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Hochschule der Medien




                                     Die Quadratur
                                      des Kreises
                                      RDA in der Lehre
Heidrun Wiesenmüller




                        14.03.2013    5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland   Folie 1
Oktober 2011: RDA wird konkret
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                        „Der Standardisierungsausschuss spricht sich grund-
                        sätzlich für die Einführung des neuen Erschließungs-
                        standards Resource Description and Access (RDA ) im
                        deutschsprachigen Raum aus.“
                                                         (Sitzung des STA vom 05.10.2011)


                        Mai 2012: Vorgaben für die Einführung, u.a.:
                        • „Einrichtung einer expertengruppen-übergreifenden
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                          Arbeitsgruppe RDA“
                        • „kontinuierliche Abstimmung mit den Ausbildungs-
                          einrichtungen (...), um den neuen Standard zeitnah
                          in der Lehre zu verankern“


                          14.03.2013     5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland   Folie 2
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                        Vorläufige Zeitplanung
                        • Grundsatzentscheidungen und Anwendungsregeln
                          Erarbeitung bis Ende 2013, Testphase bis Mitte 2014
                        • Angleichung der Normdaten an RDA
                          Anpassung der GND-Regeln an RDA bis Ende 2013,
                          Einführung RDA-gerechter Normdaten ab Januar 2014
                        • Technische Implementierung
                          Oktober 2013 bis Juni 2015
                        • Konzeption und Durchführung der Schulungen
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                          Juli 2013 bis Juni 2015
                        • Umstieg der Verbünde inkl. ZDB
                          April bis Juni 2015



                          14.03.2013    5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland   Folie 3
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                        Dilemma für Lehre/Unterricht
                        • Es ist klar, dass RDA kommt:
                          Wer jetzt mit Studium/Ausbildung beginnt, wird am Ende
                          definitiv in eine RDA-Bibliothekswelt entlassen
                        • Erwartungen der Studierenden/Auszubildenden:
                          Vorbereitung auf Anforderungen der Berufspraxis,
                          man will „das Neue“ und nicht „das Alte“ lernen
                        • Erwartungen der Praxis:
                          Absolventen und FaMIs sollen bereits über
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                          RDA-Kenntnisse verfügen
                        • Wünsche der Lehrenden/Unterrichtenden:
                          möchten sich in RDA einarbeiten und das Thema
                          auch bereits in Lehre/Unterricht einbringen
                                   RDA sollte bereits unterrichtet werden

                          14.03.2013       5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland   Folie 4
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                        RDA-Unterricht – aber wie?
                        • Grundsatzentscheidungen noch offen
                          z.B. Umsetzung von FRBR (Abbildung der Werkebene),
                          Datenstrukturen bei mehrbändigen Werken
                        • Anwendungsregeln werden erst erarbeitet
                          betrifft u.a. die Anwendung von Alternativen/Optionen,
                          wegen des hohen Spielraums von RDA extrem wichtig
                        • Formatfragen noch ungeklärt
                          RDA an sich ist „formatfrei“, nötige Anpassungen der vor-
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                          handenen Formate sind erst noch zu entscheiden
                        • geeignete Materialien fehlen
                          Schulungsmaterialien und Lehrbuch kann es noch nicht
                          geben, solange Anwendung noch nicht festgelegt ist
                                   konkreter RDA-Unterricht noch nicht möglich

                          14.03.2013       5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland   Folie 5
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                        Problem der Zweigleisigkeit
                        • Praktiker müssen nur „das Neue“ lernen
                          sie haben gefestigte Kenntnisse der bisherigen Regeln
                          und müssen nur die Änderungen lernen
                        • Studierende/Auszubildende müssen beides lernen
                          auch mittelfristig werden noch gewisse RAK-Kenntnisse
                          nötig sein, um Altdaten interpretieren zu können
                        Schwierigkeiten:
                        • paralleles Lernen in zwei Systemen sehr komplex
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                          zeigt sich beim Unterricht der GND-Regeln, wo auch
                          noch auf die früheren Regeln rekurriert werden muss
                        • keine zusätzliche Zeit
                          die Vermittlung des zusätzlichen Stoffs muss im vorhan-
                          denen Zeitrahmen der Lehrveranstaltungen erfolgen

                          14.03.2013     5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland   Folie 6
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                        Online-Umfrage zu RDA




                        • Befragung im Dezember 2012
                          Bekanntmachung über RAK-List und gezieltes
                          Anschreiben von Ausbildungseinrichtungen

                         14.03.2013    5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland   Folie 7
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                        Teilnehmer
                        • 28 Lehrende/Unterrichtende
                          Deutschl. (85,7 %), Österreich (10,7 %), Schweiz (3,6 %)
                        • Unterteilung nach Level (Mehrfachantworten möglich):
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                          14.03.2013     5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland   Folie 8
Beispiel für eine Seite aus der Umfrage




    14.03.2013   5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland   Folie 9
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                        Bisherige Beschäftigung mit RDA




                        • Bereitschaft ist durchaus vorhanden
                          wird aber in der Praxis als schwierig empfunden


                         14.03.2013     5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland   Folie 10
aus den Kommentaren:
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                        • vorhandene Unterlagen nicht ausreichend
                          RDA-Schulungsmodule der DNB: „leider qualitativ nicht
                          besonders gut“, „schwierig mit dem DNB-Unterlagen!!!“
                        • Kritik an häufigem Verweis auf Originalquellen
                          „Es fehlen vermittelnde Angebote und Aufbereitungen,
                          es reicht nicht, auf die Originalquellen hinzuweisen. Die
                          Zeit für ein aufwändiges Eigenstudium (...) fehlt.“
                        • Unsicherheit über die Anwendungsregeln
                          „Da die Anwendungsregeln noch nicht entwickelt /
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                          veröffentlicht sind, ist es für mich als Außenstehende
                          allerdings noch nicht möglich zu erkennen, wie der
                          Umstieg im Ergebnis aussehen wird.“



                          14.03.2013      5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland   Folie 11
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                        Zugang zum RDA Toolkit




                        • erheblicher Unterschied zwischen den Gruppen
                          bei den FaMI-Unterrichtenden hat nur eine Minderheit
                          Zugang zum RDA Toolkit

                         14.03.2013     5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland   Folie 12
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                        Unterschiede zwischen den Gruppen
                        wurden auch an anderen Stellen deutlich, z.B.:
                        • Teilnahme an einer RDA-Fortbildung:
                          33 % der FaMI-Unterrichtenden
                          56 % der übrigen Lehrenden
                        • Information über RDA-Umstieg
                          FaMI-Unterrichtende fühlen sich schlechter informiert,
                          vgl. Durchschnittswerte (1: sehr schlecht, 5: sehr gut):
                          FaMI-Unterrichtende: 2,67
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                          übrige Lehrende: 3,5

                                 FaMI-Bereich: besondere Unterstützung nötig
                                 zumal der Unterricht z.T. nicht durch Bibliothekare,
                                 sondern durch Handelslehrer erfolgt


                          14.03.2013       5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland   Folie 13
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                        Wo informiert man sich über RDA?




                        • Durchschnittswerte auf der Basis einer Auswahl-Skala
                          (höchster Wert „4“ steht für „häufig/regelmäßig“)

                         14.03.2013     5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland   Folie 14
Interessante Details:
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                        • deutschsprachige Quellen zentral
                          englischsprachige Quellen kaum wahrgenommen
                        • hohe Bedeutung persönlicher Kontakte
                          Information durch Kollegen zweitwichtigste Quelle
                          (Indiz für nicht ausreichende schriftliche Informationen?)
                        • RAK-List sehr uneinheitlich
                          wird von 64,3 % häufig genutzt, von 28,6 % nie
                        • Newsletter der Arbeitsstelle für Standardisierung
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                          wird von 42,9 % selten oder nie genutzt




                          14.03.2013      5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland   Folie 15
Lehre/Unterricht: aktuelles Profil
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                        aus dem Fragebogen:
                        Welche Rolle spielen die folgenden Aspekte in Ihrer
                        derzeitigen Lehre / Ihrem derzeitigen Unterricht?
                        Bitte wählen Sie auf der folgenden Skala von „keine / sehr
                        geringe Rolle“ bis „sehr große Rolle“ den am besten
                        passenden Wert aus. Es geht dabei nur um eine ganz
                        grobe Einschätzung („aus dem Bauch heraus“) und nicht
                        um eine detaillierte Quantifizierung.
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                         14.03.2013      5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland   Folie 16
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                        Lehre/Unterricht: aktuelles Profil




                        • Durchschnittswerte auf der Basis einer Auswahl-Skala
                          (höchster Wert „5“ steht für „sehr große Rolle“)

                         14.03.2013     5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland   Folie 17
Interessante Details:
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                        • neue GND-Regeln
                          mit erfreulich hohem Wert, d.h. Lehre und Unterricht
                          sind „up to date“
                        • ISBD vs. MAB
                          im FaMI-Bereich wird mehr MAB als ISBD unterrichtet,
                          bei den übrigen Lehrenden ist das Verhältnis umgekehrt
                        • FRBR
                          spielt im FaMI-Bereich noch eine deutlich geringere Rolle
                          als bei den übrigen Lehrenden
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                          14.03.2013     5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland   Folie 18
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                        Einbezug von RDA derzeit




                        • Durchschnittswert aller Teilnehmer: 2,63
                          (FaMI-Level: 2,25; übrige Lehrende: 2,88)

                         14.03.2013     5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland   Folie 19
Praktische Umsetzung:
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                        • Kenntnisse in FRBR
                          werden als wichtige Basis für RDA angesehen
                        • Grundsätzliches zu RDA
                          z.B. „grundlegende Unterschiede, Intention und Ziele,
                          etwas Historie“; Einführung in Deutschland
                        • kontrastierend im Rahmen des RAK-Unterrichts
                          „Manche RAK-Regeln fordern ja eine Änderung direkt
                          heraus; da liegt es nahe, an genau diesen Stellen darauf
                          einzugehen, wie RDA die Nachweissituation verbessern
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                          wird.“
                        • RDA Toolkit
                          wird z.T. schon im Unterricht benutzt



                          14.03.2013     5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland   Folie 20
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                        Einschätzung der Vorlaufzeit




                        • Durchschnittswert aller Teilnehmer: 2,89


                          14.03.2013     5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland   Folie 21
Hochschule der Medien   aus einem Kommentar:
                        „Sollten die Anwendungsregeln erst 2014 bekannt gege-
                        ben werden und ein gutes Jahr später schon der Umstieg
                        erfolgen, halte ich die Zeitspanne für knapp. Die Situation
                        könnte entschäft werden, wenn schon vorab Einblick in
                        die Anwendungsregeln gewährt wird, und sei es noch im
                        Diskussionsstadium. Dieser Informationsvorsprung wird
                        von Lehrenden erwartet! (...)
                        Die Frage ist weniger, ob der Vorlauf für die Ausbildungs-
                        einrichtungen zu knapp ist; es muss vor allem die Frage
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                        gestellt werden, ob der Vorlauf überhaupt zu knapp ist,
                        um die Konsequenzen des Umstiegs in allen Details zu
                        überschauen. Die GND hat gezeigt: die Änderungen wur-
                        den nicht genau genug durchdacht, die derzeitige Verun-
                        sicherung und der Aufwand für die Nachbesserung sind
                        beträchtlich.“
                         14.03.2013      5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland   Folie 22
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                        Unterstützung durch AG RDA
                        Lehrende/Unterrichtende wünschen sich insbesondere:
                        • frühzeitige Vorabinformationen
                          „damit die Lehrenden zumindest grob wissen, in welche
                          Richtung die Reise geht“
                        • vollständige Beispiele
                          „umfangreiche Beispielsammlung (Titelblätter mit
                          Lösungen/Erläuterungen)“; insbesondere auch mit
                          Vergleichen zwischen RAK und RDA
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                        • Schulungsmaterialien zu frühem Zeitpunkt
                          „Ausbildungsstätten benötigen das Schulungsmaterial
                          früher als die Praktiker in den Bibliotheken“




                          14.03.2013    5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland   Folie 23
Hochschule der Medien
                        Strategien für den Umstieg
                        Vorschläge aus den Ausbildungseinrichtungen:
                        • verstärkter Austausch untereinander
                          z.B. „eigene Mailingliste“
                        • verstärkte Kooperation untereinander
                          z.B. „gemeinsame Plattform für Unterrichtsmaterialien“
                        • Kontakt zu aktiv beteiligten Kollegen
                          z.B. Einbezug von Kollegen, die bei RDA-
                          Implementierung involviert sind, in die Lehre
Heidrun Wiesenmüller




                          14.03.2013     5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland   Folie 24
Hochschule der Medien
                        Wünsche an ein RDA-Lehrbuch
                        Lehrende/Unterrichtende wünschen sich insbesondere:
                        • Praxisnähe
                          möglichst viele Beispiele und Übungsaufgaben
                        • Verständlichkeit und didaktische Aufbereitung
                          „ansteigender Schwierigkeitsgrad“
                          „klare, verständliche Sprache (...), die sich sprachlich
                          unbedingt vom deutschen Toolkit absetzen muss“
                        • Ausrichtung auf deutschsprachigen Raum
Heidrun Wiesenmüller




                          Berücksichtigung der deutschen Anwendungsregeln




                          14.03.2013      5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland   Folie 25
Ein Blick in die Zukunft
Hochschule der Medien


                        aus dem Fragebogen:
                        Bitte wagen Sie zum Abschluss noch einen kleinen Blick
                        in die Zukunft und überlegen Sie, wie Ihre Lehre / Ihr
                        Unterricht ein Jahr (Frage 18) bzw. fünf Jahre (Frage 19)
                        nach dem Umstieg auf RDA aussehen wird. Es geht dabei
                        nur um eine ganz spontane und völlig unverbindliche
                        Einschätzung („aus dem Bauch heraus“).

                        • Sieben Aspekte sollten eingeordnet werden
Heidrun Wiesenmüller




                          entsprechend der Frage zum aktuellen Profil von Lehre
                          und Unterricht; jedoch wurde „GND“ durch „RDA“ ersetzt




                          14.03.2013    5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland   Folie 26
Hochschule der Medien
Heidrun Wiesenmüller
                        Ein Blick in die Zukunft




                        • Durchschnittswerte auf der Basis einer Auswahl-Skala
                          (höchster Wert „5“ steht für „sehr große Rolle“)

                         14.03.2013     5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland   Folie 27
Interessante Details:
Hochschule der Medien

                        • Rolle von RAK
                          ein Jahr danach: mittlere Rolle
                          fünf Jahre danach: kleine Rolle
                        • Rolle von FRBR
                          derzeit 5. Platz, springt auf 2. Platz
                        • Rolle von MARC 21
                          große Unsicherheit bei der Bedeutung (viele Enthaltungen
                          und sehr unterschiedliche Einschätzungen)
                        • Rolle der ISBD
Heidrun Wiesenmüller




                          ebenfalls große Unsicherheit („Wie es mit der ISBD
                          weitergeht, ist mir völlig unklar“), viele Enthaltungen und
                          sehr unterschiedliche Einschätzungen



                          14.03.2013       5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland   Folie 28
Hochschule der Medien
                        Abschlussfrage
                        • abschließend konnten Kommentare aller Art
                          geäußert werden

                        „Meine größte Sorge gilt nicht dem Wechsel des Regel-
                        werks – obwohl ich auch Bedenken habe hinsichtlich der
                        Orientierung weg von der reinen Formalerschliessung. Ich
                        hoffe, dass es uns gelingt, wirklich zu deutschlandweit
                        einheitlichen, einigermassen eindeutigen Regelungen zu
                        finden, dann hätten wir in der Tat einen Mehrwert.“
Heidrun Wiesenmüller




                          14.03.2013    5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland   Folie 29
Hochschule der Medien
                        Einige Erkenntnisse
                        • grundsätzlich positive Einstellung zu RDA
                          z.B. große Bereitschaft, sich mit RDA zu beschäftigen
                        • bisher zu wenige geeignete Basis-Materialien
                          diese müssen deutschsprachig sein und eine echte
                          Aufbereitung der Originalquellen bieten
                        • besonderer Bedarf an frühzeitiger Information
                          Lehrende müssen früher informiert werden als die Prakti-
                          ker in den Bibliotheken, AG RDA sollte entsprechende
Heidrun Wiesenmüller




                          Angebote machen (z.B. Einblicknahme in die Entwürfe
                          zu Anwendungsregeln)
                        • besondere Unterstützung im FaMI-Bereich nötig
                          evtl. durch speziell auf diese Zielgruppe zugeschnittene
                          Schulungsangebote und -materialien

                          14.03.2013      5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland   Folie 30
Hochschule der Medien




                                        Vielen Dank für
                                     Ihre Aufmerksamkeit!
Heidrun Wiesenmüller




                        Vollständige Auswertung der Umfrage:
                        http://verbund-swop.bsz-bw.de/volltexte/2013/343/




                        14.03.2013      5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland   Folie 31

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Heidrun Wiesenmüller: Die Quadratur des Kreises - RDA in der Lehre

  • 1. Hochschule der Medien Die Quadratur des Kreises RDA in der Lehre Heidrun Wiesenmüller 14.03.2013 5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland Folie 1
  • 2. Oktober 2011: RDA wird konkret Hochschule der Medien „Der Standardisierungsausschuss spricht sich grund- sätzlich für die Einführung des neuen Erschließungs- standards Resource Description and Access (RDA ) im deutschsprachigen Raum aus.“ (Sitzung des STA vom 05.10.2011) Mai 2012: Vorgaben für die Einführung, u.a.: • „Einrichtung einer expertengruppen-übergreifenden Heidrun Wiesenmüller Arbeitsgruppe RDA“ • „kontinuierliche Abstimmung mit den Ausbildungs- einrichtungen (...), um den neuen Standard zeitnah in der Lehre zu verankern“ 14.03.2013 5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland Folie 2
  • 3. Hochschule der Medien Vorläufige Zeitplanung • Grundsatzentscheidungen und Anwendungsregeln Erarbeitung bis Ende 2013, Testphase bis Mitte 2014 • Angleichung der Normdaten an RDA Anpassung der GND-Regeln an RDA bis Ende 2013, Einführung RDA-gerechter Normdaten ab Januar 2014 • Technische Implementierung Oktober 2013 bis Juni 2015 • Konzeption und Durchführung der Schulungen Heidrun Wiesenmüller Juli 2013 bis Juni 2015 • Umstieg der Verbünde inkl. ZDB April bis Juni 2015 14.03.2013 5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland Folie 3
  • 4. Hochschule der Medien Dilemma für Lehre/Unterricht • Es ist klar, dass RDA kommt: Wer jetzt mit Studium/Ausbildung beginnt, wird am Ende definitiv in eine RDA-Bibliothekswelt entlassen • Erwartungen der Studierenden/Auszubildenden: Vorbereitung auf Anforderungen der Berufspraxis, man will „das Neue“ und nicht „das Alte“ lernen • Erwartungen der Praxis: Absolventen und FaMIs sollen bereits über Heidrun Wiesenmüller RDA-Kenntnisse verfügen • Wünsche der Lehrenden/Unterrichtenden: möchten sich in RDA einarbeiten und das Thema auch bereits in Lehre/Unterricht einbringen RDA sollte bereits unterrichtet werden 14.03.2013 5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland Folie 4
  • 5. Hochschule der Medien RDA-Unterricht – aber wie? • Grundsatzentscheidungen noch offen z.B. Umsetzung von FRBR (Abbildung der Werkebene), Datenstrukturen bei mehrbändigen Werken • Anwendungsregeln werden erst erarbeitet betrifft u.a. die Anwendung von Alternativen/Optionen, wegen des hohen Spielraums von RDA extrem wichtig • Formatfragen noch ungeklärt RDA an sich ist „formatfrei“, nötige Anpassungen der vor- Heidrun Wiesenmüller handenen Formate sind erst noch zu entscheiden • geeignete Materialien fehlen Schulungsmaterialien und Lehrbuch kann es noch nicht geben, solange Anwendung noch nicht festgelegt ist konkreter RDA-Unterricht noch nicht möglich 14.03.2013 5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland Folie 5
  • 6. Hochschule der Medien Problem der Zweigleisigkeit • Praktiker müssen nur „das Neue“ lernen sie haben gefestigte Kenntnisse der bisherigen Regeln und müssen nur die Änderungen lernen • Studierende/Auszubildende müssen beides lernen auch mittelfristig werden noch gewisse RAK-Kenntnisse nötig sein, um Altdaten interpretieren zu können Schwierigkeiten: • paralleles Lernen in zwei Systemen sehr komplex Heidrun Wiesenmüller zeigt sich beim Unterricht der GND-Regeln, wo auch noch auf die früheren Regeln rekurriert werden muss • keine zusätzliche Zeit die Vermittlung des zusätzlichen Stoffs muss im vorhan- denen Zeitrahmen der Lehrveranstaltungen erfolgen 14.03.2013 5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland Folie 6
  • 7. Hochschule der Medien Heidrun Wiesenmüller Online-Umfrage zu RDA • Befragung im Dezember 2012 Bekanntmachung über RAK-List und gezieltes Anschreiben von Ausbildungseinrichtungen 14.03.2013 5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland Folie 7
  • 8. Hochschule der Medien Teilnehmer • 28 Lehrende/Unterrichtende Deutschl. (85,7 %), Österreich (10,7 %), Schweiz (3,6 %) • Unterteilung nach Level (Mehrfachantworten möglich): Heidrun Wiesenmüller 14.03.2013 5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland Folie 8
  • 9. Beispiel für eine Seite aus der Umfrage 14.03.2013 5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland Folie 9
  • 10. Hochschule der Medien Heidrun Wiesenmüller Bisherige Beschäftigung mit RDA • Bereitschaft ist durchaus vorhanden wird aber in der Praxis als schwierig empfunden 14.03.2013 5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland Folie 10
  • 11. aus den Kommentaren: Hochschule der Medien • vorhandene Unterlagen nicht ausreichend RDA-Schulungsmodule der DNB: „leider qualitativ nicht besonders gut“, „schwierig mit dem DNB-Unterlagen!!!“ • Kritik an häufigem Verweis auf Originalquellen „Es fehlen vermittelnde Angebote und Aufbereitungen, es reicht nicht, auf die Originalquellen hinzuweisen. Die Zeit für ein aufwändiges Eigenstudium (...) fehlt.“ • Unsicherheit über die Anwendungsregeln „Da die Anwendungsregeln noch nicht entwickelt / Heidrun Wiesenmüller veröffentlicht sind, ist es für mich als Außenstehende allerdings noch nicht möglich zu erkennen, wie der Umstieg im Ergebnis aussehen wird.“ 14.03.2013 5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland Folie 11
  • 12. Hochschule der Medien Heidrun Wiesenmüller Zugang zum RDA Toolkit • erheblicher Unterschied zwischen den Gruppen bei den FaMI-Unterrichtenden hat nur eine Minderheit Zugang zum RDA Toolkit 14.03.2013 5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland Folie 12
  • 13. Hochschule der Medien Unterschiede zwischen den Gruppen wurden auch an anderen Stellen deutlich, z.B.: • Teilnahme an einer RDA-Fortbildung: 33 % der FaMI-Unterrichtenden 56 % der übrigen Lehrenden • Information über RDA-Umstieg FaMI-Unterrichtende fühlen sich schlechter informiert, vgl. Durchschnittswerte (1: sehr schlecht, 5: sehr gut): FaMI-Unterrichtende: 2,67 Heidrun Wiesenmüller übrige Lehrende: 3,5 FaMI-Bereich: besondere Unterstützung nötig zumal der Unterricht z.T. nicht durch Bibliothekare, sondern durch Handelslehrer erfolgt 14.03.2013 5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland Folie 13
  • 14. Hochschule der Medien Heidrun Wiesenmüller Wo informiert man sich über RDA? • Durchschnittswerte auf der Basis einer Auswahl-Skala (höchster Wert „4“ steht für „häufig/regelmäßig“) 14.03.2013 5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland Folie 14
  • 15. Interessante Details: Hochschule der Medien • deutschsprachige Quellen zentral englischsprachige Quellen kaum wahrgenommen • hohe Bedeutung persönlicher Kontakte Information durch Kollegen zweitwichtigste Quelle (Indiz für nicht ausreichende schriftliche Informationen?) • RAK-List sehr uneinheitlich wird von 64,3 % häufig genutzt, von 28,6 % nie • Newsletter der Arbeitsstelle für Standardisierung Heidrun Wiesenmüller wird von 42,9 % selten oder nie genutzt 14.03.2013 5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland Folie 15
  • 16. Lehre/Unterricht: aktuelles Profil Hochschule der Medien aus dem Fragebogen: Welche Rolle spielen die folgenden Aspekte in Ihrer derzeitigen Lehre / Ihrem derzeitigen Unterricht? Bitte wählen Sie auf der folgenden Skala von „keine / sehr geringe Rolle“ bis „sehr große Rolle“ den am besten passenden Wert aus. Es geht dabei nur um eine ganz grobe Einschätzung („aus dem Bauch heraus“) und nicht um eine detaillierte Quantifizierung. Heidrun Wiesenmüller 14.03.2013 5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland Folie 16
  • 17. Hochschule der Medien Heidrun Wiesenmüller Lehre/Unterricht: aktuelles Profil • Durchschnittswerte auf der Basis einer Auswahl-Skala (höchster Wert „5“ steht für „sehr große Rolle“) 14.03.2013 5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland Folie 17
  • 18. Interessante Details: Hochschule der Medien • neue GND-Regeln mit erfreulich hohem Wert, d.h. Lehre und Unterricht sind „up to date“ • ISBD vs. MAB im FaMI-Bereich wird mehr MAB als ISBD unterrichtet, bei den übrigen Lehrenden ist das Verhältnis umgekehrt • FRBR spielt im FaMI-Bereich noch eine deutlich geringere Rolle als bei den übrigen Lehrenden Heidrun Wiesenmüller 14.03.2013 5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland Folie 18
  • 19. Hochschule der Medien Heidrun Wiesenmüller Einbezug von RDA derzeit • Durchschnittswert aller Teilnehmer: 2,63 (FaMI-Level: 2,25; übrige Lehrende: 2,88) 14.03.2013 5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland Folie 19
  • 20. Praktische Umsetzung: Hochschule der Medien • Kenntnisse in FRBR werden als wichtige Basis für RDA angesehen • Grundsätzliches zu RDA z.B. „grundlegende Unterschiede, Intention und Ziele, etwas Historie“; Einführung in Deutschland • kontrastierend im Rahmen des RAK-Unterrichts „Manche RAK-Regeln fordern ja eine Änderung direkt heraus; da liegt es nahe, an genau diesen Stellen darauf einzugehen, wie RDA die Nachweissituation verbessern Heidrun Wiesenmüller wird.“ • RDA Toolkit wird z.T. schon im Unterricht benutzt 14.03.2013 5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland Folie 20
  • 21. Hochschule der Medien Heidrun Wiesenmüller Einschätzung der Vorlaufzeit • Durchschnittswert aller Teilnehmer: 2,89 14.03.2013 5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland Folie 21
  • 22. Hochschule der Medien aus einem Kommentar: „Sollten die Anwendungsregeln erst 2014 bekannt gege- ben werden und ein gutes Jahr später schon der Umstieg erfolgen, halte ich die Zeitspanne für knapp. Die Situation könnte entschäft werden, wenn schon vorab Einblick in die Anwendungsregeln gewährt wird, und sei es noch im Diskussionsstadium. Dieser Informationsvorsprung wird von Lehrenden erwartet! (...) Die Frage ist weniger, ob der Vorlauf für die Ausbildungs- einrichtungen zu knapp ist; es muss vor allem die Frage Heidrun Wiesenmüller gestellt werden, ob der Vorlauf überhaupt zu knapp ist, um die Konsequenzen des Umstiegs in allen Details zu überschauen. Die GND hat gezeigt: die Änderungen wur- den nicht genau genug durchdacht, die derzeitige Verun- sicherung und der Aufwand für die Nachbesserung sind beträchtlich.“ 14.03.2013 5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland Folie 22
  • 23. Hochschule der Medien Unterstützung durch AG RDA Lehrende/Unterrichtende wünschen sich insbesondere: • frühzeitige Vorabinformationen „damit die Lehrenden zumindest grob wissen, in welche Richtung die Reise geht“ • vollständige Beispiele „umfangreiche Beispielsammlung (Titelblätter mit Lösungen/Erläuterungen)“; insbesondere auch mit Vergleichen zwischen RAK und RDA Heidrun Wiesenmüller • Schulungsmaterialien zu frühem Zeitpunkt „Ausbildungsstätten benötigen das Schulungsmaterial früher als die Praktiker in den Bibliotheken“ 14.03.2013 5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland Folie 23
  • 24. Hochschule der Medien Strategien für den Umstieg Vorschläge aus den Ausbildungseinrichtungen: • verstärkter Austausch untereinander z.B. „eigene Mailingliste“ • verstärkte Kooperation untereinander z.B. „gemeinsame Plattform für Unterrichtsmaterialien“ • Kontakt zu aktiv beteiligten Kollegen z.B. Einbezug von Kollegen, die bei RDA- Implementierung involviert sind, in die Lehre Heidrun Wiesenmüller 14.03.2013 5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland Folie 24
  • 25. Hochschule der Medien Wünsche an ein RDA-Lehrbuch Lehrende/Unterrichtende wünschen sich insbesondere: • Praxisnähe möglichst viele Beispiele und Übungsaufgaben • Verständlichkeit und didaktische Aufbereitung „ansteigender Schwierigkeitsgrad“ „klare, verständliche Sprache (...), die sich sprachlich unbedingt vom deutschen Toolkit absetzen muss“ • Ausrichtung auf deutschsprachigen Raum Heidrun Wiesenmüller Berücksichtigung der deutschen Anwendungsregeln 14.03.2013 5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland Folie 25
  • 26. Ein Blick in die Zukunft Hochschule der Medien aus dem Fragebogen: Bitte wagen Sie zum Abschluss noch einen kleinen Blick in die Zukunft und überlegen Sie, wie Ihre Lehre / Ihr Unterricht ein Jahr (Frage 18) bzw. fünf Jahre (Frage 19) nach dem Umstieg auf RDA aussehen wird. Es geht dabei nur um eine ganz spontane und völlig unverbindliche Einschätzung („aus dem Bauch heraus“). • Sieben Aspekte sollten eingeordnet werden Heidrun Wiesenmüller entsprechend der Frage zum aktuellen Profil von Lehre und Unterricht; jedoch wurde „GND“ durch „RDA“ ersetzt 14.03.2013 5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland Folie 26
  • 27. Hochschule der Medien Heidrun Wiesenmüller Ein Blick in die Zukunft • Durchschnittswerte auf der Basis einer Auswahl-Skala (höchster Wert „5“ steht für „sehr große Rolle“) 14.03.2013 5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland Folie 27
  • 28. Interessante Details: Hochschule der Medien • Rolle von RAK ein Jahr danach: mittlere Rolle fünf Jahre danach: kleine Rolle • Rolle von FRBR derzeit 5. Platz, springt auf 2. Platz • Rolle von MARC 21 große Unsicherheit bei der Bedeutung (viele Enthaltungen und sehr unterschiedliche Einschätzungen) • Rolle der ISBD Heidrun Wiesenmüller ebenfalls große Unsicherheit („Wie es mit der ISBD weitergeht, ist mir völlig unklar“), viele Enthaltungen und sehr unterschiedliche Einschätzungen 14.03.2013 5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland Folie 28
  • 29. Hochschule der Medien Abschlussfrage • abschließend konnten Kommentare aller Art geäußert werden „Meine größte Sorge gilt nicht dem Wechsel des Regel- werks – obwohl ich auch Bedenken habe hinsichtlich der Orientierung weg von der reinen Formalerschliessung. Ich hoffe, dass es uns gelingt, wirklich zu deutschlandweit einheitlichen, einigermassen eindeutigen Regelungen zu finden, dann hätten wir in der Tat einen Mehrwert.“ Heidrun Wiesenmüller 14.03.2013 5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland Folie 29
  • 30. Hochschule der Medien Einige Erkenntnisse • grundsätzlich positive Einstellung zu RDA z.B. große Bereitschaft, sich mit RDA zu beschäftigen • bisher zu wenige geeignete Basis-Materialien diese müssen deutschsprachig sein und eine echte Aufbereitung der Originalquellen bieten • besonderer Bedarf an frühzeitiger Information Lehrende müssen früher informiert werden als die Prakti- ker in den Bibliotheken, AG RDA sollte entsprechende Heidrun Wiesenmüller Angebote machen (z.B. Einblicknahme in die Entwürfe zu Anwendungsregeln) • besondere Unterstützung im FaMI-Bereich nötig evtl. durch speziell auf diese Zielgruppe zugeschnittene Schulungsangebote und -materialien 14.03.2013 5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland Folie 30
  • 31. Hochschule der Medien Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Heidrun Wiesenmüller Vollständige Auswertung der Umfrage: http://verbund-swop.bsz-bw.de/volltexte/2013/343/ 14.03.2013 5. Kongress Bibliothek & Information Deutschland Folie 31