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STRATEGIE & PRAXIS | Buchhaltung Buchhaltung | STRATEGIE & PRAXIS
Mobile Belegerfassung
Spesenabrechnung 2.0:
nie wieder Belege kleben
Die Spesenabrechnung gehört zu den ungeliebtesten Pflichten im Büroalltag. Randstad
Schweiz hat zumindest den überflüssigen Papierkram abgeschafft. Von Frank Geisler
t äs Mittagessen mit dem Kunden, die Ubernachtung zwi-
sehen, zwei externen Servicetagen, die Zugfahrt zu einem
Branchenevent - trotz aller Digitalisierung begleiten uns Res-
taurantquittungen, Parktickets, Bahnbülette, Hotelrechnun-
gen und andere Spesenbelege weiterhin in Papierform. Mitt-
lerweile werden Spesen zwar übücherweise in einem Excel-
Sheet oder einem Webfonnular erfasst, damit ist allerdings nur
ein Teil des Problems gelöst. Denn die Originalbelege müssen
aufbewahrt werden, so verlangt es die Eidgenössische Steuer-
Verwaltung (ESTV). Die Spesenerfassung bleibt damit arbeits-
intensiv und fehleranfällig. Zu arbeitsintensiv und zu fehler-
anfällig, fand die Schweizer Niederlassung von Randstad. Der
Personalvermittler beschäftigt hier über 200 Mitarbeitende in
rund 50 Filialen. Ein Grossteü ist viel unterwegs, bei Kunden
oder potenziellen Kandidaten. Da kommt schnell eine 'erheb-
liche Menge an Belegen zusammen. Angesichts des geplanten
3Z
Ausbaus in der Schweiz wurde eine effizientere Lösung not-
wendig. Gesucht wurde ein System, das die Spesenabwick-
lung vereinfacht, die Durchlaufzeiten verkürzt und von den
Benutzern sofort akzeptiert wird - Stichwort «Usability».
Maximale Automatisierung
Das Unternehmen hatte eine klare Vorstellung davon, was
eine taugliche Anwendung für das Spesenmanagement, neu-
deutsch Business Expenses Management (BEM), zu leisten
hat. Ganz oben auf der Anforderungsliste stand die mobile
Erfassung sämtlicher Spesen. Nicht minder wichtig: die ein-
fache Zuordnung der unterschiedlichen Mehrwertsteuer-
sätze, ein elektronischer Genehmigungs-Workflow, der das in-
terne Spesenreglement berücksichtigt, und die automatische
Verbuchung. Für sämtliche Prozesse war eine durchgängige
Transparenz (Logging) gefordert. Dass höchstens ein mini-
n/2016 Computerworld
maler Administrationsaufwand an.fallen darf und absolute
Konformität mit dem Internen Kontrollsystem (IKS) sicher-
gestellt ist, versteht sich fast schon von selbst.
Die Projektverantwortlichen fanden die Lösung in einem
Modul der Business Process Suite (BPS) von ERPsourcing.
Randstad hatte bereits den Kreditorenablauf mit dem ePos-
ting-Modul der BPS digitalisiert und damit gute Erfahrungen
gemacht. Das BEM-Modul liess sich entsprechend schnell
und einfach ins vorhandene ERP-System integrieren. Wesent-
liche Voraussetzung dafür ist die Framework-Architektur
der Lösung. Wie in einem Baukasten stehen vorgefertigte
Anwendungskomponenten bereit, die von den verschiedenen
Anwendungsmodulen genutzt werden können. Die Frame-
work-Technologie bietet eine Reihe von Vorteilen: Die Soft-
ware-Qualität nünmt zu, weil die einzelnen Komponenten
bereits mehrfach erprobt sind und auf bewährten Architek-
turen oder Designs basieren. Software-Entwicklung und -Im-
plemenüerung gehen schneller, da die entscheidenden Ob-
jekte, Beziehungen und Schnittstellen im Framework vor-
gehalten werden. Ebenso wichtig: Die Kosten der Software-
Wartung lassen sich um ein Mehrfaches senken.
Per Framework schnell umgesetzt
Bei Randstad wurde das BEM-Modul dank vorkonfigurierter
Frameworks mit geringem Aufwand in die bestehende Um-
gebung eingebunden. Für die Mitarbeitenden bedeutet die
neue Spesenabwicklung eine deutliche Erleichterung: Sie fo-
tografieren mit dem Smartphone direkt nach dem Busmess-
Das Projekt
Aufgabe: komplexe Abläufe optimieren, Aufwände reduzieren,
Mitarbeiterzufriedenheit steigern
Projektdauer: unter l Monat
Erreichte Ziele: merkliche Entlastung von Administration und
Verarbeitung, Fehlerpotenzial ausgemerzt, hohe User-Akzeptanz
Einsparungen: mindestens 10% einer Vollzeitstelle
Verwendete Software: Business Process Suite (BPS) mit dem
BPS Framework und dem Business-Expense-Modul (BEM)
Lunch den Bewü-tungsbeleg, bestätigen den Betrag und wäh-
len die Spesenart aus. In regelmässigen ZeitintervaUen ge-
ben die Mitarbeiter mit einem einzigen Knopfdruck ihre
Spesenabrechnung in den Genehmigungslauf. Vorgesetzte
bekommen die Abrechnung zeitnah auf dem PC oder dem
Smartphone angezeigt und können sie akzeptieren oder zur
«Der administrative Aufwand
hat sich massiv reduziert - nicht
nur in der Buchhaltung»
OlivierRuppen
Randstad Schweiz
Korrektur zurückweisen. Alles ohne ein einziges Stück Papier
in die Hand nehmen zu müssen. Der bereits deutlich schnel-
lere Ablauf bekommt einen weiteren Beschleunigungskick in
der Kreditorenbuchhaltung, wo die Spesenabrechnung nach
der Genehmigung durch den Vorgesetzten unverzüglich ge-
prüft wü-d. Ist alles korrekt und entspricht dem Spesenregle-
ment, werden die Spesen zur Verbuchung im ERP-System frei-
gegeben, während alle Details, einschliesslich der fotografier-
ten Originalbelege, digital jederzeit zur Verfügung stehen.
Übrigens: Auch bei der ESTV ist die Abläge der digitalisierten
Belege in einem revisionssicheren Archiv akzeptiert.
Fazit: weniger Aufwand
Bei Randstad hat sich der admüüstrative Aufwand «massiv
reduziert», sagt Olivier Ruppen, Leiter Kreditoren bei Rand-
stad Schweiz, «nicht nur in der Buchhaltung, auch bei den
Mitarbeitenden in den über 50 Niederlassungen». Vor allem
die mobilen Erfassungsmöglichkeiten hätten sich als hoch
effizient erwiesen. Die spürbare Enüastung der Mitarbeiten-
den, die unter anderem der selbsterklärenden Bedienung
zu verdanken ist, war dabei ein wesentlicher Faktor für die
hohe Akzeptanz und damit letztlich für den Projekterfolg. •
Frank Geister
ist CEO der ERPsourcing AG: www.erpsourcing.ch
Ihr Business ist uns näher als Sie denken.
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Wir unterstützen unsere Kunden im Datenmanagement, speziell bei der Verarbeitung, dem Reporting, der
Analyse, der Speicherung und dem Warehousing - auch unstrukturierter Daten. Wir erschliessen das loT.
Wir haben Expertise in NLP, Predictive Analytics (z. B. zur Kundensegmentierung, Betrugsbekämpfung und
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verwerten wir Daten zur intelligenten Kundeninteraktion.
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Fazit: weniger Aufwand Bei Randstad hat sich der admüüstrative Aufwand «massiv reduziert», sagt Olivier Ruppen, Leiter Kreditoren bei Rand- stad Schweiz, «nicht nur in der Buchhaltung, auch bei den Mitarbeitenden in den über 50 Niederlassungen». Vor allem die mobilen Erfassungsmöglichkeiten hätten sich als hoch effizient erwiesen. Die spürbare Enüastung der Mitarbeiten- den, die unter anderem der selbsterklärenden Bedienung zu verdanken ist, war dabei ein wesentlicher Faktor für die hohe Akzeptanz und damit letztlich für den Projekterfolg. • Frank Geister ist CEO der ERPsourcing AG: www.erpsourcing.ch Ihr Business ist uns näher als Sie denken. ELCA Business Line „Business Intelligence & Big Data" Wir unterstützen unsere Kunden im Datenmanagement, speziell bei der Verarbeitung, dem Reporting, der Analyse, der Speicherung und dem Warehousing - auch unstrukturierter Daten. Wir erschliessen das loT. Wir haben Expertise in NLP, Predictive Analytics (z. B. zur Kundensegmentierung, Betrugsbekämpfung und zum Risikomanagement) und Cloud-Architekturen für skalierbare Rechen- und Speicherkapazität. Ausserdem verwerten wir Daten zur intelligenten Kundeninteraktion. www.elca.ch IELCA A/€ -n^'äü 1,1 Wffrk.