Landschaft als Voraussetzung für nachhaltigen Tourismus Univ. Prof. Dr. Ulrike Pröbstl Institut für Landschaftsentwicklung...
Bedeutung der Landschaft als Entscheidungskriterium im Tourismus –  Ergebnisse von Befragungen und Trendforschung 22/09/11
Präferenzen der Österreich-Urlauber <ul><li>Im Zuge einer repräsentativen Gästebefragung wurden von T-Mona 2004/05 18.000 ...
Präferenzen der Touristen mit Schwerpunkt Wandern (Deutschland) <ul><li>Wichtigste Motive der Wanderer in % (Mehrfachnennu...
Motiv- und wertebezogenen Einflussfaktoren auf Trends <ul><li>Dazu gehören:  </li></ul><ul><li>ein hoher Stellenwert der  ...
<ul><li>Wachau </li></ul>22/09/11
<ul><li>Quelle:  www.elle.de </li></ul><ul><li>Autorinnen der Studie: </li></ul><ul><li>Anja Kirig, Ingrid Schick ,  Zukun...
NeoNature? Mögliche Effekte auf diverse Branchen <ul><li>Medien & Kultur:  Der Einfluss von Neo-Nature auf die Medien und ...
Bausteine des touristischen Angebots  – Komponenten mit Einfluss auf das Erlebnis Landschaft  22/09/11
Komponenten des touristischen Angebots 22/09/11 Speisen  und  Getränke Über- nachtungs- möglichkeit Infra- struktur Charak...
Komponenten: Einzigartigkeit, Erlebbarkeit 22/09/11
Komponente: Authentizität und Regionalität <ul><li>Das spezifische Landschaftserlebnis kann durch folgende Faktoren verstä...
Komponente: Integration von Baukultur und Siedlungsentwicklung 22/09/11 <ul><li>Erhalten von wertvollen Strukturen </li></...
Komponente:  spezielles Naturerlebnis <ul><li>Erlebnis von Tieren und Pflanzen </li></ul><ul><li>Ganzheitliches Landschaft...
Landschaft in der Vermarktung und touristischen Positionierung 22/09/11
Welchen Wert hat schöne Landschaft? <ul><li>Böse Zungen sagen, Ökonomen können von allem den Preis bestimmen, aber nicht d...
Attitude towards protected areas 22.09.11 summer winter <ul><li>The tourist perceives a protected area as a sign of enviro...
Darstellung eines choice sets  Simulierung des Entscheidungsprozesses: Vergleich der Webseiten zweier Destinationen <ul><l...
Ergebnisse des DCE Latent Class-Analyse zur Erfassung der Heterogenität <ul><li>Gruppen- und Aktivitätsorientierte Urlaube...
Besonderer Wert intakter Landschaften in Österreich <ul><li>Nationalparkgemeinden lukrieren in Sommersaison 451 Mio € Wert...
Modell der Markenbildung für Reiseziele 22/09/11 Klar ablesbare Marke Mischung geeigneter  Merkmale zur  Markenbildung  Au...
Gemeinsame Ziele: Raumgebundenheit 22/09/11
Verbindung von Destination Steiermark – lokaler Tracht und Identität – Produkt und Kaufentscheidung 22/09/11
Landschaftentwicklung und Bedrohung touristischer Potentiale und Positionierungen –  Versiegelung, Entwicklungsplanung, Ba...
Versiegelung in Österreich <ul><li>geringes Bevölkerungswachstum (+ 1,2 % in den letzten 3 Jahren)  </li></ul><ul><li>Denn...
Ungenügender Schutz des Außenbereichs und Zersiedelung <ul><li>Größe der Gemeinden und geringe Bereitschaft überkommunaler...
Verlust an attraktiver Landschaft für Erholung und Tourismus <ul><li>Landnutzungs-dominierte Landschaft </li></ul>Service ...
Lösungsansätze –  Landschaftsentwicklung, Planung und Baukultur 22/09/11
Strategien zur Aufwertung von Landschaft <ul><li>Attraktive Gestaltung der landwirtschaftlich genutzten Landschaft </li></...
Strategien zum Schutz des Außenbereichs und Fortschreiten der Zersiedelung <ul><li>Stärkung überörtlicher Raumplanung, Gem...
Umgang mit lokaler Baukultur und Alltagsarchitektur <ul><li>Arbeitshilfen aus den Naturpark Almenland Steiermark </li></ul...
Zusammenfassung 22.09.11 <ul><li>Der ökonomische Wert des Landschaftsbildes wird vielfach über den Use Value abgeleitet. D...
22/09/11 Univ. Prof. Dipl. Ing. Dr. Ulrike Pröbstl Peter-Jordanstr.65, A-1180 Wien Tel.: +43 1 47654-7207,  Fax: +43 1 476...
Literatur <ul><li>Schrampf, Julia,  Im Grünen Veltliner findet sich die Region, in: Raum 80/10, Wien </li></ul><ul><li>Ger...
Nächste SlideShare
Wird geladen in …5
×

Univ.-Prof. DI Dr. Ulrike Pröbstl - Universitätsprofessorin Universität für Bodenkultur, Wien - "Landschaft als Voraussetzung für nachhaltigen Tourismus" - 4. Mostviertler Nachhaltigkeitskonfe

1.855 Aufrufe

Veröffentlicht am

Univ.-Prof. Di Dr. Ulrike Pröbstl - Universitätsprofessorin für Landschatsentwicklung, Erholung und Tourismus an der Universität für Bodenkultur, Wien
Vortrag im Rahmen der 4. Mostviertler Nachhaltigkeitskonferenz (12. – 13. September,2011 Naturhotel Steinschaler Dörfl, Pielachtal):
“Landschaft als Voraussetzung für nachhaltigen Tourismus”
Die schöne oder besondere Landschaft ist das wichtigste Entscheidungskriterium bei der Destinationswahl und das Natur- und Landschaftserlebnis eines der wichtigsten Motive für einen Urlaub in Österreich. Trotzdem setzen – auch – Tourismus Destinationen vielfach dieses Kapital aufs Spiel. Die Diskussion um die Nutzung der Flächen und erneuerbarer Energien verschärft aktuell die Situation.

Veröffentlicht in: Business
0 Kommentare
0 Gefällt mir
Statistik
Notizen
  • Als Erste(r) kommentieren

  • Gehören Sie zu den Ersten, denen das gefällt!

Keine Downloads
Aufrufe
Aufrufe insgesamt
1.855
Auf SlideShare
0
Aus Einbettungen
0
Anzahl an Einbettungen
792
Aktionen
Geteilt
0
Downloads
0
Kommentare
0
Gefällt mir
0
Einbettungen 0
Keine Einbettungen

Keine Notizen für die Folie
  • Die Aufgaben des Umweltberichtes sind: Eine frühzeitige Prüfung der Umweltauswirkungen der Planung vorzunehmen, um eine Optimierung der Planung oder Alternativen aufzeigen zu können, die Öffentlichkeit über die möglichen Folgen zu informieren, die Entscheidungsgrundlage des Kommunalparlaments, z. B. des Stadt- oder Gemeinderats, zu verbessern Deshalb ist eine geeignete, allgemein verständliche Darstellung von besonderer Bedeutung.
  • Die Aufgaben des Umweltberichtes sind: Eine frühzeitige Prüfung der Umweltauswirkungen der Planung vorzunehmen, um eine Optimierung der Planung oder Alternativen aufzeigen zu können, die Öffentlichkeit über die möglichen Folgen zu informieren, die Entscheidungsgrundlage des Kommunalparlaments, z. B. des Stadt- oder Gemeinderats, zu verbessern Deshalb ist eine geeignete, allgemein verständliche Darstellung von besonderer Bedeutung.
  • Die Aufgaben des Umweltberichtes sind: Eine frühzeitige Prüfung der Umweltauswirkungen der Planung vorzunehmen, um eine Optimierung der Planung oder Alternativen aufzeigen zu können, die Öffentlichkeit über die möglichen Folgen zu informieren, die Entscheidungsgrundlage des Kommunalparlaments, z. B. des Stadt- oder Gemeinderats, zu verbessern Deshalb ist eine geeignete, allgemein verständliche Darstellung von besonderer Bedeutung.
  • 17 attributes
  • Univ.-Prof. DI Dr. Ulrike Pröbstl - Universitätsprofessorin Universität für Bodenkultur, Wien - "Landschaft als Voraussetzung für nachhaltigen Tourismus" - 4. Mostviertler Nachhaltigkeitskonfe

    1. 1. Landschaft als Voraussetzung für nachhaltigen Tourismus Univ. Prof. Dr. Ulrike Pröbstl Institut für Landschaftsentwicklung, Erholungs- und Naturschutzplanung Universität für Bodenkultur Wien Department für Raum, Landschaft und Infrastruktur 22/09/11
    2. 2. Bedeutung der Landschaft als Entscheidungskriterium im Tourismus – Ergebnisse von Befragungen und Trendforschung 22/09/11
    3. 3. Präferenzen der Österreich-Urlauber <ul><li>Im Zuge einer repräsentativen Gästebefragung wurden von T-Mona 2004/05 18.000 Österreich-Urlauber nach ihren Gründen für den Österreich-Urlaub befragt. </li></ul><ul><li>Dabei wurden nach der Landschaft (80%), der Ruhe (61%) sowie Spaziergängen (60%) mit 55% die Architektur bzw. das Ortsbild angeführt. </li></ul><ul><li>Bei Städte-Reisenden stellt Baukultur den Hauptgrund dar. </li></ul><ul><li>Wobei beim Ortsbild die historische Bausubstanz einen nicht zu unterschätzenden Stellenwert einnimmt. </li></ul>
    4. 4. Präferenzen der Touristen mit Schwerpunkt Wandern (Deutschland) <ul><li>Wichtigste Motive der Wanderer in % (Mehrfachnennungen): </li></ul><ul><ul><li>Natur und Landschaft genießen 88 </li></ul></ul><ul><ul><li>Gesundheit /Bewegung 70 </li></ul></ul><ul><ul><li>Stille 65 </li></ul></ul><ul><ul><li>Mit Partner/Freunden unterwegs sein 62 </li></ul></ul><ul><ul><li>Kennenlernen unbekannter Regionen 60 </li></ul></ul><ul><ul><li>Interesse an Tieren und Pflanzen 41 </li></ul></ul><ul><ul><li>Einkehr 39 </li></ul></ul><ul><ul><li>Kultur 31 </li></ul></ul><ul><ul><li>Brämer, R. 2008 </li></ul></ul>22/09/11
    5. 5. Motiv- und wertebezogenen Einflussfaktoren auf Trends <ul><li>Dazu gehören: </li></ul><ul><li>ein hoher Stellenwert der Gesundheitsvorsorge und ein erhöhtes Gesundheitsbewusstsein </li></ul><ul><li>eine besondere Wertschätzung von Authentizität und Regionalität </li></ul><ul><li>Individualität, hohe Präferenz für individuelle Lösungen, flexible Angebote, Ungebundenheit in räumlicher und zeitlicher Hinsicht </li></ul><ul><li>Erlebnisorientierung , Anti-Alltagserlebnis </li></ul><ul><li>Respiritualisierung, sinngebende Elemente </li></ul><ul><li>Naturentfremdung bei gleichzeitiger hoher Wertschätzung der Natur </li></ul>22.09.11
    6. 6. <ul><li>Wachau </li></ul>22/09/11
    7. 7. <ul><li>Quelle: www.elle.de </li></ul><ul><li>Autorinnen der Studie: </li></ul><ul><li>Anja Kirig, Ingrid Schick , Zukunftsinstitut </li></ul><ul><li>Kritik: </li></ul><ul><li>Dr. Brämer in: http://wanderforschung.de/files/neonature1236692068.pdf </li></ul>22/09/11
    8. 8. NeoNature? Mögliche Effekte auf diverse Branchen <ul><li>Medien & Kultur: Der Einfluss von Neo-Nature auf die Medien und vice versa </li></ul><ul><li>Outdoorsport: Wie die Megatrends Neo-Ökologie, Gesundheit, New Work sowie Individualität Outdooraktivitäten hypen </li></ul><ul><li>Fashion: Wie Neo-Nature als neuer Lebensstil die Outdoor-Modemärkte verändert </li></ul><ul><li>Tourismus: Natur und Naturnähe fallen bei der Reiseplanung immer stärker als Kriterien ins Gewicht </li></ul><ul><li>Gastronomie: Wie der Wunsch der Neo-Nature-Konsumenten nach Natur, Genuss und Authentizität den Außer-Haus-Markt verändert </li></ul><ul><li>Garden & Living: Gestaltung unseres Alltags verändert </li></ul>22/09/11
    9. 9. Bausteine des touristischen Angebots – Komponenten mit Einfluss auf das Erlebnis Landschaft 22/09/11
    10. 10. Komponenten des touristischen Angebots 22/09/11 Speisen und Getränke Über- nachtungs- möglichkeit Infra- struktur Charakter der Siedlung Service Verkehr Land- schaft
    11. 11. Komponenten: Einzigartigkeit, Erlebbarkeit 22/09/11
    12. 12. Komponente: Authentizität und Regionalität <ul><li>Das spezifische Landschaftserlebnis kann durch folgende Faktoren verstärkt werden: </li></ul><ul><ul><li>Herausarbeiten regionaler Produkte und Besonderheiten </li></ul></ul><ul><ul><li>Förderung landschaftsbildprägender Elemente mit Alleinstellungsmerkmalen </li></ul></ul><ul><ul><li>Kombination von Natur und Kultur </li></ul></ul><ul><ul><li>Spezifische Erlebnisse </li></ul></ul><ul><ul><li>Erschließung durch spezifische Führungen </li></ul></ul>22.09.11
    13. 13. Komponente: Integration von Baukultur und Siedlungsentwicklung 22/09/11 <ul><li>Erhalten von wertvollen Strukturen </li></ul><ul><li>Aufgreifen traditioneller Materialien </li></ul><ul><li>Einbindung von allgemeiner Siedlungsentwicklung in die Landschaft </li></ul>
    14. 14. Komponente: spezielles Naturerlebnis <ul><li>Erlebnis von Tieren und Pflanzen </li></ul><ul><li>Ganzheitliches Landschafterlebnis </li></ul><ul><li>Erlebnis der Lebensräume seltener Arten zur Verstärkung der Alleinstellungsmerkmale spezifischer Landschaften und Landschaftseinheiten (Aue, Flusslandschaft , Hochgebirge usw.) </li></ul>22.09.11
    15. 15. Landschaft in der Vermarktung und touristischen Positionierung 22/09/11
    16. 16. Welchen Wert hat schöne Landschaft? <ul><li>Böse Zungen sagen, Ökonomen können von allem den Preis bestimmen, aber nicht den Wert. </li></ul><ul><li>Wie geht die Ökonomie vor, wenn es um nicht durch Marktpreise erfassbare Naturgüter handelt? </li></ul><ul><li>Ein nicht marktlich bewerteter Use Value von Naturgütern, wie beispielsweise von Landschaft, ergibt sich häufig aus dessen Nutzung für Erholung und Tourismus. Erfasst wird dann vielfach der sogenannte Erlebniswert dieser Landschaft. </li></ul><ul><li>Für nicht nutzbare Elemente (wie eine Tierart) wird versucht den Existence value zu ermitteln, </li></ul><ul><li>Für mögliche zukünftge Nutzungsoptionen wird auch der Option Value formuliert bzw Bequest-Value für zukünftigen existence value. </li></ul>22.09.11
    17. 17. Attitude towards protected areas 22.09.11 summer winter <ul><li>The tourist perceives a protected area as a sign of environmental quality for a community or region rather than a restriction for recreation and outdoor sports </li></ul><ul><li>The perception of possible restrictions is more relevant in the summer season than in winter in Austria </li></ul>
    18. 18. Darstellung eines choice sets Simulierung des Entscheidungsprozesses: Vergleich der Webseiten zweier Destinationen <ul><li>In welchem Ort würden Sie lieber Ihren Sommerurlaub verbringen? </li></ul>Natur und Landschaft in der Umgebung Kulturelle Angebote und Events 45 Größe, Charakter und besondere Angebote des Ortes Durchschnittliche Anzahlt der Sonnentage im Sommer Schutzgebiete in der Umgebung des Ortes Preisunterschied Mögliche Aktivitäten (Sportmöglichkeiten und Einrichtungen) 2008, Deutschlandweit online-repräsentative Zufallsstichprobe,N= 1153, Rücklaufquote: 57%
    19. 19. Ergebnisse des DCE Latent Class-Analyse zur Erfassung der Heterogenität <ul><li>Gruppen- und Aktivitätsorientierte Urlauberinnen und Urlauber (56%) </li></ul><ul><ul><li>Motivationsfaktoren : Gruppenerlebnis und Gesellschaft </li></ul></ul><ul><ul><li>Entscheidungsrelevante Attribute: große, belebte Orte , alle Aktivitäten, Umweltbildungsangebote, kulturelle und traditionelle Angebote, Events </li></ul></ul><ul><ul><li>Sozio-ökonomische Eigenschaften : Jüngstes Segment, mittlere Schulbildung </li></ul></ul><ul><li>Naturorientierte Urlauberinnen und Urlauber (30%) </li></ul><ul><ul><li>Motivationsfaktoren : Erleben von Natur und regionaler Besonderheiten </li></ul></ul><ul><ul><li>Entscheidungsrelevante Attribute : Kleine, ruhige Orte, Schutzgebiete, Umweltbildungsangebote, Wandern, Baden, Traditionen </li></ul></ul><ul><ul><li>Sozio-ökonomische Eigenschaften : Ältestes Segment mit höchster Schulbildung </li></ul></ul><ul><li>Relaxing- orientierte Urlauberinnen und Urlauber (14%) </li></ul><ul><ul><li>Motivationsfaktoren : weniger wichtig: Gruppenerlebnis und Gesellschaft, Natur und regionaler Besonderheiten, Sport </li></ul></ul><ul><ul><li>Entscheidungsrelevante Attribute : Kleine Orte, Baden, Wandern, Golf, Reiten, Events </li></ul></ul><ul><ul><li>Sozio-ökonomische Eigenschaften : Viele ältere Personen, mittlere Schulbildung </li></ul></ul>22.09.11
    20. 20. Besonderer Wert intakter Landschaften in Österreich <ul><li>Nationalparkgemeinden lukrieren in Sommersaison 451 Mio € Wertschöpfung durch Nächtigungstourismus > 33% davon (=150 Mio €) entfallen auf Besucher, die wegen des jeweiligen Nationalparks gekommen sind. </li></ul><ul><li>Von den 4,5 Mio Sommernächtigungen in den Nationalparkregionen entfallen 1,5 Mio (= ein Drittel) auf den klassischen Schutzgebietstourismus </li></ul><ul><li>29 Mio € Wertschöpfung durch Tagestouristen </li></ul><ul><li>Aufenthaltsdauer der Sommergäste ist mit 5,5 Tagen um 1 Tag länger als der Österreichdurchschnitt </li></ul><ul><li>In tourismuswirtschaftlich schlechteren Zeiten sind Nationalparks weniger von negativen Auswirkungen betroffen, in besseren Jahren profitieren sie überproportional </li></ul>22.09.11
    21. 21. Modell der Markenbildung für Reiseziele 22/09/11 Klar ablesbare Marke Mischung geeigneter Merkmale zur Markenbildung Aufbau einer profilierten Marke Eigenschaften der Bestandteile Gefühle ansprechende Bestandteile Einstellungsbezogene Bestandteile Vermittlung zusätzlicher Assoziationen Marketing Übermittlung Marketing- Programme Bestehendes natürliches Image Positionierung & Zielmärkte Bestehendes induziertes Image Bedeutung und Zusammensetzung Liping 2002
    22. 22. Gemeinsame Ziele: Raumgebundenheit 22/09/11
    23. 23. Verbindung von Destination Steiermark – lokaler Tracht und Identität – Produkt und Kaufentscheidung 22/09/11
    24. 24. Landschaftentwicklung und Bedrohung touristischer Potentiale und Positionierungen – Versiegelung, Entwicklungsplanung, Baukultur und erneuerbare Energien 22/09/11
    25. 25. Versiegelung in Österreich <ul><li>geringes Bevölkerungswachstum (+ 1,2 % in den letzten 3 Jahren) </li></ul><ul><li>Dennoch starke Flächeninanspruchnahme (+ 5,2 % in den letzten 3 Jahren) </li></ul><ul><li>in den ländlichen als auch in den stadtnahen Gebieten. </li></ul><ul><li>Der tägliche Versiegelung: bei 10 Hektar (Durchschnitt der 3 Jahres-Periode 2008–2011) und damit noch immer um das Zehnfache über dem Reduktionsziel der Nachhaltigkeitsstrategie. </li></ul>22/09/11 d.h. jeden Tag ein kleinbäuerlicher Betrieb
    26. 26. Ungenügender Schutz des Außenbereichs und Zersiedelung <ul><li>Größe der Gemeinden und geringe Bereitschaft überkommunaler Lösungen </li></ul><ul><li>Keine bedarfsgerechte Planung, sondern Tendenz zur Angebotsplanung z.B. Zersiedelung durch punktuelle Widmung </li></ul><ul><li>„ Horten“ von Zentralen ortsnahen Baugründen </li></ul><ul><li>Entgegenkommen an Betriebe/Betriebsansiedelungen </li></ul><ul><li>Zweitwohnungsbau in attraktiver Lage bzw. Umwandlung touristischer Ferienhausanlagen usw. </li></ul><ul><li>Siedlungsentwicklung im Ort zwingt Landwirtschaft zur Aussiedelung </li></ul>22/09/11
    27. 27. Verlust an attraktiver Landschaft für Erholung und Tourismus <ul><li>Landnutzungs-dominierte Landschaft </li></ul>Service Landschaft Geschützte Landschaft
    28. 28. Lösungsansätze – Landschaftsentwicklung, Planung und Baukultur 22/09/11
    29. 29. Strategien zur Aufwertung von Landschaft <ul><li>Attraktive Gestaltung der landwirtschaftlich genutzten Landschaft </li></ul><ul><li>Förderung von regionalen Besonderheiten und Strukturen (Dorferneuerung, ÖPUL usw.) </li></ul><ul><li>Ganzheitliche Betrachtung unter Berücksichtigung aller Nutzungen (z.B. zur Vermeidung des Konflikt Energienutzung und Tourismus) </li></ul>22/09/11
    30. 30. Strategien zum Schutz des Außenbereichs und Fortschreiten der Zersiedelung <ul><li>Stärkung überörtlicher Raumplanung, Gemeinde‐Kooperation </li></ul><ul><li>Ziel: Baulandmobilisierung in Ortskernnähe </li></ul><ul><ul><li>Bedarfsnachweis vor neuer Baulandwidmung </li></ul></ul><ul><ul><li>Verknüpfung Baulandwidmung und Finanzierung technischer/sozialer Infrastruktur </li></ul></ul><ul><ul><li>Grundsteuer </li></ul></ul><ul><ul><li>Bodenwertabgabe auf unbebaute Grundstück </li></ul></ul><ul><li>Besserer Einsatz von Vorsorgeinstrumenten </li></ul><ul><ul><li>Bebauungsplan und </li></ul></ul><ul><ul><li>Strategische Umweltprüfung </li></ul></ul>22/09/11
    31. 31. Umgang mit lokaler Baukultur und Alltagsarchitektur <ul><li>Arbeitshilfen aus den Naturpark Almenland Steiermark </li></ul>22/09/11 <ul><li>Baukultur im Ort ist ein Standortfaktor </li></ul><ul><li>Erhalten differenzierter, nicht monostrukturierter Ortskerne, Umnutzungen sinnvoll planen </li></ul><ul><li>Nichtbauen ist auch Baukultur, Freihalten von Sichtachsen, Ablesbarkeit von Orten erhalten… </li></ul>
    32. 32. Zusammenfassung 22.09.11 <ul><li>Der ökonomische Wert des Landschaftsbildes wird vielfach über den Use Value abgeleitet. Dieser ist aus der Sicht der Destinationsforschung unbestritten und belegt. </li></ul><ul><li>Landschaftsbezogene Forschung zeigt auch die Präferenzen der Touristen. </li></ul><ul><li>Verstärkung von Landschaftseignung durch Produkte (Wein, Hirschbirne, Dirndl usw.) </li></ul><ul><li>Landschaft als touristische Grundlage ist keine Selbstverständlichkeit, Verluste sind vielfach „unheilbar“. </li></ul><ul><li>Ganzheitliche Lösungen auf der Grundlage eines Landschaftsplans oder entsprechendem OEK/REK wären wünschenswert. </li></ul>
    33. 33. 22/09/11 Univ. Prof. Dipl. Ing. Dr. Ulrike Pröbstl Peter-Jordanstr.65, A-1180 Wien Tel.: +43 1 47654-7207, Fax: +43 1 47654-7209 Ulrike.Proebstl@boku.ac.at www.boku.ac.at Danke für die Aufmerksamkeit!
    34. 34. Literatur <ul><li>Schrampf, Julia, Im Grünen Veltliner findet sich die Region, in: Raum 80/10, Wien </li></ul><ul><li>Gergely Szolnoki, Roland Herrmann and Dieter Hoffmann: ORIGIN, GRAPE VARIETY OR PACKAGING? ANALYZING THE BUYING DECISION FOR WINE WITH A CONJOINT EXPERIMENT , AAWE WORKING PAPERNo. 72 November 2010 </li></ul><ul><li>www.elle.de </li></ul><ul><li>Anja Kirig, Ingrid Schick , neo natur, Zukunftsinstitut, Wien </li></ul><ul><li>Dr. Brämer: http://wanderforschung.de/files/neonature1236692068.pdf </li></ul><ul><li>http://www.burgenland.info/static/files/winzerkoenig.pdf </li></ul><ul><li>http://wua-wien.at/natur-wien/bioforschung-austria </li></ul>22/09/11

    ×