SlideShare ist ein Scribd-Unternehmen logo
Von der Pflicht zur Neigung –
oder wie aus der Not eine Tugend wird...
Dr. Leo Hemetsberger
Philosoph, Unternehmensberater
office@philprax.at
www.philprax.at
Philosophie stellt Frage nach korrektem
Einsatz der „Kriterien“
(griech.: = Entscheidungsmittel)Κριτήριον
Philosophie = Kritik
1. Erkenne Rahmenbedingungen
2. Verändere sie
1. Tone from the Top
2. Start Bottom up
3. Niemand versteht mich...
4. Wir schaffen das gemeinsam
Inhalt
1. Tone from the Top
Wie man Verä nderungen einleitet
- der Ton macht die Musik
Führungskräfte sind alle jene, an denen die Mitarbeiter ihr
Wahrnehmen
Fühlen
Interpretieren
Verhalten
Lernen orientieren.
Teamführung
Du sollst das Recht nicht beugen und
sollst auch die Person nicht ansehen und
keine Geschenke nehmen; denn
Geschenke machen die Weisen blind und
verdrehen die Sache der Gerechten.
5 Mose 18,19
Effizienz
Die Dinge richtig tun
Effektivität
Die richtigen Dinge tun
Verbesserung
Herausforderungen meistern?
Freude
Einen Beitrag zu etwas leisten
Narzissmus (Streben nach Bewunderung)
Machiavellismus (geringe moralische Bindung)
Leistungsmotiv (Erreichung hoher Ziele)
... egozentrierte Interpretation moralischer Regeln
Führungskräfte
Veränderungen in Köpfe und Herzen?
Wenn sie selbstgewählt sind Haltung
Manipulative Strategien scheitern, immer on the long run.
Vorbildwirkung bleibt essentiell
Führung lebt Ethos nicht Compliance ist sinnlos
Inkongruentes Verhalten Berlusconisierung
Wie Richtlinien verankern?
2. Start Bottom up
Wie man abteilungsübergreifende Projekte
am Besten umsetzt
Zugehörigkeit - Einflussnahme und Wertschätzung
Strukturen - Raum, Zeit, Ziele & Aufgaben
Rangordnung - Führung, Experten, Teilnehmer
Orientierung - aller gegenüber Leitung
Macht - Einfluss über Nähe oder Distanz
Teamstruktur
Rahmenbedingungen
Operatives Verhalten
Fähigkeiten / Kompetenzen
Werte & Identität
Strategische Ebene
Vision & Mission
Teamidentität
Wertschätzen was war
Sagen, was ist
Gemeinsames Zukunftsbild entwerfen
Kooperationen
Einander verstehen
Ebenen verringern
Voneinander lernen
Stärken bündeln
Gemeinsame Ergebnisverantwortung
Kooperationen
Platon
Wenn jeder das Seine tut und erhält
in Dienst und Herrschaft
Der gute Staat ist weise, tapfer, besonnen und gerecht
(Vier Kardinaltugenden)
Sein praktischer Versuch dazu scheiterte
Platon thematisierte Gerechtigkeit
Angst in Organisation vermeiden
Diskursive Infrastruktur – Dialogforen
Ethische Kompetenzbildung – Integritätskultur
Wie beeinflusst man Bewusstsein, Selbstverständnis und
Werte
am Besten gar nicht
Commitment sichern
Compliance allein reicht nicht
– Kontrolle ist gut, Haltung ist besser
Allen Vorschriften liegen ethische Postulate zugrunde
Arbeitsethik = richtige Einstellung und Verhalten
Ethik und/oder Compliance?
Ethos / Moral –
Konventionen, nach denen
Individuen in Kulturen / Organisationen handeln
Ethik –
philosophische Disziplin
Lehre (Reflexion) guten Handelns
Wilhelm Busch
Ethos anthropos daimon
πἦθος ἀνθρώ ῳ δαίμων
Heraklit
Seine Haltung ist des Menschen Schicksal
Was bleibt und Würde wahrt
Haltung – gibt Halt in Haltlosigkeit
Achten der guten Form
Rücksichtnahme auf andere
Gewissheit richtiger Verfahrensweise
Verlorene Selbstbeherrschung verliert Selbstachtung
Erwin
Wurm
Goldene Regel
„Was du nicht willst, dass man dir tu’,
das füg’ auch keinem anderen zu.“
Sprichwort
Seit 7. Jahrhundert v. Chr. in allen Kulturen überliefert
„Was dir selbst verhasst ist, das mute auch einem anderen nicht zu!“
Lutherbibel, AT, Buch Tobias (200 v. Chr.)
Reziprozität im Sozialverhalten
Compliance (Kontrolle) allein ist unzureichend
Persönliche Integrität als soziales Phänomen ist sehr wichtig
Ohne intrinsischer Motivation kein nachhaltiges Commitment
Durch ganzheitlichen Ansatz Defizite bearbeiten Bewusstseinsbildung – so wie hier
Ethik dient Reflexion institutioneller sowie persönlicher Werte und Tugenden
 
Organisationspsychologie
3. Niemand versteht mich
Wie erreicht man Nicht-Juristen?
Lösungen für fachübergreifende Kommunikation
Kreative Wege für Sie?
Spezifisches Compliance-Marketing
Zielgruppen
Betroffene
Kommunikation Kommunikation
Kampagne Aktionismus Faktor Mensch
Emotionalisieren Inszenieren
Provozieren Einzigartig sein
Tempo haben Angriffig sein
Stimmig sein Mobilisieren
Eine Kampagne soll...
Kampagnenkreislauf
Aktionismus
Einfache Sprache
Bildhafte Sprache
Einfache Sätze
Kurz und klar
Less is More
Rahmenbedingungen verändern sich
Machen alleine reicht nicht…
Reden Sie mit allen darüber!
Botschafter / innen
Übers Reden kommen die Leut zamm
4. Wir schaffen das gemeinsam
Sensibilisieren für neue rechtliche Anforderungen
präkonventionell
konventionell
postkonventionell
Lawrence Kohlberg
Psychologe
Lawrence Kohlberg: Die Psychologie der Moralentwicklung. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1996
Niveaus moralischer Entwicklung
Ergebnisse
präkonventionell 1/3
konventionell 2/3
postkonventionell statistisch nicht signifikant
(unter 5%)
Moralisches Handeln – an Grundsätzen orientiert
Plurale Ethik freier Bürger in moderner Gesellschaft
Halt und Haltung durch Diversität unterstützt
Subjektive Grundsätze nicht immun gegen Versuchung
Mensch ist nicht gut, kann sich bemühen, gut zu handeln
Korruption - Ablehnung folgt Prinzipien
Der gute Wille
Basis der neuzeitlichen Ethik:
Das Ich und sein Gewissen.
Ohne guten Willen gibt es keine Moral.
Das praktische, handelnde Ich – der kategorische Imperativ
Immanuel Kant
Handlungsgesetz
Naturgesetz: Müssen, Tatsachen
Sittengesetz: Sollen, Forderung
Wie ist praktisches Gesetz zu begründen?
Durch das Gewissen
Moralische Wert liegt nicht im Erfolg, sondern in Gesinnung.
Gesinnung zeigt sich als Haltung.
Kategorischer Imperativ
Kurzfassung: Handle allgemein!
„Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit
zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung
gelten könne!“
Wähle mit Bedacht -
 
„nichts im Übermaß“
( )μηδὲν ἄγαν
(Inschrift am Orakel von Delphi)
KORRUPTION
Die Korruption ist unter den Straftaten ein scheues Wesen.
Sie kleidet sich in feines Tuch, trägt keine Waffen,
vergießt kein Blut.
Noch nicht einmal die Opfer sind auf Anhieb auszumachen.
Missbrauch eines öffentlichen Amtes, einer Funktion in der Wirtschaft oder eines politischen
Mandats zugunsten eines anderen, auf dessen Veranlassung oder aus Eigeninitiative
zur Erlangung eines Vorteils für sich oder einen Dritten mit Eintritt oder in Erwartung des
Eintritts eines Schadens oder Nachteils für die Allgemeinheit
Rahmenbedingungen verändern sich
Haftung steigt Vorschriften komplexer
Durchsetzung rigoroser Strafausmaß steigt
Strafverfolgungsbehörden aktiver Stakeholder Erwartungen steigen
Compliance intern/extern transparent machen
Compliance als Wettbewerbsvorteil
43
44
Handlungsbedarf:
Proaktiv gestalten anstatt zu reagieren
Kultur und Selbstverständnis weiterentwickeln
von Beginn weg mitgestalten
Einstellung PRO-Compliance etablieren
Nutzen von Compliance
Sicherheitsnetz schaffen Handlungsspielraum geben
Strafen und Schaden vermeiden Reputation gewährleisten
Geschäfte künftig absichern
Zukunftsbild Compliance Management
Compliance wurde proaktiv bei uns umgesetzt
Wir kommen ohne interne Regelungen aus
Wir setzen externe Regelungen einfach intern um
Weil jeder weiß, was von ihm verlangt wird
und was zu tun ist
Dr. Leo Hemetsberger
Philosoph, Unternehmensberater
office@philprax.at
www.philprax.at
Philosophie lebt im Dialog
Ich freue mich auf unser Gespräch

Weitere ähnliche Inhalte

Ähnlich wie Von der Pflicht zur Neigung, oder wie aus der Not eine Tugend wird

Vom Wissen wollen zum Wissen sollen 1.0
Vom Wissen wollen zum Wissen sollen 1.0Vom Wissen wollen zum Wissen sollen 1.0
Vom Wissen wollen zum Wissen sollen 1.0
Leo Hemetsberger
 
Über das Böse
Über das BöseÜber das Böse
Über das Böse
Daniel Winter
 
Unternehmenskultur – über was sprechen wir eigentlich?
Unternehmenskultur – über was sprechen wir eigentlich?Unternehmenskultur – über was sprechen wir eigentlich?
Unternehmenskultur – über was sprechen wir eigentlich?
Lean Knowledge Base UG
 
Der Sinn ist stehts der Unsinn den man lässt
Der Sinn ist stehts der Unsinn den man lässtDer Sinn ist stehts der Unsinn den man lässt
Der Sinn ist stehts der Unsinn den man lässt
Leo Hemetsberger
 
Wie man führt, ohne zu dominieren
Wie man führt, ohne zu dominierenWie man führt, ohne zu dominieren
Wie man führt, ohne zu dominieren
Lean Knowledge Base UG
 
Rationaler Altruismus – eine Begründung moralischen Engagements
Rationaler Altruismus – eine Begründung moralischen EngagementsRationaler Altruismus – eine Begründung moralischen Engagements
Rationaler Altruismus – eine Begründung moralischen Engagements
Effective Altruism Foundation
 
Epi oder Prometheus
Epi oder PrometheusEpi oder Prometheus
Epi oder Prometheus
Leo Hemetsberger
 
Mag. Wolfgang Hackl - Mensch in Bewegung - "Inspiration & Motivation" 4. Mos...
Mag. Wolfgang Hackl - Mensch in Bewegung  - "Inspiration & Motivation" 4. Mos...Mag. Wolfgang Hackl - Mensch in Bewegung  - "Inspiration & Motivation" 4. Mos...
Mag. Wolfgang Hackl - Mensch in Bewegung - "Inspiration & Motivation" 4. Mos...
Andreas Oberenzer
 
Conscience (German).pptx
Conscience (German).pptxConscience (German).pptx
Conscience (German).pptx
Martin M Flynn
 
Out of the box extended version & art
Out of the box   extended version & artOut of the box   extended version & art
Out of the box extended version & art
Leo Hemetsberger
 
Das Problem der Moral 18.10.2011
Das Problem der Moral 18.10.2011Das Problem der Moral 18.10.2011
Das Problem der Moral 18.10.2011
Sabine Döring
 
Meine Reise des Verstehens: Meine Impulsgeber sind Primärliteraten
Meine Reise des Verstehens: Meine Impulsgeber sind PrimärliteratenMeine Reise des Verstehens: Meine Impulsgeber sind Primärliteraten
Meine Reise des Verstehens: Meine Impulsgeber sind Primärliteraten
Conny Dethloff
 
Das Problem der Moral 22.11.2011
Das Problem der Moral 22.11.2011Das Problem der Moral 22.11.2011
Das Problem der Moral 22.11.2011
Sabine Döring
 
Kennen sie ihre bedienungsanleitung oder: warum wir meistens nur einen winzig...
Kennen sie ihre bedienungsanleitung oder: warum wir meistens nur einen winzig...Kennen sie ihre bedienungsanleitung oder: warum wir meistens nur einen winzig...
Kennen sie ihre bedienungsanleitung oder: warum wir meistens nur einen winzig...
Consultant, Speaker, Author, University of Applied Sciences bfi Vienna
 
Martin Schmidt-Bredow - Theorie U - Buchvorstellung
Martin Schmidt-Bredow - Theorie U - BuchvorstellungMartin Schmidt-Bredow - Theorie U - Buchvorstellung
Martin Schmidt-Bredow - Theorie U - Buchvorstellung
Socialbar München
 
Sozialisation
SozialisationSozialisation
Sozialisation
Jörg Weisser
 
Stressbewältigung Well-Being
Stressbewältigung Well-BeingStressbewältigung Well-Being
Stressbewältigung Well-Being
Tobias Illig
 
8 ethisches mentoring_cmi
8 ethisches mentoring_cmi8 ethisches mentoring_cmi
8 ethisches mentoring_cmi
Frank Edelkraut
 
Digital Health 4 Digital Workers - Impuls zu Führung
Digital Health 4 Digital Workers - Impuls zu FührungDigital Health 4 Digital Workers - Impuls zu Führung
Digital Health 4 Digital Workers - Impuls zu Führung
Conny Dethloff
 

Ähnlich wie Von der Pflicht zur Neigung, oder wie aus der Not eine Tugend wird (20)

Vom Wissen wollen zum Wissen sollen 1.0
Vom Wissen wollen zum Wissen sollen 1.0Vom Wissen wollen zum Wissen sollen 1.0
Vom Wissen wollen zum Wissen sollen 1.0
 
Über das Böse
Über das BöseÜber das Böse
Über das Böse
 
Stressmanagement
StressmanagementStressmanagement
Stressmanagement
 
Unternehmenskultur – über was sprechen wir eigentlich?
Unternehmenskultur – über was sprechen wir eigentlich?Unternehmenskultur – über was sprechen wir eigentlich?
Unternehmenskultur – über was sprechen wir eigentlich?
 
Der Sinn ist stehts der Unsinn den man lässt
Der Sinn ist stehts der Unsinn den man lässtDer Sinn ist stehts der Unsinn den man lässt
Der Sinn ist stehts der Unsinn den man lässt
 
Wie man führt, ohne zu dominieren
Wie man führt, ohne zu dominierenWie man führt, ohne zu dominieren
Wie man führt, ohne zu dominieren
 
Rationaler Altruismus – eine Begründung moralischen Engagements
Rationaler Altruismus – eine Begründung moralischen EngagementsRationaler Altruismus – eine Begründung moralischen Engagements
Rationaler Altruismus – eine Begründung moralischen Engagements
 
Epi oder Prometheus
Epi oder PrometheusEpi oder Prometheus
Epi oder Prometheus
 
Mag. Wolfgang Hackl - Mensch in Bewegung - "Inspiration & Motivation" 4. Mos...
Mag. Wolfgang Hackl - Mensch in Bewegung  - "Inspiration & Motivation" 4. Mos...Mag. Wolfgang Hackl - Mensch in Bewegung  - "Inspiration & Motivation" 4. Mos...
Mag. Wolfgang Hackl - Mensch in Bewegung - "Inspiration & Motivation" 4. Mos...
 
Conscience (German).pptx
Conscience (German).pptxConscience (German).pptx
Conscience (German).pptx
 
Out of the box extended version & art
Out of the box   extended version & artOut of the box   extended version & art
Out of the box extended version & art
 
Das Problem der Moral 18.10.2011
Das Problem der Moral 18.10.2011Das Problem der Moral 18.10.2011
Das Problem der Moral 18.10.2011
 
Meine Reise des Verstehens: Meine Impulsgeber sind Primärliteraten
Meine Reise des Verstehens: Meine Impulsgeber sind PrimärliteratenMeine Reise des Verstehens: Meine Impulsgeber sind Primärliteraten
Meine Reise des Verstehens: Meine Impulsgeber sind Primärliteraten
 
Das Problem der Moral 22.11.2011
Das Problem der Moral 22.11.2011Das Problem der Moral 22.11.2011
Das Problem der Moral 22.11.2011
 
Kennen sie ihre bedienungsanleitung oder: warum wir meistens nur einen winzig...
Kennen sie ihre bedienungsanleitung oder: warum wir meistens nur einen winzig...Kennen sie ihre bedienungsanleitung oder: warum wir meistens nur einen winzig...
Kennen sie ihre bedienungsanleitung oder: warum wir meistens nur einen winzig...
 
Martin Schmidt-Bredow - Theorie U - Buchvorstellung
Martin Schmidt-Bredow - Theorie U - BuchvorstellungMartin Schmidt-Bredow - Theorie U - Buchvorstellung
Martin Schmidt-Bredow - Theorie U - Buchvorstellung
 
Sozialisation
SozialisationSozialisation
Sozialisation
 
Stressbewältigung Well-Being
Stressbewältigung Well-BeingStressbewältigung Well-Being
Stressbewältigung Well-Being
 
8 ethisches mentoring_cmi
8 ethisches mentoring_cmi8 ethisches mentoring_cmi
8 ethisches mentoring_cmi
 
Digital Health 4 Digital Workers - Impuls zu Führung
Digital Health 4 Digital Workers - Impuls zu FührungDigital Health 4 Digital Workers - Impuls zu Führung
Digital Health 4 Digital Workers - Impuls zu Führung
 

Mehr von Leo Hemetsberger

Safer internet jugendliche eltern_sheets 2017
Safer internet jugendliche eltern_sheets 2017Safer internet jugendliche eltern_sheets 2017
Safer internet jugendliche eltern_sheets 2017
Leo Hemetsberger
 
Safer internet firmen kmu_sheets_2018
Safer internet firmen kmu_sheets_2018Safer internet firmen kmu_sheets_2018
Safer internet firmen kmu_sheets_2018
Leo Hemetsberger
 
Anamnesis Parzifal Kurz
Anamnesis   Parzifal KurzAnamnesis   Parzifal Kurz
Anamnesis Parzifal Kurz
Leo Hemetsberger
 
Anamnesis fin
Anamnesis finAnamnesis fin
Anamnesis fin
Leo Hemetsberger
 
Hydra social media & transparenz zur korruptionsprävention
Hydra   social media & transparenz zur korruptionspräventionHydra   social media & transparenz zur korruptionsprävention
Hydra social media & transparenz zur korruptionsprävention
Leo Hemetsberger
 
Komplexität in Entscheidungssituationen short
Komplexität in Entscheidungssituationen shortKomplexität in Entscheidungssituationen short
Komplexität in Entscheidungssituationen short
Leo Hemetsberger
 

Mehr von Leo Hemetsberger (6)

Safer internet jugendliche eltern_sheets 2017
Safer internet jugendliche eltern_sheets 2017Safer internet jugendliche eltern_sheets 2017
Safer internet jugendliche eltern_sheets 2017
 
Safer internet firmen kmu_sheets_2018
Safer internet firmen kmu_sheets_2018Safer internet firmen kmu_sheets_2018
Safer internet firmen kmu_sheets_2018
 
Anamnesis Parzifal Kurz
Anamnesis   Parzifal KurzAnamnesis   Parzifal Kurz
Anamnesis Parzifal Kurz
 
Anamnesis fin
Anamnesis finAnamnesis fin
Anamnesis fin
 
Hydra social media & transparenz zur korruptionsprävention
Hydra   social media & transparenz zur korruptionspräventionHydra   social media & transparenz zur korruptionsprävention
Hydra social media & transparenz zur korruptionsprävention
 
Komplexität in Entscheidungssituationen short
Komplexität in Entscheidungssituationen shortKomplexität in Entscheidungssituationen short
Komplexität in Entscheidungssituationen short
 

Von der Pflicht zur Neigung, oder wie aus der Not eine Tugend wird

  • 1. Von der Pflicht zur Neigung – oder wie aus der Not eine Tugend wird... Dr. Leo Hemetsberger Philosoph, Unternehmensberater office@philprax.at www.philprax.at
  • 2. Philosophie stellt Frage nach korrektem Einsatz der „Kriterien“ (griech.: = Entscheidungsmittel)Κριτήριον
  • 3. Philosophie = Kritik 1. Erkenne Rahmenbedingungen 2. Verändere sie
  • 4. 1. Tone from the Top 2. Start Bottom up 3. Niemand versteht mich... 4. Wir schaffen das gemeinsam Inhalt
  • 5. 1. Tone from the Top Wie man Verä nderungen einleitet - der Ton macht die Musik
  • 6. Führungskräfte sind alle jene, an denen die Mitarbeiter ihr Wahrnehmen Fühlen Interpretieren Verhalten Lernen orientieren. Teamführung
  • 7. Du sollst das Recht nicht beugen und sollst auch die Person nicht ansehen und keine Geschenke nehmen; denn Geschenke machen die Weisen blind und verdrehen die Sache der Gerechten. 5 Mose 18,19
  • 8. Effizienz Die Dinge richtig tun Effektivität Die richtigen Dinge tun
  • 10. Narzissmus (Streben nach Bewunderung) Machiavellismus (geringe moralische Bindung) Leistungsmotiv (Erreichung hoher Ziele) ... egozentrierte Interpretation moralischer Regeln Führungskräfte
  • 11. Veränderungen in Köpfe und Herzen? Wenn sie selbstgewählt sind Haltung Manipulative Strategien scheitern, immer on the long run. Vorbildwirkung bleibt essentiell Führung lebt Ethos nicht Compliance ist sinnlos Inkongruentes Verhalten Berlusconisierung Wie Richtlinien verankern?
  • 12. 2. Start Bottom up Wie man abteilungsübergreifende Projekte am Besten umsetzt
  • 13. Zugehörigkeit - Einflussnahme und Wertschätzung Strukturen - Raum, Zeit, Ziele & Aufgaben Rangordnung - Führung, Experten, Teilnehmer Orientierung - aller gegenüber Leitung Macht - Einfluss über Nähe oder Distanz Teamstruktur
  • 14. Rahmenbedingungen Operatives Verhalten Fähigkeiten / Kompetenzen Werte & Identität Strategische Ebene Vision & Mission Teamidentität
  • 15. Wertschätzen was war Sagen, was ist Gemeinsames Zukunftsbild entwerfen Kooperationen
  • 16. Einander verstehen Ebenen verringern Voneinander lernen Stärken bündeln Gemeinsame Ergebnisverantwortung Kooperationen
  • 17. Platon Wenn jeder das Seine tut und erhält in Dienst und Herrschaft Der gute Staat ist weise, tapfer, besonnen und gerecht (Vier Kardinaltugenden) Sein praktischer Versuch dazu scheiterte Platon thematisierte Gerechtigkeit
  • 18. Angst in Organisation vermeiden Diskursive Infrastruktur – Dialogforen Ethische Kompetenzbildung – Integritätskultur Wie beeinflusst man Bewusstsein, Selbstverständnis und Werte am Besten gar nicht Commitment sichern
  • 19. Compliance allein reicht nicht – Kontrolle ist gut, Haltung ist besser Allen Vorschriften liegen ethische Postulate zugrunde Arbeitsethik = richtige Einstellung und Verhalten Ethik und/oder Compliance?
  • 20. Ethos / Moral – Konventionen, nach denen Individuen in Kulturen / Organisationen handeln Ethik – philosophische Disziplin Lehre (Reflexion) guten Handelns Wilhelm Busch
  • 21. Ethos anthropos daimon πἦθος ἀνθρώ ῳ δαίμων Heraklit Seine Haltung ist des Menschen Schicksal
  • 22. Was bleibt und Würde wahrt Haltung – gibt Halt in Haltlosigkeit Achten der guten Form Rücksichtnahme auf andere Gewissheit richtiger Verfahrensweise Verlorene Selbstbeherrschung verliert Selbstachtung Erwin Wurm
  • 23. Goldene Regel „Was du nicht willst, dass man dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu.“ Sprichwort Seit 7. Jahrhundert v. Chr. in allen Kulturen überliefert „Was dir selbst verhasst ist, das mute auch einem anderen nicht zu!“ Lutherbibel, AT, Buch Tobias (200 v. Chr.) Reziprozität im Sozialverhalten
  • 24. Compliance (Kontrolle) allein ist unzureichend Persönliche Integrität als soziales Phänomen ist sehr wichtig Ohne intrinsischer Motivation kein nachhaltiges Commitment Durch ganzheitlichen Ansatz Defizite bearbeiten Bewusstseinsbildung – so wie hier Ethik dient Reflexion institutioneller sowie persönlicher Werte und Tugenden   Organisationspsychologie
  • 25. 3. Niemand versteht mich Wie erreicht man Nicht-Juristen? Lösungen für fachübergreifende Kommunikation
  • 28. Emotionalisieren Inszenieren Provozieren Einzigartig sein Tempo haben Angriffig sein Stimmig sein Mobilisieren Eine Kampagne soll...
  • 31. Einfache Sprache Bildhafte Sprache Einfache Sätze Kurz und klar Less is More
  • 33. Machen alleine reicht nicht… Reden Sie mit allen darüber! Botschafter / innen Übers Reden kommen die Leut zamm
  • 34. 4. Wir schaffen das gemeinsam Sensibilisieren für neue rechtliche Anforderungen
  • 35. präkonventionell konventionell postkonventionell Lawrence Kohlberg Psychologe Lawrence Kohlberg: Die Psychologie der Moralentwicklung. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1996 Niveaus moralischer Entwicklung
  • 37. Moralisches Handeln – an Grundsätzen orientiert Plurale Ethik freier Bürger in moderner Gesellschaft Halt und Haltung durch Diversität unterstützt Subjektive Grundsätze nicht immun gegen Versuchung Mensch ist nicht gut, kann sich bemühen, gut zu handeln Korruption - Ablehnung folgt Prinzipien
  • 38. Der gute Wille Basis der neuzeitlichen Ethik: Das Ich und sein Gewissen. Ohne guten Willen gibt es keine Moral. Das praktische, handelnde Ich – der kategorische Imperativ Immanuel Kant
  • 39. Handlungsgesetz Naturgesetz: Müssen, Tatsachen Sittengesetz: Sollen, Forderung Wie ist praktisches Gesetz zu begründen? Durch das Gewissen Moralische Wert liegt nicht im Erfolg, sondern in Gesinnung. Gesinnung zeigt sich als Haltung.
  • 40. Kategorischer Imperativ Kurzfassung: Handle allgemein! „Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne!“
  • 41. Wähle mit Bedacht -   „nichts im Übermaß“ ( )μηδὲν ἄγαν (Inschrift am Orakel von Delphi)
  • 42. KORRUPTION Die Korruption ist unter den Straftaten ein scheues Wesen. Sie kleidet sich in feines Tuch, trägt keine Waffen, vergießt kein Blut. Noch nicht einmal die Opfer sind auf Anhieb auszumachen. Missbrauch eines öffentlichen Amtes, einer Funktion in der Wirtschaft oder eines politischen Mandats zugunsten eines anderen, auf dessen Veranlassung oder aus Eigeninitiative zur Erlangung eines Vorteils für sich oder einen Dritten mit Eintritt oder in Erwartung des Eintritts eines Schadens oder Nachteils für die Allgemeinheit
  • 43. Rahmenbedingungen verändern sich Haftung steigt Vorschriften komplexer Durchsetzung rigoroser Strafausmaß steigt Strafverfolgungsbehörden aktiver Stakeholder Erwartungen steigen Compliance intern/extern transparent machen Compliance als Wettbewerbsvorteil 43
  • 44. 44 Handlungsbedarf: Proaktiv gestalten anstatt zu reagieren Kultur und Selbstverständnis weiterentwickeln von Beginn weg mitgestalten Einstellung PRO-Compliance etablieren Nutzen von Compliance Sicherheitsnetz schaffen Handlungsspielraum geben Strafen und Schaden vermeiden Reputation gewährleisten Geschäfte künftig absichern
  • 45. Zukunftsbild Compliance Management Compliance wurde proaktiv bei uns umgesetzt Wir kommen ohne interne Regelungen aus Wir setzen externe Regelungen einfach intern um Weil jeder weiß, was von ihm verlangt wird und was zu tun ist
  • 46. Dr. Leo Hemetsberger Philosoph, Unternehmensberater office@philprax.at www.philprax.at Philosophie lebt im Dialog Ich freue mich auf unser Gespräch

Hinweis der Redaktion

  1. Normalverbraucher will sich schadlos halten – persönlicher Mehrwert Monaco Franze, Münchner Gschichtn: a bisserl was geht immer
  2. Menschenrechte