Die Gewerkschaft als Bewegung   Ein neue Strategie 7. Symposium Impulse für die gewerkschaftliche Bildungsarbeit Mödling, 11. September 2008
Unia Zürich: Zahlen & Fakten 26 Mitarbeitende… 2005 Stellenprozente + 2 Einsatzplätze Frauenanteil im Team von knapp 70 Prozent Über 80 Prozent der Mitarbeitenden sind MigrantInnen … in den Bereichen: Bau & Gewerbe Industrie Tertiär Rechtsdienst Support
Ein radikaler Kurswechsel ist notwendig Ausgangslage 2002 Grosse Mitgliederverluste während mehr als 10 Jahren Verlorene Mobilisierungsfähigkeit Schwindender politischer Einfluss Ziele für die neue Strategie Starkes Mitgliederwachstum Mobilisierungs- und durchsetzungsfähige Gewerkschaft Aktive Mitglieder
Mitgliederentwicklung   Kampagnen Die Gewerkschaft als Bewegung – eine neue Strategie
Mitgliederentwicklung  Kampagnen Die Gewerkschaft als Bewegung – eine neue Strategie Der Beitritt von Mitgliedern ist die Voraussetzung für erfolgreiche Kampagnen - erfolgreiche Kampagnen sind der Grund für die Mitgliedschaft bei Unia.  Mit dem Selbstverständnis einer Bewegung, an der sich die Mitglieder aktiv beteiligen, lässt Unia die Gewerkschaft (er)leben und schafft für und mit den Mitgliedern Erfolgsbeispiele.
Aufbaukonzept Bereich Bau & Gewerbe 1. Priorität: Mitgliederentwicklung Jede Aktivität und Kampagne wird unter dem Gesichtspunkt der Mitgliederentwicklung beurteilt Klare Zielsetzungen für alle Mitarbeitenden Wir sind aktionsfähig und mobilisierungsstark Konflikte werden gezielt gesucht und gemeinsam mit den Betroffenen ausgetragen, Erfolgsbeispiele schaffen Wir nutzen die Medien als Multiplikator und die Öffentlichkeit  als zusätzliches Druckmittel Wir sind bei den Leuten Hohe Präsenz vor Ort, Zugang zu Beschäftigten erkämpfen Kommunikation in der Muttersprache der Angesprochenen
Streikaktionen im Basler Ausbaugewerbe  für einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (1999) Warnstreik auf dem Bau  für eine anständige Lohnerhöhung (1999) Warnstreik in der Basler Zentralwäscherei  gegen Lohnabbau (2000) Streik bei der Wäscherei Aare AG  für existenzsichernde Löhne (2000) Streik bei der Zeba AG  gegen Lohnabbau (2000) Streik auf der NEAT-Baustelle  in Ferden VS für einen besseren Gesundheitsschutz der Mineure (2002) Streik auf der NEAT-Baustelle  in Amsteg UR für mehr Lohn (2002) Warnstreik auf dem Bau  gegen den Wortbruch der Baumeister (2002) Nationaler Branchenstreik auf dem Bau  für das Rentenalter 60 (2002) Streik bei der Rutz Kaminbau AG  gegen die Auslagerung aus dem Gesamtarbeitsvertrag (2003) Streik bei der Isotech AG  gegen die Auslagerung aus dem Gesamtarbeitsvertrag (2003) Nationaler Streiktag  für die Frühpensionierung der Maler & Gipser (2004) Zweitägiger Branchenstreik  für die Frühpensionierung der Maler & Gipser (2004)
Streik bei der Piatti Küchenbau AG  gegen die Auslagerung eines Betriebsteils und Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen (2004) Streik einer Putzequipe der Honegger Reinigungen AG  gegen Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen (2005) Streik bei Dipl. Ing. Fust AG  gegen missbräuchliche Kündigungen Streik der Taxifahrer am Flughafen Zürich  für faire Löhne und eine anständige Krankentaggeldversicherung (2005) Warnstreik bei Sersa AG  gegen geplante Verschlechterung der Arbeitsbedingungen (2005) Streik der Techniker am Schauspielhaus Zürich  für ein faires Lohnsystem (2006) Grossdemonstration und Protestpausen auf den Baustellen  für eine substantielle Lohnerhöhung im Bau- & Ausbaugewerbe (2006) Streik auf den NEAT-Baustellen  für einen neuen Gesamtarbeitsvertrag im Bauhauptgewerbe (2007) Nationale Grossdemonstration und Streiks in den grössten Städten der Schweiz  für einen neuen Gesamtarbeitsvertrag auf dem Bau (2007/08) Einmonatiger Streik der SBB-Angestellten im Industriewerk  Bellinzona  TI gegen die geplante Werkschliessung (2008)
+ 42%
+ 42%
+ 42% Lieber Sonntagsausflug als Sonntagsarbeit!
Auswirkungen der Strategie auf Mitgliederzahlen (Beispiele) + 42% Mobilisierungskampagne Maler & Gipser 2003/04 Kampagnenstart: 517 Mitglieder Kampagnenende: 734 Mitglieder Entwicklung Mitgliederbestand Bauhauptgewerbe 2003 - 2007 06/2003: 1‘427 Mitglieder 06/2007: 1‘932 Mitglieder + 35% + 42%
Mitgliederentwicklung Bereich Bau & Gewerbe 1999 - 2007 Zahlen 2005: geschätzt Zahlen 2007: Ziel
Die Strategie als Orientierungspunkt Strategie Struktur People (Knowhow) Structure follows Strategy, People follow Structure
Laufende Projekte zur weiteren Professionalisierung Mitgliederbetreuung statt Verwaltung Umbau der Administration zum Kompetenzzentrum Mitgliederbetreuung Professionalisierung Rechtsdienst Klare, standardisierte Abläufe; gezielte Weiterbildung Know-How-Management Aufbau von Wissensdatenbanken Controlling & Qualitätsmanagement Einführung von Controlling & Qualitätsmanagement für die Bereiche Mitgliederentwicklung, Rechtsdienst, Telefon/Schalter, Betreuung von Vertrauensleuten
Team als Schlüsselfaktor für den Erfolg Personalauswahl Auswahl (auch) unter Gesichtspunkten der Teamzusammensetzung Dreistufiges Auswahlverfahren Profil der Mitarbeitenden „ Die Zukunft der Gewerkschaft ist weiblich!“ Auswahl nach Schlüsselkompetenzen Konsequente Förderung & Entwicklung Pilotprojekt Förderung Nachwuchsführungskräfte Individuelle Fördermassnahmen
Arbeit im Bereich Migration 1/2 Kommunikation in der Muttersprache Mehrsprachigkeit in Beratung, Betreuung und Information  (13 Sprachen mündlich, 7 Sprachen schriftlich) Aufbau von Sprachgruppen Informationsveranstaltungen in Muttersprache Einbau traditioneller Elemente der jeweiligen Kultur (z.B. Feste) Kampagnen mit Migrationsthemen (z.B. Schengener Visum)  Vernetzung mit Organisationen aus der Migration Präsenz in Medien Regelmässige Präsenz in Zeitungen und Radiosendungen  der Migration
Arbeit im Bereich Migration 2/2 Weiterbildung für MigrantInnen Organisation von Sprachkursen (z.Z. rund 100 Teilnehmer in 4 Klassen auf unterschiedlichem Niveau) Projekt für PC-Kurse Unterstützung der „Sans Papiers“ - Bewegung Anlaufstelle für „Sans Papiers“ in unserem Sekretariat Einbindung von AktivistInnen der „Sans Papiers“ – Bewegung in den Sprachgruppen

Organizing Unia Schweiz

  • 1.
    Die Gewerkschaft alsBewegung Ein neue Strategie 7. Symposium Impulse für die gewerkschaftliche Bildungsarbeit Mödling, 11. September 2008
  • 2.
    Unia Zürich: Zahlen& Fakten 26 Mitarbeitende… 2005 Stellenprozente + 2 Einsatzplätze Frauenanteil im Team von knapp 70 Prozent Über 80 Prozent der Mitarbeitenden sind MigrantInnen … in den Bereichen: Bau & Gewerbe Industrie Tertiär Rechtsdienst Support
  • 3.
    Ein radikaler Kurswechselist notwendig Ausgangslage 2002 Grosse Mitgliederverluste während mehr als 10 Jahren Verlorene Mobilisierungsfähigkeit Schwindender politischer Einfluss Ziele für die neue Strategie Starkes Mitgliederwachstum Mobilisierungs- und durchsetzungsfähige Gewerkschaft Aktive Mitglieder
  • 4.
    Mitgliederentwicklung Kampagnen Die Gewerkschaft als Bewegung – eine neue Strategie
  • 5.
    Mitgliederentwicklung KampagnenDie Gewerkschaft als Bewegung – eine neue Strategie Der Beitritt von Mitgliedern ist die Voraussetzung für erfolgreiche Kampagnen - erfolgreiche Kampagnen sind der Grund für die Mitgliedschaft bei Unia. Mit dem Selbstverständnis einer Bewegung, an der sich die Mitglieder aktiv beteiligen, lässt Unia die Gewerkschaft (er)leben und schafft für und mit den Mitgliedern Erfolgsbeispiele.
  • 6.
    Aufbaukonzept Bereich Bau& Gewerbe 1. Priorität: Mitgliederentwicklung Jede Aktivität und Kampagne wird unter dem Gesichtspunkt der Mitgliederentwicklung beurteilt Klare Zielsetzungen für alle Mitarbeitenden Wir sind aktionsfähig und mobilisierungsstark Konflikte werden gezielt gesucht und gemeinsam mit den Betroffenen ausgetragen, Erfolgsbeispiele schaffen Wir nutzen die Medien als Multiplikator und die Öffentlichkeit als zusätzliches Druckmittel Wir sind bei den Leuten Hohe Präsenz vor Ort, Zugang zu Beschäftigten erkämpfen Kommunikation in der Muttersprache der Angesprochenen
  • 7.
    Streikaktionen im BaslerAusbaugewerbe für einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (1999) Warnstreik auf dem Bau für eine anständige Lohnerhöhung (1999) Warnstreik in der Basler Zentralwäscherei gegen Lohnabbau (2000) Streik bei der Wäscherei Aare AG für existenzsichernde Löhne (2000) Streik bei der Zeba AG gegen Lohnabbau (2000) Streik auf der NEAT-Baustelle in Ferden VS für einen besseren Gesundheitsschutz der Mineure (2002) Streik auf der NEAT-Baustelle in Amsteg UR für mehr Lohn (2002) Warnstreik auf dem Bau gegen den Wortbruch der Baumeister (2002) Nationaler Branchenstreik auf dem Bau für das Rentenalter 60 (2002) Streik bei der Rutz Kaminbau AG gegen die Auslagerung aus dem Gesamtarbeitsvertrag (2003) Streik bei der Isotech AG gegen die Auslagerung aus dem Gesamtarbeitsvertrag (2003) Nationaler Streiktag für die Frühpensionierung der Maler & Gipser (2004) Zweitägiger Branchenstreik für die Frühpensionierung der Maler & Gipser (2004)
  • 8.
    Streik bei derPiatti Küchenbau AG gegen die Auslagerung eines Betriebsteils und Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen (2004) Streik einer Putzequipe der Honegger Reinigungen AG gegen Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen (2005) Streik bei Dipl. Ing. Fust AG gegen missbräuchliche Kündigungen Streik der Taxifahrer am Flughafen Zürich für faire Löhne und eine anständige Krankentaggeldversicherung (2005) Warnstreik bei Sersa AG gegen geplante Verschlechterung der Arbeitsbedingungen (2005) Streik der Techniker am Schauspielhaus Zürich für ein faires Lohnsystem (2006) Grossdemonstration und Protestpausen auf den Baustellen für eine substantielle Lohnerhöhung im Bau- & Ausbaugewerbe (2006) Streik auf den NEAT-Baustellen für einen neuen Gesamtarbeitsvertrag im Bauhauptgewerbe (2007) Nationale Grossdemonstration und Streiks in den grössten Städten der Schweiz für einen neuen Gesamtarbeitsvertrag auf dem Bau (2007/08) Einmonatiger Streik der SBB-Angestellten im Industriewerk Bellinzona TI gegen die geplante Werkschliessung (2008)
  • 9.
  • 10.
  • 11.
    + 42% LieberSonntagsausflug als Sonntagsarbeit!
  • 12.
    Auswirkungen der Strategieauf Mitgliederzahlen (Beispiele) + 42% Mobilisierungskampagne Maler & Gipser 2003/04 Kampagnenstart: 517 Mitglieder Kampagnenende: 734 Mitglieder Entwicklung Mitgliederbestand Bauhauptgewerbe 2003 - 2007 06/2003: 1‘427 Mitglieder 06/2007: 1‘932 Mitglieder + 35% + 42%
  • 13.
    Mitgliederentwicklung Bereich Bau& Gewerbe 1999 - 2007 Zahlen 2005: geschätzt Zahlen 2007: Ziel
  • 14.
    Die Strategie alsOrientierungspunkt Strategie Struktur People (Knowhow) Structure follows Strategy, People follow Structure
  • 15.
    Laufende Projekte zurweiteren Professionalisierung Mitgliederbetreuung statt Verwaltung Umbau der Administration zum Kompetenzzentrum Mitgliederbetreuung Professionalisierung Rechtsdienst Klare, standardisierte Abläufe; gezielte Weiterbildung Know-How-Management Aufbau von Wissensdatenbanken Controlling & Qualitätsmanagement Einführung von Controlling & Qualitätsmanagement für die Bereiche Mitgliederentwicklung, Rechtsdienst, Telefon/Schalter, Betreuung von Vertrauensleuten
  • 16.
    Team als Schlüsselfaktorfür den Erfolg Personalauswahl Auswahl (auch) unter Gesichtspunkten der Teamzusammensetzung Dreistufiges Auswahlverfahren Profil der Mitarbeitenden „ Die Zukunft der Gewerkschaft ist weiblich!“ Auswahl nach Schlüsselkompetenzen Konsequente Förderung & Entwicklung Pilotprojekt Förderung Nachwuchsführungskräfte Individuelle Fördermassnahmen
  • 17.
    Arbeit im BereichMigration 1/2 Kommunikation in der Muttersprache Mehrsprachigkeit in Beratung, Betreuung und Information (13 Sprachen mündlich, 7 Sprachen schriftlich) Aufbau von Sprachgruppen Informationsveranstaltungen in Muttersprache Einbau traditioneller Elemente der jeweiligen Kultur (z.B. Feste) Kampagnen mit Migrationsthemen (z.B. Schengener Visum) Vernetzung mit Organisationen aus der Migration Präsenz in Medien Regelmässige Präsenz in Zeitungen und Radiosendungen der Migration
  • 18.
    Arbeit im BereichMigration 2/2 Weiterbildung für MigrantInnen Organisation von Sprachkursen (z.Z. rund 100 Teilnehmer in 4 Klassen auf unterschiedlichem Niveau) Projekt für PC-Kurse Unterstützung der „Sans Papiers“ - Bewegung Anlaufstelle für „Sans Papiers“ in unserem Sekretariat Einbindung von AktivistInnen der „Sans Papiers“ – Bewegung in den Sprachgruppen