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Herausforderung einer zukunftsgerechten
Arbeitswelt

André Große-Jäger
Bundesministerium für Arbeit und Soziales

5. Gesundheitsgipfel 2012; DGB BildungswerkAugust
Positiver wirtschaftlicher Ausblick
Trotz Wachstumseinbruch in 2009,
nur geringer Anstieg der Arbeitslosigkeit.
                                                                         Deutschland


                                         112                                                                         5,5
                                                                        Reales BIP
                                         110                           (linke Skala)
                                                                                                                     5
                                         108
                                                                                                                     4,5
                    Index (2005Q1=100)




                                         106                                          Arbeitslose




                                                                                                                           in Millionen
                                                                                   (saisonbereinigt,
                                         104                                                                         4

2010 zurück auf
                                                                                     rechte Skala)

                                         102                                                                         3,5


Wachstumspfad                            100

                                         98
                                                                                                                     3


                                                                                                                     2,5
                                         96

                                         94                                                                          2
                                               Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2

                                                  2005        2006         2007             2008       2009   2010
Fachkräfte, Fachkräfte,
Fachkräfte…
 Aus vorherigen Krisen gelernt: Es gibt nichts
  wichtigeres als gut ausgebildete Fachkräfte
 Es ist teurer, neue Arbeitskräfte zu finden als die
  bisherigen zu halten und an das Unternehmen
  zu binden.
 „Bündnis der Vernunft“ zwischen
  Sozialpartnern und Politik
                                                        3
Wertschätzung und Wertschöpfung

 Exemplarisch sichtbar:
  Wertschätzung der Beschäftigten
  wichtig für die Wertschöpfung
  eines Unternehmens.

 Es lohnt sich,
  in Zukunft hier noch besser
  zu werden.
                                    4
Unaufhaltsam?
                                                                        Der Wandel in der
                                                                        Arbeitswelt
Die Arbeitskräfte der Zukunft: Viel weniger Junge, mehr Ältere



                           Bevölkerung im Alter von 20-64 Jahren
                                                                               Anstieg
                                                                               Ältere:
                             Rückgang                                          +1,6 Mio.
                             Mittlere:
                             -5,5 Mio.



               Rückgang
               Junge:
               -2,4 Mio.




                                           Alter 20-64 zusammen: über
                                           6 Mio. weniger




                                                                                            5
Umkehrung des Arbeitsmarkt
Nachfrage und Angebot drehen sich um.




                                    Nicht Arbeitslose
                                     suchen Jobs,
                                        sondern
                                     Unternehmen
                                   suchen Fachkräfte.
                                                        6
Älter, weniger und bunter…

Deshalb besonderes Augenmerk auf:

   Ältere
   Jüngere
   Migranten
   Frauen
                                    7
Alleinerziehende
 Sie sind längst keine Randerscheinung mehr.
 Sie sind jedoch jünger und besser qualifiziert
  als der Durchschnitt der Langzeitarbeitslosen.
 Trotzdem sind 40% langzeitarbeitslos, weil
  Betreuungsangebote oder geeignete
  Arbeitsplätze fehlen.
 Jede 5. Frau mit Kind unter 3 Jahren, muss de
  jure nicht arbeiten, will es aber.
 Denn Arbeiten ist mehr als Broterwerb.
                                                   8
Ältere
 Wir brauchen die Fachleute
  länger im Betrieb. Frühere
  Politik der Frühverrentung
  war falsch.
 Ältere stehen für Qualität,
  Wissen und Erfahrung.
 Gute Nachricht: Sie sind so fit wie nie zuvor.
 Lebenslanges Lernen geht, das zeigen auch
  die neuesten Erkenntnisse der Hirnforschung.
                                                   9
Junge Menschen

 Ausbildungsmarkt entspannt wie nie.
  Auch Anzeichen für demografischen Wandel.

 Es fehlt uns einfach der Nachwuchs.

 Eins ist klar: Wir brauchen jedes Talent.
  Wir können auf niemanden verzichten.

                                              10
Junge Menschen (2)
Trotzdem…
 haben wir 250.000 arbeitslose Jugendliche, die
  von staatlicher Unterstützung leben.

 passen 250.000 mal Mensch, Job, Angebot und
  Nachfrage nicht zusammen.

 sagen wir 250.000 mal am Anfang des
  Berufslebens: Du wirst nicht gebraucht!
                                                   11
Jugendliche mit Migrationshintergrund

 Ausländische Schulabgänger
  beenden ihr Schullaufbahn
  doppelt so häufig ohne
  einen Abschluss.

 Das dürfen wir nicht weiter zulassen. Zukünftig
  besitzt fast jede dritte Arbeitskraft ausländische
  Wurzeln. Sie bilden die Basis für 30% unserer
  zukünftigen Fachkräfte.                              12
Du wirst gebraucht….

 das ist das Aufstiegsversprechen,
  das wir jedem geben müssen.
 das ist das Erfolgsgeheimnis
  der sozialen Marktwirtschaft

Bisher Chancen ungleich verteilt:
 Bisher entscheidet die Herkunft sehr über den
  Erfolg in Schule und Beruf.
                                                  13
Neupositionierung
Initiative Neue Qualität der Arbeit




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                                                                                 14
06.08.2012
Unternehmenswelt im Wandel:
Gemeinsame Lösungen entwickeln



                                                     demografischer
                                                        Wandel


                   globaler
                  Wettbewerb
                                                                                       rasanter
                                                                                   Strukturwandel




                  Diese Herausforderungen stellen in ihrer Bündelung ein
       neues übergreifendes Themenfeld dar. Unternehmen, Staat und Sozialpartner
                          können es nur gemeinsam angehen.




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                                                                                                    15
  06.08.2012
Paradigmenwechsel:
Von der Arbeitgeber- zur Arbeitnehmerorientierung

       Traditioneller Arbeitsmarkt = arbeitgeberorientiert


                                                 Lohn und Sozialversicherungen
                 Arbeitgeber                                                                  Arbeitnehmer
                                                          Arbeitsleistung

                                                                                        Vereinbarung in
                      Betriebsvereinbarungen
                                                                                         Tarifverträgen




                                                                                            Finanzielle
                       Betriebsrente                                                        Beteiligung

                          Arbeitszeitkonto in                                          Soziale
                           diversen Formen                                          Komponenten
                                        Firmenaus-
                                                                    Bezahlung Kinder-
                                       landseinsatz
                                                                    betreuungskosten



                                                                     Neuer Arbeitsmarkt = arbeitnehmerorientiert

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                                                                                                                   16
  06.08.2012
Hand in Hand:
Starke Partner sind gefragt




...sorgt für einen verlässlichen Ordnungsrahmen und Mindeststandards.

Darüber hinaus
Der Staat/das BMAS...
...übernimmt eine koordinierende Funktion zwischen Sozialpartnern,
Unternehmen, SV-Trägern und Beschäftigten.
...gibt fachliche Impulse für die zukünftige Gestaltung der Arbeitswelt,
startet Initiativen und zeigt Perspektiven auf.
...fördert den Austausch in Netzwerken, sorgt für Wissenszuwachs und stellt
Know-how-Transfer sicher.


Die Steuerungs- und Gestaltungswirkung des Staates/des BMAS ist jenseits des
gesetzlichen Ordnungsrahmens begrenzt.
Erfolge können nur gemeinsam mit Partnern auf betrieblicher Ebene erzielt werden!


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                                                                                     17
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Mit gutem Beispiel voran:
Netzwerke der Initiative setzen Akzente




Mit ihren Netzwerken
setzt INQA auf
konkrete Aktivitäten.


 Damit erreicht die Initiative Neue Qualität der Arbeit schon jetzt 3.000
  Unternehmen mit mehr als drei Millionen Beschäftigten.
 Gibt die Initiative Hilfe bei der Problemanalyse, z.B. mit dem Instrument
  inqa-unternehmenscheck.de
 Unterstützt die Initiative die Problembeseitigung, z.B. mit ausgebildeten
  Beratern, Best-Practice-Beispielen, Leitfäden etc.



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Mehr Transparenz:
Der Steuerkreis als neues Entscheidungsgremium


Zentrales Entscheidungsgremium der Initiative ist der Steuerkreis.




  Er bestimmt die Schwerpunkte der Arbeit und entscheidet zum Beispiel, welche Projekte die
   Initiative fördert.
  Um die Überparteilichkeit der Initiative Neue Qualität der Arbeit zu gewährleisten, setzt sich der
   Steuerkreis paritätisch aus Vertretern der Wirtschaft und der Gewerkschaften
   zusammen.
  Auch das BMAS und die Arbeits- und Sozialministerkonferenz sind in ihm vertreten.


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   06.08.2012
Im Einklang mit politischen Handlungszielen:
Die Initiative positioniert sich neu




   Beschäftigungspotenziale im Unternehmen sichern.

Zentrale Ziele der Aktivitäten unter diesem Dach sind:
 Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten erhalten und
    ihre Beschäftigungsfähigkeit erhöhen.

   Sich um faire und verlässliche Arbeitsbedingungen
    kümmern.




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    06.08.2012
Im Fokus: Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit
stärken




 Arbeitsfähigkeit (ABI)
                            50                                                               Nachhaltige
                    Förderung der Arbeitsfähigkeit
              sehr gut
                                                                                         Personalpolitik wirkt!
                                                                                              Individuelle
                                                                                         Gesundheitsförderung,
                       45
              gut                                                                      ergonomische Maßnahmen,
                                                                                     verbessertes Führungsverhalten
                            40
               mäßig
                                                                                             Nur individuelle
                            35
                                                                                           Gesundheitsförderung
                            30
               schlecht                                                                     Keine Maßnahmen
                            25

                            20                                                                   Quelle: Prinzipdarstellung nach
                              40                       50                     60                 Prof. Dr. Juhani Ilmarinen/Prof.
                                                                                Alter (Jahre)          Dr. Gottfried Richenhagen



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                                                                                                                              21
  06.08.2012
Die inhaltliche Klammer:
Vier strategische Themenfelder




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                                                                                   22
  06.08.2012
Vier Themenbotschafter: Für fachliche Expertise
und Blick aus der Praxis im Steuerkreis

Als Mitglieder des Steuerkreises repräsentieren die Themenbotschafter/innen eines der
strategischen Themenfelder der Initiative – auch in der Öffentlichkeit.




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                                                                                        23
    06.08.2012
Konkret und verlässlich:
Angebote für Unternehmen der Zukunft

Die Angebote der Initiative Neue Qualität der Arbeit sind am Bedarf der
Unternehmen ausgerichtet. Sie sind:




                      niedrigschwellig                                               freiwillig




                      betriebsbezogen                                qualitativ hochwertig




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                                                                                                  24
    06.08.2012
Angebote der Initiative zur Analyse & Beratung
für Unternehmen




   Neustart des Online-
  Selbstcheck/Beratung
         Angebot                                    Entwicklung eines
                                                        Coaching                    Benchmark
                                                                                    Benchmark
 „Check Guter Mittelstand“                             freiwilligen                     der
           als




        INQA-                                                 Audit
     (inkl. Beratungsangebot;                                                         besten
  Unternehmenscheck
   300 Berater schon vorhanden)                          Arbeitgeber
                                                                                    Arbeitgeber
   Guter Mittelstand                                     der Zukunft



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                                                                                                  25
   06.08.2012
Die Initiative flankierend: Das ESF-Programm
unternehmensWert: Mensch

           Das ESF-Programm richtet sich an...




                                   Kleine und mittlere Unternehmen
                         Beschäftigte                       Unternehmensführung
                                                  (bis zu 250 Beschäftigte)
               fördert
                                              die Inanspruchnahme von              Beratungsscheck

                                     Informations- und Beratungsleistungen
                                                   (Fachberatung)
                                         mit Hilfe eines Beratungsschecks



              mit dem Ziel
                            KMU bei der Entwicklung und Umsetzung
              einer demografieaktiven und lebensphasenorientierten Personalpolitik
                             und Arbeitsorganisation zu unterstützen.


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                                                                                                     26
  06.08.2012
Mit dem ESF-Programm Angebote der
Initiative Neue Qualität der Arbeit nutzen


                                                                Angebote der Initiative Neue Qualität der Arbeit

                                                                      INQA-
               Beratungs-                Beratungs-                                          Audit         Benchmark
                                                               Unternehmensscheck
               angebot A                 angebot B                                      „Arbeitgeber der   der besten
                                                                Guter Mittelstand
                                                                                            Zukunft“       Arbeitgeber




                                                              z.B. Strategie-Beratung
                                                              durch einen Berater der
                                                               Offensive Mittelstand




            Beratungsscheck

     über 1 bis max. 15 Beratertage förderfähig

     maximal 800€ pro Beratertag




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                                                                                                                         27
  06.08.2012
Unaufhaltsam?
                        Der Wandel in der
                        Arbeitswelt




Psychische Gesundheit




                                            28
Psychische Gesundheit
                                                                                                                            und Arbeitswelt

Ein ungebrochener Trend: Psychische Erkrankungen

  Zuwachs der Fehlzeiten aufgrund seelischer
  Erkrankungen um mehr als 80 Prozent
  seit 1994.*


        Inzwischen gehen rund 12
                           Prozent aller
        krankheitsbedingten Ausfallstage**
        auf psychische Erkrankungen zurück.



                        Prognose:
                        Experten schätzen, dass in 2030
                                                      psychische
                        Erkrankungen die häufigste Ursache für
                        krankheits-bedingten und langfristigen
                        Arbeitsausfall, die entsprechenden Folgekosten sowie
                        Frühverrentung sein werden.


                            * Quelle: Institut der AOK / ** Quelle: Studie der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK), 2010

                                                                                                                                                    29
Psychische Gesundheit
                                                                            und Arbeitswelt

Psychische Krankheiten und betriebswirtschaftliche Folgen

 Psychische Erkrankungen und Arbeitsunfähigkeit: AU-Tage


                                                           Legende:
                                                           Angegeben sind
                                                           prozentuale Anteile an
                                                           allen Fehltagen oder
                                                           Krankschreibungsfällen
                                                           pro Versicherten

                                                                      Quelle: BPtK, 2011




  Psychische Gesundheit ist nicht nur grundlegend für die Lebensqualität jedes
  einzelnen Menschen, sondern trägt auch dazu bei, die Innovationskraft und
  Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen zu erhalten.




                                                                                                    30
Der Mensch im
                                                                                    Mittelpunkt

Ein Blick in die INQA-Produktpalette (1/2): Handlungshilfen

 Handlungshilfen: Kein Stress mit dem Stress   Weitere Praxisinstrumente, die im
                                               Rahmen des psyGA-transfer Projektes
                                               entwickelt wurden, sind
                                               Praxisbroschüren zur psychischen
                                               Gesundheit in der Arbeitswelt:

                                                 •   Eine Handlungshilfe für
                                                     Beschäftigte
                                                 •   Eine Handlungshilfe
                                                     Führungskräfte
                                                 •   Qualitätskriterien für das BGM im
                                                     Bereich der psychischen
                                                     Gesundheit
                                                 •   Selbsteinschätzung für das BGM
                                                     im Bereich der psychischen
                                                     Gesundheit
                                                 •   in Erarbeitung: Praxishilfen zu
                                                     konkreten betrieblichen
                                                     Maßnahmen
                                                 •   in Erarbeitung: Praxishilfe für
                                                     Betriebsräte
                                                 •   in Erarbeitung: E-Learning Tool
                                                     für Führungskräfte
                 www.psyga-transfer.de

                                                                                                  31
Fazit



  • Die mitarbeiterorientierte Personalpolitik wird zur zentralen Basis der
    Gestaltung des demografie- und strukturbedingten Wandel der Arbeitswelt


  • Eine gute Unternehmenskultur ist Voraussetzung für einen langfristigen
    wirtschaftlichen Erfolg und die Innovationskraft der Unternehmen


                   Der Mensch rückt in den Mittelpunkt!


  • Unternehmen lernen mit- und voneinander und bringen sich bei Initiative
    Neue Qualität der Arbeit ein. KMU greifen Ideen großer Unternehmen auf.


  • INQA ist ein praktikables Netzwerk, das Unternehmen
    niedrigschwellige, fundierte und von Unternehmen erprobte Ansätze
    bietet.
                                                                              32
Vordenker: Unternehmen, die sich auf den Weg gemacht haben




 Unaufhaltsam?
 Der Wandel in der
                                                       Leitfragen
 Arbeitswelt

                                                         Welche betrieblichen Beispiele gibt es?
                            Psychische Gesundheit

                                                         Was zeichnet sie aus?
                            und Arbeitswelt




           Der Mensch im
              Mittelpunkt




                                     Unter der Lupe:
                                Unternehmenspraxis




                                                                                                    33
Wie Gesundheitsmanagement in Betrieben konkret gelingen kann:                                           Unter der Lupe:
                                                                                                   Unternehmenspraxis

Demografie

                 Durch Erhaltung und Förderung der Arbeitsfähigkeit begegnet die
                 Volkswagen AG in Emden dem demografischen Wandel:


                  Arbeitsgestaltung: Die ergonomische Gestaltung der Arbeit steht im
 Volkswagen AG    Vordergrund. Es erfolgt eine Bewertung aller Arbeitsplätze in der Fertigung
 (Werk Emden)
                  nach dem Ampelsystem. Ein gelungenes Beispiel ist im Werk Emden der
                  Liege-Schwenksitz, der zu einer wesentlichen Verbesserung der Ergonomie
                  und Erleichterung des Arbeitsprozesses beiträgt.

                  Arbeitszeitgestaltung: Es werden Optionen für eine flexible und differenzierte
                  Lebensarbeitszeit angeboten.

                  Gesundheitsmanagement: Das Gesundheitsmanagement umfasst z.B. das
                  betriebliche Eingliederungsmanagement, die Vorsorgeuntersuchung
                  „Volkswagen-Checkup“, die arbeitsplatzabgestimmte Rehabilitation und eine
                  Kampagne zur gesunden Ernährung.

                  Personal- und Teamentwicklung: Qualifizierung für Führungskräfte und
                  Meister bezüglich der relevanten Demografie-Themen.

                  Unternehmenskultur: In Gesundheitszirkeln werden die arbeitsbedingten
                  Ursachen für gesundheitliche Belastungen gemeinsam mit MitarbeiterInnen
                  identifiziert. Im Reha-Zentrum Volkswagen erfolgt ein Training unter Anleitung
                  zur Förderung der eigenen Gesundheit mit dem Schwerpunkt Selbst-
                  verantwortung.




                                                                                                                          34
Wie Gesundheitsmanagement in Betrieben konkret gelingen kann:                                       Unter der Lupe:
                                                                                               Unternehmenspraxis

Gesundheit

                  Die Unternehmensstrategie der Berliner Stadtreinigung (BSR) stellt die
                  Gesundheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, besonders in
                  schwierigen Arbeitssituationen, in den Vordergrund


                   Die BSR investierte in neue Niederflurfahrzeuge, wodurch der Ausstieg
 Berliner          einfacher geworden ist. Das schont die Gelenke und senkt den
 Stadtreinigung
                   Krankenstand.

                   •     .
                       Bei Fußproblemen erhalten die MitarbeiterInnen nach einer
                       computergestützten Fußvermessung speziell angepasstes
                       orthopädisches Schuhwerk.

                   •   Die Berliner Straßenreiniger sind heute mit leichten Aluminium-Karren
                       unterwegs, die sich leicht aus den Kehrichtsammelfahrzeugen aus- und
                       einladen lassen und sich leichter schieben lassen.

                   Ausgewählte MitarbeiterInnen nehmen an einer intensiven betriebsinternen
                   Weiterbildung zu ehrenamtlichen betrieblichen Gesundheitslotsen teil.

                   •   Sie unterstützen ihrer Kolleginnen und Kollegen bei Themen
                       gesundheitsfördernder Arbeitsorganisation.

                   •   Informieren über Angebote des betrieblichen Gesundheitssports
                       sowie über Freizeitevents der BSR.




                                                                                                                      35
Wie Gesundheitsmanagement in Betrieben konkret gelingen kann:                                      Unter der Lupe:
                                                                                              Unternehmenspraxis

Familie

              Das Unternehmen EURAWASSER Nord GmbH stellt in seiner
              Unternehmensstrategie vor allem das Thema Vereinbarkeit von Beruf
              und Familie in den Mittelpunkt seiner Aktivitäten.


 EURAWASSER
 Nord GmbH    Die EURAWASSER Nord GmbH ist der größte Wasserversorger in
              Mecklenburg-Vorpommern und beschäftigt derzeit rund 400 Mitarbeiter.

              Besonders die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein zentrales Thema
              bei der EURAWASSER Nord GmbH. In diesem Bereich gibt es eine Vielzahl
              von Angeboten für Angestellte mit Kindern oder zu pflegenden Angehörigen:

              •   Flexible Arbeitszeiten.

              •   Hilfe bei der Gestaltung der Kinderbetreuung, sei es durch
                  organisatorische Zusammenarbeit mit den Trägern, sei es durch
                  betrieblich unterstützte oder auch betriebliche Kinderbetreuungsangebote.

              •   Hilfe bei der Gestaltung der Pflege älterer Familienmitglieder,

              •   Weiterbildungsmöglichkeiten während der Elternzeit und Teilzeit für
                  Mütter und Väter.




                                                                                                                     36
Alterung in Deutschland
   Die weibliche Lebenserwartung
    hat sich in den letzten Jahren um
    jährlich 3 Monate erhöht
   Die durchschnittliche
    Lebenserwartung der Deutschen
    steigt jedes Jahr um 40 Tage.
   Die Lebenserwartung
    Neugeborener liegt zur Zeit um 7
    Jahre höher als noch 1970
   Jedes zweite heute geborene
    Mädchen, hat eine
    Lebenserwartung von 100
    Jahren, jeder zweite Junge wird
    95 Jahre.




                                                 37
Erwerbstätigenquoten nach Altersgruppen 2009 und
ihre Veränderung in Prozentpunkten gegenüber 2000

 60-u. 65 J. 20,7%                                                                                     38,4 %




 55-u. 60 J. 63,7%                          69,9 %




 20-u. 55 J. 75,3%           78,5%




 Insgesamt    44,5%         47,2%



             0,0      2,0     4,0     6,0           8,0           10,0           12,0   14,0   16,0   18,0      20,0
                                Veränderung in Prozentpunkten 2009 gegenüber 2000
                                                                                                                       38
                                     Quelle: Statistisches Bundesamt, Mikrozensus.
Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen
Beschäftigung nach Alter in ausgewählten Jahren
                                                                                                                                    Veränderung
                              2005                  2006                     2007                     2008                 2009      2005/2009
                                                                                                                                        in %
SV-Beschäftigte (Tsd.)       26.178               26.354                   26.855                   27.458                 27.380        4,6
20 - u. 55 J.                22.428               22.476                   22.741                   23.103                 22.854       1,9
55 - u. 60 J.                 2.021                2.198                    2.361                    2.517                  2.605      28,9
60 - u. 65 J.                  778                  737                      799                      875                    995       28,0
55 - u. 65 J.                 2.799                2.935                    3.160                    3.392                  3.600      28,6
Anteil der SV-Beschäftigten an Erwerbstätigen der jeweiligen Altersgruppe (in %)                                                     %-Punkte
20 - u. 55 J.                 73,9                  72,8                      72,8                     73,3                 73,1       -0,8
55 - u. 60 J.                 66,5                  66,4                      67,0                     67,9                 68,5        2,0
60 - u. 65 J.                 55,5                  54,9                      54,9                     57,3                 59,2        3,7
55 - u. 65 J.                 63,0                  63,1                      63,5                     64,8                 65,6        2,6
Anteil der SV-Beschäftigten an Bevölkerung der jeweiligen Altersgruppe in % (Beschäftigungsquote)
55 - u. 60 J.                 41,5                  42,8                      44,6                     46,6                 48,3        6,8
60 - u. 65 J.                 16,6                  17,1                      18,7                     20,6                 23,4        6,8
55 - u. 65 J.                 29,3                  31,0                      33,0                     35,2                 37,3        8,0
                                                                                                                                                  39
                                Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit; Statistisches Bundesamt, Mikrozensus[1].
Zuwanderung ist kein Allheilmittel…




                                      40
So fit wie nie zuvor…
            Männer                                                                            Frauen

70                                                        70
%                                                          %
65                                                        65


60                                                        60


55                                                        55

50                                                        50

45                                                        45

40                                                        40
     1998     2003                    2009                                1998                     2003   2009

                      50-54                 55-59                  60-64                65-70


                Quelle: RKI Sonderauswertung. auf Basis von im BGS 1998, GsTel2003 und GEDA 2009                 41
Fakt ist ....


 Der Sozialaufwand einer Epoche muss immer aus dem
  Volkseinkommen dieser Epoche gedeckt werden. Ein
  Ansparen einer Kapitaldeckung in volkswirtschaftlicher
  Größenordnung ist damit nicht möglich.

 Wertschöpfung entsteht durch Arbeit.

 Wer Wachstum will braucht den Menschen.



                                                           42
Bildnachweis: sustainable-human-solutions.de


     Der Arbeitsmarkt dreht sich….




43                                                                           43
Wanderungssalden 1991-2011

     800.000               782.071




     700.000


                 602.523
     600.000



     500.000
                                     462.096


                                                         397.935
     400.000

                                               314.998
     300.000                                                       282.197
                                                                                                                   272.723                                                                                   279.000


                                                                                                                             219.288
                                                                                               201.975
     200.000                                                                                             167.120
                                                                                                                                       142.645
                                                                                                                                                                                                   127.677
                                                                             93.664
     100.000                                                                                                                                     82.542 78.953
                                                                                      47.098                                                                              43.912
                                                                                                                                                                 22.792

             0
                                                                                                                                                                                         -12.782

                                                                                                                                                                                   -55.743
     -100.000

                 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011

     Quelle: Statistisches Bundesamt

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                                                                                                                                                                                                                       44
  06.08.2012
Im Detail: Anknüpfungspunkte für Unternehmen


                        INQA-Unternehmenscheck Guter Mittelstand
                         Die Herausforderungen von KMU kennen und Lösungen entwickeln.
                         Einen praktischen Beitrag zum Bewusstseinswandel in KMU leisten.


                        Audit „Arbeitgeber der Zukunft“
Arbeitgeber
der Zukunft              Vertrauen in gute Arbeitgeber unterstützen und Vorbilder etablieren.
                         Wettbewerbsfähigkeit bei der Suche nach Fachkräften stärken.


                        Benchmark/Wettbewerb „Unternehmenskultur im Inneren“
 Bester                  Unternehmen auszeichnen, die die Eigenschaften eines „Unternehmens
 Arbeitgeber              der Zukunft“ im Sinne der tragenden INQA-Themensäulen erfüllen.
                         Wird durch Mitarbeiterbefragung und Maßnahmenanalyse bewertet.


                        Exzellenzbeispiele aus der Online-Datenbank
                         Konkrete Beispiele aus der Unternehmenspraxis unterfüttern die Theorie.
                         Ein Fundus an guten Beispielen ist für verschiedene Themen nutzbar.



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                                                                                                    45
    06.08.2012
Weitere Angebote der Initiative:
Akteure vor Ort stärken

                                             Einbindung von Multiplikatoren

                 MdB-Patenmodell
                  Gewinnung von Wahlkreisabgeordneten für eine überparteiliche Initiative.
                  Botschafter in den Regionen nutzen und regionales Wissen bekommen.

                 ESF-Programm unternehmenswert Mensch
                  Praxisnahe und bedarfsorientierte Unterstützung von KMU bei der
                   Entwicklung demografiefester personalpolitischer Strategien.

                                                                               Demografietarifverträge moderieren

 •           Zusammenarbeit mit den vier großen                                •       Know-how-Vermittlung durch
             Personalerverbänden (BPM, DGFP,                                           Projektförderung wie in der
             Selbst-GmbH, HCC)                                                         Chemiebranche
               Netzwerke ausbauen

                  Projektförderung

                                                                               •       Neuaufbau eines
 •           Neue Ausschreibung 2012
                                                                                       wissenschaftlichen Beirats
                                                                                      Wissenschaftlicher Beirat
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                                                                                                                     46
     06.08.2012
Best Practice-Beispiel Personalführung:
Hilti


       „Wir haben einen klaren Leitsatz für Führungskräfte: Entwickle
                deine Mitarbeiter und erreiche deine Ziele!“

Erfolgsfaktoren
                                                     Mitarbeiterentwicklung                         Ermöglichen von
              Einbindung der
                                                      zentrale Aufgabe für                         Quereinstiegen und
                Belegschaft
                                                         Führungskräfte                           horizontalen Karrieren

                                                                                Fakten zu Hilti
                                                                                 - rund 2.000 Beschäftigte in Deutschland
                      „Nur mit einer zufriedenen
                                                                                 - Jährliche Befragung der Mitarbeiterinnen und
                      Belegschaft kann ein Unternehmen                             Mitarbeiter (mit einer Beteiligung von knapp 90% der
                      langfristig erfolgreich sein."                               Belegschaft); außerdem monatliche Veröffentlichung
                                                                                   eines „Stimmungsbarometers
                                                                                 - Die Hilti Deutschland AG erreichte für das Jahr 2011 im
                                                                                   Wettbewerb „Deutschlands Beste Arbeitgeber“ (Great
                                                                                   Place to Work Institute/ Bundesarbeitsministerium)
                       Jochen Olbert                                               Platz 16 sowie Platz 12 im Ranking „100 Best
                       Geschäftsführender Direktor                                 Workplaces in Europe“.
                       der Hilti Deutschland AG




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                                                                                                                                          47
    06.08.2012
Best Practice-Beispiel Chancengleichheit und
Diversity: Microsoft


            „Uns geht es darum, die unterschiedlichen persönlichen
            Bedürfnisse unserer MitarbeiterInnen zu berücksichtigen
           und bestmögliche Arbeitsbedingungen für sie zu schaffen!“
Erfolgsfaktoren

       Vertrauensarbeitszeit und                                                                    Unterstützung bei
                                                       Individuelles Mentoring
           Mobiles Arbeiten                                                                         Kinderbetreuung



                          „Wir sind davon überzeugt, dass
                          wir mit einem bunten Mitarbeiter-                     Fakten zu Microsoft
                          stab mehr und bessere Ideen
                                                                                 - ca. 2.700 MitarbeiterInnen in Deutschland
                          entwickeln können und kreativer
                                                                                 - Sieben der fünfzehn Mitglieder der Geschäftsführung
                          sind. Das macht uns erfolgreich.“                        von Microsoft Deutschland sind Frauen.
                                                                                 - Microsoft wurde mehrfach für seine Chancengleichheit
                                                                                   und Vielfalt ausgezeichnet, z.B. 2011 mit dem
                       Brigitte Hirl-Höfer                                         Sonderpreis des Great Place to Work Institute
                       Senior Director Human Resources und Mitglied der
                       Geschäftsleitung der Microsoft Deutschland GmbH
                                                                                   Deutschland.




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                                                                                                                                          48
    06.08.2012
Best Practice-Beispiel Wissen & Kompetenz:
domino-world


      „Nur die Unternehmen, die geeignete Mitarbeiter bekommen, können
         am Ende auch Aufträge annehmen und ihre Kunden bedienen.
                    Wer das nicht kann, ist weg vom Markt.“
Erfolgsfaktoren

         „Wissensbilanz“ macht                        Eigens entwickeltes                          Mentoring für neue
         Kompetenzen greifbar                        Weiterbildungkonzeopt                          MitarbeiterInnen


                                                                                Fakten zu domino-world
                               „Gute Mitarbeiter sind                            - 520 MitarbeiterInnen
                               anspruchsvoll: Sie erwarten                       - Regelmäßige Supervision und Fortbildung aller
                               von ihrem Chef, dass er ihnen                       Pflegekräfte durch Geschäftsführung
                               zuhört und sie unterstützt.“                      - domino-world wurde beim Wettbewerb Great Place to
                                                                                   Work 2011 zum zweiten Mal in Folge mit dem 1. Platz
                                                                                   als „Bester Arbeitgeber im Gesundheitswesen“
                                                                                   ausgezeichnet (2. Platz bei „Deutschlands Beste
                                                                                   Arbeitgeber“). Daneben erreichte das Unternehmen
                                                                                   den
                                    Lutz Karnauchow                                3. Platz beim europäischen Qualitätspreis, dem EFQM-
                                    Vorstand von domino-world                      Excellence-Award.



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                                                                                                                                          49
    06.08.2012
Best Practice-Beispiel Gesundheit:
Wurst Stahlbau GmbH


       „Jeder Euro, den wir in das Gesundheitsmanagement investieren,
                 zahlt sich am Ende für das Unternehmen aus.
         Die Fehlzeiten sind gesunken, die Produktivität ist gestiegen.“
Erfolgsfaktoren
          Aktive Förderung von                             Individuelle                              Weiterbildungs-
             Kommunikation                              Gesundheitsförder-                         management für alle
              & Information                                maßnahmen                                MitarbeiterInnen



                                                                                Fakten zu Wurst Stahlbau GmbH
                        „Der Schlüssel zum Erfolg
                                                                                 - 185 MitarbeiterInnen
                        ist ein ganzheitliches
                                                                                 - Das umfangreiche betriebliche Gesundheits-
                        Gesundheitsmanagement.“                                    management, das der Stahlbau-Betrieb im Jahr 2005
                                                                                   eingeführt hat, wurde mit Unterstützung des AOK-
                                                                                   Instituts für Gesundheitsconsulting erarbeitet. Das
                                                                                   Institut organisiert auch das Netzwerk „KMU-
                                                                                   Kompetenz“, das von der Initiative Neue Qualität der
                        Thomas Wurst                                               Arbeit gefördert wird.
                        Geschäftsführer der Wurst Stahlbau GmbH




    Fußzeile einfügen über "Einfügen" > Kopf- und Fußzeile > „Für alle übernehmen“
                                                                                                                                          50
    06.08.2012
Unbürokratisch:
Der Weg zum Beratungsscheck


      Erstberatung                        Voraussetzung für den Beratungsscheck ist die
                                          Erstberatung des Unternehmens in einer der bis zu

                                          32       regionale Beratungsstellen
                                                   (erhalten eine Beratungspauschale sowie eine
                                                   Grundförderung)

                                         in den
                                          16      Modellregionen




     positive Stellungnahme
                     +                                                                  Fachberatung
           Handlungsplan



  Fußzeile einfügen über "Einfügen" > Kopf- und Fußzeile > „Für alle übernehmen“
                                                                                                       51
  06.08.2012
Psychische Gesundheit
                                                                                und Arbeitswelt

Zukunftsaufgabe: Wohlbefinden & Leistungsfähigkeit stärken


Ältere seltener krank als Jüngere, dafür aber länger   Psychische Erkrankungen verursachen längste
                                                                                      Ausfallzeiten




 Wie akut der Handlungsbedarf ist, zeigen die Zahlen: Rund 32 Prozent der Deutschen
 leiden häufig oder sogar ständig unter Stress, rund ein Drittel der Beschäftigten in
 Deutschland sind der Ansicht, dass sie ihre Arbeit unter den derzeitigen Anforderungen
 wohl nicht bis hin zum Rentenalter ausüben können.


                                                                                                        52
Der Mensch im
                                                                                                    Mittelpunkt

Ein Blick in die INQA-Produktpalette (2/2): Hörbuch

 Hörbuch: Stress, psychische Belastung, Burnout - Handeln, bevor der Job krank macht


                                             Im Rahmen des psyGA*-transfer Projektes
                                             hat die Bertelsmann-Stiftung ein Hörbuch zu
                                             psychischen Belastungen am Arbeitsplatz
                                             produziert.

                                             •    Zentrale Fragen sind: Wird die Zukunft
                                                  noch schneller, noch belastender? Welche
                                                  Kompetenzen brauchen Arbeitnehmer, um
                                                  in der Arbeitswelt gesund zu bleiben? Wie
                                                  können sie ihre Abwehrkräfte stärken?

                                             •    Mediziner sprechen hier über die typische
                                                  Stresserkrankung Burnout. Betroffene
                                                  schildern, wie es sich anfühlt, darunter zu
                                                  leiden. Über die ersten Anzeichen
                                                  berichten Mitarbeiter aus Unternehmen –
                                                  Mediziner kommentieren die
                                                  Schilderungen und geben Empfehlungen


                                          * psyGA steht für Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt
                                            und ist ein Projekt, das der BKK Bundesverband zusammen
                                            mit 15 Kooperationspartnern durchführt.
                                                                                                                  53

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Herausforderungen einer zukunftsgerechten Arbeitswelt – welchen Beitrag kann die Politik leisten?

  • 1. Herausforderung einer zukunftsgerechten Arbeitswelt André Große-Jäger Bundesministerium für Arbeit und Soziales 5. Gesundheitsgipfel 2012; DGB BildungswerkAugust
  • 2. Positiver wirtschaftlicher Ausblick Trotz Wachstumseinbruch in 2009, nur geringer Anstieg der Arbeitslosigkeit. Deutschland 112 5,5 Reales BIP 110 (linke Skala) 5 108 4,5 Index (2005Q1=100) 106 Arbeitslose in Millionen (saisonbereinigt, 104 4 2010 zurück auf rechte Skala) 102 3,5 Wachstumspfad 100 98 3 2,5 96 94 2 Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 2005 2006 2007 2008 2009 2010
  • 3. Fachkräfte, Fachkräfte, Fachkräfte…  Aus vorherigen Krisen gelernt: Es gibt nichts wichtigeres als gut ausgebildete Fachkräfte  Es ist teurer, neue Arbeitskräfte zu finden als die bisherigen zu halten und an das Unternehmen zu binden.  „Bündnis der Vernunft“ zwischen Sozialpartnern und Politik 3
  • 4. Wertschätzung und Wertschöpfung  Exemplarisch sichtbar: Wertschätzung der Beschäftigten wichtig für die Wertschöpfung eines Unternehmens.  Es lohnt sich, in Zukunft hier noch besser zu werden. 4
  • 5. Unaufhaltsam? Der Wandel in der Arbeitswelt Die Arbeitskräfte der Zukunft: Viel weniger Junge, mehr Ältere Bevölkerung im Alter von 20-64 Jahren Anstieg Ältere: Rückgang +1,6 Mio. Mittlere: -5,5 Mio. Rückgang Junge: -2,4 Mio. Alter 20-64 zusammen: über 6 Mio. weniger 5
  • 6. Umkehrung des Arbeitsmarkt Nachfrage und Angebot drehen sich um. Nicht Arbeitslose suchen Jobs, sondern Unternehmen suchen Fachkräfte. 6
  • 7. Älter, weniger und bunter… Deshalb besonderes Augenmerk auf:  Ältere  Jüngere  Migranten  Frauen 7
  • 8. Alleinerziehende  Sie sind längst keine Randerscheinung mehr.  Sie sind jedoch jünger und besser qualifiziert als der Durchschnitt der Langzeitarbeitslosen.  Trotzdem sind 40% langzeitarbeitslos, weil Betreuungsangebote oder geeignete Arbeitsplätze fehlen.  Jede 5. Frau mit Kind unter 3 Jahren, muss de jure nicht arbeiten, will es aber.  Denn Arbeiten ist mehr als Broterwerb. 8
  • 9. Ältere  Wir brauchen die Fachleute länger im Betrieb. Frühere Politik der Frühverrentung war falsch.  Ältere stehen für Qualität, Wissen und Erfahrung.  Gute Nachricht: Sie sind so fit wie nie zuvor.  Lebenslanges Lernen geht, das zeigen auch die neuesten Erkenntnisse der Hirnforschung. 9
  • 10. Junge Menschen  Ausbildungsmarkt entspannt wie nie. Auch Anzeichen für demografischen Wandel.  Es fehlt uns einfach der Nachwuchs.  Eins ist klar: Wir brauchen jedes Talent. Wir können auf niemanden verzichten. 10
  • 11. Junge Menschen (2) Trotzdem…  haben wir 250.000 arbeitslose Jugendliche, die von staatlicher Unterstützung leben.  passen 250.000 mal Mensch, Job, Angebot und Nachfrage nicht zusammen.  sagen wir 250.000 mal am Anfang des Berufslebens: Du wirst nicht gebraucht! 11
  • 12. Jugendliche mit Migrationshintergrund  Ausländische Schulabgänger beenden ihr Schullaufbahn doppelt so häufig ohne einen Abschluss.  Das dürfen wir nicht weiter zulassen. Zukünftig besitzt fast jede dritte Arbeitskraft ausländische Wurzeln. Sie bilden die Basis für 30% unserer zukünftigen Fachkräfte. 12
  • 13. Du wirst gebraucht….  das ist das Aufstiegsversprechen, das wir jedem geben müssen.  das ist das Erfolgsgeheimnis der sozialen Marktwirtschaft Bisher Chancen ungleich verteilt:  Bisher entscheidet die Herkunft sehr über den Erfolg in Schule und Beruf. 13
  • 14. Neupositionierung Initiative Neue Qualität der Arbeit Fußzeile einfügen über "Einfügen" > Kopf- und Fußzeile > „Für alle übernehmen“ 14 06.08.2012
  • 15. Unternehmenswelt im Wandel: Gemeinsame Lösungen entwickeln demografischer Wandel globaler Wettbewerb rasanter Strukturwandel Diese Herausforderungen stellen in ihrer Bündelung ein neues übergreifendes Themenfeld dar. Unternehmen, Staat und Sozialpartner können es nur gemeinsam angehen. Fußzeile einfügen über "Einfügen" > Kopf- und Fußzeile > „Für alle übernehmen“ 15 06.08.2012
  • 16. Paradigmenwechsel: Von der Arbeitgeber- zur Arbeitnehmerorientierung Traditioneller Arbeitsmarkt = arbeitgeberorientiert Lohn und Sozialversicherungen Arbeitgeber Arbeitnehmer Arbeitsleistung Vereinbarung in Betriebsvereinbarungen Tarifverträgen Finanzielle Betriebsrente Beteiligung Arbeitszeitkonto in Soziale diversen Formen Komponenten Firmenaus- Bezahlung Kinder- landseinsatz betreuungskosten Neuer Arbeitsmarkt = arbeitnehmerorientiert Fußzeile einfügen über "Einfügen" > Kopf- und Fußzeile > „Für alle übernehmen“ 16 06.08.2012
  • 17. Hand in Hand: Starke Partner sind gefragt ...sorgt für einen verlässlichen Ordnungsrahmen und Mindeststandards. Darüber hinaus Der Staat/das BMAS... ...übernimmt eine koordinierende Funktion zwischen Sozialpartnern, Unternehmen, SV-Trägern und Beschäftigten. ...gibt fachliche Impulse für die zukünftige Gestaltung der Arbeitswelt, startet Initiativen und zeigt Perspektiven auf. ...fördert den Austausch in Netzwerken, sorgt für Wissenszuwachs und stellt Know-how-Transfer sicher. Die Steuerungs- und Gestaltungswirkung des Staates/des BMAS ist jenseits des gesetzlichen Ordnungsrahmens begrenzt. Erfolge können nur gemeinsam mit Partnern auf betrieblicher Ebene erzielt werden! Fußzeile einfügen über "Einfügen" > Kopf- und Fußzeile > „Für alle übernehmen“ 17 06.08.2012
  • 18. Mit gutem Beispiel voran: Netzwerke der Initiative setzen Akzente Mit ihren Netzwerken setzt INQA auf konkrete Aktivitäten.  Damit erreicht die Initiative Neue Qualität der Arbeit schon jetzt 3.000 Unternehmen mit mehr als drei Millionen Beschäftigten.  Gibt die Initiative Hilfe bei der Problemanalyse, z.B. mit dem Instrument inqa-unternehmenscheck.de  Unterstützt die Initiative die Problembeseitigung, z.B. mit ausgebildeten Beratern, Best-Practice-Beispielen, Leitfäden etc. Fußzeile einfügen über "Einfügen" > Kopf- und Fußzeile > „Für alle übernehmen“ 18 06.08.2012
  • 19. Mehr Transparenz: Der Steuerkreis als neues Entscheidungsgremium Zentrales Entscheidungsgremium der Initiative ist der Steuerkreis.  Er bestimmt die Schwerpunkte der Arbeit und entscheidet zum Beispiel, welche Projekte die Initiative fördert.  Um die Überparteilichkeit der Initiative Neue Qualität der Arbeit zu gewährleisten, setzt sich der Steuerkreis paritätisch aus Vertretern der Wirtschaft und der Gewerkschaften zusammen.  Auch das BMAS und die Arbeits- und Sozialministerkonferenz sind in ihm vertreten. Fußzeile einfügen über "Einfügen" > Kopf- und Fußzeile > „Für alle übernehmen“ 19 06.08.2012
  • 20. Im Einklang mit politischen Handlungszielen: Die Initiative positioniert sich neu  Beschäftigungspotenziale im Unternehmen sichern. Zentrale Ziele der Aktivitäten unter diesem Dach sind:  Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten erhalten und ihre Beschäftigungsfähigkeit erhöhen.  Sich um faire und verlässliche Arbeitsbedingungen kümmern. Fußzeile einfügen über "Einfügen" > Kopf- und Fußzeile > „Für alle übernehmen“ 20 06.08.2012
  • 21. Im Fokus: Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit stärken Arbeitsfähigkeit (ABI) 50 Nachhaltige Förderung der Arbeitsfähigkeit sehr gut Personalpolitik wirkt! Individuelle Gesundheitsförderung, 45 gut ergonomische Maßnahmen, verbessertes Führungsverhalten 40 mäßig Nur individuelle 35 Gesundheitsförderung 30 schlecht Keine Maßnahmen 25 20 Quelle: Prinzipdarstellung nach 40 50 60 Prof. Dr. Juhani Ilmarinen/Prof. Alter (Jahre) Dr. Gottfried Richenhagen Fußzeile einfügen über "Einfügen" > Kopf- und Fußzeile > „Für alle übernehmen“ 21 06.08.2012
  • 22. Die inhaltliche Klammer: Vier strategische Themenfelder Fußzeile einfügen über "Einfügen" > Kopf- und Fußzeile > „Für alle übernehmen“ 22 06.08.2012
  • 23. Vier Themenbotschafter: Für fachliche Expertise und Blick aus der Praxis im Steuerkreis Als Mitglieder des Steuerkreises repräsentieren die Themenbotschafter/innen eines der strategischen Themenfelder der Initiative – auch in der Öffentlichkeit. Fußzeile einfügen über "Einfügen" > Kopf- und Fußzeile > „Für alle übernehmen“ 23 06.08.2012
  • 24. Konkret und verlässlich: Angebote für Unternehmen der Zukunft Die Angebote der Initiative Neue Qualität der Arbeit sind am Bedarf der Unternehmen ausgerichtet. Sie sind: niedrigschwellig freiwillig betriebsbezogen qualitativ hochwertig Fußzeile einfügen über "Einfügen" > Kopf- und Fußzeile > „Für alle übernehmen“ 24 06.08.2012
  • 25. Angebote der Initiative zur Analyse & Beratung für Unternehmen Neustart des Online- Selbstcheck/Beratung Angebot Entwicklung eines Coaching Benchmark Benchmark „Check Guter Mittelstand“ freiwilligen der als INQA- Audit (inkl. Beratungsangebot; besten Unternehmenscheck 300 Berater schon vorhanden) Arbeitgeber Arbeitgeber Guter Mittelstand der Zukunft Fußzeile einfügen über "Einfügen" > Kopf- und Fußzeile > „Für alle übernehmen“ 25 06.08.2012
  • 26. Die Initiative flankierend: Das ESF-Programm unternehmensWert: Mensch Das ESF-Programm richtet sich an... Kleine und mittlere Unternehmen Beschäftigte Unternehmensführung (bis zu 250 Beschäftigte) fördert die Inanspruchnahme von Beratungsscheck Informations- und Beratungsleistungen (Fachberatung) mit Hilfe eines Beratungsschecks mit dem Ziel KMU bei der Entwicklung und Umsetzung einer demografieaktiven und lebensphasenorientierten Personalpolitik und Arbeitsorganisation zu unterstützen. Fußzeile einfügen über "Einfügen" > Kopf- und Fußzeile > „Für alle übernehmen“ 26 06.08.2012
  • 27. Mit dem ESF-Programm Angebote der Initiative Neue Qualität der Arbeit nutzen Angebote der Initiative Neue Qualität der Arbeit INQA- Beratungs- Beratungs- Audit Benchmark Unternehmensscheck angebot A angebot B „Arbeitgeber der der besten Guter Mittelstand Zukunft“ Arbeitgeber z.B. Strategie-Beratung durch einen Berater der Offensive Mittelstand Beratungsscheck über 1 bis max. 15 Beratertage förderfähig maximal 800€ pro Beratertag Fußzeile einfügen über "Einfügen" > Kopf- und Fußzeile > „Für alle übernehmen“ 27 06.08.2012
  • 28. Unaufhaltsam? Der Wandel in der Arbeitswelt Psychische Gesundheit 28
  • 29. Psychische Gesundheit und Arbeitswelt Ein ungebrochener Trend: Psychische Erkrankungen Zuwachs der Fehlzeiten aufgrund seelischer Erkrankungen um mehr als 80 Prozent seit 1994.* Inzwischen gehen rund 12 Prozent aller krankheitsbedingten Ausfallstage** auf psychische Erkrankungen zurück. Prognose: Experten schätzen, dass in 2030 psychische Erkrankungen die häufigste Ursache für krankheits-bedingten und langfristigen Arbeitsausfall, die entsprechenden Folgekosten sowie Frühverrentung sein werden. * Quelle: Institut der AOK / ** Quelle: Studie der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK), 2010 29
  • 30. Psychische Gesundheit und Arbeitswelt Psychische Krankheiten und betriebswirtschaftliche Folgen Psychische Erkrankungen und Arbeitsunfähigkeit: AU-Tage Legende: Angegeben sind prozentuale Anteile an allen Fehltagen oder Krankschreibungsfällen pro Versicherten Quelle: BPtK, 2011 Psychische Gesundheit ist nicht nur grundlegend für die Lebensqualität jedes einzelnen Menschen, sondern trägt auch dazu bei, die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen zu erhalten. 30
  • 31. Der Mensch im Mittelpunkt Ein Blick in die INQA-Produktpalette (1/2): Handlungshilfen Handlungshilfen: Kein Stress mit dem Stress Weitere Praxisinstrumente, die im Rahmen des psyGA-transfer Projektes entwickelt wurden, sind Praxisbroschüren zur psychischen Gesundheit in der Arbeitswelt: • Eine Handlungshilfe für Beschäftigte • Eine Handlungshilfe Führungskräfte • Qualitätskriterien für das BGM im Bereich der psychischen Gesundheit • Selbsteinschätzung für das BGM im Bereich der psychischen Gesundheit • in Erarbeitung: Praxishilfen zu konkreten betrieblichen Maßnahmen • in Erarbeitung: Praxishilfe für Betriebsräte • in Erarbeitung: E-Learning Tool für Führungskräfte www.psyga-transfer.de 31
  • 32. Fazit • Die mitarbeiterorientierte Personalpolitik wird zur zentralen Basis der Gestaltung des demografie- und strukturbedingten Wandel der Arbeitswelt • Eine gute Unternehmenskultur ist Voraussetzung für einen langfristigen wirtschaftlichen Erfolg und die Innovationskraft der Unternehmen Der Mensch rückt in den Mittelpunkt! • Unternehmen lernen mit- und voneinander und bringen sich bei Initiative Neue Qualität der Arbeit ein. KMU greifen Ideen großer Unternehmen auf. • INQA ist ein praktikables Netzwerk, das Unternehmen niedrigschwellige, fundierte und von Unternehmen erprobte Ansätze bietet. 32
  • 33. Vordenker: Unternehmen, die sich auf den Weg gemacht haben Unaufhaltsam? Der Wandel in der Leitfragen Arbeitswelt  Welche betrieblichen Beispiele gibt es? Psychische Gesundheit  Was zeichnet sie aus? und Arbeitswelt Der Mensch im Mittelpunkt Unter der Lupe: Unternehmenspraxis 33
  • 34. Wie Gesundheitsmanagement in Betrieben konkret gelingen kann: Unter der Lupe: Unternehmenspraxis Demografie Durch Erhaltung und Förderung der Arbeitsfähigkeit begegnet die Volkswagen AG in Emden dem demografischen Wandel: Arbeitsgestaltung: Die ergonomische Gestaltung der Arbeit steht im Volkswagen AG Vordergrund. Es erfolgt eine Bewertung aller Arbeitsplätze in der Fertigung (Werk Emden) nach dem Ampelsystem. Ein gelungenes Beispiel ist im Werk Emden der Liege-Schwenksitz, der zu einer wesentlichen Verbesserung der Ergonomie und Erleichterung des Arbeitsprozesses beiträgt. Arbeitszeitgestaltung: Es werden Optionen für eine flexible und differenzierte Lebensarbeitszeit angeboten. Gesundheitsmanagement: Das Gesundheitsmanagement umfasst z.B. das betriebliche Eingliederungsmanagement, die Vorsorgeuntersuchung „Volkswagen-Checkup“, die arbeitsplatzabgestimmte Rehabilitation und eine Kampagne zur gesunden Ernährung. Personal- und Teamentwicklung: Qualifizierung für Führungskräfte und Meister bezüglich der relevanten Demografie-Themen. Unternehmenskultur: In Gesundheitszirkeln werden die arbeitsbedingten Ursachen für gesundheitliche Belastungen gemeinsam mit MitarbeiterInnen identifiziert. Im Reha-Zentrum Volkswagen erfolgt ein Training unter Anleitung zur Förderung der eigenen Gesundheit mit dem Schwerpunkt Selbst- verantwortung. 34
  • 35. Wie Gesundheitsmanagement in Betrieben konkret gelingen kann: Unter der Lupe: Unternehmenspraxis Gesundheit Die Unternehmensstrategie der Berliner Stadtreinigung (BSR) stellt die Gesundheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, besonders in schwierigen Arbeitssituationen, in den Vordergrund Die BSR investierte in neue Niederflurfahrzeuge, wodurch der Ausstieg Berliner einfacher geworden ist. Das schont die Gelenke und senkt den Stadtreinigung Krankenstand. • . Bei Fußproblemen erhalten die MitarbeiterInnen nach einer computergestützten Fußvermessung speziell angepasstes orthopädisches Schuhwerk. • Die Berliner Straßenreiniger sind heute mit leichten Aluminium-Karren unterwegs, die sich leicht aus den Kehrichtsammelfahrzeugen aus- und einladen lassen und sich leichter schieben lassen. Ausgewählte MitarbeiterInnen nehmen an einer intensiven betriebsinternen Weiterbildung zu ehrenamtlichen betrieblichen Gesundheitslotsen teil. • Sie unterstützen ihrer Kolleginnen und Kollegen bei Themen gesundheitsfördernder Arbeitsorganisation. • Informieren über Angebote des betrieblichen Gesundheitssports sowie über Freizeitevents der BSR. 35
  • 36. Wie Gesundheitsmanagement in Betrieben konkret gelingen kann: Unter der Lupe: Unternehmenspraxis Familie Das Unternehmen EURAWASSER Nord GmbH stellt in seiner Unternehmensstrategie vor allem das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie in den Mittelpunkt seiner Aktivitäten. EURAWASSER Nord GmbH Die EURAWASSER Nord GmbH ist der größte Wasserversorger in Mecklenburg-Vorpommern und beschäftigt derzeit rund 400 Mitarbeiter. Besonders die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein zentrales Thema bei der EURAWASSER Nord GmbH. In diesem Bereich gibt es eine Vielzahl von Angeboten für Angestellte mit Kindern oder zu pflegenden Angehörigen: • Flexible Arbeitszeiten. • Hilfe bei der Gestaltung der Kinderbetreuung, sei es durch organisatorische Zusammenarbeit mit den Trägern, sei es durch betrieblich unterstützte oder auch betriebliche Kinderbetreuungsangebote. • Hilfe bei der Gestaltung der Pflege älterer Familienmitglieder, • Weiterbildungsmöglichkeiten während der Elternzeit und Teilzeit für Mütter und Väter. 36
  • 37. Alterung in Deutschland  Die weibliche Lebenserwartung hat sich in den letzten Jahren um jährlich 3 Monate erhöht  Die durchschnittliche Lebenserwartung der Deutschen steigt jedes Jahr um 40 Tage.  Die Lebenserwartung Neugeborener liegt zur Zeit um 7 Jahre höher als noch 1970  Jedes zweite heute geborene Mädchen, hat eine Lebenserwartung von 100 Jahren, jeder zweite Junge wird 95 Jahre. 37
  • 38. Erwerbstätigenquoten nach Altersgruppen 2009 und ihre Veränderung in Prozentpunkten gegenüber 2000 60-u. 65 J. 20,7% 38,4 % 55-u. 60 J. 63,7% 69,9 % 20-u. 55 J. 75,3% 78,5% Insgesamt 44,5% 47,2% 0,0 2,0 4,0 6,0 8,0 10,0 12,0 14,0 16,0 18,0 20,0 Veränderung in Prozentpunkten 2009 gegenüber 2000 38 Quelle: Statistisches Bundesamt, Mikrozensus.
  • 39. Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach Alter in ausgewählten Jahren Veränderung 2005 2006 2007 2008 2009 2005/2009 in % SV-Beschäftigte (Tsd.) 26.178 26.354 26.855 27.458 27.380 4,6 20 - u. 55 J. 22.428 22.476 22.741 23.103 22.854 1,9 55 - u. 60 J. 2.021 2.198 2.361 2.517 2.605 28,9 60 - u. 65 J. 778 737 799 875 995 28,0 55 - u. 65 J. 2.799 2.935 3.160 3.392 3.600 28,6 Anteil der SV-Beschäftigten an Erwerbstätigen der jeweiligen Altersgruppe (in %) %-Punkte 20 - u. 55 J. 73,9 72,8 72,8 73,3 73,1 -0,8 55 - u. 60 J. 66,5 66,4 67,0 67,9 68,5 2,0 60 - u. 65 J. 55,5 54,9 54,9 57,3 59,2 3,7 55 - u. 65 J. 63,0 63,1 63,5 64,8 65,6 2,6 Anteil der SV-Beschäftigten an Bevölkerung der jeweiligen Altersgruppe in % (Beschäftigungsquote) 55 - u. 60 J. 41,5 42,8 44,6 46,6 48,3 6,8 60 - u. 65 J. 16,6 17,1 18,7 20,6 23,4 6,8 55 - u. 65 J. 29,3 31,0 33,0 35,2 37,3 8,0 39 Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit; Statistisches Bundesamt, Mikrozensus[1].
  • 40. Zuwanderung ist kein Allheilmittel… 40
  • 41. So fit wie nie zuvor… Männer Frauen 70 70 % % 65 65 60 60 55 55 50 50 45 45 40 40 1998 2003 2009 1998 2003 2009 50-54 55-59 60-64 65-70 Quelle: RKI Sonderauswertung. auf Basis von im BGS 1998, GsTel2003 und GEDA 2009 41
  • 42. Fakt ist ....  Der Sozialaufwand einer Epoche muss immer aus dem Volkseinkommen dieser Epoche gedeckt werden. Ein Ansparen einer Kapitaldeckung in volkswirtschaftlicher Größenordnung ist damit nicht möglich.  Wertschöpfung entsteht durch Arbeit.  Wer Wachstum will braucht den Menschen. 42
  • 43. Bildnachweis: sustainable-human-solutions.de Der Arbeitsmarkt dreht sich…. 43 43
  • 44. Wanderungssalden 1991-2011 800.000 782.071 700.000 602.523 600.000 500.000 462.096 397.935 400.000 314.998 300.000 282.197 272.723 279.000 219.288 201.975 200.000 167.120 142.645 127.677 93.664 100.000 82.542 78.953 47.098 43.912 22.792 0 -12.782 -55.743 -100.000 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 Quelle: Statistisches Bundesamt Fußzeile einfügen über "Einfügen" > Kopf- und Fußzeile > „Für alle übernehmen“ 44 06.08.2012
  • 45. Im Detail: Anknüpfungspunkte für Unternehmen INQA-Unternehmenscheck Guter Mittelstand  Die Herausforderungen von KMU kennen und Lösungen entwickeln.  Einen praktischen Beitrag zum Bewusstseinswandel in KMU leisten. Audit „Arbeitgeber der Zukunft“ Arbeitgeber der Zukunft  Vertrauen in gute Arbeitgeber unterstützen und Vorbilder etablieren.  Wettbewerbsfähigkeit bei der Suche nach Fachkräften stärken. Benchmark/Wettbewerb „Unternehmenskultur im Inneren“ Bester  Unternehmen auszeichnen, die die Eigenschaften eines „Unternehmens Arbeitgeber der Zukunft“ im Sinne der tragenden INQA-Themensäulen erfüllen.  Wird durch Mitarbeiterbefragung und Maßnahmenanalyse bewertet. Exzellenzbeispiele aus der Online-Datenbank  Konkrete Beispiele aus der Unternehmenspraxis unterfüttern die Theorie.  Ein Fundus an guten Beispielen ist für verschiedene Themen nutzbar. Fußzeile einfügen über "Einfügen" > Kopf- und Fußzeile > „Für alle übernehmen“ 45 06.08.2012
  • 46. Weitere Angebote der Initiative: Akteure vor Ort stärken Einbindung von Multiplikatoren MdB-Patenmodell  Gewinnung von Wahlkreisabgeordneten für eine überparteiliche Initiative.  Botschafter in den Regionen nutzen und regionales Wissen bekommen. ESF-Programm unternehmenswert Mensch  Praxisnahe und bedarfsorientierte Unterstützung von KMU bei der Entwicklung demografiefester personalpolitischer Strategien. Demografietarifverträge moderieren • Zusammenarbeit mit den vier großen • Know-how-Vermittlung durch Personalerverbänden (BPM, DGFP, Projektförderung wie in der Selbst-GmbH, HCC) Chemiebranche Netzwerke ausbauen Projektförderung • Neuaufbau eines • Neue Ausschreibung 2012 wissenschaftlichen Beirats Wissenschaftlicher Beirat Fußzeile einfügen über "Einfügen" > Kopf- und Fußzeile > „Für alle übernehmen“ 46 06.08.2012
  • 47. Best Practice-Beispiel Personalführung: Hilti „Wir haben einen klaren Leitsatz für Führungskräfte: Entwickle deine Mitarbeiter und erreiche deine Ziele!“ Erfolgsfaktoren Mitarbeiterentwicklung Ermöglichen von Einbindung der zentrale Aufgabe für Quereinstiegen und Belegschaft Führungskräfte horizontalen Karrieren Fakten zu Hilti - rund 2.000 Beschäftigte in Deutschland „Nur mit einer zufriedenen - Jährliche Befragung der Mitarbeiterinnen und Belegschaft kann ein Unternehmen Mitarbeiter (mit einer Beteiligung von knapp 90% der langfristig erfolgreich sein." Belegschaft); außerdem monatliche Veröffentlichung eines „Stimmungsbarometers - Die Hilti Deutschland AG erreichte für das Jahr 2011 im Wettbewerb „Deutschlands Beste Arbeitgeber“ (Great Place to Work Institute/ Bundesarbeitsministerium) Jochen Olbert Platz 16 sowie Platz 12 im Ranking „100 Best Geschäftsführender Direktor Workplaces in Europe“. der Hilti Deutschland AG Fußzeile einfügen über "Einfügen" > Kopf- und Fußzeile > „Für alle übernehmen“ 47 06.08.2012
  • 48. Best Practice-Beispiel Chancengleichheit und Diversity: Microsoft „Uns geht es darum, die unterschiedlichen persönlichen Bedürfnisse unserer MitarbeiterInnen zu berücksichtigen und bestmögliche Arbeitsbedingungen für sie zu schaffen!“ Erfolgsfaktoren Vertrauensarbeitszeit und Unterstützung bei Individuelles Mentoring Mobiles Arbeiten Kinderbetreuung „Wir sind davon überzeugt, dass wir mit einem bunten Mitarbeiter- Fakten zu Microsoft stab mehr und bessere Ideen - ca. 2.700 MitarbeiterInnen in Deutschland entwickeln können und kreativer - Sieben der fünfzehn Mitglieder der Geschäftsführung sind. Das macht uns erfolgreich.“ von Microsoft Deutschland sind Frauen. - Microsoft wurde mehrfach für seine Chancengleichheit und Vielfalt ausgezeichnet, z.B. 2011 mit dem Brigitte Hirl-Höfer Sonderpreis des Great Place to Work Institute Senior Director Human Resources und Mitglied der Geschäftsleitung der Microsoft Deutschland GmbH Deutschland. Fußzeile einfügen über "Einfügen" > Kopf- und Fußzeile > „Für alle übernehmen“ 48 06.08.2012
  • 49. Best Practice-Beispiel Wissen & Kompetenz: domino-world „Nur die Unternehmen, die geeignete Mitarbeiter bekommen, können am Ende auch Aufträge annehmen und ihre Kunden bedienen. Wer das nicht kann, ist weg vom Markt.“ Erfolgsfaktoren „Wissensbilanz“ macht Eigens entwickeltes Mentoring für neue Kompetenzen greifbar Weiterbildungkonzeopt MitarbeiterInnen Fakten zu domino-world „Gute Mitarbeiter sind - 520 MitarbeiterInnen anspruchsvoll: Sie erwarten - Regelmäßige Supervision und Fortbildung aller von ihrem Chef, dass er ihnen Pflegekräfte durch Geschäftsführung zuhört und sie unterstützt.“ - domino-world wurde beim Wettbewerb Great Place to Work 2011 zum zweiten Mal in Folge mit dem 1. Platz als „Bester Arbeitgeber im Gesundheitswesen“ ausgezeichnet (2. Platz bei „Deutschlands Beste Arbeitgeber“). Daneben erreichte das Unternehmen den Lutz Karnauchow 3. Platz beim europäischen Qualitätspreis, dem EFQM- Vorstand von domino-world Excellence-Award. Fußzeile einfügen über "Einfügen" > Kopf- und Fußzeile > „Für alle übernehmen“ 49 06.08.2012
  • 50. Best Practice-Beispiel Gesundheit: Wurst Stahlbau GmbH „Jeder Euro, den wir in das Gesundheitsmanagement investieren, zahlt sich am Ende für das Unternehmen aus. Die Fehlzeiten sind gesunken, die Produktivität ist gestiegen.“ Erfolgsfaktoren Aktive Förderung von Individuelle Weiterbildungs- Kommunikation Gesundheitsförder- management für alle & Information maßnahmen MitarbeiterInnen Fakten zu Wurst Stahlbau GmbH „Der Schlüssel zum Erfolg - 185 MitarbeiterInnen ist ein ganzheitliches - Das umfangreiche betriebliche Gesundheits- Gesundheitsmanagement.“ management, das der Stahlbau-Betrieb im Jahr 2005 eingeführt hat, wurde mit Unterstützung des AOK- Instituts für Gesundheitsconsulting erarbeitet. Das Institut organisiert auch das Netzwerk „KMU- Kompetenz“, das von der Initiative Neue Qualität der Thomas Wurst Arbeit gefördert wird. Geschäftsführer der Wurst Stahlbau GmbH Fußzeile einfügen über "Einfügen" > Kopf- und Fußzeile > „Für alle übernehmen“ 50 06.08.2012
  • 51. Unbürokratisch: Der Weg zum Beratungsscheck Erstberatung Voraussetzung für den Beratungsscheck ist die Erstberatung des Unternehmens in einer der bis zu 32 regionale Beratungsstellen (erhalten eine Beratungspauschale sowie eine Grundförderung) in den 16 Modellregionen positive Stellungnahme + Fachberatung Handlungsplan Fußzeile einfügen über "Einfügen" > Kopf- und Fußzeile > „Für alle übernehmen“ 51 06.08.2012
  • 52. Psychische Gesundheit und Arbeitswelt Zukunftsaufgabe: Wohlbefinden & Leistungsfähigkeit stärken Ältere seltener krank als Jüngere, dafür aber länger Psychische Erkrankungen verursachen längste Ausfallzeiten Wie akut der Handlungsbedarf ist, zeigen die Zahlen: Rund 32 Prozent der Deutschen leiden häufig oder sogar ständig unter Stress, rund ein Drittel der Beschäftigten in Deutschland sind der Ansicht, dass sie ihre Arbeit unter den derzeitigen Anforderungen wohl nicht bis hin zum Rentenalter ausüben können. 52
  • 53. Der Mensch im Mittelpunkt Ein Blick in die INQA-Produktpalette (2/2): Hörbuch Hörbuch: Stress, psychische Belastung, Burnout - Handeln, bevor der Job krank macht Im Rahmen des psyGA*-transfer Projektes hat die Bertelsmann-Stiftung ein Hörbuch zu psychischen Belastungen am Arbeitsplatz produziert. • Zentrale Fragen sind: Wird die Zukunft noch schneller, noch belastender? Welche Kompetenzen brauchen Arbeitnehmer, um in der Arbeitswelt gesund zu bleiben? Wie können sie ihre Abwehrkräfte stärken? • Mediziner sprechen hier über die typische Stresserkrankung Burnout. Betroffene schildern, wie es sich anfühlt, darunter zu leiden. Über die ersten Anzeichen berichten Mitarbeiter aus Unternehmen – Mediziner kommentieren die Schilderungen und geben Empfehlungen * psyGA steht für Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt und ist ein Projekt, das der BKK Bundesverband zusammen mit 15 Kooperationspartnern durchführt. 53