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Fremde Twitter-Aktivitäten - Account-Grabbing <ul><li>Fremde Twitter-Accounts können die  eigenen  Marken- und Namenrechte...
Fremde Twitter-Aktivitäten - Account-Grabbing <ul><li>Sinnvoll: Präventive Registrierung von Accountnamen, auch wenn noch ...
Fremde Twitter-Aktivitäten – Übersicht <ul><li>Im Wesentlichen zwei Hauptkonfliktfelder:  </li></ul><ul><ul><li>wettbewerb...
Fremde Twitter-Aktivitäten - Wettbewerbsrecht <ul><li>Wahrscheinlichste Szenarien:  </li></ul><ul><ul><li>kein ordnungsgem...
Fremde Twitter-Aktivitäten – Äußerungsrecht <ul><li>Mögliche Szenarien:  </li></ul><ul><ul><li>falsche Tatsachenbehauptung...
Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! <ul><li>Dr. Jan Dirk Roggenkamp </li></ul><ul><li>Rechtsanwalt </li></ul><ul><ul>...
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Twitter - rechtliche Einschätzung - Tweetakademie.de

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die Tweet Akademie ( http://www.tweetakademie.de ) hat das Ziel, die Möglichkeiten und Herausforderungen des professionellen Einsatzes von Twitter im Social Media Mix für B2B und B2C Anwendungen an Unternehmer und Unternehmen praxisnah zu transportieren.

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Twitter - rechtliche Einschätzung - Tweetakademie.de

  1. 1. Die rechtlichen Rahmenbedingungen fürs Twittern Dr. Jan Dirk Roggenkamp, Bird & Bird LLP Tweet Akademie München, 20. November 2009
  2. 2. Vorüberlegung: Viel Lärm um nichts? <ul><li>Kann Micro -Blogging überhaupt rechtlich relevant sein? </li></ul><ul><ul><li>Einzelne Tweets maximal 140 Zeichen lang. </li></ul></ul><ul><ul><li>Reichweite erscheint begrenzt – bisher nur wenige deutsche Un-ternehmen mit fünf- oder überhaupt vierstelligen Followerzahlen. </li></ul></ul><ul><li>JA! Microblogging kann nicht nur, es ist rechtlich relevant. </li></ul><ul><ul><li>Schon deutlich weniger als 140 Zeichen können teuer werden (Beispiel: „inkl. MwSt.“ – 11 (!) Zeichen). </li></ul></ul><ul><ul><li>„ Reichweite“ aus rechtlicher Sicht praktisch nicht entscheidend (siehe auch Wegfall Bagatellgrenze im Wettbewerbsrecht). </li></ul></ul><ul><ul><li>Wie so oft Vorreiter USA: dort „heiße Phase“ bereits eingeläutet. </li></ul></ul>
  3. 3. Worüber werden wir reden? <ul><li>Das „Framework“: </li></ul><ul><li>Der eigene Twitter-Account </li></ul><ul><li>Die Inhalte: </li></ul><ul><li>Die eigenen Tweets </li></ul><ul><li>Die Nachrichten: </li></ul><ul><li>„ Direct Messages“ an Follower </li></ul><ul><li>Die anderen: </li></ul><ul><li>Fremde Twitter-Aktivitäten </li></ul>
  4. 4. Der eigene Twitter-Account – Accountname <ul><li>Marken- und Namensrechte sind auch bei Account-Namen zu beachten (Parallele Domainrecht). </li></ul><ul><li>Risiken bei Rechtsverstößen: </li></ul><ul><ul><li>Abmahnung und damit verbundene Kosten; </li></ul></ul><ul><ul><li>Schadensersatz; </li></ul></ul><ul><ul><li>negative PR; </li></ul></ul><ul><ul><li>Notwendigkeit des Re-Brandings. </li></ul></ul><ul><li>Vorsicht: Bei Twitter ist nicht nur Accountname, sondern auch Klarname anzugeben. </li></ul>
  5. 5. Der eigene Twitter-Account – Profilbild <ul><li>Kleine Größe des Profilbilds bei Twitter (48 x 48 Pixel) unerheblich – auch sog. Thumbnails sind relevant! </li></ul><ul><li>Nicht nur Rechte am Bild klären, sondern auch Rechte bzgl. Bild inhalt . Wichtig: Clearing für Onlinenutzung! </li></ul><ul><li>Risiken bei Rechtsverstößen: </li></ul><ul><ul><li>Abmahnung und damit verbundene Kosten; </li></ul></ul><ul><ul><li>Schadensersatz; </li></ul></ul><ul><ul><li>negative PR; </li></ul></ul><ul><ul><li>Notwendigkeit des Re-Brandings. </li></ul></ul>
  6. 6. Der eigene Twitter-Account – Impressum <ul><li>Gibt es eine Impressumspflicht für Twitterprofile? </li></ul><ul><li>Impressumspflicht besteht grundsätzlich für </li></ul><ul><ul><li>so genannte „ Telemedien “ , welche </li></ul></ul><ul><ul><li>nicht „ausschließlich persönlichen oder familiären Zwecken dienen“ . </li></ul></ul><ul><li>Noch kein Urteil, ob Twitterprofile sich als „Telemedien“ qualifizieren. Daher zu empfehlen: Impressum einrichten (fördert im Übrigen auch seriöses Erscheinungsbild). </li></ul>
  7. 7. Der eigene Twitter-Account – Impressum <ul><li>Risiken bei Verstoß gegen Impressumspflicht: </li></ul><ul><ul><li>Abmahnung und damit verbundene Kosten; </li></ul></ul><ul><ul><li>Bußgeld von bis zu 50.000 €; </li></ul></ul><ul><ul><li>negative PR. </li></ul></ul><ul><li>Umsetzungsmöglichkeiten: </li></ul><ul><ul><li>Hintergrundbild; </li></ul></ul><ul><ul><li>Feld „Web“; </li></ul></ul><ul><ul><li>Feld „Bio“. </li></ul></ul><ul><li>Best (possible) Practice: Verlinkung aus Feld „Web“ auf externe Webseite mit ordnungsgemäßem Impressum. </li></ul>
  8. 8. Die eigenen Tweets – Stolperfallen <ul><li>Es lässt sich kein abschließender Katalog unzulässiger Inhalte erstellen – aber sehr wohl wertvolle Richtlinien zur Vermeidung rechtlicher Konfliktfelder aufstellen. </li></ul><ul><li>Wettbewerbsrecht... </li></ul><ul><ul><li>...ist das „pralle Leben“ (siehe bspw. die umfangreichen Auf-listungen in §§ 4, 5 UWG sowie in Anhang zu § 3 Abs. 3 UWG); </li></ul></ul><ul><ul><li>...erschwert mit § 4 Nr. 3 UWG das Guerilla-Marketing: </li></ul></ul><ul><ul><li>„ Unlauter handelt insbesondere, wer den Werbecharakter von geschäftlichen Handlungen verschleiert.“ </li></ul></ul>
  9. 9. Die eigenen Tweets – Stolperfallen <ul><li>Äußerungsrecht: </li></ul><ul><ul><li>behauptete Fakten müssen nachweislich wahr sein; </li></ul></ul><ul><ul><li>Meinungsäußerungen dürfen die Grenze zur Schmähkritik nicht überschreiten . </li></ul></ul><ul><li>Linkhaftung: </li></ul><ul><ul><li>Vorsicht beim Verlinken auf (fremde) externe Webseiten! </li></ul></ul><ul><li>Urheberrecht: </li></ul><ul><ul><li>Urheberrechtsschutz für einzelne Tweets nicht ausgeschlossen; </li></ul></ul><ul><ul><li>„ Re-Tweets“ allerdings auch dann wohl zulässig. </li></ul></ul>
  10. 10. Die eigenen Tweets – Social Media Policy <ul><li>Vorbeugen statt Aufräumen – Social Media Policy für Mitarbeiter fördert Sicherheit beim Twittern: </li></ul><ul><ul><li>Im Namen der Firma dürfen nur autorisierte Mitarbeiter twittern; </li></ul></ul><ul><ul><li>„ Offizielle“ und „private“ Beiträge von Mitarbeitern müssen jeweils als solche gekennzeichnet sein; </li></ul></ul><ul><ul><li>klare Richtlinien darüber, welche Inhalte zulässig sind. </li></ul></ul><ul><li>Mitarbeitern sollten mögliche Konsequenzen – für das Unternehmen, wie auch für sie – aufgezeigt werden. </li></ul><ul><li>Verstöße gegen Social Media Policy sollten nicht ignoriert werden. </li></ul>
  11. 11. Die eigenen Nachrichten – Direct Messages <ul><li>Neben öffentlichen Tweets lassen sich auch „Direct Messages“ an Follower schicken. </li></ul><ul><li>Aber Vorsicht – Spamfalle! </li></ul><ul><ul><li>§ 7 Abs. 2 Nr. 3 UWG: „Eine unzumutbare Belästigung ist insbesondere anzunehmen, (...) bei einer Werbung unter Verwendung (...) elektronischer Post, ohne dass eine vorherige ausdrückliche Einwilligung des Adressaten vorliegt“. </li></ul></ul><ul><ul><li>„ Followen“ auf Twitter dürfte nicht als Einwilligung in den Erhalt von Werbung per Direct Message interpretiert werden können. </li></ul></ul>
  12. 12. Fremde Twitter-Aktivitäten - Account-Grabbing <ul><li>Fremde Twitter-Accounts können die eigenen Marken- und Namenrechte verletzen. </li></ul><ul><li>Aus praktischer Sicht kann Durchsetzung der eigenen Rechte allerdings schwierig sein: </li></ul><ul><ul><li>Accountinhaber möglicherweise nicht identifizierbar; </li></ul></ul><ul><ul><li>Twitter leistet nur eingeschränkten Support (< 100 Mitarbeiter); </li></ul></ul><ul><ul><li>(erfolgreiches) Vorgehen gegen Twitter zwar nicht unmöglich, aber mühevoll (USA). </li></ul></ul>
  13. 13. Fremde Twitter-Aktivitäten - Account-Grabbing <ul><li>Sinnvoll: Präventive Registrierung von Accountnamen, auch wenn noch keine konkreten Pläne zur Nutzung. </li></ul><ul><li>Empfehlenswert: Präventive Registrierung von Accounts auch bei anderen Social Media Plattformen. </li></ul><ul><li>Hilfreich: Kostenlose Recherchetools wie bspw. www.namecheck.com . </li></ul><ul><li>Google als Beispiel für multiple Accounts – siehe Auflistung unter http://cli.gs/2902vp . </li></ul>
  14. 14. Fremde Twitter-Aktivitäten – Übersicht <ul><li>Im Wesentlichen zwei Hauptkonfliktfelder: </li></ul><ul><ul><li>wettbewerbsrechtlich relevante Aktivitäten von Mitbewerbern; </li></ul></ul><ul><ul><li>äußerungsrechtlich relevante Tweets anderer Twitterer. </li></ul></ul>
  15. 15. Fremde Twitter-Aktivitäten - Wettbewerbsrecht <ul><li>Wahrscheinlichste Szenarien: </li></ul><ul><ul><li>kein ordnungsgemäßes Impressum; </li></ul></ul><ul><ul><li>Tweets, die gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen; </li></ul></ul><ul><ul><li>Spam per Direct Messages. </li></ul></ul><ul><li>Überlegungen zu einem möglichen Vorgehen: </li></ul><ul><ul><li>Identifizierung der Accountinhaber regelmäßig möglich; </li></ul></ul><ul><ul><li>Einstufung von Verhalten als wettbewerbswidrig mitunter noch nicht gesichert (bspw. Impressumspflicht); </li></ul></ul><ul><ul><li>kritische Einstellung von Nutzern und Kunden im „Social Web“ gegenüber der „rechtlichen Keule“ in Erwägungen mit einbeziehen. </li></ul></ul>
  16. 16. Fremde Twitter-Aktivitäten – Äußerungsrecht <ul><li>Mögliche Szenarien: </li></ul><ul><ul><li>falsche Tatsachenbehauptungen; </li></ul></ul><ul><ul><li>Schmähkritik. </li></ul></ul><ul><li>Überlegungen zu einem möglichen Vorgehen: </li></ul><ul><ul><li>Identifizierung der Accountinhaber mitunter schwierig; </li></ul></ul><ul><ul><li>gerichtliche Beurteilung hinsichtlich „Schmähkritik“ teils uneinheitlich (insbesondere in unteren Instanzen); </li></ul></ul><ul><ul><li>kritische Einstellung von Nutzern und Kunden im „Social Web“ gegenüber der „rechtlichen Keule“ in Erwägungen mit einbeziehen. </li></ul></ul>
  17. 17. Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! <ul><li>Dr. Jan Dirk Roggenkamp </li></ul><ul><li>Rechtsanwalt </li></ul><ul><ul><li>Bird & Bird LLP (Frankfurt Office) </li></ul></ul><ul><ul><li>Taunusanlage 1 </li></ul></ul><ul><ul><li>D-60329 Frankfurt am Main </li></ul></ul><ul><ul><li>[email_address] </li></ul></ul><ul><ul><li>twitter.com/rajdr </li></ul></ul>

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