1  Einstieg 2  Soziale Kognition 2.1  Formen der Sozialen Kognition 2.1.1  Automatisches Denken 2.1.2  Kontrolliertes Denken 3  Zusammenfassung/ Ausblick
 
Art und Weise über sich selbst/ soziale Welt nachzudenken Urteile bilden, Entscheidungen treffen Soziale Informationen selektieren   interpretieren   abspeichern   einsetzen
 
Unbewusst, nicht zielgerichtet, unwillkürlich, mühelos Automatische Analyse unserer Umgebung, beruhend auf bisherigen Erfahrungen und Wissen über die Welt Setzt neue Informationen in Bezug mit bisherigen Erfahrungen
2.1.1  Automatisches Denken Schemata Mentale Strategien und Abkürzungen Die Macht des unbewussten Denkens
= mentale Strukturen, die das Wissen über die soziale Welt in Themenbereiche und Kategorien ordnen Breiter Wissensbereich über: sich selbst soziale Gruppen (Stereotypen) soziale Rollen spezifische Situationen
Korsakow-Syndrom Mehrdeutigkeit reduzieren Gedächtnisstützen
= welches Schema einem einfällt und wie man die Situation bewertet
Drei Gründe: Chronische Zugäng-lichkeit  wegen vorausgegangenen Erfahrungen Vorübergehende Zugänglichkeit  wegen Bezug zu aktuellem Ziel Zeitweilige Zugäng-lichkeit  wegen gerade Erlebten
= Prozess, bei dem vorhergehende Erfahrungen die Zugänglichkeit eines Schemas, einer Persönlichkeits-eigenschaft oder eines Konzepts erhöhen Primes können auch unbewusst wahrgenommen werden Priming = automatisches Denken
= Umstand, dass Überzeugungen über sich selbst und über die soziale Welt fortbestehen, selbst wenn die Grundlagen für diese Annahmen widerlegt worden sind
= Vorgang, bei dem die Erwartungen, die eine Person über eine andere hat, ihr Verhalten dem anderen gegenüber beeinflussen, woraufhin der andere sich konform zu den ursprünglichen Erwartungen verhält und damit die Erwartungen erfüllt
Selbsterfüllende Prophezeihungen laufen automatisch ab – Resistenz von Schemata Grenzen
Kultur als „Nährboden“ für unsere Schemata   Andere Kultur, andere Schemata!
2.1.1 Automatisches Denken Schemata Mentale Strategien und Abkürzungen Die Macht des unbewussten Denkens
In der Regel keine systematische Abwägung von Optionen (kontrolliertes Denken) Anwendung mentaler Strategien und Abkürzungen (automatisches Denken) Erleichterung von Entscheidungen durch  Aktivierung  bereits  erworbener Kenntnisse  und  Schemata
Nicht immer verfügen wir über ein vorgefertigtes Schema! Urteilsheuristiken: „ mentale Abkürzungen mit denen sich Urteile schnell und effizient bilden lassen“ (Aronson et al. 2009: 71)
Urteilsheuristiken: Verfügbarkeitsheuristik Repräsentativitätsheuristik
2.1.1 Automatisches Denken Schemata Mentale Strategien und Abkürzungen Die Macht des unbewussten Denkens
Unbewusstes Denken kann schwer-wiegenden Fehlentscheidungen nach sich ziehen Dennoch unverzichtbar! Urteile/ Entscheidungen des Unterbewusstseins, auf Basis aktivierter oder geprimter Erfahrungen
 
bewusst zielgerichtet willentlich aufwändig  Beanspruchung mentaler Energie  (Aronson et al. 2009: 79)
2.1.1 Automatisches Denken Schemata Mentale Strategien und Abkürzungen Die Macht des unbewussten Denkens 2.1.2 Kontrolliertes Denken Kontrafaktisches Denken Gedankenunterdrückung Verbesserung der menschlichen Denkprozesse
Aspekte der Vergangenheit werden mit dem Ziel verändert, zu überdenken, was alternativ hätte geschehen können (nach Aronson et al. 2009: 80, u.a.) Beispiel: „Hätte ich …, dann wäre …“ Beeinflusst in hohem Maße die Art und Weise wie auf Ereignisse emotional reagiert wird (Ebd.)
ist eindeutig  bewusst  und  aufwändig nicht immer zielgerichtet oder willentlich paradoxe Auswirkungen Nützlich wenn das kontrafaktische Denken dazu genutzt wird aus Fehlern zu lernen und zukünftige Handlungen zu optimieren (Aronson et al. 2009: 81)
2.1.1 Automatisches Denken Schemata Mentale Strategien und Abkürzungen Die Macht des unbewussten Denkens 2.1.2 Kontrolliertes Denken Kontrafaktisches Denken Gedankenunterdrückung Verbesserung der menschlichen Denkprozesse
z.B. bewusste Vermeidung von Gedanken über negative Erfahrungen Interaktion zweier Prozesse: Monitor  automatisch Operator  kontrolliert Prozess kann auch zum Gegenteil führen Problem: Unterdrückung von Gedanken kann zu  psychischer Belastung  führen (Aronson et al. 2009: 81)
2.1.1 Automatisches Denken Schemata Mentale Strategien und Abkürzungen Die Macht des unbewussten Denkens 2.1.2 Kontrolliertes Denken Kontrafaktisches Denken Gedankenunterdrückung Verbesserung der menschlichen Denkprozesse
Ziel kontrollierten Denkens: Automatisches Denken zu überprüfen und auszugleichen Barriere der subjektiven Sicherheit Leistung des logischen Denkvermögens in Alltagsfragen ist trainierbar
Zwei Formen sozialer Kognition Beide Formen sind außerordentlich nützlich, können aber schwerwiegende Folgen haben Kontroverse um die Frage, welche Form für das Erleben und Verhalten ausschlaggebend ist

150611 Soziale Kognition

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    1 Einstieg2 Soziale Kognition 2.1 Formen der Sozialen Kognition 2.1.1 Automatisches Denken 2.1.2 Kontrolliertes Denken 3 Zusammenfassung/ Ausblick
  • 3.
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    Art und Weiseüber sich selbst/ soziale Welt nachzudenken Urteile bilden, Entscheidungen treffen Soziale Informationen selektieren interpretieren abspeichern einsetzen
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    Unbewusst, nicht zielgerichtet,unwillkürlich, mühelos Automatische Analyse unserer Umgebung, beruhend auf bisherigen Erfahrungen und Wissen über die Welt Setzt neue Informationen in Bezug mit bisherigen Erfahrungen
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    2.1.1 AutomatischesDenken Schemata Mentale Strategien und Abkürzungen Die Macht des unbewussten Denkens
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    = mentale Strukturen,die das Wissen über die soziale Welt in Themenbereiche und Kategorien ordnen Breiter Wissensbereich über: sich selbst soziale Gruppen (Stereotypen) soziale Rollen spezifische Situationen
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    = welches Schemaeinem einfällt und wie man die Situation bewertet
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    Drei Gründe: ChronischeZugäng-lichkeit wegen vorausgegangenen Erfahrungen Vorübergehende Zugänglichkeit wegen Bezug zu aktuellem Ziel Zeitweilige Zugäng-lichkeit wegen gerade Erlebten
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    = Prozess, beidem vorhergehende Erfahrungen die Zugänglichkeit eines Schemas, einer Persönlichkeits-eigenschaft oder eines Konzepts erhöhen Primes können auch unbewusst wahrgenommen werden Priming = automatisches Denken
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    = Umstand, dassÜberzeugungen über sich selbst und über die soziale Welt fortbestehen, selbst wenn die Grundlagen für diese Annahmen widerlegt worden sind
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    = Vorgang, beidem die Erwartungen, die eine Person über eine andere hat, ihr Verhalten dem anderen gegenüber beeinflussen, woraufhin der andere sich konform zu den ursprünglichen Erwartungen verhält und damit die Erwartungen erfüllt
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    Selbsterfüllende Prophezeihungen laufenautomatisch ab – Resistenz von Schemata Grenzen
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    Kultur als „Nährboden“für unsere Schemata  Andere Kultur, andere Schemata!
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    2.1.1 Automatisches DenkenSchemata Mentale Strategien und Abkürzungen Die Macht des unbewussten Denkens
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    In der Regelkeine systematische Abwägung von Optionen (kontrolliertes Denken) Anwendung mentaler Strategien und Abkürzungen (automatisches Denken) Erleichterung von Entscheidungen durch Aktivierung bereits erworbener Kenntnisse und Schemata
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    Nicht immer verfügenwir über ein vorgefertigtes Schema! Urteilsheuristiken: „ mentale Abkürzungen mit denen sich Urteile schnell und effizient bilden lassen“ (Aronson et al. 2009: 71)
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    2.1.1 Automatisches DenkenSchemata Mentale Strategien und Abkürzungen Die Macht des unbewussten Denkens
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    Unbewusstes Denken kannschwer-wiegenden Fehlentscheidungen nach sich ziehen Dennoch unverzichtbar! Urteile/ Entscheidungen des Unterbewusstseins, auf Basis aktivierter oder geprimter Erfahrungen
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    bewusst zielgerichtet willentlichaufwändig  Beanspruchung mentaler Energie (Aronson et al. 2009: 79)
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    2.1.1 Automatisches DenkenSchemata Mentale Strategien und Abkürzungen Die Macht des unbewussten Denkens 2.1.2 Kontrolliertes Denken Kontrafaktisches Denken Gedankenunterdrückung Verbesserung der menschlichen Denkprozesse
  • 26.
    Aspekte der Vergangenheitwerden mit dem Ziel verändert, zu überdenken, was alternativ hätte geschehen können (nach Aronson et al. 2009: 80, u.a.) Beispiel: „Hätte ich …, dann wäre …“ Beeinflusst in hohem Maße die Art und Weise wie auf Ereignisse emotional reagiert wird (Ebd.)
  • 27.
    ist eindeutig bewusst und aufwändig nicht immer zielgerichtet oder willentlich paradoxe Auswirkungen Nützlich wenn das kontrafaktische Denken dazu genutzt wird aus Fehlern zu lernen und zukünftige Handlungen zu optimieren (Aronson et al. 2009: 81)
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    2.1.1 Automatisches DenkenSchemata Mentale Strategien und Abkürzungen Die Macht des unbewussten Denkens 2.1.2 Kontrolliertes Denken Kontrafaktisches Denken Gedankenunterdrückung Verbesserung der menschlichen Denkprozesse
  • 29.
    z.B. bewusste Vermeidungvon Gedanken über negative Erfahrungen Interaktion zweier Prozesse: Monitor  automatisch Operator  kontrolliert Prozess kann auch zum Gegenteil führen Problem: Unterdrückung von Gedanken kann zu psychischer Belastung führen (Aronson et al. 2009: 81)
  • 30.
    2.1.1 Automatisches DenkenSchemata Mentale Strategien und Abkürzungen Die Macht des unbewussten Denkens 2.1.2 Kontrolliertes Denken Kontrafaktisches Denken Gedankenunterdrückung Verbesserung der menschlichen Denkprozesse
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    Ziel kontrollierten Denkens:Automatisches Denken zu überprüfen und auszugleichen Barriere der subjektiven Sicherheit Leistung des logischen Denkvermögens in Alltagsfragen ist trainierbar
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    Zwei Formen sozialerKognition Beide Formen sind außerordentlich nützlich, können aber schwerwiegende Folgen haben Kontroverse um die Frage, welche Form für das Erleben und Verhalten ausschlaggebend ist

Hinweis der Redaktion

  • #3 Evtl. Aufhänger ähnlich wie im Grundlagentext
  • #5 Wie denkt der Mensch über sich selbst und seine soziale Welt nach? Wie selektiert, interpretiert, speichert und ruft der Mensch soziale Informationen ab, um Entscheidungen zu treffen und Urteile zu fällen?
  • #6 Automatisches Denken  Bsp: Polizisten  Sie handelten ohne bewusst zu überlegen, ob ihre Annahmen korrekt waren.
  • #13 zuviel Inhalt auf der Folie? Punkt 2 streichen?
  • #20 Definition Heuristik gr. „finden“
  • #21 Anhand von Beispielen (ähnlich denen im Grundlagentext) die beiden Urteilsheuristiken erklären
  • #23 „ Nur weil wir meinen, wir würden unsere Handlungen bewusst kontrollieren, ist das nicht unbedingt auch der Fall“ (Aronson et al. 2009: 78)
  • #25 Einstieg: „Macht des unbewussten Denkens“ (kurz) - „Schwerpunkt bisher auf automatischem Denken – Warum?“ (Erklären) Definition: „Kontrolliertes Denken ist definiert als bewusstes, zielgerichtetes, willentliches und aufwändiges Denken“ (Aronson et al. 2009: 79). Im Gegenteil zu automatischem Denken, das „ohne jegliche bewusste Anstrengung im Hintergrund ablaufen [kann]“, beansprucht das kontrollierte Denken in hohem Maße unsere mentale Energie. So ist es beispielsweise nicht möglich gleichzeitig über zwei verschiedene Sachverhalte nachzudenken.
  • #27 Wann schalten wir vom automatischen Denken zum bewussten und reflektierenden Denken um?  z.B. bei negativen Erfahrungen: Kontrafaktisches Denken „ Je leichter es ist, ein Ereignis mental zu revidieren, desto stärker fällt die emotionale Reaktion darauf aus.
  • #28 Einleitend: Bezug zur Definition kontrollierten Denkens Punkt 3 anders formulieren..
  • #30 Dem Kontrafaktischen Denken steht die Gedankenunterdrückung gegenüber. Punkt 3 anders formulieren
  • #32 „ Ein Ansatz besteht darin, etwas mehr Bescheidenheit bezüglich unserer logischen Denkkraft anzumahnen“ (Aronson et al. 2009: 82)
  • #33 „ Einige Wissenschaftler vertreten gar die Meinung, dass der Einfluss des bewussten, kontrollierten Denkens auf das menschliche Handeln möglicherweise recht begrenzt ist.“