Vorlesung am 25.04.2007
Jugendkulturen als Ort von Sozialisation
Vom Wandervogel über die Studenten- und
Schülerbewegung bis hin zu den Hip-Hop- oder
Ultra-Fans
Jugendbewegungen – Jugendkulturen –
Jugendszenen: Die Suche nach Identität und
Gemeinsamkeit
Imbke Behnken & Egor Arlt
Jugendkultur lebt über Musik und – mit Beginn der
Massenkonsum- und Mediengesellschaft – über Bilder und
Events
2. Das (Medien)Panorama aktueller Jugendkulturen
Tabelle 1: Typologie jugendkultureller Szenen (Großegger &
Heinzlmaier – über 30 Richtungen)
Musik-Szenen (z.B.)
 Die HipHop-Szene
 Die Techno-Szene
 Die Metal-Szene
Funsport-Szenen (z.B.)
 Die snowboarder-Szene
 Die Skateboarder-Szene
 Die Beachvolleyball-Szene
Jugendkultur im digitalen Zeitalter (z.B.)
 Die Computer-Szene
Jugendliche Subkulturen
 Die Skinhead-Szene
 Die Punk-Szene
 Die Gothic-Szene
3. Selbst- und Fremdbilder
Wie sehen Jugendliche (=die Mehrheitsjugendlichen) die
Jugendszenen?
Grafik 1: Stile und Szenen – Hitliste und Hassliste (Jugend 2001)
0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90%
Inte r ne t-Sur fe r
Sk ate r /Sur fe r
Tie r s chütze r
Fr ie de ns be w e gung
Rap/Hip-Hop
Bik e r
TV -Se r ie n
Hor r or vide os
As iatis che r Kam pfs por t
Com pute r -Fans
Bodybuilding
Chatr oom
Fußball-Fans
Te chno/Rave
Junge Chr is te n
Anti-Atom
Fantas y
Gir lgr oups
Boygr oups
Junge M us lim e
Tr e ck ie s
Ok k ulte
Punk s
Gothics
Black -M e tal
Sk inhe ads
Ablehnung
Sympathie
Stile und Szenen -
Hitliste und
Hassliste
(Jugend 2001)
4. Szenen als kulturelle Ausdrucksform und ästhetische Praxis von
Jugend (Jugendkultur und kulturelles System)
 Perspektive einer Kulturanalyse  kulturelle Neuerungen in Form
von „Stilbastelei“ „bricolage“ (Cl. Levi-Strauss).
 Stilbastler als eigenwillige Neuerer
ohne Respekt vor der offiziellen
nationalen Kultur
 Gedanke der Bricolage 
„Patchwork-Identität“
(Identitätsforscher H. Keupp).
 Funktion des Szene-Code
(s. N. Semmerling)
 Einfluss der Konsumindustrie
und der TV-Medien
Ensemble jugendkultureller Stil- und Ausdrucksmittel
Accessoires (Schmuck, Buttons, Poster, Aufkleber)
Aktion-Stil (Gewalt; Peace, Risiko, easy-going)
Bewegungsgeräte (Skater, Inliner, Snowboard)
Drogen (Haschisch, Speed, Ecstasy)
Dürfte (Parfum, Räucherstäbchen)
Events (Erlebnis- und Erinnerungstreffen)
Idole, Kultfiguren (Sänger, Sportler, Bands, Gurus)
Kleidung (Bricolage, second hand, Szene-Läden)
Kommunikation (Dissen, Szene-Sprache, Fachsimpeln)
Jugendkulturen und Jugendszenen zu Beginn des 21. Jahrhunderts
 Heute spielt das Leben von Jugendlichen in Szenen:
Aber was sind überhaupt jugendliche Szenen?
Wie sind sie strukturiert und organisiert?
 Szenen sind Gesinnungsgemeinschaften
 Szenen sind thematisch fokussierte Netzwerke
 Szenenkommunikation findet auf globaler Ebene statt
 Das Motto der Jugendlichen lautet: „Immer voll dabei, aber bloß nicht
festlegen lassen. Schubladen vermeiden. Abwechslung muss sein.
Heute Punk, morgen Skater übermorgen Hardcore - Straight -
Edger.“ (Farin, 2002, 93)
 Der Szenen Code gibt den Szenen Form und Identität
 Die Kommerzialisierung von Stilen durch die Medien und damit
einhergehende Verfremdung
Vorlesung 07 jugendkulturen-als_ort_von_sozialisation

Vorlesung 07 jugendkulturen-als_ort_von_sozialisation

  • 1.
    Vorlesung am 25.04.2007 Jugendkulturenals Ort von Sozialisation Vom Wandervogel über die Studenten- und Schülerbewegung bis hin zu den Hip-Hop- oder Ultra-Fans Jugendbewegungen – Jugendkulturen – Jugendszenen: Die Suche nach Identität und Gemeinsamkeit Imbke Behnken & Egor Arlt
  • 2.
    Jugendkultur lebt überMusik und – mit Beginn der Massenkonsum- und Mediengesellschaft – über Bilder und Events
  • 4.
    2. Das (Medien)Panoramaaktueller Jugendkulturen Tabelle 1: Typologie jugendkultureller Szenen (Großegger & Heinzlmaier – über 30 Richtungen) Musik-Szenen (z.B.)  Die HipHop-Szene  Die Techno-Szene  Die Metal-Szene Funsport-Szenen (z.B.)  Die snowboarder-Szene  Die Skateboarder-Szene  Die Beachvolleyball-Szene Jugendkultur im digitalen Zeitalter (z.B.)  Die Computer-Szene Jugendliche Subkulturen  Die Skinhead-Szene  Die Punk-Szene  Die Gothic-Szene
  • 5.
    3. Selbst- undFremdbilder Wie sehen Jugendliche (=die Mehrheitsjugendlichen) die Jugendszenen? Grafik 1: Stile und Szenen – Hitliste und Hassliste (Jugend 2001) 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% Inte r ne t-Sur fe r Sk ate r /Sur fe r Tie r s chütze r Fr ie de ns be w e gung Rap/Hip-Hop Bik e r TV -Se r ie n Hor r or vide os As iatis che r Kam pfs por t Com pute r -Fans Bodybuilding Chatr oom Fußball-Fans Te chno/Rave Junge Chr is te n Anti-Atom Fantas y Gir lgr oups Boygr oups Junge M us lim e Tr e ck ie s Ok k ulte Punk s Gothics Black -M e tal Sk inhe ads Ablehnung Sympathie Stile und Szenen - Hitliste und Hassliste (Jugend 2001)
  • 6.
    4. Szenen alskulturelle Ausdrucksform und ästhetische Praxis von Jugend (Jugendkultur und kulturelles System)  Perspektive einer Kulturanalyse  kulturelle Neuerungen in Form von „Stilbastelei“ „bricolage“ (Cl. Levi-Strauss).  Stilbastler als eigenwillige Neuerer ohne Respekt vor der offiziellen nationalen Kultur  Gedanke der Bricolage  „Patchwork-Identität“ (Identitätsforscher H. Keupp).  Funktion des Szene-Code (s. N. Semmerling)  Einfluss der Konsumindustrie und der TV-Medien
  • 7.
    Ensemble jugendkultureller Stil-und Ausdrucksmittel Accessoires (Schmuck, Buttons, Poster, Aufkleber) Aktion-Stil (Gewalt; Peace, Risiko, easy-going) Bewegungsgeräte (Skater, Inliner, Snowboard) Drogen (Haschisch, Speed, Ecstasy) Dürfte (Parfum, Räucherstäbchen) Events (Erlebnis- und Erinnerungstreffen) Idole, Kultfiguren (Sänger, Sportler, Bands, Gurus) Kleidung (Bricolage, second hand, Szene-Läden) Kommunikation (Dissen, Szene-Sprache, Fachsimpeln)
  • 8.
    Jugendkulturen und Jugendszenenzu Beginn des 21. Jahrhunderts  Heute spielt das Leben von Jugendlichen in Szenen: Aber was sind überhaupt jugendliche Szenen? Wie sind sie strukturiert und organisiert?  Szenen sind Gesinnungsgemeinschaften  Szenen sind thematisch fokussierte Netzwerke  Szenenkommunikation findet auf globaler Ebene statt  Das Motto der Jugendlichen lautet: „Immer voll dabei, aber bloß nicht festlegen lassen. Schubladen vermeiden. Abwechslung muss sein. Heute Punk, morgen Skater übermorgen Hardcore - Straight - Edger.“ (Farin, 2002, 93)  Der Szenen Code gibt den Szenen Form und Identität  Die Kommerzialisierung von Stilen durch die Medien und damit einhergehende Verfremdung