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[PDF] Pressemitteilung: Neue Regulierungsvorschriften verunsichern Anleger wie Finanzberater
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  1. 1. Neue Regulierungsvorschriften verunsichern Anleger wieFinanzberater § FPSB Deutschland: Neues Vermittlergesetz konterkariert ganzheit- liche Beratung im Sinne des KundenFrankfurt/Main, 22. Juli 2011 – Die aktuelle Gesetzeslage für die Finanzdienstleis-tungsbranche ist sowohl für die Anleger als auch die Finanzberater nur schwer durch-schaubar. Wurde erst im Februar diesen Jahres das Gesetz zur Stärkung des Anleger-schutzes und Verbesserung der Funktionsfähigkeit des Kapitalmarktes („Anleger-schutzgesetz“) auf den Weg gebracht, legt der Gesetzgeber mit dem Entwurf für einGesetz zur Novellierung des Finanzanlagenvermittler- und Vermögensanlagenrechtsnach. Der Diskussionsentwurf zu dem Gesetz wurde im Februar veröffentlicht undgemeinsam vom Bundesministerium der Finanzen und dem Bundesministerium fürWirtschaft und Technologie im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Ernäh-rung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) erarbeitet. Während das Anle-gerschutzgesetz vor allem Regulierungsvorschriften für die Berater in Banken und Fi-nanzinstituten enthält, betrifft das Gesetz zur Novellierung des Finanzanlagenvermitt-ler- und Vermögensanlagenrechts („Vermittlergesetz“), das im Oktober vom Bundes-tag verabschiedet werden und zum Jahreswechsel 2012 in Kraft treten soll, die freienFinanzvermittler. Das Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSBDeutschland) begrüßt die Initiativen zur Verbesserung des Anlegerschutzes, kritisiertaber die zersplitterte Aufsicht von Bankberatern und freien Vermittlern.Die 300.000 in Deutschland tätigen Mitarbeiter in der Anlageberatung, Vertriebsver-antwortliche sowie Compliance-Beauftragte bei Banken müssen sich zukünftig beider Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) registrieren lassen, wäh-rend die 80.000 freien Vermittler nach dem Vermittlergesetz zukünftig der Gewerbe-aufsicht unterliegen.Fragmentierte Aufsicht: BaFin und GewerbeämterNeben der Meldepflicht von Bankberatern sieht das Anlegerschutzgesetz vor, dassdie BaFin bei Falschberatungen oder fehlender Offenlegung von Provisionen Buß-gelder verhängen darf. Bei Verstößen oder schweren Fehlern droht ein Berufsverbotvon bis zu zwei Jahren. Zudem sind Banken und Finanzdienstleister seit dem 1. Juli.verpflichtet, ihre Kunden bei Beratungsgesprächen anhand eines Produktinformati-onsblattes („Beipackzettel“) über die wesentlichen Merkmale eines Finanzproduktswie Risiken, Erträge und Kosten aufzuklären. Damit soll die Vergleichbarkeit ver-schiedener Finanzprodukte für den Anleger erleichtert werden.
  2. 2. Seite 2Für die Anlageberater von Banken und Finanzinstituten kommt die sogenannte „Alte-Hasen-Regelung“ zum Tragen: Wer über eine Berufserfahrung von mehr als fünfJahren verfügt, braucht keine entsprechende Berufsqualifikation nachzuweisen. Die-se Regelung ist bei den freien Vermittlern laut dem Vermittlergesetz nicht vorgese-hen.Neben der Regulierung der sogenannten Graumarktprodukte, dazu zählen geschlos-sene Fonds, stille Beteiligungen sowie Genussrechte, sieht das Vermittlergesetz ei-ne gewerberechtliche Erlaubnispflicht für freie Vermittler vor. „Mit den Gewerbeauf-sichtsämtern sind fachfremde Behörden zuständig, die über keinerlei Erfahrung mitFinanzprodukten verfügen“ kritisiert Rudolf Fuhrmann, Vorstandsvorsitzender desFPSB Deutschland. Schon in der 2008 veröffentlichten Studie von Evers & Jung „An-forderungen an Finanzvermittler – mehr Qualität, bessere Entscheidungen“ im Auf-trag des BMELV wurde die Durchschlagskraft der Aufsicht von fachfremden Instituti-onen bezweifelt.Nach dem neu eingefügten § 34f Gewerbeordnung (GewO) müssen die Vermittlervon offenen und geschlossenen Fonds, sogenannte Finanzanlagenvermittler oderFinanzanlagenberater, künftig einen Sachkundenachweis durch das Ablegen einerSachkundeprüfung erbringen und eine Berufshaftpflichtversicherung beziehungswei-se eine dem Umfang der Versicherungssumme entsprechende Kapitalausstattungnachweisen. Zudem sind die freien Vermittler verpflichtet, sich in einem öffentlichenRegister bei den Industrie- und Handelskammern führen zu lassen. Mit dem neuenGesetz werden geschlossene Fonds als Finanzinstrumente im Sinne des Kreditwe-sengesetzes (KWG) und des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) qualifiziert,wodurch sich die Regelungen für deren Vertrieb durch umfassende Informations-,Beratungs- und Dokumentationspflichten deutlich verschärfen.Produktzentrierte statt ganzheitliche QualifikationDie Unabhängigkeit der Vermittler bleibt indes gewährleistet, da die Vermittlung ge-schlossener Fonds als zusätzlicher Ausnahmetatbestand ins KWG aufgenommenwird, so dass deren Vertrieb wie schon bisher bei offenen Fonds ohne eine BaFin-Erlaubnis nach § 32 KWG beziehungsweise ohne sich unter ein Haftungsdach bege-ben zu müssen, weiterhin möglich ist. „Das bedeutet im Umkehrschluss, dass derVermittler sich bei seiner Tätigkeit auf den Vertrieb von offenen und geschlossenenFonds beschränken muss, da ansonsten die Vorschriften des WpHG und des KWGzur Anwendung kommen. Eine ganzheitliche Beratung im Sinne des Kunden beziehtsich aber immer auf das Gesamtvermögen des jeweiligen Anlegers und damit auf einbreites Produktspektrum“, erläutert Fuhrmann.„Die Regulierung der Fondsvermittler über die Gewerbeämter teilt den Markt in Seg-mente, deren Zulassungsvoraussetzungen sich an den Produktgruppen ausrichten“kritisiert Fuhrmann. Die Inhalte der IHK-Sachkundeprüfung werden zwar erst im Ver-ordnungswege festgelegt, es zeichnet sich jedoch ab, dass es keine allumfassendeSachkundeprüfung, sondern produktabhängige Spezialisierungsprüfungen gebenwird.
  3. 3. Seite 3„Hat ein Vermittler die Prüfung zu geschlossenen Fonds absolviert, so kann er auf-grund seiner produktfokussierten Qualifikation den Kunden noch lange nicht über diegesamte Bandbreite der privaten Altersvorsorge beraten“, so Fuhrmann weiter.Der FPSB Deutschland tritt seit seiner Gründung 1997 für eine ganzheitliche und amKundeninteresse ausgerichteten Beratung mittels national und international aner-kannter Zertifizierungsstandards ein. „Eine ganzheitliche Ausbildung des Beratersist wesentlich. Denn die in vielen Ausbildungsgängen übliche Fokussierung auf Pro-duktkenntnisse birgt die Gefahr der vielfach kritisierten produktorientierten Verkaufs-beratung“ so Fuhrmann.Die vom Verband zertifizierten Finanzplaner als Certified Financial Planner (CFP)und Nachfolgeplaner als Certified Foundation and Estate Planner (CFEP) repräsen-tieren aufgrund ihrer umfassenden Ausbildung und der Verpflichtung zur ständigenWeiterbildung höchstes Qualitätsniveau in der Finanzdienstleistungsbranche. AlleZertifikatsträger verfügen über vertiefte Kenntnisse in den Bereichen Finanzprodukte,Immobilien, Versicherungen, Steuern und Recht sowie auf dem Gebiet der Nach-lassplanung beim CFEP. Um einen hohen Verbraucherschutz zu garantieren, müs-sen alle Zertifikatsträger strenge Standesregeln einhalten. Das System aus Berufs-grundsätzen, den Grundsätzen ordnungsgemäßer Finanzplanung (GoF) sowie denEthikregeln garantiert dem Kunden ein Höchstmaß an Beratungsqualität. Bei Verfeh-lungen kann das Ehrengericht des FPSB Deutschland Sanktionen bis hin zum Ent-zug des Zertifikats aussprechen.Über FPSB Deutschland e.V.Das Financial Planning Standards Board Deutschland e.V. (FPSB Deutschland) mitSitz in Frankfurt am Main ist der Zusammenschluss von 1066 Certified FinancialPlannern (CFP). Der FPSB Deutschland regelt auch das Zertifizierungsverfahren derCertified Foundation and Estate Planner (CFEP) als Nachlass- und Erbschaftsplanerin Deutschland. Aktuell sind 94 der insgesamt 1331 Mitglieder des FPSB Deutsch-land reine CFEP-Zertifikatsträger, 171 haben beide Zertifikate. Die Zertifikatsträgerrepräsentieren aufgrund ihrer Ausbildung, Erfahrung und stets aktualisiertem Fach-wissen höchstes Qualitätsniveau in der Finanzdienstleistungsbranche. Als derenStandesorganisation nimmt der FPSB Deutschland ihre Zertifizierung vor, entwickeltund überprüft die Ausbildungsregeln, erarbeitet die Standards für die finanzplaneri-sche Beratung und deren Umsetzung und überwacht sowohl das ethische Verhaltender CFP bei ihrer Berufsausübung als auch deren laufende Fort- und Weiterbildung.Der FPSB ist Mitglied im internationalen Netzwerk des FPSB Financial PlanningStandards Board Ltd., dem weltweiten Zusammenschluss aller nationalen CFP Or-ganisationen mit rund 133.000 CFP-Zertifikatsträgern in 24 Ländern. Weitere Infor-mationen erhalten Sie unter:www.fpsb.de
  4. 4. Seite 4Kontakt Presseiris albrecht finanzkommunikation, Iris AlbrechtAachener Straße 15, D- 50674 KölnTel.: 0221-280 64 930 / 069-90 55 9380Email: albrecht@irisalbrecht.compresse@fpsb.de

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