitalLeben Liechtenstein                        	 	     Galerie Bertrand Kass, Innsbruck
	 	     Art Vienna                                        	 	     Galerie Manzl Ainberger, Kulturkeller Hopfgarten
	 	     Igler Kulturtage Innsbruck                        2010	   ART Innsbruck
	 	     Interni, Innsbruck                                	 	     Kunstmesse Stuttgart, Sindelfingen
                                                          	 	     Stecher&Stecher, Affenhausen, Tirol
                                                          	 	     Innsbrucker Herbstmesse
Öffentlich ausgeführte Werke

      1984	   Wegkreuz, Holz geschnitzt, Innsbruck-Arzl
      	 	     Türblattgestaltung, Holz, Bronze und Glas unter den Lauben in 	    	
      	 	     der Altstadt Innsbruck

      1985	   Musikpavillon, Holz, Brixen im Thale

      1986	   Dorfbrunnen, Kunststein, Brixen im Thale
      	 	     Kreuzweg, bemalte Holztafeln, Brixen im Thale

      1987	   Fabelwesen, bunter Kunststein, Berg am Starnberger See

      1988	   Spiegelzimmer, Glas, Berg am Starnberger See
      	 	     Priestergrabstätte, Kunststein, Hopfgarten

      1989	   Wandgestaltung, Holz, Fa. Perlinger, Itter
      	 	     Fassadengestaltung, Kunststein, Villa Itter
      	 	     Farbillustration des Buches „Ein Platz im Paradies“,
      	 	     	 Tyrolia Verlag, Innsbruck
      	 	     Brunnensäule, Kunststein, am Weerberger Friedhof
      	 	     Bühnenbild und Masken „IO“, Innsbrucker Kellertheater
      	 	     Eingang, Kunststein, Raiffeisenbank Kitzbühel
      	 	     Bronzekreuz, Pfarrkirche St. Philippus, München

      1990	   Bühnenbild und Kostüm „Witwe Rousseau“,
      	 	     	 Innsbrucker Kellertheater
      	 	     Fassade „Karg-Haus“, Mayrhofen
      	 	     Ortseinfahrt – Zunftstange, Bronze, Angath

      1991	   Lüftungsskulptur, Blechfaltungen, Café Moments of Art, Innsbruck
      	 	     Bühnenbild und Kostüm „Kassandra“, Innsbrucker Kellertheater
      	 	     Boden-, Wand- und Säulengestaltung, bunter Kunststein, Foyer 	   	
      	 	     	 Bezirkskrankenhaus St. Johann in Tirol
      	 	     Brunnen, Bronze, im Innenhof der Leopold-Franzens-Universität
      	 	     	 Innsbruck
      	 	     Rauminstallation, Eisendraht, Cineplexx-Kino, Innsbruck
      	 	     Bodenmosaik, Landeskrankenhaus Natters
      	 	     bemalte Kreuzwegtafeln, Wanderweg, Brixen im Thale

      1992	   Spiegelturmfassade, Fa. Alpquell, Münster
      	 	     Fassadengemälde Pfarrheim Ried im Zillertal
      	 	     Saalgestaltung, bunter Kunststein, Truppenübungsplatz Hochfilzen
      	 	     Ziborium und Patene aus Bronze und Kupfer vergoldet,
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      	 	     	 Pfarrkirche St. Philippus, München
      	 	     Illustration zum Buch „Hiob“, Tyrolia Verlag, Innsbruck
      	 	     Fassadengemälde Feuerwehrhaus, Kufstein
      	 	     Ideen zur künstlerischen Gestaltung der Inntalbrücke
      	 	     Fassadengemälde Neue Heimat, Wohnanlage Breitenbach am Inn
      	 	     grafische Gestaltung der Zeitschrift „Entschluss“, 47. Ausgabe
1993	   Kunstzaungestaltung, bemalte drehbare Scheibe,                           1996	   Brunnenskulptur, bunter Kunststein, Fa. Opbacher, Fügen
	 	     	 Fennerareal, Innsbruck                                                 	 	     Farbgestaltungen Tivoli Freizeitzentrum, Innsbruck
	 	     Fassadengemälde Altenpflegeheim, St. Johann in Tirol                     	 	     Plakat, Schlossbergspiele Rattenberg
	 	     Fassadengemälde Fa. Troppmair, St. Johann in Tirol                       	 	     Steinerner Regenbogen, bunter Kunststein, Blaike Völs
	 	     Skulptur, Kunststein, und Säulengemälde Café Platzl,                     	 	     Farbkonzeption Logistikzentrum, Fa. Handl Tyrol
	 	     	 St. Johann in Tirol                                                    	 	     Kreuzweg, Holz, Pfarrkirche St. Philippus, München
	 	     Brunnen, Kunststein, Festungsapotheke, Kufstein                          	 	     Illustration „Job and the Mystery of Suffering“, Richard Rohr,
	 	     Kapellenausstattung, Holz und Zinn,                                      	 	     	 Crossroad Book, New York
	 	     	 Katholisches Hochschulhaus aki, Zürich                                 	 	     Titelbild zum Buch „Christsein als Beruf“, Christian Friesl (Hrsg.),
	 	     Holztafelbilder als Trennwände, Speisesaal und Foyer                     	 	     	 Tyrolia Verlag, Innsbruck
	 	     	 des Behandlungszentrums Vogtareuth, Bayern
	 	     Ausstattung, Bronzeskulpturen des Schmuckgeschäftes Schieferer,          1997	   Plakat und Programmheft zur 35. Jahrestagung
	 	     	 Landeck                                                                	 	     	 der Österreichischen Gesellschaft für Plastische, Ästhetische
	 	     Fassadensegment, Kunststoffplatten, Fa. Troppmair, St. Johann in Tirol   	 	     	 und Rekonstruktive Chirurgie, Innsbruck
	 	     Gestaltung Familiengrab, Bronze, Arzler Friedhof                         	 	     17. Grand Prix des deutschsprachigen Wirtschaftsfilms ’97,
	 	     Gemälde Ambulanz Universitätsklinik für Augenheilkunde, Innsbruck        	 	     	 Bronze, Innsbruck
                                                                                 1998	   Fassadengemälde Volksschule Thaur
1994	   Etikett Stiegl-Braukunst-Flasche Salzburg                                	 	     Bautafelgestaltung für Bauconsulting Weinberg, Sillhof Innsbruck
	 	     Volksaltar, gerosteter Stahl, Pfarrkirche Innsbruck-Arzl                 	 	     Wandbilder im neuen Ambulanzbereich des Bezirkskrankenhauses
	 	     Bronzekreuz, Pfarrkirche Innsbruck-Arzl                                  	 	     	 St. Johann in Tirol
	 	     Fassadengemälde „Der Zeitscheitel“ an der Pension Wieser, 	          	   	 	     Fassadengestaltung, Blechvorbauten, Fa. Rieder, Ried im Zillertal
	 	     	 Sölden                                                                 	 	     Fassadenmalerei mit Glasfaserlicht, Sporthotel Penz, Innsbruck
	 	     Plakat Schlossbergspiele Rattenberg                                      	 	     Plakat Weltmeisterschaft der Einspänner, Ebbs
	 	     Titelbild zum Roman „Wie ein Stein aus Glas“ von Helga Reichart          	 	     Plakat Handball Junioren Europameisterschaft, Innsbruck
	 	     architektonische Gestaltung Atelierhaus, Thaur                           	 	     Plakat Internationales Schlittenhunderennen Galtür
                                                                                 	 	     Grabgestaltung, Nirosta, Westfriedhof Innsbruck
1995	   Brunnen, bunter Kunststein, Sanatorium der Kreuzschwestern, 	    	       	 	     Medaillen Handball Junioren Europameisterschaft, Innsbruck
	 	     	 Hochrum                                                                	 	     Gestaltung der Anschlagtafel, Biochemische Pharmakologie
	 	     Wandmalerei Stieglitz Klosterhof, Linz                                   	 	     	 Universität Innsbruck
	 	     Bemalung und Folierung, Dorfbus TATI, Seefeld                            	 	     Garderobenskulpturen, Holz, Volksschule Baumkirchen
	 	     Wandgemälde Behandlungszentrum Vogtareuth, Bayern                        	 	     Holztafelbild, Plastische Chirurgie, Landeskrankenhaus Feldkirch
	 	     Säulen, bunter Kunststein, Eingangsgelände Behandlungszentrum            	 	     18. Grand Prix des deutschsprachigen Wirtschaftsfilms, Bronze,
	 	     	 Vogtareuth, Bayern                                                     	 	     	 Bregenz
	 	     Logo der Österreichischen Gesellschaft für Plastische,                   	 	     Bilder im Landeskrankenhaus Feldkirch
	 	     	 Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie                               	 	     Farbgestaltung Stiegenaufgang der Bundesländer-Versicherung,
	 	     Skulptur, Kunststein mit Faserlicht, Ambulanz Universitätsklinik         	 	     	 Innsbruck
	 	     	 für Strahlentherapie, Innsbruck
	 	     Gemälde Ambulanz für Plastische Chirurgie, Innsbruck                     1999	   Fassadenskulpturen, gefaltetes Nirosta, Kindergarten Thaur
	 	     Priesterkleidgestaltung, Seidenmalerei, Pfarre Ried im Zillertal         	 	     336 Sparbüchercovers, Sparkasse Innsbruck
	 	     Gestaltung der Vorzugsausgabe „Gegengebete“ von                          	 	     Gestaltung mit Malerei, Liftwände, Internationales Studentenhaus
	 	     	 Robert Schneider, Verlag Bibliothek der Provinz                        	 	     	 Innsbruck
	 	     Jahreszeitenbilder im Tiroler Bauernkalender                             	 	     Renovierung mithilfe meiner ganzen Familie, altes Lahnhäusl,
                                                                                 	 	     	 Zillertal
                                                                                 	 	     Uhrblattdesign für die Tiroler Röhren- und Metallwerke, Hall in Tirol
                                                                                 	 	     Tuchbilder, The Penz Hotel, Innsbruck
                                                                                 	 	     Familiengrabstätte, Bronze und Stein, Ebbs
2000	   Plakat Mullerlaufen in Thaur                                           2003	   Gedenktafel am Umspannwerk, Glas, Innsbruck
      	 	     Plakat Haflinger Weltausstellung Ebbs/Tirol                            	 	     „Gloria“, Messing vergoldet, Sozialpreis der Tiroler Sparkasse
      	 	     Grabgestaltung, Bronze, Familiengrab Ebbs	                         	   	 	     Gestaltung der Edition Tiroler Single Malt, Zinnguss,
      	 	     Gedenkpreis Ilse Benedetto, Bronzekugel                                	 	     	 mit Kleinskulptur, Fa. Tiroler Bier, Innsbruck
      	 	     19. Grand Prix für den deutschsprachigen Wirtschaftsfilm,              	 	     Holztafelgemälde, Kongresshaus Innsbruck
      	 	     	 Bronze, Wien                                                         	 	     Plakat, Sommerball-Lions, Innsbruck
      	 	     Wandgestaltung Logo, Holz, Erlebnissennerei Mayrhofen                  	 	     Grabstätte mit Glaskreuz, Friedhof Natters
      	 	     Wandgestaltung, Beton mit Malerei, Eingang Miederer Badl               	 	     Mountainbike-Trophy Patscherkofel, Nirosta, Innsbruck
      	 	     Holztafelbilder Raiffeisenbank Kleinwalsertal                          	 	     Puzzlebild, bemaltes Holz, Entbindungszimmer
      	 	     Bemalung der Österreichischen „Bundesbahn-Gams“, Kitzbühel             	 	     	 Bezirkskrankenhaus St. Johann in Tirol
                                                                                     	 	     Gestaltung Wohnhaus Arzl bei Innsbruck
      2001	   Foyer des Internationalen Studentenhauses mit Holzskulpturen,          	 	     Andachtsraum mit Gemälde und Tabernakel, Glas,
      	 	     	 Innsbruck                                                            	 	     	 Altenheim St. Josef, Innsbruck
      	 	     Mountainbike-Trophy Patscherkofel, Nirosta, Innsbruck                  	 	     Gestaltung der Glaswände, Ordination der Internen Medizin
      	 	     Eingang mit großer gebauter Kamera, Foto Lamprechter, Innsbruck        	 	     	 Dr. Gritsch, Fulpmes
      	 	     Kuhfries, Malerei, Haus in Helfenstein, Zillertal                      	 	     Foyergestaltung mit Brunnen, Kunststein und Holztafelgemälden,
      	 	     Verdienstmedaille der Caritas der Diözese Innsbruck,                   	 	     	 Lufttechnik Kröll, Stans
      	 	     	 Zinnguss vergoldet                                                   	 	     Gemälde für das Café Triolaa, Wien, 1. Bezirk
      	 	     Mountainbike-Trophy Seegrube, Nirosta, Innsbruck                       	 	     Logo für die Araberzucht, Leimgruber, Absam
      	 	     Statuetten, Zinnguss, Tiroler Tierschutzverein, Innsbruck              	 	     Mountainbike-Trophy Seegrube, Nirosta, Innsbruck
      	 	     Farbkonzeption des Logistikzentrums Handl Tyrol, Schönwies             	 	     Glasscheibe, gefustes Glas, Ordination Dr. Furtschegger, Innsbruck
      	 	     Bilder im Landeskrankenhaus Feldkirch                                  	 	     Alpentrail-Trophys, für Schlittenhunderennen, Nirosta, Südtirol
                                                                                     	 	     Gestaltung Holztafelgemälde, Ordination Dr. Seiwald, Hall in Tirol
      2002	   Ausstattung mit Einzelmöbeln, Mozartsuiten im Hotel Wolf-Dietrich,
      	 	     	 Salzburg                                                             2004	   Portal, Glas, Juwelier Ellert gegenüber dem Stephansdom, Wien
      	 	     20. Grand Prix des deutschsprachigen Wirtschaftsfilms, Bronze, Wien    	 	     Gemälde-Ausstattung im Wellnessresort Schwarz, Mieming
      	 	     Malworkshop mit Mitarbeitern der Fa. Siemens, Innsbruck                	 	     Gemälde in der Fa. Beton- und Monierbau, Innsbruck
      	 	     Glasfassade, gefustes Glas, Internationales Studentenhaus, Innsbruck   	 	     Gemälde, Vorstandsbüro Siemens, Wien
      	 	     Auferstehungstor, gefustes Glas, Pfarrkirche St. Philippus, München    	 	     Plakat Thaurer Mullerlaufen
      	 	     Tuchgemälde, Designhotel The Penz, Innsbruck                           	 	     Plakat 200 Jahre Musikkapelle Scharnitz
      	 	     Preise für das Alpentrail Schlittenhunderennen Südtirol, Zinnguss      	 	     Fassadengestaltung, Alu, Lufttechnik Kröll, Stans
      	 	     Farbkonzeption, Foyer des Internationalen Studentenhauses, Innsbruck   	 	     dreiteiliges Gemälde Competence Center Wien
      	 	     „Gloria“, Messing vergoldet, Sozialpreisgestaltung,                    	 	     Brunnen, Kunststein und Nirosta, Raiffeisenbank Hart, Zillertal
      	 	     	 Sparkasse Innsbruck                                                  	 	     Leinwandgemälde Raiffeisenbank Hart, Zillertal
      	 	     Mountainbike-Trophy Seegrube, Nirosta, Innsbruck                       	 	     Quellennymphe, gefustes Glas, für den Aqua Dome Längenfeld
      	 	     Verschlussdesign für Flaschen, Zinnguss, Tiroler Whisky, Innsbruck     	 	     Glasgestaltung Rasulbad im Wellnessresort Schwarz, Mieming
      	 	     Farbkonzeption, Kinderarztordination Dr. Gasser, Hall in Tirol         	 	     Mountainbike-Trophy Seegrube, Nirosta, Innsbruck
      	 	     Glasfassadenmalerei und Gemälde im Foyer                               	 	     Alpentrail-Trophys für Schlittenhunderennen, Nirosta, Südtirol
      	 	     	 der Arlberger Tagesklinik, St. Anton am Arlberg                      	 	     Wegkreuzglaskonstruktion Fachmarktzentrum Kufstein
      	 	     Alpentrail-Trophys in Zinnguss für Schlittenhunderennen, Südtirol      	 	     Gemälde im Wellnessbereich Hotel Olympia, Obergurgl
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      	 	     Weihnachtstuchgemälde für das Designhotel The Penz, Innsbruck          	 	     Familiengrabstätte, Glas und Stein, Natters
2005	    Bild Physikalische Medizin Universitätsklinik Innsbruck                 2008	    Plakat, Thaurer Mullerlaufen
	 	      Mobiles Grab, Bronze, Schweiz                                           	 	      Weinkellergestaltung der Ferrarischule Innsbruck
	 	      Plakat und Plaketten, Haflinger Weltausstellung, Fohlenhof Ebbs         	 	      Glastorso, Douglas Drogerien, Düsseldorf
	 	      Plakat Biathlon-Weltmeisterschaft Hochfilzen                            	 	      Grabstätte, Glas und Edelstahl, Hötting
	 	      dreiteiliges Gemälde Competence Center Wien                             	 	      „Gloria“ Sozialpreis der Tiroler Sparkasse, Innsbruck
	 	      Foyer und gelber Salon im Hotel am Stephansplatz, Malerei, Wien         	 	      Leidens- und Lichtweg, Glastafelbilder, Pfarrkirche Lechaschau
	 	      Spitzbogenkirchenfenster, eingebrannte Glasmalerei, Lechaschau          	 	      Wandgestaltung in Holz, Veranstaltungszentrum Forum, Rum
	 	      Neuinszenierung des Reliefs, Kunststein und Stahl, durch                	 	      Acrylglasgemälde, Veranstaltungszentrum Forum, Rum
	 	      	 Umbau Raiba Kitzbühel                                                 	 	      Urnengrab, Glas und Bronze, Hall
	 	      Skulptur und Glasdrache Hotel Alpenrose, Maurach                        	 	      Kunst Edition für das Stift Wilten, Innsbruck
	 	      Design für Whiskyverschlüsse mit Zinnskulpturen, Tiroler Bier           	 	      Restaurierung des Wandgemäldes
	 	      Alpentrail-Trophys für Schlittenhunderennen, Nirosta, Südtirol          	 	      	 am Altenpflegeheim St. Johann in Tirol
	 	      Parfum-Etikettengestaltung mit Rosenstoffdesign,                        	 	      Glasgemälde, Feinkost Fürbass, DEZ Innsbruck
	 	      	 Fa. Bipa, Wiener Neudorf                                              	 	      Skulpturenwand, Betonguss, Wohnanlage,
	 	      Neues Ambiente für altes Wegkreuz, Glas,                                	 	      	 Neue Heimat, Im Tal, Absam
	 	      	 Fachmarktzentrum Kufstein
	 	      Glasdrache Salzburger Hof, Zell am See                                  2009	    Plakat und Plaketten, Haflinger Weltausstellung, Fohlenhof Ebbs
	 	      Foyer und Lounge, Glas, Raiffeisenbank Wattens                          	 	      Urnengrabstätte, Glas und Stein, Mühlau
	 	      Wellnessbereich, Wandmalerei, Fürstenhaus Pertisau                      	 	      Familiengrabstätte, Glas, Edelstahl und Stein, Mieders
                                                                                 	 	      Grabstätte, Glas und Stein, Fiecht
2006 	   Kreuzfenster, Glasmalerei, Pfarrkirche Lechaschau                       	 	      „Kreuz“-Schmuckedition für die Ritter zum Heiligen Grab in Jerusalem
	 	      Glasschichtbild im Landhaus Innsbruck                                   	 	      Poseidonhaupt in Glas und Edelstahl, Hotel Amathus, Rhodos
	 	      Brunnen, bunter Kunststein, Fuchsloch, Thaur                            	 	      Glastorsi, Hotel Amathus, Zypern
	 	      Glasskulptur Hotel Schweizerhof, Saas-Fee                               	 	      Installation mit Hadernkocher, Papierfabrik Wattens
	 	      Glasskulpturen für die Bernsteinsuite im Hotel „... liebes Rot-Flüh“,   	 	      Glasfenster, Aussegnungskapelle Kelchsau
	 	      	 Tannheimer Tal                                                        	 	      Dorfplatz, Gesamtkonzept und künstlerische Ausführung,
	 	      Glasskulpturen im Hotel Schwarz, Mieming                                	 	      	 Murg, Schweiz
	 	      Bild für die Plastische Chirurgie Krankenhaus Bogenhausen, München      	 	      Alpentrail-Trophys, für Schlittenhunderennen, Südtirol
	 	      Glaswandbild Steuerberatungskanzlei Stauder/Kempf, Innsbruck
	 	      Medaille Handball Europameisterschaft, Innsbruck                        2010 	   Neugestaltung der Ehrenzeichen für die Caritas, Innsbruck
	 	      Verkehrstafel für Kinderarzt Dr. Gasser, Hall in Tirol                  	 	      Lithographie-Zyklus, bei Stecher&Stecher, Affenhausen, Tirol
	 	      Alpentrail-Trophys für Schlittenhunderennen, Nirosta, Südtirol          	 	      Plakat, Dreiländer-Kongress, Plastische Chirurgie, Innsbruck
	 	      Grabstätte, Glas, Mils                                                  	 	      Skulptur Medienpreis der Österreichischen Gesellschaft
                                                                                 	 	      	 für Plastische Chirurgie
2007	    Glasreliefwand, Hauskapelle St. Raphael, Innsbruck                      	 	      Ideenpreis für die Wirtschaftskammer Tirol
	 	      Glaswand und Gemälde im Wellnessbereich Schwarzalm, Zwettl              	 	      Plakat und Plaketten, Haflinger Weltausstellung, Fohlenhof Ebbs
	 	      dreiteiliges Holztafelbild, Kapelle Wohnheim Innere Stadt, Innsbruck    	 	      Alpentrail-Trophys, für Schlittenhunderennen, Bronze, Südtirol
	 	      Braukunst Edition von Bierdeckeln, Zwettler Bier, Zwettl
	 	      Glaswand für Wellnesshotel in Oberlech                                  	   	    Erscheinen dieses Buches
	 	      Glaswandgestaltung der Hauskapelle St. Raphael, Innsbruck
	 	      Gemälde im Landtagsclub, Landhaus Innsbruck
Stichwortverzeichnis zu den Abbildungen

      A                                     Boden, 64, 67, 123-125, 131-137          F                                     glassfusing, 143, 175-177,             Kapelle, 54, 57, 60-63, 187, 293
      ausapern, 20                          Boot, 53, 152, 215, 225, 303             Fabelwesen, 77, 85, 89, 97, 47        	184-187, 195                          Karikatur, 50
      Abfolge, 34, 46-48, 60-74, 90,        Brief, 31, 38, 49                        Familie, 41, 48, 71, 93, 158, 161,    Glasmalerei, 189, 196, 209, 221,       Kastanie, 135
       234, 276                             Bronze, 38, 58f., 68f., 74f., 146,        165f., 225, 274-277                    223, 280                             Kater, 44
      Ablöse, 70f.                           148, 151, 153-159, 161-163,             Farbkonzept, 109, 191, 201, 214       Glaube, 158, 166, 263, 318             Katze, 48, 265, 335, 337
      Abschied, 34, 45, 61, 64, 68, 71,      165-169, 172, 181, 292                  Farbkreis, 123                        Gloria, 170                            Keimzelle, 154
       85, 142, 151f., 185, 245, 259, 331   Brücke, 35, 52, 73, 109, 133, 219        Farborgel, 308                        Glück, 244                             Kelch, 151
      Achse, 38, 206, 278, 280f.            Brückenschlag, 317                       Fassade, 173, 191, 193, 196, 199,     Gottvertrauen, 293                     Keramik, 147
      Acrylglas, 140, 220, 265              Brunnen, 72f., 96f., 105-107,             201, 203, 228, 230, 280              Grab, 59, 63f., 151f., 175, 184,       Kette, 151, 166
      Affen, 269                            	110-115, 126-131, 134-139,              Fenster, 175, 185, 189, 265, 309,       292                                  Kies, 133
      Afrika, 268f., 271, 273               	172, 265                                 325                                  Grabkammer, 152                        Kind, 43, 60, 71, 151, 165, 170,
      allein, 34, 39f., 53                  Bühne, 67, 166, 289, 239                 Fest, 221                             Grand Prix, 165                         225, 265, 272, 275, 277, 298,
      Alltag, 58, 60, 66, 228               Bündnis, 312                             Film, 165                             Gregor, 175, 334                        316, 334
      Altar, 54                             C                                        Fisch, 152, 158, 175, 177, 189,       Grenze, 287f.                          Kindergarten, 173
      Ambo, 54f.                            Chance, 314                               285                                  Gruppe, 44, 64-73, 78, 203, 244,       Kirche, 54, 60-63, 189, 208
      Apostel, 53                           Chaos, 191, 231                          Flammen, 55, 152                        252                                  Klinik, 118-131, 196, 214, 229,
      Arbeit, 38, 52, 166, 218, 225, 227    Chirurgie, 151, 278                      fliegen, 75, 173, 225                 Gynäkologie, 165, 278                   279f.,
      Arbeitseindrücke, 100, 112, 119,      Christophorus, 152                       Fliese, 123, 195, 214                 H                                      kokettieren, 92
       137, 149                             D                                        Floatglas, 178-187, 219, 223, 227     Haflinger, 321, 333                    Kommunikation, 86, 95
      Arzt, 50, 278, 287                    daheim, 301                              Fohlen, 321                           Handball, 151, 333                     Konsum, 66
      Astwerk, 91, 152, 154, 163, 171       Daidalos, 74f.                           Foyer, 52, 83, 125, 127, 131, 209,    Hände, 52, 61, 89, 112, 120, 142,      Kontinent, 217
      Atelier, 76, 154, 248, 265, 294,      Dank, 52, 268, 307                        216, 223, 227, 229, 279                148, 151, 162, 165f., 170, 189,      Konzentration, 233, 286
       308, 311                             Daphne, 89                               Frau Hitt, 323                          225-227, 229, 245, 262, 275,         Konzeptarbeit, 124-139, 202-205,
      Aufbruch, 255, 230f., 233, 254f.      Dialog, 34, 86, 153, 219, 318            Fräulein, 51, 93                        288, 291-293, 312, 316                208-217, 223, 293
      Auferstehung, 60, 146, 185, 232       Distanz, 261, 306                        Freiheit, 40, 74, 195, 263, 303,      Häuser, 199, 265, 314                  Korb, 140, 165, 275
      Auferstehungstor, 185                 Dorfplatz, 73, 90, 135-139                309, 315, 318                        heilen, 196, 279f., 287                Kornähren, 42, 152, 330
      Auge, 44, 48, 153, 165, 287           Dornenkrone, 57                          Freizeitanlage, 201, 211, 215, 296    Heimat, 71, 151, 155, 165f., 225,      Kosmos, 123, 141, 191
      Aura, 222f.                           Drache, 175                              Freundschaft, 35, 37, 43, 61, 67,       274-277, 282, 292, 301, 325,         Kraftfeld, 219, 313
      Ausgleich, 225f., 298, 316f.          drei, 54, 68, 102, 121, 152, 241,         249, 289, 301                          327                                  Kranich, 151, 172
      Ausrichtung, 42, 281                   293, 296f., 305f.                       Fries, 205, 221, 225                  heimgekehrt, 61f.                      Kreativität, 48, 175
      Aussaat, 42, 52                       Dreifaltigkeit, 54                       Frosch, 247                           helfen, 60, 120, 170, 258, 273,        Kreuz, 45, 48, 58-60, 151f., 183,
      B                                     Druse, 192                               Frühling, 325                           275, 289, 301, 334-339                186-189, 293
      Baby, 41, 48, 165f., 272, 334, 338    Du, 166                                  Füllhorn, 294                         Herz, 153, 222                         Kreuzweg, 45, 60f., 63, 184
      Bad, 215, 265                         Dunkelheit, 231, 287                     Fusion, 313                           Hexe, 50, 332                          Krippenfigur, 50
      Ballon, 337                           E                                        Fuß, 52                               Hiob, 40                               Kugel, 126f., 131, 135, 137f.,
      Bambus, 328                           Eidechse, 48                             Fußball, 338f.                        Hirte, 50, 334, 336f.                   141f., 148-165, 170
      Bank, 144, 208f., 216f., 257, 306     Einfluss, 253, 259-261, 273, 281,        G                                     Hl. Geist, 52, 318                     Kuh, 271, 334, 336f.
      Baucis, 162f., 170                     309, 313                                Gabe, 273                             Hoffnung, 158, 166, 231, 247           Kupfer, 145, 151
      Baum, 36, 64f., 79, 88f., 91, 152,    Einsamkeit, 31, 34, 39f., 48, 61, 146,   Gams, 175                             Holz, 51, 53, 57, 63, 81, 83, 91,      L
       162f., 170f., 208, 224, 335           151, 166, 247, 267, 297, 324f.          Garderobe, 207                          204-207                              Laetizia, 250, 265, 300, 334, 356
      Bausteine, 203, 214                   Einspänner, 333                          geben, 38, 212, 227, 229              Hülle, 64, 184                         Landschaft, 56, 267, 282, 299,
      Begegnung, 35, 71, 83, 85f., 92,      Elias, 250                               Geborgenheit, 168                     Hund, 105, 206, 335f.                   319, 324
       165f., 229, 258-260, 273, 277,       Elternhaus, 71, 154, 274                 gebunden, 48, 94                      Hut, 175                               Larissa, 175, 334
       298, 305, 317                        Endoskopie, 278                          Gedanken, 34, 39, 64, 68, 71,         I                                      Läuterung, 260
      Begehren, 260, 297                    Engel, 166, 170                           152, 158, 163, 241f., 245, 247,      ich, 31, 50, 67f., 76, 97, 100,        Leben, 33, 43, 96, 142, 152, 158,
      bei dir, 48, 67-69, 85, 99, 155,      Entbindung, 165f., 214                    256                                    103f., 108, 115, 118, 149, 166,       165f., 182, 214, 228, 243
       167, 241, 249, 260                   Entscheidung, 83                         gefangen, 40, 44f., 48, 61, 65, 85,     246, 266, 311                        Lebensabschnitt, 71, 83
      Bekenntnis, 259, 263, 318             Entwicklung, 94, 140, 276                 260, 309                             Ikarus, 74f., 151, 338                 Lebensende, 64, 142, 161
      beobachten, 44, 158                   entwürdigt, 63                           Geflecht, 32, 91, 163, 170, 288,      Illustration, 40, 272                  Lebensfreude, 97
      Berg, 282, 323f.                      entzünden, 314                            291                                  Impressionen, 48, 112, 137, 151,       Lebenskreis, 228, 298
      Bergsteiger, 50                       Erbe, 146, 156                           Gefühl, 64, 145, 153, 168, 170,         175, 265, 269, 294, 308, 311,        Lebensspiel, 43
      beschützen, 53, 71, 163, 165f.,       Erblindung, 287                           231, 237                               332-339                              LED, 105f., 113-115, 135, 141,
       170, 231, 244, 273-277, 281,         Erde, 43, 48, 166, 182                   Gegenwart, 68, 298                    Industriebereich, 214                   183, 265
       291, 293, 301                        Erdenmutter, 44, 277                     Gehrock, 108                          Initiative, 286                        Lehrer, 51
      Besitz, 273                           Erfolgsglobus, 153, 165                  Geige, 335                            Inntalbrücke, 109                      Leidenschaft, 85, 98f.
      Besteck, 58, 166                      Erinnerung, 64, 230, 329                 Geliebte, 283, 289, 324f.             Insignien, 56, 125                     Leidensweg, 45, 61
      Beton, 72f., 110f., 136-139, 175,     Erlösung, 53, 57-64, 146, 152,           Geliebter, 251                        Installation, 60-65, 67, 121f., 132-   Leiter, 87, 92f., 278, 317
       202f.,                                163, 185, 231f., 239, 253, 289,         Gemeinschaft, 54, 60-73, 153-           139, 203, 207                        Licht animiert, 106, 141, 183, 209,
      beweglich, 111, 121, 127, 131          292f., 325                               155, 165-167, 225                    Instrument, 89, 95, 335                 219-223
      Beziehung, 35, 40, 64-73, 85f.,       Ernte, 52, 151, 267, 285                 Geschichte, 67, 92, 133, 230, 283,    J                                      Lichtbegegnung, 305
348




       92f., 99-133, 144, 147, 151-157,     Erntedank, 52, 307                        297, 325                             Jahreszeit, 91, 324f., 330             Lichtstrahl, 75, 185, 287
       160-167, 170f., 219, 227, 253,       Erotik, 99, 102, 163, 165,               Gesellschaft, 64, 66, 203, 216        Janus, 50                              Liebe, 48, 163, 167, 171, 283,
       258-261, 283, 289, 295, 297,         	167-169, 179, 251                       Gespann, 105, 333                     Joch, 120                               301
       301, 313                             Erwachen, 324f.                          gießen, 148                           Jugend, 238                            Liebesbaum, 48, 171
      Biathlon, 333                         Erwartung, 232, 241, 260f., 273          Gips, 64-66                           Julia, 250                             Liebesnest, 163, 165, 170
      Blatt, 20f., 137, 162, 170            Erwartungsland, 219                      Glas, 132-141, 143, 174-189, 192,     K                                      Lobgesang, 126, 285
      Blech, 170-175, 198f., 229            Etikett, 332                              195f., 209, 216-223, 227, 280, 292   Kalenderblatt, 46                      Lochbild, 328f.
      Blumen, 170, 325, 329, 330f.,         Ewigkeit, 148, 152, 159, 170,            glasscasting, 140, 175                Kamera, 175                            Lot, 159
       334-336, 338f.                       	187-189, 247, 285, 292                  Glasfaserlicht, 105f., 112-116,       Kanne, 120                             Löwe, 151
M                                       Philemon, 162f., 165, 170f.         See Genezareth, 53                  Treppe, 83, 134, 136-139, 181,        Wasser, 85, 97, 106f., 111-115,
Macht, 158, 305                         Pieta, 61                           Seerose, 339                         183,                                  126-131, 135-139, 158, 175,
Maibaum, 79                             Pixel, 201                          Segel, 121, 175, 225, 303           Tür, 56, 121, 166, 229                 187, 192f., 201, 215, 303
Maler, 50                               Plakat, 175, 333                    segeln, 303                         Typografie, 333                       Wasserhahn, 115, 151
Malerin, 266                            Pokal, 151, 153, 170, 175           Sehnsucht, 39, 85, 146, 242, 324    U                                     Wasserigel, 112
Marktplatz, 216                         Politik, 219, 225, 316              Sein, 34, 142, 256, 293, 309        Überwindung, 233, 254, 286            Wasserstuhl, 151
Marmor, 126f., 144                      Polyester, 64, 66f.                 selbst, 60, 166, 233, 245, 256,     Uhrzeiger, 145, 159                   Webung, 32
Marokko, 271                            Portal, 121, 193, 196, 203, 209      259, 263, 309                      Umarmung, 72, 274, 283, 295,          Weg, 48, 60-63, 83, 121, 173, 183
Maschine, 66                            Portrait, 51, 181                   selbstständig, 71                    301, 327, 334-339                    Wegkreuz, 58
Maske, 50                               Posaidon, 176                       Seniorenhaus, 187, 293              unbekannt, 286f.                      Weinberg, 266
Maß, 158-160                            Priesterkleid, 175                  Sitzskulptur, 112, 133, 137, 175,   Ungeduld, 159                         Welle, 81, 187, 193, 210-213
Mauer, 70, 73, 240                      Prozess, 205                         209                                unschuldig, 62                        Wellness, 176, 179, 201, 210-213,
Max, 337                                Puzzle, 214                         Sommer, 105, 249, 324, 329f.        unser tägliches Brot, 58               215, 265, 294, 296, 298
Medaillen, 151                          R                                   Sommerfrau, 324                     Urne, 152, 292                        Welt, 123, 158
Meer, 85, 303                           Rabe, 245                           Sonne, 152, 175, 292, 335           Urnengrab, 292                        Wendebild, 252, 304, 312, 318
mehrteilig, 47, 61, 65, 121, 135,       Rabi, 272                           Sonnenblume, 329, 334, 339          Urteil, 40, 61                        Wendeskulptur, 87, 166
 146, 167, 183, 203, 207, 293,          Rad, 165, 175, 227, 316             Sozialpreis, 170                    V                                     werben, 92, 95
 304-306                                Regenbogen, 117                     Spätsommer, 330f.                   Vater, 51, 71, 166                    Werbung, 95
Messing, 124f., 170                     Regentag, 330                       Sperrholz, 205f.                    veränderbar, 60, 86, 104, 166f.,      Werden, 276
miteinander, 146, 170, 230, 274,        Reh, 231, 237, 332, 336             Spiegel, 193, 245                    183, 206, 219, 304, 312              Werkzeug, 58, 80, 132, 148, 166,
 288, 334-339                           Reigen, 81, 338                     Spiegelbild, 245                    Veranstaltung, 116, 205, 221           287
Mitte, 56, 72, 196, 316                 Reihungen, 60-73, 94, 121, 203,     Spiegelzimmer, 192                  Verbindung, 64, 67, 69, 147, 153,     Werte, 225
mittragen, 60                            205, 207                           Stacheln, 112, 135, 175              163, 165f., 194, 313                 Wesen, 47, 66, 77, 93, 319
Modell, 79, 104, 109, 175, 180,         reizen, 95                          Stadt, 209                          Verbundenheit, 157                    Wetterhahn, 190
 199, 202, 209, 212                     Richter, 145, 305                   Staffellauf, 306                    verflochten, 91, 98, 140, 147, 151,   Widehopf, 172
Mosaik, 123, 193, 214                   Richtungen, 83, 86, 202-221, 287,   Stahl, 56, 111, 131-139, 170-177     155, 162f., 165-167, 170f.           Wille, 34, 241, 254, 309, 314
Muller, 333                              315                                Stamm, 54, 64, 93, 152, 162, 313,   Verführung, 95, 100-103, 169, 171     Windflügel, 121, 175, 303
Mund, 48, 153                           richtungsfrei, 48, 87, 166, 252,     334f., 338                         Vergangenheit, 132, 158               Windsegel, 175
Mündung, 125, 158                        261, 304, 312, 318                 Stamm Jesse, 54                     vergeben, 61                          Windung, 106
Muse, 166, 169                          Rose, 170, 336                      Standarte, 59, 95, 121              vergessen, 64                         Windwege, 173
Musik, 166, 332, 335                    S                                   Start, 233, 254, 286f.              vergoldet, 151, 154f., 157, 165,      Windzeichen, 182
Musikpavillon, 91                       Sage, 74, 85, 89, 151, 165,         Steiermark, 267                      170, 292                             Wirtschaft, 153, 227, 316
Mutter, 40, 44, 60f., 70, 152, 165f.,   	323-325                            Stella, 165, 265, 275, 334, 356     Verkehrszeichen, 175                  Wundmal, 55-57, 59
 226, 272, 274-277, 326f., 334,         Sakral, 53-65, 142, 146, 151f.,     steuern, 226, 316                   Verlangen, 85, 242, 260f., 273,       Würde, 243
 337-339                                 166, 170, 175, 183-189             Stiege, 83, 137, 175                 283, 289                             Würfel, 166
Mythologie, 85, 89                      Sanatorium, 127f.                   Stier, 158, 260, 262, 271, 273,     verlassen, 61, 146, 185, 256          Wurzeln, 44, 48, 152, 155, 163,
N                                       Sanduhr, 159                         278, 336                           Vermählung, 312                        276f.
Naiade, 85                              Säule, 60-62, 107, 113, 118-121,    Stoffmalerei, 175, 265              Vernunft, 144f.                       Z
Natur, 36, 81, 91, 265, 319              125, 293, 325                      Strömung, 309, 314                  verschmelzen, 68, 194                 Zeichner, 31
Nautilus 175                            Schachspiel, 43                     Student, 83                         Versuchung, 238                       Zeit, 30, 34, 145, 159, 230, 253,
nehmen, 56, 226f., 229, 260             Schafe, 44                          Stuhl, 54, 175                      Vertrauen, 144, 153, 165, 306,         277, 284, 309
Neophyt, 239                            Schale, 64, 72, 96, 127, 134,       Stundenfischer, 158                  311                                  Zeitebenen, 297
Nest, 154f., 163, 165f., 170, 182,      	136-138, 143, 147, 175, 184,       Sturm, 53                           verurteilt, 61                        Zeitfenster, 309
 209, 274f.                              273, 285, 292, 316                 Stute, 321                          Verwalten, 144                        zeitlos, 34
Netzwerk, 288, 291                      Schattenbilder, 179, 228            T                                   Verwandlung, 89, 95                   Zeitscheitel, 284
Nirosta, 111, 129, 133, 135, 139,       Scheibe, 145, 151, 166, 175, 206    Tabernakel, 54, 57, 293             verwurzelt, 44, 48, 155, 163          Zentrum, 70-73, 123, 281, 305
 172f., 175-177                         Schichtung, 48, 141, 179, 181f.,    Tagebuchseite, 48                   Verzückter, 74                        Zerstörung, 123
Nixe, 158, 166, 170, 338f.               185, 189, 205f., 213, 219, 223     Tanz, 73, 79, 81, 166, 175, 249,    Vielfalt, 48, 175, 265, 333-339       Ziege, 50
Nomanden, 271                           Schicksal, 67, 258f.                 259, 269, 290, 334f., 338f.        Vision, 48, 108f.                     Zinn, 55-57, 63, 151
O                                       Schicksalsgemeinschaft, 67          Taube, 52, 152, 175, 189, 195,      Vogel, 151, 173, 175, 284f.           zueinander, 69, 163, 219, 313,
Öffnung, 48, 56f., 59, 146, 154         Schifahren, 333, 339                 318, 336f.                         Vogelflug, 151, 173                    334-339
Ohr, 165                                Schiff, 53, 134, 136-139            Teller, 175                         Vogelhimmel, 172f.                    Zufluss, 314
Opa, 51                                 Schild, 175                         Tempo, 255, 306, 309                Volksschule, 207f., 230               Zukunft, 68, 82, 132, 158, 166,
Ordination, 223                         Schlaf, 158, 246, 325               Teppich, 125, 143                   Voraussicht, 241                       225, 276
Orientierung, 278, 286f.                Schlauchboot, 215                   Terralitho, 71, 76-78, 84-89, 92-   W                                     zusammen, 67, 147, 151-155,
Orthopädie, 278                         Schlittenhund, 105, 333              107, 112-121, 124-131, 142-145,    Waagschale, 152, 175, 316              157, 162f., 165-167, 170f., 216,
Oskar, 334                              Schnecke, 33, 165f., 182             170, 175, 246,                     Wachs, 32, 35, 38, 41f., 45f., 79,     288, 312
Ostern, 59, 185, 232                    Schneckenhaus, 165f., 182           Tiefe, 84, 231, 286                  149, 151f., 175                      zwei, 50, 52, 67-69, 84f., 92,
P                                       Schnittbild, 48, 98                 Tier, 145, 237, 247, 271, 298,      Wachstum, 48, 52, 91, 285             	99-103, 137, 146, 162f., 167,
Paar, 59, 68, 72, 85, 99, 102, 151,     Schnitzeisen, 80                     320, 334-339                       Wahrheit, 260                          170f., 181, 219, 229, 242f., 249f.,
 154, 163, 167, 248, 334-339            Schönheit, 166                      Tisch, 38, 54, 151, 175, 225f.,     Wald, 209                              256, 258-261, 273, 289, 299,
Pantogrator, 59, 146, 305               Schöpfung, 48, 126                   248, 316                           wandeln, 132                           301, 313,
Papier, 48, 64, 98, 132, 175, 199       Schulzeit, 50, 230                  Tod, 58, 64, 85, 152, 158, 166      Wandgestaltung, 67, 81, 91, 124,      Zweisamkeit, 40, 43, 69, 72, 85,
Papierfabrik, 132                       Schwan, 158, 166, 244, 334          Torso, 151, 179                      131, 144, 205, 209-231, 279           92, 99, 101, 155, 163, 167, 171,
Paravent, 128, 131                      Schwangere, 50, 145                 Torte, 175                          Wandlung, 101                          249, 283, 295, 297, 301, 313,
Patchwork, 66                           Schweigen, 253                      Tradition, 50, 225, 332             Wandmalerei, 67, 191, 201, 209,        325
Pendel, 159                             Schwertlilien, 330, 336, 338        Tragödie, 332                        213f., 228f., 231, 279               Zyklus, 166
Pferd, 48, 151, 174f., 270, 320f.,      Schwester, 93                       transform, 314                      Wanne, 172
 335-337, 339                           Schwimmer, 215, 338f.               Traum, 158, 324                     warten, 34, 233, 241f., 245, 257      f. = nächstfolgende Seite
350
Sabine Penz, Grafikdesign
Matura in Grafik und Kommunikationsdesign,
Studium der Kunst (Malerei) an der Universität für Angewandte Kunst Wien
Lehramtsstudium (Bildnerische Erziehung, Technisches Werken) an der Akademie der bildenden Künste Wien




Über die Entstehung dieser mONOgrafie

Neugierige, welche diesen Band zur Hand nehmen, dürfen sich zu Recht                    haben wir den informativen Aspekt vorgezogen, obgleich dezenter Unschärfe
e
­ rhoffen, viel über die Künstlerin Patricia Karg zu erfahren. Eine Stellung­           oder irreparabler Bildschäden. Aber auch bei manchen zyklischen Arbeiten,
nahme der Grafikerin mag dabei überraschen.                                             speziell bei den einleitenden Grafiken, war trotz Mängel weder Ersatz noch
Doch hier geht es nicht um das Buch eines außen stehenden Editors. Das                  Verzicht möglich. Die Technik ändert sich rasend schnell, und so sind auch
Schöne dieser Monografie ist dessen Entstehung aus direkter Quelle: Die Idee            bei den Abbildungen der Werke Patricias, deren Schaffen bis in die 80er-­ ahre
                                                                                                                                                                J
und Finanzierung, die Dokumentation der Werke, der Vertrieb und nicht ­ uletzt
                                                                            z           zurückreicht, unterschiedliche Bildqualitäten nachzuvollziehen.
die Kontakte und Beziehungen der Mitwirkenden entsprangen der Initiative
der Künstlerin. Sie selbst erzählt, erlaubt Einblicke und Querver­ indungen,
                                                                       b                Die Anordnung der Inhalte unterliegt mit Absicht keiner Chronologie, sondern
setzt Werke in Zusammenhänge und in mutige Farbigkeit. Dieser Text ist so               folgt einem von Patricia geformten thematischen Bogen. Die Farbe der Groß-
zweifelsohne auch eine Geschichte über Patricia, die ich zehn Jahre lang                plastiken schwappt auf die Innenarchitektur über. Die Form der Kugeln zahl-
b
­ egleiten konnte.                                                                      reicher Gussarbeiten ergibt sich intuitiv aus der vorangestellten künstlerischen
In den Schulferien Sommer 2000 absolvierte ich ein Praktikum im Atelier Karg.           Installation. Das Material Glas vereint Skulpturen mit Raum- und Fassaden­
Hier entsprang eine fruchtbare Zusammenarbeit. Wohl auch deshalb trat Pa­               gestaltungen. Wie in einem Prozess fließt ein Thema in das nächste über.
tricia mit ihrem Vorhaben an mich heran. Etliche Werke waren bereits fotogra­           Auch die Haptik des Papiers wechselt, blütenweiß, samtrau, gestrichen farb­
fiert und digitalisiert. Mehrere Kisten mit hunderten von sortierten ­ ollagen
                                                                         C              intensiv. Wie Paukenschläge in einem Musikstück zeigen sich ab und an
definierten die Seiteninhalte. Strukturiert, kreativ, produktiv – so arbeitet Patri­    f
                                                                                        ­ulminante Seiten mit einer Bündelung an Abbildungen. Für persönliche
cia. Und dennoch war es ein langer Weg und meine Freude über diese umfas­               E
                                                                                        ­ inträge stehen spezielle Seiten zur Verfügung. Das Stichwortverzeichnis
sende Aufgabe wich ab und zu der Überforderung. Müsste dieser Band all ihr              gegen Buch­ nde ermöglicht interaktives Finden.
                                                                                                      e
Schaffen beherbergen, wäre das großzügige Design in Kompression erstickt.
                                                                                        Es braucht ein klares, flexibles Layoutkonzept, um die große Vielfalt ihres
Die Selektion des Materials forderte unzählige Arbeitsstunden, viel ­ ngagement
                                                                    E                   Schaffens, die individuellen Themenbereiche und variierenden Abbildungs-
und vernünftige Kompromisse. Jede einzelne Fotografie und Datei wurde auf               formate in eine einheitliche Struktur zusammen zu führen. Offene Buchseiten
Relevanz und Brauchbarkeit gesichtet. Neben teils ausgezeichnetem ­ aterial
                                                                          M             sind in eine stimmungsvolle Farbigkeit getaucht. Die Typografie ist passend
galt es von qualitativ mangelhaften Bilddaten Neuscans der analogen Vor­agen l          abgetönt. Der farblose Seitenrand mit Paginierung bleibt als kontinuierliches
anzufertigen. Waren selbst Negative oder Dias unzureichend, ­ urde eine Foto­
                                                                 w                      Element. Ein Hauptthema wird durch Skizzen, Arbeitsfotos und Eindrücke aus
grafin zu dem entsprechenden Kunstwerk gesandt. Doch viele, meist frühere               der jeweiligen Zeit ergänzt. Sie begleiten erzählerisch die Werke und ­ rlauben
                                                                                                                                                                e
Werke – damals mit dürftigen Mitteln dokumentiert – sind nicht mehr erreich­            persönliche Einblicke, Patricia lässt Sie in ihre Welt. Sie wollte ein Buch zum
bar oder deren Aufenthalt ist nicht mehr nachvollziehbar. Speziell für Patricia         Entdecken, Informieren, Anfassen und Unterhalten, ein Medium das zeitlos
und sicher auch für den einen oder die andere SammlerIn bleibt das Fehlen               und lebendig bleibt.
dieser meist sehr schönen und durchaus künstlerisch relevanten ­ rbeiten  A
eine untröstliche Tatsache. Nicht selten verhandelten Patricia und ich wie
auf einem orientalischen Bazar um die qualitativen An­orderungen ­ inzelner
                                                           f             e              Patricia ließ mir reichlich freie Hand. Die Entscheidungen fielen jedoch ­mmer
                                                                                                                                                                 i
Werksabbildungen. Mein Bestreben nach hochwertigem, druckfähigem Bild­                  in Absprache von uns Beiden während der zahlreichen Treffen, bei denen
material wurde wesentlich von meiner Kollegin Simona Obholzer mitge­ragen, t            es keine ­ ergeudete Minute, doch stets frische Jause gab. Über die Monate
                                                                                                   v
die in digitaler Überarbeitung das Beste aus jeder Datei lockte, ohne an ­ eren
                                                                             d          hinweg entwickelte sich das Layoutieren zu einem Wettlauf mit der Zeit, denn
A
­ uthentizität zu kratzen. Vor allem im Bereich der­­ okumentarischen ­ otografien
                                                    d                 F                 Patricias Schaffen ist pausenlos.



Simona Obholzer, Bildbearbeitung
Matura in Grafik und Kommunikationsdesign,
Studium der bildenden Kunst (Video und Videoinstallation) an der Akademie der bildenden Künste Wien
Dieses Blatt steht Ihnen für
      Ihre persönlichen Eintragungen
352




      Ihrer Kunstsammlung zur Verfügung.
Werkstitel	   Jahr 	   Maß	   Bemerkung
354
HERZ
l i c he n

DANK
356
Die alltäglichen Dinge kleben oft an mir, binden mich,
deshalb müssen mir Flügel wachsen, zumindest im Kopf.

Beginnen will ich immerzu ...
 Art    Patricia Karg
 Art    Patricia Karg
 Art    Patricia Karg

Art Patricia Karg

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    Bibliografische Information derDeutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar. © 2010 Verlagsanstalt Tyrolia, Innsbruck Umschlaggestaltung: Patricia Karg, Thaur, www.karg-patricia.com Layout und digitale Gestaltung: Sabine Penz, Wien Fotografie: Gerda Eichholzer, Innsbruck, München, www.gerdaeichholzer.com; Peter Jenni, Zürich Privatfotos: Reinke Weber, Innsbruck; Herbert Gyss, Innsbruck; Monika Wittib, Innsbruck; Patricia Karg, Thaur; u. w. Bildbearbeitung: Simona Obholzer, Wien Digitale Aufbereitung und Archivierung des jahrzehntealten Fotomaterials: Andreas Usel, Innsbruck Lektorat: Tyrolia Verlag, Innsbruck Druck: Alpina Druck, Innsbruck Bindung: Conzella, München © 2010 Tirol Werbung GmbH, Innsbruck 2 ISBN 978-3-7022-2788-3 E-Mail: buchverlag@tyrolia.at Internet: www.tyrolia-verlag.at
  • 4.
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    k a rg p a t r i c i a a u s a p e r n Bildhauerei M a l e r e i G r a f i k
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    geschaffen INHALT angeordnet als Entwicklung Verwandtschaften und Prozessabfolge mir ein Anliegen 9 Vorwort beobachtend kommentiert 10 Gästetexte ausapern 20 Patricia Karg erzählt steht zu einer Verwendung bereit 21 ein leeres Blatt umdenken 23 der kreative Prozess zeichnend berichten 30 Grafik abfolgend werkvoll 50 Bildhauerei abformen 64 Gips Farbe modellieren 70 Terralitho wachsen 106 Säule hineinfließen, begehen 122 Raum rundum erleben 132 Platz vollenden 139 Kugel kreisen 144 Scheibe sich wölben 146 Schale veredeln 148 Bronze öffnen und verzweigen 170 Blech beflügeln 175 Vielfalt durchleuchtet, geschichtet und gefügt 176 Glas gekleidet 190 Fassade um uns 204 Umraum erleben in Farbe 232 Gemälde prägnant 332 Plakat gelb, orange, rot, blau, grün 334 Impressionen lebhaft 340 Biografie eingebunden 341 Mitgliedschaften exponieren 342 Ausstellungen auflisten 344 Werkverzeichnis thematisieren und suchen 348 Stichwortverzeichnis und in Buchform gebracht 350 Layoutkonzept einzutragen 352 Sammlerblatt dankbar unterstützt 354 Sponsoren
  • 8.
  • 9.
    Allen meinen Gönnern UNDGÖNNERINNEN ist dieses Buch gewidmet. Durch ihr Vertrauen konnte vieles verwirklicht werden. Mit diesem Buch möchte ich Ihnen meine Dankbarkeit und Freude an meiner Arbeit mitteilen und Sie ganz herzlich in meine Werkstatt einladen. Bildhauerin und Malerin bin ich geworden – und schon seit meiner Kindheit kann ich mich dieser Aufgabe nicht mehr entziehen. Dieses Buch ist ein Werk für sich. Eine Ordnung ist weder nach Sparten oder Techniken noch nach vollständiger Archivierung an- gestrebt. Jede Doppelseite soll in ihrer eigenen Weise einladen. Im Buch sind meine Gedanken um das Entstehen der Arbeiten ebenso wie persönliche Erzählungen und eine Vielfalt an Werken gesammelt. Die leeren Seiten in diesem Buch sollen Sie einladen, Ihren Gedanken Raum zu geben. Sie sollen zu Ihrer Verwendung stehen, für Ihre Notizen, für Ihre Widmungen, für Ihr eigenes Kunstwerk.
  • 10.
    Prof. Norbert SiegfriedAmerstorfer Ing. Lothar Bitschnau Maler, Grafiker und Schriftsteller Unternehmer und Erfinder Hall in Tirol im Sommer 1990 Nenzing im August 2010 Für Patricia Karg strömt Bild, Akt und Skulptur aus Als Kinder spielten wir, einer ergiebigen Quelle aus Geist, Dynamik und arbeiteten, unbemerkt und oft ohne Anerkennung. einer sehr empfindsamen Seele. Dabei steht sie fest und unerschütterlich in der Realität des bild- Aufmerksam, konzentriert, haft natürlichen Ausdrucks. voller Motivation und Energie Gottlob – ohne Allüren. schufen wir Werke und glückliches Leben – Teil der Erinnerung. Die Spannung aus Neugier und Sehnsucht lief unserem Schöpfen voraus und zog uns Spur in junge Welten. Patricia spielt noch immer, im kleinen Kreise Auserwählter, die es nicht lassen können, Körperseelen Form zu geben und Farbenwesen einzukleiden ... unseren Augen Glanz zu schenken. ... und wir, wir atmen tiefstes Glück, ihr Werk zu kennen. 10
  • 11.
    Brief: Dietmar Hosp Engelbert Gitterle Galerist Bildhauer Nassereith/Tirol im Oktober 1992 Urgen im Oktober 1992 Durch die Empfehlung eines Bekannten, Univ.-Prof. Dr. Werner Lin- Lieber Dietmar, Urgen, 12.10.1992 dinger, lernte ich die Künstlerin Patricia Karg im Jahr 1992 ­ ennen. k Wir trafen uns in Nassereith und saßen einige „Nachtstunden“ vor ich habe gestern die Galerie kurz nach dem Vortrag von ­ atricia Karg P dem flackernden Feuer unseres Außenkamins hinter unserem verlassen. Ich wollte mich keinen Gesprächen mehr ­ ussetzen. Ich a Haus. Nach einigen Gläsern Wein entstand eine äußerst angeregte, war sehr berührt von der Ausstrahlung dieser großen, gescheiten, p ­ ositive und offene Unterhaltung, und wir beschlossen, eine Aus- äußerst positiven, ja wirklich genialen Frau, von ihrer Arbeitskraft, stellung mit neuen Bildern, Skulpturen und Grafiken der Künstlerin ihren Lebensanschauungen! zu organisieren und im Oktober desselben Jahres zu präsentieren. Ich sehe in ihr derzeit die größte Begabung in Tirol. Freilich, das Salz des Lebens hat sie noch nicht gekostet. Seien wir darüber Die Ausstellung verlief sehr erfolgreich, obwohl die Künstlerin im froh. An ihr bewundere ich vor allem, was mir seit je abgegangen Tiroler Oberland mehr oder weniger noch unbekannt war. So heißt ist – ihr Selbstbewusstsein, das aber äußerst sympathisch, nie ver- es im Text einer Oberländer Lokalzeitung als Schlusssatz: „So ist klemmt, hemmungslos oder arrogant wirkt. Ich freue mich, dass es dem Galeristen Dietmar Hosp wieder einmal gelungen, Werke der Schöpfer immer wieder solche „Mozarte“ hervorbringt. einer jungen Künstlerin der breiten Öffentlichkeit vorzustellen!“ Dir gratuliere ich herzlich, freue mich auch über Deinen Erfolg und Am letzten Tag der Ausstellung lud Patricia Karg zu einem Vor- grüße Dich und Deine liebe Frau! trag in unserer Galerie ein und berichtete in überzeugender Weise Engl Gitterle über ihre künstlerische Tätigkeit. Der Oberländer Künstler Engelbert Gitterle verließ, ohne sich zu Patricia Karg gehört inzwischen zu den führenden Künstlerpersön- verabschieden, kurz nach dem Ende des Vortrages die Galerie. lichkeiten Tirols und ihr Schaffen ist längst auch über die Grenzen Nach zwei Tagen bekam ich folgenden Brief: unseres Landes hinaus geschätzt und anerkannt!
  • 12.
    Dr. Reinhold Stecher Altbischof Rum im Dezember 2005 Wenn ich das Werk Patricia Kargs betrachte, möchte ich nicht so tun, als wäre ich ein Kunstexperte. Ich bin es nicht. Ich vermag nicht, mit treffenden Worten kunstgeschichtliche Be­ züge und geistvolle Hintergründe aufzudecken. Dazu fehlt mir das Fachwissen. Ich muss die Dinge mit der Naivität des schlichten Betrachters und einem gewissen seelsorgerlichen Gespür ins Auge fassen. Und von daher weiß ich, dass unsere wohlorganisierte, technisch perfekte und mit tausend Wortfetzen vernetzte und trotzdem z ­ iemlich anonyme und vermasste Welt Gegengewichte braucht. Eine dieser Gegengewichte ist jene Art von Kunst, die uns ver­ stehend anspricht und ermunternd grüßt (es gibt ja auch Formen, die nur verstörend belasten und Abgrund, Düsterheit, Ausweg­ losigkeit und Ekel präsentieren). Das Werk Patricia Kargs grüßt mit Farben, Formen und Ideen den Menschen in der Welt von heute und macht damit das Leben ein wenig humaner, ohne das Schwere des Daseins wegzuschönen. Und im Bereich moderner religiöser Kunst gehört sie zu jenen, die die Brücke zu den Menschen zu schlagen verstehen. In der kirch­ lichen Kunst ist diese Fähigkeit ja immer besonders gefordert, weil Kirchenbesucher nicht einfach mit jenen identisch sind, die sach­ kundig durch Galerien wandern. Jedes Mal, wenn ich den Brunnen in der Eingangshalle unserer Privatklinik in Hochrum sehe, mit der kreisenden Kugel in den farbigen Bögen, geht ein Hauch von tröstlichem Leben durch das Krankenhausfoyer, eine ferne Erinnerung an jenen Regenbogen, den Noah nach der Sintflut als Zeichen des Bundes über dieser 12 belasteten Welt gesehen hat. So ergreife ich gerne die Gelegen­ heit, hier für diese Kunst zu danken.
  • 13.
    Dipl.-Ing. Norbert Heltschl Architekt Imstim Oktober 2006 Es war gerade noch rechtzeitig, als meine architektonischen A ­ ktivitäten durch den Auftrag zur Umgestaltung des inzwischen 50 Jahre alten Tivolibades herausgefordert wurden. Ich habe unter der Bedingung angenommen, dass das Gesamt­ So wenig man KUNST in Worte fassen kann, so sehr beeindruckt kunstwerk (BAUHAUS) als Klassische Moderne im Zusammen­ mich das Bekenntnis von Patricia Karg: wirken mit Künstlern gestaltet werden kann. Dies geschah schon mit hervorragenden Künstlerinnen und Künstlern beim Neubau, „Durch meine Arbeit möchte ich den GEIST der Menschen er­ auen b die dann auch konsequent dieses mein Vorhaben im Sinne des und weiten. Meine Werke sollen Nahrung für die SEELE sein.“ Gesamtkunstwerkes realisiert haben. Das künstlerische Wirken von Patricia Karg als Malerin, Bild­ auerin h Die Kunst unserer Zeit muss MODERNE, von uns geschaffene und Grafikerin war mir aus Katalogen, Ausstellungen und durch Formen widerspiegeln, die unserem Anspruch, unseren Inten­ A ­ rbeiten im öffentlichen Raum bekannt. Patricia Karg schien für tionen entsprechen und diese veranschaulichen. Es gilt nicht nur mich aufgrund ihrer allseits geschätzten und gelobten Gestaltungen zu erkennen, sondern es gilt zu erfühlen. Die bloße Übernahme für die Zusammenarbeit hoch qualifiziert und geradezu ­ rädestiniert p des Sichtbaren kann nicht die Herausforderung sein. Der Inhalt zu sein. Die Vielfalt ihrer künstlerischen Zeugnisse ebenso wie ihr erschließt sich nur durch die Auseinandersetzung mit dem hoch experimentelles Werk sind Bestätigung für ihren ­ irtuosen Umgang v qualifizierten künstlerischen Werk. mit Farben und Formen. Gerade das ­ xperiment ist – in all seinen E Erscheinungsformen – das eigentliche Freiwerden geistiger Mög­ Zum Schluss noch eine Bemerkung betreffend meiner Liebe zum lichkeiten aus den Klammern eines einseitigen, letztlich primitiven grafischen Werk von Patricia Karg. Intellektualismus. Anlass sind die hervorragenden Bleistiftzeichnungen aus dem Jahr 1993, die Patricia Karg mit folgenden Worten unterstreicht: Mit künstlerischen Erfahrungen solchen Ursprungs konnte sodann „Einen Strich zu ziehen bedeutet, einen Gedanken haben, eine auch völlig frei und unbeschwert ein Gestaltungskonzept ent­ ickelt w Vorstellung zu haben und diesen zu folgen ... Es gibt nur eine werden. S ­ ache, die edel ist und unserem Wirken zugrunde liegt, das ist die Zeichnung.“ Und am Ende dann das überzeugende Resultat: Patricia Karg hat Und diese ihre Erkenntnis sollte auch für die ARCHITEKTUR die Farbe gekonnt in das Erscheinungsbild der Architektur ­ntegriert. i g ­ elten, welche sich vom Gigantismus zum Minimalismus bewegen Sie hat durch die relativ neutrale, aber sehr bewusst gesetzte Farb­ e­ g möge. bung eine über zeitgeistige Tendenzen hinaus­eichende Lang­­ r lebig­ Ich jedenfalls freue mich auf den Kunstkatalog und bin natürlich keit erreicht – weder Zeitgeist noch Zeitentwicklung noch kurz­ristige f schon gespannt auf die entsprechende Würdigung der hoch Mode­ rscheinungen können diese Form der Eigen­ tändigkeit, e s q ­ ualifizierten künstlerischen Zeugnisse von Patricia Karg. Denn ­ iesen ganz persönlichen Zugang, gefährden. So ge­ ehen war für d s es ist eine Liebeserklärung an die Schönheit. mich die Erfüllung eines Gesamtkunstwerkes ge­ eben. g
  • 14.
    Robert Schneider Schriftsteller Götzis im Januar 2006 Die Farbe des Fühlens – eine Note zu Patricia Kargs Arbeiten Mit beharrlicher Regelmäßigkeit verstößt die Malerin und Bild­ bisher unbekannten Künstlers 2.000 Euro kostete und in drei hauerin Patricia Karg gegen den feuilletonistischen Kanon der J ­ ahren plötzlich 200.000 Euro kostet, muss an dem Bild wie an zeitgenössischen Kunst. Indem sie dem allgemein verbindlichen, dem Künstler schon was dran sein ... strukturell-reduktiven Konzept von Kunst eine geradezu explo­ dierende Fülle an nicht kongruenten Farben und Formen ent­ Patricia Karg ist eine Künstlerin, die sich um den theoretischen gegenhält, wird sie zu einem „Fall“ in der österreichischen Ge­ Diskurs wenig schert, weil dieser Diskurs dem Kunstschaffenden genwartskunst. Ihre Arbeiten erregen ebenso viel Bewunderung an und für sich fremd ist. Sie kommt mit diesem Diskurs – und den wie sie Ärgernis und Kopfschütteln provozieren. Kargs Werk ist Verletzungen wie den Freuden, die daraus resultieren – immer nur von einer derart wuchtigen, exaltierten Buntheit, dass es manch dann in Berührung, wenn das Bild gemalt, die Skulptur gegossen einem Sachverständigen den Atem verschlägt. Da wird schnell ist und sich also auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten behaupten soll. eine Schublade aufgetan, und auf der Schublade steht mit kalli­ Den Schaffensprozess selbst tangiert das wenig. Emil Nolde soll graphischer Schrift: Emotion ist gleich Irrationalität. einmal gesagt haben, das Entwürdigendste sei ihm stets gewe- sen, ein Aquarell erklären zu müssen, um dafür einen günstigen Der Kunst das Fühlen zu verbieten heißt aber, die Kunst überhaupt Preis zu erzielen. Und darin liegt eine sehr tiefe, schmerzliche Er- abschaffen. Das ist der theoretische Kunst- und Architekturdiskurs kenntnis. Die Kunst unserer Zeit scheint ihrem ureigenen Medium der letzten sechzig Jahre. Indem man glaubt, die Kunst von der nicht mehr zu vertrauen – nämlich der Wortlosigkeit. Sie bedarf Emotion abspalten zu können – Emotivität führt angeblich in die offensichtlich der Adelung durch das Wort. Sie braucht die Krücke Barbarei –, hofft man eine Kontrollinstanz gegen alles Bedrohliche eines theoretischen Unterbaus. Viele Geister müssen zuerst über und Angstmachende zu haben. Aber Gefühle sind nicht linear, das Kunstwerk reden, ehe es etwas gilt. Es muss durch die ­ edien M von sachlicher und struktureller Transparenz. Ganz im Gegen­ gegangen sein, in provozierender oder nicht provozierender Weise, teil! Gefühle erzeugen – sofern man von theoretischen Konzep­ wie auch immer. Dann erst ist der Künstler etwas wert. ten verstellt ist – zuallererst Unbehagen. Nirgendwo sonst wird in unserem Alltagsleben so verhohlen emotional gestritten wie über In diesem Sinn ist Patricia Kargs Kunst nichts wert, behält ­ ämlich n Kunst. Freilich immer unter dem Deckmantel einer Autorität, die bei ihre Unschuld und bleibt unverdorben. Und es ist dieser unge- genauerem Hinsehen und Nachfragen ihre ästhetischen und ge­ stümen Künstlerin nur zu wünschen, dass ihr all der unerschöpf- sellschaftlichen Prämissen nicht erklären kann, geschweige denn liche Reichtum an Farben und Formen erhalten bleibt. Der eben will. Das wäre dann wie mit dem Märchen von dem Kaiser und sei­ erwähnte Emil Nolde soll auch gesagt haben, dass, als gewisse nen neuen Kleidern. Kunst kann nicht gemessen, ge­ ogen oder w Kreise seine Aquarelle plötzlich zu sammeln anfingen, er unter irgendwie berechnet werden. Niemand kann empirisch beweisen, g ­ roßer Irritation gelitten habe. Ein Leben lang habe er gegen den 14 was gute Kunst ist oder eben schlechte. Geadelt wird Kunst im Geschmack der Zeit gemalt und nun werde er plötzlich Geschmack schamlosesten Fall durch den Kunstmarkt. Wenn das Bild eines der Zeit. Da könne etwas nicht mehr stimmen an seiner Arbeit.
  • 15.
    Mag. Dipl.-Ing. ThomasHäusle Direktor der Kunsthalle Wien Präsident des Vorarlberger Kunstvereines Dornbirn im Februar 2006 Patricia Karg wünscht sich, Menschen durch ihr Werk zu beseelen. „Kunst soll man nicht verstehen, sondern erleben und fühlen“, Dieser Mission folgend ist ihr ein besonderes Kunststück gelungen. meint Patricia Karg. Das ist der Pfad der Annäherung. Der helfende Ein Kunststück höherer Ordnung gleichsam. Sie beseelt einerseits Faden ist die Leidenschaft, die Lust und die Emotionalität. Darin eine stets wachsende interessierte Gemeinde aus Kunstliebha- allein vereinen sich Material, Farbe, Form und Mensch zum Werk. bern mit ihren Werken, sie beseelt jeden, der mit ihr in Kontakt tritt Das Positive wird uns dabei nicht vorgetäuscht – es wird uns vor- persönlich und sie beseelt sich selbst, indem sie sie sich in ihrem gelebt, vorgemacht. Die Harmonie und Kraft der Farben stellt sich Schaffen immer aufs Neue findet und manifestiert. Authentizität bewusst und siegessicher in Konkurrenz zur Aggressivität der For- zwischen Mensch und Werk, stete Präsenz der Absicht und Kon- men und Materialien. gruenz zwischen emotionaler Absicht und künstlerischer Wirkung prägen das Werk und das Leben von Patricia Karg. Die Kunst der Patricia Karg fragt nicht und gibt keine ­ ntworten, A sie deutet nur und zeigt. Sie versucht voller Leidenschaft, es uns Die künstlerischen Mittel sind dabei auffallend vielfältig, denn einfach etwas angenehmer zu machen. Und weil es uns so schwer- das Talent sprengt jede feste Definition von Technik und Material. fällt, das anzunehmen, macht sie es aktiv und intensiv und des- Skulpturen, Bilder, Objekte, Zeichnungen, Installationen, Inszenie- halb wirkungsvoll und treffsicher. Emotionen sind alles, was ­ iese d rungen gefertigt auf Leinwand, Textil, Papier geschaffen aus Stein, Kunst ausdrücken will – Emotionen, Leidenschaft und Lust. Es Metall, Glas – nein, derart kommt man Patricia Karg und ihrer ist kein Streben darin zu finden, außer nach Harmonie. Es ist kein Kunst nicht näher, nicht an sie heran. Die Vielfältigkeit der Techni- Verständnis gefordert, außer dem gegenseitigen. Es sind keine ken und Materialien, der Interessen und Aktivitäten hilft uns nicht, Worte notwendig, sondern Gefühle. Es ist keine Reflexion gefragt, die Künstlerin zu verstehen, sie hilft uns lediglich, uns zu verirren in s ­ ondern Bereitschaft. Hier wirkt das Bedürfnis eines Menschen zu der Ratio möglicher Reflexionen, welche die Künstlerin möglicher- erfreuen, zu geben, zu erweitern und zu leben – zu beseelen eben. weise provoziert, keineswegs aber beabsichtigt.
  • 16.
    Mag. Ilse Abka-Prandstetter akademische Malerin Aldrans im März 2007 Wo liegt die Basis eines Künstlers? Liegt sie dort, wo das Spiel mit Farben und Formen zum Rausch Du stellst dich auf die Auftraggeber ein und versuchst sie in Deine wird? Oder dort, wo Farben und Formen zum Ausdrucksmittel Welt zu führen – das ist eine Deiner großen Stärken. Du agierst auf menschlicher Erlebnisintensität dienen? sie zugehend, bis auch die Erfordernisse des Raumes mit Deiner Für mich findet Kunst immer auf dem schmalen Grat statt, wo Ver­ Arbeit zu einer Einheit verschmelzen. stand und Emotionen einander begegnen. Beide singen wir das Lied der Farben, das zur Musik der Augen werden soll. Du hast die Frage in Deiner Arbeit immer wieder beantwortet – all Deine künstlerischen Aussagen stehen als ein Zeichen ­ eines D Und noch etwas: In einer Bildfigur sich zu drehen, von oben nach Kommunikationswillens. Du arbeitest, nicht um Dich zu be­riedigen, f unten, von rechts nach links, um ins Zentrum zu sehen, ist eine sondern um anderen (wie du selbst sagst) Freude zu machen. Wie deiner großartigen Bildfindungen. gerecht ist es doch, dass diese Freude auf den Erzeuger zurück­ Ja, das Zentrum zu sehen. – Ist die Welt nicht durchzogen von fließt! Ich genieße Deine offene, faszinierende Ausstrahlung. Wie Terror und Gewalt? Wie sehr braucht sie die Zeichen der Freude! aus ­ inem angefangenen Bild trittst Du aus Dir heraus und voll­ e Muss man sich nicht immer wieder fragen, ob es notwendig ist, endest Dich in Deinem Äußeren. dass die Kunst auf die dunklen Seiten der Welt den Finger hält und darin herumwühlt; ist doch die Tragik selbst durch kein Auf­ Wie war doch eine unserer ersten Begegnungen? Es war bei ­ inem e zeigen zu überbieten und deutlicher zu machen. Wettbewerb, der von der Jungen Industrie für Künstler gestartet wurde. Und nicht ganz ohne Dein Zutun hab ich damals einen Zeigt die Welt nicht offen ihre Wunden, wenn man spürt, Preis gemacht, obwohl Du ja selbst mit Deinen Zeichnungen ver­ wie sehr sie der Fröhlichkeit und Freude bedarf? treten warst. Damals wusste ich: Du bist neidlos. Wie selten kann Heilt man nicht auch Wunden eher mit Balsam? man das von Kollegen sagen ... Später sind wir uns dann immer wieder bei Wettbewerben begegnet, und jedes Mal lächelten wir Ich hoffe, dass wir in unserer Arbeit dieser Frage nachgehen werden. uns wissend zu – kennen wir doch beide das Spiel vom Glück und In Freundschaft, Ilse Zufall der Entscheidungen. Wie oft aber konntest Du Dich erfolg­ reich durchsetzen. 16
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    Dr. Volkmar Käppl Baurat h. c. Prof. Hubert Prachensky Kunstsammler Architekt Wien im Juni 2007 Innsbruck im Herbst 2007 Mensch sein. Was ich bei den Kunstwerken von Patricia Karg empfinde. Für die Künstlerin Patricia Karg Mensch sein. Ausgeliefert sein. Dem Schicksal und der Umwelt. Der Dreiklang der Bildenden Künste Schmerzen ertragen, Zuwendung erfahren, Geborgenheit ­ e­ ießen. g n Architektur – Malerei – Bildhauerei Fragen stellen, Antworten hinterfragen, den Willen durchsetzen. ist ein wichtiger Teil der Weltkulturen. Scheitern und erneut versuchen. Erfahrungen ­ achen, lernen, Ent- m wicklungen durchleben. Es ist schön, dass wir dabei sein können. Leben. Existieren. Ziele setzen. Bewusst leben. Reflektieren. Miss- Herzlich erfolge verkraften und zornig sein. Meditieren. Erfolge feiern und Hubert Prachensky glücklich sein. An etwas glauben. Allein sein. Mit mir. Mit meiner Meinung. Zusammenarbeit suchen. Miteinander. Zusammensein erleben. Ineinander. Geistig und kör- perlich. All das ist für mich aus dem künstlerischen Werk von Patricia Karg herauslesbar. Es findet Ausdruck. In ihren Bildern und in ihren Skulpturen. Sie machen sichtbar und sie regen an. Zu Gedanken. Sie machen auch bewusst. Mensch zu sein.
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    Prof. Dr. AndreasKühne Historiker und Kunsthistoriker, Honorarprofessor an der Akademie der Bildenden Künste in München, Kunstkritiker (u. a. für die Süddeutsche Zeitung und die Antiquitäten Zeitung), Ausstellungskurator Christoph Sorger Metamorphosen der plastischen Form Autor und Übersetzer, Kunstjournalist, Anmerkungen zum Werk von Patricia Karg Öffentlichkeitsarbeit für die Stadt Leipzig München im Juli 2007 Die Verwandlungen von Linien und organischen Gebilden, von Blütenblättern, Schriftformen und Tanzbewegungen waren es, die Künstler und Publikum um 1900 faszinierten. Werner Hofmann, einer der Theoretiker der Moderne, hat einmal als wichtiges Erbe dieser Zeit die Einsicht bezeichnet, dass alle Form Metamorpho- se ist. Seit er diese Feststellung traf, sind gut fünf Jahrzehnte ver- gangen, und manches, was damals Erbe schien, ist inzwischen aufgebraucht. Seitdem ist die Kunst in ihre „posthistorische P ­ eriode“ eingetreten und hat den Künstler aus dem Zwang ent- lassen, ­ iner „korrekten historischen Linie“ zu folgen. Patricia Karg e gehört einer Generation an, für die jene Freiheit bereits eine Selbst- verständlichkeit ist. Wenn irgendein Erbe für sie noch verbindlich ist, dann diese von Hofmann formulierte Erkenntnis. Angesichts ihres ­ lastischen Werkes, das sich seit rund zwei Jahrzehnten in p einer staunenswerten Variationsbreite entfaltet, drängt sich dieser Gedanke geradezu auf. Mit großer Unbefangenheit hat Patricia Karg ein plastisches R ­ epertoire entwickelt, das Mimetisches einschließt – vorzugs­ eise w Formen des menschlichen Körpers, der Tier- und der Pflanzen- welt – und in dem das abbildhaft Organische vielfältig variiert wird. Bis hin zum fantastisch Organoiden. Der reinen Stereometrie be­ gegnen wir in diesem Repertoire nur in selten angestrebten Grenz- bereichen. Patricia Karg folgt dabei keinem Kalkül. Ihre Gebilde sind keine ­ aterialisationen abstrakter Formzusammenhänge oder M i ­ntellektueller Konstrukte. Sie entstammen einem Wirklichkeits­ bereich zwischen reinem Sinneseindruck und reiner Kognition, den Henry Corbin als „imaginal“ bezeichnet hat. Einem Bereich, dessen Bilder an unsere Vorstellungskraft appellieren. Patricia Kargs Form- findungen berühren uns häufig durch ihren emotionalen, direkten 18 und unverstellten Ausdruck. Ähnlichkeitsbeziehungen zu Objekten der „realen“ Welt spielen dabei eine untergeordnete Rolle.
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    Letztlich ist esder Prozess des Lebens selbst, der im mundus prozesse widerspiegeln. Bei der Betrachtung der vielen Arbeiten imaginalis bildhaft erfahren werden kann. Patricia Kargs Arbeiten Partricia Kargs in Kugelformen, in denen sich menschliche und leben alle auf die eine oder andere Weise von der Verbindung v ­ egetabilische Formen verschlingen, auseinander hervorgehen mit dieser Welt der inneren Bilder und ihrer Dynamik. Um ­ iesed oder ineinander übergehen, mag man an eine frühe griechische Dynamik in sicht- und tastbare Gegenständlichkeit zu übersetzen, Kosmogonie denken, die schon ein philosophisches Gedanken- bedient sie sich einer Vielzahl von unterschiedlichen formalen gebäude ist, aber in ihrer Bildhaftigkeit dem Mythos noch sehr M ­ itteln. Im Ergebnis entsteht „reine Kunst“, die für sich stehen nahe­ teht. Sie stammt von Empedokles (483/82-424/23 v. Chr.), s kann, oder „angewandte Kunst“, die in sakralen oder profanen, dem legendenumwobenen, griechischen Philosophen und maß- zumeist öffentlichen Räumen Akzente setzt. Holz, Bronze, Stahl, geblichen Begründer der Lehre von den vier Elementen. Empe- Marmor, Glas oder Kunststein dienen dabei als Material, und dokles hatte die Vision eines Universums, das im Wechsel von häufig tritt eine satte, sorgfältig abgestimmte Farbigkeit hinzu, die den beiden kosmischen Prinzipien Liebe (Philotes) und Streit bzw. Bewegung und Volumen energisch betont, aber auch zurück- Hass (Neikos) beherrscht wird. Die Liebe bewirkt, dass Feuer, Luft, nehmen und Massen ins nahezu Gewichtslose auflösen kann. Wasser und Erde sich miteinander verbinden, der Streit bedingt ihr Werden und Vergehen, Einssein und Loslösung, Glück, Schmerz Auseinanderfallen. Unter der uranfänglichen Herrschaft der ­ iebe L und Tod, Untergang und schwereloses, selbstvergessenes Spiel bildeten sie einen Sphairos, d. h. eine vollkommene, als göttlich ge- finden ­hren Ausdruck in Gebilden, die nicht nach stilistischem i dachte Kugel. Der wachsende Streit verursachte einen Wirbel und Purismus fragen, sondern als bildhafte Analogien der Meta­ damit ihre Separation, d. h. die Differenzierung der kosmischen morphosen des Lebens betrachtet werden können. Strukturen und Elemente. Wenn die Krise aber ihren Höhepunkt Formal strukturiert werden diese Plastiken von den beiden überschritten hatte und die Liebe sich wieder aus­ reitete und der b A ­ spekten, unter denen Entwicklungsprozesse überhaupt vor­ Streit sich zurückzog, „entstanden alsbald sterbliche ­ esen […]. W gestellt und erlebt werden können: von linear gerichteten Abläufen Und aus ihnen ergossen sich, wie sie sich so mischten, un­ ählige z oder zyklisch in Spiralen zu ihrem Ausgangspunkt zurück­ ehrende k Scharen sterblicher Geschöpfe, in tausenderlei Ge­ talten, ein s bzw. diesen umrundenden Bewegungen. In plastische Werte über- Wunder zu schauen“. Dieser Prozess wiederholt sich von Äon setzt heißt dies: in den Raum ragende, ausgreifende Strukturen zu Äon. Das Werden ist diesem Bild ebenso eingeschrieben oder runde Formen. Es gibt kaum eine Arbeit von Patricia Karg, wie das Zerfallen. Da unser Leben sich zwischen beiden Polen bei der nicht das eine oder andere dieser Momente dominieren b ­ ewegt, können uns Bilder und Objekte wie die von Patricia Karg, würde. Letztlich sind es archetypische Bilder, die hier durchschim- die ­ iesen Prozess veranschaulichen und damit bannen, immer d mern, Bilder, die sowohl mikro- als auch makrokosmische Lebens­ w ­ ieder aufs Neue berühren.
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    Karg Patricia akademische Bildhauerin und Malerin ausapern soll mein erstes Buch heißen. (aprire <lat.>, öffnen, aufmachen, sichtbar machen, entblößen, Ein weiSSes Blatt Papier – Beginn für vieles. Der Liebes- aufdecken, zeigen, klarmachen, offenbaren, enthüllen; viam ­ prire a brief, der Plan für dein Haus, das zerknüllte Blatt am Boden, der – bahnen, eröffnen) Papier­ ieger, der deinen Übermut zeigt, das brennende Blatt fl mit der Faszination des Feuers. Erneuerung und Veränderung Wie eine zugeschneite Landschaft, sanft, ohne Kontur b ginnen mit diesem Blatt. ­ e­­ und ohne Profil glänzend, lädt diese zur Berührung ein. Fasziniert und mit etwas Respekt zieht unsere Neugier die erste Spur in das Mit jedem meiner Werke sitze ich vor dem perfekten Nichts, und unberührte Feld. Ein Zeichen der Zeit und des Seins wird damit ich lasse meine Leidenschaft ausapern. sichtbar. Ich beginne zu zeichnen, und die Hand übt sich darin, umzu­ etzen s Es ist der erste Strich am weißen Blatt Papier. und aufzuzeichnen, was dem Geist entspringt. Es ist die ausgeführte Bewegung deiner Hand, welche damit sicht- bar bleibt und einen Reiz für dein Auge darstellt. Vor dem weißen Ein Bild entsteht ... Die glatte Perfektion der weißen Lein- Blatt sitzt du, bei deinem ersten Aufsatz, alles ist möglich. Es gibt wand weicht meinem Wirken. Ich will die weiße Schneelandschaft dir die Voraussetzung für dein Ich, deine Vision, deine Klage, deine besitzen, ich tanze darauf und markiere sie. Der Wille zur Idee baut Erinnerung, du schreitest in dein Schneefeld. Die Zeichnung teilt das Bild. Die Farben bilden Kontinente. Linien benötige ich, um das Feld, vernetzt die Gedanken zu Geweben. einzufangen, was die Geschichte des Bildes ausmachen wird. Es wird aper. Die Landschaft wird erkennbar. Man spürt den Wenn mich Verliebtheit in meinem Handeln blind macht und ­ abeid C ­ harakter des Bodens. Die Linien am Blatt, die Spuren im Schnee zuviel geschehen lässt, erstarrt das Werk und stirbt. Das hingegen und die Falten auf deiner Haut sind Kundwerk von dir. p ­ erfekte Ende im Bild zu finden ist ein sehr einsamer Prozess. 20
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    Der kreative Prozessebenso wie die Abfolge der Werke Der Bleistift erzählt den Gedanken, das Gefühl aber verlangt noch in diesem Buch ist eine Entwicklung, bei der das eine aus dem nach der Stimmung durch die Farbe. Das ursprüngliche Material anderen erwächst. Keine meiner Arbeiten entsteht isoliert. wie Holz, Stein oder Metall wird durch die Bearbeitung in seiner Und so möchte ich Ihnen an dieser Stelle auch gern den Weg E ­ igenart sichtbar. Es wird angeschnitten, angeschliffen, ­ ezeichnet b meines kreativen Vorgehens aufzeigen, und das vorwiegend im und bemalt und wieder bearbeitet. All die Spuren des Suchens manuellen Sinne. nach dem Ausdruck addieren das Werk und verändern die ­ arben.F .... habe eine Sehnsucht, suche nach einer Botschaft, erfinde dich Es wird bunter, und erst durch die intensive Bearbeitung wird es selbst, denke und zeichne, begehe den Weg, ich verändere ­ einen m mehr und mehr das Meine. Diese Farben sollen nicht als ein Über- Blickwinkel. Ständig suche ich. Ich suche nach einer ­ otschaft. Ich B zug etwas vortäuschen, vielmehr sollen sie als bewusste Materie denke und zeichne. Ich begehe den Weg. Ich ändere meinen Blick- die Wirkung verstärken, sollen Sie in eine Stimmung mitnehmen. winkel, drehe mich oder die Zeichnung, entdecke und frage nach; Auf diese Weise werden meine Zeichnungen zu farbigen Bildern, das Bild verliert so die Richtung, wird mitunter rund und ergibt zu bunten Skulpturen; die Wahrnehmung vieler Materialien würde v ­ öllig neue Betrachtungsweisen. Das flache Blatt entwickelt sich ansonsten nur an der Oberfläche verbleiben. in die dritte Dimension. Ich wölbe es auf und erfahre den Raum, Nun verlangt es mir aber nach dem Einblick in die Tiefen des Ma- entdecke darin zum Beispiel eine Schale. Ich gebe und nehme, terials. Neue Stoffe suche ich zu bearbeiten. Transparent und in grenze ein und grenze aus, suche zu ergründen, warum die Form seiner leuchtenden wunderbaren Farbkraft bot und bietet sich mir offen ist, ­ arum sie offen sein soll. Die Form bedingt den Ausdruck. w Glas an. Licht und Schatten ebenso wie die Bewegungen als Ge- Die Fläche der offenen Form schließt sich, wird zu einer Kugel staltungsergänzung nehmen ihre Plätze ein. So wandeln sich die oder zu einem Würfel. Durch die Notwendigkeit meines Willens zur Werke im Laufe der Zeit durch all diese von mir gerufenen Aus- R ­ ichtung wird diese Form zu einer Säule, ein tragend fester Teil. drucksmöglichkeiten in eine Vielfalt. Ein vorgeformtes Ziel ist dabei Es drängt mich nach Einblick. Die geschlossene Fläche soll sich nicht angedacht. wieder auflösen, soll Durchdringung zulassen – somit werden die Flächen zu Netzen; die Breite verjüngt sich zur Linie.
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    Kindheit: Ich wurdeam 7. Dezember 1961 in Innsbruck nach ganze ­ ollektionen neuester Kleider ersann. Die abge­ issenen K r meiner Schwester Astrid als zweite Tochter von Ludwig und Blüten­ olden der ­ urfinien wurden gewendet, und in die Engstelle d S G ­ ertraud Karg geboren. Mein Großvater Gebhard Karg kam aus der Blüte kam als Kopf eine geschlossene Geranien­ lüte hinein, b Lauterach und war Volksschullehrer im Lechtal. Meine Groß­ und das waren dann meine Puppen. Die erste teure ­ uppe, die P mutter Paula, geb. Larcher, war Handarbeitslehrerin und stammte ich geschenkt erhielt, hab ich sogleich verbessert, angemalt und aus Bach im Lechtal. Sie verstand es, Kleider selbst zu erwirken. die Haare ­ kreativiert“, was Mama so erschreckt hat, dass ich „ Über den Anbau von Hanf und dann über das Handwerk des das Puppen­ pielen aus Sicherheitsgründen wieder sein ließ, um s Spinnens und Webens fertigte sie aus dem gewonnenen Leinen die Konfrontation um die nun neue Schönheit der Puppe zu ver­ ihre eigenen auffälligen Modelle. Auch bemalte sie die von ihrem meiden. Mir jedenfalls gefiel meine Version besser. Eine auf der Vater ­ etischlerten Möbel mit Figuren und Ornamenten. Alle ihre g Straße ge­undene leblose Eidechse habe ich sofort in meinem f Handarbeiten trugen ihre persönliche Handschrift. Das Talent der Hosen­ ack verschwinden lassen und mir natürlich auch gleich s Großmutter konnte aber durch all die existenziellen Aufgaben, das was ausgedacht. „Du Schwein“, riefen die anderen Kinder dabei Großziehen der vier Kinder, die Sorgen und Nöte im Zweiten Welt­ entsetzt. Daheim im ­ eller habe ich die Eidechse dann ge­ äutet, an­ K h krieg, nie weiter ausgebildet werden. Nach Kriegsende konnte schließend eingesalzen und aus der dann gewonnenen Haut eine mein Großvater als Volksschullehrer erst keine Anstellung finden „Krokoleder“-Handtasche und „Krokoleder“-Schuhe für ­ eine Lieb­ m und erlernte deshalb den Beruf des Stuckateurs. Er wirkte unter an­ lings-Barbie-Puppe gefertigt. Diese Erwachsenen­ uppen ­ aben es p h derem bei Renovierungsarbeiten der Jesuitenkirche in Innsbruck mir besonders angetan, da sie mir ein weites Betätigungsfeld für sowie der Kirche der Landwirtschaftsschule in Rotholz mit. Jahre mein kreatives Werken ermöglichten. Aus Draht habe ich ihnen später erst konnte er seinen eigentlichen Beruf wieder ergreifen, B ­ rillen gefertigt, und als Ohrschmuck steckte ich ihnen Steck­ als Lehrer und Direktor der Volksschulen in Thaur und dann in Arzl nadeln mit Glasköpfen an. Haare, extra lang und in ­ ämtlichen s bei Innsbruck. Ein Jahr lang war ich sogar seine Schülerin. Farben, habe ich aus Faschingsperücken ent­ ommen und auf n die Puppenköpfe „montiert“. Sogar eine ­ onne mit einem von mir N Das Talent, sagt man, sei von Vaters Seite gekommen. Er genähten Nonnenkleid habe ich be­ essen. Aus einer Plastiktisch­ s ist ­ngenieur und Baumeister. Durch ihn formte sich meine Be­ I decke habe ich ein Puppen-Camping-Zelt genäht, Klarsichthüllen geisterung zum Bauen. Aufgewachsen in Arzl, im Haus meiner verwendete ich für die Fenster und ­ peziell für die Reise­ usrüstung s a Großmutter Cilli mütterlicherseits, ließ man mich in all meinen habe ich ­ leine Rucksäcke angefertigt. Das ­ ähen war mir durch k N selbst erfundenen Spielen werken. Meine Begabung für das meine Oma ­ illi kundig. Mit der Näh­ aschine, welche in einem C m K ­ reative ließ sich schnell entdecken. Die besondere Sorgfalt dabei Bügel­ immer Gott sei Dank auch im Keller war, konnte ich oft z lernte ich von unserer Mutter. Als Kind verweilte ich am ­iebsten in l a ­ lleine für meinen Bedarf nähen. Es musste viel verschiedenes meinen ­ antasien: versteckt im Keller unter zugehängten ­ ischen, F T Material durch die Maschine, Karton, Plastik, Papier, oft unter Ver­ in meiner Sandkiste unter dem zugehängten Sonnenschirm, ab­ brauch vieler Nähnadeln. Die vielen kreierten Puppen­ e­ änder g w gedunkelt und isoliert, nur um in meiner eigenen Welt ver­ eilen w erhielten dann ihre eigenen ­ amen: ­ Spanische Nacht“ zum N „ zu können. Vielleicht aber hab ich auch zuhängen müssen, ­ amit d Beispiel, ein festliches, langes Kleid in Schwarz mit Schwalben­ keiner sehen konnte, dass ich wieder einmal Zement dazu be­ schwanz-Korsage und Schleppe, die ­ änder rosa eingefasst und R nutzte, um meine Brücken und Mauern, Häuser und Figuren zu perfekt vernäht. Das benötigte Stoffzeug für meine Modelle fand festigen. Ich kann mich noch genau erinnern, wie sehr ich dieses ich in Caritas-Säcken. Aussortiertes und Müll war und ist vor mir Erfinden im Spiel genoss. Da waren aus Tannenzapfen gefertigte und meiner Lust am Erfinden und Gestalten ­ brigens nach wie ü Puppen, in deren offene Schuppen ich immer wieder aufs Neue vor nie sicher. Weiters entstanden ein Reitkleid mit Hut und ge­ 24 die verschiedensten Arten von Blumenblättern steckte und damit häkeltem Schirmchen, ein Trauerkleid, wie auch ein Cocktail­ leid. k
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    Fantasietrachten, ­ trümpfeinklusive Naht und Spitzenunterwäsche S Handwerke zu erlernen. Später wäre es ungleich schwieriger, so für meine innig geliebte, einzigartige ­ arbie fertigte ich ­ msig. So- B e eine Vielfalt an Fertigkeiten erlernen und genießen zu dürfen und gar ihre ­ehlenden Schamhaare ergänzte ich. Das ge­ ignete Haar f e sich dabei entwickeln zu können. Auch war mir die handwerkliche d ­ afür fand ich an Omas Persianer­ antel, was sie Gott sei Dank nie m Arbeit mit ihrem körperlichen Einsatz neben so viel Schultheorie bemerkt hatte. Aus einem Gefühl der Scham heraus durften meine im Alter von vierzehn bis achtzehn Jahren eine willkommene Be­ Freundinnen diese Barbie dann aber nie ausziehen. Heute kann reicherung. Verschiedenste Techniken, das Arbeiten mit Stein bei man alles an Barbie-Ausstattung kaufen, aber damals als Kind Fachlehrer Reinhold Drugowitsch und das figurale Modellieren mit mit all meinen Barbie-Kreationen war ich der Zeit voraus. Im ­ lter A Ton bei Prof. Siegfried Hafner konnte ich nun erlernen. von zehn bis vierzehn Jahren habe ich in den Schulferien Motive – von für mich damals schon als groß­ rtig empfundenen Malern a Mit der Moderne in Berührung kam ich durch Prof. Sieg­ wie ­ ichelangelo und Toulouse-Lautrec – auf Malerabdeckpapier M fried Parth. Als damals noch Halbwüchsige hatte ich natürlich ­ eine k nachempfunden. Neben alten, irgendwo aufgestöberten Kunstharz- Ahnung von diesen modernen, befremdlich wirkenden Kunst­ lacken habe ich mir meine Farben selbst kreiert. Zu diesem Zweck werken, die man hier und dort sah und über die heftig ­ eschimpft g habe ich Rost von Eisenrohren gekratzt, den Ruß aus dem Kamin wurde. Siegfried Parth aber brachte sie uns näher: Er lehrte uns geholt und mit farblosem Lack gebunden. Damit malte ich Gott- Komposition und förderte uns im individuellen ­ estalten. Das so G vater aus der Sixtinischen Kapelle nach. Der Heizkörperlack aber genannte Schlüsselerlebnis hatte ich bereits in einer seiner ersten rann unablässig herab – das Bild war nicht zu halten. Diese meine Entwurfsstunden. Wir sollten mit bloß zwei Linien eine quadra­ Technik musste ich deshalb aber leider wieder einstellen, trotz der tische Fläche gestalten. Ich befüllte, umstrickte, beschrieb, über­ großen Lust dabei, mit cremiger Konsistenz zu malen. ­ eute danke H spannte, belegte, eroberte und kleidete die Fläche zart und stark. ich meinen Eltern und Groß­ ltern, dass sie mir in meiner Kindheit e Es war unendlich und spannend, was sich hinter dieser vorerst soviel Raum und Freiraum zur Verfügung gestellt haben und sie einfachen Aufgabe an Lösungen anbot. Ich zeichnete und ich ent­ mich in diesem meinem ­ eller werken ließen. K deckte. Nahezu sprachlos saß ich nach dieser Entwurfsstunde da, war 15 Jahre jung, war begeistert von den vor mir erstandenen Die Fachschulzeit begann, als ich fünfzehn Jahre alt war. Bildern, war außer mir – und plötzlich entdeckte ich nicht nur, ich Das Arbeits­ mt riet meiner Mutter, mich als sehr genervtes Schul- a verstand, und so war ich mir nun sicher: Die Moderne wird meine kind der Ursulinen und von den Lehrerinnen schon als kreativ Leidenschaft! Die Typografie, die ich damals bei Prof. Pfeil und begabtes Kind erkannt – an der Ferrarischule für Mode oder Prof. Zelger erlernt habe, setze ich nun bei meinen Plakatgestal­ der Fachschule für Kunst anzumelden. Als damals burschikoses tungen ein. Bei Fachlehrer Walter Deussl entstanden Treibarbeiten Mädchen hatte ich von den vorwiegend weiblichen Themen in in Metall, Schmuckstücke und Objekte aus Kupfer, Messing und der Klosterschule genug, und so besuchte ich in der Höheren Silber. Diese Fertigkeiten im Umgang mit Bunt­ etallen waren ein m Technischen Lehranstalt (HTL) Innsbruck die Abteilung für Holz- weiteres Tor zum Jonglieren mit verschiedensten Materialien, um und Steinbildhauerei. Bei der Aufnahmeprüfung hätte ich mich thematische Ausdrücke im bildhaften Werken zu verstärken. Das ebenso für Architektur oder Bildhauerei anmelden können, aber waren meine ersten Begegnungen mit der Kunst, denn in ­ iesem d dies verlangte noch ein ganzes Jahr mehr an Schule, und das war Unterricht haben wir gelernt, dass das Wort Kunst von ‚Können‘ mir damals doch zu viel. Das besondere Interesse für Architektur stammt, dass Kunst aber auch von ‚Künden‘ kommt, von ‚Ver­ ist mir aber als große persönliche Leidenschaft erhalten geblie- künden‘, dass in der Umsetzung von Kunst eben immer eine Bot­ ben. Ich finde diesen Schultyp der HTL (Höhere Technische Lehr- schaft steckt. und Versuchsanstalt, gibt es für viele Fachbereiche) fantastisch, denn es wird einem schon in frühen Jahren ermöglicht, mehrere
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    Akademiezeit. 1980 bestandich die Aufnahmeprüfung für i ­hren ­ eihungen zu erfassen. Nach einigen Stunden des Zeich­ R das Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München. nens übernahmen plötzlich der Lärm, die Bewegungen, das Be­ Ich war in der Klasse für Bildhauerei bei Prof. Hans Ladner, einem ben des Bodens und das Flimmern der Lampen meine Hand. Ich gebürtigen Tiroler aus Zams. Professor Ladner war mir wie ein Va­ malte auf einmal akustisch bedingte Strukturen. Die Farben wurden ter. Er hat uns Studenten nicht nur fachlich, sondern auch seelisch dunkel. Helle Streifen blitzten wie schnelle Bewegungen, und es unter­ tützt, wir fühlten uns bei ihm geborgen. Was das Naturstu­ s durchdrangen die Massen der Stanzen die Farbflächen am Papier. dium, Aktzeichnen und Porträtieren betraf, hat er uns – falls not­ Der ölige Boden spiegelte hell das Licht von der Decke. Die realis­ wendig – korrigiert und unterrichtet, während er uns in den freien, tischen Abbildungen der Maschinen wandelten sich zu abstrakten modernen Bestrebungen und Versuchen aber freie Hand ließ, so­ Stimmungsbildern. dass jeder Student seinen Weg für sich selbst suchen konnte. In Aus den Randprodukten der Karosserieerzeugung, den ­ eitlichen s den letzten beiden Semestern wurde ich seine Meisterschülerin Blechteilen, fertigten wir Bildhauerstudenten eigene Metall­ kulp­ s und verfügte über ein eigenes Meisterschüleratelier. turen. Mein dynamisches Gefährt „Energiebündel“ ist eine Kom­ Das Naturstudium war ein großes und wichtiges Thema. Ich position von Blechteilen, die einem Fahrzeug ähnelt, die aber habe lebensgroße Figuren und Porträts in Ton modelliert. In der auch die Assoziation zu einem Schiff wach werden lässt, das auf haus­nternen Bronzegießerei war es mir möglich, zuvor in Wachs i dem Wasser gleitet, oder zu einem Flugzeug, das gerade in die geformte Skulpturen und Figuren selbst zu gießen. Grafische L ­ üfte abhebt. Ein Jahr später unternahmen wir eine Studienrei­ T ­ echniken, wie zum Beispiel Lithografie oder Aquatinta, konnte se ins ­ llgäu, wo wir in einer Scheune untergebracht waren. Wir A ich bei Herrn Lohwasser erlernen und üben. Jeden Tag zusätz­ sollten eine Kuh studieren. Bei einem dort ansässigen Bauern lich zwei Stunden Akt zu zeichnen habe ich mir als Disziplin auf­ entschieden wir uns dann für die älteste und am meisten ausge­ erlegt. Aus meiner vorerst angedachten Studiendauer von vier mergelte Kuh. Sie erschien uns, mit all ihren wesentlichen charak­ Jahren sind schließlich sechseinhalb Jahre geworden. Ich habe teristischen Merkmalen am besten geeignet für unser Vorhaben. erkannt, dass nicht der schnelle Abschluss, sondern der Prozess Ich ­ odellierte das Tier lebensgroß aus Ton. Das Hinterteil reicht m der Reifung wesentlich für mein Kunststudium ist. Während eines zur Gänze aus dem Relief, die Kontur des Hauptes ragt hinter die Urlaubs­ emesters habe ich, wie in den Ferien auch, Auftragswerke s Fläche. Mit „verlorener“ Form aus Gips wurde diese Arbeit dann ausgeführt, wie zum Beispiel 1985 den Dorfbrunnen und den in Beton gegossen. Das Relief befindet sich heute wieder in der Musikpavillon für die Gemeinde Brixen im Thale. Ganz am Ende Nähe seiner Entstehung und ziert den Eingang der Alpenkäse­ meines Studiums erhielt ich von einem meiner ersten Sammler, erzeugung „Rupp“ im Allgäu. Herrn H. M. Strixner, den Auftrag, eine Skulptur für seinen Garten Ständig waren wir auf der Suche nach Themen, die uns zum ­ inene zu erarbeiten. „Das Fabelwesen“, die erste große Zementmörtel­ eine intensive Auseinandersetzung abverlangten und es uns zum skulptur entstand. ­ iese fertigte ich auf einem Bauernhof bei Mün­ D anderen auch ermöglichten, uns „hinausspinnen“ zu ­ önnen. k chen, wo ich während meines gesamten Studiums wohnte. Das So besuchten wir Altersheime, um dort betagte ­ enschen zu M ein oder andere Projekt wurde auch außerhalb der Kunstak­ demie a p ­ orträtieren, bemalten für die Firma Bogner Skianzüge, die dann im durchgeführt. So erhielten wir vom BMW-Automobilwerk die Er­ Wettbewerb gereiht wurden, und mit dem Künstler Daniel ­ poerri S laubnis, in den großen Stanzhallen, dort, wo die großen Blechteile veranstalteten wir Workshops und übernahmen die ­ onzeption K gefertigt werden, zu malen und zu zeichnen. Für mich war dies und Organisation für das öffentliche Fest der Sternzeichen auf ein nachhaltiges Erlebnis, aus der Akademie herauszukommen, dem Akademiegelände in München. und die Arbeiter am Fließband ihr Werk verrichten zu sehen. Am Jedes zweite Wochenende fuhr ich mit dem Zug nach Hause, denn Beginn meiner Arbeit dort versuchte ich, diszipliniert die Raum­ außerhalb der Akademie hatte ich in München kaum ­ ontakte K 26 wirkung, die gigantischen Dimensionen der großen ­ tanzen in S g ­ eknüpft, mein Interesse galt meiner künstlerischen Arbeit.
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    Ich war eineher stiller, aber zielgerichteter Mensch. Das wenige Die dann zum Abschluss verlangte Diplomausstellung habe ich Geld, das mir während meines Studiums zur Verfügung stand, eher einfach ausgestattet. Ich erfüllte nur mehr diese Disziplin, ich ermöglichte mir nur eine bescheidene Lebensgestaltung, die mir konnte es mir leisten, denn ich war an der Akademie schon als aber in ihrer Askese durchaus gefiel. mehrfache Preisträgerin bekannt. 1987 habe ich dann, als Meister­ Von der Kollegenschaft wurde mir eine große Dynamik zuge­ schülerin, mein Studium an der Münchner Akademie mit Diplom sprochen, denn ich scheute auch harte Männerarbeit nicht. Auch abgeschlossen. im Bezug auf die Benutzung der Werkstätten äußerte sich mein Danach kehrte ich nach Tirol zurück und arbeitete sogleich im Wesen, denn ich arbeitete regelmäßig von morgens bis abends A ­ telier, das ich mir in meinem Elternhaus bereits im Laufe der mit all den mir dort zur Verfügung stehenden Arbeitsgeräten. Bei J ­ ahre eingerichtet hatte, weiter. den Werkstättenleitern war ich beliebt – ich war interessiert und in der handwerklichen Auffassung diszipliniert. Der regelmäßige Der Start als freischaffende Bildhauerin, der Ablauf in den Werk- und Arbeitsstätten sagte mir sehr zu, und es Über­­gang vom Studium in die freischaffende Arbeit war fugen­ gefiel mir, in meinem mir selbst auferlegten Ordnungsraster kreativ los. Ich bemühte mich um Auftragsarbeiten, machte freie Werke zu sein. und malte aus meiner Passion heraus. Die Malerei hat sich weiter­ hin verselbständigt. Die eher zarten Farben wurden zunehmend Als Person muss ich in dieser Zeit eher langweilig gewirkt ­ aben, h i ­ntensiver. Ab 1988 begann ich kleine Ölbilder zu malen, und in besaß ich doch überhaupt keine Allüren. Meine nunmehr eher weiterer ­ olge und Entwicklung entstanden auf meinen Reisen F e ­ xtrovertierte und lustige Art hat sich erst später entwickelt, und Serien ­ ieser ­ leinen Ölbilder; und bald schon wurden die Bilder d k zwar aus der Freude heraus, durch meine erschaffenen ­ inge D und Werke größer und anspruchsvoller. A ­ nerkennung zu finden – mein Werken und Schaffen, das Auf diese Weise wurde das Atelier auch manchmal zu klein. So I ­nteressierte fand, weckte mich auf. Ich erzählte, teilte mich mit, suchte ich mir alte, zum Abbruch bestimmte Fabriken oder Frei­ b ­ erichtete über meine Werke und über deren Botschaft, die ich ge­ände der verschiedensten Firmen, mietete diese für ­ urze l k übermitteln wollte und will. Somit entwickelte es sich, wurde zu Zeiträume an und konnte mir so den notwendigen größeren Raum einem sehr wichtigen Bestandteil, den Rezipienten, den Auftrag­ ver­ chaffen. Die Entstehungsgeschichte des Priestergrabes in s geber, den Ausstellungsbesucher, den Bild- oder Kunstbetrachter Hopfgarten zum Beispiel beginnt in den Außenanlagen eines durch Ansprachen in das Geschehen mit einzubeziehen. Beton­ erkes. Für die Vorarbeiten zur Fassadengestaltung des w Wohnhauses Perlinger in Itter bot sich eine alte Ziegelei an. Den­ Nach sechseinhalb Jahren, so sehr diese Zeit auch meine Er­ noch fand ich über viele ­ ahre hindurch mit dem kleinen Atelier J fahrung bereichert und mein Wissen vermehrt hat, fühlte ich mein Auslangen. mich dann mehr und mehr in den großen Hallen der Akademie eingeschlossen. Ich arbeitete vor mich hin, ein Dialog zwischen Auf meinen mehrfachen Reisen nach Afrika habe ich an Aus­ tellungsbesuchern, Kritikern oder Auftraggebern kam für s Ort und Stelle inspirierende Erlebnisse in der Ölmalerei verar­ eitet. b mich dort nicht zustande, und so befand ich mich unweigerlich Auf den Reisen in einige Großstädte der Welt, wie zum Beispiel außer­ alb der sonst allgegenwärtigen Wirtschaftsprinzipien und h nach New York und Paris, sowie an spezielle Orte wie den Garten Existenz­ragen. Es war mir ein Bedürfnis, nach meinem abge­ f der Fondation Maeght im südfranzösischen Saint-Paul de Vence schlossenen Studium meine Werke der Öffentlichkeit vorzustel­ und den Tarotgarten in der Toskana, suchte und suche ich überall len und in Form von Ausstellungen zu präsentieren. Ich brannte die verschiedensten Spuren der modernen Kunst. ­ arauf, zu erfahren, wie das Publikum auf meine Werke reagiert. d
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    Die Kunst undich, der eigene Zugang und das Verständnis für Es ist eine innere Unruhe und eine ständige Suche, die mich auf den Begriff Kunst ist für mich ein Prozess, in dem ich mich selbst diese Reise schicken. Jedes einzelne Werk pflastert meine Straße, auch immer wieder in Frage stelle. erst durch diese fortwährende Arbeit wird die Richtung spürbar Die Kunstszene ist grenzenlos – und sie provoziert. Mein Bild von und sichtbar gemacht. diesem Begriff ändert sich und wird ständig gezerrt. Ein Leben lang auf dieser Entdeckungsreise mit Überraschungen reagiere Meine künstlerische Arbeit besteht nicht darin, ab und zu ein Bild ich, empfinde ich, entscheide mich, lasse mich ein – oder gehe. zu malen, sondern in dem Bedürfnis, etwas Verborgenes und Be­ sonderes und Aufregendes zu entdecken. Dieses Bedürfnis ist der Die Definition von Kunst suche ich in einer unendlich liebevollen Motor auf der Suche nach dem, was durch mich aus dem Unter­ sowie unumgänglichen wertvollen Auseinandersetzung. bewussten kommt und mich erfahren lässt. Dabei fungiere ich als Ich suche in meiner auserwählten bildenden Arbeit meiner Empfin­ Instrument, als Ventil – und ich lasse mich ein, auf das Er­ ignis mit e dung sowie einem erbauenden und berührenden Ausdruck nach. dem Neuen. Die damit entstehende Erwartung lässt mich auch Es steht dabei nicht im Vordergrund, Kunstwerke zu fertigen. oft ungeduldig, ja selbst wütend werden. Durch Übermalung und Überarbeitung wachsen dann die Farbschichten an den Bildern. Es geht mir deshalb darum, aus meinen Beobachtungen und Dieses Energiepotenzial verbleibt im Werk. Es ist nicht immer das meinem Leben heraus eine persönliche Ehrlichkeit zu wagen und große Heraustreten, nicht das geschickte manierierte Gesti­ ulieren k dieser mutig treu zu bleiben. Ich stelle mich in Frage, ich bilde mich mit geübter Hand. Es kann ein Scharren und Kratzen nach etwas weiter. Mich in diesem Prozess selbst zu akzeptieren ist aber ­ ötig, n sein, das du vermutest, aber selbst noch nicht erfahren hast. Es hat um den eigenen Moment zu fangen. Das ist der besondere Wert mich verlockt, dann enttäuscht, mich unzufrieden gemacht, mich darin. Nicht einem Vorbild nachlaufen will ich, einem Bild, welches in Frage gestellt, mich verzweifeln lassen, mich wütend gemacht, dann vor einem stünde und die Sicht auf sich selbst stört. Aus­ mich gelehrt, mich still auf die Suche geschickt, mich in Zauber bildung, Wissen und Handwerk habe ich mir bewusst und mit Auf­ versetzt und nicht mehr von mir abgelassen – es hat durch mich wand angeeignet. Alles Wissen liegt aber in der Vergangenheit. erzählt und mir etwas gezeigt. Es ist einer der glücklichsten Mo­ Nun steht es mir zwar zur Verfügung, aber genauso steht es mir bei mente, wenn dann plötzlich die Arbeit um die Sache nun sichtbar der kreativen Suche auch im Weg. vollendet ist, und es ist wohl eine Art Sucht, die mich dann erneut Vorerst bleiben deine eigenen Beweggründe unsichtbar, außer ein beginnen lässt. Gefühl, deine Sensorik frägt und sehnt sich nach Ausdruck? Aus dem individuellen Prozess, aus dem Einfluss der Zeit, der S ­ ituation, der Ereignisse, selbst im Moment umgeben, entsteht „was-ich-jetzt“ ein Werk aus einem starken inneren Bedürfnis. Es hat nicht die O ­ rdnung, welche die Wirtschaft verlangt – dass es nützt, verpackt, Durch ein Zulassen im gleichzeitigen Loslassen erklärt sich ­ eine d transportiert, verkauft werden kann, dass es einen Wert darstellt. Empfindung, deckt auf und wird zur ablesbaren Botschaft, vielleicht Denn das Kunstwerk ist eine Eigenschaft, es kann ein Moment zu einem Kunstwerk. sein oder eine Weile, ein Geschehen, das du fixierst, belässt und Nicht jedes Werk einer schöpferischen Reise wird oder kann den platzierst. Ein Werk mit einer Kunde, ein Kunstwerk. vollen Anspruch an ein Kunstwerk erfüllen. Das ist auch nicht die Wenn ich von einem Künstler spreche, so verstehe ich unter ­ ieser d Aufgabe des Lebens, nur Kunstwerke produzieren zu müssen, ein Bezeichnung eine Eigenschaft, nicht einen Beruf. Jeder könnte 28 solches Ansinnen wäre wohl vermessen. Künstler sein.
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    Dinge mache ich,die keiner braucht. Arbeit tue ich, die nicht getan werden muss. Doch ich suche mir meine Aufgaben wie auch meine Themen Das rationale Denken sucht und kennt die Grenzen – aber es durch meine Berufung als Bildhauerin und Malerin. Mit dieser e ­ rnüchtert, entmystifiziert. Zum künstlerischen Gestalten jedoch b ­ ildenden Kunde habe ich Anteil am Rad der Zeit und finde Platz, gehört ein über die Grenzen des Wissens Hinausspüren. Arbeit und so auch meine Kunstliebhaber. Ich schaffe Skulpturen Sind es nicht die musischen Dinge, die uns in allen Lebens­agen, l und Bilder und gestalte unseren Lebensraum. Für mich ist nicht auch in Krankheit und Alter, in physischer Enge dennoch be­ der provokative Aspekt Mittelpunkt meines Schaffens, sondern ... reichern können? Sie sind uns, wenn wir es lernen oder erleben durften, einfach zur Seite gestellt. Wir dürfen uns an dem erfreuen, „... durch meine Arbeit möchte ich den Menschen und uns daraus die Kraft erneut und uneingeschränkt nehmen. erbauen und weiten. Meine Werke sollen Nahrung für die Seele sein.“ So sind auch die Objekte, die ich schaffe, einfach da, sie drängen sich nicht auf. Sie existieren und warten, um jemanden, der offen Dieser Anspruch zeigt sich im Dialog und in der Farbkraft der ­ ilder, B für sie ist, zu erfüllen. Das sichtbare Werk ist eine Botschaft, eine in denen der Mensch, das Tier und die Natur jeweils ihre eigene Dokumentation, eine Erkenntnis, eine Klage, eine Vision oder ein Bedeutung haben. Ich lebe und erlebe, meine Werke sind erfüllt Wunsch, gewachsen mit der Reife meines Geistes und meinen mit Leidenschaft, sie ist das Geheimnis meines Agierens. Es ist das E ­ rfahrungen. Innere, das sich durch mein Medium transformiert und sich als Bild Voraussetzung für mein Tun ist ein gebündelter innerer Wille nach offenbart. Ein Seelenbild, das auf einmal greifbar zur Materie wird. einem neuen Fenster mit überraschender Aussicht. Wichtig sind dazu Ausdauer, Fleiß, Disziplin und die Selbstmotivation, die mich Jedes Bild ist somit ein Loch in der Realität. Ich durch­ auf meinem dann oft körperlich mühevollen Weg begleiten. schreite diese Löcher oder Öffnungen und erfahre dadurch neue Aus mir heraus tue ich mir Entsprechendes und auf diese Weise Lebensräume, in denen ich mich frei bewegen darf. Durch die gestalte ich, gedacht für mich und für die Menschen um mich – und Krea­ivität ist es möglich, unseren oft engen physischen Lebens­ t ich erlebe Höhen und Tiefen des Menschseins. Diese Auseinander­ raum für jeden Einzelnen zu weiten. setzung mit mir und den Menschen lässt mich erfahren und lernen. Nicht zu vorschnell soll man diese erst unbekannten Freiräume ab­ Wenn aber die Entgegnung, nach der ich suche, nicht kommt, lässt lehnen und sagen: „Ich verstehe nichts von Kunst.“ Malerei, Dich­ mich das die Einsamkeit wieder und wieder spüren. tung, Musik und die mimischen Künste wie Schauspiel und Tanz Auch das Schweigen habe ich gelernt – man muss auch belassen muss man nicht unbedingt verstehen, es bietet sich an, sie zuzu­ können, was in seiner Harmonie einzigartig ist. Aber besuchen will lassen, um sie zu erleben, zu fühlen, sich an ihnen zu erfreuen. ich es in seiner Schönheit wieder und wieder, um zu finden, was ich Schön ist, wenn man sich offen hingibt, nicht mit einem Vorurteil begehre. Diese Sehnsucht des geistigen Suchens, das ­ ründen G agiert, die fremden Dinge für sich erfährt. Dabei soll man sich nicht einer Erfahrung, das Resignieren am Wissen, das Hoffen und Glau­ krampfhaft gefangen fühlen, denn dafür ist die Kunst nicht gedacht. ben, eingebettet in Liebe ... ... beginnen muss und will ich immerzu ...
  • 30.
    Die Zeichnung, eineLinie beginnt von der Landschaft zu erzählen. Mein Versuch zum bildhaften Dialog mit Dir „Sich ein Bild machen“ Ich habe meine Mitmenschen eingeladen, mir Texte, Stichwörter, Briefe, Botschaften, Gedichte, Klagen und Visionen zu senden. Ich antwortete auf die zugesandten Texte mit je einem gezeichneten Bild. Mit diesem Experiment versuchte ich, eine Ebene des bildhaften Dialoges zu schaffen. Menschen, die sich textlich mitteilten, f ­anden ein Zeichen oder eine gezeichnete Antwort. Die Bilder sind Zeugnis dieser Bedürfnisse. Dann, als Bildbe­ trachter erlebt der Einzelne persönlich das Geheimnis seines Bildes dadurch, dass er es durch seinen Text und sein Thema initiiert hat. Die Möglichkeit der Annäherung vom Text zum Bild öffnet die Sichtweise des Suchens und einen neuen Raum des Selbstseins. Kunst ist nicht isoliert, sondern entsteht aus dem Zusammen­ wirken von kreativen Kräften, dem Intellekt der Menschen aus der 30 Situation sowie aus Raum und Zeit heraus.
  • 31.
    grafische Arbeiten, 1996 76 x 54 cm Bleistift auf Büttenpapier
  • 32.
    „Webung“ 1996 76 x 54 cm 32 Büttenpapier, Wachs
  • 33.
    „Leben“ 1996 76 x 54 cm Büttenpapier
  • 34.
    „Warten“ „Sein“ „Wille“ „zeitlos“ „Zeit“ „Dialog“ 1996 76 x 54 cm Bleistift, Buntstift, Wachs auf Büttenpapier 34
  • 35.
    „Beziehung“ 1996 76 x 54 cm Bleistift auf Büttenpapier
  • 36.
    „bindend“ 1996 „Ängste und Sorgen sind die Faktoren, wie wir mit den Ressourcen 36 76 x 54 cm der Natur, von der wir selber ein Teil sind, umgehen.“ 1996 Bleistift auf Büttenpapier 76 x 54 cm Bleistift auf Büttenpapier
  • 37.
    „Erdkleid“ 1996 „mehr gegenseitiger Respekt und weniger Ich“ 1996 76 x 54 cm 76 x 54 cm Bleistift auf Büttenpapier Bleistift auf Büttenpapier
  • 38.
    „Brief“ 1996 76 x 54 cm Bleistift und Wachs auf Büttenpapier Das Bild darunter zeigt die Rückseite dieses Blattes. „Das Geben“ 1991 Tischskulptur Höhe 82 cm Bronzeguss-Unikat In dieser Gegenüberstellung sind interessante Zusammen- hänge und gleiche Ursprünge der grafischen Arbeit sowie meiner bildhauer­schen Werke zu finden. Die Zeichnung i wächst in die dritte Dimension hinein. 38
  • 39.
    „Sehnsucht“ 1996 76 x 54 cm Bleistift und Wachs auf Büttenpapier
  • 40.
    Illustrationen „Hiob“ 1996 für das Buch „Job and the Mystery of Suffering“ von Richard Rohr Crossroad Book, New York 25 x 20 cm Tuschestiftzeichnung „Beziehung“ 1996 25 x 25 cm Bleistift und Acryl auf Büttenpapier „Mutter“ 1996 25 x 25 cm Bleistift und Acryl auf Büttenpapier 40
  • 41.
    „Familie“ 1996 76 x 54 cm Bleistift und Wachs auf Büttenpapier
  • 42.
    „Ausrichtung“ 1996 „Aussaat“ 1996 42 76 x 54 cm 76 x 54 cm Bleistift und Wachs auf Büttenpapier Bleistift und Wachs auf Büttenpapier
  • 43.
    „Lebensspiel“ 1996 76 x54 cm Bleistift und Wachs auf Büttenpapier
  • 44.
    „Beobachten“ 1996 Ein umgrenzter Raum mit einem Zaun aus Augen schützt. 76 x 54 cm Bleistift auf Büttenpapier „Erdenmutter“ 1996 76 x 54 cm Bleistift und Zitronensaft auf Büttenpapier „Kater“ 1996 76 x 54 cm Bleistift und Zitronensaft auf Büttenpapier „Gruppe“ 1996 76 x 54 cm Bleistift und Zitronensaft auf Büttenpapier 44
  • 45.
    „Frau im Kreuzweg“1996 76 x 54 cm Bleistift und Wachs auf Büttenpapier
  • 46.
    „Kalenderblätter“ 1996 76 x 54 cm Bleistift, eingebranntes Wachs, Buntstift, Acryl 46
  • 47.
    „Wesen“ 1996 76 x54 cm Bleistift und Buntstift auf Büttenpapier
  • 48.
  • 49.
    Spur Erzählung ÖffnungBotschaft Ebenen Sicht Durchdringung still Schichtung Projektion Entfernung Auge Suche addieren Klebeband Transparenz gerastert Plan Gitter Flechtwerk Differenz Brief dicht Schnitt ich Sehnsucht Weg Loch Gesicht Struktur Häufung Vision Silhouette Zeit Landschaft Tattoo Kontur Stift Konstruktion Abbild Schatten Foto Wunsch Spiegelung
  • 50.
    „Opa Vater“ 1982 Karikatur meines Großvaters, unseres Volksschuldirektors Höhe 38 cm Zirbe Zu Beginn meiner Fachschulzeit und während meines ­ tudiums S Erst als das freie ­ rbeiten möglich war, ­ onnte ich mich entwickeln A k entstanden Schnitzereien wie Charakterstudien, Statuetten, ­ asken M und es begann mir das ­ chnitzen Freude zu ­­ S machen. In den ersten und Weihnachtskrippen. Bei den Figuren waren mir ­ eniger die w Ferien der Fachschulzeit durfte ich als ­ raktikantin bei Bildhauer P D ­ etails, sondern die Komposition, die Bewegung und den ­ harakter C Romed Speckbacher sen. in Thaur das ­ chnitzen weiterüben. Um S ein­ u­angen wichtig. Und immer sollte ihnen eine ­ eitere Grund­ z f h mein Taschengeld aufzubessern, habe ich auch in Zusammen­ stimmung eigen sein. Durch unseren Fachlehrer, Bildhauer Josef arbeit mit ­ nderen Tischlerwerkstätten Wand­äfelungen ent­ orfen a t w Zeisler, für mich einer der virtuosesten Holzschnitzer überhaupt, und gleichfalls geschnitzt. All meinen Lehrern aus dieser Zeit habe ich die Freude am Schnitzen entdeckt. Ihm beim Vor­ chnitzen s möchte ich an dieser Stelle danken. Sie waren nicht nur ­ ährend w zuzusehen, war uns immer ein besonderes Vergnügen. Wie oft der Schulzeit für mich da, ich konnte und durfte mich ebenso in hätte ich ihm das Schnitzeisen aus der Hand nehmen ­ ollen, um w den Ferien und nach der Schulzeit immer wieder mit Fragen an sie an seinem handwerklichen Zauber teilzuhaben. Das ­ opieren von K wenden. Aus dieser für mich so schönen und wichtigen Erfahrung Figuren, im Lehrplan eben vorgesehen, hat mich nie ­ onderlich s heraus sollte auch meine Werkstatt für die Schüler/-innen der HTL i ­nteressiert. Mir fehlte einfach die Disziplin, mit dem Meter­ tab s eine Plattform zum Schnuppern für die Praxis sein. Und so finden F ­ ormen genau zu übertragen und nachzuahmen. Die ersten sich oft den Sommer über Praktikant(inn)en bei mir im Atelier. Schnitzstücke sind dann auch entsprechend schlecht ausgefallen. 50
  • 52.
    „Heiliger Geist“ 1986 „Erntedank“ 1989 Breite 60 cm Itter Zirbelkiefer Höhe ca. 60 cm lasierend weiß bemalt Linde, Kirsche und Mahagoni Holzrelief mit lebensgroßen Figuren für das Foyer eines Unternehmens zum Vertrieb von biologisch ange- bauten Nahrungsmitteln. Das Relief soll eine ideelle Brücke zum Thema gesunde Ernährung darstellen. Was wir essen, liegt in unserer Verantwortung. In diesem Sinn erzählt das Relief von einem Gebet vor der Arbeit. Danach folgt die Aussaat im linken Teil, wo die Blüten am Reliefrand den Beginn des Wachstums erklären. Brückenartig reichen die zwei großen Holzteile ineinander. Die Blüten wandeln sich zu Früchten, die von ­ iner Frau geerntet werden. Das Thema wird durch die dankende Gestalt, mit dem Gebet nach der e Arbeit und der Besinnung über die Ernte, abgerundet. Dieses sehr große Holzwerk ist in Zusammenarbeit mit meinem Bildhauerfreund Wolfgang Falkner in seinem Atelier in Axams entstanden. „Der Sturm auf dem See“ 1984 Höhe 68 cm Zirbenholz, lasierend bemalt Diese Auftragsarbeit entstand während meiner Akademiezeit. Das gewünschte religiöse Thema wurde g ­ emeinsam mit meinem Auftraggeber erstellt. In dieser Holzskulptur formte ich allegorisch die menschliche Angst und das Vertrauen zu Gott in dieser so unruhig bedrohlichen Situation. Die Schnitzerei erzählt in fi ­ guraler Gestik die Geschichte des Sturms auf dem See Genezareth. Nach meiner Fachschulzeit war es für mich eine große Herausforderung, solche für mich schwierigen Arbeiten zu konzipieren und sie dann auch 52 allein und frei umzusetzen. Was einmal geschnitten ist, kann nicht mehr verrückt werden. Bei der einmal in Holz gehauenen formalen Dynamik gibt es keinen Weg mehr zurück. Man muss ein starkes Selbstbewusst- sein trainieren, bevor man es wagt, sich in einen Klotz Holz hineinzuarbeiten.
  • 54.
    Kapellenausgestaltung des Katholischen Akademikerhauses „aki“ in Zürich, 1993 Die Gesamtgestaltung der Kapelle hält sich ruhig und schlicht, sie soll die Meditation unterstützen. Die Priesterstühle sind mitgestaltet, um sie in das Gesamtkonzept ­ armonisch ein- h binden zu können. Der Tisch des Wortes, der Ambo, zeigt rundum im Relief als Thema den Stamm Jesse. An seiner Oberseite, auf der das Heilige Buch liegt, sind die Pfingst- flammen als Symbol für die geistige Er­ enntnis dargestellt. k Meine sinnbildlichen Hackstöcke des Lebens, unperfekt Menschliches darstellend, bilden ein Auflager für die glatte dreieckige Altarplatte der Dreifaltigkeit und sind deshalb t ­ragender Teil für den Tisch der Gemeinschaft ­ wischen z L ­ eben und Geist. 54
  • 56.
    Kapellenausgestaltung des KatholischenAkademikerhauses „aki“ in Zürich, 1993 Lindenholz gesägt, geschnitzt und geschliffen, transparent bemalt und mit Zinneinlegeteilen. Die Oberfläche des Tabernakels wölbt sich wie eine Landschaft, unter der sich das Geheimnis unseres Glaubens verbirgt. Innen wechselt das Material zu Stahl und wird zum sicheren Behältnis für das Ziborium. Die aufgerissenen Linien der Schnitzerei, erzeugt durch die Anwendung von Sägen, glätten sich dann durch weitere Arbeitstechniken wieder sanft. Die weiße Lasur lässt den hölzernen Ausdruck zurückweichen. Die Zinneingüsse in der Holzoberfläche, Sinnbilder der Wundmale Christi, wirken wie eingewachsene Insignien. Oben bildet sich diese Metallzeichnung zu einer Dornenkrone, unten und in der Mitte sind die Stigmata an den Händen und das Wundmal an der Seite des Rumpfes erklärt. Zwei Balken verschränken sich bergend über dieser Landschaft des Tabernakels. Beim Öffnen begegnen sie dem Gläubigen und greifen umarmend nach ihm, nehmen ihn auf. 56
  • 58.
    Triumphkreuz in derPfarrkirche St. Phillippus, 1989 München Höhe ca. 230 cm Bronzeguss, Unikat gegossen in verlorener Form Ein Christuskörper hat den Tod überwunden und durchschreitet sinnbildlich die Grabmauern. „Unser tägliches Brot“ 1989 Bronzeguss Unikat Höhe 30 cm Das Kreuz, unser religiöses Symbol und Werkzeug für den Alltag, bewusst aus einem Plastikbesteck ge­ertigt, wurde im Wachsausschmelzverfahren in f Bronze gegossen. Malskizzen eines Gekreuzigten auf Papier Entwurfsarbeiten für das Wegkreuz in Innsbruck-Arzl 1984 58
  • 60.
    „Kreuzweg“ 1996 Pfarrkirche St. Phillippus München Höhe 180 cm fünf Pfosten in Lindenholz geschnitzt mit Zinneinlegearbeit Hergeleitet von der traditionellen Auffassung des christlichen Kreuzweges mit seinen vier­ zehn Stationen, soll diese Bearbeitung für die Menschen unserer Zeit sein. Die Inhalte der vierzehn Stationen finden sich an den fünf g ­ eschnitzten Themen­ äulen. Als räumliche s I ­nstallation stehen sie uns in Manns­ öhe ge­ h genüber und sind in unserem Alltag mitten unter uns. Jede Säule trägt neben den In­ Säule 1: „unschuldig“ Säule 2: „mittragen“ halten der Stationen einen Namen. Die teils r ­ealistische Schnitzerei tritt mit Wesentlichem, Angst am Ölberg Jesus nimmt sein Kreuz auf sich. wie Händen oder Gesichtern, aus der Ober­ Jesus wird verurteilt. Simon hilft Jesus das Kreuz tragen. fläche der säulenartigen Skulpturen hervor und Jesus wird mit Dornen gekrönt. Jesus begegnet seiner Mutter. verschwindet wieder in die ­ bstrakte, oft rau a Jesus fällt unter dem Kreuz. und unbe­ rbeitet ­ irkende Oberfläche. Damit a w bildet sie ein Wechsel­ piel ­ wischen ­ etail, s z D Diese Säule widme ich den Kindern. Ein Fäuste drücken das Kreuz in demütige ­ ände. H F ­ ragment und dem ge­ amten ­ nsemble der s E unschuldiges Kind, geboren in ein schick­ Der sich symbolisch nach unten windende fünf ­ äulen. Die ­ ariabel inszenierbaren Skulp­ S v sal­ aftes Umfeld, völlig unbedarft oder aber h Kreuzesbalken und Christuskörper, der zu turen ­ ruppieren sich in einem Seitenschiff g selbst einem Leid unschuldig ausgesetzt, f ­allen scheint, wird durch die ­ elfenden ­ ände h H der ­ irche, sollen aber dann und wann auch K eine kauernde Figur, hoffnungslos und ver­ des Simon gehalten. An ­ iner ­ nderen Seite e a m ­ itten ­ nter uns ­ tehen, uns hinweisen und u s zweifelt, bildet nicht nur zu den Menschen hebt sich die Christusfigur zu seiner Mutter uns ein ­ is-à-vis im Leid sein. Der Kreuzweg V unserer Zeit einen Bezug, sondern soll auch hoch. Diese Säule soll uns erinnern und hel- 60 wird durch das ­ hema der Auferstehung, die T an die Vorausahnung von Christus am Öl­ fen, am Leid der ­ nderen mitzu­ragen, Mitleid A t als lichtes, helles Glasfenster in dieser Seiten­ berg erinnern. Es ist die ­ äule der Ansprache S zu empfinden und bereit zu sein für den Hilf- kapelle versinnbildlicht ist, vollendet. für alle Unschuldigen und doch Verurteilten. losen.
  • 61.
    Säule 3: „entwürdigt“ Säule 4: „vergeben, verlassen“ Säule 5: „heimgekehrt“ Die Frauensäule Kreuzsäule Jesus liegt im Schoß seiner Mutter. Veronika reicht Jesus das Schweißtuch. Jesus wird ans Kreuz geschlagen. Jesus wird ins Grab gelegt. Jesus tröstet die weinenden Frauen. Jesus stirbt am Kreuz. Entkleidung Attribute wie entwürdigt, eingeklemmt, gede­ Zwei gekreuzigte Menschen zeigen das Rin- Das Gesicht des Leichnams drückt sich mütigt, weinend und Trost suchend, ­assen l gen um das Leben. Ein aufgebäumter Kör- in den tief eingefallenen Bauch einer Frau. die Frau im Vordergrund dieser Säule ste­ per steht einem von der Seele verlassenen, Ich möchte damit dem Schmerz und der hen. Die Entkleidung Christi wird durch eine r ­ uhigen Leib gegenüber. Diese Säule soll T ­ rauer Ausdruck verleihen. Die Grablegung nackte, in die Ecke gedrängte Frau darge­ uns an unsere traditionelle Figur des gekreu- wird durch eine eingewickelte Figur, die stellt. Die geprüfte Frau hat hier Platz als Figur zigten Christus erinnern. s ­ ymbolisch mit dem Kopf nach unten in einer des Leidenden. N ­ ische von unserer Welt geht, dargestellt.
  • 62.
    „Kreuzweg“ 1996 Pfarrkirche St. Phillippus München Höhe 180 cm fünf Pfosten in Lindenholz geschnitzt mit Zinneinlegearbeit Säule 1: „unschuldig“ Säule 2: „mittragen“ Säule 3: „entwürdigt“ Säule 4: „vergeben, verlassen“ 62 Säule 5: „heimgekehrt“ 62
  • 64.
    „Erinnerung“ 1984 100 x 70 cm Papier in Polyester einlaminiert, in Blei gerahmt Impression unseres Ateliers an der Akademie in München „Stamm“ 1984 Höhe 280 cm Gips und Tuch Anlässlich des Papstbesuches in München 1984 war in der Akademie ein Wett­ ewerb zum Thema „Kirche“ ausgeschrieben. Einzelne abgeformte b Körper­ chalen aus Gips wurden von mir zu einem Baumstamm gereiht. ­ eine s M Studienkolleg(inn)en fungierten als Modell. Liegend, geschützt durch eine dünne Folie, wurden sie mit in Gipsmilch getauchten Gewebebahnen bedeckt. Das Erstarren des Materials dauerte über eine halbe Stunde, die Gespräche während dieser Zeit schafften so etwas wie innige Vertrautheit. Das Indi­ iduelle v dieser entstandenen Körperschalen, nämlich ihre Gesichter, fehlen bewusst. Der daraus geformte Baum hat keine Identitäten und scheint nicht mehr auszu- keimen. Dies lässt ihn zu einem Symbol unserer anonymen und erkrankenden Gesellschaft, einer Gesellschaft ohne religiöse Ethik, ­ erden. Diese Skulptur w errang den Preis der Akademie zum 88. Katholikentag in ­ ünchen. M „Erinnerung um ein Grab“ 1984 Höhe 400 cm Gips bemalt auf Metallkonstruktion Wie ein Trauernder fällt ein Mensch nach unten. Ein Toter, die Silhouette eines Menschen, gleitet in den Boden. Ein Faltenwurf, der sich genau über diese Kontur legen kann, trennt den Trauernden vom Toten. Die Erinnerung steht als Verbindung zu Getrenntem. In dieser Skulptur habe ich Gefühle, die mich bewegen, ausgedrückt. Es war kein Nutzen bringender Sinn im Entstehen des Werkes angedacht. Es sollte ein Experiment sein, um damit zu reflektieren, ein Gefühl umzusetzen. Sichtbar sollte es für mich sein, und dann wollte ich seine Wirkung erfahren. Dieses Werk fuhr ich von München aus auf diverse Ausstellungen, zeigte es und suchte einen Platz dafür, und nach einiger Zeit 64 verabschiedete ich es dann, fuhr es in die Ordnung zurück! Die Mülldeponie- gebühr betrug 200 Schilling.
  • 66.
    „Maschine“ 1988 Akademiezeit Höhe 35 cm Gips, diverse Gebrauchsteile bemalt „Konsum“ 1988 Gips bemalt Höhe 40 cm „Gesellschaft“ 1988 Höhe 40 cm Gips kaschiert und zart bemalt Ein buntes Patchwork aus Gegenständen unseres Alltages: Ver­ chluss­ s kappen, Kleiderbügel, Pappkartons, Knöpfe etc. Es ist ein plastisches Experiment mit gewohntem Kleinzeug, freien Formen und mit Farbe. Eine Komposition zu erfinden und meinen bildhauerischen Anspruch an mich selbst zu begreifen, war mir der Wert dieser Arbeit. Ein Wesen sollte es werden, mit dem ich leben will, weil es mir gezeigt hat, Aufregendes im Umgang mit dem „Nichts“, dem alltäglichen Tandzeug, zu spüren. Versuche und Vorarbeiten in Gips und Polyester „Reihungen“ 1988 66 Höhe 60 cm eingefärbter Polyester
  • 67.
    „Schicksalsgemeinschaft“ 1986 aus meinerAkademiezeit installiert mit Boden- und Wandgestaltung in einer Villa in Berg am Starnberger See/Bayern Lebensgroße Figuration aus gefärbtem Polyester-Laminat Zwei Menschen stehen zusammen, Zeit und Boden teilen sie sich für einen Moment ihres Daseins, das Schicksal fügt sie und lässt sie zu einer Gemeinschaft im Geiste der Erinnerung vereinen. Diese Skulptur erzählt die Geschichte von meiner lieben Freundin Pia und mir. Wir waren schon seit unserer Fachschulzeit in Freundschaft ver- bunden. Tolerant haben wir uns über viele Jahre akzeptiert, uns dann aber durch individuelle Lebenswege und -ideen verloren. In der Münchner Akademie gab es eine gut ausgestattete Kunststoffwerk- stätte, in der ich einige Werkstücke aus eingefärbtem Polyester-Laminat und Polystyrol-Tiefzügen herstellen konnte und damit erste Erfahrungen im Arbeiten mit Kunststoff machte. Den Kunststudenten standen weit über 30 Werkstätten zur Verfügung, die das Erlernen der verschiedensten Material­ erarbeitungen erlaubten. So gab es zum Beispiel eine ­ ießerei, v G in der wir uns die Kunst des Bronzegusses aneignen konnten, eine Bühnen­ ild­ erk­ tatt, eine Goldschmiedewerkstatt und Keramik­ erk­ b w s w stätten. Auch für die glasverarbeitenden Techniken, wie Glasblasen, Blei- verglasung oder Glasschleifen war eine eigene Arbeitsstätte vorhanden. Zudem gab es noch die Druckwerkstätten, in denen die Lithographie, Ätzradierung und der Siebdruck erlernt werden konnten. Ich habe mich vor allem für die beiden ersteren interessiert. In der Kunststoffwerkstatt bei Frau Mair-Buss, selbst eine Künstlerin, wurde ich in die Technik der Polyester-Laminierung, das schichtweise Auftragen von Kunststoff, ein- geweiht. Der Lehrkörper dazu war zum Großteil mit Künstlern besetzt, welche die kreative Verwendung des Materials förderten. Ich war ständig auf der S ­ uche nach Neuem und besuchte deshalb viele dieser Werk­ tätten. s M ­ eine Entscheidung, der Akademie in München den Vorzug vor der Wiener Akademie zu geben, lag zum einen an dem breit gefächerten Werkstattangebot zur Weiterbildung und zum anderen daran, dass ein Tiroler, Professor Hans Ladner dort lehrte, in dessen Klasse ich dann auch aufgenommen worden war.
  • 68.
    Das zentrale Themameines Studiums war der Mensch als unerschöpfliche Quelle seiner Einzigartigkeit, be­ or­ v zugt dann in ausgewählten Situationen, in ­ orträt, Akt P und Skulptur. So habe ich meine Ge­ anken und Ideen d in der Gestaltung der menschlichen Figur ­ llegorisch a umgesetzt. „Das Paar“ 1985 Höhe 89 cm Bronzeguss, Original In dieser Skulptur sind Gegenwart und Zukunft alle­ gorisch dargestellt. Der Mann hat drei Arme. Eine Hand hält die Hand der Frau und eine andere Hand ragt durch die Figurengruppe hindurch auf die andere ­ eite S der Skulptur. In der Gegenwart steht der Mann also noch in Verbindung mit der Frau, mit seinen Gedanken aber, symbolisch durch den dritten Arm dargestellt, lebt er schon weit voraus in der Zukunft. 68
  • 69.
    „Gemeinschaft“ 1981 Höhe 65cm Bronzeguss, Original, eine Materialvariante dieser Skulptur, in Kunststein gegossen, erhielt beim Wett­ bewerb der „art didacta“ in Innsbruck einen Preis. Zwei Menschen stehen zueinander, werden eins, um gemeinsam etwas erreichen zu können. Diese Skulp­ tur wurde in der hausinternen Gießerei der Akademie in München unter der Leitung des Werkstättenleiters Herrn Wackerbauer gegossen.
  • 70.
    „Die Ablöse derKinder vom Elternhaus“ 1988 Höhe 71 cm, Breite 109 cm Terralitho, durchfärbter Zementmörtel auf Stahlarmierung Diese erzählende Skulptur ist entstan- den, nachdem mir ein Freund und Vater den sukzessiven Auszug seiner Kinder aus der Familie schilderte. Im Inneren der Spirale steht die Mutter. Als „Zwiefigur“ wendet sie sich einerseits zum Mann und Vater, andererseits ist sie Mittlerin zwischen außen und innen. Vom schne- ckenartigen Zentrum aus umfasst der Va- ter die ganze Forma­ion und begleitet die t nach außen sich ­ ffnende und sich ver- ö jüngende Mauer, aus der sich die Kinder bewegen, sich selbständig ablösen, um sich frei entfalten zu können. 70
  • 72.
    „Zweisamkeit“ Höhe 40 cm Reliefs aus Kunststein Dorfbrunnen Brixen im Thale, 1986 während meiner Studienzeit gefertigt Durchmesser ca. 350 cm Betonguss Eine Wand löst sich durch tanzende Figuren zur Mitte hin auf – ein Quell ent­ springt. Die Figuration ist von mir zuerst in Ton modelliert worden, die dann ­ araus d gefertigte Negativform wurde zur zweimaligen Verwendung konzipiert; so ­ onntek ich den zweiten gleichen Teil als symmetrisches Gegenstück erstellen. Für das Brunnenbecken habe ich mir, um mir einen aufwändigen Formenbau zu ­ paren, s etwas Ungewöhnliches ausgedacht: In der Lehmgrube in meinem Heimat­ orf d Arzl und mit der fachmännischen Hilfe meines Vaters haben wir ­ emeinsam das g Negativprofil der Brunnenschale direkt in den Tonerdeboden gegraben und an­ schließend die Betonstahlarmierung hineingehängt. Ein Mischwagen hat den Beton eingebracht. Mit einem riesigen Kranwagen musste dann die nun stahl­ armierte Betonschale aus dem Boden gehoben, oder besser umschrieben, ge­ rissen werden. Als Tochter eines Baumeisters sind mir all diese Gerätschaften schon seit meiner Kindheit vertraut. Auch Zement war für mich immer zugänglich, und bereits als kleines Mädchen habe ich das nützliche Pulver zur Stabilisierung meiner ­ rücken B und Mauern, Häuser und Figuren im Sandkasten genutzt. Verboten hat mir mein Vater das Zementieren zwar nie, aber er hat mich nachdrücklich auf die ätzende und gefährliche Wirkung dieses Materials aufmerksam gemacht. Ich „betoniere“ auch heute noch leidenschaftlich gern – ich liebe den Geruch von erhärtetem und frisch ausgeschaltem Beton. In meiner Fantasie habe ich bereits ein Konzept für mein Parfum dazu entwickelt. Der Duft sollte das Gefühl vom Maskulinen hin zum Femininen ausdrücken – gleich wie am Bau der Augen­ blick, in dem die Wände ausgeschalt, das logistische Konzept real steht, das ­ ännliche Prinzip zum weiblichen wechselt, das Rationale sich mit dem Emo­ m tionalen verbindet, nun die Oberflächen und Farben das Gefühl, den Ausdruck im Raum erfüllen – so spinnt sich mein kreativer Prozess in viele Ecken. 72 Strukturdetail der Betongussoberfläche
  • 74.
    „Verzückter“ 1994 „Ikarus“ 1997 Länge ca. 50 cm Höhe 30 cm Bronzeoriginal Bronzeunikat variabel aufstellbar und mit einer dazu passenden weiblichen Figur arrangierbar Skizzen zum Thema Ikarus „Ikarus und Daidalos“ 1987 Höhe 25 cm Höhe 35 cm Bleistift Bronzeoriginal 74
  • 76.
    „Fabelwesen“ 1987 Berg am Starnberger See Höhe 380 cm Terralitho Diese Skulptur fertigte ich am Ende meines Studiums in einem gemieteten Schuppen in München Ost. Farbe und Form gemeinsam zu sehen war Aufgabe meiner bildhauerischen Auffassung geworden. 76
  • 78.
  • 79.
    Skizzen und Modelle inWachs geformt und bemalt „Tanz um den Maibaum“ 1988 Höhe ca. 110 cm Kleinplastik, bemaltes Wachs auf Draht ausgezeichnet bei der Internationalen Art Competition in New York „Club“ 1988 Café in St. Johann in Tirol Höhe 150 cm Terralithoskulptur
  • 80.
    „Der Reigen“ 1989 260 x 170 cm Weymouthskiefer bemalt Mit der Führung des Hohleisens, bewusst quer zu den Formen, habe ich die Wellen und die plastische Wirkung am Relief verstärkt. Lasierende Farbigkeit ergänzt das Schnitzwerk. Ein Schnitzeisensatz ist etwas ganz Persönliches. Schon in jungen Jahren habe ich mir die einzelnen Werkzeuge nach und nach bei der Genossenschaft im Stubaital selbst gekauft. Man kennt jedes Eisen auswendig. Die Hefte (so nennt man die Griffe) habe ich ­ twas e aufgeraut, damit sie in meiner Hand nicht rutschen und ich so Kraft spare. Beim Arbeiten liegen all die 75 Eisen, nach den verschiedenen Formen wie aufgefädelt, auf der Hobelbank bereit. Jedes hat seinen Platz und wird somit auch gleich gefunden. Zur Zeit sind diese mir so wertvollen Werkzeuge in einem speziellen Koffer verwahrt – sie warten wieder auf ihren Einsatz. Impression vom ersten Atelier im Wohnhaus meiner Eltern in Arzl 80
  • 82.
    „Richtung“ 2001 Foyer des Internationalen Studentenhauses Innsbruck Kiefernholz bemalt Fünf überlebensgroße Holzfiguren hängen stufenförmig frei im Luftraum über dem Foyer, als würden sie über eine unsichtbare Treppe schreiten. Die Skulpturen werden zum Sinnbild für die Situation der Studierenden, die in ihrem Lebensabschnitt vor einer ungewissen Zukunft stehen und ihre Entscheidung treffen müssen: ein Ver­ eilen, ein Kommen und Gehen, das Auf und w Ab des Lebens, der Weg nach oben und nach unten. 82
  • 84.
    „Najade“ 1992 Höhe 100 cm Terralitho, durchgefärbter Zementmörtel auf Stahlkonstruktion Die Najaden stammen aus der griechischen Mythologie. Die Sage berichtet von einer Nymphe, die sich in einen Jüngling verliebte und diesen zu sich in die Tiefen des Meeres nahm. Die Skulptur erzählt nun von dieser Sehnsucht und dem Verlangen. Das Dra- ma des Eintauchens verstärkt sich durch die Formen der nach oben ragenden Paddel. Durch die plastische Wirkung und den veränderbaren Betrachtungswinkel schließen sich die Formen, Fi- guren verschwinden, nichts ist mehr zu erkennen, die Plastik wird abstrakt. Die Figuration verbirgt sich dann ähnlich einer Perle zwi- 84 schen zwei Muschelhälften.
  • 86.
    Wendeskulptur, 1992 Durchmesser 80 cm Terralitho Die abstrakte Skulptur kann durch gedrehte Varianten der ­ ufstellung A immer wieder neu erfasst werden. Der Betrachter ist Bestandteil die- ses Eindruckes, er bringt sich selbst ein und bestimmt durch seine individuelle Positionierung der Skulptur dann deren Ausdruck. „Kommunikation“ 1992 diagonal ca. 90 cm Terralitho auf Stahlkonstruktion Wendeskulptur Kommunikation bedeutet für mich zum Beispiel, mehrere Ansichten durch Gespräche zu verbinden. Deshalb musste diese dem Thema Kommunikation gewidmete Skulptur einer besonderen, an mich selbst gestellten Anforderung, nämlich den Dialog in allen Richtungen zu führen, entsprechen. Das Werk muss und kann im Gleichgewicht auf allen vier Seiten­ rmen a frei stehen, es gibt kein oben und kein unten und es ist in alle Rich- tungen frei positionierbar. Handwerklich ist dies ein ­ u­ erst schwie- ä ß riges Unterfangen, da man sich ständig und bei jedem Arbeits­ ang g mit allen Teilen der Skulptur im Gleich­ ewicht halten und in Bezie- g hung treten muss. 86
  • 88.
    „Daphne“ spiegelt sichim Schaufensterglas Hängebuche im Garten des Atelierhauses verzaubert im Winterkleid beim Schweißen des Stahlgeästes im Atelier „Daphne“ 1992 Höhe 70 cm Terralitho, durchgefärbter Zementmörtel auf verzinkter Stahlkonstruktion 1. Preis der Fa. Datacom, Innsbruck Diese Skulptur wurde an einer Rezeption für einen Freund als Geschenk deponiert und ging dann in Wien verloren. Daphne ist das griechische Wort für Lorbeer. Daphne ist aber auch eine Gestalt aus der griechischen Mythologie. Als junges Mädchen wurde Daphne von Apollo bedrängt und verfolgt. Damit er sie aber nicht finden konnte, verwandelte ihr Vater sie in einen Lorbeer­ aum. b Auch heute noch ist die Verwandlung in den verschiedensten Wissen­ schaften ein vielfaches Phänomen. Strukturen verwandeln sich, w ­ erden nicht mehr erkannt, verändern sich oder verschwinden ganz. Diese im Bild dargestellte Plastik zeigt eine Gestalt, die sich ­ pielerisch s in einen Baum oder in ein Instrument verzaubern kann. Dahinter ver­ suchen Hände nach ihr zu greifen. Sie erreichen sie aber nicht, ­ uchen s 88 vergebens nach ihr. Zwischen starken Körpern wechselt die Struktur in zart anmutende Elemente.
  • 90.
    „Die vier Jahreszeiten“1985 Brixen im Thale Länge 11 m Weymouthskiefer bemalt, mit gesammeltem Holzbeiwerk Meine Aufgabe war es, den neuen Musikpavillon mit seiner von Architekt Markus Moritz bereits erarbeiteten Wand­ liederung zu g gestalten. Die künstlerische Arbeit sollte sich dabei in ­hrer ge­ i danklichen wie auch in ihrer formalen Aussage mit der Architek­ tur vereinen. Bei meiner Ideenfindung streifte ich Themen, die Bezüge zur Situation des Ortes und des Zwecks her­ tellten. Die s Idee mit den Jahreszeitenbäumen schließlich hat sich dann als Dorfplatz­ estaltung zum Treffpunkt für das ­ anze Jahr durchge­ g g setzt. Die Abfolge der Jahreszeiten, die sich an zwei Bäumen er­ klärt, zeigt sich teils ornamental und teils realistisch. Die gitter­ rtige a S ­ chnitzerei verwebt sich kunstvoll mit Ästen aus der freien Natur. Die Suche nach Ästen, die vor allem eine Besonderheit im Wachs­ tum aufweisen mussten, hat mich bei den Buchen im Halltal fün­ dig werden lassen. Dort lässt sich durch das so ­ räftig gewundene k Wachstum der Äste in gleichem Maße auch die Knechtschaft des Klimas erahnen. Die wirklich großen Schnitzstücke habe ich in meinem ersten Atelier in meinem Eltern­ aus gefertigt. h 90
  • 92.
  • 93.
    „Das Werben“ 1993 Höhe40 cm Kleinplastik aus durchgefärbtem Zementmörtel auf Stahlkonstruktion Die Skulptur erzählt die Geschichte von einem Fräulein, das sich schön gemacht hat, sich ein getupftes Kleid anzog und sich eine Locke ­ achte. m Das Weiblein kokettiert mit dem Männchen und lässt ihr Leiterchen zu ihm. Er schnuppert und rüsselt zu ihr hin, indessen sie schnell ­ ieder w etwas zurückweicht. „Schwestern“ 1993 Höhe 70 cm Terralitho Wie aus einem Stamm wachsen die Figuren im Netz und Klang der Familie.
  • 94.
    „Rekordia“ 1998 Höhe 80 cm Terralitho, durchgefärbter Zementmörtel auf Stahlkonstruktion Diese Skulptur dient gleich einer Standarte für eine Werbe­ gentur. a Mein Ansinnen war es, eine Figur zu schaffen, mit der sich ­ erbung W erklärt. Sie soll anmutig sein. Sie soll reizen. Sie soll kommunizieren. So verwandeln sich die Arme dieser Skulptur, werden zum Instrument für eine Melodie, die schwebt und verzaubert. Mit vielen Skizzen taste ich mich an die mögliche Form und Kom­ position heran, bevor ich beginne, das dann formgebende Stahl­ erüst g selbst zu schweißen. Die Skulptur besteht aus komplett durchgefärbtem Kunststein. Ich nenne dieses Material auch Terralitho, entsprechend den Worten „ ­Terra“ für Erde und „Lithos“ für Stein, also für die zementgebundene und in meiner speziellen Technik eingefärbte Mörtelmasse. Die Skizzen zur kompositionalen und formalen Entwicklung e standen vor Beginn der Fertigung. ­ nt­­­ 94
  • 96.
    „Lebensfreude“ 2006 Brunnenskulptur mit Schale in privatem Garten im Fuchsloch, Thaur Höhe 300 cm Terralitho, durchgefärbter Zementmörtel auf Stahlkonstruktion 96 Brunnenskulptur und Schale
  • 98.
    98 „Leidenschaft“ 2008 ø 50 cm Terralitho auf Stahlkonstruktion
  • 99.
    „Beziehung“ 2008 Länge 110cm Terralitho auf Stahlkonstruktion
  • 100.
    „Verführung” 2008 Höhe 260 cm durchgefärbter Zementmörtel auf verzinkter Stahlarmierung Nach einer Vision im Kopf, ein paar Skizzen am Papier, arbeite ich dann gleich dreidimensional weiter. Ich zeichne und ­ chweiße, s jeder Stahlstab ist wie ein Bleistiftstrich. Ich erfinde die Form und konstruiere zugleich die Armierung. Ein Metallgitter, danach darauf angebracht, dient zum Halt für den Auftrag der weichen Zement­ asse. Die rohe Haut der Plastik wird aufgebaut. Dann m kleide ich die Skulptur in ihr buntes Gewand. Die feuchte, mit F ­ asern ver­ ehene Masse binde ich an, und aus dem vorerst un­ s förmigen ­arbigen Auftrag schäle ich dann die gewünschte Form f heraus. Die hervortretenden Fasern lassen die Oberflächen h ­ aarig erscheinen. 100
  • 102.
  • 103.
    „Verführung” 2008 Höhe 260cm durchgefärbter Zementmörtel auf verzinkter Stahlarmierung eines meiner Lieblingswerke
  • 104.
    „Schlittenhunde im Gespann“1996 privater Garten am Mieminger Plateau Brunnenskulptur mit an der Oberfläche veränderbarem, leuchtendem, punktartigem Glasfaserlicht Länge ca. 8 Meter Gewicht ca. 4.000 kg selbst gemischter, bunt durchgefärbter Zementmörtel auf Stahlarmierung Die Fertigung dieser Skulptur nahm die gesamte Raum­ diagonale des Ateliers in Anspruch. Nach Entwürfen und einem kleinen dreidimensionalen Drahtmodell waren die formalen Beziehungen der Formen ablesbar. Da die in Original­ röße ­ ötigen Stahlträger nicht frei gebogen g n w ­ erden können, ­ usste ich vorher entscheiden, wie und m wohin eine solche Eisen­raverse ragen soll. Ebenso ­ usste t m die Teilbarkeit der Skulptur berücksichtigt werden, um i ­hren Transport mit Lastwagen und Kran zu sichern. Die Konturen formte ich mit Stahlstäben und fügte ­ pannung S in die Flächen der Formen. Zum Auftragen der ersten Zement­ örtelschicht habe ich Eisengitter be­estigt, die m f letzte Mörtel­ chicht ist ca. 2 cm stark und durch­ e­ärbt. s g f So lässt sich dann die Farbigkeit schon während der Be­ arbeitung des aufge­ rachten kristallinen Materials durch b Bekratzten und Schleifen spüren. Mir ist es wichtig, dass die Farbe mit in die Skulptur wächst und nicht hinterher verziert. Bei solchen großen und aufwändigen Arbeits­ abschnitten unterstützen mich manchmal Praktikanten, Freunde und Familienmitglieder. 104
  • 106.
  • 107.
    Brunnensäule im Garten desAtelierhauses in Thaur 1999 Höhe 440 cm Terralitho, durchgefärbter Zementmörtel auf Stahlarmierung bunt gewölbte Fläche mit farbig wechselnder Faserlichtanimation 1993 Höhe 70 cm Terralitho „Windung“ 1997 Höhe 100 cm Terralitho
  • 108.
    „Eine Vision“ zurGestaltung der Inntalbrücke, 1991 bemaltes Modell Als Künstlerin, die sich nicht nur im isolierten Klima des Galerie­ wesens bewegen will, befasse ich mich auch sehr viel mit unseren Lebensräumen. So entstanden verschiedenste Vorschläge zur Ge­ staltung der Inntalbrücke. Eine Idee war das Konzept „Verkehrte Welt“, bei dem ich nach unten hängende Fahrzeuge an der Außen­ fläche des Troges montiert sah, so als würde die Straße oberhalb der Köpfe verlaufen. Dieses neue Bauwerk sollte aber auch einen technisch bedingten und schützenden Anstrich erhalten, um die offenporige Beton­ ober­ äche vor dem Frost-Tausalz-Nebel im Autobahnbereich und fl vor dem Flugrost der Eisenbahn zu schützen. Ich machte mir Ge­ danken, diesen notwendigen Anstrich auch als gestalterische Auf­ gabe zu erarbeiten. Zu den Präsentationen meiner Idee trug ich eine eigens von mir dafür gestaltete Gilet-Jacke, worauf Fotomontagen der Brücken­ estaltung zu sehen waren. g Das beschriebene Projekt wurde leider nicht realisiert. Das ­ auwerk B bei Volders zeigt sich nach wie vor in Sichtbeton. 108
  • 110.
    Brunnen in Hartim Zillertal, 2004 Höhe 180 cm eingefärbter Betonguss geschliffen mit Nirosta-Gewerk Dieser Brunnen steht vor einem Geschäftszentrum mit seinem Kommen und Gehen. Die sich bewegenden Rohre wippen rastlos auf und ab, halten also mit der Geschäftigkeit mit, und befüllen sich mit Wasser, das rhythmisch wieder herauskippt. 110
  • 112.
    Foyergestaltung eines gewerblichenBetriebes in Stans, 2004 Über die Brunnensäule, Höhe 400 cm, aus durchgefärbten ­ erralitho mit T leuchtenden Glasfaserpunkten, welche sich farblich ändern und be- wegen, fließt leise das Wasser herunter. Akustisch durch das ­ asser W und optisch durch Farben und Licht wird die Eingangshalle belebt. Durch das Modellieren mit farbigem Material verschmilzt die Malerei mit der Plastik, das Bild wölbt sich zur Skulptur. Zwei Holztafelbilder zum Thema Technik ergänzen das Foyer. Ateliersimpressionen „Wasserigel“ 2001 Innsbruck Brunnengestaltung mit zweiteiliger Skulpturengruppe, ein Männchen und ein Weibchen Länge eines Skulpturenteils ca. 200 cm gefertigt aus durchgefärbtem Terralitho 112
  • 114.
    „Wasserhahn“ 1996 Brunnenskulptur Fügen Höhe ca. 250 cm Terralitho Ein sprudelnd großer und an der Oberfläche ­euchtender l W ­ asser­­ hahn am Eingang eines Firmengebäudes als Brunnen­­­anlage konzipiert, wurde zum Wahrzeichen für 114 das Installations­ nternehmen. u
  • 116.
    „Steinerner Regenbogen“ 1996 Veranstaltungszentrum Blaike, Völs Höhe ca. 5 Meter Terralitho, durchgefärbter Zementmörtel aufgebracht auf eine vor Ort gefertigte Stahlarmierung Diese Plastik wurde im Sommer 1996 an Ort und Stelle zusammen mit meinem Vater und zwei meiner Praktikanten gebaut, in meinem Bauch war Töchterchen Stella mit dabei. Die Farbigkeit der Skulptur ist eine von mir entwickelte Technik der „Zement- mörtel-Einlegearbeit“ mit durch und durch gefärbten, selbst gemischten Zementmörteln, die auf eine gitterartige Torstahlarmierung aufgebracht werden. Man spürt an der Oberfläche, dass es sich dabei nicht um eine Bemalung handelt, sondern dass die Oberfläche durchgefärbt, offenporig ist, was den besonderen Reiz dieser Skulptur ausmacht. 116
  • 118.
    „Seinen Teil dazubeitragen“ 1995 Vogtareuth in Bayern Höhe ca. 300 bis 400 cm Terralitho, durchgefärbter Zementmörtel auf Stahlkonstruktion Ein großer Auftrag steht an. Für einen derartigen Auftrag wird das den kreativen Part der individuellen Erarbeitung. Ich als Künstlerin neue Atelier in Thaur in allen Funktionen voll genützt. Der im Atelier forsche nach und arbeite an dem unentdeckten Bild und Lebens­ installierte Kran, der für 1,6 Tonnen ausgerichtet wurde, ist dabei raum. Die Einbindung der Menschen in dieses Konzept ist für mich unverzichtbar. Die großen, 4 m hohen Flügeltüren in den Garten unabdingbare Voraussetzung. Das Werk soll unsere Wünsche letzt­ sind für den Abtransport der fertig gestellten Werke ebenso unent- endlich berühren. behrlich. Beim Planen des Atelierhauses stand noch nicht fest, welche Auf- In der Vorbereitungszeit für große Skulpturen muss zuerst das träge und Aufgaben in Zukunft zu erfüllen sein werden, und so ist M ­ aterial berechnet werden. Viele hundert ­ ilogramm Zement und K es für mich immer wieder ein Fest, dieses Gewerk nun in seiner Quarzsand müssen dafür angeliefert und über eine extra angelegte Widmung umfassend nutzen zu können. Rampe ­ inunter ins Atelier gefahren werden. Der Raum wird zur h Baustelle ... Neben all dem Rüstzeug und Material, das zum Fertigen solcher Ich organisiere mich so gut wie möglich, indem ich mir ein Zeit­ Skulpturen zu besorgen ist, ist mein inneres Feuer der wichtigste fenster ausschließlich für die anstehende Arbeit schaffe. Es ist mir Bestandteil für diese Arbeiten. Bevor ich nicht ein Drängen und die auch immer wichtig, bei guter körperlicher Verfassung zu sein, Bereitschaft spüre, kann ich nicht beginnen. Also muss ich so lange denn die handwerkliche Arbeit stößt oft an die Grenzen der körper­ an meinen Konzepten und Ideen gedanklich spinnen, bis ich mich lichen Belastbarkeit. entzündet habe. Es muss reifen, aber der Prozess ist zeitlich oft nicht absehbar. Mein Werk soll für meinen Anspruch keine Deko- Wenn dann das Werk fertig geliefert, montiert und gefeiert ist und ration sein, sondern muss neben all den gestalterischen Gesetzen ich wieder ins ­ telier zurückkehre, wird erst einmal alles wieder A und Lehren auch die erarbeitete oder empfundene Botschaft be- auf „Hochglanz“ gebracht – anschließend kann wieder „gezündelt“ inhalten. Dieser Wille, ein inhaltliches Ziel zu ergründen, befruchtet und mit Neuem begonnen werden. 118
  • 120.
    drei Säulen fürden Haupteingang des Behandlungszentrums Vogtareuth in Bayern 1995 Höhe der Säulen ohne die beweglichen Windblätter ca. 300 bis 400 cm Terralitho, durchgefärbter Zementmörtel auf Stahlkonstruktion Die Säulen flankieren den Weg zum Eingang. Jede von ihnen trägt ein Segment aus dem drei­ teiligen Logo der Anstalt als Segel, die sich im Wind drehen. Die erste Säule steht symbolisch für eine Kanne, „das Geben“. Sie versinnbildlicht Anteilnahme und Zubringen von Hilfe und Stärkung durch die Besucher. Die zweite Säule, „das Joch“, ist die S ­ tandarte für den Patienten selbst, der durch sein a ­ ktives ­ it­­ M wirken seinen Teil zur Be­ andlung bei­ h tragen soll. Die dritte Säule, „das Helfen“, ist zu einer Hand geformt und steht für das Hand anlegen und das 120 direkte Helfen am Menschen.
  • 122.
  • 123.
    Farbkreis am Bodendes Landeskrankenhauses Natters, 1991 Größe des Mosaiks ca. 40 m2 Fliesensegmente Die drei Grundfarben Rot, Blau, Gelb verbinden kreisförmig die Räume. „Welt“ 1991 Innsbruck anlässlich einer Ausstellung in der Galerie Hausberger temporäre öffentliche Installation mit freiem Zugang ø 400 cm selbst gefertigte Terralithoplatten und Bruchsegmente davon Das Farbfeld wurde kosmisch in eine Ordnung ge­ legt. Jede Farbe und jeder Stein erfüllte somit seine Bestimmung im Kreis. Aufgrund des freien Zugangs zur Öffentlichkeit aber wurde das Werk stark ver­ ändert und gestört. Teils wurde es neu gelegt, oder es verlor sich, selbst ganze Felder verschwanden. Das Bild wandelte sich, gleich den Bildern, wie wir mit unserer Welt umgehen.
  • 124.
    „Steinerner Teppich“ 1991 ein Bild am Boden Gestaltung durch das gesamte Hauptfoyer des Bezirkskrankenhauses St. Johann in Tirol Epoxidharz mit Zement als Gussbelag durchgefärbt und versiegelt, Messing Durch die starke architektonische Gliederung des F ­ oyers des damals neu erbauten Bezirkskranken­ hauses entstand die Idee mit einem Bild am ­ oden. B Ich wollte die einzelnen Bereiche ge­ talterisch zu­ s sammen führen. Farbigkeit, Zeichen und philo­ o­ s phische Texte, z. B. der Eid des Hippokrates ­ ünden m in weich geformten Konturen in die ­ truktur des S F ­ oyers. Der 160 m2 große und rund 14 mm starke, bunte Stein­eppich wurde aus einem speziellen Kunstharz­ t zementestrich hergestellt. Das Material des ­ odens, B der Säulen sowie der Liftwand ist durchgehend ein­ gefärbt. 5.000 kg buntes Material wurde mit einem kleinen Team verarbeitet. Die Messingeinlagearbeiten, be­ stehend aus ca. 6.000 Messingteilchen, lassen den Betrachter Schriften, Symbole, Zeichen und ­ ignale S entdecken. Die freien Formen des Steinbildes ­ tellen s einen Gegensatz zur technisch klaren Fliese dar, die flammende Liftwandgestaltung bildet einen Kontrast zu den kühl wirkenden Lifttüren aus Nirosta – Prä­ zision und Klarheit in Kooperation mit Gefühl sollen den Wirkungsbereich im Krankenhaus erfolgreich 124 gestalten.
  • 126.
    Brunnenskulptur im Foyerdes Sanatoriums der Kreuzschwestern in Hochrum, 1995 Höhe 180 cm Terralitho, Nirosta, Marmorkugel „Lobgesang an die Schöpfung“ 1998 Höhe 190 cm Terralitho, durchgefärbter Zementmörtel auf Stahlkonstruktion Brunnen für den Innenraum 126
  • 128.
    Brunnenskulptur im Foyerdes Sanatoriums der Kreuzschwestern in Hochrum, 1995 Höhe 180 cm Terralitho, Nirosta, Marmorkugel Die abstrakten Formen der Brunnenskulptur umfangen eine sich auf dem sprudelnden Wasser bewegende Marmor­ ugel. k Wie helfende, fürsorgliche Hände umfassen und ­ üten die h Formen die Kugel, ohne ihre Bewegung zu stören. Die bunte Brunnenplastik bildet mit dem gelben, abgestimmten Boden­ egment und dem dazu gestalteten, geschweiften Para- s 128 vent ein Gesamtkonzept.
  • 130.
  • 132.
    Künstlerische Installation, 2009 errichtet anlässlich des 450-Jahr-Jubiläums der Papierfabrik Wattens Hadernkocher ø 300 cm Brücke aus bemaltem Glas und Nirosta, Bodengestaltung mit eingefärbtem Kies, Sitzskulptur im Inneren der Kugel aus Schaumgummi und reißfestem Flies Der handgeschmiedete Hadernkocher, welcher lange zur Papiererzeugung ge- dient hat, soll, inspiriert durch MitarbeiterInnen der Papierfabrik, neu belebt w ­ erden. So entstand ein Treffpunkt und ein Kunstwerk. Einzelne Komponenten, welche für die Papiererzeugung nötig sind, werden sym- bolisch arrangiert. Ein Werkzeug, der Hadernkocher, der Rohstoff, die Fasern, das helle Innenleben mit der Papierskulptur, Wasser, als blaues Kiesfeld und Energie, werden durch ein farblich sich wandelndes Licht im Innenbereich dargestellt. Wie ein hauchdünnes Papierband, in Anlehnung an das Spezialprodukt der F ­ abrik, führt eine Glasbrücke mit textlich angeführten Meilensteinen aus der Ge- schichte der Papierfabrik, von der Vergangenheit in die Zukunft. Im Inneren der Kugel lädt ein Sitzobjekt aus Papier, als Geste des Willkommen-Seins, zum Ver- weilen ein. 132
  • 134.
    Dorfplatz Murg, Schweiz2009 Gesamtkonzept des Platzes und persönliche Ausführung der zweiteiligen Schalenobjekte, der Raumskulptur und der Blatt-Treppe mit dem Bodenblatt Stahl bemalt, Nirosta, Glas, Kunststein und Holz Meine Gestaltungselemente wurden durch die Murger Einzigartigkeiten inspi- riert, durch die Einbindung der in Murg vorkommenden Edelkastanie, die örtliche Situation am See, das besondere Steinvorkommen und durch die ­ prudelnde s Energie in Form von Wasserkraft. Mit vielen Eigenschaften stehen die unterschiedlichen künstlerisch gestalteten Elemente dem Besucher bereit. Eine nach oben offene Skulpturen­ ruppe hebt g sich vom Platz und andererseits taucht ein skulpturenartiger Raum aus dem Boden. Schon beim Entwurf habe ich auf eine möglichst vielfältige ­ utzung N für die Bürger besonderen Wert gelegt. Treppen und Aussichts­ benen, Licht, e e ­ rdige Farben und Wasserszenarien sind für viele ver­ chiedene ­ mpfindungen s E s ­ peziell erarbeitet. Ein großes sinnbildliches Schiff, ausgebaut zur über­ achten d Tribüne, dient einerseits als Einfriedung des Platzes sowie als Schallschutz ge- gen den Bahnbetrieb und andererseits auch als Aussichtsplattform. Hoch oben und vorne am Bug des Schiffes spürt man das Reise­ efühl und blickt in die g W ­ eite der Bahngeleise, welche eine Asso­ iation von der Ferne vermitteln. Neben z der Brunnenanlage liegen Skulpturen wie zwei Kastanienschalen, ­ eren glatte d Innenseite interaktiv erfahren werden kann. Man kann sich hineinlegen, hinein- rutschen, Kinder können spielen und kommu­ izieren. Das große Blatt in Form n einer Treppe bindet die verschiedenen Niveaus des Platzes zusammen, dient auch als Treppe mit Aussicht, als Verweilplatz, um das Geschehen am Platz zu beobachten. Ein umschlossener Raum ergänzt sich mit einer transparenten Glas-Nirosta-Konstruktion sinnbildlich wie eine Kastanie mit ihrem Stachelkleid. Die schon vorhandenen ­ trukturen der Turnhalle wurden durch die Schaffung S ­ einer angebauten Theater­ ebebühne erweitert. h 134
  • 136.
  • 138.
  • 139.
    Dorfplatz Murg, Schweiz2009 Gesamtkonzept und persönliche Ausführung Stahl bemalt, Nirosta, Glas, Kunststein und Holz
  • 140.
    „Korb“ 2002 ø 15 cm Glasguss „Kosmos“ 2008 ø 45 cm Glas und Kunststein „Entwicklung” 2010 ø 30 cm 140 Acrylglas
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  • 143.
    „Das Sein“ 2008 ø50 cm durchgefärbter Zementmörtel Einem Freund gewidmet. Verwebt ist eine Struktur wie ein Teppich des eigenen Seins. Zwei Hände fügen sich zur Endlichkeit und vollenden das Leben. Schalenobjekte, 2001 ø 38 cm Glas kombiniert mit Kunststein
  • 144.
    „Gefühl und Vernunft“1987 Scheibe ø 80 cm Betonguss bemalt mit kleiner Kupfertreibarbeit Wie „die Zeit messend“ steht eine Figur im Scheitelbereich der Fläche. Die Beine werden zu Zeigern, der Körper wird zum tech­ nischen Teil. Es erklärt sich die Vernunft als Richter zwischen den Gefühlen. Eine schwangere Frau und eine Tiergestalt, flach wie der gemalte Brief der Erinnerung, füllen das Feld des Uhren­ blattes. „Das Verwalten und das Vertrauen“ 1989 ø ca. 100 cm Kunststeinrelief für die Raiffeisenbank Kitzbühel in der ursprünglichen Gestaltung Die allegorischen Figurationen versinnbildlichen das ­ ertrauen V und das Verwalten. Eine Gestalt übergibt, reicht weiter und weist an. An der Rückseite der kreisrunden ursprünglichen Gestaltung steht eine Figur gestikulierend und schützend vor einer abwar­ tend sitzenden Figur, welche vertraut. Beim Umbau 2006 wurde ein Skulpturenteil neu in ein recht­ 144 eckiges Feld integriert.
  • 146.
    „Sehnsucht“ 1996 ø ca. 30 cm zweiteiliges Bronzeoriginal Eine Gestalt steckt sich hin und lehnt sich an, sucht und sehnt. Diese Sehnsucht als Form dargestellt, taucht auf und entgleitet auch, ein Gefühl des Er­ füllens oder des Verlassens bleibt offen. „Auferstehung“ 1985 60 x 50 cm Bronzeunikat Christus durchbricht einen geschlossenen Raum und schreitet voran. Andere wachsen aus der Form heraus und folgen ihm nach. „miteinander“ 1991 ø 38 cm zwei Tonschalen, von Hand aufgebaut und gebrannt „Das Erbe“ 1991 Höhe ca. 40 cm Bronzeunikat 146
  • 148.
    Beim Modellieren mitWachs Ich forme die Plastiken in ihrer wahren Größe direkt in Wachs. Zum Verformen be- strahle ich das Material mit Wärme. Warmes Wasser, Rotlicht und Gasflamme sind dazu dienlich. Ein großer Bottich mit kaltem Wasser zum Erstarren der weichen Form steht dabei immer in meiner Nähe. Ein Bronzeunikat wird von einem direkt aus Wachs modellierten Werk gegossen. Mein Bronzegießermeister Walter Rom aus Kundl/Tirol erhält das von mir ­ odellierte m temperaturempfindliche Wachswerk, das er mit Angüssen und Entlüftungs­ täben,s ebenfalls aus Wachs, versieht und dann in einen Behälter, gefüllt mit ­ üssiger Gips- fl formmasse, taucht. Die Masse erstarrt zu einem Block, der dann bei ca. 800 Grad in einem Ofen tagelang gebrannt wird. Das Wachs schmilzt heraus, es entsteht ein Hohlraum. Diese weiche, kreideartige Form wird rundum mit Holzplatten befestigt, damit sie beim Eingießen der flüssigen und gewichtigen Bronze nicht aufplatzen kann. Nach dem Eingießen des Metalles und deren Abkühlung wird die Formmas- se abgetragen und zerschlagen. Der staubig und matt wirkende Rohguss wird dann gebürstet, Angüsse und Entlüftungsstäbe werden abgeschnitten. Die Ober- fläche wird ziseliert. Mit Spezialwerkzeugen werden kleine Gussunebenheiten zise- liert, und anschließend wird das Werk patiniert. Das Bronzewerk wird erhitzt, und mit speziellen Chemikalien wird die gewünschte farbliche Oxidation erwirkt. Farb- gebungen von Schwarz, Braun, Rötlich bis zu einem Türkisgrün können erreicht werden. Das Werk ist nun nach großen manuellen und technischen Fertigkeiten sowie einem großen Aufwand an Energie vollendet. Durch das Gussverfahren „in verlorener Form“ ist der Guss nicht mehr wiederholbar, das entstandene Werk ist 148 und bleibt ein Unikat. Der Bronzeguss veredelt das Werk für die Ewigkeit.
  • 150.
    Hand Wachs WärmeHolz Pinsel Lötkolben Kolophonium Erfahrung Karton Luftballon Form Kerze Fett Kälte Messer Kupfer Energie weich Silikon Schmelzen verloren flüssig Gummi elastisch Gips Schutz edel Ruß Feuer spröde hart dünn fest verbrennen flüssig schleifen Staub Legierung Paraffin Zinn Gas Zink Hitze schweißen gießen formen Bronze kostspielig Patina ewig 150
  • 152.
    Grabstätte für dreiUrnen, 2006 Schweiz ø ca. 55 cm Bronzeunikat Diese mobile Grabstätte, das Bronzewerk als letzter physischer Ort des irdischen Verweilens, hält in ihrer kundhaften Gestaltung den Dialog mit den Seinigen aufrecht. Die im Zentrum befindlichen drei Behältnisse für die Asche formen sich wie ein Baumstamm. Die Ver­ schlussstellen der Urnen versinnbildlichen die Früchte dieses Lebensbaumes und tragen eine unauffällige und dezente Inschrift. Die einzelnen Motive erzählen vom Leben und vom Hoffen. An der Basis mit Erde, Wurzeln und Wasser entsteht Leben und es wächst Korn, das durch unserer Hände Arbeit zur Nahrung wird. Im Wasser findet sich der Fisch als Urzeichen des Christentums. Über den wogenden Wellen schwanken zwei Waagschalen wie Boote, die von einer Christus­ figur gehalten werden. In der gegenüberliegenden Waagschale hält eine Mutter schützend ihr Kind. Die Mutter selbst befindet sich in der schützenden Hand Gottes. Von der Demut berichtet eine Figur wie die des Christophorus. Er trägt ein Kind durch die Fluten, er erzählt uns vom Mut zu dienen. Über den Kornähren erheben sich eine Taube und eine Flamme als ­ ymbol S des Feuers, und wir erinnern uns an die Gebetsbitte „Unser täglich Brot gib uns heute“. – Die Feuer­ unge z soll die Nahrung für unseren Geist darstellen. In den Verschlusskappen der Urnen werden nach dem Ein­ bringen der Asche die bronzenen Zweige durch B ­ eugen verschlossen, sodass dann das Astwerk wie zugewachsen wirkt. Eine experimentelle Magnetresonanztomographie hat die händisch modellierte Wachsplastik vor dem Guss 152 in verlorener Form noch erfasst und zeigt grafisch das Innere dieser Plastik. Man erkennt die drei Grab­ kammern für die Asche.
  • 153.
    „Erfolgsglobus“ 1993 ø 38cm Bronzeunikat gestaltet für die Bank für Tirol und Vorarlberg Diese Skulptur wurde als Wanderpokal für hervor­ ragende Kundenbetreuung des Personals ent­ ickelt. w Der gedankliche Inhalt dieses Bronzewerkes ist der sorg­ältige Umgang mit unseren Mitmenschen. Die viel­ f fältig dargestellte Symbolik lässt sich durch ­ en­ en W d und Drehen der Kugel deuten und entdecken. So ver­ weist das Ineinandergreifen menschlicher Arme auf die Gemeinschaft und das Vertrauen gemeinsamer Unter­ nehmungen; verbindend schließen sich Hände zu­ sammen. Das Auge als Symbol für Aufrichtigkeit steht in Verbindung mit dem aufmerksamen Hin- und Zu­ hören, das auf das Interesse am Gespräch mit seinem Gegenüber verweist. Das Herz steht als Auf­orderung f zu Feingefühl und Herzlichkeit. Emotional gelöst öffnet sich eine Gestalt und entwaffnet durch ein Lächeln. Hinter ihr liegt eine Sonnenscheibe, über die die Zeit streicht. Diese Figurationen stehen und be­ egen die w Räder mit den Beinen als Zeichen für Dynamik, Wirt­ schaft und Vorwärtskommen. Die Beine ­ erden zu w einem Zirkel der Genauigkeit und zu ­ eigern der Uhr. Z Sie stehen als Ausdruck für Pünktlichkeit.
  • 154.
    „Das Nest“ 1994 ø 18 cm Bronzeunikat 24 Karat vergoldet Aus einem Geäst entwickeln sich Mann und Frau. Beide zusammen ergeben eine Öffnung und bilden so das Nest. Impression aus meinem ersten Atelier im Elternhaus „Keimzelle“ ø 18 cm Bronzeunikat 24 Karat vergoldet 154
  • 156.
    „Erbe einer Frau“1990 ø 40 cm, Gewicht 30 kg Bronzeguss Unikat In meinen Händen halte ich meine erste gefertigte Bronzekugel. „Verbundenheit“ ø 18 cm 156 Bronzeunikat poliert
  • 158.
    „Um die Zeit“1996 ø 50 cm Bronzekugel-Original gegossen im italienischen Wachsausschmelzverfahren von Gießermeister Walter Rom aus Kundl Die künstlerische Gestaltung zeigt in ihren allegorischen Figuren verschiedene Gedanken zum Thema Zeit. „Die Sanduhr“ oder „Ein Leben“ „Ungeduld um die Zeit“ Die vier Figuren stellen eine Familie dar. Wie ein Ungestümer drängt ein Kobold einen Wie in einer Sanduhr wird die Dauer des Minutenzeiger und einen Stundenzeiger aus- L ­ ebens angezeigt. Durch eine Einschnürung einander. Diese Figur verweist auf die Unge- in der Sanduhr endet das körperliche, irdische duld von so manch einem, dem alles zu lang- L ­ eben, ein Fragment der Endlichkeit, ein To- sam geht, der es nicht erwarten kann. tenbildnis, zeugt von diesem Ende. Der ­ weite z Teil des Sanduhrglases mündet ins sinnbild- „Der Stundenfischer“ liche Jenseits und in das Unendliche; der Ein Mann legt sein Netz aus, um die Stunden Sand wandelt sich zu Wasser, aus dem der des Tages einzufangen. So manche Stunde, Mensch und mein symbolischer Stunden- durch Zahlen symbolisiert, bleibt in seinem fischer Hoffnung und Glaube schöpfen. Netz hängen, manch eine entgeht ihm. Das Bild wird zum Sinnbild für unsere täglichen „Vergangenheit und Zukunft“ Bemühungen, den Tag und die Stunden für Ein Stier mit einem Menschengesicht steht sich zu gewinnen. e ­ inem Frauenkörper mit einem Schwanen- kopf gegenüber. Sie beobachten sich. Sie „Der Schlaf“ können einander nur erahnen, so wie vieles in Neben dem Stundenfischer liegt eine schla- unserer Vergangenheit verborgen bleibt und fende Frau. Ihre Beine sind wie zu einer die Zukunft sich nur vermuten lässt. Dane- F ­ losse zusammengewachsen. Ihre physische ben finden sich ornamentale Fragmente von Fortbewegung ist damit zwar eingeschränkt, Sternenkonstellationen als Einbindung in das trotzdem kann sie sich in dieser Zeit in die Universum. Welt des Traumes begeben. „Das Pendel“ „Das Maß“ Gehalten wird das Pendel von einer Figur, Ein Rückenakt spannt sich mit seinen hoch die in strenger Haltung Macht und Gesetz gestreckten Armen zu einer Einheit. Es ist verkörpert. An diesem Pendel schaukelt eine ein Maß, mit dem man vergleichen und da- Menschengestalt, die durch ihre willentliche durch gemessen werden kann. „Mene mene Bewegung versucht, den Lauf des Pendels tekel u-pharsin“, nach des Propheten Daniels 158 zu beeinflussen. Sie wird damit zum Sinnbild Deutung aus dem alten Testament: „Gezählt, der Vermessenheit des Menschen, der immer gewogen und zerteilt“ wird das Ansehen des wieder die Naturgesetze zu beeinträchtigen Menschen. oder zu verändern versucht.
  • 160.
  • 162.
    „Philemon & Baucis“2004 ø 45 cm geformt zuerst in dünner Weise in Wachs, dann im Wachsausschmelzverfahren in Bronze als Unikat gegossen Im Inneren der Kugel stehen zwei Figuren wie Baumstämme zueinander und bilden die Verbindung vom Wurzelwerk hin zur Baumkrone. Im Blatt- werk finden sich die Gesichter der Figuren. Jede der Gestalten hat eine Hälfte vom Gesicht des anderen erhalten – sie bilden damit eine Einheit. Zarte Berührungen ihrer Hände, die mit Ästen und Blättern umkleidet 162 sind, lassen diese tiefe Liebe erfahren.
  • 164.
    Familie Vertrauen KrippeHeimat Gemeinschaft Eltern Haus Nest Schnecke Mutter Erfolgsglobus Unendlichkeit Geburt Stella Rad handeln Hilfe Baby Gynäkologie Hand Kind Laetizia zusammen Sternbild Begegnung Verbindung halten Helfer ins Leben hinaus Freundschaft sich ansehen Kugel zuhören in die Augen schauen Geschenk vergoldet Film Unikat 164
  • 166.
    Philosophischer Zyklus, 2000 Zyklus aus sechs Bronzeunikaten, die sich alle in ihrer individuellen Art in einem gedachten würfelartigen Raum von je 25 x 25 cm erstrecken „Ich“ Den variablen Raum, verschließbar oder offen einla- dend, bestimmt das Ich. Die zwei losen Werkzeuge, wie Hände, wie ein Besteck, wie Ruder oder Krücken, gestalten das Handeln des Einzelnen, stehen ihm frei zur Verfügung, seine Fähigkeiten zu entfalten. Das Per- sönlichste eines jeden findet sich in diesem Raum, mit eingefangen das Fragment des Todes. „Du“ Das Ur-Nest ist die Familie, die als Gemeinschaft in ih- rer Vernetzung mit Zukunft und Vergangenheit darge- stellt und mit der durchschreitenden Figur an der Au- ßenseite des Raumes versinnbildlicht wird. „Das Leben“ Nicht als einzelnes Element denkbar, sondern als Kette verschweißt sind die Gestalten, die für die Arbeit, die Hingabe und die Verzückung stehen. Die glatte Schei- be steht für Glaube und Hoffnung. Die Gestaltung passt in das System der würfelartigen Begrenzung, kann aber durch die variable Beweglichkeit diesen Rahmen sprengen – so wie das Leben selbst. 166
  • 167.
    „Die Erde“ Wie eineMutter bietet das sinnbildlich im- mer wachsende Schneckenhaus einen schützenden Raum, in dem Leben ent- steht, aus dem Leben herausströmt und selbstlos eine Heimat bereitet wird. „Die Schönheit“ Mythologische Gestalten umschließen den Kubus: Der Tanz, die Musik, eine Nixe, der Engel, die Muse, die Fantasie, ein Pferd und ein Schwan stehen allego- risch für die Kunst und alles Erhebende und Schöne. „Die Liebe“ Wie Hülsen geöffnet, schweben, begeg- nen und schmiegen sich die Körper von Mann und Frau. Die drei Skulpturteile sind lose und können einzeln frei bewegt, auseinander genommen und wieder ar- rangiert werden.
  • 168.
    „Muse“ 2004 130 cm lang Bronzeunikat Wie eine Decke breitet sie sich aus, du legst dich hinein, sie nimmt dich auf, birgt dich in ihr, umhüllt dich in Geborgenheit. Die Plastik zeigt kein Gesicht, bleibt anonym und verführt und verzaubert gefühl- voll ohne zu verlangen. Bei einer Projektbesprechung fragte mich eine junge Frau, was denn eine Muse sei. Ich versuchte ihr eine Muse zu beschreiben, was mir nicht einfach schien, und so ist diese Skulptur als ein optischer Ein- druck eines Gefühles entstanden. 1. Preis für Skulptur „Muse“ beim Syrliner Kunstpreis 2009, 168 168 Sindelfingen
  • 170.
    „Liebesnest“ 2004 mit Laser geschnittenes und gebogenes Blech in gerostetem Eisen ø 80 cm und 24 Karat vergoldetem Messing ø 50 cm Ovids „Metamorphosen“ haben diese Werke inspiriert. Zwei Menschen, Philemon und Baucis, lebten in einer besonderen Harmonie zu­ ammen. s Sie hatten die Gunst, miteinander glücklich zu leben und über den Tod hinaus vereint zu bleiben. Sie wurden in eine Eiche und in eine Linde verwandelt und bleiben auf ewig vereint. Durch die rostige Farbe wird der vegetative Ausdruck des Werkes ver­ stärkt – es wird Teil der Natur. Wird die Skulptur von unten her be­euchtet, l setzt sich die Blattkrone als Schattengeäst an den Wänden im Raum fort und erweitert den Wirkungskreis. „Gloria“ 2002 Höhe 40 cm Messingblech mit Laser geschnitten und 24 Karat vergoldet Gloria ist ein Pokal, womit Personen, welche sich um Menschen mit Be­ hinderung und um Hilfsbedürftige bemühen, ausgezeichnet werden. Besonders diese selbstlose und stille Tätigkeit mit einem Pokal auszu­ zeichnen war mir eine besondere Herausforderung. Es konnte keine schwere Bronzeskulptur sein, sondern die Art des Werkes sollte leicht und weich sein. Die zeichnerischen Linien erzählen. Die Kontur be­ schreibt Wesen, Menschen, Gefühle. Man entdeckt einen Minotaurus, halb Mensch halb Stier und eine Nixe. Sie ist eine Frauengestalt mit zu­ sammengewachsenen Beinen. Sie ist anders, abartig, aber jedem Kind bekannt und gesellschaftlich akzeptiert, wie der Engel mit ­ lügeln gleich F neben dem Kopf aber ohne Rumpf, der in Kirchen, ­ chlössern und S mancher Wohnstube hängt. Die Menschen in diesem Bildwerk ­ elfen h einander, lassen sich gegenseitig tragen und leben in gegen­ eitiger s Achtung, Hände, Finger greifen schließend ineinander. Das Werk ist vergoldet und hat edlen Ausdruck. Es ist dennoch zerbrechlich und zerstörbar, wenn sich die Achtung nicht findet, ähnlich wie die Sorge um all ­ iese medial unspektakulären und menschlichen, persönlichen d P ­ robleme. Das Licht im Sockel der Skulptur signalisiert Lebendig­ eit k und Präsenz dieser Idee. 170 „Rose von Jericho“ 2004 ø ca. 25 cm poliertes Aluminiumblech mit vergoldetem Messingblech das immerwährende Erblühen einer Liebe
  • 171.
    „Liebesbaum“ 2010 Höhe 220cm mit Laser geschnittenes und gerostetes Stahlblech
  • 172.
  • 173.
    Skizzen zum Vogelflug,1990 interaktive Erlebnisskulptur, 2010 320 x 200 cm Nirosta durch Einlegen einer Folie als Sitzobjekt oder als Wanne erlebbar Brunnengestaltung, 1999 Höhe ca. 250 cm Nirosta-Schnitt „Windwege“ 1999 Fassade des Kindergartens in Thaur Größe der Teile ca. 200 bis 300 cm gefaltetes Nirosta-Blech „Vogelhimmel“ 1990 Höhe 40 cm Bronzeunikat „Wiedehopf“ 1995 Höhe 50 cm Bronzeunikat auf Steinsäule
  • 174.
    Windsegel Lichtflügel Zwieschale Nautilus Sitzskulptur-Trophäe ÖBB Schießscheibe Drache Vogeltisch Wasserigel Stacheln Gedenkstätte Koi-Fisch Radpokal Palindrombild Luster Justizia Gams Pferdehut Glaschichtwände Verkehrsschild Kinderzeichnung Modell Spirale Fotogeschäftsentrée Himmelsleiter Thron Sonne Marzipan Ballerinas Glasnest Steckwerk Glasbauch 174
  • 176.
    „Fisch“ 2006 Höhe 110 cm Gefustes Glas in Nirosta gefasst „Poseidon“ 2009 im Wellnessbereich des Amathus Hotel, Rhodos Höhe 90 cm Glas und Nirosta 176
  • 178.
  • 179.
    „Torso“ 2006 Höhe 75cm 8 mm Floatglasschichten verklebt Wenn man die Skulpturen aus Glas rundum betrachtet, wirken sie an ihrer Schnittseite abstrakt, beinahe wie vereist. Dieser Betrachtungs­ moment wandelt sich dann an der glatten, transparenten Seite. Hier wirken die Torsi wie ein leichtes, dreidimensionales Gitter. Das Schat­ tenbild zeichnet sich, je nach Beleuchtung, einmal kräftig, ein ander­ mal verschwommen und zart.
  • 180.
    Ein Portrait imEnsemble, 2008 Höhe des Glassegmentes 45 cm Glas und Bronze Für einen greifbaren, lebensnahen und lebensfrohen Menschen und andererseits einen visionären Denker wird die Idee von zwei sich ergänzenden Teilen erdacht. Materialien wie Bronze und Glas versinnbildlichen physische Person und Intellekt. Mit einer aufwändigen dreidimensionalen Aufnahmetechnik wird die plastische Form des Gesichtes des Menschen erfasst. Zu dem daraus erstellten Datensatz des Gesichtes werden die ­ ormen F des Hauptes am Computer plastisch komplettiert. Es werden S ­ chich­ungen erstellt, welche einerseits für die Umsetzung zu den t Glasschnitten, andererseits für ein Holzmodell als Ausgangspunkt für einen Bronzeguss dienen. 180
  • 182.
    „Windzeichen“ 2010 32 x 32 cm acht Glasplatten hintereinander Die Glasebenen können wahlweise gestellt und gedreht werden und so ändert sich die Wirkung. Eine wahlweise wechselnde Lichtanimation stärkt die räumliche Wirkung. „Nest“ 2009 32 x 32 cm acht Glasschichten hintereinander Wie in einem stark eingeschliffenen Gewebe, welches ein Nest versinnbildlicht, schweben ­ leine k zarte Kindergestalten. Die Diskrepanz zwischen e ­ iner gewollten Struktur und dem fragilen Leben wird so spürbar dargestellt. „Erde“ 2009 32 x 32 cm Glasschichtwerk, Licht animiert Ein Weg auf das Schneckenhaus lässt dich ­ inauf h geführt sein. „Weg“ 52 x 52 cm acht Glastafeln Durch Drehen der einzeln gesteckten Glastafeln kann interaktiv aus der Treppe ein Weg, ein Kreuz gestaltet werden. 182
  • 184.
    „Auferstehungstor“ 2002 Kirche St. Philippus in München Höhe 180 cm Glasgestaltung aus gefustem Glas Dieses Glastor, Sinnbild für die Auferstehung, ergänzt den von mir geschnitzten Kreuzweg mit den fünf Holzpfosten. Im gleichen Modul bildet sich das Fenster. In der gläsernen dreidimensionalen Schale ist die Silhouette einer menschlichen Figur zu erkennen. Diese Gestalt aber hat ihre irdischen Hüllen verlassen, was uns an die zurückge­ bliebenen Grabbinden von Christus erinnern soll. Das Licht als Bot­ schaft für die Auferstehung erhellt das Geschehen. Glas entspricht den Anforderungen nach Transparenz und Licht. So soll die Vorstellung von der Auferstehung durch das von mir ge­ ählte w Material verstärkt zum Ausdruck gebracht werden. Um die Glasschalen zu fertigen, modellierte ich zuerst keramische Formen­eile, über welche dann das Glas im eigenen Glasofen ge­ t 184 schmolzen wurde.
  • 186.
    Kapelle im SeniorenhausSt. Raphael, 2007, Innsbruck gefustes reliefartiges Glas mit sanft farbig wechselndem Licht inszeniert Licht bedeutet Anwesenheit. Dieser besonders erhellte Raum soll durch die Nacht geleiten und von der spirituellen Anwesenheit, dem Gebetsort als Kapelle zeugen. 186
  • 188.
    Kirchenfenster der Pfarrkirche Lechaschau 2005 und 2006 350 x 350 cm eingebrannte Glasmalerei 188 auf mehreren Glasscheiben
  • 190.
    „Karghaus“ 1991 Mayrhofen Wohn- und Geschäftshaus Acrylat und Dispersionsfarben Kosmos und Chaos, die Ordnung der Komplementärfarben und die Unordnung der belebten Farbfelder ließen laute Kritiken bis hoch hinauf auf mein Gerüst dringen. Kommentare wie: „Ne! Das bleibt nicht so! Das ist doch nur die Grun‑­ d­erung!“ Oder: „Das ist ja der pure Schock! Wenn das so bleibt, komm ich nie i mehr hierher!“ Oder: „Da g’hört doch was draufg’malt ..., halt was, was da her g’hört! So was wie ’ne Seilbahn, ’n Jägersmann oder ’n Wappen!“ Sogar eine Ohrfeige wurde mir angetragen. Aber mir war es völlig ernst. Kosmos, die Ordnung, findet sich durch die architektonisch vorgegebenen Linien der Säu- len und Fenster. In diesem linearen Gerüst wechseln die lebendigen Farb­elder, f das Chaos. Sie sind in der Ordnung der Komplementärfarben Orange-Blau, Grün-Rot gehalten. Am Dach dreht sich der Gockelhahn im Wind – mein ganz persönliches Geschenk an das Haus. 190
  • 192.
    „Spiegelturm“ 1992 St. Gertraudi Für die schon bestandene Fassade des Bürogebäudes einer Mineral­ wasser­­ firma habe ich das Material Spiegel zum Ausdruck für Wasser gewählt. Das Mosaik selbst ist durch seine gestalterische Linienführung d ­ ynamisch und wellenartig wie Wasser, wirkt kristallin und spiegelt unsere Umwelt wider. „Druse“ 1988 Spiegelzimmer mit Glasfaserbeleuchtung in einer Villa am Starnberger See Meine Aufgabe war es, ein kleines Durchgangszimmer mit einem riesen­ großen Tresor zu gestalten. So verwandelte ich die „inhaltliche Schatz­ kammer“ des Hauses im Ganzen in eine Glaskristalldruse. Alles ist nun der 192 Schatz: Die Spiegel blenden und vervielfältigen den Raum. Durchgang, Tresor und Tür verschwinden völlig.
  • 194.
    Fassade des InternationalenStudentenhauses, 2002 Innsbruck gefuste Glasfliesen auf Nirosta-Glaskonstruktion Das Kreissegment an der Fassade ist ein vorspringender Teil einer ideo- logischen Kubatur, die durch das Haus dringt. Transparent wirkt dieses Scheibensegment durch die milchig gläserne Haut mit im ­ nteren Teil u flachreliefartig farbig gestalteten Fliesen aus geschmolzenem Glas, welche vom Gehsteig aus unmittelbar entdeckt und erreichbar wahr- zunehmen sind. Die Verbindung zwischen dem Innen und Außen, dem Unten und Oben stellt das Werk mit den Tauben dar. Diese sollen die Unabhängigkeit unseres Geistes symbolisieren, der weit und frei ist und alles durchdringen kann. Zur Fusingtechnik, dem „Glass-Fusing“: Das Glasverschmelzen ist eine über 4.000 Jahre alte Form der Glas­ bearbeitung. Um die Jahrhundertwende und in den frühen ­ 0er-Jahren 4 unseres Jahrhunderts wurde diese Technik relativ häufig angewandt, später aber wieder vernachlässigt. Erst in den 80er-Jahren, als der Amerikaner Schwörer ein Handbuch über „Glass-Fusing“ heraus­ e­ g geben hatte, erlebte diese Technik wieder einen neuen Aufschwung. 194
  • 196.
  • 197.
    Tagesklinik St. Antonam Arlberg, 2002 Fassadengestaltung mit einem Hinterglasbild zum Thema Heilen
  • 198.
  • 199.
    Freie Modelle fürWohnhäuser und Anlagen baue ich experimentell und mit besonderer Hingabe in Papier. Modellbauten St. Philipp Neri, München und St. Paul, Salzburg Fassade, 2004 Stans vorgesetztes Aluminiumgitter Eine abgeklärte, schlichte Form gestaltet das Entrée für den baulichen Altbestand des Firmengebäudes neu. Mit der Materialwahl des Metallgitters habe ich eine Beziehung zum Produkt des Unternehmens her- gestellt, das sich mit Lufttechnik und Filteranlagen aus- einandersetzt. Die vorgebaute, schlichte Form ­ ietet b Platz für Terrassen. Die bauliche Umsetzung wurde durch die Mitarbeiter des Betriebes selbst verwirklicht.
  • 200.
    Freizeitanlage Tivoli Innsbruck,1996 mittels Pinsel aufgebrachte Fassadenmalerei, Acrylfarben Nach der Sanierung der von Architekt Norbert Heltschl geplanten Anlage wurden die Fassaden durch seine Initiative farblich angedacht. Ich wurde beauftragt, Ideen dafür zu kreieren und auszuführen. Ein Sommerthema: Die Kühle des Wassers (blau) löst sich in der Hitze (rot). Die von mir mit dem Pinsel ausgeführte Malerei zeigt, wie sich der blaue Farbblock in kleinen Quadraten zur roten Farbinsel verändert. Struktu­ ell r soll dies an ein stark vergrößertes Computerbild erinnern, das sich abstrakt in Felder auflöst oder auspixelt – genauso wie sich Wasser in warmer Luft 200 verflüchtigt.
  • 202.
    „Gesellschaft“ 2008 Höhe 350 cm eingefärbte Betonsegmente Fassadengestaltung für die Wohnanlage der Neuen Heimat Tirol in Absam mehrfarbige Gruppierungen stehen in Zusammenhang Die Idee wurde zuerst durch Modelle und Fotomontagen visualisiert. 202
  • 204.
    „Einblick in einenProzess“ 2008 Wandgestaltung im Seminarraum des Veranstaltungszentrums Forum in Rum, Tirol 204 Länge 12 m Holz und Schaumstoff
  • 206.
    „Kühe“ 1998 Höhe ca. 140 cm Sperrholzplatten gebeizt und lackiert mobile Garderoben – Skulpturen als Kleiderablage für die Kinder der Volksschule Baumkirchen Jede Klasse hat seine eigene Kuh mit Futterkorb, der als Schirmständer zu benützen ist. „Wolfshund“ 2006 Höhe 27 cm Material: Sperrholzschichten Ein von mir aus Ton modellierter Hund wurde als dreidimensionaler Scan kopiert. Mit diesen Daten konnten wir horizontale und verti­ ale k S ­ chichtungen ermitteln, die dann Grundlage für Laserschnitte in Holz w ­ aren. Die ein­ elnen Teile wurden zusammengeleimt und bei der hori- z zontal ge­ chichteten Figur mit einer Achse versehen. Dadurch kann man s dann die ein­ elnen Scheiben interaktiv drehen und neu gestalten. z 206
  • 208.
  • 209.
    Modellstudien mit Schichtglaswänden „Wald“2005 Lounge der Raiffeisenbank Wattens Vielschichtige Gläser lösen die geschlossene Wirkung einer Wand auf. Transparenzen lassen Tageslicht spürbar durchscheinen, durch kleine Aussparungen in der Gestaltung können Einblicke gewährt werden. Diese Gestaltung ist geplanter und mitwirkender Bestand- teil der Architektur. „Stadtszenen“ 2004 Foyer im Hotel am Stephansplatz, Wien Wandmalerei Portal, 2004 Schmuckgeschäft Ellert vis-à-vis vom Stephansdom, Wien mehrschichtige Glasmalerei Modellstudien mit Schichtglaswänden und Schichtskulpturen
  • 210.
    Wandgestaltung im WellnessbereichFürstenhaus, 2005 Pertisau am Achensee Acrylfarbenmalerei und Sprühlack versiegelt 210
  • 212.
    Wandgestaltung im WellnessbereichFürstenhaus, 2005 Pertisau am Achensee Acrylfarbenmalerei und Sprühlack versiegelt Nach Anfertigungen von vielen kleinen Modellen, wobei ich mit Aus- sagen und Materialien spiele, werden die entstandenen Konzepte mit dem zuständigen Architekten und den Bauherren besprochen und auf die Machbarkeit hin überprüft. Die Umsetzung vom Modell in das Bau- werk wird in den meisten Fällen von mir selbst ausgeführt. Direkt vor Ort erarbeite ich die Idee aus dem Modell heraus in Farbe und im Aus- druck – spontan und frei entsteht das Bild in mehreren Schichten. 212
  • 214.
    „Das gelbe Schlauchboot“2005 Pertisau am Achensee, Poolbereich im Fürstenhaus Breite ca. 600 cm dreiteiliges Holztafelgemälde Zur Größenerarbeitung eines Wandbildes skizziere ich in den Plänen. „Bausteine des Lebens“ 2003 ca. 100 x 300 cm Acryl auf Holztafeln Puzzlebild im Entbindungszimmer des Bezirkskrankenhauses St. Johann in Tirol Die weichen Formen des Puzzlebildes sind für mich ein passendes formales Ausdrucksmittel für die Gestaltung des Entbindungs­ zimmers. Die Formen greifen ineinander über und fügen sich zu einem Ganzen, ohne ein begrenztes Bild zu sein. Es bleiben Bau­ steine, die von der Zeugung über die Schwangerschaft bis hin zum Stillen erzählen. Ein Bild, das in jede Richtung weitergeführt werden könnte, wie das Leben selbst mit seinem Kommen und Gehen. Farbkonzept für das Logistikzentrum Handl Tyrol, Erzeuger von Nordtiroler Speck, 1996 Fliesen und eingefärbte Gussbeläge In der Lebensmittelerzeugung ändern sich die hygienischen Be­ dingungen von Raum zu Raum. Um die einzelnen Bereiche noch besser erkennbar zu machen, wechseln in meiner Konzeptions­ idee auch die Farben zwischen diesen verschiedenen hygienisch zu ­ ichernden Bereichen. Neben der Funktionalität gestaltet das s Raumkleid den Industriebereich auch ansprechend als Lebens­ raum. Wandgestaltung im Wellnessbereich Fürstenhaus, 2005 Pertisau am Achensee 214 Wandmalereien aus Acryl und Lack
  • 216.
    „Marktplatz“ 2005 Gestaltung der Glastrennelemente im Foyer der Raiffeisenbank Wattens Spritzarbeit mit 2-Komponenten-Lack In dieser künstlerischen Gestaltung habe ich den wirtschaftlichen Aspekt des Bankwesens berücksichtigt. Jeder kleinste Beitrag, jeder Punkt im Bild der Gestaltung, gesammelt und formatiert, wird zur Struktur und zum mensch­ lichen Umriss. Zusammen bilden sie sich zu einer Gesellschaft, wie formale Kontinente zu einer Landkarte. 216
  • 218.
    „Das Erwartungsland ander Landratswand“ 2006 100 x 270 cm Glasbild in drei Schichten mit Lichtanimation Ein von Ferry Strassl eigens zum Werk komponiertes Lied trägt den selben Titel. Inspiriert wurde das Werk durch den Wunsch eines Freundes, die In­ alte h s ­ einer Tätigkeit künstlerisch darstellen zu lassen. Seine Arbeit ist die ­ olitische p Auf­ rbeitung und Umsetzung von Gesetzen, Verordnungen und Reformen unter a Ein­ indung der Bevölkerung im Dialog. b Jede der drei übereinander geschichteten Glastafeln ist teilweise ge­ taltet, und s durch deren Voreinanderhängen addiert sich das Gesamtbild zum Thema. Zwei Kraftfelder sind durch sich wechselnde Lichtflächen, pulsierend in ihrem Rhyth- mus, veranschaulicht. Adern und zueinander gestikulierende Figuren binden das Gefüge zu einer Einheit. 218
  • 220.
    „Veranstaltung“ 2009 Diese Thema wählte ich als Inspiration für das abstrakte Gemälde auf Acrylglas, ein Lichtband für das Foyer im Veranstaltungszentrum Forum in Rum, Tirol 155 cm x 110 cm Die Vorfreude, das Zusammenkommen, das Planen und vitale Wirken wird im linken gelben Teil des Bildbandes abstrakt erzählt. Zart fügen sich die Linien und vernetzen sich zunehmend, das Gemälde steigert seinen dynamischen Ausdruck. Ein Fest beginnt, kräftig mischt sich alle Farbigkeit, wie im Tanz wirbeln 220 Linie und Farbe zum Höhepunkt und versiegen dann in der Nacht.
  • 222.
    Gestaltung einer Ordinationfür einen Internisten, 2000 Fulpmes Hinterglasmalerei in zwei Ebenen Die Aura zu erfassen war das Ansinnen bei meiner künstlerischen Gestaltung. Die Aura, das Schwingungsfeld, das in und um uns ist, hat maßgeblichen Anteil an unserem Wohlempfinden. Nicht nur die organische Behandlung, sondern die ganzheitliche Erfassung des 222 Individuums soll durch diese Gestaltung erinnern und beflügeln.
  • 224.
  • 225.
    Friesbild mit Themender politischen Arbeit, 2007 Besprechungszimmer im Landhaus Innsbruck Höhe 70 cm Öl und Acryl auf Holztafel Das Gemälde im Raum umrahmt die Besprechungssituation und stärkt so die Anordnung der Tische als gemeinschaftliches Zentrum. Das hori- zontal erzählende Band wird vom einem sinnbildlichen Bildteil überbrückt und durchquert. Politik bildet Brücken, schafft Kommunikation, kämpft um Ausgleich, regelt Einflüsse und steuert. Die kräftig gelben Farbfelder umströmen die einzelnen Kernthemen, ­ elche w die Werte der politischen Auffassung darstellen. Tradition ist durch in Trachten gekleidete Figuren und die Kirche präsent. Das Heimatgefühl wird durch den Baum mit den tragenden Händen ver- sinnbildlicht. In dem Geäst liegen aufgenommen und wie behütet Kinder- symbole, unsere Vergangenheit und Zukunft, als Gefühl des Schutzes und des Zuhauses, eben Heimat. Vision, Forschung und Weitblick werden durch Segelboote ange­ eutet, d Boote, welche gebaut sind, nicht um im Hafen zu liegen, sondern zum Hinaus­ahren, zum Aufbruch in Neues. Familie und Soziales werden f durch die Tischgemeinschaft dargestellt. Der Tisch findet eine Verlänge- rung und somit Platz für sozial Bedürftige und Ausgegrenzte. Hände wirken zusammen, dieses Geben und Nehmen und die Korn­ hren ä stehen für wirtschaftliches Bestreben. Zwei große Hände führen von jeder Seite zum Bildteil, welcher die horizontale Erzählung quert, und deuten um die Bemühung zur Konfliktlösung. Der fliegende Adler ist Symbol für die Freiheit. Eine abstrakt gleichförmige Struktur ragt über alle Bildfelder und macht die Themen zeitlos, gewohnt und modern zugleich. Gelber Salon, 2004 Hotel am Stephansplatz, Wien Öl und Acryl auf Holztafel
  • 226.
    „Mutter-Wirtschaft“ 2006 beidseitig mit 2-Komponenten-Farbe bemalte raumhohe Glaswand Hände wirken und handeln im Radwerk der Wirtschaft. Diese sinnbildlich dargestellte Geschäftigkeit von Menschen im Berufsleben versorgt einer- seits den Tisch der Kinder sowie den der Alten. Die doppelte Hand steht symbolisch als ein Zeichen für das Geben und Nehmen zugleich. In einem Brief aus Muzot schreibt Rainer Maria Rilke: „Nichts ist beglückender, als wenn man sich in Gebrauch nehmen kann zugunsten von Plänen oder Er­nnerungen ...“ (Briefe aus Muzot 1921–1926). i 226
  • 228.
    Foyer im BehandlungszentrumVogtareuth/Bayern, 1993 Auftrag aus einem Wettbewerb bemaltes Blech Zwei große, aus Blech gefaltete Hände dienen als Tür­ flügel. Die Hände fahren begegnend ineinander, wenn sich die Tür schließt. Die Malerei setzt sich im Raum fort und stärkt dadurch den farblichen Gesamteindruck. Fassadenbilder der Wohnanlage der Neuen Heimat, 1992 Breitenbach am Inn Acryl Farbflächen wechseln, die dadurch entstehenden Kon­ turen lassen das Motiv erkennen. Diese bunten Schatten­ bilder zeigen Szenen aus dem Alltag und geben jedem Haus seine Individualität. „Lebenskreis“ 1992 Farbauffrischungsarbeit am Gemälde, 2008 Fassadengemälde Altenpflegeheim St. Johann in Tirol Malerei mit Pinsel und Acrylfarben Menschen jeden Alters geben sich die Hände. Sie ­ ilden b einen Kreis. Die hineinreichenden Hände einer weiteren für uns unsichtbaren Figur bilden das Bindeglied von An­ fang und Ende unseres Lebenskreises. 228
  • 230.
    „Aufbruch“ 1995 Behandlungszentrum Vogtareuth, Bayern Seccomalerei mit Acryl Die Geschichte, die von „Hoffnung“ erzählt, ersann ich mir speziell für den Ort, an dem Therapie zur Heilung führen soll. Fluchtartig stürmt eine Herde von Rehen aus der Dunkelheit und der Tiefe der Farbe Blau heraus. Ein dynamischer Moment wird damit er- klärt. Eine weibliche Figur schwebt über einer blauen Schlucht. Durch ihre Gestik wird sie zur Botschafterin der Gefühle all der Menschen, die sich in einer bewegten Aufbruchstimmung befinden. Sie wird be- schützt und begleitet – sie ist unter Menschen. Das helfende Miteinander löst das Chaos auf. „Erinnerung an die Schulzeit“ 1998 Fassadenbild an der Volksschule Thaur Seccomalerei mit Acryl Malerei mit dem Pinsel auf fertig verputzte und trockene Fassade Früher hat man in den noch feuchten Putz gemalt, um der Farbe eine gute Eintiefung und Haltbarkeit zu ermöglichen. Heutzutage arbeite ich auf modernen, thermisch gedämmten Fassaden. Die Farbe wird also auf eine trockene Schicht aufgebracht – Seccomalerei. 230
  • 232.
    „Vor dem Start“1996 Höhe ca. 60 cm Bleistift und Acryl Vor dem Start drückt die Herausforderung und Erwartung des sich selbst gesteckten Zieles den Menschen, was durch die tiefblaue Fläche versinn- bildlicht wird. Es erfordert Kraft und Konzentration, um über die Linie zu gelangen. „Ostern“ 1989 Höhe 70 cm Öl auf Papier 232
  • 234.
    „Abfolge“ 1987 Höhe ca. 50 cm Öl und Bleistift Die Bleistiftzeichnung verlangte plötzlich nach Farbe. Ich begann, meine Zeichnungen leicht zu kolorieren, und mit der Zeit sehnte ich mich immer mehr nach Farbigkeit. Daraus entstanden dann die Zeichnungen in zarten Aquarelltönen. Es sind Bilder, die über den Rahmen hinausgehen und das Ringen mit der Dreidimensionalität 234 verdeutlichen.
  • 236.
    „Gefühl“ 1988 133 x 133 cm Acryl auf Leinen und Holztafel Preis für Malerei der Stadt Innsbruck Gewaltige Kräfte wirken auf ein Tier ein und drücken es nieder. Gefühle kommen zum Ausdruck. Die weiße Hintergrundfarbe lässt 236 das Bild kühl erscheinen.
  • 238.
    „Jugend“ 1980 Höhe ca. 35 cm Öl auf Papier „Versuchung“ 1980 Höhe ca. 30 cm Öl auf Papier 238
  • 239.
    „Der Neophyt“ 1980 29 x36 cm Öl auf Papier
  • 240.
  • 241.
    „In Erwartung undVoraussicht“ 1992 Höhe 120 cm Acryl auf Holztafel Die im Vordergrund in sich geschlossene Figur bleibt unbeeindruckt vom Ver­angen l und Fordern der hinteren Gestalt. Der ­ ille, W Veränderung herbeizuführen, ist die Aus­ sage dieses Werkes. „Drei“ 1991 Höhe ca. 150 cm Acryl auf Holztafel „Vor der Mauer“ 1992 Höhe ca. 100 cm Acryl auf Holztafel
  • 242.
    „Sehnsucht“ 1991 100 x 80 cm Acryl auf Holztafel Diese beiden symbolisch dargestellten „Farbinseln“ drücken ein Verlangen aus. „Lauf des Lebens“ 1992 170 cm hoch Acryl auf Holztafel Menschen in ihrer ur­ prüng­ichen körperlichen s l Würde, völlig unberührt von modischen Trends, bewegen sich aus dem Bild her­ us. a 242
  • 244.
    „Vor meiner Vergangenheit“1994 130 x 130 cm Öl und Acyrl auf Holztafel Mit den nach oben hin geöffneten Händen, die nicht mehr fassen wollen, sondern loslassen, sich nach oben hin öffnen, kniet eine Frau vor ihrem Spiegelbild, das wie auf einer Wasseroberfläche zu sehen ist. Das Nachsinnen über sich selbst ist die Idee zu diesem Gemälde. „Das kleine Glück“ 2000 98 x 170 cm Holztafelgemälde 244
  • 246.
    „Frosch“ 2006 Länge ca. 50 cm Terralitho auf Stahlarmierung in meiner ersten Wohnung in Innsbruck, 1988 „Wenn sich ein Schlaf der Gedanken und Ideen wie Neuschnee über deinen Körper legt und du wie ein alt gewordener Eskimo in der Kälte bleibst und dein Körper nach der Ewigkeit lächelt, das Drängen des Geistes die Hoffnung erfriert, wachsen dir Borsten, und du bist jetzt und bleibst jetzt wie ein Tier.“ 1993 Höhe 170 cm Acryl auf Holztafel 246
  • 248.
    „Sommer“ 1996 162 x 172 m Acryl auf Holztafel ... aus den Bewegungen mit Farbe tauchte plötzlich dieses Tanzpaar auf. Ich betrachtete es als ein Geschenk und wollte es bei mir be- halten ­ und so legte ich den Pinsel aus der – Hand ... Das Gemälde ziert den Wohnraum des Atelier- hauses. 248
  • 250.
    „Elias“ 1995 100 x 100 cm Acryl auf Holztafel Zu diesem Bild inspirierte mich 1995 die Hauptfigur des Elias aus „Schlafes Bruder“, dem Roman von Robert Schneider. Wir lernten uns bei seiner Premiere und meiner Ausstellung im „Kleinen Theater“ in Salzburg kennen. Später, bei seinem Besuch in meinem Atelier „wettwerkten“ wir beide im Malen. „Julia“ 1994 100 x 100 cm Acryl auf Holztafel „Geliebter“ 1995 100 x 95 cm Acryl auf Holztafel Töchterlein im Atelier Figurmotive begrenze ich absichtlich. Die Körper spanne ich als gewollten Ausschnitt ins Bildformat. 250
  • 252.
    „Wendebild“ 1999 100 x 110 cm Acryl und Öl auf Holztafel einige meiner Bilder Foto für eine Ausstellung 1991 „Die neue Zeit hat keine Zeit zum Erlösen eines Menschen aus seinem Schweigen“ 1994 170 x 175 cm Acryl auf Holztafel 252
  • 254.
    Gemälde zum Thema„Aufbruch“ 1992 Höhe 130 cm Acryl auf Holztafel Ein Neubeginn setzt ein Ziel vo- raus, einen Willen. Mein Bild er- zählt vom physischen Start, vom Überwinden – es beschreibt meine Empfindung vor dem Aufbruch zu 254 einer neuen Arbeit.
  • 256.
    „Sein“ 1997 170 x 175 cm Acryl auf Holztafel „Auf der gelben Bank“ 1991 80 x 100 cm Acryl auf Holztafel So sitzt man da und wartet, bis man abgeholt wird oder bis irgendetwas kommt. Jedes Bild hat eine Geschichte, einmal ist sie tiefgründig, ein anderes Mal trivial. Das Betrachten des Gemäldes ist immer frei und darf es sein. Der Titel meiner Werke ist ein Wort, welches die Geschichte kurz beschreibt. Dieser Bild­itel t ist als ein Bereitstellen meiner persönlichen Gedanken und als ein kleines Türöffnen in meine Erzählungen zu sehen. Es ist wie ein Abholen und ein Mitnehmen des Betrachters auf meine Reise und keineswegs zwingend, den ­ itel des Bildes wahrnehmen zu müssen. T „Selbst“ 1996 Höhe ca. 100 cm 256 Acryl auf Holztafel
  • 258.
    „Der Tanz“ 1992 Höhe 50 cm Acryl auf Holztafel Dieser Mensch tanzt mit sich selbst, mit seiner Eigenschaft und mit seinem Schicksal. „Das Helfen“ 1993 40 x 30 cm 258 Acryl und Öl auf Holztafel
  • 260.
    „Wahrheit“ 1990 Höhe ca. 35 cm Öl auf Papier Die allegorische Gestalt der Wahr- heit sitzt, in kühler Farbigkeit gehal- ten, vor einer aufgeregt wirkenden Figur. Sie will auf die Figur Einfluss nehmen und eine Änderung in ih- rem Verhalten bewirken. „Bei dir“ 1992 Höhe ca. 120 cm Acryl auf Holztafel „Beziehung“ 1991 130 x 130 cm Acryl auf Holztafel Eine Figur wirkt wie mit Problemen belastet. Es ist einerseits das starke Verlangen nach dem Anderen und andererseits das Wegstoßen, das auf Distanz gehen, was in diesem Gemälde beschrieben wird. Das Bild kann richtungslos aufgehängt werden. Es gibt kein oben und kein unten. „Begehren“ 1993 Höhe ca. 35 cm Öl auf Papier „Die Läuterung“ 1991 260 Höhe ca. 40 cm Öl auf Papier Ein sinnbildlicher Stier zwingt eine menschliche Gestalt zu Boden.
  • 262.
    „Hände“ 2000 30 x 30 cm Öl auf Leinwand „Stier“ 2000 30 x 30 cm Öl auf Leinwand „Ich glaube“ 1993 100 x 100 cm Acryl auf Holztafel Wie Statements stellen die reduzierten Farbfelder ihre Position dar. Die eingezeichneten Linien einer Hand greifen ins Zentrum des gemalten Stammes und legen wie beschwörend das Bekenntnis ab. 262
  • 264.
    Das Atelierhaus inThaur Nach einer langen Suche nach einem Haus, in dem Arbeiten und Wie Möbelstücke liegen unsere vielen Karthäuserkatzen überall im Wohnen möglich ist, gab ich schließlich entmutigt auf. Keine der so Haus herum. Sie alle tragen Namen von Künstlern, und wenn ich zahlreichen Besichtigungen von alten Häusern konnte mir das Ge­ sie nachts nach Hause locke, hört es sich an, als würde ich nach fühl vermitteln, mich dort einmal wohl zu fühlen. Deshalb machten den großen Meistern Picasso, Vincent van Gogh, Brancusi, Miró wir uns auf die Suche nach einem Grundstück. Das Bauen eines oder Matisse rufen. eigenen Ateliers, eine zuvor sehr weit entfernte Variante, konnte nun doch, insbesondere durch die Hilfestellung meines Vaters, Ums Haus verändere ich gerne, Lichtinstallationen, große Skulp­ reali­ iert werden. Sein fachmännischer Rat, sein Können und sein s turen, Fahnen und textile Gebilde, exotische Pflanzen, Schau­enster­ f Zuspruch haben mich immer bestärkt. puppen und freistehende Badewannen im Außenbereich lenken Für die Bebauung entstanden viele verschiedene von mir ge­ die Aufmerksamkeit auf sich. fertigte Modelle. Mit jedem zusätzlichen Modell wurden weitere Eine große Kranschiene ragt aus dem Atelier und ermöglicht den A ­ spekte und Bedürfnisse berücksichtigt. In meiner Planung Transport von großen Gebilden aus der Werkstatt. strebte ich nahezu nach Vollkommenheit und habe mich mit all meinen Ent­ ürfen dem Architekten Wolfgang Martin Miess an­ w 1997 übernahm dann der Kran einen ganz besonderen Dienst. vertraut. So ist aus all meinen Vorstellungen und Wünschen, Unser Töchterlein Stella Patrizia durfte darin geschaukelt werden. den ­ogistischen Bedürfnissen und aus seiner architektonischen l Ich stillte mein Kind, es war immer um mich, sogar während meiner Formen­ prache dieses Atelierhaus entstanden. s Arbeit trug ich es in einem Tuch an mir. Einerseits genoss ich es sehr, für mein Kind unentbehrlich zu sein, andererseits ­ usste ich m Vor unserem Einzug ins Atelierhaus habe ich eine der Öffentlichkeit auch sehr viel Energie aufwenden, um meine Projekte nun termin­ zugängliche Ausstellung veranstaltet und habe sämtliche ­ äume mit R gerecht fertig stellen zu können. Es war für mich eine große Auf­ meinen Skulpturen, Gemälden und Pflanzen ausgestattet. Ein wun­ gabe, beiden Anforderungen gerecht zu werden. Erst nach drei derschönes Gefühl war es für mich, das Atelierhaus ohne all den Jahren wagte ich mich erneut an eine Mutterschaft, an ein Ge­ praktischen Tand, nur mit meinen Kunstwerken so sehen zu können. schwisterchen für Stella. Laetizia Philippa wurde geboren. Die Kinder wachsen in der Werkstatt heran, jedes hat seinen Im Eingangsbereich ist ein großes schwarzes Granitdreieck im e ­ igenen Bereich, und mit großer Freude wird dort gebastelt, ge­ B ­ oden eingelassen. Seine Oberfläche spiegelt sich wie dunkles klebt, gemalt, organisiert und gebaut. Dort lernen sie auch, sich tiefes Wasser. Die drei Ecken verbinden den Eingang mit dem mit sich selbst auseinanderzusetzen und sich selbst zu entdecken. A ­ telier und dem Ausstellungsraum. Jeder Besucher wird über So ist aus unserem Lebensraum Atelier ein lebendiges Nest ge­ d ­ iesen sinnbildlich dargestellten See geführt. worden. Im Garten findet sich ein großes Wasserbecken mit einer aus buntem Kunststein gefertigten Brunnensäule, still rinnt das Wasser über die glatte Skulptur. Im Laufe der Jahre hat sich der Garten 264 auch wirkungsvoll geformt und fügt Haus und Natur zusammen.
  • 266.
  • 267.
    „Die Kürbisernte“ 1992 „Weinberg“1992 „Die Alte und ihr Sohn“ 1992 „Die Malerin“ 1992 Diese kleinen Bilder mit Ölfarben auf Karton gemalen, Höhe ca. 40 cm, ent­ standen auf einer Reise zu einem Maler­ freund in die Südsteiermark. Die Fahrt durch die Landschaft inspi­ rierte mich zu diesen freien und ganz persön­ichen Interpretationen. Es sind l die Ein­ rücke von Einsamkeit und Ver­ d lassenheit, die ich in diesen Bildern fest­ gehalten habe.
  • 268.
  • 269.
    „Der Dank“ 1990 Höheca. 40 cm Öl auf Papier Impressionen Höhe ca. 40 cm kleine Bilder mit Ölfarben auf Karton oder Papier in Kenia gemalt
  • 270.
  • 271.
    Auf meinen Reisenhabe ich immer ger­ ne den Farbkasten ausgepackt. Mehr­ mals war ich in Tunesien, 1992 in Ma­ rokko, 1990 und 1994 in Kenia. Meine Ein­ rücke habe ich dann symbolisch in d F ­ arbe verwandelt. Die Energie und die Konzentration der Antilopen gerade dann, wenn diese Ge­ fahr witterten, sind durch ein starkes Rot im Bild emotionalisiert. 2006 ließ mich der Anblick von getöteten Tieren auf einer Jagdlodge in Namibia in Gedanken über Sinnhaftigkeit und Exis­ tenz des Lebens als auch über dessen Evolution eintauchen. So werkte ich dann in meiner Sprache: Mit namibischer Erde f ­ertigte ich Farbe, und mit dem ab­ e­ g ronnenen Blut der Jagdbeute bemalte ich die Wände der Lodge – als Totem sollten die Tiere anwesend bleiben. Themen, wie ein von einem Leoparden erlegtes Zebra, eine Kuduherde und Flamingos bilden ein Friesgemälde.
  • 272.
    „Das Kind“ 1988 Höhe ca. 30 cm Acryl und Öl auf Papier „Der Rabbi und das Baby“ 1989 Illustration aus dem Buch „Ein Platz im Paradies. Chassidische Geschichten“, Tyrolia Verlag Höhe ca. 40 cm Acryl und Öl auf Papier „Die Gabe“ 1990 in Kenia gemalt 50 x 35 cm Öl auf Papier Die weiße Frau nimmt eine unnahbare Haltung ein. Die Schale, die sie in der Hand hält, und das Rind an ihrer Seite sind Sinnbilder von Besitz und Verfügbarkeit. Der Afrikaner lehnt sich an sie, in der Erwartung, dass er eine Gabe erhält. 272
  • 274.
    „Die Familie“ 2002 Höhe ca. 170 cm Acryl und Öl auf Holztafel „Das Nest“ 1997 75 x 73 cm Acryl und Öl auf Holztafel Wie in einem Korb, von Händen aufgefangen und beschützt, weilt das Kind durch das Miteinander 274 vieler Menschen.
  • 276.
    „Das Werden“ 1997 Höhe ca. 35 cm Acryl und Öl auf Holztafel Das Gemälde zeigt die Entwicklung des K ­ indes auf: An der Brust der Mutter hat es noch eine starke Bindung, bald aber macht es sich frei – durch seinen eigenen Willen. „Familie“ 1997 Höhe 50 cm Acryl und Öl auf Holztafel „Die Erdenmutter“ 1998 Höhe 70 cm Öl auf Holztafel Diese Komposition lässt die Abfolge der Zeit erkennen. Der Betrachter entdeckt ein Kind im Schoß der Mutter; später hält sie es hoch, und mit ausgebreiteter Hand ent- 276 lässt sie es in die Zukunft. Unten am Bild- rand laufen Gestalten und bilden Wurzeln zum Zeitgeschehen.
  • 278.
    Wandbilder für denAmbulanzbereich des Bezirkskrankenhauses St. Johann in Tirol, 1998 farbige Wandgestaltung und Wandgemälde auf raumhohen, vorgebauten Wandelementen zu vier Bereichen und Themen Acryl und Öl Orthopädie Eine geradlinige Figur spannt sich als Idealbild für Gesundheit in die Achsen eines Kreises. Die rote Gestalt links daneben weicht ab und wird somit Sinnbild für die Erkrankung. Der Kreis, der sich durch alle vier Wandbilder in diesem Ambulanz­ real a zieht, beleuchtet die jeweiligen medizinischen Bereiche. Aus der ­ zenerie S der statisch-analytisch blauen Gestalt wandeln die menschlichen Figuren in ein neues Feld hinaus. In meiner bildhaften Erzählung wird die neue Mobilität des Körpers durch eine Behandlung be­ chrieben. s Frauenheilkunde Zwei Aspekte des „Frauseins“ sind gedanklicher Inhalt des Gemäldes. Einerseits ist die Frau auf dem Stier Sinnbild für den Umgang mit Sexua­ lität und Emotionalität, andererseits ist sie Mutter und trägt in einem sinn- bildlichen eigenen Haus ein Individuum, ihr Kind, in sich. Die Be­ e­ ung w g des Kindes mit seinem ausgestreckten Bein kündigt die eigenständige Entwicklung an. Kindergestalten beleben das obere Feld des Kreises. Da das Frausein für mich kein isoliertes Thema ist, ist auch der männ- liche Part im Bild präsent. Endoskopie Der Patient liegt entlang der Kreislinie, Helfende führen zielgerichtete Linien wie Instrumente und binden den Körper in den Kreis. Vergleiche um Bemessung wird durch die konstruktive Zeichnung im Gemälde be- schrieben. Chirurgie Im Zentrum liegen schlafende Menschen – stellvertretend für die Pa­ tienten. Der Kreis des Geschehens wird von Händen geführt. Es sind die Hände des Arztes, des Chirurgen. Die linsenartigen Zeichnungen an den Körpern fokussieren die zu behandelnde Erkrankung. Die ­ eitern L werden zum ­ rklärenden bildhaften Werkzeug für ein Hineinsteigen e 278 und Einschlafen.
  • 280.
    Ausschnitt aus derHinterglasmalerei der Fassade Tagesklinik St. Anton am Arlberg Höhe 250 cm „Das Heilen“ 1999 110 x 130 cm Acryl und Öl auf Holztafel Ein Körper befindet sich im Zentrum des Gemäldes; in Blau gehalten steht er für Gesundheit und Geradlinigkeit. Er ist aufrecht und in ­ einer s Achse. Durch eine Erkrankung gerät der Mensch außerhalb dieser Achse. Die Farbe wechselt, das kühle Blau wird zum entzündlich wir- kenden Orange. Der Prozess der Heilung wird nun durch einen Kreis beschrieben, der fokussierend über dem Bild liegt und die Beweglich- keit zum Ideal offen lässt. „Heilen“ 2002 Höhe ca. 120 cm Kreide und Acryl auf Holztafel „Heilen“ 2002 Höhe ca. 170 cm Acryl und Öl auf Holztafel „Heilen“ 2002 Höhe ca. 100 cm 280 Acryl und Öl auf Holztafel
  • 282.
    „Bergstimmung“ 2002 Höhe ca. 100 cm Stimmungssequenzen reihen sich. 282
  • 283.
    „Eine Geschichte voneiner Liebe“ 2002 92 x 180 cm Acryl und Öl auf Holztafel Eine Unsichtbare umarmt dich, im Abendkleid eilt sie schwebend zu dir.
  • 284.
    „Zeitscheitel“ 2000 130 x 130 cm Acryl und Öl auf Holztafel „Ernten“ 2002 160 x 240 cm Acryl auf Holztafel Im Bild sieht man eine Frau. Sie bückt sich, um etwas aufzusammeln. Über ihr ragen Äste empor, und ein Vogel schwingt sich in die Lüfte. Im rechten Teil des Gemäldes sind satte Farben zu einem Feld gebaut, sie schlichten sich und das Wachstum drängt sich hinein. Flächen wie Schalen gleich Fischen schieben sich aus dieser Formation h ­ eraus. Eine ansehnliche Ernte findet sich in allen Elementen. 284
  • 286.
  • 287.
    „Initiative“ 2001 Höhe ca.160 cm Acryl und Öl auf Holztafel Vor dem Start ins Unbekannte scheint man wie in der Dunkelheit die Orientierung zu ver­ lieren. Das symbolische Blau der Farbe umspült die Figuren, die Richtung ist wie unter Wasser nicht auszu­ achen. Die Körper wirken teils m trans­­ parent, im Kopfbereich aber entzündet sich die Farbe Orange – Idee und Kraft sollen g ­ ebündelt, die Grenzen überwunden werden. „Licht als Werkzeug“ 1996 Augenklinik Innsbruck 130 x 130 cm Acryl und Öl auf Holztafel Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Göttinger, ehemaliger Vorstand der Augenklinik Innsbruck, stellte mir die Aufgabe, ein Bild mit dem Thema „Augen­ behandlung durch Einsatz von Laser“ zu malen. Uns beide inspirierte der Mythos von Prome­ theus, dem Lichtbringer. In meinem Bild sieht man Figuren, die exakt ge­ richtete Lichtstrahlen halten. Die Helligkeit ver­ deutlicht die Wirkung. Das Geflecht der Linien trennt Handlungsräume. Ein nicht behandelter Mensch, wie in der Mitte des Gemäldes, ver­ liert sein Augenlicht und sinkt ins Dunkel der Erblindung.
  • 288.
    „Netzwerk“ 102 x 102 cm Acryl und Öl auf Holztafel Hände reichen in der Mitte zusammen, linear angedeutete Grenzen werden überbrückt und damit Aufgaben bewältigt. Im Handeln wird alles miteinander zu einem Geflecht durchwoben. „Ich hebe dich von der Bühne“ 2005 Höhe ca. 130 cm Acryl und Öl auf Holztafel 288
  • 290.
    „Tanz“ 2004 90 x 180 cm Acryl und Öl auf Holztafel 290
  • 291.
    „Netzwerk“ 2002 Breite ca.180 cm Acryl und Öl auf Holztafel Hände reichen einander und bilden ein tragfähiges Geflecht, in dem man sich aufgefangen fühlt.
  • 292.
    „Gottvertrauen“ 2003 Werktagskapelle im Haus St. Josef am Inn, Innsbruck 195 x 240 cm Acryl auf Holztafel Hände reichen sanft über das Kreuz. Diese halten nicht fest, sondern bergen und beschützen und formen sich zu einer Wiege, sind zugleich bereit aufzunehmen oder loszulassen. Der Tabernakel als schwebende Säule im Inneren mit dem Allerheiligsten macht diesen Raum zu einem heiligen Raum. Die Präsenz des Ziboriums ist durch das milchige Glas des von innen beleuchteten Tabernakels durch die Schattenbildung zu ahnen. Im oberen Bereich leuchtet die gelblich warme und lebendige Flamme des ewigen Lichts. „Getragen sein“ 2007 Altenwohnheim Innere Stadt Innsbruck dreiteiliges Holztafelgemälde 170 x 520 cm Acryl und Öl auf Holztafel Urnengrabstätte, 2008 Wandgrabplatte mit Laterne und Glassegmenten 50 x 60 cm Glas und Bronze vergoldet Ein letzter irdischer Verweilplatz mit einem Licht, welches nie erlischt im Funkeln des Glases, ewige Farben, ein Blühen, welches nie verwelkt, zuerst Geborenwerden und Gehaltensein. Ein Ring umfasst dich, schützt dich, hält dich, und bekennt sich zu dir. Es entwickelt sich frei dein Wesen, formt sich zur Hand, hebt und trägt, ohne festzu­ alten, öffnet sich und gibt sich h hin. Die Hand, das Werk, ein Tal, ein Spalt, die Schale wird zur ­ cheibe, die Arbeit zur Bot- S schaft. Die Frucht des Lebens wächst und ergibt sich in die Ebene einer Landschaft. Eine Heimat birgt dich in sich wie eine Sonne für dich. 292
  • 294.
    „Umarmung“ 2005 Wellnessbereich Hotel Olympia, Obergurgl Höhe ca. 130 cm Acryl und Öl auf Holztafel Ateliersimpressionen „Goldenes Füllhorn“ 2005 8 m lang als Rauminstallation kegelförmige Stoffbespannung auf Stahlrahmen genäht 294
  • 296.
    „Geschichte“ 2004 150 x 120 cm Acryl auf Holztafel Zwei Zeitebenen stehen wie geschichtet voreinander. dreiteiliges Holztafelbild im Entstehen für das Hotel „Fürstenhaus“ am Achensee Breite ca. 750 cm Malerei mit Acrylfarbe auf drei Holztafeln versiegelt 296
  • 298.
    „Sonnenlauf durchs Leben“1993 Foyer des Pflegeheimes St. Johann in Tirol Höhe ca. 200 cm Acryl auf Holztafel Zwei starke Menschengestalten laufen aus dem Bild auf dich zu. Es sind nicht die hübschen und modisch propagierten Körper, sondern die Leiber von ­ enschen, M welche lebten, arbeiteten, erkrankten und gesundeten sowie Kinder geboren ­ aben. h Es sind Menschen, welche in der Gegenwart handeln, durch die Jung und Alt Platz, Schutz und Begegnung finden. In einem abstrakten, künstlichen Lebensraum voller Licht und Energie (gelb), einer gerasterten und geplanten Ebene, finden auch die Altgewordenen ihren Platz. Sie werden durch die beiden ehrlichen Figuren am oberen Bildrand mit ihrem un- geschminkten Ausdruck sowie ihren verarbeiteten und müde gewordenen ­ ändenH dargestellt. Im Lebenslauf, auf dem kleineren abgesetzten Bildsegment, tritt als das neue ­ eben L ein Kind hervor. Unten schließt eine Herde von Tieren den Lebenskreis als Symbol für Existenz, Ernährung und Symbiose mit der Natur. „Mädchen“ 2004 Höhe 90 cm Acryl auf Holztafel „Landschaft“ 2004 Wellnessresort Hotel Schwarz, Mieminger Plateau 170 x 175 cm Acryl auf Holztafel 298
  • 300.
    „Daheim“ 2003 100 x 100 cm Acryl und Öl auf Holztafel Töchterlein mit ihrem Karthäuser-Baby 300
  • 302.
    „Windflügel“ 2002 Höhe ca. 100 cm 302 Acryl und Öl auf Holztafel
  • 304.
    mehrteilige Bilder, ab1991 Höhe ca. 170 cm Acryl und Öl auf Holztafeln Die einzelnen Bildtafeln sind variabel beweglich. Durch diese Möglichkeit der Veränderung kann 304 man neu gestalten und erleben.
  • 305.
    „Der Pantokrator“ „Lichtbegegnung“ 1993 Höheca. 260 cm dreiteiliges Holztafelbild raumhohe, zweiseitig bemalte Trennwand für den Speisesaal im Behandlungszentrum Vogtareuth, Bayern
  • 306.
    „Staffellauf“ 2000 „Erntedank“ 2000 Breite ca. 6 m Holztafelbild dreiteiliges Holztafelbild, gefertigt für die Raiffeisenbank Kleinwalsertal Höhe ca. 130 cm Teamgeist, Geschwindigkeit, Vertrauen, ungehinderter Austausch und gemeinsames Training führen zum Gewinn. 306
  • 308.
    Atelierhaus-Impressionen „Zeitfenster“ 2004 142 x 204 cm Acryl und Öl auf Holztafel Getrieben jeden Tag – fremdbestimmt ist das Tempo. Der Fluss reißt uns mit. Ein rotes Feld, der formulierte Wille nach dem Platz des eigenen Seins schiebt sich in diese Strömung, hält ent- gegen und schafft Raum, sich selbst zu finden. Mein Farbmalwagen mit allem Zubehör befindet sich in meiner Werkstatt wie vieles auch auf Rädern. Auf diese Weise lässt sich mein Atelier immer schnell um- wandeln. Meine „Farborgel“ mit den Registern, die Farbkisten mit den geordneten Farbbechern bestimmen bereits 308 vom Mischen an die Farbmelodie in den Bildern.
  • 310.
  • 311.
    Später arbeitete ichgänzlich unbefangen. Das Werk entstand ohne ein geplantes Einwirken. Es kam ein­ ... so führe ich das Vergrößerungsglas weiter und fach zustande – oder auch nicht. suche nach Stellen, die eines Blickes würdig sind. Ateliersimpression, 2010 Sehr viele Werke entstehen auf Anfrage von Inter­ Wenn man am Anfang mit dem Malen ­ xperimentiert, e essenten. Ich versuche auch bei Anfragen in meiner wenn man all die Zufälle entdeckt und dem gerade ­ Auffassung frei zu bleiben. Deshalb will ich meine Auf­ Gefundenen huldigt, ist alles Entstandene neu und träge auch nicht Auftragsarbeit, sondern Ver­rauens­ t interessant. Aber vielleicht schon nach fünf oder arbeit nennen. Meine Auseinandersetzung mit dem auch erst nach 500 Bildern stellt sich wohl ­ llen a individuellen Lebensraum des einzelnen Menschen, die ­ rage nach dem Sinn des Handelns. F der Dialog und meine entstehenden Ausführungen Die Suche, etwas Unerwartetes zu entdecken, in die dazu, sind für mich eine wichtige Herausforderung. Weite zu fühlen, machte für mich Sinn, all die vielen Werke anzugehen. Mein Wissen, was mir möglich Über all die Zeit meines künstlerischen Daseins ­ telle s ist, mein Unwissen vor den Grenzen, der hohe An­ ich mir selbst immer mehr Fragen, meine Verantwor­ spruch an mich sowie das mir ent­ egen­ ebrachte g g tung, ein Werk für den Interessenten zu ­ chaffen und s Vertrauen bereiten mir oft ­ opf­ er­ rechen. Die K z b die Anforderungen an mich selbst wurden immer Freiheit, sich selbst zurückzunehmen, wird zu einer größer. ständigen Herausforderung. Ich will vielseitig sein und das neue Gebiet mit dem noch ursprünglichen Im Gegensatz dazu werkte ich als Schülerin aus Neu­ Zittern ergründen. Ich will weiterhin bedacht er­ gier, völlig unbedarft. Ich habe gezeichnet, mit Strich forschen und mit Ehrgeiz suchen, weil ich „hinein­ und Raum experimentiert, zuweilen so ­ ancherm schauen“ möchte, weil ich es entdecken und wis­ Linien­­ führung historischer Zeichnung nach­ e­ pürt, g s sen will. versucht, den großen spätgotischen Bildhauer und Bildschnitzer Tilmann Riemenschneider nachzu­ In „Die fröhliche Wissenschaft“ äußert sich ­ ietzsche N empfinden und in Nachahmung seiner Skulpturen zu Werk und Künstler wie folgt: „Dieser Künstler ist die Lust am Schnitzen zu spüren. Alles, was mich ehrgeizig und nichts weiter: Zuletzt ist sein Werk begeistert hat, wollte ich auch begreifen und insbe­ nur ein Vergrößerungsglas, welches er jedermann sondere „angreifen“. a ­ nbietet, der nach ihm hinblickt.“ Später arbeitete ich gänzlich unbefangen. Das Werk entstand ohne ein geplantes Einwirken. Es kam ein­ ... so führe ich das Vergrößerungsglas weiter und fach zustande – oder auch nicht. suche nach Stellen, die eines Blickes würdig sind.
  • 312.
    Diese beide Gemäldesind vom Thema Vermählung inspiriert: „Bündnis“ 2010 132 x 122 cm Acryl und Öl auf Holztafel Hände fügen, flechten und ­ binden sich, formen sich wie zu W z ­ erk­ eugen. Kreise und ­ entren Z v ­ erschmelzen ineinander und w ­ andeln sich. Das Bildwerk ist richtungsfrei ­ onzipiert und k kann so von jeder Seite rundum betrachtet sein. 312
  • 313.
    „Quelle“ 2010 132 x122 cm Acryl und Öl auf Holztafel Zwei Menschen wollen zueinander. Wie bei einem Baum aus Wurzelstock und Baumkrone verschmelzen die Körper zu einem kräftigen Stamm. Diese Fusion zeige ich in diesem Werk als energievoll und mächtig bewegend. Ein Kraftfeld wächst und konzentriert sich mit Be­ deutung.
  • 314.
    „Chancement“ 2003 150 x 150 cm Acryl auf Holztafel Ein starker Wille, eine Strömung und ein Scheitel dominieren in der abstrakten Auffassung dieses Bildes. Der Zufluss des starken Blau verwandelt sich durch Impulse, Linien, rote ­ inbringungen, E die inspirieren und entzünden sollen. Das Management im Bild wird zum „Chancement“ oder auch zum „Changement“, zur Chance und zum Wechsel zugleich. „Aus den Häusern“ 2003 Höhe 140 cm Acryl und Öl auf Holztafel Das Kunstwerk ist ein Reisebericht einer zielgesetzten Fahrt durch die Einsamkeit. Eine Bildtafel oder Leinwand ist wie ein Grundstück. Der Maler bestimmt, ob es rational beplant wird, ob es zuwächst oder bebaut wird zur Freude, zum wirtschaft- lichen Nutzen oder zum Chaos. Es ist kein Zufall. Der Umgang mit sich und seinen Gedanken zum Leben definiert den Grund und wird das Bild ergeben. „Transform“ 2000 102 x 100 cm Acryl und Öl auf Holztafel 314 Sich verändern, sich herausdrehen und eine neue Richtung einschlagen ist der Gedanke zu diesem Gemälde.
  • 316.
    „Ausgleiche schaffen“ 2000 170 x 200 cm Acryl und Öl auf Holztafel Dieses Gemälde erarbeitete ich für eine Steuerberatungskanzlei. In der Mitte teilt eine Gestalt als Sinnbild für das Gesetz mit Waagschalen das Bild. Ein dynamisches Wirken, die Räder der Wirtschaft, werden zu Tischen der Zu- 316 sammenarbeit. Eine gebende Geste teilt und wirkt auf einen weiteren Tisch hin, an welchem eine Gestalt mit nach oben hin offenen Händen sitzt. Der Tisch der Wirtschaft bedient den Tisch der Kinder und der alten Menschen. Das Gesetz als richtungsweisende Gestalt steuert in der Mitte diese Ausgleiche. Jeder kommt an diesen bestellten Tischen vorbei, nimmt und gibt.
  • 317.
    „Brückenschlag“ 1999 Höhe 220cm lasierende Farbe und Ölkreide auf Papier Aus einem großen gezeichneten und bemalten Papierbild wurden 336 Teile als Cover für einzelne Kunstsparbücher gebildet. Auf jedem dieser Fragmente befindet sich ein Motiv.
  • 318.
    „Dialog“ 2009 „ich bin – aus mir heraus“ 2009 Wendebild zur richtungsfreien Ansicht 170 x 100 cm 170 x 90 cm Acryl und Öl auf Holztafel 318 Acryl und Öl auf Holztafel
  • 319.
    „Natur“ 2010 Höhe ca.100 cm Acryl auf Holztafel
  • 320.
    „Stutenmutter“ 2008 100 x 100 cm Acryl auf Holztafel diverse Pferdebilder Öl und Acrylbilder auf Holztafel oder Papier Die Dynamik und Ästhetik sowie der Charakter dieser wunderbaren Tiere begeistern mich und werden in all den Jahren immer wieder von mir gewählt, um Bilder 320 zu malen, gleichsam als Lobgesang an diese Wesen.
  • 322.
    „Frau Hitt“, 2003 Höhe ca. 100 cm 322 Acryl auf Holztafel
  • 324.
    „Frühlingserwachen“ 2003 Höhe 100 cm Acryl auf Holztafel Hinter den Säulen des Winterpalastes schläft eine Frau. Der Geliebte bringt die ersten Frühlingsboten. Es beginnt zu tauen. Unerwartetes Zitronengelb – Wärmendes durchbricht die kühl gehaltene Farbigkeit des Bildes. „Sommerfrau“ 2003 82 x 84 cm Acryl und Öl auf Holztafel Eine Sage der „Ergobanda“ Barbara Weber inspirierte mich zu ­ iesem d Bild. Zu jeder Jahreszeit, in den eisigen Bergen, in der herbstlichen Hügel­andschaft, im frühlingshaften Grün, am sommerlichen See, l kommt die Sehnsucht nach einer Frau wie in einem Traum in das Land. 324
  • 326.
    „Heimat“ 2005 ca. 100 x 100 cm Öl und Acryl auf Holztafel Heimat findet man in der Zweisamkeit, in der Berührung und Sehn­ ucht nach dem Land, in der Mutterschaft und in sich selbst. s 326 „Wandkleider“
  • 328.
    „Bambus“ 2002 Lochbild 120 x 145 cm Acryl auf Holztafel „Erinnerung an einen Sommer“ 2002 Lochbild 145 x 155 cm Acryl und Öl auf Holztafel 328
  • 330.
    „Verlauf der Jahreszeiten“1994 Breite ca. 270 cm Acryl und Öl auf Holztafel „Regentag“ 1994 „Spätsommer“ 1995 Breite ca. 200 cm 130 x 130 cm Acryl und Öl auf Holztafel Acryl und Öl auf Holztafel 330 Mein erstes Blumenbild habe ich auf Wunsch meiner Mutter gemalt. Es ist dann nicht bei diesem einen geblieben. Meine Blumensträuße aus Farbe sind ausschließlich der Freude gewidmet.
  • 332.
    In der Plakatgestaltungversuche ich, ein gemaltes Schriftbild typo­ rafisch ­ assend g p zu erarbeiten, um einen ­ armonischen h Ge­ amt­ indruck und eine unverwechsel- s e bare Identität herzustellen. Die Plakatvor- lagen sind Originalgemälde in Acryl und Öl. Sie entstehen in einem meist größeren Format als im Plakat selbst dargestellt, z ­ umal ich dem Malen in großen Formaten stets den Vorzug gebe. 332
  • 334.
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  • 340.
    Patricia Karg akademische Bildhauerin und Malerin e-mail: karg.patricia@chello.at homepage: www.karg-patricia.com „Durch meine Arbeit möchte ich den Geist der Menschen erbauen und weiten. Meine Werke sollen Nahrung für die Seele sein.“ 1961 am 7. Dezember in Innsbruck geboren Vater Ing. Ludwig Karg, Baumeister Mutter Gertraud Karg, geb. Baumann 1 976–1980 Besuch der Fachschule für Holz- und Steinbildhauerei in Innsbruck, Gesellenprüfung 1 980–1987 Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in München, Meisterschülerin von Prof. Hans Ladner, Diplom seit 1985 Lebensgemeinschaft mit Univ.- Prof. Dr. Anton H. Schwabegger, Plastischer Chirurg seit 1987 freischaffend selbständig tätig 1995 Bezug des Atelierhauses in Thaur 1997 Geburt von Stella Patricia 340 2000 Geburt von Laetizia Philippa
  • 341.
    Mitgliedschaften Berufsverband Bildender Künstler(BBK) Oberbayerns Gruppe Factum, Haus der Kunst München Berufsverband Bildender Künstler (BKÖ) Österreichs Tiroler Künstlerschaft Lionsclub „Victoria“ Innsbruck Alpha Club Innsbruck Syrlin Kunstverein e.V. Stuttgart International Ehrungen, Auszeichnungen & Preise 1981 Preis der Stadt Innsbruck 1981 Preis der Internationalen Sommerakademie, Innsbruck 1983 Preis der Internationalen Sommerakademie, Innsbruck 1984 Preis des 88. Katholikentages, München 1985 1. Preis, Neugestaltung der Kirche St. Philipp Neri, München 1987 1. Preis für Malerei Stadt Innsbruck, Ankauf Land Tirol 2. Preis, Friedhofskapellengestaltung, Friedhof Pradl 1988 Förderungspreis für Malerei der Stadt Innsbruck 1988 Auszeichnung für Kleinplastik durch die International Art Competition, New York 1992 1. Preis, Datacom Kunstpreis Tirol 1992 1. Preis für das Hahnenkammplakat Kitzbühel 1993 3. Preis, Gestaltung der Barbarabrücke, Schwaz 1993 Ankauf zum 23. Österreichischen Grafikwettbewerb 1995 Belobigung Wettbewerb „Neues Wohnen in Tirol“, WE Wohnungseigentum 1997 2. Preis, Plakatwettbewerb Alpenzoo Innsbruck 2002 Anerkennungspreis für Malerei, Milser Kulturtage 2004 1. Preis, Schienenbolidenwettbewerb, Gestalten mit Kindern 2005 Palm Award, Art Domain Gallery, Leipzig 2007 2. Platz, Wettbewerb Kunst für Wohn- und Geschäftshaus der Neuen Heimat Tirol, Projekt Schwaz 2008 Internationaler Syrlin Kunstpreis, 7. Rang für Skulptur „Liebesnest“, Stuttgart 2009 Internationaler Syrlin Kunstpreis, 1. Platz für Skulptur „Muse“, Stuttgart
  • 342.
    Nationale und internationaleAusstellungen Einzelausstellung 1982 Johannesgalerie im Heimatdorf Arzl Grupppenausstellung 1984 Galerie im Fürstenhaus, Hall in Tirol 1985 Textilhof, Innsbruck 1986 BMW-Galerie, München Stadtturmgalerie, Innsbruck Innsbrucker Kunstverein Internationales Pressezentrum, Wien Haus der Kunst, Kunst ’86, München Deutsche Gesellschaft für Christliche Kunst, München Martin-Philipp-Galerie, München Bonifaziuzshaus Fulda 1987 Tiroler Kunstpavillon, Innsbruck Alter Lahntalerhof, Matrei am Brenner Bank für Tirol und Vorarlberg, Innsbruck 1988 Merkur Versicherung, Innsbruck Katholisches Bildungshaus, Lienz Bawag, Innsbruck Inngalerie, Kufstein 1989 Reith im Alpbachtal, Tirol Haus der Kunst, Kunst ’89, München 1990 Theodor Hörmann Galerie, Imst Kleine Galerie, Galerie Augustin, Innsbruck Galerie Zöhrer, Schwaz Galerie Dida, Graz Raiffeisenbank, Wattens Karg-Haus, Mayrhofen Salzburger Sparkasse, Hallein Bank für Tirol und Vorarlberg, Wien Trinity Arts Center, Royal Tunbridge Wells, England Chateau Jarez, Saint-Chamond, Frankreich Chateau de la Bertrandiere, L’Étrat, Frankreich Galerie im Fischerhuus am Zürichsee, Schweiz 1991 Galerie in der Stille, Natters Galerie Villa Mutter, Feldkirch Licht-Design-Ambiente Hausberger, Innsbruck Raiffeisenbank Wattens 1992 Bau Art, Ingenieurkammer für Wien, NÖ und Burgenland, Wien Bank für Tirol und Vorarlberg, Kitzbühel Kunstraum Kirche, Osterfestival Katholischer Akademikerverband, Innsbruck Gerätewerk Matrei, Völs 342 Galerie Hosp, Nassereith Trinity Arts Center, Royal Tunbridge Wells, England Galerie Kass, Villa Falk, Innsbruck Firma Troppmair, St. Johann in Tirol Studia, Innsbruck
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    1993 Kunstzaun Innsbruck 2002 ART Innsbruck Galerie Branz, Bregenz Galerie Krupan, München Ikarus Consulting, Wien Am Gaisberg, Salzburg Interunfall Schwaz Galerie Ainberger, Hopfgarten und Kufstein Azoth Art Connexion, Galerie Weinblatt, Wien Cercle Munster, Luxemburg Bank für Tirol und Vorarlberg, Kitzbühel Milser Kulturtage, Mils Ärztekammer für Tirol Bergbilder – Gruppenausstellung, Fulpmes Haus St. Michael, Pfons 2003 ART Innsbruck 1994 Stiegl Braukunstfest, Salzburg MART Roveretto Haus der Senioren, Innsbruck Salzlager Hall in Tirol Mal-Happening, Porsche Innsbruck Galerie Renu, Glasarbeiten, Silz Städtische Galerie, Lienz Österreichische Künstler in China, Peking Galerie Branz, Bregenz 2004 ART Innsbruck Diagonale Salzburg Floral – Gemeinschaftsausstellung Tiroler Künstlerschaft Kurhaus, Garmisch-Partenkirchen, Bayern Galerie Kass, Schmuck, Innsbruck Marktgemeinde Kundl „das kleine kunstfenster“, Hochfilzen 1995 Galerie Renu, Silz Galeria Corte Filippini, Verona Atelierhaus, Thaur 2005 ART Innsbruck Kleines Theater, Salzburg ART Bodensee, Dornbirn Galerie Jacques Coeur, L’Arbresle, Frankreich „das kleine kunstfenster“, Hochfilzen Raiffeisenbank Vomp Art Domain, Leipzig Galerie Gschösser, Schloss Lipperheide, Münster Tiroler Hof, Niederndorf Kunst im Weinkeller, Schwaz Eplit, München H & H Immobilien, Innsbruck 2006 Galerie Hosp, Wein am Berg, Sölden Sanatorium der Kreuzschwestern, Rum ART Innsbruck 1996 Interunfall, Schwaz Biwak, SOS-Kinderdorf in Hall in Tirol Tiroler Kunstpavillon, Innsbruck Wirtschaftskammer Reutte Krankenhaus Kitzbühel Galerie Augustin, Wien 1997 Galerie Bertrand Kass, Innsbruck Raiffeisenbank Wattens 1998 Galeria Giacobbe Spazio, Mailand 2007 Messe Frankfurt aki – Katholisches Akademikerhaus, Zürich ART Innsbruck Cercle Munster, Luxemburg 2008 ART Innsbruck, Personale, Galerie Hosp 1999 ART Innsbruck Kunstmesse Stuttgart, Sindelfingen 2000 ART Innsbruck Tiroler Gartentage, Congress Igls Schloss Melans, Absam Stift Wilten 2001 Cercle Munster, Luxemburg 2009 ART Innsbruck ART Innsbruck Tag der offenen Gartentür, Atelier Thaur CapitalLeben Liechtenstein Galerie Bertrand Kass, Innsbruck Art Vienna Galerie Manzl Ainberger, Kulturkeller Hopfgarten Igler Kulturtage Innsbruck 2010 ART Innsbruck Interni, Innsbruck Kunstmesse Stuttgart, Sindelfingen Stecher&Stecher, Affenhausen, Tirol Innsbrucker Herbstmesse
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    Öffentlich ausgeführte Werke 1984 Wegkreuz, Holz geschnitzt, Innsbruck-Arzl Türblattgestaltung, Holz, Bronze und Glas unter den Lauben in der Altstadt Innsbruck 1985 Musikpavillon, Holz, Brixen im Thale 1986 Dorfbrunnen, Kunststein, Brixen im Thale Kreuzweg, bemalte Holztafeln, Brixen im Thale 1987 Fabelwesen, bunter Kunststein, Berg am Starnberger See 1988 Spiegelzimmer, Glas, Berg am Starnberger See Priestergrabstätte, Kunststein, Hopfgarten 1989 Wandgestaltung, Holz, Fa. Perlinger, Itter Fassadengestaltung, Kunststein, Villa Itter Farbillustration des Buches „Ein Platz im Paradies“, Tyrolia Verlag, Innsbruck Brunnensäule, Kunststein, am Weerberger Friedhof Bühnenbild und Masken „IO“, Innsbrucker Kellertheater Eingang, Kunststein, Raiffeisenbank Kitzbühel Bronzekreuz, Pfarrkirche St. Philippus, München 1990 Bühnenbild und Kostüm „Witwe Rousseau“, Innsbrucker Kellertheater Fassade „Karg-Haus“, Mayrhofen Ortseinfahrt – Zunftstange, Bronze, Angath 1991 Lüftungsskulptur, Blechfaltungen, Café Moments of Art, Innsbruck Bühnenbild und Kostüm „Kassandra“, Innsbrucker Kellertheater Boden-, Wand- und Säulengestaltung, bunter Kunststein, Foyer Bezirkskrankenhaus St. Johann in Tirol Brunnen, Bronze, im Innenhof der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck Rauminstallation, Eisendraht, Cineplexx-Kino, Innsbruck Bodenmosaik, Landeskrankenhaus Natters bemalte Kreuzwegtafeln, Wanderweg, Brixen im Thale 1992 Spiegelturmfassade, Fa. Alpquell, Münster Fassadengemälde Pfarrheim Ried im Zillertal Saalgestaltung, bunter Kunststein, Truppenübungsplatz Hochfilzen Ziborium und Patene aus Bronze und Kupfer vergoldet, 344 Pfarrkirche St. Philippus, München Illustration zum Buch „Hiob“, Tyrolia Verlag, Innsbruck Fassadengemälde Feuerwehrhaus, Kufstein Ideen zur künstlerischen Gestaltung der Inntalbrücke Fassadengemälde Neue Heimat, Wohnanlage Breitenbach am Inn grafische Gestaltung der Zeitschrift „Entschluss“, 47. Ausgabe
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    1993 Kunstzaungestaltung, bemalte drehbare Scheibe, 1996 Brunnenskulptur, bunter Kunststein, Fa. Opbacher, Fügen Fennerareal, Innsbruck Farbgestaltungen Tivoli Freizeitzentrum, Innsbruck Fassadengemälde Altenpflegeheim, St. Johann in Tirol Plakat, Schlossbergspiele Rattenberg Fassadengemälde Fa. Troppmair, St. Johann in Tirol Steinerner Regenbogen, bunter Kunststein, Blaike Völs Skulptur, Kunststein, und Säulengemälde Café Platzl, Farbkonzeption Logistikzentrum, Fa. Handl Tyrol St. Johann in Tirol Kreuzweg, Holz, Pfarrkirche St. Philippus, München Brunnen, Kunststein, Festungsapotheke, Kufstein Illustration „Job and the Mystery of Suffering“, Richard Rohr, Kapellenausstattung, Holz und Zinn, Crossroad Book, New York Katholisches Hochschulhaus aki, Zürich Titelbild zum Buch „Christsein als Beruf“, Christian Friesl (Hrsg.), Holztafelbilder als Trennwände, Speisesaal und Foyer Tyrolia Verlag, Innsbruck des Behandlungszentrums Vogtareuth, Bayern Ausstattung, Bronzeskulpturen des Schmuckgeschäftes Schieferer, 1997 Plakat und Programmheft zur 35. Jahrestagung Landeck der Österreichischen Gesellschaft für Plastische, Ästhetische Fassadensegment, Kunststoffplatten, Fa. Troppmair, St. Johann in Tirol und Rekonstruktive Chirurgie, Innsbruck Gestaltung Familiengrab, Bronze, Arzler Friedhof 17. Grand Prix des deutschsprachigen Wirtschaftsfilms ’97, Gemälde Ambulanz Universitätsklinik für Augenheilkunde, Innsbruck Bronze, Innsbruck 1998 Fassadengemälde Volksschule Thaur 1994 Etikett Stiegl-Braukunst-Flasche Salzburg Bautafelgestaltung für Bauconsulting Weinberg, Sillhof Innsbruck Volksaltar, gerosteter Stahl, Pfarrkirche Innsbruck-Arzl Wandbilder im neuen Ambulanzbereich des Bezirkskrankenhauses Bronzekreuz, Pfarrkirche Innsbruck-Arzl St. Johann in Tirol Fassadengemälde „Der Zeitscheitel“ an der Pension Wieser, Fassadengestaltung, Blechvorbauten, Fa. Rieder, Ried im Zillertal Sölden Fassadenmalerei mit Glasfaserlicht, Sporthotel Penz, Innsbruck Plakat Schlossbergspiele Rattenberg Plakat Weltmeisterschaft der Einspänner, Ebbs Titelbild zum Roman „Wie ein Stein aus Glas“ von Helga Reichart Plakat Handball Junioren Europameisterschaft, Innsbruck architektonische Gestaltung Atelierhaus, Thaur Plakat Internationales Schlittenhunderennen Galtür Grabgestaltung, Nirosta, Westfriedhof Innsbruck 1995 Brunnen, bunter Kunststein, Sanatorium der Kreuzschwestern, Medaillen Handball Junioren Europameisterschaft, Innsbruck Hochrum Gestaltung der Anschlagtafel, Biochemische Pharmakologie Wandmalerei Stieglitz Klosterhof, Linz Universität Innsbruck Bemalung und Folierung, Dorfbus TATI, Seefeld Garderobenskulpturen, Holz, Volksschule Baumkirchen Wandgemälde Behandlungszentrum Vogtareuth, Bayern Holztafelbild, Plastische Chirurgie, Landeskrankenhaus Feldkirch Säulen, bunter Kunststein, Eingangsgelände Behandlungszentrum 18. Grand Prix des deutschsprachigen Wirtschaftsfilms, Bronze, Vogtareuth, Bayern Bregenz Logo der Österreichischen Gesellschaft für Plastische, Bilder im Landeskrankenhaus Feldkirch Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie Farbgestaltung Stiegenaufgang der Bundesländer-Versicherung, Skulptur, Kunststein mit Faserlicht, Ambulanz Universitätsklinik Innsbruck für Strahlentherapie, Innsbruck Gemälde Ambulanz für Plastische Chirurgie, Innsbruck 1999 Fassadenskulpturen, gefaltetes Nirosta, Kindergarten Thaur Priesterkleidgestaltung, Seidenmalerei, Pfarre Ried im Zillertal 336 Sparbüchercovers, Sparkasse Innsbruck Gestaltung der Vorzugsausgabe „Gegengebete“ von Gestaltung mit Malerei, Liftwände, Internationales Studentenhaus Robert Schneider, Verlag Bibliothek der Provinz Innsbruck Jahreszeitenbilder im Tiroler Bauernkalender Renovierung mithilfe meiner ganzen Familie, altes Lahnhäusl, Zillertal Uhrblattdesign für die Tiroler Röhren- und Metallwerke, Hall in Tirol Tuchbilder, The Penz Hotel, Innsbruck Familiengrabstätte, Bronze und Stein, Ebbs
  • 346.
    2000 Plakat Mullerlaufen in Thaur 2003 Gedenktafel am Umspannwerk, Glas, Innsbruck Plakat Haflinger Weltausstellung Ebbs/Tirol „Gloria“, Messing vergoldet, Sozialpreis der Tiroler Sparkasse Grabgestaltung, Bronze, Familiengrab Ebbs Gestaltung der Edition Tiroler Single Malt, Zinnguss, Gedenkpreis Ilse Benedetto, Bronzekugel mit Kleinskulptur, Fa. Tiroler Bier, Innsbruck 19. Grand Prix für den deutschsprachigen Wirtschaftsfilm, Holztafelgemälde, Kongresshaus Innsbruck Bronze, Wien Plakat, Sommerball-Lions, Innsbruck Wandgestaltung Logo, Holz, Erlebnissennerei Mayrhofen Grabstätte mit Glaskreuz, Friedhof Natters Wandgestaltung, Beton mit Malerei, Eingang Miederer Badl Mountainbike-Trophy Patscherkofel, Nirosta, Innsbruck Holztafelbilder Raiffeisenbank Kleinwalsertal Puzzlebild, bemaltes Holz, Entbindungszimmer Bemalung der Österreichischen „Bundesbahn-Gams“, Kitzbühel Bezirkskrankenhaus St. Johann in Tirol Gestaltung Wohnhaus Arzl bei Innsbruck 2001 Foyer des Internationalen Studentenhauses mit Holzskulpturen, Andachtsraum mit Gemälde und Tabernakel, Glas, Innsbruck Altenheim St. Josef, Innsbruck Mountainbike-Trophy Patscherkofel, Nirosta, Innsbruck Gestaltung der Glaswände, Ordination der Internen Medizin Eingang mit großer gebauter Kamera, Foto Lamprechter, Innsbruck Dr. Gritsch, Fulpmes Kuhfries, Malerei, Haus in Helfenstein, Zillertal Foyergestaltung mit Brunnen, Kunststein und Holztafelgemälden, Verdienstmedaille der Caritas der Diözese Innsbruck, Lufttechnik Kröll, Stans Zinnguss vergoldet Gemälde für das Café Triolaa, Wien, 1. Bezirk Mountainbike-Trophy Seegrube, Nirosta, Innsbruck Logo für die Araberzucht, Leimgruber, Absam Statuetten, Zinnguss, Tiroler Tierschutzverein, Innsbruck Mountainbike-Trophy Seegrube, Nirosta, Innsbruck Farbkonzeption des Logistikzentrums Handl Tyrol, Schönwies Glasscheibe, gefustes Glas, Ordination Dr. Furtschegger, Innsbruck Bilder im Landeskrankenhaus Feldkirch Alpentrail-Trophys, für Schlittenhunderennen, Nirosta, Südtirol Gestaltung Holztafelgemälde, Ordination Dr. Seiwald, Hall in Tirol 2002 Ausstattung mit Einzelmöbeln, Mozartsuiten im Hotel Wolf-Dietrich, Salzburg 2004 Portal, Glas, Juwelier Ellert gegenüber dem Stephansdom, Wien 20. Grand Prix des deutschsprachigen Wirtschaftsfilms, Bronze, Wien Gemälde-Ausstattung im Wellnessresort Schwarz, Mieming Malworkshop mit Mitarbeitern der Fa. Siemens, Innsbruck Gemälde in der Fa. Beton- und Monierbau, Innsbruck Glasfassade, gefustes Glas, Internationales Studentenhaus, Innsbruck Gemälde, Vorstandsbüro Siemens, Wien Auferstehungstor, gefustes Glas, Pfarrkirche St. Philippus, München Plakat Thaurer Mullerlaufen Tuchgemälde, Designhotel The Penz, Innsbruck Plakat 200 Jahre Musikkapelle Scharnitz Preise für das Alpentrail Schlittenhunderennen Südtirol, Zinnguss Fassadengestaltung, Alu, Lufttechnik Kröll, Stans Farbkonzeption, Foyer des Internationalen Studentenhauses, Innsbruck dreiteiliges Gemälde Competence Center Wien „Gloria“, Messing vergoldet, Sozialpreisgestaltung, Brunnen, Kunststein und Nirosta, Raiffeisenbank Hart, Zillertal Sparkasse Innsbruck Leinwandgemälde Raiffeisenbank Hart, Zillertal Mountainbike-Trophy Seegrube, Nirosta, Innsbruck Quellennymphe, gefustes Glas, für den Aqua Dome Längenfeld Verschlussdesign für Flaschen, Zinnguss, Tiroler Whisky, Innsbruck Glasgestaltung Rasulbad im Wellnessresort Schwarz, Mieming Farbkonzeption, Kinderarztordination Dr. Gasser, Hall in Tirol Mountainbike-Trophy Seegrube, Nirosta, Innsbruck Glasfassadenmalerei und Gemälde im Foyer Alpentrail-Trophys für Schlittenhunderennen, Nirosta, Südtirol der Arlberger Tagesklinik, St. Anton am Arlberg Wegkreuzglaskonstruktion Fachmarktzentrum Kufstein Alpentrail-Trophys in Zinnguss für Schlittenhunderennen, Südtirol Gemälde im Wellnessbereich Hotel Olympia, Obergurgl 346 Weihnachtstuchgemälde für das Designhotel The Penz, Innsbruck Familiengrabstätte, Glas und Stein, Natters
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    2005 Bild Physikalische Medizin Universitätsklinik Innsbruck 2008 Plakat, Thaurer Mullerlaufen Mobiles Grab, Bronze, Schweiz Weinkellergestaltung der Ferrarischule Innsbruck Plakat und Plaketten, Haflinger Weltausstellung, Fohlenhof Ebbs Glastorso, Douglas Drogerien, Düsseldorf Plakat Biathlon-Weltmeisterschaft Hochfilzen Grabstätte, Glas und Edelstahl, Hötting dreiteiliges Gemälde Competence Center Wien „Gloria“ Sozialpreis der Tiroler Sparkasse, Innsbruck Foyer und gelber Salon im Hotel am Stephansplatz, Malerei, Wien Leidens- und Lichtweg, Glastafelbilder, Pfarrkirche Lechaschau Spitzbogenkirchenfenster, eingebrannte Glasmalerei, Lechaschau Wandgestaltung in Holz, Veranstaltungszentrum Forum, Rum Neuinszenierung des Reliefs, Kunststein und Stahl, durch Acrylglasgemälde, Veranstaltungszentrum Forum, Rum Umbau Raiba Kitzbühel Urnengrab, Glas und Bronze, Hall Skulptur und Glasdrache Hotel Alpenrose, Maurach Kunst Edition für das Stift Wilten, Innsbruck Design für Whiskyverschlüsse mit Zinnskulpturen, Tiroler Bier Restaurierung des Wandgemäldes Alpentrail-Trophys für Schlittenhunderennen, Nirosta, Südtirol am Altenpflegeheim St. Johann in Tirol Parfum-Etikettengestaltung mit Rosenstoffdesign, Glasgemälde, Feinkost Fürbass, DEZ Innsbruck Fa. Bipa, Wiener Neudorf Skulpturenwand, Betonguss, Wohnanlage, Neues Ambiente für altes Wegkreuz, Glas, Neue Heimat, Im Tal, Absam Fachmarktzentrum Kufstein Glasdrache Salzburger Hof, Zell am See 2009 Plakat und Plaketten, Haflinger Weltausstellung, Fohlenhof Ebbs Foyer und Lounge, Glas, Raiffeisenbank Wattens Urnengrabstätte, Glas und Stein, Mühlau Wellnessbereich, Wandmalerei, Fürstenhaus Pertisau Familiengrabstätte, Glas, Edelstahl und Stein, Mieders Grabstätte, Glas und Stein, Fiecht 2006 Kreuzfenster, Glasmalerei, Pfarrkirche Lechaschau „Kreuz“-Schmuckedition für die Ritter zum Heiligen Grab in Jerusalem Glasschichtbild im Landhaus Innsbruck Poseidonhaupt in Glas und Edelstahl, Hotel Amathus, Rhodos Brunnen, bunter Kunststein, Fuchsloch, Thaur Glastorsi, Hotel Amathus, Zypern Glasskulptur Hotel Schweizerhof, Saas-Fee Installation mit Hadernkocher, Papierfabrik Wattens Glasskulpturen für die Bernsteinsuite im Hotel „... liebes Rot-Flüh“, Glasfenster, Aussegnungskapelle Kelchsau Tannheimer Tal Dorfplatz, Gesamtkonzept und künstlerische Ausführung, Glasskulpturen im Hotel Schwarz, Mieming Murg, Schweiz Bild für die Plastische Chirurgie Krankenhaus Bogenhausen, München Alpentrail-Trophys, für Schlittenhunderennen, Südtirol Glaswandbild Steuerberatungskanzlei Stauder/Kempf, Innsbruck Medaille Handball Europameisterschaft, Innsbruck 2010 Neugestaltung der Ehrenzeichen für die Caritas, Innsbruck Verkehrstafel für Kinderarzt Dr. Gasser, Hall in Tirol Lithographie-Zyklus, bei Stecher&Stecher, Affenhausen, Tirol Alpentrail-Trophys für Schlittenhunderennen, Nirosta, Südtirol Plakat, Dreiländer-Kongress, Plastische Chirurgie, Innsbruck Grabstätte, Glas, Mils Skulptur Medienpreis der Österreichischen Gesellschaft für Plastische Chirurgie 2007 Glasreliefwand, Hauskapelle St. Raphael, Innsbruck Ideenpreis für die Wirtschaftskammer Tirol Glaswand und Gemälde im Wellnessbereich Schwarzalm, Zwettl Plakat und Plaketten, Haflinger Weltausstellung, Fohlenhof Ebbs dreiteiliges Holztafelbild, Kapelle Wohnheim Innere Stadt, Innsbruck Alpentrail-Trophys, für Schlittenhunderennen, Bronze, Südtirol Braukunst Edition von Bierdeckeln, Zwettler Bier, Zwettl Glaswand für Wellnesshotel in Oberlech Erscheinen dieses Buches Glaswandgestaltung der Hauskapelle St. Raphael, Innsbruck Gemälde im Landtagsclub, Landhaus Innsbruck
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    Stichwortverzeichnis zu denAbbildungen A Boden, 64, 67, 123-125, 131-137 F glassfusing, 143, 175-177, Kapelle, 54, 57, 60-63, 187, 293 ausapern, 20 Boot, 53, 152, 215, 225, 303 Fabelwesen, 77, 85, 89, 97, 47 184-187, 195 Karikatur, 50 Abfolge, 34, 46-48, 60-74, 90, Brief, 31, 38, 49 Familie, 41, 48, 71, 93, 158, 161, Glasmalerei, 189, 196, 209, 221, Kastanie, 135 234, 276 Bronze, 38, 58f., 68f., 74f., 146, 165f., 225, 274-277 223, 280 Kater, 44 Ablöse, 70f. 148, 151, 153-159, 161-163, Farbkonzept, 109, 191, 201, 214 Glaube, 158, 166, 263, 318 Katze, 48, 265, 335, 337 Abschied, 34, 45, 61, 64, 68, 71, 165-169, 172, 181, 292 Farbkreis, 123 Gloria, 170 Keimzelle, 154 85, 142, 151f., 185, 245, 259, 331 Brücke, 35, 52, 73, 109, 133, 219 Farborgel, 308 Glück, 244 Kelch, 151 Achse, 38, 206, 278, 280f. Brückenschlag, 317 Fassade, 173, 191, 193, 196, 199, Gottvertrauen, 293 Keramik, 147 Acrylglas, 140, 220, 265 Brunnen, 72f., 96f., 105-107, 201, 203, 228, 230, 280 Grab, 59, 63f., 151f., 175, 184, Kette, 151, 166 Affen, 269 110-115, 126-131, 134-139, Fenster, 175, 185, 189, 265, 309, 292 Kies, 133 Afrika, 268f., 271, 273 172, 265 325 Grabkammer, 152 Kind, 43, 60, 71, 151, 165, 170, allein, 34, 39f., 53 Bühne, 67, 166, 289, 239 Fest, 221 Grand Prix, 165 225, 265, 272, 275, 277, 298, Alltag, 58, 60, 66, 228 Bündnis, 312 Film, 165 Gregor, 175, 334 316, 334 Altar, 54 C Fisch, 152, 158, 175, 177, 189, Grenze, 287f. Kindergarten, 173 Ambo, 54f. Chance, 314 285 Gruppe, 44, 64-73, 78, 203, 244, Kirche, 54, 60-63, 189, 208 Apostel, 53 Chaos, 191, 231 Flammen, 55, 152 252 Klinik, 118-131, 196, 214, 229, Arbeit, 38, 52, 166, 218, 225, 227 Chirurgie, 151, 278 fliegen, 75, 173, 225 Gynäkologie, 165, 278 279f., Arbeitseindrücke, 100, 112, 119, Christophorus, 152 Fliese, 123, 195, 214 H kokettieren, 92 137, 149 D Floatglas, 178-187, 219, 223, 227 Haflinger, 321, 333 Kommunikation, 86, 95 Arzt, 50, 278, 287 daheim, 301 Fohlen, 321 Handball, 151, 333 Konsum, 66 Astwerk, 91, 152, 154, 163, 171 Daidalos, 74f. Foyer, 52, 83, 125, 127, 131, 209, Hände, 52, 61, 89, 112, 120, 142, Kontinent, 217 Atelier, 76, 154, 248, 265, 294, Dank, 52, 268, 307 216, 223, 227, 229, 279 148, 151, 162, 165f., 170, 189, Konzentration, 233, 286 308, 311 Daphne, 89 Frau Hitt, 323 225-227, 229, 245, 262, 275, Konzeptarbeit, 124-139, 202-205, Aufbruch, 255, 230f., 233, 254f. Dialog, 34, 86, 153, 219, 318 Fräulein, 51, 93 288, 291-293, 312, 316 208-217, 223, 293 Auferstehung, 60, 146, 185, 232 Distanz, 261, 306 Freiheit, 40, 74, 195, 263, 303, Häuser, 199, 265, 314 Korb, 140, 165, 275 Auferstehungstor, 185 Dorfplatz, 73, 90, 135-139 309, 315, 318 heilen, 196, 279f., 287 Kornähren, 42, 152, 330 Auge, 44, 48, 153, 165, 287 Dornenkrone, 57 Freizeitanlage, 201, 211, 215, 296 Heimat, 71, 151, 155, 165f., 225, Kosmos, 123, 141, 191 Aura, 222f. Drache, 175 Freundschaft, 35, 37, 43, 61, 67, 274-277, 282, 292, 301, 325, Kraftfeld, 219, 313 Ausgleich, 225f., 298, 316f. drei, 54, 68, 102, 121, 152, 241, 249, 289, 301 327 Kranich, 151, 172 Ausrichtung, 42, 281 293, 296f., 305f. Fries, 205, 221, 225 heimgekehrt, 61f. Kreativität, 48, 175 Aussaat, 42, 52 Dreifaltigkeit, 54 Frosch, 247 helfen, 60, 120, 170, 258, 273, Kreuz, 45, 48, 58-60, 151f., 183, B Druse, 192 Frühling, 325 275, 289, 301, 334-339 186-189, 293 Baby, 41, 48, 165f., 272, 334, 338 Du, 166 Füllhorn, 294 Herz, 153, 222 Kreuzweg, 45, 60f., 63, 184 Bad, 215, 265 Dunkelheit, 231, 287 Fusion, 313 Hexe, 50, 332 Krippenfigur, 50 Ballon, 337 E Fuß, 52 Hiob, 40 Kugel, 126f., 131, 135, 137f., Bambus, 328 Eidechse, 48 Fußball, 338f. Hirte, 50, 334, 336f. 141f., 148-165, 170 Bank, 144, 208f., 216f., 257, 306 Einfluss, 253, 259-261, 273, 281, G Hl. Geist, 52, 318 Kuh, 271, 334, 336f. Baucis, 162f., 170 309, 313 Gabe, 273 Hoffnung, 158, 166, 231, 247 Kupfer, 145, 151 Baum, 36, 64f., 79, 88f., 91, 152, Einsamkeit, 31, 34, 39f., 48, 61, 146, Gams, 175 Holz, 51, 53, 57, 63, 81, 83, 91, L 162f., 170f., 208, 224, 335 151, 166, 247, 267, 297, 324f. Garderobe, 207 204-207 Laetizia, 250, 265, 300, 334, 356 Bausteine, 203, 214 Einspänner, 333 geben, 38, 212, 227, 229 Hülle, 64, 184 Landschaft, 56, 267, 282, 299, Begegnung, 35, 71, 83, 85f., 92, Elias, 250 Geborgenheit, 168 Hund, 105, 206, 335f. 319, 324 165f., 229, 258-260, 273, 277, Elternhaus, 71, 154, 274 gebunden, 48, 94 Hut, 175 Larissa, 175, 334 298, 305, 317 Endoskopie, 278 Gedanken, 34, 39, 64, 68, 71, I Läuterung, 260 Begehren, 260, 297 Engel, 166, 170 152, 158, 163, 241f., 245, 247, ich, 31, 50, 67f., 76, 97, 100, Leben, 33, 43, 96, 142, 152, 158, bei dir, 48, 67-69, 85, 99, 155, Entbindung, 165f., 214 256 103f., 108, 115, 118, 149, 166, 165f., 182, 214, 228, 243 167, 241, 249, 260 Entscheidung, 83 gefangen, 40, 44f., 48, 61, 65, 85, 246, 266, 311 Lebensabschnitt, 71, 83 Bekenntnis, 259, 263, 318 Entwicklung, 94, 140, 276 260, 309 Ikarus, 74f., 151, 338 Lebensende, 64, 142, 161 beobachten, 44, 158 entwürdigt, 63 Geflecht, 32, 91, 163, 170, 288, Illustration, 40, 272 Lebensfreude, 97 Berg, 282, 323f. entzünden, 314 291 Impressionen, 48, 112, 137, 151, Lebenskreis, 228, 298 Bergsteiger, 50 Erbe, 146, 156 Gefühl, 64, 145, 153, 168, 170, 175, 265, 269, 294, 308, 311, Lebensspiel, 43 beschützen, 53, 71, 163, 165f., Erblindung, 287 231, 237 332-339 LED, 105f., 113-115, 135, 141, 170, 231, 244, 273-277, 281, Erde, 43, 48, 166, 182 Gegenwart, 68, 298 Industriebereich, 214 183, 265 291, 293, 301 Erdenmutter, 44, 277 Gehrock, 108 Initiative, 286 Lehrer, 51 Besitz, 273 Erfolgsglobus, 153, 165 Geige, 335 Inntalbrücke, 109 Leidenschaft, 85, 98f. Besteck, 58, 166 Erinnerung, 64, 230, 329 Geliebte, 283, 289, 324f. Insignien, 56, 125 Leidensweg, 45, 61 Beton, 72f., 110f., 136-139, 175, Erlösung, 53, 57-64, 146, 152, Geliebter, 251 Installation, 60-65, 67, 121f., 132- Leiter, 87, 92f., 278, 317 202f., 163, 185, 231f., 239, 253, 289, Gemeinschaft, 54, 60-73, 153- 139, 203, 207 Licht animiert, 106, 141, 183, 209, beweglich, 111, 121, 127, 131 292f., 325 155, 165-167, 225 Instrument, 89, 95, 335 219-223 Beziehung, 35, 40, 64-73, 85f., Ernte, 52, 151, 267, 285 Geschichte, 67, 92, 133, 230, 283, J Lichtbegegnung, 305 348 92f., 99-133, 144, 147, 151-157, Erntedank, 52, 307 297, 325 Jahreszeit, 91, 324f., 330 Lichtstrahl, 75, 185, 287 160-167, 170f., 219, 227, 253, Erotik, 99, 102, 163, 165, Gesellschaft, 64, 66, 203, 216 Janus, 50 Liebe, 48, 163, 167, 171, 283, 258-261, 283, 289, 295, 297, 167-169, 179, 251 Gespann, 105, 333 Joch, 120 301 301, 313 Erwachen, 324f. gießen, 148 Jugend, 238 Liebesbaum, 48, 171 Biathlon, 333 Erwartung, 232, 241, 260f., 273 Gips, 64-66 Julia, 250 Liebesnest, 163, 165, 170 Blatt, 20f., 137, 162, 170 Erwartungsland, 219 Glas, 132-141, 143, 174-189, 192, K Lobgesang, 126, 285 Blech, 170-175, 198f., 229 Etikett, 332 195f., 209, 216-223, 227, 280, 292 Kalenderblatt, 46 Lochbild, 328f. Blumen, 170, 325, 329, 330f., Ewigkeit, 148, 152, 159, 170, glasscasting, 140, 175 Kamera, 175 Lot, 159 334-336, 338f. 187-189, 247, 285, 292 Glasfaserlicht, 105f., 112-116, Kanne, 120 Löwe, 151
  • 349.
    M Philemon, 162f., 165, 170f. See Genezareth, 53 Treppe, 83, 134, 136-139, 181, Wasser, 85, 97, 106f., 111-115, Macht, 158, 305 Pieta, 61 Seerose, 339 183, 126-131, 135-139, 158, 175, Maibaum, 79 Pixel, 201 Segel, 121, 175, 225, 303 Tür, 56, 121, 166, 229 187, 192f., 201, 215, 303 Maler, 50 Plakat, 175, 333 segeln, 303 Typografie, 333 Wasserhahn, 115, 151 Malerin, 266 Pokal, 151, 153, 170, 175 Sehnsucht, 39, 85, 146, 242, 324 U Wasserigel, 112 Marktplatz, 216 Politik, 219, 225, 316 Sein, 34, 142, 256, 293, 309 Überwindung, 233, 254, 286 Wasserstuhl, 151 Marmor, 126f., 144 Polyester, 64, 66f. selbst, 60, 166, 233, 245, 256, Uhrzeiger, 145, 159 Webung, 32 Marokko, 271 Portal, 121, 193, 196, 203, 209 259, 263, 309 Umarmung, 72, 274, 283, 295, Weg, 48, 60-63, 83, 121, 173, 183 Maschine, 66 Portrait, 51, 181 selbstständig, 71 301, 327, 334-339 Wegkreuz, 58 Maske, 50 Posaidon, 176 Seniorenhaus, 187, 293 unbekannt, 286f. Weinberg, 266 Maß, 158-160 Priesterkleid, 175 Sitzskulptur, 112, 133, 137, 175, Ungeduld, 159 Welle, 81, 187, 193, 210-213 Mauer, 70, 73, 240 Prozess, 205 209 unschuldig, 62 Wellness, 176, 179, 201, 210-213, Max, 337 Puzzle, 214 Sommer, 105, 249, 324, 329f. unser tägliches Brot, 58 215, 265, 294, 296, 298 Medaillen, 151 R Sommerfrau, 324 Urne, 152, 292 Welt, 123, 158 Meer, 85, 303 Rabe, 245 Sonne, 152, 175, 292, 335 Urnengrab, 292 Wendebild, 252, 304, 312, 318 mehrteilig, 47, 61, 65, 121, 135, Rabi, 272 Sonnenblume, 329, 334, 339 Urteil, 40, 61 Wendeskulptur, 87, 166 146, 167, 183, 203, 207, 293, Rad, 165, 175, 227, 316 Sozialpreis, 170 V werben, 92, 95 304-306 Regenbogen, 117 Spätsommer, 330f. Vater, 51, 71, 166 Werbung, 95 Messing, 124f., 170 Regentag, 330 Sperrholz, 205f. veränderbar, 60, 86, 104, 166f., Werden, 276 miteinander, 146, 170, 230, 274, Reh, 231, 237, 332, 336 Spiegel, 193, 245 183, 206, 219, 304, 312 Werkzeug, 58, 80, 132, 148, 166, 288, 334-339 Reigen, 81, 338 Spiegelbild, 245 Veranstaltung, 116, 205, 221 287 Mitte, 56, 72, 196, 316 Reihungen, 60-73, 94, 121, 203, Spiegelzimmer, 192 Verbindung, 64, 67, 69, 147, 153, Werte, 225 mittragen, 60 205, 207 Stacheln, 112, 135, 175 163, 165f., 194, 313 Wesen, 47, 66, 77, 93, 319 Modell, 79, 104, 109, 175, 180, reizen, 95 Stadt, 209 Verbundenheit, 157 Wetterhahn, 190 199, 202, 209, 212 Richter, 145, 305 Staffellauf, 306 verflochten, 91, 98, 140, 147, 151, Widehopf, 172 Mosaik, 123, 193, 214 Richtungen, 83, 86, 202-221, 287, Stahl, 56, 111, 131-139, 170-177 155, 162f., 165-167, 170f. Wille, 34, 241, 254, 309, 314 Muller, 333 315 Stamm, 54, 64, 93, 152, 162, 313, Verführung, 95, 100-103, 169, 171 Windflügel, 121, 175, 303 Mund, 48, 153 richtungsfrei, 48, 87, 166, 252, 334f., 338 Vergangenheit, 132, 158 Windsegel, 175 Mündung, 125, 158 261, 304, 312, 318 Stamm Jesse, 54 vergeben, 61 Windung, 106 Muse, 166, 169 Rose, 170, 336 Standarte, 59, 95, 121 vergessen, 64 Windwege, 173 Musik, 166, 332, 335 S Start, 233, 254, 286f. vergoldet, 151, 154f., 157, 165, Windzeichen, 182 Musikpavillon, 91 Sage, 74, 85, 89, 151, 165, Steiermark, 267 170, 292 Wirtschaft, 153, 227, 316 Mutter, 40, 44, 60f., 70, 152, 165f., 323-325 Stella, 165, 265, 275, 334, 356 Verkehrszeichen, 175 Wundmal, 55-57, 59 226, 272, 274-277, 326f., 334, Sakral, 53-65, 142, 146, 151f., steuern, 226, 316 Verlangen, 85, 242, 260f., 273, Würde, 243 337-339 166, 170, 175, 183-189 Stiege, 83, 137, 175 283, 289 Würfel, 166 Mythologie, 85, 89 Sanatorium, 127f. Stier, 158, 260, 262, 271, 273, verlassen, 61, 146, 185, 256 Wurzeln, 44, 48, 152, 155, 163, N Sanduhr, 159 278, 336 Vermählung, 312 276f. Naiade, 85 Säule, 60-62, 107, 113, 118-121, Stoffmalerei, 175, 265 Vernunft, 144f. Z Natur, 36, 81, 91, 265, 319 125, 293, 325 Strömung, 309, 314 verschmelzen, 68, 194 Zeichner, 31 Nautilus 175 Schachspiel, 43 Student, 83 Versuchung, 238 Zeit, 30, 34, 145, 159, 230, 253, nehmen, 56, 226f., 229, 260 Schafe, 44 Stuhl, 54, 175 Vertrauen, 144, 153, 165, 306, 277, 284, 309 Neophyt, 239 Schale, 64, 72, 96, 127, 134, Stundenfischer, 158 311 Zeitebenen, 297 Nest, 154f., 163, 165f., 170, 182, 136-138, 143, 147, 175, 184, Sturm, 53 verurteilt, 61 Zeitfenster, 309 209, 274f. 273, 285, 292, 316 Stute, 321 Verwalten, 144 zeitlos, 34 Netzwerk, 288, 291 Schattenbilder, 179, 228 T Verwandlung, 89, 95 Zeitscheitel, 284 Nirosta, 111, 129, 133, 135, 139, Scheibe, 145, 151, 166, 175, 206 Tabernakel, 54, 57, 293 verwurzelt, 44, 48, 155, 163 Zentrum, 70-73, 123, 281, 305 172f., 175-177 Schichtung, 48, 141, 179, 181f., Tagebuchseite, 48 Verzückter, 74 Zerstörung, 123 Nixe, 158, 166, 170, 338f. 185, 189, 205f., 213, 219, 223 Tanz, 73, 79, 81, 166, 175, 249, Vielfalt, 48, 175, 265, 333-339 Ziege, 50 Nomanden, 271 Schicksal, 67, 258f. 259, 269, 290, 334f., 338f. Vision, 48, 108f. Zinn, 55-57, 63, 151 O Schicksalsgemeinschaft, 67 Taube, 52, 152, 175, 189, 195, Vogel, 151, 173, 175, 284f. zueinander, 69, 163, 219, 313, Öffnung, 48, 56f., 59, 146, 154 Schifahren, 333, 339 318, 336f. Vogelflug, 151, 173 334-339 Ohr, 165 Schiff, 53, 134, 136-139 Teller, 175 Vogelhimmel, 172f. Zufluss, 314 Opa, 51 Schild, 175 Tempo, 255, 306, 309 Volksschule, 207f., 230 Zukunft, 68, 82, 132, 158, 166, Ordination, 223 Schlaf, 158, 246, 325 Teppich, 125, 143 Voraussicht, 241 225, 276 Orientierung, 278, 286f. Schlauchboot, 215 Terralitho, 71, 76-78, 84-89, 92- W zusammen, 67, 147, 151-155, Orthopädie, 278 Schlittenhund, 105, 333 107, 112-121, 124-131, 142-145, Waagschale, 152, 175, 316 157, 162f., 165-167, 170f., 216, Oskar, 334 Schnecke, 33, 165f., 182 170, 175, 246, Wachs, 32, 35, 38, 41f., 45f., 79, 288, 312 Ostern, 59, 185, 232 Schneckenhaus, 165f., 182 Tiefe, 84, 231, 286 149, 151f., 175 zwei, 50, 52, 67-69, 84f., 92, P Schnittbild, 48, 98 Tier, 145, 237, 247, 271, 298, Wachstum, 48, 52, 91, 285 99-103, 137, 146, 162f., 167, Paar, 59, 68, 72, 85, 99, 102, 151, Schnitzeisen, 80 320, 334-339 Wahrheit, 260 170f., 181, 219, 229, 242f., 249f., 154, 163, 167, 248, 334-339 Schönheit, 166 Tisch, 38, 54, 151, 175, 225f., Wald, 209 256, 258-261, 273, 289, 299, Pantogrator, 59, 146, 305 Schöpfung, 48, 126 248, 316 wandeln, 132 301, 313, Papier, 48, 64, 98, 132, 175, 199 Schulzeit, 50, 230 Tod, 58, 64, 85, 152, 158, 166 Wandgestaltung, 67, 81, 91, 124, Zweisamkeit, 40, 43, 69, 72, 85, Papierfabrik, 132 Schwan, 158, 166, 244, 334 Torso, 151, 179 131, 144, 205, 209-231, 279 92, 99, 101, 155, 163, 167, 171, Paravent, 128, 131 Schwangere, 50, 145 Torte, 175 Wandlung, 101 249, 283, 295, 297, 301, 313, Patchwork, 66 Schweigen, 253 Tradition, 50, 225, 332 Wandmalerei, 67, 191, 201, 209, 325 Pendel, 159 Schwertlilien, 330, 336, 338 Tragödie, 332 213f., 228f., 231, 279 Zyklus, 166 Pferd, 48, 151, 174f., 270, 320f., Schwester, 93 transform, 314 Wanne, 172 335-337, 339 Schwimmer, 215, 338f. Traum, 158, 324 warten, 34, 233, 241f., 245, 257 f. = nächstfolgende Seite
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    Sabine Penz, Grafikdesign Maturain Grafik und Kommunikationsdesign, Studium der Kunst (Malerei) an der Universität für Angewandte Kunst Wien Lehramtsstudium (Bildnerische Erziehung, Technisches Werken) an der Akademie der bildenden Künste Wien Über die Entstehung dieser mONOgrafie Neugierige, welche diesen Band zur Hand nehmen, dürfen sich zu Recht haben wir den informativen Aspekt vorgezogen, obgleich dezenter Unschärfe e ­ rhoffen, viel über die Künstlerin Patricia Karg zu erfahren. Eine Stellung­ oder irreparabler Bildschäden. Aber auch bei manchen zyklischen Arbeiten, nahme der Grafikerin mag dabei überraschen. speziell bei den einleitenden Grafiken, war trotz Mängel weder Ersatz noch Doch hier geht es nicht um das Buch eines außen stehenden Editors. Das Verzicht möglich. Die Technik ändert sich rasend schnell, und so sind auch Schöne dieser Monografie ist dessen Entstehung aus direkter Quelle: Die Idee bei den Abbildungen der Werke Patricias, deren Schaffen bis in die 80er-­ ahre J und Finanzierung, die Dokumentation der Werke, der Vertrieb und nicht ­ uletzt z zurückreicht, unterschiedliche Bildqualitäten nachzuvollziehen. die Kontakte und Beziehungen der Mitwirkenden entsprangen der Initiative der Künstlerin. Sie selbst erzählt, erlaubt Einblicke und Querver­ indungen, b Die Anordnung der Inhalte unterliegt mit Absicht keiner Chronologie, sondern setzt Werke in Zusammenhänge und in mutige Farbigkeit. Dieser Text ist so folgt einem von Patricia geformten thematischen Bogen. Die Farbe der Groß- zweifelsohne auch eine Geschichte über Patricia, die ich zehn Jahre lang plastiken schwappt auf die Innenarchitektur über. Die Form der Kugeln zahl- b ­ egleiten konnte. reicher Gussarbeiten ergibt sich intuitiv aus der vorangestellten künstlerischen In den Schulferien Sommer 2000 absolvierte ich ein Praktikum im Atelier Karg. Installation. Das Material Glas vereint Skulpturen mit Raum- und Fassaden­ Hier entsprang eine fruchtbare Zusammenarbeit. Wohl auch deshalb trat Pa­ gestaltungen. Wie in einem Prozess fließt ein Thema in das nächste über. tricia mit ihrem Vorhaben an mich heran. Etliche Werke waren bereits fotogra­ Auch die Haptik des Papiers wechselt, blütenweiß, samtrau, gestrichen farb­ fiert und digitalisiert. Mehrere Kisten mit hunderten von sortierten ­ ollagen C intensiv. Wie Paukenschläge in einem Musikstück zeigen sich ab und an definierten die Seiteninhalte. Strukturiert, kreativ, produktiv – so arbeitet Patri­ f ­ulminante Seiten mit einer Bündelung an Abbildungen. Für persönliche cia. Und dennoch war es ein langer Weg und meine Freude über diese umfas­ E ­ inträge stehen spezielle Seiten zur Verfügung. Das Stichwortverzeichnis sende Aufgabe wich ab und zu der Überforderung. Müsste dieser Band all ihr gegen Buch­ nde ermöglicht interaktives Finden. e Schaffen beherbergen, wäre das großzügige Design in Kompression erstickt. Es braucht ein klares, flexibles Layoutkonzept, um die große Vielfalt ihres Die Selektion des Materials forderte unzählige Arbeitsstunden, viel ­ ngagement E Schaffens, die individuellen Themenbereiche und variierenden Abbildungs- und vernünftige Kompromisse. Jede einzelne Fotografie und Datei wurde auf formate in eine einheitliche Struktur zusammen zu führen. Offene Buchseiten Relevanz und Brauchbarkeit gesichtet. Neben teils ausgezeichnetem ­ aterial M sind in eine stimmungsvolle Farbigkeit getaucht. Die Typografie ist passend galt es von qualitativ mangelhaften Bilddaten Neuscans der analogen Vor­agen l abgetönt. Der farblose Seitenrand mit Paginierung bleibt als kontinuierliches anzufertigen. Waren selbst Negative oder Dias unzureichend, ­ urde eine Foto­ w Element. Ein Hauptthema wird durch Skizzen, Arbeitsfotos und Eindrücke aus grafin zu dem entsprechenden Kunstwerk gesandt. Doch viele, meist frühere der jeweiligen Zeit ergänzt. Sie begleiten erzählerisch die Werke und ­ rlauben e Werke – damals mit dürftigen Mitteln dokumentiert – sind nicht mehr erreich­ persönliche Einblicke, Patricia lässt Sie in ihre Welt. Sie wollte ein Buch zum bar oder deren Aufenthalt ist nicht mehr nachvollziehbar. Speziell für Patricia Entdecken, Informieren, Anfassen und Unterhalten, ein Medium das zeitlos und sicher auch für den einen oder die andere SammlerIn bleibt das Fehlen und lebendig bleibt. dieser meist sehr schönen und durchaus künstlerisch relevanten ­ rbeiten A eine untröstliche Tatsache. Nicht selten verhandelten Patricia und ich wie auf einem orientalischen Bazar um die qualitativen An­orderungen ­ inzelner f e Patricia ließ mir reichlich freie Hand. Die Entscheidungen fielen jedoch ­mmer i Werksabbildungen. Mein Bestreben nach hochwertigem, druckfähigem Bild­ in Absprache von uns Beiden während der zahlreichen Treffen, bei denen material wurde wesentlich von meiner Kollegin Simona Obholzer mitge­ragen, t es keine ­ ergeudete Minute, doch stets frische Jause gab. Über die Monate v die in digitaler Überarbeitung das Beste aus jeder Datei lockte, ohne an ­ eren d hinweg entwickelte sich das Layoutieren zu einem Wettlauf mit der Zeit, denn A ­ uthentizität zu kratzen. Vor allem im Bereich der­­ okumentarischen ­ otografien d F Patricias Schaffen ist pausenlos. Simona Obholzer, Bildbearbeitung Matura in Grafik und Kommunikationsdesign, Studium der bildenden Kunst (Video und Videoinstallation) an der Akademie der bildenden Künste Wien
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    Dieses Blatt stehtIhnen für Ihre persönlichen Eintragungen 352 Ihrer Kunstsammlung zur Verfügung.
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    Werkstitel Jahr Maß Bemerkung
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    HERZ l i che n DANK
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    Die alltäglichen Dingekleben oft an mir, binden mich, deshalb müssen mir Flügel wachsen, zumindest im Kopf. Beginnen will ich immerzu ...