Theater im Urlaubsland Thüringen
  Wagner, Walser, Wallenstein und viel mehr in der Spielzeit 2010/2011

In Thüringen findet sich nicht nur dichter Wald, sondern auch die dichteste
Theaterlandschaft Europas. Die kurzen Entfernungen machen es leicht, den
erholsamen Kurztrip mit einem anregenden Theaterabend zu verbinden. Die
Spielzeit 2010/2011 bietet allen Anlass dazu.

Das Theater Erfurt ist bekannt für Neuentdeckungen in der Opernszene. Am
31. Oktober hat Johanna Doderers Oper Der leuchtende Fluss in dem trans-
parent wirkenden Neubau am Brühl seine Uraufführung. Johanna Doderer
geht es mit ihren Kompositionen darum, Empfindungen auszulösen. Die öster-
reichische Komponistin vertonte die Geschichte des Indianers Ira Hayes, der
im zweiten Weltkrieg für Amerika kämpfte. Er wurde zum Symbol der Kriegs-
propaganda ohne dass ihm die Anerkennung als amerikanischer Bürger zuteil
wurde. Clint Eastwood hat den Stoff, der nun in Erfurt auf die Opernbühne
kommt, bereits für seinen Film „Flags of our Fathers“ verwendet.

Johann Strauss’ Fledermaus ist nun wirklich keine Neuentdeckung, aber ein
so geniales Werk der heiteren Muse, dass es zu Recht von jeder Theaterge-
neration immer wieder neu entdeckt wird. Für die Erfurter Inszenierung, die
am 12. Dezember 2010 Premiere haben wird, zeichnet die als Film- und Thea-
terschauspielerin bekannte Katharina Thalbach verantwortlich, die seit eini-
gen Jahren erfolgreich Regie führt.

Eine weitere Uraufführung erwartet das Publikum am 1. Oktober 2010 im
Meininger Theater.
Martin Walser hat seinen Roman Ein liebender Mann eigens für die Meinin-
ger Bühne dramatisiert. Walser skizziert mit seinem neuen Drama das Ver-
hältnis der 19-jährigen Ulrike von Levetzow zum 73-jährigen Geheimrat Jo-
hann Wolfgang von Goethe - tragisch, lebensecht und voller Farben. Eine
Reise in die Theaterstadt sollten sich Musikfreunde in dieser Spielzeit unbe-
dingt gönnen. Ob sie nun Wagner, Rossini oder Lortzing singen – der Tenor
Xu Chang und der charismatische Bariton Dae-Hee Shin zählen zur Spitzen-
klasse in ihrem Fach.

Mit Weimar verbindet man vor allem die Namen Goethe und Schiller. Aber
auch Richard Wagner war u.a. über seinen Schwiegervater Franz Liszt eng
mit der thüringischen Kulturmetropole verbunden. Die Wagner-Wochen am
Deutschen Nationaltheater vom 5. bis13. Juni und vom 2. bis 10. Juli bieten
neben Liederabenden, Vorträgen und Diskussionen die Oper Tristan und
Isolde und eine komplette Inszenierung des Ring des Nibelungen. Die
deutschlandweit viel beachtete Inszenierung gilt als unkonventionell und Maß-
stäbe setzend.

Unweit von Weimar liegt Rudolstadt. Das kleine Theater macht immer wieder
mit berührenden und bodenständigen Inszenierungen auf sich aufmerksam.
Der Schweizer Schriftsteller Charles Lewinsky hat eine Farce in der besten
Tradition jüdischer Erzählkunst über das abgründigste Kapitel deutscher Ge-
schichte geschrieben – Freunde, das Leben ist lebenswert. Wer kennt sie
nicht, diese Arie aus Franz Lehárs Operette „Giuditta“. Nach der Uraufführung
1934 in Wien feiern drei Freunde, darunter der Librettist den Erfolg. Sie ahnen
nicht, dass sie bald im Schutzhaftlager ein anderes Lied bewegen wird – „O
Buchenwald, ich kann dich nicht vergessen, weil Du mein Schicksal bist“. Wird
Lehár helfen können, mit seinen Verbindungen zum Führer? Tiefschwarzer
Humor wird in der Inszenierung von Alexander Stillmark mit unsterblichen
Operettenmelodien verbunden. Stillmark und der Bühnenbildner Volker Pfüller
gehörten zu den erfolgreichsten Theatermachern der DDR. Premiere ist am
30. April 2011.

In Gera widmet man sich 2011 dem Jubiläum des expressionistischen Malers
Otto Dix. Die Stadt wird für ihren berühmtesten Sohn das von David Chipper-
field kreierte Gebäude der ehemaligen Landeszentralbank bis 2011 in ein
Kunsthaus umgestalten. Das Geraer Tanzensemble sucht mit seinem Kam-
mertanzabend DIX 2011 von Peter Werner-Ranke, den Bezug zu den Bildwel-
ten von Otto Dix. (Premiere 16. April 2011)

Mit einer deutschen Erstaufführung von Jaromir Weinbergers Oper Wallen-
stein entdeckt das Theater Altenburg dem Publikum einen zu Unrecht ver-
gessenen Komponisten. Weinberger bezog wie Bedrich Smetana Motive der
böhmischen Volksmusik in seine Kompositionen ein und galt bei seinen Zeit-
genossen als dessen legitimer Nachfolger.

Packende Songs und ein prächtiges Unterwasser-Bühnenbild gehören zur
neuen Musical-Produktion des Eisenacher Theaters. 20.000 Meilen unter
dem Meer ist eine Auftragskomposition des Komponisten Jan Dvorák und
verspricht nach der Premiere am 23. Mai zu einem überregionalen Musical-
Highlight zu werden. Die Choreografie für das innovative Tanzensemble hat
der einstige Forsythe-Tänzer Andris Plucis übernommen.

Das urbanste und jüngste Theater Thüringens findet man in Jena. Das Thea-
terhaus eröffnet die Spielzeit am 14. Oktober mit einem Autorenprojekt. GO-
THAM CITY I - Eine Stadt sucht ihre Helden von Rebekka Kricheldorf. Mo-
derne Helden-Mythen der Comic-Literatur werden in einer hemmungslos ins
Absurde getriebenen Gesellschafts-Saga agieren.

Vergessen Sie also nicht bei ihrem nächsten Aufenthalt, die Thüringer Theater
bringen Unterhaltung und Spannung in ihren Urlaub. Und das Gute ist, min-
destens ein Theater befindet sich bestimmt in der Nähe, wo auch immer sie in
Thüringen Urlaub machen.

Spielplan und Tickets
Theater Erfurt            0361 – 6640100 www.erfurt-tourismus.de
Das Meininger Theater     03693 - 451 222 www.das-meininger-theater.de
Theater Gera              0365 - 8304 488 www.tpthueringen.de
Deutsches Nationaltheater Weimar       03643 - 755 334 www.nationaltheater-weimar.de
Theater Rudolstadt        03672 - 422 766 www.theater-rudolstadt.com
Theaterhaus Jena          03641 - 886 944 www.theaterhaus-jena.de
Landestheater Eisenach 03691 - 256 219 www.theater-eisenach.de.


Pressekontakt
Meininger Tourismusverein
Frau Dana Kern
Markt 14
98617 Meiningen
Telefon: 03693-454652
E-Mail: kern@stadtmeiningen.de

PM - Theater im Urlaubsland Thüringen.pdf

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    Theater im UrlaubslandThüringen Wagner, Walser, Wallenstein und viel mehr in der Spielzeit 2010/2011 In Thüringen findet sich nicht nur dichter Wald, sondern auch die dichteste Theaterlandschaft Europas. Die kurzen Entfernungen machen es leicht, den erholsamen Kurztrip mit einem anregenden Theaterabend zu verbinden. Die Spielzeit 2010/2011 bietet allen Anlass dazu. Das Theater Erfurt ist bekannt für Neuentdeckungen in der Opernszene. Am 31. Oktober hat Johanna Doderers Oper Der leuchtende Fluss in dem trans- parent wirkenden Neubau am Brühl seine Uraufführung. Johanna Doderer geht es mit ihren Kompositionen darum, Empfindungen auszulösen. Die öster- reichische Komponistin vertonte die Geschichte des Indianers Ira Hayes, der im zweiten Weltkrieg für Amerika kämpfte. Er wurde zum Symbol der Kriegs- propaganda ohne dass ihm die Anerkennung als amerikanischer Bürger zuteil wurde. Clint Eastwood hat den Stoff, der nun in Erfurt auf die Opernbühne kommt, bereits für seinen Film „Flags of our Fathers“ verwendet. Johann Strauss’ Fledermaus ist nun wirklich keine Neuentdeckung, aber ein so geniales Werk der heiteren Muse, dass es zu Recht von jeder Theaterge- neration immer wieder neu entdeckt wird. Für die Erfurter Inszenierung, die am 12. Dezember 2010 Premiere haben wird, zeichnet die als Film- und Thea- terschauspielerin bekannte Katharina Thalbach verantwortlich, die seit eini- gen Jahren erfolgreich Regie führt. Eine weitere Uraufführung erwartet das Publikum am 1. Oktober 2010 im Meininger Theater. Martin Walser hat seinen Roman Ein liebender Mann eigens für die Meinin- ger Bühne dramatisiert. Walser skizziert mit seinem neuen Drama das Ver- hältnis der 19-jährigen Ulrike von Levetzow zum 73-jährigen Geheimrat Jo- hann Wolfgang von Goethe - tragisch, lebensecht und voller Farben. Eine Reise in die Theaterstadt sollten sich Musikfreunde in dieser Spielzeit unbe- dingt gönnen. Ob sie nun Wagner, Rossini oder Lortzing singen – der Tenor Xu Chang und der charismatische Bariton Dae-Hee Shin zählen zur Spitzen- klasse in ihrem Fach. Mit Weimar verbindet man vor allem die Namen Goethe und Schiller. Aber auch Richard Wagner war u.a. über seinen Schwiegervater Franz Liszt eng mit der thüringischen Kulturmetropole verbunden. Die Wagner-Wochen am Deutschen Nationaltheater vom 5. bis13. Juni und vom 2. bis 10. Juli bieten neben Liederabenden, Vorträgen und Diskussionen die Oper Tristan und Isolde und eine komplette Inszenierung des Ring des Nibelungen. Die deutschlandweit viel beachtete Inszenierung gilt als unkonventionell und Maß- stäbe setzend. Unweit von Weimar liegt Rudolstadt. Das kleine Theater macht immer wieder mit berührenden und bodenständigen Inszenierungen auf sich aufmerksam. Der Schweizer Schriftsteller Charles Lewinsky hat eine Farce in der besten Tradition jüdischer Erzählkunst über das abgründigste Kapitel deutscher Ge- schichte geschrieben – Freunde, das Leben ist lebenswert. Wer kennt sie nicht, diese Arie aus Franz Lehárs Operette „Giuditta“. Nach der Uraufführung
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    1934 in Wienfeiern drei Freunde, darunter der Librettist den Erfolg. Sie ahnen nicht, dass sie bald im Schutzhaftlager ein anderes Lied bewegen wird – „O Buchenwald, ich kann dich nicht vergessen, weil Du mein Schicksal bist“. Wird Lehár helfen können, mit seinen Verbindungen zum Führer? Tiefschwarzer Humor wird in der Inszenierung von Alexander Stillmark mit unsterblichen Operettenmelodien verbunden. Stillmark und der Bühnenbildner Volker Pfüller gehörten zu den erfolgreichsten Theatermachern der DDR. Premiere ist am 30. April 2011. In Gera widmet man sich 2011 dem Jubiläum des expressionistischen Malers Otto Dix. Die Stadt wird für ihren berühmtesten Sohn das von David Chipper- field kreierte Gebäude der ehemaligen Landeszentralbank bis 2011 in ein Kunsthaus umgestalten. Das Geraer Tanzensemble sucht mit seinem Kam- mertanzabend DIX 2011 von Peter Werner-Ranke, den Bezug zu den Bildwel- ten von Otto Dix. (Premiere 16. April 2011) Mit einer deutschen Erstaufführung von Jaromir Weinbergers Oper Wallen- stein entdeckt das Theater Altenburg dem Publikum einen zu Unrecht ver- gessenen Komponisten. Weinberger bezog wie Bedrich Smetana Motive der böhmischen Volksmusik in seine Kompositionen ein und galt bei seinen Zeit- genossen als dessen legitimer Nachfolger. Packende Songs und ein prächtiges Unterwasser-Bühnenbild gehören zur neuen Musical-Produktion des Eisenacher Theaters. 20.000 Meilen unter dem Meer ist eine Auftragskomposition des Komponisten Jan Dvorák und verspricht nach der Premiere am 23. Mai zu einem überregionalen Musical- Highlight zu werden. Die Choreografie für das innovative Tanzensemble hat der einstige Forsythe-Tänzer Andris Plucis übernommen. Das urbanste und jüngste Theater Thüringens findet man in Jena. Das Thea- terhaus eröffnet die Spielzeit am 14. Oktober mit einem Autorenprojekt. GO- THAM CITY I - Eine Stadt sucht ihre Helden von Rebekka Kricheldorf. Mo- derne Helden-Mythen der Comic-Literatur werden in einer hemmungslos ins Absurde getriebenen Gesellschafts-Saga agieren. Vergessen Sie also nicht bei ihrem nächsten Aufenthalt, die Thüringer Theater bringen Unterhaltung und Spannung in ihren Urlaub. Und das Gute ist, min- destens ein Theater befindet sich bestimmt in der Nähe, wo auch immer sie in Thüringen Urlaub machen. Spielplan und Tickets Theater Erfurt 0361 – 6640100 www.erfurt-tourismus.de Das Meininger Theater 03693 - 451 222 www.das-meininger-theater.de Theater Gera 0365 - 8304 488 www.tpthueringen.de Deutsches Nationaltheater Weimar 03643 - 755 334 www.nationaltheater-weimar.de Theater Rudolstadt 03672 - 422 766 www.theater-rudolstadt.com Theaterhaus Jena 03641 - 886 944 www.theaterhaus-jena.de Landestheater Eisenach 03691 - 256 219 www.theater-eisenach.de. Pressekontakt Meininger Tourismusverein Frau Dana Kern Markt 14 98617 Meiningen Telefon: 03693-454652 E-Mail: kern@stadtmeiningen.de