Die brasilianischen Präsidentschaftswahlen 2014 führten zu einem Duell zwischen Dilma Rousseff und Aécio Neves, da die neue Kandidatin Marina Silva nach dem Tod von Eduardo Campos in den Umfragen schnell an Bedeutung gewann, letztendlich jedoch scheiterte. Die Wahlen zeigten eine starke politische Polarisierung und die schwierige Lage der regierenden Arbeiterpartei (PT), die trotz zahlreicher sozialer Erfolge in der Vergangenheit mit anhaltenden Protesten und Forderungen nach Reformen konfrontiert ist. Die anstehenden vier Jahre erfordern von Rousseff eine proaktive Herangehensweise, um politische Allianzen zu bilden, Korruption zu bekämpfen und auf die Bedürfnisse der unzufriedenen Wählerschaft einzugehen, um künftige Wahlniederlagen zu vermeiden.