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Das Fremdschäm-Buch
   von ANTJE STEINHÄUSER
    und VERONIKA IMMLER
Unsere peinlichen
                        Promis…

Uschi Glas, Heidi Klum, Tatjana Gsell & Co.
Uschi Glas
Hat vor hundert Jahren mal ein paar deutsche Filmchen abgedreht
        und nervt seither mit Schätzchen-Dauerlächeln, mit ihrem
nichtsnutzigen Sohn Benjamin und mit Entzündungen fördernder
                                           Hautnah Face Cream.
Heidi Klum
   Können wir uns Deutschland ohne „Germany’s next Topmodel“
       überhaupt noch vorstellen? Wohl kaum. Und das ultimative
everlasting topigste Topmodel ist natürlich unsere dauergrinsende
                Heidi mit Hans und Franz, so nennt sie ihre Brüste.
Franjo Pooth

Das Wort „aalglatt“ ist neu definiert, seit der gegelte Smartie neben
Verona die dicke Hose macht und die oberblamable Maxfield-Pleite
 lässig wegzuatmen versucht, als hätte er eben beim Golf mal nicht
                                                 so gut abgeschlagen.
Thomas Gottschalk
   Er ist bekannter als die Kanzlerin, präsenter als der Vize (und das
will was heißen), seit rund dreitausend Jahren im Fernsehen und so
           gesehen ein Phänomen, unbestritten, aber hört ihm noch
                                                       irgendwer zu?
Tatjana Gsell
   Die Kosmetikerin Tanja Gick heiratete 1991 den Schönheitschirurgen
     Franz Gsell, und im Handumdrehen schnipselte er aus ihr das frisch
hergerichtete Luxusweib Tatjana Gsell. Naja, frisch? Zwar ist alles um sie
 her teuer und tief ausgeschnitten, aber wir haben doch Augen im Kopf:
    da hat sich eine Mumie ausgewickelt und ist anschließend mit dem
 Farbeimer vorm Schminkspiegel Amok gelaufen. Das ist durch Foffi (für
     nicht Society-Eingeweihte: Ferfried Prinz von Hohenzollern), der die
    Maske nach Franzens wüstem Ableben eine Weile übernommen hat,
      nicht besser geworden. Und inzwischen fährt sie immer mal einen
                             Porsche zu Schrott und zischelt sich einen.
Sandy Meyer-Wölden
Die Sandy? Das ist doch die Mieze mit dem Kajalproblem, die immer
    den nimmt, der sie nimmt. Das war mal für ein paar Monate das
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   traurig sie war, dass der sie einfach hat sitzenlassen. Aber sie hat
  ganz tollen Schmuck entworfen; den hat zwar niemand beachtet,
      aber so ließ sich die Zeit prima überbrücken. Bis Oliver Pocher
    eingesprungen ist und sie sich wie eine Blinkbrosche ans Revers
      geheftet, nachdem das mit Harald Schmidt nicht mehr so lief.
DSDS

                              Der Klassiker…
            Deutschland sucht den Superfiep
Groß rauskommen mit demTitan aus Tötensen
»Das könnt ihr jetzt echt nicht bringäään«, heult die DSDS-Kandidatin Jacqueline aus Köln-Chorweiler, als Dieter
Bohlen und Volker Neumüller sie mit eisernen Mienen ansehen, während die liebliche Nina Eichinger bedauernd
   ihr Blondhaar schwingt und beteuert: »Das Singen ist einfach nicht deine Stärke.« »Dat is mein Traum, Leute,
   gebt mir noch ’ne Schangse«, heult Jacqueline, deren frisch aus der Jugendhaft entlassener Wohnblockfreund
  Marcel doch schon mit Griechischer-Busfahrer-Sonnenbrille und Prepaid-Handy bereitsteht, um Jacqueline, die
    schärfste Hupe aus’m Revier, zu mänätschen, nachdem Dieta Bohlen (»Ich find das echt megageil!«) sie ganz
            groß rausgebracht hat. Leider fand die Hitschleuder aus Tötensen Jacqueline nicht megageil, sondern
 megascheiße, und behauptet, dass sie von zehn Tönen elf nicht getroffen hätte, und ’ne Ausstrahlung hätte wie
 zwei Dixi-Klos übereinander. Ej, Dieta, du mieser Lügner, pass krass auf, was du sagst! Alle im Wohnblock haben
      Jacqueline immer gesagt, dass sie eine super Stimme hat, voll emotionäll, und ein Wahnsinnshändchen für
bauchfreie T-Shirts und Riesenjüchtelschnallen. Findet Dieta nicht, also rappzapp zurück an die Theke und weiter
    Fleischfachverkäuferin lernen und bis zur Rente 2057 jeden Tag nach Cervelat und Pfefferbeißer riechen tun!
           Immerhin ist Jacqueline nicht allein. Dem Lageristen Ron-Mike aus Moers, der extra sein Keyboard mit
   Klappständer mitgebracht hat, um denen von der Jury mal zu zeigen, wo die Musik spielt, hat der Dieter doch
    glatt gesteckt, dass er dasteht wie’n Kuhstallbesen. (Also immer trifft es dieser Bohlen schon auch nicht. Der
                                      Ron-Mike stand eher da wie ein Stabmixer nach dem Kurzschluss.) Absage.

     Mit René aus einem Kaff bei Frankfurt wird das auch nichts. René lernt gerade Friseur, aber viel lieber will er
  Superstar werden und dass all die Schnitten, denen er in den nächsten Jahren die Haare blondiert hätte, ihm –
    viel besser! – ihre Schlüpfer auf die Bühne werfen, wenn er erst die große Taunus-Tournee macht. Deswegen
   fistelt René nach Kräften »You’re My Heart, You’re My Soul«, um bei Dieter-Poptitan-Bohlen voll abzupunkten,
 wenn der seine eigene alte Hymne hört. Stattdessen – boah ey! – nennt der ihn ’ne festgetackerte Fleischwurst
      und die Optik sagt ihm wohl auch nicht zu, jedenfalls findet er, René sieht aus, als sei in seinem Gesicht ein
seltsames Tier gestorben. Was findet der Bohlen nur daran, all die Jammerlappen zu grillen, die einen herrlichen
    großen Traum, aber nur eine miese mickrige Stimme haben – und offenbar keine einzige Socke, die sie warnt,
                         sich komplett zum Hansbambel zu machen? Hat ihn früher der Klassenchampion wegen
seines Klappkistengebisses veräppelt oder fanden die Mädchen die Kerle mit den Reibeisenstimmen statt seiner
 Quetschkommode schnieker? Oder kann er einfach den Thomas Anders oder die Naddel nicht mehr anmaulen?
Und fährt für das Ersatzgemeckere die RTL-Kohle mit der Schubkarre heim nach Tötensen! Aber wie auch immer,
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9Live
      Einmal wurden Tiere mit dem Anfangsbuchstaben »S« gesucht. Das war auch toll! Fünf Tiere sollten erraten
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zu gewinnen gab. Wie immer gab es einen leichten Begriff: Schwein – der war relativ schnell gefunden, dafür gab
   es für den auch nicht 2500 Euro wie für die anderen vier Begriffe,die laut Quizmaster, äh,nlich leicht zu erraten
  seien. Dann kam der Anruf eines 19-Jährigen mit dem Vorschlag, halten Sie sich fest: »Stirnlappenbasilisk.« Der
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 loszuwerden. Er bot ihm zunächst schwindlige 90 Euro und steigerte sich zuletzt bis auf 500 Steine! Der Anrufer
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Bauer sucht Frau
          Auch Milchbauer Josef und seine thailändische Bäuerin in Spe,
Narumol, schienen nicht zu merken, dass sie zu unfreiwillig komischen
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 Liebesbeweis schenkte er ihr alsbald einen Haustürschlüssel, damit sie
schon mal zum Kochen anfangen kann, wenn er gerade mal unterwegs
 sein sollte. Das freut vor allem die zahlreichen Zuschauerinnen – denn
es gibt doch tatsächlich Männer, die noch weniger einfühlsam sind, als
                                               ihre eigenen Göttergatten.
Was sonst noch peinlich ist
Neulich kam ein sehr freundlicher Telekommechaniker zu mir nach
Hause. Er krabbelte unter meinen Schreibtisch und organisierte die
    Telefonanschlussbuchse neu. Als er wieder auftauchte, hing aus
    seiner Nase ein unglaublich riesiger verdörrter Popel. Ich konnte
          daraufhin seinen Ausführungen über die Software für den
  Internetanschluss kaum mehr folgen, weil ich nur noch auf dieses
  Gerät starrte und überlegte, wie ich den netten Mann, unauffällig
   auf diesen entsetzlich entstellenden Makel aufmerksam machen
     könnte. Bei einem derart riesigen Fremdkörper konnte ich doch
 darauf hoffen, dass der Herr selbst diesen irgendwann registrieren
      würde – aber nein. Selbst mein penetrantes Zupfen an meiner
   eigenen Nasenspitze verleitete ihn nicht dazu, selbiges bei seiner
Nase zu tun. Aber auch der Gedanke, er würde vor mir stehend den
        Eumel zu fassen bekommen, war mir für ihn (also den netten
        Mechaniker natürlich und nicht für den Popel!) unangenehm
genug. Ich machte mir ernsthaft Sorgen, dass er das Ding bei mir in
    der Wohnung verlieren könnte und ich genau diesen Augenblick
     nicht beobachtete und den grünen Alien nach dessen Weggang
                          dann vielleicht auch noch suchen müsste.
RoyBär65 schrieb, er hätte in Heidelberg eine Touristin beobachtet,
       der beim Aufnehmen ihres schweren Treckingrucksackes, der
       hintere Teil ihres Minikleides unter das schwere Gepäckstück
    geraten war. Die Ahnungslose sei daraufhin, mit freier Sicht auf
   ihren knappen Schlüpfer, über die Alte Brücke zum Heidelberger
    Schloss hochmarschiert. RoyBär65 gibt zu, dem Mädchen lange
gefolgt zu sein. Aber, wie all die anderen tausend Touristen, hätte er
   es nicht gewagt, die Ärmste auf das Missgeschick anzusprechen.


  Trüffelschweinchen findet Männer mit Haarausfall unästhetisch.
    Äußerst beklemmend fand sie die Situation, als ihr zukünftiger
  Schwiegervater Karl, ein gepflegter, vornehmer Mann, nach einer
     gemeinsamen Fahrt bei offenem Schiebedach in ihrem neuen
   Renault offensichtlich sein täuschend echtes Haarteil eingebüßt
              hatte und komplett derangiert mit mehreren weißen
Klebestreifenresten auf der kahlen Platte aus ihrem Auto kletterte.
Mir kommt es ja so vor, als wären es vornehmlich die deutschen
Pauschal-Touristen, die sich im Urlaub am Frühstücksbuffet für den
restlichen Tag mit Lebensmitteln eindecken. Deutsche Buffeträuber
      haben es vor allem auf Schrippen, Wurst und Käse abgesehen.
 Dabei gehen sie meistens nach dem altbewehrten Schema vor: Im
stetigen Wechsel schlendert ein Familienmitglied ans Buffet zurück
       und holt, in augenscheinlich bescheidenen Portionen, immer
wieder nach, um auf diese Weise heimlich, still und leise ganze kalte
           Platten vom Buffet abzuräumen. Vermeintlich unauffällig
   schmieren sich die feisten, sonnenverbrannten Stullenkidnapper
   dann, in trauter Familienrunde, ein pappiges Frühstücksbrötchen
   nach dem anderen, belegen es mit allem, was das Buffet hergab,
  und Mafiosi-Mutti muss dann in einem günstigen Moment, die in
     Serviette gewickelten Ciabattabrüder in die überdimensionale,
     bereitgestellte Badetasche gleiten lassen und später freundlich
            lächelnd am einheimischen Personal vorbeischmuggeln.
Wie wird man denn bitte Promiexpertin? Gab´s da mal bei Douglas
          Rubbellose oder musste man vorher drei Millionen Bellinda-
    Feinstrumpfhosen-Treuepunkte sammeln, um an so einen Job zu
                  kommen? Oder handelt es sich da vielleicht um ein
                Umschulungsprogramm des Arbeitsministeriums für
        Edelprostituierte oder frühere Münzkaribikangestellte? High-
Society-Expertinnen so nennen sich die overstylten Plaudertaschen,
      die wahrscheinlich schon als Jugendliche nichts anderes zu tun
     wussten, als vor Luxushotels rumzulungern, um einmal Michael
 Jackson aus der Ferne zu sehen und dann jedem reinzudrücken, sie
 hätten gestern zufällig Jacko kennengelernt. Möchtegerngroupies,
 die auf Rockkonzerten Transparente hochhielten, mit: „Rod, ich will
    ein Kind von dir!“, um hoffentlich einmal, für den unvergessenen
         Augenblick zweier jämmerlicher Sekunden, von einer echten
         Fernsehkamera wahrgenommen zu werden. Mädchen, die in
     jungen Jahren in ihrem Dreihundertseelendorf in der Oberpfalz
  einen Lothar-Matthäus-Fanclub gründeten und jeden Abend vorm
                Spiegel in ihre Haarbürste Tina-Turner-Lieder sangen.
Sie wollen mehr?
Gerne!
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http://www.rivaverlag.de/shop/article/2508-das-
              fremdschaem-buch/

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  • 5. Franjo Pooth Das Wort „aalglatt“ ist neu definiert, seit der gegelte Smartie neben Verona die dicke Hose macht und die oberblamable Maxfield-Pleite lässig wegzuatmen versucht, als hätte er eben beim Golf mal nicht so gut abgeschlagen.
  • 6. Thomas Gottschalk Er ist bekannter als die Kanzlerin, präsenter als der Vize (und das will was heißen), seit rund dreitausend Jahren im Fernsehen und so gesehen ein Phänomen, unbestritten, aber hört ihm noch irgendwer zu?
  • 7. Tatjana Gsell Die Kosmetikerin Tanja Gick heiratete 1991 den Schönheitschirurgen Franz Gsell, und im Handumdrehen schnipselte er aus ihr das frisch hergerichtete Luxusweib Tatjana Gsell. Naja, frisch? Zwar ist alles um sie her teuer und tief ausgeschnitten, aber wir haben doch Augen im Kopf: da hat sich eine Mumie ausgewickelt und ist anschließend mit dem Farbeimer vorm Schminkspiegel Amok gelaufen. Das ist durch Foffi (für nicht Society-Eingeweihte: Ferfried Prinz von Hohenzollern), der die Maske nach Franzens wüstem Ableben eine Weile übernommen hat, nicht besser geworden. Und inzwischen fährt sie immer mal einen Porsche zu Schrott und zischelt sich einen.
  • 8. Sandy Meyer-Wölden Die Sandy? Das ist doch die Mieze mit dem Kajalproblem, die immer den nimmt, der sie nimmt. Das war mal für ein paar Monate das Bobele und das hat sie dann auch alle wissen lassen, wie doll traurig sie war, dass der sie einfach hat sitzenlassen. Aber sie hat ganz tollen Schmuck entworfen; den hat zwar niemand beachtet, aber so ließ sich die Zeit prima überbrücken. Bis Oliver Pocher eingesprungen ist und sie sich wie eine Blinkbrosche ans Revers geheftet, nachdem das mit Harald Schmidt nicht mehr so lief.
  • 9. DSDS Der Klassiker… Deutschland sucht den Superfiep Groß rauskommen mit demTitan aus Tötensen
  • 10. »Das könnt ihr jetzt echt nicht bringäään«, heult die DSDS-Kandidatin Jacqueline aus Köln-Chorweiler, als Dieter Bohlen und Volker Neumüller sie mit eisernen Mienen ansehen, während die liebliche Nina Eichinger bedauernd ihr Blondhaar schwingt und beteuert: »Das Singen ist einfach nicht deine Stärke.« »Dat is mein Traum, Leute, gebt mir noch ’ne Schangse«, heult Jacqueline, deren frisch aus der Jugendhaft entlassener Wohnblockfreund Marcel doch schon mit Griechischer-Busfahrer-Sonnenbrille und Prepaid-Handy bereitsteht, um Jacqueline, die schärfste Hupe aus’m Revier, zu mänätschen, nachdem Dieta Bohlen (»Ich find das echt megageil!«) sie ganz groß rausgebracht hat. Leider fand die Hitschleuder aus Tötensen Jacqueline nicht megageil, sondern megascheiße, und behauptet, dass sie von zehn Tönen elf nicht getroffen hätte, und ’ne Ausstrahlung hätte wie zwei Dixi-Klos übereinander. Ej, Dieta, du mieser Lügner, pass krass auf, was du sagst! Alle im Wohnblock haben Jacqueline immer gesagt, dass sie eine super Stimme hat, voll emotionäll, und ein Wahnsinnshändchen für bauchfreie T-Shirts und Riesenjüchtelschnallen. Findet Dieta nicht, also rappzapp zurück an die Theke und weiter Fleischfachverkäuferin lernen und bis zur Rente 2057 jeden Tag nach Cervelat und Pfefferbeißer riechen tun! Immerhin ist Jacqueline nicht allein. Dem Lageristen Ron-Mike aus Moers, der extra sein Keyboard mit Klappständer mitgebracht hat, um denen von der Jury mal zu zeigen, wo die Musik spielt, hat der Dieter doch glatt gesteckt, dass er dasteht wie’n Kuhstallbesen. (Also immer trifft es dieser Bohlen schon auch nicht. Der Ron-Mike stand eher da wie ein Stabmixer nach dem Kurzschluss.) Absage. Mit René aus einem Kaff bei Frankfurt wird das auch nichts. René lernt gerade Friseur, aber viel lieber will er Superstar werden und dass all die Schnitten, denen er in den nächsten Jahren die Haare blondiert hätte, ihm – viel besser! – ihre Schlüpfer auf die Bühne werfen, wenn er erst die große Taunus-Tournee macht. Deswegen fistelt René nach Kräften »You’re My Heart, You’re My Soul«, um bei Dieter-Poptitan-Bohlen voll abzupunkten, wenn der seine eigene alte Hymne hört. Stattdessen – boah ey! – nennt der ihn ’ne festgetackerte Fleischwurst und die Optik sagt ihm wohl auch nicht zu, jedenfalls findet er, René sieht aus, als sei in seinem Gesicht ein seltsames Tier gestorben. Was findet der Bohlen nur daran, all die Jammerlappen zu grillen, die einen herrlichen großen Traum, aber nur eine miese mickrige Stimme haben – und offenbar keine einzige Socke, die sie warnt, sich komplett zum Hansbambel zu machen? Hat ihn früher der Klassenchampion wegen seines Klappkistengebisses veräppelt oder fanden die Mädchen die Kerle mit den Reibeisenstimmen statt seiner Quetschkommode schnieker? Oder kann er einfach den Thomas Anders oder die Naddel nicht mehr anmaulen? Und fährt für das Ersatzgemeckere die RTL-Kohle mit der Schubkarre heim nach Tötensen! Aber wie auch immer, Dieter: Hut ab, denn du hast auf der Welt mit der bescheidensten Stimme den dicksten Reibach gemacht.
  • 11. 9Live Einmal wurden Tiere mit dem Anfangsbuchstaben »S« gesucht. Das war auch toll! Fünf Tiere sollten erraten werden. Die Lösungsworte waren eindrücklich mit fetten Geldscheinen überklebt, die es für die richtige Antwort zu gewinnen gab. Wie immer gab es einen leichten Begriff: Schwein – der war relativ schnell gefunden, dafür gab es für den auch nicht 2500 Euro wie für die anderen vier Begriffe,die laut Quizmaster, äh,nlich leicht zu erraten seien. Dann kam der Anruf eines 19-Jährigen mit dem Vorschlag, halten Sie sich fest: »Stirnlappenbasilisk.« Der Moderator versuchte alles, um dem Schlaubischlumpf in der Leitung den Begriff auszureden. Solche Leute kann man bei 9Live gar nicht gebrauchen. Am besten sind für 9Live die Mitbürger, die bei Tieren mit Doppelbuchstaben: »Ellefant?« raten – der »Raabe?« Aber »Stirnlappenbasilisk« wer kommt denn auf so etwas? Bei einfachen Tiernamen, die mit »S« beginnen! Showmaster Norman gab alles, um den lästigen Schlaumeier loszuwerden. Er bot ihm zunächst schwindlige 90 Euro und steigerte sich zuletzt bis auf 500 Steine! Der Anrufer beharrte auf seinem Lösungswort und gewann 2500 Euro. Das war bitter für den Sender, auch wenn der Moderator sich mit dem Gewinner zu freuen schien, dass das Studio bebte. Die drei anderen Lösungswörter, die übrigens nicht erraten wurden, waren: »Samtstirnkleiber«, »Schirmqualle«und »Saigauantilope.«
  • 12. Bauer sucht Frau Auch Milchbauer Josef und seine thailändische Bäuerin in Spe, Narumol, schienen nicht zu merken, dass sie zu unfreiwillig komischen Stars mutierten. Die Asiatin fand Josef anfangs „nok bisskän streif“. Aber mit Angeboten wie „Du mag ein Massage?“ konnte sie den bodenständigen Katholiken doch langsam für sich gewinnen. Als Liebesbeweis schenkte er ihr alsbald einen Haustürschlüssel, damit sie schon mal zum Kochen anfangen kann, wenn er gerade mal unterwegs sein sollte. Das freut vor allem die zahlreichen Zuschauerinnen – denn es gibt doch tatsächlich Männer, die noch weniger einfühlsam sind, als ihre eigenen Göttergatten.
  • 13. Was sonst noch peinlich ist
  • 14. Neulich kam ein sehr freundlicher Telekommechaniker zu mir nach Hause. Er krabbelte unter meinen Schreibtisch und organisierte die Telefonanschlussbuchse neu. Als er wieder auftauchte, hing aus seiner Nase ein unglaublich riesiger verdörrter Popel. Ich konnte daraufhin seinen Ausführungen über die Software für den Internetanschluss kaum mehr folgen, weil ich nur noch auf dieses Gerät starrte und überlegte, wie ich den netten Mann, unauffällig auf diesen entsetzlich entstellenden Makel aufmerksam machen könnte. Bei einem derart riesigen Fremdkörper konnte ich doch darauf hoffen, dass der Herr selbst diesen irgendwann registrieren würde – aber nein. Selbst mein penetrantes Zupfen an meiner eigenen Nasenspitze verleitete ihn nicht dazu, selbiges bei seiner Nase zu tun. Aber auch der Gedanke, er würde vor mir stehend den Eumel zu fassen bekommen, war mir für ihn (also den netten Mechaniker natürlich und nicht für den Popel!) unangenehm genug. Ich machte mir ernsthaft Sorgen, dass er das Ding bei mir in der Wohnung verlieren könnte und ich genau diesen Augenblick nicht beobachtete und den grünen Alien nach dessen Weggang dann vielleicht auch noch suchen müsste.
  • 15. RoyBär65 schrieb, er hätte in Heidelberg eine Touristin beobachtet, der beim Aufnehmen ihres schweren Treckingrucksackes, der hintere Teil ihres Minikleides unter das schwere Gepäckstück geraten war. Die Ahnungslose sei daraufhin, mit freier Sicht auf ihren knappen Schlüpfer, über die Alte Brücke zum Heidelberger Schloss hochmarschiert. RoyBär65 gibt zu, dem Mädchen lange gefolgt zu sein. Aber, wie all die anderen tausend Touristen, hätte er es nicht gewagt, die Ärmste auf das Missgeschick anzusprechen. Trüffelschweinchen findet Männer mit Haarausfall unästhetisch. Äußerst beklemmend fand sie die Situation, als ihr zukünftiger Schwiegervater Karl, ein gepflegter, vornehmer Mann, nach einer gemeinsamen Fahrt bei offenem Schiebedach in ihrem neuen Renault offensichtlich sein täuschend echtes Haarteil eingebüßt hatte und komplett derangiert mit mehreren weißen Klebestreifenresten auf der kahlen Platte aus ihrem Auto kletterte.
  • 16. Mir kommt es ja so vor, als wären es vornehmlich die deutschen Pauschal-Touristen, die sich im Urlaub am Frühstücksbuffet für den restlichen Tag mit Lebensmitteln eindecken. Deutsche Buffeträuber haben es vor allem auf Schrippen, Wurst und Käse abgesehen. Dabei gehen sie meistens nach dem altbewehrten Schema vor: Im stetigen Wechsel schlendert ein Familienmitglied ans Buffet zurück und holt, in augenscheinlich bescheidenen Portionen, immer wieder nach, um auf diese Weise heimlich, still und leise ganze kalte Platten vom Buffet abzuräumen. Vermeintlich unauffällig schmieren sich die feisten, sonnenverbrannten Stullenkidnapper dann, in trauter Familienrunde, ein pappiges Frühstücksbrötchen nach dem anderen, belegen es mit allem, was das Buffet hergab, und Mafiosi-Mutti muss dann in einem günstigen Moment, die in Serviette gewickelten Ciabattabrüder in die überdimensionale, bereitgestellte Badetasche gleiten lassen und später freundlich lächelnd am einheimischen Personal vorbeischmuggeln.
  • 17. Wie wird man denn bitte Promiexpertin? Gab´s da mal bei Douglas Rubbellose oder musste man vorher drei Millionen Bellinda- Feinstrumpfhosen-Treuepunkte sammeln, um an so einen Job zu kommen? Oder handelt es sich da vielleicht um ein Umschulungsprogramm des Arbeitsministeriums für Edelprostituierte oder frühere Münzkaribikangestellte? High- Society-Expertinnen so nennen sich die overstylten Plaudertaschen, die wahrscheinlich schon als Jugendliche nichts anderes zu tun wussten, als vor Luxushotels rumzulungern, um einmal Michael Jackson aus der Ferne zu sehen und dann jedem reinzudrücken, sie hätten gestern zufällig Jacko kennengelernt. Möchtegerngroupies, die auf Rockkonzerten Transparente hochhielten, mit: „Rod, ich will ein Kind von dir!“, um hoffentlich einmal, für den unvergessenen Augenblick zweier jämmerlicher Sekunden, von einer echten Fernsehkamera wahrgenommen zu werden. Mädchen, die in jungen Jahren in ihrem Dreihundertseelendorf in der Oberpfalz einen Lothar-Matthäus-Fanclub gründeten und jeden Abend vorm Spiegel in ihre Haarbürste Tina-Turner-Lieder sangen.
  • 20. Erhältlich im Buchhandel und auf http://www.rivaverlag.de/shop/article/2508-das- fremdschaem-buch/