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Dr. Leo Hemetsberger 
Philosoph, Unternehmensberater 
office@philprax.at 
www.philprax.at
Alle gezeigten künstlerischen Arbeiten sind von 
Rosa Roedelius 
www.rosaroedelius.com
Inhalt 
1. Die Geschichte von der Schildkröte 
2. Der trä umende Philosoph 
3. Ich meditiere mich dann mal weg 
4. Knack dir ein Eck von der Kantwurst ab 
5. Ich bau mir die Welt, widdewidde wie sie mir gefä llt?
1. 
Die Geschichte von der Schildkröte 
- rationaler Mythos und irrationaler Logos?
Ethos anthropos daimon 
ἦθος ἀνθρώπῳ δαίμων 
Heraklit 
Seine Haltung ist des Menschen Schicksal
Erkenne die Welt 
„Alles ist wie durch ein heiliges Band 
miteinander verflochten...“ 
(Stoiker Marc Aurel)
Von welcher Box ist die Rede? 
Imaginär oder real?
2. 
Der trä umende Philosoph 
- oder wo außerhalb meiner Box liegt 
so etwas wie Wahrheit?
Philosophie stellt Frage nach 
korrektem Einsatz der „Kriterien“ 
(griech.: = Κριτήριον Entscheidungsmittel)
Mein Dä mon warnt mich 
Sokrates
Das Wissen des Wissens 
und Nicht-Wissens 
Platon
Die Mitte ist das Wahre 
Aristoteles
Cogito ergo sum 
Rene Descartes
Dialektik von Identitä t und Unterschied 
Hegel
Die Form die mich schuf 
wurde mit mir zerbrochen 
Jean Jaques Rousseau
3. 
Ich meditiere mich dann mal 
weg 
- Erkenntnisform bedingt Wirklichkeitsverstä ndnis
Bekanntes Wissen 
Bekanntes Nichtwissen 
Unbekanntes Nichtwissen 
Unbekanntes Wissen
Münchhausentrilemma (Hans Albert) 
Zirkelschluss Prä misse –> Conclusio; Prä misse setzt Conclusio voraus 
Infiniten Regress Hypothesenkaskade 
Abbruch des Verfahrens willkürliches Axiom 
„Es ist letztbegründet, daß es keine Letztbegründung gibt.“ (Vittorio Hösle)
Urteilskraft Wissen 
Informationen 
Daten
4. 
Knack dir ein Eck von der Kantwurst 
ab 
- oder die Revolution die keiner kennt
Allein der gute Wille zä hlt 
Immanuel Kant
Immanuel Kant (1724 – 1804) 
Basis der neuzeitlichen Ethik: Das Ich und sein Gewissen 
Das praktische, handelnde Ich - der kategorische Imperativ 
„Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich 
als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne!“
Rainer Maria Rilke 
Archaï scher Torso Apollos 
Wir kannten nicht sein unerhörtes Haupt, 
darin die Augenä pfel reiften. Aber 
sein Torso glüht noch wie ein Kandelaber, 
in dem sein Schauen, nur zurückgeschraubt, 
sich hä lt und glä nzt. Sonst könnte nicht der Bug 
der Brust dich blenden, und im leisen Drehen 
der Lenden könnte nicht ein Lä cheln gehen 
zu jener Mitte, die die Zeugung trug. 
Sonst stünde dieser Stein entstellt und kurz 
unter der Schultern durchsichtigem Sturz 
und flimmerte nicht so wie Raubtierfelle 
und brä che nicht aus allen seinen Rä ndern 
aus wie ein Stern: denn da ist keine Stelle, 
die dich nicht sieht. Du mußt dein Leben ä ndern.
Du musst dein Leben ä ndern... (R.M. Rilke) 
Peter Sloterdijk
Pragmatische Verbesserung 
Athletentrainer 
Handwerksmeister 
akademischer Professor 
profane Lehrer 
Aufklärungsschriftsteller
Spirituelle Verbesserung 
Guru 
Meister 
Apostel 
Philosoph 
Sophist
Der Sinn - und dieser Satz steht fest 
- ist stets der Unsinn den man lä sst. 
Odo Marquard
Problemfelder des modernen Menschen 
Charles Taylor
Charles Taylor (1931) 
Individualismus 
instrumentelle Vernunft 
politische Freiheit 
Das Unbehagen an der Moderne, Suhrkamp stw 1178, Frankfurt 1995
Freiheit ist eine Art, tä tig zu sein. 
Hanna Arendt
Man kommt nicht als Frau zur Welt, 
man wird dazu gemacht. 
Simone de Beauvoir
Konstruiertes Geschlecht 
Judith Butler
Freund : Feind / Souverä n 
Carl Schmitt
Liberalismus der Angst 
Judith Shklar
Subjekt ist historischer 
und konstruierter Begriff 
Michel Foucault
Philosophie = radikale Kritik 
1. Erkenne Rahmenbedingungen 
2. Verändere sie
Wissen ist die Basis kreativen Denkens - aber nicht allein 
Ohne Prinzipien und Methoden altern Informationen schnell 
Eine neue Idee ist meist eine neue Kombination ä lterer Elemente 
Kreativitä t ist die Fä higkeit, Zusammenhä nge zu erkennen und Bezüge 
herzustellen 
("A technique for producing ideas", James Young Webb, 1939)
Effizienz 
Die Dinge richtig tun 
Effektivität 
Die richtigen Dinge tun
Verbesserung 
Herausforderungen meistern? 
Freude 
Einen Beitrag zu etwas leisten
1: Material sammeln 
Die Zukunft gehört den Neugierigen 
2: Material verarbeiten 
Rekombiniere so viel wie möglich aus verschiedenen Betrachtungswinkeln 
3: Unbewusster Prozess 
Lege das Problem zur Seite und lass dein Unbewusstes im Schlaf daran arbeiten 
4: Der A-ha Moment 
Scheinbar zufä llig, wie aus dem Nichts, erscheint die Idee 
5: Realitä tscheck 
Adaptiere die Idee in den nä chsten Schritten des Prozesses 
("A technique for producing ideas", James Young Webb, 1939)
Wä hle mit Bedacht - 
„nichts im Übermaß“ (μηδὲν ἄγαν)
5. 
Ich bau mir die Welt, 
widdewidde wie sie mir gefä llt? 
- letzte Chancen, die wir haben?
Curiosità - Neugier, aufgeschlossenes Denken, Fragen stellen 
Dimostrazione - Erfahrungen durch Lernen aus Fehlern der Praxis 
Sensazione - Schä rfen der Sinne, Wissen gründet auf Wahrnehmung 
Sfumato - sich auf Mehrdeutiges und Unsicheres einlassen 
Scienza - Gleichgewicht von Wissenschaft, Kunst, Logik und Phantasie 
Ganzheitliches Denken 
Corporalità - körperliche Gesundheit und Wohlergehen 
Connessione - Erkenntnis, alle Dinge und Phä nomene verbunden sind 
Systemisches Denken 
(Leonardo da Vinci)
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Ebenen der Analyse
Gnoti seauton 
Γνῶθι σεαυτόν 
Erkenne Dich selbst
Selbstformung schafft Seelenruhe 
Freiheit von Leidenschaften (Apatheia) 
Selbstgenügsamkeit (Autarkie) 
Unerschütterlichkeit (Ataraxie) 
... Als Weg zur stoischen Ruhe
Alle gezeigten künstlerischen Arbeiten sind von 
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Philosophie lebt im Dialog 
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  • 1. Dr. Leo Hemetsberger Philosoph, Unternehmensberater office@philprax.at www.philprax.at
  • 2. Alle gezeigten künstlerischen Arbeiten sind von Rosa Roedelius www.rosaroedelius.com
  • 3. Inhalt 1. Die Geschichte von der Schildkröte 2. Der trä umende Philosoph 3. Ich meditiere mich dann mal weg 4. Knack dir ein Eck von der Kantwurst ab 5. Ich bau mir die Welt, widdewidde wie sie mir gefä llt?
  • 4. 1. Die Geschichte von der Schildkröte - rationaler Mythos und irrationaler Logos?
  • 5.
  • 6.
  • 7. Ethos anthropos daimon ἦθος ἀνθρώπῳ δαίμων Heraklit Seine Haltung ist des Menschen Schicksal
  • 8.
  • 9. Erkenne die Welt „Alles ist wie durch ein heiliges Band miteinander verflochten...“ (Stoiker Marc Aurel)
  • 10.
  • 11.
  • 12.
  • 13.
  • 14.
  • 15. Von welcher Box ist die Rede? Imaginär oder real?
  • 16.
  • 17. 2. Der trä umende Philosoph - oder wo außerhalb meiner Box liegt so etwas wie Wahrheit?
  • 18. Philosophie stellt Frage nach korrektem Einsatz der „Kriterien“ (griech.: = Κριτήριον Entscheidungsmittel)
  • 19. Mein Dä mon warnt mich Sokrates
  • 20.
  • 21. Das Wissen des Wissens und Nicht-Wissens Platon
  • 22.
  • 23. Die Mitte ist das Wahre Aristoteles
  • 24.
  • 25. Cogito ergo sum Rene Descartes
  • 26.
  • 27. Dialektik von Identitä t und Unterschied Hegel
  • 28.
  • 29. Die Form die mich schuf wurde mit mir zerbrochen Jean Jaques Rousseau
  • 30.
  • 31. 3. Ich meditiere mich dann mal weg - Erkenntnisform bedingt Wirklichkeitsverstä ndnis
  • 32.
  • 33. Bekanntes Wissen Bekanntes Nichtwissen Unbekanntes Nichtwissen Unbekanntes Wissen
  • 34.
  • 35. Münchhausentrilemma (Hans Albert) Zirkelschluss Prä misse –> Conclusio; Prä misse setzt Conclusio voraus Infiniten Regress Hypothesenkaskade Abbruch des Verfahrens willkürliches Axiom „Es ist letztbegründet, daß es keine Letztbegründung gibt.“ (Vittorio Hösle)
  • 36.
  • 38.
  • 39. 4. Knack dir ein Eck von der Kantwurst ab - oder die Revolution die keiner kennt
  • 40.
  • 41. Allein der gute Wille zä hlt Immanuel Kant
  • 42. Immanuel Kant (1724 – 1804) Basis der neuzeitlichen Ethik: Das Ich und sein Gewissen Das praktische, handelnde Ich - der kategorische Imperativ „Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne!“
  • 43.
  • 44. Rainer Maria Rilke Archaï scher Torso Apollos Wir kannten nicht sein unerhörtes Haupt, darin die Augenä pfel reiften. Aber sein Torso glüht noch wie ein Kandelaber, in dem sein Schauen, nur zurückgeschraubt, sich hä lt und glä nzt. Sonst könnte nicht der Bug der Brust dich blenden, und im leisen Drehen der Lenden könnte nicht ein Lä cheln gehen zu jener Mitte, die die Zeugung trug. Sonst stünde dieser Stein entstellt und kurz unter der Schultern durchsichtigem Sturz und flimmerte nicht so wie Raubtierfelle und brä che nicht aus allen seinen Rä ndern aus wie ein Stern: denn da ist keine Stelle, die dich nicht sieht. Du mußt dein Leben ä ndern.
  • 45. Du musst dein Leben ä ndern... (R.M. Rilke) Peter Sloterdijk
  • 46. Pragmatische Verbesserung Athletentrainer Handwerksmeister akademischer Professor profane Lehrer Aufklärungsschriftsteller
  • 47. Spirituelle Verbesserung Guru Meister Apostel Philosoph Sophist
  • 48.
  • 49. Der Sinn - und dieser Satz steht fest - ist stets der Unsinn den man lä sst. Odo Marquard
  • 50.
  • 51. Problemfelder des modernen Menschen Charles Taylor
  • 52.
  • 53. Charles Taylor (1931) Individualismus instrumentelle Vernunft politische Freiheit Das Unbehagen an der Moderne, Suhrkamp stw 1178, Frankfurt 1995
  • 54.
  • 55.
  • 56. Freiheit ist eine Art, tä tig zu sein. Hanna Arendt
  • 57.
  • 58. Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird dazu gemacht. Simone de Beauvoir
  • 59.
  • 61.
  • 62.
  • 63. Freund : Feind / Souverä n Carl Schmitt
  • 64.
  • 65. Liberalismus der Angst Judith Shklar
  • 66. Subjekt ist historischer und konstruierter Begriff Michel Foucault
  • 67. Philosophie = radikale Kritik 1. Erkenne Rahmenbedingungen 2. Verändere sie
  • 68.
  • 69. Wissen ist die Basis kreativen Denkens - aber nicht allein Ohne Prinzipien und Methoden altern Informationen schnell Eine neue Idee ist meist eine neue Kombination ä lterer Elemente Kreativitä t ist die Fä higkeit, Zusammenhä nge zu erkennen und Bezüge herzustellen ("A technique for producing ideas", James Young Webb, 1939)
  • 70. Effizienz Die Dinge richtig tun Effektivität Die richtigen Dinge tun
  • 71.
  • 72. Verbesserung Herausforderungen meistern? Freude Einen Beitrag zu etwas leisten
  • 73. 1: Material sammeln Die Zukunft gehört den Neugierigen 2: Material verarbeiten Rekombiniere so viel wie möglich aus verschiedenen Betrachtungswinkeln 3: Unbewusster Prozess Lege das Problem zur Seite und lass dein Unbewusstes im Schlaf daran arbeiten 4: Der A-ha Moment Scheinbar zufä llig, wie aus dem Nichts, erscheint die Idee 5: Realitä tscheck Adaptiere die Idee in den nä chsten Schritten des Prozesses ("A technique for producing ideas", James Young Webb, 1939)
  • 74. Wä hle mit Bedacht - „nichts im Übermaß“ (μηδὲν ἄγαν)
  • 75. 5. Ich bau mir die Welt, widdewidde wie sie mir gefä llt? - letzte Chancen, die wir haben?
  • 76.
  • 77.
  • 78. Curiosità - Neugier, aufgeschlossenes Denken, Fragen stellen Dimostrazione - Erfahrungen durch Lernen aus Fehlern der Praxis Sensazione - Schä rfen der Sinne, Wissen gründet auf Wahrnehmung Sfumato - sich auf Mehrdeutiges und Unsicheres einlassen Scienza - Gleichgewicht von Wissenschaft, Kunst, Logik und Phantasie Ganzheitliches Denken Corporalità - körperliche Gesundheit und Wohlergehen Connessione - Erkenntnis, alle Dinge und Phä nomene verbunden sind Systemisches Denken (Leonardo da Vinci)
  • 79. Werte Fakten zum Wohlbefinden bewusster Lebewesen
  • 81.
  • 82. Gnoti seauton Γνῶθι σεαυτόν Erkenne Dich selbst
  • 83.
  • 84. Selbstformung schafft Seelenruhe Freiheit von Leidenschaften (Apatheia) Selbstgenügsamkeit (Autarkie) Unerschütterlichkeit (Ataraxie) ... Als Weg zur stoischen Ruhe
  • 85. Alle gezeigten künstlerischen Arbeiten sind von Rosa Roedelius www.rosaroedelius.com
  • 86. Philosophie lebt im Dialog Ich freue mich auf unser Gesprä ch Dr. Leo Hemetsberger Philosoph, Unternehmensberater office@philprax.at www.philprax.at